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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#1126
Bellandyrs

Bellandyrs
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"Guten Morgen werte Jule, ich hoffe, ich habe Euch nicht geweckt. Aber ich dachte, Ihr wollt vielleicht wissen, wie es Eurer Freundin geht? Darf ich eintreten?"



Jule ging einen Schritt zur Seite und bat den Zwerg, Platz zu nehmen.



"Also, so wie es aussieht, kann sich Bellandrys nur noch an das Tanzen erinnern, und dass sie am See gemalt hat. Den letzten Aufenthalt auf der Veranda nebst der ganzen Flasche Wein hat sie vergessen. Zumindest erinnert sie sich im Moment nicht daran, und bis auf einen furchtbaren Kater fehlt ihr nichts. Aber sie hat ihm Schlaf gesprochen, wenige verständliche Worte nur, jedoch würde ich Euch bitten, mich darüber aufzuklären. Auch wenn es mich vielleicht nichts angehen mag. Aber wer ist Avalos? Ich weiß, ich hab diesen Namen schon einmal gehört, ich kann ihn nur nicht zuordnen. Sie sagte: Avalos, verlaßt mich nicht. Welche Bedeutung muß man diesem Satz beimessen? Hat das mit dem Zusammenbruch gestern zu tun?"



Fragend blickte er Jule an, in der Hoffnung, ein paar Antworten zu erhalten.

#1127
Guest_Juleiila_*

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Jule machte die Türe zwar wieder zu, stellte sich aber vor diese während der Zwerg platz nahm. Was er so erzählte beunruhigte Jule zu tiefst. Jetzt wird die arme Bella auch noch von Alpträumen geplagt. Aber wenigstens konnte sie sich erstmal nicht an den Auslöser erinnern. Was auch ein Segen für Bella sein müsste.


„Theoderich, ich kann im Moment nichts dazu sagen. Das muss Bella euch schon selbst erzählen, oder wir verschieben unser Gespräch auf heute Abend. Ich muss nämlich noch schnell zum Hofarzt, diese Schmerzen rauben mir noch den letzten Nerv.“ sagte Jule und seufzte. „Gleich danach werde ich nach Bella sehen. Versprochen.“ Jule hielt dem Zwerg die Tür auf und beide gingen hinaus.


„Bis heute Abend.“ sagte Jule nochmals freundlich, und ging die Treppen hinunter. Unten in der Empfangshalle angekommen fragte sie eine Wache wo denn ein Arzt aufzufinden sei. „Entschuldigung. Könnt ihr mir sagen wo ich hier einen Arzt finde?“ Die Wache zeigte mit dem Finger nach draußen. „Das zweite Haus.“ Dankend nickte Jule und ging hinaus.


Am Haus angekommen klopfte Jule an die Tür. Es kam zwar keine Antwort aber die Tür öffnete sich von alleine und Jule trat hinein. „Hallo?“ sagte sie und ging in einen großen Raum. Dort saß ein älterer Mann der gerade vertieft ein Buch über Anatomie war. „Ehm Hallo?“ sagte Jule nochmals und der Mann schreckte leicht auf. „Tut mir leid, ich war total vertieft in ein Buch. Was kann ich für euch tun?“ sagte der Mann und Jule grinste. „Ich wollte um ein Schmerzmittel bitten, und um einen neuen Druckverband. Ich habe wieder schreckliche Schmerzen in meinem Brustkorb.“ Der alte Mann kraulte seinen Bart, stand auf und ging auf ein großes Regal zu, das voller Phiolen war. Er suchte und fand schließlich das Schmerzmittel. „Hier das dürfte eure Schmerzen lindern. Aber trinkt nicht zu viel von den Schmerzmitteln. Sie mögen zwar Pflanzlich sein, können dennoch abhängig machen. Und das mit dem Druckverband haben wir gleich.“ sagte er, überreichte Jule die Phiole und band einen neuen Verband um ihren Brustkorb. „Das sind ganz schöne Blau-Rote Flecken. Verscheinlich innere Blutungen. Sag mal Mädchen schont ihr euch denn nicht? Das solltet ihr nämlich tun.“ sagte er. Jule versuchte zu grinsen und meinte. „Danke. Ich werde euren Rat befolgen.“ Dann ging sie wieder aus dem Haus hinaus und in das Schloss hinein.


Jule ging die Treppen hinauf, zu Bella' s Gemach. Sie klopfte und trat hinein. Sie sah Bella die in einer Decke eingewickelt auf der Ottomane lag. Jule erschrak, wie Bella aussah. „Oh beim Erbauer. Ihr seht aus wie eine Leiche!!! Geht es euch nicht gut? Ihr habt den Alkohol gestern anscheinend nicht vertragen.“ sagte sie während sie sich neben Bella hinsetzte. „Ich hörte ihr hattet keinen ruhigen Schlaf?“

Modifié par Juleiila, 06 avril 2010 - 02:10 .


#1128
J.D.C

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Währenddessen saß Jannis in seiner einsamen Zelle bewacht von zwei Warägern, darauf wartend das endlich Jemand käme der ihn zum Verhör holt. Seit drei Tagen hatte er schon nichts mehr gegessen und schaute den Warägern begierig bei dessen Pausen Mahl zu. Mit ruhigen und sanften Ton fragte er,"könnte ich bitte etwas zu Essen oder zu Trinken bekommen, ich bin föllig ausgezehrt und ihr wollt doch nicht das ich vor dem Verhör sterbe".

