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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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#1201
Guest_Juleiila_*

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#1202
Kaysallie

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ooc: ok, versuch nummer 2 ! ;>

_________________________



Allie öffnete wieder die Augen als sie merkte, dass sich immer mehr Leute in den Kerker begaben, doch sie schenkte ihnen nicht gerade Aufmerksamkeit, sondern blieb einfach an der Wand angelehnt in der Ecke sitzen. Nachdem Bella sie erwartungsvoll ansah und wissen wollte, was ihr widerfahren ist, seufzte sie und begann mit wehmütiger Stimme zu erzählen, was passiert war, nachdem sie alleine an dem Abgrund in den tiefen Wegen zurückgelassen wurde, und alle glaubten, dass dies das Ende der Magierin gewesen sei:

#1203
Kaysallie

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Ein Rückblick an einem anderen Ort zu einer bereits vergangenen Zeit:



"Inzwischen hatte sie sich wieder aufgerichtet und war einige Schritte zurück gegangen, sodass sie nicht direkt neben dem Abgrund saß. Sie blickte auf die andere Seite der Brücke und sah wie die anderen ihre Chance nutzten und das Richtige taten, indem sie weiterzogen.

Allie wusste, dass ihr Ende nur noch ein paar Minuten von ihr entfernt war, und sie wollte bei Andraste nicht, dass ihre Gefährten es mit ansehen mussten. Daher war sie erleichtert, als sie sah wie sie in einer dunklen Höhle an der anderen Seite verschwanden. Im Hintergrund hörte sie noch immer wie die dunkle Brut gegen das Tor rammte, und spürte wie die Erde bei jedem Aufschlag bebte. Sie stand nun fester am Boden, und verlagerte ihr Gewicht so, dass sie nicht noch einmal umfallen würde. Dann blickte sie auf den Boden, wo ihre Haarnadeln lagen. Sie dachte sich nur 'Jetzt ist nicht der Zeitpunkt um eitel zu sein.' Sie hoffte nur, dass ihre beiden langen hellbraunen hüftlangen Zöpfe sie nicht im Kampf behindern würden. Dann blickte sie ihre Hand an, und sah wie diese leicht zitterte. Sie ballte sie zu einer Faust, um das zittern zu unterdrücken. Sie hatte keine Angst vor dem Tod, den diesen wollte sie schon vor langer Zeit besiegeln, doch bei dem Gedanken an diese Kreaturen, kam ihr trotzdem immer wieder das schaudern.

Dann legte sie ihre schwere Tasche ab, und nahm einige Lyriumtränke heraus. Sie hatte fest vor, diese Monster solange wie möglich aufzuhalten um den anderen Zeit zu verschaffen, und sie wollte so viele wie möglich von ihnen mit in den Tod reißen. Danach trank sie noch ein paar Schlücke von dem Wasser, das sie dabei hatte, da ihr Hals komplett trocken war.

Sie blickte auf das Tor, dass bei jedem Aufschlag so aussah als würde es jeden Moment einreißen. Dann blickte sie nach oben. Es viel ab und zu Asche von oben herab, und es sah fast so aus als würde es schneien. Doch die Lava dampfte und feiner Rauch stieg empor.

Allie blickte auf ihre Tasche. Sie konnte nicht anders. Sie griff hinein und holte eine getrocknete rote Rose heraus. Sie trug diese immer bei sich. Einige der Blütenblätter waren bereits abgefallen, doch das störte Allie nicht. Sie hielt die Rose so fest, dass die Dornen in das Fleisch ihrer Hand rammten und aus der Faust in der sie die Rose hielt, leicht Blut heraustropfte. Doch sie spürte keinen Schmerz. Die Rose war ein Geschenk von ihrem Geliebten gewesen, welcher sie im Kampf verteidigte und dabei sein Leben gab. Sie blickte die Rose mit festem Blick an. Wieder zitterten ihre Hände und sie musste an ein Lied denken, welches sie immer vor sich her sang, wenn sie sich alleine fühlte oder Angst hatte. Sie schloss ihre Augen, und begann es mit trauriger zittriger Stimme vor sich her zu singen, bei jedem Aufschlag auf das Tor riss es sie, doch sie unterbrach nie das Lied. Eine einzige Träne lief dabei über ihre Wange und tropfte dann auf den heißen kahlen Boden, wo sie sofort verdampfte. Danach riss sie ihre Augen auf, und schleuderte die Rose in die Lava. Als die Rose langsam hinab fiel, verlor sie weitere Blütenblätter. Die Lava verschluckte sie und nur eine kleine Rauchwolke stieg empor.

Allie atmete einmal Tief ein und aus drehte sich dann um und stand 10 Meter weit von dem Tor entfernt. Sie war wütend, wenn sie an die vernarbten dreckigen grünen Gesichter dieser hässlichen Kreaturen dachte. Sie nahm ihren blutbefleckten Stab in die rechte Hand, stellte sich in Kampfstellung und wartete darauf, dass sie Tür kurz vorm nachgeben war.


#1204
Kaysallie

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Einige Stücke brachen aus hier heraus, und das war das Zeichen für Allie, nun etwas zu tun, was ihr viel Kraft kosten würde, jedoch war dies die einzige Möglichkeit diese Biester für einige Zeit von sich fern zu halten. Sie musste all ihre stärksten Zauber so schnell wie möglich hintereinander wirken.

Erst zauberte sie ein Siegel des Rückstoßes direkt unter das Tor. Danach wirkte sie einen Schneesturm, einen Sturm und ein Inferno, direkt hintereinander. Dazwischen trank sie jeweils einen Lyriumtrank. Und zu guter Letzt, wirke sie noch ein Erdbeben, was den Einsturz des Tors beschleunigen würde, damit die dunkle Brut direkt in all ihre gewirkten Zauber hineinstürmen würde, bevor diese wieder verschwanden. Die Stürme tobten und versperrten jede klare Sicht hinter das Tor. Der Boden bebte und das Tor fiel. Allie konnte hinter den Stürmen nur erkennen, wie all diese Monster direkt hineinliefen. Einige fielen sofort um und blieben liegen, andere versuchten sich aufzurichten, doch das Erdbeben lies es nicht zu. Die Bogenschützen feuerten in Allies Richtung, doch der Schneesturm versperrte ihnen die Sicht, sodass sie Pfeile an Allie vorbeiflogen.

Allie wusste dass sie nicht viel Zeit hatte, denn diese Zauber würden nicht ewig halten.

Dann plötzlich stürmte ein riesiger Oger durch die Stürme. Er widerstand all die Zauber und brülle als er Allie vor sich sah. Allie wollte gerade einen Zauber wirken, doch der Oger war so wütend, dass er schnell auf sie zulief und sie mit seinen riesigen Händen wie eine kleine Puppe hochhob und anbrüllte. Sie hatte Glück, dass er nicht zu fest zupackte und sie dabei zerquetschte, jedoch war es fest genug um Blutergüsse davon zu bekommen. Scheinbar wollte er nur erstmals nur zeigen, wie stark er war. Allie wollte sich bereifen, doch Ihre Arme waren nicht frei, sodass sie keinen Zauber wirken konnte. Sie strampelte mit den Beinen umher. Der Oger hielt sie, zu seinem Pech, soweit ober sich, dass Allie ihre Chance nutzte. Sie trug noch immer die Bergeisen Stiefel, und rammte dem Oger damit direkt in die Augen. Er brüllte und lies Allie fallen. Sie fiel auf den Boden und der Oger taumelte wild umher. Sie musste kurz an die Worte von Avalos denken, wie sie gegen einen Oger vorgehen sollten, doch sie hatte leider keine andere Waffe bei Hand außer ihres Stabes. Sie hob sich auf und lief auf die Bestie zu. Dann rammte sie ihm so fest sie konnte ihren Stab mit der spitzen Unterseite direkt in den Bauch. Blut spritze aus ihm heraus, und der Stab durchbohr ihn so, dass er auf der anderen Seite wieder heraus sah. Allie lief auf die Seite. Der Oger taumelte weiterhin wild umher und versuchte sich blind den Stab aus dem Bauch zu ziehen. Dabei näherte er sich der Klippe, rutschte ab und viel in die Tiefe direkt in die Lava wo er schreiend verbrannte.

