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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#1276
Bellandyrs

Bellandyrs
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Ihr Puls raste noch immer vor unterdrückter Wut als Bella den Park erreichte, und ihre Beine schlugen wie von selber den Weg zum Teich ein. Blut rauschte in ihren Ohren, so dass sie das Vogelgezwitscher im Moment nicht wahrnahm. Ihre Hände ballten sich in den Panzerhandschuhen zu Fäusten, die mühelos alles zerquetscht hätten wenn sich etwas dazwischen befunden hätte. Nur allmählich beruhigte sich ihr Herzschlag, und auch ihr Gehör funktionierte nun wieder. Langsam schritt sie auf die Bank zu, auf der sie schon nachts gesessen war. Dort hatte sie schließlich Ruhe gefunden, vielleicht würde dies auch jetzt helfen. Sie setzte sich, starrte gedankenverloren auf den See, wo die Schwäne ihre Kreise zogen. Was in Andrastes Namen, war nur los mit ihr?
Mit weit aufgerissenen Augen schüttelte sie den Kopf. Die Wut legte sich, die Übelkeit verflog, und tief atmete sie die frische Luft ein. Sie verstand sich selber nicht mehr. War sie tatsächlich wegen Lavendelduft ausgetickt? Hatte sie Ihren Wachen wirklich gedroht? Es kam ihr eher vor wie ein böser Traum, als dass es tatsächlich passiert wäre. Aber der schwere Duft nach Zimt, Nelken und Ingwer, der ihr von den Unterarmen entgegenstieg, bestätigte es.
Sie schlüpfte aus ihrem linken Handschuh und nahm das Amulett in die Hand. Es beruhigte sie, etwas beständiges zu spüren. Sie beruhigte sich nun vollends, und ihr Blick wurde wieder weicher. Als ihr das Ausmaß ihres Wutausbruches bewußt wurde färbten sich ihre Wangen rot. Wo war bitte das nächste Erdloch, in welches sie sich verkriechen konnte? Sie schämte sich furchtbar, aber es half nichts. Die Wachen würden dies schon überlebt haben, schließlich waren diese eine befehlende harsche Art gewohnt. Sie konnte nur hoffen, dass sie diesen Jähzorn unter Kontrolle brachte, und das schnell. Kaum auszudenken, wenn ihr sowas passieren würde, wenn die Gefährten dabei wären. Noch dazu, wenn sie ihre Waffen griffbereit hätte.
Verarbeitete sie so ihren Liebeskummer? Statt Tränen - Haß? Oder steckte mehr dahinter, irgendeine Macht, die von ihr Besitz ergriff? Ein Dämon konnte es nicht sein, als Zwergin war sie vor dem Nichts eigentlich immun.

Sie schloß die Augen und betete gedanklich zum Stein, er möge ihr die Kraft verleihen, diesem Wahnsinn zu entgehen. Als sie ihre stumme Zwiesprache beendet hatte, öffnete sie die Augen wieder, ließ das Herz aus, und zog sich ihren Handschuh wieder an. Dann erfreute sie sich an der Idylle, dem Frieden, der sich dem Anblick anbot, und wartete auf den Gong, der das Abendessen einläuten sollte.

Modifié par Bellandyrs, 12 avril 2010 - 06:30 .


#1277
govi1

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Lyna schloss die Tür zu Avalos Schlafzimmer hinter sich zu und lächelte glückselig. Immerhin war ihr das kleine Kunststück gelungen, Avalos ins Bett zu bringen, obwohl er sich um wichtige politische Angelegenheiten hatte kümmern wollen. Aber eine Mütze voll Schlaf würde ihm gut tun, sein Geist schien zwar wach und hell wie seit eh und je, aber sein Körper musste sich noch von den Wunden und den damit verbundenen Strapazen erholen.



Sie fasste sich am Nacken, der verspannt war und stöhnte erschöpft. Auch ihr würde Schlaf gut tun, immerhin war sie seit Tagen nicht von seiner Seite gewichen und hatte auf dem unbequemen Stuhl nur schlecht schlafen können. Wo sich bloss die anderen rumtrieben?



Schnellen Schrittes erreichte sie ihr Zimmer und gönnte sich eine ausgiebige Dusche. Zu guter Letzt warf sie sich auf ihr Bett und schlief fast augenblicklich ein. Ihre letzten Gedanken blieben bei den Soldaten, die wieder ihre Posten im Zimmer bezogen hatten. Bei den Göttern, die Anwesenheit dieser Männern konnte sie nicht länger aushalten, jemand sollte sie endlich zurückpfeifen.

#1278
Kaysallie

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Sie begab sich in die Richtung der Gärten. Sie atmete die frische Luft ein und spürte eine leichte Brise auf ihren leicht geröteten Wangen. Die frühlingshaften Sonnenstrahlen schienen auf ihren Kopf und ließen ihre kastanienbraunen Haare nahezu golden im Licht glänzen. Ein Gefühl, das sie stark vermisst hatte. Ziellos ging sie auf dem Weg in den Gärten spazieren und hatte dabei den Kopf gesenkt. Sie wusste nicht, was sie tun sollte, denn die letzten Wochen hatte sie nur ein Ziel vor Augen: Fliehen und hier her reisen. Nun war sie hier angelangt und das einzige an, das sie davon ablenkte nicht an die dunkle Brut zu denken, war die Freiheit. Sie spazierte entlang des Sees als würde sie durch das Nichts wandern. Dann hob sie den Kopf und begann zu laufen. Wieso wusste sie nicht. Vielleicht, weil sie etwas brauchte um sich abzureagieren oder einfach nur um ihre Ausdauer zu trainieren. Nachdem sie um den halben See, welcher die Sonne funkelnd widerspiegelte, gelaufen war, um den der Weg führte, hielt sie Ruckartig an und atmete dabei tief ein und aus. Ihre Hände waren bereits, wie inzwischen fast üblich zu Fäusten geballt. Sie holte mit ihrer rechten Hand weit aus und Schlug mit einem so heftigen Schlag gegen einen Baum, der direkt neben ihr wuchs, dass sogar einige Vögel erschraken und von den Ästen der Baumkrone wegflogen. Sie schnaufte, versuchte sich zu beruhigen, doch der Hass der sich tief in ihre Seele gebrannt hatte, war noch nicht erloschen. Dann hörte sie den Atem von jemanden. Sie blieb wie ein Stein auf dem Fleck stehen und lauschte. Dann setzte sie sich auf den Boden, und lehnte sich an den Baumstamm, an dem sie gerade geschlagen hatte. Sie drehte ihren Kopf nach rechts und sagte:

"Ihr klingt etwas wütend, Bella."

