Jule prostete zu Bella, und trank. Sie war ganz erstaunt darüber, wie begeistert Bella von diesen Büchern war. Jule waren Bücher egal, sie waren nur Brennmaterial wenn es nachts mal kalt war. Anders hatte sie es ja nicht gelernt. Deshalb runzelte sie die Stirn.
"Alles klar meine liebe. Bücher also." Jule blickte mit skeptischen Blick zum Bücheregal, dann wieder schnell zu Bella. "Ja ich finde diesen Raum auch richtig gemütlich. Ob so einer auch in meinem Zimmer ist? Hmm heute Nacht vor dem Schlafen gehen werde ich mal nachschauen." sie grinste. Vielleicht sollte Jule auch zu einem Barbier gehen. Langsam waren ihre Spitzen kaputt, und hatten überhaupt keinen Schnitt mehr drinnen. Sie hingen einfach so da. "Also ich weiß nicht ob hier im Palast ein Barbier ist, aber in der Stadt habe ich einen gesehn. War ja schon ein zweites mal unterwegs." und sie grinste wiedermals. Der Tabak schmeckte richtig gut. Nur zu Schade das er nicht die selbe Wirkung wie das Zwergenbier hatte.
In schallendes Gelächter brach sie aus. Jule hatte ganz vergessen sich umzu ziehen, und lief in dem noblen Anwesen mit blutverschmierter Rüstung herum. "Ach das ist nichts, ich blute nicht. Das waren nur ein paar Banditen in der Stadt. Ihr hättet sehen müssen wie leichtsinnig sie waren. Die wurden anscheinend nie im Kampf ausgebildet." Und Jule lachte wiedermals lautstark
Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
xX Ripper Xx
, févr. 07 2010 02:46
#976
Guest_Juleiila_*
Posté 23 mars 2010 - 10:16
Guest_Juleiila_*
#977
Posté 23 mars 2010 - 10:18
In der Tür standen zwei Schneider - Mit einem, in braunes Papier eingeschlagenen Kasten.
Die Elfin machte einen höflichen Knicks.
Mit Verlaub, werte Frau Zwergin... Auf Befehl vom seiner Majestät und seinem alten Freund, dem Barden Avalos,
haben wir etwas vorbereitet, dass ihr heute Abend beim Dinner und beim anschließenden Ball tragen solltet.
Wir haben uns jede erdenkliche Mühe gegeben, aber wir werden wohl nicht umhin kommen, es noch...anzupassen.
Der zweite Schneider, ein überlanger Mensch mit ausladendem Schnauzer verbeugte sich ebenfalls und schlug mit einer anmutigen Geste das Papier vom Kasten.
Zum Vorschein kam ein Kleid.
Eine trägerlose Corsage, mit einem raffiniert geschnittenen Rock. Der Rock hörte eine Handbreit über dem Knie auf, war jedoch hinten bodenlang versetzt. Die längere Seite fiel wellenförmig nach unten, extravagant geschnitten und verziert.
An der Corsage selber, auf Schulterhöhe, war eine seidig glänzende Chiffon-Stola angebracht, die doppelseitig vernäht war - Selbst die Nähte wiesen ein wunderschönes Muster auf. Links und rechts der Stola waren noch blütenförmige Stickereien angebracht.
Dazu ein paar silbrige Handschuhe und weiche, elegante Stiefel der selben Farben, die bis zu den Knien reichten.
"Wir waren uns bei der Größe nicht ganz sicher, vielleicht ist es zu weit geschnitten. Wir werden sehen, und entschuldigen uns natürlich, dass wir nichts besseres zu liefern vermögen in der kurzen Zeit."
Die Elfin machte einen höflichen Knicks.
Mit Verlaub, werte Frau Zwergin... Auf Befehl vom seiner Majestät und seinem alten Freund, dem Barden Avalos,
haben wir etwas vorbereitet, dass ihr heute Abend beim Dinner und beim anschließenden Ball tragen solltet.
Wir haben uns jede erdenkliche Mühe gegeben, aber wir werden wohl nicht umhin kommen, es noch...anzupassen.
Der zweite Schneider, ein überlanger Mensch mit ausladendem Schnauzer verbeugte sich ebenfalls und schlug mit einer anmutigen Geste das Papier vom Kasten.
Zum Vorschein kam ein Kleid.
Eine trägerlose Corsage, mit einem raffiniert geschnittenen Rock. Der Rock hörte eine Handbreit über dem Knie auf, war jedoch hinten bodenlang versetzt. Die längere Seite fiel wellenförmig nach unten, extravagant geschnitten und verziert.
An der Corsage selber, auf Schulterhöhe, war eine seidig glänzende Chiffon-Stola angebracht, die doppelseitig vernäht war - Selbst die Nähte wiesen ein wunderschönes Muster auf. Links und rechts der Stola waren noch blütenförmige Stickereien angebracht.
Dazu ein paar silbrige Handschuhe und weiche, elegante Stiefel der selben Farben, die bis zu den Knien reichten.
"Wir waren uns bei der Größe nicht ganz sicher, vielleicht ist es zu weit geschnitten. Wir werden sehen, und entschuldigen uns natürlich, dass wir nichts besseres zu liefern vermögen in der kurzen Zeit."
#978
Posté 23 mars 2010 - 10:19
"Banditen die nicht kämpfen können?" Bella lachte, wurde aber darauf gleich wieder ernst.
"Ich nehme an, diese weilen nicht mehr unter den Lebenden? Hoffentlich hat das keine Folgen, Jule! Ich gehe mal ins andere Zimmer und sehe nach, wer da geklopft hat. Ich denke, derjenige hat die Schiebetür auch nicht gesehen".
Sie nickte Jule zu und ging ins Schlafgemach, ihr Weinglas in der Hand haltend.
"Ich nehme an, diese weilen nicht mehr unter den Lebenden? Hoffentlich hat das keine Folgen, Jule! Ich gehe mal ins andere Zimmer und sehe nach, wer da geklopft hat. Ich denke, derjenige hat die Schiebetür auch nicht gesehen".
Sie nickte Jule zu und ging ins Schlafgemach, ihr Weinglas in der Hand haltend.
Modifié par Bellandyrs, 23 mars 2010 - 10:40 .
#979
Guest_Juleiila_*
Posté 24 mars 2010 - 12:00
Guest_Juleiila_*
Während Bella ins Schlafgemach ging, um den Besuch zu empfangen, war Jule etwas aufgefallen. Neben dem Kamin war eine leichte Mulde. Jule kniete sich hin um es genauer betrachten zu können. Als sie die Mulde berührte und rein drückte, öffnete sich ein kleiner Schacht. Dort kroch sie hindurch, und gelang zu einer Treppe. Diese führte Säulenförmig nach unten, schätzungsweise mussten es drei Stockwerke sein. Also führte sie in den Keller.
Unten angekommen klappte ihr das Kinn hinunter. Es sah aus wie eine alte Ruine. Aber das unter einem Schloss, in einer Stadt? Jule konnte es nicht glauben. Es sah aus als wäre das ein bewohnbarer Tempel gewesen, es hatte etwas elfisches und menschliches. Jule wollte mehr herausfinden so ging sie die Gänge entlang und staunte. Vielleicht war es ja einer der Orte an dem einst ihre Elfischen vorfahren lebten, und Jule wurde neugierig. Plötzlich knisterte es und sie blieb stehen, hervorkamen ein paar erweckte Skelette die sie mit einem Schlag umhauen konnte. Die waren ganz schön brüchig die Dinger.
Sie ging weiter durch einen großen Raum, der von Säulen gehalten wurde. Altes Mauerwerk, das um die 4 Meter in die Höhe ragte. So was musste man in der Welt bekannt machen. Es war einfach wunderschön. Als der riesige Raum endete, war dort eine geheimnisvolle Tür. So jung, dumm und neugierig wie Jule war, öffnete sie diese. Sie war voller Hoffnung vielleicht ein paar Schriftrollen oder Bücher zu finden, die ihr etwas über diesen Ort erzählen würde. Doch statt dessen war dort ein Feind, An einer Leiche herum kauend. Es war ein Bronto.
Jule blieb still und bewegte sich nicht. Ihr Atem ging ganz leise, und gleichmäßig, aber der Bronto bemerkte sie trotzdem. Er drehte sich um und ging an zu Stampfen. Jule zückte ihre Schwerter und lief auf das Ungetüm zu. Sie wusste nicht ob sie es alleine schaffen würde, gegen dieses Monster zu kämpfen. Zuletzt kämpfte sie gegen einen Bronto in den Tiefen Wegen. Und das auch noch zu fünft. Wie wild stach Jule auf das Viech ein, mal rechts und mal Links. Jedoch nie an der tödlichsten stelle. Diese verfehlte sie immer. Der Bronto stoß Jule zurück, begann wieder mals zu stampfen, und lief mit dem Horn voraus auf Jule zu. Sie konnte nicht mehr ausweichen, und der Bronto stach mit seinem Horn direkt in Jules Bauch. Zwar nicht durch die Rüstung aber das Horn geriet zwischen zweier der Platten. Nun hing sie in der Luft mit großen Schmerzen, und sie schrie laut los. Solch Schmerzen hatte sie noch nie erlebt, als würde man sie ab der Bauchgegend auseinander reißen. Jule wurde gegen die Wand geschleudert. Stampfend lief der Bronto weg, durch die Tür und den großen Saal, bis er plötzlich verschwand.
Nun saß Jule auf dem Boden, an der Wand lehnend. Durch die Plattenrüstung konnte man sehen wie das Blut lief, und durch die Schmerzen kullerten Jule ein paar Tränen die Wange herunter. Sie war nicht wehleidig, doch das würde selbst der stärkste Mann nicht aushalten. Sie schrie noch einmal ganz laut auf, und zwar so das es selbst die Leute im zweiten Stock mitbekommen mussten. Seufzend saß sie da, unwissend was sie jetzt tun sollte. Sie hielt sich eine Hand an den Bauch, und schlenderte gebückt, sie hoffte das sie es bis zu den Treppen schaffen würde, vielleicht würde man sie auch entdecken. Jule kroch die Treppen hinauf, schaffte es jedoch nur bis zum ersten Stock, und sie brach zusammen. Um sie zu finden müsste man durch den Geheimgang in Bellas zimmer, doch Jule war nun bewusstlos, und wenn sie nicht bald jemand finden würde …. wäre das das Ende.
...............................
OOC: Sry leute^^ aber mir war langweilig und ich konnte ned schlafen xDD
Ich hätte die Ruinen gerne besser beschrieben, aber mir viel nicht ein wie. Vielleicht Editier ich das nochma
ich schaff es doch immer wieder für drama zu sorgen xDDD
Unten angekommen klappte ihr das Kinn hinunter. Es sah aus wie eine alte Ruine. Aber das unter einem Schloss, in einer Stadt? Jule konnte es nicht glauben. Es sah aus als wäre das ein bewohnbarer Tempel gewesen, es hatte etwas elfisches und menschliches. Jule wollte mehr herausfinden so ging sie die Gänge entlang und staunte. Vielleicht war es ja einer der Orte an dem einst ihre Elfischen vorfahren lebten, und Jule wurde neugierig. Plötzlich knisterte es und sie blieb stehen, hervorkamen ein paar erweckte Skelette die sie mit einem Schlag umhauen konnte. Die waren ganz schön brüchig die Dinger.
Sie ging weiter durch einen großen Raum, der von Säulen gehalten wurde. Altes Mauerwerk, das um die 4 Meter in die Höhe ragte. So was musste man in der Welt bekannt machen. Es war einfach wunderschön. Als der riesige Raum endete, war dort eine geheimnisvolle Tür. So jung, dumm und neugierig wie Jule war, öffnete sie diese. Sie war voller Hoffnung vielleicht ein paar Schriftrollen oder Bücher zu finden, die ihr etwas über diesen Ort erzählen würde. Doch statt dessen war dort ein Feind, An einer Leiche herum kauend. Es war ein Bronto.
Jule blieb still und bewegte sich nicht. Ihr Atem ging ganz leise, und gleichmäßig, aber der Bronto bemerkte sie trotzdem. Er drehte sich um und ging an zu Stampfen. Jule zückte ihre Schwerter und lief auf das Ungetüm zu. Sie wusste nicht ob sie es alleine schaffen würde, gegen dieses Monster zu kämpfen. Zuletzt kämpfte sie gegen einen Bronto in den Tiefen Wegen. Und das auch noch zu fünft. Wie wild stach Jule auf das Viech ein, mal rechts und mal Links. Jedoch nie an der tödlichsten stelle. Diese verfehlte sie immer. Der Bronto stoß Jule zurück, begann wieder mals zu stampfen, und lief mit dem Horn voraus auf Jule zu. Sie konnte nicht mehr ausweichen, und der Bronto stach mit seinem Horn direkt in Jules Bauch. Zwar nicht durch die Rüstung aber das Horn geriet zwischen zweier der Platten. Nun hing sie in der Luft mit großen Schmerzen, und sie schrie laut los. Solch Schmerzen hatte sie noch nie erlebt, als würde man sie ab der Bauchgegend auseinander reißen. Jule wurde gegen die Wand geschleudert. Stampfend lief der Bronto weg, durch die Tür und den großen Saal, bis er plötzlich verschwand.
Nun saß Jule auf dem Boden, an der Wand lehnend. Durch die Plattenrüstung konnte man sehen wie das Blut lief, und durch die Schmerzen kullerten Jule ein paar Tränen die Wange herunter. Sie war nicht wehleidig, doch das würde selbst der stärkste Mann nicht aushalten. Sie schrie noch einmal ganz laut auf, und zwar so das es selbst die Leute im zweiten Stock mitbekommen mussten. Seufzend saß sie da, unwissend was sie jetzt tun sollte. Sie hielt sich eine Hand an den Bauch, und schlenderte gebückt, sie hoffte das sie es bis zu den Treppen schaffen würde, vielleicht würde man sie auch entdecken. Jule kroch die Treppen hinauf, schaffte es jedoch nur bis zum ersten Stock, und sie brach zusammen. Um sie zu finden müsste man durch den Geheimgang in Bellas zimmer, doch Jule war nun bewusstlos, und wenn sie nicht bald jemand finden würde …. wäre das das Ende.
...............................
OOC: Sry leute^^ aber mir war langweilig und ich konnte ned schlafen xDD
Ich hätte die Ruinen gerne besser beschrieben, aber mir viel nicht ein wie. Vielleicht Editier ich das nochma
ich schaff es doch immer wieder für drama zu sorgen xDDD
Modifié par Juleiila, 24 mars 2010 - 11:43 .
#980
Posté 24 mars 2010 - 07:35
Als Bella im anderen Zimmer vor den Schneidern stand, war sie erst einmal verblüfft. Wie nett vom Regenten - und von Avalos - daran gedacht zu haben dass sie keine Roben eingepackt hatten.
Als der schnauzbärtige Schneider jedoch das Papier entfernte, wurde Bella blaß. Sie fing an zu zittern, unfähig auch nur ein Wort zu sagen, sie war wie erstarrt. Das Glas rutschte aus ihrer Hand und zerschellte am Boden. Der letzte Schluck Rotwein verteilte sich auf dem Parkett, der Schwenker zerborst in viele kleine Scherben. Dieses Klirren ließ Bella aus ihrer Starre erwachen, und entsetzt blickte sie auf die Sauerei am Boden. Beim Erbauer! Zum Glück stand sie noch weit genug weg, so hatte der Stoff keinen Rotwein abgekriegt.
