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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#826
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella dachte über das gehörte nach. Für sie war Lyna mit Gold kaum aufzuwiegen, insofern wunderte es sie, dass die Dalish sich nicht ebenbürtig fühlte. Bella nahm sich vor, das Selbstbewußtsein von Lyna etwas aufzupolieren, und ihr zu zeigen, dass sie durchaus ein vollwertiges Mitglied der Gruppe war.

"Angst davor, was hier auf uns zukommt habe ich auch. Aber ich schiebe diese Gedanken zur Seite. Bisher hatten wir keinen Anlaß, an Avalos zu zweifeln. Und egal was da am Ende auf uns wartet... es reicht wenn ich dann noch in Panik verfalle. Bis dahin sollten wir uns keine Gedanken über ungelegte Eier machen, sondern die Situationen so meistern, wie sie anfallen."

Sie blickte dabei die beiden Elfen an, nickte nochmal bekräftigend und biß dann hungrig in ihr Fleischstück.

#827
MagicBullet

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Es war schon Dekaden her, dass er in diesem Teil von Thedas gewesen war. Jahre.
Aber dennoch war er mit einer grimmigen Entschlossenheit erfüllt, ein paar... Dinge zu klären.

Er hatte keine Zeit, und das wußte er. Dennoch musste er die Lage sondieren. Die heftigen Abwehrkämpfe gegen die erneuten Kriegspläne Tevinters, die orlaisanische Einflußnahme, die drohende Gefahr der Qunari auf Par Vollen mussten die Marschen verändert haben. Inwiefern diese Veränderungen für ihn ausschlaggebend sein würden, war eine andere Frage.

Er traf auf einen kleinen Weiler, mitten im Wald an einem sumpfigen Pfad.
Eine winzige Ansammlung dreckiger Kaschemmen, windschiefer Häusschen, die vom Alter gebeugt waren.
Dreckige, abgemagerte Kinder starrten ihn an. Sie bettelten noch nicht mal.
Er zog seine Kapuze tiefer ins Gesicht. Gleichzeitig schob er seine integrierte Maske vors Gesicht.
Es war eine Sonderanfertigung, nur für ihn. Die Maske, angenäht im Innensaum der Kapuze, endete kurz unter den Augen, bedeckte nur Mund und Nase. Im Zusammenspiel mit Dämmerlicht war in dem tiefen Schwarz des Überwurfs nur zwei eisig grüne Jadesplitter, seine Augen, zu erkennen.
Allein das löste schon bei manchen Furcht und Unbehagen aus. Richtig eingesetzt, konnte Angst zu einer psychologischen Waffe werden, die einen Kampf entscheiden mochte.

Mitten im Ort stand eine Taverne. Es war nicht mehr als eine besonders große  Ausgabe dieser windschiefen Bruchbuden, dessen morsche und mit grünen Algen überzogenen Stützpfeiler eher heute als morgen zerbröseln würden.

Er seufzte leise. Sein ungutes Gefühl bestärkte sich.
Die Tür hing schief in den verrosteten Angeln und quietschte erbärmlich, als er sie aufstieß.

Das Innere der Schenke ließ genau das erwarten, was man beim äußeren Anblick auch erwarten würde.

Es war nur ein großer Raum, ohne Fenster.
Der Abzug des Kamins war wohl verstopft; Das Feuer in dem gemauerten Kamin zog nicht richtig und verbreitete deswegen ein unangehmes Zwielicht, genau wie die rußigen Talgkerzen die auf diversen Tischen standen.

Die grob behauenen Bohlen knarzten bei jedem Schritt seiner schweren Stiefel.
Seine schweren Stiefel bei jedem Schritt auf den grob gehobelten Bohlen.
Der fette Wirt hinter der Theke starrte ihn kurz an, zuckte mit den Schultern und polierte weiterhin mit einem schmierigen Tuch ein gesprunges Schnapsglas.

Die "Theke" bestand ansich nur aus halbierten Baumstämmen, noch nicht einmal wirklich behauen.
Avalos klopfte kurz auf den Tisch und machte eine deutliche Geste. "Was zu trinken. Jetzt." Mehr sagte er nicht.
Der Fettwanst ächzte und holte eine halbleere Flasche aus einer Kiste hervor. Allein schon die Farbe und die kleinen Bröckchen im Getränk sahen ekelerregend aus.
Mit einem leisen pfop! zog er den angeschimmelten Korken aus der Flasche und füllte mit einigem Schwung das Schnapsglas, das er eben noch poliert hatte. Allerdings verschüttete er den größten Teil der Flasche.
Statt die Flasche wieder wegzustellen, setzte er sie sich an den Hals und trank den Rest, was er danach mit einem Rülpser quittierte. Offenbar trank der Schankwirt mehr seinem eigenen Gesöff als seine Gäste.

Mit der Rechten umschloss der Schatten das kleine Schnapsglas. Winzige Sprünge durchzogen das Glas, aber noch hielt es dicht; auf der Rückseite war einst ein kleines Symbol in das heiße Glas gesetzt worden. Die Zeit hatte es unkenntlich werden lassen.
Aus den Augenwinkeln nahm er die Kneipe genauer unter die Lupe.
Tavernen waren im Allgemeinen ein guter Stimmungsindikator. In guten Zeiten waren sie gefüllt mit musizierendem Wandervolk, mit Huren und Geschäftsleuten, mit Gesellen und Lehrlingen der Handwerkszünfte, die ihren letzten Münze versoffen.
In schlechten Zeiten, In Zeiten von Hungersnot, Tod und Pest, Krieg und Tyrannen sah es jedoch anders aus.
Söldner, Halsabschneider, Verbrecher und Männer, die Haus und Hof, Frau und Kind verloren hatten...und sich mit ihrem letzten Hab und Gut zu Tode soffen.
In einer dunklen Ecke saßen zwei Zecher, die mit Würfeln spielten. Vor dem schlecht ziehenden Kamin zwei weitere Gestalten, deren Formen aber merkwürdig eckig waren.
Rüstungen unter den Umhängen.

Er setzte das Schnapsglas an den Hals und leerte es mit einem Zug.
Schmeckte leicht nach Wacholder. Verschimmeltem Wacholder. Und furchtbar stark, dagegen war Zwergenbier oder Hrotgars Maulbeerenschnaps gerade zu harmlos. In solchen Kaschemmen war es besser, harten Alkohol zu ordern - Den konnte man nicht ganz so leicht panschen wie Met, Wein oder Bier.

