Ohne aufzusehen setzte er zu einer Antwort an.
Doch er hielt inne, und zog sein schwarzes Schwert.
"Die Klinge spiegelt nicht. Um sie zum Leuchten zu bringen, bedarf es einen Kriegergeist. Und jede Menge Blut, das die Schneide zweifelsohne morgen kosten wird.
Geist und Seele, Körper und Stahl müssen eins werden. Ich schlafe nicht, weil ich nicht muss. Nicht heute. Nicht morgen. Doch selbst Stahl braucht Ruhe und Pflege. Deswegen ölt man jede Klinge, damit sie keinen Rost ansetzt. Wenn diese Klinge überhaupt rosten könnte, versteht sich.
Was ich damit sagen will ist folgendes: Ein jeder muss morgen an seine Grenzen gehen, und jeder muss sich vorbereiten. Schlaf ist nicht mein Weg. Vielleicht euer, aber meine Kräfte und Fähigkeiten sind auch Andere als die von euch oder Anderen."
Der Schatten betrachtete die Klinge kurz, und ließ sie dann durch die Luft sirren, nur ein schwarzer, verschwommener Schatten und das helle Geräusch des Luftzugs, als das Schwert die Luft zerteilte.
"Ich bin mit mir im Reinen. Ich habe eine Aufgabe, und die werde ich bis zum bitteren Ende verfolgen und letztendlich Erfolg haben. Die Brut hat es, ich will es. Ich nehme es, egal was dafür nötig ist. Die Sonne befielt, wir folgen.
Doch jeder hat seine Dämonen, innere Dämonen, die er erst niederzwingen muss, bevor man sich in eine Schlacht werfen kann. Jule hat diesen Kampf verloren, weil sie ihre Seele für nichts verkaufte. Nicht nur ihre, was es umso schändlicher macht. Euer Dämon heißt Furcht vor dem Tod, der zweifellos reiche Ernte einfahren wird. Nicht um euch, sondern um Theron.
Das ist euer Kampf, eure Bürde. Und ich habe weder das Recht, noch bin ich gewillt, euch diese Bürde abzunehmen. Wir wachsen mit den Kämpfen, und das ist euer Größter. Versagt ihr heute abend, versagt ihr morgen, und ihr fallt. Das ist eines jeden Los, der heute nicht kämpft um morgen zu leben."
Mit gemächlichen Bewegungen stopfte er seine Pfeife und zündete sie an.
Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
xX Ripper Xx
, févr. 07 2010 02:46
#2501
Posté 03 août 2010 - 08:01
#2502
Posté 03 août 2010 - 08:16
Bella hörte Avalos gespannt zu, und als er geendet hatte, klappte ihr das Kiefer ein Stück nach unten. Sie dachte immer, er würde sie viel zu wenig kennen. Die Wahrheit war jedoch, dass er wohl in ihr lesen konnte wie in einem offenen Buch und deswegen nie oder nur selten das Wort an sie richtete, solange ihre Reise schon dauerte.
Leise räusperte sie sich, schlug die Decke etwas fester um ihre Schultern und trat einen Schritt näher ans Feuer, um sich daran zu wärmen. Dann blickte sie Avalos in seine mittlerweile noch unheimlicheren Augen, aber schrak davor nicht zurück.
"Ihr habt Recht mit dem was Ihr sagt, Avalos. Ich habe tatsächlich Angst davor, dass Theron fallen könnte. Es mag egoistisch sein, oder einfach Liebe. Ich denke ich brauche Euch nicht zu erzählen, wie es ist, wenn man einen geliebten Menschen verliert. Erst recht nicht, wenn es sich dabei um die Liebe seines Lebens handelt. Momentan kann ich den Gedanken recht gut verdrängen, aber ich spüre die Brut. Und das ähnlich stark wie damals als ich in den Kampf gegen den Erzdämon zog. Frieren und zähneklappern trägt leider nicht gerade dazu bei, einen erholsamen Schlaf zu finden.
Aber da wir gerade bei diesem Thema sind... Eure Aufgabe ist es, der Sonne zu dienen. Wie läßt sich das mit Lyna vereinbaren? Ich weiß, dass Ihr sie liebt. Versprecht mir nur eines, Schatten. Versucht, sie nicht zu enttäuschen. Haltet zu ihr, egal was kommen wird. Dass ich Euch beiden dabei die besten Wünsche mit auf den Weg gebe, könnt Ihr Euch sicher sein."
Sie setzte sich auf den Boden und kaute nachdenklich auf ihrer Unterlippe.
"Ich werde morgen mein bestes geben, und dass der Tod unser Begleiter sein wird ist mir absolut bewußt. Ich wünsche mir nur, dass wir diesem doch von der Schippe springen können. Wenn es mich treffen sollte so möchte ich Euch danken. Dafür, dass ich mit Euch reisen durfte, zu Euren Begleitern gehöre. Und nicht zuletzt, dass ich Euch kennenlernen durfte. Ihr habt die Zeitspanne meines Lebens gut bereichert." Sie schmunzelte leicht, und fuhr dann fort: "Glaubt Ihr dass wir das gesuchte morgen finden werden?"
Leise räusperte sie sich, schlug die Decke etwas fester um ihre Schultern und trat einen Schritt näher ans Feuer, um sich daran zu wärmen. Dann blickte sie Avalos in seine mittlerweile noch unheimlicheren Augen, aber schrak davor nicht zurück.
"Ihr habt Recht mit dem was Ihr sagt, Avalos. Ich habe tatsächlich Angst davor, dass Theron fallen könnte. Es mag egoistisch sein, oder einfach Liebe. Ich denke ich brauche Euch nicht zu erzählen, wie es ist, wenn man einen geliebten Menschen verliert. Erst recht nicht, wenn es sich dabei um die Liebe seines Lebens handelt. Momentan kann ich den Gedanken recht gut verdrängen, aber ich spüre die Brut. Und das ähnlich stark wie damals als ich in den Kampf gegen den Erzdämon zog. Frieren und zähneklappern trägt leider nicht gerade dazu bei, einen erholsamen Schlaf zu finden.
Aber da wir gerade bei diesem Thema sind... Eure Aufgabe ist es, der Sonne zu dienen. Wie läßt sich das mit Lyna vereinbaren? Ich weiß, dass Ihr sie liebt. Versprecht mir nur eines, Schatten. Versucht, sie nicht zu enttäuschen. Haltet zu ihr, egal was kommen wird. Dass ich Euch beiden dabei die besten Wünsche mit auf den Weg gebe, könnt Ihr Euch sicher sein."
Sie setzte sich auf den Boden und kaute nachdenklich auf ihrer Unterlippe.
"Ich werde morgen mein bestes geben, und dass der Tod unser Begleiter sein wird ist mir absolut bewußt. Ich wünsche mir nur, dass wir diesem doch von der Schippe springen können. Wenn es mich treffen sollte so möchte ich Euch danken. Dafür, dass ich mit Euch reisen durfte, zu Euren Begleitern gehöre. Und nicht zuletzt, dass ich Euch kennenlernen durfte. Ihr habt die Zeitspanne meines Lebens gut bereichert." Sie schmunzelte leicht, und fuhr dann fort: "Glaubt Ihr dass wir das gesuchte morgen finden werden?"
Modifié par Bellandyrs, 03 août 2010 - 08:38 .
#2503
Guest_Avalin_*
Posté 09 août 2010 - 03:58
Guest_Avalin_*
Theron erwachte mitten in der Nacht. Er war ein wenig benommen und die Ereignisse der letzten Tage, hatten ihn ziemlich mitgenommen.
Er wollte mit seiner Hand nach Bella greifen und schrak hoch, als sie ins Leere ging. Langsam rappelte er sich hoch und verharrte einen Moment um einen klaren Kopf zu bekommen. Seine Wunden spannten, und er musste vorsichtig sein, damit sie nicht wieder aufrissen.
Er fragte sich, wie er denn so kämpfen sollte.
Dieser Gedanke machte ihm Sorgen, denn für ihn war es ziemlich sicher dass er den Kampf nicht überleben würde.
Aber was würde mit Bella passieren?
Er verscheuchte den Gedanken und stand auf. Nur mit einer Leinenhose bekleidet verließ er das Zelt und machte sich auf die Suche nach ihr.
Er wollte die Zeit noch genießen die er mit ihr hatte, könnte sie doch morgen schon vorbei sein.
Er wollte mit seiner Hand nach Bella greifen und schrak hoch, als sie ins Leere ging. Langsam rappelte er sich hoch und verharrte einen Moment um einen klaren Kopf zu bekommen. Seine Wunden spannten, und er musste vorsichtig sein, damit sie nicht wieder aufrissen.
Er fragte sich, wie er denn so kämpfen sollte.
Dieser Gedanke machte ihm Sorgen, denn für ihn war es ziemlich sicher dass er den Kampf nicht überleben würde.
Aber was würde mit Bella passieren?
Er verscheuchte den Gedanken und stand auf. Nur mit einer Leinenhose bekleidet verließ er das Zelt und machte sich auf die Suche nach ihr.
Er wollte die Zeit noch genießen die er mit ihr hatte, könnte sie doch morgen schon vorbei sein.
#2504
Posté 11 août 2010 - 08:25
Diesen letzten Tag vor der Schlacht hatte Noah schweigend auf seinem Pferd verbracht. Zu niemandem hatte er ein Wort gesprochen und seine Gefährten hatten es aufgegeben, sich um ihn zu bemühen. Jeder war in seine eigenen Gedanken vertieft. Drohend hing die bevorstehende Schlacht über ihren Köpfen.
Sein Zelt errichtete er mechanisch und lustlos kaute er auf dem Stück Brot, welches er von jemand überreicht bekommen hatte. Wer war es noch gleich gewesen? Noah hätte schwören können, dass er das Gesicht gekannt hatte. Doch sein Kopf fühlte sich leer an und er konnte seine Gedanken nur schwer fest halten. Sie drifteten davon, kaum dass sie entstanden waren.
