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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#2701
Kaysallie

Kaysallie
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Allie brauchte einige Momente um Bellas Worte auf sich wirken zu lassen , wandte dabei jedoch den Blick von der Zwergin ab – die Grashalme ließ sie ebenfalls nicht in Ruhe.

„Ihr wollt mir also weißmachen, dass er das einzige Kopfkissen in diesem riesigen Lager war? Und dass Ihr keine andere Wahl hattet, als draußen zu schlafen… Ich verstehe, dass Ihr nach jemanden sucht, an dessen Schulter Ihr Euch ausweinen könnt… Aber habt Ihr auch darüber nachgedacht, dass Ihr diesen Mann eigentlich gar nicht kennt? Was wisst Ihr schon über ihn? Er hat uns vor der Dunklen Brut gewarnt, was wohl jeder anständige Krieger in einer solchen Situation getan hätte. Was sagt das schon aus?“ Sie machte eine kurze Pause bevor sie weitersprach.

„Ich hätte mir nicht erwartet, dass Ihr so naiv seid… aber scheinbar hatte ich mich geirrt, denn wenn man es genau nimmt, kanntet Ihr Theron ja auch nicht länger.“ Ohne auf eine Antwort zu warten, ließ sie von dem Gras ab und stand auf. Kurz klopfte sie sich die Erde von ihrer Rüstung, bevor sie wieder in ihrem Zelt verschwand, wo sie sich mit ausdrucksloser Miene daran machte die Rüstung abzulegen, um etwas bequemere Kleidung anziehen zu können.

Modifié par Kaysallie, 22 février 2012 - 04:22 .


#2702
Bellandyrs

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Bella klappte die Kinnlade nach unten, als sie Allies Worte vernahm. Ihr Gehirn arbeitete fieberhaft. War sie tatsächlich naiv? Es stimmte, Theron hatte sie auch nicht lange gekannt, aber sie hatte sich noch nie geirrt, wenn sie auf ihr Bauchgefühl gehört hatte, und den Verstand aussen vor ließ. Sie hatte genug Intuition, die sie vor falschen Leuten warnte, und da lag sie bisher nie falsch. Trotz allem war sie vorsichtig genug, um nicht blind ins offene Messer zu laufen. Höchstens damals bei Avalos, gestand sie sich ein. Aber auch hier hatte sich bewiesen, dass sie sich auf ihn verlassen konnten, auch wenn er seine Karten eher geheim hielt und nur das preis gab, was sie wissen mußten.

Sie erinnerte sich an eine Magierin, die zu Zeiten der Verderbnis zu ihr gestossen war. Anfangs zickig, kalt, egoistisch und entsetzlich ironisch, hatte Bella einige Probleme, bis sie den wahren Charakter der damaligen Gefährtin erkannte. Aber später wußte sie, dass sie sich auf die Begleiterin absolut verlassen konnte, und sie hatte sich kein einziges mal getäuscht.

Langsam stand sie auf und folgte Allie ins Zelt.
"Allie, Zelandriel hat mir einiges von seinem Leben erzählt. Außerdem ist er Grauer Wächter, genau wie wir. Auch wenn das nichts heissen muß. Trotzdem habe ich mich bisher auf meine Intuition verlassen können, und Zelandriel ist ein ehrlicher Kerl. Und ich habe nicht nach jemanden gesucht, wo ich mich ausweinen konnte, dennoch war er für mich da, und ob Ihr es glaubt oder nicht, es hat mir geholfen. Es heißt jedoch nicht, dass ich mein Herz wieder vergebe. Theron war meine große Liebe, und diesen Platz wird wohl niemand mehr so schnell einnehmen. Wie das Gefühl ist, brauch ich Euch ja nicht zu erklären."

Resigniert sah sie Allie an. "Wir brauchen Verstärkung, wenn wir weiter ziehen. Wäre in FallRemnon nicht noch Noah zu uns gestossen, wären wir beide im Moment allein übrig, zusammen mit Avalos und Lyna. Obwohl ich nicht weiß, wie es ihr geht. Noah hat sie wohl hier abgeladen, aber im Lazarett habe ich sie nicht entdeckt."

Sie wandte sich ab und trat wieder vors Zelt, wo sie sich nachdenklich auf den Boden setzte, einen Grashalm ausrupfte und darauf herum kaute.

Modifié par Bellandyrs, 16 janvier 2011 - 02:58 .


#2703
Aliens Crew

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„Habt Ihr beide Probleme miteinander?“ fragte Drakenot die neben ihm sitzende Zwergin, wobei er die Augen öffnete und ruckartig den Kopf hob. Er war schon eine Weile lang wach, etwa seitdem Allie das Zelt verlassen hatte, doch er hatte es sich nicht anmerken lassen. Manchmal erhielt man auch wertvolle Informationen, wenn man sich einfach nur bedeckt im Hintergrund hielt. Das wusste der Alte genau. „Ich kam nicht umhin, Euer Gespräch mit anzuhören. Und es klang für mich so, als hättet Ihr bei dieser Schlacht jemanden verloren, der Euch teuer war...und Allie anscheinend auch. Das tut mir sehr leid für Euch, Bellandrys. Der Krieg ist ein schmutziges Geschäft und nimmt einen immer genau das, was einem am Liebsten ist. Diese Erfahrung musste wohl jeder von uns schon machen, einschließlich mir.“
 
Der Alte machte eine kurze Pause, während er über das nachdachte, worüber die beiden Frauen in dem Zelt gesprochen hatten. „Ihr spracht vorhin mit Allie über eine Frau namens Lyna. Ist das zufälligerweise ein zierliche, braunhaarige Elfe, die auch noch ein Verhältnis mit Eurem Freund und Heerführer Avalos hat? Wenn ja, dann habe ich die Gute gesehen. Sie liegt in Avalos’ Zelt und ist ziemlich schwer verletzt. Dabei ist die Wunde nicht das eigentliche Problem, sondern viel mehr die Vergiftung, welche sie sich zugezogen hat. Ich habe Eurem Freund etwas für sie gegeben, womit er imstande sein sollte, sie zu heilen. Ich hoffe nur, er beherzigt meinen Rat auch, da er ziemlich sturer Kerl ist, wie ich feststellen musste. Wie konntet Ihr es nur die ganze Zeit mit ihm aushalten, ohne ihn umzubringen?“
 
Bei seinen letzten Worten grinste er die Frau neben sich schief an.
 

Modifié par Aliens Crew, 16 janvier 2011 - 06:06 .


#2704
Bellandyrs

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Bella lächelte gequält. Lyna war also in Avalos Obhut, somit war die beste medizinische Versorgung gewährleistet. Er würde seine Liebste nicht einfach aufgeben, wenn er auch ohne mit der Wimper zu zucken wohl seine Gefährten geopfert hätte.



"Das war kein Problem, Drakenot. Aber ich bin froh, dass Lyna am Leben ist. Sie ist zäher als man ihr ansieht, sie wird es sicher schaffen! Und Probleme mit Allie, nun, das kann man sehen wie man will. Sie hat mir unterstellt, dass ich mich mit jemandem anderen tröste, obwohl das sicher nicht der Fall ist. Dafür habe ich Theron viel zu sehr geliebt. Und Zelandriel ist ein netter und hilfsbereiter Genosse. Außerdem können wir dringend Verstärkung brauchen, die Mission ist wohl noch nicht vorbei. Gerade jetzt, wenn auch noch Lyna ausfällt..."

Gedankenverloren rupfte sie den nächsten Halm aus, auf dem sie herum kaute.

