Der Alte beäugte sie.
"Ihr tutet ma´ ja nix, sonst isse echt noch uppe, dat würd dem Meister Avalos ja überhaupt nüscht passen, wo er sie doch wieder jaaa jusammengeflickelt hat, wa?"
Überlasst das tuten ma nur uns - wir wissen scho, wat wa da doktern, mei Mädl!"
Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
xX Ripper Xx
, févr. 07 2010 02:46
#1001
Posté 26 mars 2010 - 01:00
#1002
Posté 26 mars 2010 - 01:02
Bella schlug die Beine übereinander und entspannte sich ein wenig. Dass Avalos zetern würde war ihr ohnehin klar, aber Elthras sollte wissen, dass er einen Fürsprecher hatte.
"Mag sein Avalos, aber der Geheimgang ist trotzdem in meinem Zimmer. Ich denke, ich habe da durchaus ein Recht darauf hier zu sein", erwiederte sie nachdrücklich. "Wer weiß, wer diesen benutzen kann, ich hätte durchaus ermordet werden können." Sie nickte ihm zu.
Im Prinzip war dies an den Haaren herbeigezogen - wer hätte schon Grund sie zu meucheln? Aber es war ein plausibler Grund, ungefragt hier aufzutauchen.
Bella schmunzelte, als ihre Leibwächter plötzlich so redselig sein konnten obgleich des spöttischen Lobes von Avalos. Und wie stramm sie standen. Wäre diese Angelegenheit nicht so ernst gewesen, hätte sie wohl laut aufgelacht. Außerdem musterte sie die beiden noch einmal genauer. Die Auswahl der Gardisten war in der Tat sehr streng, allesamt gut trainierte Körper und, wenn sie ihre beiden Waräger ansah, auch noch bemerkenswert hübsch. Sie hatten jedenfalls Ausstrahlung. Wenn sie da die Wachen in Orzammar dachte waren diese eher das extreme Gegenteil. Allesamt mit langen Bärten, Bäuchen, und runzligem Gesicht. Naja, fast alle.
Sie schob die Gedanken beiseite und hoffte, dass Elthras seinen Bericht lückenlos abliefern würde. Es wäre schade, wenn der Elf etwas von seinen Körperteilen verlieren würde, und sie wußte, dass Avalos seine Worte ernst meinte und nicht nur damit drohte.
Dennoch - der Schatten mußte wissen, dass man theoretisch im Schloß an sich nicht überfallen werden konnte beziehungsweise sollte, es sei denn, er kannte den Geheimgang und rechnete fest damit.
Zudem war Elthras ja gerade unterwegs um ihren Weinbrand zu holen, und eine Wache für drei Damen war dann doch etwas wenig. Er hätte diesen für Jule allein abstellen sollen, so hätte Bellas Schneider mit Sicherheit nicht Elthras mit diesem Botengang beauftragt.
Sie fragte sich, wieso Avalos so extrem zornig war. Sicher, Jule war schwer verletzt, und es lag allein in der Hand des Erbauers, ob sie das überstehen würde. Andererseits machte Avalos auch nicht unbedingt einen Hehl daraus, dass er Jule im Prinzip eher verachtete als sie respektierte. Woran lag seine unermessliche Wut?
Sie betrachtete ihn. Seine Augen funkelten noch immer - seine Miene eiskalt. Ein Dämon, der sich kaum noch beherrschen konnte. Avalos haßte es wenn etwas aus dem Ruder lief, etwas eintraf, was nicht geplant war. Etwas, was sein Vorhaben gefährdete. Bella runzelte nachdenklich die Stirn, die Geräusche um sich herum nahm sie im Moment kaum wahr. Genau da lag wohl der Hase im Pfeffer: Avalos dachte wohl, dieser Vorfall könnte seine unangefochtene Führungsposition ins wanken bringen? Bella schnappte kurz nach Luft. Das konnte nicht sein, so selbstsicher der Schatten immer war. Egal wie sie selber für ihn fühlte, aber sie wußte, dass selbst ihre Gefährtinnen ihm einhundertprozentig vertrauten was seine Mission betraf.
"Mag sein Avalos, aber der Geheimgang ist trotzdem in meinem Zimmer. Ich denke, ich habe da durchaus ein Recht darauf hier zu sein", erwiederte sie nachdrücklich. "Wer weiß, wer diesen benutzen kann, ich hätte durchaus ermordet werden können." Sie nickte ihm zu.
Im Prinzip war dies an den Haaren herbeigezogen - wer hätte schon Grund sie zu meucheln? Aber es war ein plausibler Grund, ungefragt hier aufzutauchen.
Bella schmunzelte, als ihre Leibwächter plötzlich so redselig sein konnten obgleich des spöttischen Lobes von Avalos. Und wie stramm sie standen. Wäre diese Angelegenheit nicht so ernst gewesen, hätte sie wohl laut aufgelacht. Außerdem musterte sie die beiden noch einmal genauer. Die Auswahl der Gardisten war in der Tat sehr streng, allesamt gut trainierte Körper und, wenn sie ihre beiden Waräger ansah, auch noch bemerkenswert hübsch. Sie hatten jedenfalls Ausstrahlung. Wenn sie da die Wachen in Orzammar dachte waren diese eher das extreme Gegenteil. Allesamt mit langen Bärten, Bäuchen, und runzligem Gesicht. Naja, fast alle.
Sie schob die Gedanken beiseite und hoffte, dass Elthras seinen Bericht lückenlos abliefern würde. Es wäre schade, wenn der Elf etwas von seinen Körperteilen verlieren würde, und sie wußte, dass Avalos seine Worte ernst meinte und nicht nur damit drohte.
Dennoch - der Schatten mußte wissen, dass man theoretisch im Schloß an sich nicht überfallen werden konnte beziehungsweise sollte, es sei denn, er kannte den Geheimgang und rechnete fest damit.
Zudem war Elthras ja gerade unterwegs um ihren Weinbrand zu holen, und eine Wache für drei Damen war dann doch etwas wenig. Er hätte diesen für Jule allein abstellen sollen, so hätte Bellas Schneider mit Sicherheit nicht Elthras mit diesem Botengang beauftragt.
Sie fragte sich, wieso Avalos so extrem zornig war. Sicher, Jule war schwer verletzt, und es lag allein in der Hand des Erbauers, ob sie das überstehen würde. Andererseits machte Avalos auch nicht unbedingt einen Hehl daraus, dass er Jule im Prinzip eher verachtete als sie respektierte. Woran lag seine unermessliche Wut?
Sie betrachtete ihn. Seine Augen funkelten noch immer - seine Miene eiskalt. Ein Dämon, der sich kaum noch beherrschen konnte. Avalos haßte es wenn etwas aus dem Ruder lief, etwas eintraf, was nicht geplant war. Etwas, was sein Vorhaben gefährdete. Bella runzelte nachdenklich die Stirn, die Geräusche um sich herum nahm sie im Moment kaum wahr. Genau da lag wohl der Hase im Pfeffer: Avalos dachte wohl, dieser Vorfall könnte seine unangefochtene Führungsposition ins wanken bringen? Bella schnappte kurz nach Luft. Das konnte nicht sein, so selbstsicher der Schatten immer war. Egal wie sie selber für ihn fühlte, aber sie wußte, dass selbst ihre Gefährtinnen ihm einhundertprozentig vertrauten was seine Mission betraf.
#1003
Posté 26 mars 2010 - 04:18
Elthras,noch immer etwas bleich im Gesicht, stand langsam von seinen Sitz auf und stellt sich stramm vor Avalos auf.So als wollte er seinen Hauptrmann Bericht erstatten.
Er fixiert Avalos mit seinen Blick und fing an die ganze Situation zu erklären.
"Nachdem ich Jule,den Gast unseres Regenten,nach einen Spaziergang den sie machte gefolgt war,bezog ich meinen Posten vor ihrer Tür.
Nach einer kleinen Weile beschloss Jule Bellandrys in ihren Zimmer zu besuchen.Ich folgte ihr und bezog dann vor Bellandrys Tür meinen Posten.
Einige Minuten später kamen die Schneider ,die unsere Majestät und ihr Herr,geschickt hattet vorbei und ich ließ sie das Zimmer von Bellandrys betreten.Kurz darauf wurde ich von den Schneider gebeten Weinbrand für Bellandrys zu holen,weil sie einen etwas zerstreuten Eindruck machte.
Ich verließ meinen Posten und ging zur Küche und besorgte von einer Magd den Weinbrand und machte mich zurück auf meinen Posten.Auf den Weg dorthin hörte ich einen dumpfen und leisen Schrei der allen Anschein nach aus Bellandrys Zimmer kam.Sofort eilte ich schnellen Schrittes zu Bellandrys Gemach.Doch fand ich keine Veränderung in der Situation.
Der Schneider und seine Begleitung waren noch immer da und Bellandrys schien nicht diejenige gewesen zu sein die geschrien hatte.So machte ich mich auf und suchte Jule im Hinterzimmer von Bellandrys Gemächern.Doch war sie dort nicht auf zu finden.
Ich entdeckte jedoch einen kleinen Schacht und folgte diesen mit den Gedanken ,dass Jule nirgendwo anders sein könnte.
Nachdem ich einige Treppen hinab stieg fand ich Jule schwer verletzt.Da ich wenig Kenntnis von Heilkunde oder Medizin habe und auch keine Verbände dabei hatte trug ich Jule zurück in Bellandrys Gemach und legte sie dort aufs Bett.Dann seid ihr eingetroffen Herr."
Nachdem er seinen Bericht erstatten hatte atmete Elthras innerlich auf.Es war so als hätte er ein großes Geständnis abgelegt.Nach einer kurzen Pause ergriff er wieder das Wort.
"Herr ich bin mir im klaren ,dass ich versagt habe.Ich habe bei meiner Aufgabe als Leibwache versagt.Und ich bin bereit die vollen Konsequenzen auf mich zu nehmen und für meinen Fehler gerade zu stehen."
Er fixiert Avalos mit seinen Blick und fing an die ganze Situation zu erklären.
"Nachdem ich Jule,den Gast unseres Regenten,nach einen Spaziergang den sie machte gefolgt war,bezog ich meinen Posten vor ihrer Tür.
Nach einer kleinen Weile beschloss Jule Bellandrys in ihren Zimmer zu besuchen.Ich folgte ihr und bezog dann vor Bellandrys Tür meinen Posten.
Einige Minuten später kamen die Schneider ,die unsere Majestät und ihr Herr,geschickt hattet vorbei und ich ließ sie das Zimmer von Bellandrys betreten.Kurz darauf wurde ich von den Schneider gebeten Weinbrand für Bellandrys zu holen,weil sie einen etwas zerstreuten Eindruck machte.
Ich verließ meinen Posten und ging zur Küche und besorgte von einer Magd den Weinbrand und machte mich zurück auf meinen Posten.Auf den Weg dorthin hörte ich einen dumpfen und leisen Schrei der allen Anschein nach aus Bellandrys Zimmer kam.Sofort eilte ich schnellen Schrittes zu Bellandrys Gemach.Doch fand ich keine Veränderung in der Situation.
Der Schneider und seine Begleitung waren noch immer da und Bellandrys schien nicht diejenige gewesen zu sein die geschrien hatte.So machte ich mich auf und suchte Jule im Hinterzimmer von Bellandrys Gemächern.Doch war sie dort nicht auf zu finden.
Ich entdeckte jedoch einen kleinen Schacht und folgte diesen mit den Gedanken ,dass Jule nirgendwo anders sein könnte.
Nachdem ich einige Treppen hinab stieg fand ich Jule schwer verletzt.Da ich wenig Kenntnis von Heilkunde oder Medizin habe und auch keine Verbände dabei hatte trug ich Jule zurück in Bellandrys Gemach und legte sie dort aufs Bett.Dann seid ihr eingetroffen Herr."
Nachdem er seinen Bericht erstatten hatte atmete Elthras innerlich auf.Es war so als hätte er ein großes Geständnis abgelegt.Nach einer kurzen Pause ergriff er wieder das Wort.
"Herr ich bin mir im klaren ,dass ich versagt habe.Ich habe bei meiner Aufgabe als Leibwache versagt.Und ich bin bereit die vollen Konsequenzen auf mich zu nehmen und für meinen Fehler gerade zu stehen."
Modifié par starbroker1988, 26 mars 2010 - 04:24 .
#1004
Posté 26 mars 2010 - 09:04
Bella hielt unwillkürlich die Luft an als Elthras sein 'Geständnis' ablegte. Wie würde Avalos auf diese Aussage reagieren? Hoffentlich unterschrieb er nicht gerade sein Todesurteil, mit der Aussage, dass er die vollen Konsequenzen auf sich nehmen wollte.
Bella schloß die Augen und sandte ein Stoßgebet zum Stein. Sie konnte nur hoffen, dass der Schatten durch den Mut, den Elthras doch an den Tag legte, etwas milder gestimmt wurde und diesen wieder in seinen Dienst erheben würde.
Ob sie hier noch gebraucht wurde? Unsicher blickte sie Amofillias und Avalos an. Letztlich beschloß sie, das Urteil doch abzuwarten, um eventuell hier noch in die Bresche springen zu können.
Bella schloß die Augen und sandte ein Stoßgebet zum Stein. Sie konnte nur hoffen, dass der Schatten durch den Mut, den Elthras doch an den Tag legte, etwas milder gestimmt wurde und diesen wieder in seinen Dienst erheben würde.
Ob sie hier noch gebraucht wurde? Unsicher blickte sie Amofillias und Avalos an. Letztlich beschloß sie, das Urteil doch abzuwarten, um eventuell hier noch in die Bresche springen zu können.
#1005
Posté 26 mars 2010 - 09:21
Lyna deckte Jule besorgt zu und mass dann ihre Körpertemperatur- immer noch zu hoch, aber dennoch nicht so hoch wie vor wenigen Stunden. Vielleicht hat der Kräutersud des Arztes nicht nur als Schlafmittel, sondern auch als Heiltrank gewirkt, wer konnte das schon sagen. Sie tupfte einige Schweisstropfen von ihrer Stirn und tauchte die Kompresse in kaltes Wasser, die kühlende Wirkung würde Jule sicher gut tun.
Als ihr Magen knurrte hielt sie inne- sie hatte schon seit langem nichts mehr gegessen. Wie würde es da erst Jule ergehen? Sie blickte nervös zu ihrer Freundin. Etwas Essen bereitzustellen wäre sicher nicht verkehrt- so lief sie auch schon aus dem Zimmer. Die drei Wachmänner bemerkten ihre Absenz erst nach einigen Augenblicken, zwei von ihnen stürmten sofort nach aussen, die Spielkarten noch in der Hand haltend.
Sie fanden Lyna in der Küche wieder. Die Angestellten behandelten sie respektvoll, sie hatten nicht vergessen, welchen Preis die alte Köchin für ihr Benehmen ihr gegenüber gezahlt hatte. Aber im Blick lag neben der Achtung auch Ekel, Misstrauen, sie hielten die Dalish sicher für ein Monstrum, als hätte sie die Hinrichtung der Küchenmagd befohlen. Die Anwesenheit der Wache verbesserte ihr Erscheinungsbild nicht.
"Meine... meine Freundin", begann Lyna, "hat seit Stunden nichts mehr gegessen... sie-" Es war unnötig, den Satz zu beenden- die Anwesenden liessen sofort alles stehen und liegen, füllten Körbe und Taschen mit Lebensmitteln und hielten sie ihr hin. Lyna nahm dankbar zwei der Körbe an und verliess die Küche, im Rücken die Blicke der Angestellten spürend.
Im Zimmer angekommen öffnete sie die Körbe; frische Früchte, ein Laib Brot, Käse, Schinken und knackiges Gemüse. Erfreut richtete sie ein Tablett an, legte es auf Jules Schoss und stupste sie sachte an.
Als ihr Magen knurrte hielt sie inne- sie hatte schon seit langem nichts mehr gegessen. Wie würde es da erst Jule ergehen? Sie blickte nervös zu ihrer Freundin. Etwas Essen bereitzustellen wäre sicher nicht verkehrt- so lief sie auch schon aus dem Zimmer. Die drei Wachmänner bemerkten ihre Absenz erst nach einigen Augenblicken, zwei von ihnen stürmten sofort nach aussen, die Spielkarten noch in der Hand haltend.
Sie fanden Lyna in der Küche wieder. Die Angestellten behandelten sie respektvoll, sie hatten nicht vergessen, welchen Preis die alte Köchin für ihr Benehmen ihr gegenüber gezahlt hatte. Aber im Blick lag neben der Achtung auch Ekel, Misstrauen, sie hielten die Dalish sicher für ein Monstrum, als hätte sie die Hinrichtung der Küchenmagd befohlen. Die Anwesenheit der Wache verbesserte ihr Erscheinungsbild nicht.