Denn diese saß genau neben dem Baum auf einer Bank, und starrte Allie bestimmt über ihr eigenartiges Verhalten an. Denn Allie konnte ihren Blick, ihren Atem und ihre leicht gereizte Aura spüren, so wie wenn sie ihr direkt in die Augen blicken würde.


#1279
Bellandyrs

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Bella war so in den Anblick des Teiches und in ihren Gedanken versunken, dass sie erschrak, als sie von Allie angesprochen wurde. Mit Theoderich hätte sie noch eher gerechnet, aber sicherlich nicht mit Allie. Bella sah die Elfin an und fand, dass dieser die neue Rüstung hervorragend stand. Allerdings sah dieser Verband ein wenig ulkig aus, aber es war sicherlich besser für Allies Augen. Die Sonne hatte schon viel Kraft in diesen Tagen entwickelt.



"Beim Erbauer, Allie, müßt ihr mich so erschrecken? Die Rüstung sieht fabelhaft aus! Wo habt Ihr sie schneidern lassen? Mir würde eine neue auch nicht schaden glaube ich, meine alte ist doch mittlerweile ziemlich mitgenommen. Wie geht es Euch? Konntet Ihr schlafen? Ich habe mir heute die Stadt angesehen, ich sage Euch, sehr beeindruckend diese Bauwerke. Man sollte einige Baumeister nach Ferelden schaffen, Denerim würde so ein Palast auch gut stehen", lachte Bella.



Was hatte Allie gemeint, sie würde wütend klingen? Sie hatte doch zuvor keinen Ton gesagt? Ihr wurde unheimlich zumute.

"Wie kommt Ihr eigentlich darauf, dass ich wütend klinge? Ich hatte keinen Laut von mir gegeben?"

Interessiert blickte sie Allie an und war wirklich gespannt auf die Antwort. Sie hatte sich ja wieder beruhigt gehabt noch bevor Allie auftauchte. Zudem beunruhigte es sie, dass sie Allies Wesen überhaupt nicht mehr einschätzen konnte. Wie sehr war diese wohl dem Wahnsinn verfallen, dank der Folter, die sie durchlitten hatte? Kein Wunder, wenn hier psychische Traumas zum Vorschein kommen würden.

#1280
Bellandyrs

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Auch Theoderich spazierte durch das Anwesen, die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Er kannte Bella noch nicht lange, geschweige denn gut, aber er mochte sie. Viel zu gern, wie er sich eingestand. Er kam nicht gegen ihre Ausstrahlung an, aber dennoch hatte er das Gefühl, dass sie kalt und abweisend war, völlig anders, als an dem Abend wo er sie kennenlernte. Welche der beiden Seelen war sie wirklich? Er konnte sich nicht vorstellen, dass sie das liebevolle, warme und herzliche, diese lustige Seite, gespielt hatte. Aber er konnte die Kälte teilweise spüren, die Bella mittlerweile umgab, und das machte ihm Sorgen.



Als er so dahinschlenderte, nicht auf die Wege achtend, stolperte er. Was beim Stein... er richtete sich auf, und sah auf zwei lange Beine hinunter. Als er den Körper entlang blickte, sah er Jule. Diese lag ausgestreckt auf dem Rasen, halb vor sich hindösend.



"Oh, entschuldigt bitte werte Jule, ich hatte Euch nicht gesehen, war mit meinen Gedanken völlig wo anders... ich hoffe ich habe Euch nicht weh getan?"

#1281
Kaysallie

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Allie wandte den Blick von Bella ab und es schien so als würde sie auf den See blicken. Das Lachen von Bella bezüglich des Witzes über die Bauwerke konnte sie nicht erwidern. Sie blieb ruhig und gelassen, was kaum zu glauben war, nachdem sie um den halben See gelaufen war und gerade fast einen Wutanfall hatte.

"Die Rüstung stammt von einem Händler, der mir seinen Namen nicht verraten hat, aber wollte, dass ich jedem der nach der Rüstung fragt, seinen Namen sage."

Sie schmunzelte. Die restlichen fragen ignorierte sie, da diese nicht sonderlich von Bedeutung für sie waren. Wie es ihr geht? Würde sie gut sagen wäre es gelogen und was antwortet man sonst auf eine solche Frage.

"Ich kann Euren Puls leicht hören. "

fuhr sie dann wieder nüchtern fort.

"Er war etwas schneller, als er sein sollte. Ich kann Eure Nervosität spüren. Es ist fast so als ob Ihr versucht etwas zu unterdrücken, versuchen würdet Euch abzulenken, von etwas das Ihr nicht kennt. Ich kenne dieses Gefühl, ich durchlebe es tagtäglich aufs neue."

Sie verschränkte die Arme und blickte Bella fragend an.

"Fragt mich nicht, woher ich das weiß oder wieso ich es fühlen kann. Ich denke es liegt an dem Fluch der auf mir lastet, oder daran dass ich nichts sehen kann."

Wieder musste sie leicht schmunzeln.

"Was bedrückt Euch?"


