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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#2651
Bellandyrs

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Bella drückte Noahs Hand, was er hier sagte, ließ ihr einen Stein vom Herzen fallen.



"Ich habe Lyna noch nicht gesehen. Aber wenn Ihr sie hierher gebracht habt ... ich hoffe doch, dass man sich um sie auch gekümmert hat und somit noch lebt. War sie denn schwer verletzt? Ich hab sie völlig aus den Augen verloren. Allie ist auch am Leben. Aber Jannis ist gefallen", fügte sie traurig hinzu.


#2652
Aliens Crew

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„Heerführer Avalos will Euch sehen“, murrte einer der Waräger Drakenot an. „Und zwar unverzüglich.“
 
„Ach, der Heerführer hat tatsächlich einmal Zeit für mich“, spottete der Alte grinsend. „Ich dachte, er wäre zu sehr damit beschäftigt, seine Gefährten zu ignorieren. Tja, so kann man sich irren, was?“
 
„Jetzt beweg’ dich, Alterchen“, entgegnete der Soldat mit einem drohenden Unterton.
 
„Ihr habt wohl wirklich schlecht geschlafen, wie? Drohungen sind gar nicht nötig, mein Freund. Ich warte doch schon sehsüchtigst darauf mit Eurem Meister zu reden. Also. Wohlan. Geleitet mich zu ihm.“
 
Die Waräger setzten sich in Bewegung und führten Drakenot quer durch das Lager. Der Alte sah die Soldaten, die an den Lagerfeuern saßen und aßen, oder ihre Pferde versorgten. Andere verluden die geborgenen Waffen der Toten auf Karren, während wieder andere damit begannen einige der Zelte abzubauen. In vielen Gesichtern sah er Kummer und Schmerz, aber auch die Erleichterung darüber, dieses Gemetzel überlebt zu haben. Nach einer Weile erreichten sie ein großes Zelt.
 
„Geht hinein!“ befahl der Anführer der Waräger grob, woraufhin der Alte nur nickte.
 
Drakenot betrat das Zelt, fand es allerdings leer vor. Von Avalos war weit und breit nichts zu sehen.
 
„Der Kerl ist ja wirklich witzig. Bestellt mich hierher und ist nicht einmal da“, grummelte er sich in den Bart hinein, als er seinen Blick schweifen ließ. Auf dem Feldbett des Heerführers blieb er haften. Dort entdeckte der Alte eine junge, dunkelhaarige Elfe, die offenbar einen fiebrigen Schlaf hinter sich hatte. Ihre dunkelbraunen Augen waren weit aufgerissen und schienen ins Nichts zu starren, während ihr Kopf hin- und her zuckte. Auf ihrer Stirn lag ein dünner Schweißfilm, während sie unverständliche Worte vor sich hinmurmelte.
 
„Na, wen haben wir da?“ fragte Drakenot sich selbst mit leiser Stimme, bevor er zu der Frau hinüberging. „Schscht. Es wird alles gut. Beruhigt Euch. Drakenot ist ja bei Euch. Nun kann Euch nichts mehr passieren.“
 
Der Alte ging neben dem Feldbett in die Knie und legte der Frau eine Hand auf die Stirn. Mit leichtem Druck drehte er ihren Kopf in seine Richtung und hielt ihn dort. Die Elfe starrte ihn gebannt an, schien ihn aber nicht wahrzunehmen. Nach wie vor murmelte sie vor sich hin. Mit den Fingern seiner anderen Hand zog er die Augenlider auseinander und begutachtete die Augen der Frau. Sie waren blutunterlaufen und die Pupillen erweitert.
 
‚Das sieht nicht gut aus’, dachte er sich, während er von ihren Augen abließ und den Mund der Elfe untersuchte. Er öffnete ihn und sah hinein. Der Rachen war stark gerötet und geschwollen. ‚Hmm, wirklich gar nicht gut.’
 
Er holte eine kleine Nadel hervor, sowie eine gläserne Ampulle. Mit dem spitzen Gegenstand stach er der Frau in den Arm und ließ etwas Blut in das Gefäß laufen. Als er genug hatte tupfte er die winzige Wunde mit einem Wattebällchen ab, bis diese aufhörte zu bluten. Dann gab er zu der Blutprobe der Frau ein weißes Pulver hinzu, bevor er beides durch kräftiges Schütteln vermischte. Schon nach wenigen Augenblicken nahm das Blut eine grünrote Farbe an.
 
„Da habt Ihr Euch aber einen ganz schönen Ärger eingehandelt, meine Liebe“, bemerkte Drakenot und kramte ein kleines Fläschchen mit einer schwarzen Flüssigkeit aus seinem Gürtel hervor. „Aber zum Glück ist ja Onkel Drakenot da, um Euch zu helfen, wo andere wohl zu oberflächlich waren. Einen Moment noch, ich brauche nur...ah da ist es ja.“
 
Der Alte stand auf und ging zu dem kleinen Klapptisch hinüber auf dem eine Tasse stand, neben dem ein kleiner Metalllöffel lag. Er reinigte diesen zuvor mit etwas Alkohol, bevor er zwei Tropfen der schwarzen Flüssigkeit darauf laufen ließ. Mit diesem in der Hand ging er zu der Elfe zurück.
 
„Hier, schluckt das herunter“, sagte Drakenot fürsorglich und verabreichte der Frau die Medizin. „Es schmeckt zwar grauenhaft, aber es wird Euch helfen.“
 
‚Und du wirst noch einiges mehr davon einnehmen müssen und viel ruhen, wenn du diese Vergiftung überleben willst, meine Süße’, führte er seinen Satz in Gedanken fort.
 
Die Elfe hustete zwar, nachdem sie die Flüssigkeit heruntergeschluckt hatte, doch immerhin spuckte sie diese nicht aus. Drakenot war mit sich selbst zufrieden. Wieder einmal hatte er es geschafft, genau dort zu sein, wo er am nötigsten gebraucht wurde. Und er glaubte schon lange nicht mehr daran, dass dies nur aus Zufall geschah.
 
„Ihr werdet wieder gesund werden, meine Liebe. Wartet es nur ab“, sprach er der Frau Mut zu. „Es wird zwar eine Weile dauern, aber Ihr werdet gesund werden. Ganz sicher.“
 
 

#2653
Doomheart43

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Zelandriel hatte es nicht eilig, und schlenderte langsam zu dem von ihn ausgewählten Lagerplatz am Rande des Lagers. Auf dem Weg dorthin holte er aus einem der Vorratszelte noch ein größeres Stück Wild, paar Gewürze, eine Flasche Rotwein, einige Trinkbecher und drei Wolldecken. Eine der Wolldecken legte er gleich wieder zurück „Soll sich der Alte doch ruhig den Hintern wund sitzen“ murmelte er laut vor sich hin.
 
Am Lagerplatz angekommen, schickte er sich sogleich an ein Feuer zu entfachen, und platzierte das Wild auf einem Holzspieß über dem Feuer. Sodann legte er die Lederrüstung fluchend ab, da er schon Schwielen hatte, da diese viel zu eng und unangenehm zu tragen war. Nachdem er in seinen Umhang geschlüpft war, fühlte er sich bei weitem wohler und ließ sich zufrieden auf einer der Wolldecken nieder.
 
Eigentlich ein nettes Plätzchen wenn man die näheren Umstände in betracht zieht, dachte er zufrieden. Der hintere Teil des Lagerplatzes war durch einen kleinen Felsvorsprung, den man sogar als Regendach verwenden konnte, windgeschützt, und das Feuer wurde links und rechts von Fliedersträuchern flankiert. Lediglich der Zugang war frei begehbar, und nur der Blick auf die entfernten Zelte, ließ auf ein Feldlager schließen.
 
