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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#1101
Guest_Juleiila_*

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Einige Sekunden hatte Jule ihre Augen immer noch geschlossen. Langsam öffnete sie sie, als Elthras ihr übers Gesicht streichelte. Sie blickte ihm tief in seine Augen, und hielt seine Hand. War das eben wirklich passiert? Hatte Elthras sie wirklich geküsst? Jule schwebte im siebten Himmel, war verliebt und dachte im Moment auch nicht an Bella oder Lyna.

„Wow … Das war eben gerade ….. wunderschön.“ stammelte sie. Dann nahm sie seinen Kopf zwischen die Hände und küsste ihn nochmal zärtlich, und mit Gefühl. Dabei schloss sie wieder ihre Augen. Nach diesem langen Kuss stand sie auf. "Ich komme gleich wieder, ich möchte mir nur ein Glas Wein holen." sagte sie und ging in Richtung Balkon. Gerade als sie die Treppen rauf gehen wollte,  sah sie ihre Gefährten. Lyna die total verwirrt aussah, ein Zorniger Avalos, und die verzweifelte Bella. Das sah sie ihr an. Doch was war da passiert? Jule beschloss hinüber zu gehen, und nach zu Fragen. Als sie dann bei den anderen stand fragte sie. " Was war den hier los? Lyna ist alles in Ordnung?"

Modifié par Juleiila, 02 avril 2010 - 12:00 .


#1102
govi1

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Lyna atmete auf, als sich Bryan entfernt hatte. Ihr Handgelenk schmerzte, sie spürte immer noch seinen festen Handgriff auf der Haut. Doch allmählich verlangsamte sich ihr Puls, die Anwesenheit ihrer Freunde beruhigte sie. "Danke... habt Dank", murmelte sie, ihr Blick ruhte dabei auf Avalos. Sie war froh, dass er die Situation durch Humor entschärft hatte, anstatt gleich zu den Waffen zu greifen.



"Jule", sah sie sie überrascht an. "Ja, es ist alles in Ordnung. Es war wohl alles bloss... ein Missverständnis", versuchte sie überzeugend zu lächeln. Doch es wollte ihr nicht recht gelingen, dazu wirkte sie viel zu aufgelöst und verwirrt.



In diesem Moment trat eine Wache auf sie zu, hielt ihr einen Brief hin. "Von einem der anwesenden Gäste", dabei lächelte er auf frivole Art. Er war es sich gewohnt, auf solchen Anlässen Briefe von einem Adeligen zum nächsten zu transportieren. Meist handelten es sich dabei um Liebesbekundungen... der Soldat bemerkte aber nicht, dass es sich hier um einen anderen Fall zu handeln schien.

#1103
Guest_Juleiila_*

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"Ist auch wirklich alles in Ordnung? Kann ich irgendwas für euch tun? Es tut mir leid ich war die ganze Zeit....ehm....beschäftigt." und ihre Augen wirbelten umher. Dabei färbten sich ihre Wangen wieder mit purem Rot, also konnte sie ihre Gefühle nicht verstecken.



Jule bemerkte die angespannte Stimmung. Lyna die völlig auser sich war, derart verwirrt wirkte als wäre eben etwas schreckliches geschehen. Avalos, der aussah als würde er gerade sämtliche Wut unterdrücken. Sie warf ihm einen fragenden Blick zu, lies aber schnell ab, ihr Blick wanderte zu Bella. Bella sah aus als würde sie vor verzweiflung platzen. Dazu merkte man das sie zu viel Alkohol getrunken hatte, und ihr irgendetwas schwerwiegendes zu Schaffen machte.



Jule wollte gerade zum Wort ansetzte, Bella fragen ob auch bei ihr alles in Ordnung war, da kam auch schon die Wache und übergab Lyna einen Brief. Jule runzelte die Stirn, und fragte Lyna. "Was ist das? Na los lest. Ich bin neugierig."

#1104
govi1

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Sie musterte nachdenklich den Brief. "Wahrscheinlich stammt er von diesem Jüngling... Bryan", meinte sie zu Jule, "Ihr habt ihn ebenfalls gesehen, als er mich zum Tanz aufgefordert hatte."Sie öffnete den Brief und entnahm ihm einen Bogen Papier. Mit hochgezogenen Augenbrauen las sie das Geschriebene.



Schliesslich liess sie den Brief sinken und sah Avalos an. "Er... er hat mich um Verzeihung gebeten." Wollte sie so sicherstellen, dass er ihm nichts antat? Sie wusste es selbst nicht. Aber der Brief berührte sie in seiner Ehrlichkeit und Offenheit. Lyna reichte Jule den Brief weiter und wandte sich der Wache zu.



"Ist der Sender des Briefes noch hier im Anwesen?", fragte sie den Mann. Doch dieser schüttelte den Kopf. "Bedaure, aber ich habe ihn beim Verlassen des Saales gesehen." Mit diesen Worten nichte er ihnen knapp zu und verliess sie dann.

#1105
Guest_Juleiila_*

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Auch Jule las den Brief. Jetzt interessierte sie sich noch mehr dafür was geschah. und warum bat dieser Jüngling um verzeihung? "Lyna, was ist denn passiert das er euch um Verzeihung bitten muss?" fragte sie total neugierig.



Jule gab den Brief weiter an Avalos, und wante sich nun endlich an Bella. "Bella wie viel habt ihr denn schon getrunken? Ihr seht ziemlich mitgenommen aus." sagte sie. Anscheinend umgab diese Gruppe jetzt ein totales Drama, und nur Jule ging es gefühlsmäßig gut.

#1106
Bellandyrs

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Bella wußte nicht was sie denken sollte. Ihr Blick huschte von Avalos zu Lyna und zu Jule und zurück. Als Jule sie ansprach meinte sie:
"Es geht so Jule, es ist alles in Ordnung. Nachdem das hier ja an sich geklärt ist werde ich mich meiner Skizzen weiter widmen, ich denke das Pergament liegt noch auf der Bank hinten."

Sie drehte sich um und ging zurück zu der Bank, an der sie Avalos zuvor antraf. Tatsächlich lagen dort ihre Utensilien. Sie wollte im Moment eher allein sein, wieder einmal stürzte zuviel auf sie ein.
Jule sah glücklich aus, Lyna verwirrt, und über Avalos wollte sie sich erst überhaupt keine Gedanken machen. Aber dass er bemerkt hatte dass sie gut tanzen konnte, freute sie dennoch.

"Hier steckt Ihr also".
Unverhofft stand ihr Tanzpartner hinter ihr, mit einem Glas Perlwein für sie.
Bella zauberte ein Lächeln auf ihr Gesicht, welches ihr allerdings sehr schwer fiel und wandte sich dem Zwerg zu.
"Wie nett von Euch, sagt nur, Ihr habt Euch Sorgen um mich gemacht?"

"Nein, aber Ihr ward plötzlich verschwunden, und mittlerweile sind wieder Musiker im Saal. Mangels Tanzpartnerin machte ich mich auf die Suche nach Euch, erfolgreich, wie es scheint." Er lächelte Bella gewinnend an.
"Ich hatte mich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Theoderich Silberschmied. Stets zu Euren Diensten, Mylady." Wieder grinste er, und Bella stellte fest, dass der Zwerg eine sehr sympathische Ausstrahlung hatte, viele Lachfältchen umspielten seine warmen grauen Augen. Sein Bart war hellbraun, und eine vorwitzige Locke fiel in seine Stirn.