"Meine... meine Freundin", begann Lyna, "hat seit Stunden nichts mehr gegessen... sie-" Es war unnötig, den Satz zu beenden- die Anwesenden liessen sofort alles stehen und liegen, füllten Körbe und Taschen mit Lebensmitteln und hielten sie ihr hin. Lyna nahm dankbar zwei der Körbe an und verliess die Küche, im Rücken die Blicke der Angestellten spürend.
Im Zimmer angekommen öffnete sie die Körbe; frische Früchte, ein Laib Brot, Käse, Schinken und knackiges Gemüse. Erfreut richtete sie ein Tablett an, legte es auf Jules Schoss und stupste sie sachte an.
#1006
Guest_Juleiila_*
Posté 26 mars 2010 - 09:50
Guest_Juleiila_*
Durch das Mittel schlief Jule tief und fest. Es wirkte aber auch, denn sie konnte schlafen ohne auch nur einen winzigen Schmerz zu spüren. Das war ein Segen. Nur wusste sie immer noch nicht wer ihr das Leben rettete. War es vielleicht Bella? Oder sogar der kalte Avalos? Hoffentlich würde sie es bald herausfinden.
Jule war ganz warm - zu warm, als sie merkte das sie leicht angestubbst wurde. So als würde sie jemand aufwecken wollen. Sie blinzelte und erwachte. Wahrlich ihre Schmerzen waren weg, doch nun knurrte ihr Magen. Sie blickte wieder zum Stuhl wo auch Lyna wiedermals saß. Wie gut das sie Jule in dieser schweren Zeit beistand, und Jule grinste Lyna dankbar an.
Dann merkte sie das etwas auf ihrem schoß lag, ein Gewicht. Sie blickte dort hin, und sah ein Tablett mit Früchten, Brot, Schinken und knackigem Gemüse. Endlich bekam sie was zu essen. Jule versuchte ihre Hand zu heben, um zum Brot zu greifen. Doch sie konnte ihren Arm einfach nicht lange und hoch heben. Sie war zu Schwach. Wiedermals knurrte ihr Magen
Jule war ganz warm - zu warm, als sie merkte das sie leicht angestubbst wurde. So als würde sie jemand aufwecken wollen. Sie blinzelte und erwachte. Wahrlich ihre Schmerzen waren weg, doch nun knurrte ihr Magen. Sie blickte wieder zum Stuhl wo auch Lyna wiedermals saß. Wie gut das sie Jule in dieser schweren Zeit beistand, und Jule grinste Lyna dankbar an.
Dann merkte sie das etwas auf ihrem schoß lag, ein Gewicht. Sie blickte dort hin, und sah ein Tablett mit Früchten, Brot, Schinken und knackigem Gemüse. Endlich bekam sie was zu essen. Jule versuchte ihre Hand zu heben, um zum Brot zu greifen. Doch sie konnte ihren Arm einfach nicht lange und hoch heben. Sie war zu Schwach. Wiedermals knurrte ihr Magen
#1007
Posté 26 mars 2010 - 09:59
Er bedachte den sichtlich nervösen Elf mit einem Blick, der selbst eine Wüste zum Gefrieren gebracht hätte.
"Sagt mir, welchen Finger soll ich euch zuerst abschneiden? Oder soll ich mit eurer Zunge anfangen?
Die braucht ihr ja schließlich nicht, da sie ja vollkommen unfähig ist, einen Diener heranzurufen."
Avalos fand diesen makabren Witz furchbar lustig.
Elthras schluckte sichtlich
"Andererseits könnte ich auch mit euren Ohren beginnen, da ihr wohl bei eurer Ausbildung selbige nicht benutzt habt - Offenbar wußtet ihr ja nicht, dass ein Leibwächter und Soldat des Königs kein Butler ist!"
Bellandrys war schneeweiß geworden; Offenbar befürchtete sie, dass er seine Drohung in die Tat umsetzen würde.
"So So... ihr erkennt also die Konsequenzen eures Handelns? Und seid auch noch bereit, dafür die Verantwortung zu übernehmen...So so.
Das ist mutig von euch. Und sehr, sehr dumm.
Aber fragen wir doch einfach euren Dienstherren, schließlich ist euer Versagen als sein Wächter, seines als König. Amofillias?"
Seine Majestät musterte ihn finster.
Elthras, ihr habt euch eines schweren Vergehens schuldig gemacht. Ihr habt euren Posten, trotz besseren Wissens und entgegen eurer Befehle verlassen, um eine Tätigkeit auszuführen, die jeder niedere Diener hätte erledigen können. Das ist schandhaft, vorallem in Betracht der schwerwiegenden Folgen.
Ich sehe nicht ein, warum ich meine schützende Hand über euch halten sollte. Ihr habt dem Königshaus Schande bereitet, und dafür sollt ihr gerichtet werden. Aber nicht von mir, sondern von Avalos, denn es ist seine Gefährtin, die vielleicht wegen euer Unfähigkeit im Sterben liegt."
Der Regent strich sich durch den grauen Bart und trat ans Fenster.
Er überließ Avalos das Spielfeld.
"Ich habe eine viel bessere Idee was ich mit euch mache. Ich werde euch nicht... reduzierehn.
Vielmehr verrate ich euch ein Geheimnis. Es soll euer Fluch sein, der euch ein Leben lang begleiten wird.
Das ist vielmehr eine Strafe, etwas, was niemals vergeht und niemals schwindet, sondern sich als mentaler Schmerz durch eure gesamte kümmerliche Existenz ziehen wird."
Sagt, Elthras.... Kennt ihr eure Vergangenheit? Nein? Wie denn auch, letzter der freien Dalish in den Marschen?"
Elthras klappte der Kiefer herunter.
Avalos lachte hämisch.
"Euer Clan meinte, den Aufstand proben zu können. Das war kurz nachdem, nachdem ich die ersten Anzeichen dafür fand, dass sich die Brut wieder regte. Wir konnten keine halbwilden Elfen gebrauchen, die ein wichtiges Gebiet destabilisieren - Also wurden sie offiziell zu Verrätern an der Krone erklärt - was sie zweifelsfrei auch waren. Wir setzten hohe Kopfgelder aus, auf jeden Dalish, der zum verräterischen Clan gehörte. Natürlich brauchten wir Beweise, dass es auch wirklich besagte Dalish waren - Bestimmt wurden zwecks propagandistischen Zwecken ein paar der abgelieferten Köpfe ausgestopft ausgestellt.
Natürlich gab es viele Fälschungen, und wir stellten das wieder ein. Wir hoben ein paar Regimenter aus, trieben die erbärmlichen Reste aus dem Wald und schlachteten sie ab.
Ein paar waren zu feige dafür, mit Anstand zu sterben. Wie eure Eltern zum Beispiel. Euer Vater wollte mich - in Ketten gelegt - mit selbigen erdrosseln - Dabei wollte ich ihn nur verhören und als Lockvogel für weitere Aufständische aussetzen.
Stattdessen habe ich ihm mein Schwert notgedrungen in den Brustkorb gerammt und ihm dann gesagt, dass seine Frau die Nächste sei.
Nun ja, gewissermaßen war eure Mutter die Nächste - Allerdings starb sie in irgendeinem Slum, hier in FallRemnon. Ein paar Informanten meinten, dass sie versucht hatte, sich irgendeinen reichen Bastard zu angeln. Angeblich hat sie die Pest geholt.
Tja. besagter Informant, ein heutiger Hauptmann...
Fand euch im Dreck, neben ihrer Leiche. Offenbar wollte sie die Ratten mit euch verscheuchen, die sie in ihrem sterbenden Zustand bereits angefressen hatten.
Ich habe nie verstanden, warum Eldan das Blag behalten hat.
Hätte er euch in der Gosse liegen gelassen, wäre das alles nie passiert. Seit dem alten Mann dankbar. Ihr schuldet ihm mehr als euer Leben."
Elthras brachen die Knie.
Avalos behandschuhte Hand lag schwer auf seiner Schulter. Sein Lächeln hätte Eisberge zum Frösteln gebracht.
"Die Wahrheit soll Strafe sein. Das ist eure Identität, Sohn eines Verräters, geliebtes Kind eines Königstreuen und tapferer Streiter eures Regenten."
"Damit ist die Sache erledigt. Kehrt in die Kaserne zurück und lasst euch in den normalen Wachdienst einschreiben.
Allerdings habe ich ein Rätsel für euch, dessen Lösung vielleicht zum Greifen nahe ist - Oder aber tausende Meilen entfernt. Findet die Verbindung zwischen euch und eurer Vergangenheit. Sie ist hier.
Und jetzt geht!"
"Sagt mir, welchen Finger soll ich euch zuerst abschneiden? Oder soll ich mit eurer Zunge anfangen?
Die braucht ihr ja schließlich nicht, da sie ja vollkommen unfähig ist, einen Diener heranzurufen."
Avalos fand diesen makabren Witz furchbar lustig.
Elthras schluckte sichtlich
"Andererseits könnte ich auch mit euren Ohren beginnen, da ihr wohl bei eurer Ausbildung selbige nicht benutzt habt - Offenbar wußtet ihr ja nicht, dass ein Leibwächter und Soldat des Königs kein Butler ist!"
Bellandrys war schneeweiß geworden; Offenbar befürchtete sie, dass er seine Drohung in die Tat umsetzen würde.
"So So... ihr erkennt also die Konsequenzen eures Handelns? Und seid auch noch bereit, dafür die Verantwortung zu übernehmen...So so.
Das ist mutig von euch. Und sehr, sehr dumm.
Aber fragen wir doch einfach euren Dienstherren, schließlich ist euer Versagen als sein Wächter, seines als König. Amofillias?"
Seine Majestät musterte ihn finster.
Elthras, ihr habt euch eines schweren Vergehens schuldig gemacht. Ihr habt euren Posten, trotz besseren Wissens und entgegen eurer Befehle verlassen, um eine Tätigkeit auszuführen, die jeder niedere Diener hätte erledigen können. Das ist schandhaft, vorallem in Betracht der schwerwiegenden Folgen.
Ich sehe nicht ein, warum ich meine schützende Hand über euch halten sollte. Ihr habt dem Königshaus Schande bereitet, und dafür sollt ihr gerichtet werden. Aber nicht von mir, sondern von Avalos, denn es ist seine Gefährtin, die vielleicht wegen euer Unfähigkeit im Sterben liegt."
Der Regent strich sich durch den grauen Bart und trat ans Fenster.
Er überließ Avalos das Spielfeld.
"Ich habe eine viel bessere Idee was ich mit euch mache. Ich werde euch nicht... reduzierehn.
Vielmehr verrate ich euch ein Geheimnis. Es soll euer Fluch sein, der euch ein Leben lang begleiten wird.
Das ist vielmehr eine Strafe, etwas, was niemals vergeht und niemals schwindet, sondern sich als mentaler Schmerz durch eure gesamte kümmerliche Existenz ziehen wird."
Sagt, Elthras.... Kennt ihr eure Vergangenheit? Nein? Wie denn auch, letzter der freien Dalish in den Marschen?"
Elthras klappte der Kiefer herunter.
Avalos lachte hämisch.
"Euer Clan meinte, den Aufstand proben zu können. Das war kurz nachdem, nachdem ich die ersten Anzeichen dafür fand, dass sich die Brut wieder regte. Wir konnten keine halbwilden Elfen gebrauchen, die ein wichtiges Gebiet destabilisieren - Also wurden sie offiziell zu Verrätern an der Krone erklärt - was sie zweifelsfrei auch waren. Wir setzten hohe Kopfgelder aus, auf jeden Dalish, der zum verräterischen Clan gehörte. Natürlich brauchten wir Beweise, dass es auch wirklich besagte Dalish waren - Bestimmt wurden zwecks propagandistischen Zwecken ein paar der abgelieferten Köpfe ausgestopft ausgestellt.
Natürlich gab es viele Fälschungen, und wir stellten das wieder ein. Wir hoben ein paar Regimenter aus, trieben die erbärmlichen Reste aus dem Wald und schlachteten sie ab.
Ein paar waren zu feige dafür, mit Anstand zu sterben. Wie eure Eltern zum Beispiel. Euer Vater wollte mich - in Ketten gelegt - mit selbigen erdrosseln - Dabei wollte ich ihn nur verhören und als Lockvogel für weitere Aufständische aussetzen.
Stattdessen habe ich ihm mein Schwert notgedrungen in den Brustkorb gerammt und ihm dann gesagt, dass seine Frau die Nächste sei.
Nun ja, gewissermaßen war eure Mutter die Nächste - Allerdings starb sie in irgendeinem Slum, hier in FallRemnon. Ein paar Informanten meinten, dass sie versucht hatte, sich irgendeinen reichen Bastard zu angeln. Angeblich hat sie die Pest geholt.
Tja. besagter Informant, ein heutiger Hauptmann...
Fand euch im Dreck, neben ihrer Leiche. Offenbar wollte sie die Ratten mit euch verscheuchen, die sie in ihrem sterbenden Zustand bereits angefressen hatten.
Ich habe nie verstanden, warum Eldan das Blag behalten hat.
Hätte er euch in der Gosse liegen gelassen, wäre das alles nie passiert. Seit dem alten Mann dankbar. Ihr schuldet ihm mehr als euer Leben."
Elthras brachen die Knie.
Avalos behandschuhte Hand lag schwer auf seiner Schulter. Sein Lächeln hätte Eisberge zum Frösteln gebracht.
"Die Wahrheit soll Strafe sein. Das ist eure Identität, Sohn eines Verräters, geliebtes Kind eines Königstreuen und tapferer Streiter eures Regenten."
"Damit ist die Sache erledigt. Kehrt in die Kaserne zurück und lasst euch in den normalen Wachdienst einschreiben.
Allerdings habe ich ein Rätsel für euch, dessen Lösung vielleicht zum Greifen nahe ist - Oder aber tausende Meilen entfernt. Findet die Verbindung zwischen euch und eurer Vergangenheit. Sie ist hier.
Und jetzt geht!"
#1008
Posté 26 mars 2010 - 10:09
"Oh, entschuldigt", meinte Lyna und nahm das Tablett von Jules Schoss. Daran hätte sie denken müssen, ihr Körper brauchte sicherlich die meiste Energie um zu genesen- sie würde sie wohl füttern müssen. Sie blickte nochmal zum Inhalt der Körbe, das Mitgenommene misstrauisch betrachtend.
Avalos würde sich sicher Sorgen machen, dass eines der Früchte vergiftet wäre. Aber das konnten sie ausschliessen, schliesslich war sie unangekündigt in der Küche aufgetaucht und hatte einen beliebigen Korb an sich genommen. Lyna schüttelte den Kopf- die Welt war bestimmt nicht so fürchterlich, wie er sie glauben lassen wollte.
Sie nahm eine Traube und wartete, bis Jule sachte den Mund öffnete, ehe sie sie hineingleiten liess. Genauso fuhr sie mit dem Käse und einer Scheibe Brot fort. Die Soldaten hatten das Kartenspiel zur Seite gelegt und betrachteten die beiden Elfen interessiert. Irgendwie schien ihnen die Szene zu gefallen, doch Lyna bemerkte nichts davon.
Avalos würde sich sicher Sorgen machen, dass eines der Früchte vergiftet wäre. Aber das konnten sie ausschliessen, schliesslich war sie unangekündigt in der Küche aufgetaucht und hatte einen beliebigen Korb an sich genommen. Lyna schüttelte den Kopf- die Welt war bestimmt nicht so fürchterlich, wie er sie glauben lassen wollte.
Sie nahm eine Traube und wartete, bis Jule sachte den Mund öffnete, ehe sie sie hineingleiten liess. Genauso fuhr sie mit dem Käse und einer Scheibe Brot fort. Die Soldaten hatten das Kartenspiel zur Seite gelegt und betrachteten die beiden Elfen interessiert. Irgendwie schien ihnen die Szene zu gefallen, doch Lyna bemerkte nichts davon.
#1009
Guest_Juleiila_*
Posté 26 mars 2010 - 10:20
Guest_Juleiila_*
Während Lyna Jule das Essen eingab, beobachtete sie aus den Augenwinkeln die Wachen. Wie faszinierend, staunend und neugierig sie doch zuschauten. Hatten sie etwa noch nie gesehen wie jemanden das Essen eingegeben wurde? An der Bildung der Wachen haperte es anscheinend. Die hatten bestimmt nur ihr Schwert und Schild im Kopf.
Als sie dann fertig waren mit Essen legte Jule wieder ihren Kopf ins Kissen, drehte ihren Kopf jedoch zur Seite um zu Lyna schauen zu können. "Danke Lyna, ich hatte langsam wirklich Hunger. Seit unserem Lager bei dem ich angegriffen wurde, hatte ich nichts mehr gegessen." dann grinste sie, "Und ich danke euch, das ihr so für mich da seid. Das bedeutet mir wirklich mehr als ihr ahnen könnt."
Ein lächeln breitete sich auf Jules Gesicht aus, und das trotz der schlimmen Situation, vielleicht bald nicht mehr am Leben zu sein. "Die Schmerzen sind betäubt denke ich, und ich hoffe sie kommen nicht allzuschnell zurück." seufzte Jule. "Wisst ihr denn mittlerweile schon mehr über meinen vorfall? Oder wer mich gerettet hat?" als Jule das fragte hielten auch wieder die Wachen still, und spitzten ihre Ohren.