"Was Avalos betrifft: ich vertraue seinen Fähigkeiten voll und ganz, auch wenn ich weiß, dass wir im Prinzip nur Mittel zum Zweck sind, und er genauere Informationen erst dann mitteilt, wenn es soweit ist, dass wir sie wissen müssen. Aber das ist für mich kein Problem."



Bella stand auf und ging zum Wasserfass, um dort einen großen Schluck zu nehmen und sich zu erfrischen. Danach ging sie zu Drakenot zurück und wartete, ob Allie sich etwas versöhnlicher zeigen würde, sobald diese das Zelt verließ.

#2705
Doomheart43

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Zelandriel riss es plötzlich aus dem Schlaf, aber nicht weil auch ihn einige Wassertropfen von Allies kaltem Wasser getroffen hatten, sondern weil Bella sich ruckartig aufsetzte, und er den Druck ihres Kopfes auf seiner Schulter vermisste.
 
Er war noch nicht ganz bei Sinnen und vernahm Allies Vorwürfe an Bella nur Bruchstückhaft. Er nahm das Ganze eigentlich gar nicht ernst, mittlerweile hatte er ja genug Erfahrungen mit den Launen von Allie gemacht. Für ihn waren die gelegentlichen Auszucker Allies schon fast zur Normalität geworden.
 
Zelandriel blickte Bella fragend an, also würde er bei ihr eine Erklärung für Allies Benehmen finden. Doch dem war nicht so. Bella erkundigte sich nur nach seinem Wohlbefinden und bat ihn nachzukommen. Doch bevor er antworten konnte, hatte sie schon ihren Dolch eingesteckt und war Allie eiligen Schrittes nachgejagt.
 
Zelandriel hatte es nicht sonderlich eilig. So streckte er sich einmal ausgiebig und begann dann langsam seine Sachen zu verstauen, und legte die beiden Wolldecken sorgfältig zusammen. Danach klemmte er sich die Wolldecken unter den Arm, schulterte seine Tasche und machte sich auf Weg zurück ins Zeltlager. Nachdem er nicht genau wusste wohin die beiden verschwunden waren, schlenderte er langsam von Zeltplatz zu Zeltplatz, und suchte nach Hinweisen die ihren Verbleib preisgeben könnten.
 
Aus einem der Zelte drangen laute Stimmen, und Zelandriel ging in Richtung des Zeltes wo er die Stimmen vermutete. Am halben Weg dorthin erblickte er auch schon Drakenot, der vor dem Zelt am Boden kauerte und einen kurzen Augenblick später kam Bella aus besagtem Zelt und setzte sich neben Drakenot. Die beiden schienen sich zu unterhalten, doch Zelandriel war noch zu weit weg um genaueres zu hören.
 
Zelandriel trat neben die beiden, lächelte Bella an und fragte Drakenot scherzend. „Na alter Mann, reißt schon wieder Witze über mich, oder störe ich euch bei einem tiefsinnigen Gespräch?“

Modifié par Doomheart43, 16 janvier 2011 - 06:55 .


#2706
Bellandyrs

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Bella lächelte Zelandriel erfreut an, und klopfte mit ihrer Hand neben sich auf den Boden. Dabei nahm sie sogar den Grashalm aus dem Mund.



"Schön Euch zu sehen, Zelandriel. Setzt Euch doch zu uns" lud sie ihn ein.

#2707
Kaysallie

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Allie sagte vorerst nichts zu dem was Bella anschließend noch sagte, sondern legte weiterhin Rüstungsteile ab. Als dies erledigt war zog sie sich eine braune Hose, eine Wollweste sowie Lederschuhe über. Nebenbei lauschte sie den Worten der Anderen die sie durch den Zeltstoff vernehmen konnte.

Sie selbst wusste nicht warum sie so reagierte, schließlich konnte Bella doch tun was sie wollte und früher hätte sie sich wohl nie in so etwas eingemischt ohne überhaupt zu wissen was genau los ist, sondern hätte denjenigen später darauf angesprochen. Wahrscheinlich belastete sie alles was die letzten Tage passiert war noch immer so sehr, dass sie keinerlei innere Ruhe fand.

Sie versuchte diesen ganzen Ärger zur Seite zu schieben und atmete einige Male tief ein und aus, bevor sie das Zelt erneut verließ.

Kurz musterte sie Zelandirel, da sie nicht mitbekommen hatte, dass dieser nun auch vor dem Zelt stand.

"Entschuldigt für die unsanfte Weckung...", sagte sie etwas beschämt, bevor sie zum Gehen ansetzte. "Ich werde nach Noah sehen, kommt Ihr mit?", fügte sie noch direkt an Bella gerichtet hinzu, wartete jedoch nicht auf eine rechte Antwort sondern ging bereits in die Richtung des Lazaretts.

Modifié par Kaysallie, 22 février 2012 - 04:25 .


#2708
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„Wir führen immer tiefgreifende Gespräche, mein junger Freund“, erwiderte Drakenot auf Zelandriels Frage, nachdem dieser zu ihnen getreten war. „Aber sagt, wo habt Ihr denn die schönen Wolldecken her? Hat sie Euch die holde Maid überlassen, die ich zu Euch geschickt habe, um Euch anzukleiden, als Ihr noch nackt im Lazarett lagt? Wenn Ihr sie sucht, ich glaube sie ging vorhin in diese Richtung.“
 
Der Alte deutete mit seinem Finger zur Mitte des Lagers hin. „Wenn Ihr Euch beeilt, dann holt Ihr sie vielleicht noch ein.“
 
Drakenot lachte auf, bis Allie wieder aus dem Zelt kam und mit Bellandrys sprach, bevor sie sich von den anderen entfernte. „Ja, geht ruhig mit ihr, meine Gute. Ich werde mich inzwischen, um das Essen kümmern. Schauen wir doch mal, ob es hier nichts anständiges zu beißen gibt“, meinte er, wobei er langsam aufstand.
 
 

#2709
Bellandyrs

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Bella blickte Zelandriel entschuldigend an und folgte Allie auf dem Fuss.



"Klar komm ich mit!" rief sie der Freundin hinterher.

#2710
Kaysallie

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Kurz bevor sie das Lazarett erreichte, hatte Bella sie eingeholt, doch erst als die Beiden das Zelt, in welchem Noah untergebracht war erreichten, blieb Allie direkt davor stehen und wandte sich an die Zwergin.

"Verzeiht für meine Reaktion vorhin... ich habe wohl vergessen, dass es auch andere Ansichten der Dinge gibt, und nicht nur die Meinigen... vielleicht fehlt mir aber auch nur jemand den ich zurechtweisen muss, seitdem Jule fort ist...", sie hielt einen Augenblick inne, und blickte dabei zu Boden.

"Ich sollte doch eigentlich wissen, dass Ihr so etwas nicht macht...", fuhr sie fort und blickte erneut zu der Zwergin, jedoch etwas ernster. "Trotzdem solltet Ihr vorsichtiger sein!"

Mit diesen Worten und einem zaghaften Grinsen wandte sie sich dem Zelteingang zu, um diesen zu öffnen und ließ ihren Blick über das vor sich gebotene Bild gleiten. Die meisten der Verletzten waren noch einem tiefen Schlaf versunken, was wohl an den starken Medikamenten lag, die ihnen gegeben wurden. Nur vereinzelt sah man, wie sich manche von ihnen schmerzvoll wälzten oder bereits damit beschäftigt waren zu versuchen eine Mahlzeit zu sich zu nehmen. Eine blondhaarige junge Frau ging von Bett zu Bett, half denen die sich wohl beim Essen schwer taten, oder gab ihnen schmerzlindernde Tränke.

