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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#1326
J.D.C

J.D.C
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"Wenn das so ist, werde ich mitkommen, meine neue Heimat soll ja nicht sofort in einem heillosen Chaos untergehen. Es dürfte meinen Willen wieder entfachen wenn ich ertsmal wieder ein Ziel habe."

Seine Augen glühten auf als er seine Rüstung und sein Schwert aus dem Beutel holte. Der glänzende Stahl lies ihn wieder an die Ruhmreichen schlachten denken, die er einst in Orlais geschlagen hatte. Er legte sich schnell den Panzer an und nahm sein schwert in die Hand. Dann schulterte er seinen Schild und stellte sich in erwartender haltung auf.

"Jule ich werde euch begleiten, vielleicht ist mein Wissen euch ein wenig nützlich bei der Wahl einer Rüstung."

Also dann lasst uns diesen Biestern in den hintern treten.

Modifié par J.D.C, 16 avril 2010 - 08:36 .


#1327
Kaysallie

Kaysallie
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„Gut. Ich habe ebenfalls noch etwas zu erledigen. Wir treffen uns am besten alle am Stadtrand beim Hauptweg.“

Sie öffnete die Tür.

„In ungefähr einer Stunde.“

Dann ging sie im Eiltempo hindurch und machte sich auf den Weg zu dem Schmied, dessen Tochter sie ungewollt gerettet hatte.


#1328
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
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„In Ordnung.“ sagte Jule. Dann zog sie Jannis mit in die Gänge. „Wartet hier.“ meinte Jule zu Jannis. Jule betrat Lynas Gemach. Sie eilte auf Lyna zu die immer noch im Bett lag. Ohne auf sie zu Achten rüttelte Jule sie. „Lyna! Lyna! Steht auf! Schnell wir müssen uns beeilen. Dann treffen wir uns am Stadtrand beim Hauptweg in ungefähr einer Stunde!!“ Jule rannte zum Fenster und öffnete zur Sicherheit die Vorhänge. Damit die Sonnenstrahlen ins Zimmer leuchteten, und Lyna so schneller aufstehen würde.


So schnell sie Lynas Gemach betrat, so schnell war sie auch wieder draußen. Jule wollte zu Bellas Zimmer laufen, doch die Waräger waren nicht vor der Tür. Das musste heißen das Bella nicht in ihrem Zimmer war. Diese Waräger begleiteten sie ja egal wohin. So rannten die beiden die Treppen runter, und aus dem Schloss. Jule fragte eine Wache. „Habt ihr die Zwergin Bellandrys gesehen? Die immer von den Leibwachen begleitet wird.“ und die Wache erwiderte. „Ja hinten im Schlossgarten.“ Dankend nickte Jule und sie rannte mit Jannis weiter, zum Schlossgarten.


Jule sah Bella die vor einem Baum saß, und ganz vertieft ein Buch las. Jule lief auf Bella zu, und fing total aufgeregt an zu schreien. „Bella Bella. Beim Erbauer. Es nähert sich wahrscheinlich Dunkle Brut. Wir treffen uns in einer Stunde beim Stadtrand am Hauptweg. Ich muss noch zum Schmied.“ Dann liefen sie wieder weiter. Durch die Stadt, bis sie beim Schmied ankamen.

Jannis und Jule betraten die Schmiede. Es waren viele Rüstungen ausgestellt, und auch Schwerter. Aber Jule brauchte diese ja nur einmal. Sie wollte sich nämlich eine schöne wieder kaufen, wenn sie Zeit hatte. „Also Jannis. Was für eine ist eurer Meinung nach gut? Wir müssen uns ja beeilen. Und ich wäre für eine Silber glänzende.“ meinte Jule und grinste dabei Jannis an, trotz der Lage.

Modifié par Juleiila, 17 avril 2010 - 10:24 .


#1329
Bellandyrs

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Bella war so vertieft in ihr Buch, dass sie die Gänsehaut gar nicht wahr nahm, die sie schon seit geraumer Zeit überlief. Und wenn sie diese bemerkte, führte sie den Zustand auf die Spannung zurück. Als Jule völlig aufgelöst irgendetwas von dunkler Brut faselte wußte Bella zuerst nicht, was die Freundin meinte. Bis das gesagte in ihr Bewußtsein sickerte und sie sich aus dem Geschehen des Buches lösen konnte war Jule schon wieder weg.

Dunkle Brut am Stadtrand? Wieso waren die Alarmglocken noch nicht ertönt? Aber jetzt wußte sie immerhin, dass diese Kälte nicht von der Lektüre kam, sondern ihre Wächtersinne waren. Sie hatte zu wenig darauf geachtet, wieso auch. Sie waren hier in FallRemnon, die bestbefestigste Stadt weit und breit, was sollte hier schon passieren.

Adrenalin pumpte durch ihre Adern, der Puls beschleunigte sich, und ihre Augen glitzerten auf. Ein zynisches Lachen entfuhr ihr. Sollte die Brut ruhig kommen, soviel Hass und Wut wie sich in der letzten Zeit in ihr aufgestaut hatte, würde die Horde nicht einmal mitkriegen, wer sie niedermähte.

Schnell lief sie in ihr Zimmer, ließ die Decke mitsamt dem Buch in weitem Bogen auf die Ottomane fliegen, rannte ins Bad wo sie sich ihre Kleider vom Leib riss und ihre alte Rüstung anzog. Sie schnallte sich ihre Dolche um, entnahm nochmal jeden einzelnen und fuhr beinahe andächtig über die Breitseite der Klingen. Dann suchte sie ihre Gifte zusammen, die jedoch sehr dezimiert waren durch die Kämpfe in den tiefen Wegen. Sie würde demnächst einen Alchemisten aufsuchen müssen, der ihr die besten Gifte wieder herstellen konnte. Aber für den heutigen Anlaß würden die vorhandenen noch reichen.

Sie schnallte sich das Langschwert um, schulterte den Bogen und den Köcher mit den Pfeilen. Man konnte nie wissen, ob sie diesen brauchen würde. Schnell kontrollierte sie noch, ob sie das kleine Messer im Stiefel dabei hatte, und so gerüstet betrat sie wieder ihre Schlafstube. Die beiden Waräger wurden eine Spur blasser, als sie die Zwergin sahen. Man konnte direkt Angst vor ihr kriegen, wenn man sie so erblickte.

Bella lächelte den beiden aufmunternd zu.
"Heute könnt Ihr Euch beweisen, und mich beschützen. Es geht wahrscheinlich gegen dunkle Brut, wieviel davon weiß ich noch nicht. Die ersten zehn gehören mir, damit das klar ist. Jucheiiii - laßt uns diesen Mißgeburten zeigen wer das Sagen hat!"
Den Warägern klappte das Kinn nach unten. Vom Kampf gegen Brut hatte der Kommandant nichts gesagt, aber es war ihre Aufgabe, die Zwergin zu schützen, also blieb ihnen gar nichts anderes übrig, als ihr zu folgen.

Bella rannte den Flur hinaus, klopfte Sturm gegen Lynas Zimmertür, die sie darauf hin einen Spalt öffnete und beinahe brüllte:
"Lyna! Los, schnallt den Bogen um, es gibt was zu tun! Wir treffen uns am Stadtrand, direkt am Hauptweg, kurz vor den Toren! Eilt Euch!"

Fröhlich vor sich hinsummend marschierte sie flotten Schrittes das Portal hinaus, den Hauptweg entlang, zwei verdutzte Waräger hinter sich. Die wenigen Bewohner der Stadt, denen sie begegnete, wichen ihr angstvoll aus, und Bella grinste noch breiter.

Modifié par Bellandyrs, 17 avril 2010 - 02:00 .


#1330
govi1

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Bei den Göttern der Elfen, konnte man in diesem Anwesen keine Stunde in Ruhe schlafen, ohne dass jemand ins Zimmer stürzte und wild umherschrie? Lyna nahm das Kissen und legte es sich aufs spitze Ohr, um nichts mehr von Jule zu hören. Ein bisschen Rücksicht auf Morgenmuffel würde nicht schaden, genauso wenig wie eine halbe Stunde Schlaf....

Erst dann durchdrang der warnende Ton in Jules Stimme ihren verschlafenen Geist. Sie schleuderte sofort das Kissen von sich und richtete sich auf. Was war denn los? Doch Jule war bereits verschwunden, ehe sie ihr den Grund weiter erläutern konnte. Eine weitere Intrige am Hof? Dunkle Brut, die über den Geheimzugang ins Anwesen eingefallen ist?

Bella war genauso wortkarg. Ein weiteres Zeichen dafür, dass irgendwo Gefahr lauerte. Sie schauderte. Hastig stieg sie aus dem Bett und zog ihre Dalish-Lederrüstung an. Der Bogen wurde samt gefülltem Köcher am Rücken positioniert, und schon stürmte sie aus dem Zimmer. Hoffentlich war Avalos schon in der Lage, mitkämpfen zu können. Die behandelnden Ärzte würden das wahrscheinlich verhindern wollen, doch gegen seinen sturen Schädel hatte sie wohl kaum den Hauch einer Chance.

