Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
#1151
Guest_Juleiila_*
Posté 06 avril 2010 - 11:03
Guest_Juleiila_*
An Elthras dachte Jule im Moment überhaupt nicht. Dieser Junge Mann schien Jule mit seinen leuchtenden Augen beinahe zu verführen. Sie legte ihren Arm auf den Tisch und stützte sich damit ihren Kopf. "Los esst etwas. Ihr hattet bestimmt lange nichts mehr. Das ist nur das Beste aus der Küche." sagte sie
#1152
Posté 06 avril 2010 - 11:33
Als er den bissen runtergeschluckt hatte widmete er sich wieder der Elfe zu. "Mein Name ist Jannis, wie erwähnt stamme ich aus Orlais, ich bin gelehrter Schmied und ein gut ausgebildeter Soldat. Ich bin hierher gekommen um eine Botschaft zu überbringen, was ich soeben tat. Diese Botschaft hat des Leben meiner gesamten freunde gefordert, deshalb vorab danke für deine gesesllschaft".
"Darf ich noch nach deinem Namen fragen", nach diesem Satz driftete er langsam wieder ab und sein bewusstsein verschwand in seinen Gedanken. Gleich einer Tronce hatte er sich in seinen Gedanken verfestigt, wieder die gleichen Bilder, seine sterbenden Freunde. Ein neuer Gedanke"wie kann ich nur dran denken hier und jetzt etwas anzufangen wobei ich nichtmal frei bin, was wird aus meinem Vater, Vater eines Desateurs, werden sie ihn bestrafen und für mich büßen lassen?". fragen über fragen gingen in seinem Kopf umher, als sich sein Geist langsam wieder klärte und er wieder die Elfe vor sich sah. Ein wenig Entspannung wünschte er sich nur ein paar stunden des Vergessens.
Modifié par J.D.C, 07 avril 2010 - 11:26 .
#1153
Guest_Juleiila_*
Posté 06 avril 2010 - 11:39
Guest_Juleiila_*
#1154
Posté 06 avril 2010 - 11:51
"Es war bei meiner Ausrüstung, welche mir abgenommen wurde, aber ich will jetzt nicht unterbrechen. Statt ein stück errinerung zu holen, welches mich dann doch nur wiede traurig stimmt, will ich mich jetzt lieber ablenken und amüsieren". Er nahm sich den Wein und trank erstmal einen Kräftigen Schluck. "Jule was verschlägt eine so hübsche Elfe in eine Stadt wie diese?".
Modifié par J.D.C, 06 avril 2010 - 11:53 .
#1155
Posté 07 avril 2010 - 12:00
Man konnte ihn förmlich ansehen das sein Tag nicht rosig verlief.
Er ließ sich hängen und fiel dadurch unter den anderen stramm stehenden Waräger deutlich auf.
Am Tor angekommen entschied er sich den hohen Wachturm hinauf zu steigen, in der hoffnung dort oben in ruhe die Aussicht zu genießen.
Argamil stöhnte wieder bei dem anblick der Treppen.
Er war erschöpft und hatte heute schon genug Treppen bestiegen.
(Warum erfindet man nicht irgendwelche Geräte womit man automatisch in die höhe gezogen wird.....sowas wie eine Flaschenzug, oder ja genau einen Aufzug.)
Dachte Argamil als er endlich oben ankam.
Der Turm war oben überdacht aber trotzdem hatte man von hier einen tollen Überlick über die endlosen Weiten der Freien Marsche.
Argamil setzte sich erleichtert auf eine Zinnkante und lehnte sich gemütlich an eine Zinne.
Er schloß die Augen und genoss die frische Luft die hier oben wehte während er langsam einnickte.
#1156
Guest_Juleiila_*
Posté 07 avril 2010 - 12:02
Guest_Juleiila_*
"Wisst ihr was? Ich bin gleich zurück. Ich beeile mich auch." sagte sie und ging aus der Tür. Sie nickte den Wachen zu und ging die Treppen hinunter. Jule nahm Kurs auf die Kaserne. Dort angekommen ging sie in die Kammer des Kommandanten. Sie klopfte und trat herein.
"Kommandant? Tut mir leid euch so Spät zu stören. Aber ich brauche etwas von Euch. Gebt mir das Silberne Amrband von dem Orlasianer." sagte sie. Der Kommandant stand auf und meinte. "Warum sollte ich es euch geben? Was habt ihr mit diesem Mann zu tun?" Jule antwortete. "Gebt es mir, oder Ser Avalos wird davon erfahren? Was ich mit dem Mann zu tun habe? Ich brachte ihm essen und trinken, er war komplett ausgehungert! Das nächste mal solltet ihr eure Arbeit besser erledigen." Der Kommandant kraulte durch seinen Bart, ging schließlich zu der Kiste in seinem Zimmer, holte das Armband heraus und überreichte es Jule. "Hier. Noch mehr Zwist kann ich nicht gebrauchen." Jule bedankte sich mit einem Nicken und lief wieder hoch in das Gemach von Jannis.
Sie trat herein und grinste etwas. "Hier, ich glaube das gehört Euch." sagte Jule und überreichte Jannis das Armband. "Man muss nur mit dem Obersten der Stadt drohen, und schon bekommt man was man will. Zumal jeder weiß das er einer meiner Gefährten ist." sagte Jule und setzte sich wieder auf den Stuhl. Dort nahm sie erstmal ein Glas und trank ein Glas Wein. Durch das beeilen war ihre Kehle trocken, und sie durstig.
