Bella zuckte die Schultern.
"Es wurde beinahe alles niedergebrannt. Zumindest hab ich es nur brennend in Erinnerung. Zuvor jedoch war es schön, es gab einen eigenen großen Marktplatz, wo Händler aller Herren Länder ihre Waren feil boten, urige Kneipen und Tavernen, aber genauso mußte man sich vor Diebesgesindel in Acht nehmen. Die Stadt an sich ist relativ einfach von den Straßenzügen aufgebaut, zumindest hab ich es so empfunden. Und sie ist kleiner als FallRemnon. Und nicht so prunkvoll. Ich bin jedenfalls gespannt, wie weit sie die Stadt wieder aufgebaut haben."
Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
xX Ripper Xx
, févr. 07 2010 02:46
#2801
Posté 18 mai 2011 - 05:18
#2802
Posté 29 mai 2011 - 04:28
Die schwarze Wolkenwand entpuppte sich als ausgewachsenes Ungeheuer eines Sturms.
Die Brecher überspielten das Deck, während das Schiff wie ein Spielzeug durch die Wellen geworfen wurde.
Selbst Krill der Kapitän stand in seinem Ölzeug sichtlich unter Spannung an der Ruderpinne, mit schreckgeweiteten Pupillen und totenbleich.
Der Mannschaft erging es nicht besser, obwohl sie alle abgebrühte Seeleute waren.
Avalos stand ebenfalls noch am Deck, angeleint am Mast.
Wieder ein Brecher, der das Schiff gefährlich zur Seite kränken ließ. Fässer und andere Gegenstände, die sich aus ihrer Haltebucht gerissen hatten, rutschten über die Planken
Das Holz knarzte und knackte bedrohlich, als die Wellen mit ungekannter Gewalt auf die Nussschale eindroschen, während die Gischt jedwede Orientierung und den Gehörsinn nahm. Der Sturm selbst schien zu flüstern, zu brüllen, sein schwarzes Herz der Naturgewalten zu offenbaren, während es in hemmungsloser Wut versuchte, das labile Konstrukt, das auf seinen Wellen tanzte, zu zerschmettern.
Das Schiff tauchte in ein Wellental, wurde herumgerissen und wieder angehoben, ein Spielball der See.
Krill riss an der Ruderpinne, um das Schiff wieder aufzurichten, aber nichts tat sich. Der Kahn neigte sich gefährlich dem nächsten Brecher zu, und als sich der Bug langsam in die bedrohliche Welle richtete, geschah das undenkbare.
Auf einmal bracht das Ruder aus seinem Scharnier,die Pinne aus ihrer Halterung und mit ihr das Sicherungsseil ihres Kapitäns. Er riss die Arme noch in die Höhe, schrie tonlos auf als die Gischt ihn von den Planken trug. Gleichzeitig taumelte das Schiff unkontrolliert in den erneuten Brecher, der das geneigte Deck von oben traf und das Schiff der Längsachse nach zerschmetterte. Durch die enorme Wucht tauchte der Bug unter Wasser, rammte kantigen Fels und wurde durch den Sog wieder nach oben gedrückt. Der Kiel brach letztendlich unter der immensen Stauchungen des verbliebenden Schiffskörpers und der Rest des fFischkutters wurde durch die See davongetragen.
Währendessen hatte Avalos geistesgegenwärtig reagiert, und sich seiner Sicherungsleine entledigt, damit er nicht auch, in die Tiefe entschwand. Mit einem Hechtsprung sprang er von Deck, just in dem Augenblick, als ein brüllender Wellenberg den Bug entzweiriss, und somit auch den Ort, wo er noch Sekunden zuvor gestanden hatte.
Prustend tauchte er wieder auf, holte Luft und tauchte sofort wieder unter, als die nächsten hunderte Tonnen Wasser über ihn hinwegbrandeten.
Alles in seinem Körper schrie nach Sauerstoff, und selbst er hatte erhebliche Mühe, die Panik niederzukämpfen.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Gegen Morgen klarte es auf. Nur noche in paar vereinzelte Wolken hingen am Himmel und strahlender Sonnenschein tauchte die Welt in goldenen Glanz, als die murmelnden Wellen am Strand Wrackteile anspülten.
Avalos lag ein paar Meter weiter im warmenden Wasser. In seinen grünen Augen spiegelte sich der Himmel, als der Wind mit den Wattebauschen spielte, die wie gemalt von einem Meister barocker Abstammung über den Himmel glitten.
Wann er angespült wurde, entzog sich seiner Kenntnis. Was mit dem Rest der Mannschaft passiert war, ebenso. Wahrscheinlich alle ertrunken.
Sorry, dass ich mir so ewig Zeit gelassen hatte - War auf ner Weiterbildung, Job geht vor
Die Brecher überspielten das Deck, während das Schiff wie ein Spielzeug durch die Wellen geworfen wurde.
Selbst Krill der Kapitän stand in seinem Ölzeug sichtlich unter Spannung an der Ruderpinne, mit schreckgeweiteten Pupillen und totenbleich.
Der Mannschaft erging es nicht besser, obwohl sie alle abgebrühte Seeleute waren.
Avalos stand ebenfalls noch am Deck, angeleint am Mast.
Wieder ein Brecher, der das Schiff gefährlich zur Seite kränken ließ. Fässer und andere Gegenstände, die sich aus ihrer Haltebucht gerissen hatten, rutschten über die Planken
Das Holz knarzte und knackte bedrohlich, als die Wellen mit ungekannter Gewalt auf die Nussschale eindroschen, während die Gischt jedwede Orientierung und den Gehörsinn nahm. Der Sturm selbst schien zu flüstern, zu brüllen, sein schwarzes Herz der Naturgewalten zu offenbaren, während es in hemmungsloser Wut versuchte, das labile Konstrukt, das auf seinen Wellen tanzte, zu zerschmettern.
Das Schiff tauchte in ein Wellental, wurde herumgerissen und wieder angehoben, ein Spielball der See.
Krill riss an der Ruderpinne, um das Schiff wieder aufzurichten, aber nichts tat sich. Der Kahn neigte sich gefährlich dem nächsten Brecher zu, und als sich der Bug langsam in die bedrohliche Welle richtete, geschah das undenkbare.
Auf einmal bracht das Ruder aus seinem Scharnier,die Pinne aus ihrer Halterung und mit ihr das Sicherungsseil ihres Kapitäns. Er riss die Arme noch in die Höhe, schrie tonlos auf als die Gischt ihn von den Planken trug. Gleichzeitig taumelte das Schiff unkontrolliert in den erneuten Brecher, der das geneigte Deck von oben traf und das Schiff der Längsachse nach zerschmetterte. Durch die enorme Wucht tauchte der Bug unter Wasser, rammte kantigen Fels und wurde durch den Sog wieder nach oben gedrückt. Der Kiel brach letztendlich unter der immensen Stauchungen des verbliebenden Schiffskörpers und der Rest des fFischkutters wurde durch die See davongetragen.
Währendessen hatte Avalos geistesgegenwärtig reagiert, und sich seiner Sicherungsleine entledigt, damit er nicht auch, in die Tiefe entschwand. Mit einem Hechtsprung sprang er von Deck, just in dem Augenblick, als ein brüllender Wellenberg den Bug entzweiriss, und somit auch den Ort, wo er noch Sekunden zuvor gestanden hatte.
Prustend tauchte er wieder auf, holte Luft und tauchte sofort wieder unter, als die nächsten hunderte Tonnen Wasser über ihn hinwegbrandeten.
Alles in seinem Körper schrie nach Sauerstoff, und selbst er hatte erhebliche Mühe, die Panik niederzukämpfen.
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Gegen Morgen klarte es auf. Nur noche in paar vereinzelte Wolken hingen am Himmel und strahlender Sonnenschein tauchte die Welt in goldenen Glanz, als die murmelnden Wellen am Strand Wrackteile anspülten.
Avalos lag ein paar Meter weiter im warmenden Wasser. In seinen grünen Augen spiegelte sich der Himmel, als der Wind mit den Wattebauschen spielte, die wie gemalt von einem Meister barocker Abstammung über den Himmel glitten.
Wann er angespült wurde, entzog sich seiner Kenntnis. Was mit dem Rest der Mannschaft passiert war, ebenso. Wahrscheinlich alle ertrunken.
Sorry, dass ich mir so ewig Zeit gelassen hatte - War auf ner Weiterbildung, Job geht vor
Modifié par MagicBullet, 29 mai 2011 - 04:31 .
#2803
Posté 30 mai 2011 - 09:04
In seinen Gedanken war Noah den Erzählungen bis nach Denerim, der Stadt, in der er aufgewachsen und einen Großteil seiner Kindheit verbracht hatte, gefolgt. Die Worte der Zwergin ließen ihn leicht zusammen zucken. Sein Bruder und er hatten die Stadt bereits weit vor der Zeit verlassen, als die dunkle Brut über das Land herein gefallen war. Natürlich, war Noah klar, dass der Kampf nicht spurlos an Denerim vorbei gegangen sei musste, aber die Stadt vor seinem inneren Auge komplett in Flammen zu sehen, war doch etwas anderes.