Die Beiden Wachen aßen noch gemütlich zuende, danach verlies einer der Beiden ohne ein Wort den Trakt. Die andere Wache sagte"er wird sehen was sich machen lässt, nur mach uns blos keine Probleme, sonst wirst du noch vorab deine Strafe erhalten", leicht grinsend drehte er sich von Jannis weg.

....kurze Zeit später, ein Tappen war zu hören, "dass muss die andere Wache sein" dachte er sich, darauf bog diese auch schon um die Ecke. In der linken Hand hielt er eine Schüssel mit einem übel riechenden Brei und in der rechten einen Krug voll wasser. "mit dem Wasser sollst du dich auch ein wenig waschen, also nicht alles leer trinken",sagte die Wache.

Gierig rang er mit den händen zwischen den Gittern nach den begehrten Gütern. Als er die Schüssel bekam schlang er den Brei hinunter wie ein hungriger Hai seinen Beute. "Auch wenn es nicht schmeckt ist es das beste was mir in den Vergangen wochen passiert ist", sagte er dankend. Er nahm den Krug in die Hand und trank ein paar große Schlücke, mit dem rest wusch er sich wie es ihm die Wache aufgetan hatte.

Nachdem sein durst geöscht und sein Hunger fürs erste gestillt war, zog er sich in seiner stillen Zelle in seine Gedanken zurück.........."Wie werden sie hier mit Desateuren verfahren, werde ich direkt mein Todesurteil finden oder wird man mich aufgrund meiner wichtigen Informationen erst ausquetschen und dann Töten,"dachte er sich fragend und voller Angst. Während er über alle Möglickeiten nachdachte, die nun über sein Leben oder Tod entschieden, sank er in einen tiefen Schlaf, seinen Kräfte beraubt von der langen Reise und den Strapatzen der letzten Wochen sollte dies wohl auch das beste sein.

Modifié par J.D.C, 06 avril 2010 - 03:51 .


#1129
Bellandyrs

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Bella war gerade dabei wieder einzunicken, als Jule zu ihr kam. Sie richtete sich auf ihrem Sofa auf und klopfte neben sich.



"Hallo Jule, wie schön Euch zu sehen! Setzt Euch doch ein wenig zu mir ja? Wie kommt ihr nur darauf dass ich einen unruhigen Schlaf hatte? Ich hab geschlafen wie ein Murmeltier, komaähnlicher Tiefschlaf befürchte ich... und nein, mir geht es tatsächlich nicht gut. Gottlob bessern sich die Kopfschmerzen langsam, aber mein Magen rebelliert noch ein wenig. Und ich bin irgendwie völlig übermüdet. Äh, Jule? Irgendwie hab ich wohl doch zuviel durcheinander getrunken, mir fehlen einige Teile vom Abend... danke dass Ihr mich zu Bett gebracht habt. Ich hoffe nur, ich hab mich nicht zu sehr blamiert!"

#1130
Guest_Juleiila_*

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"Hmm." Jule grübelte und krazte sich am Kopf. Sie überlegte was sie jetz sagen sollte. Sollte sie Bella davon erzählen was gestern passiert war? "Nein nein, ihr habt Euch nicht blamiert. Eigentlich hat es so niemand richtig mit bekommen. Theoderich half mir dabei euch hinauf zu bringen. Naja und dadurch sind wieder ein paar innere Blutungen auf getreten in meinem Brustkorb. Nichts schlimmes ich war schon beim Hofarzt. Wollt ihr denn wirklich wissen was gestern passiert is? Naja ich habe erfahren das ihr eben nicht gut geschlafen habt. Aber zuerst will ich wissen ob ihr es auch wirklich erfahren wollt."

#1131
Bellandyrs

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Bella wurde noch eine Spur blasser, als Jule erwähnte, dass ihr Brustkorb dadurch wieder verletzt wurde.



"Beim Erbauer! Jule, wieso habt Ihr nicht die Wachen gerufen oder Theoderich mich alleine tragen lassen? So schwer bin ich doch auch wieder nicht?" grinste sie.

Dann wurde sie wieder ernst.

"Das kann ich mir nicht verzeihen, wenn dadurch Eure Genesung verhindert wird. Es tut mir so leid, Jule. Aber, was meint Ihr damit ob ich wirklich wissen will, was passiert ist? Hab ich mich unsittlich benommen? Ist mir Theoderich zu nahe getreten? Das kann ich mir kaum vorstellen..." sie schüttelte den Kopf bei dem Gedanken und grübelte weiter. "Bei allen Paragons, ich habe doch hoffentlich nicht den Regenten beschimpft?"

Mit schreck-geweiteten Augen sah Bella die Freundin an. Langsam machte sie sich tatsächlich Sorgen, in welchen großen Fettnapf sie getreten sein mußte, wenn Jule sie schon so eindringlich fragte, ob sie wirklich wissen wollte was passiert ist.


#1132
Guest_Juleiila_*

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Jule lachte. "Nein nein, ihr seid nicht schwer. Aber ihr habt euch beim Stüzen ganz schön hängen lassen."

Dann blickte Jule zum Boden, und stotterte schon fast leise. "Die Sache ... betrifft Avalos." Jule blickte wieder zu Bella auf, und merkte, das diese noch um ein Grad blasser wurde.

Modifié par Juleiila, 06 avril 2010 - 05:30 .


#1133
Bellandyrs

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"Avalos?" Bella schoß beinahe in die Höhe, als sie den Namen hörte. "So sprecht, ist ihm etwas passiert??? Aber halt, er saß am Teich, das weiß ich noch ganz sicher! Und ich hatte ihn angesprochen, ich kann mich noch gut erinnern, wie er erschrak, da er völlig in Gedanken versunken war."