"Dddanke", stotterte sie, zeigte auf die Robe und stotterte weiter: "ei ei einfach tttraum ha haft".
Sie schüttelte den Kopf, die Augen weit aufgerissen. Dieses Kleid hatte sie schon einmal gesehen... in ihrem Traum. Nur die Farbe war ein wenig anders: im Traum war es tiefschwarz, dieses hier war in einem dunklen anthrazit-grau, aber die Stickereien die die Stola hielten, silberfarbig, tulpenförmig.
Welch grausames Spiel trieb das Schicksal nur? Würde sich der Rest von ihrem Traum auch noch erfüllen? Sie wurde rot, ging vorsichtig auf einen Stuhl zu und setzte sich. Sie traute ihren Beinen nicht mehr, dachte, sie müße jeden Augenblick umkippen.
Die Schneider sahen sich verwirrt an. Was war das denn für eine komische Zwergin? Der schneuzbärtige faßte sich jedoch schnell wieder.
"Ist Euch nicht gut, werte Zwergin? Die Strapazen der Reise? Einen Moment, das haben wir gleich."
Er öffnete die Tür, sah dort Elthras stehen und bestellte einen doppelten Weinbrand, damit der Kreislauf der Zwergin wieder in Schwung kam.
Bella starrte noch immer auf das Kleid. Jedoch hatte sie sich wieder halbwegs gefaßt, und unterdrückte nun ein Kichern, was sich aus ihrem Zwerchfell hochschleichen wollte.
Dann räusperte sie sich ein paar mal und meinte:
"Es ist tatsächlich phantastisch. Entschuldigt, wenn ich gerade etwas neben der Spur stand. Selbstverständlich werde ich es gleich anprobieren, damit Ihr noch Änderungen vornehmen könnt, sollte es nicht passen."
Vorsichtig stand sie auf und hielt sich vorsichtshalber an der Stuhllehne fest. Ihre Knöchel traten weiß hervor, so stark umklammerte sie diese.
"Gibt es zufällig auch einen Barbier im Palast? Meine zerzausten Haare würden die Wirkung des Kleides ruinieren!" Laut lachte sie auf, als sie sich darin vorstellte, der Körper in edle Stoffe gehüllt, der Kopf ... eher nach Vogelscheuche aussehend. Das ging gar nicht, und in Gedanken schob sich eine passende Frisur in den Vordergrund: hochgesteckte Haare, ihre Länge müßten dies mittlerweile zulassen. Die ausgefransten Seiten in Korkenzieherlöckchen gedreht, so dass man das Malheur nicht sah, welches Jules Dolch und Avalos Schwert hinterlassen hatten.
Sie fragte sich nur, wo Jule steckte, aber diese würde sicher vor dem Kamin sitzen und ihren Wein leeren.
Als der schnauzbärtige Schneider jedoch das Papier entfernte, wurde Bella blaß. Sie fing an zu zittern, unfähig auch nur ein Wort zu sagen, sie war wie erstarrt. Das Glas rutschte aus ihrer Hand und zerschellte am Boden. Der letzte Schluck Rotwein verteilte sich auf dem Parkett, der Schwenker zerborst in viele kleine Scherben. Dieses Klirren ließ Bella aus ihrer Starre erwachen, und entsetzt blickte sie auf die Sauerei am Boden. Beim Erbauer! Zum Glück stand sie noch weit genug weg, so hatte der Stoff keinen Rotwein abgekriegt.
"Dddanke", stotterte sie, zeigte auf die Robe und stotterte weiter: "ei ei einfach tttraum ha haft".
Sie schüttelte den Kopf, die Augen weit aufgerissen. Dieses Kleid hatte sie schon einmal gesehen... in ihrem Traum. Nur die Farbe war ein wenig anders: im Traum war es tiefschwarz, dieses hier war in einem dunklen anthrazit-grau, aber die Stickereien die die Stola hielten, silberfarbig, tulpenförmig.
Welch grausames Spiel trieb das Schicksal nur? Würde sich der Rest von ihrem Traum auch noch erfüllen? Sie wurde rot, ging vorsichtig auf einen Stuhl zu und setzte sich. Sie traute ihren Beinen nicht mehr, dachte, sie müße jeden Augenblick umkippen.
Die Schneider sahen sich verwirrt an. Was war das denn für eine komische Zwergin? Der schneuzbärtige faßte sich jedoch schnell wieder.
"Ist Euch nicht gut, werte Zwergin? Die Strapazen der Reise? Einen Moment, das haben wir gleich."
Er öffnete die Tür, sah dort Elthras stehen und bestellte einen doppelten Weinbrand, damit der Kreislauf der Zwergin wieder in Schwung kam.
Bella starrte noch immer auf das Kleid. Jedoch hatte sie sich wieder halbwegs gefaßt, und unterdrückte nun ein Kichern, was sich aus ihrem Zwerchfell hochschleichen wollte.
Dann räusperte sie sich ein paar mal und meinte:
"Es ist tatsächlich phantastisch. Entschuldigt, wenn ich gerade etwas neben der Spur stand. Selbstverständlich werde ich es gleich anprobieren, damit Ihr noch Änderungen vornehmen könnt, sollte es nicht passen."
Vorsichtig stand sie auf und hielt sich vorsichtshalber an der Stuhllehne fest. Ihre Knöchel traten weiß hervor, so stark umklammerte sie diese.
"Gibt es zufällig auch einen Barbier im Palast? Meine zerzausten Haare würden die Wirkung des Kleides ruinieren!" Laut lachte sie auf, als sie sich darin vorstellte, der Körper in edle Stoffe gehüllt, der Kopf ... eher nach Vogelscheuche aussehend. Das ging gar nicht, und in Gedanken schob sich eine passende Frisur in den Vordergrund: hochgesteckte Haare, ihre Länge müßten dies mittlerweile zulassen. Die ausgefransten Seiten in Korkenzieherlöckchen gedreht, so dass man das Malheur nicht sah, welches Jules Dolch und Avalos Schwert hinterlassen hatten.
Sie fragte sich nur, wo Jule steckte, aber diese würde sicher vor dem Kamin sitzen und ihren Wein leeren.
Modifié par Bellandyrs, 24 mars 2010 - 07:38 .
#981
Posté 24 mars 2010 - 05:36
Als Elthras mit den doppelten Weinbrand in seine Händen in Richtung Ballas Zimmer ging.Hörte ein kaum wahrnembaren Schrei.Sehr dumpf und kaum Ausdrucksstark aber dennoch für ihn ,eine Wache mit geschulten Gehör, hörbar.
Der Schrei kam aus Bellas Zimmer.
Sofort lief Elthras los und erreichte kurze Zeit darauf Bellas Zimmer.Er schritt durch die Tür mit den Weinbrand in der Hand.
Mit hastigen Blick durchforstete er das Zimmer.Aber im Zimmer waren nur Bella,der Scheider und seine elfische Begleitung zu sehen.Alles schien so wie er es verlassen hatte als er los ging um den Weinbrand zu holen.
Der Schneider erblickte Elthras und sagte"Ah.Das seid ihr ja schon wieder und ihr habt den Weinbrand.Bitte gebt ihn mir sogleich!"
Aber Elthras war sich sicher das er einen Schrei gehört hatte.Er ging geraden Schrittes auf Bella zu und drückte denn Schneider im vorbei gehen den Weinbrand in die Hände.Als er vor Bella stand fragte er sie:" Bella wo ist Jule?"
Aber Bella antwortete nicht.Sie war zu sehr in der Schönheit ihres neuen Kleides versunken.
Als Elthras keine Antwort bekam wanderte sein Blick zu der Schiebe Tür ,die fast nahtlos in ihren Aussehen in die Wand überging, die offen stand.
Wie von einer ihn unbekannten Macht getrieben ging er durch die Schiebe-Tür und fand eine kleines Zimmer mit vielen Bücherregalen und einen Kamin indem ein Feuer brannte.
Doch neben den Kamin sah er einen kleinen geöffneten Schacht.
Da Jule nicht im Zimmer war musste sie zwangsläufig durch den Schacht gekrochen sein.
Elthras kannte ja nun Jules Abenteuerlust und kroch den Schacht hindurch und kam an eine Treppe die nach unten führte.
Ohne viel zu überlegen ging er die Treppe hinab und hörte nach wenigen Stufen ein stöhnen.Ein schmerz erfülltes stöhnen.Das Schlimmste befürchtent ging er noch schnelleren Schrittes die Treppe hinab und fand Jule am Boden liegend.
Sofort eilte Elthras zu ihr,nahm sie ein Stück hoch und legte sie etwas aufrecht auf seinen Arm.
"Jule hörst du mich? So antworte doch!"
Doch Jule war bewusstlos und reagierte nicht.Erst jetzt bemerkte Elthras das sie blutete.
Er sah auf ihren Bauch und sah das sie am Bauch blutete.Sogar stark blutete.
Elthras wusste nicht was er hätte tun können.Er hatte keinerlei Verbände dabei noch war er ein Heiler.
Nach kurzen überlegen was er tun sollte.Nahm er Jule vorsichtig hoch und trug sie die Treppen hinauf.Das Blut floss wie ein Fluss über Elthras hinunter und hinterließ eine rote Linie auf den steinernen Stuffen der Treppe.
Die meiste Mühe hatte Elthras jedoch Jule möglichst unbeschadet durch den kleinen Schacht zu bringen.Nicht desto Trotz gelang es ihn und er trug sie durch das kleine Hinterzimmer in Bellas Zimmer und legte sie dort auf das Bett.
"Bella hlif mir! Jule ist schwer verletzt."schrie er.
Er machte sich große Sorgen um Jule."Wird sie sterben?" war jetzt sein einzigster Gedanke.Dieser Gedanke überschattete alle seine anderen Gedanken.
Er nahm Jules Hand und hielt sie ganz fest.So als ob er sie nicht gehen lassen wollte.
Der Schrei kam aus Bellas Zimmer.
Sofort lief Elthras los und erreichte kurze Zeit darauf Bellas Zimmer.Er schritt durch die Tür mit den Weinbrand in der Hand.
Mit hastigen Blick durchforstete er das Zimmer.Aber im Zimmer waren nur Bella,der Scheider und seine elfische Begleitung zu sehen.Alles schien so wie er es verlassen hatte als er los ging um den Weinbrand zu holen.
Der Schneider erblickte Elthras und sagte"Ah.Das seid ihr ja schon wieder und ihr habt den Weinbrand.Bitte gebt ihn mir sogleich!"
Aber Elthras war sich sicher das er einen Schrei gehört hatte.Er ging geraden Schrittes auf Bella zu und drückte denn Schneider im vorbei gehen den Weinbrand in die Hände.Als er vor Bella stand fragte er sie:" Bella wo ist Jule?"
Aber Bella antwortete nicht.Sie war zu sehr in der Schönheit ihres neuen Kleides versunken.
Als Elthras keine Antwort bekam wanderte sein Blick zu der Schiebe Tür ,die fast nahtlos in ihren Aussehen in die Wand überging, die offen stand.
Wie von einer ihn unbekannten Macht getrieben ging er durch die Schiebe-Tür und fand eine kleines Zimmer mit vielen Bücherregalen und einen Kamin indem ein Feuer brannte.
Doch neben den Kamin sah er einen kleinen geöffneten Schacht.
Da Jule nicht im Zimmer war musste sie zwangsläufig durch den Schacht gekrochen sein.
Elthras kannte ja nun Jules Abenteuerlust und kroch den Schacht hindurch und kam an eine Treppe die nach unten führte.
Ohne viel zu überlegen ging er die Treppe hinab und hörte nach wenigen Stufen ein stöhnen.Ein schmerz erfülltes stöhnen.Das Schlimmste befürchtent ging er noch schnelleren Schrittes die Treppe hinab und fand Jule am Boden liegend.
Sofort eilte Elthras zu ihr,nahm sie ein Stück hoch und legte sie etwas aufrecht auf seinen Arm.
"Jule hörst du mich? So antworte doch!"
Doch Jule war bewusstlos und reagierte nicht.Erst jetzt bemerkte Elthras das sie blutete.
Er sah auf ihren Bauch und sah das sie am Bauch blutete.Sogar stark blutete.
Elthras wusste nicht was er hätte tun können.Er hatte keinerlei Verbände dabei noch war er ein Heiler.
Nach kurzen überlegen was er tun sollte.Nahm er Jule vorsichtig hoch und trug sie die Treppen hinauf.Das Blut floss wie ein Fluss über Elthras hinunter und hinterließ eine rote Linie auf den steinernen Stuffen der Treppe.
Die meiste Mühe hatte Elthras jedoch Jule möglichst unbeschadet durch den kleinen Schacht zu bringen.Nicht desto Trotz gelang es ihn und er trug sie durch das kleine Hinterzimmer in Bellas Zimmer und legte sie dort auf das Bett.
"Bella hlif mir! Jule ist schwer verletzt."schrie er.
Er machte sich große Sorgen um Jule."Wird sie sterben?" war jetzt sein einzigster Gedanke.Dieser Gedanke überschattete alle seine anderen Gedanken.
Er nahm Jules Hand und hielt sie ganz fest.So als ob er sie nicht gehen lassen wollte.
#982
Guest_Juleiila_*
Posté 24 mars 2010 - 05:46
Guest_Juleiila_*
Jule war bewusstlos und wie in einem Traum. Sie hatte gar nicht mitbekommen das Elthras sie auffand, und in Bellas zimmer schleppte. Jules Traum handelte von ihrer alten Reise. Die sie mit ihren alten begleitern bestritten hatte. Ihre Beziehung zu einem der Gefährten und ihre kleine Affäre, die ihr schnell wieder verziehn wurde. Es schmerzte viel zu sehr das sie ihre alten Gefährten nie mehr sah, auch wenn sie es sich nicht anmerken lies. Den Gedanken daran hatte sie längst verdrängt. Doch falls sie wieder aufstehen würde, wenn sie diese Wunde überleben würde, wüsste sie wieder ganz genau was sie da verdrängt hatte. Und das würde sie auf ewig weiter bedrücken, so wie es auch anfangs war.
#983
Posté 24 mars 2010 - 07:21
Irgendwo kam ein gedämpfter Schrei.
Avalos hielt inne. Etwas ließ seine Alarmglocken schrillen...
Er wandte sich auf dem Stiefelabsatz um und rannte zurück. Mit voller Wucht rammte er die Schulter gegen die Tür zu Bellas Gemach, die unter dem Ansturm beinahe aus den Angeln flog. Noch im Rennen zog er sein Schwert.
Mit einem schnellen Blick erfasste er die Lage. Die beiden schreckensbleichen Schneidergesellen, eine knochenweiße Bella, Elthras, der bestenfalls verzweifelt wirkte, und Jule, die auf der Bettdecke lag. Die Rüstung war zerschrammt und eingedrückt. Blut sickerte ins weiße Laken.
Mit drei weiten Schritten war er bei ihr und packte Elthras am Harnisch und schleuderte ihn beiseite.
"Nutzloser Bastard! Was taugt ihr eigentlich als Leibwächter! Und statt Hilfe zu holen, sitzt ihr hier händchenhaltend neben ihr, ergeht euch in Selbstmitleid!