Ob wohl die Schmiede von seiner Mutter noch stand? Sie hatten sie verkauft, bevor die beiden Brüder ins Ungewisse gezogen waren. Trotzdem erfüllt es ihn mit Schmerz, dass das einstige Lebensinhalt seiner Mutter zerstört sein könnte.
"Ich hoffe, sie haben sie wieder aufgebaut." flüsterte er mehr zu sich selbst, obwohl nicht klar war, ob er die Stadt oder die einzig die Schmiede meinte.
Ob wohl die Schmiede von seiner Mutter noch stand? Sie hatten sie verkauft, bevor die beiden Brüder ins Ungewisse gezogen waren. Trotzdem erfüllt es ihn mit Schmerz, dass das einstige Lebensinhalt seiner Mutter zerstört sein könnte.
"Ich hoffe, sie haben sie wieder aufgebaut." flüsterte er mehr zu sich selbst, obwohl nicht klar war, ob er die Stadt oder die einzig die Schmiede meinte.
#2804
Posté 06 juin 2011 - 07:26
"Mit Sicherheit wurde ein Großteil der Stadt wieder aufgebaut, Noah. Oder man arbeitet noch daran, aber wir werden sie sicher nicht mehr brennend vorfinden, da ist doch schon zuviel Zeit vergangen" meinte sie schmunzelnd. Tatsächlich war sie wirklich gespannt, ob sie das neue Denerim überhaupt noch kennen würde.
"Damals hab ich mich eigentlich recht gut in der Stadt ausgekannt. Ich bin wirklich gespannt, was mich dort erwartet. Aber ein gemischtes Gefühl habe ich doch bei der Sache.
"Damals hab ich mich eigentlich recht gut in der Stadt ausgekannt. Ich bin wirklich gespannt, was mich dort erwartet. Aber ein gemischtes Gefühl habe ich doch bei der Sache.
#2805
Posté 11 juin 2011 - 11:44
„Ja, das dürfte wirklich interessant werden, Bellandrys“, meinte Drakenot zu der Zwergin gewand und zwinkerte dieser zu. „Aber entschuldigt mich jetzt. Ich werde noch ein wenig an meiner Mixtur feilen. Schauen wir doch mal, ob ich die nicht noch etwas besser hinbekomme.“
Der Alte stand auf und entfernte sich von den anderen. Er ging wieder zurück zum Bug des Schiffes und experimentierte weiter an seinem Sprengpulver herum, während der Rest der Gruppe bloß schweigend da saß und jeder seinen eigenen Gedanken nachhing.
So verging der Tag und ein neuer brach an, der ähnlich ablief wie der vorangegangene. Geredet wurde nicht viel bis gar nicht. Die letzte Schlacht und vor allem die Verluste, die fast jeden der Anwesenden geprägt hatten, ließen die Konversationen nie über das nötigste hinauswachsen. So folgten alle Tag ein Tag aus demselben Rhythmus. Aufstehen, essen, sich irgendwie beschäftigen und wieder schlafen gehen.
Das Wetter blieb die meiste Zeit über sehr beständig, nur einmal gab es ein kleines Unwetter, doch außer, dass sie alle kräftig durchgeschüttelt und nass bis auf die Haut wurden, passierte nichts weltbewegendes. Es kam auch zu keinem Angriff von Seeungeheuern oder Piraten, ganz wie Drakenot es vorhergesagt hatte.
Nach einer Schifffahrt, welche etwa zweieinhalb Wochen dauerte, verkündete der Kapitän schließlich eines Abends: „Wir laufen morgen früh die Stadt Denerim an.“
„Das wird aber auch langsam Zeit“, murmelte Drakenot, dem die Warterei inzwischen auch schon an die Nieren ging. Und je näher sie der Stadt kamen, desto unruhiger wurde er. Würden seine Freunde dort sein? Könnte er unbemerkt Kontakt zu ihnen aufnehmen? Viel war zu tun, und er hatte wenig Zeit.
Nachdem er sich ein wenig beruhigt hatte, gesellte er sich zu seinen neuen Gefährten, die auch sichtlich erleichtert zu sein schienen, dass diese Schiffsreise endlich zuende ging. Wie würde es wohl heute in Denerim aussehen und was würde sie in der Stadt erwarten?
Der Alte stand auf und entfernte sich von den anderen. Er ging wieder zurück zum Bug des Schiffes und experimentierte weiter an seinem Sprengpulver herum, während der Rest der Gruppe bloß schweigend da saß und jeder seinen eigenen Gedanken nachhing.
So verging der Tag und ein neuer brach an, der ähnlich ablief wie der vorangegangene. Geredet wurde nicht viel bis gar nicht. Die letzte Schlacht und vor allem die Verluste, die fast jeden der Anwesenden geprägt hatten, ließen die Konversationen nie über das nötigste hinauswachsen. So folgten alle Tag ein Tag aus demselben Rhythmus. Aufstehen, essen, sich irgendwie beschäftigen und wieder schlafen gehen.
Das Wetter blieb die meiste Zeit über sehr beständig, nur einmal gab es ein kleines Unwetter, doch außer, dass sie alle kräftig durchgeschüttelt und nass bis auf die Haut wurden, passierte nichts weltbewegendes. Es kam auch zu keinem Angriff von Seeungeheuern oder Piraten, ganz wie Drakenot es vorhergesagt hatte.
Nach einer Schifffahrt, welche etwa zweieinhalb Wochen dauerte, verkündete der Kapitän schließlich eines Abends: „Wir laufen morgen früh die Stadt Denerim an.“
„Das wird aber auch langsam Zeit“, murmelte Drakenot, dem die Warterei inzwischen auch schon an die Nieren ging. Und je näher sie der Stadt kamen, desto unruhiger wurde er. Würden seine Freunde dort sein? Könnte er unbemerkt Kontakt zu ihnen aufnehmen? Viel war zu tun, und er hatte wenig Zeit.
Nachdem er sich ein wenig beruhigt hatte, gesellte er sich zu seinen neuen Gefährten, die auch sichtlich erleichtert zu sein schienen, dass diese Schiffsreise endlich zuende ging. Wie würde es wohl heute in Denerim aussehen und was würde sie in der Stadt erwarten?
#2806
Posté 12 juin 2011 - 10:55
„Ihr wirkt unruhiger als sonst, habt Ihr Angst vor dem Land? Ich glaube ich habe bereits vergessen, wie es sich auf festem Boden steht...“, sagte Allie zu Drakenot, als sich dieser zu ihnen gesellte. Sie stand direkt an der Reling des Schiffes und wandte nun den Blick wieder in die Richtung, in welcher Denerim liegen sollte. Die Sonne war bereits untergegangen, und der Himmel schimmerte nur noch im Westen ein wenig rosa und orange, und spiegelte sich in den sanften Wellen des Meeres wider. Ein Schauspiel, das man jeden Abend betrachten konnte. Mittlerweile hatte sich Allie an das elende Schaukeln des Kahns gewöhnt, und scheute auch nicht mehr so sehr von dem Wasser zurück. Aber wirklich wohl konnte sie sich auf dem Meer noch immer nicht fühlen, und dafür, dass sie so lange Zeit hatte um sich von der Schlacht zu erholen, fühlte sie sich immer noch ziemlich unruhig und erschöpft. Vielleicht lag es auch daran, dass sie auf dem Kahn begrenzte Nahrungsmittelvorräte hatten, und wohl jedem der Anwesenden das Trockenfleisch bereits zum Hals heraushing. Nein, das Schiff war nicht der richtige Ort um Erholung zu finden, und die Freude darüber bald wieder etwas Sinnvolleres tun zu können, stand ihr ins Gesicht geschrieben.
#2807
Posté 14 juin 2011 - 06:09
Bella stand an der Reling und starrte aufs Meer, als sie die Worte des Kapitäns vernahm. Sie wußte nicht, ob sie sich nun freuen sollte, oder doch eher traurig sein sollte. Sobald sie an Land gingen, würde sie ein Kapitel ihres Lebens mehr oder weniger hinter sich lassen - und gerade das Kapitel hatte ihr Freud und Leid zu gleichen Teilen gegeben. Vielleicht konnte sie damit leichter abschließen, wenn sie endlich wieder heimatliche Gefielde betrat, oder zumindest ein Land, in dem sie sich relativ gut auskannte. Und in dem sie ähnlich schweres vor nicht allzulanger Zeit durchgemacht hatte.
Würde sie nach dem Abenteuer in das sie in der Taverne damals reingeschlittert war nach Orzamar zurückkehren? Oder würde sie, wie sie es dem Paragon Eisenfaust versprach, versuchen ihm zu helfen und in den Tiefen Wegen frühzeitig ihr Ende finden? Sie konnte es noch nicht sagen, zu allererst würde sie wohl froh sein, wenn sie diese Geschichte hier lebendig hinter sich brachte.
Seufzend wandte sie sich an Allie und brummelte:
"Wird auch Zeit. Ich glaube, ich werde gehen als hätte ich 30 Tage auf einem Pferd gesessen, sobald ich das Land endlich wieder betrete. Aber wißt Ihr, worauf ich mich wirklich freue? Endlich mal wieder etwas vernünftiges zu essen. Hoffentlich gibt es Räucherkäse oder frischen Braten..."