#1157
Posté 07 avril 2010 - 12:28
Er ging zurück in das Zimmer Setzte sich in einen Sessel und zog einen Stuhl heran auf dem er seine Füße hochlgete. Er sah aus dem Fenster und starrte den blauen Himmel an. Die Tür knarrte und Jule kam wieder in das Zimmer gestürmt. Mit breitem Lächeln stand sie vor ihm und hielt etwas Silbernes in der Hand. "Aber das ist doch, das kann nicht sein wo habt ihr es her?"
Jule übergab Jannis das Armband und erklärte es ihm, währendessen legte er es sofort wieder an.
"Dafür bin ich dir zu tiefst dankbar, hübsche Elfe". Er sah sich ihr Zartes gesicht etwas genauer an und blickte mit seinem Anziehenden blick direkt in ihre Grünen schimmernden Augen. Wieder musste er lächeln und fragte, "bist du nicht noch anderweitig beschäftigt oder darf ich weiterhin deinen Anblick genießen?".
Modifié par J.D.C, 07 avril 2010 - 12:31 .
#1158
Guest_Juleiila_*
Posté 07 avril 2010 - 10:40
Guest_Juleiila_*
Dann trank sie wieder einen Schluck Wein und blickte aus dem Fenster. Welch wunderschöner Tag es doch war, sonnig und warm. „Schade, ihr müsst hier in dem dunklen Zimmer sitzen, während draußen die schönste Sonne scheint.“ sagte sie seufzend.
#1159
Posté 07 avril 2010 - 11:06
"Da du gerade meinen Arrest ansprichts, ich werde wahrscheinlich nochmal zum Regenten vorgeladend, dann wird entschieden was mit mir geschehen soll. Ein paar Fürsprecher könnten mir nicht schaden, du erwähntest du gehörst zum engen Kreise des obersten hier, wie ist dessen Name?". Er senkte seinen Blick kurz und atmete tief ein, auf eine Antwort wartend führte er seinen erneut zu Jule.
Modifié par J.D.C, 07 avril 2010 - 11:08 .
#1160
Posté 07 avril 2010 - 11:11
"Vielen Dank für Euren Einkauf, meine Teuerste. Euer Gatte wird entzückt sein, welch edles Schmuckstück nun Eure Hand ziert." Er verbeugte sich und war innerlich froh, dieses Weib endlich vom Hals zu haben.
Als diese endlich um den nächsten Häuserblock verschwunden war, kicherte er seinem Cousin zu.
"Beim Stein, es wäre egal, was diese Furie für Schmuck tragen würde, hübscher wird die nicht mehr", meinte er leise. Sein Verwandter grinste zurück.
Theoderich dachte an Bella. Wie es ihr wohl gehen mochte? Er war jedenfalls gespannt auf den Abend, ob Jule ihm mehr erzählen würde.
Mittlerweile hatte er auch herausgefunden, wer dieser Avalos war, und es traf ihn bei der Erkenntnis beinahe der Schlag. Er wußte zwar immer noch nicht, was Avalos Bella letztlich angetan hatte, aber dass diese tiefe Gefühle für den Barden hegte, hatte ihm ihr Ausspruch im Schlaf bestätigt. Er verstand sie jedoch, dieser Barde konnte charmant sein, zumindest wenn man dem Weibsvolk in den Marschen Glauben schenken durfte. Aber er war auch gefährlich wie eine Klapperschlange. Wußte Bella das nicht? Wieso wollte sie sich in solche Gefahr begeben? Es war jedenfalls besser, wenn sie ihn vergessen könnte. Und solange er, Theoderich, etwas dazu beisteuern konnte, wollte er ihr dabei helfen. Ihm war die Zwergin sehr sympathisch.
Plötzlich leuchteten seine grauen Augen auf, und er eilte zu seinem Vetter.
"Laß alles stehen und liegen mein Bester, du hast sofort eine Arbeit zu erledigen. Hör zu, es soll ein Geschmeide für den absolut entzückendesten Hals einer Zwergin, den du je gesehen hast, werden. Ich stelle mir folgendes vor..." Er beschrieb seine Idee im Detail und schloß mit den Worten: "Und nimm nur die kostbarsten Materialen, das es für die Ewigkeit geschaffen sein wird!"
Mit einem frohen Lächeln im Gesicht wandte er sich wieder seiner Kundschaft zu. Durch das Landthing strömten viele Reiche und Adlige in die Stadt, und genau das war schließlich sein Klientel.
#1161
Guest_Juleiila_*
Posté 07 avril 2010 - 11:19
Guest_Juleiila_*
„Sein Name lautet Avalos. Er ist hier in der gesamten Stadt als Barde bekannt. Sein Wort zählt auch bei den Entscheidungen des Königs.“ Jule seufzte. Immer diese Politiker. „Wenn es gestattet ist komme ich sicherlich mit. Nur dafür bräuchte ich einen Grund.“ sagte Jule
Sie blickte wieder aus dem Fenster. Man konnte wirklich die gesamte Stadt sehen. In einem Park sah sie Bella, die wie immer am zeichnen war, bewacht von den Leibwachen. Jule grinste und freute sich das Bella nicht irgendwie weg gelaufen war.