War er überhaupt noch hier auf Thedas? Sein Körper bewegte sich wie immer, doch sein Geist war wie losgelöst. Manchmal schien er neben sich zu gehen und sich zu beobachten. Nur am Rande nahm er war, was um ihn herum passierte. Fast wie ein Traum und doch wusste er, dass es real war.
Nur aus Gewohnheit verrichtete Noahs Körper die Dinge, die er sonst auch tat. Essen, Trinken, seine Ausrüstung überprüfen und seinen Körper dehnen, um ihn auf den bevorstehenden Kampf vorzubereiten. Früh ging er in sein Zelt und legte sich auf seine Schlafmatte. Er zog die Decke über sich und lag steif auf dem Rücken, während seine Augen an die Decke des Zeltes starrten.
Nichts als Dunkelheit sahen sie, doch das was er sah spiegelte sein Innerstes wider.
In Noah war nichts.
Er fühlte nichts.
Viele angstvolle Gesichter hatte er an diesem Abend gesehen. Doch ihre Angst konnte er nicht teilen. Er wusste, dass am nächsten Tag die Schlacht beginnen würde. Er würde kämpfen und so viele der Brut wie möglich in den Tod schicken. Das war er seinem Bruder schuldig. Sollte er selber dabei sterben….was kümmerte es ihn? Hier auf Thedas gab es nichts mehr für ihn.
Seine Mutter und sein Bruder waren tot und weitere Verwandte besaß er nicht. Seine wenigen Freunde, die er gehabt hatte, hatte er mit seinem Bruder vor Jahren verlassen. Und nun war er allein.
Die Liebe war von ihm gegangen und hatte sein Herz mit sich gerissen.
Nichts als Leere war zurück geblieben.
Doch sein Körper funktionierte noch. Und er würde in der Schlacht davon Gebrauch machen.
War es leichtsinnig in einen Kampf zu ziehen, wenn der eigene Geist fort gegangen war und kein Gedanke den Kopf mehr ausfüllte? Wie lange würde er überleben, wenn er seinen Körper nicht mehr bewusst steuerte? Wenn es ihm egal war, ob er starb oder nicht?
Noahs Körper entspannte sich und schöpfte neue Kraft für den nächsten Tag. Seine Augen schlossen sich. Sein Herz schlug langsamer und die Atmung wurde tiefer. So lag er da und wartete darauf, dass es Morgen wurde.
Sein Zelt errichtete er mechanisch und lustlos kaute er auf dem Stück Brot, welches er von jemand überreicht bekommen hatte. Wer war es noch gleich gewesen? Noah hätte schwören können, dass er das Gesicht gekannt hatte. Doch sein Kopf fühlte sich leer an und er konnte seine Gedanken nur schwer fest halten. Sie drifteten davon, kaum dass sie entstanden waren.
War er überhaupt noch hier auf Thedas? Sein Körper bewegte sich wie immer, doch sein Geist war wie losgelöst. Manchmal schien er neben sich zu gehen und sich zu beobachten. Nur am Rande nahm er war, was um ihn herum passierte. Fast wie ein Traum und doch wusste er, dass es real war.
Nur aus Gewohnheit verrichtete Noahs Körper die Dinge, die er sonst auch tat. Essen, Trinken, seine Ausrüstung überprüfen und seinen Körper dehnen, um ihn auf den bevorstehenden Kampf vorzubereiten. Früh ging er in sein Zelt und legte sich auf seine Schlafmatte. Er zog die Decke über sich und lag steif auf dem Rücken, während seine Augen an die Decke des Zeltes starrten.
Nichts als Dunkelheit sahen sie, doch das was er sah spiegelte sein Innerstes wider.
In Noah war nichts.
Er fühlte nichts.
Viele angstvolle Gesichter hatte er an diesem Abend gesehen. Doch ihre Angst konnte er nicht teilen. Er wusste, dass am nächsten Tag die Schlacht beginnen würde. Er würde kämpfen und so viele der Brut wie möglich in den Tod schicken. Das war er seinem Bruder schuldig. Sollte er selber dabei sterben….was kümmerte es ihn? Hier auf Thedas gab es nichts mehr für ihn.
Seine Mutter und sein Bruder waren tot und weitere Verwandte besaß er nicht. Seine wenigen Freunde, die er gehabt hatte, hatte er mit seinem Bruder vor Jahren verlassen. Und nun war er allein.
Die Liebe war von ihm gegangen und hatte sein Herz mit sich gerissen.
Nichts als Leere war zurück geblieben.
Doch sein Körper funktionierte noch. Und er würde in der Schlacht davon Gebrauch machen.
War es leichtsinnig in einen Kampf zu ziehen, wenn der eigene Geist fort gegangen war und kein Gedanke den Kopf mehr ausfüllte? Wie lange würde er überleben, wenn er seinen Körper nicht mehr bewusst steuerte? Wenn es ihm egal war, ob er starb oder nicht?
Noahs Körper entspannte sich und schöpfte neue Kraft für den nächsten Tag. Seine Augen schlossen sich. Sein Herz schlug langsamer und die Atmung wurde tiefer. So lag er da und wartete darauf, dass es Morgen wurde.
#2505
Posté 12 août 2010 - 09:54
Es dämmerte.
Sonnenaufgang.
Blutrot, hinter nebelverhangenen Wolkenfetzen.
Er hatte sie auf Nebelpfade geführt, ohne Gnade, mit nur einem Ziel. Noch einen Schritt, einen letzten auf diesem Pfad, und er würde bekommen was er wollte. Und wenn er sie alle in den Tod schicken müsste.
Aber das würde nicht passieren. Die Brut war zahlenmäßig weit überlegen, aber taktisch und strategisch nicht flexibel - und sobald das Korsett aus Stahl und Spieß um die Flanken des Feindes zuschnappen würde, würde es ein einziges Gemetzel werden. Avalos lächelte boshaft. Es würde noch interessant werden.
Lyna half ihm den schweren Plattenpanzer anzulegen, die Riemen festzuzurren und die einzelnen Scharniere miteinander zu verbinden. Den dämonenhaften Helm setzte er sich selber auf, winkelte ihn ein wenig an und hörte dann, wie die Schnappzüge an der Helminnenseite und der Halskrause des Plattenharnisches einrasteten. Jetzt konnte selbst ein Axthieb eines Hünen ihm den Helm nicht mehr vom Kopf reißen.
Der Schatten war aufgrund seiner Größe und Bedrohlichkeit einschüchternd gewesen. Aber durch die Haut aus Stahl und Tod wirkte er noch größer, noch dunkler, noch tödlicher. Wie eine Ausgeburt des Hades, ein Produkt der Hölle. Angst und Furcht waren seine Waffen. Das war es, was ihm diese Aura der Unbesiegbarkeit verlieh. Eine trügerische Idee, aber seit Äonen gab es niemanden, der ihn zu töten in der Lage war. Und warum sollte sich das jetzt auch ändern...
Seine Soldaten, Gefährten, Kameraden, sie alle waren mit ähnlichen Dingen beschäftigt. Pfeile in Köcher sortiert, Rüstungen angelegt, Klingen ein letztes Mal geschliffen. Die Anspannung war greifbar, die wenige Sekunden vor einem Sommergewitter, dass sich donnernd entlädt. Aber heute würde es weitaus mächtiger sein als ein Gewitter.
Wenige Stunden noch. Die verschiedenen Hauptkampflinien begannen sich zu formieren. Standarten wurden gehisst, Trupps und Kompanien versammelt.
Avalos setzte sich in Bewegung. Jeder Schritt klimperte unheilvoll, erfüllt vom metallischen Schaben der Rüstung.
Sein Weg führte ihn zu seinen Gefährten, die jeden Winkelzug, jeden Schachzug seinerseits so bereitwillig ertragen und mitgezogen hatten. Jetzt war die Stunde der Wahrheit.
Sonnenaufgang.
Blutrot, hinter nebelverhangenen Wolkenfetzen.
Er hatte sie auf Nebelpfade geführt, ohne Gnade, mit nur einem Ziel. Noch einen Schritt, einen letzten auf diesem Pfad, und er würde bekommen was er wollte. Und wenn er sie alle in den Tod schicken müsste.
Aber das würde nicht passieren. Die Brut war zahlenmäßig weit überlegen, aber taktisch und strategisch nicht flexibel - und sobald das Korsett aus Stahl und Spieß um die Flanken des Feindes zuschnappen würde, würde es ein einziges Gemetzel werden. Avalos lächelte boshaft. Es würde noch interessant werden.
Lyna half ihm den schweren Plattenpanzer anzulegen, die Riemen festzuzurren und die einzelnen Scharniere miteinander zu verbinden. Den dämonenhaften Helm setzte er sich selber auf, winkelte ihn ein wenig an und hörte dann, wie die Schnappzüge an der Helminnenseite und der Halskrause des Plattenharnisches einrasteten. Jetzt konnte selbst ein Axthieb eines Hünen ihm den Helm nicht mehr vom Kopf reißen.
Der Schatten war aufgrund seiner Größe und Bedrohlichkeit einschüchternd gewesen. Aber durch die Haut aus Stahl und Tod wirkte er noch größer, noch dunkler, noch tödlicher. Wie eine Ausgeburt des Hades, ein Produkt der Hölle. Angst und Furcht waren seine Waffen. Das war es, was ihm diese Aura der Unbesiegbarkeit verlieh. Eine trügerische Idee, aber seit Äonen gab es niemanden, der ihn zu töten in der Lage war. Und warum sollte sich das jetzt auch ändern...