Bella ließ sich wieder zurück sinken. Sie schloß die Augen und zermarterte sich den Kopf, um den Abend zu rekonstruieren, soweit sie sich noch daran erinnern konnte.



"Achja, Lyna... dieser Bryan hat sich ja verabschiedet als Avalos und ich ankamen. Danach ging ich zurück zu meinen Skizzen, wo mich Theoderich auflas."

Sie blickte Jule voller Angst in die Augen. Undenkbar, wenn Avalos etwas zugestossen sein sollte! Wer sollte sie dann durch die Mission führen, wo sie alle nicht einmal genau wußten, was auf sie zukam?

"Bitte Jule, was ist geschehen?"

#1134
Silvaros

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Unglaubliche Erleichterung trat auf.

Anscheinend war die Sache so für den Kommandaten vergessen.



Argamil ging mit einem übertriebenen grinsen an den anderen Waräger vorbei nach draußen und machte sich richtung Tor auf wo er sich erst mal erleichtert an die Mauer lehnte.



Wie konnte ihm das nur passieren?

Ja es kam zwar öfter vor das er die Nacht bei irgendwelchen hübschen Mädchen verbrachte, aber bist jetzt hatte er dadurch nie seinen Dienst vernachlässigt.

Vielleicht brauchte er auch einfach nur etwas Erholung.

Und da die meisten mit dem Landthing beschäftigt waren konnte er dies auch tun.



Argamil grinste leicht.

Vielleicht würde er heute Nacht wieder auf Beutefang gehen.....wer weiß.

#1135
Guest_Juleiila_*

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Jule stand auf und ging umher. "Bella es tut mir wirklich leid. Und ich sage es weil ihr meine Freundin seid. Obwohl dieser Blackout richtig gelegen kommt."



Unruhig ging Jule wieder umher. Bela drängte sie schon aber es dauerte seine Zeit bis Jule es endlich raus brachte. "Gleich wieder da." Jule ging aus dem Zimmer, in ihr eigenes Gemach. Dort schnappte sie sich die Weinflasche die immernoch Halb gefüllt war. Schnell huschte sie wieder zu Bellas Zimmer. Dort nahm sie sich ein Glas trank einen großen Schluck Wein und überreichte Bella die Flasche.



"Ihr .... habt euch gestern betrunken. Weil...." während die dies sagte ging sie immernoch wie Wild umher. Dann blieb sie stehen und sagte es ganz schnell . "Lyna und Avalos sind sich nahe gekommen und haben sich geküsst. Im Mondlicht. Und wir standen auf dem Balkon zusammen mit Theoderich. Als ihr das gesehn habt wärt ihr beinahe zusammen gebrochen und habt euch betrunken. In der Nacht wachte Theoderich über euch, ihr habt unruhig geschlafen etwas gesagt von - Avalos verlass mich bitte nicht -." Als Jule diese Sätze sagte Atmete sie einmal tief ein und wieder aus. Dann setzte sie sich wieder neben Bella.

#1136
Silvaros

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Etwas später als es schon leicht dämmerte und seine Wache am Tor eigentlich schon längst vorbei, betrachtete Argamil entspannt die untergehende Sonne.

Er war glücklich hier in FellRemnon.
Auch wenn er als Elf oft abschätzend angeguckt wurde hat er doch irgendwie hier seinen Platz gefunden. Nur manchmal kamen alte Erinnerungen an seinen älteren Bruder hoch der den tod ihrer Eltern nicht verkraftet hat.
Wo war er jetzt und was tat er? Würde er ihn je wiedersehen?

Argamil versuchte die Gedanken zu ignorieren.....es war vergangenheit.
Nachdem die Sonne am Horizont verschwunden war berschloß er langsam richtung Schloss zu schlendern.

Dort angekokommen empfing ihn auch schon der Kommandant, welcher immer noch etwas zornig meinte er solle in der Küche vorbeischauen und den Herrschaften im ostflügel, zweiter stock, die vorletzte Tür etwas zu essen bringen.

Argamil seufzte und machte sich ohne Kommentar auf in richtung Küche.
Warum musste er ausgerechnet hier den Kommandaten antreffen?
Und jetzt sollte er auch noch die Arbeit von Dienern übernehmen.
Aber wahrscheinlich war das sogar eine mildere Strafe als er eigentlich hätte bekommen sollen.
Nicht das er etwas dagegen hätte, aber eigentlich wollte er jetzt einfach nur seine ruhe haben.

Modifié par Silvaros, 06 avril 2010 - 07:02 .


#1137
Silvaros

Silvaros
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In der Küche angelangt nahm er genervt die grosse Platte mit allerlei  leckeren Köstlichkeiten entgegen.
Zu gern hätte er jetzt zugelangt, doch er wollte sich nicht noch mehr ärger einfangen als er ohnehin schon am Hals hatte. Stöhnend schaute er die Treppen hinauf und ging dieses, für ihn momentan, extrem große Hindernis an.

Als er nach ewig langen treppensteigen beim Zimmer dieser schnöseligen Adeligen ankam wie er sich dachte, versuchte er eine gute Mine aufzusetzen und klopfte nach kurzem zögern an die Tür.

Modifié par Silvaros, 06 avril 2010 - 07:12 .