Jetzt wurde seine Stimme kalt wie ein Winterhauch aus den Tiefen einer gefrorenen Hölle.
"Verschwindet. Gebt den Ärzten Bescheid. Bringt Verbände, heißes Wasser und jedwede Hilfe, die die Heiler anfordern. Und das schnell, bevor ich euch in meiner grenzenloser Wut die Kehle durchschneide!
Ohne einen weiteren Blick auf diese schlechte Kopie eines Leibwächters verschwendend, wandte er sich nun Jule zu.
Atmung flach. Puls kaum spürbar. Aus den Augenwinkeln nahm er einen feinen roten Nebel war, der ihre Atemluft durchzog. Innere Blutungen. Lunge punktiert.
Statt sich lange mit den Schnallen aufzuhalten, zückte er seinen Dolch und durchtrennte sie einfach.
Die Panzerplatten im Frontbereich waren allesamt eingedrückt und verbogen. Teilweise geborsten. Scharfkantige Stahlsplitter ragten von den meisten betroffenen Panzerungsplatten empor.
Offenbar hatte etwas sehr massives und spitz zulaufendes sie getroffen. Entweder ein Brontohorn, ein Oger oder eine Gaé Bolga. An letzteres wollte er garnicht denken.
Als er ihr die eingedellten und verbogenen Brustplatten abnahm, schien das ihre Atmung zu stabilisieren.
Die größte Wucht hatten die Stahlplatten und das darunterliegende Kettengeflecht abgefangen. Aber ungefähr auf Nabelhöhe waren die ineinander verschränkten Platten extrem verkeilt und nach innen gebogen worden. Die Wucht musste ihr mindestens die unteren drei Rippenbögen mehrfach gebrochen haben.
Das partielle Kettenhemd war zerrissen. Und mit Blut besudelt.
Mit immenser Anstrengungen entfernte Platte für Platte, das blutbesudelte, gesprengte Kettenhemd wischte er einfach beiseite.
Die Wunde war großflächig, und ziemlich tief. Das Eintrittsloch hatte beinahe Faustgröße, nach unten spitz zulaufend.
Ihr Puls fing an zu flattern. Nicht gut. Ganz und garnicht gut. Jeder Sanitäter in egal welcher Armee hätte jetzt mit den Schultern gezuckt und sich dem Nächsten Fall zu gewandt - im Krieg gab es immer mehr Verwundete als Heiler.
Avalos Hände wurden jetzt immer schneller. Mit einem schnellen Schnitt zerteilte er die Bettdecke und benutzte sie als vorläufigen Blutstiller.
"Wo bleibt dieser Hundersohn von Elfenbastard?!"
Im selben Augenblick taumelte der Hundesohn von Elfenbastard herein, im Schlepptau mit mehreren Ärzten.
Ohne weitere Umschweife riss er dem verdatterten Elf den riesenhaften Krug mit fast kochendem Wasser aus den Armen und fing an, die Wunde zu säubern.
"Sieht nach Speer aus." Der Arzt, ein Mensch mit sauber gestutzten, anthrazitfarbenem Bart warf einen Blick auf die Wunde und seufzte.
"Da sie noch am Leben ist, hat es wohl die Bauchschlagader verfehlt. Lunge punktiert?"
Avalos nickte nur, und riss jetzt ihr das leinerne Hemd herunter.
Sie sah aus, wie eine geknackte Nuss - die Panzerung halb abgeschält, das Innere freigelegt.
"Zieht ihr die Schulterpanzer aus. Seid vorsichtig damit, genauso wie die Hüftkettenpanzer.
"Desinfektionsmittel?" "Hier, Gebieter." Der andere Arzt, offenbar ein kräuterkundiger Elf, reichte ihm einen kleinen Tiegel.
Avalos zog den Korken heraus, und prompt füllte ein stechender Geruch nach Alkohol und pflanzlichen Bestandteilen den Raum.
Ohne zimperlich zu sein, kippte er das ganze Fläschchen auf etwas Gaze, und tupfte damit die Wunde ab.
Die kleinste Berührung ließ noch mehr Blut fließen, das er zur Seite wischte.
"Ihr da! Schneider! Nadel und Faden!"
Der leichenblasse Schneider gab ihm beides, mit zitternden Händen.
"Jetzt verschwindet, kein Wort zu niemanden, oder ich schlitze euch die Stimmbänder auf!"
Mit eng beieinander liegenden Stichen vernähte er die Wunde, goß noch einmal Desinfektionsmittel darauf und legte einen Verband an.
"Stabillisiert ihren Kreislauf. Ihr versteht von Kräutern mehr als ich.
Wenn sie sterben sollte, ist es nicht eure Schuld. Ich gebe ihr vielleicht noch zwei bis drei Stunden, wenn die inneren Blutungen nicht versiegen sollten.
Zuletzt legte er noch einen Druckverband an, der genügend Druck auf den Bauchraum aufbaute, dass es die inneren Blutungen hoffentlich abschnürte.
Sicher war er nicht.
Die gebrochenen Rippen waren nicht so schlimm, zumindest noch nicht. Oder etwa doch?
Einer bösen Vorahnung folgend, tastete er ihren Brustkasten ab. Sechs gebrochene Rippen, jeweils drei Rippenpaare. Mehrfachfrakturen, an allen.
Ihre Brustwarzen waren weiß wie Alabaster. Schlecht. Ein Zeichen dafür, dass sie viel, sehr viel Blut verloren hatte. Ansich bestätigte das nur die Blutspur, die sich vom Kaminzimmer bis zum Bett zog.
Schließlich bestätigte sich seine Ahnung.
"Einer der Rippenteile hat ihre Lunge verletzt. Recher Lungenflügel.
Mit sachkundigen Berührungen verschob er die Rippenstücke, bis die Bruchkanten übereinander schrammten.
Gottseidank war sie bewußtlos - Die Schmerzen hätten sie so oder so ins Koma befördert.
Schließlich bandagierte er ihren Brustkasten und legte sie auf die rechte Seite.
"Aber Gebieter, wenn sie rechts an der Lunge verletzt ist dann..."
"Schweigt und lernt.
Bei Lungenverletzungen immer auf die verletzte Seite legen, damit ihr die den unverletzten Lungenflügel beim Atmen unterstützt."
Der Arzt schwieg betroffen, nickte aber, da es plausibel erschien.
Avalos trat einen Schritt zurück und betrachtete die bleiche Elfe.
"Sie jetzt zu bewegen, würde ihren Tod bedeuten. Wobei, der wird sie aller Warscheinlichkeit nach in ein paar Stunden eh finden."
Sein Ton war vollkommen neutral, man konnte meinen, dass er ganz unverbindlich über die Vorzüge bestimmer Wetterlagen sprach.
Über die Schulter sah er Bella an.
"Ich fürchte, ihr müsst euch ein neues Quartier zuweisen lassen."
"Und ihr...Elf."
Avalos sah ihm in die Augen.
"Ihr seid jedweder Pflicht entbunden. Ihr werdet euch dem König erklären müssen, und mir ebenso. Und glaubt ja nicht, dass ihr einen von uns belügen könntet Sollte ich mich diesen Eindrucks nicht erwehren können, bin ich für euch Richter und Henker zugleich.
Geht in den Besprechungsraum. Jetzt. Sollte ich euch in einer Stunde dort nicht antreffen, werde ich euch suchen. Und sofort umbringen, ohne großes Gerede. Also bedenkt, was ihr tut."
"Bellandrys. Sofort in die Kaserne, andere Seite des Schlosshofes, rechte Seite. Jeder Waräger, der dort auf Bereitschaft ist, hat sich sofort zu bewaffnen.
Sie sollen das Schloss abriegeln, jedwede Besucher abweisen und sich bereithalten. Vierzig von ihnen hierher. Vier vor die Tür, vier weitere hier im Gemach. Die restlichen zweiundreißig sofort in den Planungsraum des Königs. Sagt einem Diener Beischeid, dass er seine Majestät zu wecken hat.
Der Ball wird auf morgen abend verschoben. Das Dinner wird ausfallen. Jeder Adelige hier im Schloss wird darüber informiert, dass wichtige poltische Angelegenheiten den König an sein Amt fesselt, und seine...Anwesenheit unabkömmlich ist. Sie werden zwar Zeter und Mordio schreien,aber nichts weiter unternehmen. Geht, beeilt euch!"
Avalos hielt inne. Etwas ließ seine Alarmglocken schrillen...
Er wandte sich auf dem Stiefelabsatz um und rannte zurück. Mit voller Wucht rammte er die Schulter gegen die Tür zu Bellas Gemach, die unter dem Ansturm beinahe aus den Angeln flog. Noch im Rennen zog er sein Schwert.
Mit einem schnellen Blick erfasste er die Lage. Die beiden schreckensbleichen Schneidergesellen, eine knochenweiße Bella, Elthras, der bestenfalls verzweifelt wirkte, und Jule, die auf der Bettdecke lag. Die Rüstung war zerschrammt und eingedrückt. Blut sickerte ins weiße Laken.
Mit drei weiten Schritten war er bei ihr und packte Elthras am Harnisch und schleuderte ihn beiseite.
"Nutzloser Bastard! Was taugt ihr eigentlich als Leibwächter! Und statt Hilfe zu holen, sitzt ihr hier händchenhaltend neben ihr, ergeht euch in Selbstmitleid!
Jetzt wurde seine Stimme kalt wie ein Winterhauch aus den Tiefen einer gefrorenen Hölle.
"Verschwindet. Gebt den Ärzten Bescheid. Bringt Verbände, heißes Wasser und jedwede Hilfe, die die Heiler anfordern. Und das schnell, bevor ich euch in meiner grenzenloser Wut die Kehle durchschneide!
Ohne einen weiteren Blick auf diese schlechte Kopie eines Leibwächters verschwendend, wandte er sich nun Jule zu.
Atmung flach. Puls kaum spürbar. Aus den Augenwinkeln nahm er einen feinen roten Nebel war, der ihre Atemluft durchzog. Innere Blutungen. Lunge punktiert.
Statt sich lange mit den Schnallen aufzuhalten, zückte er seinen Dolch und durchtrennte sie einfach.
Die Panzerplatten im Frontbereich waren allesamt eingedrückt und verbogen. Teilweise geborsten. Scharfkantige Stahlsplitter ragten von den meisten betroffenen Panzerungsplatten empor.
Offenbar hatte etwas sehr massives und spitz zulaufendes sie getroffen. Entweder ein Brontohorn, ein Oger oder eine Gaé Bolga. An letzteres wollte er garnicht denken.
Als er ihr die eingedellten und verbogenen Brustplatten abnahm, schien das ihre Atmung zu stabilisieren.
Die größte Wucht hatten die Stahlplatten und das darunterliegende Kettengeflecht abgefangen. Aber ungefähr auf Nabelhöhe waren die ineinander verschränkten Platten extrem verkeilt und nach innen gebogen worden. Die Wucht musste ihr mindestens die unteren drei Rippenbögen mehrfach gebrochen haben.
Das partielle Kettenhemd war zerrissen. Und mit Blut besudelt.
Mit immenser Anstrengungen entfernte Platte für Platte, das blutbesudelte, gesprengte Kettenhemd wischte er einfach beiseite.
Die Wunde war großflächig, und ziemlich tief. Das Eintrittsloch hatte beinahe Faustgröße, nach unten spitz zulaufend.
Ihr Puls fing an zu flattern. Nicht gut. Ganz und garnicht gut. Jeder Sanitäter in egal welcher Armee hätte jetzt mit den Schultern gezuckt und sich dem Nächsten Fall zu gewandt - im Krieg gab es immer mehr Verwundete als Heiler.
Avalos Hände wurden jetzt immer schneller. Mit einem schnellen Schnitt zerteilte er die Bettdecke und benutzte sie als vorläufigen Blutstiller.
"Wo bleibt dieser Hundersohn von Elfenbastard?!"
Im selben Augenblick taumelte der Hundesohn von Elfenbastard herein, im Schlepptau mit mehreren Ärzten.
Ohne weitere Umschweife riss er dem verdatterten Elf den riesenhaften Krug mit fast kochendem Wasser aus den Armen und fing an, die Wunde zu säubern.
"Sieht nach Speer aus." Der Arzt, ein Mensch mit sauber gestutzten, anthrazitfarbenem Bart warf einen Blick auf die Wunde und seufzte.
"Da sie noch am Leben ist, hat es wohl die Bauchschlagader verfehlt. Lunge punktiert?"
Avalos nickte nur, und riss jetzt ihr das leinerne Hemd herunter.
Sie sah aus, wie eine geknackte Nuss - die Panzerung halb abgeschält, das Innere freigelegt.
"Zieht ihr die Schulterpanzer aus. Seid vorsichtig damit, genauso wie die Hüftkettenpanzer.
"Desinfektionsmittel?" "Hier, Gebieter." Der andere Arzt, offenbar ein kräuterkundiger Elf, reichte ihm einen kleinen Tiegel.
Avalos zog den Korken heraus, und prompt füllte ein stechender Geruch nach Alkohol und pflanzlichen Bestandteilen den Raum.
Ohne zimperlich zu sein, kippte er das ganze Fläschchen auf etwas Gaze, und tupfte damit die Wunde ab.
Die kleinste Berührung ließ noch mehr Blut fließen, das er zur Seite wischte.
"Ihr da! Schneider! Nadel und Faden!"
Der leichenblasse Schneider gab ihm beides, mit zitternden Händen.
"Jetzt verschwindet, kein Wort zu niemanden, oder ich schlitze euch die Stimmbänder auf!"
Mit eng beieinander liegenden Stichen vernähte er die Wunde, goß noch einmal Desinfektionsmittel darauf und legte einen Verband an.
"Stabillisiert ihren Kreislauf. Ihr versteht von Kräutern mehr als ich.
Wenn sie sterben sollte, ist es nicht eure Schuld. Ich gebe ihr vielleicht noch zwei bis drei Stunden, wenn die inneren Blutungen nicht versiegen sollten.
Zuletzt legte er noch einen Druckverband an, der genügend Druck auf den Bauchraum aufbaute, dass es die inneren Blutungen hoffentlich abschnürte.
Sicher war er nicht.
Die gebrochenen Rippen waren nicht so schlimm, zumindest noch nicht. Oder etwa doch?
Einer bösen Vorahnung folgend, tastete er ihren Brustkasten ab. Sechs gebrochene Rippen, jeweils drei Rippenpaare. Mehrfachfrakturen, an allen.
Ihre Brustwarzen waren weiß wie Alabaster. Schlecht. Ein Zeichen dafür, dass sie viel, sehr viel Blut verloren hatte. Ansich bestätigte das nur die Blutspur, die sich vom Kaminzimmer bis zum Bett zog.
Schließlich bestätigte sich seine Ahnung.
"Einer der Rippenteile hat ihre Lunge verletzt. Recher Lungenflügel.
Mit sachkundigen Berührungen verschob er die Rippenstücke, bis die Bruchkanten übereinander schrammten.
Gottseidank war sie bewußtlos - Die Schmerzen hätten sie so oder so ins Koma befördert.
Schließlich bandagierte er ihren Brustkasten und legte sie auf die rechte Seite.
"Aber Gebieter, wenn sie rechts an der Lunge verletzt ist dann..."
"Schweigt und lernt.
Bei Lungenverletzungen immer auf die verletzte Seite legen, damit ihr die den unverletzten Lungenflügel beim Atmen unterstützt."