#1162
Posté 07 avril 2010 - 12:09
Die Zeit verging und er erzählte ihr von seiner Reise und den Geschenissen die ihm auf dieser Wiedefahren sind. Er erzählte von Val Royeaux und seinem Leben dort, wie gut er es gehabt hat. Die zeit verflog wie im Sturm und die Dämmerung setzte schon ein. Die beiden lehnten noch immer aus dem Fenster und Schauten in den Himmel. Die Luft knisterte förmlich und die Atmosphäre war schon fast von magischer Natur. Was sollte nun geschehen.
Modifié par J.D.C, 07 avril 2010 - 12:10 .
#1163
Guest_Juleiila_*
Posté 07 avril 2010 - 02:04
Guest_Juleiila_*
Die Zeit verging, und so langsam dämmerte es schon. Still und Schweigend standen Jule und Jannis vor dem Fenster. Wie still es doch war. Das gab Jule die Möglichkeit über einiges nachzudenken. Zum Beispiel wie es weiter gehen würde. Aber das wusste Jule nicht. Sie hoffte nur das es Bald war, der Politische Zwist hier geregelt war, und ihre Verletzungen schnell heilen würde.
Sie dachte an Lyna die sie den ganzen Tag noch nicht gesehen hatte. Aber es war ihr einerlei. Auch wenn sie ihre „Schwester“ war, so war Jule doch enttäuscht von ihr. Und sie wollte Lyna erstmal auch nicht sehen. Aber Jule würde jetzt für Bella da sein, genau wie auch Theoderich mit dem sie heute Abend noch sprechen wollte.
Jule brach das Schweigen. „Sagt mal, wann ist denn die nächste Anhörung?“ fragte Jule und schaute Jannis dabei wieder tief in die Augen. Bei dieser leichten Dämmerung schienen seine Augen noch heller und kräftiger zu Leuchten. Jule war durch aus versucht, sich ihm zu nähern und seine Augen genauer zu betrachten. Aber sie ließ es lieber, und lächelte nur freundlich.
#1164
Posté 07 avril 2010 - 06:55
"Ich würde gerne in mein Gemach zurückkehren, ich habe nicht bemerkt, wie spät es geworden ist. Verzeiht bitte."
Die Gardisten nickten und führten Bella zielsicher wieder aus dem Park hinaus und zu ihrem Zimmer.
Dort ließ sie sich ein heisses Bad ein, sie fror inzwischen richtig. Außerdem würde sicher bald der Bote kommen und zum Abendessen rufen. Beim Erbauer! Sie hätte den Tag nicht vertrödeln, sondern lieber in der Stadt Einkäufe tätigen sollen. Es blieb ihr wohl nichts anderes übrig, als das Kleid von gestern nochmal anzuziehen. Andererseits war es ja wirklich hübsch, und was scherte sie sich darum, was die Leute sagen würden?
Langsam taute sie im Badewasser wieder auf. Sie schloß die Augen und versuchte sich ein wenig zu entspannen. Wenigstens waren die Kopfschmerzen endgültig weg, und auch diese bleierne Müdigkeit war verflogen. Aber Appetit hatte sie keinen, und wie sie das Abendessen halbwegs manierlich hinter sich bringen sollte, war ihr noch nicht klar. Sie hoffte nur, nicht neben Lyna sitzen zu müssen, sie glaubte nicht, dass sie das schon verkraften konnte. Zumindest nicht, in die strahlenden, glückseeligen Augen der Elfin blicken zu müssen.
Sie stieg aus der Wanne und frottierte sich mit dem flauschigen Badetuch ab. Diesesmal ließ sie die Haare offen, alles andere wäre zu aufwändig gewesen. Ein wenig Rouge um den blassen Wangen etwas Farbe zu verleihen, und dank farbigem Lippenbalsam, Lidschatten und Tusche zauberte sie so etwas ähnliches wie ein Strahlen in ihr Gesicht. Ihre Augen erreichte dieses Leuchten jedoch nicht. Hurtig schlüpfte sie in ihr Kleid, Handschuhe und Stiefel, setzte sich dann auf einen Stuhl und versuchte sich, auf den Abend mental vorzubereiten.
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Zur gleichen Zeit packte Theoderich seine Auslagen zusammen. Bald wäre das Dinner bei Hofe, und er hoffte, zuvor noch wenige Worte mit Jule wechseln zu können. Außerdem freute er sich darauf, Bella zu sehen. Leider war das Schmuckstück noch nicht ganz fertig, aber es würde traumhaft werden.
Er verabschiedete sich von seinem Verwandten und machte sich auf den Weg zu seiner Unterkunft. Er war in einem Gesinde-Haus in der Nähe des Palastes untergebracht. Dort machte er sich frisch und zog sich feine Hosen aus braunem Wildleder und ein cremefarbiges Hemd aus Leinen an. Um den Bauch kam ein brombeerfarbiger Binder. Braune Stiefel ergänzten seine Kleidung.
Auf dem Weg zum Palast erstand er in einem Blumenladen eine seltene Pflanze. Die Verkäuferin klärte ihn auf, dass es sich um eine Orchideen-Rispe handelte. Ihm war es egal wie sich das Zeug taufte, solang es hübsch anzusehen war. Und das war die Blüte: weiß, die Ränder zart rosa. Diese wollte er Bella überreichen. Für Jule nahm er noch einen Tulpenstrauss mit, in frühlingshaftem gelb.
So gewappnet kam er im Palast an und machte sich sofort auf den Weg zu Jules Gemach.