Aus den Augenwinkeln sah er, wie der Größere von den beiden Gestalten sich leicht zu seinem Kompaignon herunterbeugte und in Avalos Richtung wies. Der kleine Dicke lachte kurz und nickte.

Der Wirt schaute angestrengt in die falsche Richtung.

Statt sich umzuschauen, verließ er sich auf sein Gehör. Der Lange trug einen schlecht geölten Bänderpanzer. Längs angebrachte MetallSchienen, die vorallem gegen Wuchtwaffen Schutz boten, aber gleichzeitig relativ leicht waren. Gegen Stichwaffen allerdings.... Fand die Klinge den Weg zwischen den Metallbändern hindurch, war man so gut wie tot.
Man hörte, wie das Leder an den Dehnungsfalten zwischen dem Metall ächzte.
Der kleine Dicke hingegen ein dicht gewobenes Kettenhemd - eines der Besseren Sorte, aber rostig. Letzteres konnte man hören, wenn man wußte wie sich ein geöltes Kettenhemd anhört, wenn die Ringe gegeneinander scheuern.

Sie standen hinter ihm. Deswegen sahen sie auch nich, wie seine linke Hand unter seinem Umhang verschwand und den Dolch im Futteral des Oberschenkelpanzers löste. Das geschwärzte  Leder knirschte leise.

"Werter Herr, dies sind unsichere Tage, in denen ihr reist."
Der Lange verbeugte sich leicht.
"Wegelagerer und Banditen überall. Welch ein Glück, Nein, Euer Glück, dass ihr uns getroffen habt.
Zufällig sind mein Gefährte und ich...Reisebegleiter. Wir begleiten euch und eure Waren, werter Händler, für nur einen geringen Lohn."
Der Dicke grinste frech und fuhr sich mit der Zunge über die Zahnstumpen.

Avalos drehte sich nicht um.
"Verschwindet. Ich brauche euren "Schutz" nicht. Ihr wisst nicht, mit wem ihr euch anlegt."

Die Zecher hatten aufgehört zu würfeln. Der Wirt schaute demonstrativ weg.
Das nasse Holz im Kamin zischte leise.

"Ihr versteht wohl nicht.... Ihr werdet uns bezahlen, so oder so.
Ansonsten werden wir.... uns für unsere Mühen nehmen, was uns zusteht."
Der Kleinere von beiden zog sein Schwert und lachte gehässig.
Baldor, diese Händlerratte meint wohl, er könnte auf sich selbst aufpassen."
Er lachte gackernd und spekulierte darauf, dass der "Händler" sich jetzt widerstandslos seine Münzen abnehmen lassen würde.

Avalos seufzte und gab dem Wirt ein Zeichen nachzuschenken.
Die Zeit schien sich zu dehnen. Adrenalin schoss durch seine Venen. Dem Wirt fiel ein Tropfen Schweiß auf das speckige Wams, das seine Wampe nicht zu zügeln vermochte.
Das gefüllte Glas setzte er sich an den Mund und trank erneut mit einem Zug.
Als es leer war, ballte er die Faust und das Schnapsglas knackte, und zersprang dann.

"Natürlich gewährt ihr Reisenden Schutz. Ihr begleitet sie auf ihren einsamen Wegen, bis eure Wegelagererkumpanen euch eure Schützlinge abnehmen. Einer der ältesten Tricks."

Innerhalb des Bruchteils einer Sekunde zog er seinen Dolch und rammte ihm den Größeren von Beiden in die Magengrube, bis zum Heft. Die Schneide fraß sich knirschend durch das nietenbesetzte Leder zwischen den Metallbändern.
Einen Moment starrte er den Dolch an. Dann Avalos. Dann wieder den Dolch. Sein Mund öffnete sich, aber kein Ton kam ihm über die Lippen.  Man dachte beinahe, dass die Zeit stillzustehen schien.
Und dann hörte man es tropfen. Immer schneller, bis sich eine Lache aus Blut zu seinen Füßen ausgebreitet hatte.
 In Avalos Ohren hörte sich jeder Tropfen, der auf dem Boden auftraf, wie reinster Donnerklang an.
Dann brachen seinem Feind die Knie und er fiel scheppernd auf die Seite.
Und dann sah er auch schon diese rostige Klinge auf sich zuschießen. Er tauchte unter dem Hieb weg, trat seinem Gegner ins Gemächt und zog seine eigene Klinge.
"Lasst uns tanzen!"
Der Dicke pflegte einen pfiffigen Kampfstil, voller Finten und schnellen Schlägen.
Aber er wirkte so...plump. Noch spielte er nur mit ihm, er wollte die Angst in seinen Augen sehen, wenn er merkte, dass er sein Leben verwirkt hatte.
Schließlich fing der Kampf ihn an zu langweilen. Also provozierte er einen wuchtigen Über-Kopfschlag, und stieß dem Feind einfach die Klinge durch die Brust.
Das zweifache Knirschen der gesprengten Kettenringe verriet ihm, dass die Klinge an dessen Nacken wieder ausgetreten war.

Mit einem Ruck zog er das blutige Schwert aus dem Toten und bemerkte dann zu seinem Erstaunen, dass der Andere noch am Leben war.

Er beugte sich zu ihm runter und flüsterte ganz leise: "Euer Tod sei mein. Ihr sterbt durch Avalos Hand."
Dessen Augen weiteten sich vor Furcht und Unglauben.
Der Schatten blickte ihm unvermittelt in die Augen, während seine Linke selbstständig sich um den Dolchgriff schlossen.
"Und jetzt sterbt endlich." Mit einem Ruck zog er ihm die Klinge durch den Bauch, bis die Schneide am Brustbein entlangschabte.
Die Augen trübten sich, vor Schmerz und Angst verzerrt. Dann lag er still.

"Dieses ganze Kaff ist nur eine Fassade für die Wegelagerer, nicht wahr?"
Er war jetzt gefährlich leise geworden.
Deswegen sieht es hier so heruntergekommen aus. Die Reisenden bleiben aus, die ihr ausrauben könnt. Die Verderbnis, der Krieg und die Grenzscharmützel machen euch das Leben schwer nicht wahr? 
Aber nicht mehr lange."