Nachdem Allie die Liege erblickt hatte auf welcher Noah untergebracht war, betrat sie das Zelt und ging in dessen Richtung. Sie erkannte sofort, dass seine Verbände gewechselt wurden, und fühlte seine Stirn, welche jedoch nicht am Glühen war. Scheinbar hatte auch er bereits ein Schmerzmittel bekommen, da er in einen tiefen Schlaf versunken schien.

"Wie stark sind seine Verletzungen?", fragte sie die junge blonde Frau, die gerade am gegenüberliegenden Bett einer verletzten Frau, die ebenfalls komplett in Bandagen gehüllt war, beim Aufsetzen half, damit diese etwas trinken und essen konnte.

"Er hat eine tiefere Wunde am Bein und Oberarm erlitten, und die Wunde am Kopf macht mir bedenken... der Rest ist nur halb so wild. Ich habe ihm in der Nacht einen Weidenrindentee gegeben, damit er ruhig schlafen kann, er muss ziemliche Schmerzen haben. Aber ich bin zuversichtlich, da das Fieber gesunken ist. Dennoch wird er wohl viel Ruhe brauchen und erstmals wohl außer Gefecht sein", erwiderte die junge Frau, ließ während ihres Gespräches jedoch nicht der Verletzen ab.

Allie nickte auf die Aussage der blonden Frau nur, setzte sich anschließend auf einen kleinen dreifüßigen Hocker der neben dem Bett stand und schien zu überlegen, da sie ziemlich nachdenklich auf die Liege starrte und dabei komplett vergaß, dass sie Bella mitgenommen hatte.

Modifié par Kaysallie, 22 février 2012 - 04:28 .


#2711
Doomheart43

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Zelandriel war gerade im Begriff sich neben Bella niederzulassen, als Allie aus dem Zelt kam und sich bei Bella entschuldigte. Anscheinend war ihr bewusst geworden, dass sie zuvor etwas überreagiert hatte, beziehungsweise konnte Bella sie von der Harmlosigkeit ihres nächtlichen Zusammenseins überzeugen.
 
So wie Allie mit Bella sprach, könnte man meinen, die beiden seien gute Freundinnen oder dass sich zumindest schon lange Zeit kannten. Er war zumindest noch nicht in den Genuss gekommen, mit Allie ein normales Gespräch zu führen. Andererseits wie lange kannte er Allie schon? .. und zudem war er ja noch nie ein Freund vieler Worte gewesen. Der Austausch der schmerzlichen Erfahrungen mit Bella würde wohl eher die Ausnahme gewesen sein. Aber wer weis, vielleicht haben ihn die Ereignisse der letzten Tage doch etwas verändert, dachte er nachdenklich.
 
Nach kurzem zögern, folgte Bella Allies Aufforderung sie ins Lazarett zu begleiten, und eilte dieser schnellen Schrittes nach. So blieb Zelandriel stehen und wandte sich Drakenot zu der sich ebenso erhoben hatte.
 
Verdutzt blickte Zelandriel Drakenot an, als dieser die alte Maid und die Wolldecken erwähnte die Zelandriel immer noch unter seine Arme geklemmt trug. Der Alte schien Gefallen daran zu finden Zelandriel mit seinen Scherzen aufzuziehen. Zelandriel war gut gelaunt, und nahm Drakennot seinen Scherz nicht übel, mittlerweile kannte er den Alten ja schon recht gut, und wusste dass dieser gerne scherzte.
 
„Was die holde Maid betrifft, ist die gute Dame wohl eher eure Altersgruppe. Aus Rücksicht zu euch lasse ich euch den Vortritt und habe sie zu eurem Zelt geschickt, wo sie schon sehnsüchtig auf euch wartet“  erwiderte er und lächelte dabei schelmisch.
 
„Und dass ihr euch nicht die Rippen stoßt, hab ich euch gleich zwei Wolldecken mitgebracht. Ihr könnt sie natürlich auch verwenden um euch ihren Anblick zu ersparen, weil ehrlichgesagt hat sie eher was von einer zerknitterten Lederrüstung als von einer Prinzessin.“

Bei seinen letzten Worten wurde aus dem schelmischen Lächeln ein lauthalses Lachen. Zelandriel klopfte Drakenot freundschaftlich auf die Schulter und hielt ihm die beiden Wolldecken hin. „Na los werft euch einen eurer Tränke ein und lauft, lange hält die holde Maid sicher nicht mehr durch“ forderte er Drakenot lachend auf seinem Vorschlag folge zu leisten.

#2712
Bellandyrs

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Bella atmete erleichtert auf. Wenn das Fieber gesunken oder gar weg war, war das immer ein gutes Zeichen.

Leise trat sie zu Allie.

"Könnt Ihr denn irgendetwas für ihn tun Allie? Gerade Ihr habt dazu die Macht, ihn zu heilen. Und das wegen vorhin ist schon vergessen, ich dachte mir schon dass ihr es nicht böse meint."



Ein klein wenig hatte sie dennoch ein schlechtes Gewissen, dass sie Zelandriel nun gleich wieder allein gelassen hatte. Aber Drakenot war ja auch dort, also hatte er eine Ansprache. Und Noahs Gesundheits-Zustand ging Bella sehr ans Herz.

#2713
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„Ihr seid ja ein richtiger kleiner Witzbold, mein junger Freund“, lachte Drakenot über Zelandriels Scherz. „Aber Ihr solltet wissen, dass ein Mann meines Alters sich nur für junge Frauen interessiert, denen er noch was beibringen kann. Nur so ein junger Hüpfer wie Ihr einer seid, sollte sich an ältere Frauen halten, da diese über einen weitaus größeren Erfahrungsschatz verfügen. Probiert es mal aus. Ihr werdet schon sehen, dass ich recht habe.“
 
Der Alte lachte munter weiter, während er sich in Bewegung setzte und dem Späher durch eine Geste deutete, dass dieser im folgen sollte. „Kommt mit mir, Zali...Zenda...junger Freund. Besorgen wir uns ein paar Zutaten, dann koche ich Euch einen schönen Eintopf. Das ist eine Spezialität von mir. Diesen Armeefraß bin ich langsam leid. Wird also Zeit, dass hier was Anständiges auf den Tisch kommt. Vorausgesetzt, ich komme noch an die Grundsubstanzen heran, bevor diese im Armee-Einheitsbrei zugrunde gerichtet werden.“
 
Drakenot führte Zelandriel durch das Lager, bis die beiden das Messezelt erreicht hatten, wo das Essen schon ausgeteilt wurde. Der Alte verzog bei dem Anblick verächtlich die Mundwinkel. „Zu spät. Das Unheil wurde schon angerichtet. Das arme Gemüse ist diesen Schlächtern von Köchen bereits zum Opfer gefallen. Wir müssen uns was anderes überlegen. Ich mache mich mal auf den Weg zum Vorratszelt. Mal sehen, ob ich nicht etwas Kochbares organisieren kann. Warum entfacht Ihr nicht schon mal ein hübsches Feuerchen und setzt einen Kessel mit Wasser auf. Bin gleich wieder da.“
 
Der Alte grinste sein Gegenüber noch einmal an, bevor er sich abwandte und sich schnellen Schrittes entfernte.
 