Der Arzt schwieg betroffen, nickte aber, da es plausibel erschien.
Avalos trat einen Schritt zurück und betrachtete die bleiche Elfe.
"Sie jetzt zu bewegen, würde ihren Tod bedeuten. Wobei, der wird sie aller Warscheinlichkeit nach in ein paar Stunden eh finden."
Sein Ton war vollkommen neutral, man konnte meinen, dass er ganz unverbindlich über die Vorzüge bestimmer Wetterlagen sprach.
Über die Schulter sah er Bella an.
"Ich fürchte, ihr müsst euch ein neues Quartier zuweisen lassen."
"Und ihr...Elf."
Avalos sah ihm in die Augen.
"Ihr seid jedweder Pflicht entbunden. Ihr werdet euch dem König erklären müssen, und mir ebenso. Und glaubt ja nicht, dass ihr einen von uns belügen könntet Sollte ich mich diesen Eindrucks nicht erwehren können, bin ich für euch Richter und Henker zugleich.
Geht in den Besprechungsraum. Jetzt. Sollte ich euch in einer Stunde dort nicht antreffen, werde ich euch suchen. Und sofort umbringen, ohne großes Gerede. Also bedenkt, was ihr tut."
"Bellandrys. Sofort in die Kaserne, andere Seite des Schlosshofes, rechte Seite. Jeder Waräger, der dort auf Bereitschaft ist, hat sich sofort zu bewaffnen.
Sie sollen das Schloss abriegeln, jedwede Besucher abweisen und sich bereithalten. Vierzig von ihnen hierher. Vier vor die Tür, vier weitere hier im Gemach. Die restlichen zweiundreißig sofort in den Planungsraum des Königs. Sagt einem Diener Beischeid, dass er seine Majestät zu wecken hat.
Der Ball wird auf morgen abend verschoben. Das Dinner wird ausfallen. Jeder Adelige hier im Schloss wird darüber informiert, dass wichtige poltische Angelegenheiten den König an sein Amt fesselt, und seine...Anwesenheit unabkömmlich ist. Sie werden zwar Zeter und Mordio schreien,aber nichts weiter unternehmen. Geht, beeilt euch!"
#984
Posté 24 mars 2010 - 09:18
Bella riß dem Schneider den Weinbrand aus der Hand. Eigentlich brauchte sie den gegen das Dejavu das sie beim Anblick des Kleides beschlich. Aber als Elthras Jule mehr tot als lebendig herbei schleppte, brauchte sie beinahe noch einen. Sie stürzte das Getränk in einem Zug hinunter und schüttelte sich. Schon wollte sie Avalos holen, als der herbeistürmte und den Elfen zur Schnecke machte. Bella hätte gerne widersprochen, Avalos erklärt, dass es Elthros zu verdanken war dass Jule überhaupt hier war... aber dies war im Moment nicht der richtige Zeitpunkt. Jules Leben hing am seidenen Faden, und Bella selber verstand überhaupt nichts von der Heilkunst. Sie bewunderte Avalos, wie geschickt seine Hände waren, wie zielsicher er Jules Wunden versorgte. Allerdings war sie kurz vorm umkippen, sie konnte kein Blut sehen. Sie biß die Zähne zusammen und stand etwas im Hintergrund, so dass sie nicht das volle Ausmaß der Verletzungen sehen konnte. In was war Jule da nur geraten? Vom Kampf mit den Banditen konnte das kaum kommen, laut Jules Aussagen hatten diese ihr keinen Schaden zugefügt. Aber woher dann? Was war in dem hübschen Kaminzimmer? Eine Gänsehaut lief über Bellas Rücken, wenn sie nur daran dachte, wie sorglos sie vor dem Kamin gelegen hatte.
Plötzlich vernahm sie Avalos Befehle. Die Lage war zu ernst, sie konnte sich nicht einmal darüber aufregen, dass er - schon wieder - nicht das kleine Wörtchen 'bitte' hinzugefügt hatte.
Bella nahm noch einen tiefen Schluck, diesmal direkt aus der Weinflasche, und gab dann Fersengeld. Zuerst am besten zum Diener, der den König wecken sollte. Weiß der Stein, wie tief dessen Schlaf war...
Sie grübelte. Wo waren wohl des Königs Unterkünfte? Glücklicherweise kreuzte soeben eine Bedienstete ihren Weg, die sie danach fragte. Die Elfin verneigte sich und gab ihr Antwort.
Vierter Stock - das war ja wohl klar, grummelte Bella vor sich hin. Südflügel. Sie stürmte die Stufen hoch, immer zwei auf einmal nehmend, was mit ihren kurzen Beinen und ihrem angehenden Muskelkater beinah an ein Wunder grenzte. Keuchend kam sie vor der Tür zum stehen und klopfte laut daran. Gleich darauf wurde diese von einem Butler geöffnet. Bella erklärte in kurzen Sätzen, dass laut Anweisung des Barden Avalos unverzüglich das Abendmahl abbestellt und der Ball auf morgen verschoben werden muß. Zudem sollte der Regent sofort geweckt und in den Planungsraum gebracht werden. In spätestens einer Stunde würde dort auch Avalos auftauchen.
Der Butler musterte sie etwas komisch, und blickte sie von oben nach unten an. Dann sagte er:
"Sehr wohl Mylady. Ich werde ihre Majestät persönlich aufwecken und ihm eure Nachricht übermitteln."
Sein Verhalten irritierte Bella. Wieso schaute der Kerl sie so komisch an? Hatte er noch nie eine Zwergin gesehen? Sie blickte an sich hinunter und wurde knallrot. Kein Wunder dass der meinte sie hätte nicht alle Tassen im Schrank, sie war in Strumpfsocken, ihrer Nuglederhose und einem weiten Baumwollhemd losgerannt. Aber für Eitelkeit war nun auch keine Zeit, sie hoffte nur, die Garde würde sie in ihrem Anzug ernst nehmen. Wenn nicht... Avalos Zorn wollte sie sich nicht ausmalen.
Wieder stürmte sie die Treppen entlang, diesesmal abwärts. Beinahe verhaspelte sie sich, aber sie konnte sich dank des gedrechselten Holzgeländers noch fangen. Sie rannte durch die Empfangshalle hinaus, das Portal fiel unsanft hinter ihr zu. Wieso mußte dieser verdammte Schloßhof so groß sein? Sie bog rechts ab, Avalos sagte die andere Seite des Hofes. Es würde hoffentlich egal sein ob sie rechts oder links herum lief. Langsam bekam sie Seitenstechen, sie war das schnelle Rennen nicht gewöhnt. Endlich kam sie an der Kaserne an, ihr Atem ging unregelmäßig.
Sie erreichte den diensthabenden Offizier, salutierte vor diesem und keuchte dann:
"Alle Waräger, die auf Bereitschaft sind", sie holte tief Luft, "sollen sich sofort bewaffnen. Der Palast muß sofort abgeriegelt werden!"
Wieder schnappte sie nach Luft, um weiterzureden:
"Alle Besucher sind abzuweisen, vier Männer vor die Tür im Ostflügel, zweiter Stock, drittletzte rechts. Vier weitere in den Raum. Zweiunddreissig haben sich sofort im Planungsraum des Königs einzufinden." Sie atmete aus, holte nochmal Luft:
"Auf Befehl von Avalos, Barden und Vertrauten des Königs. Also eilt Euch, wenn Euch Euer Leben lieb ist!"
Der Offizier hatte Bella zuerst nicht ernst genommen, das hatte sie bemerkt. Kein Wunder bei ihrem Aufzug. Als der Name Avalos fiel, wechselte er seine saloppe Haltung in eine dienstbeflissene. Salutierte vor Bellandrys und veranlaßte sofort mit der nötigen Härte die Weisungen zu befolgen.
Bella ging zurück in ihr Gemach und erstattete Bericht.
"Avalos, ich würde gerne dabei sein, wenn Ihr Elthras vernehmt. Ich denke, ich kann ein wenig etwas zur Aufklärung beitragen - ich kann Euch nur sagen, er hat seine Pflichten nicht verletzt. Wenn, dann bin ich schuld daran, dass Jule nun hier liegt..." Sie blickte ihm in die Augen und hoffte, dass ihre Bitte Gehör fand.
Plötzlich vernahm sie Avalos Befehle. Die Lage war zu ernst, sie konnte sich nicht einmal darüber aufregen, dass er - schon wieder - nicht das kleine Wörtchen 'bitte' hinzugefügt hatte.
Bella nahm noch einen tiefen Schluck, diesmal direkt aus der Weinflasche, und gab dann Fersengeld. Zuerst am besten zum Diener, der den König wecken sollte. Weiß der Stein, wie tief dessen Schlaf war...
Sie grübelte. Wo waren wohl des Königs Unterkünfte? Glücklicherweise kreuzte soeben eine Bedienstete ihren Weg, die sie danach fragte. Die Elfin verneigte sich und gab ihr Antwort.
Vierter Stock - das war ja wohl klar, grummelte Bella vor sich hin. Südflügel. Sie stürmte die Stufen hoch, immer zwei auf einmal nehmend, was mit ihren kurzen Beinen und ihrem angehenden Muskelkater beinah an ein Wunder grenzte. Keuchend kam sie vor der Tür zum stehen und klopfte laut daran. Gleich darauf wurde diese von einem Butler geöffnet. Bella erklärte in kurzen Sätzen, dass laut Anweisung des Barden Avalos unverzüglich das Abendmahl abbestellt und der Ball auf morgen verschoben werden muß. Zudem sollte der Regent sofort geweckt und in den Planungsraum gebracht werden. In spätestens einer Stunde würde dort auch Avalos auftauchen.
Der Butler musterte sie etwas komisch, und blickte sie von oben nach unten an. Dann sagte er:
"Sehr wohl Mylady. Ich werde ihre Majestät persönlich aufwecken und ihm eure Nachricht übermitteln."
Sein Verhalten irritierte Bella. Wieso schaute der Kerl sie so komisch an? Hatte er noch nie eine Zwergin gesehen? Sie blickte an sich hinunter und wurde knallrot. Kein Wunder dass der meinte sie hätte nicht alle Tassen im Schrank, sie war in Strumpfsocken, ihrer Nuglederhose und einem weiten Baumwollhemd losgerannt. Aber für Eitelkeit war nun auch keine Zeit, sie hoffte nur, die Garde würde sie in ihrem Anzug ernst nehmen. Wenn nicht... Avalos Zorn wollte sie sich nicht ausmalen.
Wieder stürmte sie die Treppen entlang, diesesmal abwärts. Beinahe verhaspelte sie sich, aber sie konnte sich dank des gedrechselten Holzgeländers noch fangen. Sie rannte durch die Empfangshalle hinaus, das Portal fiel unsanft hinter ihr zu. Wieso mußte dieser verdammte Schloßhof so groß sein? Sie bog rechts ab, Avalos sagte die andere Seite des Hofes. Es würde hoffentlich egal sein ob sie rechts oder links herum lief. Langsam bekam sie Seitenstechen, sie war das schnelle Rennen nicht gewöhnt. Endlich kam sie an der Kaserne an, ihr Atem ging unregelmäßig.
Sie erreichte den diensthabenden Offizier, salutierte vor diesem und keuchte dann:
"Alle Waräger, die auf Bereitschaft sind", sie holte tief Luft, "sollen sich sofort bewaffnen. Der Palast muß sofort abgeriegelt werden!"
Wieder schnappte sie nach Luft, um weiterzureden:
"Alle Besucher sind abzuweisen, vier Männer vor die Tür im Ostflügel, zweiter Stock, drittletzte rechts. Vier weitere in den Raum. Zweiunddreissig haben sich sofort im Planungsraum des Königs einzufinden." Sie atmete aus, holte nochmal Luft:
"Auf Befehl von Avalos, Barden und Vertrauten des Königs. Also eilt Euch, wenn Euch Euer Leben lieb ist!"
Der Offizier hatte Bella zuerst nicht ernst genommen, das hatte sie bemerkt. Kein Wunder bei ihrem Aufzug. Als der Name Avalos fiel, wechselte er seine saloppe Haltung in eine dienstbeflissene. Salutierte vor Bellandrys und veranlaßte sofort mit der nötigen Härte die Weisungen zu befolgen.
Bella ging zurück in ihr Gemach und erstattete Bericht.
"Avalos, ich würde gerne dabei sein, wenn Ihr Elthras vernehmt. Ich denke, ich kann ein wenig etwas zur Aufklärung beitragen - ich kann Euch nur sagen, er hat seine Pflichten nicht verletzt. Wenn, dann bin ich schuld daran, dass Jule nun hier liegt..." Sie blickte ihm in die Augen und hoffte, dass ihre Bitte Gehör fand.
Modifié par Bellandyrs, 24 mars 2010 - 09:24 .
#985
Guest_Juleiila_*
Posté 24 mars 2010 - 09:43
Guest_Juleiila_*
Plötzlich wurde Jule aus ihrem Traum gerissen. Wobei man dazu nicht Traum sagen könnte, eher ihre letzten Gedanken, so als wäre sie fast bei Andraste und dem Erbauer selbst angekommen. Ihr Wunden waren nun fürs erste versorgt, und der Erbauer steh ihr bei das sie es auch blieben. Jule hielt ihre Augen noch geschlossen, verzog durch die Schmerzen nur ihre Lippen. Sie bekam mit wie Bella zu jemanden sprach, und sich die Schuld zuwies. Dabei trug doch niemand die Schuld daran das Jule so dumm war, dort auch alleine hineinzugehen. Die Ruine zu erkunden. Schwach schlug sie ihre Augen auf, wollte sagen das es doch nich Bellas Schuld war, auch nich die von Elthras. Doch statt irgendwas zu sagen fing sie an zu Husten. Es war der Rest des Blutes, durch die Lungenverletzung. Jule versuchte sich aufzusetzen, aber sie war zu schwach, konnte nichmal ihre Hand heben. Im Moment musste sie Qualvolle Schmerzen erleiden, es war ein Stechen, und Pochen in ihrem gesamten Oberkörper.
#986
Posté 24 mars 2010 - 09:55
Aus den Augenwinkeln sah Bella, dass Jule sich bewegte. Beim Erbauer, würde sie diese schweren Verletzungen überstehen? Aber Jule war eine Kämpfernatur...
Mit einem Satz war sie bei der Freundin am Bett, nahm ihre Hand und strich ihr mit ihrer freien übers Haar.
"Sch... sch... Jule, nicht sprechen. Ihr seid schwer verletzt, bleibt liegen und ruht Euch aus! Das ist erst einmal das wichtigste!"
Beruhigend sprach sie auf die Freundin ein, sie hoffte, dass Jule von ihrer Ohnmacht in erholsamen Schlaf fallen würde. Sie hätte ihr ja gerne einen Weinbrand gegeben, aber bei diesen Verletzungen... es mußte auch ohne Betäubung gehen.
"Schlaft meine Liebe, morgen sieht die Welt anders aus."
Schnell holte sie einen Stuhl und nahm neben dem Bett Platz. Dann hielt sie wieder Jules Hand, um ihr zu zeigen, dass sie bei ihr war. Dann blickte sie wieder zu Avalos.
"Wollen wir Lyna Bescheid geben, oder ist es besser wenn sie vorerst von Jules Verletzung nichts erfährt?" flüsterte sie ihm fragend zu.