Am Stadtrand hatte Jule gesagt, beim Hauptweg. Wenn sie gegen einen Gegner kämpfen sollten, so waren hoffentlich die Soldaten des Regenten auch anwesend, genauso wie die Söldner der Adeligen der Umgebung. Lyna band im Rennen ihre Haare zusammen und mopste im Vorbeigehen ein Stückchen Brot von einem Diener, der es auf einem Tablett trug. Der kleine Happen musste wohl als Frühstück reichen.

Modifié par govi1, 17 avril 2010 - 02:01 .


#1331
Bellandyrs

Bellandyrs
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Plötzlich stand Theoderich vor ihr, mit einem Taschentuch den Schweiß von der Stirn tupfend.



"Bella, beim Stein, was ist los?" Erst da bemerkte er, dass sie bis unter die Zähne bewaffnet war, und ein fröhliches Lachen im Gesicht hatte.

Er schritt auf sie zu, und nahm sie an den Schultern. "Was hat das zu bedeuten? Brecht Ihr schon auf, ohne Euch von mir zu verabschieden?" Forschend blickte er in ihre Augen.



"Theoderich! Sorgt Euch nicht, es ist nur vor der Stadt ein wenig dunkle Brut, die unbedingt Wert darauf legt, das zeitliche zu segnen. Und die kommt mir gerade recht. Keine Bange, ich würde nie in die Mission aufbrechen ohne Lebwohl zu sagen. Nun geht Euren Geschäften weiter nach, wir sehen uns beim Abendessen. Ich habe doch Euren Glücksbringer, was soll mir da schon passieren?" Sie lächelte ihn an, drückte ihn kurz und ließ ihn dann verdattert stehen.



Theoderich starrte ihr mit weit aufgerissenem Mund hinterher. War diese Frau lebensmüde? Sie lachte noch, dass ein Kampf bevorstand, und er sorgte sich um sie, wie eine Henne um ihr rohes Ei. Er wußte nicht, was er tun konnte, kämpfen konnte er jedenfalls nicht. Hatte er nie gelernt, und er hatte nicht einmal einen Schmiedehammer, den er in die Gegner werfen könnte. Langsam und vor sich hingrübelnd ging er wieder zurück in sein Geschäft, das er vor kurzer Zeit verlassen hatte, als ihm ein Kunde von einer bewaffneten Zwergin erzählte die die Straßen entlang lief. Dort angekommen suchte er seinen Cousin auf, für Kundenberatung hatte er im Moment keinen Nerv. Die Angst übermannte ihn, und er betete zu allen Paragons, die ihm in den Sinn kamen, dass diese über die Freundin wachen sollten.



Bella hingegen legte noch ein wenig Tempo zu, sie wollte nicht gerade die letzte am Tor sein.

Kurze Zeit später hatte sie dieses erreicht, und außer Lyna war noch keiner ihrer Gefährten da.



"Ihr seid ja flott gewesen, Lyna", freute sie sich. "Ich weiß nicht was los ist, Jule faselte was von dunkler Brut... die kommt mir gerade recht." Grimmig blickte sie das Stadttor an, als könnte sie allein dadurch die Brut erledigen.

#1332
govi1

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Dunkle Brut... die finstere Vorahnung hatte sich also bestätigt. Woher wussten sie es bloss? Lyna setzte an, um diese Frage Bella zu stellen, verstummte dann aber gleich wieder. Das lag wahrscheinlich an den Fähigkeiten, über die nur die Grauen Wächter verfügten. Jedenfalls hatte sie das mal im Schloss aufgeschnappt.



Sie ass das letzte Stück von ihrer Brotscheibe und seufzte. Hoffentlich konnte sie auch mit leerem Magen kämpfen. Obwohl... beim Anblick der Dunklen Brut wäre ein voller Magen sicherlich nicht von Vorteil. Sie überprüfte ein weiteres Mal ihren Köcher- zum Glück hatte sie erst vor wenigen Tagen ihren Vorrat an Pfeilen aufgestockt. Selbst die Pfeile von Avalos hatte sie noch, die mit der schwarzen Spitze. Bisher hatte sie keinen einzigen gebrauchen müssen.



"Ist das nicht merkwürdig?", fragte sie vorsichtig nach. "Ich weiss zwar fast nichts über die Dunkle Brut- ich bin ihnen schliesslich in den Tiefen Wegen zum ersten Male begegnet, aber... greifen sie wirklich gezielt Städte an?" Irgendwie zweifelte sie an dieser Aussage. In den Geschichten verwüstete die Dunkle Brut immer zuerst ganze Landstriche, Dörfer, aber erst nach einer gewissen Zeit formierten sie einen Angriff auf eine gut beschützte Stadt.

#1333
J.D.C

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Jannis wurde von Jule quer durch die Stadt gezerrt, bis sie bei einem Schmied halt machten. Jule beäugte die vielen Rüstungen und Waffen und ihre Augen funkelten bei diesem Anblick. Auf die schnelle eine gute Rüstung ausfindig zu machen ist gar nicht so leicht. Jannis hatte bisher immer nur nach Maß die Rüstungen geschmiedet. Vorgefertigte ware war ihm nicht so genehm.



Jannis blickte zu Jule,"Zuerts müsste ich wissen was für ein Typ ihr seid, habt ihr sonst in leichter oder in schwerer Montur gekämpf?" dann sah er sich wieder die Sachen an und ging ein wenig herum auf eine Antwort wartend. Er entdeckte eine sorgsam gefertigte Rüstung aus edlen Silberit. "Mit diesem stück wäre schonmal der glanz gegeben," dachte er sich. Feine Gravuren waren an den Rändern der einzelnen Platten zu erkennen, es waren ihm unbekannte zeichen.



Dann begutachtete er die Form der Rüstung, welche bei Jules figur durchaus ihren Reiz hätte.



Die einzelnen Platten waren extra durch einen Kamm verstärkt. Der Nacken wies einen Hartlderschutz auf, welcher leichte angriffe abwehren konnte aber dennoch nicht die Bewegungsfreihet des Kopfes einschränkt. Bei der Rüstung lag noch ein einfaches Kettenhemd bei, welches vorerst ausreichen sollte. Ein Helm fehlte nur noch.



Dann lies er von der Rüstung ab, er musste noch immer auf eine Antwort warten bevor er sich richtig umsehen konnte.

#1334
Bellandyrs

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Bella machte sich auch ihre Gedanken. Ja, seit wann griff die Brut Städte gezielt an?



Sie blickte Lyna in die Augen und zuckte mit den Schultern.

"Ich kann es Euch nicht beantworten, Lyna. Bisher war die Brut ohne Dämon nicht kontrolliert. Jedoch habt Ihr auch gehört, was Allie erzählt hatte und was Avalos berichtete."

Bei seinem Namen schluckte Bella kurz. Wie es ihm wohl ging? Bisher wußte sie nicht, dass sich sein Zustand geändert hätte.



"Es ist auch gut möglich, dass diese sich an Allie rächen wollen, wer weiß das schon? Jedenfalls könnt Ihr Euch sicher sein, dass ich von denen da draussen keinen am Leben lassen werde."



Gespannt wartete sie auf die Ankunft der anderen.

#1335
Guest_Juleiila_*

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Beide standen vor der Auswahl der Rüstungen, und Jule konnte sich nicht entscheiden. Sie grübelte und schaute alle genauer an. Sie brauchte unbedingt eine stabile und schwere Plattenrüstung. Andere war sie nicht gewohnt. Und es sollte einen Polsterschutz innen haben. Vor allem wegen ihrem Brustkorb. Nicht das dieser zu sehr beim Kampf belastet wird. Vor den Rüstungen ging sie hin und her, und hielt bei einer Silber-schimmernden an. Es war eine massive Plattenrüstung mit schwarzen Verzierungen, einen Kettenrock, ausgiebigen Knieschonern und großen Schulterstücken. Das Fell das sich an der Innenseite befand, war aus weicher Halla Wolle. Der Helm war vorne zu, und ein Blauer Federbüschen war oben befestigt. Blau? Sie wusste nicht von welchem Tier es stammte aber das war Jule egal.



„Die nehme ich.“ sagte Jule entschlossen zu dem Schmied, der daraufhin nickte. Jule ging in den anderen Raum und zog die Rüstung an die ihr der Schmied brachte. Den Helm packte sie unter die arme und dann begab sie sich wieder vor das Tresen. „So. Nun brauche ich noch 2 Schwerter. Ich nehme einfach die da hinten.“ Die klingen waren scharf geschliffen, und die schwarze Verzierung aus Vulkangestein, die sich in der Mitte der Schwerter bildete sah Edel aus. Der Schmied überreichte Jule die Schwerter, und verlangte nun die Bezahlung. Aber Jule wante ein. „Schickt mir die Rechnung einfach ins Schloss.“ Der Schmied lies ein tiefes grummeln und grollen los, aber war einverstanden.