Als sie dann fertig waren mit Essen legte Jule wieder ihren Kopf ins Kissen, drehte ihren Kopf jedoch zur Seite um zu Lyna schauen zu können. "Danke Lyna, ich hatte langsam wirklich Hunger. Seit unserem Lager bei dem ich angegriffen wurde, hatte ich nichts mehr gegessen." dann grinste sie, "Und ich danke euch, das ihr so für mich da seid. Das bedeutet mir wirklich mehr als ihr ahnen könnt."
Ein lächeln breitete sich auf Jules Gesicht aus, und das trotz der schlimmen Situation, vielleicht bald nicht mehr am Leben zu sein. "Die Schmerzen sind betäubt denke ich, und ich hoffe sie kommen nicht allzuschnell zurück." seufzte Jule. "Wisst ihr denn mittlerweile schon mehr über meinen vorfall? Oder wer mich gerettet hat?" als Jule das fragte hielten auch wieder die Wachen still, und spitzten ihre Ohren.
#1010
Posté 26 mars 2010 - 10:32
Als Jule fertig gespeist hatte sättigte sie ihren eigenen Hunger. Wie sehr sie doch Trauben vermisst hatte... sie dachte sehnsüchtig an ihren Clan, wo die Frauen aus jeder noch so gewöhnlichen Frucht etwas schmackhaftes herzaubern konnten. Als Kind hatte sie immer die Einmachgläser der Nachbarin gestohlen und den Inhalt mit ihrer Halla gegessen.
"Ich weiss nicht, was Euch widerfahren ist", beantwortete sie Jules Fragen. "Ich wünschte, ich wüsste es. Ich war in meinem Zimmer, als plötzlich meine neue Leibgarde hineinplatzte und mir mitteilte, was passiert war. Seitdem bin ich nicht von Eurer Seite gewichen, Jule." Sie blickte zu den Soldaten, die ihre Neugier unverhohlen zur Schau stellten.
"Hmm", brummelte einer von ihnen, "jemand hat mal was von den Tiefen Wegen gefaselt. Geheimdurchgang und so." Eine Leuchte war er nicht gerade, doch Lyna war für den kleinsten Informationshappen zufrieden. "Seid Ihr etwa auf Dunkle Brut gestossen?", fragte sie Jule. Doch das war eher unwahrscheinlich, sonst hätte sie Verletzungen anderer Art mit sich getragen. Nicht eine derart grosse und stumpfe.
"Ich weiss nicht, was Euch widerfahren ist", beantwortete sie Jules Fragen. "Ich wünschte, ich wüsste es. Ich war in meinem Zimmer, als plötzlich meine neue Leibgarde hineinplatzte und mir mitteilte, was passiert war. Seitdem bin ich nicht von Eurer Seite gewichen, Jule." Sie blickte zu den Soldaten, die ihre Neugier unverhohlen zur Schau stellten.
"Hmm", brummelte einer von ihnen, "jemand hat mal was von den Tiefen Wegen gefaselt. Geheimdurchgang und so." Eine Leuchte war er nicht gerade, doch Lyna war für den kleinsten Informationshappen zufrieden. "Seid Ihr etwa auf Dunkle Brut gestossen?", fragte sie Jule. Doch das war eher unwahrscheinlich, sonst hätte sie Verletzungen anderer Art mit sich getragen. Nicht eine derart grosse und stumpfe.
#1011
Posté 26 mars 2010 - 10:32
Vollkommen erschrocken drehte sich Elthras um und ging langsamen und entgeisterten Schrittes aus den Raum.Er schloss die großen schweren Türen hinter sich.Und blieb einen Augenblick stehen und ging in sich.
Entsprach das was Avalos sagte der Wahrheit? Sohn eines Verräters ?
Er schüttelte den Kopf.So als ob er diesen Gedanken einfach beiseite wischen oder einfach vergessen wollte.
Dann ging er festen Schrittes in Richtung Kaserne.Doch Avalos Worte sollten ihn noch lange verfolgen.
Als er auf halben Weg zur Kaserne war kam er an Ballas alten Zimmer vorbei wo jetzt Jule lag.
Er öffnete die Tür und sah Jule auf den Bett liegend und unter den wachsamen Augen von Lyna sich erholen.
Jule drehte denn Kopf zur Tür und sah Elthras an.Doch er lächelte nur Jule an und ging dann weiter zur Kaserne.Er war froh darüber das sie wieder bei Bewusstsein war und vor allem das sie lebte.
Entsprach das was Avalos sagte der Wahrheit? Sohn eines Verräters ?
Er schüttelte den Kopf.So als ob er diesen Gedanken einfach beiseite wischen oder einfach vergessen wollte.
Dann ging er festen Schrittes in Richtung Kaserne.Doch Avalos Worte sollten ihn noch lange verfolgen.
Als er auf halben Weg zur Kaserne war kam er an Ballas alten Zimmer vorbei wo jetzt Jule lag.
Er öffnete die Tür und sah Jule auf den Bett liegend und unter den wachsamen Augen von Lyna sich erholen.
Jule drehte denn Kopf zur Tür und sah Elthras an.Doch er lächelte nur Jule an und ging dann weiter zur Kaserne.Er war froh darüber das sie wieder bei Bewusstsein war und vor allem das sie lebte.
#1012
Guest_Juleiila_*
Posté 26 mars 2010 - 10:42
Guest_Juleiila_*
Lyna machte sich anscheinend große Sorgen, wenn sie nicht von Jules Seite wich. Wie würde Jule ihr nur danken könn? Womöglich gar nicht, auser für sie da zu sein, was auch geschieht. Doch wusste sie immer noch nicht wer ihr Retter war. "Wer hat mich jetzt gerettet?"
Doch Jule erschrak als einer der Wachen was von den Tiefen Wegen faselte, und einen Schacht erwähnte. Genaaauu der Schacht in Bellas Wohnraum. "Der Schacht in Bellas Wohnraum, genau durch den bin ich durchgeklettert, dann waren da diese Katakomben und Ruinen. Ein paar Skelette waren auch noch bei. Aber Dunkle Brut? Hier unter einem Schloss?" Jule musste ein Trauma erlebt haben. Denn sie konnte sich nicht daran erinnern, was hinter dieser Tür lag. Nicht an den Bronto, der sie beinahe umbrachte.
Doch Jule erschrak als einer der Wachen was von den Tiefen Wegen faselte, und einen Schacht erwähnte. Genaaauu der Schacht in Bellas Wohnraum. "Der Schacht in Bellas Wohnraum, genau durch den bin ich durchgeklettert, dann waren da diese Katakomben und Ruinen. Ein paar Skelette waren auch noch bei. Aber Dunkle Brut? Hier unter einem Schloss?" Jule musste ein Trauma erlebt haben. Denn sie konnte sich nicht daran erinnern, was hinter dieser Tür lag. Nicht an den Bronto, der sie beinahe umbrachte.
#1013
Posté 26 mars 2010 - 11:23
In der Tat - sie war käsebleich, als Avalos begann. Allerdings fiel ihr ein Stein vom Herzen, als sie vernahm, dass der Dalish mit dem Leben - unversehrt - davon kam. Aber wie schwer wog wohl die Wahrheit über seine Vergangenheit in Zukunft auf seinen Schultern?
Sie erhob sich, verneigte sich abermals und verließ den Saal. Ihre Leibgarde folgte ihr natürlich wieder. Bella reckte das Kinn erneut in die Höhe, so brauchbar die beiden auch waren, langsam nervten sie. Außerdem hatte sie rasenden Hunger, und das machte sie ungeduldig. Bella wollte als erstes nach Jule sehen, und hoffte, dass ihr Zustand sich gebessert hatte.
Sie stürmte die beiden Etagen im Laufschritt hinunter, riß die Tür von ihrem ehemaligen Schlafgemach auf. Ihre beiden Wachhunde liefen hinter ihr her. Sie konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, die beiden würden noch genug mit ihr mitmachen.
Durch den Schwung wurden die Karten vom Tisch gefegt. Die spielenden Waräger schauten entrüstet zur Zwergin, aber Bella lachte nur. Sie war froh, dass Elthras Haut gerettet war. Wenn nun noch Jule auf dem Wege der Besserung befinden würde, wäre sie wunschlos glücklich. Naja, fast, hungrig war sie immer noch.
Sie war froh, Lyna bei Jule anzutreffen. Zu Bellas Überraschung war Jule tatsächlich bei vollem Bewußtsein. Sie lief freudestrahlend auf die Freundin zu.
"Jule! Ihr seid wach! Hoffentlich geht es Euch ein wenig besser, aber Ihr solltet Euch schonen und ausruhen."
Ohne der Elfin eine Chance auf Antwort zu geben, sprach sie weiter auf diese ein. Sie war so froh, dass die Freundin wach war. Dies konnte nur bedeuten, dass sie auf dem Weg der Besserung war.
"Eure Verletzung stammt wahrscheinlich von einem Bronto. Elthras hat Euren Schrei gehört und Euch hochgetragen. Zusammengeflickt hat Euch Avalos, so unglaublich sich das auch anhört. Avalos war stinksauer, aber Ihr könnt beruhigt sein, Elthras ist nichts geschehen."
Sie drückte Jule die Hand und blickte Lyna an.
"Vielen Dank, dass Ihr über Jule gewacht habt als ich nicht da sein konnte. Ich wollte Elthras beistehen und ihn eventuell verteidigen. Aber zum Glück war das nicht notwendig."
Ihr Blick fiel auf die Lebensmittel. Hungrig wie sie war, schnitt sie sich ein großes Stück Käse ab und biß genussvoll hinein.
Sie erhob sich, verneigte sich abermals und verließ den Saal. Ihre Leibgarde folgte ihr natürlich wieder. Bella reckte das Kinn erneut in die Höhe, so brauchbar die beiden auch waren, langsam nervten sie. Außerdem hatte sie rasenden Hunger, und das machte sie ungeduldig. Bella wollte als erstes nach Jule sehen, und hoffte, dass ihr Zustand sich gebessert hatte.
Sie stürmte die beiden Etagen im Laufschritt hinunter, riß die Tür von ihrem ehemaligen Schlafgemach auf. Ihre beiden Wachhunde liefen hinter ihr her. Sie konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, die beiden würden noch genug mit ihr mitmachen.
Durch den Schwung wurden die Karten vom Tisch gefegt. Die spielenden Waräger schauten entrüstet zur Zwergin, aber Bella lachte nur. Sie war froh, dass Elthras Haut gerettet war. Wenn nun noch Jule auf dem Wege der Besserung befinden würde, wäre sie wunschlos glücklich. Naja, fast, hungrig war sie immer noch.
Sie war froh, Lyna bei Jule anzutreffen. Zu Bellas Überraschung war Jule tatsächlich bei vollem Bewußtsein. Sie lief freudestrahlend auf die Freundin zu.
"Jule! Ihr seid wach! Hoffentlich geht es Euch ein wenig besser, aber Ihr solltet Euch schonen und ausruhen."
Ohne der Elfin eine Chance auf Antwort zu geben, sprach sie weiter auf diese ein. Sie war so froh, dass die Freundin wach war. Dies konnte nur bedeuten, dass sie auf dem Weg der Besserung war.
"Eure Verletzung stammt wahrscheinlich von einem Bronto. Elthras hat Euren Schrei gehört und Euch hochgetragen. Zusammengeflickt hat Euch Avalos, so unglaublich sich das auch anhört. Avalos war stinksauer, aber Ihr könnt beruhigt sein, Elthras ist nichts geschehen."
Sie drückte Jule die Hand und blickte Lyna an.
"Vielen Dank, dass Ihr über Jule gewacht habt als ich nicht da sein konnte. Ich wollte Elthras beistehen und ihn eventuell verteidigen. Aber zum Glück war das nicht notwendig."
Ihr Blick fiel auf die Lebensmittel. Hungrig wie sie war, schnitt sie sich ein großes Stück Käse ab und biß genussvoll hinein.
#1014
Posté 27 mars 2010 - 12:24
Langsam öffenten sich die schweren Türen des Eingangs. Ein großer dunkelhäutiger Mann betrat den Raum. Sein ruhiger Schritt machte kaum ein Geräusch, als er über die Holzdielen ging. Seine Robe war lang geschnitten und stellenweise mit Schmutz und verkrustetem Blut bespritzt.
In der Hand trug er einen massiven Stab, an dessen Schaft sich zwei Schlangen entlang schlängelten, die sich am Kopf des Stabes zu einem dunkeln Kristall emor wanden.
Er ging in eine zwielichtige Niesche des Raumes, legte seinen Stab neben sich nierder und beobachtete das rege Treiben...
Schließlich holter er eine Pfeife aus seiner Tasche und begann sie sich zu stopfen.
In der Hand trug er einen massiven Stab, an dessen Schaft sich zwei Schlangen entlang schlängelten, die sich am Kopf des Stabes zu einem dunkeln Kristall emor wanden.
Er ging in eine zwielichtige Niesche des Raumes, legte seinen Stab neben sich nierder und beobachtete das rege Treiben...
Schließlich holter er eine Pfeife aus seiner Tasche und begann sie sich zu stopfen.
#1015
Posté 27 mars 2010 - 12:32
ooc: Was fürn Raum?
#1016
Guest_Juleiila_*
Posté 27 mars 2010 - 09:23
Guest_Juleiila_*
Jule erschrak. "Avalos hat mich zusammengeflickt?? Elthras hat mich hochgetragen?? Ein Bronto hat mich so zu gerichtet??" das musste sie erstmal verdauen. Das ausgerechnet Avalos sie gerettet hat ist merkwürdig, zumindest für Jule. Bisher hatte sie ja noch nicht so gute erfahrungen mit ihm gemacht. Allein wie er sie in Orzamar zusammen geschlagen hat. Und jetzt rettete er ihr Leben. Erstaunlich. "Dann werde ich Avalos ...wohl noch danken müssen." sagte Jule.
#1017
Posté 28 mars 2010 - 06:26
Ein Bronto? Lyna erinnerte sich nur zu gut an diese massigen Viecher, die alles dem Erdboden gleich machten und leicht in Rage gerieten. Also hatte die Wache Recht gehabt, was den Geheimgang zu den Tiefen Wegen betraf. Sie stand auf und nahm sich eine Scheibe Brot, in die sie herzhaft hineinbiss.
"Hoffen wir mal, dass sie den Zugang zu den Tiefen Wegen versiegeln können", dachte sie laut nach. "Dunkle Brut können wir hier nicht gebrauchen... genausowenig wie Brontos." Sie setzte sich wieder auf den Stuhl und betrachtete Jule. Sie hatte Glück gehabt. Natürlich, sie war für Stunden auf dem schmalen Grat zwischen Leben und Tod entlanggewandert..... aber wäre Elthras nicht im richtigen Moment da gewesen oder Avalos mit seinen Fähigkeiten... Lyna beendete den Satz nicht. Es war beunruhigend zu wissen, wie nahe der Tod sein konnte.
"Ich hoffe nur, dass Ihr bald wieder mit uns reisen könnt, Jule", meinte sie leise, "Eure Wunden brauchen nämlich Zeit, um zu heilen. Und Zeit haben wir nicht, das wisst Ihr genauso wie ich. Und unsere Mission...", sie warf der Leibgarde einen Blick zu, "ist von höchster Wichtigkeit."
"Hoffen wir mal, dass sie den Zugang zu den Tiefen Wegen versiegeln können", dachte sie laut nach. "Dunkle Brut können wir hier nicht gebrauchen... genausowenig wie Brontos." Sie setzte sich wieder auf den Stuhl und betrachtete Jule. Sie hatte Glück gehabt. Natürlich, sie war für Stunden auf dem schmalen Grat zwischen Leben und Tod entlanggewandert..... aber wäre Elthras nicht im richtigen Moment da gewesen oder Avalos mit seinen Fähigkeiten... Lyna beendete den Satz nicht. Es war beunruhigend zu wissen, wie nahe der Tod sein konnte.
"Ich hoffe nur, dass Ihr bald wieder mit uns reisen könnt, Jule", meinte sie leise, "Eure Wunden brauchen nämlich Zeit, um zu heilen. Und Zeit haben wir nicht, das wisst Ihr genauso wie ich. Und unsere Mission...", sie warf der Leibgarde einen Blick zu, "ist von höchster Wichtigkeit."
#1018
Guest_Juleiila_*
Posté 28 mars 2010 - 06:34
Guest_Juleiila_*
Jule blickte zu Lyna auf, und meinte zu ihr. "Ich werde schon mitreisen, die Wunde wird schnell verheilen und ich schnappe mir eben ein Pferd, damit ich nicht laufen muss. Alles halb so Wild. Wir können hier nicht Wochenlang herumsitzen, nur wegen meiner Verletzung." seufzte Jule. Das würde mal überhaupt nicht gehen hier ewig rumzusitzen, und zu warten bis Jule wieder genest.
