Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
xX Ripper Xx
, févr. 07 2010 02:46
#1226
Posté 09 avril 2010 - 11:35
ooc: willst du dir dein eigenes grab schaufeln ?
xD
#1227
Posté 09 avril 2010 - 11:45
Dieser Avalos war noch durchtriebener als es Allie je für möglich gehalten hätte. Sie konnte es nicht glauben, dass er das mit dem Blut bereits wusste, und kein Wort von sich gab. Er verschwieg wichtige Details. Sie war sehr wütend auf ihn und hätte ihm am liebsten etwas angetan oder ihn bespuckt, doch sie wusste, wozu er fähig war. Außerdem saß sie so oder so in der Zelle fest und konnt enichts dergleichen unternehmen.
Dann plötzlich öffnete Jule die Zelle, kam herein, schnappe sie ohne zu zögern am Arm und ging mit ihr nach oben. Ihre Augen schmerzten noch immer und als sie in das Obergeschoß kamen, wo überall prachtvolle Kerzenständer angebracht waren, hielt sich Allie die Augen zu. Inzwischen waren die Schmerzen wohl nichtmehr so schlimm, doch angenehm war es keineswegs. Dann betraten sie das wunderschöne gemach von Jule, doch Allie war nicht nach baden, wie schmutzig sie auch war, es störte sie nicht. Ihr gingen andere Gedanken durch den Kopf.
"Würde es Euch stören, wenn wir einige der Kerzen ausblasen könnten?" fragte sie Jule, und hielt noch immer die Augen verdeckt.
Dann plötzlich öffnete Jule die Zelle, kam herein, schnappe sie ohne zu zögern am Arm und ging mit ihr nach oben. Ihre Augen schmerzten noch immer und als sie in das Obergeschoß kamen, wo überall prachtvolle Kerzenständer angebracht waren, hielt sich Allie die Augen zu. Inzwischen waren die Schmerzen wohl nichtmehr so schlimm, doch angenehm war es keineswegs. Dann betraten sie das wunderschöne gemach von Jule, doch Allie war nicht nach baden, wie schmutzig sie auch war, es störte sie nicht. Ihr gingen andere Gedanken durch den Kopf.
"Würde es Euch stören, wenn wir einige der Kerzen ausblasen könnten?" fragte sie Jule, und hielt noch immer die Augen verdeckt.
#1228
Guest_Juleiila_*
Posté 09 avril 2010 - 11:50
Guest_Juleiila_*
"Hmm? Die Kerzen? Sicher .... ich hatte ganz vergessen wie lange Ihr dort unten wart.“ sagte Jule, und blies fast alle Kerzen aus. Eine nicht so stark brennende im Badezimmer. Und zwei in dem gesamten Gemach. „Ich hoffe das ist in Ordnung so.“
Dann ging sie vor die Tür, nur kurz um die Leibwächter was zu fragen. „Könntet ihr irgendwie ein paar frische Kleider besorgen? Danke, ich wäre euch sehr verbunden.“ meinte Jule lächelnd. Und die Wache machte sich auf den Weg. Jule betrat wieder ihr Gemach, und setzte sich wieder an den Tisch.
Dann ging sie vor die Tür, nur kurz um die Leibwächter was zu fragen. „Könntet ihr irgendwie ein paar frische Kleider besorgen? Danke, ich wäre euch sehr verbunden.“ meinte Jule lächelnd. Und die Wache machte sich auf den Weg. Jule betrat wieder ihr Gemach, und setzte sich wieder an den Tisch.
#1229
Posté 10 avril 2010 - 12:06
Dankend senkte sie ihre Arme wieder. Dann ging sie in das Bad, auch wenn sie selbst es nicht für nötig hielt doch sie wusste, dass sie sich anpassen musste. Als sie im Bad stand und sich selbst seit langem mal wieder im Spiegel sah und sich betrachtete, kam sofort die Wut auf die dunkle Brut zurück, und sie hielt es doch für eine gute Idee, diese Erinnerung vom Körper zu waschen. Sie wickelte sich sie Lederfetzen von ihrem Schienbein, Knien und Ellbogen, dann riss sie sich die bereits zerfetzte Leinenkleidung vom Körper. Erneut musste sie in den Spiegel blicken und all die Narben betrachten. Dann schweifte ihr Gedanke wieder zu Avalos und sie musste sich wirklich beherrschen, nicht sofort wieder nach unten zu laufen um ihn die Kehle zu durch schlitzen. Doch dafür würde erst noch einen spitzen Gegenstand benötigen. Als sie merkte, dass sie heimlich dabei war einen Plan zu schmieden. Schüttelte sie den Kopf und versuchte sich abzulenken indem sie in das warme Badewasser stieg. Man sah richtig, wie sich das Wasser zu einem grauähnlichen Ton verfärbte, und sich der gesamte Schmutz von ihrem Körper wusch. Sie schloss die Augen und atmete den angenehmen Duft von Rosen ein, einen Duft den sie sehr vermisst hatte. Nachdem sie sich reichlich mit der nach Rosen duftenden Seife gewaschen hatte, trocknete sie sich ab und zog sich eines der bereit gelegten Kleider um. Es war bequem und sah sehr schlicht aus und damit war sie auch zufrieden. Nachdem sie noch einen letzten Blick in den Spiegel warf, verließ sie das Bad und ging zu Jule zurück die an einem Tisch saß und sich bereits das zweite Weinglas hinunterkippte. Sie blickte auf die Weinflasche und dachte nur, dass diese wenn sie zerbrochen ist auch eine gute Waffe sein konnte, doch sie verdrängte den Gedanken und setzte sich zu Jule an den Tisch, nahm sich ein Glas und machte dieses randvoll. Dann kippte sie das ganze Glas auf einmal runter. Danach fühlte sie sich um einen Bruchteil besser.
"Hat das schüchterne Reh wohl keine Angst mehr vor dem bösen Wolf."
sagte sie dann aus heiterem Himmel und blickte sich dann sitzend in dem Gemach von Jule um.
"Hat das schüchterne Reh wohl keine Angst mehr vor dem bösen Wolf."
sagte sie dann aus heiterem Himmel und blickte sich dann sitzend in dem Gemach von Jule um.
Modifié par Kaysallie, 10 avril 2010 - 12:09 .
#1230
Guest_Juleiila_*
Posté 10 avril 2010 - 12:12
Guest_Juleiila_*
Jule bekam einen Lachanfall und verschluckte sich beinahe an dem Wein den sie gerade trank. Das waren die passenden Ausrücke. Schüchternes Reh und böser Wolf. Doch sie musste schnell wieder aufhören zu lachen, es stach in ihrem Brustkorb und sie hielt sich den Arm davor.
„Allie, ich kann es immer noch nicht fassen, euch wieder zu sehen. Ich bin so froh darüber das ihr noch lebt. Aber ihr wollte bestimmt etwas darüber wissen, was hier so geschehen ist?“ fragte Jule und trank einen Schluck Wein. „Ach ja noch etwas. Ich hoffe ihr bekommt keine Wutausbrüche?“
„Allie, ich kann es immer noch nicht fassen, euch wieder zu sehen. Ich bin so froh darüber das ihr noch lebt. Aber ihr wollte bestimmt etwas darüber wissen, was hier so geschehen ist?“ fragte Jule und trank einen Schluck Wein. „Ach ja noch etwas. Ich hoffe ihr bekommt keine Wutausbrüche?“
#1231
Posté 10 avril 2010 - 12:28
Sie blickte wieder zu Jule und dachte kurz über ihre Worte nach.
"Ich würde es für besser halten, wenn ihr mir die politischen Dinge erst morgen erzählt wenn ich in einer besseren Verfassung bin."
Dann blickte sie auf den Tisch und murmelte leise vor sich hin.
"Wutausbrüche..."
Sie selbst hatte es nie aus diesem Blickwinkel betrachtet. Sie wusste, dass sie ihre Wut und Magie nichtmehr unter Kontrolle hatte, doch sie hoffte inständig, dass sie der gute Einfluss von Jule davon ablenken würde.
"Wenn mich niemand dazu veranlasst, sollte auch niemanden etwas zustoßen."
Dann stand sie auf und legte sich auf das Bett. Es war weich und duftete einfach himmlisch und für den Moment hatte sie alles um sich herum vergessen. Sie wusste, dass sie endlich wieder ruhig, ohne Angst und ohne Hass, in einer geborgenen Umgebung schlafen konnte. Sie atmete tief ein und ein lang ersehntes Lächeln machte sich auf ihrem Gesicht breit. Sie hatte ihr Ziel erreicht und ihr viel endlich wieder eine Last von der Schulter die sie die gesamte Zeit über mit sich schleppte. Eigentlich wollte sie sich noch mit Jule unterhalten, doch sie war einfach zu erschöpft und schlief sofort ein.
#1232
Guest_Juleiila_*
Posté 10 avril 2010 - 12:34
Guest_Juleiila_*
„Gute Nacht, Allie.“ sagte Jule. Sie stand auf und ging zum Sofa. Dort legte sie sich hin und versuchte zu schlafen. Zuerst musste sie sich ein paar mal herum wälzen, um die Gesündeste Position für ihre Verletzungen zu erreichen. Als sie diese endlich erforscht hatte, blickte sie zur Decke. Sie hoffte das Avalos es überlebte. Aber nicht weil es Avalos war, sondern wegen Bella. Es würde sie umbringen, wenn irgendetwas schlimmes mit ihm wäre. Nach langem Nachdenken schlief sie endlich ein, und das ruhig.
#1233
Posté 10 avril 2010 - 06:33
Als Avalos zusammenbrach, stand Bella wie zu einer Salzsäule erstarrt bei Theoderich. Die Ereignisse überschlugen sich, Elthras wollte zu Jule, sie trösten, aber diese hatte Allie schon aus der Zelle befreit. Sie selber konnte nicht verstehen, wieso Jule und Allie so sauer auf Avalos waren. Schließlich wußten die Gefährten von Anfang an dass diese Mission verdammt gefährlich war. Auch wenn sie nicht das gesamte Ausmass kannten.
Die Handschuhe erhielten durch die Erklärung noch mehr Wert für Bella. Sie sah es nicht als Todesurteil für sie, sondern als heilige Pflicht. Schließlich war dies die Aufgabe eines grauen Wächters, gegen die Brut zu kämpfen. Eher würde sie sterben, als diesen Bastarden zu helfen. Dass Allie die zerstörerische Kraft des Ringes überlebt hatte war wohl Wille des Erbauers.
Theoderich wollte etwas sagen, aber kein Wort kam über seine Lippen.
Erst als Lyna die Splitter aus Avalos Körper zog, kam wieder Leben in Bella. Sie lief zu Lyna und half ihr, so gut es ging. Sie blickte den beinahe leblosen Avalos an. Wieder loderte Haß in ihr auf, Haß auf diejenigen, die ihm das angetan hatten. Sobald er sprechen konnte würde sie ihn ausquetschen wem er seinen Zustand zu verdanken hatte. Sie würde diese persönlich vernichten, und wenn sie den Rest ihres Lebens nach den Tätern suchen müßte. Ihr Blick ging zu der aufgelösten Lyna, und sie bewunderte die Stärke, die die Dalish hatte. Deren Augen waren vor Tränen blind, und dennoch versuchte sie, alle Splitter zu finden. Bellas Hände arbeiteten eher automatisch, sie war im Moment zu keinem Gefühl fähig.
Zum Glück kamen schon die Ärzte, die jedoch den Warägern befohlen, Avalos sofort in sein Gemach zu bringen, hier unten war zu wenig Licht um die Verletzungen zu behandeln. Avalos wurde auf eine Trage gehieft und von vier Wächtern in sein Gemach gebracht. Dahinter liefen die Heiler, sich bereits fleissig beratend, vorne und hinten wurde der Zug wiederum von je vier Warägern begleitet.
Plötzlich standen nur noch Elthras, Theoderich, Lyna und sie im Kerker.
"Ich weiß nicht, wie es Euch allen geht, aber ich muß raus aus diesem Gestank. Lyna, Ihr solltet versuchen zu schlafen, Ihr seht aus als würdet Ihr gleich umkippen. Elthras, würdet Ihr Lyna nach oben begleiten? Ich selber werde mir noch einen Tee in der Küche holen und dann nach oben gehen."
Theoderich nickte sie zu. "Vielen Dank Theoderich für Euren Beistand, aber auch Ihr solltet langsam schlafen gehen."
Bella verließ den Kerker, ohne sich umzudrehen und holte sich einen Früchtetee. Dann ließ sie sich Badewasser ein und wusch sich den Gestank herunter, der an ihr haftete.
Als sie das Bad verließ, fühlte sich sich wieder sauber. Sie trank ihren Tee, in der Hoffnung, schlafen zu können, aber sie wälzte sich nur von einer Seite auf die andere, und ihre Leibwache sah sie schon relativ genervt an.
Nach einiger Zeit hörte sie, dass die Wache in ihrem Zimmer gleichmäßig atmete. Der war wohl eingeschlafen, was kein Wunder war.
Sie stand wieder auf und zog sich leise ihre Rüstung an. Auf Zehenspitzen schlich sie zur Tür, öffnete diese und trat hinaus. Dieser Wächter nahm seine Pflicht etwas ernster, er verstellte ihr erst einmal den Weg.
"Wohin wollt Ihr denn zu diesen unheiligen Zeiten?" brummte er.
"Ich will in den Park, meine Gedanken kommen nicht zur Ruhe."
Innerlich fluchte sie, es wäre ihr lieber gewesen, alleine herumlaufen zu können. Mit diesem Wachhund im Genick kam sie sich beobachtet vor, aber dieser salutierte nur und meinte:
"Dann werde ich Euch begleiten, ein wenig Abwechslung als vor der Tür zu stehen kann nicht schaden".
Ein Wunder, dachte Bella, die Waräger können also doch sprechen wenn ihnen nur genug langweilig ist.