Genieserisch schloß sie die Augen und sah einen großen Humpen Bier vor sich stehen und meinte sogar, den Duft von zartem Braten in der Nase zu haben.
Würde sie nach dem Abenteuer in das sie in der Taverne damals reingeschlittert war nach Orzamar zurückkehren? Oder würde sie, wie sie es dem Paragon Eisenfaust versprach, versuchen ihm zu helfen und in den Tiefen Wegen frühzeitig ihr Ende finden? Sie konnte es noch nicht sagen, zu allererst würde sie wohl froh sein, wenn sie diese Geschichte hier lebendig hinter sich brachte.
Seufzend wandte sie sich an Allie und brummelte:
"Wird auch Zeit. Ich glaube, ich werde gehen als hätte ich 30 Tage auf einem Pferd gesessen, sobald ich das Land endlich wieder betrete. Aber wißt Ihr, worauf ich mich wirklich freue? Endlich mal wieder etwas vernünftiges zu essen. Hoffentlich gibt es Räucherkäse oder frischen Braten..."
Genieserisch schloß sie die Augen und sah einen großen Humpen Bier vor sich stehen und meinte sogar, den Duft von zartem Braten in der Nase zu haben.
#2808
Posté 14 juin 2011 - 07:16
Das Meer umspülte seine Stiefel, das Rauschen der See füllte seinen Verstand. Und ein beständiges Ziehen und Zerren an seinem rechten Fuß.
Avalos öffnete mühsam die Augen. Blendend helles Sonnenlicht ließ ihn nichts erkennen, bis er den Kopf zur Seite drehte und dabei den verlausten, verdreckten Mabari entdeckte, der ihn für eine angespülte Mahlzeit, für totes Fleisch zu halten schien. Mit einem Tritt verscheuchte er den Kampfhund, der jaulend davonstob.
Mühselig rappelte sich der Schatten auf, tastete mit der rechten nach seinem Waffengurt. Schwert und Dolch hingen lose an ihren Plätzen. Das schwarze Leder war allerdings mitgenommen, lange würde es nicht mehr halten. Wäre es gerissen, wären seine Waffen für immer in den Untiefen der Wachen See verschwunden.
Er orientierte sich, zumindest versuchte er es. Mindestens Mittag, zumindest ließ der Sonnenstand das erwarten. Nicht weit entfernt trotzte ein kleines Wäldchen auf einer Düne dem Getose der Gezeiten. Mit unsicheren Schritten hielt er darauf zu. Und tatsächlich, an einem der verkümmerten, gekrümmten Stämme fand er Moos. Norden.
Er war also südlich von Denerim, vielleicht garnicht so weit entfernt. Oder aber hunderte Meilen abgetrieben. Es war unmöglich zu sagen, ohne mehr Informationen.
Das Leben kehrte in seinen geschundenen Körper langsam, aber stetig zurück. Die Benommenheit verflog, und sein messerscharfer Verstand kehrte zurück. Er musste jetzt schnellstmöglich nach Denerim, koste es was wolle. Er würde ein Pferd stehlen müssen. Aus den Augenwinkeln bemerkte er eine winzige Rauchsäule, die kaum zu sehen war. Ein kleiner Weiler? Warscheinlich. Ein Dorf? Auch möglich. In seiner Lage war ihm alles Recht, Menschen verhießen Wege, und bekanntlich führten in Ferelden alle Wege nach Denerim.Oder ins Verhängnis, je nach Betrachtung.
Er spurtete los. Seine Füße berührten kaum den Boden, verschmolz mit dem Wind, mit dem Säuseln der Blätter.
Gegen Abend erreichte er den kleinen Weiler, in dem offenbar Holzkohle hergestellt wurde. Köhler waren Ausgestoßene. Ihre Arbeit wurde als unrein angesehen, als verachtenswert. Was die Menschen nicht daran hinderte, ihre Erzeugnisse zu begehren. Heizen, Schmieden, oder einfach nur als Zeichenkohle. Die verquere Doppelmoral der Schwachen, dachte sich Avalos mit einem Grinsen auf den Lippen.
Und offenbar war das Glück ihm hold, den vor dem dreckigen Weiler war ein Pferd angebunden. Ein armseliger Klepper, wie er auf den zweiten Blick feststellte.
Er zuckte mit den Achseln. Selbst wenn der Gaul irgendwo auf dem Weg zusammenbrach, war das bestenfalls ärgerlich. So oder so, das Reittier würde ihn ein gutes Stück näher an sein Ziel heranführen.
Auf leisen Sohlen schlich er sich an, durchtrennte das Seil mit seinem Dolch und schwang sich in den Sattel. Trieb dem Hengst die Sporen in die Seite und galoppierte von dannen, mit nur einem Ziel vor Augen.
________________________________________________________________________________
Zwei Tage später
Das Pferd war ein paar Meilen vor den Toren zusammengebrochen, mit Schaum vor den Nüstern und zitternden Flanken. Avalos ließ es liegen. Es hatte seinen Zweck erfüllt, mehr brauchte es nicht.
Denerim war geschäftig wie eh und je. Die Schäden der Invasion waren noch überall zu sehen, verkohlte Ruinen, die wie häßliche Stümpfe aus den sonst so gepflegten Häuserreihen hevorstachen. Es roch nach frisch geschlagenem Holz, nach fremdländischen Waren, nach ungewaschenen Körpern. Die Stadt selbst war ein pulsierendes Lebewesen, das stets aus allen Nähten quoll.
Sein Weg führte ihn zu aller erst in ein abgeschiedenes Lagerhaus. Überall Kisten, Fässer, Tauwerk und alte Balken die den Staub und die Spinnenweben, die im Licht zu tanzen schienen, zu atmen. Zielstrebig bahnte sich der SChatten seinen Weg durch das scheinbare Chaos, bis er vor einer Kiste stehenblieb, die ebenso beliebig aussah wie jede andere auch in diesem Wirrwarr.
Das Holz knirschte protestierend, als Avalos mit seinem Dolch den Deckel aushebelte. Ein neuer, ebenso schlichter Mantel wie sein alter, ein neues Waffengehänge und ein Paar Wildlederstiefel kamen zum Vorschein. Ein Ledergurt, den er sich quer über den geschwärzten Lederharnisch warf. Kleine Flaschen und Tiegel waren in regelmäßig aufgesetzten Schlaufen eingehängt. Der neue Mantel verbarg seine Gestalt, und würde ihn der Masse verschwinden lassen. Wer achtete schon auf einen verhüllten Reisenden, der seinen Geschäften nachging?
Aber als er den Schuppen verlassen wollte, kamen ihm Zweifel. Sie würden wissen, worauf sie zu achten hatten. Woher sonst hatten diese Freibeuter, diese abgerissenen, jämmerlichen Gestalten so genaue Informationen über ihn und seine Reisegruppe? Das Pergament erwähnte sogar den, Avalos Meinung nach, ziemlich kauzigen und bestenfalls irren Apotheker? Rechts von ihm war ein Fenster mit einem schmierigen, oft geflickten und ausgeblichenen Fetzen stoff verhängt worden. Der Schatten riss es von den Fensterläden, und hängte es sich um. Unzureichend, wie er befand. Er riss den Saum an mehreren geflickten Nähten auf, schuf so Löcher für Arme und Kopf. Mit ein bisschen Geschick und überstehendem Garn bastelte sich der Schatten eine tiefe, ziemlich verranzt aussehende Kapuze. Ein Strick diente ihm als Gürtel für diese, wenn auch improvisierte, Verkleidung. Eine Handvoll Staub ließ ihn nochmals schäbiger erscheinen, als er in diesem Aufzug eh schon war.
Jetzt wandte er sich wieder den Bevölkerungsströmen der großen Plätze zu. Er hinkte ein wenig, ließ sich oft anrempeln, und verhielt sich generell eher wie ein Bettler. Auffällig, und doch unauffällig. Deswegen waren die Bettler auch die Augen und Ohren jeder Stadt, auf die er gerne zurückgriff. Sein Ziel war der grüne Drache, einer der schäbigsten Spelunken der ganzen Stadt. Ein Treffpunkt des Abschaums. Halsabschneider, Diebe, Antiver Raben und Beutelschneider, Huren und Handwerksleute, die ihren letzten Silberling versoffen. Er ließ sich in einer Ecke nieder, stopfte eine Pfeife und wartete .
"Ich fragte mich schon, wann ihr kommen würdet, Schatten."
Er wußte, wer sich dort neben ihm niedergelassen hatte.
"Hier bin ich."
"Schwer zu übersehen, wie ihr seid, Jungspund, Jüngelchen.
Er wandte sich seinem Gesprächspartner zu. Ihre Falten schienen im flackernden Dämmerlicht noch zerfurchter zu sein, als sie es eigentlich waren. Aber hier erschienen sie wie tiefste Schluchten in einem namenlosen Gebirge.
Ich benötige eure Hilfe."