Allie schnaufte, sie hatte kaum noch Lyrium zur Verfügung und die mächtigen Zauber so wie der Kampf gegen den Oger haben ihr bereits die meiste ihrer Kraft gekostet.

Als sie dem Oger hinterher blickte, spürte sie plötzlich einen stechenden Schmerz in ihrem linken Schulterblatt. Sie schrie laut auf, und griff sich sofort mit der rechten Hand auf die Schulter. Es war ein dreckiger Pfeil. Blut verbreitete sich rund um die Wunde und ihre Magie-Gewandung saugte es direkt auf. Sie blickte auf das Tor und sah wie ihre Zauber nach ließen. Sie wollte sich den Pfeil herausziehen, um die Wunde mit einem Heilzauber zu heilen, doch sie schauderte. Ihr Stab steckte noch immer in dem Oger, welcher bereits in der Lava sein Ende fand. Sie war ohne ihres Stabes nahezu machtlos. Dann ein weiterer Schmerz direkt in ihren Oberschenkel. Wieder ein Pfeil der dunklen Brut. Sie fiel zu Boden auf die Knie als er sie traf. Ihr Atem war inzwischen schwer und sie blickte mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden. Als sie am Boden blickte, und sich mit der Hand abstützte, sah sie wieder den Ring, den Avalos ihr gegeben hatte. Sie musste an seine Worte denken:



"Dieser Ring ist ein Kraftreservoir, eine Quelle magischer Energie. Zapft es an, wenn ihr verzagt oder meint, seine Kraft zu brauchen.

In Zeiten größter Not, könnt ihr seine Kraft auf einen Schlag freisetzen, und damit alleine durch die ungebundene magische Schockwelle dutzende Feinde töten. Wenn ihr der Magie Gestalt gebt, in Form einer Feuerwalze oder ein Wand aus Elektrizität, potenziert sich dieser Faktor natürlich. Aber bedenkt, nur in Zeiten größter Not. Es würde den Ring vernichten. Er würde einfach schmelzen, und das flüssige Metall würde eure Hand in rauchende Asche verwandeln. Bedenkt, was ihr zu tun bereit seid."


#1205
Kaysallie

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Sie blickte nach links zum Tor. All ihre Zauber waren in diesem Moment verschwunden. Einige der Hurlocks und Genlocks blieben bereits tot am Boden liegen. Doch die hintere Welle stürmte das Tor und lief auf Allie zu. Sie sprach stöhnend ein letztes Mal einen Vers, und zauberte eine Kältekägel auf die Genlocks die bereits fast vor ihr waren, dann setzte sie die Macht des Ringes frei. Sie spürte wie er sich in ihre Haut einbrannte und musste schreien. Sie sah nur noch wie einige der Monster einfroren und umfielen. Dann gab ihre Kraft nach, die Schmerzen der beiden Pfeile waren zu stark und auch der letzte Zauber und das Freisetzten der Macht des Ringes kosteten ihr zu viel Kraft und sie fiel mit dem Kopf zu Boden. Das letzte, dass sie spürte war, wie ihr Geist durch das Nichts flog und Andraste sie mit ihren göttlichen Händen auffing."

#1206
Kaysallie

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ooc: neu ab hier :

_________________



Allie betrat in diesem Moment das Nichts und sie spürte wie sie in die Tiefe flog. Sie öffnete die Augen und sah wie die Rosenblätter der getrockneten roten Rose, die sie vor dem Kampf gegen die Horde der dunklen Brut in die Lava geschmissen hatte, zusammen mit ihr in die Tiefe flogen. Rund um sie war nichts. Es gab keinen Boden, keinen Himmel, keine Landschaft, einfach nichts. Plötzlich offenbarten sich einige Meter vor ihr zwei Gestalten. Allie presste die Augen zusammen um erkennen zu können, um wen es sich handelte. Die eine Gestalt entpuppte sich als eine wunderschöne junge Frau, die ein langes weißes Kleid trug und ein großes mit grünen Edelsteinen verziertes Langschwert in der rechten Hand hielt. Allie wusste, dass sie diese Frau schon irgendwo einmal gesehen hatte, doch ihr viel der Name nichtmehr ein. Die andere Gestalt war ein Mann. Er trug einen scheinbar schweren silbernen Brustpanzer auf dem in der Mitte ein weißer Griffon gezeichnet war. Er hatte dunkelbraune Haare, ein paar kleine Narben im Gesicht und hellgrüne Augen. Allies Blick konnte nichtmehr von ihm weichen, denn es handelte sich dabei um ihren verstorbenen Geliebten. Die beiden näherten sich Allie jedoch nicht, sondern blieben starr auf einem Punkt stehen. Allie war noch immer von dem kompletten nichts umgeben und auch die Rosenblätter schwebten noch immer scheinbar schwerelos um Allie umher. Sie wollte etwas

sagen, den beiden zurufen, doch es kam kein Ton aus ihrer Kehle. Sie versuchte es noch einmal, doch nicht ein Wort verlies ihren Mund. Dann wollte sie versuchen auf die beiden zuzugehen, doch egal welch schnellen Schritt sie auch ging, sie näherte sich den beiden kein Stück. Plötzlich kam die junge Frau auf sie zu. Allie blieb stehen und ihr Blick konzentrierte sich nur noch auf die Frau. Die Frau strecke den linken Arm aus und ihre Hand war dabei weit geöffnet. Dann begann sie einige Worte zu sprechen, doch Allie verstand nichts von dem was sie sagte. Anschließend dämmerte es Allie: die Frau war Andraste. Allie viel wieder ein wieso sie eigentlich hier war. War sie tot? Allies Gedanken schweiften umher, doch Andraste ging weiter auf sie zu. Als Andraste nur noch knapp einen halben Meter vor Allie stand, berührte sie mit ihrer göttlichen Hand Allies Kopf. Allie musste laut schreien. Es war als würde ihr gesamter Körper mit Messerstichen durchbohrt werden, und dann Riss es sie aus dem Nichts.



Als Andraste ihren Kopf berührte, wachte sie stürmisch auf. Sie atmete tief ein und aus und hielt sich mit der rechten Hand den Kopf. Sie konnte nicht realisieren was gerade passiert war, doch als sie sich umsah, wo sie war, war ihr das auch einerlei. Sie nahm ihre Hand von der Stirn und betrachtete diese. Ihr Ringfinger fehlte, und es war ein Leinenverband um ihre Hand gewickelt. Allie musste kurz an den Ring denken, den Avalos ihr geschenkt hatte und dann an seine Auswirkungen. Er hatte beim Freisetzten seiner Macht Allies Finger abgebrannt, doch sie konnte von Glück reden, dass ihr nicht die ganze Hand fehlte. Dann musterte sie weiter ihren Körper. Um ihr Bein, welches von einem Pfeil durchbohrt wurde, war ebenfalls ein Verband gewickelt. Zusätzlich waren einige Kräuter, die Allie nicht kannte, mit eingebunden. Auch ihre Schulter war versorgt. Ihre Haare waren nicht wie sonst zu zwei Zöpfen geflochten sondern offen und sie trug nur ein einfaches Leinengewand. Von all ihren Sachen fehlte jede Spur. Dann blickte sie sich um, doch sie schauderte. Sie saß in einer Zelle. Die Zelle bestand aus drei Steinwänden und einer Seite mit langen, dicken, rostigen, öl- und blutbeflecken Gitterstäben und einer Gittertür. Insgesamt war die Zelle in etwa sieben Meter breit und fünf Meter lang. Sie lag auf dem Rücken auf einem Haufen Stroh, über den eine Leinendecke gelegt wurde und neben ihr stand ein schmutziger Teller mit einem steinharten Laib Brot und daneben eine Schüssel mit schmutzigem Wasser.