Unbewußt schlug sie den Weg ein zum Teich. Die Wolken hingen tief, der Mond war verdeckt. Wann hatte das Wetter eigentlich umgeschlagen? Sie wußte es nicht. Langsam schlenderte sie an eine Bank, wollte sich setzen. Dabei fiel ihr auf, dass es die Sitzgelegenheit war, an der sie Avalos antraf. Schnell ging sie weiter, ein viertel um den See herum, und setzte sich dort. Sie lehnte sich gegen die Bank, die Beine von sich gestreckt und blickte auf den unruhigen Teich. Wellen kräuselten sich darauf, und die Schwäne lagen am Uferrand und schliefen wohl. Der Wind verwirbelte Bellas Haare in sämtliche Richtungen, aber sie genoß es, die frische Brise im Gesicht zu spüren. Ein Zeichen, dass sie tatsächlich noch lebte, und nicht nur funktionierte.
Ihr Blick wanderte auf den gegenüberliegenden Weg. Dort waren Lyna und Avalos gestanden... sie verbot sich, den Gedanken weiter auszuführen.
Sie dachte zurück an den Abend, wo sie an Lynas Tür geklopft hatte. Die Freundin konnte eigentlich kaum wissen, dass sie, Bella, das alles mitgekriegt hatte. Aber dennoch wollte sie es ihr wohl sagen. Nur war Bella Lyna dann zuvorgekommen. Und wenn es nach ihr ging, wollte sie auch nie wieder ein Wort darüber verlieren. Sie ignorierte es einfach und würde zur Seite blicken, wenn sie Zeugin von Zärtlickeiten wurde.
Sie lauschte dem Echo ihrer Gedanken nach, und bemerkte, dass dies weder Trauer, noch Hass verursachte. Sondern einfach Leere, Gleichgültigkeit und Zynismus machten sich dafür in ihr breit. Nun gut, wenn ihre Seele meinte, so einfacher heilen zu können war ihr das auch recht. Tatsache war, dass ein Stück ihres Glaubens in jener Nacht gestorben war, und sie wohl nie wieder die alte, herzliche Bella sein würde, sondern eine zynischere aber auch ruhigere.
Allie ging ihr durch den Kopf. So sehr sie sich freute, dass diese doch unter den Lebenden weilte, so sehr zweifelte sie daran ob sie wieder eine halbwegs normale Frau werden würde, oder so unberechenbar blieb. Sie würde jedenfalls ein Auge darauf haben, ihr Vertrauen war trotz der Eröffnung noch nicht wieder hergestellt.
Lyna... sie hätte nie gedacht, dass sie sovieles mit der Dalish verband. Sie konnte ihr nicht böse sein, aber ihre Herzlichkeit war ihr im Moment einfach abhanden gekommen. Sie war sicher, dass dies Lyna bemerken würde, aber auch sehen würde, dass Bella zu allen so war. Nicht einmal Theoderich konnte sie noch so freundlich und herzlich gegenübertreten, und der war wirklich Gold wert.
Jule - sie würde abwarten, ob Jule noch zu ihr hielt, wenn sie erst bemerkte, dass sie Allie nicht mehr einhundert protzentig vertrauen konnte.
Und Avalos... ein Stirnrunzeln überflog ihr Gesicht. Momentan konnte sie nicht zuordnen, was sie für ihn fühlte. Ein heilloses Durcheinander war da nur die Folge, wenn sie darüber nachdachte, also ließ sie es lieber bleiben.
Sie stand wieder auf, schlenderte den Rest des Sees entlang, einzelne Regentropfen benetzten ihr Gesicht. Sie blickte in den Himmel, streckte die Arme aus, und genoß die Kühle, die sie umschloß. Ein zufriedenes Lächeln breitete sich in ihrem Gesicht aus, und ihre Augen funkelten dunkel, spiegelten die Nacht wieder.
Schließlich war sie so weit wieder mit sich im reinen, dass sie in ihr Zimmer zurückkehrte, sich in wollene Unterhosen und weiten Baumwollhemd einkuschelte und die Bettdecke über sich zog. Kurz darauf schlief sie - endlich - ein.
Die Handschuhe erhielten durch die Erklärung noch mehr Wert für Bella. Sie sah es nicht als Todesurteil für sie, sondern als heilige Pflicht. Schließlich war dies die Aufgabe eines grauen Wächters, gegen die Brut zu kämpfen. Eher würde sie sterben, als diesen Bastarden zu helfen. Dass Allie die zerstörerische Kraft des Ringes überlebt hatte war wohl Wille des Erbauers.
Theoderich wollte etwas sagen, aber kein Wort kam über seine Lippen.
Erst als Lyna die Splitter aus Avalos Körper zog, kam wieder Leben in Bella. Sie lief zu Lyna und half ihr, so gut es ging. Sie blickte den beinahe leblosen Avalos an. Wieder loderte Haß in ihr auf, Haß auf diejenigen, die ihm das angetan hatten. Sobald er sprechen konnte würde sie ihn ausquetschen wem er seinen Zustand zu verdanken hatte. Sie würde diese persönlich vernichten, und wenn sie den Rest ihres Lebens nach den Tätern suchen müßte. Ihr Blick ging zu der aufgelösten Lyna, und sie bewunderte die Stärke, die die Dalish hatte. Deren Augen waren vor Tränen blind, und dennoch versuchte sie, alle Splitter zu finden. Bellas Hände arbeiteten eher automatisch, sie war im Moment zu keinem Gefühl fähig.
Zum Glück kamen schon die Ärzte, die jedoch den Warägern befohlen, Avalos sofort in sein Gemach zu bringen, hier unten war zu wenig Licht um die Verletzungen zu behandeln. Avalos wurde auf eine Trage gehieft und von vier Wächtern in sein Gemach gebracht. Dahinter liefen die Heiler, sich bereits fleissig beratend, vorne und hinten wurde der Zug wiederum von je vier Warägern begleitet.
Plötzlich standen nur noch Elthras, Theoderich, Lyna und sie im Kerker.
"Ich weiß nicht, wie es Euch allen geht, aber ich muß raus aus diesem Gestank. Lyna, Ihr solltet versuchen zu schlafen, Ihr seht aus als würdet Ihr gleich umkippen. Elthras, würdet Ihr Lyna nach oben begleiten? Ich selber werde mir noch einen Tee in der Küche holen und dann nach oben gehen."
Theoderich nickte sie zu. "Vielen Dank Theoderich für Euren Beistand, aber auch Ihr solltet langsam schlafen gehen."
Bella verließ den Kerker, ohne sich umzudrehen und holte sich einen Früchtetee. Dann ließ sie sich Badewasser ein und wusch sich den Gestank herunter, der an ihr haftete.
Als sie das Bad verließ, fühlte sich sich wieder sauber. Sie trank ihren Tee, in der Hoffnung, schlafen zu können, aber sie wälzte sich nur von einer Seite auf die andere, und ihre Leibwache sah sie schon relativ genervt an.
Nach einiger Zeit hörte sie, dass die Wache in ihrem Zimmer gleichmäßig atmete. Der war wohl eingeschlafen, was kein Wunder war.
Sie stand wieder auf und zog sich leise ihre Rüstung an. Auf Zehenspitzen schlich sie zur Tür, öffnete diese und trat hinaus. Dieser Wächter nahm seine Pflicht etwas ernster, er verstellte ihr erst einmal den Weg.
"Wohin wollt Ihr denn zu diesen unheiligen Zeiten?" brummte er.
"Ich will in den Park, meine Gedanken kommen nicht zur Ruhe."
Innerlich fluchte sie, es wäre ihr lieber gewesen, alleine herumlaufen zu können. Mit diesem Wachhund im Genick kam sie sich beobachtet vor, aber dieser salutierte nur und meinte:
"Dann werde ich Euch begleiten, ein wenig Abwechslung als vor der Tür zu stehen kann nicht schaden".
Ein Wunder, dachte Bella, die Waräger können also doch sprechen wenn ihnen nur genug langweilig ist.
Unbewußt schlug sie den Weg ein zum Teich. Die Wolken hingen tief, der Mond war verdeckt. Wann hatte das Wetter eigentlich umgeschlagen? Sie wußte es nicht. Langsam schlenderte sie an eine Bank, wollte sich setzen. Dabei fiel ihr auf, dass es die Sitzgelegenheit war, an der sie Avalos antraf. Schnell ging sie weiter, ein viertel um den See herum, und setzte sich dort. Sie lehnte sich gegen die Bank, die Beine von sich gestreckt und blickte auf den unruhigen Teich. Wellen kräuselten sich darauf, und die Schwäne lagen am Uferrand und schliefen wohl. Der Wind verwirbelte Bellas Haare in sämtliche Richtungen, aber sie genoß es, die frische Brise im Gesicht zu spüren. Ein Zeichen, dass sie tatsächlich noch lebte, und nicht nur funktionierte.
Ihr Blick wanderte auf den gegenüberliegenden Weg. Dort waren Lyna und Avalos gestanden... sie verbot sich, den Gedanken weiter auszuführen.
Sie dachte zurück an den Abend, wo sie an Lynas Tür geklopft hatte. Die Freundin konnte eigentlich kaum wissen, dass sie, Bella, das alles mitgekriegt hatte. Aber dennoch wollte sie es ihr wohl sagen. Nur war Bella Lyna dann zuvorgekommen. Und wenn es nach ihr ging, wollte sie auch nie wieder ein Wort darüber verlieren. Sie ignorierte es einfach und würde zur Seite blicken, wenn sie Zeugin von Zärtlickeiten wurde.
Sie lauschte dem Echo ihrer Gedanken nach, und bemerkte, dass dies weder Trauer, noch Hass verursachte. Sondern einfach Leere, Gleichgültigkeit und Zynismus machten sich dafür in ihr breit. Nun gut, wenn ihre Seele meinte, so einfacher heilen zu können war ihr das auch recht. Tatsache war, dass ein Stück ihres Glaubens in jener Nacht gestorben war, und sie wohl nie wieder die alte, herzliche Bella sein würde, sondern eine zynischere aber auch ruhigere.
Allie ging ihr durch den Kopf. So sehr sie sich freute, dass diese doch unter den Lebenden weilte, so sehr zweifelte sie daran ob sie wieder eine halbwegs normale Frau werden würde, oder so unberechenbar blieb. Sie würde jedenfalls ein Auge darauf haben, ihr Vertrauen war trotz der Eröffnung noch nicht wieder hergestellt.
Lyna... sie hätte nie gedacht, dass sie sovieles mit der Dalish verband. Sie konnte ihr nicht böse sein, aber ihre Herzlichkeit war ihr im Moment einfach abhanden gekommen. Sie war sicher, dass dies Lyna bemerken würde, aber auch sehen würde, dass Bella zu allen so war. Nicht einmal Theoderich konnte sie noch so freundlich und herzlich gegenübertreten, und der war wirklich Gold wert.
Jule - sie würde abwarten, ob Jule noch zu ihr hielt, wenn sie erst bemerkte, dass sie Allie nicht mehr einhundert protzentig vertrauen konnte.
Und Avalos... ein Stirnrunzeln überflog ihr Gesicht. Momentan konnte sie nicht zuordnen, was sie für ihn fühlte. Ein heilloses Durcheinander war da nur die Folge, wenn sie darüber nachdachte, also ließ sie es lieber bleiben.
Sie stand wieder auf, schlenderte den Rest des Sees entlang, einzelne Regentropfen benetzten ihr Gesicht. Sie blickte in den Himmel, streckte die Arme aus, und genoß die Kühle, die sie umschloß. Ein zufriedenes Lächeln breitete sich in ihrem Gesicht aus, und ihre Augen funkelten dunkel, spiegelten die Nacht wieder.
Schließlich war sie so weit wieder mit sich im reinen, dass sie in ihr Zimmer zurückkehrte, sich in wollene Unterhosen und weiten Baumwollhemd einkuschelte und die Bettdecke über sich zog. Kurz darauf schlief sie - endlich - ein.
#1234
Posté 10 avril 2010 - 09:20
Während all dieser recht brachialen Ereignisse konnte Jannis nur still in seinem kühlen Gemach auf seinem Bett liegen. Er war entwas unruhig als er immer wieder das Hallen von schnellen Schritten vor seinem Gemach bermerkte. Scheinbar gab es rege Unruhen in der Stadt.
Er sah mit flachem Atem hoch zur Decke und lies sich wieder in seine Gedanken gleiten. Er durchschritt die Ereignisse der letzte Wochen noch einmal und stellte sich viele Fragen,"Was wäre wenn ich damals direkt zum König von Orlais gegeangen wäre und ihm meine Sorgen wegen seiner Pläne unterbreitet hätte. Hätte ich damals etwas mit Worten ändern können und somit das leben meiner Freunde hätte bewahren können."
Er fasste einen anderen Gedanken, es schien als wäre er im Nichts und könnte viele Stränge mit Bildern vor sich sehen, er griff nach denen die ihn gerade am meisten zu interssieren zu scheinen.
Er wunderte sich, ein bisschen von der Außenwelt nahm er weiterhin war, es war jetzt schon seit längerem wieder still in den Fluren vor seinem Gemach. Er nutze die angenehme Stille und setzte seinen Gedankengang fort.
"Wie geht es wohl meinem Vater, ist es ihm gut ergangen oder musste er wirklich für meine Taten buse tuen? Nein etwas derartiges könnten sie ihm nicht Antuen was wären dies nur für Männer wenn sie einen der Loyalsten Männer im Hofe von Val Royaeux etwas antun würden. Die besser frage ist, wer fortan die schweren Rütstungen schmieden sollte oder die vor Schärfe glänzenden Schwerter unter der glut der Esse in form bringt." Ein leichtes schmunzeln machte sich in seinem Geischt breit, es stellte sich diesen Haufen ohne ihre Ausrüstung vor und wie hilflos diese wären.
Sobald es morgen wird würde er um Pergament und eine Schreibfeder bitten um einen Brief an seinen Vater zu schreiben, auch wenn er gewiss war das dieser seinen Vater nie erreichen würde.
Mit dem Abschluss dieses Gedanken widmete er sich seiner Zurkunft. Würde diese eher rosige Aussichten bringen, oder wird sie mit Verderben, Schmerz und Höllenqualen verbunden sein. "Vielleicht kann ich ja schon bald den schläfrigen Gesängen in den unendlichen weiten des nichts lauschen und dort ruhe finden."
"Nein" er schuttlelte sich diesen Gedanken schnell aus dem Kopf únd setzte neu an.
Er dachte darüber nach, Wohin er gehen könnte wenn es doch zu seiner Freilassung käme, er ist ein Desateur und egal ob gleich er die Dienste der Freien Marschen oder die von Orlais verraten hätte, ein Desateur wird immer gleich behandelt mit verachtung. Nach soetwas neune Fuß zu fassen ist beinahe unmöglich.