Modifié par Bellandyrs, 08 avril 2010 - 06:24 .
#1165
Posté 08 avril 2010 - 12:55
Er lief ein wenig im Raum umher und reckte sich einmal kräftig, danach ging er wieder zu dem Sessel in seinem Gemach und ließ sich in die angenehme Polsterung fallen. Erst jetzt bemerkte er wie dieses eigentlich ausgestattet war, durch die geringe Beleuchtung des Raumes hatter er nie darauf geachtet. Scheinbar war dies ein Gemach, welches eher für einen Besuch adeliger Herkunft gedacht war.
Jule stand noch immer am Fenster, er sah sie an und war wie verzaubert von ihrer engelsgleichen Silhouette. Es viel ihm sichtlich schwer wieder klar zu denken. Seine Stirn legte sich in Falten und er fragte sie"Warum bit du noch so lange geblieben, du hattest doch bestimmt noch etwas anderes zu tun. Ich bin dir natürlich sehr dankbar für den netten abend, aber ihr solltet jetzt besser gehen, ich habe das Gefühl ihr solltet jetzt wo anders sein. Ich muss mich jetzt ohnehin schlafen legen, denn wer weiß vielleicht ist ja schon Morgen die nächste Anhörung und bei dieser sollte ich nicht nur geistig sonderen auch körperlich fit sein."
Gebannt sah er Jule an, auf eine Antwort wartend, aber auch mit der hoffnung, dass er sie wirklich bei der nächsten Anhörung wieder sah.
Modifié par J.D.C, 08 avril 2010 - 03:59 .
#1166
Guest_Juleiila_*
Posté 08 avril 2010 - 02:06
Guest_Juleiila_*
Sie blieb noch kurz vor der Tür stehen und musterte die Wachen. Wie streng sie doch da standen. Es hatte irgendwas witziges an sich. „Sollte sich irgendetwas ändern, so setzt mich davon in Kenntnis.“ Einer der Soldaten Salutierte. „Jawohl, Herrin.“ Nickend und grinsend ging Jule zu ihrem Gemach.
Sie hatte ganz vergessen das sie heute noch mit Theoderich reden sollte, und er stand überraschend vor ihrer Tür. Mit zwei Blumensträußen. Eines war die Orchideen-Rispe, sie hatte weiße Blüten und einen Rand aus zartem Rosa. Der zweite war ein gelber Tulpenstrauß. Jule grinste, bat Theoderich hinein und sagte. „Ich hatte das hier schon beinahe vergessen. Setzt euch.“ Theoderich setzte sich und überreichte Jule den Tulpenstrauß. „Ich danke euch Theoderich, das sind wunderschöne Tulpen.“ schmunzelte Jule. Daraufhin ging sie schnell ins Bad, holte Wasser für die Blumen und stellte diese in eine Vase. Jule stellte die Vase auf dem Fensterbrett ab, so bekamen die Tulpen immer die schönen und warmen Sonnenstrahlen ab.
Sie setzte sich zu Theoderich an den Tisch und stellte ihm ein Glas Wasser hin. Dann fing sie an. „Also Theoderich. Ihr macht euch bestimmt Sorgen nicht wahr? Aber ich erzähle es Euch, damit ihr wisst wie ihr mit Bella um zu gehen habt. Ich möchte nämlich nicht das sie verletzt wird. Und ich bitte euch herzlichst, Bella nicht zu erzählen das ihr etwas von mir wisst.“ Jule seufzte kurz, trank ebenfalls einen Schluck Wasser und erzählte weiter. „Avalos ist einer unserer Gefährten. Der bekannte Barde in FellRemnon. Bella war seit der ersten Begegnung in ihn verliebt. Doch gestern Abend beim Ball, als wir auf dem Balkon standen, haben wir etwas … enttäuschendes gesehen.“
Jule stand nun auf, sie konnte dabei einfach nicht ruhig sitzen. Immerhin ging es um Bella. „Avalos und Lyna, die ebenfalls eine unserer Gefährten ist, haben sich geküsst. Das brach Bella natürlich das Herz, auch weil wir alle eng befreundet sind. Deshalb hat sie sich betrunken, und deshalb hatte sie auch so eine unruhige Nacht.“ Sie seufzte. Irgendwas musste passieren, damit Bella diesen Avalos vergessen konnte. Nur wusste Jule nicht wie. Vielleicht war Theoderich die einzige Hoffnung. „Ich bitte euch um noch etwas. Nähert euch Bella an. Vertraut euch ihr an. Vielleicht wird sie dadurch Avalos, und den Herzschmerz vergessen. Ich weiß das klingt als würde ich wollen, das ihr den Lückenbüßer spielt. Aber so ist es nicht.“ sagte sie und setzte sich wieder hin. Nach einem weiteren Schluck Wasser wartete sie darauf was Theoderich zu sagen hatte. Moment mal – Wasser? Selbst morgens trank Jule doch Wein. Was für eine Veränderung?
Modifié par Juleiila, 08 avril 2010 - 03:19 .
#1167
Posté 08 avril 2010 - 06:50
"Ich danke Euch für die Auskunft, meine liebe. Wer Avalos ist, hab ich inzwischen selber herausgefunden, aber ich wußte nicht, wie Bella zu ihm steht oder was er ihr angetan haben könnte. Dass ich mich um sie kümmern werde ist selbstverständlich, solange sich unsere Wege nicht trennen. Ihr müßt wissen", setzte er an und blickte verlegen zu Boden. Dabei strich er sich durch seinen Bart, und sprach dann weiter:
"Ihr müßt wissen, dass mir Bella sehr ans Herz gewachsen ist."