#1282
Guest_Juleiila_*

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Jule döste gerade vor sich hin, und war in tiefen Gedanken versunken. In ihrem Kopf durchlebte sie alles, was sie bisher mit ihren Gefährten erlebt hatte. Da war alles noch aufregend. Innerlich wünschte sich Jule das eine kleine Gruppe von Dunkler Brut in die Stadt einlief. Das Leben zu Hofe langweilte sie, und sie brauchte mal wieder ein paar Abenteuer.



Der Rabe saß immer noch vor ihr, und er krächzte hin und wieder. Plötzlich wurde Jule aus ihren Gedanken gerissen, als jemand über sie stolperte. Vor Schreck richtete sie sich auf ihren Armen auf, und blinzelte nach oben. Die sonne strahlte ihr in die Augen, und sie konnte diese deshalb kaum öffnen.



„Ah Hallo Theoderich. Nein Nein mir fehlt nichts. Wie gut das ihr nicht über meinen Brustkorb gestolpert seid.“ , lachte Jule. Wie geht es Euch denn?“ fragte sie und sie klopfte neben sich auf die Wiese, damit sich Theoderich setzte. „Habt ihr bei Bella schon etwas erreicht?“ fragte sie voller Aufregung. Immerhin hatte er ja mit Jule über Bella gesprochen.

#1283
Bellandyrs

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Bella wurde bleich. Von allen Gefährten, wo sie sich hätte vorstellen können, dass sie ihr Herz ausschüttete war Allie mit Sicherheit nicht an erster Stelle. Im Moment hätte sie wohl am ehesten zu Lyna tendiert, sie war sich beinahe sicher, dass diese sie verstehen würde. Jule würde sie auch trösten, sich um sie Sorgen machen, aber verstehen? Eher nicht, dazu haßte diese Avalos wohl zu sehr. Und nun sass ausgerechnet eine durchgeknallte Allie vor ihr und fragte nach dem, was sie selber nicht in Worte fassen konnte. Sollte sie ausgerechnet Allie die Wahrheit sagen? Andererseits war diese so feinfühlig geworden, dass sie jegliche Lüge wohl sofort enttarnt hätte. Also seufzte Bella leise auf, und ihre Stimme war leise, als sie antwortete.

"Glaubt Ihr mir wenn ich sage, dass ich es nicht weiß? Es begann eigentlich schon früher... die erste mir fremden Aktion war, dass ich einer schwerverwundeten Frau das Genick gebrochen hatte, nur dass diese nicht verraten konnte, dass Avalos schuld an der Katastrophe dort war. Ich versuchte, ihn dadurch zu schützen. Noch am gleichen Tag hatte ich mich beinahe mit Jule geprügelt, zumindest hatte ich ihr ein paar kräftige Ohrfeigen verpaßt, die sie mir aber zum Glück nicht krumm nahm. Dann passierte ewig nichts, ich war wieder ganz die alte, bis ich Zeuge wurde, wie Lyna und Avalos .." sie stockte und biß sich auf die Unterlippe. Den Teil konnte sie getrost auslassen, Allie hatte sicher schon mit gekriegt, dass die beiden sich liebten. "Nun, wie dem auch sei, an dem Abend hatte ich mich bis zur Bewußtlosigkeit betrunken, und ich hatte es am nächsten Tag tatsächlich vergessen gehabt, was passiert war. Jule hatte es mir nochmal behutsam geschildert, und ich hab glaube ich fast den ganzen Tag nur geheult. Aber irgendwie ist seither meine Herzlichkeit weg, ich dachte schon, ich sei zu keinerlei Gefühlen mehr fähig, aber heute wurde mir klar, dass dem nicht so ist."

Sie fuhr strich kurz über ihr Haar und fuhr nachdenklich fot: 
"Hass und Wut sind schließlich auch Gefühle, nicht wahr? Diese brechen mittendrin hervor, aber nicht auf Personen bezogen, sondern sind einfach da. Mordlust, wenn ihr so wollt... vorhin habe ich den Flakon mit dem Lavendelduft gegen die Wand geschmissen, weil mir davon übel wurde. Ausgerechnet! Ich habe Lavendel immer geliebt... und jetzt raste ich bei dem Geruch aus? Ich habe sogar meiner Wache angedroht ihm die Kehle eigenhändig aufzuschlitzen wenn ich nach dem Dinner noch Reste dieses Duftes riechen könne... und Allie, beim Erbauer, ich befürchte, wenn ich dann einen Dolch in der Hand habe, tu ich es auch. Ich weiß nicht, was mit mir geschieht, und das beunruhigt mich genauso wie die Tatsache, dass ich so jähzornig geworden bin. Und ich kann es auch nicht glauben, dass ich meinen Liebeskummer so verarbeite, komischerweise verspüre ich nämlich keinen, im Gegenteil, ich fühle mich Lyna und vor allem Avalos näher als je zuvor."

Als sie geendet hatte konnte sie kaum glauben, dass sie Allie tatsächlich alles erzählt hatte. Verlegen biss sie sich wieder auf ihre Lippe und blickte auf den Boden.

Modifié par Bellandyrs, 13 avril 2010 - 06:27 .


#1284
Bellandyrs

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Theoderich war erfreut, Jule anzutreffen. So wurde die Wartezeit auf das Abendessen verkürzt.