#2714
Doomheart43

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„Ein Witzbold?“, wiederholte Zelandriel grinsend. Bei so einem Meister, wie ihr einer seid mutiert wohl jeder innerhalb kürzester Zeit zu einem Witzbold entgegnete Zelandriel. Auf Drakenots Worte über seine Frauenerfahrungen ging er erst gar nicht ein, da dies wohl zu weiteren verbalen Entgleisungen beiderseits  geführt hätte.
Auch wenn der Alte noch einen körperlich rüstigen Eindruck machte, war es um seinen Geist nicht mehr so gut bestellt, da er anscheinend Probleme hatte sich Zelandriels Namen zu merken. Hunger verspürte Zelandriel eigentlich noch keinen, hatte er doch mit Bella gestern Abend erst  einen köstlichen Wildbraten gegessen.
 
Dennoch folgte er Drakenot durchs Lager um diesen zu helfen nach etwas Essbaren zu suchen. Bei dem Gedanken an einen Gemüseeintopf bekam Zelandriel ein flaues Gefühl im Magen. Er war nicht unbedingt ein Freund von Gemüse, so war er erleichtert, dass Drakenot nicht fündig wurde, was seine Zutaten für den Gemüseeintopf anbelangte.
 
Drakenot wies ihn an ein Feuer zu entfachen, und beschloss im Vorratszelt nach etwas Essbaren zu suchen.
„Nehmt einfach etwas Wild mit, davon ist noch genug da“ rief Zelandriel Drakenot noch nach eher dieser zwischen den Zelten verschwunden war.
 
Danach suchte er nach trockenem Geäst, ein paar Holzscheiten und machte sich daran ein Feuer zu entfachen, was er auch innerhalb von wenigen Minuten bewerkstelligte. Mit dem aufsetzen von Wasser wartete Zelandriel noch, da er insgeheim hoffte, dass Drakennot nicht mit Gemüse zurückkommen würde.
 
Auch die Wolldecken finden wieder einen harmlosen Verwendungszweck, dachte Zelandriel lächelnd als er diese nahe am Feuer ausbreitete, sich auf einer niederließ, und auf die Rückkehr von Drakenot wartete.

Modifié par Doomheart43, 18 janvier 2011 - 02:24 .


#2715
Kaysallie

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Allie blickte kurz zu Bella als diese sie ansprach, wandte den Blick jedoch erneut zu der Liege als sie zu sprechen begann, "Ja es sollte möglich seine Wunden durch Magie zu heilen, doch es wäre besser wenn er dabei bei Bewusstsein wäre und keine Schmerzmittel mehr durch sein Blut fließen würden. So hilfreich Magie auch sein kann, so hat auch sie ihre Nachteile. Es wird schwer Wunden zu heilen, dessen Ausmaß und Herkunft ich nur bedingt kenne und wenn seine Verfassung bereits sehr schlecht ist könnte sein Geist bei der Heilung im Nichts verweilen. Natürlich ist die Chance sehr gering, aber man sollte sie nicht ausschließen."

Sie hielt kurz inne bevor sie etwas gebrochener fortfuhr, "Und wenn ich daran denke wie viel in letzter Zeit schief ging... so möchte ich wenigstens dieses Risiko ausschließen können. Vor allem da ich nicht einmal weiß ob... Ob es mir überhaupt gelingen wird einen solchen Zauber zu wirken...", sie wandte den Blick von dem Bett ab, um erneut zu Bella zu sehen, wobei ihr Gesicht von Wehmut geprägt war.

"Ich werde erstmals warten bis er aufwacht... und nun ja, dann sehen wir weiter."

#2716
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„Wo ist der Kessel mit dem Wasser?“ fragte Drakenot, als er mit einer großen Schüssel in den Händen zurückkam, in der sich ein großer Weißkohl, einige Porreestangen, eine Sellerie, sowie Kartoffeln und anderes Gemüse befanden. „Na, macht nichts. Ich habe beim Vorratszelt einen Kessel gesehen, den wohl niemand zu brauchen scheint. Den werde ich für uns mal kurz ausborgen. Hier, schneidet schon mal diese Mettwurst in kleine Stücke. Damit dürfte Euer Wunsch nach Fleisch wohl erfüllt sein. Anschließend könnt ihr die Kartoffeln schälen. Bin gleich wieder da.“
 
Der Alte setzte die Schüssel ab, warf Zelandriel die ziemlich große Wurst zu und gab ihm auch noch ein kleines Messer zum Schneiden dazu. Anschließend verschwand er so schnell, wie er gekommen war und ließ den Späher ein weiteres Mal allein.
 
Es dauerte auch eine Weile, bis er mit einem großen, mit Wasser gefüllten, Kessel und dem dazu passenden Kochgeschirr zurückkam. Er hatte zudem vier kleine Essschüsseln mit den dazugehörigen Löffeln dabei. Er stellte alles auf den Boden ab, bevor er das Kochgeschirr aufbaute. Während er das tat, grinste Drakenot sein Gegenüber schelmisch an.
 
„Wenn ich das Gespräch zwischen Allie und Bellandrys richtig interpretiert habe, so scheint Ihr die kleine Zwergin sehr zu mögen, nicht wahr, mein junger Freund?“
 
 

#2717
Doomheart43

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Zelandriel krampfte es den Magen zusammen als Drakenot tatsächlich mit Gemüse zurückkam. Seine schlimmsten Befürchtungen waren wahr geworden. Er versuchte jedoch seinen Unmut darüber zu verbergen, und verzog sein Gesicht nur für einen kurzen Augenblick.
 
Als ihm jedoch Drakenot das Gemüse und die Mettwurst zum schneiden überrechte, konnte er seinen Ärger nicht mehr verbergen, und fluchte leise vor sich hin. Schneiden soll ich den Dreck auch noch? Und wo soll ich das Zeugs inzwischen hingeben wenn kein Kessel da ist, auf die Wolldecke? ..um etwas Schafsgeruch auch noch auf dem Gemüse zu haben, kochte Zelandriel innerlich vor Unverständnis.
 
Aus diesem Grund nahm Zelandriel Abstand davon Drakenots Bitte folge zu leisten und rechtfertigte seine Untätigkeit als Drakenot zu ihm zurückkehrte „Ihr seid ein Spaßvogel. Ihr drückt mir einfach  das Grünzeugs zum schneiden in die Hand. Hätte ich das Zeugs auf den Boden schnipseln sollen oder wie? Jetzt wo der Kessel da ist können wir uns gerne gemeinsam als Köche betätigen, obwohl ich gleich einmal vorausschicken muss, dass mir an Gemüse nicht besonders viel liegt“ Dabei musste Zelandriel wehmütig an den guten Wildbraten denken den er am Vortag mit Bella verdrückt hatte.
 
Um eure Neugier zu befriedigen „Ja ich habe Bella tatsächlich in mein Herz geschlossen, es ist aber nicht so wie ihr vielleicht vermuten würdet.“ Wir sind beide graue Wächter und unser Schicksal hat es nicht gerade gut mit uns in der Vergangenheit gemeint. Wir haben uns gestern Abend mehr oder weniger unsere schmerzhaften Erfahrungen die unser Leben mit sich gebracht hat von der Seele gesprochen. Und auch wenn viele Erinnerungen wieder wachgerufen wurden, spendete uns alleine die Anwesenheit des anderen Trost, und es konnte einiges aufgearbeitet werden was uns so beschäftigte und bedrückte“
 
Nachdenklich fuhr Zelandriel fort „Wieso Allie damit ein Problem hat ist mir schleierhaft, aber ich denke Bella hat sie mittlerweile sicher darüber aufgeklärt, obwohl ich meine, dass sie ihr absolut keine Rechenschaft schuldig ist, genauso wenig wie ich euch Rechenschaft für mein Handeln schuldig bin.“ „Oder seht ihr das anders mein alter Freund“ dabei sah Zelandriel Drakenot herausfordernd an. Zelandriel gab Drakenot das kleine Messer zurück, nahm einen seiner Dolche zur Hand, und begann missmutig die Kartoffeln abzuschälen.
 