Mit einem Satz war sie bei der Freundin am Bett, nahm ihre Hand und strich ihr mit ihrer freien übers Haar.
"Sch... sch... Jule, nicht sprechen. Ihr seid schwer verletzt, bleibt liegen und ruht Euch aus! Das ist erst einmal das wichtigste!"
Beruhigend sprach sie auf die Freundin ein, sie hoffte, dass Jule von ihrer Ohnmacht in erholsamen Schlaf fallen würde. Sie hätte ihr ja gerne einen Weinbrand gegeben, aber bei diesen Verletzungen... es mußte auch ohne Betäubung gehen.
"Schlaft meine Liebe, morgen sieht die Welt anders aus."
Schnell holte sie einen Stuhl und nahm neben dem Bett Platz. Dann hielt sie wieder Jules Hand, um ihr zu zeigen, dass sie bei ihr war. Dann blickte sie wieder zu Avalos.
"Wollen wir Lyna Bescheid geben, oder ist es besser wenn sie vorerst von Jules Verletzung nichts erfährt?" flüsterte sie ihm fragend zu.
Modifié par Bellandyrs, 24 mars 2010 - 09:58 .
#987
Guest_Juleiila_*
Posté 24 mars 2010 - 10:08
Guest_Juleiila_*
Jule lag da, die Schmerzen verzerrten sie. Sie wurde jedoch ruhiger als sich Bella zu ihr setzte. Hätte Jule doch nur den Schacht nicht erkundet, oder wenigstens jemanden Bescheid gegeben. Doch sie musste natürlich wieder ihre eigenen Abenteuer erleben. Sie war wirklich noch Jung. Jule erinnerte sich noch an das Kleid das sie kaufte, und ärgerte sich innerlich sogar, das sie dies nicht auf dem Ball tragen konnte. Den würde sie verpassen dachte sie sich, immerhin bekam sie ja nicht mit wie dieser verschoben wurde. Solangsam wirkten Bellas Worte Wunder - und Jule schlief langsam ein. Sie bekam nur noch mit wie Bella Lyna erwähnte, und dann schlief sie, tief und fest.
#988
Posté 25 mars 2010 - 12:24
Es klopfte an der Tür, eine Stimme bat um Einlass. Lyna öffnete sie, erwartete freudig die Schneider, die Avalos angekündigt hatte. Stattdessen stand ein kleiner Elf unter dem Türrahmen, der schüchtern zu ihr aufschaute und dann sofort wieder seinen Blick auf den Fussboden heftete.
"My-Mylady", spach er sie stotternd an, "die Schneider werden heute wohl nicht mehr kommen. Aufgrund eines Zwischenfalls... wurden ihre Fäden anderweitig verwendet. Ausserdem findet der Ball heute abend nicht statt, er wurde auf ein ungewisses Datum verschoben." Der Elfendiener sah Lynas fragenden Blick und hob abwehrend die Hände. "Mehr wurde mir nicht gesagt. Nur, dass es sich um eine politische Angelegenheit handelt. Aber Ihr könnte beruhigt sein, ich bin sicher, dass es nicht Euch oder einer Eurer Gefährten betrifft."
Lyna nickte dankbar und entliess den Diener. Eine politische Angelegenheit... Avalos schien Recht gehabt zu haben, was die Politik in diesen Landen betraf. Die junge Dalish fand sich also alleine im Zimmer wieder, nicht wissend, was mit ihrer neu gewonnenen Freizeit anzustellen war. Eigentlich kam es ihr recht, dass der Ball verschoben worden war... nach den Ereignissen des Tages war sie nicht in der Stimmung, ausgelassen zu tanzen und zu feiern.
Ausserdem würde sie nur hochnäsigen, herausgeputzten Menschen begegnen, kaum einem anderen Elf, der sich zur hohen Gesellschaft zählen konnte. Man würde sie nur abwerten beäugen, sie fühlen lassen, dass sie fehl am Platze war. Lyna lehnte sich seufzend am Fenstersims und schaute hinaus.
"My-Mylady", spach er sie stotternd an, "die Schneider werden heute wohl nicht mehr kommen. Aufgrund eines Zwischenfalls... wurden ihre Fäden anderweitig verwendet. Ausserdem findet der Ball heute abend nicht statt, er wurde auf ein ungewisses Datum verschoben." Der Elfendiener sah Lynas fragenden Blick und hob abwehrend die Hände. "Mehr wurde mir nicht gesagt. Nur, dass es sich um eine politische Angelegenheit handelt. Aber Ihr könnte beruhigt sein, ich bin sicher, dass es nicht Euch oder einer Eurer Gefährten betrifft."
Lyna nickte dankbar und entliess den Diener. Eine politische Angelegenheit... Avalos schien Recht gehabt zu haben, was die Politik in diesen Landen betraf. Die junge Dalish fand sich also alleine im Zimmer wieder, nicht wissend, was mit ihrer neu gewonnenen Freizeit anzustellen war. Eigentlich kam es ihr recht, dass der Ball verschoben worden war... nach den Ereignissen des Tages war sie nicht in der Stimmung, ausgelassen zu tanzen und zu feiern.
Ausserdem würde sie nur hochnäsigen, herausgeputzten Menschen begegnen, kaum einem anderen Elf, der sich zur hohen Gesellschaft zählen konnte. Man würde sie nur abwerten beäugen, sie fühlen lassen, dass sie fehl am Platze war. Lyna lehnte sich seufzend am Fenstersims und schaute hinaus.
#989
Posté 25 mars 2010 - 04:00
Avalos raste vor Zorn.
Unfähiger Bastard... Genau deswegen hatte er doch veranlasst, Jule einen Leibwächter zur Seite zu stellen... Er kannte diese verdammte Elfe ja inzwischen.
Aber nun gut, er war schon gespannt darauf, was er zu hören bekommen würde.
Auf halbem Wege begegnete er der angeforderten Abteilung der Elitewachen.
"Abteilung stillgestanden!"
Sofort kamen die schwer gerüsteten Soldaten zum Stehen.
Zwei von euch zu Lyna´s Gemach. Bewacht sie, auf Schritt und Tritt. Haltet sie im Auge, egal was sie tut. Selbst wenn sie sich waschen will. Und es ist mir ziemlich egal, was sie davon hält. Ebenso verfahren die Leibwächter für Jule und Bellandrys."
Der leitende Feldwebel salutierte und nickte dann. "Wie ihr wünscht, Gebieter."
Prompt setzte sich die Abteilung waffenstarrender Männer wieder in Marsch.
Gedankenverloren schlenderte er in Richtung des Planungszimmers. Amofillias würde ungehalten sein... Vorallem, da seine Majestät viel Wert auf ein Nickerchen vor bedeutenden politischen Anlässen zu legen schien.
Er trat ein. In der Tat, ein vor Zorn rauchender König, ein ziemlich blasser Elthras und 30 Waräger, die sich in Doppelreihen an der Stirnseite des großzügig bemessenen Raumes aufgestellt hatten.
"Avalos! Was hat das alles zu bedeuten?!
Vergesst nicht, wer hier die Macht in Händen hält! Das Dinner abzusagen hätte schon mein Missfallen erregt, aber den Ball?! Erklärt euch!"
Der Schatten lachte nicht.
Es gab... Schwierigkeiten. Einer meiner Gefährten liegt mit lebensgefährlichen Verletzungen im Koma, und offenbar gibt es erhebliche Sicherheitsmängel."
Mit kurzen, aber detaillierten Worten setzte er den König über die Ereignisse in Kenntnis.
"Deswegen die Waräger. Sie werden die Katakomben säubern. Ich hatte euch ja vor Jahren schon gewarnt, die Fundamente nicht zu tief zu treiben. Offenbar habt ihr die alten Ruinen getroffen, oder täusche ich mich da?"
Der König seufzte.
"In der Tat. Meine Baumeister hielten es für eine Legende, und meinten, mich im Unklaren zu lassen. Betreffende Baumeister wurden für dieses Versagen...bestraft.
Wir haben die Katakomben wieder verschlossen. Mit Leichen aus Tevinter lege ich mich nicht an."
"Ihre Verletzungen sind zu...spezifisch für tote Wandelnde.
Womöglich ein Bronto. Das würde wiederum bedeuten, dass es ein Tor zu den tiefen Wegen geben müsste.
Deswegen die Waräger."
Mit diesen Worten wandte er sich nun an die Elitekrieger.
"Waräger! Ihr werdet eine spezielle Aufgabe übernehmen.
Ihr werdet genauergesagt die Katakomben unter diesem Schloss befrieden. Tötet alles was sich dort unten beweg, ob lebendig oder seit langem tot...
Außerdem werdet ihr, wenn es euch möglich ist, den Weg zu den tiefen Wegen verschließen.
Bringt aber nichts zum Einsturz, das könnte das ganze Schloss einreißen.
Ihr habt zufordererst 2 Stunden dafür. Nach Ablauf dieser Zeitspanne kommt ihr sofort zurück und erstattet Meldung.
"Jawohl, Gebieter!"
Die Waräger verließen in gesetztem Gleichschritt den Raum und bereiteten sich darauf vor, einigen Untoten die Bedeutung von "wirklich tot" nahe zu bringen.
Unfähiger Bastard... Genau deswegen hatte er doch veranlasst, Jule einen Leibwächter zur Seite zu stellen... Er kannte diese verdammte Elfe ja inzwischen.
Aber nun gut, er war schon gespannt darauf, was er zu hören bekommen würde.
Auf halbem Wege begegnete er der angeforderten Abteilung der Elitewachen.
"Abteilung stillgestanden!"
Sofort kamen die schwer gerüsteten Soldaten zum Stehen.
Zwei von euch zu Lyna´s Gemach. Bewacht sie, auf Schritt und Tritt. Haltet sie im Auge, egal was sie tut. Selbst wenn sie sich waschen will. Und es ist mir ziemlich egal, was sie davon hält. Ebenso verfahren die Leibwächter für Jule und Bellandrys."
Der leitende Feldwebel salutierte und nickte dann. "Wie ihr wünscht, Gebieter."
Prompt setzte sich die Abteilung waffenstarrender Männer wieder in Marsch.
Gedankenverloren schlenderte er in Richtung des Planungszimmers. Amofillias würde ungehalten sein... Vorallem, da seine Majestät viel Wert auf ein Nickerchen vor bedeutenden politischen Anlässen zu legen schien.
Er trat ein. In der Tat, ein vor Zorn rauchender König, ein ziemlich blasser Elthras und 30 Waräger, die sich in Doppelreihen an der Stirnseite des großzügig bemessenen Raumes aufgestellt hatten.
"Avalos! Was hat das alles zu bedeuten?!
Vergesst nicht, wer hier die Macht in Händen hält! Das Dinner abzusagen hätte schon mein Missfallen erregt, aber den Ball?! Erklärt euch!"
Der Schatten lachte nicht.
Es gab... Schwierigkeiten. Einer meiner Gefährten liegt mit lebensgefährlichen Verletzungen im Koma, und offenbar gibt es erhebliche Sicherheitsmängel."
Mit kurzen, aber detaillierten Worten setzte er den König über die Ereignisse in Kenntnis.
"Deswegen die Waräger. Sie werden die Katakomben säubern. Ich hatte euch ja vor Jahren schon gewarnt, die Fundamente nicht zu tief zu treiben. Offenbar habt ihr die alten Ruinen getroffen, oder täusche ich mich da?"
Der König seufzte.
"In der Tat. Meine Baumeister hielten es für eine Legende, und meinten, mich im Unklaren zu lassen. Betreffende Baumeister wurden für dieses Versagen...bestraft.
Wir haben die Katakomben wieder verschlossen. Mit Leichen aus Tevinter lege ich mich nicht an."
"Ihre Verletzungen sind zu...spezifisch für tote Wandelnde.
Womöglich ein Bronto. Das würde wiederum bedeuten, dass es ein Tor zu den tiefen Wegen geben müsste.
Deswegen die Waräger."
Mit diesen Worten wandte er sich nun an die Elitekrieger.
"Waräger! Ihr werdet eine spezielle Aufgabe übernehmen.
Ihr werdet genauergesagt die Katakomben unter diesem Schloss befrieden. Tötet alles was sich dort unten beweg, ob lebendig oder seit langem tot...
Außerdem werdet ihr, wenn es euch möglich ist, den Weg zu den tiefen Wegen verschließen.
Bringt aber nichts zum Einsturz, das könnte das ganze Schloss einreißen.
Ihr habt zufordererst 2 Stunden dafür. Nach Ablauf dieser Zeitspanne kommt ihr sofort zurück und erstattet Meldung.
"Jawohl, Gebieter!"
Die Waräger verließen in gesetztem Gleichschritt den Raum und bereiteten sich darauf vor, einigen Untoten die Bedeutung von "wirklich tot" nahe zu bringen.
#990
Posté 25 mars 2010 - 07:16
Bella blickte ungehalten auf, als die Waräger ins Zimmer kamen und zackig vor ihr salutierten. Sie stellten sich als ihre Leibwächter vor.
Was sollte sie bitte mit Leibwächtern? Gut, wenn sie in die Stadt gehen würde wäre eine bewaffnete Eskorte sicher nicht das verkehrteste, aber im Schloß? Was sollte ihr da groß passieren, außer dass sie die Stufen hinunterfiel?
Das war sicher auf Avalos Mist gewachsen. Nett, dass er sich ausnahmsweise mal um sie sorgte, aber die gleiche Sorge galt Lyna und Jule. Diese schlief nun tief und fest, und Bella hoffte, dass sie einen erholsamen und genesungsreichen Schlaf hatte. Der Schatten meinte ja, die nächsten paar Stunden würden über Jules Leben entscheiden. Eigentlich traute sie sich kaum, die Freundin allein zu lassen, aber es waren auch zwei Gardisten für Jule abgestellt. Sollte sich etwas am Zustand der Elfin ändern, würden die mit Sicherheit sofort reagieren.
Vielleicht sollte sie die Zeit nutzen, und umziehen. Nachdem Jule ja nun in Bellas Zimmer lag, war es naheliegend, dass die Zwergin das Gemach der Freundin bezog. Also ließ sie Jules Hand vorsichtig los und stand auf. Sie ging ins Kaminzimmer, wo sie den kleinen Schacht neben dem Kamin sah. Bella wurde blaß. Dieser Geheimgang war geradzu prädistiniert, von Meuchelmördern oder Spionen benutzt zu werden. Wo er wohl hinführen würde außer in die Katakomben? Sie wollte es lieber nicht herausfinden, außerdem war sie sich sicher, dass Avalos dafür Sorge tragen würde, dass dieser Gang nicht weiter benutzt werden konnte.
Sie nahm das Buch auf, merkte sich die Seitenzahl und schlug es zu. Damit ging sie zurück ins Schlafgemach, nahm den Wein auf und setzte ihren Weg fort. Den Rucksack schulterte sie, blickte sich noch einmal kurz im Zimmer um. Das Kleid konnte sie hernach noch holen, die Schneider würden diesen Raum mit Sicherheit heute nicht mehr betreten.
Sie öffnete die Tür, und die beiden Wachen flankierten ihren Weg ... zwanzig Schritte bis zu Jules ehemaligen Gemach. Bevor sie die Tür öffnen konnte, stürtzte einer der Waräger vor:
"Entschuldigt, ich werde erst nachsehen!".