Zelandriel wendete von Zeit zu Zeit das Fleisch, sodass es nicht verbrennen konnte, und vertrieb sich die Zeit indem er seine Harfe herausholte, und ein paar seiner früheren Lieblingslieder spielte.

Modifié par Doomheart43, 23 novembre 2010 - 08:39 .


#2654
viento2

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„Jannis? Er........“ Noahs Stimme versagte und sein Blick glitt ins Leere.

Jannis war tot.

Das durfte nicht sein. Seine Augen füllten sich mit Tränen und seine Sicht verschwamm. Es dauerte eine Weile, bevor er seine Stimme zurück gewann, und noch immer fühlte sie sich rau und kratzig an.

„Ich habe Lyna im Wald gefunden. Sie hatte eine schwere Verletzung erlitten. Ich.....ich kann euch nicht sagen, ob sie überhaupt noch gelebt hat, als ich hier angekommen bin. Es.......“

Seine Gedanken kreisten. Er sah Lyna, die bleich und leblos auf dem Waldboden gelegen hatte. Das vertraute Gesicht von Jannis, in das er wohl nie wieder blicken würde. Jule, die in seinen Armen gestorben war und Theron, wie sein Leichnam auf dem Schlachtfeld in Flammen aufgegangen war.

„Es tut mir so leid, Bella.“ Noah schaute ihr verzweifelt in die Augen. Sein Blick war getrübt und er fühlte sich schwach und leer.

#2655
MagicBullet

MagicBullet
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Seine Rüstung war so gut wie neu. Allerdings würde er den schweren Plattenpanzer nicht mehr brauchen. Zu auffällig. Seine Alte würde genügen - Der geschwärzte Lederpanzer mit den Stahlverstärkungen würde ausreichen.

Der Schatten blieb abrupt stehen. Die Waräger standen wieder vor seinem Zelt, unterhielten sich leise. Aus dem Zelt kamen leise Geräusche.
Was zum... Was bei aller Brut, hatte die Krieger veranlasst, ihn unbeaufsichtigt in sein Zelt zu lassen...
Die Tafel. Sie lag noch immer auf dem grob gezimmerten Tisch!
Mit raumgreifenden Schritten überwand er die letzten Meter zum Zelt und schlüpfte leise hinein. Mit den weich besohlten Stiefeln war er lautlos, wie eh und je.
Der Alte stand etwas gebeugt über der Feldpritsche auf der Lyna lag und murmelte irgendetwas.
Die geölte Klinge glitt ohne ein Geräusch aus der Scheide, bis das Schwert fast den Hals des Apothekers berührte. Nur eine Haaresbreite trennte die Schneide von seiner Hauptschlagader.

"Umdrehen. Langsam. Oder ich schitze euch den Hals auf."

Unter dem Kapuzenmantel blitzten nur zwei jadegrüne Eiskristalle.
Avalos unternahm keinerlei Anstrengung die Klinge sinken zu lassen. Stattdessen ruckte sie zwei, drei Zentimeter nach unten und fixierte jetzt seine Halsgrube.

"Erstens. Woher wisst ihr, wer ich bin.
Zweitens. Woher wisst ihr vom Pakt.
Drittens. Warum sollte es mich auch nur im geringsten interessieren, wer oder was ihr seid?
Viertens. Gebt ihr einen Grund, euch nicht mein Schwert durch den Hals zu rammen!"

Der alte Mann sah ihn gelassen an.
Zumindest versuchte er den Anschein zu erwecken.
Avalos hatte schon vor Dekaden gelernt, jeden Menschen als offenes Buch zu betrachten, denn sie verbargen ihre Emotionen nur schlecht als recht - und wenn, dann überspielten sie sie einfach.
In dem Fall mit Gelassenheit.
Das unruhige Zucken seines Augenlids entging ihm nicht, genauso wie der schnelle Blick Richtung Zeltausgang.
Und die flache Atmung musste er erst garnicht gesondert erwähnen.

Diesmal zuckte kein spöttisches Grinsen über sein Gesicht.

Ein kurzer Seitenblick genügte Avalos - die steinerne Tafel lag noch auf ihrem Platz. Unberührt, wie es schien.



kurzer nachtrag.
Versuche demnächst desöfteren zu posten, allerdings geht Reallife uneingeschränkt vor.
grüße,
Magic

Modifié par MagicBullet, 23 novembre 2010 - 06:20 .


#2656
Aliens Crew

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„Was soll das werden, mein Junge?“ fragte Drakenot völlig gelassen. Die Worte seines Gegenübers brachten ihn ebenso wenig aus der Ruhe wie das Schwert an seinem Hals. Er wusste, dass er nichts zu befürchten hatte. Nicht von einem Diener der Schwarzen Sonne. „Eine Drohung? Wie langweilig. Und so berechenbar für einen Mann Eures Standes. Gewalt. Manipulation. Intrigen. Es ist immer dasselbe mit Euch. Wann lernt Ihr eigentlich mal, dass man mit Freundlichkeit auch sehr viel erreichen kann? Aber das gehört wohl nicht zur Ausbildung eines Sonnendieners, habe ich recht?“
 
Ein spöttisches Grinsen legte sich auf das Gesicht des Alten. „Allerdings überrascht es mich, dass ich in Eurem Zelt diese junge Elfe hier vorgefunden habe? Wer ist sie? Doch nicht etwa eine Freundin von Euch, oder doch? Das hätte ich Euch gar nicht zugetraut. Ich dachte immer, dass Euch Dienern der Sonne jegliche menschlichen Emotionen wegerzogen werden. Das macht Euch irgendwie besonders im Vergleich zu Euren Vorgängern versteht sich. Aber kommen wir zum Geschäft.“
 
Die Gesichtszüge Drakenots wurden schlagartig ernst. Das Lächeln verschwand so schnell, wie es gekommen war. Ein seltsames Funkeln erschien in seinen Augen, und der Blick schien Avalos zu durchdringen. Bis in die Tiefen seiner Seele hinein. „Aber zunächst legt Euer Spielzeug zu Seite“, meinte Drakenot fast hypnotisierend, wobei er mit dem Zeigefinger auf die Schwertschneide tippte. „Oder stoßt zu. Allerdings solltet Ihr bedenken, dass Ihr es sein werdet, der dabei den Tod finden wird und nicht ich. Denn ich kann nicht durch die Hand eines Sonnendieners getötet werden. Außerdem verurteilt Ihr damit Eure junge Freundin hier hinter mir zu einem langsamen und qualvollen Tod. Und das wollen wir beide doch sicher vermeiden, oder?“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 03 janvier 2011 - 11:47 .


#2657
Bellandyrs

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Bella stand neben Noah, seine Hand noch immer in den ihren haltend.



"Es gibt nichts, was Euch leid tun muss, Noah. Wir wußten, dass diese Schlacht ihre Opfer fordern wird, und ... ich glaube, wir können von Glück reden, dass wir doch noch leben. Auch wenn ich zugeben muss, momentan nicht allzuviel Sinn darin zu sehen, ausser Avalos Mission zu erfüllen. Was danach sein wird, das weiß der Stein. Oder der Erbauer, aber ich nicht."



Zart strich sie ihm über ein Fleck seines Gesichtes, welches nicht einbandagiert war.