Dass Jule mit ihrer Bitte bei ihm offene Türen einrennen würde, das konnte diese ja schließlich nicht ahnen. Aber er fühlte sich zu der Zwergin tatsächlich sehr hingezogen, auch wenn er sich nicht sicher war, in welche Richtung seine Gefühle gingen. Vorerst mochte er sie, und das würde reichen, um sie aufzufangen.
"Ihr solltet Euch für den Abend herrichten, werte Jule, ich möchte noch kurz Bellandrys aufsuchen. Wir sehen uns sicherlich beim Essen."
Er nickte ihr zu und verließ das Zimmer, um gleich darauf bei Bella zu klopfen.
#1168
Posté 08 avril 2010 - 06:59
Sein Hauptmann hatte ihn zwar noch für das Abendessen eingeteilt was Elthras missfiel.Aber nach kurzen Überlegen freute er sich.
Eine Gelegenheit Jule wieder zu sehen und die Ereignisse des Balls mit ihr zu bereden.
Er ging in die Kaserne und überprüfte seine Ausrüstung wie auch seine Rüstung,sein Schwert und seinen Schild.Danach ging er in den Speisesaal und bezog seinen Posten während des Abendessens.
#1169
Posté 08 avril 2010 - 07:20
Ein Strahlen schlich sich in seine Augen, als er sie anblickte.
"Meine liebe Bella, ihr seht zwar noch ein wenig käsig aus, aber es tut Eurer Schönheit keinen Abbruch, wenn ich das mal so sagen darf. Hier, für Euch... Ihr könnt Euch diese Blüte auch ins Haar stecken wenn ihr mögt. Wie geht es Euch? Wie habt Ihr den Tag verbracht?"
Bella nahm dankend die Orchidee entgegen. Sie war durchaus fasziniert von dieser Blüte, beschloß aber, dass sie in einer Vase besser zur Geltung kommen würde als in ihrem Haar, noch dazu wo diese Rispe nicht gerade klein war.
Sie holte das Bild hervor, welches sie am Nachmittag gezeichnet hatte und zeigte es Theoderich.
"Hier, damit habe ich mich heute beschäftigt, und außerdem bin ich stundenlang noch durch den Obstgarten gewandert. Die frische Luft hat wenigstens die Kopfschmerzen und die bleierne Müdigkeit vertrieben. Ansonsten geht es mir gut, glaube ich. Nett, dass Ihr nachfragt."
Er betrachtete das Bild und war begeistert, was er zu sehen bekam.
"Bella, Ihr seid ja eine wahre Künstlerin! Diese Detail-Genauigkeit, und welch Farbharmonie!"
Bella freute sich über das Kompliment und meinte:
"Ich werde es Jule schenken. Leider hatte ich nach ihrem Unfall nur eines von einem Friedhof, und so wirklich gepaßt hat das nicht. Vielleicht freut sie sich darüber ja mehr. Erinnert mich bitte spätestens morgen daran, in den Saal will ich es nicht mit hinunter nehmen."
Wieder klopfte es, ein Bote steckte den Kopf durch die Tür.
"Abendessen wird in circa fünfzehn Minuten serviert, Ma'am, bitte seid pünktlich."
Die Tür schloß sich wieder und weg war der Bote.
"Tja", Theoderich strich wieder durch seinen Bart. "Dann kann ich nur hoffen, dass Ihr mir als Tischnachbar zugeteilt wurdet". Charmant lächelte er sie an. "Ich werde es nicht dulden, dass Euch jemand zu nahe tritt, und wenn es die eigenen Freunde sind. Bis später, meine Liebe."
Er stand auf und verließ ihr Gemach.
Bella grübelte noch ein wenig über seine Worte nach, sie wußte nicht was er gemeint hatte. Als sie aufstand und den Wachen zunickte, fiel es ihr ein. Er wollte sie vor Avalos und Lyna schützen, aber er hätte das nie zugegeben, dass er es wußte.
Seufzend machte sie sich auf den Weg, ihr graute vor diesem Abend. Was würde wohl heute auf sie zukommen? Würde sie die nervliche Belastung aushalten?
Wütend blitzten ihre Augen auf. Sie würde sich nicht unterkriegen lassen. Ein wenig von ihrem alten Kampfgeist tauchte auf, und es war ihr nur Recht.
#1170
Guest_Juleiila_*
Posté 08 avril 2010 - 07:24
Guest_Juleiila_*
Gerade als sie sich setzten wollte, klopfte es an der Tür. Jule ging zur Tür, öffnete diese und ein Bote stand vor ihrer Tür. „Mam, wenn Ihr euch bitte in den Speisesaal begeben würdet? Das Essen ist gleich angerichtet. “ Jule nickte und ging aus der Tür. Zwei Waräger folgten ihr natürlich, und sie kamen im Speisesaal an.
Modifié par Juleiila, 08 avril 2010 - 07:26 .
#1171
Posté 08 avril 2010 - 07:29
Elthras erblickte Jule und begann automatisch an zu lächeln und zwinkerte ihr zu.