"Es wird schon bald weitergehen. Und wenn ich einen Wunderheiler bestellen muss. Aptrünige Magier gibt es ja viele, doch einfacher wäre es mit ..... ach wenn Allie hier wäre. Sie könnte genau so gut Heilen, und ich wäre wieder auf den Beinen." sagte Jule voller entsetzen. Wiedermal hätten sie die Hilfe von Allie gebraucht, doch sie war nur in den Erinnerungen aufzufinden.
"Es wird schon bald weitergehen. Und wenn ich einen Wunderheiler bestellen muss. Aptrünige Magier gibt es ja viele, doch einfacher wäre es mit ..... ach wenn Allie hier wäre. Sie könnte genau so gut Heilen, und ich wäre wieder auf den Beinen." sagte Jule voller entsetzen. Wiedermal hätten sie die Hilfe von Allie gebraucht, doch sie war nur in den Erinnerungen aufzufinden.
#1019
Posté 28 mars 2010 - 07:04
Bella hatte gerade ein Stück Brot im Mund und verschluckte sich, als Jule so selbstsicher meinte, sie würde sich einfach auf ein Pferd setzen. Ein Hustenanfall mit rot angelaufenem Kopf war die Folge. Schnell trank sie einen Schluck Wasser, dann schnappte sie nach Luft.
"Ihr wollt was? Beim Erbauer Jule, seid Ihr wahnsinnig?"
Sie schüttelte den Kopf. In dem Zustand, in dem sich die Elfin im Moment befand würde das sicherlich ein leichtes sein, auf ein Pferd zu kommen und dem Gehopse darauf stand zu halten. Gut, Jule konnte reiten im Gegensatz zu der Zwergin, aber Bella war sich sicher, dass aus der noch nicht verheilten Naht austretende Innereien der Heilung nicht zuträglich waren.
Avalos hatte Jule zwar von der Schippe des Todes geholt, aber wenn diese vorhatte, mitzureisen, würde er wohl postwendend dafür sorgen dass sie dafür nicht mehr fähig war.
"Jule, wie stellt Ihr Euch das vor? Laßt erst einmal die Wunden halbwegs verheilen und kommt wieder zu Kräften. Soweit ich informiert bin, dauert das Landthing hier noch etwas, und diese Zeit solltet Ihr auch nutzen um zu genesen. Macht Euch nicht jetzt schon Gedanken darüber, was danach sein wird."
Noch immer entsetzt sprach sie auf die Freundin ein. Sie konnte es wirklich nicht fassen, wie leichtfertig die Elfin mit ihrer Gesundheit umging.
"Verlaßt Euch drauf, so sehr ich Euch mag, aber solltet ihr in dieser Richtung Blödsinn bauen, wird das Avalos von mir persönlich erfahren."
Sie nickte Jule noch mal zu. Dann nahm sie sich eine Weintraube und meinte:
"Ich werde mich nun zur Ruhe begeben, morgen wird ein turbulenter Tag werden. Lyna, Ihr solltet auch langsam versuchen zu schlafen. Ich denke Jule ist hier gut aufgehoben."
Zu Jule gewandt fuhr sie fort:
"Ich wünsche Euch eine gute Nacht, ich hoffe dass Ihr schmerzfrei schlafen könnt. Morgen sehe ich gleich nach dem Aufwachen nach Euch."
"Ihr wollt was? Beim Erbauer Jule, seid Ihr wahnsinnig?"
Sie schüttelte den Kopf. In dem Zustand, in dem sich die Elfin im Moment befand würde das sicherlich ein leichtes sein, auf ein Pferd zu kommen und dem Gehopse darauf stand zu halten. Gut, Jule konnte reiten im Gegensatz zu der Zwergin, aber Bella war sich sicher, dass aus der noch nicht verheilten Naht austretende Innereien der Heilung nicht zuträglich waren.
Avalos hatte Jule zwar von der Schippe des Todes geholt, aber wenn diese vorhatte, mitzureisen, würde er wohl postwendend dafür sorgen dass sie dafür nicht mehr fähig war.
"Jule, wie stellt Ihr Euch das vor? Laßt erst einmal die Wunden halbwegs verheilen und kommt wieder zu Kräften. Soweit ich informiert bin, dauert das Landthing hier noch etwas, und diese Zeit solltet Ihr auch nutzen um zu genesen. Macht Euch nicht jetzt schon Gedanken darüber, was danach sein wird."
Noch immer entsetzt sprach sie auf die Freundin ein. Sie konnte es wirklich nicht fassen, wie leichtfertig die Elfin mit ihrer Gesundheit umging.
"Verlaßt Euch drauf, so sehr ich Euch mag, aber solltet ihr in dieser Richtung Blödsinn bauen, wird das Avalos von mir persönlich erfahren."
Sie nickte Jule noch mal zu. Dann nahm sie sich eine Weintraube und meinte:
"Ich werde mich nun zur Ruhe begeben, morgen wird ein turbulenter Tag werden. Lyna, Ihr solltet auch langsam versuchen zu schlafen. Ich denke Jule ist hier gut aufgehoben."
Zu Jule gewandt fuhr sie fort:
"Ich wünsche Euch eine gute Nacht, ich hoffe dass Ihr schmerzfrei schlafen könnt. Morgen sehe ich gleich nach dem Aufwachen nach Euch."
#1020
Guest_Juleiila_*
Posté 28 mars 2010 - 10:50
Guest_Juleiila_*
Auf das was Bella sagte, runzelte Jule die Stirn und lies einen lauten Seufzer los. Für Jule kam es überhaupt nicht in Frage, hierzu bleiben, an dieses Bett regelrecht gefesselt während die anderen weiter zogen. Sie würde auf jeden Fall mit weiter reisen – koste es was es wolle. Die Mission war zu Wichtig um hier zu verweilen. Ihre Gesundheit spielte dabei keine Rolle und war ihr auch recht egal. Und wäre sie gestorben wäre es ihr auch egal gewesen, denn sie wäre schon bei so einiges drauf gegangen. Ihr war nur wichtig ihre Mission zu erledigen, das es den anderen gut ging, und auch die Bürger wieder in Sicherheit waren.
„Bella, ich bin nicht Wahnsinnig, ich sage nur was ich denke. Und so wird es auch geschehen. Oder denkt ihr etwa ich lasse euch zu dritt alleine weiter ziehen? Wenn ja habt ihr euch getäuscht!“ sagte Jule mit einem leicht lauten Ton, das selbst die Leibbrigarden ihre Augen weiteten. Dann setzte Jule an. „Und seid Euch versichert bis zum Ball kann ich ebenfalls wieder stehen, Ihr werdet es sehen. Geht zu Avalos wenn Ihr meint das sei das Richtige.“ dann seufzte sie. „Ebenfalls eine gute Nacht.“ und Bella ging auf ihr Gemach.
Jule wante sich nun an Lyna. „Geht nun auch auf euer Zimmer, auch Ihr müsst mal Schlafen. Gute Nacht, Lyna.“ sagte Jule. Lyna zog Jule noch die Decke hoch bis zum Kinn, und ging dann ebenfalls auf ihr Zimmer. Eine der Leibbrigarden erlöschte noch die Kerzen damit es dunkel war im Raum, und setzte sich auf seinen Posten. Dort brannte noch ein kleines Licht, damit sie Karten spielen konnten, aber das Störte Jule nicht. Die Schmerzmittel waren noch immer am Wirken so konnte sie wenigstens Schmerzfrei einschlafen. Das geschah auch schnell, und Jule träumte von ihrer Kindheit.
Jule war ungefähr im vierten oder fünften Lebensjahr. Es war ein Sonniger Tag, die Vögel zwitscherten, die Hunde kauten in den Ecken auf ihren Knochen herum. Andere wiederum tranken wie jeden Tag, und Wachen machten ihre Rundgänge. Jule spielte gerade mit einem Mädchen, von dem sie den Namen nie erfuhr. Sie lebte genau so in einem verfallenem Haus, in dem sie nur mit ihrer Mutter lebte. Das Mädchen wurde paar Tage
darauf von Templern mitgenommen, die in Silbernen Rüstungen mit Roten Röcken ankamen. So wie die anderen Tuschelten, bekam man mit das das Mädchen wohl Magiebegabt war, und nachts ein Feuer zündete.
Doch weiter wurde darüber nicht gesprochen, denn es geschah öfter das Elfen irgendwo hingebracht wurden.
Jule lebte dort noch zusammen mit Vater und Mutter. Eines Mittags, als sie gerade am essen waren stürmten
ein paar Ritter aus Denerim in das Familienhaus. Wegen irgendeiner Sache, die Jule nicht mitbekam, nahmen sie ihre Mutter mit. Ihr Vater ahnte schon das es nicht gut enden würde, denn ihre Mutter war eine
hervorragende Kriegerin, die sich nicht unterkriegen lies. Vor allem nicht von einem Menschen. Als die Ritter mit ihrer Mutter hinter den Mauern verschwanden, konnte man es hören. Wie die Klinge ihres Schwertes das der Wachen kreuzte, und in ihr Fleisch schnitt. Dann hörte man nur noch einen dumpfen Knall, so als würde man jemand mit dem Schild niederschlagen. Daraufhin folgten Schleifgeräusche. Jules Vater senkte den Kopf und schloss die Augen. Er wusste genau was passiert war. Sie hatten Jules Mutter bewusstlos geschlagen, und dann verschleppt. Seitdem hatten Jule oder ihr Vater ihre Mutter nie wieder gesehen. So zog Jules Vater sie alleine auf, hatte es jedoch gut bei ihm.
Dann kam nur wieder ein alter Traum hervor, der von ihrem Verlobten.
„Bella, ich bin nicht Wahnsinnig, ich sage nur was ich denke. Und so wird es auch geschehen. Oder denkt ihr etwa ich lasse euch zu dritt alleine weiter ziehen? Wenn ja habt ihr euch getäuscht!“ sagte Jule mit einem leicht lauten Ton, das selbst die Leibbrigarden ihre Augen weiteten. Dann setzte Jule an. „Und seid Euch versichert bis zum Ball kann ich ebenfalls wieder stehen, Ihr werdet es sehen. Geht zu Avalos wenn Ihr meint das sei das Richtige.“ dann seufzte sie. „Ebenfalls eine gute Nacht.“ und Bella ging auf ihr Gemach.
Jule wante sich nun an Lyna. „Geht nun auch auf euer Zimmer, auch Ihr müsst mal Schlafen. Gute Nacht, Lyna.“ sagte Jule. Lyna zog Jule noch die Decke hoch bis zum Kinn, und ging dann ebenfalls auf ihr Zimmer. Eine der Leibbrigarden erlöschte noch die Kerzen damit es dunkel war im Raum, und setzte sich auf seinen Posten. Dort brannte noch ein kleines Licht, damit sie Karten spielen konnten, aber das Störte Jule nicht. Die Schmerzmittel waren noch immer am Wirken so konnte sie wenigstens Schmerzfrei einschlafen. Das geschah auch schnell, und Jule träumte von ihrer Kindheit.
Jule war ungefähr im vierten oder fünften Lebensjahr. Es war ein Sonniger Tag, die Vögel zwitscherten, die Hunde kauten in den Ecken auf ihren Knochen herum. Andere wiederum tranken wie jeden Tag, und Wachen machten ihre Rundgänge. Jule spielte gerade mit einem Mädchen, von dem sie den Namen nie erfuhr. Sie lebte genau so in einem verfallenem Haus, in dem sie nur mit ihrer Mutter lebte. Das Mädchen wurde paar Tage
darauf von Templern mitgenommen, die in Silbernen Rüstungen mit Roten Röcken ankamen. So wie die anderen Tuschelten, bekam man mit das das Mädchen wohl Magiebegabt war, und nachts ein Feuer zündete.
Doch weiter wurde darüber nicht gesprochen, denn es geschah öfter das Elfen irgendwo hingebracht wurden.
Jule lebte dort noch zusammen mit Vater und Mutter. Eines Mittags, als sie gerade am essen waren stürmten
ein paar Ritter aus Denerim in das Familienhaus. Wegen irgendeiner Sache, die Jule nicht mitbekam, nahmen sie ihre Mutter mit. Ihr Vater ahnte schon das es nicht gut enden würde, denn ihre Mutter war eine
hervorragende Kriegerin, die sich nicht unterkriegen lies. Vor allem nicht von einem Menschen. Als die Ritter mit ihrer Mutter hinter den Mauern verschwanden, konnte man es hören. Wie die Klinge ihres Schwertes das der Wachen kreuzte, und in ihr Fleisch schnitt. Dann hörte man nur noch einen dumpfen Knall, so als würde man jemand mit dem Schild niederschlagen. Daraufhin folgten Schleifgeräusche. Jules Vater senkte den Kopf und schloss die Augen. Er wusste genau was passiert war. Sie hatten Jules Mutter bewusstlos geschlagen, und dann verschleppt. Seitdem hatten Jule oder ihr Vater ihre Mutter nie wieder gesehen. So zog Jules Vater sie alleine auf, hatte es jedoch gut bei ihm.
Dann kam nur wieder ein alter Traum hervor, der von ihrem Verlobten.
Modifié par Juleiila, 28 mars 2010 - 11:55 .
#1021
Posté 29 mars 2010 - 08:25
Als Bella am nächsten Tag nach einer erholsamen Nacht die Augen aufschlug, waren ihre Wächter auch wieder munter. In der Nacht hatten sie sich wohl abgewechselt, das hatte sie nicht mehr mitgekriegt, so tief hatte sie geschlafen.
Putzmunter rief sie den beiden ein fröhliches "Guten Morgen" zu, schwang sich aus dem großen Bett und lief ins Bad. Dann zog sie sich an, sicherheitshalber ihre Rüstung. Sie wollte nach ihrem Besuch bei Jule in die Stadt und dort nach einem Barbier Ausschau halten. Außerdem hoffte sie, einen Stand zu finden, wo man Pergament und Tinte erwerben konnte.
Als sie ihr Zimmer verließ folgten ihr ihre Wachhunde. Bei einem Blick in Jules Gemach wurde ihr gesagt, dass die Elfe noch schlief. Um so besser, das bedeutete wirklich, dass sie sich erholte. Bella bat die Wachen, Jule zu informieren dass sie später noch einmal vorbei kommen würde.
Am Gang fragte sie einen der neuen Wächter, ob es irgendwo Frühstück geben würde. Dieser nickte und führte sie im Erdgeschoß in einen kleinen Saloon, wo tatsächlich frische Brötchen, Käse, Wurst, Saft und - dem Stein sei Dank - auch ganz frisch gebrühter Kaffee stand. Bella trank gleich zwei große Tassen davon, das weckte die Lebensgeister. Außerdem genehmigte sie sich noch den Saft und aß vom Käse. Derart gestärkt strahlte sie ihre Leibgarde an:
"Ich möchte in die Stadt, wenns Recht ist... ich denke Ihr werdet mich begleiten wollen? Ich muß zu einem Barbier, und danach könnt Ihr mir sicher einen Händler zeigen, der Pergament zu verkaufen hat?"
Insgeheim musterte sie ihren neuen Waräger. Diesesmal war ein braungebrannter mit dunklen Augen dabei, der andere war das genaue Gegenteil: sehr hellhäutig und graue Augen.
Die beiden nahmen sie wieder in die Mitte und zu dritt verließen sie den Palast. Draussen war vom Unwetter nichts mehr zu sehen, bis auf ein paar abgeknickte Zweige die auf dem Boden lagen. Ansonsten strahlte die Sonne vom wolkenlosen Himmel.
Nach gefühlten fünfzehn Minuten erreichten sie einen Laden. Dort gab es Pergament in verschiedenen Größen und Stärken, Tinte, oder auch Zeichenkohle. Bella war fasziniert, wieviel Auswahl es gab. Am liebsten hätte sie das halbe Geschäft leer gekauft, aber sie konnte sich beherrschen und besorgte nur Kohle und einige Bögen vom Pergament. Das sollte vorerst genügen, wenn nicht, konnte sie ja immer noch einen Boten senden.
Weiter ging es in die Stadt hinein, auf anderen Wegen als sie angekommen waren. Die Gassen waren etwas kleiner, aber immer noch mit Pflastersteinen belegt. Seitlich war ein Rinnstein eingelassen, wo der Inhalt der Nachttöpfe normalerweise geschüttet wurde, der dann wiederum bei Regen weggespült wurde.
Menschen, die ihnen entgegen kamen, blickten sie neugierig an. Dank der Leibwache wagten diese sich aber nicht, Bella anzusprechen oder mit dem Finger auf sie zu zeigen. Allerdings meinte Bella, sie hinter ihrem Rücken tuscheln zu hören. Es war ihr aber relativ egal, ob sich die Einwohner FallRemnons gerade ihre Mäuler über sie zerissen.