"Erholt Euch erstmal, Noah, dann sehen wir weiter. Kann ich irgendetwas für Euch tun? Ich würde dann gerne nach Lyna suchen gehen, und auch eine Kleinigkeit essen. Zuvor habe ich diesen Mann wieder getroffen, der uns die Kunde brachte vom Versteck der Generäle. Er wollte auf mich warten. Erinnert Ihr Euch an den?"

#2658
MagicBullet

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Der alte Mann war drollig. Es amüsierte ihn zutiefst, mit welch beschwörenden Worten der Apotheker auf ihn einredete...
Sonnendiener. Er musste sich ernsthaft ein Lachen verbeißen.

"Interessante Halbwahrheiten, die euch den Kopf kosten können, alter Mann.
Ich weise euch tunlichst daraufhin, dass ich kein Diener bin. Genauso wenig wie ihr. Ich habe meinen Willen, einen Willen, der ganze Reiche in die Verdammnis reißen kann.
Wir sind Partner. Sie braucht mich, ich brauche sie. Der Ausgleich, aber das solltet ihr ja wissen, Drakenot."

Seine Klinge wanderte wieder seinen Hals hoch, bis die Spitze auf dem Adamsapfel saß.

"Glaubt ihr diesen Irrsinn wirklich? Alles, was atmet, was lebt, kann und wird den Tod finden. Beschränkungen gibt es nicht, der Tod, egal wodurch er einen ereilt, ist endgültig. Aber auch das solltet ihr wissen.
Und ist es meine Hand, oder ist es das Schwert, das euch umbringt?
Detailfragen, nicht wahr?"

Avalos warf einen kurzen Seitenblick auf die Pritsche. Lyna war blass. Zu blass. Hatte er etwas übersehen? Einen Fehler gemacht? Möglich, aber unwarscheinlich.
Möglicherweise eine Blutvergiftung. Auf dem abgerissenen Speerblatt hatte er nicht die geringste Spur von Toxinen entdecken können, noch nicht einmal die flüchtigste Verbindung. Und da die Brut ziemlich dumm war, kam sie auf nichts besseres, als ihre Waffen mit Todeswurzel oder leicht toxischen Leuchtkäfern einzuschmieren. Mal abgesehen davon, dass die Klingen und Spitzen ihrer schlecht geschmiedeten Waffen anschließend so glitschig waren, dass sie von jeder Panzerung einfach abglitten.

"Desweiteren weise ich daraufhin, dass ich keine Vorgänger habe.
Tevinter hat die Bruderschaft ausgelöscht. Dummerweise mich übersehen, weil ich für die hochwerten Magisterlords Barbarenhorden der Alamarri abgeschlachtet habe.
Ich bin der Letzte. Ich bin der Erste. Ich bin."

Nur um eine Nuance schob er sein Handgelenk nach vorne. Die Schwertspitze, noch immer schnurgerade auf Drakenots Kehle gerichtet, ruckte eine Winzigkeit nach vorne.
Ein winziger Blutstropfen rann die Blutkehle inmitten der Klinge entlang.

"Warum fährt denn kein Blitz vom Himmel? Warum reißt denn die Erde nicht auf, warum regnet kein Feuer vom Himmel, warum ist es nicht mein Tod?"
Der Schatten fixierte ihn.


"Und was übertriebene, schon beinahe komödienhafte Freundlichkeit anzurichten vermag, ist hinlänglich bekannt. Macht erwächst nicht aus Freundlichkeit, nicht aus Höflichkeit. Beide sind nur Zutaten, aber nicht der Weg zu den Herrscherhäusern Thedas.
Und nur deren Macht, deren Armeen, diese Aktivposten gewinnen Schlachten, schieben das Gleichgewicht wieder in Position. Nicht mehr, nicht weniger. Es sind Werkzeuge. Ihr solltet das wissen."

Ein zweiter Tropfen gesellte sich zum Ersten.

"Aber wohl wahr, ihr amüsiert mich. "Ausbildung eines Sonnendieners", wollt ihr mich belustigen oder ist das Teil einer raffinierten Strategie, die euren Zielen dienlich ist? Was ich gelernt habe, hat Tevinter und ungefähr tausend Jahre mir beigebracht. Und fähig zu sein, ist keine Ausbildung, alter Narr.

Und versucht garnicht, zu erklären, dass ihr ein Freund aller seid, dafür müsstet ihr euch mehrmals spalten um es allen Recht zu machen. Und wie ihr davon Nutzen ziehen wollt, ist mir auch schleierhaft. Aber ich denke, dass ist nicht mein Problem."

#2659
viento2

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„Hm?“ Noah fixierte die Zwergin wieder.

„Der Mann, der uns gewarnt hat? Ja, ich erinnere mich. Ohne ihn hätte das ganze böse enden können“

Er drückte noch einmal Bellas Hand.

„Könntet ihr mir etwas Wasser bringen, bitte? Und sucht Lyna und schaut wie es ihr geht!“

#2660
Bellandyrs

Bellandyrs
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"Natürlich, Noah, bin gleich wieder zurück".

Schnell lief sie aus dem Zelt um frisches Wasser zu holen und kam gleich darauf mit einem Krug und einem zusätzlich gefüllten Becher zurück, welchen sie Noah in die Hand drückte.

Sie half ihm in eine etwas aufrechtere Position, damit er trinken konnte, und stellte es neben ihm ab.

"Ruht Euch aus, und werdet gesund. Ich schaue später wieder vorbei. Jetzt gehe ich erst einmal etwas essen, und dann suche ich Lyna. Ich möchte meinen Kopf verwetten, dass sie Avalos bereits unter seinen Fittichen hat, wenn sie hier war."



Sie drückte ihm noch einmal die Hand und machte sich auf den Weg zu Zelandriel, dessen Lieder sie hörte, noch bevor sie ihn richtig sah.

"Da bin ich wieder", grüßte sie ihn. "Ihr habt eine wunderbare Stimme, und es hört sich sehr schön an, was Ihr auf diesem Instrument spielt."

#2661
Doomheart43

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„Ah, ihr kommt gerade rechtzeitig“ sagte Zelandriel sichtlich erfreut als er Bella erblickte. „Ich dachte schon ich muss alleine essen. Etwas später, und das Wild wäre schon etwas verkohlt gewesen“ erklärte er lächelnd.
 
Er erhob sich von seiner Wolldecke, breitete die zweite Wolldecke neben seiner aus, schnitt mit einem seiner Messer zwei größere Stücke vom Wild herunter und überreichte Bella, die sich inzwischen auf ihrer Decke niedergelassen hatte, eines der beiden Stücke.
 
Das restliche Fleisch platzierte er diesmal etwas höher über dem Feuer um es so lediglich warm zu halten.
 
„Hier habt ihr Salz und Pfeffer und einige Gewürze. Ich habe es sicherheitshalber noch nicht gewürzt, da ich nicht wusste welche Geschmacksrichtung ihr bevorzugt“
 
Während er die Rotweinflasche öffnete und zwei Becher damit füllte, dankte er Bella für ihre lobenden Worte. „Ich war einmal Barde, aber das ist jetzt schon lange Zeit her und ich erinnere mich nicht gerne an diese Zeit.“
 
Um vom Thema abzulenken erkundigte sich Zelandriel bei Bella „Und? Hattet ihr Erfolg bei der Suche nach euren Freunden?“ und überreichte Bella im selben Moment einen der Becher.
 