Dankbar nahm Bella das Glas entgegen und prostete ihm zu.
"Na dann, auf unsere Bekanntschaft, werter Theoderich. Mein Name ist Bellandrys. Wollen wir nochmal das Tanzbein schwingen?"
Sie nahm einen Schluck, hakte sich bei Theoderich unter und nahm ihre Skizzen wieder mit in den Saal, wo sie diese auf einem kleinen Tisch hinter ihrem Platz ablegte.
Eines schwor sie sich: sollte Lyna Gefühle für Avalos entwickelt haben würde sie ihr nicht im Wege stehen, so sehr sie der Gedanke auch schmerzte. Fürs erste nahm sie nochmal einen Schluck Wein, und folgte Theoderich auf die Tanzfläche. Sie würde den Abend mit dem Zwerg geniesen.

Modifié par Bellandyrs, 03 avril 2010 - 12:03 .


#1107
Bellandyrs

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ooc: grad noch inet ergattert :) aber dann bis montag off :(

#1108
Guest_Juleiila_*

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Jule wollte gerade antworten doch da verschwand Bella auch schon. Sie zuckte mit den Schultern und stieß ein stumpfes „Hmmpfh“ aus. Dann klopfte sie Lyna leicht auf die Schulter und sagte. „Das wird schon. Ich gehe mir jetzt endlich meinen Wein holen. Eure Situation hat das gerade verhindert.“ kicherte sie und ging zum Balkon.



Die Adels-Männer schauten sie mit leicht verachtetem Blick an. So als wollten sie sagen - gehe doch wieder zurück in dein Viertel wo du hingehörst.- Gekonnt ignorierte Jule die Männer und hob leicht ihren Kopf. Die Menschen würden die Elfen wohl nie akzeptieren, egal wie viel gutes manche Elfen auch taten.



Im Ballsaal angekommen setzte sie sich an einen Tisch. Ein Kellner mit einem Tablett voller Weingläser kam vorbei und Jule schnappte sich eins. Sie grinste den Kellner an und trank einen Schluck. Auf dem Tisch lagen Skizzen, mit einem angefangenen Bild, was man bis jetzt noch nicht erkennen konnte. Das war bestimmt von Bella. Jule blickte in die tanzende Menge und sah Bella, wie sie mit ihrem Tanzpartner tanzte. Jule lächelte sie an und winkte ihr zu. Danach trank sie nochmal einen Schluck von dem köstlichen Wein und betrachtete die Paare die am tanzen waren.

#1109
govi1

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Lyna nickte Jule zum Abschied zu und blickte dann zu Avalos, der in den Händen den Brief hielt und das Geschriebene las. Sie waren nun alleine, Bella hatte sie ebenfalls verlassen und lieber die Gesellschaft des anderen Zwerges gesucht. Lyna strich verlegen ihre Röcke glatt und wischte sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, ehe sie Avalos wieder direkt ansah.



"Es war also alles bloss ein Missverständnis", meinte sie nachdenklich. Langsam aber sicher legte sich die Verwirrung, die der Jüngling mit seinem unbedachten Kuss gestiftet hatte... wie war sie doch überrascht gewesen, von einem Moment auf den nächsten plötzlich seine Lippen auf ihren zu spüren. Nichts gegen einen romantischen Kuss an einem solchen schönen und ausgelassenen Abend... aber sie hatte ihn sich von einem anderen Mann erhofft. Zum wiederholten Male innerhalb weniger Stunden färbten sich ihre Wangen rot.



Aber waren ihre Hoffnungen denn nicht närrischer Natur? Hatte Bella nicht den selben Fehler begangen und musste nun unter den Konsequenzen leiden? Lyna öffnete den Mund, wollte etwas sagen, doch kein Ton verliess ihre Kehle. Was hätte sie denn auch sagen sollen? Ihr Blick glitt über sein Gesicht, suchte nach irgendeinem Anhaltspunkt, der ähnliche Gefühle von seiner Seite her verriet... doch wie schon so oft scheiterte sie an seiner undurchdringlichen Maske, die er nie abzulegen schien.

#1110
Bellandyrs

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Genau so wie sie sich mit Theoderich auf der Tanzfläche drehte, so drehten sich ihre Gedanken im Kreis. Einerseits schalt sie sich, diesen kleinen Moment draussen an der Bank nicht dazu benutzt zu haben, Avalos endlich zu gestehen, wie es um ihre Gefühle stand. Andererseits war sie heilfroh darüber, dass er ihr Geheimnis nun doch nicht aus ihrem Munde erfahren hatte.



Nachdem Jule nun auch wieder im Ballsaal war, mußten Avalos und Lyna wohl noch draussen im Park sein. Bella schloß kurz die Augen um diese schmerzvollen Bilder aus dem Kopf zu verbannen, jedoch ohne Erfolg. Eine Stimme in ihr flüsterte dauernd: was glaubst du wohl was die beiden jetzt machen? In dieser traumhaften Nacht? So wie Lyna hat er dich noch nie angesehen.



Es half alles nichts, sie liebte Avalos. Und dass sie doppelt charmant zu Theoderich war, war nur eine Folge ihres inneren Kampfes, die Gedanken endlich abschütteln zu können. Beinahe entschuldigend blickte sie ihren Tanzpartner wieder an. Er war wirklich nett, höflich, witzig... er hatte es nicht verdient dass sie mit den Gefühlen ganz wo anders war. Also riß sie sich wieder zusammen.



"Wollen wir uns ein wenig setzen? Langsam komme ich außer Puste", fragte sie ihn.

Und zuvorkommend wie Theoderich war, nickte er, nahm Bella am Ellbogen, führte sie zurück auf ihren Platz und nahm vom Tablett zwei Gläser, wieder mit Perlwein.



Bella hielt das kühle Glas an ihre Wangen. Wie gut fühlte es sich an! Am liebsten hätte sie ihre erhitzte Stirn gegen die kalte Mauer gepreßt und ihren Kummer in Alkohol ersäuft... aber halt, zweiteres konnte sie ja noch immer tun? Also stürzte sie den Inhalt des Glases auf einen Zug hinunter und meinte:

"Entschuldigt, Theoderich, aber das Tanzen macht durstig." Dabei strahlte sie ihn an.

Nur nichts ankennen lassen, dachte sie bei sich.

Sie stand auf, um sich erst noch ein Glas Wasser gegen den Durst zu holen. Dabei fiel ihr Blick auf ihre Skizze, die halb fertig war. Zum Glück hielt sie nichts in der Hand. Auf dem Blatt war bisher nur der See zu erkennen, einige wenige Umrisse der Bäume, und eine Bank mit einer Gestalt darauf... Avalos, wie er gedankenverloren seinen Kopf auf der rechten Hand abstützte und einen geistesabwesenden und beinahe traurigen Blick hatte. Schnell legte sie ein leeres Pergament über die Skizze.



Ein Kellner kam vorbei, Bella nahm Wasser und zwei Gläser Rotwein vom Tablett. Damit ging sie wieder zu Theoderich zurück.