Der Wirt zog ein Schlachtermesser unter der Theke hervor, die beiden Zecher kamen an mit leichten Äxten.

"Das kann ja heiter werden. Also, wer will tanzen?" Er lachte grausam, grausamer als der personifizierte Tod selbst.

Als er den Ort verließ, erhellte Feuer und Glut die Nacht. Niemand war mehr am Leben. Selbst die abgemagerten Kinder von vorhin würden brennen.... Lächerliche Kreaturen, mit ihren winzigen Messerchen.


-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wochen später sollte ein Trupp Soldaten vorbeiziehen, auf der Suche nach besagten Wegelageren. Das einzige was sie fanden, war der niedergefackelte Weiler und fast dreißig verkohlte Leichen.
Die Krieger murrten, sie wollten nicht bleiben. Der Ort sei bestimmt verflucht...

Nur ein Dämon war zu einem solchen Blutbad befähigt, mutmaßten sie. Wie wahr, wie wahr.

#828
govi1

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Lyna sah nicht, dass Jule und Bella miteinander flüsterten. Sie nahm einen der Spiesse entgegen und stiess ihn durch ihr Fleischstück, ehe sie ihn so am Boden befestigte, dass er von selbst hielt und sie so beide Hände frei hatte. Sie packte die Innereien des erjagten Rehs aus und warf sie dem Mabari hin- hoffentlich würde er dann in Zukunft freundlicher auf sie reagieren.



Die Dalish setzte sich zu ihren Freundinnen und legte Avalos Portion auf die Seite. Wo der sich bloss herumtrieb? Seufzend ergriff sie ihren Spiess und hielt das Fleischstück weiterhin über der funkelnden Glut. Der Geruch gebratenen Fleisches stieg ihr in die Nase, ihr Magen meldete sich knurrend, machte ihr bewusst, wie hungrig sie doch war.



Ihr Blick glitt zum Himmel, der sich langsam aber sicher verdunkelte. Die Sonne war schon fast unter dem Horizont, entsandte nur noch wenige Strahlen, die die Wolken und den Himmel rötlich erschienen liessen. Einige Sterne hatten schon zu strahlen begonnen, kleine weisse Punkte, die hoffnungsvoll gegen die voranschreitende Dunkelheit kämpften.


#829
Lady Valkia

Lady Valkia
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Valkia merkte das etwas nicht stimmte, und als sie ihren Kopf leicht nach hinten drehte,

sah sie aus den Augenwinkeln eine weiß gekleidete Frau. Sie sah nicht normal aus, ein weißer

Schimmer umgab sie, der böse wirkte. Vielleicht war es ein Art Rache Geist, oder so etwas wie

eine verhasste Waldhexe, die jeden hier im Wald töten wolle, der an ihr vorbei kam.



Als Sie zu Ripper schauen wollte war er plötzlich wie vom Erdboden verschluckt, und Valkia bekam

eine Gänsehaut. Sie wusste das dieser Geist, was ihn mitgenommen hatte, möglicher weiße auch sie

mitnehmen würde, und sie könnte nichts dagegen tun, da sie zu schwach dafür war. Sie dachte nach.

„Was mache ich jetzt nur? Entweder werde ich mitgeschleppt, oder ich renne um mein Leben.“ Sie entschied

sich für die 2. Variante, und lief so schnell wie sie ihre Füße nur tragen konnten. Valkia rannte und rannte,

sie war nun bestimmt schon 1 km gelaufen, als sie langsamer wurde, und plötzlich anhielt. Immer noch befand

sie sich im Wald, stützte sich mit ihren Händen auf den Knien ab, und atmete hastig. Eine Pause würde bestimmt

gut tun, und dunkel war es mittlerweile auch schon geworden.



Sie blickte um sich, und fand ein geeignetes Plätzchen um ein Lager aufzustellen. Während sie dort hinging,

nahm sie noch ein paar Stöcke und Äste mit um ein Lagerfeuer zu entfachen. Sie schmiss ihren Rucksack gegen

den gegenüber stehenden Baum, und legte das Holz auf eine Haufen. Dann legte sie erstmal Schild und Schwert ab,

direkt neben sich – griffbereit. Den Stab stellte sie gegen den Baum. Dann hob sie kurz ihre Hände über die Hölzer

und sagte einen kleinen Vers auf.

„Mögest du brennen, mir Licht und Wärme geben.“

Und ein großes Feuer entfachte sich. Sie holte ihre Matte, und Decke heraus und legte sich erstmal hin.

Bevor sie überhaupt einschlafen konnte, riss sie etwas ins Nichts. Das war bestimmt dieser Dämon.



Sie blickte sich erstmal um, und ging ein Paar schritte. Auch wenn sie wusste wo sie war, fühlte sie sich

in dem Moment verlassen. Sie war ganz alleine und es gab noch diesen Dämon der von ihr Besitz ergreifen wollte.

Und wenn man vom Teufel dachte, zeigte er sich auch. Er schickte ein paar Diener vor, die Valkia angriffen.

Allerdings waren diese nicht stark und Valkia besiegte sie mit ein paar kleinen Zaubersprüchen.



Doch dann zeigte sich der Dämon, der hinter ihr her war.

„Hmm. Endlich begegnen wir uns wieder. Ihr habt mir noch etwas zu geben, - harharhar.“ sagte der Dämon,

und Valkia antwortete.

„Ihr werdet meinen Körper nie bekommen, und ich werde dem jetzt ein Ende setzen. Ihr werden sterben Dämon.“

daraufhin lachte der Dämon nur.

„Wisst ihr meine kleine, ihr werdet eure Blutmagie Talente verlieren, wenn ihr mich tötet. Falls ihr es

überhaupt schafft, - harharharhar.“ und er lachte wieder auf.

Valkia meinte nur: „Das ist mir egal, solange ich euch los bin.“ und griff an. Sie wirke ein Seelengefängnis

und es hob den Dämon leicht in die Luft. Damit war er bewegungsunfähig. Sie wirkte ein paar mal Eisige Umarmung,

schoss ein paar Arkane Bolzen ab, und gab ihm schließlich den Rest mit ihrem Schwert. Der Dämon seufzte nur noch,

verbrannte und verschwand. Valkia wusste nicht ob sie ihn besiegt hatte, oder er einfach abgehauen war. Doch jetzt

war er fürs erste mal verschwunden, das war er was zählte. Paar Sekunden darauf verschwand sie aus dem nichts,

und wachte Hustend auf.