„Jannis, jetzt müssen wir aber los. Treten wir diesen Bastarden in den Arsch. Ich freue mich schon.“ sagte Jule mit einem düsteren kichern, und rieb sich dabei die Hände. Wohl eher die Plattenhandschuhe. Zusammen mit Jannis lief sie zum Treffpunkt, wo sich auch schon Lyna und Bella befanden. Bella schien sich irgendwie zu freuen, aber auch Lyna die sonst immer so schüchtern wirkte. Dabei musste Jule an den Augenblick denken, als Avalos ihr einen Hurlockkopf entgegen warf. Ihr blick und Ihr Schrei waren einfach Amüsant. Mit einem breiten grinsen, ging sie zu den beiden Freundinnen. „Na ihr beiden? Gleich gibt es endlich ein wenig Action. Hoffe ich doch. Ich kann es kaum erwarten ihnen eine Lektion zu erteilen.“ meinte Jule und dabei lachte sie sich beinahe Schlapp. „Ich werde ihnen mit vergnügen die Kehle aufschlitzen, und daran denken, was sie Allie angetan haben. Ich erkenne sie nicht wieder, was mich verzweifeln lässt und das haben wir nur diesen Bastarden zu verdanken.“ Jules Miene war nun zornig. „Ich werde diese Biester ausrotten!!!“ sagte Jule mit so energischem und tiefen Ton, das sie sich selbst auch kaum wieder erkannte.

#1336
Kaysallie

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Allie marschierte durch die Stadt. Sie blickte dabei auf den Boden und hatte ein nahezu krankes Lächeln im Gesicht. Alle Leute wichen ihr aus und manch edle Frau musste sogar erschrocken schreien als sie Allie sah. Sie ging zu dem Schmied Lars. Es war wirklich nicht schwer das Geschäft zu finden, denn es lag direkt in einer Nebengasse an der Hauptstraße. Es war zwar nicht der beste Laden von FallRemnon, aber die Hauptsache war, dass Allie an zwei Waffen kommen würde.

"Seid gegrüßt edle...uh"

der Schmied mustere sie dann etwas länger, bevor er seinen üblichen Satz vollendete.

"Spart Euch Eure Worte, ich bin nur hier um die zwei Dolche abzuholen die mir Eure Tochter Kathlen versprochen hat."

antwortete sie zynisch mit verschränkten Armen.

"Oh ja natürlich! Meine Tochter! Sie hat mir alles über Euch erzählt! Ihr seid eine wahre Heldin."

Wie gut dass Allie den Verband auf hatte und er ihr Augenrollen nicht sehen konnte.

"Ich habe bereits zwei Meisterwerke angefertigt! Ich bin wirklich stolz darauf! Sie sind genauso leicht wie scharf! Habe sie aus weißem Stahl angefertigt! Ich wollte eigentlich noch die Griffe verzieren, doch ich wusste nicht, dass ihr sie so schnell einfordern würdet!"

"Ich benötige keine Verzierungen, Hauptsache ich kann damit gut und schnell töten."

er hielt kurz inne und blickte Allie etwas verdutzt an. Sie ging auf ihn zu und nahm die beiden Dolche. Sie waren wirklich sehr leicht zu führen.

"Oh ähm ja wenn dem so ist! Haha"

Dann begann er zu lachen und fasste das Ganze als Scherz auf.

"Nun gut, sie gehören Euch! Solltet Ihr noch einmal welche mit Verzierungen benötigen, lasst es mich etwas früher wissen! Haha"

Sie sagte nichts weiter und verließ den Laden wieder. Sie steckte sich die Dolche in die dazugehörende Waffenscheide die sie am Gürtel befestigte und stecke sich den schäbigen Dolch den sie den Saufbolten abgenommen hatte zur Sicherheit in den rechten Stiefel.

Dann machte sie sich auf den Weg zum Stadtrand am Ende der Hauptstraße. Als sie die Hälfte des Weges hinter sich hatte, blieb sie stehen und hielt inne. Sie wusste schlagartig wieso die dunkle Brut ausgerechnet hier her kam und das so schnell. Dann lief sie los, sie durfte keine weitere Minute mehr verschwenden. Als sie am Stadtrand ankam, war noch keiner ihrer Gefährten zu sehen. Dann lief sie ein Stück weiter auf eine nahe gelegene Erhöhung des Bodens, wovon man gut die Wälder, das Grasland und den Hauptweg überblicken konnte. Es war nichts zu sehen. Keine dunkle Brut, doch sie spürte sie so deutlich wie in den tiefen Wegen. Dann setzte sie sich in das grüne Gras und hielt weiter Ausschau, wie ein Jäger der darauf wartet ein Wild zu erlegen. Sie nahm den Verband ab und blickte in den Himmel, ohne dass es ihr Schmerzen verursachte. Einige dunkle Wolken versperrten das Licht der Sonne.

"Ein Sturm kommt auf.."

sagte sie bedrückt zu sich selbst und als die Zeit verstrichen war und sie noch immer nichts erkennen konnte, außer des schlechten Wetters, ging sie den Weg wieder zurück und konnte schon von weiter Entfernung spüren, dass sie anderen bereits warteten.

Sie näherte sich der Gruppe und sagte:

"Bisher ist nichts zu erkennen, doch es ist Gewiss, dass sie hierher unterwegs sind."

Dann Blickte sie kurz zu Boden.

"Und ich weiß auch wieso."

Sie drehte sich um, um weiterhin den Hauptweg, von dem Allie vor zwei Tagen gekommen war, im Blickfeld zu haben. Nachdenklich griff sie sich auf den Kopf und rieb sich mit den Fingern die Schläfen.

"Ich habe Euch doch erzählt, dass mir die dunkle Brut Blut entnommen hat, da sie scheinbar damit eine Art von "intelligenter Armee" züchten wollen, um die Oberfläche endgültig zu vernichten. Ihr wisst doch, dass ich einst eine Magierin war und sie mich meiner Kunst beraubt haben. Dennoch bin ich es noch immer."

Sie holte tief Luft.

"Worauf ich hinaus will ist, dass sie nur meinetwegen hier sind. Sie haben mein Blut und benutzen dieses wohl wie eine Art Phylakterion um mich aufzuspüren. Oder um den ersten Ort aufzuspüren, den sie mit Genuss in den Tod reißen können."

Sie drehte sich wieder zu den anderen um.

"Ich sollte Euch und die Leute die hier leben, nicht darin mit hinein beziehen."

Ihre Fäuste ballten sich wieder zu Fäusten und ihr Puls raste. Sie sagte noch wütend:

"Kein Leben ist das Opfer von einer gesamten Stadt wert. Nicht einmal das eines Königs."

Dann drehte sie sich wieder um und blickte in den Himmel, welcher sich immer mehr zu einem dunklen Meer aus Wolken und kreischenden Krähen, die eine trockene Bleibe suchten, zusammenfügte.

"Noch ist es nicht zu spät."


#1337
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella grinste, als Jule einen halben Wutausbruch hatte.

"Vergeßt es Jule, die ersten zehn gehören mir. Aber Ihr habt Recht, wir werden denen schon zeigen dass es besser ist, sich nicht mit uns anzulegen. Mich irritiert allerdings, dass ich noch nicht fühlen kann, wieviele es sind."



Wind kam auf, und ließ die fransig geschnittenen Haare von Bella kurz zu Berge stehen, bevor sie sich kreuz und quer wieder auf ihren Kopf senkten.

Da tauchte auch schon Allie auf, die auch nicht wußte, wieviel Brut kommen würde.



"Allie, mir ist es herzlich egal, wieso sie hier herkommen. Aber eines schwöre ich Euch, es wird keiner von denen überleben um weitere Verstärkung holen zu können." Sie ballte ihre Hände zu Fäusten. "Ich hoffe nur, dass wir ausreichen werden, um die Brut zu vernichten, die nach Eurem Leben trachtet. Ich habe noch immer keine Alarmglocken der Armee gehört, und ich weiß nicht, ob der König überhaupt schon von dem bevorstehenden Unheil weiß. Wir können im Moment nichts anderes tun als zu warten, und ich hoffe nur, diese Bestien lassen uns nicht die Nacht hier im freien verbringen. Je eher sie hier sind, um so lieber ist es mir."



Die Waräger hielten sich im Hintergrund, ihnen war gar nicht wohl, als sie sahen, dass im Prinzip nur vier Frauen und ein orlaisianischer Soldat gegen die Feinde kämpfen wollten. Woher sollten diese auch wissen, dass drei davon graue Wächter waren, und sie sich auch zusammen in den Kämpfen bewährt hatten. Bisher kannten sie Jule, Lyna und Bella auch nur in feschen Kleidern, und die Rüstung stand den Frauen zwar gut, aber konnte genauso nur Zierde sein. Und was sie von Allie halten sollten war ihnen ohnehin nicht klar. So verrückt wie diese war würde sie im Blutrausch auch noch die eigenen Leute bekämpfen. Zumindest befürchteten sie dies.




#1338
Guest_Juleiila_*

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Schmunzelnd blickte Jule zu Bella. „Na gut dann bekomme ich die ersten zwanzig.“ und sie lachte. Jetzt machten die Freundinnen schon einen Wettbewerb daraus, wer am meisten von der Dunklen Brut töten würde. Aber dieses Gefühl konnte Jule überhaupt nicht leiden. Wenn es ihre Härchen aufstellte, wegen der Brut. Das war fast so als würde ihr ein kaltes schaudern den Rücken runter laufen.



Dann kam auch schon Allie, die glaubte das sie sie verfolgten. Dabei ballten sich Jules Hände zu Fäusten und sie ging auf Allie zu. „Vergesst es. Wir müssen das hier gemeinsam durchstehen. Was schert uns die Gefahr? Wir haben euch schon einmal verloren. Und wir wollen es bestimmt kein zweites mal.“ sagte Jule voller Entschlossenheit.