Dann sah er diese Elfe in seinen gedanken, es war Jule."Was war mir ihr?, sie eräwhnte ein Gruppe, was für einer Gruppe gehörte sie eigentlich an, das sie hier zu gast bei dem Hohen Adel war.?" . Ein seltsames gefühl machte sich in ihm breit.
Er machte weiter und versuchte aus den vielen Wort schnipslen zu erahnen was sie hier machten.
Dann erschrak er schnelle laute Schritte stampften durch den Flur, abermals. Er konnte erkennen das es Zwei waren. Er wartete ein wenig ab, er wollte eine der Wachen fragen was eigneltich los sei. Doch als er sich aus seinem Bett aufrichtete kamen erneut Schritte, diesma um eingies lauter und vorallem waren es mehr, es war nicht raus zu hören wie viele es waren, da sich das kloppen der Schirtte mit dem Klappern von Schweren Rüstungen überlagerte.
So schnell diese Leute kamen, so schnell waren sie auch wieder weg. Er setzte sich einen Kurzen augenblick auf einen Sessel und wartete wieder. Dann schritt er zur Tür und öffnete diese ein Spalt, neugierig luckte er durch diesen nach draußen in den gang. Die beiden Wachen drehten sich um und glotzen Jannis verduzt an.
Grimmig auf Jannis frein schauend sagte die Linke Wache"Hier gibts nichts zu sehen, also verschwinde wieder in dein Zimmer." Er knallte Jannis die Tür vor der Nase zu, welche wieder in seine Bett einkehrte und vernahm dabei noch ein Verhönendes gelächter von den Beiden wachen.
Es ist sehr spät geworden, aus dem leicht dämmerneden Himmel ist eine Teif Schwarze Nacht geworden, alles ward wieder Still. Duch das Fenster konnte Jannis erkennen das es Vollmond war und dieser von einem grauen Wolkenschleier umhüllt war welch schöner und zugleich beunruhigender Anblick dachte er sich. Er zog die Decke über sich, da aus der angenehmen Kühle eine störende Kälte geworden ist. Er wicklte sich in die Decke ein und lies langsam den Schlaf über sich kommen.
Er sah mit flachem Atem hoch zur Decke und lies sich wieder in seine Gedanken gleiten. Er durchschritt die Ereignisse der letzte Wochen noch einmal und stellte sich viele Fragen,"Was wäre wenn ich damals direkt zum König von Orlais gegeangen wäre und ihm meine Sorgen wegen seiner Pläne unterbreitet hätte. Hätte ich damals etwas mit Worten ändern können und somit das leben meiner Freunde hätte bewahren können."
Er fasste einen anderen Gedanken, es schien als wäre er im Nichts und könnte viele Stränge mit Bildern vor sich sehen, er griff nach denen die ihn gerade am meisten zu interssieren zu scheinen.
Er wunderte sich, ein bisschen von der Außenwelt nahm er weiterhin war, es war jetzt schon seit längerem wieder still in den Fluren vor seinem Gemach. Er nutze die angenehme Stille und setzte seinen Gedankengang fort.
"Wie geht es wohl meinem Vater, ist es ihm gut ergangen oder musste er wirklich für meine Taten buse tuen? Nein etwas derartiges könnten sie ihm nicht Antuen was wären dies nur für Männer wenn sie einen der Loyalsten Männer im Hofe von Val Royaeux etwas antun würden. Die besser frage ist, wer fortan die schweren Rütstungen schmieden sollte oder die vor Schärfe glänzenden Schwerter unter der glut der Esse in form bringt." Ein leichtes schmunzeln machte sich in seinem Geischt breit, es stellte sich diesen Haufen ohne ihre Ausrüstung vor und wie hilflos diese wären.
Sobald es morgen wird würde er um Pergament und eine Schreibfeder bitten um einen Brief an seinen Vater zu schreiben, auch wenn er gewiss war das dieser seinen Vater nie erreichen würde.
Mit dem Abschluss dieses Gedanken widmete er sich seiner Zurkunft. Würde diese eher rosige Aussichten bringen, oder wird sie mit Verderben, Schmerz und Höllenqualen verbunden sein. "Vielleicht kann ich ja schon bald den schläfrigen Gesängen in den unendlichen weiten des nichts lauschen und dort ruhe finden."
"Nein" er schuttlelte sich diesen Gedanken schnell aus dem Kopf únd setzte neu an.
Er dachte darüber nach, Wohin er gehen könnte wenn es doch zu seiner Freilassung käme, er ist ein Desateur und egal ob gleich er die Dienste der Freien Marschen oder die von Orlais verraten hätte, ein Desateur wird immer gleich behandelt mit verachtung. Nach soetwas neune Fuß zu fassen ist beinahe unmöglich.
Dann sah er diese Elfe in seinen gedanken, es war Jule."Was war mir ihr?, sie eräwhnte ein Gruppe, was für einer Gruppe gehörte sie eigentlich an, das sie hier zu gast bei dem Hohen Adel war.?" . Ein seltsames gefühl machte sich in ihm breit.
Er machte weiter und versuchte aus den vielen Wort schnipslen zu erahnen was sie hier machten.
Dann erschrak er schnelle laute Schritte stampften durch den Flur, abermals. Er konnte erkennen das es Zwei waren. Er wartete ein wenig ab, er wollte eine der Wachen fragen was eigneltich los sei. Doch als er sich aus seinem Bett aufrichtete kamen erneut Schritte, diesma um eingies lauter und vorallem waren es mehr, es war nicht raus zu hören wie viele es waren, da sich das kloppen der Schirtte mit dem Klappern von Schweren Rüstungen überlagerte.
So schnell diese Leute kamen, so schnell waren sie auch wieder weg. Er setzte sich einen Kurzen augenblick auf einen Sessel und wartete wieder. Dann schritt er zur Tür und öffnete diese ein Spalt, neugierig luckte er durch diesen nach draußen in den gang. Die beiden Wachen drehten sich um und glotzen Jannis verduzt an.
Grimmig auf Jannis frein schauend sagte die Linke Wache"Hier gibts nichts zu sehen, also verschwinde wieder in dein Zimmer." Er knallte Jannis die Tür vor der Nase zu, welche wieder in seine Bett einkehrte und vernahm dabei noch ein Verhönendes gelächter von den Beiden wachen.
Es ist sehr spät geworden, aus dem leicht dämmerneden Himmel ist eine Teif Schwarze Nacht geworden, alles ward wieder Still. Duch das Fenster konnte Jannis erkennen das es Vollmond war und dieser von einem grauen Wolkenschleier umhüllt war welch schöner und zugleich beunruhigender Anblick dachte er sich. Er zog die Decke über sich, da aus der angenehmen Kühle eine störende Kälte geworden ist. Er wicklte sich in die Decke ein und lies langsam den Schlaf über sich kommen.
Modifié par J.D.C, 10 avril 2010 - 10:04 .
#1235
Posté 10 avril 2010 - 09:25
Lyna warf Bella einen dankbaren Blick zu, als sich diese zu ihr gesellte und mithalf, die Wunden von Avalos zu säubern. Damit hatte sie nicht gerechnet, bedachte man die vorangegangenen Ereignisse. Und so rechnete sie der Zwergin diese Tat hoch an, wollte sich auch schon bedanken... liess es dann aber dennoch bleiben. Wahrscheinlich war es das Beste, Bella ein wenig Zeit zu gönnen, um alles zu verdauen und überdenken zu können, ohne es direkt anzusprechen.
Aber Jules Verhalten irritierte sie. Avalos lag bewusstlos am Boden und sie lief an ihm vorbei, als ob nichts geschehen sei... und dabei ignorierte sie Lyna. Was war bloss in sie gefahren? Weil Avalos verschwiegen hatte, was die Dunkle Brut mit gefangen genommenen Wächtern anstellte? Sie schüttelte den Kopf. Nach all dieser Zeit sollten sie ihn besser kennen und wissen, dass er dies bewusst verschwiegen hatte, mit einem nachvollziehbaren Grund.
Aber gut, darüber konnte sie sich auch später den Kopf zerbrechen. Avalos ging momentan vor. Gottlob erschienen auch schon die Ärzte, die ihn nach oben tragen liessen. Sie hörte zwar Bellas Vorschlag, sich zu Bett zu begeben, aber an Schlaf konnte sie nicht denken. Sie folgten den Heilkundigen nach oben und half so gut wie möglich bei der Behandlung von Avalos Verletzungen. Schliesslich nahm sie sich ein Buch, setzte einen Stuhl direkt neben das Bett von Avalos und nahm darauf Platz.
Aber auch das Lesen konnte ihr keine Ruhe verschaffen. Nicht wenn Avalos bewusstlos neben ihr lag und sie nicht genau um seinen Zustand wusste. War er jetzt dem Tod oder dem Leben näher? Würde die Schwarze Sonne ihm helfen, sein Leben zu retten? Sie seufzte auf. Wie sie es hasste, nur neben ihm sitzen zu können, so nah und doch so weit von ihm entfernt.
Ihr Blick glitt über seinen Körper. Wie er da lag... man konnte meinen, einen anderen Avalos zu sehen. Seine Miene war entspannt, die Lider verdeckten die wunderschönen smaragdgrünen Augen, er schien einfach nur zu träumen... und doch war es ein und derselbe Avalos. Ein kleines Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. Sie hatte wohl unterbewusst schon vor langem erkannt, dass sich unter der harten Schale etwas Liebenswürdiges verstecken würde.
Aber Jules Verhalten irritierte sie. Avalos lag bewusstlos am Boden und sie lief an ihm vorbei, als ob nichts geschehen sei... und dabei ignorierte sie Lyna. Was war bloss in sie gefahren? Weil Avalos verschwiegen hatte, was die Dunkle Brut mit gefangen genommenen Wächtern anstellte? Sie schüttelte den Kopf. Nach all dieser Zeit sollten sie ihn besser kennen und wissen, dass er dies bewusst verschwiegen hatte, mit einem nachvollziehbaren Grund.
Aber gut, darüber konnte sie sich auch später den Kopf zerbrechen. Avalos ging momentan vor. Gottlob erschienen auch schon die Ärzte, die ihn nach oben tragen liessen. Sie hörte zwar Bellas Vorschlag, sich zu Bett zu begeben, aber an Schlaf konnte sie nicht denken. Sie folgten den Heilkundigen nach oben und half so gut wie möglich bei der Behandlung von Avalos Verletzungen. Schliesslich nahm sie sich ein Buch, setzte einen Stuhl direkt neben das Bett von Avalos und nahm darauf Platz.
Aber auch das Lesen konnte ihr keine Ruhe verschaffen. Nicht wenn Avalos bewusstlos neben ihr lag und sie nicht genau um seinen Zustand wusste. War er jetzt dem Tod oder dem Leben näher? Würde die Schwarze Sonne ihm helfen, sein Leben zu retten? Sie seufzte auf. Wie sie es hasste, nur neben ihm sitzen zu können, so nah und doch so weit von ihm entfernt.
Ihr Blick glitt über seinen Körper. Wie er da lag... man konnte meinen, einen anderen Avalos zu sehen. Seine Miene war entspannt, die Lider verdeckten die wunderschönen smaragdgrünen Augen, er schien einfach nur zu träumen... und doch war es ein und derselbe Avalos. Ein kleines Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. Sie hatte wohl unterbewusst schon vor langem erkannt, dass sich unter der harten Schale etwas Liebenswürdiges verstecken würde.
Modifié par govi1, 10 avril 2010 - 09:28 .
#1236
Posté 10 avril 2010 - 10:35
Er hörte Stimmen.
Heiler. Gelegentlich Lyna.
Damm dämmerte er wieder weg. Zurück in die Schwärze. Würde er diesen Kampf verlieren? Gesiegt, verwundet, aber dennoch gefallen?
Jetzt war es umgekehrt. Diesmal stand er an der Schwelle des Todes, den er so freigiebig austeilte.
Irgendetwas berührte seine Lippen. Ihr Duft verriet sie.
"Kommt wieder...Liebster."
Er versuchte aufzuwachen. Die Augen aufzuschlagen. Aber es gelang ihm nicht. Sein Herzschlag verlangsamte sich.
Ob sich so der Tod anfühlte? Gab es überhaupt ein Gefühl, dass diese Agonie beschreiben konnte?
Nur die Verzweifelung blieb. Sollte er tatsächlich an seinen Verwundungen sterben, wollte er sie noch einmal sehen. Nur ein letztes Mal.
Dieses hilflose Gefühl weckte seine Kampfeslust. Der Tod sollte kein Gegner für ihn sein.
Ein letztes Aufbäumen seinerseits. Er versuchte zu sprechen.
"Lyna.... Ich...Ich...es tut mir leid, dass ich so...so kurzfristig wieder verlassen muss."
Dann wurde es schwarz um ihm herum.
Heiler. Gelegentlich Lyna.
Damm dämmerte er wieder weg. Zurück in die Schwärze. Würde er diesen Kampf verlieren? Gesiegt, verwundet, aber dennoch gefallen?
Jetzt war es umgekehrt. Diesmal stand er an der Schwelle des Todes, den er so freigiebig austeilte.
Irgendetwas berührte seine Lippen. Ihr Duft verriet sie.
"Kommt wieder...Liebster."
Er versuchte aufzuwachen. Die Augen aufzuschlagen. Aber es gelang ihm nicht. Sein Herzschlag verlangsamte sich.
Ob sich so der Tod anfühlte? Gab es überhaupt ein Gefühl, dass diese Agonie beschreiben konnte?
Nur die Verzweifelung blieb. Sollte er tatsächlich an seinen Verwundungen sterben, wollte er sie noch einmal sehen. Nur ein letztes Mal.
Dieses hilflose Gefühl weckte seine Kampfeslust. Der Tod sollte kein Gegner für ihn sein.
Ein letztes Aufbäumen seinerseits. Er versuchte zu sprechen.
"Lyna.... Ich...Ich...es tut mir leid, dass ich so...so kurzfristig wieder verlassen muss."
Dann wurde es schwarz um ihm herum.