Sie richtete sich auf, hielt die Hand an ihren Kopf und seufzte. „Was ist denn jetzt passiert?“

mehr kam nicht heraus, denn sie war nun zu sehr erschöpft. Valkia flog wieder auf ihre Matte und

verfiel in einen Tiefen schlaf.

#830
Bellandyrs

Bellandyrs
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Sie war satt und zufrieden - und rechtschaffen müde. Die Nacht machte sich bemerkbar. Aber Bella genoß es, endlich wieder den Himmel und die Sterne sehen zu können, zu wissen, welche Tageszeit gerade war.

Bella gähnte herzhaft. Wo Avalos wohl blieb? Er hatte lediglich von einigen Stunden gesprochen. Hoffentlich war ihm nichts zugestossen, aber diesen Gedanken verwarf Bella schnell wieder.

Sie blickte die Gefährtinnen an, und sah in ihren Gesichtern die gleiche Müdigkeit. Auch wenn es hier sicher zu sein schien, es war trotzdem sinnvoll, dass je eine von ihnen Wache hielt - und sei es nur, um auf Avalos beziehungsweise seinen Boten zu warten. Nur - wer übernahm freiwillig die erste Schicht? Sie runzelte leicht die Stirn, aber dann fiel ihr etwas ein.

Hastig schnitt sie drei Zweige ab, zwei davon mit der gleichen Länge, einen davon ein wenig kürzer.
Sie nahm alle drei in die Handflächen, so dass sie oben gleich lang herausstanden.
Damit ging sie zu den beiden Elfen:

"Zieht je einen Ast, wer den kürzeren hinterher in der Hand behält schiebt die erste Wache."

Lyna zog eines der Stäbchen, Jule überlegte und nahm dann jedoch das von ihr aus gesehene rechte. Dann verglichen sie. Jule jauchzte erfreut auf, als sie bemerkte, dass sie nicht zuerst dran war. Auch Lyna grinste über beide Ohren, und Bella seufzte resigniert auf. War ja klar.. andererseits hatte sie lieber noch die erste Schicht, als die mittlere.

Die Zwergin suchte sich einen Baumstamm, auf den sie sich setzen konnte, und das Lager im Blick hatte. Allerdings ging sie immer wieder eine kleine Runde, um nicht Gefahr zu laufen, einzuschlafen. In der Zwischenzeit hatten es sich Jule und Lyna gemütlich gemacht, und hatten zuvor nochmal Holz nachgelegt. So flackerte das Feuer lustig vor sich hin und spendete Wärme.

Modifié par Bellandyrs, 14 mars 2010 - 08:37 .


#831
Guest_Juleiila_*

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Jule breitete ihre Matte gegenüber von Lyna aus und machte es sich bequem. Zuerst legte sie sich auf den Rücken, und blickte in den Klaren Himmel. Es waren viele Sterne zu sehen, und alle leuchteten und glänzten. Jule erinnerte sich an ein Gedicht , das ihr mal eine Freundin aus dem Gesindeviertel vor langer Zeit erzählt hatte.

"Sie blinken abends am Himmel,
Und wenn du des Nachts aufschaust zu ihnen, dann spenden sie dir Trost.
Einen Himmel ohne Sterne kann ich mir nicht vorstellen.
Einen Himmel ohne Sterne gibt es nicht.
Würden die Sterne untergehen, würde meine Welt zerbrechen.
Sie würde zerbrechen wie eine Glaskugel,
Sie würde auf den Boden der Realität prallen und in tausend Teile zerspringen.
Und keiner wäre da, die Scherben aufzusammeln.
Denn mit den Sternen gehe auch ich unter.
Ohne Sterne kann ich nicht leben.
Sterne begleiten dich, sie hören dir zu, und geben dir das Gefühl unendlicher Freiheit.
Einen Stern kannst du nicht einfangen,
Nicht festhalten.
Die Wärme, die von Sternen ausgeht, ist einzigartig.
Nirgends wirst du sie finden,
Wenn du auch noch so lange suchst.
Wir sind aus Sternen gemacht, wir tragen einen Teil in uns.
Jeder von uns kann ein Stern sein.
Er muss nur fest daran glauben.
Sterne waren immer da.
Sterne werden immer da sein.
Ganz gleich, was geschieht"


Diese Geschichte gab Jule immer mut, und dadurch bekam sie ein Gefühl das immer jemand für sie da war. Jule setzte ein leichtes lächeln auf, und drehte sich zur Seite so das sie zu Lyna schauen konnte. Mit einer Hand stütze sie ihren Kopf und sagte.
"Lyna, was haltet ihr eigentlich von Avalos? Ich meine ... immerhin hat er euch in fast durchsichtigen Handtüchern gesehen, und euch meine Liebe genannt. " Jule wartete gespannt auf eine Antwort. Sie wusste ja wie Bella über ihn dachte, und auch wie Jule selber über ihn dachte, nur von Lyna hatte sie noch keine Meinung gehört.

Modifié par Juleiila, 14 mars 2010 - 09:52 .


#832
Guest_Juleiila_*

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Hab ausversehn mein post zitiert xDDD

Modifié par Juleiila, 14 mars 2010 - 09:52 .


#833
xX Ripper Xx

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OOC:



Mhm...ich wollte nur mal so erwähnen...das ich erst in paar Tagen wieder was schreiben werde. : )


#834
govi1

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Lyna erötete, nur gut, dass das niemand in der fortgeschrittenen Dämmerung zu sehen vermochte. Die Geschichte mit den Handtüchern hatte sie schon fast vergessen... oder verdrängt. Sie dachte über Jules Frage nach, wollte keine unbedachte Antwort geben.



"Was ich über Avalos denke... keine einfache Frage, die Ihr da stellt." Sie seufzte und kroch unter ihre Decke- zwei Sekunden später ragte nur ihr Kopf auf der einen Seite heraus. So wars gemütlich, kuschelig und warm. Sie schaute wieder zu Jule.