#1339
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella hatte inzwischen einen Grashalm ausgerupft und kaute darauf herum.

Sie nickte Allie zu und sagte:
"Da hat Jule Recht, also glaubt mal nicht, dass wir Euch da allein rauslassen würden."

Die Warterei ging ihr auf die Nerven. Lieber hätte sie sich mit einem Kampfschrei ins Tumult gestürzt, als darauf warten zu müssen bis die Brut zu sehen war. Die Frage war auch, wie sie sich einen Vorteil verschaffen konnten. In der Stadt wollte sie selber nicht kämpfen, die Einwohner sollten damit nicht belastet werden.
Sie blickte auf die befestigten Stadtmauern und war halbwegs beruhigt, darauf patroullierende Soldaten zu entdecken. Die Kanonentürme sahen auch recht gut aus, und auf der Stadtmauer an sich sassen einige Bogenschützen in Abständen zusammen, erzählten sich Witze oder spielten Karten.

Jule und sie würden defintiv in den Nahkampf gehen. Lyna mit ihrem Bogen wäre auf der Mauer am besten positioniert. Der Olaisianer sah auch danach aus als würde er im Nahkampf bestehen können, die Waräger waren mit Sicherheit rein dafür ausgebildet. Und Allie? War sie im Umgang mit ihren Dolchen mittlerweile genauso meisterhaft als damals als Heilerin und Magierin?

Leise seufzte Bella auf. Sie musterte den Orlaisianer genauer, der bis dahin kaum etwas gesagt hatte, oder wenn, dann hatte Bella es nicht mitgekriegt. Seine Statur war ihr ja im Flur schon aufgefallen, genauso wie diese unheimlich leuchtenden Augen. Er gab an sich einen hübschen Anblick ab, und wenn er mit ihnen kämpfen wollte, konnte er wohl auch nicht so verkehrt sein. Mit Jule schien er sich bereits angefreundet zu haben.

Sie rupfte einen neuen Halm aus und betrachtete Lyna. Wie blaß die Freundin war. Kein Wunder, wenn sie die ganze Zeit an Avalos Bett gewacht hatte. Bella hoffte, dass die Dalish nicht vor Müdigkeit umfallen würde oder sie ihre Kräfte verließen.

Sie schlenderte zu Lyna und sprach diese leise an.
"Ihr seht sehr blaß aus Lyna. Ich wollte mich nochmal bedanken, dass Ihr mir die Zeit eingeräumt habt, die ich bei Avalos verbringen konnte. Werdet Ihr für den Kampf überhaupt gerüstet sein? Traut ihr Euerer seelischen und körperlichen Verfassung diese Belastung zu? Kann ich irgend etwas für Euch tun?"

Sie machte sich wirkliche Sorgen um die Freundin, gleichzeitig schoß ihr ein Gedanke durch den Kopf. Lyna würde auf den Stadtmauern noch am sichersten aufgehoben sein. Bella hatte ihren Bogen mit, und Nahkämpfer gab es fürs erste genug. Wenn sie sich einen Vorteil verschaffen konnten, dann nur, wenn sie die Horde mit Fernwaffen zuerst attackierten und die Nahkämpfer sich von hinten näherten oder der Brut in die Flanken fallen konnten.

Bellas Verstand arbeitete fieberhaft. Sie öffnete den kleinen Beutel mit den Giften und kontrollierte noch einmal, welche sie zur Verfügung hatte. Immerhin hatte sie die Unterbrechungs- und Stun-Gifte noch dabei. Außerdem befanden sich ein paar wenige Fläschchen darunter, welche sie in die Gruppen werfen konnte. Diese verlangsamten die Gegner, drei hatte sie noch mit zersetzender Säure. Sollte sie diese gut platzieren können wäre der zeitliche Vorsprung geschafft.

Ihr Entschluß stand fest, und sie teilte diesen ihren Gefährten mit:
"Lyna, Ihr werdet auf der Mauer oben bleiben und von dort mit Eurem Bogen die Horde dezimieren. Anfangs werde ich mich auch dazu gesellen, ich habe noch ein paar wenige Phiolen dabei, die Flächenschaden anrichten können und die Gegner verlangsamen. Dazu werde ich Euch mit meinem Bogen anfangs unterstützen.
Alle die in den Nahkampf gehen, werden von hinten angreifen. Versucht, einen Seitenausgang oder ein Tor zu finden, wo dies möglich ist. Sobald ich kann, folge ich dann nach unten. Die Brut dürfte bis dahin nicht mehr wissen, auf welche Seite sie sich verteidigen soll, also kann ich dann von vorne angreifen. Solang sie nicht mit einer ähnlichen Armee auftauchen wie damals, als wir Allie verloren hatten...." sie stockte kurz. "Ehm, ja, also dann dürfte unserem Erfolg nichts im Wege stehen. Oder habt ihr andere Vorschläge?"

Fragend blickte sie in die Runde, wieder auf ihrem Grashalm kauend.

Modifié par Bellandyrs, 18 avril 2010 - 02:22 .


#1340
govi1

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Lyna nickte, sie konnte sogar ein Lächeln auf ihre Lippen zaubern. "Ich bin mir sicher, dass Avalos Eure Worte geschätzt hat. Er wird es Euch vielleicht nicht auf diese Art mitteilen oder es gar zugeben... aber ich bin mir sicher, dass dem so ist." Sie sah sich um, nahm erfreut wahr, dass sie nun vollzählig anwesend waren.



"Ob ich bereit bin?", fragte sie nach. Schwer zu sagen. Der Anblick der Dunklen Brut würde wie immer furchteinflössend werden... Diese Monstern waren wirklich keine leichte Kost. Aber sie würde ihnen ebenfalls das Fürchten lehren. "Ich bin es, Bella. Diese Viecher haben das Leben nicht verdient, es ist gegen die Natur." Mehr musste sie nicht dazu sagen.



Umso erstaunter war sie nun, dass Bella die Fäden in die Hand genommen hatte. Wortlos nahm sie ihren Platz auf der Mauer ein, diese Stelle war ihr sowieso schon seit ihrer Ankunft ins Auge gesprungen. Von einem erhöhten Platz aus konnte sie leichter die Gegner überblicken und mit Pfeilen willkommen heissen.



Sie nahm ihren Bogen vom Rücken und spannte die Sehne, um die Belastung zu überprüfen. Alles war tadellos. "Sollen sie bloss kommen", nickte sie ihren Freunden zu.

#1341
Guest_Juleiila_*

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Jule nickte Bella zu. Diese hatte einen guten Schlachtplan auf gestellt, und das innerhalb kürzester Zeit. Der Plan klang Logisch und leuchtete Jule ein. Außerdem fand sie es gut, das auch Bella erstmal auf den Mauern stand, denn so bekam Jule ihre ersten zwanzig Brutler ab. Somit begab sich Jule zu den Tormauern, und wartete hinter einem Seiteneingang. Sie schwang die Schwerter ein paar mal, um die Balance zu testen. Beide waren gut geschmiedet, und ausgeglichen im Gewicht. So scharf wie die klingen waren gemischt mit Jules Fähigkeiten, würde es eine Leichtigkeit sein, die Brut zu Schlachten.



Jule wedelte Jannis mit der Hand zu, das er sich doch zu Ihr begeben sollte. Er folgte ihr, und begab sich ebenfalls zu dem Seiteneingang. Jule grinste ihn an. „Jetzt könnt Ihr Euch beweisen. Mal sehen was ihr so drauf habt.“ und sie lachte wieder so dunkel. Der Hass und die Wut brannten in ihren Adern, und sie verstärkte den Griff an den Schwertern. Jule konnte es kaum erwarten, diesen Biestern Einhalt zu gebieten.



Würde auch nur einer Ihrer Freunde bei diesem Kampf in Gefahr geraten, so würde sie Ihnen zu Hilfe eilen. Diese Chance hatte sie verpasst, als Allie nicht mehr über die Brücke kam, und Jule und ihre Gefährten sie zurück lassen mussten. Dieses mal, würde sie alles verhindern, was sie von ihren Freunden trennen würde. Selbst wenn sie dabei sterben müsste, das war ihr vollkommen egal.



Mit freudigem lächeln blickte sie zu Lyna auf die Stadtmauer, und zwinkerte ihr zu. Diese stand entschlossen und kampfbereit auf den Mauern. Jule musste lachen. In so einer Situation war es was anderes Ihre Schwester zu sehen. Sonst war sie immer die schüchterne und liebevolle Lyna. Aber bei einem Kampf, war sie stets Konzentriert und aufmerksam.



Jule richtete ihren Blick wieder nach Vorne, und sie hielt Ausschau. Wenn das was Allie sagte stimmte, müsste sich eine Gruppe auf den Weg zu ihnen machen. Bis jetzt war noch nichts und niemand in Sicht, aber Jule spürte trotzdem das sie sich näherten, und nicht mehr weit entfernt waren.