#1138
Bellandyrs

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"Nein" flüsterte sie, und Tränen schossen in ihre Augen. Schnell schloß sie diese, und so sehr sie es verleugnen mochte... Jule hatte Recht, und Bella wußte es. Sie sah sich an der Ballustrade stehen, Theoderich vor sich, und wie sie aus den Augenwinkeln den Kuss wahrnahm. Die fehlenden Puzzleteile in ihrem Kopf fügten sich zu einem Ganzen zusammen. Und nun war ihr auch bewußt, wieso sie der Alkoholvergiftung knapp entronnen war - eine ganze Flasche Pinot Noir zusätzlich zu den anderen Getränken auszuleeren war gelinde gesagt einfach närrisch. Aber es erklärte sovieles!
Sie öffnete die Augen wieder und sah Jule nur noch durch einen Tränenschleier. Diese liefen lautlos über Bellas Wangen und tropften auf ihre Decke.

"NEEEIIIINNNN!!!!!" schrie sie laut auf, und endlich konnte sie richtig weinen. Ein Heulkrampf schüttelte sie, sie trauerte um eine Liebe, die nie begonnen hatte. Ihr Hände ballten sich zu Fäusten, und sie hämmerte damit gegen die Wand. Ihre Gedanken wirbelten wie wild durcheinander, sie verfluchte sich, Avalos allein gelassen zu haben - bei Lyna. War sie nicht selber schuld daran, dass es soweit kam? Wäre es anders gelaufen, hätte sie es sein können, die von ihm geküßt wurde, wenn sie nur geblieben wäre? Und wieso überhaupt Lyna, die er zu Anfang beim Siegelbruch beinahe getötet hätte? Wie hätte er reagiert, wenn er von ihren Gefühlen gewußt hätte? Es half alles nichts, sie würde Lyna nicht im Wege stehen bei ihrem Glück. Wie die Dalish es aufnehmen würden, dass sie einen Menschen liebte? Es wäre nicht Bellas Problem.

Langsam beruhigte sie sich wieder, aber sie fühlte sich wie tot. Und das war sie wohl auch. Sie wollte sterben und verfluchte es, noch 26 Jahre leben zu müssen, sollte die Weissagung der grauen Wächter stimmen. Was ist ein Leben wert, wenn man nicht lieben durfte? Ihre letzte Liebe beruhte wenigstens auf Gegenseitigkeit, aber auch das hatte sie nur schwer überwunden. Letztlich hatte sie es dank Avalos aber geschafft.

Würde sie einen Sturz aus dem Fenster überleben? Eher nicht, aber wer wischte dann die Sauerei unten im Hof weg? Das wollte sie keinem zumuten. Gift? Da hatte sie zuviel Angst davor, dass sie es nicht richtig dosierte. Aufhängen? Würde ihr Gürtel das aushalten? Oder das Gestell des Baldachins? Aber nein, ersticken war zu grausam. Ins Wasser gehen genauso, das schied aus. Zudem wollte sie Avalos diesen Triumph nicht gönnen. Er hatte genug Leute auf dem Gewissen, es mußte nicht auch noch sie sein - und das sogar noch, ohne dass er selber Hand anlegen müßte.

Sie sah Jule nun mit leerem Blick an. Man merkte ihr an, dass sie mit Bella litt, aber ihr nicht helfen konnte, außer da zu sein.

"Jule?" sprach sie die Freundin leise an. "Ich wünsche den beiden alles Glück dieser Welt. Ich bin Lyna auch nicht böse deswegen, wer kann schon seinem Charme auf Dauer widerstehen? Sie wußte, was ich für ihn empfinde, aber anscheinend gingen ihre Gefühle genauso tief, hat es nur besser verstecken können vor uns. Avalos hat sich entschieden, die Würfel sind gefallen. Ich will den beiden zwar nicht so schnell begegnen, ich weiß nicht wie ich reagieren würde. Ich brauche erst einmal Abstand zu allem. Danke dass Ihr es mir gesagt habt, und für mich da seid. Ihr wißt nicht, wieviel mir das bedeutet."
Sie stand auf und drückte Jule vorsichtig an sich, um den Rippen der Elfin nicht noch mehr Schaden zuzufügen.

"Wieviel davon hat Theoderich mitgekriegt? Ich hab im Schlaf gesprochen?" Verlegene Röte schoß ihr ins Gesicht. "Naja, was hilfts. Ich zähle ihn als Freund, also ist es auch egal, wenn er davon weiß. Ich denke, er kann auch so zwei und zwei zusammenzählen, er macht mir einen intelligenten Eindruck."

Bella hatte sich wieder gefaßt. Aber es floß eher Eiswasser als Blut durch ihre Adern. Alles in ihr war - tot.

Modifié par Bellandyrs, 06 avril 2010 - 06:48 .


#1139
RobUnreal

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LOL! :)

#1140
Guest_Juleiila_*

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Jule stand einfach da konnte nichts machen auser für Bella da zu sein. Umso mehr verwundert war sie darüber, warum Bella für Lyna verständnis zeigte. Jule hatte aufjedenfall noch was mit Lyna zu besprechen, denn so einfach ging das nich. Langsam drückte sie Bella nochmal.


"Es tut mir so leid Bella. Wenn ich irgendwas für Euch tun kann, lasst es mich auf jedenfall wissen. Ich bin immer da falls ihr mich braucht." sagte sie und fügte mit etwas dunklerer Stimme hinzu. "Mit Lyna, habe ich jetzt aufjedenfall noch was zu bereden. Das kann doch nich einfach so angehen, und ich weiß auch nich warum ihr verständis für die beiden zeigt. Wäre ich in eurer Situation, hätten alle beide schon längst eine kassiert."


