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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#1351
Guest_Juleiila_*

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Auf Bellas Befehl lief Jule los, mitten durch die Masse von Dunkler Brut um dem Oger zu Fall zu bringen. Das eine Schwert hielt sie nach links außen, und das andere nach Rechts. So brachte Jule einige Gegner zu Fall, während sie an ihnen vorbei lief. Das Blut spritze, und man hörte das Keuchen der Brutler. Wie Wild stürmte sie weiter, und kam beim Oger an. Mit voller Wucht stoß sie ihm das eine Schwert in den rechten Oberschenkel, und lies es stecken. Der Oger holte aus und haute mit seinen Fäusten auf den Boden. Die erde bebte ein wenig und Jule musste ausweichen. Jedoch viel sie auf den Rücken, und sie konnte nicht so schnell aufstehen, wegen ihrer schweren Plattenrüstung. Ein Hurlock kaum auf sie zu gerannt, und hob sein Schwert, um Jule damit zu erstechen. So schnell wie sie aber reagierte kam er nicht dazu. Jule stach ihm mit ihrem Schwert in den Bauch während er lief, und im Bogen flog er über sie drüber. Mit seinen schweren Beinen krachte er auf Jules Brustkorb. Ohne die Schmerzen auch nur irgendwie zu bemerken, stieß sie die Beine von sich runter und stand auf.


Der Oger war noch nicht erlegt. Das Schwert stecke immer noch in seinem Oberschenkel und er tobte wild herum. Jule lief wieder auf ihn zu, und riss das Schwert heraus. Dann lief sie wieder weiter weg, starrte den Oger genau an, und schloss die Augen um sich zu konzentrieren. Gerade beachtete sie alle Geräusche in der Umgebung, und so wusste sie auch wo der Oger war, auch wenn sie nichts sah. „Erbauer, erhöre meine Gebete, und lasse diesen Oger zu Fall bringen.“ betete Jule. Dann öffnete sie die Augen, und lief auf den Oger zu. Kurz vor ihm Sprang sie auf und stach ihm die Schwerter in die Seiten seines Halses.Als Jule das eine Schwert raus zog, spritzte das Blut weit heraus, Jule hatte seine Halsschlagader getroffen. Der Oger brüllte nochmal, und Jule stach ihm Das Schwert genau in sein großes stinkendes Maul. Ein quietschen kroch aus seiner Kehle, und zusammen mit Jule flog er um.


Sie stand auf und hechelnd betrachtete sie den Oger. Ihr war gar nicht aufgefallen, das er schon mit Pfeilen bestückt war. Die Bogenschützen inklusive Lyna mussten gute Arbeit geleistet haben. „Wie entstand bloß so eine Riesen Mistgeburt?“ Fragte sich Jule. Und von einer Zahnbürste hatten diese anscheinend auch noch nie was gehört. Hätte sie jetzt nicht gerade so einen schweren Plattenhelm auf, würde Jule sich am liebsten die Schweißperlen von der Stirn wischen. Der Kampf kostete viel Anstrengung. Sie schüttelte den Kopf, und zog die Schwerter aus dem Viech. Dann lief sie weiter ins Kampfgeschehen, und metzelte weitere Hurlocks, und Genlocks mit wuchtigen Stichen nieder.

Modifié par Juleiila, 20 avril 2010 - 12:59 .


#1352
Bellandyrs

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Bella keuchte. Sie wünschte sich ein paar Minuten Pause, ein wenig verschnaufen zu können, und ein Schluck Wasser wäre auch nicht verachtenswert gewesen. Außerdem sehnte sie sich nach einem Bad, sie mußte inzwischen schlimmer als ein Genlock aussehen. Die Rüstung konnte sie danach endgültig abschreiben, diesen Dreck würde sie mit der besten Kernseife nicht mehr von der Rückenpartie entfernen können. Ob sie diesen Schlamm aus ihren Haaren noch heraus kriegen würde, war auch fraglich, aber vorerst hatte sie wichtigeres zu tun.
Wenn sie nur nicht schon so kaputt wäre. Ihr linker Oberarm schmerzte bei jeder Bewegung, der schlammige Boden machte die Kämpfe nicht einfacher. Und dennoch wollte keiner auch nur einen Zentimeter aufgeben.

Viele Bogenschützen waren gefallen, die Brut hatte die Front durchbrochen, und die zerstörte Mauer hatte auch einige Soldaten in den Tod gestürzt. Es wurde immer schwerer zu kämpfen, da die Magier nun ihre Fähigkeiten einsetzten. Mittendrin war eine kleine Fläche mit Schneesturm übersät, daneben eine Feuersbrunst. Bella hoffte nur, dass ihre Gefährten da nicht drin standen. Und sie schickte ein Stoßgebet zum Stein, dass Lyna in Sicherheit war.

Verbissen teilte sie Hiebe nach allen Seiten aus, sie hatte irgendwann aufgehört zu zählen, wieviele Gegner durch sie den Tod gefunden hatten. Ihr Puls raste, der Atem ging stoßweise. Ihre Beine trugen sie kaum noch, bleierne Müdigkeit überkam sie. Wieviele Stunden waren wohl vergangen, seit der Kampf begann? Sie konnte es nicht sagen, die Sonne war ohnehin von den dunklen Wolken verscheucht worden, und der Regen machte es nicht gerade besser. Aber sie hatte das Gefühl, dass es dunkler wurde.