#1237
Posté 10 avril 2010 - 10:46
Als diese ereignisvolle Nacht vorbei war, brach ein freundlicher frühlingshafter Morgen an. Am Horizont erhob sich bereits die morgendliche, leicht rosa gefärbte, Sonne und warf ihre ersten warme Strahlen auf die Landschaft. Der Hof war wieder voller Menschen, die bereits ihre Einkaufe tätigten. Die Schmiede und Bäcker waren bereits fleißig am Arbeiten um die Wachen mit neuen Waffen und die adeligen mit einem köstlichen Frühstück versorgen zu können.
Allie schaffte es die Nacht durchzuschlafen ohne dabei einen Albtraum zu haben. Als sie nichtmehr im Tiefschlaf war, erwachte sie, da sie ein eigenartiges schepperndes Geräusch neben sich wahr nahm. Sie öffnete leicht die Augen, musste diese aber sofort wieder zupressen und wälzte sich einmal im Bett und drückte sich eines der Kissen auf den Kopf.
"Ihr da! was steht Ihr da so rum, macht gefälligst diese Vorhänge wieder zu!"
Schrie sie einen der Leibwächter von Jule an, der neben ihr am Bett war. Er erschrak doch reagierte sofort, als hätte er panische Angst vor Allie, und schloss die Vorhänge. Scheinbar hatte sich der gestrige Vorfall unter den Wachen herumgesprochen. Dann stellte er sich wieder neben das Bett und wieder konnte man das scheppernde Geräusch erkennen. Allie nahm das Kissen vom Kopf und blickte ihn an.
"Und hört auf herum zu zittern. Ihr seid mir vielleicht eine Möchtegern Leibwache!"
Erleichtert darüber, dass sie ihm nicht sofort angesprungen ist und ebenfalls etwas angetan hat, so wie den Wachen am gestrigen Abend, beruhigte er sich. Allie richtete sich auf, und musste feststellen, dass sie höllische Kopfschmerzen hatte. Sie fasste sich an den Kopf und seufzte einmal tief. Außerdem fühle sie sich, als hätte sie jemand verprügelt, doch vielleicht war das auch einfach das ausgeschlafene Gefühl, dass sie gar nicht mehr kannte. Dann stand sie auf und ging in das Bad. Die Wache lies Allie dabei nicht aus den Augen, und er verfolgte sie stätig mit seinen Augen. Man merkte ihr sofort an, dass sie die Blicke der Wache störten, denn sie warf ihm einen wütenden Blick zu und er wandte den Blick sofort wieder von ihr ab.
Dann wusch sie sich erstmals das Gesicht mit kaltem Wasser, in der Hoffnung, dass sie dadurch wieder wach wurde. Dann blickte sie wieder in den Spiegel, und hätte am liebsten dagegen geschlagen. Scheinbar hasste sie es, sich selbst zu sehen, da sie ihre Narben an die vergangenen Wochen erinnerten. Doch sie war etwas erleichtert darüber, dass sich ihr Augenlicht von Tag zu Tag besserte und diese nichtmehr komplett rot unterlaufen waren sondern wieder eine gräulichere Farbe annahmen. Sie kämmte sich kurz und ging dann zurück in das Gemach. Planlos blieb sie im Raum stehen. Sie wusste nicht recht was sie tun sollte, denn es wäre unklug gewesen einfach das Zimmer zu verlassen, einerseits wegen des Lichtes, andererseits wusste sie noch nicht über den Stand der Dinge Bescheid und wollte nicht für weitere Unruhe sorgen. Daher setzte sie sich auf einen Stuhl und blickte auf Jule die noch immer auf dem Sofa lag und schlief. Jule war wohl momentan die einzige der sie komplettes Vertrauen schenken konnte, denn sie wusste wie geblendet Bella und Lyna durch die Liebe zu Avalos waren. Liebe? Allie hatte wohl komplett die Bedeutung dieses Wortes verloren und fand es total lächerlich, dass man für jemand anderen sein Leben geben würde, nur weil man behauptet diesen zu lieben, da man komplett vernarrt in die Person ist. Sie würde wohl nie wieder solche Gefühle empfinden können. Stattdessen verteilte sie wohl das Gefühl von Hass, zu schnell an andere Personen. Sie merkte, dass sie Bella und Lyna neutral gegenüber stand. Was sie für Avalos empfand war ihr selbst unklar, doch das Gefühl schwebte irgendwo zwischen Hintergehen, Vertrauensbruch, Entehrung und Wut. Die Allie von früher, hätte sich wohl nicht so sehr darüber aufgeregt, da sie mit so einem Handeln von Avalos durchaus gerechnet hätte. Doch sie war nichtmehr die selbe und stellte jeden kleinste Handeln der anderen direkt in Frage. Wenn Avalos diese Nacht wohl gestorben wäre, würde sie wohl keine Träne vergießen, weder für ihn selbst noch für die trauernden Frauen die ihn so sehr lieben.
Allie schaffte es die Nacht durchzuschlafen ohne dabei einen Albtraum zu haben. Als sie nichtmehr im Tiefschlaf war, erwachte sie, da sie ein eigenartiges schepperndes Geräusch neben sich wahr nahm. Sie öffnete leicht die Augen, musste diese aber sofort wieder zupressen und wälzte sich einmal im Bett und drückte sich eines der Kissen auf den Kopf.
"Ihr da! was steht Ihr da so rum, macht gefälligst diese Vorhänge wieder zu!"
Schrie sie einen der Leibwächter von Jule an, der neben ihr am Bett war. Er erschrak doch reagierte sofort, als hätte er panische Angst vor Allie, und schloss die Vorhänge. Scheinbar hatte sich der gestrige Vorfall unter den Wachen herumgesprochen. Dann stellte er sich wieder neben das Bett und wieder konnte man das scheppernde Geräusch erkennen. Allie nahm das Kissen vom Kopf und blickte ihn an.
"Und hört auf herum zu zittern. Ihr seid mir vielleicht eine Möchtegern Leibwache!"
Erleichtert darüber, dass sie ihm nicht sofort angesprungen ist und ebenfalls etwas angetan hat, so wie den Wachen am gestrigen Abend, beruhigte er sich. Allie richtete sich auf, und musste feststellen, dass sie höllische Kopfschmerzen hatte. Sie fasste sich an den Kopf und seufzte einmal tief. Außerdem fühle sie sich, als hätte sie jemand verprügelt, doch vielleicht war das auch einfach das ausgeschlafene Gefühl, dass sie gar nicht mehr kannte. Dann stand sie auf und ging in das Bad. Die Wache lies Allie dabei nicht aus den Augen, und er verfolgte sie stätig mit seinen Augen. Man merkte ihr sofort an, dass sie die Blicke der Wache störten, denn sie warf ihm einen wütenden Blick zu und er wandte den Blick sofort wieder von ihr ab.
Dann wusch sie sich erstmals das Gesicht mit kaltem Wasser, in der Hoffnung, dass sie dadurch wieder wach wurde. Dann blickte sie wieder in den Spiegel, und hätte am liebsten dagegen geschlagen. Scheinbar hasste sie es, sich selbst zu sehen, da sie ihre Narben an die vergangenen Wochen erinnerten. Doch sie war etwas erleichtert darüber, dass sich ihr Augenlicht von Tag zu Tag besserte und diese nichtmehr komplett rot unterlaufen waren sondern wieder eine gräulichere Farbe annahmen. Sie kämmte sich kurz und ging dann zurück in das Gemach. Planlos blieb sie im Raum stehen. Sie wusste nicht recht was sie tun sollte, denn es wäre unklug gewesen einfach das Zimmer zu verlassen, einerseits wegen des Lichtes, andererseits wusste sie noch nicht über den Stand der Dinge Bescheid und wollte nicht für weitere Unruhe sorgen. Daher setzte sie sich auf einen Stuhl und blickte auf Jule die noch immer auf dem Sofa lag und schlief. Jule war wohl momentan die einzige der sie komplettes Vertrauen schenken konnte, denn sie wusste wie geblendet Bella und Lyna durch die Liebe zu Avalos waren. Liebe? Allie hatte wohl komplett die Bedeutung dieses Wortes verloren und fand es total lächerlich, dass man für jemand anderen sein Leben geben würde, nur weil man behauptet diesen zu lieben, da man komplett vernarrt in die Person ist. Sie würde wohl nie wieder solche Gefühle empfinden können. Stattdessen verteilte sie wohl das Gefühl von Hass, zu schnell an andere Personen. Sie merkte, dass sie Bella und Lyna neutral gegenüber stand. Was sie für Avalos empfand war ihr selbst unklar, doch das Gefühl schwebte irgendwo zwischen Hintergehen, Vertrauensbruch, Entehrung und Wut. Die Allie von früher, hätte sich wohl nicht so sehr darüber aufgeregt, da sie mit so einem Handeln von Avalos durchaus gerechnet hätte. Doch sie war nichtmehr die selbe und stellte jeden kleinste Handeln der anderen direkt in Frage. Wenn Avalos diese Nacht wohl gestorben wäre, würde sie wohl keine Träne vergießen, weder für ihn selbst noch für die trauernden Frauen die ihn so sehr lieben.
#1238
Posté 10 avril 2010 - 11:05
#1239
Posté 10 avril 2010 - 12:16
OOC: tillow94 einen Tritt in den Hintern verpasst.
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Hatte sie richtig gehört? Lynas Augen weiteten sich, als sie sah, wie sich seine Lippen bewegten. Beim Erbauer, immerhin war er bei Bewusstsein! Sie legte ihm die rechte Hand auf die Stirn und zog sie gleich wieder zurück. Sie war siedend heiss. War das Fieber ein gutes Zeichen? Oder ein schlechtes? Sie wusste es nicht... wo waren denn diese Ärzte, wenn man sie mal brauchte?
"Lyna.... Ich...Ich...es tut mir leid, dass ich so...so kurzfristig wieder verlassen muss."
Sie stockte. Der nasse Lappen, den sie in den Händen hielt, um seine Stirn zu kühlen, fiel aus ihrem Griff und klatschte auf den Boden. "Nein", antwortete sie zuerst leise, dann immer lauter. "Nein... NEIN!... Avalos..." Ihre Stimme nahm einen flehenden Ton an, ehe sie vollends brach und keinen Ton mehr bilden wollte.
Sie stürzte über ihn zusammen, die Tränen, die sie all die Zeit zurück gehalten hatte, brachen nun den Damm und rannen ihr über das Gesicht. War ihrer jungen Liebe nur eine derart kurze Lebensspanne vergönnt? Ihre Hand legte sich auf auf seine rechte Wange, streichelte diese... nein, er durfte sie nicht verlassen. Nein, das war... das war unmöglich.
"Avalos", fand sie ihre Stimme wieder, "Geliebter.. bleibt... bleibt bei mir."
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Hatte sie richtig gehört? Lynas Augen weiteten sich, als sie sah, wie sich seine Lippen bewegten. Beim Erbauer, immerhin war er bei Bewusstsein! Sie legte ihm die rechte Hand auf die Stirn und zog sie gleich wieder zurück. Sie war siedend heiss. War das Fieber ein gutes Zeichen? Oder ein schlechtes? Sie wusste es nicht... wo waren denn diese Ärzte, wenn man sie mal brauchte?
"Lyna.... Ich...Ich...es tut mir leid, dass ich so...so kurzfristig wieder verlassen muss."
Sie stockte. Der nasse Lappen, den sie in den Händen hielt, um seine Stirn zu kühlen, fiel aus ihrem Griff und klatschte auf den Boden. "Nein", antwortete sie zuerst leise, dann immer lauter. "Nein... NEIN!... Avalos..." Ihre Stimme nahm einen flehenden Ton an, ehe sie vollends brach und keinen Ton mehr bilden wollte.
Sie stürzte über ihn zusammen, die Tränen, die sie all die Zeit zurück gehalten hatte, brachen nun den Damm und rannen ihr über das Gesicht. War ihrer jungen Liebe nur eine derart kurze Lebensspanne vergönnt? Ihre Hand legte sich auf auf seine rechte Wange, streichelte diese... nein, er durfte sie nicht verlassen. Nein, das war... das war unmöglich.
"Avalos", fand sie ihre Stimme wieder, "Geliebter.. bleibt... bleibt bei mir."
Modifié par govi1, 10 avril 2010 - 12:25 .
#1240
Guest_Juleiila_*
Posté 10 avril 2010 - 12:42
Guest_Juleiila_*
Seufzend stand Jule auf. Sie reckte und streckte sich. Dabei gähnte sie ziemlich laut. Dieses Sofa war irgendwie nicht so bequem, wie das Bett, auf dem sie seit Tagen schon schlief. Sie blickte sich um, stand auf und sah Allie. Dabei durchfuhr sie wieder ein stechender Schmerz, wodurch sie automatisch das Gesicht verzog. „Ah. Guten Morgen Allie. Ich hoffe ihr habt gut geschlafen.“ sagte Jule und ging ins Bad.
Sie zog sich schnell um, normale Wollhose, und ein schwarzes kurzärmliges Shirt. Dieses mal stand ja kein Ball, oder Abendessen samt Adliger an. Sie wusch sich ihr Gesicht, und kämmte sich die Haare. Beim blick in den Spiegel merkte sie das die Schmerzen ihr Gesicht verzogen, sie musste unbedingt noch zum Hofarzt. Aber zuerst war Frühstück angesagt.
Jule trat aus dem Bad, und ging auf Allie zu. „Ich gehe schnell Frühstück holen. Bin gleich wieder da.“ Sie ging aus der Tür hinaus, und befahl den Wachen, niemanden aus dem Zimmer zu lassen. Aber sie hoffte das Allie das sowieso nicht tun würde, denn sie war ja nicht dumm.
Jule lief die Treppen hinunter, und in die Küche. Dort nahm sie sich einfach ein Tablett, packte darauf Früchte, frische Semmeln, Schinken und Käse, und eine Kanne mit frischen O-Saft. Die Angestellten sagten eh nichts dazu, es geschah ja mittlerweile öfter, das die Gefährten von Avalos, einfach mal so, etwas aus der Küche holten.
Sie ging wieder hinaus und in ihr Gemach. Sie stellte das Tablett auf den Tisch ab, setzte sich und schmierte sich eine Semmel mit Schinken. Genüsslich biss sie hinein, und aß. Dazu noch der frische O-Saft und es war perfekt. „Allie esst auch etwas. Ich glaube ihr solltet mich nachher begleiten. Zum Hofarzt.“ sagte sie und aß weiter.