#2718
Aliens Crew

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„Euch scheint es wirklich an Einfallsreichtum zu mangeln, mein junger Freund“, entgegnete Drakenot mit einem schiefen Grinsen auf den Lippen. „Liegt wohl daran, dass Ihr zu wenig Gemüse esst, sonst wärt Ihr sicher auf die Idee gekommen, das Gemüse in die Schüssel hineinzuschneiden, in der ich eben dieses mitgebracht habe. Ach, wenn man Euch jungen Leuten nicht alles vorbetet, dann seid Ihr anscheinend hoffnungslos verloren...“
 
Der Alte hing den Kessel an das Kochgeschirr, welches er inzwischen aufgebaut hatte, während er Zelandriel genau zuhörte. Und während er das tat, wurde sein Grinsen nur noch breiter. „Ich erwarte gar nicht von Euch, dass Ihr vor mir Rechenschaft ablegt. Warum sollte ich auch? Was Allie dagegen haben könnte, kann ich Euch nicht verraten, doch sie wird sicher ihre Gründe haben. Ich hingegen denke, Ihr solltet keine Zeit damit vergeuden, mit der kleinen Zwergin über vergangene Schicksalsschläge zu palavern. Schmeißt Euch ran an sie, solange Ihr noch die Gelegenheit dazu habt. Wir befinden uns immerhin mitten im Krieg, und als Graue Wächter ist die Lebenserwartung von Euch beiden eh recht gering. Also, hört mit dem Geschwafel auf und genießt einfach die Gesellschaft des jeweils anderen, wenn Ihr versteht, was ich damit meine. Ihr beide seid noch zu jung, um Euren Atem mit sinnlosem Gerede zu verschwenden. Und es wird Euch beiden zudem noch gut tun, das könnt Ihr ruhig einem alten Hasen wie mir glauben. Ich spreche da aus Erfahrung.“
 
Drakenot nahm von Zelandriel das Messer entgegen, setzte sich vor den Kessel und begann damit, die Porreestangen in das Wasser hineinzuschneiden.
 
 

#2719
Doomheart43

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Zelandriel äffte Drakenot nach, machte sich über seine belehrenden Worte lustig und schälte weiter missmutig an den Kartoffeln. „Ihr meint also Ihr habt aufgrund Eures Alters die Klugheit mit dem Schöpflöffel gefressen?“ meinte er scherzhaft da er Drakenot eigentlich nicht beleidigen wollte.

„Was Allies Wesen anbelangt dürfte es für Euch genauso unergründlich sein wie mir. Ich verstehe schon was Ihr meint guter Drakenot, aber selbst wenn Krieg ist und unsere Lebenserwartung nicht mehr allzu hoch sein sollte, bin ich nicht der Typ Mensch der jedem beliebigen Rockzipfel nachhängt. Das soll jetzt nicht heißen dass ich Bella abgeneigt bin, ganz im Gegenteil ich fühle mich sehr wohl in einer gewissen Art zu ihr hingezogen. Nennt mich altmodisch aber ohne Gefühle läuft bei mir gar nichts.“
Nachdenklich hielt Zelandriel inne, denn eigentlich empfand er für Bella doch etwas mehr als Freundschaft, aber es waren Gefühle über die er sich bisher keine Gedanken gemacht hatte. Wie sollte er diese auch deuten können, kannte er sie ja erst seit gut einem Tag.

Zudem würden ihnen die schmerzvollen Erfahrungen die sie beide gemacht hatten sicher im Weg stehen. Weder Bella deren Gedanken noch an ihren verblichenen Theron hingen,  noch ihm selbst der seinen Erinnerungen um Samira nachhing, würde es leicht fallen sich von diesen Erinnerungen so schnell zu lösen.

Zelandriel löste sich blitzartig wieder aus seinen Gedanken und sah Drakenot grübelnd an. „Wir werden sehen was die Zeit bringt Drakennot, so wie es aussieht werden wir ja noch längere Zeit miteinander verbringen. Apropos Zeit, nachdem hier im Lager schon alle wie in einem Bienenstock herumschwirren, wisst ihr wohin uns unserer weiterer Weg führen wird? Ich stehe nicht gerne vor vollendeteten Tatsachen und wüsste gerne mehr über unser Ziel."

Modifié par Doomheart43, 22 janvier 2011 - 07:22 .


#2720
MagicBullet

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Inzwischen war Lyna abtransportiert worden. Wie die meisten Verwundeten, die noch transportfähig waren.

Drakenot war gefährlich.
Bei jedem weiteren Schritt würde es auf auf ein Ringen rauszulaufen, um die Richtung, um die Vorgehensweise, um jedes Detail. Er würde sich nicht unterordnen und bei jeder Gelegenheit sie möglicherweise sogar aktiv behindern oder gar sabotieren. Sollte es ihm gewahr werden, müsste er ihn töten, die einzig sichere und logische Vorgehensweise.

Drei, vielleicht vier Tage hatten sie als Zeitfenster bis der Feind seiner Niederlage gewahr werden würde. Und bis dahin mussten sie mindestens 150 Meilen entfernt sein, um ihn weiterhin im Unklaren zu lassen.

Erst zur Küste. Dann über das wache Meer. Amaranth, schnellstmöglich nach Denerim. Dort würde sich weiteres erklären, allerdings wußte er bereits, dass sie nur das bestätigen würde, was er ohnehin schon wußte und fürchtete....

Ihm lief eine Gänsehaut über den Rücken. Avalos war es gewohnt, Angst zu verbreiten, unterschwellig, aber stets greifbar, nur soviel dass er stets eine rare Bedrohung am Rande des Spürbaren blieb. Aber diesmal ergriff die Furcht vor dem Kommenden auch ihn.

Der geschlossene Helm seiner pechschwarzen Plattenrstung schien ihn anzugrinsen. Schatten tanzten über die Vertiefungen der nur schemenhaft angedeuteten Dämonenfratze im Metall.

Er ließ sich auf den Schemel fallen, betrachtete lange die dunkle Klinge in seiner Hand. Die blassen Runen waren noch immer gesättigt vom vielen Blut, dass die Vertiefungen, bis auf ebenen Grund aufgefüllt hatten. Sie glänzten schwach im Licht. Je länger er sie betrachtete, desto eher hatte er das Gefühl, dass sie sich bewegten. Und dann war er sich sicher, dass sie sich langsam veränderten. Die unbekannte Keilschrift veränderte sich tatsächlich. Langsam, fast unbewegt, aber dennoch stetig. Die Magie der Klinge, gesättigt durch die vielen Opfer die die Schneide gefordert hatte, erwachte langsam zum Leben. Die selben Runen, die er auf der Tafel gefunden hatte.

Der Schatten wußte, dass das Schwert noch immer Geheimnisse barg.

Avalos versank in seinen dekadenalten Erinnerungen, als die Welt noch jung war, und er ebenso.

Rückblende
20 Jahre vor der Verderbnis,
Höhepunkt der territorialen Ausdehnung des Imperiums.