Allie versuchte aufzustehen, doch die Wunden schmerzten noch sehr. Sie ignorierte den Schmerz, denn sie musste wissen, ob die Tür abgesperrt war oder nicht. Auf einen Bein humpelte sie zur Tür. Mit der linken unverletzten Hand berührte sie einen der Gitterstäbe. Allie musste sofort zurückschrecken, denn der Stab war extrem heiß und als sie ihn berührte versetzte es ihr einen Schlag.


#1207
Kaysallie

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"Magie.."



flüsterte sie sich selbst zu, und setzte sich wieder auf das Strohbett. Sie blickte zwischen den Gitterstäben nach draußen und konnte aus diesem Blickwinkel zwei weitere Zellen, die jedoch leer waren, erkennen. Der Boden war schmutzig, kahl und insgesamt war der Kerker sehr dunkel. Nur vereinzelt waren Kerzenleuchter an den Wänden außerhalb der Zelle angebracht. Das Kerzenlicht flackerte und erleuchtete die Wände des Außenraums nur leicht gelblich. Plötzlich konnte Allie mehrere Schatten an der Wand erkennen.

Nur Sekunden später sah sie die Gestalten, die den Schatten warfen, auf ihre Zelle zukommen. Es war dunkle Brut. Allie verstand nicht. Dunkle Brut? Die dunkle Brut war seelenlos und noch nie hörte sie etwas davon, dass diese Gefangene nehmen. Es waren zwei Genlocks, zwei Hurlocks und ein Kultist. Der Kultist näherte sich der Zelle, blieb vor dieser stehen und starrte Allie mit festen Blick an. Er begann grunzend zu lachen und sagte dann mit einer grauenvoll klingenden Stimme eintönig:



"Seid Ihr also auch endlich erwacht."



Allies Augen weiteten sich. Sie konnte es nicht glauben! Hat dieses Monster etwa gerade gesprochen oder war sie noch immer in einer Traumwelt?



Er grunzte wieder und fügte hinzu:

"Wie ich sehe geht es Euren Wunden schon besser. Es war gar nicht so einfach Euch zu retten, fast wärt Ihr uns ins Nichts entwischt."



Allie wiederholte stotternd was der Kultist zu ihr sagte: "retten..?". Dann fasste sie wieder klare Gedanken und fügte hinzu: "Wieso sollte die dunkle Brut einen grauen Wächter retten und beim Erbauer wieso könnt ihr sprechen!"



Die Genlocks kicherten leicht und der Kultist sprach weiter:



"Nun ja es war wohl eher eine Art 'Unfall'. Vor einigen Wochen begegnete uns in den tiefen Wegen ein grauer Wächter Zwerg, der sterben wollte, wie es die eurer Art gerne tun wenn sie wissen, dass ihre Zeit gekommen ist. Wir töteten ihn, und einige von uns fanden es amüsant sein Blut zu trinken und ihn zu verspeisen. Nachdem sie dies getan hatten, waren sie nichtmehr dieselben. Sie konnten denken und sprechen oder wurden komplett wahnsinnig und starben auf der Stelle. Ich war einer von ihnen." Er schmunzelte. "Wir wussten, dass dies kein Zufall war, wir wussten, dass wir nun keinen Erzdämon mehr benötigen um gegen die Oberfläche vorzudringen, wir wussten, dass wir das Blut der Wächter brauchten."



Allie unterbrach ihn und schrie ihn laut an: "Ihr trinkt das Blut von den Wächtern! Das ist Irrsinn, das könnt ihr nicht tun!"



Er sprach ruhig weiter: "Natürlich können wir das. Oder habt Ihr Euch darum gekümmert ob es uns stört, als ihr das Blut der dunklen Brut für Euren Beitritt zu den Wächtern getrunken habt?



Allie verstummte und er fuhr fort:



"Wie ihr Euch sicher schon denken könnt, ist auch das der Grund wieso wir Euch gerettet haben, jedoch gibt es ein Problem an der ganzen Sache. Ihr seid eine Magierin. Ihr könntet uns, wie Ihr schon bewiesen habt, jederzeit in einem Eishagel oder ähnlichem umbringen, wenn wir versuchen würden an Euer Blut heran zu kommen und unsere Zauber würden an Euch abprallen wegen Eurer mächtigen Schilde. Daher muss ich Euch nun zwei Optionen anbieten. Die erste Option lautet wie folgt, Ihr gebt uns Euer Blut freiwillig und seid Teil davon wie neues intelligentes Leben entsteht."



Er hielt kurz inne bevor er weitersprach.



"Oder wir werden einen gewaltsameren Weg finden, um an Euer Blut heran zu kommen. So oder so, wir bekommen was wir brauchen."



Er wartete nicht auf eine Antwort, sondern drehte sich um und verließ zusammen mit seiner Gefolgschaft den Kerker und Allie war wieder alleine.

Sie konnte es nicht glauben. Dafür hat Andraste sie am Leben gelassen? Um ein Blutspender für die dunkle Brut zu sein? Das konnte nicht wahr sein! Allie wusste nicht was sie tun sollte und sie begann zu weinen. Tränen liefen über ihre Wangen. Dann wurde sie wütend und ballte ihre beiden Hände zu Fäusten. Sie nahm das harte Laib Brot und schmiss es gegen die Wand dann stand sie zornig auf und ignorierte den Schmerz an ihrem Bein. Sie ging wieder auf die Tür zu und schlug gegen einen Gitterstab. Sie schrie laut und wie Feuer brannte sich der Stab in ihre Fäuste ein. Sie stoppte und begann nervös auf und ab zu laufen. Dann schlug sie gegen die harten Steinwände, ohne Schmerzen zu spüren, selbst dann nicht als bereits Blut von ihren Händen herabtropfte. Dabei liefen immer weitere Tränen über die Wangen hinab. Nachdem sie einige Male gegen die Wand geschlagen hatte, sank sie keuchend zu Boden, als ob sie begriffen hätte, dass es sinnlos ist.

Am nächsten Tag kam der Kultist der dunklen Brut mit seiner Gefolgschaft zurück und sie fanden Allie in einer Ecke der Zelle hockend vor. Er blickte sie an und begann zu sprechen:



"Nun wie habt ihr Euch entschieden?"


#1208
Kaysallie

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Allie antwortete nicht sofort. Erst blickte sie noch entgeistert auf den Boden. Dann ging einer der Hurlocks auf das Gitter zu und Schlug mit einem riesigen rostigen Hammer dagegen. Die gesamten Gitterstäbe begannen zu wackeln und donnern und Allie wurde aus den Gedanken gerissen. Sie blickte die Kreaturen an und sagte mit einem kleinen Grinsen:



"Ihr denkt doch nicht wirklich, dass ich Euch mein Blut freiwillig anbiete. Das würde gegen all das verstoßen wofür ich stehe."



Der Kultist blickte zu Boden und grunzte kurz vor sich hin. Dann blickte er wieder zu Allie.

"Ich dachte mir bereits, dass ihr das sagen werdet, auch wenn mich das nicht gerade froh stimmt."



Dann hob er die Hand und machte eine winkende Bewegung. Plötzlich stürmten einige Abgesandte in den Kerker. Sie gingen auf das Gitter zu und stellten sich davor in einer Reihe auf. Dann begannen sie eine Art Zauber zu sprechen und bewegten dabei ihre Hände wirr in der Luft umher. Plötzlich tauchte eine Art schimmernder schwarzer Nebel in der kompletten Zelle auf. Allie bekam plötzlich extrem starke Kopfschmerzen und begann zu schreien. Nach einigen Minuten war der Prozess zu Ende und der Nebel verschwand.