Sie kicherte und kraulte die gescheckte Katze, die miauend in ihren Schoß gesprungen war.
"Natürlich benötigst du die, Dummerling. Jeder braucht die Hilfe der alten Flemeth."
Avalos öffnete mühsam die Augen. Blendend helles Sonnenlicht ließ ihn nichts erkennen, bis er den Kopf zur Seite drehte und dabei den verlausten, verdreckten Mabari entdeckte, der ihn für eine angespülte Mahlzeit, für totes Fleisch zu halten schien. Mit einem Tritt verscheuchte er den Kampfhund, der jaulend davonstob.
Mühselig rappelte sich der Schatten auf, tastete mit der rechten nach seinem Waffengurt. Schwert und Dolch hingen lose an ihren Plätzen. Das schwarze Leder war allerdings mitgenommen, lange würde es nicht mehr halten. Wäre es gerissen, wären seine Waffen für immer in den Untiefen der Wachen See verschwunden.
Er orientierte sich, zumindest versuchte er es. Mindestens Mittag, zumindest ließ der Sonnenstand das erwarten. Nicht weit entfernt trotzte ein kleines Wäldchen auf einer Düne dem Getose der Gezeiten. Mit unsicheren Schritten hielt er darauf zu. Und tatsächlich, an einem der verkümmerten, gekrümmten Stämme fand er Moos. Norden.
Er war also südlich von Denerim, vielleicht garnicht so weit entfernt. Oder aber hunderte Meilen abgetrieben. Es war unmöglich zu sagen, ohne mehr Informationen.
Das Leben kehrte in seinen geschundenen Körper langsam, aber stetig zurück. Die Benommenheit verflog, und sein messerscharfer Verstand kehrte zurück. Er musste jetzt schnellstmöglich nach Denerim, koste es was wolle. Er würde ein Pferd stehlen müssen. Aus den Augenwinkeln bemerkte er eine winzige Rauchsäule, die kaum zu sehen war. Ein kleiner Weiler? Warscheinlich. Ein Dorf? Auch möglich. In seiner Lage war ihm alles Recht, Menschen verhießen Wege, und bekanntlich führten in Ferelden alle Wege nach Denerim.Oder ins Verhängnis, je nach Betrachtung.
Er spurtete los. Seine Füße berührten kaum den Boden, verschmolz mit dem Wind, mit dem Säuseln der Blätter.
Gegen Abend erreichte er den kleinen Weiler, in dem offenbar Holzkohle hergestellt wurde. Köhler waren Ausgestoßene. Ihre Arbeit wurde als unrein angesehen, als verachtenswert. Was die Menschen nicht daran hinderte, ihre Erzeugnisse zu begehren. Heizen, Schmieden, oder einfach nur als Zeichenkohle. Die verquere Doppelmoral der Schwachen, dachte sich Avalos mit einem Grinsen auf den Lippen.
Und offenbar war das Glück ihm hold, den vor dem dreckigen Weiler war ein Pferd angebunden. Ein armseliger Klepper, wie er auf den zweiten Blick feststellte.
Er zuckte mit den Achseln. Selbst wenn der Gaul irgendwo auf dem Weg zusammenbrach, war das bestenfalls ärgerlich. So oder so, das Reittier würde ihn ein gutes Stück näher an sein Ziel heranführen.
Auf leisen Sohlen schlich er sich an, durchtrennte das Seil mit seinem Dolch und schwang sich in den Sattel. Trieb dem Hengst die Sporen in die Seite und galoppierte von dannen, mit nur einem Ziel vor Augen.
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Zwei Tage später
Das Pferd war ein paar Meilen vor den Toren zusammengebrochen, mit Schaum vor den Nüstern und zitternden Flanken. Avalos ließ es liegen. Es hatte seinen Zweck erfüllt, mehr brauchte es nicht.
Denerim war geschäftig wie eh und je. Die Schäden der Invasion waren noch überall zu sehen, verkohlte Ruinen, die wie häßliche Stümpfe aus den sonst so gepflegten Häuserreihen hevorstachen. Es roch nach frisch geschlagenem Holz, nach fremdländischen Waren, nach ungewaschenen Körpern. Die Stadt selbst war ein pulsierendes Lebewesen, das stets aus allen Nähten quoll.
Sein Weg führte ihn zu aller erst in ein abgeschiedenes Lagerhaus. Überall Kisten, Fässer, Tauwerk und alte Balken die den Staub und die Spinnenweben, die im Licht zu tanzen schienen, zu atmen. Zielstrebig bahnte sich der SChatten seinen Weg durch das scheinbare Chaos, bis er vor einer Kiste stehenblieb, die ebenso beliebig aussah wie jede andere auch in diesem Wirrwarr.
Das Holz knirschte protestierend, als Avalos mit seinem Dolch den Deckel aushebelte. Ein neuer, ebenso schlichter Mantel wie sein alter, ein neues Waffengehänge und ein Paar Wildlederstiefel kamen zum Vorschein. Ein Ledergurt, den er sich quer über den geschwärzten Lederharnisch warf. Kleine Flaschen und Tiegel waren in regelmäßig aufgesetzten Schlaufen eingehängt. Der neue Mantel verbarg seine Gestalt, und würde ihn der Masse verschwinden lassen. Wer achtete schon auf einen verhüllten Reisenden, der seinen Geschäften nachging?
Aber als er den Schuppen verlassen wollte, kamen ihm Zweifel. Sie würden wissen, worauf sie zu achten hatten. Woher sonst hatten diese Freibeuter, diese abgerissenen, jämmerlichen Gestalten so genaue Informationen über ihn und seine Reisegruppe? Das Pergament erwähnte sogar den, Avalos Meinung nach, ziemlich kauzigen und bestenfalls irren Apotheker? Rechts von ihm war ein Fenster mit einem schmierigen, oft geflickten und ausgeblichenen Fetzen stoff verhängt worden. Der Schatten riss es von den Fensterläden, und hängte es sich um. Unzureichend, wie er befand. Er riss den Saum an mehreren geflickten Nähten auf, schuf so Löcher für Arme und Kopf. Mit ein bisschen Geschick und überstehendem Garn bastelte sich der Schatten eine tiefe, ziemlich verranzt aussehende Kapuze. Ein Strick diente ihm als Gürtel für diese, wenn auch improvisierte, Verkleidung. Eine Handvoll Staub ließ ihn nochmals schäbiger erscheinen, als er in diesem Aufzug eh schon war.
Jetzt wandte er sich wieder den Bevölkerungsströmen der großen Plätze zu. Er hinkte ein wenig, ließ sich oft anrempeln, und verhielt sich generell eher wie ein Bettler. Auffällig, und doch unauffällig. Deswegen waren die Bettler auch die Augen und Ohren jeder Stadt, auf die er gerne zurückgriff. Sein Ziel war der grüne Drache, einer der schäbigsten Spelunken der ganzen Stadt. Ein Treffpunkt des Abschaums. Halsabschneider, Diebe, Antiver Raben und Beutelschneider, Huren und Handwerksleute, die ihren letzten Silberling versoffen. Er ließ sich in einer Ecke nieder, stopfte eine Pfeife und wartete .
"Ich fragte mich schon, wann ihr kommen würdet, Schatten."
Er wußte, wer sich dort neben ihm niedergelassen hatte.
"Hier bin ich."
"Schwer zu übersehen, wie ihr seid, Jungspund, Jüngelchen.
Er wandte sich seinem Gesprächspartner zu. Ihre Falten schienen im flackernden Dämmerlicht noch zerfurchter zu sein, als sie es eigentlich waren. Aber hier erschienen sie wie tiefste Schluchten in einem namenlosen Gebirge.
Ich benötige eure Hilfe."
Sie kicherte und kraulte die gescheckte Katze, die miauend in ihren Schoß gesprungen war.
"Natürlich benötigst du die, Dummerling. Jeder braucht die Hilfe der alten Flemeth."
#2809
Posté 15 juin 2011 - 10:58
„Ihr werdet Euch bestimmt schneller an das Land gewöhnen, als an dieses Schaukeln, das verspreche ich Euch sogar“, sagte Allie lachend an Bella gewandt.
„Ja, etwas warmes zu essen wäre schon mal wieder schön…“, fuhr sie nachdenklich fort, und tippte sich dabei mit zwei Fingern gegen ihr Kinn.
„Aber ich rate Euch es nicht zu übertreiben, zumindest habe ich damit bereits schlechte Erfahrungen gemacht“, zwinkerte sie der Zwergin zu, bevor sie ihren Blick wieder aufs Meer richtete. Eigentlich wäre es wohl klüger gewesen, sich nun einfach hinzulegen und zu schlafen, um morgen früh bei der Ankunft bei Kräften zu sein. Sie hatte nämlich das dumpfe Gefühl, dass sie auch in der Stadt nicht sehr viel mehr Erholung finden würden. Aber dennoch fühlte sie sich zu aufgewühlt um sich nun einfach hinzulegen. Selbst ihre wenigen Sachen hatte sie bereits gepackt… sie konnte nichts anderes mehr tun als zu warten.