Seine Soldaten, Gefährten, Kameraden, sie alle waren mit ähnlichen Dingen beschäftigt. Pfeile in Köcher sortiert, Rüstungen angelegt, Klingen ein letztes Mal geschliffen. Die Anspannung war greifbar, die wenige Sekunden vor einem Sommergewitter, dass sich donnernd entlädt. Aber heute würde es weitaus mächtiger sein als ein Gewitter.
Wenige Stunden noch. Die verschiedenen Hauptkampflinien begannen sich zu formieren. Standarten wurden gehisst, Trupps und Kompanien versammelt.
Avalos setzte sich in Bewegung. Jeder Schritt klimperte unheilvoll, erfüllt vom metallischen Schaben der Rüstung.
Sein Weg führte ihn zu seinen Gefährten, die jeden Winkelzug, jeden Schachzug seinerseits so bereitwillig ertragen und mitgezogen hatten. Jetzt war die Stunde der Wahrheit.
#2506
Posté 12 août 2010 - 10:49
Als das erste fahle Licht des Morgens schmale, helle Streifen an das Zeltdach warf öffnete Noah seine Augen und erhob sich. Er befriedigte die Bedürfnisse seines Körper nach Nahrung und Wasser und legte dann seine Rüstung an. Er hatte sie am Vorabend gewissenhaft gereinigt und geölt. Das Zelt und der Rest seiner Sachen waren schnell gepackt und er schritt zügig zu seinem Pferd.
Auf dem Weg zu den Tieren fiel sein Blick auf Avalos, der in voller Rüstung aus seinem Zelt getreten war. Unter normalen Umständen wäre es ein beeindruckender Anblick gewesen. In seinem komplett schwarzen Plattenpanzer sah er bedrohlich und absolut tödlich aus.
Doch Noah hatte keinen Sinn dafür. Er ließ seine Augen mit unbewegter Miene über den Schatten gleiten und hielt keine Sekunde inne.
In seinem Kopf spielten sich die Szenen seiner letzten Schlacht gegen die Brut ab. Er ließ die einzelnen Fratzen und ihre Taktiken revue passieren und bereitete sich darauf vor, ihnen erneut zu begegnen.
Sein Herz schlug gleichmäßig und sein Atem ging ruhig. Sein Körper war ausgeruht und bereit für die Schlacht. Obwohl Noah sich wie eine leere Hülle fühlte, schlich sich langsam boshafte Freude in sein Herz. Ein Grinsen umzuckte seine Mundwinkel. Seine Finger juckten unter den metallenen Handschuhen und konnten es kaum erwarten, seine Schwerter zu greifen.
Auf dem Weg zu den Tieren fiel sein Blick auf Avalos, der in voller Rüstung aus seinem Zelt getreten war. Unter normalen Umständen wäre es ein beeindruckender Anblick gewesen. In seinem komplett schwarzen Plattenpanzer sah er bedrohlich und absolut tödlich aus.
Doch Noah hatte keinen Sinn dafür. Er ließ seine Augen mit unbewegter Miene über den Schatten gleiten und hielt keine Sekunde inne.
In seinem Kopf spielten sich die Szenen seiner letzten Schlacht gegen die Brut ab. Er ließ die einzelnen Fratzen und ihre Taktiken revue passieren und bereitete sich darauf vor, ihnen erneut zu begegnen.
Sein Herz schlug gleichmäßig und sein Atem ging ruhig. Sein Körper war ausgeruht und bereit für die Schlacht. Obwohl Noah sich wie eine leere Hülle fühlte, schlich sich langsam boshafte Freude in sein Herz. Ein Grinsen umzuckte seine Mundwinkel. Seine Finger juckten unter den metallenen Handschuhen und konnten es kaum erwarten, seine Schwerter zu greifen.
#2507
Posté 12 août 2010 - 01:32
Einige Stimmen ertönten. Der Ton klang angstvoll, nervös und aufgeregt. Dennoch war der Inhalt der Diskussion nicht herauszuhören.
Doch das Thema war wohl klar.
Allie öffnete die Augen und spürte die Anspannung. Es muss wohl noch früh am morgen gewesen sein, da nicht viel Licht durch den dünnen Stoff des Zeltes drängte. Sie schnappte ihre Waffen, und schob die Plane des Zeltes zur Seite.
Die Feuerstellten des gestrigen Abends waren bereits erloschen. Leichte kaum erkennbare Rauchwolken stiegen empor, und ein sanfter Wind nahm weiße Asche mit sich, und wirbelte sie durch das Lager, bis sie verschwand. Einige der Soldaten hatten sich zu kleinen Gruppen zusammengestellt und tuschelten nervös, andere waren in Gedanken versunken und formierten sich.
Ja, sie alle warteten auf das Unausweichliche. Auf den Befehl, der sie zum Weiterreisen antreiben würde.
Für einen kurzen Moment vergaß sie die gestrigen Ereignisse, und machte sich einfach daran Jannis wortlos zu wecken, ihre Schlafmatte und das Zelt einzurollen um es anschließend auf das Pferd zu befestigen. Sie machte sich daran die Stute zu striegeln um ihr den Sattel anlegen können, bis ihr Blick am Horizont hängen blieb, sie die Zügel der Schimmelstute fest in den Händen hielt und sie die Fratzen welche schäbig lachten, das Kriegsgeschrei und fließende warme Blut sowie jeden Herzschlag der dunklen Brut nahezu vor sich sehen konnte als würden sie direkt neben ihr stehen. Gedanken die ihr Blut zum kochen brachten, ihre Wut auf diese Kreaturen steigern ließ, und sie alles andere um sich herum zu vergessen schien.
Doch das Thema war wohl klar.
Allie öffnete die Augen und spürte die Anspannung. Es muss wohl noch früh am morgen gewesen sein, da nicht viel Licht durch den dünnen Stoff des Zeltes drängte. Sie schnappte ihre Waffen, und schob die Plane des Zeltes zur Seite.
Die Feuerstellten des gestrigen Abends waren bereits erloschen. Leichte kaum erkennbare Rauchwolken stiegen empor, und ein sanfter Wind nahm weiße Asche mit sich, und wirbelte sie durch das Lager, bis sie verschwand. Einige der Soldaten hatten sich zu kleinen Gruppen zusammengestellt und tuschelten nervös, andere waren in Gedanken versunken und formierten sich.
Ja, sie alle warteten auf das Unausweichliche. Auf den Befehl, der sie zum Weiterreisen antreiben würde.
Für einen kurzen Moment vergaß sie die gestrigen Ereignisse, und machte sich einfach daran Jannis wortlos zu wecken, ihre Schlafmatte und das Zelt einzurollen um es anschließend auf das Pferd zu befestigen. Sie machte sich daran die Stute zu striegeln um ihr den Sattel anlegen können, bis ihr Blick am Horizont hängen blieb, sie die Zügel der Schimmelstute fest in den Händen hielt und sie die Fratzen welche schäbig lachten, das Kriegsgeschrei und fließende warme Blut sowie jeden Herzschlag der dunklen Brut nahezu vor sich sehen konnte als würden sie direkt neben ihr stehen. Gedanken die ihr Blut zum kochen brachten, ihre Wut auf diese Kreaturen steigern ließ, und sie alles andere um sich herum zu vergessen schien.
#2508
Posté 12 août 2010 - 06:24
Nachdem Bella keine Antwort von Avalos erhalten hatte, seufzte sie kurz auf und machte sich auf den Weg zurück ins Zelt, wo Theron ihr bereits entgegenkam.
Ihr Gesicht begann zu strahlen, sie stellte sich auf die Zehenspitzen und gab ihm einen zärtlichen Kuss.
Wortlos zog sie Theron mit sich zurück in ihr Zelt, wo sie die letzten Stunden dieser Nacht aneinander geschmiegt da lagen, sich gegenseitig Wärme und auch Trost spendend.
Viel zu schnell graute der Morgen, Bella blinzelte verschlafen und hörte draussen schon die Betriebsamkeit, die vom baldigen Aufbruch kündete. Sanft weckte sie Theron, schlüpfte in ihre Rüstung und begann, ihre Sachen zusammenzupacken.
Kurze Zeit später traf sie zusammen mit Theron auf Avalos, der soeben bei den Zelten der Gefährten auftauchte.
Ihr Gesicht begann zu strahlen, sie stellte sich auf die Zehenspitzen und gab ihm einen zärtlichen Kuss.
Wortlos zog sie Theron mit sich zurück in ihr Zelt, wo sie die letzten Stunden dieser Nacht aneinander geschmiegt da lagen, sich gegenseitig Wärme und auch Trost spendend.
Viel zu schnell graute der Morgen, Bella blinzelte verschlafen und hörte draussen schon die Betriebsamkeit, die vom baldigen Aufbruch kündete. Sanft weckte sie Theron, schlüpfte in ihre Rüstung und begann, ihre Sachen zusammenzupacken.
Kurze Zeit später traf sie zusammen mit Theron auf Avalos, der soeben bei den Zelten der Gefährten auftauchte.
#2509
Posté 12 août 2010 - 06:55
Ein letzter Schritt. Die Platten seines Harnisches rieben unheilverkündend aneinander. Das leise, metallische Ratschen war wie eine Verkündung auf die nächsten Stunden.
Jetzt galt es. Letzte Befehle, letzte Anweisungen.
Sie warteten auf Antworten.
Allesamt. Sein verborgener Blick, verborgen unter einer Maske aus stählerner Verheißung auf Untergang musterte jeden.
Bellandrys, die entschlossen schien. Theron, der sich immer wieder den Harnisch zurechtrückte aufgrund seiner großflächigen Striemen auf seinem Rücken.
Lyna, dessen Lippen ein winziges Lächeln umspielten, als sie seinen Blick spürte.
Allie und Jannis, die eng umschlungen beieinander standen.
Noah, dessen Blick in Flammen standen.
Entschlossen bis zum Letzten. Ein letzter Schritt war nötig, den nach diesem Schritt stand entweder Sieg oder Untergang.