#1172
Posté 08 avril 2010 - 08:43
Sie blickte sich um und entdeckte Elthras, dem sie flüchtig zunickte. An ihrem Tisch sass noch keiner, also war Theoderichs Wunsch wohl nicht erfüllt worden. Sie sah ihn am anderen Ende des Saals. Jule sass zwei Tische weiter und gegenüber, aber in etwa auf gleicher Höhe, so dass sie sich in die Augen blicken konnten. Bella lächelte der Freundin leicht gequält zu.
Jule war die Tischnachbarin von Ser Evintulas. Bella konnte sich noch an diesen Bann von Elimmus erinnern, er stand gestern auch kurz bei Avalos und schien sich köstlich zu amüsieren. Vielleicht konnte Jule diesen Herrn ja überzeugen, seine Soldaten zur Verfügung zu stellen, um später für den Kampf gegen die Brut - oder was auch immer auf sie zukommen mochte - gewappnet zu sein.
Die Zwergin wartete gespannt auf den ihr zugeteilten Tischpartner. Währenddessen blickte sie sich verstohlen um. Von Lyna war keine Spur zu sehen, und auch Avalos konnte sie nirgends entdecken. Just in diesem Moment öffnete sich die Tür, und der Regent trat ein, flankiert von einer Eskorte Waräger. Bella verdrehte sich beinahe den Hals, aber der Barde war nicht in Begleitung des Königs. Irgendwo war sie ein wenig enttäuscht, aber eigentlich fiel ihr ein riesiger Stein vom Herzen. Sie hätte es nicht über sich gebracht, ihn ansehen zu müssen.
Modifié par Bellandyrs, 09 avril 2010 - 06:05 .
#1173
Posté 08 avril 2010 - 09:29
Auch an Bellas Tisch trudelten die letzten ein. Hastig wurden Stühle gerutscht und Höflichkeiten ausgetauscht. Ihr Tischpartner stellte sich mit einer knappen Verbeugung vor:
"Abend Ma'am, pffff Christophor van Lissenheim. Pffff Erfreut, pffff Eure Gesellschaft zu pffff geniesen", sagte er kurz und setzte sich.
Auf Bella machte er einen relativ kühlen Eindruck. Die Stimme war zwar tief und bassig und eigentlich gut anzuhören, würde er nur nicht während des Sprechens laut durch die Nase ausatmen, was ein leicht pfeifendes Geräusch verursachte. Das konnte ja heiter werden!
Der Mann war an sich eine gepflegte Erscheinung. Sicherlich auch um die 170cm groß, dunkelblonde, kurz geschnittene Haare, gepflegter Vollbart und dunkelblaue Augen. Der Teint war leicht gebräunt, wie von einem Mann, der viel Zeit in der Landwirtschaft verbrachte. Er hatte einen breiten Brustkorb beziehungsweise Oberkörper, die Armmuskeln gut trainiert. Nur der Bauch wölbte sich ein wenig über den Binder hervor, anscheinend aß der Herr sehr gerne.
"Erfreut, Ser Lissenheim, mein Name ist Bellandrys. Ich wünsche guten Appetit", nickte sie ihm zu, als die Suppe serviert wurde.
Bella faltete die Serviette auseinander und legte sie auf ihren Schoß. Sie hatte keine Lust, ihr wertvolles Kleid mit der Blumenkohlsuppe zu bekleckern, so ein weisslicher Fleck auf dem anthrazit Stoff hätte sicherlich einige zweideutige Lacher hervorgerufen.
Sie hatte im Prinzip noch immer keinen Appetit, aber löffelte anstandshalber das Schälchen bis zur Hälfte aus. Dann legte sie das Besteck zur Seite und tupfte ihren Mund mit der Serviette ab.
Der Kellner hinter ihr schenkte Weißwein ein, und allein bei dem Anblick drehte sich ihr beinahe der Magen um.
"Für mich bitte nur Wasser" bestellte sie.
Ser Christophor van Lissenheim war auch fertig mit der Suppe und nahm einen Schluck vom Wein.
"Ha, das ist aber ein pffff vorzüglicher Tropfen pffff werte Bellandrys, pffff ihr solltet unbedingt einen Schluck pffff davon kosten! Was pffff macht eine Zwergin pffff während des Landthings pffff hier am Hofe? Pffff wenn ich fragen darf?"
Höflichkeitshalber nahm sie das Weinglas zur Hand und prostete ihrem Tischpartner zu. Sie konnte sich nicht dazu aufraffen, ein Lächeln in ihr Gesicht zu zaubern, das pfeiffen nervte sie gewaltig.
"Ich bin nur auf Zwischenstopp um Kräfte zu tanken, und nachdem einer meiner Gefährten den Regenten sehr gut kennt, haben wir das Angebot nicht ausgeschlagen, hier unseren Aufenthalt zu geniesen. Und Ihr? Seid Ihr Teilnehmer am Landthing?"