Er stürmte mit erhobenem Schwert ins Zimmer, und Bella mußte sich ein Lachen verkneifen. Was sollte bitte in Jules Zimmer schon an gefährlichem sein? Eintreten konnte sie jedoch auch nicht, da der andere Gardist vor der Tür stand, die Hand an seinem Schwertgriff und finster dreinblickte.
Nach fünf Minuten nickte der andere:
"Alles in Ordnung, keine Geheimtüren oder dergleichen. Ihr könnt das Gemach betreten."
Bella lächelte ihn gewinnend an: "wie nett von Euch", aber das kam mit einem leichten zynischen Unterton über ihre Lippen. Sie drückte sich an der Wache vorbei, knallte den Rucksack auf den Boden, stellte den Wein auf den Tisch und legte das Buch daneben.
"Ihr verzeiht, ich werde Jules Sachen gleich hinüber bringen, und den Rest von meinen Habseligkeiten herüber... oder wollt Ihr dann jedesmal den Raum durchsuchen?"
Einer der Wachen blieb, der andere folgte ihr.
Idioten. Wenn sie ihr wenigstens beim Tragen geholfen hätten... aber nein, dafür waren sich die Elite-Wachen wohl zu schade. Arrogantes Pack.
Bella mußte noch dreimal hin und her laufen, bis alles umgezogen war.
Sie holte sich ein Glas aus der Vitrine, schenkte Wein nach und grübelte, wie sie am leichtesten in den Besprechungsraum kam, und wie sie diese Wachen los wurde. Wenigstens einen davon, das wäre eine Wohltat. Aber die blieben stur, einer schob Wache vor ihrer Tür, der andere stand in Bellas Zimmer, als hätte er einen Kochlöffel verschluckt.
"Mieses Wetter, was?" versuchte Bellandrys Konversation zu betreiben. Wenn sie schon einen Mann im Zimmer hatte konnte man sich doch wenigstens unterhalten? Stattlich gebaut war er auch noch, und seine Augen hatten eigentlich einen warmen Oliv-farbenen Ton. Aber er stand nur stocksteif da und verzog keine Miene. Hm... vielleicht war er der allgemeinen Sprache nicht mächtig?
"Parlez-vous le Orlais? Usted habla Qunari?" versuchte sie es, nachdem sie ihre letzten paar Vokabeln zusammengesucht hatte.
Keine Reaktion.
Bella seufzte, und beschloß, den Wächter Wächter sein zu lassen und nahm stattdessen ihr Buch zur Hand. Dort schlug sie die Seite auf, bei der sie vorher stehen geblieben war und las weiter. Sie hoffte nur, dass sie noch einen Imbiss irgendwo herkriegen würde, langsam wurde sie nämlich auch hungrig.
Was sollte sie bitte mit Leibwächtern? Gut, wenn sie in die Stadt gehen würde wäre eine bewaffnete Eskorte sicher nicht das verkehrteste, aber im Schloß? Was sollte ihr da groß passieren, außer dass sie die Stufen hinunterfiel?
Das war sicher auf Avalos Mist gewachsen. Nett, dass er sich ausnahmsweise mal um sie sorgte, aber die gleiche Sorge galt Lyna und Jule. Diese schlief nun tief und fest, und Bella hoffte, dass sie einen erholsamen und genesungsreichen Schlaf hatte. Der Schatten meinte ja, die nächsten paar Stunden würden über Jules Leben entscheiden. Eigentlich traute sie sich kaum, die Freundin allein zu lassen, aber es waren auch zwei Gardisten für Jule abgestellt. Sollte sich etwas am Zustand der Elfin ändern, würden die mit Sicherheit sofort reagieren.
Vielleicht sollte sie die Zeit nutzen, und umziehen. Nachdem Jule ja nun in Bellas Zimmer lag, war es naheliegend, dass die Zwergin das Gemach der Freundin bezog. Also ließ sie Jules Hand vorsichtig los und stand auf. Sie ging ins Kaminzimmer, wo sie den kleinen Schacht neben dem Kamin sah. Bella wurde blaß. Dieser Geheimgang war geradzu prädistiniert, von Meuchelmördern oder Spionen benutzt zu werden. Wo er wohl hinführen würde außer in die Katakomben? Sie wollte es lieber nicht herausfinden, außerdem war sie sich sicher, dass Avalos dafür Sorge tragen würde, dass dieser Gang nicht weiter benutzt werden konnte.
Sie nahm das Buch auf, merkte sich die Seitenzahl und schlug es zu. Damit ging sie zurück ins Schlafgemach, nahm den Wein auf und setzte ihren Weg fort. Den Rucksack schulterte sie, blickte sich noch einmal kurz im Zimmer um. Das Kleid konnte sie hernach noch holen, die Schneider würden diesen Raum mit Sicherheit heute nicht mehr betreten.
Sie öffnete die Tür, und die beiden Wachen flankierten ihren Weg ... zwanzig Schritte bis zu Jules ehemaligen Gemach. Bevor sie die Tür öffnen konnte, stürtzte einer der Waräger vor:
"Entschuldigt, ich werde erst nachsehen!".
Er stürmte mit erhobenem Schwert ins Zimmer, und Bella mußte sich ein Lachen verkneifen. Was sollte bitte in Jules Zimmer schon an gefährlichem sein? Eintreten konnte sie jedoch auch nicht, da der andere Gardist vor der Tür stand, die Hand an seinem Schwertgriff und finster dreinblickte.
Nach fünf Minuten nickte der andere:
"Alles in Ordnung, keine Geheimtüren oder dergleichen. Ihr könnt das Gemach betreten."
Bella lächelte ihn gewinnend an: "wie nett von Euch", aber das kam mit einem leichten zynischen Unterton über ihre Lippen. Sie drückte sich an der Wache vorbei, knallte den Rucksack auf den Boden, stellte den Wein auf den Tisch und legte das Buch daneben.
"Ihr verzeiht, ich werde Jules Sachen gleich hinüber bringen, und den Rest von meinen Habseligkeiten herüber... oder wollt Ihr dann jedesmal den Raum durchsuchen?"
Einer der Wachen blieb, der andere folgte ihr.
Idioten. Wenn sie ihr wenigstens beim Tragen geholfen hätten... aber nein, dafür waren sich die Elite-Wachen wohl zu schade. Arrogantes Pack.
Bella mußte noch dreimal hin und her laufen, bis alles umgezogen war.
Sie holte sich ein Glas aus der Vitrine, schenkte Wein nach und grübelte, wie sie am leichtesten in den Besprechungsraum kam, und wie sie diese Wachen los wurde. Wenigstens einen davon, das wäre eine Wohltat. Aber die blieben stur, einer schob Wache vor ihrer Tür, der andere stand in Bellas Zimmer, als hätte er einen Kochlöffel verschluckt.
"Mieses Wetter, was?" versuchte Bellandrys Konversation zu betreiben. Wenn sie schon einen Mann im Zimmer hatte konnte man sich doch wenigstens unterhalten? Stattlich gebaut war er auch noch, und seine Augen hatten eigentlich einen warmen Oliv-farbenen Ton. Aber er stand nur stocksteif da und verzog keine Miene. Hm... vielleicht war er der allgemeinen Sprache nicht mächtig?
"Parlez-vous le Orlais? Usted habla Qunari?" versuchte sie es, nachdem sie ihre letzten paar Vokabeln zusammengesucht hatte.
Keine Reaktion.
Bella seufzte, und beschloß, den Wächter Wächter sein zu lassen und nahm stattdessen ihr Buch zur Hand. Dort schlug sie die Seite auf, bei der sie vorher stehen geblieben war und las weiter. Sie hoffte nur, dass sie noch einen Imbiss irgendwo herkriegen würde, langsam wurde sie nämlich auch hungrig.
Modifié par Bellandyrs, 25 mars 2010 - 07:19 .
#991
Posté 25 mars 2010 - 08:21
Zwischendrin nippte sie an ihrem Weinglas. Sie konnte sich nicht mehr auf den Roman konzentrieren, zum einen knurrte ihr Magen langsam aber sicher ziemlich laut, zum anderen dachte sie an Elthras. Sie mußte ihm irgendwie helfen, und das ging nur, wenn sie in diesen Besprechungsraum kam.
Genervt knallte die das Buch zu und legte es auf den Tisch. Dabei zuckte der Wächter leicht zusammen, und Bella konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Er würde sie noch kennenlernen!
"Wenn Ihr erlaubt werde ich mich kurz frisch machen und mich umziehen. Ihr könnt gern mitkommen wenn Ihr so um mein Wohlergehen besorgt seid, aber beherrscht Euch und wendet Euren Blick ab." Sie blickte ihm mit funkelnden Augen ins Gesicht.
Wieder keine Reaktion, außer dass er vor der offenen Badezimmertür stehen blieb, mit dem Rücken zu Bella. Sie wusch ihr Gesicht, das kalte Wasser belebte ihre Sinne. Dann schlüpfte sie in ihre Rüstung, mit Wollhemd wollte sie nicht unbedingt vorm König auftauchen.
Sie blickte in den Spiegel, und ein entschlossenes Gesicht blickte ihr entgegen. Sie war sprichwörtlich bis an die Zähne bewaffnet. Kleines Messer im Stiefel, ihre Dolche an der Hüfte, das Langschwert übern Rücken gehängt. Es war zwar völlig unnötig, aber sie fühlte sich dadurch um einiges selbstbewußter.
Jedenfalls riß ihr Männchen für alles, wie sie den Gardisten insgeheim bei sich nannte, die Augen auf. Sie lächelte ihn herzlich an. Er sah drein, als wüßte er nun nicht mehr, was er von ihr halten soll. Von wegen Schutzbefohlene oder so.
"Und nun möchte ich, dass Ihr mich zum Besprechungszimmer bringt. Ich habe ein paar Worte mit Avalos zu wechseln", grinste sie ihn an.
Der Waräger wurde ein wenig bleicher. Schließlich sollten sie auf die Zwergin aufpassen, dass ihr nichts passierte. Aber dass sie diese in die Besprechung bringen sollten, davon war keine Rede. Und er war sich nicht sicher, ob dies dem Barden gefallen würde.
"Verzeiht, Mylady, aber davon war keine Rede..." versuchte er, Bella zu überreden.
"Das ist mir vollkommen egal wovon die Rede war. Entweder ihr begleitet mich beziehungsweise führt mich dorthin, oder ich gehe alleine. Was glaubt Ihr wohl, wird Avalos eher misfallen?"
Wieder strahlte sie ihn an.
Avalos hatte Recht: ein paar wohlplatzierte Worte... und die Leute wurden Wachs in den Händen. Jedenfalls kam keine Widerrede mehr, und kurze Zeit später war sie auf dem Weg zum Besprechungsraum. Wie gut, dass die Gänge so breit waren. Wenn ihnen jemand entgegenkommen würde, käme der nicht an ihnen vorbei. Bella ging zwischen den beiden Männern und reichte ihnen gerade noch bis zur Hüfte. Groß waren die Leute in den Marschen, soviel war sicher. Die Zwergin reckte ihr Kinn ein wenig vor. Sie fragte sich nur, wo dieser Raum war.
Natürlich ging es wieder zwei Stockwerke die Treppen hoch, aber diesesmal im normalen Tempo, so dass sie nirgendwo stolperte. In der vierten Etage war im Nordflügel nochmal eine Treppe, und danach standen sie vor der Tür zum Besprechungsraum.
Den beiden Wachen war es nicht ganz geheuer, sie fürchteten Avalos Reaktion. Aber dennoch hätten sie die Zwergin niemals alleine gehen lassen, das hätte ein sofortiges beziehungsweise tödliches Ende ihrer Karriere bedeutet.
Bella scherte sich nicht darum, was die beiden gerade dachten. Sie klopfte kurz und öffnete dann die Tür, ohne ein "herein" abzuwarten. Als sie den Raum betrat wurde ihr dennoch mulmig. Der Saal erstreckte sich im Prinzip über das gesamte Gebäude, er wirkte nur etwas kleiner wegen der Dachschrägen. In der Mitte des Daches war ein Oberlicht eingelassen, damit Tageslicht hinein fluten konnte. Momentan waren jedoch dunkle Wolken zu sehen. Bella hoffte, dass dies kein Omen war.
Am anderen Ende des Raumes standen Avalos und ein Mann, den sie nicht kannte. Einige Meter daneben sass ein sehr bleicher Elthras.
Die Wachen salutierten:
"Majestät, Gebieter, verzeiht... aber die Zwergin Bellandrys wollte unbedingt an dieser Besprechung teilnehmen."
Ach, der leicht beleibte und etwas streng wirkende Mann war also der Herrscher von den Marschen? Er trug einen grauen Kinnbart mit Schnauzer, seine Haare waren schulterlang, aber hinten zusammen gebunden. Seine hellblauen Augen musterten sie kühl.
Bella ließ sich nicht irritieren, trat vor und verneigte sich.
"Eure Majestät, laßt mich erst einmal für Eure Gastfreundschaft danken. Ich möchte mich entschuldigen, hier einfach hereinzuplatzen, aber ich denke, ich kann vielleicht zur Klärung des Falles beitragen, schließlich war Jule bei mir im Zimmer als das Unglück geschah. Ich werde Rede und Antwort stehen."
Sie nickte dem Regenten zu, blickte Avalos an und setzte sich auf den nächstbesten Stuhl, der ihr im Weg stand. Gut dass sie Avalos bereits kannte, seine grünen Augen waren dunkel und funkelten noch immer vor unterdrücktem Ärger. Dem Paragon sei dank, diesesmal war er nicht auf sie wütend. Noch nicht zumindest, gut möglich, dass ihr Auftritt hier seinen Zorn auf sie lenkte.
Dann harrte sie der Dinge, und wollte erst dann sprechen, wenn sie gefragt wurde.
Ihre Leibwachen hatten sich an der Tür platziert, die Hände wieder an ihrem Schwert.
Genervt knallte die das Buch zu und legte es auf den Tisch. Dabei zuckte der Wächter leicht zusammen, und Bella konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Er würde sie noch kennenlernen!
"Wenn Ihr erlaubt werde ich mich kurz frisch machen und mich umziehen. Ihr könnt gern mitkommen wenn Ihr so um mein Wohlergehen besorgt seid, aber beherrscht Euch und wendet Euren Blick ab." Sie blickte ihm mit funkelnden Augen ins Gesicht.
Wieder keine Reaktion, außer dass er vor der offenen Badezimmertür stehen blieb, mit dem Rücken zu Bella. Sie wusch ihr Gesicht, das kalte Wasser belebte ihre Sinne. Dann schlüpfte sie in ihre Rüstung, mit Wollhemd wollte sie nicht unbedingt vorm König auftauchen.
Sie blickte in den Spiegel, und ein entschlossenes Gesicht blickte ihr entgegen. Sie war sprichwörtlich bis an die Zähne bewaffnet. Kleines Messer im Stiefel, ihre Dolche an der Hüfte, das Langschwert übern Rücken gehängt. Es war zwar völlig unnötig, aber sie fühlte sich dadurch um einiges selbstbewußter.
Jedenfalls riß ihr Männchen für alles, wie sie den Gardisten insgeheim bei sich nannte, die Augen auf. Sie lächelte ihn herzlich an. Er sah drein, als wüßte er nun nicht mehr, was er von ihr halten soll. Von wegen Schutzbefohlene oder so.