"Es ist das Ende unseres Weges. Eine letzte Anstrengung, noch einmal sollen eure Klingen singen, in einem Duett aus Tod und Blut. Ich sagte einmal, dass ihr Antworten bekommen sollt, wenn die Zeit dafür reif ist.
Die Stunde da, die Zeit ist nah.
Wir sind auf der Jagd nach etwas, was die Welt in ihren Grundfesten erschüttern könnte. Nein, würde, weil sie weggespült werden wird, sollten wir versagen.
Manche von euch erinnern sich noch an Hrothgar Eisenhammer, der letzte Feldherr der Zwerge, der noch immer kämpft - verflucht, nicht sterben zu können.
Wir sind auf der Suche nach diesem Fluch. Und auf der Erfüllung dieser Prophezeiung. Denn die Zeit läuft ab, wenn die Glocken in Ostagar wieder läuten, dann erwachen sie. Alle verbliebenen Erzdämonen, zur gleichen Zeit. Und das kann die Welt nicht überstehen"
Er ballte die Faust. Die kleinen Metallplättchen rieben aneinander.
"Die Brut hat es. Ich will es. Und nur dafür hab ich diese Armee mobilisiert. Wie ihr jetzt unschwer erkennen könnt, handle ich stets zum Wohle aller. Auch wenn ihr glaubt, dass meine Maßnahmen extrem sind. In der Tat, sie sind es, aber in der Relation zu den Ereignissen, die meinen Zielen bzw. der der schwarzen Sonne nicht dienlich sind, sind sie... nicht erwähnenswert
Wie auch immer. Die Brut weiß inzwischen wie sie alle Drachen wecken kann. Um wieviel größer müsste der Blutzoll sein, um gleich vier niederzuringen, wenn es nur einen bedurfte, um Ferelden in Schutt und Asche zu legen? Einen Blutzoll, den die geschwächten Reiche nicht entrichten könnten. Das Leben wie ihr es kennt, würde enden, in einem ewigen Feuersturm aus Tod und Blut, Feuer und Asche. Und äonenlanger Dunkelheit.
Deswegen fordere ich euch auf, wenn nötig, zu fallen. Niemand weicht, niemand weicht zurück, keinen Rückzug, selbst wenn es euch das Leben kosten wird. Die Ereignisse sind größer als die Summe ihrer Teile, und ich bin nicht gewillt, aufgrund von kümmerlichen Selbstängsten eurerseits die Waffen zu strecken.
Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, wie die Brut den Fluch umdrehen bzw. verändern will - der Letzte, der die Prophezeiung ausgelegt bzw. deuten wolle, war Hrothgar Eisenhammer - und er harrt den Seinen noch immer - in einer vergessenen Festung, mit fast drei Divisionen der Legion - Tote Zwerge, die nicht sterben können.
Fast 800 Jahre. Seit achhundert Jahren metzeln sie sich durch die Brut. Und dürfen erst sterben, wenn die Brut ausgerottet ist. Und das ist unmöglich, weil die Dunklen nicht von dieser Ebene sind.
Angeblich haben die Heerführer der Brut in diesen Sümpfen den Schlüssel gefunden, um den Fluch aufzuheben, zu verändern, umzuschreiben.
Und sollten sie letzteres zustande bekommen, dann wecken sie alle. Und stürzen die Welt in Dunkelheit.
Ihr wisst, worum wir streiten. Also gebt alles.
Schenkt dem Feind nichts, aber nehmt ihnen alles!"
Er zog sein Schwert.
"Schwört auf diese Klinge, dass ihr mir folgt, notfalls in den Tod. Aber tut euer Möglichstes und euer Schlimmstes, um die Brut aufzuhalten, sie in ihre Schranken zu weisen, sie zurück ins Dunkel zu treiben!"
Sein Blick verengte sich. Er legte seinen ganzen Hass, seine eiseskalte Entschlossenheit in diesen Augenblick und fokussierte sich auf seine Klinge, dieses mattschwarze Biest aus Stahl und personifizierten Tod.
Die Runen auf der Blutkehle, die niemand lesen konnte, flammten weiß auf. Helle Flammen zuckten über die Schneiden.
"Schwört euer Leben auf dieses Schwert, schwört auf Mut, Entschlossenheit und alles, was ihr zu tun bereit seid, in euer schwersten Stunde. Und glaubt nicht, dass euch Gnade zuteil wird, solltet ihr Schwäche oder Feigheit vor dem Feind zeigen. Bevor die Brut euch bekommt, bin ich schneller. Und dieser Tod soll dann kein Leichter sein."
Jetzt galt es. Letzte Befehle, letzte Anweisungen.
Sie warteten auf Antworten.
Allesamt. Sein verborgener Blick, verborgen unter einer Maske aus stählerner Verheißung auf Untergang musterte jeden.
Bellandrys, die entschlossen schien. Theron, der sich immer wieder den Harnisch zurechtrückte aufgrund seiner großflächigen Striemen auf seinem Rücken.
Lyna, dessen Lippen ein winziges Lächeln umspielten, als sie seinen Blick spürte.
Allie und Jannis, die eng umschlungen beieinander standen.
Noah, dessen Blick in Flammen standen.
Entschlossen bis zum Letzten. Ein letzter Schritt war nötig, den nach diesem Schritt stand entweder Sieg oder Untergang.
"Es ist das Ende unseres Weges. Eine letzte Anstrengung, noch einmal sollen eure Klingen singen, in einem Duett aus Tod und Blut. Ich sagte einmal, dass ihr Antworten bekommen sollt, wenn die Zeit dafür reif ist.
Die Stunde da, die Zeit ist nah.
Wir sind auf der Jagd nach etwas, was die Welt in ihren Grundfesten erschüttern könnte. Nein, würde, weil sie weggespült werden wird, sollten wir versagen.
Manche von euch erinnern sich noch an Hrothgar Eisenhammer, der letzte Feldherr der Zwerge, der noch immer kämpft - verflucht, nicht sterben zu können.
Wir sind auf der Suche nach diesem Fluch. Und auf der Erfüllung dieser Prophezeiung. Denn die Zeit läuft ab, wenn die Glocken in Ostagar wieder läuten, dann erwachen sie. Alle verbliebenen Erzdämonen, zur gleichen Zeit. Und das kann die Welt nicht überstehen"
Er ballte die Faust. Die kleinen Metallplättchen rieben aneinander.
"Die Brut hat es. Ich will es. Und nur dafür hab ich diese Armee mobilisiert. Wie ihr jetzt unschwer erkennen könnt, handle ich stets zum Wohle aller. Auch wenn ihr glaubt, dass meine Maßnahmen extrem sind. In der Tat, sie sind es, aber in der Relation zu den Ereignissen, die meinen Zielen bzw. der der schwarzen Sonne nicht dienlich sind, sind sie... nicht erwähnenswert
Wie auch immer. Die Brut weiß inzwischen wie sie alle Drachen wecken kann. Um wieviel größer müsste der Blutzoll sein, um gleich vier niederzuringen, wenn es nur einen bedurfte, um Ferelden in Schutt und Asche zu legen? Einen Blutzoll, den die geschwächten Reiche nicht entrichten könnten. Das Leben wie ihr es kennt, würde enden, in einem ewigen Feuersturm aus Tod und Blut, Feuer und Asche. Und äonenlanger Dunkelheit.
Deswegen fordere ich euch auf, wenn nötig, zu fallen. Niemand weicht, niemand weicht zurück, keinen Rückzug, selbst wenn es euch das Leben kosten wird. Die Ereignisse sind größer als die Summe ihrer Teile, und ich bin nicht gewillt, aufgrund von kümmerlichen Selbstängsten eurerseits die Waffen zu strecken.
Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, wie die Brut den Fluch umdrehen bzw. verändern will - der Letzte, der die Prophezeiung ausgelegt bzw. deuten wolle, war Hrothgar Eisenhammer - und er harrt den Seinen noch immer - in einer vergessenen Festung, mit fast drei Divisionen der Legion - Tote Zwerge, die nicht sterben können.
Fast 800 Jahre. Seit achhundert Jahren metzeln sie sich durch die Brut. Und dürfen erst sterben, wenn die Brut ausgerottet ist. Und das ist unmöglich, weil die Dunklen nicht von dieser Ebene sind.
Angeblich haben die Heerführer der Brut in diesen Sümpfen den Schlüssel gefunden, um den Fluch aufzuheben, zu verändern, umzuschreiben.
Und sollten sie letzteres zustande bekommen, dann wecken sie alle. Und stürzen die Welt in Dunkelheit.
Ihr wisst, worum wir streiten. Also gebt alles.
Schenkt dem Feind nichts, aber nehmt ihnen alles!"
Er zog sein Schwert.
"Schwört auf diese Klinge, dass ihr mir folgt, notfalls in den Tod. Aber tut euer Möglichstes und euer Schlimmstes, um die Brut aufzuhalten, sie in ihre Schranken zu weisen, sie zurück ins Dunkel zu treiben!"
Sein Blick verengte sich. Er legte seinen ganzen Hass, seine eiseskalte Entschlossenheit in diesen Augenblick und fokussierte sich auf seine Klinge, dieses mattschwarze Biest aus Stahl und personifizierten Tod.
Die Runen auf der Blutkehle, die niemand lesen konnte, flammten weiß auf. Helle Flammen zuckten über die Schneiden.
"Schwört euer Leben auf dieses Schwert, schwört auf Mut, Entschlossenheit und alles, was ihr zu tun bereit seid, in euer schwersten Stunde. Und glaubt nicht, dass euch Gnade zuteil wird, solltet ihr Schwäche oder Feigheit vor dem Feind zeigen. Bevor die Brut euch bekommt, bin ich schneller. Und dieser Tod soll dann kein Leichter sein."