Allie schrei: "Was war das!?" Sie hielt ihre Hände an den Kopf, denn dieser schmerzte noch immer.

Die Abgesandten verschwanden wieder aus dem Raum und der scheinbare Anführer begann zu sprechen:



"Haha. Das war nicht nur ein Zauber. Es war ein Ritual. Schwarze Magie. Ein Fluch. Nennt es wie ihr wollt. Doch was Euch eher interessieren sollte, sind die Auswirkungen dieses Fluchs, doch ich denke, das werdet ihr noch schnell genug herausfinden."



Dann begann er einen weiteren Zauber zu sprechen. Er bewegte seine Hand auf und ab. Rund um Allie machte sich eine braune Rauchwolke breit und sie begann ohne sich wehren zu können einzuschlafen.



Als sie wieder zu sich kam, lag sie wieder am Rücken auf dem Stroh in ihrer Zelle. Sie hatte neue Verbände an ihrem Bein, an der Schulter der Hand und zusätzlich an der Elle. Allies Kopf schmerzte noch immer. Sie setzte sich auf, lehnte sich an die Wand und dachte über die Worte des Kultisten nach und wieder schmerzte ihr Kopf. Sie versuchte zu begreifen, was dieser Fluch bedeutete. Doch ihr Kopf schmerze zu sehr um nachdenken zu können. Dann fiel ihr Blick auf die neuen Bandagen auf ihrem Unterarm. Sie begann den Verband aufzuwickeln und stellte zu ihrem Erschrecken fest, dass sie eine Art quer geführten frischen Schnitt im Arm hatte. Die dunkle Brut, war wohl wie sie es gesagt hatten an ihr Blut gekommen. So oder so. Sie seufzte und lehnte sich zurück. Dann fiel ihr Blick wieder auf die Wunde. Sie dachte an einen Heilzauber und legte ihren anderen Arm auf die Wunde und presste diese fest dagegen. Sie wollte sich gerade konzentrieren und die Worte sprechen, die der Zauber benötigt, als sie starkes Stechen in ihren Kopf bekam. Sie nahm die Hand wieder von der Wunde und fasste sich an den Kopf und dann dämmerte es ihr. Sie versuchte es erneut den Zauber zu wirken und wieder unterbrachen ihre Kopfschmerzen ihre Konzentration, stattdessen stieg ihre Wut auf alle möglichen Dinge unermesslich an. Ihre Hände begannen wild umher zu zittern und sie musste an etwas anderes denken, als an das Wirken von Zaubern, doch inzwischen kam es ihr so vor, als ob dieser Fluch alles unterbrach was in irgendeiner Weise etwas mit denken zu tun hatte. Vielleicht tat der Kultist dies, um Allie zu zeigen wie es ist, wenn man nicht in der Lage ist zu denken, so wie es bei der dunklen Brut in einer ähnlichen Weise der Fall ist.


#1209
Kaysallie

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Die nächsten zwei Wochen verliefen für Allie wie eine Routine. Jeden Tag kam der Kultist mit seiner Gefolgschaft und wirkte seinen Schlafzauber auf Allie und jeden Tag erwachte sie danach mit einer weiteren eingeritzten Wunde auf ihrem Arm in ihrer Zelle.

Die 'freie' Zeit verbrachte sie damit, ihren Körper fit zu halten, da sie mit ihrem Kopf nichts mehr leisten konnte. Manchmal band sie sich die Leinenbandagen um ihre Fäuste und prügelte gegen die Steinwände. An anderen Tagen lief sie einfach nur im Kreis oder redete mit sich selbst. Ihr Zorn gegen die dunkle Brut, gegen Andraste die sie hier her zurück gebracht hatte, ihr Zorn gegen das Leben das sie führte wuchs jeden Tag stätig an. Dank des Fluchs, konnte sie den Zorn nichtmehr bändigen oder kontrollieren, denn sie hatte jeden Grad an Konzentration verloren. Es war fast so, als ob der Fluch von Tag zu Tag schlimmer wurde, was jedoch auch an der Situation, dass sie komplett alleine in einer dunklen Zelle war und keine Beschäftigungen hatte, liegen konnte. Zumindest trug diese Situation dazu bei, dass sie allmählich etwas verrückt geworden war. Manchmal kam ihr sogar der Gedanke sich umzubringen. Alles wäre besser gewesen als in diesem Kerker zu weihen, doch sie wusste weder wie sie das anstellen sollte noch was es bringen würde, wenn ein Gott sie höchstpersönlich ins Leben zurück geworfen hatte. Oder war auch das nur ein Traum? Manchmal musste sie auch an ihre alten Begleiter und Freunde denken. An Jule, Avalos, Lyna und Bella. Selbst an den Hund und an Ripper musste sie manchmal denken, und sie fragte sich ob sie noch am Leben waren, oder ob sie in einer ähnlichen Situation waren wie sie. Vielleicht waren sie sogar der Grund, für den es sich noch zu Leben lohnte. Sie musste jedoch nie an den Zirkel, an ihren Geliebten oder an sonst irgendeinen Teil ihres vorherigen Lebens denken, es war fast so, als hätte sie mit diesem Teil ihres Lebens abgeschlossen, als sie glaubte im Kampf zu fallen.



Nach den vergangenen zwei Wochen, als Allie gerade in der Zelle auf und ab lief, kam einer der Abgesandten zu ihr. Dies war sehr untypisch. Normalerweise kam immer eine ganze Horde von dunkler Brut in den Kerker, wenn sie Allie das Blut abnehmen wollten. Er wirkte den Schlafzauber, den sonst der Anführer zauberte und Allie erwachte später wie gewohnt in der Zelle. Auch wenn sie sich nichtmehr konzentrieren konnte, war sie dennoch nicht dumm geworden. Ihre Klugheit sagte ihr, dass sie diese Chance beim nächsten Mal nutzen musste.



Am nächsten Tag, riss sich Allie ihre Bandagen herab und begann ihre Wunden aufzukratzen. Sie rieb wild mit ihrer Hand an der Elle auf und ab bis fast der ganze Arm voller Blut war. Sie war nichtmehr in der Lage Schmerzen zu spüren, doch dies tat sie aus einem anderen Grund. Als der Arm Blut überlaufen war, legte sie sich mit dem Kopf zur Wand auf den Boden. Man hätte echt meinen können, dass sie aussah wie eine Leiche. Als der Abgesandte, wieder alleine kam musterte er Allie. Sie rührte sich nicht. Er nahm kurz die Hand zum Kinn, als wollte er nachdenken, ob er Hilfe holen sollte oder nicht. Dann nahm er die Schlüssel des Kerkers, die er an seinem Gürtel befestigt hatte und öffnete das Tor. Auf Allies Gesicht machte sich ein leichtes verrücktes Grinsen breit. Der Abgesandte ging auf Allie zu und musterte sie weiter. Plötzlich stützte sie sich an den Händen und Beinen ab und fasste den Abgesandten am Bein. Direkt in der selben Sekunde zog sie ihn so am Bein, dass er umfiel und noch bevor er reagieren konnte, hatte sie ihm bereits den Stab abgenommen und ihm diesen direkt in den Kopf gerammt. Blut spritze direkt in Allies Gesicht und ein kurzer quietschender Schrei war zu hören, als sie ihm den Stab direkt zwischen die Augen durch den Kopf rammte. Sie nahm ihm die Schlüssel ab, sowie einen kleinen Wasserbeutel den er bei sich trug und seinen Stab behielt sie zur Sicherheit auch noch.