"Auf den schönen Abend, Theoderich. Eure Anwesenheit erfreut mich, ich wäre mir sonst mit Sicherheit irgendwann fehl am Platze vorgekommen."

#1111
MagicBullet

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Er sah dem Jüngling hinterher, wie dieser gemessenen, aber zügigen Schrittes der Terrasse entgegenstrebte.

Inzwischen war auch Jule dazugestoßen und redete leise auf Lyna ein. Bellandrys beobachtete nachdenklich die Szenerie - aber ihr Blick huschte immer wieder zu Avalos.

Wie aus dem Nichts tauchte auf einmal eine Wache auf, die offenbar eine Nachricht für Lyna hatte.

Wie zu erwarten, war das "Briefchen" von dem Jüngling, der der zierlichen Elfe so hart zugesetzt hatte. Und ziemliche sentimentaler Schwachsinn, wenn man ihn fragen würde, dachte er sich nur im Stillen, als seine Augen über die schlampige Handschrift flogen.

Bellandrys verabschiedete sich wegen ihren Skizzen, Jule kurze Zeit später wegen einem kühlen Glas Wein - und wegen etwas Anderem, da war er sich sicher.

Und plötzlich war er allein mit ihr.

Der schwelende Wahnsinn in seinen Augen erlosch, das unheilvolle Glühen in seinen Augen legte sich.

Ihre Wangen umgab ein rosiger Schein. Trieb sein Anblick ihr etwa die Röte ins Gesicht? 

Ihm wurde schlagartig heiß.
Zu seinem Entsetzen bemerkte er, dass sich Gegenwart und Vergangenheit zu mischen schienen. Erinnerungen an "sie" und Lyna beinahe eins zu werden, wie zwei durchscheinende Skizzen, die man übereinander legt.
Kam der nagende Wahnsinn mit seiner Melancholie zusammen zum Vorschein? 
Im Mondschein schienen ihre rehbraunen Augen voller Gefühle zu sein, die sein umnachteter Verstand nicht begreifen und verarbeiten konnte, nicht wahr haben wollte.
Sie sollte ihn für seine Taten verachten, für sein Spiel mit dem Tod hassen, für das Gleichgewicht ganze Reiche in Asche und Ruin zu führen, verabscheuen.

Ihr Mund öffnete sich - aber kein Ton verließ ihre leicht bebenden Lippen.

Er kämpfte mit sich selber, damit von dem tobenden Sturm in seinem Geist nichts nach außen drang. Ein Muskel in seinem Gesicht zuckte.
Mit seiner eisernen Selbstdisziplin zwang er seinen Puls wieder in geregelte Bahnen
Noch größere Anstrengungen kostete es ihn, seinen Blick  von ihr abzuwenden.
Es kam ihm vor wie Stunden, dabei waren es nur wenige Sekunden.

Sein scharf geschnittenes Profil hob sich gegen das Mondlich deutlich ab.

Er sah den Mond, die Sterne, das Firmament - das Einzige, was stets gleich blieb, in dieser wankelmütigen Welt.
Denselben Sternenhimmel hatte er auch schon mit ihr betrachtet, vor so langer Zeit. 
Unter einem Sternenhimmel war sie gestorben, er innerlich zerbrochen. Und die Brüche in seiner Psyche hatte nicht Sternenlicht geflutet, sondern Hass und Wahnsinn. Dolch selbst das kühlte sich ab, verwandelte sich über die Jahrhunderte in bittere Asche in seinen Erinnerungen. 

Schließlich rang er sich dazu durch, die Stille zu beenden. 
Was er sagen würde oder wollte, war ihm nicht klar. Er wußte es einfach nicht. Aber diese Stille hallte lauter als Glockenschläge durch sein Gemüt. 

"Schatten füllten das Gemüt, 
Befeuert durch Wahnsinns Schmied
Geformt von Hammerschlag aus Blut
Und die Sterne sahen zu

Wankend, fallend, zerbrechend, 
Die Sterne schauen zu
in ihren ew´gen Bahnen
gefangen in der Ewigkeit

Und einst, 
da ward ihnen sichtbar, ein strahlender Held, 
gerüstet in Stahl und Silber, streitend für Magie
Doch ward er gebrochen, zerfetzt, sein Geist verdreht
Ward ihm genommen, seine Liebe, sein Glück, sein Streben danach

Übrig blieb Sternenlicht und zerschmetterte Träume, 
vernichtete Hoffnung, auf einem Feld der Ehre, aus Blut und Tod. 
Und blieb nichts als Sternenlich

Doch er erhob sich aus tiefstem Grabe, ein dunkler Gesell,
heimzusuchen die Welt, in schwarzem Auftrag er nun ward.

Doch einst wird ihm gewahr, dass nicht verwehrt, nicht verhindert,
nur verschoben in andre Zeit, in andres Gefilde seine Hoffnung ward."

Die letzten Worte waren zunehmend leiser, während er irgendeinen blicklosen Punkt hinter Lynas Schulter fixierte. Schließlich verstummte er. Und seufzte.

Modifié par MagicBullet, 05 avril 2010 - 03:56 .


#1112
govi1

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Lyna hatte verträumt seinen Worten gelauscht. Ohne einen ersichtlichen Grund legte sich auch der letzte Rest der vorangegangenen Aufregung und es schien ihr, als ob nur durch seine Stimme die Ruhe in ihr wiedergekehrt wäre. Vergessen war adelige Jüngling, sein Kuss, sein Brief. Ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen.



Es wäre äusserst dumm gewesen, dem Gedicht nur einen ästhetischen Wert zuzusprechen. Sie spürte, wie er mit sich zu kämpfen hatte, welche Hürden er überwinden musste, um ein Stück von sich freigeben zu können. Und umso kostbarer war nun, was er ihr mitteilen wollte. Sie sog jedes einzelne Wort davon auf.



Das Gedicht verfehlte seine Wirkung nicht. Ihre Gedanken rasten, mit ihnen ihr Herz, das zu zerbersten drohte. Sie hörte ihr Blut rauschen, während vor ihren Augen nur das Antlitz von Avalos dominierte, als bestünde die Welt in dieser kostbaren Sekunde nur aus ihm und ihr.



Zugleich konnte sie sich nicht einer tiefgreifenden Traurigkeit erwehren, die Besitz von ihr ergriff. "Ward ihm genommen, seine Liebe, sein Glück, sein Streben danach"... jetzt ergab alles einen Sinn. Die ganze Maskerade, seine harten Charakterzüge, der verbitterte Zug um seinen Mund und seine Augen.



Intuitiv ergriff sie seine Hand und presste sie zärtlich gegen ihre Wange. Sie fühlte seine Haut, die Wärme durchdrang ihren Körper und es schien ihr, als sei die Zeit stehen geblieben. Sie hob den Blick zu ihm. "Küsst mich", hauchte sie.

#1113
Bellandyrs

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Der Zwerg prostete ihr zu und erzählte. Er sei Händler, hätte erlesene Schmuckstücke in seinem Sortiment, und dass ein Geschmeide um ihren Hals fehlen würde. Bella nickte geistesabwesend und nahm seine Worte kaum wahr. Sie widerstand dem Drang nach aussen zu gehen, Avalos ihre Gefühle zu gestehen, egal wie lächerlich sie sich dabei machte. Sie seufzte tief auf und verfluchte sich wieder einmal selber, in solch eine vertrackte Situation geraten zu sein.