"Ihr habt noch rechte Probleme mit Euren Rippen oder? Schont Euch nur ausreichend, damit sie bald zusammenwachsen können. Naja erreicht... heute Nachmittag kam ein klein wenig von der alten Bella hervor, ich habe mich erdreistet und ihr eine kleine Kette geschenkt, welche sie - dem Stein sei Dank - auch angenommen hat. Sie hat sich so darüber gefreut, dass sie ein richtiges warmes Lachen zustande brachte, und auch ihre Augen schienen warm. Dennoch hat sie irgendeinen Panzer um sich gelegt, den ich nicht durchbrechen kann. Sie scheint sich zu freuen, wenn sie mich sieht, und ist gleich danach zwar höflich, aber nicht herzlich, wenn Ihr versteht was ich meine. Und es scheint, als würde sie nicht trauern, was ich mir aber auch nicht vorstellen kann. Wißt Ihr denn was sie hat? Ich komme nicht wirklich an sie heran, zu meinem eigenen Leidwesen." Verlegen strich er seinen Bart glatt, er hoffte, nicht zuviel von seinen Gefühlen preis gegeben zu haben.

Modifié par Bellandyrs, 12 avril 2010 - 08:32 .


#1285
Guest_Juleiila_*

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Gespannt hörte Jule zu was Theoderich zu sagen hatte. Und es beunruhigte sie was er erzählte. Sie zog ihre Beine an und umschlang diese mit ihren Armen. „Beim Erbauer. Die arme Bella. Ich weiß nicht was mit Ihr los ist, und so langsam mache ich mir richtige Sorgen. Ich glaube ich rede heute mal mit ihr. Vielleicht vor dem Abendessen.“ flüsterte sie beinahe. Es bedrückte sie wirklich, wenn es der werten Freundin schlecht ging, und sie nicht wusste was sie tun könnte. Doch sie grinste dennoch und fragte. „Ihr hegt so langsam richtige Gefühle für Bella. Habe ich recht?“

#1286
Kaysallie

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Sie blickte die Zwergin währenddessen sie redete schweigsam an. Allie hatte nicht mit einer solchen Wortflut gerechnet und war etwas verwundert darüber, dass sie dem Thema nicht ausweichte.

Als Bella fertig erzählt hatte, stand Allie auf und setzte sich neben Bella auf die Bank. Sie lehnte sich zurück und stützte sich ihr Kinn nachdenklich mit der rechten Hand ab. Nach einigen Sekunden sagte sie dann:



"Was mit Euch geschieht, kann ich Euch nicht sagen.

Denn nur Ihr selbst, könnt dieses Wissen, durch Erforschung Eurer Gefühle erlangen.

Dies kann nur Stunden und Tage,

Oder Wochen und Jahre dauern,

Doch egal wie viel Zeit vergeht,

Die Welt erstrahlt, wie jeden Tag.

Und so auch nach Jahren."



Dann hielt sie kurz inne. und fuhr dann fort:



"Ihr solltet Euch nicht so viele Gedanken darüber machen, warum Ihr manche Dinge macht oder nicht. Scheinbar verändert sich Euer Charakter aufgrund einer schlechten Erfahrung. Doch schließlich ist genau das das was einen Charakter ausmacht. Gute und schlechte Erfahrungen. Ein gutes Beispiel dafür sitzt direkt neben Euch."



Sie ließ die Hand wieder von Ihrem Kinn sinken und schlug die Arme hinter den Kopf zusammen, und lehnte sich dagegen.



"Ihr könnt Euch so akzeptieren wie Ihr seid und das ignorieren was andere von Euch denken. Oder ihr stellt die Wünsche und Bedürfnisse der anderen über Eure eigenen und hasst Euch dafür selbst und dafür wie Ihr nun mal seid."



Dann stand sie wieder auf und lehnte sich wieder mit verschränkten Armen an den Baum und blickte Bella an.



"Ich weiß, dass Euch das momentan keine Hilfe ist, was ich von mir gebe. Doch Hilfe habt Ihr so oder so nicht erwartet, als Ihr mir das erzählt habt. Nicht wahr?"



Ein sarkastisches Lächeln machte sich auf Allies Gesicht breit, welches im selben Moment wieder verschwand als ihr Blick in die Richtung des Sees fiel.


#1287
Bellandyrs

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Theoderich wurde krebsrot. Noch eine, die das behauptete. Langsam glaubte er tatsächlich daran.



"Ich, ehm, ja nun, wißt Ihr" verhaspelte er sich. "Nun, sie ist eine entzückende Zwergin, und wenn ich sie nur ansehen kann bin ich glücklich. Aber ich denke nicht, dass ich mir hier Hoffnungen machen kann, zudem bin ich mir selber nicht sicher, wie tief meine Gefühle für sie gehen. Ich mag sie sehr sehr gerne, und wenn ich sie sehe ist es als würde die Sonne für mich aufgehen. Und wenn ich sie lachen höre würde ich am liebsten die Zeit anhalten. Sie ist einfach bezaubernd, zumindest in meinen Augen. Jeder Mann, der das nicht erkennt, ist ein ausgewachsenes Rindvieh wenn Ihr mich fragt. Eh, aber ob das Liebe ist? Das weiß der Stein."



Verlegen blickte er Jule an, und überlegte, ob er sich lieber zurückziehen sollte. Andererseits war es auch gemütlich, mit dieser Elfin zu plaudern, und vielleicht erfuhr er ja noch etwas über Bella, was er nicht kannte.

"Hat sie sich denn sehr verändert? Ich kenne sie ja erst kurze Zeit?" wollte er dann wissen.


#1288
Guest_Juleiila_*

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Jule musste kichern. Sie sah wie der Zwerg Rot wurde, und anfing zu stottern. Dann legte sie sich wieder hin, das Buch über ihre Augen und sagte. „Also wenn Ihr mich fragt, so klingt das nach Liebe. Bei mir war es einmal genau so. Wenn ich die Person sah, ging für mich die Sonne auf. Diese Momente waren einfach Magisch.“ und Jule musste wieder kichern. Ach ja, ihre alte Liebe die erloschen ist. Aber es kümmerte sie auch nicht mehr. Diese Zeiten gehörten der Vergangenheit an, und Jule blickte eben gerne in die Zukunft.