Dann klopfte es an der Tür. "Ich gehe schon." sagte Jule zu Bella. Sie machte die Tür auf, und vor ihr stand ein gut aussehender Elf, mit einem Tablett sämtlicher Leckerein aus der Küche. Jule versuchte ein lächeln aufzu setzen, und nahm das Tablett entgegen. "Ich danke euch. Und Guten Morgen." sagte sie und schloss wieder die Türe. Jule brachte das Tablett zu Bella, und nahm sich eine Semmel, und belegte es mit Schinken. "Hier Bella, ihr solltet etwas Essen. Dann fühlt ihr euch bestimmt wieder gut. Wie heißt es so gut? Liebe geht durch den Magen?" Oh nein - Jule hätte sich gerade selbst schlagen können. Das sie ausgerechnet jetzt so einen Spruch brachte.


Daraufhin nahm sich Jule noch einen Schluck Wein. Sollte sie jetzt zu Lyna rüber gehen? Oder lieber warten bis zum Abendessen, oder Lyna selbst kam. Sie blickte zu Bella, sah diese Kälte und dieses Gefühlschaos in ihren Augen. Am liebsten hätte Jule mit geweint.

Modifié par Juleiila, 06 avril 2010 - 07:58 .


#1141
Bellandyrs

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Ein Bote näherte sich schnellen Schrittes der Kaserne und fragte sich zum Kommandanten durch. Als er vor diesem stand verbeugte er sich tief, und hielt diesem eine Schriftrolle, mit dem königlichen Siegel verschlossen, hin.



"Ergebenst Euer Diener, der Regent von FallRemnon läßt diesen Brief an Euch überbringen, Ihr möchtet ihn sofort lesen."

Nochmals verbeugte er sich und eilte aus der Kaserne.



Der Kommandat runzelte die Stirn. Noch mehr politische Intrigen? Brauchten seine Hunde nun Geleitschutz? Seufzend brach er das Siegel und rollte das Pergament auseinander. Dann begann er die schnörkelige Handschrift zu lesen:



"Der Gefangene Jannis wird am heutigen Tage nachmittags um 15 Uhr angehört. Seine Verfolger sind zur gleichen Zeit in den Besprechungsraum zu bringen, eskortiert von zwei Reihen Gardisten. Jannis wird direkt nach vorne geführt, die anderen haben in den ersten zwei Bank-Reihen auf der linken Saal-Seite Platz zu nehmen.

Ich verlasse mich auf die strikte Einhaltung der Uhrzeit."

Unterschrieben war das ganze von Amofillias.



Der Kommandant brüllte den nächsten Oberst zu sich, gab ihm die Befehle weiter und entließ diesen dann in den Trakt, in dem Jannis untergebracht war.

Die beiden Waräger vor dessen Zelle salutierten, als sie die Order vernahmen.



"Zu Befehl, Oberst!"

Sie würden sich um Jannis kümmern und ihn in den Palast bringen. Der Oberst trommelte eine Garde zusammen, die hernach die Verfolger eskortieren sollten.

#1142
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella nahm das Schinkenbrötchen in die Hand und blickte es angewidert an. Essen? Erstens war ihr ohnehin noch übel vom Alkohol, zweitens verspürte sie überhaupt keinen Appetit.



"Danke Jule, aber ich habe noch mit den Nachwirkungen des Alkohols zu kämpfen, ich bring das im Moment nicht runter. Wer hat dieses Tablett gebracht? Wenn es vergiftet ist, dann ess ich es aber gerne!"



Sie hatte es nicht gehört, als angeklopft wurde. Zu sehr war sie in ihrer Leere gefangen. Die Welt da draussen drehte sich mit Sicherheit gerade weiter, aber Bella merkte davon nicht viel. So hatte sie auch den Elfen nicht gesehen, dem Jule das Tablett abnahm.



Sie winkte ab. "Ach laßt, die Waräger hätten sicher Alarm geschlagen wenn es jemand gebracht hätte, der nicht vertrauenswürdig ist. Ich wollte Euch nicht den Appetit verderben."

#1143
Guest_Juleiila_*

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"Beim Erbauer Bella !!! " schrie Jule und stand auf. Was Bella da sagte machte sie fuchs teufels wild. "Wie könnt ihr nur so reden?" "Wenn da gift drin ist esse ich ess gerne." eiferte sie Bella nach, und ging dabei wieder umher. Nebenbei aß sie eine Semmel. "Die Welt dreht sich weiter, und ihr denkt ans sterben! Und sie wird auch nicht unter gehen wegen Avalos." Dann ging sie auf Bella zu, ging nah hin und schaute ihr in die Augen. "Verstanden?"

#1144
Silvaros

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Als sich die Tür öffnete weitete er die Augen und wusste nicht was er sagen sollte.
Dann faste er sich wieder und setzte ein charmantes Lächeln auf.
"Ich wünsche einen wunderschönen Tag Ma'am"
Er lächelte sie verführerisch an und reichte ihr die Platte.
"Extra nur für euch, es ist mir eine Ehre euch diese wunderbaren Köstlichkeiten zu bringen.
Und wenn ich das so sagen darf, seid ihr auch eine echte Köstlichkeit und zufälliger weise habe ich auch einen verdammt großen Huuunnnggg....."
Er stoppte abrupt als er die total aufgelöste Zwergin sah.
"Ähm.....verzeiht Ma'am, ich wollte nicht stören.
Ich wünsche ihnen einen guten Appetit."
Und in diesem Moment schloß sich auch schon die Tür vor seiner Nase und er verfluchte sich innerlich selbst.
(Das ging ja mal ganz nach hinten los. Habe ich den heute nur Pech!?) dachte er sich und machte sich fustriert auf den Weg zum Treppenhaus.