#1342
Bellandyrs

Bellandyrs
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Auch Bella wurde unruhig, die Kälte nahm zu. Sie wanderte ein paar mal die Mauer entlang auf und ab, so dass sie schon einen leicht genervten Blick von den Warägern erhielt. Diese hatten ihre schweren Zweihänder auch schon in den Händen, und stellten eine grimmige Miene zur Schau. Innerlich wuchs ihr Respekt vor Bella, und wenn man sie jetzt sah, mit kampfentschlossener Miene, die Taktik ausarbeitend, war es nicht mehr so an den Haaren herbeigezogen dass sie an jenem Abend wohl in der Lage gewesen wäre, ihnen die Kehle aufzuschlitzen.

Bella hatte Hummeln im Hintern, sie konnte sich einfach nicht ruhig halten. Ihre Augen hatten seit dem Aufbruch im Palast den dunkelsten Braunton angenommen, und funkelten. Ob vor Hass oder Vorfreude endlich kämpfen zu können wußte sie aber selber nicht. Sie war froh, dass ihr angestauter Zorn, diese unerklärliche Wut, endlich ein Ventil finden konnte. Vielleicht half ihr der Kampf ja wieder zurück zu ihrem inneren Gleichgewicht.

Schließlich begab sie sich auch auf die Stadtmauer, zum Glück waren die abgestuften Zinnen darauf niedrig genug dass sie darüber sehen konnte.
Die Bogenschützen, die zuvor Lyna schon verblüfft ansahen aber sich nichts weiter dabei dachten, legten die Karten beiseite und starrten die beiden Frauen an.

Bella grinste diese an: "Haltet Euch bereit, bald gibt es zu tun."
Einer der Schützen machte eine Geste, die soviel bedeuten konnte wie: die hat sie nicht mehr alle.
Unmerklich seufzte Bella. Wieso wurde man als weiblicher Zwerg eigentlich nicht ernst genommen? Sie beschloß, den diensthabenden Offizier hier auf der Mauer aufzusuchen und fragte die Bogenschützen danach.

Kurze Zeit später fand sie diesen auch und salutierte.
"Entschuldigt, ich will Euch nur in Kenntnis setzen dass mit einem Angriff auf die Stadt zu rechnen ist. Ich weiß noch nicht wieviele Feinde auftauchen werden, aber haltet Eure Augen offen. Wieviele Schützen und Soldaten sind hier in Bereitschaft?"

Der Offizier erklärte ihr, dass genügend Soldaten auf der Mauer rund um die Stadt waren, und in diesem Abschnitt  waren es etwa um die 20. Insgesamt würden allerdings auf dem ganzen Befestigungsring wohl zwischen 80 und 100 Soldaten ihren Dienst verrichten.

Bella nickte. "Sollten mehr als ... ich sage mal an die einhunderfünfzig Feinde auftauchen, schlagt Alarm und holt Verstärkung. Es handelt sich um dunkle Brut, und bevor Ihr fragt woher ich das weiß, ich bin grauer Wächter. Und draussen sind noch zwei weitere von meiner Sorte, also könnt Ihr das getrost glauben. Weist Eure Bogenschützen an, erst auf meinen Befehl hin anzugreifen, da ich die Nahkämpfer in meiner Gruppe nicht in Gefahr bringen will."

Dem Offizier klappte das Kiefer ein wenig nach unten, und er musterte Bella ungläubig. Aber sie hatte es in einem ruhigen, dennoch keinen Widerspruch duldenden Ton gesagt, und er glaubte ihr.
Dunkle Brut! Beim Erbauer, lieber hätte er gegen ein orlaisianisches Heer gekämpft.

Bella lächelte ihn zuckersüss an.
"Solltet Ihr meine Anweisungen nicht befolgen, wird der Regent davon erfahren, und Avalos dazu." Sie nickte ihm noch einmal zu und begab sich wieder auf den Weg zu Lyna, mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Was der Name Avalos hier alles bewirkte war schon beinahe unheimlich. Auch wenn sie nicht wußte, ob den Soldaten bekannt war, wie schlecht es um Avalos stand.

Der Offizier salutierte mit bleichem Gesicht, die Zwergin sprach die Wahrheit. Und es war bekannt, dass sich unter Avalos Gefährten eine Zwergin befand.

Immer noch breit grinsend kam sie bei der Elfin an.
"Lyna..." begann sie, biss sich dann auf die Unterlippe. Sie wußte nicht recht, was sie sagen sollte, aber das Schweigen lastete schwer auf ihr. Sie seufzte. So einen klaren Kopf wie sie im Kampf hatte, aber hier versagte ihr Gehirn.
"Lyna, ich wollte Euch nur noch einmal sagen dass ich mich durchaus für Euch freue, und hoffe, dass Avalos wieder gesund wird. Ich fühle mich Euch beiden näher verbunden als je zuvor, ich weiß nicht woran das liegt. Und ich bin für Euch da, wenn ihr mich braucht. Ich will nicht, dass dies unsere Freundschaft trübt."

Sie schnallte ihr Langschwert vom Rücken, stellte es griffbereit neben sich und überprüfte ihren Bogen. Dann setzte sie sich neben Lyna und fokusierte ihren Blick in die Ferne. Sie hoffte nur, dass sie auch am richtigen Ende der Stadt sassen und der Dinge harrten, und die Brut nicht von einer anderen Seite her angriff. Jedoch, der Offizier war informiert, und wenn er auch nur einen Funken Verstand in seinem Kopf hatte, würde er die Patroullien anweisen sofort Meldung zu machen, wenn woanders der Feind auftauchen sollte.

Bella dachte an nichts mehr, Theoderich war in weite Ferne gerückt, und lediglich Avalos begleiteten ihre Gedanken. Erst recht, da Lyna neben ihr sass. Ihre Gedanken weilten bei Lyna, sie hoffte, die Freundin würde verstehen. Die Antwort von der Freundin war zuvor etwas kühl ausgefallen, zumindest faßte Bella es so auf. Ihre Sinne waren aufs äußerste angespannt, sie konzentrierte sich, neben dem Gedanken an Lyna, voll auf den bevorstehenden Kampf.

Modifié par Bellandyrs, 19 avril 2010 - 06:42 .


#1343
Kaysallie

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Plötzlich begannen die Alarmglocken der Stadt zu läuten. Einige der Wachen die noch immer am Kartenspielen waren, ließen diese erschrocken fallen und zuckten zusammen. Gleich darauf sprangen sie auf und stellten sich auf ihre Posten. Dann begann der Boden leicht zu beben und man konnte aus der Ferne ein Geschrei und Gebrüll wahrnehmen, dass an einen sofort die Haare am Rücken aufstelle und es den Wachen einen kalten Schauer über den Rücken hinab zog.
Allie war die einzige, die noch immer am Hauptweg vor dem Eingang in die Stadt stand. Als sie das Beben wahrnahm, hatte sie keine Angst. Stattdessen zog sich ein leichtes Grinsen über ihr Gesicht. Der Himmel war inzwischen komplett von dunkelgrauen Wolken bedeckt. Die Krähen die vor einigen Minuten noch wild umherflogen waren verschwunden und man konnte bis auf die Alarmglocken, das Beben und Geschreie aus der Ferne nur kalte und angsteinflößende Stille wahrnehmen. Die Luft war kalt geworden und man konnte bereits den Atem der einzelnen Personen, wie eine Rauchwolke vor ihren Gesichtern wahrnehmen.
Dann erhoben sich am Horizont die ersten Hörner der Oger, sowie die Waffen die die Brut kampflustig in die Höhe gestreckt hatte. Man merkte wie die Wachen sofort anspannten und in Kampfhaltung gingen. Allie blieb genauso gelassen stehen wie zuvor. Die Brut versammelte sich in einer Reihe am Horizont und blieb dort gesammelt stehen. Sie waren durchaus noch nicht in Schussreichweite für Bogenschützen. Dann verstummten die Geschreie und man konnte nur noch das melodische Klirren der Glocken hören, welche auch schon bald verstummten. In der Mitte der wohl kleinen Armee der dunklen Brut befand sich der Kultist umgeben von einer Schar aus Abgesandten. In den hinteren Reihen befanden sich Genlocks, bewaffnet mit Bögen und in den vorderen Reihen befanden sich Hurlocks mit mächtigen Zweihandwaffen sowie einige weitere Genlocks mit Einhandwaffen. Jeweils auf der Seite befand sich ein Oger, sodass es insgesamt zwei Oger waren. Schätzungsweise waren es vielleicht um die 300 Monster der dunklen Brut, wobei der Kultist und die Abgesandten durchaus mächtiger waren. Es herrschte Stille und es kam einem fast so vor als ob keiner der beiden Parteien den ersten entscheidenden Schlag vernehmen wollte.
Dann sonderte sich ein Abgesandter von der Gruppe ab. Er ging direkt am Hauptweg entlang, wie ein Bauer beim ersten Zug eines Schachspiels. Ab der Hälfte des Weges blieb er stehen, er war wohl nur für die besten Schützen in Reichweite, doch es schien so als ob er vorher verhandeln wollte.
Allie ergriff die Verantwortung und ging auf den Abgesandten zu. Die Blicke der Wachen verfolgten sie stets und als sie ebenfalls die Hälfte des Weges zurückgelegt hatte, blieb sie 2 Meter vor dem Abgesandten stehen. Am liebsten hätte sie ihm wohl sofort den Dolch in die Brust gerammt und sie umklammerte diesen bereits voller Hass. Er ergriff das erste Wort:
"Ihr wisst, dass es nicht soweit kommen muss. Ihr könnt Euch noch immer mit uns verbünden und mit uns zusammen die Oberfläche unterwerfen. Ihr wisst, dass wir Euer, oder das Blut Eurer Freunde benötigen."
Er ging auf und ab, blieb stehen und begann mit seiner widerwärtigen Stimme zu lachen.
"Außerdem soll ich Euch ausrichten, dass Ihr uns noch eine halbe Armee schuldet."
Ohne mit der Wimper zu zucken stach sie zu. Er gab ein kurzes Stöhnen von sich. Der Rest der dunklen Brut wich einen Schritt nach vorne und wollte angreifen, doch der Kultist deutete sie mit der Hand zurück.
Sie hielt ihn mit der linken Hand, sodass er nicht umfallen konnte und ließ den Dolch, den sie in der rechten Hand hielt direkt in seinem Bauch stecken. Sie umklammerte den Dolch fest und voller Hass flüsterte sie ihm leise in sein Ohr:
"Ich schulde Euch gar nichts."
Er gab ein Husten von sich und Blut tropfte aus seinem Mund und seiner Nase. Dann begann es ihm zu schütteln und er begann zu schreien. Dampf stieg empor und er begann zu brennen. Allie zog den Dolch aus seiner Brust und im selben Moment, erlosch die Flamme und er brach zu einem Aschehaufen zusammen. Voller Wut blickte sie auf den Rest der Brut, welche im selben Moment losstürzte. Allie drehte sich um und sprintete den Weg zurück zur Stadt und die ersten Regentropfen vielen vom Himmel herab. Sie hatte das Schicksal für einige besiegelt. Als sie zur Stadt lief feuerten bereits einige Hurlocks Pfeile auf sie, doch sie waren noch zu weit entfernt um zu treffen. Der Kultist blieb im Hintergrund stehen und beobachtete mit einigen Abgesandten das Specktakel. Er hatte ein selbstgefälliges und siegessicheres Grinsen im Gesicht. Allie erreichte den Stadtrand und drehte sich um. Sie erblickte die Brut die auf die Stadt zulief, doch das eigentliche Ziel ihrer Augen war der Kultist, welcher noch immer ganz hinten stand und seine Untertanen für sich kämpfen ließ.
"Ihr gehört mir."
flüsterte sie leise zu sich selbst.
Das erste zischen der Pfeile und Bögen erklang.
"Feuer!"
rief einer der Wachen.
Die erste Reihe der Brut brach schlagartig schreiend zusammen als sie getroffen wurden. Der Kampf hatte begonnen.