Schnell trank sie das nächste Glas aus, langsam aber sicher stieg ihr der Alkohol tatsächlich zu Kopf. Erst jetzt bemerkte sie, dass Jule noch neben ihnen sass.

"Ah Theoderich, darf ich Euch meine liebe Freundin Jule vorstellen? Wie unhöflich von mir, Euch nicht miteinander bekannt zu machen!"

Sie gab dem Kellner ein Zeichen, dass er noch einmal ihr Glas füllen mochte.
Jule bedachte sie mit einem nachdenklichen Seitenblick, als sie nachbestellte. Bella wurde verlegen, und ihre durch den Wein geröteten Wangen vertieften ihren Farbton. Aber sie konnte Jule nicht sagen was sie bewegte. Wie auch? "Jule, ich könnte heulen weil ich glaube dass Avalos einen Blick auf Lyna geworfen hat? Ich bin traurig weil mich der Schatten ignoriert?" Unmerklich schüttelte sie den Kopf. Alles nicht wirklich treffend dafür, was sie im Moment empfand. Sie konnte ihren Zustand nicht in Worte fassen. Wut, Trauer, Hass, und Liebe. Alles zusammen - war das überhaupt möglich? Wieder seufzte sie auf, und wurde diesesmal mit einem warmen Blick von Theoderich bedacht.

"Ist Euch nicht gut Bellandrys? Wir können gerne noch eine Runde um den See herumspazieren wenn ihr möchtet?"

Bella schrak aus ihren Gedanken und sprang vom Stuhl auf. Dabei stieß sie ihr noch leeres Glas zu Boden, dem aber zum Glück nichts passierte. Hastig sammelte sie das Gefäß wieder auf und stellte es auf dem Tischchen ab.
"Alles, aber das bitte nicht! Laßt uns noch ein Glas trinken und nach der Pause wieder tanzen?"
Ungeduldig winkte sie dem Kellner nochmals, der mit eiligen Schritten an ihren Platz kam. Bella ließ ihren Kelch auffüllen, drückte Jule ein weiteres Glas in die Hand und Theoderich nahm sich noch einen Perlwein.

"Wie Ihr wünscht, werte Bellandrys. Schade dass es hier kein Zwergenbier gibt - oder habt Ihr schon welches gesehen?"

"Nein, hab ich nicht, aber der Wein ist vorzüglich", lächelte sie ihn an. "Ihr könnt mich ruhig Bella nennen, wie all meine Freunde."
Theoderich schmunzelte kaum merkbar und reichte ihr die Hand.

"Trotzdem, laßt uns ein wenig frische Luft schnappen, den Wein können wir auch draussen trinken. Die Nacht ist viel zu schön, um sie nur im Saal zu verbringen. Es reicht wenn wir auf die Terrasse gehen, nicht wahr?"
Ohne ihre Antwort abzuwarten zog er sie vom Stuhl hoch und führte sie zart, aber mit Nachdruck hinaus auf die Veranda.

Bella lehnte sich mit dem Rücken ans Geländer, Theoderich stand mit gerade noch sittlichem Abstand vor ihr. Er beugte sich zu ihr, und sagte leise:
"Bella also. Ihr wißt, dass dies soviel wie wunderschön bedeutet? Und wahrlich, er paßt zu Euch, wenn ich das so unverblümt sagen darf."

Bella riß die Augen auf und wurde bleich. Ein Adrenalinstoß ging durch ihren Körper, und sie hätte um ein Haar wieder ihr Glas fallen lassen. Beim Erbauer, hatte er das gerade wirklich gesagt oder flüsterte ihr der Alkohol schon die Worte aus dem Traum zu? Nur mit dem Unterschied, dass im Traum Avalos diesen Satz gesprochen hatte?

"Bitte was habt Ihr gesagt?" fragte Bella mit heiserer Stimme.

"Ich sagte, dass der Name Bella so viel wie schön heißt, und dass es tatsächlich stimmt. Seid Ihr mir nun böse?"

Bella schüttelte den Kopf.
"Nein Theoderich, wie sollte ich auch? Sagt mir eine Frau, die nicht gerne ein Kompliment über ihr Äußeres hört." Sie zwang sich ein Lächeln aufs Gesicht. Aus den Augenwinkeln bemerkte sie ein Paar am Uferrand stehen... die Frau, eine Elfin, nahm die Hand des Mannes zärtlich und preßte sie an die Wange. Bella riß die Augen auf und starrte nochmal auf die Szene... Lyna ... und Avalos.

Sie wurde noch eine Spur bleicher und hielt sich an der Ballustrade fest, dass ihre Hände schmerzten. Ihre Knie waren kurz davor, nachzugeben, und sie schnappte nach Luft, ihr Herz raste.

Modifié par Bellandyrs, 05 avril 2010 - 04:53 .


#1114
Guest_Juleiila_*

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Jule setzte ein freundliches lächeln auf. „Freut mich euch kennen zu lernen, Theoderich. Geht mir ja gut mit meiner Bella um, ja?“ und sie grinste. Der Kellner kam auch schon vorbei und füllte das Glas von Jule nach. Eigentlich wollte sie am heutigen Tag nicht so viel trinken, denn sie hatte schon eine Pulle mit Schmerzmittel runter gekippt. Doch sobald sie das Glas leer hatte wurde es auch schon wieder gefüllt. Sie nippte daran nur leicht, und sah wie Bella und Theoderich den Ballsaal verließen.



In genau diesem Moment musste sie an Elthras denken, und sie hatte ihn auch schon lange genug warten lassen. So schnappte sie sich ihr Weinglas und ging raus auf den Balkon. Abrupt blieb Jule stehen, was sie da sah beunruhigte sie. Bella die kurz davor stand einen Nervenzusammenbruch zu erleiden. Jule drehte ihren Kopf leicht nach links, um das zu sehen was auch Bella sah. Zwei dunkle Gestalten die leicht von dem Licht des Mondes beleuchtet wurden, ein Mensch und eine Elfin. Erst bei genauerem hinsehen erkannte sie die beiden und ihr Kinn klappte vor Schreck herunter. Das waren Avalos und Lyna, die sich nun wirklich nahe standen im Moment.



Ihr Blick huschte wieder zu Bella. Beim Erbauer, wie sich die tapfere Zwergin und werte Freundin wohl gerade fühlte? Das musste gerade ein Stich ins Herz gewesen sein, die beiden so zu sehen. Jule nippte nochmal kurz am Wein und ging auf Bella zu. „Bella....es tut mir leid.“ und sie streichelte ihre Freundin am Arm.

#1115
Bellandyrs

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Theoderich blickte verwirrt von Bella auf Jule. Er sah wohl, dass die Zwergin kurz vorm Umfallen stand.



"Werte Bella, was ist los mit Euch? Soll ich einen Arzt holen? Ihr seht ziemlich bleich aus! Oder ist Euch der Wein nicht bekommen?"



Bella blickte ihn mit vor Scheck immer noch geweiteten Augen an.