„Ja, etwas warmes zu essen wäre schon mal wieder schön…“, fuhr sie nachdenklich fort, und tippte sich dabei mit zwei Fingern gegen ihr Kinn.
„Aber ich rate Euch es nicht zu übertreiben, zumindest habe ich damit bereits schlechte Erfahrungen gemacht“, zwinkerte sie der Zwergin zu, bevor sie ihren Blick wieder aufs Meer richtete. Eigentlich wäre es wohl klüger gewesen, sich nun einfach hinzulegen und zu schlafen, um morgen früh bei der Ankunft bei Kräften zu sein. Sie hatte nämlich das dumpfe Gefühl, dass sie auch in der Stadt nicht sehr viel mehr Erholung finden würden. Aber dennoch fühlte sie sich zu aufgewühlt um sich nun einfach hinzulegen. Selbst ihre wenigen Sachen hatte sie bereits gepackt… sie konnte nichts anderes mehr tun als zu warten.
Modifié par Kaysallie, 22 février 2012 - 03:56 .
#2810
Posté 15 juin 2011 - 03:30
„Nein, nein. Es ist nichts, werte Allie“, erwiderte Drakenot, wobei sich ein Lächeln auf seine Lippen legte, welches aber nicht seine Augen erreichte. „Es ist nur, dass ich solange nicht mehr in Denerim gewesen bin. Früher hatte ich Freunde dort, doch weiß ich nicht einmal, ob sie die Verderbnis überlebt haben. Ich wollte sie schon lange mal wieder besuchen und nach ihnen sehen, doch bin ich irgendwie nie dazu gekommen. Und nun bin ich etwas nervös, wo ich mich vor den Toren der Stadt befinde, und ich mich fragen muss, was ich über sie erfahren werde.“
Der Alte schwieg einen Moment, in dem er sehr nachdenklich wirkte. „Ich hoffe, es geht ihnen gut, und ich sehe sie gesund und munter wieder.“
Drakenot schüttelte plötzlich leicht den Kopf und winkte ab. „Doch lasst uns den Abend nicht mit diesen düsteren Gedanken verbringen. Allie! Bellandrys! Kommt! Ich spendiere Euch noch ein schönes Mahl aus diesem „köstlichen“ Trockenfleisch, bevor wir ab morgen dann wieder richtige Nahrung zu uns nehmen müssen.“
Der Alte schwieg einen Moment, in dem er sehr nachdenklich wirkte. „Ich hoffe, es geht ihnen gut, und ich sehe sie gesund und munter wieder.“
Drakenot schüttelte plötzlich leicht den Kopf und winkte ab. „Doch lasst uns den Abend nicht mit diesen düsteren Gedanken verbringen. Allie! Bellandrys! Kommt! Ich spendiere Euch noch ein schönes Mahl aus diesem „köstlichen“ Trockenfleisch, bevor wir ab morgen dann wieder richtige Nahrung zu uns nehmen müssen.“
#2811
Posté 17 juin 2011 - 08:27
Die Sonne senkte sich gen Horizont, als der Kapitän endlich verkündete, dass sie am nächsten Tag in den Hafen Denerims einlaufen würden. Noah stieß die Luft erleichtert aus und es fühlte sich für ihn an, als hätte er sie während der gesamten Überfahrt angehalten. Die vergangenen Wochen hatten seinen Körper genesen lassen. Mittlerweile fühlte er sich unruhig und seine Muskeln kribbelten. Auf diesem Schiff konnte man stundenlang hin und her laufen und doch sehnte sich sein Körper nach mehr Bewegung.
Sobald er einigermaßen fit gewesen war, ließ der Kapitän ihn kleiner Aufgaben erledigen. Meist schleppte er Taue und Fässer von einer Ecke zur nächsten oder schrubbte das Deck. Doch auch diese Aufgaben hielten ihn nicht davon ab, sich die Tage mit Langeweile zu grämen.
Hatte er nicht kurze Zeit zuvor auf einem Schlachtfeld gesteckt und sich gewünscht, endlich Ruhe finden zu können? Doch diese Ruhe hier konnte er nicht genießen. Wer wusste, was sie in Denerim erwarten würde und welche Prüfungen noch für sie bereit standen.
Mit einem Seufzer wandte sich Noah von seinen Gefährten ab, mit denen er an der Reling gestanden hatte, und ging zu seinem Braunen. Das Tier schnaubte ihm freundlich entgegen und Noah konnte nur erahnen, welche Qualen den Pferden das lange, fast bewegungslose Stehen bereiten musste. Mit einer groben Bürste, die er in seinem Wams stecken hatte, fing er an, das Tier zu striegeln.
Sobald er einigermaßen fit gewesen war, ließ der Kapitän ihn kleiner Aufgaben erledigen. Meist schleppte er Taue und Fässer von einer Ecke zur nächsten oder schrubbte das Deck. Doch auch diese Aufgaben hielten ihn nicht davon ab, sich die Tage mit Langeweile zu grämen.
Hatte er nicht kurze Zeit zuvor auf einem Schlachtfeld gesteckt und sich gewünscht, endlich Ruhe finden zu können? Doch diese Ruhe hier konnte er nicht genießen. Wer wusste, was sie in Denerim erwarten würde und welche Prüfungen noch für sie bereit standen.
Mit einem Seufzer wandte sich Noah von seinen Gefährten ab, mit denen er an der Reling gestanden hatte, und ging zu seinem Braunen. Das Tier schnaubte ihm freundlich entgegen und Noah konnte nur erahnen, welche Qualen den Pferden das lange, fast bewegungslose Stehen bereiten musste. Mit einer groben Bürste, die er in seinem Wams stecken hatte, fing er an, das Tier zu striegeln.
#2812
Posté 24 juin 2011 - 12:32
„Ihr werdet sie schon wieder sehen, wenn nicht morgen, dann spätestens wenn Ihr Eure Aufgabe erfüllt habt. Irgendwann sehen wir uns alle wieder“, sagte sie aufheiternd zu Drakenot, auch wenn es wahrscheinlich für ihn kein wirklicher Trost sein würde, doch Allies Glaube an diese Worte war wohl der einzige Grund, der sie selbst wieder aufrichtete, wenn sie kurz davor war zu verzweifeln.
„Ich glaube, dass all das aus einem bestimmten Grund passiert. Es mag ungerecht erscheinen, doch ich denke es hat alles seinen Sinn und Zweck“, fügte sie noch lächelnd hinzu.
„Ach und, nein danke, ich habe keinen Hunger, aber seid froh darüber, dann habt Ihr mehr für Euch selbst. Aber entschuldigt mich nun bitte kurz“, sagte sie noch bevor sie sich abwandte und langsam zu den Pferden schlenderte. Vor einem der Tiere blieb sie stehen, welches sofort aufmerksam zu ihr blickte. Behutsam streichelte sie das Tier am Hals, und beobachtete wie Noah seinen Braunen striegelte. Allie machte sich Sorgen um den Mann. Vieles wurde ihm zu früh genommen, ließ ihn den Sinn an allem verlieren und schweigsam werden. Und wie so oft, wusste sie auch jetzt nicht worüber sie eigentlich mit ihm reden wollte, denn weder die Zukunft noch Vergangenheit schienen trostvoll zu sein.
„Glaubt Ihr, wir werden lange in der Stadt bleiben?“, fragte sie schließlich und folgte seinem Beispiel, indem sie sich eine Bürste suchte und ebenfalls das Pferd zu striegeln begann.
„Ich glaube, dass all das aus einem bestimmten Grund passiert. Es mag ungerecht erscheinen, doch ich denke es hat alles seinen Sinn und Zweck“, fügte sie noch lächelnd hinzu.
„Ach und, nein danke, ich habe keinen Hunger, aber seid froh darüber, dann habt Ihr mehr für Euch selbst. Aber entschuldigt mich nun bitte kurz“, sagte sie noch bevor sie sich abwandte und langsam zu den Pferden schlenderte. Vor einem der Tiere blieb sie stehen, welches sofort aufmerksam zu ihr blickte. Behutsam streichelte sie das Tier am Hals, und beobachtete wie Noah seinen Braunen striegelte. Allie machte sich Sorgen um den Mann. Vieles wurde ihm zu früh genommen, ließ ihn den Sinn an allem verlieren und schweigsam werden. Und wie so oft, wusste sie auch jetzt nicht worüber sie eigentlich mit ihm reden wollte, denn weder die Zukunft noch Vergangenheit schienen trostvoll zu sein.
„Glaubt Ihr, wir werden lange in der Stadt bleiben?“, fragte sie schließlich und folgte seinem Beispiel, indem sie sich eine Bürste suchte und ebenfalls das Pferd zu striegeln begann.
Modifié par Kaysallie, 22 février 2012 - 03:57 .
#2813
Posté 24 juin 2011 - 08:14
Noah schrak leicht zusammen, als er Allie neben sich hörte. Er war in Gedanken gewesen und hatte die Elfe nicht kommen hören. Eine Unachtsamkeit, die in einer Schlacht seinen Tod bedeutet hätte. Wie seltsam, dass man in solchen Zeiten alles anhand einer Schlacht beurteilte....