Avalos sah sich um.
Die Festung war geschleift. Dunkle, fettige Wolken stiegen in den Himmel. Der Schein der Feuersbrünste machte die Nacht zum Tag.
Überall plündernde Soldaten, die Beute zusammenrafften oder sich betranken.
Vor drei Tagen überwanden sie die Mauern, metzelten die letzten Verteidiger nieder und hielten sich dann schadlos am Reichtum der Metropole.

Seine Uniform war zerschlissen, Brandlöcher durch den Funkenflug, angesengt, zerrissen, die Rüstung zerbeult, das Kettenhemd teilweise gesprengt. Die meisten sahen so aus.
Ziellos irrte er durch die Straßen, betäubt vom Siegesrausch, abgestoßen von den Gräueln seiner Kameraden, die sich an allem schadlos hielten, was sie auftreiben konnten, ob Beute oder Frauen.
Schließlich endete die breite Straße und mündete auf einen riesigen Platz, dessen Mosaikpflaster gesprungen, vewüstet und glitschig vom Blut war. Die große Kathedrale, geschwärzt vom Feuer ragte in den dunklen Himmel, der endlich ein Erbarmen fand und seine Schleusen öffnete.
Als ob der Himmel weinen würde, unzählige Tränen...

Der Dachstuhl war teilweise eingestürzt, als marodierende Krieger das Gebäude abgefackelt hattten. Wie von selbst lenkten seine Schritte ihn vor das Portal.
Er blickte auf, und versuchte die Figuren zuzuordnen, die sich über die mächtigen, eingerammten Torflügel des Hauptschiffs zogen.
Es war eine Heilsgeschichte über einen Krieger, der Frau und Hof verließ um einen Bären in den Bergen zu erlegen, der das Vieh des Dorfs riss.
Der Sandstein war mit vollendeter Steinmetzkunst bearbeitet worden, obwohl manche Passagen herausgebrochen und beschädigt waren.
Wohl die Gründungsgeschichte der Stadt. Beides, Geschichte und Siedlung, würden bald dem Vergessen anheimfallen.

Mit einem gezielten Tritt gegen die verkohlten Bohlen des Torflügels verschaffte er sich Zutritt.

Die Bänke waren umgeworfen, Zeremonien lagen überall verstreut - Zumindest die offenbar wertlosen, alles andere aus Gold und Silber war längst als Beute beiseite geschafft worden.

Auf dem großen steinernen Altar lag ein toter Priester in seiner blutverschmierten Robe, ein abgebrochener Speerschaft in seiner Brust.

Auf einmal fiel ihm auf, dass er den Regen nur noch hörte, aber nicht mehr spürte.
Verwundert blickte er auf. Er sah den Himmel, wolkenschwer und verhangen. Aber kon Tropfen fiel in die entweihte Basillika.

"Bei allen Magisterlords, was geht hier vor?" murmelte er versonnen. So langsam wurde das alles ihm unheimlich.

Aus den Augenwinkeln bemerkte er eine Bewegung.
Seine Rechte packte das schwartige, inzwischen stumpfe Schwert an seiner Seite und zog es.
Der tote Priester war... weg.
Jetzt stand er ihm gegenüber, den Speerschaft immer noch in seiner Brust.
Avalos traute seinen Augen nicht. Selbst ein wilder Eber hätte so eine Verletzung niemals überlebt, geschweige denn dass er sich bewegen konnte.
Der Priester ließ keine Regung erkennen.
Starrte ihn an.
"Ihr habt diesen Ort nicht geschändet. Geht, und kehrt nicht um!"
Der Robenträger sprach nur schleppend, als sei er nur eine Marionette, aufgehängt an den Fäden eines Puppenspielers.

"Widergänger....."  zischte Avalos, brachte seine Klinge in Parierhaltung und stürmte auf den offenbar Untoten zu.
Und blieb stehen. Unmittelbar, verharrte. Kam weder vor, noch zurück, als ob er gefesselt worden sei.

"Ihr habt nicht.... Geht und kehrt nicht um!"

Blicklose Augen, die ihn fixierten.

"Öffnet euch, lasst mich sehen..."
Mit torkelnden Schritten kam der Widergänger auf ihn zu, streckte seinen Arm aus und presste  seine Handflläche unbeholfen gegen Avalos Stirn.

Entsetzen kochte in ihm hoch.
Die Hand war kalt, klamm, und roch nach Asche und Blut.

Nur eine Sekunde, wenn überhaupt.
Sein Schwert fiel ihm klappernd aus der Hand, und zerbrach wie sprödes Glas auf dem marmornen Boden.

Der Beropte trat unbeholfen einen Schritt zurück. Avalos sackte zusammen, schwer atmend und annähernd im Schockzustand.

"Ihr habt nicht. Geht und kehrt nie wieder!"

Sein Puls raste. Seine Finger tasteten umher und fanden ein armlanges, gesplittertes Stück der Schneide.
Die Bruchkanten waren fürchterlich scharf, und als seine Faust sich schloss, schlitzte er sich die Hand auf.
Tiefer Atemzug.
Plötzlich riss er das Stück nach oben, ließ los und mit einem furchtbaren Geräusch drang das geborstene Metall von unten durch das Gesicht des wandelnden Toten.


Das Grauen übermannte ihn. Tiefgehende Angst, Furcht, Unverständnis, ein Giftcocktail der ihn innerlich sterben ließ.

Irgendwann stand er auf. Mit zitternden Beinen, die einfach unter ihm wegknickten. Weiße Linien, die seine Tränen durch sein rußverschmiertes Gesicht gebahnt hatten.
Der Priester war weg.
Das herausgebrochene Stück seines Schwertes lag mitten im leeren Hauptschiff, direkt zu seinen Füßen.
Und ein Ring.
Ohne nachzudenken griff er danach. Bevor seine Finger sich um das Schmuckstück schlossen, zuckte ein blaues Flämmchen hervor und schmolz den Ring zu glühender Schlacke.

Was bei allen Magisterlords ging hier nur vor?! 
Zitternd richtete er sich wieder auf.
Und mit grenzenlosen Erstaunen blickte er auf den Alter, der sich, ohne einen einzigen Laut, Platte für Platte zur Seite schob, sich aufrichtete und einen Torbogen über einer breiten, ausgetretenen Treppe bildete.

Wie im Delirium wankte Avalos darauf zu. Wispernde Stimmen rieten ihn dazu, umschlangen ihn und flüsterten ihm gewichtige Gründe zu, warum er in das Gewölbe steigen sollte.
Die Magister würden ihn reich belohnen für die Schätze, die er dort bergen wüde, oh ja....
Wie im Fieberwahn.

Er torkelte hinab, schrammte mit dem Ellenbogen über die raue Sandsteinwand und nahm Stufe für Stufe.

Hinter ihm schloss sich der Altar.

Schließlich gelangte er inen kleinen Raum. Wasser, in kleinen Becken und Rinnen am Boden, warf silbriges Licht an die grobe Decke.

Der größte Teil wurde durch dein Wasserbassin ausgefüllt, das beständig in Bewegung blieb, und mal jene, und dann andere Szenen zu zeigen. Es kam ihm vor, als ob immer am Randes seines Sichtfelds ein Bär in einer Höhle vorbeizog.
Das unbändige Bedürfnis diese Wasserfläche zu berühren, ließ ihn in die Knie gehen. Streckte seinen Arm aus und... ein lautloser Strahl Wasser umspülte sein Handgelenk und zog ihn mit einem gewaltigen Ruck nach vorne.

Avalos erwachte. Sein Schädel dröhnte, seine Hand war gebrochen und die andere bis aufs Fleisch zerschnitten. Ihm dämmerte, dass er in Irgendetwas hineingeraten war, dass er nicht fassen konnte, nicht verstehen oder gar kontrollieren. Angst kroch wieder in ihm hoch.