#2510
Posté 12 août 2010 - 07:18
Bella schnappte nach Luft, als sie Avalos Worte vernahm. Paragon Hrotgar Eisenfaust - wie könnte sie diesen Urahn denn je vergessen? Sie hatte ihm damals geschworen, ihm zu helfen, wenn es irgendwie möglich wäre. Dass allerdings hier die Lösung seines Fluches zu finden war, damit hätte sie nie in ihrem Leben gerechnet.
Ihre Häärchen stellten sich auf, als Avalos von allen Erzdämonen erzählte. Ihr persönlich hatte der Kampf damals gegen den einen dicke gereicht. Und alleine schon ihre Pflicht als grauer Wächter gebot es ihr, Avalos absolute Treue zu schwören.
Sie trat als erste vor, den Blick fest auf den Schatten geheftet. Dann erhob sie die Hand zum Schwur.
"Ich schwöre auf Eure Klinge, auf mein Leben und auf meine Pflicht als grauer Wächter, Euch in diesem Kampf bis an mein Lebensende zu unterstützen. Egal, was auf uns zukommt, werde ich bis zu meinem letzten Atemzug Euer Gefährte bleiben und dafür kämpfen. Und ich schwöre bei allen Paragons und dem Stein, dass ich dieses Versprechen wahr mache."
Bella zog ihren linken Handschuh aus, nahm ihren Dolch zur Hand und ritzte sich leicht in ihren Zeigefinger. Wenige Tropfen aus ihrem Blut fielen auf des Schatten Klinge.
"Ich schwöre bei meinem Blut, dass ich bis zum Tod kämpfe."
Dann nickte sie Avalos zu und ging wieder zwei Schritte zurück, neben Theron, und drückte ihm die Hand.
"Ich habe Dir bereits in FallRemnon versprochen, zu kämpfen, weiterzumachen. Auch wenn Du fallen solltest. Die Worte von Avalos bestätigen dies nur noch, dass ich einem Ziel folge. Versprich mir, dass Du das gleiche für mich tust." Beinahe flehend blickte sie ihn an.
Ihre Häärchen stellten sich auf, als Avalos von allen Erzdämonen erzählte. Ihr persönlich hatte der Kampf damals gegen den einen dicke gereicht. Und alleine schon ihre Pflicht als grauer Wächter gebot es ihr, Avalos absolute Treue zu schwören.
Sie trat als erste vor, den Blick fest auf den Schatten geheftet. Dann erhob sie die Hand zum Schwur.
"Ich schwöre auf Eure Klinge, auf mein Leben und auf meine Pflicht als grauer Wächter, Euch in diesem Kampf bis an mein Lebensende zu unterstützen. Egal, was auf uns zukommt, werde ich bis zu meinem letzten Atemzug Euer Gefährte bleiben und dafür kämpfen. Und ich schwöre bei allen Paragons und dem Stein, dass ich dieses Versprechen wahr mache."
Bella zog ihren linken Handschuh aus, nahm ihren Dolch zur Hand und ritzte sich leicht in ihren Zeigefinger. Wenige Tropfen aus ihrem Blut fielen auf des Schatten Klinge.
"Ich schwöre bei meinem Blut, dass ich bis zum Tod kämpfe."
Dann nickte sie Avalos zu und ging wieder zwei Schritte zurück, neben Theron, und drückte ihm die Hand.
"Ich habe Dir bereits in FallRemnon versprochen, zu kämpfen, weiterzumachen. Auch wenn Du fallen solltest. Die Worte von Avalos bestätigen dies nur noch, dass ich einem Ziel folge. Versprich mir, dass Du das gleiche für mich tust." Beinahe flehend blickte sie ihn an.
#2511
Posté 12 août 2010 - 07:59
Noah hörte den Worten Avalos` mit unbewegter Miene zu. Nachdem Bella ihren Schwur geleistet hatte, nahm er seinen Helm ab und klemmte ihn unter den Arm. Ohne zu Zögern trat er auf den Schatten zu, kniete vor ihm nieder und senkte den Kopf.
"Ich schwöre bei meinem Leben, denn es ist das einzige, das mir geblieben ist, dass ich euch folgen werde. Sollte dies meinen Tod bedeuten, werdet ihr mich nicht zögern sehen."
In Noah war der Kampfesgeist erwacht. Seine Augen brannten, als er sich wieder erhob und Avalos entschlossen ansah. Er würde heute seinen Bruder rächen und sich einen blutigen Weg durch die Brut bahnen. Diese Kreatuern hatten es nicht verdient, auf Thedas zu wandeln.
Die Hände zu Fäusten geballt, trat er wieder zurück und zog seinen Helm über.
"Ich schwöre bei meinem Leben, denn es ist das einzige, das mir geblieben ist, dass ich euch folgen werde. Sollte dies meinen Tod bedeuten, werdet ihr mich nicht zögern sehen."
In Noah war der Kampfesgeist erwacht. Seine Augen brannten, als er sich wieder erhob und Avalos entschlossen ansah. Er würde heute seinen Bruder rächen und sich einen blutigen Weg durch die Brut bahnen. Diese Kreatuern hatten es nicht verdient, auf Thedas zu wandeln.
Die Hände zu Fäusten geballt, trat er wieder zurück und zog seinen Helm über.
Modifié par viento2, 12 août 2010 - 08:04 .
#2512
Posté 12 août 2010 - 09:04
Nachdem Noah sich wieder eingereiht hatte, trat Allie vor die Klinge von Avalos.
„Ich schwöre es Euch im Kampf zu begleiten bis dieser sein Ende findet. Bei meiner Ehre, meinem Leben und Blut, bei den Grauen Wächtern und dem Zirkel der Magi. Bei Andraste und dem Erbauer sowie all jenen die mich hier her geleitet haben, bei all den Opfern die diese Kreaturen bislang gefordert haben, bei all den Qualen die sie mich durchlaufen ließen ... Mögen sie alle in Flammen aufgehen!“, sagte sie entschlossen und mit voller Zorn auf die dunkle Brut. Sie zog ihren Handschuh aus und tat dem Beispiel von Bella gleich. Sie ritzte sich durch eine leichte Berührung den Zeigefinder auf, sodass auch von ihrem Blut einige Tropfen auf die Klinge des Schattens fielen und daran haften blieben.
Für einen Moment sah sie das Bild von der Zelle vor sich, als würde sie sich selbst in einer dunklen Vergangenheit beobachten. Sah das Bild als ihr das Blut entnommen wurde.
Sie zog den Handschuh wieder über, und ihr Blick fiel einen kurzen Moment auf die Stelle ihres Ringfingers. Sie ballte die Hand zu einer Faust und blickte dem Schatten tief in seine grünen Augen. Etwas das sie wohl noch nie getan hatte.
„Lieber bin ich tot, als der Brut auch nur einen einzigen weiteren Tropfen meines Blutes zu geben!“
Mit diesen Worten drehte sie sich um, und reihte sich wieder an der Stelle ein, an welcher sie zuvor stand.
„Ich schwöre es Euch im Kampf zu begleiten bis dieser sein Ende findet. Bei meiner Ehre, meinem Leben und Blut, bei den Grauen Wächtern und dem Zirkel der Magi. Bei Andraste und dem Erbauer sowie all jenen die mich hier her geleitet haben, bei all den Opfern die diese Kreaturen bislang gefordert haben, bei all den Qualen die sie mich durchlaufen ließen ... Mögen sie alle in Flammen aufgehen!“, sagte sie entschlossen und mit voller Zorn auf die dunkle Brut. Sie zog ihren Handschuh aus und tat dem Beispiel von Bella gleich. Sie ritzte sich durch eine leichte Berührung den Zeigefinder auf, sodass auch von ihrem Blut einige Tropfen auf die Klinge des Schattens fielen und daran haften blieben.
Für einen Moment sah sie das Bild von der Zelle vor sich, als würde sie sich selbst in einer dunklen Vergangenheit beobachten. Sah das Bild als ihr das Blut entnommen wurde.
Sie zog den Handschuh wieder über, und ihr Blick fiel einen kurzen Moment auf die Stelle ihres Ringfingers. Sie ballte die Hand zu einer Faust und blickte dem Schatten tief in seine grünen Augen. Etwas das sie wohl noch nie getan hatte.
„Lieber bin ich tot, als der Brut auch nur einen einzigen weiteren Tropfen meines Blutes zu geben!“
Mit diesen Worten drehte sie sich um, und reihte sich wieder an der Stelle ein, an welcher sie zuvor stand.
#2513
Posté 17 août 2010 - 05:02
occ: los weiter ! allie will brut killen !!
#2514
Posté 19 août 2010 - 06:25
ooc: lyna, jannis und theron fehlen ...
#2515
Posté 19 août 2010 - 07:34
ooc: Tippt mal weiter! Ich will endlich lesen, wie es ausgeht!
#2516
Guest_Avalin_*
Posté 19 août 2010 - 03:36
Guest_Avalin_*
Theron löste sachte Bellas Hand von seiner und trat mit entschlossenem Blick auf den Schatten zu. Er fixierte ihn einen Moment lang mit starrem Blick, und lies sich anschließend auf ein Knie sinken.
Sein Rücken schmerze bei dieser Bewegung, doch lies er sich nichts anmerken.
Er erhob seine rechte Hand zum Schwur.
„Ich schwöre bei meinem Leben Euch zu folgen. Meine Seele soll von den alten Göttern verflucht werden und mein Körper in ewigem Feuer schmelzen, sollte ich diesen Schwur brechen.“
Langsam erhob er sich wieder, ohne den Schatten aus den Augen zu lassen und schritt langsam wieder zurück zu Bella.
Er ergriff ihre Hand und strich mit dem Daumen leicht darüber.
Sein Rücken schmerze bei dieser Bewegung, doch lies er sich nichts anmerken.
Er erhob seine rechte Hand zum Schwur.