"Ich....weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung, was uns dort erwarten wird, und was Avalos mit uns vorhat. Ich hoffe nur sehr, dass sich endlich etwas tun wird und wir diese Sache hinter uns bringen werden. Obwohl....."
.....ich nicht weiß, was ich danach tun soll.
Er sprach den Gedanken nicht weiter. Allie hatte schon genug Sorgen. Es war so oder so fraglich, ob er dieses Unterfangen überleben würde, von daher passte es gut, dass es die einzige Aufgabe war, die er in seinem Leben momentan noch sah.
Er seufzte leise, bevor er sich wieder seinem Pferd widmete. Seid der Schlacht schien hauptsächlich Stille zwischen ihnen zu herrschen, doch er fühlte sich wohl in ihrer Gegenwart. Obwohl auch Bella einen Gefährten verloren hatte, schien ihm die verschlossene und stille Elfe näher zu sein.
Noah schüttelte sich kurz. Es wurde Zeit, dass sie wieder etwas zu tun bekämen, um sie von den düsteren Gedanken abzuhalten.
"Ich kann es kaum erwarten, wieder an Land zu gehen." Er lächelte sie an und hoffte, dass sie ihn verstehen konnte, so wie er glaubte, sie zu verstehen.
"Ich....weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung, was uns dort erwarten wird, und was Avalos mit uns vorhat. Ich hoffe nur sehr, dass sich endlich etwas tun wird und wir diese Sache hinter uns bringen werden. Obwohl....."
.....ich nicht weiß, was ich danach tun soll.
Er sprach den Gedanken nicht weiter. Allie hatte schon genug Sorgen. Es war so oder so fraglich, ob er dieses Unterfangen überleben würde, von daher passte es gut, dass es die einzige Aufgabe war, die er in seinem Leben momentan noch sah.
Er seufzte leise, bevor er sich wieder seinem Pferd widmete. Seid der Schlacht schien hauptsächlich Stille zwischen ihnen zu herrschen, doch er fühlte sich wohl in ihrer Gegenwart. Obwohl auch Bella einen Gefährten verloren hatte, schien ihm die verschlossene und stille Elfe näher zu sein.
Noah schüttelte sich kurz. Es wurde Zeit, dass sie wieder etwas zu tun bekämen, um sie von den düsteren Gedanken abzuhalten.
"Ich kann es kaum erwarten, wieder an Land zu gehen." Er lächelte sie an und hoffte, dass sie ihn verstehen konnte, so wie er glaubte, sie zu verstehen.
#2814
Posté 25 juin 2011 - 07:27
Auch wenn Noah seinen Satz nicht beendete, so konnte sich Allie denken, was er eigentlich sagen wollte. Sie hatte sich während der Schiffsreise diese Frage selbst schon des Öfteren gestellt. Was tun wenn alles vorbei ist?
„Als ich mich vor einigen Wochen in jener Taverne wiederfand, in welcher ich Jule und Bella kennenlernte, war ich in einer ähnlichen Situation wie jetzt“, begann sie - ohne recht zu wissen warum - zu erzählen, während sie das Pferd weiterhin mit der Bürste striegelte.
„Ich wusste nicht was ich tun sollte. Als Grauer Wächter kann ich nicht mehr zurück in meine einstige Heimat, vor allem nicht, da die Brut noch immer ihr Unwesen treibt. Auch weiß ich nicht, ob ich überhaupt wieder zurück in den Turm möchte… ich habe fast mein gesamtes Leben dort verbracht, und trotzdem... kann ich mir ein Leben in diesen kalten Mauern nicht mehr vorstellen, auch wenn ich mein früheres Leben manchmal vermisse. Auch schäme ich mich dafür, dass ich meine Zauberkraft nicht mehr so beherrsche, wie es sein sollte…“, sie hielt kurz inne, als sie bemerkte, dass sie abzuschweifen drohte.
„Aber ich glaube, es ist noch zu früh, sich diese Frage zu stellen. Es ist nicht gut zu weit nach vorne oder zurück zu sehen, denn im Endeffekt kommt immer alles anders als man es eigentlich geplant hat... was zumindest mir in den letzten paar Wochen des Öfteren unter Beweis gestellt wurde...“ Seufzend stellte sie kurz ihre Arbeit ein, und lächelte Noah schwach an, bevor sie fortfuhr. „Ja, ich auch. Was auch immer Avalos vorhat, inzwischen ist mir alles lieber, als auf diesem schaukelnden Stück Holz planlos durchs Nichts zu treiben. Ich möchte nur, dass Ihr wisst, dass es immer einen Weg gibt, gleichgültig dessen, wie hoffnungslos alles erscheinen mag.“
Mit diesen Worten richtete sie ihren Blick wieder auf das Pferd, und bürstete es behutsam weiter, wobei ihre Gedanken ungewollt an vergangene Tage abschweiften.
„Als ich mich vor einigen Wochen in jener Taverne wiederfand, in welcher ich Jule und Bella kennenlernte, war ich in einer ähnlichen Situation wie jetzt“, begann sie - ohne recht zu wissen warum - zu erzählen, während sie das Pferd weiterhin mit der Bürste striegelte.
„Ich wusste nicht was ich tun sollte. Als Grauer Wächter kann ich nicht mehr zurück in meine einstige Heimat, vor allem nicht, da die Brut noch immer ihr Unwesen treibt. Auch weiß ich nicht, ob ich überhaupt wieder zurück in den Turm möchte… ich habe fast mein gesamtes Leben dort verbracht, und trotzdem... kann ich mir ein Leben in diesen kalten Mauern nicht mehr vorstellen, auch wenn ich mein früheres Leben manchmal vermisse. Auch schäme ich mich dafür, dass ich meine Zauberkraft nicht mehr so beherrsche, wie es sein sollte…“, sie hielt kurz inne, als sie bemerkte, dass sie abzuschweifen drohte.
„Aber ich glaube, es ist noch zu früh, sich diese Frage zu stellen. Es ist nicht gut zu weit nach vorne oder zurück zu sehen, denn im Endeffekt kommt immer alles anders als man es eigentlich geplant hat... was zumindest mir in den letzten paar Wochen des Öfteren unter Beweis gestellt wurde...“ Seufzend stellte sie kurz ihre Arbeit ein, und lächelte Noah schwach an, bevor sie fortfuhr. „Ja, ich auch. Was auch immer Avalos vorhat, inzwischen ist mir alles lieber, als auf diesem schaukelnden Stück Holz planlos durchs Nichts zu treiben. Ich möchte nur, dass Ihr wisst, dass es immer einen Weg gibt, gleichgültig dessen, wie hoffnungslos alles erscheinen mag.“
Mit diesen Worten richtete sie ihren Blick wieder auf das Pferd, und bürstete es behutsam weiter, wobei ihre Gedanken ungewollt an vergangene Tage abschweiften.
Modifié par Kaysallie, 22 février 2012 - 04:04 .
#2815
Posté 25 juin 2011 - 02:53
Noah hielt inne und betrachtete die Elfe neben sich. Sie war die letzten Tage so düster und schweigsam gewesen und doch stand sie in diesem Moment neben ihm und machte ihm Mut. Plötzlich bereute Noah es, dass er die Gruppe nicht schon früher getroffen hatte. Bevor er die Chance hatte, alle richtig kennen zu lernen, waren sie in diese Schlacht geraten, die alles verändert hatte.
"Danke, für eure Worte."
Er legte die Bürste zur Seite und klopfte seinem Braunen den Hals. Die Sonne war bereits untergegangen und es wurde merklich kühl.
"Ich denke, wir könnten noch eine Kleinigkeit zu uns nehmen und uns dann auch bald zur Ruhe begeben. Je früher wir schlafen gehen, desto eher wird die Zeit kommen, an der wir die Küste endlich erreichen, nicht?" er lachte leise.
"Danke, für eure Worte."
Er legte die Bürste zur Seite und klopfte seinem Braunen den Hals. Die Sonne war bereits untergegangen und es wurde merklich kühl.
"Ich denke, wir könnten noch eine Kleinigkeit zu uns nehmen und uns dann auch bald zur Ruhe begeben. Je früher wir schlafen gehen, desto eher wird die Zeit kommen, an der wir die Küste endlich erreichen, nicht?" er lachte leise.
#2816
Posté 26 juin 2011 - 01:51
Allie nickte Noah zu. „Ja vielleicht findet sich doch noch irgendwo etwas anderes als Trockenfleisch, doch ob ich heute Nacht ein Auge zu kriegen werde…“
Sie beendete den Satz nicht, sondern legte die Bürste zur Seite und klopfte dem Pferd ebenfalls an den Hals, als würde sie ihm eine gute Nacht wünschen. Anschließend wandte sie sich ab und ging zurück zu ihrem Lager, welches eigentlich nur aus einer Decke bestand, die am Boden des Hecks lag. Ihre Tasche stand bereits fertig gepackt daneben, angelehnt an einer Kiste, in welcher sich die letzten Nahrungsmittelvorräte befanden. Allie warf einen Blick in das fast leere Holzbehältnis, und fand wie erwartet nichts anderes mehr vor, außer Trockenfleisch. Seufzend nahm sie sich ein Stück und ließ sich damit auf ihre Decke fallen. Kurz starrte sie auf das harte und trockene Fleischstück, bevor sie es einfach neben sich legte, sich zurücklehnte und zum Nachthimmel blickte. Sie sagte zwar vorhin zu Drakenot, sie wäre nicht hungrig, doch war es mehr der Appetit, der ihr fehlte. So atmete sie einmal tief ein und aus, versuchte sich zu entspannen, und die Aufregung wegen des morgigen Tages zu vergessen.