Bevor diese jedoch antworten konnte hob er seinen Becher, und sprach mit ernster Stimme
 
„Ich denke wir sollten unseren toten Freunden und den gefallenen Soldaten eine letzte Ehrerbietung erweisen. Lasst uns auf den Sieg über die Dunkle Brut und auf unsere Gefallenen anstoßen, mögen sie in Frieden ruhen. Sie haben zwar ihr Leben verwirkt aber sie werden ewig in unseren Herzen bleiben“

#2662
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella erwiderte den Trunkspruch:
"Auf den Sieg, und auf unsere Kameraden." Nachdenklich schweifte ihr Blick in die Ferne, bevor sie einen Schluck trank. Überrascht stellte sie fest, dass der Wein ein wundervolles Bouquet hatte.
Schelmisch lächelte sie Zelandriel zu.
"Ihr habt aber nicht zufällig des Königs privaten Weinvorrat angezapft, oder? Sehr lecker, und danke für das Wild. Mit so einem Festschmaus habe ich nicht gerechnet."

Herzhaft und hungrig biss sie in ihr Fleisch, welches sie zuvor mit einigen Gewürzen verfeinert hatte. Während des Essens herrschte eine angenehme Stille zwischen ihnen, die jedoch nichts bedrückendes oder fremdartiges an sich hatte.

Als Bella den letzten Rest vom Knochen abgenagt hatte, blickte sie Zelandriel wieder an.
"Ich muß ja noch Eure Frage beantworten. Ja, Noah habe ich gefunden. Er ist in Verbänden eingewickelt, dass man ihn kaum erkennt, aber er lebt und ist auf dem Wege der Besserung. Und Lyna hab ich zwar nicht gesehen, aber Noah hat sie hierher gebracht. So wie ich Avalos einschätze, wird er alles in Bewegung gesetzt haben, dass sie die beste Pflege erhalten wird. Sofern sie lebt, heißt es. Ich werde ihn später noch aufsuchen und mich informieren. Immerhin weiß ich nun, dass sie nicht verschollen ist, und das alleine beruhigt mich schon."

Sie nahm noch einen Schluck Wein, bevor sie weiter redete.
"Wie seid Ihr eigentlich hierher gekommen? Der Ruf der Brut? Oder Ruf des Regenten? Bei mir war es Avalos, der mich im Prinzip verpflichtet hatte, aber das ist eine lange Geschichte. Wollt Ihr sie hören?"
Bella blickte Zelandriel fragend an, und als dieser nickte, fing die Zwergin an zu erzählen. Von Anfang an, als sie Allie und Jule in der Taverne traf, den Besuch bei den Dalish, die Verwicklung mit dem Amulett, ihre Nachforschungen in Orzammar, wo sie letztlich von Avalos verpflichtet wurde, ihren Weg durch die tiefen Wege, das Erlebnis mit Hrothgar Eisenfaust, FallRemnon... wirklich gar nichts ließ sie aus.
"... tja, und nun sitze ich hier und harre der Dinge, die noch auf uns zukommen werden. Und wenn es meine Lebensaufgabe wird, ich glaube bisher läßt sich das ganze gut mit den Pflichten eines Grauen Wächters in Einklang bringen. So, nun habe ich aber genug geredet. Erzählt Ihr mir, wie Ihr hierhergekommen seid? Oder von Eurer Zeit als Barde?"

Modifié par Bellandyrs, 25 novembre 2010 - 11:15 .


#2663
Kaysallie

Kaysallie
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Ein erdiger Waldbodengeruch drang in Allies Nase, so dass sie einige Male husten musste. Ihr Kopf fühlte sich schwer an, als würden Steine daran hängen und sie stützte sich diesen daher mit der Hand als sie sich auf die Seite drehte. Es dauerte eine Weile bis sie erkannte wo sie sich befand. Im ersten Moment dachte sie, sie hätte all das nur geträumt, und glaubte in dem Waldstück neben FallRemnon zu sein. Doch sie merkte, dass ihre Augen brannten, und sie sich leer fühlte. Realisierte, dass es kein Traum war, was sie erneut zum Weinen brachte.

Schwerfällig und mit Tränen in den Augen richtete sie sich auf und blickte sich um. Direkt neben ihr rang eine prächtige Fichte empor, die eine Grenze zu bilden schien. An der einen Seite sah sie die große Lichtung, die das Schlachtfeld bildete, an welcher man einige emporsteigende Rauchwolken die erkennen konnte, die wohl von den verbrannten Leichen stammten. An der anderen Seite ein unendlich scheinender dichter Nadelwald, der sich wie eine Schlange über das Gebirge zog.

Erschöpft lehnte sie sich mit dem Rücken an den Stamm des riesigen Baumes und fühlte sich noch nie so planlos wie in jenem Moment. Normalerweise folgte sie ihren Pflichten, doch nun schienen diese ihren Wert verloren zu haben. Natürlich war der Hass auf die Dunkle Brut so groß wie noch nie zuvor, doch sie wusste, dass es wohl einige Wochen dauern würde, bis sie erneut auf welche treffen würden. Doch was sollte sie in der Zwischenzeit tun?

Plötzlich katapultierten sie ihre Erinnerungen zurück an die Taverne zum schwarzen Ritter, in welcher sie fast derselben Situation ausgesetzt war als sie diese betrat. Auch damals fühlte sie sich leer und wollte diese Leere mit Alkohol füllen, erkannte jedoch, dass es das nicht wert war, lernte Jule und Lyna kennen... Bella und Avalos... bekam wieder eine Aufgabe, wurde abgelenkt.

Doch nun? Hier war nichts, außer eines endlos erscheinenden Bergkamms. Ein friedvoller Ort, an welchem man perfekt nachdenken konnte - was wohl genau das war, was sie am wenigsten tun sollte.

Ihre Erinnerung spielte sich weiter ab. Immer und immer wieder. Blieb an einigen Stellen länger hängen, manche davon glaubte sie sogar bereits als verloren. Doch das Ergebnis blieb immer dasselbe. Alles was Allie in den letzten Wochen gewonnen hatte, war nun verschwunden. Jule, mit welcher sie sich zwar oft in die Haare bekam, welche jedoch die beste Freundin war, die sie je hatte und nun auch noch Jannis.

Es dauerte bis zur Abenddämmerung, bis Allie begriff, dass sie hier nicht rumsitzen durfte. Sie musste aufstehen und weitermachen, dufte nicht in ein schwarzes Loch fallen, doch es fiel ihr alles andere als leicht. Ihre Augen fixierten ständig den Dolch, mit dessen Klinge sie in dem weichen Waldboden herumstocherte. Wohl aus Nervosität.

'Du weißt doch, dass das nicht Deine Bestimmung ist.'

"Ich weiß...", seufzte sie, "Ich weiß..."

Schwerfällig richtete sie sich auf, und steckte den Dolch zurück in die dafür vorgesehene Scheide. Ein letztes Mal ließ sie ihren Blick über den Bergkamm gleiten, bevor sie diesen zu Boden richtete und mit langsamen und schmerzerfüllten Schritten in die Richtung des Lagers marschierte.

Der Himmel hatte sich inzwischen dunkelblau gefärbt und man konnte nur noch an einer winzigen helleren Stelle erkennen, wo sich die Sonne eigentlich versteckt hatte als Allie vor dem Lager stehen blieb. Ihre Beine wollten sie kaum noch tragen, doch sie zwang sich dazu nicht aufzugeben und biss die Zähne immer wieder zusammen. Sie blickte zum Lazarett, und ohne recht zu wissen warum, betrat sie dieses und ließ ihre Blicke über die hauptsächlich schlafenden Gesichter schweifen, als ihr ein bekanntes ins Gedächtnis gerufen wurde. Ein Gesicht, in welchem Allie Jule und Jannis wiedererkennen konnte. Ein Gesicht, welches ihre eigene Trauer widerzuspiegeln schien. Noah.