Sie zog sich schnell um, normale Wollhose, und ein schwarzes kurzärmliges Shirt. Dieses mal stand ja kein Ball, oder Abendessen samt Adliger an. Sie wusch sich ihr Gesicht, und kämmte sich die Haare. Beim blick in den Spiegel merkte sie das die Schmerzen ihr Gesicht verzogen, sie musste unbedingt noch zum Hofarzt. Aber zuerst war Frühstück angesagt.
Jule trat aus dem Bad, und ging auf Allie zu. „Ich gehe schnell Frühstück holen. Bin gleich wieder da.“ Sie ging aus der Tür hinaus, und befahl den Wachen, niemanden aus dem Zimmer zu lassen. Aber sie hoffte das Allie das sowieso nicht tun würde, denn sie war ja nicht dumm.
Jule lief die Treppen hinunter, und in die Küche. Dort nahm sie sich einfach ein Tablett, packte darauf Früchte, frische Semmeln, Schinken und Käse, und eine Kanne mit frischen O-Saft. Die Angestellten sagten eh nichts dazu, es geschah ja mittlerweile öfter, das die Gefährten von Avalos, einfach mal so, etwas aus der Küche holten.
Sie ging wieder hinaus und in ihr Gemach. Sie stellte das Tablett auf den Tisch ab, setzte sich und schmierte sich eine Semmel mit Schinken. Genüsslich biss sie hinein, und aß. Dazu noch der frische O-Saft und es war perfekt. „Allie esst auch etwas. Ich glaube ihr solltet mich nachher begleiten. Zum Hofarzt.“ sagte sie und aß weiter.
#1241
Posté 10 avril 2010 - 01:38
Als Bella am nächsten Morgen von der Sonne geweckt wurde fühlte sie sich bei weitem besser als tags zuvor. Es war herrlich, ohne Kopfschmerzen aufzuwachen, noch zu wissen, was alles geschehen war, und vor allem keine Übelkeit zu verspüren.
Sie sprang aus dem Bett und lief ins Bad, wo sie sich frisch machte. Außerdem schlüpfte sie in ihre Rüstung, sie wollte den Tag auf jeden Fall dazu nutzen ein paar Kleidungsstücke einzukaufen. Zu allererst wollte sie jedoch nach Avalos sehen. Als die Ärzte ihn gestern abholten, sah er nicht danach aus, dass er seine Verletzungen überleben würde, also konnte es sicherlich nicht schaden, wenn sie ihn noch einmal sah und ihm ihre Meinung sagen konnte. Vielleicht würde sie ihren Frieden finden.
Hurtig lief sie in den Frühstücksraum, trank eine Tasse Kaffee im Eiltempo, schlang eine Scheibe Toast dazu hinunter. Das mußte reichen, so richtigen Hunger hatte sie ohnehin nicht. Sie hörte die Mägde tuscheln, um den Barden stehe es schlecht, es sei nicht sicher, ob er den Tag überhaupt überleben würde. Bella wurde bleich, als sie das vernahm.
Die Frage war nur, wo Avalos Gemächer lagen? Ihre Leibwachen sollten es wissen, also beschloß sie, diese zu fragen. In der Tat führten die Gardisten Bella in den vierten Stock, wo sie Bella vor der Tür von Avalos ablieferten, und davor Stellung bezogen.
Bella klopfte leise und trat ein, ohne ein Herein abzuwarten. Sie stand in einem Raum, in dem eine Sofa-Ecke untergebracht, Bücherregale und gegenüberliegend ein Esstisch mit vier Stühlen platziert war. Der Parkett war mit kostbaren Teppichen ausgelegt. Einige Wachen standen im Zimmer und flüsterten. An deren Mienen war abzulesen, dass eine gedrückte Stimmung herrschte. Sie blickten Bella auch nur kurz an und ließen sie passieren, nachdem sie die Zwergin als Gefährtin von Avalos erkannt hatten.
Bella ließ ihren Blick durch die Stube schweifen und stockte beim Anblick des Esstisches. Avalos komplette Panzerung lag darauf, und diese sah aus als wäre sie in ihre Bestandteile zerpflückt worden. Der Rückenpanzer war an der Schulter mit einem größern Loch versehen und teilweise zerrissen, Gürtel und Nieten waren gerissen oder fehlten ganz. Die Oberschenkel-Panzerung war aufgeschlitzt und der Brustpanzer sah wie ein auf dem Rücken liegender, ausgehöhlter und aufgeschnittener Maikäfer aus. Dazu war die Hose mit Schlammspritzern und Schleifspuren übersäät. Lädiert reichte für die Beschreibung der Lederpanzerung nicht mehr aus, völlig zerstört hingegen traf es mit ziemlicher Genauigkeit. Sie ging einen Schritt auf den Tisch zu und sah sich die Rüstung genauer an. Es war kaum zu glauben, dass darin überhaupt noch ein Mensch gesteckt haben konnte.
Plötzlich glitzerte etwas, Bella dachte, dass sich wohl die Sonne in einem der noch heilen Teile spiegelte. Das konnte jedoch nicht sein, so schwarz wie diese war. Bella betrachtete den Brustharnisch genauer, und entdeckte das Metallgeflecht der schwarzen Sonne. Es schien zu flirren, und Bella konzentrierte sich genauer darauf, starrte es beinahe hypnotisierend an. Dann schüttelte sie den Kopf, da flirrte nichts. Sie blickte zur Seite, und wieder vernahm sie aus den Augenwinkeln dieses Flirren. Das konnte doch nicht sein, spielten jetzt schon ihre Augen verrückt? Sie betrachtete das Metallgeflecht noch einmal intensiv, es sah aber nicht anders aus als sonst auch.
Kopfschüttelnd wandte sie sich von der Rüstung ab. Wahrscheinlich waren ihre Nerven doch noch nicht ganz zur Ruhe gekommen, und ihre Sinne spielten ihr einen Streich. Sie schritt durch den Wohnraum, auf der Suche nach Avalos Schlafgemach. Nachdem aber nur eine Tür aus diesem Raum führte, mußte es wohl dahinter liegen. Vorsichtig schritt sie darauf zu, und hörte Schluchzer.
Sie öffnete die Tür und sah Lyna über Avalos gebeugt, weinend, kurz vorm Zusammenbruch.
Leise trat sie auf die Freundin zu und legte ihr eine Hand auf die Schulter.
"Hier seid Ihr also" sagte sie leise. "Sagt nur, ihr habt die ganze Nacht gewacht?"
So wie Lyna aussah, konnte es gar nicht anders sein, tiefe Schatten lagen um deren Augen.
Bella holte tief Luft.
"Lyna, ich würde gerne ein wenig allein bei Avalos sein, ich verspreche Euch, dass ich Euch sofort rufen werde wenn sich an seinem Zustand etwas verändern sollte. Ich möchte auf meine Weise so etwas ähnliches wie Abschied nehmen, und ihm einiges sagen, was ich versäumt hatte.." Bittend sah sie die Dalish an und hoffte, auf Verständnis zu stossen. "Ihr könnt inzwischen etwas essen, eine Suppe vielleicht, oder Kaffee trinken, damit ihr ein wenig zu Kräften kommt."
Lyna blickte Bella an. Sie wollte Avalos nicht alleine lassen, aber hatte Bella nicht ein Recht darauf ihren Frieden mit Avalos zu schließen? Langsam nickte sie.
"Ihr habt wohl Recht, auch wenn ich sicher keinen Bissen hinunter bringen werde, aber Ihr sollt ein paar Minuten mit ihm allein sein können." Sie stand auf und verließ langsam das Schlafgemach.
Als die Tür hinter Lyna zufiel, blickte sie Avalos an. Er stand dem Tode näher als dem Leben, und Bella wurde beinahe ärgerlich. Wütend sprach sie ihre Gedanken aus:
"Ihr verdammter Kerl, jetzt, wo wir so weit gekommen sind, laßt Ihr uns alleine? Oder schleicht Ihr Euch aus dem Leben weil Ihr der Liebe nicht mehr fähig seid? Seid Ihr doch nur ein elendiger Feigling, was Gefühle betrifft, die er durch seine Härte versucht zu verstecken? Wißt Ihr überhaupt, wie sehr Ihr mich verletzt habt? Nein, das wißt Ihr nicht, und es ist wohl auch besser so. Aber als ich dachte, mein Herz wäre in Millionen kleine Stücke zersprungen, und es würde nie wieder schlagen können, habt Ihr auch meine Fähigkeit, lieben zu können, mitgenommen."
Sie wanderte langsam am Bett auf und ab, und senkte ihre Stimme wieder.
"Ich wollte Euch von diesem Hass befreien, der Euch zerfressen hat. Nun hat dies wohl Lyna geschafft. Ich wünschte nur, Ihr würdet wenigstens Ihr nicht auch noch das Herz brechen. Welch grenzenloser Egoist seid Ihr doch, denkt nicht an die Konsequenzen, die Schmerzen, die Lyna durchmachen muß. Auch nicht an die, die ich durchmachte und immer noch fühle. Ihr habt mir jeder Herzlichkeit beraubt. Ich fühle Wut und Hass in mir, den ich noch nie zuvor verspürt habe. Ich wollte Euch rächen, aber ihr geht lieber aus der Welt und sagt mir noch nicht einmal, wer Euch so zugerichtet hat. Und ihr sagt auch nicht, was das Ziel der Mission nun endgültig ist, wie wir die Brut für immer vernichten können. Nein, ihr schleicht Euch einfach davon."
Sie blieb wieder stehen und drehte sich zu ihm. Wie er dort lag, totenbleich, kaum eine Stelle am Körper, die nicht verbunden war. Und plötzlich schossen Bella die Tränen in die Augen. Sie konnte nicht anders, kniete sich hin und ließ diesen freien Lauf. Lautlos kullerten sie über ihr Gesicht und tropften auf Avalos Unterarm, es war ihr in dem Moment egal, dass sie sich geschworen hatte, nie wieder eine Träne zu vergießen.
Vorsichtig wischte sie mit dem Ärmel über ihr Gesicht, beugte sich über Avalos und drückte ihm einen zarten Kuss auf die Stirn.
"Trotz allem... danke. Danke dass ich mit Euch reisen durfte, dass ich Euch kennenlernen konnte. Ihr habt mein Leben sehr bereichert, und ich kann mir ein solches ohne Euch lebend darin auch kaum vorstellen. Aber so wie es aussieht hat der Erbauer wohl anderes mit Euch vor. Ruhet in Frieden, Avalos, Schlächter und Wächter der schwarzen Sonne. Ihr wart ein besonderer Mensch. Ich habe Euch geliebt, liebe Euch wohl noch immer, und werde Euch nie vergessen."
Sie stand wieder auf, salutierte vor Avalos und verließ das Schlafzimmer. Draussen wies sie einen der Waräger an, über den Verwundeten zu wachen und einen anderen beauftragte sie damit, Lyna wieder zu holen, aber ohne sie zu schocken.
Sie selber ging zur Tür, blickte auf dem Weg dorthin nochmal auf das Metallgeflecht, welches wieder zu flirren schien. Sie nickte der Rüstung kaum merklich zu und verließ das Gemach.
Ihre Leibwächter schlossen sich ihr wieder an.
"Und nun auf in die Stadt" sagte Bella mit stolz erhobenem Kopf. Sie hatte ihren Frieden gefunden.
Sie sprang aus dem Bett und lief ins Bad, wo sie sich frisch machte. Außerdem schlüpfte sie in ihre Rüstung, sie wollte den Tag auf jeden Fall dazu nutzen ein paar Kleidungsstücke einzukaufen. Zu allererst wollte sie jedoch nach Avalos sehen. Als die Ärzte ihn gestern abholten, sah er nicht danach aus, dass er seine Verletzungen überleben würde, also konnte es sicherlich nicht schaden, wenn sie ihn noch einmal sah und ihm ihre Meinung sagen konnte. Vielleicht würde sie ihren Frieden finden.
Hurtig lief sie in den Frühstücksraum, trank eine Tasse Kaffee im Eiltempo, schlang eine Scheibe Toast dazu hinunter. Das mußte reichen, so richtigen Hunger hatte sie ohnehin nicht. Sie hörte die Mägde tuscheln, um den Barden stehe es schlecht, es sei nicht sicher, ob er den Tag überhaupt überleben würde. Bella wurde bleich, als sie das vernahm.
Die Frage war nur, wo Avalos Gemächer lagen? Ihre Leibwachen sollten es wissen, also beschloß sie, diese zu fragen. In der Tat führten die Gardisten Bella in den vierten Stock, wo sie Bella vor der Tür von Avalos ablieferten, und davor Stellung bezogen.
Bella klopfte leise und trat ein, ohne ein Herein abzuwarten. Sie stand in einem Raum, in dem eine Sofa-Ecke untergebracht, Bücherregale und gegenüberliegend ein Esstisch mit vier Stühlen platziert war. Der Parkett war mit kostbaren Teppichen ausgelegt. Einige Wachen standen im Zimmer und flüsterten. An deren Mienen war abzulesen, dass eine gedrückte Stimmung herrschte. Sie blickten Bella auch nur kurz an und ließen sie passieren, nachdem sie die Zwergin als Gefährtin von Avalos erkannt hatten.
Bella ließ ihren Blick durch die Stube schweifen und stockte beim Anblick des Esstisches. Avalos komplette Panzerung lag darauf, und diese sah aus als wäre sie in ihre Bestandteile zerpflückt worden. Der Rückenpanzer war an der Schulter mit einem größern Loch versehen und teilweise zerrissen, Gürtel und Nieten waren gerissen oder fehlten ganz. Die Oberschenkel-Panzerung war aufgeschlitzt und der Brustpanzer sah wie ein auf dem Rücken liegender, ausgehöhlter und aufgeschnittener Maikäfer aus. Dazu war die Hose mit Schlammspritzern und Schleifspuren übersäät. Lädiert reichte für die Beschreibung der Lederpanzerung nicht mehr aus, völlig zerstört hingegen traf es mit ziemlicher Genauigkeit. Sie ging einen Schritt auf den Tisch zu und sah sich die Rüstung genauer an. Es war kaum zu glauben, dass darin überhaupt noch ein Mensch gesteckt haben konnte.