#1174
Posté 08 avril 2010 - 10:24
Es zeigten sich bereits einige Sterne am Himmel, doch der Himmel war noch dunkelblau. Es wurde bereits etwas kühler und man merkte, dass es nichtmehr lange dauern würde bis die Nacht einbrechen würde. Der Hof war nahezu leer und nur einige Wachen patrouillierten umher und sorgten dafür, dass niemand die Abwesenheit einiger Leute ausnützen würde. Als eine der Wachen gerade auf einem der Hauptwege unterwegs war fiel ihm etwas seltsames auf. Er bemerkte eine Frau die er noch nie zuvor gesehen hatte. Sie saß in am Boden direkt vor einem Haus eines adeligen und lehnte sich mit dem Rücken an dieses. Sie trug ein verdrecktes und blutverschmiertes Leinengewand, darüber hatte sie mit einigen Schnüren einige Lederfetzen gebunden. Ihre Arme waren komplett zerkratzt und voller blutverschmierter Narben. Sie hatte kurze undgepflegte hellbraune Haare und um ihren Kopf war ein ebenfalls schmutziger und blutiger Leinenverband gewickelt, der jedoch ihre Augen verdeckte. Neben ihr lagen zwei rostige Dolche, und man konnte sehen, dass sie diese oft benutzt hatte, den auch sie waren voller eingetrockneter Blutflecken. Sie stützte sich mit einer Hand ab, und ihm viel auf dass ihr ein Finger fehlte. Zudem war sie spindeldürr und ihre Haut an den Schultern war stark gerötet, wie wenn sie zu lange Zeit in der Sonne verbracht hätte. Am Ende viel ihm noch auf, dass sie Elfenohren hatte, und er dachte sich nur noch: "Dieses widerwärtige Elfenpack."
Er konnte dies auf keinen Fall dulden, dass eine solche Person sich mitten auf dem Hof aufhielt! Er hielt sie für eine Bettlerin, die jedoch scheinbar auch zu den Waffen griff, wenn es nötig war. Vielleicht war sie auch eine Banditin, die nur darauf wartete, dass einer der adeligen an ihr vorbeigeht! Zur Sicherheit, holte die Wache noch zwei Waräger und zusammen gingen sie dann auf die seltsame Frau zu. Sie rührte sich nicht als die drei Männer auf sie zu gingen. Einer der Wachen griff sich sofort mit der Hand an die Nase und hielt diese zu als, sie nur noch knapp vor ihr standen und sagte:
"Boa, was stinkt denn hier so!."
Einer der Waräger übernahm dann das Wort und sprach die Frau an:
"Ihr da! Verschwindet sofort von dem Hof und geht dahin zurück wo ihr hergekommen seid! Oder nennt uns einen guten Grund wieso ihr hier vor diesem Haus sitzt!"
Sie rührte sich nicht und gab keine Antwort.
Der andere Waräger ging auf sie zu und stupste sie mit dem Fuß an und schrie:
"Ihr habt zu Antworten wenn man Euch eine Frage stellt!"
Im selben Moment schnappte sie nach den beiden Dolchen und sprang auf. während des Aufstehens stach sie der weniger gut ausgerüsteten Wache direkt in den Oberschenkel und er fiel schreiend zu Boden. Die Waräger reagierten sofort und nahmen ihr Schwert vom Rücken. Einer war schneller und wollte gleich auf die Frau einschlagen, doch sie war sehr flink und weichte problemlos aus. Der Andere versuchte dies ebenfalls und sie begann ein paar Meter weit weg zu laufen von den beiden. Sie liefen ihr brüllend hinterher und ließen den anderen heulend am Boden liegen. Die Rüstungen der Waräger war schwer und man merkte, dass die beiden schon länger niemandem mehr nachgesprintet waren. Man könnte fast meinen, dass die Frau sie müde machen wollte. Dann lief sie in eine Seitengasse und blieb gleich um die Ecke stehen. Die beiden waren wohl nicht sehr intelligent und wollten einfach weiterlaufen als si um die Ecke kamen. Die Frau stich zu als sie die Wache sah. Sie rammte den Dolch direkt in die nur mit Ketten ausgerüstete Stelle am Schlüsselbein, eine Schwachstelle, die jeder hatte um sich in der Rüstung bewegen zu können. Sie ließ den Dolch in der Wunde stecken und dieser viel schreiend zu Boden. Der andere blieb erstmals erschrocken stehen und blickte auf seinen am Boden liegenden Kameraden. Als er wieder nach oben Blickte, sah er die Frau auch schon weiter laufen.
"Na wartet, ihr entwischt uns nicht!"
schrie er ihr hinter her. Dann kehrte er schnell um und holte all die anderen Wachen die herum patrouillierten sowie einige Mediziner für die beiden verwundeten.
Es dauerte nicht lange, bis sie die Frau erneut aufgespürt hatten, und nach ein paar weiteren Hetzjagten, schafften es die Wachen und Waräger dann doch sie zu umzingeln.
Sie ließ ihren letzten Dolch fallen und hob die Arme aufgebend in die Luft, dann spuckte sie noch abwertend auf den Dolch der am Boden lag und lies sich von den Wachen festnehmen.
Sie sperrten sie in eine Zelle in den Kerker, doch sobald sie sich darin befand, nahm sie den Verband von der Stirn, schmiss ihn auf den Boden und begann wütend zu schreien, rastete aus und schlug brutal gegen die Gitterstäbe sowie gegen die Mauer.
Die Wachen entsandten sofort einen Waräger, der Avalos und seine Gefährten darüber informieren sollte, dass sie eine Verrückte in ihrem Kerker haben die beinahe eine Wache und einen Waräger getötet hat, und dass es über zehn Wachen benötigte sie einzufangen. Er solle bitte die Anfrage bejahen, diese Frau hängen zu dürfen, und dies bitte schnell, denn sie randalierte bereits seit Stunden in der Zelle und das ohne Unterbrechung.