Dann rannte sie so schnell sie konnte aus der Zelle in den Außenraum des Kerkers. Es führte nur ein Weg nach draußen, ein langer Gang bergauf. Sie lief den Gang entlang und nur wenige Meter später stand sie an einer Art Klippe. Von der Klippe aus, konnte sie alles überblicken, und sie musste feststellten, dass sie sich irgendwo tief unter der Erde befand, da der Himmel eine Steindecke war, wie in Orzammar. Als sie nach unten blickte, sah sie zu ihrem Erschrecken eine Armee voller dunkler Brut. Sie jubelten die ganze Zeit, denn an der Spitze stand ein einzelner Hurlock und es sah so aus als würde er eine Art Rede halten. Allie konnte nicht verstehen was er sagte, dafür war sie zu weit entfernt. Weiters konnte sie einige Zelte sowie ein Gehege voller wilder Bronto erkennen. Auf der linken Seite des Grabens war ein riesiges Meer aus Lava, welches das Licht in diesem Untergrund spendete. Am Ende der rechten Seite des Grabens war ein großes altes heruntergekommenes Tor und ein Weg, der von zwei Wachen bewacht wurde.


#1210
Kaysallie

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Von der Klippe führte ein Weg direkt nach unten zu der Armee und ein weiterer führte oben die Klippen entlang. Beide Wege waren sinnlos. Würde sie nach unten gehen, würde man sie sofort erwischen, würde sie sich in den Klippen verstecken, würde man sie später erwischen.

Doch dann änderte sich das Blatt schlagartig. Ein Genlock kam plötzlich den Weg empor und ging auf Allie zu. Er wollte scheinbar nach dem Abgesandten sehen, den Allie gerade kurzerhand umgebracht hatte. Er war mit einem hölzernen Bogen und einigen dreckigen Pfeilen ausgerüstet, sowie mit zwei alten rostigen Dolchen. Allie versteckte sich hinter einem Felsen und wartete darauf, dass er näher kam. Als er an dem Felsen vorbei ging, schnappe Allie diesen von hinten und brach ihm das Genick. Er viel sofort tot zu Boden. Sie zerrte den Genlock hinter den Felsen und tauschte den Stab des Abgesandten gegen den Bogen, die Pfeile und die Dolche ein. Sie nahm ihm außerdem den Ledergürtel ab und Band sich diesen um die Taille, um die Dolche daran befestigen zu können. Sie lehnte sich an den Felsen und blickte noch einmal nach unten. Sie musste nicht nachdenken, sie hatte ihren Plan bereits. Sie nahm einen Pfeil und spannte den Bogen. Sie zielte direkt auf eines der Bronto. Und Schuss. Als der Pfeil auf die Tiere zuflog, begann er plötzlich in Feuer zu entfachen und als er mitten in den Bauch des Brontos einschlug, explodierte er. Scheinbar war Allies Magie doch noch nicht gänzlich verschwunden. Allie wunderte sich einen Moment über ihre Zielgenauigkeit, doch scheinbar, hatte der Fluch nicht nur Nachteile. Das Tier begann zu brüllen und lief panisch auf den Zaun den Geheges zu. Allie musste grinsen. Wie erneut wild geworden lief das Tier einfach durch die Absperrungen durch und direkt auf die Armee zu. Allie schoss weitere Pfeile auf die Tiere, und diese reagierten ebenfalls wütend und rannten auf die Armee zu. Die dunkle Brut begann panisch vor den Tieren zu flüchten. Einige liefen zu ihren Zelten, andere wollten sich wehren und wurden dabei von den Brontos überrannt. Wieder andere wurden von den Tieren direkt in die Lava gedrängt. Nachdem das Chaos perfekt war, steckte Allie den Bogen weg, blickte noch einmal auf die Leiche den Genlocks der neben ihr am Boden lag und spuckte darauf. Dann lief sie den Weg nach unten. Es war ein steiniger treppenähnlicher Weg. Keiner der dunklen Brut schenkte Allie auch nur einen Funken an Aufmerksamkeit, da alle mit den Brontos beschäftigt waren. Als Allie unten ankam, lief sie in die Richtung, wo der Weg und der Ausgang mit den beiden Wachen war. Sie hielt sich dabei immer an der Wand des Grabens, im Schatten sodass man sie so gut wie gar nicht erkennen konnte. Währenddessen sie den Graben entlang lief, und all die Genlocks und Hurlocks im Hintergrund schreien hörte, hatte sie einen kurzen Moment Angst vor dem was hinter dem Ausgang lag. Dort könnte eine zweite Armee stehen, oder ein Haufen voller Abgesandter die nur darauf warteten, dass man Allie brachte um ihr das Blut zu entnehmen. Doch sie musste es einfach riskieren. Sie lief auf die beiden Wachen zu, die sofort zu schreien begannen als sie Allie sahen. Doch der Rest der Armee hatte noch immer besseres zu tun. Allie zückte die beiden rostigen Dolche und die zwei Wachen holten ebenfalls zwei Dolche heraus und liefen auf Allie zu. Allie war voller Wut und rammte den beiden wie ein verrückter Massenmörder jeweils einen Dolch direkt durch den Bauch, noch bevor diese einen Angriff starten konnten. Sie hechelten kurz und waren im selben Moment auch schon tot. Warmes dunkles Blut lief aus ihren Wunden direkt auf Allies Hände und sie ließ die Dolche los sodass die beiden langsam zu Boden fielen. Sie ließ die Dolche in den Bäuchen der Wachen stecken und nahm sich stattdessen zwei neue von einem der beiden.

"Ich danke dir."

Sagte sie als sie über die Wache hinwegstieg. Dann spuckte sie auf die andere Wache und ging durch das Tor.


#1211
Kaysallie

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Erleichterung machte sich breit und sie musste einmal tief aufatmen. Sie war noch immer unter der Erde, doch das war besser, als weitere dunkle Brut. Es führten mehrere dunkle Wege in die verschiedensten Richtungen. Sie hatte keine Ahnung in welche Richtung sie laufen musste, doch sie musste sich beeilen, denn die dunkle Brut würde bestimmt bald nach ihr suchen. Sie lief den mittleren Weg entlang und verschwand wie ein Schatten in der Finsternis.



Sie verbrachte eine gesamte Woche und vier Tage in der Tiefe bevor sie endlich wieder den Geruch von Freiheit in der Nase spürte. In diesen Tagen, irrte sie in fast kompletter Finsternis durch die Wege. Dabei begegnete sie einzelnen Patrouillen von dunkler Brut, denen sie immer die Wasserflaschen sowie Brot, Waffen und teilweise Kleidung abknöpfte. Das wichtigste war jedoch Information. Es dauerte eine Weile bis sie einen Hurlock erwischte der sprechen konnte, den sie darüber auspressen konnte wo es einen Weg an die Oberfläche gab. Sie sagte, sie lasse ihn leben, wenn er ihre eine Richtung zeigt. Doch als sie die nötige Information hatte, tötete sie diesen qualvoll und spuckte auf ihn, doch auch dies verschaffte ihr keine Genugtuung darüber, was ihr die dunkle Brut angetan hatte. Manchmal musste sie sich Tiefenlauerern und Kreaturen die sie noch nie zuvor gesehen hatte kämpfen und sich manchmal sogar anschließend von diesen ernähren. Sie würde es jedoch nie wagen, einen der dunklen Brut zu verspeisen, lieber wäre sie verhungert. Schlaf fand sie kaum, vielleicht ein oder zwei Stunden pro Tag. Sie konnte nicht schlafen in dieser kompletten schwärze und dem Gefühl, dass man nicht weiß wo man ist und was vielleicht neben einem steht. Doch eines Tages war es dann soweit und sie spürte einen Luftzug. Es war klar, dass es keinen Wind unter der Erde gab, also musste dieser von einer Öffnung an die Oberfläche stammen. Als sie diesem Weg weiter folgte, erreichte sie nach einem langen Marsch dann doch einen Höhlenausgang und sie sah von der ferne ein Licht am Ende des Tunnels.