Plötzlich glitzerte etwas, Bella dachte, dass sich wohl die Sonne in einem der noch heilen Teile spiegelte. Das konnte jedoch nicht sein, so schwarz wie diese war. Bella betrachtete den Brustharnisch genauer, und entdeckte das Metallgeflecht der schwarzen Sonne. Es schien zu flirren, und Bella konzentrierte sich genauer darauf, starrte es beinahe hypnotisierend an. Dann schüttelte sie den Kopf, da flirrte nichts. Sie blickte zur Seite, und wieder vernahm sie aus den Augenwinkeln dieses Flirren. Das konnte doch nicht sein, spielten jetzt schon ihre Augen verrückt? Sie betrachtete das Metallgeflecht noch einmal intensiv, es sah aber nicht anders aus als sonst auch.
Kopfschüttelnd wandte sie sich von der Rüstung ab. Wahrscheinlich waren ihre Nerven doch noch nicht ganz zur Ruhe gekommen, und ihre Sinne spielten ihr einen Streich. Sie schritt durch den Wohnraum, auf der Suche nach Avalos Schlafgemach. Nachdem aber nur eine Tür aus diesem Raum führte, mußte es wohl dahinter liegen. Vorsichtig schritt sie darauf zu, und hörte Schluchzer.
Sie öffnete die Tür und sah Lyna über Avalos gebeugt, weinend, kurz vorm Zusammenbruch.
Leise trat sie auf die Freundin zu und legte ihr eine Hand auf die Schulter.
"Hier seid Ihr also" sagte sie leise. "Sagt nur, ihr habt die ganze Nacht gewacht?"
So wie Lyna aussah, konnte es gar nicht anders sein, tiefe Schatten lagen um deren Augen.
Bella holte tief Luft.
"Lyna, ich würde gerne ein wenig allein bei Avalos sein, ich verspreche Euch, dass ich Euch sofort rufen werde wenn sich an seinem Zustand etwas verändern sollte. Ich möchte auf meine Weise so etwas ähnliches wie Abschied nehmen, und ihm einiges sagen, was ich versäumt hatte.." Bittend sah sie die Dalish an und hoffte, auf Verständnis zu stossen. "Ihr könnt inzwischen etwas essen, eine Suppe vielleicht, oder Kaffee trinken, damit ihr ein wenig zu Kräften kommt."
Lyna blickte Bella an. Sie wollte Avalos nicht alleine lassen, aber hatte Bella nicht ein Recht darauf ihren Frieden mit Avalos zu schließen? Langsam nickte sie.
"Ihr habt wohl Recht, auch wenn ich sicher keinen Bissen hinunter bringen werde, aber Ihr sollt ein paar Minuten mit ihm allein sein können." Sie stand auf und verließ langsam das Schlafgemach.
Als die Tür hinter Lyna zufiel, blickte sie Avalos an. Er stand dem Tode näher als dem Leben, und Bella wurde beinahe ärgerlich. Wütend sprach sie ihre Gedanken aus:
"Ihr verdammter Kerl, jetzt, wo wir so weit gekommen sind, laßt Ihr uns alleine? Oder schleicht Ihr Euch aus dem Leben weil Ihr der Liebe nicht mehr fähig seid? Seid Ihr doch nur ein elendiger Feigling, was Gefühle betrifft, die er durch seine Härte versucht zu verstecken? Wißt Ihr überhaupt, wie sehr Ihr mich verletzt habt? Nein, das wißt Ihr nicht, und es ist wohl auch besser so. Aber als ich dachte, mein Herz wäre in Millionen kleine Stücke zersprungen, und es würde nie wieder schlagen können, habt Ihr auch meine Fähigkeit, lieben zu können, mitgenommen."
Sie wanderte langsam am Bett auf und ab, und senkte ihre Stimme wieder.
"Ich wollte Euch von diesem Hass befreien, der Euch zerfressen hat. Nun hat dies wohl Lyna geschafft. Ich wünschte nur, Ihr würdet wenigstens Ihr nicht auch noch das Herz brechen. Welch grenzenloser Egoist seid Ihr doch, denkt nicht an die Konsequenzen, die Schmerzen, die Lyna durchmachen muß. Auch nicht an die, die ich durchmachte und immer noch fühle. Ihr habt mir jeder Herzlichkeit beraubt. Ich fühle Wut und Hass in mir, den ich noch nie zuvor verspürt habe. Ich wollte Euch rächen, aber ihr geht lieber aus der Welt und sagt mir noch nicht einmal, wer Euch so zugerichtet hat. Und ihr sagt auch nicht, was das Ziel der Mission nun endgültig ist, wie wir die Brut für immer vernichten können. Nein, ihr schleicht Euch einfach davon."
Sie blieb wieder stehen und drehte sich zu ihm. Wie er dort lag, totenbleich, kaum eine Stelle am Körper, die nicht verbunden war. Und plötzlich schossen Bella die Tränen in die Augen. Sie konnte nicht anders, kniete sich hin und ließ diesen freien Lauf. Lautlos kullerten sie über ihr Gesicht und tropften auf Avalos Unterarm, es war ihr in dem Moment egal, dass sie sich geschworen hatte, nie wieder eine Träne zu vergießen.
Vorsichtig wischte sie mit dem Ärmel über ihr Gesicht, beugte sich über Avalos und drückte ihm einen zarten Kuss auf die Stirn.
"Trotz allem... danke. Danke dass ich mit Euch reisen durfte, dass ich Euch kennenlernen konnte. Ihr habt mein Leben sehr bereichert, und ich kann mir ein solches ohne Euch lebend darin auch kaum vorstellen. Aber so wie es aussieht hat der Erbauer wohl anderes mit Euch vor. Ruhet in Frieden, Avalos, Schlächter und Wächter der schwarzen Sonne. Ihr wart ein besonderer Mensch. Ich habe Euch geliebt, liebe Euch wohl noch immer, und werde Euch nie vergessen."
Sie stand wieder auf, salutierte vor Avalos und verließ das Schlafzimmer. Draussen wies sie einen der Waräger an, über den Verwundeten zu wachen und einen anderen beauftragte sie damit, Lyna wieder zu holen, aber ohne sie zu schocken.
Sie selber ging zur Tür, blickte auf dem Weg dorthin nochmal auf das Metallgeflecht, welches wieder zu flirren schien. Sie nickte der Rüstung kaum merklich zu und verließ das Gemach.
Ihre Leibwächter schlossen sich ihr wieder an.
"Und nun auf in die Stadt" sagte Bella mit stolz erhobenem Kopf. Sie hatte ihren Frieden gefunden.
Modifié par Bellandyrs, 10 avril 2010 - 03:48 .
#1242
Posté 10 avril 2010 - 04:00
Ein Bote eilte den Ostflügel im zweiten Stock entlang und überreichte den beiden Warägern ein zusammengerolltes, versiegeltes Pergament.
"Vom Regenten, bitte sofort lesen." Er nickte und entfernte sich wieder.
Einer der Gardisten brach das Siegel und las:
"Die Urteilsverkündung für Jannis wird heute Nachmittag statt finden. Er ist mit Geleitschutz von zwei Wachen in den Besprechungsraum zu bringen. 16 Uhr.
gezeichnet, Amofillias".
Der Waräger trat in Jannis Zimmer ohne anzuklopfen und teilte ihm dies mit.
"Und seht zu dass ihr anständig ausseht und Euch rasiert und gewaschen habt. Frühtstück kommt gleich, das Tablett ist unterwegs."
Sprachs, und als er wieder hinausging, wäre er beinahe mit dem Diener zusammen gestossen, der das Frühstück servierte. Kaffee, Saft, Brötchen, etwas Wurst und Käse. Ein Teller und Besteck standen auf dem Tablett mit drauf, welches er mit einer kleinen Verneigung am Beistelltisch abstellte.
"Guten Morgen und guten Appetit."
Dann verschwand er wieder.
"Vom Regenten, bitte sofort lesen." Er nickte und entfernte sich wieder.
Einer der Gardisten brach das Siegel und las:
"Die Urteilsverkündung für Jannis wird heute Nachmittag statt finden. Er ist mit Geleitschutz von zwei Wachen in den Besprechungsraum zu bringen. 16 Uhr.
gezeichnet, Amofillias".
Der Waräger trat in Jannis Zimmer ohne anzuklopfen und teilte ihm dies mit.
"Und seht zu dass ihr anständig ausseht und Euch rasiert und gewaschen habt. Frühtstück kommt gleich, das Tablett ist unterwegs."
Sprachs, und als er wieder hinausging, wäre er beinahe mit dem Diener zusammen gestossen, der das Frühstück servierte. Kaffee, Saft, Brötchen, etwas Wurst und Käse. Ein Teller und Besteck standen auf dem Tablett mit drauf, welches er mit einer kleinen Verneigung am Beistelltisch abstellte.
"Guten Morgen und guten Appetit."
Dann verschwand er wieder.
#1243
Posté 10 avril 2010 - 04:22
Bella haßte es, Kleidung zu kaufen. Soviel Zeit sie in einem Malerei-Bedarf verbringen konnte, so furchtbar fand sie es, Hosen und Blusen zu probieren. Sie suchte auch nicht in mehreren Geschäften sondern steuerte das nächstbeste an, wo ihr die Auslagen zusagten.
Eine halbe Stunde später hatte sie eine Hose aus schwarzem Samt, ein dunkelgraues Hemd aus Satin, einen brombeerfarbigen Pullover mit V-Ausschnitt aus feiner Wolle (der Verkäufer nannte es Kaschmir, Bella nahm es, weil es sich schön weich anfühlte), ein Paar flache aber kniehohe Stiefel aus Wildleder (dunkelbraun), ein Paar weitere Stiefel, diesesmal aus geschwärztem Leder, wadenhoch und am Knöchel mit silbernen Nieten geschmückt und mit breitem flachen Absatz, ergattert.
Eine weitere halbe Stunde später hatten sich zu ihren Einkäufen nochmal zwei Hosen gesellt, eine schwarze und eine dunkelbraune, beide aus Wildleder. Aus gleichem Material gefertigt war ein wunderschöner Blazer, der ein aufwändig verziertes Revers aufwies, leichte Stickereien in silber und Brombeer. Die Jacke an sich wieß den gleichen dunkelbraunen Ton wie die Hose auf.
Außerdem konnte sie einem Kleid nicht wiederstehen, es hatte kleine Puffärmelchen, das Dekollete weit mit einem U ausgeschnitten, welches aber zwischen den Brüsten nochmal einen kleinen, V-förmigen Ausschnitt hatte. Der Rock war weit ausgestellt aus schwerer dunkelblauer Seide, alles in allem ein Traum aus dem dunkelsten Blau, das Bella je gesehen hatte. Sehr schlicht, sehr elegant, und das einzig verspielte Detail waren die leichten Puffärmel. Sicherheitshalber nahm sie noch einen cremefarbigen Rollkragenpulli mit, der mit dicken Zopfmustern gestrickt war. Das sollte vorerst reichen um die nächste Zeit ein wenig kombinieren zu können.
Sie bezahlte und ließ die Sachen zum Palast bringen. Dann schlenderte sie gemütlich die Strassen entlang, sie wollte endlich etwas mehr von FallRemnon erkunden.
Eine halbe Stunde später hatte sie eine Hose aus schwarzem Samt, ein dunkelgraues Hemd aus Satin, einen brombeerfarbigen Pullover mit V-Ausschnitt aus feiner Wolle (der Verkäufer nannte es Kaschmir, Bella nahm es, weil es sich schön weich anfühlte), ein Paar flache aber kniehohe Stiefel aus Wildleder (dunkelbraun), ein Paar weitere Stiefel, diesesmal aus geschwärztem Leder, wadenhoch und am Knöchel mit silbernen Nieten geschmückt und mit breitem flachen Absatz, ergattert.
Eine weitere halbe Stunde später hatten sich zu ihren Einkäufen nochmal zwei Hosen gesellt, eine schwarze und eine dunkelbraune, beide aus Wildleder. Aus gleichem Material gefertigt war ein wunderschöner Blazer, der ein aufwändig verziertes Revers aufwies, leichte Stickereien in silber und Brombeer. Die Jacke an sich wieß den gleichen dunkelbraunen Ton wie die Hose auf.
Außerdem konnte sie einem Kleid nicht wiederstehen, es hatte kleine Puffärmelchen, das Dekollete weit mit einem U ausgeschnitten, welches aber zwischen den Brüsten nochmal einen kleinen, V-förmigen Ausschnitt hatte. Der Rock war weit ausgestellt aus schwerer dunkelblauer Seide, alles in allem ein Traum aus dem dunkelsten Blau, das Bella je gesehen hatte. Sehr schlicht, sehr elegant, und das einzig verspielte Detail waren die leichten Puffärmel. Sicherheitshalber nahm sie noch einen cremefarbigen Rollkragenpulli mit, der mit dicken Zopfmustern gestrickt war. Das sollte vorerst reichen um die nächste Zeit ein wenig kombinieren zu können.
Sie bezahlte und ließ die Sachen zum Palast bringen. Dann schlenderte sie gemütlich die Strassen entlang, sie wollte endlich etwas mehr von FallRemnon erkunden.
#1244
Posté 10 avril 2010 - 05:06
Als die ersten Sonnestrahlen durch das Fenster in Jannis zimmer schienen, fielen diese direkt in sein Gesicht. Ihm wurde mit der Zeit warm und es began ihm im Gesicht zu jucken. Dazu kam noch das eine Fliege die ganze Zeit schon um seinen Kopf schwirrte und schließlich auf seiner Nase landete.
Aus dem Schlaf gerissen durch das immer wärmer werdende licht und den nervigen Juckreitz peilte er mit der rechten hand die fliege in seinem Gesicht an. Und "zack" kam der schlag richtung gesicht, welcher die fliege verfehlte, diese Summte schnell davon. Nachdem der Juckreiz durch Schmerz ersetzt wurde riss er sich die decke vom Leib um den Hitzewallungen zu entfliehen.
Mit leicht gerötettem Gesicht richtete er sich auf und stieg aus dem Bett. Jetzt sah er sein Gemach zum ersten mal so wie es eigentlich aussieht, am vorabend war die Sonne schon untergegangen als er hier untergebracht wurde, weshalb er kaum etwas sehen konnte. Er sah sich um, alles war sehr gepflegt und mit viel Detail eingerichtet, ein komisches Zimmer für einen Gefangenen dachte er sich.