Etwas zögerlich und ohne etwas zu sagen, setzte sie sich neben seiner Liege zu Boden und musterte flüchtig die Verletzungen, doch dank der Verbände konnte sie deren Ausmaß kaum erkennen. Nicht wissend was sie sagen sollte, da sie kaum noch dazu fähig war klare Gedanken zu fassen, blieb sie einfach neben der Liege sitzen und lauschte den anderen im Zelt untergebrachten Verletzten, die wohl in ihren Träumen den gestrigen Kampf ein weiteres Mal fochten, und sich schmerzhaft auf ihren Liegen wälzten.

#2664
Doomheart43

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Zelandriel nahm ebenso wie Bella einen kräftigen Schluck von seinem Wein, und machte sich dann ebenfalls über den herrlichen Wildbraten her. „Es ist tatsächlich ein Königliches Mahl“ sagte er bestätigend „Und ich glaube nicht, dass  der Wein und das Stück Fleisch jemanden abgehen wird“ er überlegte  dabei wie viele  der Soldaten wohl gefallen waren.
 
Dann lauschte er aufmerksam Bellas Ausführungen.
 
Noah „Ist das derjenige der mich zu Drakenot und Allie gebracht hat?“ Als Bella zustimmend nickte fuhr er fort „Dem muss ich dann auch noch einen Besuch abstatten und mich bei ihm zu bedanken.“
 
„Beeindruckend was ihr schon alles erlebt habt, und wo ihr schon überall herumgekommen seid“ stellte er voll Bewunderung fest, als Bella ihre Erzählungen beschloss.
 
„Tja von mir gibt es nicht allzu viel zu erzählen“ und schilderte Bella was sich in seinem bisherigen Leben so alles ereignet hatte. Angefangen von seiner Jugendzeit, der Ermordung seiner Eltern, über seine anfänglichen Schwierigkeiten sich fern seiner Heimat zurechtzufinden, von seiner Entscheidung nicht mehr Barde sein zu wollen, und dass er schließlich grauer Wächter wurde um seinem Leben einen Sinn zu geben.
 
Dann kam er an einen Punkt wo er seinen Redefluss plötzlich stoppte, und nachdenklich wurde. Er kannte ja Bella noch kaum und wie würde sie reagieren, wenn er ihr wirklich alles erzählen würde? Wie gläubig ist sie? Sie ist eine Frau sie würde ihn verachten, für das was er gemacht hatte, er würde eine sich anbahnende Freundschaft aufs Spiel setzen bevor diese auch noch begonnen hätte, beschloss er seine Befürchtungen.
 
Nachdem er sich gesammelt hatte fuhr mit unsicherer Stimme fort. „Ich war dann einige Jahre mit einer Gruppe grauer Wächter unterwegs und wir haben die Dunkle Brut bekämpft wo wir nur konnten. Wir hatten an etlichen größeren Schlachten teilgenommen als auch einzelne Missionen durchgeführt. Und bei einer dieser Missionen ist dann etwas passiert. Zelandriel schluckte kurz den Knoten, der sich in seinem Hals gebildet hatte, hinunter und fuhr zögerlich fort „was mich veranlasst hatte die Gruppe zu verlassen. Ich bin dann etliche Jahre Ziel und Rastlos als Einzelgänger unterwegs gewesen, und habe versucht das Geschehene zu verarbeiten, meiner Bestimmung zu folgen, Frieden mit mir zu finden und meine Schuld zu tilgen.“
 
Entschuldigend stammelte er „Ich kann euch nicht….ihr seid…., ihr würdet….mich verachten wenn ich euch genauere Details darüber erzählen würde“ Ich werde wohl ewig mit dieser Last leben müssen“, seufzte er verzweifelt.
 
„Deswegen habe ich mich schon des Öfteren bei dem Gedanken ertappt meinem Leben ein Ende zu setzten. Doch dann habe ich Hoffnung, Hoffnung meine geliebte Schwester wiederzufinden Die Mörder meiner Eltern habe ich schon zur Rechenschaft gezogen, und ich war einige Zeit in Tevinter auf der Suche nach ihr. Vor kurzem bin ich dann in die freien Marschen gekommen und habe mich dann dieser Armee angeschlossen, um das zu machen was ich am besten kann. Dunkle Brut aufspüren und töten.“
 
Dem besorgten Blick dem Bella ihm nach seinen Erzählungen zuwarf,  konnte Zelandriel nicht lange standhalten, so kramte er verlegen in seiner Tasche und nahm die Flasche mit seinem persönlichen Kummertöter in die Hand und machte einen kräftigen Schluck davon. „Wollt ihr auch? Das Zeug lässt einem für eine Zeitlang alles vergessen, wenn man genug davon trinkt ,und er schmunzelte dabei gequält.

#2665
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella schüttelte verneinend den Kopf und blickte Zelandriel mit gerunzelter Stirn an.

"Starken Alkohol? Was soll das bringen außer einem dummen Kopf und Übelkeit?" Sie dachte an Jule zurück, deren Leben von ihrer Sucht nach Rauschmitteln bestimmt war.

"Alkohol ist jedenfalls keine Lösung. Und sich selber ein Ende bereiten genauso wenig. Der Fluch der uns Wächtern anlastet holt uns noch früh genug in den Tod."

Mitleidig sah sie ihr Gegenüber an. Wenn er diese Schicksalsschläge mit Alkohol ertrinken mußte, dann mußte noch mehr dahinter sein. Zudem hatte er den genauen Grund nicht genannt, wieso er seine Gruppe verlassen mußte. Wurde er verstoßen?

"Und nun erzählt mir die ganze Geschichte. Woher wollt Ihr wissen, dass ich Euch verachten würde? Möglich, dass ich es vielleicht nicht gut heissen würde, aber um jemanden zu verachten.. muß schon einiges passiert sein. Hatte es etwas damit zu tun, dass Ihr Eure Gefährten verlassen habt? Oder hat es etwas mit Eurer Schwester zu tun?"

Sie merkte, wie er mit sich kämpfte, ob er reden sollte oder nicht, und dabei einen Schluck aus seiner Feldflasche nahm.

"Und steckt diese Flasche weg. Glaubt mir, das bringt wirklich nichts. Außer dass dieses Zeug irgendwann die Oberhand gewinnt und Euer ganzes Handeln und Denken nur noch darum kreist, wie Ihr Euch berauschen könnt. Und das kann den Verstand und die Intelligenz ganz schön vernebeln, sogar hervorragende Krieger fielen dem zum Opfer." Und wieder sah sie Jules Anlitz vor sich, ihre blonden Haare und die spitzbübisch lächelnden smaragdgrünen Augen.

#2666
Doomheart43

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„Also an der Flasche nuckle ich schon Ewigkeiten rum, von daher braucht ihr euch keine Sorgen machen, dass ich meinen Frust in Alkohol ertränke, normalerweise trink ich das Zeug nur bei speziellen Anlässen“ erklärte Zelandriel. „Ja ok, manchmal halt auch aus besagtem Grund, aber das kommt eher selten vor“ gab er schließlich offen zu. Zelandriel ärgerte sich, dass er von Bella wie ein Alkoholiker behandelt wurde. Wenn sie die Geschichte kennen würde, würde sie über das Thema Alkohol anders denken und wohl selber einen Schluck nehmen, dachte er belustigt.
 