„Nun ja.“ sagte Jule. „Ich lernte Bella in einer Taverne kennen. Und sie hatte eigentlich immer ein warmes und herziges Lachen. Als ich sie in Orzammar wieder sah, hatte sie genau das selbe warme lächeln auch. Aber das lag wahrscheinlich daran, das sie eben Avalos kennen lernte.“ sie seufzte. „Das wird jetzt etwas komisch klingen. Aber ich hätte es nicht für gut befunden, wenn sie mit ihm zusammen wäre. Ich hasse diesen Mistkerl. Und er wird sich einfach nie ändern. Oh ja er schlägt sogar Frauen. Das beste Beispiel dafür bin ich.“ sagte sie voller Zorn, und genoss weiter die frische Luft und die warmen Sonnenstrahlen die auf ihren Körper strahlten.

Modifié par Juleiila, 12 avril 2010 - 09:29 .


#1289
Bellandyrs

Bellandyrs
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"In der Tat hatte ich keine Hilfe erwartet, Allie, um so erstaunter bin ich, dass mich Eure Worte so sehr berühren. Ihr habt in vielem Recht, aber dies umzusetzen ist nicht einfach. Ihr kennt mich ja, ich glaube normalerweise an das Gute überall, und versuche mit möglichst viel Harmonie durch die Welt zu gehen."



Sie überlegte.

"Deswegen hasse ich mich wohl auch, wie Ihr sagt, weil ich eben im Moment so bin. Ich bin noch nicht kaltherzig genug, dass es mir egal ist, was meine Freunde über mich denken. Wenngleich ich davor auch Angst habe. Ich will nicht dieses gefühllose, kaltherzige Wesen werden, was derzeit in mir innewohnt. Und dennoch kann ich es nicht bekämpfen."



Sie blickte Allie an, erstaunt, wie ehrlich deren Worte waren. Ihr Mistrauen schwand ein wenig, sie konnte die Elfin nun etwas leichter verstehen, was deren unkontrollierte Wutausbrüche betraf. Unheimlich war es ihr trotzdem. Vor allem, weil diese den Nagel auf den Kopf getroffen hatte.



"Ich danke Euch Allie. Für Euer Verständnis, und für Eure Worte."

Schweigend sass sie auf der Bank und versuchte, das gehörte irgendwie zu verarbeiten.

#1290
J.D.C

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Ein wenig entäuscht machte er sich auf den Weg um seine Sachen zu holen. Schon nach ein paar metern stockte er, er wusste schließlich nicht wo er überhaupt hin sollte. Er wusste nur das er zu Kaserne muss. Den weg in dieser Rießigen Stadt zu finden ist schon eine andere Sache.Mit all ihren verwinklten Gassen und Nebenstraßen glich die Stadt einem Labyrinth.

Er konnte sich vorerst nur mit ein paar annahmen wieterhelfen. Da die Kaserne oftmals zu den wichtigeren Gebäuden zählt musst diese schonmal an der Hauptstraße zu finden sein. Desweitern müsste diese sehr groß sein im anbetrecht der Tatsache das es hier so viel Soldaten und Wachen gibt. Dann wäre da noch das eben diese Wachen für den Schutz des Königs da sind also müsste die Kaserne in Palastnähe sein, welcher wohl im Zentrum liegt.

Er schaute sich um und suchte nach etwas einem großen Turm oder etwas ähnliches, der Palast müsste von überall zu sehen sein. Nach einem Schwenk nach osten sah er die könglichen Banner hoch oben an ein paar Turmspitzen flattern. Er lief los, den Blick steets fixiert auf die Banner. Doch es veil ihm schwer, als er durch die belebten Straßen ging, so viele Leute auf so engem Raum. Ein merkwürdiges Gefühl in mitten von diesem Getümmel zu sein. Wohin er auch sah waren Stände aufgebaut, in denen die vielen Händler ihre Waren verkauften. Gewürze zu seiner Linken und feinste stoffe zu seiner Rechten, überall roch es gut nach düften, nach Essen und den Gewürzen.

Zu gern hätte ich sich jetzt einen Bissen gekönnt aber er hatte weder die Zeit noch das Geld dafür. "Ich sollte mich sobald ich meine Sachen habe um ein paar kleinere Jobs kümmern um zumindest vorerst ein bisschen Geld habe."dachte er sich. Er setzte seinen Weg fort, doch irgendwie landete er immer in den engeren Seitenstraßen. "Ooooooooh ist das nervig hier, warum muss das alles so verlockend sein."

Er ging aus der Straße raus und suchte eine Wache. Welche ja zum glück zu hauf hier anzutreffen sind. Kurz vor einer Bäckerrei stand eine Wache mit knurrendem Magen und schaute sich die Auslagen an. Jannis näherte sich dieser und tippte ihn leicht von hinten auf die Schulter. Die Wache erschrack ein wenig und drehte sich um. Er hatte sich anscheinend in ein mit Schinken belegtos Brot verguckt.
Die Wache sagte nur "Ähm wie wo?, was wollt ihr?".

"Ich hätte gern eine Auskunft, oder besser könntet ihr mich zur Kaserne führen?". Mit leichtem Grinsen hielt er den Brief des Königs hoch. Die Wache erblickte das Köngliche Siegel und antwortete schnell und stram. "Oh wenn das so ist, werde ich euch so schnell wie möglich hinführen, kommt da lang gehts."

"Danke sehr" erwiderte Jannis kurz und häftete sich an die Versen der Wache. Diese eilte schnellen Schrittes voran. Sie liefen über die scheinbare Hauptstraße, was eigentlich nicht schwer zu erkennen war, sie wäre die einzige helle straße in der Nacht, da überall Laternen mit Öllampen standen. Als sie etwas weiter waren viel Jannis auf das es hier leerer war es haub keine Stände mehr, hier hatte jeder Händler seinen eigenen Laden. Es schien als wäre diese der Stadtteil der Wohlhabenderen Leute zu sein. Stadt einfachen Wachen patroullierten hier die Waräger.