Modifié par Silvaros, 06 avril 2010 - 08:42 .


#1145
Bellandyrs

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"Da habt Ihr wohl Recht Jule, untergehen wird sie nicht."

Ihr Blick fixierte einen Punkt auf der gegenüberliegenden Wand.

"Und Ihr braucht Euch keine Sorgen machen, ich werde mir schon nichts antun. Ich hatte das auch eher ironisch gemeint, so gut müßtet Ihr mich doch schon kennen?" Sie versuchte ein Lächeln auf ihr Gesicht zu zwingen, aber sie scheiterte kläglich daran.



Sie überlegte, was sie tun sollte. Eigentlich war ihr nach verkriechen zumute, noch dazu wo die Nachwirkungen des Alkohols zu spüren waren. Andererseits hielten sie bald keine zwanzig Pferde mehr im Zimmer. Sie hatte das Gefühl, da drin ersticken zu müssen.



"Jule, wenn Ihr etwas vorhabt heute, vielleicht Elthras besuchen wollt oder so, laßt Euch von mir nicht aufhalten. Ich werde ein wenig in der frischen Luft spazieren gehen, vielleicht kommt so wieder etwas Farbe in meine Wangen. Ich verspreche Euch, dass ich auf mich aufpassen werde, und meine Leibwächter werden mich mit Sicherheit nicht aus den Augen lassen."



"Darauf könnt Ihr Euch aber verlassen, Mylady" brummte einer der Gardisten.

Bella sah erstaunt hoch, sie hatte noch nie ein Wort von denen vernommen.

#1146
Guest_Juleiila_*

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Jule seufzte. "Tut mir leid das ich euch angeschrien habe. Freunde sind mir eigentlich wichtiger aber wenn ihr alleine sein wollt, lasse ich euch alleine." Dann stand sie auf und ging in Richtung Tür. "Verlauft euch bloß nicht." sagte sie und zwinkerte.



Es wäre eine gute Idee gewesen Elthras zu besuchen, aber Jule wusste ja nicht einmal, wo die Gemächer der Angestellten waren. Deshalb wartete sie lieber auf ihn, er würde schon bald erscheinen.



Jule ging auf ihr Zimmer. Dort öffnete sie das Fenster, es war ein sonniger Nachmittag. Draußen hörte man die Chellos und geigen, die Jazz Musik spielten. Das war richtig angenehm und Jule setzte sich mit einem Glas Rotwein an den Tisch. Sie starrte das Bild von Bella an, das den Friedhof und die Umgebung zeigte. Und irgendwie, wirkte es kühl.

#1147
J.D.C

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Die Glocken im Turm läuteten einmal zur halben stund, um Punkt 14:30 uhr und die Beiden Waräger vor Jannis Zelle wussten was das bedeutet, unsanft knallten sie die Tür auf und weckten Jannis aus seinem tiefen Schlaf auf. Noch etwas benommen und müde wurde er von den beiden Warägern hoch gezehrt und von links und rechts eingehackt. Sie schleiften ihn halb über den Boden die Treppen hinauf, sie gingen um nicht so viel Aufsehen zu erregem duch enge Seitenwege, in einer von diesen kam Jannis dann wieder komplett zu sich.

Sie hielten an und Jannis richtete sich langsam von dem Verschmutzen boden dieser Gasse auf.."Ähm was, wo bin ich hier?, warum bin ich nichtmher in meiner Zelle?", fragte er verwirrt. "Wir bringen dich auf Befehl des Regenten zum Gerichtssaal, dort soll dein Verhör und deine Verurteilung stattfinden. Die anderen die du mitgebracht hast werden ebenfalls dort erwartet, aber nun weiter sonst bekommen wir wegen dir noch Ärger, wenn es um Pünktlichkeit geht wird der Regent immer sofort sehr, sehr wütend".

Sie eilten schnellen Schrittes weiter durch die Gassen immer in Richtung eines großen Gebäudes welches wohl sehr Zentral liegen zu scheint. Jannis schaute sich um und war von der größe dieser Stadt überwältigt, "Val Royeaux ist schon eine große Stadt aber diese hier ist schier gigantisch". Überall wehten Fahnen im Wind und viele der Häuser hatten feine Schnitzerein im äußeren Gebälk. Von der Pracht dieser Stadt überwältigt bekam er gar nicht mit das sie schon fast am Ziel waren. Erst als er im Schatten des Gebäudes stand bemerkte er es. Er schaute auf dieses riesige und massive Tor. Er musste einmal kurz schlucken bevor er mit seinen Wachen eintrat.

"Hier also wird sich meine Zuknuft entscheiden, ein komisches Gefühl und ich bin hier so machtlos, bei einer solch wichtigen Entscheidung kaum mitsprache haben zu dürfen". Das große Tor öffnete sich und der gewaltige Saal dahinter kam zum vorschein. Es war noch niemand da außer ihnen. Geschwind brachten die Wachen Jannis auf seinen angedachten Platz, auf welchem er nun warten musste. Die Zeit verging und Jannis dachte sich gelangweilt,"diese Wachen haben es mit der pünktlichkeit ein weing zu genau genommen". Kurz darauf schlugen die Glocken erneut, aber diesmals mehrmals, was beudetet es ist eine volle stunde. 15 Uhr sagte eine der Wachen und noch im selben Augenblick traten eine Kompanie Wachen mit fast genauso vielen anderen Leuten ein. Hinter diesen kam ein Trupp Waräger allen Voran der Regent mit seinem aufwändig verarbeiteten Gewandt. Die Wachen stellten sich auf, mit Hackentritt und Salut begrüßten sie den Regenten und gingen dann auf Position.