"Theoderich, es hat nichts mit Euch zu tun. Es liegt auch nicht am Alkohol, eher daran, dass ich wohl doch zuwenig getrunken habe um gewisse Sachen zu vergessen. Wärt Ihr wohl so lieb und bringt mir noch etwas starkes? Einen Weinbrand oder so etwas? Oder noch besser ein Betäubungsmittel" fügte sie sarkastisch hinzu.



Der Zwerg betrachtete Bella nochmal sorgenvoll und lief dann in den Saal zurück, um Nachschub an Getränken zu holen. Am besten eine ganze Flasche des Pinot Noirs, der doch ziemlich süffig war. Vielleicht würde dieser helfen, den Schmerz aus Bellandrys Gesicht zu vertreiben. Er hatte Bella lustig und fröhlich kennengelernt, und es tat ihm in der Seele weh, sie leiden zu sehen. Was auch immer passiert war, dass sie so vor den Kopf geschlagen war.



"Jule", flüsterte Bella. "Sagt mir bitte, dass das nicht wirklich statt gefunden hat?" Fast flehentlich blickte sie die Freundin an. Sie wünschte sich, dass Jule sagen würde, sie hätte weiße Mäuse gesehen, aber nicht Lyna und Avalos.

#1116
MagicBullet

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Die Wärme ihrer Wange ließ die letzten schützenden Dämme brechen, die sein Unterbewußtsein gegen seine Erinnerungen errichtet hatte.

Sie überfluteten seine Seele, krallten sich überall fest und verdrängten jedweden klaren Gedanken.
Lynas Gesicht verschmolz mit einem anderen, so vertrautem und doch halb vergessenen...

Er konnte sich nicht wehren. Zum ersten Mal in seinem Leben war er machtlos, konnte sich nicht wehren. Nein, das stimmte nicht. Das zweite Mal. Das erste Mal, als sie ihn seinen Armen verblutete, und nur die Sterne und tausende Leichen ihre Zeugen waren.

Aber mit den Erinnerungen und den Gedanken daran, züngelte auch der Wahnsinn, die ungeheure Lust an Blut und Mord, der schwelende Hass und der gärende Zorn mit hoch. Alles das, was er damals empfand, als sie von ihm ging. Er fühlte sich, als ob eine glühende Klinge in seiner Seele herumstocherte, beziehungsweise das, was davon übrig geblieben war. Es war die reinste seelische Tortur, eine geistige Folter, die selbst ihn zu übermannen drohte.

Seine Rechte lag immer noch auf ihrer Wange.
Und innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde übernahm der Wahnsinn und die Blutgier sein Handeln, wie vor wenigen Tagen an der Außenmauer dieses Schlosses.

Seine Linke schnellte wie eine Cobra zur Seite, riss den beseelten, pechschwarzen Dolch aus dem versteckten Futteral in seiner Schärpe und stieß zu.


Millimeter vor Lynas Bauch verharrte er.

Man sah es seinem versteinerten Gesicht nicht an, welche Kräfte um seinen Geist rangen, welche Gewalten und Extreme auf ihn eindroschen.
Nur seine Augen waren diesmal wie ein Tor zur Seele, das weit offen stand.

Lynas verklärter Blick wanderte nach unten. Entsetzen füllte ihr Gesicht, als sie den zitternden Dolch, so nahe an ihrem Korsett bemerkte. Seine geballte Faust um das Heft war knochenweiß. Die Gelenke knirschten. Das Zittern verstärkte sich noch ein wenig.

Ihr Blick wanderte wieder nach oben. Und blickte in seine Augen, die stummen Torwächter eines Kampfes, der die letzten Reste seiner Seele zerfraß.

#1117
govi1

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Der Dolch liess sie stocken. So nahe am Körper, als würde er gleich in ihren Leib fahren und ihrem Leben ein Ende setzen. Und doch... wich sie keinen Schritt von ihm, hielt seinem Blick stand. Sie fühlte, wie er mit sich zu ringen hatte, gegen welche Dämonen er kämpfte. Sie sah es in seinen Augen, die sonst so abweisend und versperrt wirkten, jetzt aber das ganze Leiden und den Schmerz seiner Existenz offenbarten.

Sie legte ihre Hand über seine, umklammerte gemeinsam mit ihm das Heft des Dolches, verstärkte seinen Griff, bis das Zittern aufhörte. Lyna fühlte sich nicht in Gefahr, nein, nie hatte sie sich ihm näher gefühlt als in diesem Moment... egal wie es für Aussenstehende wirken mochte. Ihr Blick wanderte wieder nach oben, verharrte bei seinen smaragdgrünen Augen.

"Ihr seid stärker", hauchte sie ihm zu, "stärker als jeder Dämon der Vergangenheit. Gebt nicht auf." Mit diesen Worten hob sie ihren Kopf, stand auf die Zehenspitzen und drückte ihm sachte einen Kuss auf die Lippen, sanft, als würde sie sonst diesen kostbaren Moment in tausend Scherben zerspringen lassen.

"Ihr seid nicht alleine", fuhr sie dann fort, "nicht mehr." Und wie wahr ihre Worte doch waren, nie hatte sie mit grösserer und innigerer Überzeugung gesprochen.

Modifié par govi1, 05 avril 2010 - 06:51 .


#1118
Bellandyrs

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Bella war wie gelähmt. Als sie den Dolch sah den Avalos zückte, wäre sie am liebsten hingelaufen, um Lyna zu retten, aber ihre Beine gehorchten ihr nicht. Zitternd stand sie an der Ballustrade, ihren Blick auf das Paar fokusiert. Und plötzlich ... küßte Lyna Avalos.

Sie schloß die Augen, die Welt stand still. Und es war, als würde ihr Herz in Millionen kleine Stückchen zerborsten. Tränen schossen in ihre Augen, und sie schluchzte auf.

Jule stand mehr oder weniger hilflos daneben, konnte nicht mehr tun, als Bella festzuhalten.



Theoderich kehrte mit der Flasche Wein zurück und war schockiert, die Zwergin so vorzufinden. Vorsichtig trat er auf sie zu und nahm sie in die Arme, ganz sachte, wie ein Vater sein Kind umarmte.

"Arme Bella, ich weiß nicht wer Euch etwas angetan hat, aber eins kann ich Euch sagen, normalerweise ist nichts Tränen wert, es sei denn, ein lieber Mensch stirbt. Ihr habt Freunde, und ich würde mich freuen wenn Ihr mich dazu zählen würdet."

Er drückte Bella die Flasche in die Hand, ohne den Wein in ein Glas zu füllen.

"Hier, trinkt, spült Euren Kummer hinunter. Es mag zwar fürs erste nur ein wenig betäuben, aber morgen sieht die Welt anders aus."



Zart drückte er sie nochmal an sich, dann suchte er ein spitzenbesetztes Taschentuch aus seinem Wams hervor und trocknete unbeholfen die Tränenspuren von Bellas Wangen.



Bella mußte durch ihre tränennassen Augen lächeln und sah Theoderich an.



"Lieben Dank" sie schniefte, "wie lieb Ihr doch seid, gerne.." eine Träne tropfte auf den Boden. ".. gerne zähle ich Euch zu meinen Freunden."

Sie nahm die Flasche dankbar entgegen, holte tief Luft und trank gut ein Viertel davon auf einmal aus.

"Hicks", jetzt stellte sich Schluckauf ein. Weinen und trinken war wohl doch nicht so gut. "Danke."