Er störte sich nicht weiter daran und freute sich eher darüber das hier ein Bad hatte. Er ging in richtung Bad in rieb sich währenddessen den Schlaf aus seinen Augen. Im Bad angekommen stellte er sich vors Waschbecken und Reckte sich, die Knochen kreischten schon eher als das man ein Knacksen vernehmen konnte. Er ließ sich etwas wasser ein und nippte kurz einen Schluck und wusch sich dann sein gesicht.
Als er fertig war stellte er sich an seinen Platz am fenster, welchen er irgendwie lieb gewonnen hatte. Es war eine schöne Aussicht hier genau das was er mag. Da stand er nun wieder wartend, er lauschte den Vöglen und sah den Menschen in der Stadt zu, was sie einkauften, wo sie hingingen oder auch manchen Streit beobachtete er. Letzteres wohl am ehesten.
Als er einer Rauferei von ein paar Kindern zusah, wurde die Tür zu seinem Gemach schnell und laut aufgeschlagen, Jannis erschrack ein wenig und drehte sich zu der Tür um. Eine der Wachen stand nun vor ihm mit schnellem Atem, "Wie hatte er es geschafft von vor der Tür, bis hier zu mir so aus der Puste zu kommen." Dachte er sich und musste ein wenig lachen. Die Wache stammelte schnell ein Paar Sätze,"Ihre Urteilsverkündung findet Heute um 16 uhr statt, wir werden dich zum gegeben Zeitpunkt zu dem Besprechungsraum bringen, seid fertig wenn es so weit ist.Und seht zu dass ihr anständig ausseht und Euch rasiert und gewaschen habt. Frühtstück kommt gleich, das Tablett ist unterwegs."
Die Wache eilte wieder aus dem Zimmer und stieß dabei beinahe den Diener zu boden, welcher das Frühstück brachte. Jannis fragte sich nur was er anziehen sollte er hatte ja nichts auser den Fetzen, die er noch von vorher trug."Und womit soll ich mich Rasieren, mit meinen Händen?"
Er ging nach draußen zu den Wachen und bat um die Utensilien die er brauchte. Diese willigten ein und einer der Beiden lief los um die Sachen zu holen.
Kurze Zeit später kam dieser wieder die Treppe hinuauf und brachte Jannis die Sachen.
Er ging ins Bad und machte sich Fertig. Er stand vor dem Spiegel und dachte nur"Was für eine Hektik am frühen Morgen, es ist nichtmal Mittag und diese Wachen sorgen schon für Stress also ob es 5 minuten vor der Verkündung ist." Um das alles noch ab zu runden schnitt er sich noch an der rechten wange. "Erbauer verdammter nochmal" schrei er und warf das Messer gegen die Wand.
Als er dann fertig war ging er wieder zum Fenster und musste einfach lachen. Er war einfach glücklich zu diesem Zeitpunkt und dachte nicht an das was sich in ein paar Stunden entscheiden würde.
Aus dem Schlaf gerissen durch das immer wärmer werdende licht und den nervigen Juckreitz peilte er mit der rechten hand die fliege in seinem Gesicht an. Und "zack" kam der schlag richtung gesicht, welcher die fliege verfehlte, diese Summte schnell davon. Nachdem der Juckreiz durch Schmerz ersetzt wurde riss er sich die decke vom Leib um den Hitzewallungen zu entfliehen.
Mit leicht gerötettem Gesicht richtete er sich auf und stieg aus dem Bett. Jetzt sah er sein Gemach zum ersten mal so wie es eigentlich aussieht, am vorabend war die Sonne schon untergegangen als er hier untergebracht wurde, weshalb er kaum etwas sehen konnte. Er sah sich um, alles war sehr gepflegt und mit viel Detail eingerichtet, ein komisches Zimmer für einen Gefangenen dachte er sich.
Er störte sich nicht weiter daran und freute sich eher darüber das hier ein Bad hatte. Er ging in richtung Bad in rieb sich währenddessen den Schlaf aus seinen Augen. Im Bad angekommen stellte er sich vors Waschbecken und Reckte sich, die Knochen kreischten schon eher als das man ein Knacksen vernehmen konnte. Er ließ sich etwas wasser ein und nippte kurz einen Schluck und wusch sich dann sein gesicht.
Als er fertig war stellte er sich an seinen Platz am fenster, welchen er irgendwie lieb gewonnen hatte. Es war eine schöne Aussicht hier genau das was er mag. Da stand er nun wieder wartend, er lauschte den Vöglen und sah den Menschen in der Stadt zu, was sie einkauften, wo sie hingingen oder auch manchen Streit beobachtete er. Letzteres wohl am ehesten.
Als er einer Rauferei von ein paar Kindern zusah, wurde die Tür zu seinem Gemach schnell und laut aufgeschlagen, Jannis erschrack ein wenig und drehte sich zu der Tür um. Eine der Wachen stand nun vor ihm mit schnellem Atem, "Wie hatte er es geschafft von vor der Tür, bis hier zu mir so aus der Puste zu kommen." Dachte er sich und musste ein wenig lachen. Die Wache stammelte schnell ein Paar Sätze,"Ihre Urteilsverkündung findet Heute um 16 uhr statt, wir werden dich zum gegeben Zeitpunkt zu dem Besprechungsraum bringen, seid fertig wenn es so weit ist.Und seht zu dass ihr anständig ausseht und Euch rasiert und gewaschen habt. Frühtstück kommt gleich, das Tablett ist unterwegs."
Die Wache eilte wieder aus dem Zimmer und stieß dabei beinahe den Diener zu boden, welcher das Frühstück brachte. Jannis fragte sich nur was er anziehen sollte er hatte ja nichts auser den Fetzen, die er noch von vorher trug."Und womit soll ich mich Rasieren, mit meinen Händen?"
Er ging nach draußen zu den Wachen und bat um die Utensilien die er brauchte. Diese willigten ein und einer der Beiden lief los um die Sachen zu holen.
Kurze Zeit später kam dieser wieder die Treppe hinuauf und brachte Jannis die Sachen.
Er ging ins Bad und machte sich Fertig. Er stand vor dem Spiegel und dachte nur"Was für eine Hektik am frühen Morgen, es ist nichtmal Mittag und diese Wachen sorgen schon für Stress also ob es 5 minuten vor der Verkündung ist." Um das alles noch ab zu runden schnitt er sich noch an der rechten wange. "Erbauer verdammter nochmal" schrei er und warf das Messer gegen die Wand.
Als er dann fertig war ging er wieder zum Fenster und musste einfach lachen. Er war einfach glücklich zu diesem Zeitpunkt und dachte nicht an das was sich in ein paar Stunden entscheiden würde.
Modifié par J.D.C, 10 avril 2010 - 05:14 .
#1245
Posté 10 avril 2010 - 06:32
Theoderich Silberklinge strahlte über sein ganzes Gesicht. Sein Cousin hatte ihm soeben das fertiggestellte Schmuckstück überreicht, und es übertraf seine Erwartungen bei weitem. Er war gespannt, ob es Bella zum einen überhaupt annehmen würde, und zum anderen was sie dazu zu sagen hatte.
Es war eine Silberkette, die als zarte schmale Kordel gedreht war. Der Anhänger war in Platin eingefasst und stellte ein Herz dar, welches jedoch in der Mitte gezackt war und in zwei Hälften zerbrochen war. Es paßte in der Außenform zusammen, in der Mitte jedoch überschnitten sich manchmal kleine Fasern, um gleich darüber eine Lücke aufzutun. Eine Hälfte des Herzens war aus tief schwarzrotem Granat. Dem Edelstein wurde nachgesagt, der Stein der Treue und Hoffnung zu sein, sollte angeblich das Gedächtnis fördern und galt als Energiespender. Die andere Hälfte war aus zart lachsfarbenem Rhodonit, der leicht ins rose-farbene abdriftete. Dieser stand für Aktivität, Energie, Durchsetzungskraft, Lebensfreude und Liebe. Die überlappenden Fasern waren mit winzig kleinen, durchsichtigen Brillianten geschmückt. Die Kette wirkte zart, aber war dennoch ein Blickfang. Und man konnte sie auch tragen, wenn man kein gebrochenes Herz hatte.
Er war sich nicht so sicher, ob es bei Bella gut ankommen würde. Aber er fand die Idee, ein gebrochenes Herz für sie zu kreieren, einfach gut. Es sollte ihr zeigen, dass sie trotzdem Freunde hatte, die für sie da waren.
Theoderich bedankte sich überschwänglich bei seinem Cousin, mit dieser Halskette hatte er sein absolutes Meisterwerk geschmiedet.
Der Verwandte grinste nur anzüglich, winkte ab und meinte: "Na, auf diese Zwergin bin ich gespannt, Du bist ja ganz schön aus dem Häuschen. Theoderich, so kenn ich Dich normalerweise nicht. Ist sie denn so hübsch?"
"Und ob! Einen Teint wie frische Pfirsiche, strahlende haselnussbraune Augen, ein süsses Stups-Näschen, Lippen, an denen man förmlich kleben bleiben möchte... außerdem hat sie eine erstklassige Figur und ist für eine Zwergin relativ groß" Seine Augen leuchteten als er erzählte, und sein Cousin fing an, lauthals zu lachen.
"Theoderich, es hört sich ganz danach an als seist Du ganz schwer verliebt."
Genannter hielt in seiner Erzählung inne und strich sich verlegen über den Bart.
"Naja, ich wollte nur versuchen, sie zu beschreiben, das ist alles" brummelte er unwirsch vor sich hin.
Dann wandte er sich wieder seinen Geschäften zu, und konnte es kaum erwarten, in den Palast und zu Bella zu kommen. Hoffentlich würde der Tag schnell vergehen!
Es war eine Silberkette, die als zarte schmale Kordel gedreht war. Der Anhänger war in Platin eingefasst und stellte ein Herz dar, welches jedoch in der Mitte gezackt war und in zwei Hälften zerbrochen war. Es paßte in der Außenform zusammen, in der Mitte jedoch überschnitten sich manchmal kleine Fasern, um gleich darüber eine Lücke aufzutun. Eine Hälfte des Herzens war aus tief schwarzrotem Granat. Dem Edelstein wurde nachgesagt, der Stein der Treue und Hoffnung zu sein, sollte angeblich das Gedächtnis fördern und galt als Energiespender. Die andere Hälfte war aus zart lachsfarbenem Rhodonit, der leicht ins rose-farbene abdriftete. Dieser stand für Aktivität, Energie, Durchsetzungskraft, Lebensfreude und Liebe. Die überlappenden Fasern waren mit winzig kleinen, durchsichtigen Brillianten geschmückt. Die Kette wirkte zart, aber war dennoch ein Blickfang. Und man konnte sie auch tragen, wenn man kein gebrochenes Herz hatte.
Er war sich nicht so sicher, ob es bei Bella gut ankommen würde. Aber er fand die Idee, ein gebrochenes Herz für sie zu kreieren, einfach gut. Es sollte ihr zeigen, dass sie trotzdem Freunde hatte, die für sie da waren.
Theoderich bedankte sich überschwänglich bei seinem Cousin, mit dieser Halskette hatte er sein absolutes Meisterwerk geschmiedet.
Der Verwandte grinste nur anzüglich, winkte ab und meinte: "Na, auf diese Zwergin bin ich gespannt, Du bist ja ganz schön aus dem Häuschen. Theoderich, so kenn ich Dich normalerweise nicht. Ist sie denn so hübsch?"
"Und ob! Einen Teint wie frische Pfirsiche, strahlende haselnussbraune Augen, ein süsses Stups-Näschen, Lippen, an denen man förmlich kleben bleiben möchte... außerdem hat sie eine erstklassige Figur und ist für eine Zwergin relativ groß" Seine Augen leuchteten als er erzählte, und sein Cousin fing an, lauthals zu lachen.
"Theoderich, es hört sich ganz danach an als seist Du ganz schwer verliebt."
Genannter hielt in seiner Erzählung inne und strich sich verlegen über den Bart.
"Naja, ich wollte nur versuchen, sie zu beschreiben, das ist alles" brummelte er unwirsch vor sich hin.
Dann wandte er sich wieder seinen Geschäften zu, und konnte es kaum erwarten, in den Palast und zu Bella zu kommen. Hoffentlich würde der Tag schnell vergehen!
Modifié par Bellandyrs, 10 avril 2010 - 06:34 .
#1246
Posté 10 avril 2010 - 08:47
Allie sagte kein Wort zu Jule, als diese danach fragte wie sie geschlafen hatte. Sie blickte sich eher die gesamte Zeit auf die Hand, auf die Stelle ab der sich eigentlich der Ringfinger befinden sollte, und war in Gedanken versunken. Plötzlich stellte Jule einige Teller auf den Tisch. Allie stieg der Geruch von frisch gebackenen Semmeln in die Nase und ihre Magen gab einen knurrenden Laut von sich. Sie nahm sich eine der Semmeln und aß dieses erst ohne Schinken. Der leicht süßliche Geschmack der noch lauwarmen Backware breitete sich in ihrem Mund aus und sie gab einen Laut von sich, den sie schon lange nichtmehr in den Mund nahm.
"Mmmhhhh."
Sie hatte dabei die Augen geschlossen und reizte wohl gerade jeden Geschmacksnerv in ihrem Mund aus. Dann machte sie die Augen wieder auf und blickte zu Jule.
"Ich habe gemerkt, dass Ihr scheinbar stark verletzt wart. Zumindest leite ich das von Euren stöhnenden Lauten ab, die ihr ständig von Euch gebt, wenn ich eine unangenehme Bewegung macht. Deswegen wollt Ihr doch auch zum Hofarzt, nehme ich an. Was ist passiert?"
Während des Sprechens nahm sie sich ein Glas mit dem Orangensaft, sowie ein paar Scheiben des Schinkens die sie zum belegen der bereits angebissenen Semmel benutzte. Man merkte, dass sie von dem Essen mehr als entzückt war.
"Mmmhhhh."
Sie hatte dabei die Augen geschlossen und reizte wohl gerade jeden Geschmacksnerv in ihrem Mund aus. Dann machte sie die Augen wieder auf und blickte zu Jule.
"Ich habe gemerkt, dass Ihr scheinbar stark verletzt wart. Zumindest leite ich das von Euren stöhnenden Lauten ab, die ihr ständig von Euch gebt, wenn ich eine unangenehme Bewegung macht. Deswegen wollt Ihr doch auch zum Hofarzt, nehme ich an. Was ist passiert?"