„Ich schwöre bei meinem Leben Euch zu folgen. Meine Seele soll von den alten Göttern verflucht werden und mein Körper in ewigem Feuer schmelzen, sollte ich diesen Schwur brechen.“
Langsam erhob er sich wieder, ohne den Schatten aus den Augen zu lassen und schritt langsam wieder zurück zu Bella.
Er ergriff ihre Hand und strich mit dem Daumen leicht darüber.
#2517
Posté 19 août 2010 - 05:06
Bella überlief ein leichter wohliger Schauer, als Therons Daumen ihren Handrücken liebkoste. Die letzten halbwegs ungestörten Minuten waren angebrochen. Sie machte sich dennoch Sorgen um ihren Liebsten. Auch wenn der Tee, den sie bereits gekocht und in kleinen Phiolen abgefüllt hatte, sicher seine Wirkung tun würde, war Theron alles andere als geschützt. Sie hatte bereits die ganze Nacht gegrübelt und war zu keinem richtigen Ergebnis gekommen, wie sie Theron beschützen sollte. Sie würde selber genug zu tun haben, dass die Brut sie nicht überrannte. Dennoch würde sie versuchen, an Therons Seite zu sein, und ihm den Rücken freizuhalten. Oder die Seiten. Oder eben jegliche Brut zu ermorden, welche auch nur in die Nähe von ihnen kam.
Ihr Blick fiel auf Allie. Wie hatte sie gelitten, dass sie Theron nicht heilen durfte. War das die Lösung? Würde Allie helfen können?
"Ich komme gleich wieder", flüsterte sie Theron zu, zog seine Hand an ihren Mund und hauchte einen Kuss darauf. Dann wandte sie sich an Allie.
"Habt Ihr eventuell einen kleinen Moment Zeit für mich Allie?" fragte sie die Gefährtin leise.
Ihr Blick fiel auf Allie. Wie hatte sie gelitten, dass sie Theron nicht heilen durfte. War das die Lösung? Würde Allie helfen können?
"Ich komme gleich wieder", flüsterte sie Theron zu, zog seine Hand an ihren Mund und hauchte einen Kuss darauf. Dann wandte sie sich an Allie.
"Habt Ihr eventuell einen kleinen Moment Zeit für mich Allie?" fragte sie die Gefährtin leise.
#2518
Posté 19 août 2010 - 05:39
In Allies Kopf kreisen bereits die Gedanken von der Schlacht. Sie sah Hurlocks vor sich, die ein schäbiges Grinsen aufsetzten, wobei ihnen Speichel zwischen den Zähnen hinab lief und zu Boden tropfte. Als sie diese Fratze vor sich sah, steig unermessliche Wut in ihr an. Nichts hasste sie mehr als diese Kreaturen, und am liebsten würde sie jeden einzelnen von ihnen höchstpersönlich einen Dolch in die Magengrube jagen, oder sie in Flammen aufgehen und schreien sehen. Sie überlegte sich wie ein psychopatischer Massenmörder, wie sie im Kampfe vorgehen würde, stellte sich mental darauf ein, und lauschte den Schwüren der anderen, nur mit einem ihrer spitzen Ohre.
Dementsprechend etwas erschrocken warf sie Bella einen Blick zu, der all ihren Hass widerspiegelte, aber natürlich nicht Bella galt. Man hätte in diesem Moment wohl einen Teil ihrer Lebensgeschichte aus ihren scheinbar brennenden Augen lesen können. Allie beugte sich etwas seitlich nach unten, um mit Bella flüstern zu können, da sie die anderen nicht unterbrechen wollte, "Natürlich, was habt Ihr auf dem Herzen?", flüsterte sie, trotz der prekären Situation, überraschend freundlich.
Dementsprechend etwas erschrocken warf sie Bella einen Blick zu, der all ihren Hass widerspiegelte, aber natürlich nicht Bella galt. Man hätte in diesem Moment wohl einen Teil ihrer Lebensgeschichte aus ihren scheinbar brennenden Augen lesen können. Allie beugte sich etwas seitlich nach unten, um mit Bella flüstern zu können, da sie die anderen nicht unterbrechen wollte, "Natürlich, was habt Ihr auf dem Herzen?", flüsterte sie, trotz der prekären Situation, überraschend freundlich.
#2519
Posté 19 août 2010 - 06:22
Bella lächelte Allie zu und nickte mit dem Kopf nach links, dass sie ein Stückchen abseits gehen sollten. Dort konnten sie ungestörter reden. Sie wanderten stillschweigend einige Meter weiter, abseits von der Gruppe, wo noch jeder dabei war, Avalos Worte zu verdauen. Als sie etwas Abstand gewonnen hatten, meinte Bella leise:
"Danke, dass Ihr Euch Zeit nehmt, Allie. Ich weiß gar nicht, wie ich beginnen soll. Wir machen uns ja alle Sorgen um unsere Gefährten, aber mich bedrückt die Verletzung von Theron sehr. Der Tee wird ihn zwar kaum Schmerzen spüren lassen, aber er ist völlig ungeschützt. Ich will zwar mein bestes tun um ihn zu verteidigen, aber bei der Überzahl an Feinden, weiß ich nicht, wie ich das alleine bewerkstelligen soll. Ich befürchte, dass Theron nicht schnell genug reagieren kann. Außerdem ist er ein Fernkämpfer, keiner, der mit Schwertern umzugehen weiß. Avalos hat angedeutet, dass Theron mitten unter den Nahkämpfern sein wird. Er wird sich nicht verteidigen können." Bella biss sich auf die Unterlippe, bevor sie weitersprach.
"Und ich habe keine Ahnung, was ich tun könnte. Habt Ihr vielleicht eine Idee? Heilen dürft Ihr ihn ja leider nicht. Aber vielleicht könnt Ihr den Feind irritieren so dass er seine Leute angreift statt Theron? Oder irgendetwas anderes? Ich kenn mich mit der Zauberei und Magie leider überhaupt nicht aus."
Hoffnungsvoll blickte sie Allie an, und kam sich gleichzeitig völlig hilflos und unbeholfen vor.
"Danke, dass Ihr Euch Zeit nehmt, Allie. Ich weiß gar nicht, wie ich beginnen soll. Wir machen uns ja alle Sorgen um unsere Gefährten, aber mich bedrückt die Verletzung von Theron sehr. Der Tee wird ihn zwar kaum Schmerzen spüren lassen, aber er ist völlig ungeschützt. Ich will zwar mein bestes tun um ihn zu verteidigen, aber bei der Überzahl an Feinden, weiß ich nicht, wie ich das alleine bewerkstelligen soll. Ich befürchte, dass Theron nicht schnell genug reagieren kann. Außerdem ist er ein Fernkämpfer, keiner, der mit Schwertern umzugehen weiß. Avalos hat angedeutet, dass Theron mitten unter den Nahkämpfern sein wird. Er wird sich nicht verteidigen können." Bella biss sich auf die Unterlippe, bevor sie weitersprach.
"Und ich habe keine Ahnung, was ich tun könnte. Habt Ihr vielleicht eine Idee? Heilen dürft Ihr ihn ja leider nicht. Aber vielleicht könnt Ihr den Feind irritieren so dass er seine Leute angreift statt Theron? Oder irgendetwas anderes? Ich kenn mich mit der Zauberei und Magie leider überhaupt nicht aus."
Hoffnungsvoll blickte sie Allie an, und kam sich gleichzeitig völlig hilflos und unbeholfen vor.
#2520
Posté 19 août 2010 - 06:46
Allie blickte Theron nachdenklich von weitem, aus den Augenwinkeln heraus, an und musterte ihn. sie griff sich mit einer Hand ans Kinn, "Hmm ...", begann sie, "Nun ja ich könnte zu Beginn des Kampfes versuchen eine Rune des Schutzes zu erschaffen, oder eine Rune des Rückstoßes... oder beide."
Sie blickte wieder zu Bella, welche leicht verwirrt war, "Also am Beginn des Kampfes ist es in der ersten Reihe wohl am gefährlichsten.", zwinkerte sie Bella zu, "Wenn eine Rune unter ihm liegt, so sollte ihn diese, sofern er darauf stehen bleibt, lange genug schützen, um die erste Welle zu überstehen. Danach ...", sie hielt kurz nachdenklich inne.
"Danach kann ich versuchen neue Runen zu erschaffen, oder versuchen ihm den Rücken frei zu halten ... doch ich kann nichts versprechen ... ich ...", sie wurde am Ende des Satzes immer leiser, bis sie zu Boden blickte, als würde sie sich schämen, bevor sie fortfuhr, "Ich weiß nicht, ob ich all das in der Hitze des Gefechts auch einzuhalten vermag ... Ich würde am liebsten jetzt schon am Schlachtfeld stehen, nur um diese Kreaturen sterben sehen zu können... um sehen zu können wie das Gras allmählich von ihren Leichen verdeckt wird.", sie seufzte, "Was ich damit sagen will, ich weiß nicht, wie lange ich die Kontrolle über mich selbst behalten werde."
Sie blickte wieder auf und zuckte mit den Achseln und lachte kurz gespielt, "Haha, ja ...Ich bin zu einer schlechten Heilerin oder Unterstützerin im Kampfe geworden."
Natürlich fand sie das nicht witzig, sondern hasste sich dafür leicht selbst, doch so war es nun mal.
Sie blickte wieder zu Bella, welche leicht verwirrt war, "Also am Beginn des Kampfes ist es in der ersten Reihe wohl am gefährlichsten.", zwinkerte sie Bella zu, "Wenn eine Rune unter ihm liegt, so sollte ihn diese, sofern er darauf stehen bleibt, lange genug schützen, um die erste Welle zu überstehen. Danach ...", sie hielt kurz nachdenklich inne.