An den Fassaden der Häusern war zu erkennen, dass hier auch die etwas betuchteren Bürger ihr Heim hatten. Wenige Seitengassen weiter erreichten sie dann einen Barbier.
Einer der Wächter postierte sich vor den Eingang, der andere begleitete die Zwergin hinein. Das war wohl der Grund, wieso der Meister seines Faches persönlich sich um Bellandrys Haarpracht kümmerte.
Er drehte ihren Kopf mal in die eine, mal in die andere Richtung, wuschelte die Haare von links nach rechts und wieder zurück. Bis er dann endlich meinte:
"Mylady, ich werde die Seiten nur etwas fransig schneiden, und die gesamte Länge hinten wieder etwas kürzen. Habt Ihr sonst noch einen Wunsch?"
Bella fragte sich, wie man soviel Aufhebens darum machen konnte, wie eine Frisur am besten aussah. Sie wollte doch gar nichts anderes als wieder ihre schöne normale Kinnlänge, die nicht störte, und wo sie die Haare mal hinters Ohr klemmen konnte. Nun, dank der Dolche die sie abgekriegt hatte war dies nicht mehr so einfach möglich, insofern waren Fransen auch in Ordnung.
Allerdings äußerte Bella dann tatsächlich einen Wunsch... abends sollte ja der Ball statt finden, und sie beorderte den Figaro in den Palast. Sie wollte zu diesem Anlaß die Frisur tragen, von der sie geträumt hatte.
Eine weitere halbe Stunde später war sie endlich fertig. Sie bezahlte und machte sich auf den Weg zur Kathedrale, die sie unbedingt von innen besichtigen wollte. Die Waräger begleiteten sie dienstbeflissen.
Ehrfürchtig betrat sie das Gotteshaus und konnte die ganze Großartigkeit des Kirchenraumes nicht von ihrem Standpunkt allein erfassen. Dieser mußte durchschritten werden, um seine Vielgestalt, das Ineinanderwogen der Raumteile, zu erleben. Auffallend war der Blick vom Mittelschiff zum Hauptaltar: Da waren zunächst die weit vorkragenden schweren Gesimse, deren bewegtes Band in vielfältigen Verkröpfungen den Hauptraum umschloß und zugleich in anliegende Räume hinwies. Getragen wurde das wuchtige Gewölbe von Pfeilern mit vorgesetzten Pilastern. Der Raum wurde überwölbt von breiten Gurtbogen, über denen erdenfern die Kuppel thronte. Plastischer Schmuck und farbenfreudige Deckengemälde, deren Darstellungen die Decke gleichsam aufhoben, vollendeten die Wirkung.
Bella konnte eigentlich gut skizzieren, aber hier war sie überfordert. Es war für sie ein Ding der Unmöglichkeit die gesamte Pracht auf Pergament zu bringen.
Mit leichtem Bedauern verließ sie die Kathedrale wieder und schlug den Weg zum Friedhof ein. Dort setzte sie sich auf eine steinerne Bank. Sie betrachtete diese Idylle, und ihre rechte Hand flog fast von selber über das Papier. Kurze Zeit später hatte sie eine wunderschöne Kreide-Skizze mit den Grabsteinen, dem schmiede-eisernen Zaun und ein paar alten Bäumen.
Eigentlich wollte sie Jule ein Bild schenken, aber dieses hier wäre zu makaber. Nicht in der Situation, in der sich die Elfe gerade befand. Bella kicherte, als sie daran dachte, wie das von der Freundin aufgefaßt werden würde. Aber sie war sich sicher, dass noch weitere Skizzen folgen würden, mit weniger heiklen Darstellungen.
Zufrieden wanderte sie zum Palast zurück, wieder von ihren Wachen flankiert. An diese würde sie sich auch noch gewöhnen.
Putzmunter rief sie den beiden ein fröhliches "Guten Morgen" zu, schwang sich aus dem großen Bett und lief ins Bad. Dann zog sie sich an, sicherheitshalber ihre Rüstung. Sie wollte nach ihrem Besuch bei Jule in die Stadt und dort nach einem Barbier Ausschau halten. Außerdem hoffte sie, einen Stand zu finden, wo man Pergament und Tinte erwerben konnte.
Als sie ihr Zimmer verließ folgten ihr ihre Wachhunde. Bei einem Blick in Jules Gemach wurde ihr gesagt, dass die Elfe noch schlief. Um so besser, das bedeutete wirklich, dass sie sich erholte. Bella bat die Wachen, Jule zu informieren dass sie später noch einmal vorbei kommen würde.
Am Gang fragte sie einen der neuen Wächter, ob es irgendwo Frühstück geben würde. Dieser nickte und führte sie im Erdgeschoß in einen kleinen Saloon, wo tatsächlich frische Brötchen, Käse, Wurst, Saft und - dem Stein sei Dank - auch ganz frisch gebrühter Kaffee stand. Bella trank gleich zwei große Tassen davon, das weckte die Lebensgeister. Außerdem genehmigte sie sich noch den Saft und aß vom Käse. Derart gestärkt strahlte sie ihre Leibgarde an:
"Ich möchte in die Stadt, wenns Recht ist... ich denke Ihr werdet mich begleiten wollen? Ich muß zu einem Barbier, und danach könnt Ihr mir sicher einen Händler zeigen, der Pergament zu verkaufen hat?"
Insgeheim musterte sie ihren neuen Waräger. Diesesmal war ein braungebrannter mit dunklen Augen dabei, der andere war das genaue Gegenteil: sehr hellhäutig und graue Augen.
Die beiden nahmen sie wieder in die Mitte und zu dritt verließen sie den Palast. Draussen war vom Unwetter nichts mehr zu sehen, bis auf ein paar abgeknickte Zweige die auf dem Boden lagen. Ansonsten strahlte die Sonne vom wolkenlosen Himmel.
Nach gefühlten fünfzehn Minuten erreichten sie einen Laden. Dort gab es Pergament in verschiedenen Größen und Stärken, Tinte, oder auch Zeichenkohle. Bella war fasziniert, wieviel Auswahl es gab. Am liebsten hätte sie das halbe Geschäft leer gekauft, aber sie konnte sich beherrschen und besorgte nur Kohle und einige Bögen vom Pergament. Das sollte vorerst genügen, wenn nicht, konnte sie ja immer noch einen Boten senden.
Weiter ging es in die Stadt hinein, auf anderen Wegen als sie angekommen waren. Die Gassen waren etwas kleiner, aber immer noch mit Pflastersteinen belegt. Seitlich war ein Rinnstein eingelassen, wo der Inhalt der Nachttöpfe normalerweise geschüttet wurde, der dann wiederum bei Regen weggespült wurde.
Menschen, die ihnen entgegen kamen, blickten sie neugierig an. Dank der Leibwache wagten diese sich aber nicht, Bella anzusprechen oder mit dem Finger auf sie zu zeigen. Allerdings meinte Bella, sie hinter ihrem Rücken tuscheln zu hören. Es war ihr aber relativ egal, ob sich die Einwohner FallRemnons gerade ihre Mäuler über sie zerissen.
An den Fassaden der Häusern war zu erkennen, dass hier auch die etwas betuchteren Bürger ihr Heim hatten. Wenige Seitengassen weiter erreichten sie dann einen Barbier.
Einer der Wächter postierte sich vor den Eingang, der andere begleitete die Zwergin hinein. Das war wohl der Grund, wieso der Meister seines Faches persönlich sich um Bellandrys Haarpracht kümmerte.
Er drehte ihren Kopf mal in die eine, mal in die andere Richtung, wuschelte die Haare von links nach rechts und wieder zurück. Bis er dann endlich meinte:
"Mylady, ich werde die Seiten nur etwas fransig schneiden, und die gesamte Länge hinten wieder etwas kürzen. Habt Ihr sonst noch einen Wunsch?"
Bella fragte sich, wie man soviel Aufhebens darum machen konnte, wie eine Frisur am besten aussah. Sie wollte doch gar nichts anderes als wieder ihre schöne normale Kinnlänge, die nicht störte, und wo sie die Haare mal hinters Ohr klemmen konnte. Nun, dank der Dolche die sie abgekriegt hatte war dies nicht mehr so einfach möglich, insofern waren Fransen auch in Ordnung.
Allerdings äußerte Bella dann tatsächlich einen Wunsch... abends sollte ja der Ball statt finden, und sie beorderte den Figaro in den Palast. Sie wollte zu diesem Anlaß die Frisur tragen, von der sie geträumt hatte.
Eine weitere halbe Stunde später war sie endlich fertig. Sie bezahlte und machte sich auf den Weg zur Kathedrale, die sie unbedingt von innen besichtigen wollte. Die Waräger begleiteten sie dienstbeflissen.
Ehrfürchtig betrat sie das Gotteshaus und konnte die ganze Großartigkeit des Kirchenraumes nicht von ihrem Standpunkt allein erfassen. Dieser mußte durchschritten werden, um seine Vielgestalt, das Ineinanderwogen der Raumteile, zu erleben. Auffallend war der Blick vom Mittelschiff zum Hauptaltar: Da waren zunächst die weit vorkragenden schweren Gesimse, deren bewegtes Band in vielfältigen Verkröpfungen den Hauptraum umschloß und zugleich in anliegende Räume hinwies. Getragen wurde das wuchtige Gewölbe von Pfeilern mit vorgesetzten Pilastern. Der Raum wurde überwölbt von breiten Gurtbogen, über denen erdenfern die Kuppel thronte. Plastischer Schmuck und farbenfreudige Deckengemälde, deren Darstellungen die Decke gleichsam aufhoben, vollendeten die Wirkung.
Bella konnte eigentlich gut skizzieren, aber hier war sie überfordert. Es war für sie ein Ding der Unmöglichkeit die gesamte Pracht auf Pergament zu bringen.
Mit leichtem Bedauern verließ sie die Kathedrale wieder und schlug den Weg zum Friedhof ein. Dort setzte sie sich auf eine steinerne Bank. Sie betrachtete diese Idylle, und ihre rechte Hand flog fast von selber über das Papier. Kurze Zeit später hatte sie eine wunderschöne Kreide-Skizze mit den Grabsteinen, dem schmiede-eisernen Zaun und ein paar alten Bäumen.
Eigentlich wollte sie Jule ein Bild schenken, aber dieses hier wäre zu makaber. Nicht in der Situation, in der sich die Elfe gerade befand. Bella kicherte, als sie daran dachte, wie das von der Freundin aufgefaßt werden würde. Aber sie war sich sicher, dass noch weitere Skizzen folgen würden, mit weniger heiklen Darstellungen.
Zufrieden wanderte sie zum Palast zurück, wieder von ihren Wachen flankiert. An diese würde sie sich auch noch gewöhnen.
Modifié par Bellandyrs, 29 mars 2010 - 08:32 .
#1022
Posté 29 mars 2010 - 08:41
Nachdem Elthras von Avalos zum normalen Wachdienst Strafversetzt wurde meldete er sich beim Hauptmann in der Kaserne.Er betrat die Kaserne und ging geraden Schrittes auf den Hauptmann zu.
"Melde mich auf den Befehl des Barden Avalos zum Wachdienst, Hauptmann."
"Hmm."Der Hauptmann beäugte ihn streng und angewiedert und strich währenddessen über seinen Bart."Warum sollte ich eine unfähige Wache brauchen,die nicht einmal eine simple Aufgabe bewältigen kann die ich ihr stelle.Kannst du mir das mal sagen,junger Elf ?"
Elthras überkam bei diesen Worten eine gewisse Wut.Egal wie sehr er sich verdient gemacht hatte als Wache,so war er immer nur ein Elf geblieben.Sein Gesichtsausdruck änderte sich.Er runzelte leicht die Stirn und biss sich auf die Unterlippe.So als wolle er sich bemühen nicht in Zorn zu verfallen.
Nachdem Elthras den Hauptmann nicht antwortete ergriff dieser das Wort.
"Nun gut.Ich habe sowieso keine Wahl.Du übernimmst Morgen den Wachdienst am Haupttor!"
"Jawohl,Hauptmann" antwortete Elthras.
Als Elthras kehrt machte um die Kaserne zu verlassen rief ihn der Hauptmann hinterher:"Komm nicht zu spät zum Dienst! Sonst sitzt du früher als du denkst wieder im Gesindeviertel"
Elthras blieb stehen und drehte den Kopf leicht in Richtung des Hauptmanns und blickte ihn mit grimmiger Miene an.Dann verliess er die Kaserne.
Elthras stand vor der Kaserne und dachte an Jule.Die Worte des Hauptmanns haben ihn zum nachdenken gebracht.Er hatte bei einer einfachen Aufgabe versagt.Was wäre wenn er Jule`s Schrei nicht gehört hätte ?Er machte sich Vorwürfe.
"Ich hätte bei ihr bleiben sollen."Das waren seine einzigen Gedanken zu diesen Zeitpunkt.Selbst die Worte Avalos drangen nun nicht zu ihn vor.
Er beschloss seinen Fehler wieder gut zu machen.
Er machte sich geraden Wegs in die Stadt auf.Ins Gesindeviertel.
Im Gesindeviertel lebten ausschließlich Elfen.Viele von ihnen kannten Elthras.Denn er war im gewissen Maße bei ihnen berühmt.Die erste elfische Wache in Fellremnon.Viele Elfen kommen deswegen ein ums andere zu Elthras und bitten ihn um Hilfe.Meist bei Problemen mit anderen Wachen,die Elfen hassen.Aber auch bei kleineren Streitigkeiten untereinander.
Als er die Tore durchschritt kam ihn ein kleiner Windstoß entgegen und brachte seine dunklen,langen Zöpfe durcheinander die in sein Gesicht flogen.Er richtete sich die Haare und roch den unverwechselbaren Geruch des Gesindeviertel der seine Nüster erfüllte.
Gleich darauf kam ihn eine Schar Kinder entgegen,die ihn Freude strahlend ansahen.
"Hallo Elthras du warst aber lange nicht mehr hier.Wo warst du denn so lange" sagte ein kleines Elfisches Mädchen.
"Ich hatte viel zu tun.Du weißt ja:Eine Wache ist immer im Dienst."dabei strahlte Elthras und lächelte aus vollen Herzen und kniff dabei seine grünen Augen ein bisschen zusammen.Nur hier war er wirklich er selbst.Unter seines gleichen.Unter seinen Volk.
Er streichelte den kleinen Mädchen den Kopf und gab ihr 10 Sovereigns und sagte:"Hier nimm Shiala! Gib es deinen Eltern! Und kauf dir auch etwas davon!
Mit diesen Worten umarmte Shiala Elthras.Auch wenn sie gerade mal so groß war um sein Becken umarmen zu können.
"Danke Elthras.Mach ich.Und lass dich öfter mal wieder bei uns sehen.Dann spielen wir was.Ja?
"Ja,versprochen"
Daraufhin lief Shiala mit ihren Freunden wieder weg.Nach Hause.
Elthras setzte seinen Weg durch das Gesindviertel fort,begrüßte hier und da ein paar Freunde und erkundigte sich nach ihren Befinden.
Als er dann schließlich eine dunkle enge Gasse erreichte,die so gut wie niemand kannte,war er seinen Ziel nahe.Er durchschritt die Gasse und kam zu einer alten,vergammelten Tür.Elthras klopfte drei mal stark und ging dann hinein.
Er betrat einen kleinen Raum kaum größer als eine Zelle in einen Gefängnis und zwei mal so dunkel.Nur eine Kerze,die auf einen Teller stand, brannte auf einen Hocker im Raum.
Elthras wartete kurz und sagte dann:"Celdrian?"
Mit diesen Wort gingen ein paar weitere Kerzen im Raum an und erhellten ihn,sodass Elthras einen alten Mann erspähen konnte der etwas gebückt auf einen alten Bett sitzt.
"Elthras.Es ist eine Weile her,seit dem du mich das Letzte mal besucht hast." Der alte sprach diese Worte so als ob er sie etwas doppel deutig meinte.So als ob er Elthras für seine lange Abwesenheit schelten wollte.
Elthras sah,wie von Scham getrieben,kurz auf den Boden und erhao dann wieder seinen Kopf.
"Verzeih mir Celdrian!"
"Nun Gut setz dich!" Elthras setzte sich auf einen Hocker gegenüber den Bett, auf den Celdrian,der alte Elf sitzt,und fallte seine Hände."Was führt dich zu mir? Ich glaube nicht,dass du so einen langen Weg zurück gelegt hast nur um ein paar Geschichten über die Dalish zu hören."
Elthras sengte den Kopf und sah auf den schmutzigen Boden des Raumes."So ist es.Ich bin hier um euch um etwas zu bitten."
"Celdrian beäugte ihn dann sagte er:"Was ist es um das du mich bitten willst?"
Elthras hob den Kopf und sah den alten Elf in die Augen,die schon einen Teil ihres Glanzes verloren hatten und zu erblinden begannen, und sagte:"Ich bräuchte eure Hilfe.Eine ....Freundin von mir ist schwer verletzt worden.Und ich befürchte,dass sie ohne euer zu tun wohl für eine Weile sehr leiden wird.Könntet ihr euer können einsetzen um ihr zu helfen ?"