Doch zum Scherzen war ihm absolut nicht zumute, das Thema würde Wunden aufreißen die eigentlich nie verheilt waren. Was würde es bringen ihr es zu offenbaren, mit ihr darüber zu reden? Er hatte es nie jemanden erzählt und eigentlich sollte es auch so bleiben. Allerdings gab ihm Bella doch das Gefühl, dass er sich ihr anvertrauen könnte. Der Gedanke alles bis ins Detail zu erzählen ließ seinen Puls schneller schlagen, es kostete ihn mehr als nur Überwindung, bis er sich dann dazu durchrang, es doch zu tun. Er nahm noch einen Schluck aus seiner Flasche und überreichte sie Bella. „Kann sein, dass ihr sie doch brauchen werdet“ er räusperte sich und begann seine Geschichte zu erzählen.
 
 
„Wie ihr ja wisst, bin ich Grauer Wächter, und zu Zeiten der zweiten Verderbnis zog ich mir einer Gruppe durchs Land um die Dunkle Brut zu bekämpfen und um das Land vor der Verderbnis zu bewahren. Unser Weg führte uns eines Tages in einen Ort namens Khoram, aus dessen Nähe uns Aktivitäten einer finsteren Macht gemeldet wurden. Wir sind den Hinweisen nachgegangen, und nicht unweit des Dorfes auf ein unterirdisches Höhlensystem gestoßen, das offensichtlich der Ausgangspunkt des Unheils war.
 
Wir haben uns aufgemacht um das Höhlensystem zu erforschen, und sind dort auf jede Menge Dunkle Brut, Untote und niedere Dämonen gestoßen. Tief inmitten des Höhlensystems sind wir auf einen verwilderten Mann getroffen, der dort dahinvegetierte. Er war Templer und der einzige Überlebende einer Expedition, die ebenfalls der Sache dort auf den Grund gehen wollte.
 
Seinen Erzählungen zufolge wurde seine gesamte Gefolgschaft von einem mächtigen Dämon dahingerafft. Sie konnten ihm keinen Schaden zufügen, da er durch eine magische Barriere geschützt war.
 
Nachdem wir kaum mehr Vorräte hatten, die Wege dort unten schier unendlich weitergingen, und den Mann in Sicherheit bringen wollten, entschieden wir vorerst umzukehren. Zudem mussten wir die Situation neu überdenken.
 
In der Nacht nach unserer Rückkehr suchte mich ein Mann auf, den ich sofort als Blutmagier entlarvte. Ich wollte ihn eigentlich töten, da er jedoch Informationen über den Dämon zu haben schien, ließ ich ihn zuerst sein Anliegen vorbringen. Von ihm erfuhr ich, dass der Dämon eigentlich sein ehemaliger Meister sei, und dieser durch ein missglücktes Experiment zu einem Dämon geworden war. Der Blutmagier hatte behauptet, dass der Dämon mit konventionellen Mitteln nicht zu töten sei, er aber eine Möglichkeit wüsste, wie man die magische Barriere zerstören könne.
 
Meine Gefährten waren für mich mehr als nur Graue Wächter, die mit mir Dunkle Brut bekämpften, es waren meine Freunde, und Samira, ihresgleichen menschlicher Schurke, war sogar meine Geliebte. Da ich das Leben meiner Freunde nicht unnötig in Gefahr bringen wollte, ging ich auf den Deal mit dem Blutmagier ein.
Der Deal bestand darin den Inhalt eines kirchlichen Artefaktes mit  einer von ihm hergestellten Essenz zu mischen. Dieses Gemisch würde die Barriere des Dämons zerstören und der Blutmagier hätte damit einen neuen, mächtigen Zauber erlernt.  Ich hatte keine moralischen Bedenken ein kirchliches Artefakt zu schänden, obwohl früher streng gläubig, habe ich mich nach dem Tod meiner Eltern und vieler meiner Freunde vom Glauben abgewandt. Für mich gab es keinen Grund mehr an etwas zu glauben, das  zugelassen hat, dass ich soviel Leid erfahren musste.
 
Nachdem dieser Schrein in dem sich dieses Artefakt befand auf einem Berggipfel war, und der Aufstieg für unseren beiden schwer gerüsteten Krieger und den alten Magier beschwerlich gewesen wäre, beschloss ich mit Samira alleine die Sache anzugehen. Irgendwie war mir die Möglichkeit auch willkommen mit ihr einmal einige Tage alleine zu verbringen, ohne auf meine Gefährten Rücksicht nehmen zu müssen.
 
So ließen wir unsere Gefährten in Khoram zurück, und machten uns auf den Weg. Wir verbrachten zwei wunderschöne Tage miteinander die mich alles was hinter mir lag, vergessen ließen.“
 
Zelandriel hielt kurz inne und fuhr stockend fort. „Nach einem beschwerlichen Aufstieg erreichten wir am dritten Tag den Tempel in dem sich das Artefakt befand. Ich hatte es nicht für wichtig erachtet Samira über mein genaues Vorhaben zu informieren, und war so blauäugig zu glauben, dass sie mein Vorhaben billigen würde.
 
Doch wie ich dieses heilige Artefakt zerbrochen habe und dessen Inhalt mit der Essenz des Blutmagiers vermischt habe hat sie auf einmal durchgedreht, Tempelschänder waren noch harmlosesten Vorwürfe die ich mir anhören musste. Erst da wurde mir bewusst wie stark ihr Glaube an den Erbauer war, und das wir zwar vieles gemeinsam hatten, doch den Glauben an den Erbauer und die Ergebenheit der Kirche gegenüber teilten wir nicht.“
 
Zelandriel kostete viel Überwindung weiterzusprechen, der Gedanken an das was jetzt kam schnürte ihn den Hals zu. Schließlich fuhr er mit erstickter Stimme fort
 
„Ich war so perplex von ihrer heftigen Reaktion, dass ich im ersten Moment gar nicht realisierte, dass sie ihre Dolche gezückt hatte und auf mich losging. In einer Reflexbewegung hatte ich ebenfalls meine Dolche gezogen, allerdings war ich zu langsam um ihrem Angriff  auszuweichen und sie traf mich mit einem ihrer Dolche die mit einer Lähmungsrune bestückt waren.
 
Während ich mich nicht mehr rühren konnte kam sie mit Tränen in den Augen langsam auf mich zu, nahm meine Hand in der ich meinen Dolch hatte, sah mir mit einem verzweifelten, schmerzerfüllten Blick in die Augen und mit den Worten „Liebster wieso hast du das getan ,wieso hast du unser Glück zerstört“ rammte sie sich meinen Dolch ins Herz. Ich kann den Ausdruck den sie in ihrem Gesicht hatte heute noch sehen als wäre es gestern gewesen.
 
Ich war versucht mir das Leben zu nehmen, genauso wie ich vorher, dort wo wir uns getroffen haben, wieder mit dem Gedanken gespielt habe. Warum ich es damals nicht getan habe weis ich nicht. Ich wollte meinen Fehler auf andere Weise sühnen als durch den Freitod, der wohl die einfachere Möglichkeit gewesen wäre.“
 
Zelandriel war erleichtert den schwierigen Teil seiner Geschichte hinter sich zu haben und sprach schnell weiter.
 
„Der Rest ist schnell erzählt, ich erwies Samira die letzte Ehre und begrub sie am Fuße des Tempels sodass neben ihrem Geist auch ihr Körper in der nähe des Erbauers war. Dann kehrte zu meinen Gefährten zurück, log diese an was das Geschehene betraf, wir töteten den Dämon und daraufhin auch noch den Blutmagier, dem ich eine Mitschuld an Samiras Tod gab.