"Und nun möchte ich, dass Ihr mich zum Besprechungszimmer bringt. Ich habe ein paar Worte mit Avalos zu wechseln", grinste sie ihn an.
Der Waräger wurde ein wenig bleicher. Schließlich sollten sie auf die Zwergin aufpassen, dass ihr nichts passierte. Aber dass sie diese in die Besprechung bringen sollten, davon war keine Rede. Und er war sich nicht sicher, ob dies dem Barden gefallen würde.
"Verzeiht, Mylady, aber davon war keine Rede..." versuchte er, Bella zu überreden.
"Das ist mir vollkommen egal wovon die Rede war. Entweder ihr begleitet mich beziehungsweise führt mich dorthin, oder ich gehe alleine. Was glaubt Ihr wohl, wird Avalos eher misfallen?"
Wieder strahlte sie ihn an.
Avalos hatte Recht: ein paar wohlplatzierte Worte... und die Leute wurden Wachs in den Händen. Jedenfalls kam keine Widerrede mehr, und kurze Zeit später war sie auf dem Weg zum Besprechungsraum. Wie gut, dass die Gänge so breit waren. Wenn ihnen jemand entgegenkommen würde, käme der nicht an ihnen vorbei. Bella ging zwischen den beiden Männern und reichte ihnen gerade noch bis zur Hüfte. Groß waren die Leute in den Marschen, soviel war sicher. Die Zwergin reckte ihr Kinn ein wenig vor. Sie fragte sich nur, wo dieser Raum war.
Natürlich ging es wieder zwei Stockwerke die Treppen hoch, aber diesesmal im normalen Tempo, so dass sie nirgendwo stolperte. In der vierten Etage war im Nordflügel nochmal eine Treppe, und danach standen sie vor der Tür zum Besprechungsraum.
Den beiden Wachen war es nicht ganz geheuer, sie fürchteten Avalos Reaktion. Aber dennoch hätten sie die Zwergin niemals alleine gehen lassen, das hätte ein sofortiges beziehungsweise tödliches Ende ihrer Karriere bedeutet.
Bella scherte sich nicht darum, was die beiden gerade dachten. Sie klopfte kurz und öffnete dann die Tür, ohne ein "herein" abzuwarten. Als sie den Raum betrat wurde ihr dennoch mulmig. Der Saal erstreckte sich im Prinzip über das gesamte Gebäude, er wirkte nur etwas kleiner wegen der Dachschrägen. In der Mitte des Daches war ein Oberlicht eingelassen, damit Tageslicht hinein fluten konnte. Momentan waren jedoch dunkle Wolken zu sehen. Bella hoffte, dass dies kein Omen war.
Am anderen Ende des Raumes standen Avalos und ein Mann, den sie nicht kannte. Einige Meter daneben sass ein sehr bleicher Elthras.
Die Wachen salutierten:
"Majestät, Gebieter, verzeiht... aber die Zwergin Bellandrys wollte unbedingt an dieser Besprechung teilnehmen."
Ach, der leicht beleibte und etwas streng wirkende Mann war also der Herrscher von den Marschen? Er trug einen grauen Kinnbart mit Schnauzer, seine Haare waren schulterlang, aber hinten zusammen gebunden. Seine hellblauen Augen musterten sie kühl.
Bella ließ sich nicht irritieren, trat vor und verneigte sich.
"Eure Majestät, laßt mich erst einmal für Eure Gastfreundschaft danken. Ich möchte mich entschuldigen, hier einfach hereinzuplatzen, aber ich denke, ich kann vielleicht zur Klärung des Falles beitragen, schließlich war Jule bei mir im Zimmer als das Unglück geschah. Ich werde Rede und Antwort stehen."
Sie nickte dem Regenten zu, blickte Avalos an und setzte sich auf den nächstbesten Stuhl, der ihr im Weg stand. Gut dass sie Avalos bereits kannte, seine grünen Augen waren dunkel und funkelten noch immer vor unterdrücktem Ärger. Dem Paragon sei dank, diesesmal war er nicht auf sie wütend. Noch nicht zumindest, gut möglich, dass ihr Auftritt hier seinen Zorn auf sie lenkte.
Dann harrte sie der Dinge, und wollte erst dann sprechen, wenn sie gefragt wurde.
Ihre Leibwachen hatten sich an der Tür platziert, die Hände wieder an ihrem Schwert.
#992
Posté 25 mars 2010 - 09:07
Elthras war etwas mulmig zu mute.Viele Gedanken durchzogen nun seinen Verstand.Dabei waren die wohl stärksten Gedanken:Was wohl jetzt geschehen würde?Würde er im Kerker landen?Wie es wohl Jule geht?
Der letztere Gedanke war der wohl schwierigste von allen und machte Elthras sehr zu schaffen.Noch nie war jemand aufgrund seines Versagens zu Schaden gekommen.Geschweige denn das er jemals bei seinen Aufgaben als Wache jemals versagt hatte.
Es bedrückte ihn sichtlich.
Elthras bemerkte nicht einmal das Bella in den Raum getreten war.So sehr war er in Gedanken versunken.
Der letztere Gedanke war der wohl schwierigste von allen und machte Elthras sehr zu schaffen.Noch nie war jemand aufgrund seines Versagens zu Schaden gekommen.Geschweige denn das er jemals bei seinen Aufgaben als Wache jemals versagt hatte.
Es bedrückte ihn sichtlich.
Elthras bemerkte nicht einmal das Bella in den Raum getreten war.So sehr war er in Gedanken versunken.
#993
Posté 25 mars 2010 - 09:25
Lyna wandte sich erschrocken vom Fenster ab, als plötzlich die Tür aufgerissen wurde und zwei bewaffnete Männer in das Zimmer stürtzten. Sie salutierten vor ihr und setzten zu einer Rede an. "Mylady, wir wurden zu Eurer Wachgarde kommandiert. Von nun an werden wir Euch auf Schritt und Tritt folgen und keine Sekunde von Eurer Seite weichen."
War das ein Scherz? Lyna starrte die zwei Soldaten ungläubig an, doch die Miene der beiden Männer verriet, dass sie es ernst meinten. "Was... was ist denn passiert?", fragte sie verwirrt. "Mir wurde von einem politischen Ereignis berichtet... deswegen auch die Absage des Balles. Aber gleich eine Leibgarde zu beordnen halte ich doch für übertrieben." Einer der Wachmänner schüttelte den Kopf. "Nein Mylady, eine Eurer Gefährtinnen wurde angegriffen und verletzt. Sie schwebt in Lebensgefahr."
Lyna erbleichte. Wieso musste das Unglück ihren Weg säumen? Konnten sie nie in Ruhe ihr Leben geniessen, wenigstens einen kurzen Moment lang? "We.. wer?", stotterte sie, voller dunkler Vorahnung. Hatte jemand Bella überfallen? War diesmal Jule aufgrund ihrer Rasse schikaniert worden?. Der Soldat kratzte sich am Kopf und zuckte mit den Schultern. "Hmm... die andere Elfe, der Name fällt mir nicht mehr ein. Die Blonde halt." Lynas Knie zitterten, sie drohte ihr Gleichgewicht zu verlieren.
Sofort stürmte sie an den Wachen vorbei, riss die Türen im Flur auf, bis sie Jule fand. Sie lag alleine im Bett, in einer Ecke standen zwei weitere Soldaten, die sich scheinbar gelangweilt unterhielten. Lyna näherte sich ihrer Freundin- wie blass sie doch da lag, in weissen Laken, die die gleiche Farbe ihrer Wangen hatten. Einzig die Lippen schimmerten rot, während sich die Haare engelsgleich um ihr Antlitz ergossen.
Lyna fühlte sich hilflos. Sie wollte ihr helfen, sie wachrütteln, sie wieder lachen hören... doch sie konnte nichts tun. Stattdessen nahm sie die rechte Hand von Jule in ihre und setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett. Stunden vergingen, während sie schweigend neben ihrer Freundin sass.
War das ein Scherz? Lyna starrte die zwei Soldaten ungläubig an, doch die Miene der beiden Männer verriet, dass sie es ernst meinten. "Was... was ist denn passiert?", fragte sie verwirrt. "Mir wurde von einem politischen Ereignis berichtet... deswegen auch die Absage des Balles. Aber gleich eine Leibgarde zu beordnen halte ich doch für übertrieben." Einer der Wachmänner schüttelte den Kopf. "Nein Mylady, eine Eurer Gefährtinnen wurde angegriffen und verletzt. Sie schwebt in Lebensgefahr."
Lyna erbleichte. Wieso musste das Unglück ihren Weg säumen? Konnten sie nie in Ruhe ihr Leben geniessen, wenigstens einen kurzen Moment lang? "We.. wer?", stotterte sie, voller dunkler Vorahnung. Hatte jemand Bella überfallen? War diesmal Jule aufgrund ihrer Rasse schikaniert worden?. Der Soldat kratzte sich am Kopf und zuckte mit den Schultern. "Hmm... die andere Elfe, der Name fällt mir nicht mehr ein. Die Blonde halt." Lynas Knie zitterten, sie drohte ihr Gleichgewicht zu verlieren.
Sofort stürmte sie an den Wachen vorbei, riss die Türen im Flur auf, bis sie Jule fand. Sie lag alleine im Bett, in einer Ecke standen zwei weitere Soldaten, die sich scheinbar gelangweilt unterhielten. Lyna näherte sich ihrer Freundin- wie blass sie doch da lag, in weissen Laken, die die gleiche Farbe ihrer Wangen hatten. Einzig die Lippen schimmerten rot, während sich die Haare engelsgleich um ihr Antlitz ergossen.
Lyna fühlte sich hilflos. Sie wollte ihr helfen, sie wachrütteln, sie wieder lachen hören... doch sie konnte nichts tun. Stattdessen nahm sie die rechte Hand von Jule in ihre und setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett. Stunden vergingen, während sie schweigend neben ihrer Freundin sass.
#994
Guest_Juleiila_*
Posté 26 mars 2010 - 11:25
Guest_Juleiila_*
Mittlerweile waren Stunden vergangen in denen Jule tief und fest schlief. Den schlaf hätte sie sowieso gebraucht, da sie die letzten Nächte überhaupt nicht schlief. Erst das mit dem Angriff auf sie, dann der Ritt nach FellRemnon. Doch jetzt brauchte sie den Schlaf mehr als dringend. Sie schwebte immer noch in Lebensgefahr, und wenn der Erbauer ihr beistehen würde, würde sie es hoffentlich überleben.
Allmählich wurde sie wieder Wach, die Schmerzen waren immer noch zerreißend. Würde ihr doch endlich jemand Schmerzmittel, oder einen starken Trunk bringen, damit diese Schmerzen endlich nach liesen. Jule öffnete leicht ihre Augen, und sah immer noch verschwommen. Wo war denn bloß Bella hin? Doch sie bemerkte das immer noch jemand ihre Hand hielt, sie sanft drückte.
Jule drehte ihren Kopf, und blickte zum Stuhl. Dort erblickte sie Lyna, die hilflos aussah, und ziemlich geschockt. Unter schmerz verzerrtem Blick sagte sie; "Hallo Lyna," Jule musste tief Luft holen, selbst das Sprechen viel ihr Schwer. "Ich denke, es ist nicht so schlimm wie es aussieht." und Jule grinste trotz der Schmerzen.
Allmählich wurde sie wieder Wach, die Schmerzen waren immer noch zerreißend. Würde ihr doch endlich jemand Schmerzmittel, oder einen starken Trunk bringen, damit diese Schmerzen endlich nach liesen. Jule öffnete leicht ihre Augen, und sah immer noch verschwommen. Wo war denn bloß Bella hin? Doch sie bemerkte das immer noch jemand ihre Hand hielt, sie sanft drückte.
Jule drehte ihren Kopf, und blickte zum Stuhl. Dort erblickte sie Lyna, die hilflos aussah, und ziemlich geschockt. Unter schmerz verzerrtem Blick sagte sie; "Hallo Lyna," Jule musste tief Luft holen, selbst das Sprechen viel ihr Schwer. "Ich denke, es ist nicht so schlimm wie es aussieht." und Jule grinste trotz der Schmerzen.
Modifié par Juleiila, 26 mars 2010 - 11:25 .
#995
Posté 26 mars 2010 - 11:43
Zuerst dachte Lyna, sie würde träumen. Sie hatte gesehen, wie Jules Lider leicht zuckten, sich dann öffneten und einen vernebelten Blick offenbarten. Sie zog die Hände zurück, presste sie erschrocken auf den Mund, um keinen Schrei entwischen zu lassen. "Schnell", schrie sie zu einer der Wache, "holt einen der Ärzte!"
Der Soldat polterte nach aussen, froh, dieses Frauenzimmer endlich verlassen zu dürfen. Da patroullierte er doch lieber durch die Stadt, wenigstens konnte man da manchmal einen Gauner aufgreifen und diesem durch Prügel Mores lehren. Aber diese Weiber zu beschützen... beim Erbauer, für diese Aufgabe hatte er sich nicht zum Soldaten ausbilden lassen.
"Jule", sprach Lyna sanft mit ihrer Freundin, "strengt Euch nicht zu sehr an, bleibt ruhig liegen." Sie konnte es nicht verhindern, dass sich Tränen in ihre Augen stahlen. "Ihr habt uns allen einen riesigen Schrecken eingejagt." Lyna atmete tief durch, sie musste sich beruhigen. Dann griff sie nach dem mit Wasser gefüllten Kelch, der auf der Kommode neben dem Bett stand, und hielt ihn an Jules Lippen. "Trinkt, das wird Euch gut tun."
Der Soldat polterte nach aussen, froh, dieses Frauenzimmer endlich verlassen zu dürfen. Da patroullierte er doch lieber durch die Stadt, wenigstens konnte man da manchmal einen Gauner aufgreifen und diesem durch Prügel Mores lehren. Aber diese Weiber zu beschützen... beim Erbauer, für diese Aufgabe hatte er sich nicht zum Soldaten ausbilden lassen.
"Jule", sprach Lyna sanft mit ihrer Freundin, "strengt Euch nicht zu sehr an, bleibt ruhig liegen." Sie konnte es nicht verhindern, dass sich Tränen in ihre Augen stahlen. "Ihr habt uns allen einen riesigen Schrecken eingejagt." Lyna atmete tief durch, sie musste sich beruhigen. Dann griff sie nach dem mit Wasser gefüllten Kelch, der auf der Kommode neben dem Bett stand, und hielt ihn an Jules Lippen. "Trinkt, das wird Euch gut tun."
#996
Guest_Juleiila_*
Posté 26 mars 2010 - 11:56
Guest_Juleiila_*
Jule erschrak ein kleines bisschen, als Lyna die Leibwachen anschrie. War es denn wirklich so dringend?? Naja sie würde den Arzt sofort fragen, wie es um sie stand. Jule wollte unbedingt wissen was passiert war, denn sie erinnerte sich nur noch an die Katakomben. Jedoch nicht daran was passierte.
Inzwischen nippte sie an dem Kelch mit Wasser, wie gut es tat endlich mal wieder was zu trinken. Ihr Hals war schon ganz trocken. Dann blickte sie wieder zu Lyna, und sah das derer Tränen in den Augen standen. Am liebsten wäre Jule jetzt aufgestanden, hätte sie in den Arm genommen und gesagt das es halb so wild sei, doch es ging nicht. "Lyna, wisst ihr was passiert ...ist??" seufzte Jule.