Mit diesen Worten stand der alte Elf auf wobei seine überaus langen,gepflochtenen Haare ihre ganze Länge offenbarten.Sie reichten bis weit über seinen Rücken hinaus.Er ging zur Tür und verschloss sie.Er drehte sich um und sagte mi ruhuger Stimme:"Elthras du weißt doch,das ich Niemanden außerhalb unseres Volkes helfe.Warum sollte ich dir diesen Wunsch erfüllen ?"
Elthras stand auf und sagte:"Aber sie ist auch eine Elfin und ....und es ist meine Schuld das sie verletzt wurde.Siew liegt nun verletzt im Palast des Königs.Ich bitte euch Celdrian.Helft ihr!"
"Auch wenn sie eine Elfin ist,ist sie noch lange nicht von unseren Volk.Vom Volk der Dalish.So jemanden kann ich nicht helfen."Mit diesen Worten setzte sich der alte Elf wieder aufs Bett.
Elthras stand noch immer im Raum.Nach einer kurzen Gedenkpause Sagte er mit leiser Stimme:"Dann tut es mir Leid,dass ich euch gestört habe Hüter."
Daraufhin entriegelte Elthras die Tür und verließ den kleinen Raum.Er betrat die dunkle Gasse und blieb kurz stehen.
Er dachte wirklich Celdrian könnte ihn helfen.Doch so sehr er gehofft hatte,dass er es tun würde so wusste er schon die Antwort auf seine Bitte.
Er ging zurück zum Eingang des Gesindeviertels.Und wollte es gerade verlassen als er Celdrian an den schweren Toren des Gesindeviertels erspähte.Elthras ging auf ihn zu und Celdrian sagte:"Nun gut.Wenn es dir so viel bedeutet.Werde ich deiner Freundin helfen.Die Dalish zahlen ihre Schulden immer zurück.Und So werde ich nun die Deine begleichen.
Danach hielt er Elthras seine Hand entgegen und sagte:"Würdest du mir den Weg weisen? Meine Augen sind nicht mehr die gleichen wie vor 30 Jahren.Mit diesen Worten nahm Elthras Celdrians Hand und führte ihn durch die Stadt,zum Palast und zu Jules Zimmer.
Nach einen langen beschwerlichen Weg kamen die Beiden in früher Morgenstund am Palast an und gingen auf direkten Weg zu Jules Gemach.Dort angekommen kloppfte Elthras leise an der Tür.Und öffnete die Tür.
Jule schlief noch.Elthras schubste sie etwas an um sie zu wecken.....
"Melde mich auf den Befehl des Barden Avalos zum Wachdienst, Hauptmann."
"Hmm."Der Hauptmann beäugte ihn streng und angewiedert und strich währenddessen über seinen Bart."Warum sollte ich eine unfähige Wache brauchen,die nicht einmal eine simple Aufgabe bewältigen kann die ich ihr stelle.Kannst du mir das mal sagen,junger Elf ?"
Elthras überkam bei diesen Worten eine gewisse Wut.Egal wie sehr er sich verdient gemacht hatte als Wache,so war er immer nur ein Elf geblieben.Sein Gesichtsausdruck änderte sich.Er runzelte leicht die Stirn und biss sich auf die Unterlippe.So als wolle er sich bemühen nicht in Zorn zu verfallen.
Nachdem Elthras den Hauptmann nicht antwortete ergriff dieser das Wort.
"Nun gut.Ich habe sowieso keine Wahl.Du übernimmst Morgen den Wachdienst am Haupttor!"
"Jawohl,Hauptmann" antwortete Elthras.
Als Elthras kehrt machte um die Kaserne zu verlassen rief ihn der Hauptmann hinterher:"Komm nicht zu spät zum Dienst! Sonst sitzt du früher als du denkst wieder im Gesindeviertel"
Elthras blieb stehen und drehte den Kopf leicht in Richtung des Hauptmanns und blickte ihn mit grimmiger Miene an.Dann verliess er die Kaserne.
Elthras stand vor der Kaserne und dachte an Jule.Die Worte des Hauptmanns haben ihn zum nachdenken gebracht.Er hatte bei einer einfachen Aufgabe versagt.Was wäre wenn er Jule`s Schrei nicht gehört hätte ?Er machte sich Vorwürfe.
"Ich hätte bei ihr bleiben sollen."Das waren seine einzigen Gedanken zu diesen Zeitpunkt.Selbst die Worte Avalos drangen nun nicht zu ihn vor.
Er beschloss seinen Fehler wieder gut zu machen.
Er machte sich geraden Wegs in die Stadt auf.Ins Gesindeviertel.
Im Gesindeviertel lebten ausschließlich Elfen.Viele von ihnen kannten Elthras.Denn er war im gewissen Maße bei ihnen berühmt.Die erste elfische Wache in Fellremnon.Viele Elfen kommen deswegen ein ums andere zu Elthras und bitten ihn um Hilfe.Meist bei Problemen mit anderen Wachen,die Elfen hassen.Aber auch bei kleineren Streitigkeiten untereinander.
Als er die Tore durchschritt kam ihn ein kleiner Windstoß entgegen und brachte seine dunklen,langen Zöpfe durcheinander die in sein Gesicht flogen.Er richtete sich die Haare und roch den unverwechselbaren Geruch des Gesindeviertel der seine Nüster erfüllte.
Gleich darauf kam ihn eine Schar Kinder entgegen,die ihn Freude strahlend ansahen.
"Hallo Elthras du warst aber lange nicht mehr hier.Wo warst du denn so lange" sagte ein kleines Elfisches Mädchen.
"Ich hatte viel zu tun.Du weißt ja:Eine Wache ist immer im Dienst."dabei strahlte Elthras und lächelte aus vollen Herzen und kniff dabei seine grünen Augen ein bisschen zusammen.Nur hier war er wirklich er selbst.Unter seines gleichen.Unter seinen Volk.
Er streichelte den kleinen Mädchen den Kopf und gab ihr 10 Sovereigns und sagte:"Hier nimm Shiala! Gib es deinen Eltern! Und kauf dir auch etwas davon!
Mit diesen Worten umarmte Shiala Elthras.Auch wenn sie gerade mal so groß war um sein Becken umarmen zu können.
"Danke Elthras.Mach ich.Und lass dich öfter mal wieder bei uns sehen.Dann spielen wir was.Ja?
"Ja,versprochen"
Daraufhin lief Shiala mit ihren Freunden wieder weg.Nach Hause.
Elthras setzte seinen Weg durch das Gesindviertel fort,begrüßte hier und da ein paar Freunde und erkundigte sich nach ihren Befinden.
Als er dann schließlich eine dunkle enge Gasse erreichte,die so gut wie niemand kannte,war er seinen Ziel nahe.Er durchschritt die Gasse und kam zu einer alten,vergammelten Tür.Elthras klopfte drei mal stark und ging dann hinein.
Er betrat einen kleinen Raum kaum größer als eine Zelle in einen Gefängnis und zwei mal so dunkel.Nur eine Kerze,die auf einen Teller stand, brannte auf einen Hocker im Raum.
Elthras wartete kurz und sagte dann:"Celdrian?"
Mit diesen Wort gingen ein paar weitere Kerzen im Raum an und erhellten ihn,sodass Elthras einen alten Mann erspähen konnte der etwas gebückt auf einen alten Bett sitzt.
"Elthras.Es ist eine Weile her,seit dem du mich das Letzte mal besucht hast." Der alte sprach diese Worte so als ob er sie etwas doppel deutig meinte.So als ob er Elthras für seine lange Abwesenheit schelten wollte.
Elthras sah,wie von Scham getrieben,kurz auf den Boden und erhao dann wieder seinen Kopf.
"Verzeih mir Celdrian!"
"Nun Gut setz dich!" Elthras setzte sich auf einen Hocker gegenüber den Bett, auf den Celdrian,der alte Elf sitzt,und fallte seine Hände."Was führt dich zu mir? Ich glaube nicht,dass du so einen langen Weg zurück gelegt hast nur um ein paar Geschichten über die Dalish zu hören."
Elthras sengte den Kopf und sah auf den schmutzigen Boden des Raumes."So ist es.Ich bin hier um euch um etwas zu bitten."
"Celdrian beäugte ihn dann sagte er:"Was ist es um das du mich bitten willst?"
Elthras hob den Kopf und sah den alten Elf in die Augen,die schon einen Teil ihres Glanzes verloren hatten und zu erblinden begannen, und sagte:"Ich bräuchte eure Hilfe.Eine ....Freundin von mir ist schwer verletzt worden.Und ich befürchte,dass sie ohne euer zu tun wohl für eine Weile sehr leiden wird.Könntet ihr euer können einsetzen um ihr zu helfen ?"
Mit diesen Worten stand der alte Elf auf wobei seine überaus langen,gepflochtenen Haare ihre ganze Länge offenbarten.Sie reichten bis weit über seinen Rücken hinaus.Er ging zur Tür und verschloss sie.Er drehte sich um und sagte mi ruhuger Stimme:"Elthras du weißt doch,das ich Niemanden außerhalb unseres Volkes helfe.Warum sollte ich dir diesen Wunsch erfüllen ?"
Elthras stand auf und sagte:"Aber sie ist auch eine Elfin und ....und es ist meine Schuld das sie verletzt wurde.Siew liegt nun verletzt im Palast des Königs.Ich bitte euch Celdrian.Helft ihr!"
"Auch wenn sie eine Elfin ist,ist sie noch lange nicht von unseren Volk.Vom Volk der Dalish.So jemanden kann ich nicht helfen."Mit diesen Worten setzte sich der alte Elf wieder aufs Bett.
Elthras stand noch immer im Raum.Nach einer kurzen Gedenkpause Sagte er mit leiser Stimme:"Dann tut es mir Leid,dass ich euch gestört habe Hüter."
Daraufhin entriegelte Elthras die Tür und verließ den kleinen Raum.Er betrat die dunkle Gasse und blieb kurz stehen.
Er dachte wirklich Celdrian könnte ihn helfen.Doch so sehr er gehofft hatte,dass er es tun würde so wusste er schon die Antwort auf seine Bitte.
Er ging zurück zum Eingang des Gesindeviertels.Und wollte es gerade verlassen als er Celdrian an den schweren Toren des Gesindeviertels erspähte.Elthras ging auf ihn zu und Celdrian sagte:"Nun gut.Wenn es dir so viel bedeutet.Werde ich deiner Freundin helfen.Die Dalish zahlen ihre Schulden immer zurück.Und So werde ich nun die Deine begleichen.
Danach hielt er Elthras seine Hand entgegen und sagte:"Würdest du mir den Weg weisen? Meine Augen sind nicht mehr die gleichen wie vor 30 Jahren.Mit diesen Worten nahm Elthras Celdrians Hand und führte ihn durch die Stadt,zum Palast und zu Jules Zimmer.
Nach einen langen beschwerlichen Weg kamen die Beiden in früher Morgenstund am Palast an und gingen auf direkten Weg zu Jules Gemach.Dort angekommen kloppfte Elthras leise an der Tür.Und öffnete die Tür.
Jule schlief noch.Elthras schubste sie etwas an um sie zu wecken.....
#1023
Posté 29 mars 2010 - 09:05
Der Mond war wolkenverhangen, das Firmament so schwarz wie die Leere selbst, und der Horizont mit dunklen Gedanken und Vorahnungen erfüllt.
Sein Fenster stand offen. Eine kalte Brise bauschte die Vorhänge aus Leinen auf, spielte mit ihnen im beständigen Luftstrom.
Ob dieser kalte Lufthauch wohl ein Bote der nahenden Sturmfront war?
Avalos stützte sich auf den kalten Stein seiner Fensterballustrade.
Von hier aus konnte er die Lichter der Sadt beobachten, wie sie erschienen und erloschen.
Jedes LIcht, ein Lebenslicht? Sollte er Reue empfinden, für die vielen Lichter, die er gelöscht hatte? Sollte er Wiedergutmachung leisten, versuchen, wahrhaft Gutes zu tun um zu sühnen?
Seine Hände ballten sich zu Fäusten. Das geschärzte Leder knirschte leise under dem Druck.
Nein. Reue war Schwäche. Nur Stärke und Entschlossenheit waren in dieser Welt wichtig, die es galt mit der Klinge und dem Schwert zu erziehen. Und absoluter Wille, sich durchzusetzen, gegen egal welche Widerstände.
Nein. Nicht um jeden Preis. Aber es gab nur einen, für den er innegehalten hätte.
Aber Asche im Wind....
Sein ruheloser Geist trieb ihn immer weiter. Keine Zeit zum Rasten, keine Zeit zum schlafen, keine Zeit zum atmen, keine Zeit zum Innehalten.
Er seufzte leise und schwang sich über die Ballustrade in die Tiefe.
Für ein paar Sekunden genoss er den Fall, den Wind, der ihm in den Ohren pfiff.
Dann packte er einen hervorstehenden Wasserspeier, hielt seinen freien Fall abrupt auf und zog sich an die Schlossmauer.
Fast 12 Meter lagen jetzt zwischen ihm und seinem Fenster.
Der kalte Winde zerrte an seinem Umhang, und trotzdem genoß er ihn. Er schien ihm den Kopf freizuwehen, seine Gedanken zu klären.
Er hangelte sich an der reich verzierten Fassade hinunter, bis auf Höhe des zweiten Stocks.
Mit einer eleganten Drehung landete er auf einem Fensterbrett, das nur wenige Zentimeter breiter war als beide Stiefel nebeneinander.
Jules Gemach.
Die Waräger saßen an einem kleinem Tisch und spielten Karten. Ein flackerndes Öllicht spendete nur wenig Licht, aber für ihr Kartenspiel schien es zu reichen.
Die Elfe schien zu schlafen. Ihr Gesicht wirkte ausgezehrt, so sehr sie das auch verneinen würde. An dieser Verletzung würde sie noch lange zu tragen haben.
Vielleicht konnte man die Wundheilung der oberflächlichen Verletzungen mit Magie beschleunigen... Aber die inneren Verletzungen würde sie nnormal auskurieren müssen. Magie drang nicht bis zu den Organen vor, außer sie war destruktiver Natur.
Ohne einen Laut verschwand er wieder an der Fassade.
Weiter links von ihm lag Bellandrys Zimmer. Alles dunkel. Schlaf der Seligen.
Irgendwo aus seinem Geist stiegen Bilder und Gedanken hervor. Ein ähnliches Schloss, ein gleiches Fenster, ein anderer Bewohner. Ein Bewohner, dessen Lebenslicht durch seine Hand gelöscht wurde. Wie so viele, in dieser unseligen Nacht vor so langer Zeit.
Kopfschüttelnd wandte er sich ab und balancierte mit spielerischer Leichtigkeit auf einem Sims.
Die nächtliche Klettertour spülte die belastenden Gedanken des Tages aus seinem Geist, er fühlte sich frei...und tödlich lebendig.
In Gedanken versunken überließ er gänzlich seinem Unterbewußtsein die Kontrolle über diese lebensgefährliche Kletterpartie an der Schlossfassade.
Doch dann hielt er inne. Vor ihm ragte noch ein Fenster auf.
Winzige Lichtschimmer fielen durch das dicke Bleiglas.
Er ging auf dem schmalen Fenstersims in die Hocke und spähte hinein.
Eine einzelne Kerze. Die Flamme flackerte nicht; Sie strahlte Wärme und Helligkeit aus, lud ihn zu sich ein, sich zu setzen und sich an ihr zu erfreuen. Widerstreitende Emotionen.
Auf einem Stuhl, leicht zusammengesunken, den Kopf in den Armen auf dem Tisch der Kerze vergraben, saß Lyna.
Oder döste viel mehr.
Ihre Augen waren zwar geöffnet, aber blicklos. Ein verträumtes Lächeln umspielte ihre Lippen.
Avalos betrachtete sie eingehend und fühlte einen Stich. Eine Sorte Schmerz, die niemals verging. Wehmut. Sehnsucht. und der Hass, der damit verbunden war.
Egal, was er glaubte in hr zu sehen, Lyna war nicht sie. Egal, was seine immer noch blutende Seele, zumindest das, was davon noch geblieben war, versuchte ihm einzureden.
Aber der unbändige Hass war real.
Nur der Hass war ihm geblieben, als letzte und vorallem stärkte Emotion, wenn er an sie dachte. Nicht sie hasste er, sondern die, die ihren Tod verschuldeten...
Dieser Hass war seine Waffe, ein unüberwindbares Bollwerk gegen jeglichen Zweifel, was seine Bestimmung anbelangte.
Er sprang behende wie eine Katze vom Sims, krallte sich an an eine Efeuranke und kletterte hinab.
Schließlich verschluckte ihn die Dunkelheit.
Sein Fenster stand offen. Eine kalte Brise bauschte die Vorhänge aus Leinen auf, spielte mit ihnen im beständigen Luftstrom.
Ob dieser kalte Lufthauch wohl ein Bote der nahenden Sturmfront war?