„Du wirst den Schlaf brauchen“, redete sie sich innerlich ein, während sie die Augen schloss und dem plätschernden Geräusch des Wassers lauschte, welches immerzu gegen den Bug des Kahns geprallt wurde.
Sie beendete den Satz nicht, sondern legte die Bürste zur Seite und klopfte dem Pferd ebenfalls an den Hals, als würde sie ihm eine gute Nacht wünschen. Anschließend wandte sie sich ab und ging zurück zu ihrem Lager, welches eigentlich nur aus einer Decke bestand, die am Boden des Hecks lag. Ihre Tasche stand bereits fertig gepackt daneben, angelehnt an einer Kiste, in welcher sich die letzten Nahrungsmittelvorräte befanden. Allie warf einen Blick in das fast leere Holzbehältnis, und fand wie erwartet nichts anderes mehr vor, außer Trockenfleisch. Seufzend nahm sie sich ein Stück und ließ sich damit auf ihre Decke fallen. Kurz starrte sie auf das harte und trockene Fleischstück, bevor sie es einfach neben sich legte, sich zurücklehnte und zum Nachthimmel blickte. Sie sagte zwar vorhin zu Drakenot, sie wäre nicht hungrig, doch war es mehr der Appetit, der ihr fehlte. So atmete sie einmal tief ein und aus, versuchte sich zu entspannen, und die Aufregung wegen des morgigen Tages zu vergessen.
„Du wirst den Schlaf brauchen“, redete sie sich innerlich ein, während sie die Augen schloss und dem plätschernden Geräusch des Wassers lauschte, welches immerzu gegen den Bug des Kahns geprallt wurde.
Modifié par Kaysallie, 22 février 2012 - 04:04 .
#2817
Posté 27 juin 2011 - 09:09
Noah folgte der Elfe ud ließ sich neben ihr nieder. Er schnappte sich eines der letzten Stücke Trockenfleisch und sah zu Allie hinüber. Sie hatte ihres nicht angerührt und Noah konnte es ihr nicht verübeln. Schon seit einer Woche war ihm der Appetit auf das zähe Fleisch gänzlich vergangen. Lustlos kaute er an seinem Stück herum.
Als er den letzten Bissen hinunter gewürgt hatte spülte er mit einem Schluck abgestandenem Wasser aus seinem Schlauch nach und lehnte sich dann zurück. Die Elfe hatte bereits zum Schlafen die Augen geschlossen, doch ihr Atem verriet, dass sie noch wach war. Noah wickelte sich in seine Decke ein und legte den Kopf nach hinten, um die Sterne zu betrachten, die am klaren Nachthimmel diesen Abend gut zu sehen waren.
Ihm kam ein Lied in den Sinn, dass seine Mutter seinem Bruder und ihm oft vor dem Schlafengehen vorgesungen hatte. Leise fing er an, die Melodie zu summen.
Als er den letzten Bissen hinunter gewürgt hatte spülte er mit einem Schluck abgestandenem Wasser aus seinem Schlauch nach und lehnte sich dann zurück. Die Elfe hatte bereits zum Schlafen die Augen geschlossen, doch ihr Atem verriet, dass sie noch wach war. Noah wickelte sich in seine Decke ein und legte den Kopf nach hinten, um die Sterne zu betrachten, die am klaren Nachthimmel diesen Abend gut zu sehen waren.
Ihm kam ein Lied in den Sinn, dass seine Mutter seinem Bruder und ihm oft vor dem Schlafengehen vorgesungen hatte. Leise fing er an, die Melodie zu summen.
#2818
Posté 30 juin 2011 - 03:03
Drakenot beobachtete seine neuen Gefährten, während er sich an den verbliebenen Resten des Trockenfleisches gütlich tat. Er sah zu, wie Allie und dieser junge Bursche…wie war doch gleich noch mal sein Name? Noah? Boa? Joa? Drakenot schüttelte leicht den Kopf.
‚Ich und mein Namensgedächtnis‘ dachte er bei sich. ‚Das wird wohl nie was werden. Und wenn ich tausend Jahre alt werden sollte.‘
Na ja. Zumindest beobachtete er die beiden, während diese ihre Pferde striegelten und sich dabei unterhielten. Auch wenn er ihre Worte nicht verstehen konnte, so verstand er sich darauf, anderen von den Lippen abzulesen, so dass er wusste, worüber die beiden sprachen, zumindest von Allies Seite her, da nur sie in seine Richtung blickte.
Als diese schließlich fertig waren und sich hinlegten, ging auch er zu seinem üblichen Schlafplatz am Bug des Schiffes und hockte sich dorthin. Und auch wenn er davon überzeugt war, dass er diese Nacht kein Auge zu tun würde, versuchte er es trotzdem. Wie es jedoch zu erwarten war, dauerte es eine ganze Weile, bis er in einen unruhigen Halbschlaf fiel.
‚Ich und mein Namensgedächtnis‘ dachte er bei sich. ‚Das wird wohl nie was werden. Und wenn ich tausend Jahre alt werden sollte.‘
Na ja. Zumindest beobachtete er die beiden, während diese ihre Pferde striegelten und sich dabei unterhielten. Auch wenn er ihre Worte nicht verstehen konnte, so verstand er sich darauf, anderen von den Lippen abzulesen, so dass er wusste, worüber die beiden sprachen, zumindest von Allies Seite her, da nur sie in seine Richtung blickte.
Als diese schließlich fertig waren und sich hinlegten, ging auch er zu seinem üblichen Schlafplatz am Bug des Schiffes und hockte sich dorthin. Und auch wenn er davon überzeugt war, dass er diese Nacht kein Auge zu tun würde, versuchte er es trotzdem. Wie es jedoch zu erwarten war, dauerte es eine ganze Weile, bis er in einen unruhigen Halbschlaf fiel.
Modifié par Aliens Crew, 30 juin 2011 - 05:14 .
#2819
Posté 01 juillet 2011 - 09:02
Allie öffnete kurz ihre Augen, als sie ein Summen vernahm und blickte zu Noah, welcher sich neben sie gesetzt hatte. Sie sagte nichts weiter dazu, sondern machte es sich stattdessen mit einem leichten Lächeln auf ihrem Gesicht ein wenig bequemer, bevor sie erneut ihre Augen schloss, und der gesummten Melodie lauschte. Hin und wieder konnte sie es jedoch nicht vermeiden, dass sie an den morgigen Tag denken musste, aber die Melodie sorgte für eine entspannende Ablenkung. Und so schlief sie recht zügig ein, wobei sie ein wenig zur Seite kippte. Sie schlief jedoch einen unruhigen Schlaf, der ihr viele vergangene Bilder ins Gedächtnis rief, so wie es seit dem Ende der Schlacht des Öfteren der Fall war.
#2820
Posté 04 juillet 2011 - 11:35
Noah bekam nicht mehr mit, wann er einschlief. Er erwachte im Dämmerlicht in einer halb sitzenden Position. Jeder Muskel seines Körpers schien sich verspannt zu haben und es dauerte einen Moment, bis er sich hoch gerafft hatte. Die Sonne war noch nicht aufgegangen, lediglich ein heller Streifen im Osten kündete vom Morgengrauen.
Noah packte seine Decke in seinen Rucksack und schlenderte zur Rehling. Er stützte sich mit beiden Armen auf und wartete darauf, dass der Tag begann.
Noah packte seine Decke in seinen Rucksack und schlenderte zur Rehling. Er stützte sich mit beiden Armen auf und wartete darauf, dass der Tag begann.
#2821
Posté 04 juillet 2011 - 06:29
Drakenot öffnete langsam die Augen. Er konnte nicht mehr schlafen, zu sehr beschäftigten ihn die Gedanken an den folgenden Tag. Er hob leicht den Kopf und musterte eingehend das Schiffsdeck. Er sah, dass Bellandrys und Allie noch schliefen, doch dieser junge Bursche, dessen Namen er sich nicht merken konnte, war schon wach und stand an der Reling. Erst jetzt fiel ihm auf, dass er im Grunde nichts über diesen wusste, weder über seine Vergangenheit noch über seine Motive, die ihn dazu bewegten, an dieser Reise teilzunehmen. Zumindest nicht seit dem Tod seiner Freundin. Drakenot beschloss, dieser Sache auf den Grund zu gehen.
Der Alte richtete sich auf, bevor er sich erst einmal streckte, wodurch seine Knochen zu knacken begannen. ‚Hm, da macht sich wohl das Alter bemerkbar’, dachte er bei sich und grinste leicht. Anschließend schlenderte er zu Noah an die Reling und blieb neben diesem stehen, wobei er sich ebenfalls mit den Händen an der Holzkante abstützte. Er atmete noch einmal tief durch, bevor er den jungen Mann ansprach.