Sie setzte die Flasche noch einmal an, jetzt war ihr alles egal. Ihre Welt war soeben in ein schwarzes Loch verwandelt worden, ihre Lebenslust verloschen. Sie konnte nicht wütend sein, dazu hatte sie kein Recht. Aber sie war traurig und am Boden zerstört.

Kurze Zeit später hatte sie den Rest der Flasche geleert, ihre Augen wurden glasig, obwohl die Tränen vertrocknet waren. Sie lehnte sich schwankend und hicksend gegen Theoderich.



"Halllt mi fess ... hicks... ich glaubbb iiich fallle soonnssum.. hicks".



Bevor sie wirklich umfiel, umfing Theoderich sie mit seinen Armen, hob sie hoch und bat Jule, ihm zu zeigen, wo Bellas Gemach lag. Er würde sie diskret dorthin bringen, damit sie ihre Trauer und ihren Rausch ausschlafen konnte.

#1119
Guest_Juleiila_*

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Jule war vollkommen entsetzt. Zuerst wie Avalos Lyna den Dolch vor ihren Bauch hielt, und Lyna ihn dann auch noch küsste. Dachte von den beiden überhaupt einer an Bella? Wie gut das Theoderich schon mit dem Alkohol ankam. Aus Jules Sicht half das immer. Aber Bella übertrieb es vollkommen und trank die ganze Flasche aus, so dass sie Theoderich in die Arme fiel.

Jule blickte zu Theoderich auf und sagte. „Ja kommt. Bringen wir sie schnell auf ihr Gemach.“ Jule nahm Bella an der rechten Seite auf den Arm, und Theoderich auf der linken. Gemeinsam gingen sie durch den Ballsaal, aber Bella machte es den beiden nicht leicht, wenn sie sich so hängen lies. Bei den Tischen hielt Jule an. „Haltet sie mal kurz.“ Sie ging zum Tisch und packte sich schnell Bella' s Zeichnungen. Dann ging sie wieder zu Bella und stützte diese mit Theoderich zusammen. Sie durch schritten die großen Tore des Ballsaals und gingen die Treppen hinauf.

In Bella' s Gemach angekommen, legten sie sie aufs Bett. Irgendwas nuschelte sie noch vor sich hin aber das konnte man nicht verstehen. Jule zog Bella noch Kleid und Schuhe aus und deckte sie noch zu. „Das wird schon Bella. Schlaft erst mal euren Rausch aus.“ Die Skizzen legte sie auf ihren Tisch und sie wante sich an Theoderich. „Würdet ihr bitte hier bei Bella bleiben? Ich glaube man kann sie jetzt nicht alleine lassen. Und ich....habe jetzt noch was vor.“ Theoderich nickte und sagte. „Selbstverständlich.“ Dann legte er sich bequem auf das Sofa, und hielt sich stets wachsam falls etwas passieren sollte. „Ich danke euch.“ sagte Jule freundlich, und ging runter in den Ballsaal.

Unten angekommen nahm sie sich erstmal ein Weinglas. Für das was sie jetzt vorhatte, brauchte sie starke Nerven. Sie trank das ganze Glas auf einen Schluck und ging hinaus in den Garten. Zielstrebig und mit flottem schritt wollte Jule auf Avalos und Lyna zu gehen. Doch sie hielt kurz an und überlegte. Es wäre bestimmt nicht gut Lyna jetzt darauf an zu sprechen, dann würde ja Avalos von Bellas Gefühlen erfahren. Aber sie würde Lyna auf jedenfall ansprechen, wenn Avalos nicht bei ihr wäre. Grummelnd ging sie weiter, aber in die Richtung von Elthras.

Als sie vor ihm stand versuchte sie ein Lächeln auf ihr Gesicht zu zaubern, was nicht funktionierte und es eher verzerrt aussah. Sie nahm seinen Kopf zwischen die Hände und küsste ihn nochmals sanft. „Es tut mir leid das ich euch habe warten lassen. Ich gehe nun in mein Gemach, und werde mich schlafen legen. Vielleicht sehen wir uns morgen wieder.“ dann küsste sie ihn nochmal kurz und ging auf ihr Gemach.

Oben angekommen ging sie zuerst auf ihr Bad, und fluchte immer noch. Warum ausgerechnet Lyna. Die zwei brachen Bella gerade das Herz, und das machte Jule wütend. Lyna wusste doch von Bellas Gefühlen, wie konnte sie nur so etwas tun. Sie schüttelte ihren Kopf, kämmte sich die Haare, und zog ihr Kleid aus. Das war ein verdammt langer Abend, und Jule war nun aufgrund des Alkohols und ihren Verletzungen erschöpft. Einen Schluck von ihrem Wein trank sie noch zur Beruhigung und dann legte sie sich ins Bett. Schnell und schnurrend schlief sie ein.

Modifié par Juleiila, 05 avril 2010 - 09:05 .


#1120
MagicBullet

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Ihr Kuss brach Bahn, und der Kampf erlahmte.
Ihre Lippen waren weich, sanft wie Seide. Ihr Duft stieg ihm in die Nase. Pfirschgleich, voller Melancholie... und einer Sturmflut gleich, die seinen Wahnsinn, den ganzen Hass und Bitterkeit mit einem Mal erstickte.

Sacht erwiderte er ihre Zärtlichkeit. Ihm rann eine Träne die Wange herunter.

1000 Jahre. Mehr als tausend Jahre waren vergangen, um wieder lieben zu können. Er hatte es vergessen, wie das war.
Der Dolch fiel klappernd zu Boden. Der Smaragd des beseelten Dolches funkelte wütend auf, als ein Mondstrahl die Facetten traf.

Er zog sie ansich. Genoß einfach ihre Anwesenheit.
Avalos hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn.
"Ich habe tausend Jahre damit gehadert, Zeiten voller Bitterkeit und Hass, die mich zerfressen haben... Ihr habt mir meinen Hass genommen.... Ich... Ich...."

"Shhhhh...."
Sie legte ihm einen Finger auf seine Lippen.

Der Wind spielte mit den Zweigen. Gewisper der Äste.
Der Mond lächelte mit seiner silbernen Güte auf die Beiden herab.

Irgendwo krächzte ein Rabe.
"Niemals mehr, niemals mehr, kraa kraaa!"

Er schlug mit den Flügeln und krächzte wieder. Niemals mehr, niemals mehr!"

War das nicht ein lauer Sommertraum? Etwas, woraus er erwachen würde, um abermals vom Wahnsinn, von der Bitterkeit umfangen zu werden, die seine Seele zerfraß? 

Der ebenholzschwarze Vogel segelte sanft von der raschelnden Eiche und landete vor ihnen.
Er fixierte das Paar mit seinen schwarzen Knopfaugen

"Für immer, für immer, krah krah!"

Dann flog er davon.

In Avalos Gemach glomm das dunkle Metallgeflecht in seinem Brustpanzer, das Zeichen der Schwarzen Sonne kurz auf.
Man konnte meinen, es sei zufrieden.

#1121
J.D.C

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Die Prächtigen seidenen Banner der Stadt schimmerten unter dem gleißenden Mondlicht, friedvolle Stille erfüllte die Nacht. Der Ball war zuende, kein geräusch war im Schloss zu vernehmen, in den Gemächern lagen alle gäste mehr oder weniger ruhig von den geschehnissen des Abends in ihren Betten und schliefen.