Modifié par Kaysallie, 23 avril 2010 - 09:41 .


#1344
govi1

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Lyna schenkte Bella ein warmes Lächeln. "Bella... was... was Ihr eben gesagt habt... das war sehr edel von Euch. Danke." Sie warf einen Blick gen Horizont, aber der Feind hatte sich noch nicht blicken lassen. Also blieb noch genügend Zeit für ein kleines Gespräch übrig. "Ich hatte ehrlich gesagt um unsere Freundschaft gefürchtet. Wie ich sehen kann, war diese Angst umsonst... ich danke den Göttern dafür."



Sie mustertete Bella eindringlich. Überraschend, welche Wege das Schicksal manchmal wählt... vor nicht mal allzu langer Zeit hatte sie nicht mal gewusst, wie Zwerge aussehen. Und nun ist ihr eine stark ans Herz gewachsen. Sie zwinkerte ihr lächelnd zu. "Ausserdem haust noch meine kleine Nug in Eurem Anwesen. Wehe Euch, wenn Ihr die verspeist."



Und dann ging alles sehr schnell. Die herantrabende Dunkle Brut, die geifernden Oger, die hämisch grinsenden Abgesandten, die rostigen und schartigen Schwerter, die kampfessüchtig in die Luft gestossen wurden... Lyna schloss die Augen, beruhigte ihren Atem. Als Bogenschütze konnte man es sich nicht leisten, der Panik zu verfallen. Ein wacher Geist, ein klarer Verstand, ein ruhiges Auge und eine ebenso ruhige Hand können den Verlauf einer ganze Schlacht bestimmen.



Vor ihrem inneren Auge war sie nicht mehr vor der Stadt. Sie war tief im Herzen des Waldes, als kleines Mädchen, das zum ersten Mal einen Bogen in den Händen hielt. Um sie herum erblühte die Natur, Vögel zwitscherten, Flüsse gluckerten fröhlich vor sich hin, das Sonnenlicht brach durch das Geäst. Hinter ihr ertönte die beruhigende Stimme ihres Vaters, die ihr erklärte, wie man mit dieser Waffe umzugehen hatte.



Lyna öffnete wieder die Augen. Sie war bereit. Langsam richtete sie den Bogen gegen einen der zwei anwesenden Ogern. Kämpfte man gegen eine grosse Horde, so musste man zuerst die Stärksten erledigen. Ohne deren Schutz würden die Schwachen der Reihe nach fallen.Lyna legte einen Pfeil ein- sie fühlte, wie sich die Sehne anspannte, spürte, wie der Pfeil zwischen ihren Fingern vibrierte.



"Feuer!"



Sie schickte ihren ersten Pfeil auf die Gegner.

#1345
Bellandyrs

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Theoderich hörte die Alarmglocken der Stadt und wurde bleich. Beim Stein, es waren wohl doch ein paar wenige mehr Gegner aufgekreuzt. Er konnte nun wirklich keinen klaren Gedanken mehr fassen, schloß das Geschäft, kaufte sich eine Flasche mit Wacholderbrand und ging nach Hause. Dort schenkte er sich das erste Gläschen ein, hob es an, schloß kurz die Augen und sagte leise:
"Auf Dich, meine süsse Bellandrys, möge der Stein mit Dir sein." Dann trank er das Glas in einem Zug aus, legte seinen Lederwams ab und setzte sich, nur noch mit seinem Hemd und Hosen bekleidet, an den Tisch. Dort mußte er das Glas immer schneller auffüllen, da er jedem in Gedanken Glück wünschte, und bei jedem der Gefährten eins davon leerte. Er wollte nicht daran denken, was alles passieren konnte. Daraufhin nahm er gleich noch ein Glas.

-------------------------------

"FEUER!"

Bella schoß den ersten Pfeil ab, und sah aus den Augenwinkeln ihre beiden Waräger Richtung Jule und Jannis rennen, aber daran vorbei und an den nächsten Ausgang postierend, mit Blickrichtung zu ihr hin.
Um so besser, sie würden auf ihren Befehl warten.

Oger. In ihrem Gehirn arbeitete es fieberhaft. Und was sie von dem Kultisten zu halten hatte wußte sie erst recht nicht, sie war bisher noch nie auf einen getroffen.
Die ersten Reihen lichteten sich, dank der zielsicheren Bogenschützen, die teilweise sogar brennende Pfeile abschossen. Lyna konzentrierte sich auf den linken Oger, der wütend brüllte aber kein Ziel fand, an dem er seinen Zorn auslassen konnte.

"JULE!!" schrie Bella aus Leibeskräften. "Da ist ein Oger, wartet bis der schwer verletzt ist, aber geht ja nicht an ihn ran, Euer Brustkorb hält das noch nicht aus!"
Jule setzte zwar eine grimmige Miene auf, als würde ihr das überhaupt nicht passen, aber sie nickte.

Bella entkorkte eines der Fläschchen und schmiß es zielsicher in die Mitte der Brut. Säure spritzte auf und ließ die Hurlocks noch hässlicher werden, ihre Rüstungen zersetzten sich und das Gebrüll vor den Toren nahm zu.

Der Offizier ließ die ersten Soldaten hinaus, die an der rechten Front kämpfen sollten, wo die Reichweite der Bogenschützen versagte.
Bella blickte die beiden Waräger an, die nur auf ihr Zeichen gewartet hatten. Sie streckte ihren rechten Arm aus, zeigte Richtung Schlachtfeld und nickte. Die Waräger rissen ihre Zweihänder in die Höhe und stürmten aus dem Tor, gefolgt von zwanzig weiteren Söldnern des Königs, und griffen von hinten an. Langsam wurde das Chaos perfekt, die Brut verteidigte sich nach vorne, nach hinten, der linke Oger brüllte wie am Spieß. So sah er auch aus, in der harten Schale steckten unzählige Pfeile. Bella mußte trotz dem Ernst der Lage lachen.

"JULEEEE!!!! JETZT!!!" brüllte sie, und die Freundin nebst Jannis rannten durch den Eingang.
Zeit für die nächste Phiole, die Bella zielsicher neben dem Oger platzierte, so dass nicht nur er, sondern auch die nächsten Genlocks sich kaum noch bewegen konnten. Verlangsamungsgift - immer wieder effektiv, dachte Bella bei sich.
Es war jedenfalls die Chance für Jule und Jannis, diesem den endgültigen Garaus zu machen.

Bella bedeutete Lyna, dass sie nun aufpassen mußte, nicht dass sie versehentlich auf die beiden schoß. Gleich danach schalt sie sich einen Narren, Lyna war zielsicher genug, dass sowas nicht passieren würde.