Langsam konnte er seine wilden Fantasien wieder in geordnete Bahnen zwingen. Er musste hier raus. Er musste Meldung erstatten. Magische Orte wie dieser hier, waren Sache der Lords, nicht die der einfachen Soldaten wie er einer wahr.

Seine Augen gewöhnten sich an die relative Dunkelheit. Neben ihm ein kleiner Höhlensee. Pechschwarzes Wasser.
Davor stand allerdings... ein grob behauener Block aus Granit. Irgendetwas lag darauf.
Sah nach einer korrodierten Klinge aus, über und über mit Staub und Kalk bedeckt.
Mit wackeligen Beinen wuchtete er sich hoch, ging zum Altar und strich mit dem Handrücken, über die wenigen freiliegenden Metallteile.
Sie waren warm. Der Kalk und Gesteinsstaub ließen sich leicht wegwischen, und zum Vorschein kam eine nachtschwarze Klinge, in dessen Blutkehle Runen graviert waren. Ganz von selbst schlossen sich seine Finger um das Heft.
Blendend helles Licht, ein Grollen aus der Hölle selbst. Schwärze.


Als Avalos erwachte, war der Regen versiegt, und die letzten Reste der verkohlten Balken des Dachstuhls der Basilika stachen in den stahlgrauen Himmel.

Ihm war übel, und der Gestank nach Angst klebte an ihm.
Mit langsamen Bewegungen setzte er sich auf, und seufzte.
Avalos war sich nicht im klaren, was passiert war. "Ein Schlag, ich muss von herabstürzenden Trümmern getroffen worden sein..." Ein irres Kichern stieg aus seiner Kehle.
Der tote Priester lag noch immer auf dem Altar, noch immer noch genauso tot wie er gestern vor vorher.
Doch dann.... sah er sein zerborstenes Schwert, ein Stück verbrannter Schlacke und in seiner Hand, fest zur Faust geballt... ein nachtschwarzes Schwert.

----------------
Gegenwart

Der Schatten grübelte noch immer, Jahrhunderte danach, noch über diese Klinge.
Er hatte nie herausgefunden, was er da genau gefunden hatte. Nur, dass sie alt war. Wohl mehrere tausend Jahre. Ein Rätsel aus Stahl und Schneide, ein Schwert aus dunkelsten Träumen und hellster Nacht.

Aber offenbar wurde sie geschmiedet, für besondere Taten, für Ereignisse, die noch kommen würden.
Doch wer sie fertigte, war verschwunden, im Nebel der Äonen untergegangen und vergessen worden.
Die Runen veränderten sich noch immer.
Und plötzlich....
Avalos richtete sich ruckartig auf, hielt das schwerg der Länge nach auf Augenhöhe und... erstarrte.
Er konnte sie entziffern. Nach hunderten von Jahren, ungezählten Stunden der Forschung...

Was ist,
Was sein wird,
und jemals ward,
erzählen die Runen von Ostgard.

Seit hunderten von Jahren, im ewigen Stein
Zeichen gemeißelt im Fackelschein
Große Taten vergangener Zeiten,
zeugen von Licht und Schatten

Dunkelwind und Zwillingslicht
Der Legenden Fesseln bricht
wagst du die Runen zu deuten
Hörst die Glocken von Ostgard läuten!

Warnt vor dem Klang der die Seelen wird wecken
Warnt vor der Rache voll Grauen und Schrecken!"


Hrothgar Eisenfaust. Die selbe Prophezeiung.
Ihm wurde der Boden unter den Füßen weggezogen.
Die Klinge war Teil der Prophezeiung, ein Puzzlestück. Wie die Runentafel des Paragons. Wie die, die er bei der Brut gefunden hatte.
Und alle Zeichen, alle Wege führten zu den Glocken Ostgards, Ostagar.
Mehr Bestätigung brauchte er nicht.
Der Schatten sprang auf und verließ eilends das Zelt, um seine Gefährten zu unterrichten, dass ihr Weg seine letzten Schatten warf, bevor sie in die Dunkelheit eintauchen würden.

#2721
viento2

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Noah erwachte als er den vagen Klang von Stimmen hören konnte. Sie kamen ihm bekannt vor und schienen sich direkt neben ihm zu befinden. Erst wollten seine Augen nicht richtig aufgehen, da die Lider zu kleben schienen. Doch langsam drang mehr und mehr Licht durch sie hindurch und er konnte die Umrisse zweier Gestalten ausmachen.

Wo war er doch gleich? Richtig.....er war im Kampf verletzt worden. Nun konnte er auch erkennen, dass Bella und die Elfe neben ihm standen. Es war hell draußen doch auch als er das letzte mal bei Bewusstsein gewesen war, hatte die Sonne ihn geblendet. War er nur kurz weg gewesen oder hatte er die Nacht durchgeschlafen?

"Wasser...." krächzte er mit trockener Kehle und hoffte, dass eine der beiden die verschwindend leisen Worte gehört hatte.

#2722
Aliens Crew

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„Nun, Ihr solltet die gute Bellandrys nicht zu sehr auf Distanz halten, mein junger Freund“, grinste Drakenot Zelandriel an, während er sich die nächste Porreestange griff und anfing, diese in kleine Stücke zu schneiden. „Wenn Ihr Euch eh schon zu ihr hingezogen fühlt, dann steht doch einer kleinen Liaison nichts weiter im Wege, würde ich sagen.“
 
Als der Späher dann anfing, über ihre nächsten Schritte zu sprechen, zerfiel das Grinsen des Alten allerdings, und seine Miene wurde mit einem Mal todernst. „Nun, was das anbelangt, hatte ich bereits einen kleinen Plausch mit unserem selbsternannten Heerführer Avalos, doch war dieser, vor Arroganz und Selbstüberschätzung strotzende, Geselle nicht gerade sehr mitteilsam. Somit bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als abzuwarten, was wohl noch auf uns zukommen wird, falls dieser eingebildete Schnösel jemals die Zeit aufbringt, sich mit den Leuten zu beschäftigen, die ihm diesen Sieg über die Dunkle Brut erst ermöglicht haben. Oder ich schlage ihm vorher den Schädel ein.“
 

Modifié par Aliens Crew, 25 janvier 2011 - 06:28 .


#2723
MagicBullet

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"Ihr werdet das Risiko eingehen müssen. Wir haben weniger Zeit als angedacht."
Die Zwergin erschrak, Allie fuhr herum und funkelte ihn wutentbrannt an.

Beschwichtigend nahm er die Hand vom Schwertknauf und hob sie beschwichtigend, bevor sie wieder unter seinem Mantel verschwand.

Des Rätsels Lösung liegt am Anfang. Wir haben von der Brut, was wir wollten, und vielleicht noch drei oder vier Tage, bis dem Feind gewahr wird, dass er ins Hintertreffen geraten ist.
Sagen wir, ich hatte eine Begegnung mit der Vergangenheit, die uns möglicherweise einen starken Vorteil verschaffen wird. Aber es erfordert den sofortigen Aufbruch, auch wenn ich euch noch ein paar Tage Ruhe gönnen würde. Diese Zeit haben wir allerdings nicht, denn die Schatten werden länger und die Dämmerung zieht herauf."

Jetzt fixierte er die Zwergin.