#1212
Kaysallie

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Als sie direkt in das helle Licht blickte, musste sie sofort die Augen schließen und sich diesem abwenden. Es schmerzte. Sie war insgesamt um die drei Wochen oder mehr kompletter Finsternis ausgesetzt gewesen und ihre Augen hatten sich bereits an die Dunkelheit gewöhnt. Sie nahm einen der Dolche zur Hand und nahm ihre langen Haare zusammengefasst mit der anderen Hand. Dann schnitt sie sich diese mit einem geraden Schnitt zu einem Kurzhaarschnitt ab. Die Haare waren ihr so oder so die ganze Zeit nur im Weg gewesen. Dann ließ sie die Haare die sie nun in der anderen Hand hielt zu Boden fallen und nahm eine der Leinenbandagen, die sie noch bei sich trug und wickelte sich diese um den Kopf, sodass ihre Augen dabei verdeckt blieben. Durch den Stoff konnte sie teilweise Umrisse erkennen und die Sonne konnte nicht direkt in ihre Augen scheinen. Dann lief voller sie Erleichterung auf den Ausgang zu und durchquerte diesen. Sie hatte seit langem nicht etwas so schönes gesehen, auch wenn sie nur Umrisse erkennen konnte. Sie stand am Rande eines Berges, woraus der Höhleneingang führte. Direkt daneben war ein riesiger Laubwald und ein kleiner See. Allie konnte die Vögel zwitschern hören und spürte wie die morgendliche Sonne auf ihren Kopf prallte. Sie atmete tief ein und roch dabei frische Berg- und Waldluft. Sie hob die Arme dankend in die Höhe und blickte mit geschlossenen Augen in den Himmel. Für einen kurzen Moment vergaß sie, was geschehen war, und erfreute sich einfach an der neu erlangten Freiheit. Dann senkte sie ihren Kopf wieder und klettere die ungefähr zwei Meter hohe Klippe hinab, hinunter auf den Waldboden. Dann lief sie auf den See zu und trank etwas von dem Wasser. Sie dachte nicht einmal daran, sich zu waschen und das obwohl sie seit Wochen kein Bad mehr genommen hatte. Inzwischen fiel es ihr wahrscheinlich garnichtmehr auf wie schmutzig sie bereits war oder wie sie roch. Plötzlich nahm sie einen der Dolche und schleuderte diesen mit einer starken Wucht kerzengrade nach unten in den See. Dann holte sie diesen wieder heraus und ein aufgespießter Fisch zappelte wild umher. Sie nahm den Fisch vom Dolch, brach ihm das Genick, damit dieser nicht weiter leiden musste, wobei dies Allie wohl weniger störte als das herumgezappel des Fisches. Dann starrte sie diesen eine Weile an und begann diesen dann direkt roh zu essen. Ab und zu spuckte sie ein paar Kreten aus, doch im großen und ganzen war dies das beste Mahl das sie seit langem hatte. Als sie fertig war, wollte sie sich eigentlich eine Weile ausruhen, denn schließlich hatte sie seit Tagen nichtmehr richtig geschlafen, doch dann hörte sie hinter einem großen Busch etwas rascheln. Sie sprang sofort auf und hielt ihre beiden Dolche in den Händen und starrte auf den Busch. Plötzlich offenbarte sich etwas, womit sich nicht gerechnet hatte. Es war eine Halla! Und es war nicht nur irgendeine Halla, sondern die Halla, der sie einst das Leben gerettet hatte! Sie wusste nicht woher sie das gleich wusste, doch sie spürte es sofort, als sie dieses prachtvolle Tier durch das Leinentuch erblickte. Allie ließ ihre Dolche fallen und lief auf das Tier zu und umarmte es. Die Halla gab einen wiehernden Laut von sich, der wohl so viel heißen sollte wie:

"Ich freue mich auch Euch wiederzusehen."


#1213
Kaysallie

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Allie streichelte der Halla über die Nase und sagte:



"Woher hast du nur gewusst, dass ich hier bin?"



Dann erinnerte sich Allie an die Worte einer Elfenhirtin zurück, der sie einst begegnet war. Sie sagte, dass man auf den Hallas reitet, doch dass sie selbst den Weg bestimmen.



"Denkst du, du kannst mich ein zweites Mal zu meinen Freunden zurückbringen?"



Die Halla bückte sich, sodass Allie aufsteigen konnte. Allie nahm die beiden Dolche, die sie vor kurzem auf den Boden fallen ließ und stieg auf den Rücken des Tieres auf. Die Halla setzte sich wieder auf drehte sich um und begann durch den Wald zu traben.



Allie musste keine Richtung angeben und sie wusste immer noch nicht wo sie eigentlich war. Die Reise auf dem Rücken des Tieres war jedoch auch sehr anstrengend für Allie. Allie war die Luft des Waldes nichtmehr gewohnt und ihre Lungen begannen schnell zu schmerzen und auch ihre Augen brannten und sie war bereits fast blind. Zudem schien ihr die Sonne die zu dieser Jahreszeit trotz alledem schon eine ziemliche Kraft hatte, direkt auf den Rücken und sie hatte schon bald einen starken Sonnenbrand. Die Halla wollte bei Nacht Pausen einlegen, doch nach meist nur zwei oder drei Stunden bat Allie, die Halla darum weiterzureisen, denn nicht so wie früher war ihr die Nacht inzwischen angenehmer als der Tag und auch der Wald war nicht so furchteinflößend, wie sie immer dachte. Bei Nacht hatte es kühlere Temperaturen und es war so dunkel, wie in dem tiefen Untergrund der Höhle indem sie sich die lange Zeit aufhielt, was für Allies Augen durchaus angenehmer war. Inzwischen fühlte sie sich nichtmehr wie ein Magier des Zirkels, sondern eher wie ein Schurke der Nacht, der seine eigenartigerweise vorhandenen Magiekünste nicht beherrschen und kontrolliern kann. Nach etwa einer Woche erreichten sie den Waldrand und eine damit verbundene Straße. Es war eine Kreuzung wo ein hölzernes Wegekreuz, das in zwei Richtungen zeigte, aufgestellt war. Die Halla ging auf das Wegekreuz zu und lies Allie absteigen.



"FellRemnon, die freien Marschen."



Als Allie FellRemnon vorlas, begann die Halla mit dem Huf auf dem Boden zu scharen.



"In FellRemnon sind sie also, interessant."

Dann Blickte Allie in die Richtung des Pfeiles, konnte jedoch nichts erkennen da ihr momentanes Augenlicht dies nicht zuließ.

Dann wandte sie sich der Halla zu.

"Ich danke dir, mein alter Freund, ohne dich hätte ich es wohl nie bis hier her geschafft."

Dann umarmte sie die Halla und drückte sich dabei fest an ihr weiches schneeweißes Fell. Nach einigen Sekunden ließ sie das Tier los.

"Leb wohl, ich hoffe wir sehen uns eines Tages wieder."

Die Halla wieherte glücklich, drehte sich dann um und trab zurück in den Wald.



Allie drehte sich wieder in die Richtung in die der Pfeil zeigte, atmete dann einmal tief ein und machte sich zugleich in einem schnellen Tempo auf den Weg.