"Dieser Mann hat viele Gesichter... und zeigt sie nur, wenn sie ihm in irgendeiner Weise einen Vorteil verschaffen können. Er berechnet jede Situation, in der wir geraten, jede Entscheidung beruht auf eiskaltem Kalkül, dabei kommt sein wahres Ich nie zum Vorschein. Es ist schwierig, sich eine Meinung über ihn zu bilden, wenn man seine wirkliche Natur nicht kennt."



Sie blickte zu den Sternen, die jetzt schon zahlreicher vom Nachthimmel funkelten. Auch der Mond hatte sich erhoben, eine blasse, weisse Scheibe, durchfurcht und mit grauen Kratern gespickt. "Aber dennoch... manchmal dringt seine wahre Persönlichkeit durch, erinnert Euch an den Kommandanten der Geisterzwerge. Wie er da musiziert hat, mit welcher Fröhlichkeit... in solchem Momenten mag ich ihn, ja."



Ihr Blick glitt wieder zu Jule. Sie hoffte, damit ihre Frage beantwortet zu haben. "Wieso fragt Ihr denn?", wollte sie dann wissen.

#835
Guest_Juleiila_*

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Jule blickte nochmal rüber zu Bella, um zu schauen ob sie schon noch da war, und zwinkerte ihr zu. Dann wickelte sie sich in ihre Decke ein und wante sich wieder Lyna zu. Wieso sind alle nur so Neutral gegenüber Avalos? Jule verstand das überhaupt nicht, aber es musste wohl an seiner Anziehungskraft liegen.

"Hmm nur so. Nur von Euch hatte ich noch keine Meinung, die wollte ich einfach wissen." und Jule zwinkerte Lyna zu. " Was haltet Ihr eigentlich von Bellas gefühlen gegenüber Avalos? Ihr habt es doch auch schon mitbekommen." Jule seufzte. "Ich habe ehrlichgesagt Angst um sie. Nicht das sie da in etwas hineinreitet was sie verletzen könnte. Und genau so sieht es im Moment aus, denn ich erkenne nicht das Avalos in irgend einer Art und Weise ihre Gefühle erwidert."

Jule seufzte nochmals und setze eine traurige Miene auf, den Blick behielt sie bei Lyna.

#836
govi1

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Lyna musste lächeln. "Wo die Liebe hinfällt, was?" Sie schloss kurz die Augen, um die Wärme zu geniessen, die sich langsam unter der Decke ausbreitete und kribbelnd über ihren Körper fuhr. Sie räusperte sich, schielte zu Bella, um sich zu vergewissern, dass die Zwergin ja nichts von ihrem Gespräch hörte.



"Ich glaube, Bella ist bewusst, dass Avalos nicht unbedingt der geeignete Mann ist, um sich zurückzuziehen, eine Familie zu gründen und gemeinsam alt zu werden. Sie weiss, dass er ein Dämon und vielleicht gar nicht zu Liebe fähig ist."



Lyna dreht sich auf die Seite, um besser zu Jule schauen zu können. "Aber seien wir mal ehrlich... geheimnisvolle und gefährliche Männer haben ihren Reiz, nicht wahr? Hoffen wir nur mal, dass sich Bella nicht zu sehr in diese Sache hineinsteigert..."

#837
Guest_Juleiila_*

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Jule redete nun leiser, man konnte es schon flüstern nennen.

"Ich HOFFE doch sehr, das es ihr bewusst ist. Das wäre ein zu großer Tiefschalg für sie, wenn sie sich so sehr an ihn klammert."

Jule musste grinsen. "Ja sie haben ihren reiz, aber auf mich hat Avalos keinen." sie seufzte. "Jetzt bleiben ja nur noch wir beide aus, wann wir wohl unsere Traum Männer treffen werden?" fragte sie und kuschelte sich noch weiter in die Decke. Der Hund hatte es sich auch neben ihr bequem gemacht, und er spendete Jule noch weitere Wärme.

#838
govi1

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Lyna setzte ein trauriges Lächeln auf. "Als Dalish hat man da es nicht leicht... ich habe eigentlich gar keine andere Wahl, als einen der Dalish-Elfen zu nehmen. Ich würde nur den Clan verärgern, wenn ich einen anderen nehme. Sie würden mich sogar ausschliessen, wenn mein Geliebter ein Mensch wäre, einer dieser Shem."



Sie seufzte. "Aber schlimm ist das nicht... als eine der wenigen Dalish hat man nun seine Pflichten, nicht wahr? Ausserdem... gefällt mir die Vorstellung. Der Wald ist meine Heimat, das ist mir in den Tiefen Wegen bewusst geworden. Nur im Wald bin ich frei, kann ich meine eigene Persönlichkeit ausleben. Ich glaube, nur ein anderer Dalish kann diese Naturverbundenheit verstehen."



Sie dachte an den Clan, an ihre Verwandten und Freunden. Sie vermisste sie... ihre Lachen, ihre Fröhlichkeit. Lyna lächelte Jule an.



"Und auf wen habt Ihr ein Auge geworfen?"

#839
Guest_Juleiila_*

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"Ach herjeh." antwortete Jule. "Ihr müsst unbedingt einen aus dem Clan nehmen? Mir wäre es eigentlich egal. Ob Mensch, Zwerg oder Elfe. Hauptsache er liebt mich so wie ich bin." Jule grinste. Die vorstellung mit einem Zwerg zusammen zu sein war doch ganz lustig. Ein kleiner Zwerg, und eine Große Elfe. Sie müsste sich immer hinunter bücken.



"Im Moment habe ich meine Augen auf noch keinen Gerichtet. Wie denn auch wenn wir niemanden begegnen? Nur Rippers geheimnissvole Art gibt mir Rätsel auf. Vielleicht ist er doch nicht so wie er sich gibt. Was denkt Ihr?" sagte Jule, und umarmte Rippers Hund. Der würde sie schon zu Ripper führen.

#840
govi1

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Lyna stockte. Eine Elfe und ein Zwerg... geht das überhaupt? Wahrscheinlich nicht. Aber sie stellte sich das Kind vor, das einer solchen Beziehung entspringen könnte und musste sich ein Lächeln verkneifen. "Ihr könnt Euch glücklich schätzen, frei wählen zu dürfen." Sie blickte Jule an. Sie war hübsch, in ihrem Clan würde sie zweifellos von heute auf morgen einen Verehrer finden. "Dalish sind keine schlechte Partie, wenn ich das mal so sagen darf. Sehr bodenständig und bedacht."