"Besorgt Pferde, ausgeruht und fertig gesattelt. Ja, ich weiß dass ihr nicht gerne reitet, aber wir haben keine Wahl. Noch heute Abend trennen uns so einige Wegstunden von diesen Ort hier, und sollten wir die Pferde dafür zugrunde reiten müssen.
Bringt sie zu dem Zelt, wo Drakenot seinen jungen Freund soeben in die Geheimnisse des Eintopf-kochens einweiht." Er verdrehte die Augen.
"Er sollte dem Jungen lieber ein paar Tricks zeigen, wie man es vermeidet, von irgendwelchem Gesocks an Bäume gespießt zu werden."

Gerade in diesem Moment erwachte Noah aus seinem unruhigen Schlaf.

"Da habt ihr es, Allie. Er ist wach, und ich habe vollstes Vertrauen in euch. Sorgt euch nicht, aber verwandelt ihn bitte nicht in eine Monstrosität oder anderes, das genauso häßlich ist."
Er zwinkerte ihr zu, nahm seine Hand von ihrer Schulter und drehte sich um.
Mit aufbauschendem Mantel verließ er das Lazarett und wandte sich zum Hauptlager, das etwas abseits der Krankenstation lag, um eventuell auftretende Seuchen keinen Nährboden zu geben.

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"„Nun, was das anbelangt, hatte ich bereits einen kleinen Plausch mit unserem selbsternannten Heerführer Avalos, doch war dieser, vor Arroganz und Selbstüberschätzung strotzende, Geselle nicht gerade sehr mitteilsam. Somit bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als abzuwarten, was wohl noch auf uns zukommen wird, falls dieser eingebildete Schnösel jemals die Zeit aufbringt, sich mit den Leuten zu beschäftigen, die ihm diesen Sieg über die Dunkle Brut erst ermöglich haben. Oder ich schlage ihm vorher den Schädel ein.“
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"Ihr dürft es gerne versuchen, alter Mann," höhnte Avalos.

"Aber ich verstehe, Gemüse schneiden ist eine wichtige Tätigkeit, auf die man seine volle Aufmerksamkeit richten sollte, statt sich zu versichern, dass nicht auf einmal jemand mit einem Dolch hinter einen steht."
Avalos grinste schelmisch.

Zelandriel, junger Mann. Wie ich sehe, ergründet ihr grade die Geheimnisse des legendären Eintopf-kochens... Euch ist euer gestriger Wildbraten nicht bekommen, scheint mir?" 
Des Schattens Grinsen wurde eine Spur breiter.
Mit der Rechten langte er unter seinen Mantel, Drakenot sprang auf, und langte nach seiner versteckten Armbrust.

"Aber, Aber...." Avalos zog langsam die Hand hervor und hielt zwei Säckchen zwischen den Fingern.
"Was ist ein Eintopf ohne Salz und Pfeffer, mein guter?

Die Drei werden Hunger haben, wenn sie hier aufmarschieren. Und es wird die letzte warme Mahlzeiten sein, zumindest auf die nächsten Tage gesehen.
Wir reiten noch heute Abend.  Warum und die Umstände unserer überhasteten Weiterreise erkläre ich, wenn alle hier sind.
Seid euch gewahr, Drakenot, dass die Schatten länger werden, und das Dämmerung aufzieht. Wenn ihr mit uns ziehen wollt, bitte. Werdet euch darüber klar, wie eine Befehlshierarchie funktioniert,und wo ihr dort steht. Sabotiert ihr uns absichtlich, trenne ich euch Kopf von Rumpf. Das ist keine Drohung, sondern eine Feststellung. Ich bin gespannt auf eure vielgepriesenen Fähigkeiten."

In diesem Augenblick hörte man von irgendwoher ein Pferd wiehern.

"Ich befürchte, dass ihr schneller schnippeln mögt, oder ist Rohkost eher euer Fall?"

#2724
Aliens Crew

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„Nun, wenn Ihr glaubt, ich hätte Euch nicht kommen gehört, dann irrt Ihr Euch aber gewaltig, Jungchen“, meinte Drakenot zu Avalos gewandt. „Ihr macht mehr Lärm als eine Herde Brontos. Und was die von Euch erwähnte Sabotage angeht...tja, die einzige Form der Sabotage, die Ihr von mir zu erwarten habt, ist die, dass ich Euch töte. Und danach dürfte es Euch etwas schwer fallen, mir den Kopf abzuschlagen, nicht wahr?“
 
Der Alte machte eine zuckende Bewegung in die Richtung des Schatten, woraufhin dieser einen Satz nach hinten machte. Diese Reaktion veranlasste Drakenot dazu, lauthals zu lachen. „Aber, aber, mein Junge. Ihr seid aber schreckhaft. Habt doch keine Angst. Onkel Drakenot wird Euch auch nichts tun, solange Ihr artig seid. Und Euren Pfeffer und Euer Salz könnt Ihr ruhig behalten. Ich habe es mir abgewöhnt, von Meuchelmördern Lebensmittel anzunehmen. Da verwende ich lieber meine eigenen Zutaten. Und guckt mich jetzt nicht so böse an, das war doch nur ein kleiner Spaß. Ihr hättet Euer Gesicht sehen sollen, einfach himmlisch. Aber jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss mich noch um das Essen kümmern.“
 
Nach diesen Worten setzte sich Drakenot wieder hin und fuhr in aller Selenruhe damit fort, das Gemüse klein zu schneiden und in den Kessel zu geben.
 

#2725
Doomheart43

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Drakenot ließ nicht locker, anscheinend wollte er sich als Verkuppler zwischen Bella und ihm profilieren. Zelandriel sagte nichts mehr zu diesem Thema, dennoch konnte er ein schelmisches Lächeln vor Drakenot nicht verbergen.
 
Gerade als Drakenot sich wortstark über Avalos ausließ, erschien dieser wie aus dem Nichts. Zelandriel hatte schon einiges von ihm gehört, persönlich kennengelernt hatte er diesen jedoch noch nicht. Da stand er nun, derjenige den sie alle den Schatten nannten, mit schwarzer Plattenrüstung die ein seltsames Symbol beherbergte, schwarzen Haaren und sofern er in dem kurzen Augenblick wo sich ihre Blicke streiften erkennen konnte, mit tiefgrünen Augen.
 
Aufgrund der Freundlichkeiten die Drakenot mit Avalos austauschte und deren  Körperhaltung blieb Zelandriel nicht verborgen, dass die beiden einander nicht vertrauten. Es hatte eher den Anschein als hätten die beiden Interessenskonflikte.
 
Zelandriel war verwundert woher Avalos seinen Namen kannte, noch mehr verwirrte ihn die Tatsache dass dieser auch von seinem gestrigen Wildschmaus wusste. Naja wenn er Gedanken auch noch lesen kann, dann werde ich das wohl auch bald wissen, dachte Zelandriel beunruhigt.
 
Doch die Nachricht dass sie bald aufbrechen würden erfreute Zelandriel, zulange verbrachten sie schon an diesem düsteren Ort. Neue Aufgaben, neue Ziele, Abwechslung das ist das was er bräuchte….und selbst wenn es tagelang nichts zu essen gäbe, keinesfalls einen Gemüseeintopf, dachte er angewidert.
 
Zelandriel mischte sich nicht in die Zwistigkeiten ein, welche die beiden ausfochten, und erwiderte teilnahmslos „Ja es wird Zeit das wir aufbrechen, meine Dolche haben was anderes verdient als wehrlose Kartoffeln zu häuten.“ bekundete Zelandriel seinen Unmut, über diese für ihn so sinnlose Tätigkeit, und schälte missmutig den nächsten Kartoffel.