„Na, mein Junge?“ Meinte er mit einem einnehmenden Lächeln, während er geradeaus auf das Meer starrte, welches ruhig vor ihm lag. „Könnt Ihr auch nicht mehr schlafen, so kurz vor dem Ziel?“
Der Alte richtete sich auf, bevor er sich erst einmal streckte, wodurch seine Knochen zu knacken begannen. ‚Hm, da macht sich wohl das Alter bemerkbar’, dachte er bei sich und grinste leicht. Anschließend schlenderte er zu Noah an die Reling und blieb neben diesem stehen, wobei er sich ebenfalls mit den Händen an der Holzkante abstützte. Er atmete noch einmal tief durch, bevor er den jungen Mann ansprach.
„Na, mein Junge?“ Meinte er mit einem einnehmenden Lächeln, während er geradeaus auf das Meer starrte, welches ruhig vor ihm lag. „Könnt Ihr auch nicht mehr schlafen, so kurz vor dem Ziel?“
Modifié par Aliens Crew, 05 juillet 2011 - 06:45 .
#2822
Posté 05 juillet 2011 - 05:50
Sacht wogte das Schiff auf den Wellen. Die Schritte, die sich ihm näherten, waren ohne Stolpern und Schwanken und schienen mit dem Wellengang vertraut. Es konnte sich also nur um ein Mitglied der Besatzung handeln, oder..... Noah drehte sich um: der alte Apotheker hatte sich neben ihn gesellt.
Avalos Drohung ging Noah durch den Kopf. Er hatte ihn vor dem Alten gewarnt und ihm klar gemacht, dass er nicht abgeneigt wäre, sollte dem Mann auf der Überfahrt ein kleiner "Unfall" zustoßen. Doch Noah hatte sich nicht dazu durchringen können. Auch er traute dem Fremden nicht über den Weg, aber bisher hatte dieser sich unauffällig verhalten. Auch hatte er sich nie offen, gegen das Vorhaben der Gruppe gestellt. Zwar hatte er dem Schatten gedroht, doch das konnte genausogut eitles Gehabe gewesen sein. Noah konnte sich auch nicht vorstellen, dass der Alte irgendetwas gegen Avalos ausrichten konnte.
Vielleicht hatte er auch aus Anstand nichts getan, oder konnte man es Feigheit nennen? Er war Zeit seines Lebens ein aufrichtiger Mann gewesen. Niemals hatte er jemandem hinterrücks ein Leid zugefügt. Er bevorzugte den offenen Kampf. Und wie konnte er dem Mann, der ihnen Hilfe angeboten hatte, etwas antun, wo doch bereits so viele von ihnen verstorben waren?
Mit einem Seufzer wandte er den Kopf wieder auf das Meer hinaus.
"Ich habe bereits genug Zeit hier mit Nichtstun auf diesem Schiff verbracht. Langsam werden meine Augen müde von dem vielen Wasser dass sich zu allen Seiten bis zum Horizont erstreckt."
Avalos Drohung ging Noah durch den Kopf. Er hatte ihn vor dem Alten gewarnt und ihm klar gemacht, dass er nicht abgeneigt wäre, sollte dem Mann auf der Überfahrt ein kleiner "Unfall" zustoßen. Doch Noah hatte sich nicht dazu durchringen können. Auch er traute dem Fremden nicht über den Weg, aber bisher hatte dieser sich unauffällig verhalten. Auch hatte er sich nie offen, gegen das Vorhaben der Gruppe gestellt. Zwar hatte er dem Schatten gedroht, doch das konnte genausogut eitles Gehabe gewesen sein. Noah konnte sich auch nicht vorstellen, dass der Alte irgendetwas gegen Avalos ausrichten konnte.
Vielleicht hatte er auch aus Anstand nichts getan, oder konnte man es Feigheit nennen? Er war Zeit seines Lebens ein aufrichtiger Mann gewesen. Niemals hatte er jemandem hinterrücks ein Leid zugefügt. Er bevorzugte den offenen Kampf. Und wie konnte er dem Mann, der ihnen Hilfe angeboten hatte, etwas antun, wo doch bereits so viele von ihnen verstorben waren?
Mit einem Seufzer wandte er den Kopf wieder auf das Meer hinaus.
"Ich habe bereits genug Zeit hier mit Nichtstun auf diesem Schiff verbracht. Langsam werden meine Augen müde von dem vielen Wasser dass sich zu allen Seiten bis zum Horizont erstreckt."
#2823
Posté 06 juillet 2011 - 02:59
„Sehnt Ihr Euch so sehr nach weiteren Kämpfen, weiterem Tod?“ fragte Drakenot nachdenklich und rieb sich dabei über den Bart, während er immer noch dem leichten Wellengang dabei zusah wie dieser gegen den Rumpf des Schiffes schwappte. Dabei atmete der Alte tief durch, die frische Brise in sich aufnehmend, welche über das Wasser strich. „Habt Ihr nicht schon genug Leid erfahren in den vergangenen Wochen? Oder sehnt Ihr Euch etwa nach einem schnellen Tod, einem ruhmreichen Ende? Wenn dem so ist, dann kann ich Euch versichern, dass kein Tod glorreich ist, sondern lediglich ein Verlust.“
Drakenot richtete seinen Blick wieder auf den jungen Mann, welcher seinerseits gebannt auf das Meer und die langsam aufgehende Sonne am Horizont starrte. „Habt Ihr Familie in Denerim? Oder zumindest Freunde? Gibt es irgendwo auf dieser Welt jemanden, der um Euch trauern wird, falls Ihr bei dieser Mission fallen solltet?“
Drakenot richtete seinen Blick wieder auf den jungen Mann, welcher seinerseits gebannt auf das Meer und die langsam aufgehende Sonne am Horizont starrte. „Habt Ihr Familie in Denerim? Oder zumindest Freunde? Gibt es irgendwo auf dieser Welt jemanden, der um Euch trauern wird, falls Ihr bei dieser Mission fallen solltet?“
#2824
Posté 07 juillet 2011 - 03:01
Ein unterdrücktes Lachen entwich Noahs Kehle.
"Nein, es gibt niemanden, der um mich trauern würde. Und es ist nicht der Kampf, nach dem ich mich sehne, sondern danach, mich endlich wieder fortbewegen zu können und nicht mehr zur Untätigkeit verdammt zu sein."
Noah drehte sich zu dem Alten um und musterte ihn.
"Warum habt ihr euch uns angeschlossen? Wollt ihr unsere Mission unterstützen, oder seid ihr hier, um euch gegen Avalos zu wenden?"
"Nein, es gibt niemanden, der um mich trauern würde. Und es ist nicht der Kampf, nach dem ich mich sehne, sondern danach, mich endlich wieder fortbewegen zu können und nicht mehr zur Untätigkeit verdammt zu sein."
Noah drehte sich zu dem Alten um und musterte ihn.
"Warum habt ihr euch uns angeschlossen? Wollt ihr unsere Mission unterstützen, oder seid ihr hier, um euch gegen Avalos zu wenden?"
#2825
Posté 08 juillet 2011 - 05:10
„Erwartet Ihr auf diese Frage ernsthaft eine Antwort? Sollte ich mich wirklich gegen Euren geliebten Avalos wenden, dann würde ich es sicher niemandem auf die Nase binden, denkt Ihr nicht auch?“ lachte Drakenot trocken und schüttelte dabei leicht den Kopf. Einen Moment später wurde er wieder ernst und wandte sich wieder dem Meer und somit auch den ersten Sonnenstrahlen am Horizont zu.
„Und von welcher Mission redet Ihr überhaupt? Im Moment scheint sie nur daraus zu bestehen, blind hinter diesem Mann her zu laufen, dessen Absichten und Motive keiner von uns zu erahnen vermag. Aber vielleicht wisst Ihr ja mehr als wir und lasst uns andere so wie Euer Freund Avalos im Dunkeln tappen! Oder vertraut Ihr diesem Ding so sehr, dass Ihr nicht einmal auf die Idee kommt, dessen Handeln jemals in Frage zu stellen?“
Bei seinen letzten Worten blickte er Noah wieder direkt mit festem Blick in die Augen, wobei jede Fröhlichkeit aus diesen spurlos verschwunden war.
„Und von welcher Mission redet Ihr überhaupt? Im Moment scheint sie nur daraus zu bestehen, blind hinter diesem Mann her zu laufen, dessen Absichten und Motive keiner von uns zu erahnen vermag. Aber vielleicht wisst Ihr ja mehr als wir und lasst uns andere so wie Euer Freund Avalos im Dunkeln tappen! Oder vertraut Ihr diesem Ding so sehr, dass Ihr nicht einmal auf die Idee kommt, dessen Handeln jemals in Frage zu stellen?“
Bei seinen letzten Worten blickte er Noah wieder direkt mit festem Blick in die Augen, wobei jede Fröhlichkeit aus diesen spurlos verschwunden war.
Modifié par Aliens Crew, 09 juillet 2011 - 04:07 .





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