Avalos stützte sich auf den kalten Stein seiner Fensterballustrade.
Von hier aus konnte er die Lichter der Sadt beobachten, wie sie erschienen und erloschen.
Jedes LIcht, ein Lebenslicht? Sollte er Reue empfinden, für die vielen Lichter, die er gelöscht hatte? Sollte er Wiedergutmachung leisten, versuchen, wahrhaft Gutes zu tun um zu sühnen?
Seine Hände ballten sich zu Fäusten. Das geschärzte Leder knirschte leise under dem Druck.
Nein. Reue war Schwäche. Nur Stärke und Entschlossenheit waren in dieser Welt wichtig, die es galt mit der Klinge und dem Schwert zu erziehen. Und absoluter Wille, sich durchzusetzen, gegen egal welche Widerstände.
Nein. Nicht um jeden Preis. Aber es gab nur einen, für den er innegehalten hätte.
Aber Asche im Wind....
Sein ruheloser Geist trieb ihn immer weiter. Keine Zeit zum Rasten, keine Zeit zum schlafen, keine Zeit zum atmen, keine Zeit zum Innehalten.
Er seufzte leise und schwang sich über die Ballustrade in die Tiefe.
Für ein paar Sekunden genoss er den Fall, den Wind, der ihm in den Ohren pfiff.
Dann packte er einen hervorstehenden Wasserspeier, hielt seinen freien Fall abrupt auf und zog sich an die Schlossmauer.
Fast 12 Meter lagen jetzt zwischen ihm und seinem Fenster.
Der kalte Winde zerrte an seinem Umhang, und trotzdem genoß er ihn. Er schien ihm den Kopf freizuwehen, seine Gedanken zu klären.
Er hangelte sich an der reich verzierten Fassade hinunter, bis auf Höhe des zweiten Stocks.
Mit einer eleganten Drehung landete er auf einem Fensterbrett, das nur wenige Zentimeter breiter war als beide Stiefel nebeneinander.
Jules Gemach.
Die Waräger saßen an einem kleinem Tisch und spielten Karten. Ein flackerndes Öllicht spendete nur wenig Licht, aber für ihr Kartenspiel schien es zu reichen.
Die Elfe schien zu schlafen. Ihr Gesicht wirkte ausgezehrt, so sehr sie das auch verneinen würde. An dieser Verletzung würde sie noch lange zu tragen haben.
Vielleicht konnte man die Wundheilung der oberflächlichen Verletzungen mit Magie beschleunigen... Aber die inneren Verletzungen würde sie nnormal auskurieren müssen. Magie drang nicht bis zu den Organen vor, außer sie war destruktiver Natur.
Ohne einen Laut verschwand er wieder an der Fassade.
Weiter links von ihm lag Bellandrys Zimmer. Alles dunkel. Schlaf der Seligen.
Irgendwo aus seinem Geist stiegen Bilder und Gedanken hervor. Ein ähnliches Schloss, ein gleiches Fenster, ein anderer Bewohner. Ein Bewohner, dessen Lebenslicht durch seine Hand gelöscht wurde. Wie so viele, in dieser unseligen Nacht vor so langer Zeit.
Kopfschüttelnd wandte er sich ab und balancierte mit spielerischer Leichtigkeit auf einem Sims.
Die nächtliche Klettertour spülte die belastenden Gedanken des Tages aus seinem Geist, er fühlte sich frei...und tödlich lebendig.
In Gedanken versunken überließ er gänzlich seinem Unterbewußtsein die Kontrolle über diese lebensgefährliche Kletterpartie an der Schlossfassade.
Doch dann hielt er inne. Vor ihm ragte noch ein Fenster auf.
Winzige Lichtschimmer fielen durch das dicke Bleiglas.
Er ging auf dem schmalen Fenstersims in die Hocke und spähte hinein.
Eine einzelne Kerze. Die Flamme flackerte nicht; Sie strahlte Wärme und Helligkeit aus, lud ihn zu sich ein, sich zu setzen und sich an ihr zu erfreuen. Widerstreitende Emotionen.
Auf einem Stuhl, leicht zusammengesunken, den Kopf in den Armen auf dem Tisch der Kerze vergraben, saß Lyna.
Oder döste viel mehr.
Ihre Augen waren zwar geöffnet, aber blicklos. Ein verträumtes Lächeln umspielte ihre Lippen.
Avalos betrachtete sie eingehend und fühlte einen Stich. Eine Sorte Schmerz, die niemals verging. Wehmut. Sehnsucht. und der Hass, der damit verbunden war.
Egal, was er glaubte in hr zu sehen, Lyna war nicht sie. Egal, was seine immer noch blutende Seele, zumindest das, was davon noch geblieben war, versuchte ihm einzureden.
Aber der unbändige Hass war real.
Nur der Hass war ihm geblieben, als letzte und vorallem stärkte Emotion, wenn er an sie dachte. Nicht sie hasste er, sondern die, die ihren Tod verschuldeten...
Dieser Hass war seine Waffe, ein unüberwindbares Bollwerk gegen jeglichen Zweifel, was seine Bestimmung anbelangte.
Er sprang behende wie eine Katze vom Sims, krallte sich an an eine Efeuranke und kletterte hinab.
Schließlich verschluckte ihn die Dunkelheit.
#1024
Guest_Juleiila_*
Posté 30 mars 2010 - 01:04
Guest_Juleiila_*
Jule wurde wieder mal aus einem ihrer schöneren Träume gerissen. Immer wenn sie von etwas gutem Träumte,
von ihrer Familie oder ihrem Verlobten, dann wurde sie gestört. Mit einem leichten Seufzer wollte sie aufwachen, doch das Schmerzmittel verlor an Wirkung. Jule spürte wieder diese Stechen und Pochen in ihrer Magengegend. Ihre Rippen taten ebenfalls weh, und sie fühlten sich nicht an als wären sie wieder zusammen gewachsen.
Erstmal kniff Jule ihre Augen fest zusammen, und dann öffnete sie sie. Neben ihr standen Elthras, der immer noch einen mitleidenden Blick drauf hatte, aber auch ein Neues Gesicht. Er sah aus wie ein älterer Dalish, ein alter weißer Mann der schon fast erblindet war. Während der alte Mann sich öfter durch den Bart fuhr, musterte er Jule. Von oben bis unten blickte er sie an. Und Jule warf ihm einen fragenden Blick zu und drehte sich
dann zu Elthras.
„Was geht hier vor?“ wollte Jule wissen, doch zum Antworten kam Elthras nicht, denn der weiße Mann
schritt ein. „Ich bin hier um einem Freund einen gefallen zu tun, und eure Genesung ein wenig zu beschleunigen.“
„Ehm, alles klar.“ sagte Jule nur. Sie hoffte das der Mann auch das richtige tat, und ihr helfen würde. Einen Genesungsfortschritt würde Jule auf jeden Fall brauchen. So konnten sie eher wieder los ziehen, und vielleicht konnte Jule auch auf den Ball gehen. Sie könnte zwar nicht tanzen, oder sich derart bewegen, aber sie konnte an einem Tisch sitzen, Wein trinken, nobel Essen und den anderen beim Feiern zu schauen.
Elthras setzte sich mit dem Stuhl weiter weg, damit der Mann mehr platz hatte. Der Mann zog sanft die Decke runter. Dann holte er ein kleines Messer heraus, das aus Halla Horn geschnitzt war, und eine Klinge aus reinstem Silber hatte. Damit durchtrennte er den dicken Druckverband der um Jules Bauch gebunden war. „Hmm.“ sagte er als er die Wunde sah, und um sie herum tastete. Jule biss die Zähne zusammen denn schmerzlos verlief es nicht gerade. Dann stellte der man sich aufrecht, und hob seine beiden Hände über die Wunde. Während er seine Augen schloss und einen Vers aussprach „Cúrate la herida, Cúrate la herida.“ waren seine Hände von einem blauen Schimmer umgeben, der sich auf Jules Bauchwunde herab ließ. Jule hob den Kopf an um besser sehen zu können, was gerade passierte. Man konnte mitverfolgen wie sich das Fleisch und die Haut wieder zusammen fügten, und zum Schluss eine Narbe bildeten, die sich mit einem Radius von zwei Zentimetern um den Bauchnabel schloss.
Der Mann öffnete wieder seine Augen, und hielt sich die Hand an die Stirn. Solche Zauber kosteten ihn viel
Kraft. Er riss sich jedoch zusammen, und kramte in seiner Tasche. Er holte ein kleines Fläschchen heraus, und ging damit auf Jule zu. „Mehr kann ich nicht mehr für euch tun, jedoch ist die Wunde jetzt verschlossen, das dürfte euch enorm helfen. Hier noch ein Mittel gegen die Schmerzen, es wurde gemixt aus verschiedenen Kräutern, die
nur in den Marschen wachsen.“ Jule nahm das Fläschchen und trank es sofort, nachdem der Mann ihre Wunde verschlossen hatte vertraute sie ihm. Dann fügte er hinzu : „Ihr schwebt nicht mehr in Lebensgefahr, müsst jedoch acht geben, und euch noch etwas schonen. Falls eine eurer Rippen wieder bricht, könnte sie wieder mals eure Lunge treffen, und ich bezweifle das ihr das ein weiteres mal überleben werdet.“ Jule nickte ein paar mal und stotterte. „Ich..Ich danke euch …. wirklich sehr.“ und auch Elthras warf sie einen dankenden Blick zu, der darauf hin wieder ein fröhliches Lächeln auf dem Gesicht hatte. Dann begleitete er den alten weißen
Mann wieder hinaus.
Jule konnte sich endlich etwas aufrecht hinsetzen, wenn auch nur ein wenig. Sie wollte ihre Rippen nicht
belasten. Ihr Magen fing an zu knurren, und sie bekam richtigen Hunger. Sie schaute zu den Wachen und meinte. „Kann mir einer von euch vielleicht etwas zu essen bringen? Ein Kaffee, zwei Brote – eins mit Käse das andere mit Schinken, und ein paar Weintrauben wären nett.“ Eine der Wachen stand darauf hin auf, salutierte, und
verschwand aus dem Zimmer. Einige Zeit später kam er wieder, mit einem Tablett von essen was Jule bestellt hatte. Er ging auf sie zu und stellte das Tablett auf ihrem Schoß ab. „Danke“ sagte Jule, die Wache nickte nur und setzte sich wieder auf seinen Posten. Herzhaft biss sie in die Brote hinein, und aß. In letzter Zeit hatte
sie nicht oft Hunger, aber wenn dann richtig. Dann schlurfte sie noch genüsslich ihren Kaffee, der sie Munter stimmte.
von ihrer Familie oder ihrem Verlobten, dann wurde sie gestört. Mit einem leichten Seufzer wollte sie aufwachen, doch das Schmerzmittel verlor an Wirkung. Jule spürte wieder diese Stechen und Pochen in ihrer Magengegend. Ihre Rippen taten ebenfalls weh, und sie fühlten sich nicht an als wären sie wieder zusammen gewachsen.
Erstmal kniff Jule ihre Augen fest zusammen, und dann öffnete sie sie. Neben ihr standen Elthras, der immer noch einen mitleidenden Blick drauf hatte, aber auch ein Neues Gesicht. Er sah aus wie ein älterer Dalish, ein alter weißer Mann der schon fast erblindet war. Während der alte Mann sich öfter durch den Bart fuhr, musterte er Jule. Von oben bis unten blickte er sie an. Und Jule warf ihm einen fragenden Blick zu und drehte sich
dann zu Elthras.
„Was geht hier vor?“ wollte Jule wissen, doch zum Antworten kam Elthras nicht, denn der weiße Mann
schritt ein. „Ich bin hier um einem Freund einen gefallen zu tun, und eure Genesung ein wenig zu beschleunigen.“
„Ehm, alles klar.“ sagte Jule nur. Sie hoffte das der Mann auch das richtige tat, und ihr helfen würde. Einen Genesungsfortschritt würde Jule auf jeden Fall brauchen. So konnten sie eher wieder los ziehen, und vielleicht konnte Jule auch auf den Ball gehen. Sie könnte zwar nicht tanzen, oder sich derart bewegen, aber sie konnte an einem Tisch sitzen, Wein trinken, nobel Essen und den anderen beim Feiern zu schauen.
Elthras setzte sich mit dem Stuhl weiter weg, damit der Mann mehr platz hatte. Der Mann zog sanft die Decke runter. Dann holte er ein kleines Messer heraus, das aus Halla Horn geschnitzt war, und eine Klinge aus reinstem Silber hatte. Damit durchtrennte er den dicken Druckverband der um Jules Bauch gebunden war. „Hmm.“ sagte er als er die Wunde sah, und um sie herum tastete. Jule biss die Zähne zusammen denn schmerzlos verlief es nicht gerade. Dann stellte der man sich aufrecht, und hob seine beiden Hände über die Wunde. Während er seine Augen schloss und einen Vers aussprach „Cúrate la herida, Cúrate la herida.“ waren seine Hände von einem blauen Schimmer umgeben, der sich auf Jules Bauchwunde herab ließ. Jule hob den Kopf an um besser sehen zu können, was gerade passierte. Man konnte mitverfolgen wie sich das Fleisch und die Haut wieder zusammen fügten, und zum Schluss eine Narbe bildeten, die sich mit einem Radius von zwei Zentimetern um den Bauchnabel schloss.
Der Mann öffnete wieder seine Augen, und hielt sich die Hand an die Stirn. Solche Zauber kosteten ihn viel
Kraft. Er riss sich jedoch zusammen, und kramte in seiner Tasche. Er holte ein kleines Fläschchen heraus, und ging damit auf Jule zu. „Mehr kann ich nicht mehr für euch tun, jedoch ist die Wunde jetzt verschlossen, das dürfte euch enorm helfen. Hier noch ein Mittel gegen die Schmerzen, es wurde gemixt aus verschiedenen Kräutern, die
nur in den Marschen wachsen.“ Jule nahm das Fläschchen und trank es sofort, nachdem der Mann ihre Wunde verschlossen hatte vertraute sie ihm. Dann fügte er hinzu : „Ihr schwebt nicht mehr in Lebensgefahr, müsst jedoch acht geben, und euch noch etwas schonen. Falls eine eurer Rippen wieder bricht, könnte sie wieder mals eure Lunge treffen, und ich bezweifle das ihr das ein weiteres mal überleben werdet.“ Jule nickte ein paar mal und stotterte. „Ich..Ich danke euch …. wirklich sehr.“ und auch Elthras warf sie einen dankenden Blick zu, der darauf hin wieder ein fröhliches Lächeln auf dem Gesicht hatte. Dann begleitete er den alten weißen
Mann wieder hinaus.
Jule konnte sich endlich etwas aufrecht hinsetzen, wenn auch nur ein wenig. Sie wollte ihre Rippen nicht
belasten. Ihr Magen fing an zu knurren, und sie bekam richtigen Hunger. Sie schaute zu den Wachen und meinte. „Kann mir einer von euch vielleicht etwas zu essen bringen? Ein Kaffee, zwei Brote – eins mit Käse das andere mit Schinken, und ein paar Weintrauben wären nett.“ Eine der Wachen stand darauf hin auf, salutierte, und
verschwand aus dem Zimmer. Einige Zeit später kam er wieder, mit einem Tablett von essen was Jule bestellt hatte. Er ging auf sie zu und stellte das Tablett auf ihrem Schoß ab. „Danke“ sagte Jule, die Wache nickte nur und setzte sich wieder auf seinen Posten. Herzhaft biss sie in die Brote hinein, und aß. In letzter Zeit hatte
sie nicht oft Hunger, aber wenn dann richtig. Dann schlurfte sie noch genüsslich ihren Kaffee, der sie Munter stimmte.
Modifié par Juleiila, 30 mars 2010 - 01:10 .
#1025
Posté 30 mars 2010 - 08:26
Während des Heimwegs summte Bella vor sich hin. Sie war gut gelaunt, und die Sonnenstrahlen taten das ihre dazu, dass sie sich rundum wohl fühlte. Wann hatte sie zuletzt so einen unbeschwerten Morgen erlebt? Es mußte in Orzammar gewesen sein, bevor Avalos in ihr Leben trat.
Avalos ... wieder wanderten ihre Gedanken zu ihm. Eigentlich sollte sie sich den Kerl aus dem Kopf schlagen, es gab keinerlei Anzeichen dafür, dass er irgend etwas für sie empfand. Es konnte natürlich auch an ihrer Rasse liegen, aber so schätzte sie ihn nicht ein. Ihm wäre es egal, welche Herkunft man hatte. Wahrscheinlicher war, dass er seine damalige Liebe nicht vergessen konnte, und dieser Verlust noch immer wie ein giftiger Stachel in ihm saß. Wenn er sein Herz nochmal vergeben würde dann am ehesten noch an eine Frau, die der Erblichenen am ähnlichsten war. So wie sie den Schatten einschätzte, wäre das eine zierliche Frau, die zwar mutig war wenn es darauf ankam, aber ansonsten eher scheu in die Welt blickte. Bella blieb mitten im Laufen kurz stehen und runzelte die Stirn. Die Beschreibung paßte ja genau auf Lyna? Ein scheues Reh, welches die Beschützer-Instinkte weckte?