Als endlich alle auf ihren Plätzen waren, leitete der Regent die Verhandlung mit einem Satz ein. "Wir haben uns hier eingefunden um die Geschehnisse der letzten Nacht zu besprechen. Mein Oberst hat sich in der Vergangenen Nacht ausfühlich ein Bilde über die Ankläger zu meiner rechten gemacht. Um diese Situation zu klären müssen wir aber zuvor noch den beschuldeten anhören". Behäbig und offensichtlich genervt darüber das er hier seine Zeit verschwenden muss, übergab er das Wort an Jannis.

Sichtlich nervös und angespannt began er ein wenig stoternd, seine Äußerung gegenüber dem Regenten."Meiiin Naame ist Jannis, ich stamme aus Val Royeaux in Orlais, als Offizier wurde ich in die Pläne des Königs von Orlais eingeweiht. Diese pläne beinhalten einen bald erfolgenden Angriff aud die freien Marschen aus diesem Grund bin ich hier. Um eine Warnung zu überbringen desertierte ich, gab mein bisheriges Leben, meine Freund und Mannen auf und dies alles für einen Dienst gengenüber der Gerechten Sache um die ich nie gebeten wurde". Er holte kurz luft und setzte sich fort." diese Männer haben mein Trupp ebenso denkender Leute vollkommen ausgelöscht, diese wollten der zukünftigen Schandtat von Orlais ebenso absagen wie ich, deshalb erbitte ich hiermit meine Freilassung für meinen Dienst und dessen Opfer". Demütigst und voller Wut blickte er auf zum Regenten und vergoss er ein paar Tränen für seine Kameraden. der Regent, welcher eben diese Gefühle aus seinen Augen erblicken konnte, schrak voller Erfurcht zurück. welch seltener Augenblick dem Regneten ein mögliches Gefühl anzusehen. Sonst eher Hart schien es als hätte er Mitleid.

Das Orlaissianische Trupp fing an nach einer Hinrichtung zu rufen. Sofort erhob der Regent seine stimme,"Schweigt ihr Gesindel, ihr könnt froh sein das ich euch nach dieser Aussage, welche eine eindeutige Feindseligkeit gegenüber mir bezeugt nicht schon zum Tode verurteil habe. Aber ihr sollt mir eure Lebensschuld begleichen, offensichltlich plant euer Land einen Krieg, ohne offizieles Anliegen, ich möchte sofort mit eurem König in Kontakt treten. ihr werdet entrüstet zurückkehren und mein Anliegen an euren König richten. Wir können hier keine weiteren bedrohungen gebrauche und nun Männer führt sie weg, was ich aber mit dir mache mein Junge darüber bin ich mir noch nicht im klaren. Führt ihn vorerst in ein anderes Gemach, bewacht und er soll geregelte Mahlzeiten bekommen. Die Sitzung ist beendet". Mit diesen Worten Stand er auf und die Wachen führten die Feinde ab. Jannis wurde von seine beiden Wachen zu einem neuen Gemach gebracht in dem er nun wieder warten sollte."Puh bis jetzt sieht es nicht schlecht aus ein neues Zimmer und Essen aber wieder nur Warten".....

Modifié par J.D.C, 06 avril 2010 - 10:26 .


#1148
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
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Die Zeit verging und Jule starrte immer noch auf Bellas Bild. So warm es auch gezeichnet wurde, die Bäume, die Vögel und die Umgebung, so kalt wirkten doch die Grabsteine. Es schauderte Jule und sie bekam eine Gänsehaut. Was wäre gewesen wenn sie jetzt unter so einem Stein liegen würde? Sie schüttelte den Kopf und schob den Gedanken schnell bei Seite. Noch hatte sie 28 Jahre, und auch im Kampf würde sie nicht fallen. So war sie sich sicher.


Sie nippte gerade an ihrem Weinglas, als sie etwas hörte. Es war das stampfen von Soldaten, man hörte die schwere Rüstung klappern, und wie die Schwerter immer wieder gegen die Rüstung prallten beim gehen. Jule stand auf und gin aus ihrem Gemach.


Sie schaute durch den langen Gang, und beim letzten Zimmer sah sie einige Wachmänner vor einer Tür. Das mussten die gewesen sein die Jule hörte. Sie ging auf die Wachen zu und fragte. "Wer ist da drinnen?" Ohne den Kopf zu drehen antwortete eine der Wachen. "Ein Junger Mann aus Orlais. Es wurde kein besuchsrecht erteilt."


Nickend ging Jule in Richtung Bellas Gemach. Diese war in der Zwischenzeit schon unterwegs, aber die Weinflasche und das Tablett voller Essen waren noch da. Beides packte sich Jule und sie ging wieder zu den Wachen. "Lasst mich hindurch. Ihr wisst ich habe das Recht dazu. Solltet ihr euch weigern wird Ser Avalos davon erfahren." sagte sie voller Sicherheit. "Ehm ja Herrin." stammelte die Wache und öffnete die Tür.