Während des Sprechens nahm sie sich ein Glas mit dem Orangensaft, sowie ein paar Scheiben des Schinkens die sie zum belegen der bereits angebissenen Semmel benutzte. Man merkte, dass sie von dem Essen mehr als entzückt war.
#1247
Guest_Juleiila_*
Posté 10 avril 2010 - 09:08
Guest_Juleiila_*
Jule hörte auf zu Essen, als Allie sie fragte was passiert sei. Sie trank einen Schluck Saft und sagte. „Ihr wollt wissen was passiert ist? Ich weiß aber nicht mehr alles. Nur das was man sich sagt.“ dann aß sie das letzte Stück, seufzte und legte los:
„Also, vor ungefähr einer Woche, war ich hier in Bella's Gemach. Ja das hier war Bella ihr Raum, auch wenn ich jetzt hier drin bin. Ihr werdet gleich erfahren warum. Wir saßen dort drüben, in dem Wohnraum tranken Wein, Bella las ein Buch. Ja zwei Schneider brachten Bella ein Kleid, und während dessen habe ich einen Geheimschacht entdeckt.“
Jule grinste und meinte. „Ihr kennt mich doch. Jung und dumm wie ich bin bin ich dort natürlich hindurch geklettert. Ich landete in irgendwelchen Ruinen, ging auf eine Tür zu, und ab da habe ich einen Blackout. Aber es heißt mich hätte ein Bronto angegriffen. Elthras muss meine Schreie gehört haben, er war angeblich derjenige der mich fand.“
Dann trank Jule einen Schluck vom Orangensaft. Sie konnte sich immer noch nicht erinnern, wusste nur was die anderen sagten.„Ja ich wäre fast verblutet. Und das hier, in dem Raum, auf Bella' s Bett. Das musste vielleicht ausgesehen haben. Ich hatte ein Riesen Loch im Bauch, alle meine Rippen waren oder sind noch gebrochen und meine Lunge Punktierte. Avalos war derjenige, der mich rettete. Und ich rang um mein Leben.“ seufzte Jule. Ja der arme Avalos. Vielleicht sollte sie sich doch noch bei ihm bedanken. Und Jule wusste immer noch nicht wie es um ihn stand. Dann trank sie wieder einen Schluck. „Schade. Die schöne neue Rüstung ist dabei drauf gegangen. Na ja, wie auch immer. Danach brachte mir Elthras einen Heiler. Er war ein Dalish Elf. Der versiegelte meine Wunde, aber das mit den Rippen habe ich immer noch. Genau so wie mit meiner Lunge.“
Jule stand auf. „So werde ich immer etwas verdecktes tragen müssen.“ Sie hob ihr Shirt etwas in die Höhe, und zeigte Allie die Narbe, die Jule für immer prägen würde. Sie war Riesengroß, zudem hässlich. Jule fühlte sich wirklich gedemütigt. Mit frustrierter Miene setzte sie sich wieder.
„Also, vor ungefähr einer Woche, war ich hier in Bella's Gemach. Ja das hier war Bella ihr Raum, auch wenn ich jetzt hier drin bin. Ihr werdet gleich erfahren warum. Wir saßen dort drüben, in dem Wohnraum tranken Wein, Bella las ein Buch. Ja zwei Schneider brachten Bella ein Kleid, und während dessen habe ich einen Geheimschacht entdeckt.“
Jule grinste und meinte. „Ihr kennt mich doch. Jung und dumm wie ich bin bin ich dort natürlich hindurch geklettert. Ich landete in irgendwelchen Ruinen, ging auf eine Tür zu, und ab da habe ich einen Blackout. Aber es heißt mich hätte ein Bronto angegriffen. Elthras muss meine Schreie gehört haben, er war angeblich derjenige der mich fand.“
Dann trank Jule einen Schluck vom Orangensaft. Sie konnte sich immer noch nicht erinnern, wusste nur was die anderen sagten.„Ja ich wäre fast verblutet. Und das hier, in dem Raum, auf Bella' s Bett. Das musste vielleicht ausgesehen haben. Ich hatte ein Riesen Loch im Bauch, alle meine Rippen waren oder sind noch gebrochen und meine Lunge Punktierte. Avalos war derjenige, der mich rettete. Und ich rang um mein Leben.“ seufzte Jule. Ja der arme Avalos. Vielleicht sollte sie sich doch noch bei ihm bedanken. Und Jule wusste immer noch nicht wie es um ihn stand. Dann trank sie wieder einen Schluck. „Schade. Die schöne neue Rüstung ist dabei drauf gegangen. Na ja, wie auch immer. Danach brachte mir Elthras einen Heiler. Er war ein Dalish Elf. Der versiegelte meine Wunde, aber das mit den Rippen habe ich immer noch. Genau so wie mit meiner Lunge.“
Jule stand auf. „So werde ich immer etwas verdecktes tragen müssen.“ Sie hob ihr Shirt etwas in die Höhe, und zeigte Allie die Narbe, die Jule für immer prägen würde. Sie war Riesengroß, zudem hässlich. Jule fühlte sich wirklich gedemütigt. Mit frustrierter Miene setzte sie sich wieder.
Modifié par Juleiila, 10 avril 2010 - 09:14 .
#1248
Posté 10 avril 2010 - 09:28
Allie musterte Jules Narbe als sie Ihr diese zeigte. Erst sagte sie nichts und aß weiter die köstliche Semmel. Dann blickte sie noch einmal zu Jule. Scheinbar wollte sie aufbauende Worte hören und Allie gab sich einen Ruck.
"Narben sind nur ein Beweis dafür, wie stark man ist."
Sie selbst störten ihre Narben nicht. Sie hatte eine an der Schulter, viele an den Armen sowie eine an dem Oberschenkel. Viel mehr störte sie der verlorene Finger, da der schließlich noch für etwas nützlich hätte sein können. Nach einer kurzen Pause fügte sie dann noch hinzu:
"Das einzig bedauernswerte an Narben ist, dass sie einen immer daran erinnern, wie sie entstanden sind, wer dafür Schuld trägt und wie man darunter bei ihrer Entstehung gelitten hat."
Sie begann dabei ihre Hand wieder zu einer Faust zu ballen und leicht zu zittern, die Semmel die sie in der Hand hielt wurde zerquetscht. Dann beruhigte sie sich wieder und aß die zerdrückte Semmel einfach weiter. Dann blickte sie Jule direkt in die Augen, was sie seit ihrer Ankunft kein einziges Mal getan hatte.
"Doch sie sind keinesfalls ein 'Schönheitsmakel'. Ihr solltet eher stolz darauf sein, dass ihr durch Eure Neugier nicht gestorben seid und beim Kampf gegen den Tod gesiegt habt!"
Dann blickte sie wieder auf den Tisch und nahm einen Schluck Orangensaft aus dem Glas.
"Narben sind nur ein Beweis dafür, wie stark man ist."
Sie selbst störten ihre Narben nicht. Sie hatte eine an der Schulter, viele an den Armen sowie eine an dem Oberschenkel. Viel mehr störte sie der verlorene Finger, da der schließlich noch für etwas nützlich hätte sein können. Nach einer kurzen Pause fügte sie dann noch hinzu:
"Das einzig bedauernswerte an Narben ist, dass sie einen immer daran erinnern, wie sie entstanden sind, wer dafür Schuld trägt und wie man darunter bei ihrer Entstehung gelitten hat."
Sie begann dabei ihre Hand wieder zu einer Faust zu ballen und leicht zu zittern, die Semmel die sie in der Hand hielt wurde zerquetscht. Dann beruhigte sie sich wieder und aß die zerdrückte Semmel einfach weiter. Dann blickte sie Jule direkt in die Augen, was sie seit ihrer Ankunft kein einziges Mal getan hatte.
"Doch sie sind keinesfalls ein 'Schönheitsmakel'. Ihr solltet eher stolz darauf sein, dass ihr durch Eure Neugier nicht gestorben seid und beim Kampf gegen den Tod gesiegt habt!"
Dann blickte sie wieder auf den Tisch und nahm einen Schluck Orangensaft aus dem Glas.
#1249
Guest_Juleiila_*
Posté 10 avril 2010 - 09:33
Guest_Juleiila_*
„Das sagt ihr so einfach.“ seufzte Jule und aß eine weitere Semmel. Dieses mal belegte sie diese mit einer Scheibe Käse. Langsam aß sie die Semmel und musterte dabei die Freundin. Es war schrecklich sie anzusehen, mit all diesen Narben, den Wunden und ihrer Hand, der ein Ringfinger fehlte. Jule begann zu starren, drehte aber schnell den Kopf zur Seite. Sie wollte gar nicht erst daran denken, was Allie erzählte, was mit ihr alles geschah.
Sie trank einen Schluck. „Es tut mir leid was mit Euch passiert ist. Und das wir euch nicht zurück geholt haben. Wir sind schreckliche Freunde.“ sagte sie voller entsetzen, und blickte dabei zum Tisch. Sie konnte Allie bei diesen Worten nicht ins Gesicht sehen.
Sie trank einen Schluck. „Es tut mir leid was mit Euch passiert ist. Und das wir euch nicht zurück geholt haben. Wir sind schreckliche Freunde.“ sagte sie voller entsetzen, und blickte dabei zum Tisch. Sie konnte Allie bei diesen Worten nicht ins Gesicht sehen.
#1250
Posté 10 avril 2010 - 09:37
Bella lief kreuz und quer durch die Stadt, schaute sich hin und wieder die Auslagen der Händler an und begutachtete verschiedene Bauwerke, an denen sie vorbeikam. Dieser Baustil faszinierte sie, hatte sie in Ferelden nie gleichartiges gesehen.
FallRemnon war jedenfalls riesig, sie lief schon sicherlich drei oder vier Stunden darin herum und hatte noch immer nicht alles gesehen. Soweit sie es überblicken konnte, waren die Armenviertel entweder direkt außerhalb der Stadtmauern, oder soweit am Rand, dass sie das Stadtbild erst gar nicht negativ prägen konnten. Oder sie waren nicht vorhanden, aber sie hatte noch nie von einer Metropole gehört wo es überhaupt keine Armen gab.
Langsam wurde sie auch müde, und Kaffeedurst machte sich breit. Allerdings hatte sie völlig die Orientierung verloren, da sie durch viele kleine Gassen gelaufen war. So verließ sie sich auf ihre Wachen, die sie auf kürzestem Wege zurück zum Schloß geleiteten.
Dort angekommen holte sie sich in der Küche Kaffee und ein Stück vom frisch gebackenen Erdbeerkuchen. Sie bedankte sich und schlenderte auf ihr Gemach. Die Pakete waren schon eingetroffen, aber bevor Bella diese einräumen konnte, wurden die Kartons von den Wächtern durchsucht.
Ihr war es Recht, konnte sie so ihren Kaffee noch heiß trinken. Dabei setzte sie sich ans Fenster und genoß den Kuchen dazu. Als sie diesen bis auf den letzten Krümel verputzt hatte machte sie sich daran, die Kleidung in den Schrank zu räumen. Zart strich sie über die feine Seide des Kleides, es würde herrlich sein, diese auf ihrer Haut zu spüren. Und dieses Blau war ohnehin von konkurrenzloser Intensität.
Danach wollte sie sich ein Nickerchen auf der Ottomane gönnen. Sie legte ihren Waffengürtel ab, wechselte Rüstung mit bequemen Hosen und einem wollenen Hemd, wickelte sich in die Decke und legte sich hin. Ihr Blick fiel auf das farbenprächtige Bild, welches sie vom Obstgarten gezeichnet hatte. Sie würde später noch zu Jule gehen, und es ihr bringen, aber zuvor mußte sie sich ausruhen.
Sie schloß die Augen. Ihre Gedanken wanderten von Jule zu Lyna, aber die letzten Gedanken gehörten Avalos, bevor sie einschlief. Ein friedliches Lächeln umspielte dabei ihren Mund.
FallRemnon war jedenfalls riesig, sie lief schon sicherlich drei oder vier Stunden darin herum und hatte noch immer nicht alles gesehen. Soweit sie es überblicken konnte, waren die Armenviertel entweder direkt außerhalb der Stadtmauern, oder soweit am Rand, dass sie das Stadtbild erst gar nicht negativ prägen konnten. Oder sie waren nicht vorhanden, aber sie hatte noch nie von einer Metropole gehört wo es überhaupt keine Armen gab.
Langsam wurde sie auch müde, und Kaffeedurst machte sich breit. Allerdings hatte sie völlig die Orientierung verloren, da sie durch viele kleine Gassen gelaufen war. So verließ sie sich auf ihre Wachen, die sie auf kürzestem Wege zurück zum Schloß geleiteten.
Dort angekommen holte sie sich in der Küche Kaffee und ein Stück vom frisch gebackenen Erdbeerkuchen. Sie bedankte sich und schlenderte auf ihr Gemach. Die Pakete waren schon eingetroffen, aber bevor Bella diese einräumen konnte, wurden die Kartons von den Wächtern durchsucht.
Ihr war es Recht, konnte sie so ihren Kaffee noch heiß trinken. Dabei setzte sie sich ans Fenster und genoß den Kuchen dazu. Als sie diesen bis auf den letzten Krümel verputzt hatte machte sie sich daran, die Kleidung in den Schrank zu räumen. Zart strich sie über die feine Seide des Kleides, es würde herrlich sein, diese auf ihrer Haut zu spüren. Und dieses Blau war ohnehin von konkurrenzloser Intensität.
Danach wollte sie sich ein Nickerchen auf der Ottomane gönnen. Sie legte ihren Waffengürtel ab, wechselte Rüstung mit bequemen Hosen und einem wollenen Hemd, wickelte sich in die Decke und legte sich hin. Ihr Blick fiel auf das farbenprächtige Bild, welches sie vom Obstgarten gezeichnet hatte. Sie würde später noch zu Jule gehen, und es ihr bringen, aber zuvor mußte sie sich ausruhen.
Sie schloß die Augen. Ihre Gedanken wanderten von Jule zu Lyna, aber die letzten Gedanken gehörten Avalos, bevor sie einschlief. Ein friedliches Lächeln umspielte dabei ihren Mund.
Modifié par Bellandyrs, 10 avril 2010 - 09:40 .





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