Bella nahm den nächsten Pfeil aus ihrem Köcher und schoß diesen in die Menge. Wums, wieder einer weniger. "Mist, jetzt habe ich nicht mitgezählt" kicherte sie Lyna an. Langsam wurde es Zeit für sie, sich auch ins Getümmel unten zu mischen. Vor allem der Oger an der rechten Flanke machte ihr noch Sorgen. Sie blickte in die aufgeschreckte Horde, und sah den Oger. Dieser fuchtelte wild mit den Armen, die Augen entsetzt aufgerissen und laut brüllend. Bella blinzelte.

Das konnte doch nicht sein, oder narrten sie die dunklen Wolken? Sie hätte schwören können dass in der Stirn des Ogers ein Dolch steckte.

"Lyna? Seht Ihr das auch? Oder machen mir meine Augen einen Streich? Der Oger rechts?"

Diese unterbrach ihre Konzentration und blickte mit zusammengekniffen Augen zu besagtem Feind. Dann nickte sie, nahm den nächsten Pfeil und schoß weiter.

"Ich gehe nun auch nach unten. Viel Glück, Lyna!"

Bella ließ ihren Bogen auf den Boden fallen, warf den Köcher hinterher, trug in aller Eile ein höchstwirksames Unterbrechungsgift auf ihre Dolche und griff nach ihrem Langschwert. Dann rannte sie zum Tor hinaus und sprang schon bald über die ersten Leichen, die ihren Weg säumten. Die Soldaten hatten bereits gute Arbeit geleistet.

Mit einem Kampfschrei erreichte sie den ersten Hurlock, und mit einem weitausholendem Schwung trennte sie diesem den Kopf ab. Sie lief weiter, mit ihrem Schwert Halbkreise ziehend, dabei manche der Gegner verletzend, manchmal tödlich treffend.

Beinahe mechanisch, aber mit einem fast glücklichen Funkeln in ihren Augen, schnetzelte sie sich durch die Horde. Aus den Augenwinkeln sah sie den linken Oger zu Boden gehen, Jule war also auch erfolgreich.

Bella war mitten unter den Söldnern und verrichtete auch ganze Arbeit. Ihr Blick wanderte zu dem anderen Oger, der tot am Boden lag, man sah nur die Einstichwunde auf der Stirn. Der Dolch war weg. Und zwischen all der dunklen Brut meinte sie, einen Schatten zu sehen, einen schwarzen Kapuzenumhang.

Modifié par Bellandyrs, 19 avril 2010 - 09:20 .


#1346
J.D.C

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Die Fernkämpfer auf den Mauern waren ziemlich sicher. Sie konnten hinter den Zinnen schutz suchen. Doch die gut ausgebildeten Nahkämpfer würden sich unten den Ogern und der eindringenden Brut stellen müssen.

Jannis und Jule postierten sich an einem der Seiteneingänge. Dort warteten sie auf die nächsten Anweisungen von Bella. Jannis schaute sich um und versuchte die Gruppe die ihnen helfen sollte ausfindig zu machen doch nichts war zu sehen. Er blickte auf das baldige Schlachtfeld vor der Stadt. Er sah sich die Beschaffenheit an. Zu gern würde er ein Kommando übernehmen und die Soldaten leiten. Doch dies ist ihm verwehrt. Er hat sich noch nicht bewiesen, dies sollte seine Chance sein.

Als die Brut näher kam wechelste er in eine Steife und angespannte haltung, um möglichst schnell reagieren zu können. Sein Bastardschwert Schimmerte als er es mit seinen leuchtenden Augen ansah. Der gleisende Stahl dieser Waffe machte ihm Mut. Er stämmte sein Schild wie ein Trutzwall vor sich.

Nun richtete er seine Waffe aus mit der Waffe in der Linken hand zielte er auf die Brut. Der boden bebte von
Sekunde zu Sekunde stärker.

 Jannis sah zu Jule und nickte ihr zu, kein Wort kam über seine Lippen. Dann hörte er schritte, das müssten die Soldaten sein, die Bella geschickt hatte. Er dreht sich um und da Standen sie. Im selben Augenblick schrie Bella ihnen etwas zu. Es war der befehl zum Angriff, einer der Oger war vorerst auser gefecht, das war ihre Chance. Doch sie hielten ein wenig inne.

Er mussterte die Soldaten um sich herum, er war beeindruckt wie diszipliniert diese wahren. Er hatte schon manch einen Soldaten vor Ehrfurcht zusammenbrechen sehen, doch dies in Kämpfen gegen Menschen.

Dann lief Jannis los dicht gefolgt von Jule, sie stürmten in Richtung des Ogers den Bella betäubt hatte. Eine meute von Dunkler Brut versperrte aber noch den Weg sie müssen sich durchkämpfen. Jannis lief in die Reihen hinein, senkte seinen Schwertarm gekonnt und durchschnitt die sehen von ein paar dieser Kreaturen, welche sofort zu boden gingen.

Die Brut zog sich ein wenig zusammen und richtete ihr Augenmekr auf die Flankierende Tuppe von Jule und Jannis. Jule lief mit Jannis auf brüllte.

Modifié par J.D.C, 19 avril 2010 - 08:45 .


#1347
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella schmerzte ihr Schwertarm. Der Kampf ermüdete sie, Schweißtropfen standen auf ihrer Stirn. Sie blickte kurz auf den Söldner zu ihrer linken, auch dessen Bewegungen wurden langsamer. Allerdings machte sich die Erschöpfung auf beiden Seiten bemerkbar, das Gebrüll der Brut war inzwischen leiser geworden, es konnte aber natürlich auch an den Verlusten liegen, die diese bisher einstecken mußten.

Plötzlich löste sich ein gewaltiger Feuerball aus dem hinteren Teil der Horde, traf auf die Stadtmauer, die zwar zum Glück aus Stein gebaut war und von daher nicht in Flammen aufging, aber der Aufprall erschütterte das Gemäuer. Putz bröckelte, Steine lösten sich, einige Zinnen fielen auf den Boden, wo sie Freund und Feind gleichermaßen unter sich begruben. Ein paar Sanitäter stürmten auf das Schlachtfeld und räumten die Steine zur Seite, trugen verwundete Kameraden in die Stadt zurück, wo Heiler diese in Empfang nahmen. Wunden wurden verbunden, Knochenbrüche geschient, Fleischwunden genäht.

Bella ließ ihr Schwert im nächsten und toten Feind stecken und rief diesem zu: "Haut ja nicht ab, ich hole mein Schwert hernach wieder!", zückte die Dolche und ging in einen wirbelnden Klingentanz über. Sie mähte noch zwei Genlocks nieder, als sie sich jedoch an den nächsten Gegner wandte, überkam sie Übelkeit, stechende Schmerzen durchfuhren ihren Körper als würde sie von tausend Nadeln getroffen, und sie schrie auf. Gleich darauf konnte sie sich nicht mehr bewegen, ihr Körper war wie gelähmt. Ihre Sicht verschwomm für einen kurzen Moment, und ein weiterer Schmerz durchzuckte sie. Ein Hurlock grinste sie breit an, seinen übelriechenden Atem ihr entgegenschmetternd, an seiner Klinge klebte Blut. Wie in Zeitlupe sah Bella, wie ihr Widersacher nocheinmal ausholte, die Waffe senkte sich in Richtung ihres Oberkörpers. Keine zehn Zentimeter fehlten noch und es hätte ihren sicheren Tod bedeutet. Entsetzt riß sie die Augen auf. Im gleichen Moment ließ die Lähmung nach, Bella duckte sich ein wenig, und stieß beide Dolche bis zum Heft in den Magen des Kontrahenten. Ihr Blick klarte wieder auf, diese verschwommene Sicht war weg, und nocheinmal stieß sie zu, diesmal ins Herz. Der Hurlock fiel mit einem gluckernden Geräusch um, seine Därme quollen aus der Bauchwunde hervor. Der Gestank verursachte Bella gleich nochmal Übelkeit, aber diese ignorierte sie, genauso die wie Feuer brennende Wunde an ihrem linken Oberarm, aus der Blut sickerte. Kurz wischte sie mit ihrem rechten Ärmel übers Gesicht, hob den Kopf und versuchte sich zu orientieren.

Es herrschte bereits heilloses Chaos auf dem Weg, die Horde war schon sehr dezimiert. Von jeder Seite vernahm sie Kampfgeräusche, schmerzvolle Schreie, wütende Rufe. Sie versuchte, ihre Gefährten auszumachen, aber konnte keinen davon im Getummel sehen. Dafür sah sie einen Blitz, der wieder vom hinteren Teil des Feldes kam.

Beim Erbauer! Sie hatte völlig vergessen, dass auch Abgesandte dabei waren. Magisch begabte Brut. Jetzt wußte sie auch, was sie vorhin außer Gefecht gesetzt hatte - zermalmendes Gefängnis hieß der Zauber wohl, wenn sie sich noch richtig erinnern konnte an die Erzählungen ihrer früheren Gefährtin. Sehr effektiv, wie sie nun am eigenen Leib erfahren konnte. Diese Magier mit ihren verdammten Lähmungszaubern! Was die konnten, konnte sie auch. Schnell beträufelte sie ihre Dolche nochmal mit dem Unterbrechungsgift. Diesen Möchtegern-Zauberern würde sie es noch zeigen. Sie lief auf die rechte Außenseite, um schneller vorwärts zu kommen, und fiel erst ein gutes Stück später wieder in die Flanke der Gegner.