Sie bemerkte das die Schmerzen aus der Bauch gegend kamen. Stechende pochende Schmerzen. Mit mühe und anstrengung konnte sie die Decke etwas weg ziehen, und ihren Kopf leicht anheben. Sie erschrak. Ein großer Druckverband war um ihren Bauch gewickelt, das Blutflecken aufwies. Jule lies den Kopf zurück ins Kissen fallen. Was war nur passiert?
Inzwischen nippte sie an dem Kelch mit Wasser, wie gut es tat endlich mal wieder was zu trinken. Ihr Hals war schon ganz trocken. Dann blickte sie wieder zu Lyna, und sah das derer Tränen in den Augen standen. Am liebsten wäre Jule jetzt aufgestanden, hätte sie in den Arm genommen und gesagt das es halb so wild sei, doch es ging nicht. "Lyna, wisst ihr was passiert ...ist??" seufzte Jule.
Sie bemerkte das die Schmerzen aus der Bauch gegend kamen. Stechende pochende Schmerzen. Mit mühe und anstrengung konnte sie die Decke etwas weg ziehen, und ihren Kopf leicht anheben. Sie erschrak. Ein großer Druckverband war um ihren Bauch gewickelt, das Blutflecken aufwies. Jule lies den Kopf zurück ins Kissen fallen. Was war nur passiert?
Modifié par Juleiila, 26 mars 2010 - 12:10 .
#997
Posté 26 mars 2010 - 12:03
"Ich... ich weiss es auch nicht", antwortete Lyna, "mir wurde nur berichtet, dass Ihr verletzt aufgefunden wurdet. Ich glaube aber, dass Avalos und Bella mehr darüber wissen werden, jedenfalls sind sie nicht hier." Sie seufzte erleichtert. "Bin ich froh, dass Ihr wieder aufgewacht seid. Ich war seit Stunden hier und... mir gingen immer wieder unsere letzten Worte durch den Kopf."
Sie hatten sich im Streit verlassen, Lyna hätte es sich nie verziehen können, wenn diese Worte auch ihre allerletzten geblieben wären. Sie strich Jule eine blonde Strähne aus dem Gesicht. "Es wird alles wieder gut werden... dass Ihr bei Bewusstsein seid, ist schon mal ein positives Zeichen." Auch sie war erschrocken, als sie die grosse Wunde gesehen hatte, liess sich aber nichts anmerken.
Lyna stellte den Kelch zurück auf die Kommode. "Erinnert Ihr Euch an gar nichts mehr?", fragte sie nach. Die übrigen Wachmänner, die ein Kartenspiel begonnen hatten, blickten neugierig auf.
Sie hatten sich im Streit verlassen, Lyna hätte es sich nie verziehen können, wenn diese Worte auch ihre allerletzten geblieben wären. Sie strich Jule eine blonde Strähne aus dem Gesicht. "Es wird alles wieder gut werden... dass Ihr bei Bewusstsein seid, ist schon mal ein positives Zeichen." Auch sie war erschrocken, als sie die grosse Wunde gesehen hatte, liess sich aber nichts anmerken.
Lyna stellte den Kelch zurück auf die Kommode. "Erinnert Ihr Euch an gar nichts mehr?", fragte sie nach. Die übrigen Wachmänner, die ein Kartenspiel begonnen hatten, blickten neugierig auf.
#998
Guest_Juleiila_*
Posté 26 mars 2010 - 12:17
Guest_Juleiila_*
Jule kullerte eine Träne die Wangen herunter. Sie hatte höllische Schmerzen, und wusste nichtmal was passiert war. Sie konnte es überhaupt nicht leiden, in ungewissheit zu Leben. Hoffentlich würden Bella oder Avalos bald auftauchen, damit sie endlich klarheit bekam.
"Lyna, wir beide ... können doch überhaupt nicht richtig Streiten. Oder? Ich hatte das alles schon vergessen, auch die Worte." seufzte Jule. "Ich danke euch, das ihr hier sitzt, und bei mir seid." Jule konnte Lyna einfach nicht beleidigt sein, sie war ihre Schwester, wenn auch nicht ... ganz.
"Nein, Ich...erinnere mich nur noch an diese...Katakomben. Es sah überwältigend aus, Elfisch und Menschlich. Dort war ein...großer Saal, Säulen ragten nach oben, und eine Tür. An mehr erinnere ich mich nicht mehr." seufzte Jule. Wieder fing das pochen und Stechen an. Irgendwas musste sie schwer getroffen haben. "Lyna, könnt ihr mir etwas.... Alkohol, oder sonstiges gegen diese ....Schmerzen bringen?" stammelte Jule.
"Lyna, wir beide ... können doch überhaupt nicht richtig Streiten. Oder? Ich hatte das alles schon vergessen, auch die Worte." seufzte Jule. "Ich danke euch, das ihr hier sitzt, und bei mir seid." Jule konnte Lyna einfach nicht beleidigt sein, sie war ihre Schwester, wenn auch nicht ... ganz.
"Nein, Ich...erinnere mich nur noch an diese...Katakomben. Es sah überwältigend aus, Elfisch und Menschlich. Dort war ein...großer Saal, Säulen ragten nach oben, und eine Tür. An mehr erinnere ich mich nicht mehr." seufzte Jule. Wieder fing das pochen und Stechen an. Irgendwas musste sie schwer getroffen haben. "Lyna, könnt ihr mir etwas.... Alkohol, oder sonstiges gegen diese ....Schmerzen bringen?" stammelte Jule.
#999
Posté 26 mars 2010 - 12:23
Als die Waräger weg waren, wandte sich Avalos um. Die linke Hand schien beinahe den Dolch zu liebkosen.
Seine grünen Augen standen in Flammen vor Zorn, so schien es. Ein unnatürliches Flackern und Leuchten, das ihn wahrhaft dämonenhaft aussehen ließ.
"Ich kann mich nicht entsinnen, euch gerufen zu haben, Bellandrys. Sollte ich von euch eine Zeugenaussage wünschen, hätte ich euch längst hierher bestellt.
Aber immerhin.... Euer Leibwächter scheint seine Aufgabe ernster zu nehmen, als der Jules...."
Elthras zuckte zusammen. Bellandrys Leibwächter hingegen nahm Haltung an und salutierte. "Danke, Gebieter. Ich komme meinen Augaben stets nach, Gebieter!"
"Jetzt zu euch, Elthras."
Er sah ihn an, bis der Elf vor Scham und Angst die Augen niederschlug und den Kopf senkte.
"Erklärt euch Elf. Präzise. Bei jeder Frage, die ich euch stellen muss, verliert ihr ein Körperteil.
Und wagt es ja nicht, euren Dienstherren oder mich zu belügen... Sonst käme ich vielleicht noch auf den Gedanken, mit den Körperteilen eurer Familie anzufangen... "
Avalos zog ein höhnisches Grinsen und wartete auf eine Antwort.
Egal was er sagen würde, Sein Versagen war schwerwiegend. Er hatte seine Schutzbefohlenen allein gelassen, obwohl er standrechtlichen Befehl bekommen hatte, sie unter keinen Umständen aus den Augen zu verlieren.
Und jetzt lag Jule womöglich im Sterben, Bellandrys und Lyna zweifelten womöglich an seiner Führungsqualität und diese ganze Affäre zu vertuschen, würde nicht ohne die Beseitigung oder Ruhigstellung diverser Zeugen ablaufen.
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Jule´s Gemach, selber Zeitpunkt
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Die Tür wurde geöffnet, und einer der Waräger, die vor der Tür standen, kam herein. Im Schlepptau befand sich ein Heiler, dessen Gesicht eine riesenhafte Hornbrille zierte.
"Melde gehorsamst, der Heiler, wie befohlen, Mylady!"
Ohne ein weiteres Wort verließ er wieder den Raum, um auf seinen Posten zurückzukehren.
Einer der Karten spielenden Leibwächter seufzte und stand auf.
"Keine Faxen, Heiler. Oder ich ramm euch meine Klinge durch den Hals:"
"jaja, is jut men jung. Ich bin alt und janz harmlos.
Alt war er in der Tat. Sein Bart reichte ihm fast bis zum Bauch, und Falten hatte er mehr als man zählen konnte. Sein schlohweißes Haar und sein gebeugter Gang taten ein Übriges.
Trotzdem, selbst er konnte töten, zwar nicht mit der Klinge, aber mit Gift allemal.
Das kräuterkundige Männchen schlug Jules Decke zurück und betrachtete den durchgebluteten 'Druckverband.
"hmmm Hmmmm." Und kichterte.
"Ihr seid noch am Leben? Mädl, Mädl, janz ruhig..... Ihr müsst ja Schmerzjen haben, dat muss schlimmer sein als meine Olle daheim." Wieder ein Kichern.
In einem kleinen Tragebeutel kramte er ein Weilchen herum und zog dann einen winzigen, verrußten Flakon hervor.
"Ihr da, Mädl... Nein, dat andere da. Dat mit den schwatten Haarn, nich die Tote da!"
Holt eurer Freundin ma´ wat Wasser von der Kanne da überm Feuer im Kamin, jenau, jenau die da!"
Er schüttete den Inhalt des Flakons einfach in die Kanne. Ein stechender Geruch nach Betäubungsmittel erfüllte den Raum.
"Sodala, und jetz säuft wie´n oller Gaul das Zeuch, das macht janz lustig!" Der Alte lachte und gackerte vor sich hin.
Lyna half Jule dabei, die Kanne an den Mund zu setzen.
Schließlich war die Kanne leer, und die verwundete Elfe versuchte noch etwas zu sagen. Zusammenhangloses Gestammel, das fließend in zusammenhangloses Geschnarche überging.
Seine grünen Augen standen in Flammen vor Zorn, so schien es. Ein unnatürliches Flackern und Leuchten, das ihn wahrhaft dämonenhaft aussehen ließ.
"Ich kann mich nicht entsinnen, euch gerufen zu haben, Bellandrys. Sollte ich von euch eine Zeugenaussage wünschen, hätte ich euch längst hierher bestellt.
Aber immerhin.... Euer Leibwächter scheint seine Aufgabe ernster zu nehmen, als der Jules...."
Elthras zuckte zusammen. Bellandrys Leibwächter hingegen nahm Haltung an und salutierte. "Danke, Gebieter. Ich komme meinen Augaben stets nach, Gebieter!"
"Jetzt zu euch, Elthras."
Er sah ihn an, bis der Elf vor Scham und Angst die Augen niederschlug und den Kopf senkte.
"Erklärt euch Elf. Präzise. Bei jeder Frage, die ich euch stellen muss, verliert ihr ein Körperteil.
Und wagt es ja nicht, euren Dienstherren oder mich zu belügen... Sonst käme ich vielleicht noch auf den Gedanken, mit den Körperteilen eurer Familie anzufangen... "
Avalos zog ein höhnisches Grinsen und wartete auf eine Antwort.
Egal was er sagen würde, Sein Versagen war schwerwiegend. Er hatte seine Schutzbefohlenen allein gelassen, obwohl er standrechtlichen Befehl bekommen hatte, sie unter keinen Umständen aus den Augen zu verlieren.
Und jetzt lag Jule womöglich im Sterben, Bellandrys und Lyna zweifelten womöglich an seiner Führungsqualität und diese ganze Affäre zu vertuschen, würde nicht ohne die Beseitigung oder Ruhigstellung diverser Zeugen ablaufen.
............................................................................................................................................................
Jule´s Gemach, selber Zeitpunkt
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Die Tür wurde geöffnet, und einer der Waräger, die vor der Tür standen, kam herein. Im Schlepptau befand sich ein Heiler, dessen Gesicht eine riesenhafte Hornbrille zierte.
"Melde gehorsamst, der Heiler, wie befohlen, Mylady!"
Ohne ein weiteres Wort verließ er wieder den Raum, um auf seinen Posten zurückzukehren.
Einer der Karten spielenden Leibwächter seufzte und stand auf.
"Keine Faxen, Heiler. Oder ich ramm euch meine Klinge durch den Hals:"
"jaja, is jut men jung. Ich bin alt und janz harmlos.
Alt war er in der Tat. Sein Bart reichte ihm fast bis zum Bauch, und Falten hatte er mehr als man zählen konnte. Sein schlohweißes Haar und sein gebeugter Gang taten ein Übriges.
Trotzdem, selbst er konnte töten, zwar nicht mit der Klinge, aber mit Gift allemal.
Das kräuterkundige Männchen schlug Jules Decke zurück und betrachtete den durchgebluteten 'Druckverband.
"hmmm Hmmmm." Und kichterte.
"Ihr seid noch am Leben? Mädl, Mädl, janz ruhig..... Ihr müsst ja Schmerzjen haben, dat muss schlimmer sein als meine Olle daheim." Wieder ein Kichern.
In einem kleinen Tragebeutel kramte er ein Weilchen herum und zog dann einen winzigen, verrußten Flakon hervor.
"Ihr da, Mädl... Nein, dat andere da. Dat mit den schwatten Haarn, nich die Tote da!"
Holt eurer Freundin ma´ wat Wasser von der Kanne da überm Feuer im Kamin, jenau, jenau die da!"
Er schüttete den Inhalt des Flakons einfach in die Kanne. Ein stechender Geruch nach Betäubungsmittel erfüllte den Raum.
"Sodala, und jetz säuft wie´n oller Gaul das Zeuch, das macht janz lustig!" Der Alte lachte und gackerte vor sich hin.
Lyna half Jule dabei, die Kanne an den Mund zu setzen.
Schließlich war die Kanne leer, und die verwundete Elfe versuchte noch etwas zu sagen. Zusammenhangloses Gestammel, das fließend in zusammenhangloses Geschnarche überging.
#1000
Posté 26 mars 2010 - 12:32
Endlich kam der Soldat zurück ins Zimmer, im Schlepptau den Arzt. Lyna konnte ihre Neugier ob dieser Gestalt nicht verbergen, hoffentlich verstand dieser alte Kauz auch wirklich sein Handwerk. Einen Scharlatan, der Jules Zustand nur verschlimmern würde, konnten sie gar nicht gebrauchen.
Jedenfalls wirkte sein Mittel hervorragend, Jule schlief fast sofort ein. Besser als der Alkohol, nach dem sie gefragt hatte, dachte Lyna im Stillen. Sie zog die Vorhänge zur Seite, um mehr Licht ins Zimmer zu lassen. "Habt Danke", meinte sie zum Arzt. "Sollte ich noch etwas beachten?", fragte sie unsicher nach. Sie kannte zwar ein paar Kräuter, die im Wald wuchsen und sich hervorragend für die Weiterverarbeitung zu Wundumschlägen eigneten, aber da hörte ihr Wissen auch schon auf.
Jedenfalls wirkte sein Mittel hervorragend, Jule schlief fast sofort ein. Besser als der Alkohol, nach dem sie gefragt hatte, dachte Lyna im Stillen. Sie zog die Vorhänge zur Seite, um mehr Licht ins Zimmer zu lassen. "Habt Danke", meinte sie zum Arzt. "Sollte ich noch etwas beachten?", fragte sie unsicher nach. Sie kannte zwar ein paar Kräuter, die im Wald wuchsen und sich hervorragend für die Weiterverarbeitung zu Wundumschlägen eigneten, aber da hörte ihr Wissen auch schon auf.
Modifié par govi1, 26 mars 2010 - 12:42 .





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