"Ripper?", wiederholte sie, "ich kenne ihn kaum. Nur seinen Hund, der anscheinend nicht besonders leiden kann." Lyna hob den Kopf, um den Mabari sehen zu können. Dieser döste friedlich vor dem Feuer und leistete so auf stumme Art Bella Gesellschaft. "Erzählt mir doch von ihm."

#841
Guest_Juleiila_*

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Jule zog die Beine an, da der Hund nun Bella gesellschaft leistete, wurde es Jule kälter. Dann blickte sie wiedermals zu Lyna und setze ein verzweifeltes Grinsen auf.

"Nun ja, so ganz kann ich doch nicht Frei wählen. Das wird auch Probleme geben. Wenn ich mit einem Menschen oder Zwergen ankommen würde, ich gehe doch ins Gesindeviertel. Und dort wird man verheiratet, und verachtet wenn man mit Menschen oder Zwergen heiraten würde."

Dann lächelte sie wieder.

"Also Ripper, ich weiß nicht was ich über ihn sagen soll. Ich habe ihn damals in der Taverne zum Schwarzen Ritter kennen gelernt, genau wie Allie und Bella." Ihr Atem stockte. "Er saß immer gegenüber vom Kamin, Kopf gesenkt und ganz bedrückt. Er erzählte mir er habe eine schwere Kindheit gehabt, wegen seinem Vater. Ich habe mittlerweile aber schon vergessen weshalb. Es gibt wichtigeres das jetzt Zählt. Zumbeispiel wir. Also Ihr, Bella, Avalos und ich." Jule musste einmal Gähnen, es war devenitiv schon Spät geworden, jedoch schlafen wollte sie noch nicht. Sie führte gerade ein sehr angenehmes Gespräch mit ihrer Schwester. Wenn sie sie denn noch so nennen durfte.

#842
govi1

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"Hmm", murmelte Lyna schläfrig. Da hatte sie aber recht. "Das Schicksal hatt einen merkwürdigen Sinn für Humor... vereint zwei Elfen, eine Zwergin, einen Dämon und einen Hund. Auf dass sie die Welt retten."



Sie wischte sich eine dunkle Haarsträhne aus dem Gesicht. "Hätte mir vor wenigen Monaten jemand erzählt, was alles auf mich zukommen würde... ich hätte es für einen schlechten Witz gehalten, ehrlich." Sie zögerte, fuhr dann fort. "Ich hatte mich nie zu etwas derart Grossem berufen gefühlt, dachte, ich würde mein ganzes Leben im Wald verbringen."



Sie gähnte leise und verstohlen. Müde war sie schon, nach so einem Tag war es auch kein Wunder. Aber die nächste Gelegenheit, wieder so ein ruhiges Gespräch führen zu können, würde so bald wohl nicht wieder kommen.

#843
Guest_Juleiila_*

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"Ja das ist wirklich komisch." kicherte Jule. "Aber ich bin froh das es so gekommen ist. Das ich euch alle kennen lernen durfte. Auch ... auch wenn wir eine freundin verloren haben." und Jule blickte traurig nach unten.

Dann blickte sie wieder nach oben und grinste. "Ja das hätte ich auch nie geglaubt. Aber es ist nunmal so gekommen. Ich dachte eigentlich ich hätte endlich ruhe, war jeden Abend in der Taverne trank Bier und aß Käse. Und plötzlich werde ich wiedermals in eine Mission mit hineingezogen. Aber was solls." und Jule zuckte mit den Schultern.

Langsam wurde es immer Kälter, und auch etwas Nebel zog auf. Jule fing schon an leicht mit den Zähnen zu klappern. "L-L-y-y-n-naaa ..." bibberte sie. " darf ich mich zu euch legen?" jedoch auf eine antwort wartete sie nich. Sie packte einfach ihre Matte und ihre Decke und kuschelte sich zu Lyna. So wurde es auch wieder warm, und einsam fühlte sie sich auch nichtmehr.

#844
MagicBullet

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Bevor er Feuer an die morschen Bretterbuden und an die vielen Leichen gelegt hatte, stahl er sich eins der Pferde aus dem Stall.

Inzwischen war es Nacht geworden, und dem erbärmlichem Gaul stand der Schaum vorm Maul.
Unerbittlich rammte er ihm die Fersen in die Seiten. Die Zeit lief ihm davon, dieses einseitige Blutbad hatte ihm schon zuviel Zeit gestohlen.

Und würde ihm noch viel mehr stehlen, wenn er den Wachen erst einmal erklären musste, woher das ganze Blut stammte, mit dem sein Lederpanzer besudelt war....


Unter ihm keuchte der Gaul noch einmal kurz auf und brach dann zusammen, im vollen Gallop
Mit einer gekonnten Sprung rollte er sich über den Hals des Tieres ab und landete bei voller Geschwindigkeit im aufgeweichten Straßenmatsch, während das zusammengebrochene Tier sich beim Fallen mehrmals überschlug und ihn nur um Haaresbreite verfehlte.

Sein Atem ging nicht schneller als normal.
Das Pferd war eh nur ein schwacher Abglanz der Streitrösser, die die schwere Reiterei Tevinters einstmals so unbezwingbar erscheinen ließ...
Fünf oder sechs Meilen bis zu den Stadttoren. Und bis er dort war, würden sie die Tore längst verbarrikadiert haben.

Er lächelte böse. Verrammelte Stadttore waren nur ein trügerischer Schutz.
So manche Stadt wurde nicht von Armeen zu Fall gebracht, sondern durch Krankheit und Hunger.
Oder aber, indem man sich mit ihm anlegte.

Weniger als eine halbe Stunde vergingen, bis er an den Fundamenten der Stadtwehr stand.
Solides Mauerwerk.  Würde einer Belagerung wochenlang standhalten können, bis sie fiel. Oder erklommen wurde.

Prüfend strich er über das Mauerwerk. Die Ritzen waren allesamt verputzt, und ohne jeden Makel. Genauso gut hätte man auch versuchen können, einen Wasserfall hinaufzuklettern.