Ein Hurlock-Abgesandter fuchtelte mit den Armen, irgendeinen Zauber sprechend.
Nicht mehr lange, dachte Bella bei sich und stieß ihren Dolch von hinten zwischen die Rippen. Der Hurlock schnappte nach Luft, der Zauber war unterbrochen. Und dank des Giftes würde er die nächsten Minuten auch keinen mehr zustande bringen können. Bella zog den linken Dolch über dessen Hüfte und hinterließ eine tiefe, blutende Wunde. Damit wäre er fürs erste auf jeden Fall außer Gefecht gesetzt.

Dann kämpfte sie verbissen weiter, und hoffte langsam, dass der Kampf bald zu Ende sein würde. Ihre Kräfte verließen sie schrittweise, und ihre Konzentration ließ nach.

Modifié par Bellandyrs, 19 avril 2010 - 10:13 .


#1348
Bellandyrs

Bellandyrs
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In diesem Teil des Feldes tobte der Kampf in voller Stärke. So gelichtet wie die Reihen weiter vorne waren, hier hatte man das Gefühl, die Gegner würden kein Ende nehmen. Inzwischen regnete es auch wie aus Kübeln, und Bella rann das Wasser von ihren Haaren in den Nacken.

Beim Erbauer, würden sie es schaffen? War noch weitere Verstärkung des Königs unterwegs? Andererseits waren sie im Prinzip genug, wenn sie diesen Magiern noch Herr werden konnten wäre der Rest ein Kinderspiel. Noch während Bella diese Gedanken durch den Kopf schossen, stand sie einem Krieger entgegen.

Der Genlock war nicht groß, vielleicht einen halben Kopf größer als Bella, aber er hatte ein Langschwert und ein ziemlich robustes Schild, und die Mordlust stand ihm ins Gesicht geschrieben. Er verteidigte sich mit seinem Schild, deutete mit seinem Schwert Angriffe an, und Bella mußte rückwärts ausweichen. Es gab hier kaum eine Möglichkeit, an die Seite des Gegners zu kommen, und solange dieser vor ihr stand, hatte sie keine Chance, einen gut platzierten Hieb zu landen. Dabei hatte der Feind auch nur Leder an, keine Plattenrüstung, es wäre also ein leichtes gewesen, wenn sie ihn getroffen hätte.
Schritt für Schritt wurde sie an den Rand zurückgedrängt und plötzlich stolperte sie über eine Leiche. Es hob ihr die Füsse aus, und sie fiel rücklings auf den durch den Regen aufgeweichten Boden. Der Genlock grinste dämlich, das war seine Chance, Bella sein Schwert in die Brust zu rammen. Allerdings hatte er nicht mit Bellas Kampfgeist gerechnet.

Während sie fiel, streckte sie ihr rechtes Bein nach oben, und stieß mit der  Stiefelspitze zu. Der Genlock stand in etwa an der Höhe ihrer Knie, und der Tritt verfehlte sein Ziel nicht. Weiß der Stein, ob Genlocks am Unterleib auch so empfindlich waren wie der Rest der männlichen Bevölkerung, aber nachdem sich dieser sofort schmerzvoll krümmte und dabei sein Schild fallen ließ, wußte Bella dass wohl alle männlichen Wesen an dieser Stelle äußerst verletzbar waren.
Es war ihre Chance. Der Gegner stand nach vorne gebeugt über ihr, wimmerte, sein Oberkörper war ohne dem Schild schutzlos. Bella hatte ihre Dolche während des Falls nicht aus der Hand gelassen, und sie stieß von unten zu. Der Dolch versank bis zum Anschlag im Fleisch des Genlocks, Bella rappelte sich auf und ließ ihre Waffe nicht aus. Dadurch schnitt sie durch den Körper des Feindes, und als sie stand und ihren Dolch wieder aus diesem zog, fiel dieser mit der Nase nach vorne zu Boden. Verächtlich stach sie im noch einmal in den Rücken, damit er sicher tot war, und stürzte sich wieder ins Kampfgeschehen.

Modifié par Bellandyrs, 20 avril 2010 - 11:45 .


#1349
Bellandyrs

Bellandyrs
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FallRemnon zur gleichen Zeit:

Die Flasche war beinahe leer, und Theoderichs Augen waren glasig, was aber nicht alleine nur vom Schnaps kam. Für sein Empfinden dauerte der Kampf schon viel zu lange, und er wußte nicht, wie es stand.

Sein Cousin betrat das Häuschen, mit Neuigkeiten und Gerüchten, die er unterwegs aufgeschnappt hatte:
"Theoderich, es sieht im Moment zwar nicht so schlecht aus, aber leider auch nicht wirklich gut. Angeblich wurde die Zahl der Brut schon beträchtlich dezimiert, aber sie hatten Oger dabei, und auch einige Magier, und gegen diese sind die Soldaten im Moment relativ machtlos. Ein Stück der Stadtmauer ist eingestürzt und hat Brut und Soldaten gleichermaßen unter sich begraben. Der Kampf ist nun zu weit draussen, die Bogenschützen haben kaum noch eine Chance, den Gegner zu treffen."

Theoderich wurde immer bleicher, als er den Bericht vernahm. Krieg vor seiner Nase war schon schlimm genug, aber nachdem er auch noch einige Leute kannte, die dort draussen fochten, war es noch um einiges schlimmer. Und die Sorge um Bellandrys raubte ihm beinahe den Verstand. Natürlich dachte er auch an Jule und Lyna, Jule war ja noch verletzt. Und trotzdem kämpfte sie, gab ihr Leben für ein Land, welches ihr egal sein konnte.

"Thjaldor, könntest Du wohl so lieb sein? hppp" Schluckauf stellte sich ein, von daher deutete Theoderich nur auf die fast leere Pulle mit fragendem Blick.

"Meine Güte, altes Haus... aber ja, ich hole noch eine Flasche. Bis gleich!"

Kraftlos und mit seinen Nerven beinahe am Ende ließ er sich wieder auf seinem Stuhl nieder, und setzte die Flasche an den Mund. Ein paar wenige Schlucke, und die Pulle war leer. Der Alkohol brannte seine Speiseröhre hinunter, wärmte den Magen.
"hpp, Bella, meine Liebste, hpp. Oh ihr Paragons, hpp, wacht über ihr Leben. Hpps, gebt ihr Kraft und laßt sie zurückkehren. Hpps. Heil wenn ich bitten darf. Hpps." Und eine Träne löste sich aus seinen Augen, tropfte sachte auf den Holztisch.

Modifié par Bellandyrs, 20 avril 2010 - 05:05 .


#1350
govi1

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Lyna schoss einen Pfeil nach dem anderen ab, und doch schien die Zahl der Gegner nicht abnehmen zu wollen. Einige durchbrachen sogar die Linie der Nahkämpfer und näherten sich den Bogenschützen, die ihr Augenmerk auf weiter entfernte Dunkle Brut gerichtet hatten und sie zu spät wahrnahmen. Lyna hielt sie mit ihren Pfeilen weiterhin auf Distanz, doch es schien aussichtslos.



Die Dunke Brut nutzte die Lücke in der Verteidigung aus und strömte auf sie zu. Das war immerhin ihre Chance- eine Armee ohne Fernkämpfer verlor massiv an Effizienz. Die überraschten Bogenschützen sahen die Gefahr zu spät- Dutzende von ihnen wurden niedergeschlachtet, ehe sie nach ihren Dolchen greifen konnten.



Hastig legte Lyna den Bogen zur Seite und fuhr mit der Hand an ihren Gürtel, auf der Suche nach ihrer Nahkampf-Waffe. Doch sie griff ins Leere- wo war ihr Dolch? Lyna erbleichte. In all der Eile hatte sie ihre Waffe im Schloss liegen gelassen. In diesem Moment tauchte vor ihr einer dieser widerlichen Kreischer auf, der seinem Namen alle Ehre machte und einen markerschütternden Schrei ausstiess.



Die kleinen Knopfaugen glühten hasserfüllt, aus den Mundwinkeln tropfte Speichel auf den Boden, während der Geruch nach verfaulten Eier Lyna fast den Atem verschlug. Wie sollte sie sich bloss ohne Waffe wehren? Der Bogen konnte sie nicht mehr aufheben, er lag zu weit entfernt, ausserdem hätte er ihr in dieser Situation nicht besonders helfen können.



Sie versuchte, die widerliche Ausgeburt von sich zu stossen, doch der Kreischer war auf ihre Verteidung vorbereitet und packte ihren Arm mit der linken Hand, während die rechte in die Luft schnellte und einen langen, verrosteten Dolch offenbarte. Lyna schluckte, ihr Verstande raste nach einem Ausweg, nach einer Lösung, die ihr Leben retten könnte... doch sie war verloren.



Just in diesem Augenblick verstummte der Angriffsschrei des Kreischers zu einem Röcheln, der ungläubige Blick war auf die Brustmitte gerichtet, aus der nun ein Schwert ragte. Der Griff um Lynas Handgelenk lockerte sich, der Kreischer brach tot zusammen. Hinter ihm erschien Avalos, der ihr zuzwinkernd einen Dolch zuwarf.



"Pass auf dich auf", lächelte er und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen, ehe er wie ein Schatten ins Kampfgeschehen verschwand.