"Danach kann ich versuchen neue Runen zu erschaffen, oder versuchen ihm den Rücken frei zu halten ... doch ich kann nichts versprechen ... ich ...", sie wurde am Ende des Satzes immer leiser, bis sie zu Boden blickte, als würde sie sich schämen, bevor sie fortfuhr, "Ich weiß nicht, ob ich all das in der Hitze des Gefechts auch einzuhalten vermag ... Ich würde am liebsten jetzt schon am Schlachtfeld stehen, nur um diese Kreaturen sterben sehen zu können... um sehen zu können wie das Gras allmählich von ihren Leichen verdeckt wird.", sie seufzte, "Was ich damit sagen will, ich weiß nicht, wie lange ich die Kontrolle über mich selbst behalten werde."
Sie blickte wieder auf und zuckte mit den Achseln und lachte kurz gespielt, "Haha, ja ...Ich bin zu einer schlechten Heilerin oder Unterstützerin im Kampfe geworden."
Natürlich fand sie das nicht witzig, sondern hasste sich dafür leicht selbst, doch so war es nun mal.
Modifié par Kaysallie, 19 août 2010 - 06:48 .
#2521
Posté 19 août 2010 - 08:12
Bellas Augen begannen vor Freude zu strahlen.
"Wie könnt Ihr nur so etwas sagen, Ihr seid sicher nach wie vor hervorragend! Wenngleich vielleicht nun auf andere Weise. Die Idee ist hervorragend. Auch wenn Ihr die Konzentration nicht aufrecht erhalten könnt, so ist er wenigstens zeitweise geschützt, und das ist mehr wert als alles andere. Ich bin ja auch noch da, mitsamt meinen Waffen. Allie, wenn Ihr das tun könntet, ich wäre Euch wirklich dankbar. Mehr als das."
Spontan umarmte sie die Gefährtin.
"Dann laßt uns mal wieder zurück, um Avalos letzte Befehle zu erhalten, sofern er diese denn jetzt noch los läßt. Und ich sehe dem Kampf nun etwas zuversichtlicher entgegen, wenn ich mich nicht so sehr um Theron sorgen muß."
Ihr fiel tatsächlich ein Stein vom Herzen. Eine Schutzrune, und Theron wäre fürs erste sicher. Er konnte kämpfen, aber war selber geschützt. Wie dankbar sie dafür war konnten ihre Worte gar nicht zum Ausdruck bringen, aber Bella hoffte, dass das Leuchten in ihren Augen mehr sagte als alle Worte, die ihr einfielen.
Nochmal drückte sie Allie, dann gingen sie zurück zu der Gruppe.
"Wie könnt Ihr nur so etwas sagen, Ihr seid sicher nach wie vor hervorragend! Wenngleich vielleicht nun auf andere Weise. Die Idee ist hervorragend. Auch wenn Ihr die Konzentration nicht aufrecht erhalten könnt, so ist er wenigstens zeitweise geschützt, und das ist mehr wert als alles andere. Ich bin ja auch noch da, mitsamt meinen Waffen. Allie, wenn Ihr das tun könntet, ich wäre Euch wirklich dankbar. Mehr als das."
Spontan umarmte sie die Gefährtin.
"Dann laßt uns mal wieder zurück, um Avalos letzte Befehle zu erhalten, sofern er diese denn jetzt noch los läßt. Und ich sehe dem Kampf nun etwas zuversichtlicher entgegen, wenn ich mich nicht so sehr um Theron sorgen muß."
Ihr fiel tatsächlich ein Stein vom Herzen. Eine Schutzrune, und Theron wäre fürs erste sicher. Er konnte kämpfen, aber war selber geschützt. Wie dankbar sie dafür war konnten ihre Worte gar nicht zum Ausdruck bringen, aber Bella hoffte, dass das Leuchten in ihren Augen mehr sagte als alle Worte, die ihr einfielen.
Nochmal drückte sie Allie, dann gingen sie zurück zu der Gruppe.
Modifié par Bellandyrs, 20 août 2010 - 06:25 .
#2522
Posté 19 août 2010 - 08:30
Allie war erst verwundert über die stürmische Umarmung der Zwergin, erwiderte sie jedoch.
"Nun ja ... wenn man jeden Tag nur gelernt und geübt hat, um in späteren Schlachten die Verbündeten unterstützen, und die Feinde verbrennen, erfrieren oder sonstiges lassen zu können... dann nagt es schon etwas an einem, sich eingestehen zu müssen, dass man diese ganze Magie nur noch bedingt ... und nie wieder so perfekt beherrschen wird.", sie hielt kurz inne.
Ihr Blick war für einen kurzen Moment lang bedrückt, doch als sie sah, wie froh Bella trotz allem war, lächelte sie die Zwergin an, "Aber wie dem auch sei, ich werde mein Bestes geben, lasst uns gehen."
"Nun ja ... wenn man jeden Tag nur gelernt und geübt hat, um in späteren Schlachten die Verbündeten unterstützen, und die Feinde verbrennen, erfrieren oder sonstiges lassen zu können... dann nagt es schon etwas an einem, sich eingestehen zu müssen, dass man diese ganze Magie nur noch bedingt ... und nie wieder so perfekt beherrschen wird.", sie hielt kurz inne.
Ihr Blick war für einen kurzen Moment lang bedrückt, doch als sie sah, wie froh Bella trotz allem war, lächelte sie die Zwergin an, "Aber wie dem auch sei, ich werde mein Bestes geben, lasst uns gehen."
#2523
Posté 19 août 2010 - 08:39
Während des Weges dachte Bella über Allies Worte nach.
"Ich kann Euch verstehen, wenn Euch das belastet. Dafür habt Ihr neue Fertigkeiten dazu gelernt. Und Ihr könnt dem Erbauer danken, dass er Euch die magischen Fähigkeiten zurück gegeben hat. Somit habt Ihr gewaltige Vorteile gegenüber den andern Magiern. Ihr könnt Euch auch im Nahkampf verteidigen. Und das, Allie, ist viel wert."
Als sie zurück kamen, nahm Bella Therons Hand wieder in die ihre und lächelte ihn an. Sie stellte sich auf ihre Zehenspitzen, um ihm ins Ohr flüstern zu können.
"Allie wird helfen mein Herz. Eine Schutzrune am Anfang dürfte uns etwas Luft verschaffen. Und ich bin bei Dir, komme was wolle." Sie drückte ihm die Phiolen mit dem Tee in die Hand.
"Und das hier dürfte Deine Schmerzen betäuben."
Sie strich ihm mit ihrer Hand zart über seine Wange. Ob er wohl wußte, wie viel sie für ihn empfand? Aber ein Blick in seine Augen sagte ihr, dass Worte überflüssig waren.
"Ich kann Euch verstehen, wenn Euch das belastet. Dafür habt Ihr neue Fertigkeiten dazu gelernt. Und Ihr könnt dem Erbauer danken, dass er Euch die magischen Fähigkeiten zurück gegeben hat. Somit habt Ihr gewaltige Vorteile gegenüber den andern Magiern. Ihr könnt Euch auch im Nahkampf verteidigen. Und das, Allie, ist viel wert."
Als sie zurück kamen, nahm Bella Therons Hand wieder in die ihre und lächelte ihn an. Sie stellte sich auf ihre Zehenspitzen, um ihm ins Ohr flüstern zu können.
"Allie wird helfen mein Herz. Eine Schutzrune am Anfang dürfte uns etwas Luft verschaffen. Und ich bin bei Dir, komme was wolle." Sie drückte ihm die Phiolen mit dem Tee in die Hand.
"Und das hier dürfte Deine Schmerzen betäuben."
Sie strich ihm mit ihrer Hand zart über seine Wange. Ob er wohl wußte, wie viel sie für ihn empfand? Aber ein Blick in seine Augen sagte ihr, dass Worte überflüssig waren.
#2524
Posté 22 août 2010 - 10:58
Allie ließ Bellas Worte auf sich wirken, stellte sich wieder neben die Anderen, deren Blick in die Richtung des Schattens gerichtet war. Sie blickte geradeaus, vernahm die Stimmen der anderen, jedoch nicht den Inhalt.
Bella mochte vielleicht damit Recht haben, doch Allie sah das Ganze trotz alldem aus einer komplett anderen Sicht. In ihren Augen nahm ihr die dunkle Brut Jahre ihres Lebens. Jahre in denen sie vor Büchern saß, immer wieder mit dem Blick nach draußen, in die Welt, die so zum greifen nah schien, und für sie unerreichbar war. Jahre in denen sie all ihre Begabung perfektionierte, um die Läuterung hinter sich zu bringen, um endlich ein Magier sein zu können, der nicht mehr im Turm gefangen war. Sie hielt sich immer an Regeln, mit wohl nur einer Ausnahme.
Und nun? Sie schaffte es gerademal mit viel Konzentration ihre Heilzauber zu wirken, was nicht gerade sehr kampftauglich war. Die restlichen Zauber richteten sich noch immer nach ihrer Stimmung. Natürlich konnte sie so einfache Zauber wie Runen setzen, oder Kerzen entzünden ohne Probleme. Doch in ihren Augen war das nichts wert. So etwas konnte jeder Schüler im Turm.
Sie wusste nicht wieso, aber plötzlich musste sie an ihren Traum denken. An den Pfeil, welcher so zielsicher schien.
"Er erreichte sie und traf, wie wenn er nicht von all dem Schlamm gebremst worden wäre, sondern es ihn beschleunigt hätte, direkt unter ihrer Brust ein."
Ein kalter Schauer lief ihr den Rücken hinab.
Sie hatte das Gefühl zu wissen, diese Schlacht nicht zu überlegen. Sie hatte keine Angst vor dem Tod. Nur vor den Schmerzen... den Schmerzen die sie jemand anderes zufügen würde. Doch wenn eines fest stand, dann wenn dies ihr Schicksal sein sollte, dass sie so viele dieser Monster wie nur möglich mit sich reißen würde.