Sie war erschöpft, doch sie wusste, dass sie bald ihr Ziel erreicht hatte. Sie musste die anderen einfach wieder finden und ihnen berichten, was ihr widerfahren war, dass sie noch am Leben war und dass die dunkle Brut bereits eine Armee aufgestellt hatte. Inzwischen dämmerte es auch schon. Als sich Allie FelRemnon weiter näherte, konnte sie schon bald erkennen, dass es sich hierbei scheinbar um ein prachtvolles Schloss handelte welches von ein paar Häusern, Gärten und einem Friedhof umgeben war. Als sie den Hof betrat musste sie eine Pause einlegen. Außerdem bemerkte sie, dass der Hof nahezu menschenleer war. Sie dachte sich, dass es wohl besser sei wenn sie warten würde bis sich die Sonne komplett verzogen hat, denn dann würde sie sich ihren Verband vom Kopf abwickeln können und sich intensiver mit der Suche nach ihren Freunden beschäftigen können.

Sie setzte sich vor ein Haus auf den Boden, legte ihre beiden Dolche neben sich. Dann schloss sie die Augen und versuchte ein wenig abzuschalten.

Als sie eine der Wachen berührte, reagierte sie aus Reflex, so wie sie es in den Tunneln der tiefen Wege gelernt hatte.


#1214
Kaysallie

Kaysallie
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"Und nun bin ich hier."



Dann machte sie eine Pause und schloß erneut ihre Augen. Einerseits da sie noch immer brannten wie feuer, andererseits, weil sie nicht in die Gesichter blicken wollte, die sie währenddessen sie erzählte was vorgefallen war, sie alle ohne etwas zu sagen anstarrten.

Ihre Stimme war bereits heiser und es schmerzte sie an das Vergangene zu denken. Doch das schlimmste ist noch nicht vorüber.



"Die dunkle Brut ist zahlreicher und intelligenter geworden, und wenn nicht auch mächtiger ich habe noch nie eine solche Magie gesehen wie die die sie auf mich wirkten."



Als sie diesen Satz sagte, begann sie wieder zu zittern und hätte wohl am liebsten wieder sofort gegen die Wände oder Gitterstäbe geschlagen.

#1215
MagicBullet

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....o0 hast du keine Hobbys



super geiler post

#1216
Bellandyrs

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Eisiges Schweigen herrschte bei den Zuhörern. Sie konnten wohl alle kaum glauben, was Allie hier erzählt hatte.
Bella versuchte, ihrer Gänsehaut Herr zu werden, die sich von den Zehenspitzen bis zum Kopf breit gemacht hatte, wobei sie nicht wußte, ob das mehr von dem herrührte, was Allie durchgemacht hatte, oder ob sie wegen der neuen Fähigkeiten der Brut so schauderte.
"Laßt Allie raus. Gebt Ihr ein Zimmer, in diesem Kerker muß sie ja durchdrehen!"

Bittend blickte sie zu Avalos, wo ihr der Schock nochmals durch die Knochen fuhr. Sie war so gefesselt von Allies Erzählung, dass sie den Zustand des Barden vergessen hatte. "Und Ihr solltet Euren Körper schnellstens zu einem Heiler bewegen." Der Haß in ihr verstärkte sich, und mit einer Kälte blickte sie ihn an. Zudem hätte sie  Avalos am liebsten in den Hintern getreten, damit dieser denjenigen in Bewegung setzte. Dass Lyna angstvoll neben ihrem Liebsten stand, machte es für Bella nicht gerade einfacher.
Schließlich trat sie nochmal auf die Zelle zu und sagte zu Allie:

"Beim Erbauer, Allie, Ihr seid es wirklich. Ihr habt keine Gefahr gescheut, um uns zu informieren, das können wir Euch nie vergelten. Ich danke Euch und bitte um Verzeihung, an Euch gezweifelt zu haben."

Sie trat wieder zurück, und sah zu Theoderich. Dieser hatte die Augen ungläubig aufgerissen und rang um seine Fassung. So trat sie auf ihn zu, und drückte diesesmal seine Hand kurz. Anscheinend war sie doch stärker, als sie gedacht hatte. Tränen hatte sie jedenfalls keine mehr, und sie war sich ziemlich sicher, dass diese auch so schnell nicht mehr hervorkommen würden.

Gespannt wartete sie darauf, wie die Gefährten die Neuigkeiten von Allie verarbeiten würden.

Modifié par Bellandyrs, 09 avril 2010 - 10:19 .


#1217
Bellandyrs

Bellandyrs
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ooc: jab Allie hervorragend :D sehr spannend zu lesen !!! *auch im rl versuch die gänsehaut wieder weg zu kriegen*

#1218
Kaysallie

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ooc: DAS HIER IST MEIN HOBBY !!! =) =) dankeschön sry wegen der gänsehaut das war eig net meine absicht ^^

#1219
Guest_Juleiila_*

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Jule stand das Kinn herunter. Wieder etwas das so schrecklich war, das man es eigentlich nicht glauben konnte. Doch jetzt zweifelte sie nicht mehr daran, das dies Allie war. Vor entsetzen stiegen Jule Tränen in die Augen – wieder mal. Aber auch vor Freude, denn sie hatten eine längst totgeglaubte Freundin wieder.



„Ich sagte doch, lasst sie raus. Immerhin ist sie unsere Freundin, egal in welchem Zustand.“ sagte Jule mit schüttelndem Kopf. Es muss schrecklich für Allie sein, wieder hinter solchen Gitterstäben zu sitzen, wie eine Gefangene.



Sie stand auf, und näherte sich wieder dem Gitter. Die Tränen standen immer noch in den Augen. Auch ihr Teint war immer noch Blass, und sie war schockiert. „Allie. Beim Erbauer. Ich … nein ich denke Wir sind so Froh euch wieder zu sehen. Wir dachten wir hätten euch verloren.“



Jule war so auf Allies da sein, und ihre Geschichte fixiert, das sie gar nicht bemerkte das auch Lyna und Avalos in dem Raum waren. Lyna blickte sie erstmal nicht an, aber Avalos. Zum erschrecken musste sie fest stellen, das dieser schwerst verletzt war. „Ach du heiliger Froscheintopf!!! Avalos !! Was ist denn mit euch passiert??“

#1220
govi1

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Lyna war entsetzt zu Avalos gestürzt. Sein Arm, seine Beine- sie mussten unverzüglich von einem Arzt behandelt werden. "Was ist Euch denn widerfahren?!", verschaffte sie ihrem Unmut Ausdruck. Die Besorgnis stand ihr ins Gesicht geschrieben, als sie sein Erscheinungsbild musterte... gegen wen hatte er bloss gekämpft? Und vorallem; gegen wieviele? Allein von der Anzahl der Wunden her musste er sich durch eine Horde geschlachtet haben.

Und doch war sie mehr als froh, ihn wieder zu sehen. Sie waren zwar erst seit wenigen Stunden getrennt, und doch hatte sie ihn schon unsäglich vermisst. Sie fiel ihm um den Hals, liess ihn aber sofort wieder los, wollte sie doch seinem bereits zur Genüge malträtieren Körper nicht noch weitere Schmerzen zufügen. Stattdessen drückte sie ihm einen sachten Kuss auf die dreckige Wange... und nahm gleich daraufhin Bellas Blick wahr.

Die Zwergin hatte sie gebeten, sich bei ihrer Anwesenheit zurückzuhalten. Natürlich wollte sie diesem Wunsch nachkommen... aber einfach war es nicht. Zumal Avalos und sie wahrlich nur wenig Zeit miteinander verbracht hatten. Doch die gefangene Elfe begann endlich zu sprechen und unterbrach ihre Gedanken. Lyna hing gebannt an ihren Lippen und sog jedes einzelne Wort in sich auf, so tragisch und traurig es auch sein mochte.

"Bei den Göttern", schüttelte sie den Kopf, "während wir uns hier im Ball amüsiert und festlich gespeist haben... habt Ihr Höllenqualen durchleben müssen. Es... es ist grässlich. Wir hätten auf Euch warten sollen, eine eingestürzte Brücke hätte uns nicht aufhalten sollen." Sie warf Allie einen mitleidigen Blick zu.