Aber die Wachtürme?
Er blickte sich um und huschte in den riesigen Schatten der Befestigung. Das Fundemant war aus massivsten Granitblöcken. Weiter oben war der Turm ebenfalls verputzt, aber da er ein Stück weit aus der Mauer hinausragte, konnte er sich im Winkel zwischen Mauer und Turm festklammern.

er nahm ein paar Schritte Anlauf und fing an, wie eine Eidechse das Mauerwerk zu erklimmen.

Es war schweißtreibend, weil er sich nur durch die Muskelspannung halten konnte. Kaum Stellen wo er sich festhalten konnte.

Unter den Zinnen hielt er inne und wartete. Und tatsächlich, schon von weitem waren die schweren Schritte von stahlbeschlagenen Stiefeln zu hören. Patroullierende Wachen.
Er ließ sie ziehen. Wegen dem Lärm eines Kampfes machte er sich keine Sorgen... er wußte durchaus leise zu töten. Aber fehlende Wachen würden auffallen.

Und auffallen würden sie noch genug... Und aus jeder unbedachten Handlung konnten ihm seine baldigen Widersacher einen Strick drehen.
Sollte bekannt werden, dass er ein ganzes Dorf abgeschlachtet und angezündet hatte.... Obwohl sie mit Wegelagerern unter einer Decke steckten, aber solche Details wurden in der Politik in den Marschen mal gerne "vergessen".

er schwang sich im Schatten einer vorbeiziehenden Wolke über die Mauer und sprang von da aus auf ein nahegelegenes Flachdach....

Und die Geräusche aus besagtem Haus ließen nur einen Schluss zu. Er lächelte anzüglich und war versucht, schallend aufzulachen.
Egal wo, egal wann, Bordelle änderten sich nie....

Leise, rutschte er das Dach hinunter und sprang die letzten paar Meter in eine dunkle Gasse.

Trotz der fortgeschrittenen Stunde waren noch viele Leute unterwegs. In der Masse fiel er nicht weiter auf.
Er ließ sich einfach in Richtung des Landthings treiben - einer großen, villenartigen Anlage.

Die freien Marschen waren sozusagen ein Freihandelshafen. Hier wurde verkauft, gekauft, gehandelt. Gold, Sklaven, Waffen, Söldner, nichts, was man hier nicht fand.
Die Marschenbewohner rühmten sich desöfteren ihres Geschäftssinnes, und noch öfter mit ihrer Prunksucht.
Jeder, der es sich leisten konnte, führte ein verschwenderisches Leben. Zumindest versuchte es jeder, der außerhalb der Slums lebten konnte.

Und dieser Palast war das beste Beispiel. Geschmückt mit Ziersäulen, riesigen Statuen und Balkonen und Erkern an jedem Stockwerd - und davon immerhin vier!

Die Soldaten hier, abkommandiert zum Schutz des Adels beim Landthing, trugen vergoldete Rüstungen, mit Pferdebusch verzierte Helme und reichhaltige Schilde. Ihr Anblick war atemberaubend.
Aber ihre soldatischen Qualitäten wohl eher mittelmäßig.

Er löste sich unauffällig aus der vorbeziehenden und anonymen Menschenmenge und drückte sich in die Schatten einer Reiterstatuette.

#845
govi1

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Lyna musste lachen. "Aber klar, kommt nur her." Als sie Jules Körper an ihren spürte überkam sie dann doch Besorgnis. "Du meine Güte, Ihr seid ja eiskalt." Sie zog die Decke besser um ihre Freundin, um sie aufwärmen zu können.



"Wir sollten versuchen zu schlafen... sonst plappern wir Bellas ganze Nachtschicht durch und müssen dann hundemüde Wachdienst schieben. Wer weiss, vielleicht ist ja Avalos dann wieder hier, wenn wir aufgewacht sind. Zu wünschen wäre es jedenfalls."



Schliesslich konnten sie nicht einfach ohne ihn losziehen. Sie gähnte ein letztes Mal und schloss dann die Augen, murmelte noch ein paar letzte Worte: "Gute Nach... Schwester."

#846
Guest_Juleiila_*

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Jule fühlte sich richtig wohl, und eine wärme überkam sie. "Gute nacht, Lyna. Schwester." sagte sie, legte ihren Arm um Lyna und schlief ganz schnell ein. Sie träumte von der ersten begegnung mit Lyna, im Wald. Dort saß sie ängstlich auf einem Baum, hatte sich versteckt vor Ripper und seinem Hund. Damals kam Lyna ihr schon so zierlich, und über aus nett vor. Und Jule war froh sie auf der Mission dabei zu haben.

So tief und fest schlief Jule schon lange nichtmehr, es sah aus als würde sie nach Jahren ihren ersten Schlaf bekommen.

#847
MagicBullet

MagicBullet
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ooc:

O0 heiß..... Muhahahahah *dreckig lach*


edit: Wer den Witz findet darf jubeln und ihn behalten. Image IPB

Modifié par MagicBullet, 15 mars 2010 - 07:20 .


#848
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
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ooc :
:P
Lyna steht aba ausschließlich auf männer^^

EDIT: @ Magic, ich finde keinen witz^^ :D

Modifié par Juleiila, 15 mars 2010 - 07:23 .


#849
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella war wieder dabei, ihre Runde zu drehen. Langsam wurde es ihr auch kalt. Es war eine sternenklare Nacht, der Mond hatte fast seinen ganzen Umfang erreicht und strahlte vom Himmel. Nur dieser leichte Bodennebel war einfach ekelhaft. Außerdem dämpfte er die Geräusche, und so mußte Bella wachsamer sein als zuvor.



Auf den Hund wollte sie sich auch nicht verlassen, der lag vorm Feuer und schlief, und zwar sehr tief. Das merkte sie daran, wie er mit den Pfoten zuckte. Außerdem atmete der Mabari so dermaßen gleichmäßig, dass allein das zuhören schon einschläfernd beziehungsweise beruhigend wirkte.

Vorher hatte sie die beiden Elfinnen noch flüstern gehört, aber auch hier vernahm sie nur noch regelmäßiges Atmen.