Die Wache führte Jannis in Richtung des Palast wo sie letztenendes auch hin wollten. Jannis durchschritt das gewaltige Tor zum Hof des Palast und blieb einen Kurzen augenblich stehen. Er blickte das gewaltige Gemäuer hinauf.  Die Wache aber zerrte ihn weiter, in den linken teil des Hofes.  Hier blieb die Wache stehen und meldete sich zu Wort."Da wären wir, das ist die Kaserne, darf ich wieder zu meiner Patrouille zurückkehren?".

Jannis winkte die Wache weg und stand nun vor dem Tor. Wieder war er auf Hilfe angewießen. Er musste nun zum Kommandanten, doch wo dessen Zimmer war wusste er nicht. Er sprach den Linken Waräger vor dem Tor an, welcher mit grimmiger Mine und gekreuzter Hellebarde zu seinem gegenüber blickte. Langsam drehte er seinen Kopf zu Jannis und sagte "Jaaaa Was denn?".

"Ich müsste zum Kommandanten, ich habe dort noch ein paar Sachen zu holen." Wieder zückter er den Brief mit dem Siegel hervor und hielt diesen dem Waräger unter die Nase. Eher gemächlich reagierte diese im vergleich zu der Wache von vorher. Langsam öffnete er das Tor und sagte,"die Treppe in der Eingangshalle hoch und dann durch die große Tür, ihr könnt es nicht verfehlen."

Jannis nickte ihm dankend zu und Ging langsam in die Halle herein.Er sah sich ein Wenig um, viele Portraits waren an den Wänden, Trophäen und Waffen aller Art zierten das kalte und alte Gemäuer. Ein paar der Waffen sahen so aus als ob er sie selbst geschmiedet hatte. Er dachte wieder kurz an seinen Vater und ihm viel wieder ein das er etwas wichtiges vergessen hatte, der Brief welchen er schreiben wollte. An diesen Gedanken geklammert stieg er schnell die Treppen hinauf und platzte in das Zimmer des Kommandanten. Dieser anscheinend eingenickt erwachte aus seinem Schlaf und sah Jannis an. Er erkannte ihn, er hatte ihn damals nach seiner Inhaftierung begutachtet, er wusste schon um seine Freilassung bescheid und fragte zuvorkommend,"du willst sicher deine Sachen haben, ich haber hier schon alles bereit."

Er schob eine große Tasche nach voren und deutete auf diese. Gierig stürzte Jannis sich auf die Tasche und kralte sich diese. Er hielt sie von da an fest in seinen Armen. Er dachte wieder schnell nach, daran das er geld brauchte."Herr Komandant, falls ihr bedarf an einem guten Schmied habt, würde ich mir gern ein wenig Geld für meine dienste Verdienen. Ich habe zuvor die Soldaten von Orlais mit Ausrüstung versorgt. Auch diese Rüstung ist von mir und meinem Vater gefertigt, ein Wahres meisterstück. Ich könnte auch erstklassige Schwerter schmieden. Und all zu viel verlange ich nicht, nur ein Wenig metall um meine sachen wieder auf Vordemann bringen zu können und ein wenig Geld für etwas zu essen. Überlegt euch mein Angebot, ich werde morgen zur Mittagszeit wieder hier einkehren."

Er wendete sich ab und ging in Richtung der Tür und blickte zurück, "Und danke für die Sachen". Ein wenig forsch aber überaus glücklich verließ Jannis die Kaserne. Er schlenderte noch ein Wenig durch die Stadt bis es langsam Abend wurde. Er suchte sich einen Ruhigen Platz an dem er sich ein wenig hinlegen konnte. Als er einen Platz gefunden hatte legte er sich hin, er lag direkt unter einer alten Eiche, er lehnte seinen Kopf gegen der Stamm und schnappte sich einen Grashalm. Auf diesem kaute er herum und sah in den Himmel und wartete im Schatten der Eiche auf den Sonnenuntergang.

Modifié par J.D.C, 14 avril 2010 - 04:59 .


#1291
Kaysallie

Kaysallie
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"Ihr braucht mir nicht danken, schließlich habe ich Euch nicht geholfen"

Wieder machte sich ein sarkastisches Lächeln auf ihrem Gesicht breit. Dann stellte sie sich auf den Weg und sagte:

"Ich werde Euch nun wieder verlassen. Ich muss noch etwas erledigen."

Sie wusste nun, dass sie ein neues Ziel hatte und ging ohne ein weiteres Wort dem Weg nahe des Sees entlang. Die Sonne stand bereits an einem tieferen Punkt, doch sie spiegelte sich noch wie zuvor im Wasser wieder. Es war klar, dass sie nicht an dem Essen, für das sich Bella so hübsch kleidete, teilnehmen würde. Einerseits waren solche Menschenmassen nichts für sie, andererseits hatte sie ohnehin keinen Hunger und war noch von dem Frühstück satt.


#1292
Bellandyrs

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Theoderich war kaum verwundert über das, was ihm Jule erzählte. Er hatte Bella ohnehin so eingeschätzt, dass sie normalerweise eben diese warmherzige Person war und nicht diese höfliche, kalte, die sie derzeit war. Und was Jule über Avalos zu berichten hatte, schockierte ihn nur dahingehend, dass Jule von ihm geschlagen wurde.

"Beim Stein Jule, an Euch hat er Gewalt angewendet? Man hört so einiges über ihn, nichts genaues, in den Marschen ist er als schlagfertiger Barde bekannt, charmant und wortgewandt, beliebt beim Weibsvolk, gefürchtet bei den Männern. Und man munkelt, dass er erheblichen Einfluss auf die Politik hier hätte, aber richtige Beweise dafür gibt es nicht. Es können genausogut Gerüchte sein. Ich stimme Euch zu, Bella wäre mit diesem Mann wohl nie glücklich geworden, dafür ist sie viel zu liebevoll und herzlich, und ich bezweifle, dass dieser Avalos, selbst wenn er sie geliebt hätte, seine Gefühle an erste Stelle setzen würde. Ich hoffe für die Dalish, dass sie nicht an ihm zerbricht. Andererseits darf ich mir kaum ein Urteil erlauben, ich kenne ihn ja schließlich nicht."