Jule schloss diese und ging auf den Jungen Mann zu. Sie erschrak beinahe als sie seine leuchtend Blaue Augen sah. Diese wirkten so anziehend. "Ehm. Verzeiht. Ich dachte ihr hättet vielleicht etwas Hunger, und Durst?" sagte sie, stellte das Tablett auf einen der Tische und setzte sich hin. "Mein Name ist Jule. Wie lautet euer wenn ich fragen darf?" fragte sie.

Modifié par Juleiila, 06 avril 2010 - 10:35 .


#1149
Bellandyrs

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Als Jule das Zimmer verließ bedauerte Bella es zwar, aber sie mußte tatsächlich raus. Sonst würde ihr die Decke noch auf den Kopf fallen. Schnell zog sie sich warme Stiefel an und warf sich eine dicke Strickjacke über. Gewohnheitsmäßig schnallte sie sich ihren Hüftgürtel mit den Dolchen um. Sie bemerkte es nicht einmal, wenngleich sie im Park sicher keine Waffen benötigen würde.



"Wenn Ihr mich begleiten würdet?" deutete sie den Wachen an, dass sie fertig war. Sie nahm leeres Pergament und Zeichenkohle mit, man konnte ja nie wissen. Und Malen war eine gute Ablenkung.



Zwischen ihrer Leibwache fühlte sie sich wenigstens nicht mehr ganz so verloren.

Sie spazierte in den Park, nicht über den Ballsaal und auch nicht über die Terrasse, sondern über ein kleines mit Rosen beranktes Tor auf der Südseite des Anwesens. Zum Glück war die Anlage weitläufig genug, so dass sie einen ganz anderen Teil des Gartens betrat. Sie wollte auf keinen Fall in den Abschnitt gelangen, der sie an den gestrigen Abend erinnern könnte. So stark war sie noch nicht.



Dieser Abschnitt war auch völlig anders bepflanzt, es gab keinen breiten Kiesweg um einen See herum, sondern kleine Wege, die mit Rosenrabatten eingesäumt waren. Zwischendrin weitläufige Grünflächen, in denen hin und wieder ein paar Buxbäumchen standen, und im Rasen waren wiederum in barocken Mustern verschiedene Blumenbeete angelegt.



Die Sonne strahlte warm vom Himmel, aber Bella war kalt. Sie zog die Jacke ein wenig enger um ihren Körper. Die Vögel jubilierten. Die Zwergin nahm es nur beiläufig wahr, und verstand es nicht. Normalerweise sollte es hier stürmen, aus Kübeln regnen, und Nebelschwaden am Boden vor sich hinziehen, das hätte wenigstens zu ihrer Verfassung gepaßt.

Trotzdem wärmte sie die Sonne ein wenig und ließ ihre Lebensgeister etwas aus ihrer Starre erwachen.



Erst jetzt drang der Anblick des herrlich angelegten Gartes in ihr Bewußtsein ein. Nicht allzufern sah sie Obstbäume, die in voller Blüte standen und ihren zarten Duft verströmten. Eigentlich genau die richtige Umgebung, um ihre gepeinigte Seele etwas zur Ruhe kommen zu lassen.



Auch hier waren kleine Bänke aufgestellt, aus Holz, mit eisernen verschnörkelten Beinen. Darauf ließ sie sich nieder, schloß die Augen und sog die Sonnenstrahlen für ein paar Minuten auf.

Die Waräger stellten sich mit angemessenen Abstand je rechts und links von ihr auf.

Bella nahm ihre Kreide, rollte ein Blatt Pergament auseinander und skizzierte die Obstbäume. Sie ließ sich dabei Zeit, sie wollte die filigranen Blüten einfangen, das Licht der Sonne. Ein Pfau stolzierte vor den Bäumen herum und schlug ein Rad mit seinen Schwanzfedern. Bella mußte gegen ihren Willen lachen. Balzgehabe - kein Wunder eigentlich bei dem Wetter. Und es machte sie Szene irgendwie perfekt, wenngleich schon beinahe zu klischeehaft. Es war egal, sie war froh, die bunte Kreide eingepackt zu haben, nicht die Grautöne.



Als sie fertig war starrte sie auf ihr Bild. In einer ihrer düstersten Stunden hatte sie das wohl bisher farbenprächtigste Gemälde angefertigt. Sie würde es mit dem Friedhof tauschen, welches sie Jule geschenkt hatte.



Bella stand auf, nickte den beiden zu und setzte ihre Runde gemächlich fort.

#1150
J.D.C

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Gerade in seinem neuen Gemach angekommen setze er sich auf des äußerst bequeme Bett am, liebsten hätte er auf der Stelle geschlafen, denn er war noch immer sehr schlaff von der langen Reise.

Aber sein Wunsch würde vorerst gestört als Jemand ohne zu klopfen in sein Zimmer kam. Durch die geringe Beleuchtung des Raumes konnte er erst nicht erkennen, wer oder was sich ihm näherte. Aber schon bald erkannte er jemanden, es war eine Junge Frau, eine Junge zierliche und bezaubernede Elfe kam urplötzlich in sein Zimmer.

In ihren Händen hielt sie ein silbernesTablett, welches mit pupurnen Seidenlaken ausgelegt war. Darauf standen eine Flasche Wein und ein Korb mit etwas zu Essen. fragend sagte er,"was will eine Bezaubernde Elfe wie ihr es seid in meinem Gemach, wobei mich doch Niemand hier kennt. Für eine Dienerin seid ihr zu vornehm gekleidet, also erklärt euch".

Modifié par J.D.C, 06 avril 2010 - 11:01 .