Auch die Wachen im Torhaus gönnten sich ein Nickerchen welches aber ein jähes Ende finden sollte. Laute rufe und schmerzerfüllte schreie hallten durch die dunkelheit als wären es die letzten ächzenden laute eines Menschen. Fackeln überschritten den Horizont vor der Stadt wie eine unheilvolle Morgenröte.

Durch die Schreie erwachten die Wachen, die Glocken im Turm schlugen urplötzlich sturm, die Soldaten stürmten aus den Gemächern der Kaserne und Stellten sich in einer Reihe auf. "In der Dunkelheit bewegen sich Soldaten auf die Stadt zu, scheinbar eine größere Truppe", meldete eine der Wachen einem Offizier. "Macht euch bereit und wartet auf neue Anweißungen, verhaltet euch ruhig wir wissen nicht was diese Leute wollen, ob sie Freund oder Feind sind".

Ein junger Man mit leuchtendem blauen Blick rannte ein paar Hundert Meter vor der sich nähernden Meute von Soldaten Richtung in FellRemnon. Als er die Stadtmauern erkannt wandelte sein Blick sich von einem angst-verzerrten Blick in einen Ausdruck schier endloser Entlastung. Er kam immer näher auf die gut vorbereiteten Wachen der Stadt zu und rief zu ihnen"Ich bin nicht feindlich gesinnt lasst mich passieren". Die Wachen konnten schon den schein seiner Augen erblicken leicht nervös und mit kampfbereiter haltung stellten sie sich dem Fremden entgegen, als dieser endlich das Tor erreichte. Sie fasten ihn auf und nahmen ihn anstandslos mit. Sie führten ihn in die Kasserne in welcher er fortan erstmal unter Beobachtung stand. Hier sollte er nun warten bis einer der höheren Persönlichkeiten ihn verhören soll.

Währendessen erreichten nun auch die scheinbaren Verfolger das große Torhaus. Sie zeigten keinerlei Drohgebärden gegenüber den Wachen, welche sie nicht durch liesen. Aufgebracht fragten sie nach dem jungen Man." Was habt ihr mit ihm vor wir müssen zu ihm er muss eine seine gerechte Strafe erhalten, durchgeführt von uns". Die Wache erwiederte, "die hier geltende gerechtigkeit wird vom König und dessen rechter Hand Avalos bestimmt und nicht von solchen wilden". Sie besprachen die Situation mit den Wachen was nun geschehen soll. Die Fremden erhielten nun doch Einlass und sollen morgen mit vorgeladen werden um diesen Fall zu klären.

Nach dieser aufregung schlief die Stadt wieder bis zu den ersten schleierehaften Lichtern des Morgengrauens.

Modifié par J.D.C, 06 avril 2010 - 11:33 .


#1122
Bellandyrs

Bellandyrs
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Die Waräger ließen nicht lange auf sich warten. Kaum hatten Jule und Theoderich die Zwergin in ihr Bett gelegt, kamen die beiden Leibwächter an und durchsuchten erst gründlich Theoderich, bevor sie ihn gewähren ließen. Eine Wache bezog wieder Posten vor der Tür, der andere nahm sich einen Stuhl und setzte sich ans Fenster.

Theoderich entzündete ein paar wenige Kerzen, die ein angenehmes Licht verbreiteten. Dann ging er leise zu der Schlafenden und betrachtete sie. Für seine Begriffe war sie wunderschön, und ihr Temperament, ihre Selbstsicherheit, faszinierten ihn. Er hoffte für sie, dass genau diese bald wieder zum Vorschein kam.

Bella bewegte sich unruhig im Schlaf, Schweißperlen glitzerten auf der Stirn, ihre Lider flackerten. Vorsichtig nahm Theoderich ihre Hand, vielleicht beruhigte sie das ja. Die Zwergin brabbelte leise ein paar wenige, nicht verständliche Worte. Sie seufzte im Schlaf, als er ihre Hand nahm, und stieß einige Worte hervor. Zwar auch leise, aber für Theoderich absolut verständlich ausgesprochen:
"Avalos, verlaßt mich nicht!"

Liebeskummer zerfrass die Hübsche also. Theoderich empfand beinahe die gleiche Qual, wie konnte ein Mann nur so ein kostbares Kleinod wie Bella übersehen oder verstossen? Avalos... der Name kam ihm bekannt vor, aber es wollte ihm momentan nicht einfallen, woher. Er war einfach auch schon zu müde. Deshalb bat er den Gardisten, über Bellas Schlaf zu wachen und machte es sich mit einer Decke auf der Chaiselongue bequem, wo er gleich darauf auch einen erholsamen wenngleich kurzen Schlaf fand. Beim ersten Vogelgezwitscher war er wieder hellwach, erfrischte sich im Bad und holte einen Krug Wasser. Bella würde sicher durstig sein, wenn sie aufwachte. Dann setzte er sich wieder neben die Zwergin und hielt ihre Hand.

Bella erwachte, als ein Sonnenstrahl ihre Nase kitzelte. Sie schlug die Augen auf, die bleischwer waren. Ihr war kalt, der Gaumen ausgetrocknet, die Zunge daran klebend. Sie versuchte zu schlucken, was ihr kaum gelang. Sie fühlte sich, als wäre eine Horde Brontos über sie gerannt - völlig zerschlagen. Und ihr Kopf schmerzte, wenngleich es sich anfühlte als wäre dieser mit Wattebauschen durchzogen. Ihr Blick fiel auf Theoderich, und sie wurde sich ihres nackten Oberkörpers bewußt. Beim Erbauer! Verlegene Röte überzog sie. Was war in der Nacht passiert?

Ein weiterer Blick sagte ihr aber, dass gar nichts passiert war, der Zwerg sass in voller Gewandung neben ihr. Erleichtert seufzte sie auf.
"Guten Morgen Bella, habt Ihr gut geschlafen? Durstig?" fragte Theoderich liebevoll.

Bella konnte nur nicken.
Theoderich drückte ihr ein großes Glas Wasser in die Hand, welches sie auf einen Zug ausleerte. Danach ging es ihr etwas besser, aber die Kopfschmerzen drohten sie halb umzubringen.
"Wie geht es Euch? Habt Ihr Hunger?"

"Guten Morgen" krächzte sie heiser. Sie räusperte sich ein paar mal, bevor sie weitersprach.
"Bei allen Paragons, nur nichts zu essen, mir ist übel genug. Aber wenn Ihr mir etwas gegen Kopfschmerzen besorgen könntet wäre ich Euch dankbar!"