Ihre Leibgarde blieb ebenso stehen, und sie wäre beinah gegen einen der beiden gelaufen, in Gedanken versunken wie sie war. Sie lächelte die beiden entschuldigend an und ging dann weiter des Weges. Sich den Kopf über Avalos zu zerbrechen war eigentlich ein absolut sinnfreies Unterfangen.
Kurze Zeit später erreichten sie das Schloss und Bella wollte zu allererst nochmal nach Jule sehen. Sie war sehr erstaunt, dass die Freundin halb aufrecht in ihrem Bett saß und mit vollem Genuß ein Frühstück zu sich nahm.
"Jule" jauchzte sie auf. "Wie schön, dass Ihr wach seid! Wie geht es Euch? Aber Eurem Appetit nach zu urteilen recht gut?"
Jule berichtete in kurzen Sätzen, was geschehen war. Bella strahlte übers ganze Gesicht, sie freute sich sehr, dass die Freundin wenigstens oberflächlich wieder hergestellt war. Nachdem sie dem Tode nun nicht mehr nahe war, beschloß die Zwergin ihr doch die Skizze zu schenken.
"Ich war in der Stadt Jule, und wollte den Innenraum der Kathedrale malen. Ihr müßt sie Euch ansehen, wenn Ihr wieder voll hergestellt seid, sie ist einfach traumhaft. Zu phantastisch, um die ganzen Eindrücke skizzieren zu können, also bin ich auf den Friedhof gegangen. Dort ist ein Frieden und eine Ruhe zu spüren, beinahe als wäre man von der Welt abgeschottet, nur die Vögel hört man dort zwitschern, oder den Wind in den Blättern rauschen. Die Grabsteine sind zum Teil wirklich uralt und verwittert, es ist schwer zu beschreiben, also hab ich es gezeichnet... und wenn ihr das Bild mögt schenke ich es Euch. Aber bitte nicht falsch verstehen" grinste sie die Freundin an.
Sie rollte das Pergament auseinander und zeigte es Jule. Bella spürte beim Anblick nochmal den Frieden der sie überkam, als sie dort auf der Bank saß.
"Ich ziehe mich nun zurück, laß Euch noch ein wenig zu Kräften kommen. Außerdem dürften die Schneider auch bald auftauchen. Es freut mich wirklich sehr, dass Ihr wieder wohlauf seid!"
Mit diesen Worten drückte sie Jules Hand und ging dann in ihr eigenes Zimmer zurück.
Kaum hatte sie dort ihre Mal-Utensilien verstaut und sich aus ihrer Rüstung geschält, kamen die Schneider und paßten das Kleid an. Es war sogar ein wenig zu weit, und der Saum des Kleides mußte zwei Finger breit ausgelassen werden. Sie hatten Bellas Größe unterschätzt. Die Handschuhe und Stiefel hingegen paßten wunderbar.
Den Rest des Tages verbrachte sie damit, den Roman weiterzulesen, und sie war überrascht wie schnell die Zeit verflog. Am frühen Nachmittag klopfte der Figaro an der Tür und wurde erst eingelassen, nachdem die Wachen ihn gründlich durchsucht hatten. Der dunkel-äugige überwachte jeden Handgriff des Barbiers, und Bella wurde beinahe unheimlich unter dem Blick des Warägers. Welch glutvolle Augen! Eine leichte Röte überzog ihre Wangen, was ihr allerliebst zu Gesicht stand. Der Hinterkopf war mittlerweile mit vielen Haarnadeln hochgesteckt, und es lösten sich einige wenige Strähnchen aus den Befestigungen, die dann mit einem heißen Stab eingedreht wurden. Es sah ein wenig wild, aber auch verspielt aus. Als die beiden Korkenzieher-Locken vor den Ohren sich bis zu den Mundwinkeln drehten war die Frisur beinahe perfekt. Der Figaro befestigte neben dem Scheitel-Ansatz noch eine kleine silberne Spange. Darauf war eine Rosenknospe aus vielen kleinen, durchsichtigen, geschliffenen Steinchen angebracht, die das Licht brach. Bella war schlichtweg begeistert, genauso hatte sie sich ihre Frisur für den Abend vorgestellt.
Der Figaro verneigte sich vor ihr und nahm die Bezahlung entgegen. Bella entlohnte ihn großzügig.
Später kam eine Magd vorbei, die ein Tablett mit Kaffee und Obstkuchen dabei hatte. Bella setzte sich ans Fenster und verzehrte den Kuchen bis auf den letzten Krümel. Hin und wieder hatte so ein entspannter Tag durchaus seine Reize, allerdings war ihr etwas mulmig vor dem Abend. Was würde dieser wohl bringen? Der Traum fiel ihr ein, und sie wußte nicht, ob sie sich nun wünschen sollte, dass dieser in Erfüllung ging oder eher nicht. Was half es denn wenn Avalos sie küßte, und dabei an eine andere dachte? Rein gar nichts... wenn dann wollte sie, dass sie ihretwillen geküßt wurde. Und dafür standen die Chancen eher schlecht.
Sie wollte sich darüber auch nicht den Kopf zerbrechen. Der Abend war mit Sicherheit für einige Überraschungen gut, und sie würde auch viele neue Leute kennenlernen.
Die Schneider brachten das geänderte Kleid. Zeit, sich für den Abend herzurichten. Also nahm Bella ein entspannendes Bad, wo sie weiterlas. Es würde zwar dem Buch nicht unbedingt gut tun, über Wasserdampf gehalten zu werden, aber es gab nichts schöneres als in einer Wanne zu liegen und dabei zu lesen. In ihrem Waschzuber zu Hause konnte man solchem Vergnügen nicht frönen, dazu war der Bottich einfach zu klein.
Als sie sich abgetrocknet hatte schlüpfte sie in das Kleid, und es stand ihr tatsächlich ausgezeichnet. Der raffinierte Schnitt betonte ihr tadelloses Dekolete, die hohen Stiefel und der kurze Rock vorne ließen ihre schlanken Beine länger wirken als sie waren. Und dadurch dass der Rock wellenförmig fiel, wurde auch ihre Hüfte kaschiert.
Auch wenn Bella sich in Rüstung selbstsicherer fühlte - ein Blick in den Spiegel sagte ihr, dass sie absolut bezaubernd aussah, und sie mit jeder Adligen auf dem Ball heute Abend mithalten konnte.
Sie betonte noch ihre Augen, legte etwas Wangenrouge auf, allerdings nicht zuviel. Durch das Bad war ihr Teint ohnehin leicht gerötet, was ihr ein gesundes und strahlendes Aussehen gab. Ihre braunen Augen funkelten voller Vorfreude, und waren durch Wimperntusche, etwas dunklem Lidschatten und schwarzem Kohlestift optisch ein Blickfang. Etwas Lippenglanz, und sie war fertig. Zuletzt fand sie nach längerer Suche auch endlich ihren Lieblingsduft, nicht als Öl sondern tatsächlich als richtiges Parfum: Lavendel.... sie schnupperte. Irgend eine andere Duftnote erfrischte das sonst schwere Aroma. Es mußte irgendein Gewürz sein, denn alle anderen Blumen würden den Lavendel eher süsslicher wirken lassen. Thymian? Salbei? Rosmarin? Melisse? Endlich fiel es ihr ein: es war ein Hauch von Zitronen-Minze.
Sie tupfte sich den Duft auf Dekolete, Hals und Ohrläppchen und ein klein wenig ans Handgelenk. Hui, Parfum war um einiges intensiver als die Duftöle von zu Hause, aber zum Glück verflog der intensive Geruch relativ schnell, und nur noch die Hauptnote blieb als zarter Duft übrig. Im Bad hingegen roch es wie in einem Bordell.
Schnell ging sie in ihr Zimmer zurück, machte es sich wieder auf der Chaisenlongue bequem und las. Dazu trank sie ein Glas Wein und wartete auf den Abend.
Avalos ... wieder wanderten ihre Gedanken zu ihm. Eigentlich sollte sie sich den Kerl aus dem Kopf schlagen, es gab keinerlei Anzeichen dafür, dass er irgend etwas für sie empfand. Es konnte natürlich auch an ihrer Rasse liegen, aber so schätzte sie ihn nicht ein. Ihm wäre es egal, welche Herkunft man hatte. Wahrscheinlicher war, dass er seine damalige Liebe nicht vergessen konnte, und dieser Verlust noch immer wie ein giftiger Stachel in ihm saß. Wenn er sein Herz nochmal vergeben würde dann am ehesten noch an eine Frau, die der Erblichenen am ähnlichsten war. So wie sie den Schatten einschätzte, wäre das eine zierliche Frau, die zwar mutig war wenn es darauf ankam, aber ansonsten eher scheu in die Welt blickte. Bella blieb mitten im Laufen kurz stehen und runzelte die Stirn. Die Beschreibung paßte ja genau auf Lyna? Ein scheues Reh, welches die Beschützer-Instinkte weckte?
Ihre Leibgarde blieb ebenso stehen, und sie wäre beinah gegen einen der beiden gelaufen, in Gedanken versunken wie sie war. Sie lächelte die beiden entschuldigend an und ging dann weiter des Weges. Sich den Kopf über Avalos zu zerbrechen war eigentlich ein absolut sinnfreies Unterfangen.
Kurze Zeit später erreichten sie das Schloss und Bella wollte zu allererst nochmal nach Jule sehen. Sie war sehr erstaunt, dass die Freundin halb aufrecht in ihrem Bett saß und mit vollem Genuß ein Frühstück zu sich nahm.
"Jule" jauchzte sie auf. "Wie schön, dass Ihr wach seid! Wie geht es Euch? Aber Eurem Appetit nach zu urteilen recht gut?"
Jule berichtete in kurzen Sätzen, was geschehen war. Bella strahlte übers ganze Gesicht, sie freute sich sehr, dass die Freundin wenigstens oberflächlich wieder hergestellt war. Nachdem sie dem Tode nun nicht mehr nahe war, beschloß die Zwergin ihr doch die Skizze zu schenken.
"Ich war in der Stadt Jule, und wollte den Innenraum der Kathedrale malen. Ihr müßt sie Euch ansehen, wenn Ihr wieder voll hergestellt seid, sie ist einfach traumhaft. Zu phantastisch, um die ganzen Eindrücke skizzieren zu können, also bin ich auf den Friedhof gegangen. Dort ist ein Frieden und eine Ruhe zu spüren, beinahe als wäre man von der Welt abgeschottet, nur die Vögel hört man dort zwitschern, oder den Wind in den Blättern rauschen. Die Grabsteine sind zum Teil wirklich uralt und verwittert, es ist schwer zu beschreiben, also hab ich es gezeichnet... und wenn ihr das Bild mögt schenke ich es Euch. Aber bitte nicht falsch verstehen" grinste sie die Freundin an.
Sie rollte das Pergament auseinander und zeigte es Jule. Bella spürte beim Anblick nochmal den Frieden der sie überkam, als sie dort auf der Bank saß.
"Ich ziehe mich nun zurück, laß Euch noch ein wenig zu Kräften kommen. Außerdem dürften die Schneider auch bald auftauchen. Es freut mich wirklich sehr, dass Ihr wieder wohlauf seid!"
Mit diesen Worten drückte sie Jules Hand und ging dann in ihr eigenes Zimmer zurück.
Kaum hatte sie dort ihre Mal-Utensilien verstaut und sich aus ihrer Rüstung geschält, kamen die Schneider und paßten das Kleid an. Es war sogar ein wenig zu weit, und der Saum des Kleides mußte zwei Finger breit ausgelassen werden. Sie hatten Bellas Größe unterschätzt. Die Handschuhe und Stiefel hingegen paßten wunderbar.
Den Rest des Tages verbrachte sie damit, den Roman weiterzulesen, und sie war überrascht wie schnell die Zeit verflog. Am frühen Nachmittag klopfte der Figaro an der Tür und wurde erst eingelassen, nachdem die Wachen ihn gründlich durchsucht hatten. Der dunkel-äugige überwachte jeden Handgriff des Barbiers, und Bella wurde beinahe unheimlich unter dem Blick des Warägers. Welch glutvolle Augen! Eine leichte Röte überzog ihre Wangen, was ihr allerliebst zu Gesicht stand. Der Hinterkopf war mittlerweile mit vielen Haarnadeln hochgesteckt, und es lösten sich einige wenige Strähnchen aus den Befestigungen, die dann mit einem heißen Stab eingedreht wurden. Es sah ein wenig wild, aber auch verspielt aus. Als die beiden Korkenzieher-Locken vor den Ohren sich bis zu den Mundwinkeln drehten war die Frisur beinahe perfekt. Der Figaro befestigte neben dem Scheitel-Ansatz noch eine kleine silberne Spange. Darauf war eine Rosenknospe aus vielen kleinen, durchsichtigen, geschliffenen Steinchen angebracht, die das Licht brach. Bella war schlichtweg begeistert, genauso hatte sie sich ihre Frisur für den Abend vorgestellt.
Der Figaro verneigte sich vor ihr und nahm die Bezahlung entgegen. Bella entlohnte ihn großzügig.
Später kam eine Magd vorbei, die ein Tablett mit Kaffee und Obstkuchen dabei hatte. Bella setzte sich ans Fenster und verzehrte den Kuchen bis auf den letzten Krümel. Hin und wieder hatte so ein entspannter Tag durchaus seine Reize, allerdings war ihr etwas mulmig vor dem Abend. Was würde dieser wohl bringen? Der Traum fiel ihr ein, und sie wußte nicht, ob sie sich nun wünschen sollte, dass dieser in Erfüllung ging oder eher nicht. Was half es denn wenn Avalos sie küßte, und dabei an eine andere dachte? Rein gar nichts... wenn dann wollte sie, dass sie ihretwillen geküßt wurde. Und dafür standen die Chancen eher schlecht.
Sie wollte sich darüber auch nicht den Kopf zerbrechen. Der Abend war mit Sicherheit für einige Überraschungen gut, und sie würde auch viele neue Leute kennenlernen.
Die Schneider brachten das geänderte Kleid. Zeit, sich für den Abend herzurichten. Also nahm Bella ein entspannendes Bad, wo sie weiterlas. Es würde zwar dem Buch nicht unbedingt gut tun, über Wasserdampf gehalten zu werden, aber es gab nichts schöneres als in einer Wanne zu liegen und dabei zu lesen. In ihrem Waschzuber zu Hause konnte man solchem Vergnügen nicht frönen, dazu war der Bottich einfach zu klein.
Als sie sich abgetrocknet hatte schlüpfte sie in das Kleid, und es stand ihr tatsächlich ausgezeichnet. Der raffinierte Schnitt betonte ihr tadelloses Dekolete, die hohen Stiefel und der kurze Rock vorne ließen ihre schlanken Beine länger wirken als sie waren. Und dadurch dass der Rock wellenförmig fiel, wurde auch ihre Hüfte kaschiert.
Auch wenn Bella sich in Rüstung selbstsicherer fühlte - ein Blick in den Spiegel sagte ihr, dass sie absolut bezaubernd aussah, und sie mit jeder Adligen auf dem Ball heute Abend mithalten konnte.
Sie betonte noch ihre Augen, legte etwas Wangenrouge auf, allerdings nicht zuviel. Durch das Bad war ihr Teint ohnehin leicht gerötet, was ihr ein gesundes und strahlendes Aussehen gab. Ihre braunen Augen funkelten voller Vorfreude, und waren durch Wimperntusche, etwas dunklem Lidschatten und schwarzem Kohlestift optisch ein Blickfang. Etwas Lippenglanz, und sie war fertig. Zuletzt fand sie nach längerer Suche auch endlich ihren Lieblingsduft, nicht als Öl sondern tatsächlich als richtiges Parfum: Lavendel.... sie schnupperte. Irgend eine andere Duftnote erfrischte das sonst schwere Aroma. Es mußte irgendein Gewürz sein, denn alle anderen Blumen würden den Lavendel eher süsslicher wirken lassen. Thymian? Salbei? Rosmarin? Melisse? Endlich fiel es ihr ein: es war ein Hauch von Zitronen-Minze.
Sie tupfte sich den Duft auf Dekolete, Hals und Ohrläppchen und ein klein wenig ans Handgelenk. Hui, Parfum war um einiges intensiver als die Duftöle von zu Hause, aber zum Glück verflog der intensive Geruch relativ schnell, und nur noch die Hauptnote blieb als zarter Duft übrig. Im Bad hingegen roch es wie in einem Bordell.
Schnell ging sie in ihr Zimmer zurück, machte es sich wieder auf der Chaisenlongue bequem und las. Dazu trank sie ein Glas Wein und wartete auf den Abend.
Modifié par Bellandyrs, 31 mars 2010 - 07:26 .





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