Danach habe ich meine Gruppe verlassen und seitdem reise ich als Einzelgänger Ziel und Rastlos umher, auf der Suche nach meiner Schwester und auf der Suche den Frieden mit mir selbst zu finden. Und da ich Grauer Wächter bin, hab ich mich diesem Tross angeschlossen um meiner Bestimmung folge zu leisten.“ „Aber letzteres hab ich euch ja schon vorher erzählt“ beendete Zelandriel seine Erzählungen und sah Bella schuldbewusst an.
 
 

Modifié par Doomheart43, 26 novembre 2010 - 02:26 .


#2667
viento2

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Noah bemerkte die Elfe, die an seine Liege getreten war. Er sah den Schmerz in ihren Augen, der seinen eigenen widerzuspiegeln schien. Ohne ein Wort setzte sie sich auf den Boden neben ihm. Doch was wäre auch schon zu sagen gewesen?

Welches Wort konnte schon über den Verlust einer geliebten Person hinweg trösten. Welches Wort war in der Lage, den Schmerz zu lindern oder die grausamen Bilder zu vertreiben, die sich einem in das Gedächtnis gebrannt hatten.

Mühevoll hob er seinen rechten Arm und ließ ihn nach unten sinken. Seine Hand legte sich auf die Schulter der zusammengesackten Elfe neben sich. Mehr konnte er im Moment nicht für sie tun. Alles andere wäre fehl am Platz gewesen.

#2668
Bellandyrs

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Als Zelandriel seine Erzählung beendet hatte, griff Bella zu der angebotenen Flasche und nahm einen kleinen Schluck. Der Alkohol wärmte sie von innen, denn das was der Wächter ihr erzählt hatte, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren.
Sie versuchte Worte zu finden, was ihr jedoch erst nach einiger Zeit gelang.
"Wo fange ich an und wo höre ich nun auf? Ihr selber habt mir gesagt, ich sollte mir keine Schuld am Tod meines Geliebten geben - und dennoch stand ich nur wenige Schritte neben ihm. Ich wußte, dass er schwer verletzt in den Kampf gezogen war, und er kein Schwertkämpfer war. Und trotzdem habe ich es nicht geschafft, ihn zu schützen.
Ihr wußtet, dass Samira gläubig war. Aber dass sie den Glauben über Eure Liebe zueinander stellen würde, habt Ihr nicht gewußt. Hättet Ihr das geahnt, dann hättet Ihr Euch sicher einen andern Begleiter ausgewählt. Und was die Zerstörung des Artefaktes betrifft.. nun, ich heisse es zwar nicht gut, denn Artefakte sind Zeichen aus längst vergangenen Zeiten, aber das hat nichts mit meinem Glauben zu tun. Als Zwergin bin ich in dem Glauben an Paragons und dem Stein aufgewachsen, und vom Erbauer und Andraste hab ich erst gehört, als ich an die Oberfläche kam. Und dieser steht noch immer unter meinem ursprünglichen Glauben, wenngleich ich den verschiedenen Religionen durchaus aufgeschlossen bin. Überall steckt ein Funken Wahrheit dahinter, oder etwa nicht?"
Sie nahm Zelandriels Linke in ihre Hand und drückte sie kurz, ließ diese aber gleich danach wieder aus.
"Es tut mir leid, dass ich vorher überreagiert hatte, was den Alkohol betrifft. Mir sind nur soviele Erinnerungen hoch gekommen, an Jule..." und sie erzählte Zelandriel von der Elfe, deren Tod sie noch immer schmerzte. Aber eher derjenige, wo sie ihren Wunden erlag. Dem Dämon Jule trauerte sie keine Sekunde nach.

Modifié par Bellandyrs, 27 novembre 2010 - 02:49 .


#2669
Doomheart43

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Auch wenn Bella sich bemühte, die richtigen Worte zu finden um ihm zu ermuntern, und auch ihre Geste gut gemeint war, gab es nichts was ihm Trost spenden konnte. Ganz ihm Gegenteil, es wurde ihm nur noch klarer, dass er Samiras Tod leichtfertig verschuldet hatte. Nein nicht verschuldet, er hatte sie getötet, ihr das Herz rausgerissen, ihr alles genommen an was sie glaubte. Bella hatte Theron nicht getötet, sie hatte nur seinen Tod nicht verhindern können, das ist ein gewaltiger Unterschied.
Die junge Zwergin hatte jedenfalls sehr viel Herz, alles was sie sagte, vor allem wie sie es sagte brachte Zelandriel zu diesem Schluss.
 
„Bella es war nicht euer Dolch, und nicht eure Handlungsweise die Theron getötet hat. Ich weis, dass wird seinen Tod auch nicht ungeschehen machen, aber wenn ihr gläubig seid, dann werdet ihr eines Tages wieder mit ihm vereint sein.  Ich werde wohl nie mehr wieder an etwas glauben können, aber ich schwöre euch, sollte ich jemals meine Schwester wieder finden, dann bau ich zu ehren des Erbauers einen Tempel eigenhändig auf.“
 
„Irgendwie scheinen Elfen es nicht zu vertragen wenn sie zu Grauen Wächtern werden“, erwiderte Zelandriel auf Bellas Erzählungen von Jule. Die einen ertrinken ihren Frust im Alkohol, andere werden wahnsinnig, fügte er nachdenklich hinzu. „Wie das bei den Zwergen ist weis ich noch nicht“ und nahm Bella lächelnd seine Feldflasche aus der Hand.
 
„Naja, kein Wunder, der Beitritt zu den Grauen Wächern gleicht ja einem Todesurteil“ bestätigte er grüblerisch „Jeder geht anders mit dieser Tatsache um“
 
„Und, was meint ihr, wie sollen wir damit umgehen?“ befragte er Bella forschend.

#2670
Kaysallie

Kaysallie
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Allie spürte wie man sie an der Schulter berührte und ihr im selben Moment Tränen auf ihre Rüstung tropften. Ohne es wirklich zu bemerken legte sie ihre Hand auf die seine und kralle sich regelrecht daran fest. Sie wusste nicht warum sie das tat, war aber auch nicht mehr dazu imstande darüber allzu lange nachzudenken. Vielleicht spendete es ihr Trost, vielleicht aber auch nur weil sie wusste, dass es ihm ähnlich, wenn nicht sogar genau gleich, ging, und nicht damit alleine kämpfen wollte. Dass sie sich in vergangenen Tagen so wenig miteinander befasst hatten, schien in jenem Moment nicht wichtig zu sein, auch wenn Allie es gerade bedauerte. Neben ihr lag der Mann den Jule geliebt hatte, und der Jannis ein treuer Freund gewesen war, und ihr fiel das erst jetzt auf? Nur aufgrund der ersten Begegnung die sie mit ihm hatten verurteilte ihn so lange und wollte nichts von ihm wissen? Allie schämte sich dafür, hätte sich am liebsten sofort bei ihm für alles entschuldigt, doch sie konnte nicht mehr, fühlte sich zu schwach, und kein Wort kam über ihre Lippen. Nur sehr schwer und langsam verebbten ihre Tränen als sie sich mit dem Kopf seitlich an Noahs Liege gelehnt hatte, und sie von ihrer Müdigkeit übermannt wurde.