Sie wartete, bis der Zwerg ihr Gemach verließ und stand vorsichtig auf.
Beim Erbauer! Der Wein mußte es gestern ganz schön in sich gehabt haben, der Boden drehte sich irgendwie. Vorsichtig, und wie ein altes Weib gebeugt, ging sie ins Bad. Dort wusch sie sich gründlich und schüttete den Rest des kalten Wassers über ihren Kopf. Dann blickte sie in den Spiegel und erschrak. Eine wandelnde Leiche war nichts dagegen. Käsebleich, mit tiefen Schatten unter den Augen. Und ihre Hochsteckfrisur hatte gut gelitten, durch das Wasser sah es nun aus wie ein frisch abgeregnetes Vogelnest.
Hurtig löste sie die Spangen und kämmte sich durchs Haar. Allerdings sehr vorsichtig, jegliches Ziepen verursachte eine Art Donnerschlag in ihrem Kopf.
Langsam ging sie zurück in ihr Gemach, zog sich dort bequeme Hosen und ein Hemd an. Dazu dicke Socken. In ihrer Verfassung würde sie den heutigen Tag wohl größtenteils im Zimmer verbringen.

Theoderich kam zurück, mit einem Glas Tee und einer Tasse Fleischbrühe.

"Hier, Tee aus Chinin-Rinde, der lindert die Schmerzen. Und Brühe, damit Ihr wieder zu Kräften kommt."

Bella knabberte lustlos an der Scheibe Toast, die dabei lag, aber den Tee und die Brühe nahm sie gerne zu sich.

"Beim Erbauer, Theoderich, die paar Gläser Wein hatten es ganz schön in sich. Wie bin ich in mein Gemach gekommen? Und wer hat mich ausgezogen?" Zweitere Frage beschäftigte sie besonders, allein der Gedanke, dass es Theoderich gewesen war, der sie so gut wie nackt gesehen hatte ließ ihr Schamesröte ins Gesicht treiben.

Er lachte leise.
"Jule und ich haben Euch nach oben gebracht, ihr wart kurz vorm Umfallen. Und entkleidet hat Euch Jule, Ihr braucht also keine Angst um Eure Sittlichkeit haben. Könnt Ihr Euch denn an nichts mehr erinnern?" fragte er vorsichtig.

"Oh doch", meinte Bella. "Ich kann mich an den wunderbaren Abend mit Euch erinnern, wir haben viel getanzt und viel getrunken, und einmal war ich kurz draussen, wo ich eine Skizze gemacht hatte... aber dort habt Ihr mich ja wieder aufgelesen. Naja, und dann fehlt mir etwas in meinem Gedächtnis, befürchte ich." Entschuldigend lächelte sie ihn an.
"Ich danke Euch dass Ihr über mich gewacht habt, Theoderich. Ihr könnt nun gerne Euren Geschäften nachgehen, ich werde mich ausruhen und die Kopfschmerzen vertreiben."

Sie wickelte sich in die Decke und legte sich nun auf die Ottomane.

Theoderich verbeugte sich:
"Stets zu Diensten, Bella. Ich werde Euch später nochmal aufsuchen ja? Ruht Euch aus."

Grübelnd verließ er das Gemach. Sie hatte also eine Gedächtnislücke. Was vielleicht noch nicht das Schlechteste war. Er würde Jule darauf ansprechen.

Gleich darauf klopfte er an Jules Zimmertür, in der Hoffnung, dass diese schon wach war. Vielleicht konnte diese ihm auch erklären, wer dieser Avalos war, und was es damit auf sich hatte.

Modifié par Bellandyrs, 06 avril 2010 - 06:40 .


#1123
Guest_Juleiila_*

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So langsam wachte Jule auf. In ihrem Kopf hämmerte es wie wild, und ihre Rippen lösten fast unerträgliche Schmerzen aus. Gestern Abend als sie zusammen mit Theoderich die betrunkene Bella in ihr Gemach schleppte, hatte sie dank Schmerzmittel nichts gespürt. Das zeigte sich jetzt alles nachträglich.

Jule versuchte auf zu stehen, und musste sich erstmal an einer Stuhllehne festhalten. Sie legte ihre Arme um ihren Brustkorb und ging erstmal ins Bad. Als sie in den Spiegel sah, dachte sie sich es hat schon mal schlimmer ausgesehen und grinste. Dann wusch sie sich erstmal gründlich, und nahm ein Glas Wasser. Danach kämmte sie sich noch ihre Haare.

Sie musste immer wieder an Bella denken, derer gestern ein Stoß in ihr Herz gerammt wurde. Zuletzt sah sie so viele schmerzen in Bella' s Augen als sie Jule eine schmierte, weil sie so voller Wut, Hass und Liebe gegenüber Avalos gefüllt war. Das war nachdem sie das abgeschlachtete Dorf vorgefunden hatten. Irgendwie musste sie Bella doch helfen können. Gleich nachdem Jule beim Hausarzt war, wegen Schmerzmittel und Druckverband, würde zu sie Bella gehen.

Jule ging gerade zur Tür, als es klopfte. Sie öffnete die Tür und vor ihr stand Theoderich. Jule fuhr sich durchs Haar, fragend warum er plötzlich bei ihr stand und fragte. „Ehm Guten Morgen Theoderich. Was gibt es denn schon zu so früher Stund?“

Modifié par Juleiila, 06 avril 2010 - 12:41 .


#1124
Silvaros

Silvaros
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Argamil wurde langsam wach und spürte die Körperwärme von jemand anderem.

Müde drehte er sich um und riss ruckartig die Augen auf.

Neben ihm lag eine nackte junge Dame die anscheinend noch fest am schlafen war.

Jetzt wurde ihm alles klar. Er hat mit irgendeinem hübschen Mädchen die Nacht verbracht während er eigentlich als Wache beim Ball hätte sein sollen.



Wir konnte ihm das nur passieren!?

Er wusste was es für Konsequenzen haben würde und verfluchte sich innerlich selbst.



Leise stieg er aus dem Bett und zog sich hastig an.

Dann verließ er schleichend das Haus und hastete zur Kaserne.

Unterwegs als er sich durch die ersten kauflustigen Adeligen auf den Straßen drängelte betete er zu allen Göttern die er kannte. Er war zwar nicht sonderlich gläubig aber ein Versuch war es wert und schaden konnte es schließlich auch nicht.....oder doch?



Schnell schob er den Gedanken schnell beiseite und stürmte durch die große Tür in die Kaserne.

Einige der andere Waräger grinsten schadenfroh.

Argamil ignorierte es gekonnt, denn er war es gewöhnt hier als Elf misstrauisch beäugt zu werden.



Er stolperte förmlich in die Stube des Kommandanten und wollte gerade anfangen wie wild drauf los zu plappern als der Kommandant sich auch schon erhob und ihn zornig durch seine große Brille anschaute.

#1125
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
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Der Kommandant klopfte aus Zorn mit seiner Faust auf den Tisch. Er Packte Argamil am Kinn und schaute ihm in die Augen. „Junger Mann. Was habe ich euch gestern befohlen? Wo wart ihr !“ schrie er. Dann lies er von ihm los, ging im Kreis und kraulte sich seinen Bart. „Los verschwindet und haltet draußen am Tor wache. Ich habe im Moment ein anderes Problem als ein Elf der seine Pflicht nicht erfüllt. Zur Zeit stehen wir vor einem politischen Zwist den es mehr nach unserer Aufmerksamkeit verlangt . Und jetzt verschwindet.“ schrie der Kommandant und winkte mit der Hand, als Zeichen das Argamil das Zimmer verlassen sollte.

..........

ooc: Silvaros bat mich den Kommandanten zu übernehmen,^^ ich hoffe es passt so :D

Modifié par Juleiila, 06 avril 2010 - 12:07 .