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Allie: Bravo!

Modifié par govi1, 09 avril 2010 - 10:08 .


#1221
MagicBullet

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Sein Blick verschwamm.
Die schartigen Reste der Dolchklinge in seinem Oberschenkel verschoben sich wieder, als er das Bein kurzzeitig belastete. Wieder sickerte Blut aus dem geborstenem Lederpanzer.

Lyna stand das Entsetzen in den Augen. Der Anblick war für ihn unerträglich.

"Es ist...nichts. Nur ein.... paar Kratzer."

Er versuchte, beschwichtigend die Arme zu haben, um sie zu umarmen. Aber der Pfeil in seiner Schulter blokierte jede Bewegung. Die tiefe Pfeilwunde fing wieder an zu bluten. Der Rest des Pfeilschafts war von seinem Blut schon längst rot gewesen, noch bevor er hier ankam. Inzwischen tropfte es auf den Boden.

Unauffällig lehnte er sich irgendwie an die kalten Steinmauern. Nur keine Schwäche zeigen.

"Allie... ihr habt den Tod selbst besiegt. Und so bitter es sich anhört, ich wußte das bereits. Nur deshalb mobilisiere ich Armeen, um diese Art von Brut auszumerzen. Je weniger ihr wußtet, desto besser war es. Hätte ich sagen sollen, dass die Brut auf euer Blut aus ist? 
Ich habe Vorkehrungen getroffen, dass sie keine unversehrten Leichen von euch in die Finger bekommen - Auch deswegen der Ring, den ich euch gab - Ihr habt es irgendwie geschafft, seine magische Wucht abzufedern. Normalerweise hätte er eine Flammenwand erzeugt, die euch verzehrt hätte, und das so gut wie komplett.
Bellandrys Handschuhe sind genauso magisch aufgeladen. im Falle ihres Todes hätten die Handschuhe ihr Blut vergiftet.
Und Jule ist ein Spezialfall... Sie hat keine magische Begabung, auch nicht unterentwickelt. Deswegen ist sie ein Novum, den jedes Wesen ohne magische Veranlagung, selbst wenn sie so gering ist, dass sie nicht nutzbar ist, wird vom verderbten Blut sofort getötet."

Avalos seufzte.

"Ich schätze, dass als letzte, unbewußte Handlung einen magischen Schild hochgezogen habt. Aber es ist müßig, jetzt darüber zu diskutieren.
Die Brut sucht etwas. Und jetzt ist sie so intelligent, dass sie die Suche koordinieren kann. Die nächste Schlacht wird grausam."

Auf einmal nahm er seinen Herzschlag wahr. Gleichzeitig überkam ihn ein Schwindelanfall, und seine Sicht verschwamm abermals.

"Ich... Ich.... Lyna."

Dann brach er zusammen und regte sich nicht mehr.

#1222
Kaysallie

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Allie sprang sofort auf als sie hörte was Avalos sagte. SIe lief auf die Gitter zu und schrie mit dem Figer auf Avalos zeigend:

"Ihr wusstet, dass so etwas passieren könnte. Ihr wusstet dass sie hinter mir her waren! Der Ring hätte mich töten sollen. Und ich stand auf Eurer Seite und habe Euch vertraut!"

Es schüttelte sie am ganzen Körper. Dann sah sie wie Avalos zu Boden krachte, da er scheinbar stark verwundet war.

"Habt ihr auch nicht anders verdient."

sagte sie abwertend und drehte sich um. Dann ging sie wieder zurück in die Ecke und Schlug einmal fest mit der Faust gegen die Wand, und wartete darauf, dass man Avalos aus ihrem Sichtfeld brachte.

#1223
govi1

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Lyna konnte ihren Augen nicht trauen, als Avalos Sinne schwanden und er zusammenbrach. Sie versuchte seinen Fall abzufedern, doch er war viel zu schwer- auch ohne seine Rüstung hätte sie damit Mühe gehabt, mit ihr war es jedoch ein aussichtloses Unterfangen. So stürzte sie mit ihm zu Boden.



"Ihr da", schrie sie einem der Wachmänner zu, der sofort seine Unterhaltung mit einem Kumpanen unterbrach und herbeieilte, "helft mir. Legt ihn am Besten auf eine dieser Pritschen." Es war vielleicht nicht das gleiche wie ein weiches Bett, aber in seinem Zustand konnten sie ihn unmöglich in die oberen Stockwerke tragen. Womöglich würden sie ihm nur weiter schaden und die Wunden vergrössern.



"Ruft einen Arzt", wies sie ihn weiter an, "den besten, den Ihr finden könnt. Beeilt Euch!" Die Wache rannte natürlich gleich los. Nicht, weil er Respekt vor der zierlichen Elfe hatte oder ihre Worte gar als Befehl interpretierte, aber weil es sich beim Verletzten um Avalos handelte. Keiner, der lebensmüde war, unterschlug ihm seinen Dienst.



Lyna zog Avalos indes behutsam die Rüstung aus. In ihren Augen standen bereits die Tränen, die sie aber wegblinzelte. Der Anblick seines Körpers liess sich laut und scharf einatmen- übersät mit Wunden, von denen einige bereits Eiter gebildet hatten. In den meisten steckte noch eine Pfeilspitze oder die Reste eines Schwertes.



Aber immerhin.... Wundbrand konnte sie keinen entdecken. Lyna atmete erleichtert aus. Wenn einer eine solche Verstümmelung überleben konnte, dann Avalos. Sachte zog sie die Metallstücke aus seinem Fleisch.

#1224
Guest_Juleiila_*

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Jule hätte jetzt am liebsten auf Avalos eingeschlagen, und los geschrien. Aber er lag jetzt schon bewusstlos da. Sie wollte ihm eigentlich noch danken, dafür das er ihr das Leben rettete. Und jetzt? Er wusste das die Brut auf das Blut der Wächter aus war, sie somit höherer Gefahr ausgesetzt waren , und hatte trotzdem nichts gesagt. Auch Jule empfand Wut für ihn, und auch kein Mitleid das er da lag. Auf Lyna achtete sie sowieso nicht.


Jule ging auf die Wache zu, der ein Schlüsselbund um seinen Gürtel gebunden hatte. „Los! Ihr habt es ja gehört, macht die Zelle auf.“ sagte sie, worauf die Wache aber nur zögernd reagierte. Anscheinend hatte er angst vor Allie. „Kommt.“ sagte sie zu Allie und nahm sie am Arm. Nicht das sie noch daran dachte weg zu laufen, oder auf Avalos los zu gehen. Während sie den Kerker verließen, lief auch schon das beste Ärzteteam ein.


Während die beiden die Treppen hoch gingen, lies Jule ihre Freundin wieder los. „Ich kann es immer noch nicht fassen. Dieser Avalos....ach ich lasse es.“ sagte sie, ihre rechte Hand zur Faust geballt. Vor ihrem Gemach angekommen, befahl sie den Leibwächtern vor der Tür zu bleiben. Sie mussten ja nicht immer dabei sein.


„So Allie. Ich glaube ihr seid müde nicht wahr? Aber nehmt euch bitte ein Bad. Ich richte in der Zwischenzeit das Bett her für euch.“ meinte Jule und ging auf das Bett zu. Sie schüttelte Kissen auf, und auch die Decke. Eine zweite Decke mit Kissen legte sie sich auf das Sofa. Dort würde sie die heutige Nacht verbringen. Danach setzte sie sich zum Tisch, trank Wein für die Nerven, der heutige Tag war eindeutig zu viel, und wartete auf Allie.

Modifié par Juleiila, 09 avril 2010 - 11:53 .


#1225
MagicBullet

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ooc:



Zum Verständnis...



Das bezieht sich auf alle Wächter - nicht nur auf Allie.