Eigentlich genoß Bella diese Stunden der Ruhe, auch wenn sie müde war. Die Kälte hielt sie wach, und außer einer Nachtigall, die kurz ihr Lied trällerte und dann wegflog war es ruhig in der Umgebung.



Wie immer ließ Bella dann ihre Gedanken schweifen, trotzdem die Sinne geschärft um etwaige Gefahren zu erkennen.

Momentan machte sie sich Sorgen um Avalos. Vielleicht war durch sein langes Leben die Zeitspanne von ein paar Stunden anders zu werten, als sie es tat. Er war mittlerweile sicherlich schon um die acht Stunden weg, und weder von ihm noch von einem Boten war etwas zu hören. Was tun, wenn er nicht zurück kam?



Sie suchte ihre Karte raus und ging näher ans Feuer, um sie besser lesen zu können. Avalos hatte eine perfekte Karte der tiefen Wege angefertigt, aber von den freien Marschen leider nicht. Hier waren nur ein paar wenige größere Orte eingezeichnet, auch FallRemnon.

Bella suchte nach dem Punkt, wo sie die tiefen Wege verlassen hatten, um sich zu orientieren. Ah.. sie fuhr mit dem Zeigefinger den Weg nach, den sie gegangen waren und stieß tatsächlich auf die Höhle, die sie in die freien Marschen brachte. Bella betrachtete die Karte genauer. Etwas nordöstlich war die Stadt des Landthings eingezeichnet... der Erbauer allein mochte wissen, wie weit das in Wirklichkeit weg war. Aber immerhin hatte sie nun eine grobe Marschrichtung, der sie morgen folgen konnten. Allerdings hoffte sie trotz allem, dass der Bote, oder besser noch Avalos selber, auftauchen würde.



So waren ihre Gedanken wieder bei Avalos angelangt. Beim Erbauer, sie wußte dass er ein Dämon war. Und dennoch... was gäbe sie dafür, wenn sie die wenigen Jahre mit ihm verbringen könnte, die ihr blieben. Andererseits, er alterte nicht, sie würde irgendwann Falten und Runzeln haben. Bellas Vorstellung von einer glücklichen Zukunft lag darin, lieben zu können, und von demjenigen wieder geliebt zu werden. Eigene Kinder brauchte sie dazu keine. Schließlich war da ihr kleiner Neffe, und das reichte ihr. Andernfalls hätte sie sich ohnehin unter den Zwergen umsehen müssen, aber die in Orzammar würden niemals freiwillig an die Oberfläche gehen. Und die Oberflächen-Zwerge waren in der Regel ausgestossene Kriminelle, deren Weg zurück in die Stadt unmöglich war.



Der Mond war inzwischen ein gutes Stück weitergewandert, hatte das Lager fast um ein Viertel umrundet. Es wurde Zeit, Jule zu wecken, und selber schlafen zu gehen.

Also holte sie ihre Decken aus dem Rucksack hervor, legte noch einen Holzscheit ins Feuer nach, und weckte dann Jule auf. Bella legte sich aber erst hin, als Jule wirklich aus ihrer Decke gekrabbelt war und aufrecht auf dem Boden stand.

Es dauerte danach keine fünf Minuten, und sie schlief tief und fest.




#850
Guest_Juleiila_*

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Mittlerweile wurde Jule von Bella geweckt, und Jule kroch langsam und leise aus der Decke. Sie wollte Lyna nicht wecken. Als sie dann endlich stand streckte und reckte sie sich erstmal, sie hatte eindeutig zu wenig geschlafen, und zu lange gequatscht. Hoffentlich würde das nicht ihre Sinne beinträchtigen, auf einen Kampf war sie in diesem Zustand wirklich nicht aus. So raffte sie sich endlich, und ging in richtung Wald um dort Wache zu halten.

Sie ging hin und her, die Geräusche des Waldes beunruhigten sie, und auch die Schreie der Eulen. Sie drehte sich mit dem Rücken zum Wald, sodass sie ein Blick auf das Lager hatte. Doch plötzlich stand jemand hinter ihr und hielt ihr einen Dolch an den Hals. Eine unheilvolle Stimme flüsterte mit aggresiver Stimme.

"Was habt ihr mit Ripper zu tun? Rede !" Jule packte den mann an den Armen, es sah aus als würde sie sich selbst umarmen, und rüttelte rum. Kam jedoch nicht los.

"Ich weiß nicht was ihr meint" sagte Jule doch sie bekam kaum Luft. Sie tritt mit voller Wucht und ihrem Rechten Bein nach hinten, direkt in das Knie des geheimnissvollen Mannes. Der Mann lies sie automatisch los, und Jule drehte sich um. Sie packte den Mann an seinem Arm, mit dem er den Dolch festhielt, und rammte ihm den direkt in seinen Bauch. Blut lief aus seinem Mund, und damit spuckte er Jule an. Sie schnitt mit dem Dolch etwas nach oben, sodass er schneller verblutete und stoß ihn von sich.

"Stirb Abschaum." sagte sie. Als der Mann am Boden lag hustete er noch ein paar mal sein Blut aus, und verblutete letzendlich.

Jules Atem ging schneller, sie wusste eigentlich nicht was gerade passiert war. Alles ging so schnell, dem Erbauer sei Dank das sie reagieren konnte, eigentlich war sie dazu noch zu müde. Was sollte dieser Mann ? Und warum fragte er nach Ripper? Das kann doch nicht sein, das Ripper etwas getan hätte weswegen jetzt Auftragskiller hinter denen her waren, mit denen er zu tun hatte. Jule musste darüber unbedingt mit den anderen Reden, am nächsten Morgen. Sie holte ein Tuch heraus, ging zum Fluss, und wusch sich ihr Gesicht. Dieser Abschaum hatte ihr doch tatsächlich ins Gesicht gespuckt.

Dann ging sie noch ein paar mal herum, mit wachsamen Blick. Wer weiß, es könnten ja noch mehr kommen. Als ihre Schicht vorbei war ging sie zu Lyna, rüttelte diese sanft und wartete bis diese aufstand. Dann legte sie sich wieder auf ihre Matte, und zog ihre Decke über sich, auch über den Kopf. Durch den vorfall war sie so aufgeregt, und voller Adrenalin das sie überhaupt nicht mehr schlafen konnte. Das würde man am nächsten Morgen an ihren Augenringen sehen.