Schelmisch zwinkerte er Jule zu: "Und um ehrlich zu sein, habe ich auch nicht vor, ihn kennenzulernen. Aber ich kann Euren Hass auf ihn nun verstehen. Kein Mann sollte eine Frau schlagen, aber in den heutigen Zeiten sieht man das leider viel zu oft."

Er wollte gerade anfangen, von einer Begebenheit zu erzählen, die er miterleben mußte, als es zweimal laut durch den Park dröhnte. Es waren die großen Trommeln geschlagen worden, die das Dinner ankündigten. Die Gäste hatten in den nächsten fünfzehn Minuten ihre Plätze einzunehmen.

"Darf ich Euch in den Saal begleiten?" fragte er, reichte Jule seine Hand, und half ihr hoch.

Modifié par Bellandyrs, 12 avril 2010 - 10:29 .


#1293
Guest_Juleiila_*

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Jule stand auf, als Theoderich ihr verhalf. „Ich hoffe Bella vergisst das ganze bald. Und Apropos, wo Ihr gerade Lyna anspricht. Ich muss noch zu meiner Schwester. Ich habe eh keinen Hunger, und noch Semmeln auf meinem Zimmer.“ sagte Jule. „Dann begleite eher Ich Euch, als Ihr mich.“ schmunzelte sie.


Sie hackte sich bei Theoderich im Arm ein, und ging mit ihm zusammen zum Saal. Als sie drinnen ankamen, hackte Jule sich aus. „Ich danke euch. Es hat Spaß gemacht mit euch zu reden. Wenn ihr noch irgendwas wissen wollt, über Bella oder so, könnt ihr gerne zu mir kommen. Und nun Guten Appetit wünsche ich euch.“ und Jule setzte ein Freundliches Lächeln auf.


Dann ging sie hoch in Richtung der Gemächer. Sie betrat den Raum von Lyna, und schloss die Tür auch wieder. Da drehte sie sich um, und schämte sich dafür das sie vergessen hatte anzuklopfen. Gerade wollte sie zum Wort ansetzten, als sie die Elfe schlafen sah. Jule wollte auf das Bett zugehen, und rempelte dabei aus Versehen einen Stuhl. Reflexartig blieb sie stehen......

Modifié par Juleiila, 12 avril 2010 - 10:30 .


#1294
govi1

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Lyna erschrak und richtige sich schlagartig im Bett auf, die Decke vor ihren Körper haltend, als könnte sie der dünne Stoff vor einem möglichen Einbrecher schützen. Es dauerte einige Sekunden, ehe sich ihre Augen ans Licht gewöhnten und der Schlaf aus ihren Gliedern wich. Verstört strich sie sich die Haare aus dem Gesicht und legte die rechte Hand an ihre Brust, um das wilde Klopfen zu beruhigen.



"Bei den Göttern, Jule, habt Ihr mich erschreckt!", antwortete sie und setzte sich auf die Bettkante, rieb sich die müden Augen. "Tut das nie wieder... habt Ihr ein Glück, dass ich die Wächter entlassen haben, die wären ansonsten auf Euch gestürzt." Sie gähnte verstohlen hinter vorgehaltener Hand. Wie lange hatte sie schon geschlafen?



"Aber sagt, was führt Euch zu mir? Ist etwas geschehen?", fragte sie nach. Ihre Gedanken wanderten sofort zu Avalos. Hatte sich etwa sein Zustand verschlechtert?

#1295
Guest_Juleiila_*

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„Tut mir leid. Die Wachmänner hätten aber nicht lange überlebt, wenn sie sich auf mich gestürzt hätten.“ sagte Jule und lachte sarkastisch. Eigentlich wollte sie ja zu Lyna um mit ihr zu reden. Doch als sie sah wie diese Aussah, weiteten sich Jules Augen vor Schreck. Lyna sah aus als wäre das der erste Schlaf seit Jahren gewesen.



„Ehm.“ stotterte Jule doch hielt inne. Das konnte sie einfach nicht bringen, Lyna in so einer Situation, auch noch zu beschimpfen. „Nichts vergesst es. Wie geht es euch?“ fragte Jule und tat so als ob nichts gewesen wäre. „Nein nein. Hier ist alles in Ordnung.“

#1296
govi1

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Lyna brachte ein müdes Lächeln zustande. Wie sie von den Wächtern sprach... das war eindeutig Jule.



"Blendend", antwortete sie und liess sich rücklings auf das Bett fallen. "Ich weiss, wahrscheinlich sehe ich wie das komplette Gegenteil aus... wie eine wandelnde Leiche... aber ich fühle mich wirklich so. Avalos hat seine Verletzungen überlebt und ist nun wohlauf." Sie versuchte, in ihrer Stimme keinen vorwurfsvollen Ton mitschwingen zu lassen, immerhin hatte ihn Jule kein einziges Mal besucht. Aber sie war sich nicht sicher, ob es ihr gelungen war.



"Ich bin keine Sekunde von seiner Seite gewichen... Ihr könnt Euch vorstellen, wie erschöpft ich bin. Aber schön, dass Ihr mich besuchen kommt. Wir haben uns schon seit längerem nicht mehr gesehen." Sie hob ihren Kopf und liess den Blick über Jule schweifen. Lyna wusste nicht, ob Ärger in der Luft schwebte. Sicherlich hatte Jule etwas bezüglich ihrer Beziehung zu Avalos zu sagen, schliesslich war Bella auch ihre Freundin.