#2671
MagicBullet

MagicBullet
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ooc:

werde ungefähr ne Woche lang nicht tippen können - habe mir gestern abend beim kochen die Fingerkuppe meines linken Daumens abgesäbelt. Mit Verband ist das eher suboptimal x)

#2672
Aliens Crew

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„Ihr denkt, Ihr wäret ein Partner der Sonne? Ihr denkt, Ihr hättet einen freien Willen?“ fragte Drakenot spöttisch grinsend. „Nun, glaubt was Ihr wollt, aber es zeigt mir nur, wie sehr sie Euch um den Finger gewickelt hat. Was war denn die letzte Entscheidung, die Ihr aus freien Stücken getroffen habt? Wahrscheinlich Eure Beziehung zu dieser Elfe hier, was? Tja, wie es aussieht hat Euch die Sonne, diese Entscheidung übel genommen, oder warum liegt Eure Freundin jetzt im Sterben, hm? Und woher wollt Ihr wissen, ob Ihr der erste Diener der Sonne seid? Habt Ihr überhaupt eine Vorstellung, wie alt sie ist? Vermutlich nicht, da nicht einmal wir es genau wissen.“
 
Der Alte fixierte Avalos weiterhin mit seinem eindringlichen Blick, während sein spöttisches Grinsen zu einem einnehmenden Lächeln wurde. „Aber mit einem hattet Ihr Recht. Ich kann sterben, ebenso wie Ihr. Vielleicht auch durch Euer Schwert, wer weiß? Doch ich bin nicht hier, um das herauszufinden. Ihr seid im Vorteil, also gebe ich auf. Seht Ihr, ich hebe meine Hände, um Euch zu zeigen, dass Ihr gewonnen habt.“
 
Drakenot hob ganz langsam die Arme, während er sprach. Sie bewegten sich wie in Zeitlupe, unscheinbar, ihre Bewegung war fast nicht auszumachen. Als er seine Gliedmassen gerade von sich gestreckt hatte, zuckte sein Handgelenk nach hinten, woraufhin es ein schleifendes Geräusch gab. Innerhalb eines Augenblickes schoss eine kleine, geladene Miniarmbrust auf einer Art Schienengestell aus dem weiten Ärmel von Drakenots Mantel und landete direkt in der Hand des Alten. Seine Finger umschlossen den Griff und legten sich auf den Abzug der Waffe, mit welcher er direkt auf Avalos linkes Auge zielte.
 
„Nett, nicht wahr? Solch weite Ärmel können manchmal sehr praktisch sein“, bemerkte der Alte grinsend. „Habt Ihr etwa gedacht, ich würde unvorbereitet in die Höhle des Löwen spazieren? Also, was darf es sein, Avalos? Senken wir nun gemeinsam unserer Waffen oder endet das hier in einem Blutbad? Und bevor Ihr auf dumme Gedanken kommt. Solltet Ihr auf die Idee kommen, Magie gegen mich einsetzen zu wollen, so vergesst es gleich wieder. Dagegen bin ich absolut immun. Und das ist diesmal kein Scherz!“
 
 

#2673
Bellandyrs

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Bella tat es leid, nicht die richtigen Worte gefunden zu haben, um Zelandriel seine Schuldgefühle zu nehmen. In ihren Augen traf ihn keine Schuld. Wenn seine Geliebte so blöd war, den Erbauer über die Liebe zu stellen, dann war ohnehin Hopfen und Malz verloren. Aber vielleicht hätte das einer ihrer damaligen Gefährten auch anders gesehen, welcher streng gläubig war.



"Hm, die Aufnahme zu den Wächtern... bei meiner Aufnahme hat es einer nicht überlebt. Es wundert mich nur, dass ich noch hier bin. Mittlerweile hab ich mich an das Wächter -Dasein gewohnt, aber anfangs... diese ganzen schrecklichen Träume, die Hunger-Attacken, dann das erste mal als ich die Brut spüren konnte.." Sie erschauerte, als sie daran zurückdachte. "Nun, diese verdammte Kälte mag ich noch immer nicht, aber an sich hab ich mich damit arrangiert. Nur dass ich nur noch 26 Jahre zu leben habe nagt ein wenig, mein Volk wird normalerweise steinalt. Ach genug philosophiert diesbezüglich."



Bella nahm noch einen Schluck aus der Flasche und mußte niesen.

"Wah.. was ist denn das für ein Zeug? Pfefferschnaps? Aber immerhin wärmt der Trank, und es wird doch langsam etwas kühl hier, findet Ihr nicht?"

#2674
Doomheart43

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Nachdenklich blickte er Bella an „Ich hab schon mehr Graue Wächter sterben sehen als mir lieb ist“ sagte er bedauernd. So genau konnte man doch gar nicht bestimmen wie lange man noch zu leben hatte, woher sollte Bella wissen das sie noch 26 Jahre hatte, fragte er sich.
 
„Ich weis nicht wie lange ich noch zu Leben habe, und mir ist auch unklar wir ihr auf diese 26 Jahre kommt, aber eines dürfte klar sein, wir werden wohl kaum die Möglichkeit haben aus dem Vollen zu schöpfen.
 
„Wir werden beide mit ziemlicher Sicherheit früher sterben, unser Lebenswandel ist ja nicht gerade ungefährlich“, meint ihr nicht?
 
Schmunzelnd betrachtete er Bella, wie sich diese an seinem Gesöff beinahe verschluckte. „Wie mir scheint seid ihr dem Alkohol doch nicht so abgeneigt, wie es ursprünglich den Anschein machte“, und warf einen prüfenden Blick in seine nahezu leere Feldflasche dabei kramte er sogleich eine zweite Flasche aus seiner Tasche.
 
„Nur weil es scharf ist muss ja kein Pfeffer drinnen sein, der Alkohol hat halt die Eigenschaft dass er scharf ist und brennt“ erklärte er Bella lachend. „Zudem hält er auch warm“, fügte er hinzu. Bella hatte ihn tatsächlich zum lachen gebracht, vielleicht konnte sie ihm mit ihren Worten keinen Trost spenden, aber ihre herzliche Art, ließ ihn doch für einen kurzen Moment all seinen Kummer vergessen.
 
Er legte sich auf den Rücken und verwendete seine Tasche, die er zuvor zurechtrückte, als Kissen. Während er mit seiner rechten die Feldflasche auf seinem Bauch stützte, deutete er Bella mit der linken auf seine Schulter.
 
„Da ich Drakenot eins auswischen wollte, hab ich dummerweise nur zwei Decken mitgenommen, wir können das Problem mit der Kälte nur auf eine Weise lösen“
 
„Euren Kopfpolster stelle ich zur Verfügung, und ihr stellt eure Decke für uns beide zur Verfügung. Ich liege ja auf meiner drauf“, sagte er schuldbewusst.
 
„Und keine Angst ich habe keine bösen Absichten“ versicherte er Bella mit einem freundlichen lächeln.
 
 
 

#2675
Bellandyrs

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Bella war hin und her gerissen, wußte nicht, ob sie lachen oder weinen sollte. Eigentlich wollte sie zurück zu ihrem Zelt, dort auf ihrer Matte versuchen zu schlafen, aber sie wußte auch, dass sie doch die ganze Nacht nur an Theron denken würde, seine Nähe und seine Wärme vermissen würde.

"Ihr wollt hier draussen schlafen? Ich dachte eigentlich wir gehen dann zurück ins Lager, dort ist es doch etwas ungefährlicher, und außerdem hab ich dort ein Zelt über dem Kopf. Ihr wohl nicht?"



Zelandriel verneinte.

"Dann... würde ich Euch anbieten, bei mir im Zelt zu übernachten, ohne böse Absichten wie ihr so schön sagt. Es sei denn, Ihr wollt unbedingt unter freiem Himmel schlafen, dann bleibe ich hier und nehme Euer Angebot gern an."