Ihre Hände begannen zu zittern, als würde sich der alte Hass auf die dunkle Brut in ihrem Körper wie eine schwarze Flüssigkeit ausbreiten, und sie musste diese zu Fäusten ballen, um das Gefühl unterdrücken zu können. Jedoch half das nicht dagegen an die dunkle Brut, welche vor ihren Augen tanzte, zu vergessen. Sie spürte sie dank der Wächtersinne so stark, als würden sie direkt neben ihr stehen. Sie wäre am liebsten sofort losgestürmt, um jeden dieser Kreaturen den Kopf abzuschlagen, die für dieses Gefühl verantwortlich waren, welches sie gerade in sich trug.
Sie nahm noch immer Worte aus dem Hintergrund war, doch für sie waren all diese Schwüre gerade nur reine Zeitverschwendung. Natürlich würde sie ihren nicht brechen, aber gerade eben würde sie am liebsten schon an vorderster Front stehen, dem Elf die Rune unter die Füße zaubern, und losstürmen.
Bella mochte vielleicht damit Recht haben, doch Allie sah das Ganze trotz alldem aus einer komplett anderen Sicht. In ihren Augen nahm ihr die dunkle Brut Jahre ihres Lebens. Jahre in denen sie vor Büchern saß, immer wieder mit dem Blick nach draußen, in die Welt, die so zum greifen nah schien, und für sie unerreichbar war. Jahre in denen sie all ihre Begabung perfektionierte, um die Läuterung hinter sich zu bringen, um endlich ein Magier sein zu können, der nicht mehr im Turm gefangen war. Sie hielt sich immer an Regeln, mit wohl nur einer Ausnahme.
Und nun? Sie schaffte es gerademal mit viel Konzentration ihre Heilzauber zu wirken, was nicht gerade sehr kampftauglich war. Die restlichen Zauber richteten sich noch immer nach ihrer Stimmung. Natürlich konnte sie so einfache Zauber wie Runen setzen, oder Kerzen entzünden ohne Probleme. Doch in ihren Augen war das nichts wert. So etwas konnte jeder Schüler im Turm.
Sie wusste nicht wieso, aber plötzlich musste sie an ihren Traum denken. An den Pfeil, welcher so zielsicher schien.
"Er erreichte sie und traf, wie wenn er nicht von all dem Schlamm gebremst worden wäre, sondern es ihn beschleunigt hätte, direkt unter ihrer Brust ein."
Ein kalter Schauer lief ihr den Rücken hinab.
Sie hatte das Gefühl zu wissen, diese Schlacht nicht zu überlegen. Sie hatte keine Angst vor dem Tod. Nur vor den Schmerzen... den Schmerzen die sie jemand anderes zufügen würde. Doch wenn eines fest stand, dann wenn dies ihr Schicksal sein sollte, dass sie so viele dieser Monster wie nur möglich mit sich reißen würde.
Ihre Hände begannen zu zittern, als würde sich der alte Hass auf die dunkle Brut in ihrem Körper wie eine schwarze Flüssigkeit ausbreiten, und sie musste diese zu Fäusten ballen, um das Gefühl unterdrücken zu können. Jedoch half das nicht dagegen an die dunkle Brut, welche vor ihren Augen tanzte, zu vergessen. Sie spürte sie dank der Wächtersinne so stark, als würden sie direkt neben ihr stehen. Sie wäre am liebsten sofort losgestürmt, um jeden dieser Kreaturen den Kopf abzuschlagen, die für dieses Gefühl verantwortlich waren, welches sie gerade in sich trug.
Sie nahm noch immer Worte aus dem Hintergrund war, doch für sie waren all diese Schwüre gerade nur reine Zeitverschwendung. Natürlich würde sie ihren nicht brechen, aber gerade eben würde sie am liebsten schon an vorderster Front stehen, dem Elf die Rune unter die Füße zaubern, und losstürmen.
#2525
Posté 26 août 2010 - 02:11
occ: blub blub blub...
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Alles schien unwirklich. Verschwommene Nebelfetzen, die sich vor ihren Augen ausbreiteten verschluckten die Umgebung. Sie hörte die Stimmen, tief, langsam, rufend. Wusste nicht ob sie geradeaus blickte, oder zu Boden starrte.
Sie schloss die Augen und schluckte. Versuchte ihren Geist und Körper in Einklang zu bringen.
Es ging nicht.
Sie atmete tief ein und aus, um sich selbst zu entspannen.
Es gelang nicht.
Wie tausende kleiner Insekten, die ihr über den Körper kletterten, spürte sie dieses widerwärtige Gefühl. Das Gefühl von Hass, den Drang danach zu töten.
Sie öffnete die Augen wieder, und sah alles klar vor sich.
Ein in Schatten gehülltes Schwert. Zwei grüne, scheinbar leuchtende, Augen.
Sie wandte den Blick ab, drehte sich um und entfernte sich von der Gruppe. Sie wusste nicht, in welche Richtung sie ging, aber sie spürte, dass sie atmete als sei sie gerade meilenweit gelaufen. Rund um sie waren Männer, in glänzende Panzer gehüllt, die sie vor dem Tode schützen sollten. Sie sah in ihnen jedoch nur grüne Monster, die sich in irgendwelche Fetzen gehüllt hatten.
Sie wandte den Blick zu Boden, ging weiter, wusste, dass ihr ihr Verstand einen Streich spielen wollte. Ihre Lunge begann zu schmerzen, so sehr schnappte sie bereits nach Luft, und blieb neben einem Baum, an wessen Stamm sie sich anhielt, stehen.
"Reiß Dich zusammen.. reiß Dich zusammen..", keuchte sie in gebückter Haltung hervor, wusste nicht ob ihr jemand gefolgt, war, doch das schien auch nicht wichtig zu sein. Das Gefühl verschwand nicht und ihr schauderte es.
"Reiß Dich zusammen!", schrie sie sich selbst an und schlug mit geballter Faust gegen den Baumstamm, in welchem sich kurzerhand ein scheinbar schwarzes Loch bildete, und der Geruch von verbranntem Holz zu vernehmen war.
Keine Schmerzen.
"Verdammt!", fluchte sie und ging nervös auf und ab, begann mit sich selbst zu sprechen, in der Hoffnung, dass es etwas nützen würde, "Beruhige Dich, da draußen stehen nur ein paar von diesen grässlichen Viechern, nichts weiter. Kein Grund sich aufzuregen.. Kein Grund..", sie blieb stehen und hielt inne.
Nein das kann nicht sein, dachte sie weiter, nein es darf nicht sein.
Doch da waren sie: Die Schreie und das Gelächter das in ihren Ohren widerhallte. Schweißperlen standen ihr auf der Stirn, und sie spürte es.. die Schmerzen und den Druck, der auf ihren Schläfen zu Lasten schien.
Warme Tränen liefen über ihre Wangen, in denen man den Zustand des Schocks, Hasses sowie der Trauer lesen konnte.
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Alles schien unwirklich. Verschwommene Nebelfetzen, die sich vor ihren Augen ausbreiteten verschluckten die Umgebung. Sie hörte die Stimmen, tief, langsam, rufend. Wusste nicht ob sie geradeaus blickte, oder zu Boden starrte.
Sie schloss die Augen und schluckte. Versuchte ihren Geist und Körper in Einklang zu bringen.
Es ging nicht.
Sie atmete tief ein und aus, um sich selbst zu entspannen.
Es gelang nicht.
Wie tausende kleiner Insekten, die ihr über den Körper kletterten, spürte sie dieses widerwärtige Gefühl. Das Gefühl von Hass, den Drang danach zu töten.
Sie öffnete die Augen wieder, und sah alles klar vor sich.
Ein in Schatten gehülltes Schwert. Zwei grüne, scheinbar leuchtende, Augen.
Sie wandte den Blick ab, drehte sich um und entfernte sich von der Gruppe. Sie wusste nicht, in welche Richtung sie ging, aber sie spürte, dass sie atmete als sei sie gerade meilenweit gelaufen. Rund um sie waren Männer, in glänzende Panzer gehüllt, die sie vor dem Tode schützen sollten. Sie sah in ihnen jedoch nur grüne Monster, die sich in irgendwelche Fetzen gehüllt hatten.
Sie wandte den Blick zu Boden, ging weiter, wusste, dass ihr ihr Verstand einen Streich spielen wollte. Ihre Lunge begann zu schmerzen, so sehr schnappte sie bereits nach Luft, und blieb neben einem Baum, an wessen Stamm sie sich anhielt, stehen.
"Reiß Dich zusammen.. reiß Dich zusammen..", keuchte sie in gebückter Haltung hervor, wusste nicht ob ihr jemand gefolgt, war, doch das schien auch nicht wichtig zu sein. Das Gefühl verschwand nicht und ihr schauderte es.
"Reiß Dich zusammen!", schrie sie sich selbst an und schlug mit geballter Faust gegen den Baumstamm, in welchem sich kurzerhand ein scheinbar schwarzes Loch bildete, und der Geruch von verbranntem Holz zu vernehmen war.
Keine Schmerzen.
"Verdammt!", fluchte sie und ging nervös auf und ab, begann mit sich selbst zu sprechen, in der Hoffnung, dass es etwas nützen würde, "Beruhige Dich, da draußen stehen nur ein paar von diesen grässlichen Viechern, nichts weiter. Kein Grund sich aufzuregen.. Kein Grund..", sie blieb stehen und hielt inne.
Nein das kann nicht sein, dachte sie weiter, nein es darf nicht sein.
Doch da waren sie: Die Schreie und das Gelächter das in ihren Ohren widerhallte. Schweißperlen standen ihr auf der Stirn, und sie spürte es.. die Schmerzen und den Druck, der auf ihren Schläfen zu Lasten schien.
Warme Tränen liefen über ihre Wangen, in denen man den Zustand des Schocks, Hasses sowie der Trauer lesen konnte.





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