"Wo ist eigentlich Allie?", fragte sie nachdenklich. Es wäre unklug sie alleine zu lassen, nach allem was sie erlebt hat.

#1297
Guest_Juleiila_*

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Jule setzte sich auf einen Stuhl, und blickte aus dem Fenster raus. Sie war gerade ernsthaft am überlegen, ob sie dieses Thema ansprechen sollte oder nicht. Immerhin war Bella ihre Freundin, und Jule musste es los werden. Aber Lyna war ihre Schwester, und Streit wäre wirklich nicht gut gewesen. Lyna war ja genug geschafft von Avalos.





„Ja. Ihr seht aus als hätte euch eine Brutmutter ausgespuckt. So fertig habe ich Euch noch nie gesehen. Ohje.“ Sie seufzte und stand auf. Dann setzte sie sich neben Lyna ans Bett. Kühl und ohne Interesse fragte sie nach. „Aha. Und wie geht es dem Herrn Schatten jetzt?“ Dabei war ihr Blick immer noch auf das Fenster geheftet. Es schien so, als wolle sie sich nicht anmerken lassen, das sie etwas los werden musste.



„Allie ist hier irgendwo am Schloss. Ich vertraue ihr, sie wird schon nichts anstellen. Ihr hättet sehen müssen, wie sie die Frisch gebackene Semmel heute Morgen aß. Ich habe noch nie so ein Genussvolles Hmmmm gehört. Ihr muss es wirklich sehr schlecht gegangen sein.“ Jule schüttelte den Kopf und senkte diesen.

#1298
govi1

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"Ich mache mir nicht sorgen, dass Allie etwas anstellt", meinte Lyna und musste unweigerlich an ihre erste Begegnung denken, die mit einem gewaltigen Feuerball begonnen hatte. "In einer solchen schweren Zeit sollten wir sie einfach nicht alleine lassen... die Ereignisse in den Tiefen Wegen sind ihr immer noch präsent und werden sie so schnell nicht loslassen. Gesellschaft würde ihr vielleicht gut tun."

Sie seufzte. Sie hörte Jules Stimme an, dass sie Avalos immer noch feindlich gesinnt war. Auf Dauer könnte sich dies zu einem Problem entwickeln. "Wie gesagt, ihm geht es gut. Die Ärzte waren erstaunt, wie schnell er sich erholt hatte. Aber nun ruht er sich noch aus... es nimmt mich Wunder, wer ihn denn so übel zugerichtet hat. Aber das wird er uns schon noch mitteilen."

Sie richtete sich vollends auf und stieg aus dem Bett. Vor dem Spiegel bürstete sie sich die Haare und band sie zu einem bequemen Schwanz zusammen. Sie wollte nicht länger schlafen, damit hatte sie schon genug Zeit verschwendet, ausserdem fühlte sie sich gar nicht mehr müde.

"Jule...", begann sie dann zögernd. "Euch liegt etwas auf der Seele, nicht wahr? Ich spüre das. Bisher konnten wir uns auch alles sagen, ich hoffe, daran hat sich nichts geändert."

Modifié par govi1, 12 avril 2010 - 11:22 .


#1299
Guest_Juleiila_*

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Jule stand auf. Jetzt war es soweit. Und da Lyna auch noch fragte, konnte es Jule nicht mehr zurück halten, und es sprudelte nur so aus Ihr heraus. „Lyna wie könnt ihr nur? Wisst ihr wie es Bella dabei geht? Habt ihr Bellas Gesicht gesehen, als sie Euch und Avalos beim Küssen sah, im Mondschein? Boaaah ich bin so enttäuscht.“ schrie sie beinahe, aber sie versuchte sich zu beherrschen.



Jules Miene verriet das sie sichtlich enttäuscht war, und sie schüttelte den Kopf. Dann setzte sie sich wieder auf den Stuhl, und stützte ihren Kopf auf dem rechten Arm. „Es tut mir so leid, aber es musste einfach raus. Ich weiß, man kann sich nicht aussuchen wen man liebt. Und ich gönne es euch auch, aber ….“ sie holte noch mal kurz Luft, „ … Bella so zu sehen, macht einen wirklich fertig. Auch wenn sie versucht es sich nicht anmerken zu lassen, so weiß ich doch wie sie sich fühlt.“ seufzte Jule.

#1300
Bellandyrs

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Der Kommandant schritt überlegend in seinem Arbeitszimmer auf und ab, hin und wieder sein Monokel putzend. Bedarf an einem Schmied hatten sie im Moment keinen, es verursachte nur zusätzliche Kosten. Andererseits... sollte es stimmen, was gemunkelt wurde, nämlich dass ein harter Krieg auf sie zukam, dann war jeder Schmied der eine Waffe formen oder reparieren konnte zu brauchen. Zudem konnte die Armee schneller mit Rüstungsteilen oder Waffen versorgt werden. Wenn es denn stimmte.

Den König brauchte er gar nicht zu fragen, der hatte andere Sorgen, die Entscheidung oblag also allein ihm.

Er grübelte weiter und zog die letzten Haushaltsbücher zu rate. Sein Etat war in diesen noch friedlichen Zeiten beiweitem nicht ausgeschöpft, die beiden Schmiede-Lehrlinge standen tatsächlich noch am Anfang ihrer Schmiedekunst, und der Meister kam mit der Arbeit alleine ohnehin nicht nach.



Was sollte er noch weiter grübeln, sein Entschluß stand fest. Er würde dem Orlaisianer eine Chance einräumen, konnte in den Truppen-Unterkünften übernachten und sollte vorerst aber nur Gesellengehalt beziehen, bis er sich bewiesen hatte. Danach konnte man über die Entlohnung eines Meisters sprechen.



Es war spät geworden, so zog er sich in sein Gemach zurück, wo er kurz darauf einschlief. Seine Entscheidung war gefallen.