#1175
Posté 08 avril 2010 - 10:24
"Das möchte ich aber meinen pffff, ich bin Bann einer kleinen Provinz" dröhnte er und schnaubte wieder durch seine Nase. "Pfff ich beschäftige mich mit der Anzucht von Gemüsemais und pfff Kartoffeln, die wir in alle Ländereien pfff verschiffen lassen."
Der Hauptgang wurde serviert, es gab frischen Fisch, dazu Kartoffeln. Deswegen auch der Weiswein, dachte Bella bei sich. Sie dankte dem Erbauer, dass kein scharfes Messer bereitlag, sie hätte sich wohl nicht mehr lange beherrschen können und es diesem van Lissenheim in die Rippen gestossen. Aber Fischmesser waren bekanntlich eher stumpf.
Sie seufzte leise auf, und begann zu essen. Von den Kartoffeln nahm sie nur wenig, aber der Fisch mundete vorzüglich. Dazu trank sie Wasser und kleine Schlucke vom Wein.
Bella konzentrierte sich ganz darauf, keine Gräten zu schlucken, als Christophor mit fast vollem Munde weitersprach.
"Pfff In meiner Provinz leben hauptsächlich Bauern, pff, aber man muß ja die Waren auch eskortieren, nicht wahr? pfff. Von daher habe ich pfff ein recht stattliches Heer an Berufssoldaten angestellt pfff, in den heutigen Zeiten sind die Strassen einfach zu unsicher. Pffff. Ich bin hier, um das dem König zu sagen, dass da draussen pffff Zustände herrschen wie bei van Dryecks unterm Sofa pfff, das kann ich Euch sagen!"
Bella nickte höflich, Hunger hatte sie schon keinen, aber dieser Kerl raubte ihr noch das letzte bischen an Appetit. Zum Glück unterhielt man sich auch leise an den anderen Tischen, so fiel es nicht so sehr auf, dass er während des Essens sprach. Wieder aß sie weniger als die Hälfte, und ihr Magen gluckerte unheilvoll. Die Nachwehen des Alkohols machten sich bemerkbar, sie hoffte nur, dass ihr nicht übel wurde.
Was faselte der gerade vor sich hin? Berufssoldaten? Bella überlegte. Ob es möglich wäre, diesen Bann auf den König einzuschwören? Sollte es zu einer großen Schlacht kommen, war jeder Mann, der mit einer Waffe umgehen konnte, zu gebrauchen. Selbst wenn die Bauern mit ihren Mistgabeln am Schlachtfeld stehen würden.
"Dann steht Ihr dem Regenten also loyal gegenüber?" fragte sie interessiert.
"Nun pfff... im Prinzip schon. Es wird sich zeigen, wie er auf mein Anliegen pfff reagieren wird. Sollte er es mit einem müden Lächeln pfff abtun so kann er sicher sein, dass er auf meine Stimme nicht mehr zählen kann. pfff. "
"Aber Ser van Lissenheim, soweit ich den König einschätze bisher, hat er sehr wohl ein offenes Ohr für die Bürger der Marschen. Ich kann mir nicht vorstellen, wieso er Eurem Anliegen kein Gehör schenken sollte. Es wird ja gemunkelt, dass ein Krieg heraufzieht, nicht nur von Orlais, sondern auch von der dunklen Brut. Habt ihr davon gehört?"
"Dunkle Brut? Pfff wer glaubt denn an solch Blödsinn? Pfff?"
Bella schnappte nach Luft. Das war ja wohl das letzte. Sie hatte sich durch Massen von dunkler Brut geschnetzelt, war im Endkampf gegen den Erzdämon dabei, und da saß ein Adliger, der die Existenz der Brut verleugnete? Bellas Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen, Wut loderte darin auf, die Iris verdunkelte sich um einige Töne und wurde fast schwarz.
Ihre Stimme war eisig, als sie antwortete.
"Ich glaube an die dunkle Brut, Ser van Lissenheim. Ich habe selber gegen diese Bestien gekämpft, bin grauer Wächter, und glaubt mir, ich WEISS wovon ich rede." Vorsichtig atmete sie aus.
"Oh pfff. Ich wollte Euch nicht zu nahe treten pfff werte Bellandrys. Ich bin noch nie dunkler Brut begegnet pfff und hielt es als Märchen, als Angstmacherei. Pfff. Also gibt es diese Bedrohung tatsächlich?"
Die Kellner tischten das Dessert auf. Ein Klecks Mousse au Chocolat, mit frischen Früchten der Saison garniert, und einem Häufchen Schlagsahne.
Bella nahm einen kleinen Löffel zur Hand und nickte.
"In der Tat gibt es diese Kreaturen, und ihr solltet diese Bedrohung ernst nehmen. Sollte der König gegen diese vorrücken, wäre es sicher von Vorteil, wenn Ihr Eure Berufssoldaten abkommandieren könntet. Wenn die dunkle Brut den Kampf gewinnt habt Ihr nämlich nicht mehr lange Freude an Euren Ländereien. Dann könnt Ihr Euch gleich sicherheitshalber Euren Grabstein bestellen, später wird es keinen Steinmetz mehr geben, der Euch einen macht."
Dem Bann fiel die Kinnlade herunter, und Bella verkniff sich ein zynisches Lächeln.
"Dann schwöre ich Euch hier und jetzt, dass der König meine volle Unterstützung hat."
Ser Christophor van Lissenhein vergaß bei dem Schock sogar, durch seine Nase laut auszuatmen.
Modifié par Bellandyrs, 09 avril 2010 - 06:14 .





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