Ein weiterer Gegner fiel durch ihre Hand, mittlerweile kämpfte sie eher mechanisch, auch wenn ihre Mordlust noch immer anhielt. Ihre Augen hatten inzwischen zu der normalen Farbe zurückgefunden, das funkeln war gewichen. Mit stumpfen Blick stürzte sie sich auf den nächsten Feind, ein entsetzlich groß geratener Hurlock, dem sie zuerst die Sehnen hinter den Knien durchtrennte. Das hatte zur Folge, dass dieser zu Boden ging und nun in Bellas Augenhöhe war. Schnell zog sie ihre Dolche kreuzweise über den Oberkörper, und als dieser nach vorne fiel, platzierte sie den tödlichen Stich im Genick.

Sie hatte sich nun ziemlich frei gekämpft, schnell beträufelte sie ihre Waffen mit neuem Gift. Und schon stürmte die nächste Ausgeburt auf sie zu, sein rostiges Schwert schwingend. Bella konnte nicht schnell genug ausweichen, und ein weiterer Schnitt, diesmal in ihrem linken Oberkörper, gesellte sich zu ihren Wunden. Sie fluchte kurz auf, aber es stachelte sie auch wieder an. Der Feind konnte sich gar nicht so schnell verteidigen, wie Bella ihre Dolche in ihn stieß. Sie dankte ihrem Schwager, der ihr solch traumhafte Waffen geschenkt hatte, und zog sie dem Sterbenden aus dem Leib.

Zu ihrer rechten sah sie wieder diesen schwarzen Schatten kämpfen. Sie blickte genauer hin, und smaragdgrüne Augen funkelten im Blutdurst. Avalos? Was bei Andrastes Namen ...? Es konnte doch nicht sein? Ihre Blicke kreuzten sich, und nur ein angedeutetes Nicken seinerseits bestätigte, dass es tatsächlich der Schatten war. Bella schnappte nach Luft, ihr gaben die Knie nach, und im selben Moment sah sie einen Pfeil auf sich zurasen.

Modifié par Bellandyrs, 20 avril 2010 - 08:31 .


#1353
Guest_Juleiila_*

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Jule war noch immer voller Energie. Die Wut und der Hass gaben Ihr die nötige Kraft, die sie brauchte um den Biestern den gar aus zu machen. Mit einem rachsüchtigem Lächeln kämpfte sie sich durch die Massen. Ihre Rüstung war inzwischen schon voller Blut, wie gut das sie einen Helm trug. Hin und wieder spürte sie ein Zippen in ihrem Brustkorb, und sie wusste schon das das bedeutete. Sie hatte ihre Gesundheit enorm verschlechtert, aber durch das Adrenalin und die Wut das durch ihre Adern floss, spürte sie es kaum. Sie hatte auch nicht vor es irgendjemanden zu sagen. Damit musste sie alleine klar kommen.


Während sie gegen Hurlocks und Genlocks kämpfte, beobachtete sie aus den Augenwinkeln schon seit geraumer Zeit den Magier, der den Schneesturm zauberte. Wenn andere sie sehen würden, würde es vielleicht so aussehen als sei sie dadurch abgelenkt. Aber diese einfachen Hurlocks waren wie Anfänger, die gerade das erste mal ein Schwert in der Hand hielten. Viel schwieriger war der Oger, und die Magier zu erledigen. Den letzten Hurlock vor ihr Köpfte sie, in dem sie ihre Schwerter vor seinen Hals wie eine Schere legte, und einfach zudrückte. Einer der Gesandten war gerade fleißig dabei, die Soldaten aus FellRemnon zu stunnen. Jule ergriff die Chance. Sie lief von hinten auf ihn zu, und stach ihm das Schwert hinten in den Nacken. Er zitterte ein wenig, und fiel tot zu Boden. Düster kicherte Jule.


Sie war nicht weit entfernt von ihren Gefährten, und sah wie alle ihr Bestes gaben, aber auch schon ihre Kraft nach lies. Doch bei Bella blieb ihr Blick hängen. Sie kniete im Schlamm. „Beim Erbauer steht auf Bella.“ dachte sich Jule. Da bemerkte sie den Pfeil der gerade aus auf Bella zuschoss. Doch so wie Bella aussah würde sie wahrscheinlich nicht reagieren können. Jule lief zu Bella, kniete sich schützend vor ihr, und hob die erst beste Leiche vom Boden auf. Der Pfeil schoss genau zwischen die Augen der Leiche, und ragte mit der Spitze hinten nach außen. Noch etwas weiter, und der Pfeil hätte Jule durch das Helmvesier selbst getroffen. Seufzend atmete sie aus, und stoß die Leiche von sich. Dann drehte sie sich schnell um zu Bella, und legte ihr die Hand auf die Schulter. „Bella, das war gerade noch mal Knapp. Steht auf, wir dürfen keine Zeit verlieren. In ihren Augen seht ihre gerade aus wie ein Opfer das sich freiwillig zum Schlachten anbietet.“

Modifié par Juleiila, 23 avril 2010 - 12:40 .


#1354
Bellandyrs

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Bella rauschte das Blut in den Ohren, sie war käseweis. Der Schock, Avalos kämpfen zu sehen, lähmte sie. Der Pfeil hätte sie getroffen, wäre Jule nicht dazwischen gesprungen, und hätte die Leiche als Schild benutzt.



"Danke Jule, das war tatsächlich knapp" flüsterte sie heiser, und Tränen schossen in ihre Augen. Schnell blinzelte sie diese weg. Alles, aber einen Heulkrampf oder nervlichen Zusammenbruch konnte sie im Moment wirklich nicht brauchen. Und sie stand kurz davor, das spürte sie mit jeder Faser ihres Körpers. Es war einfach zuviel für sie. Der schier endlose Kampf, Avalos von den Halbtoten auferstanden, dafür sie selber dem Tod nur knapp entronnen. Sie blickte an sich hinab. Die Rüstung voller Schlamm und mit Blut besudelt, unzählige Leichen um sich herum, Feinde, genau so wie Soldaten des Königs. Sie nahm dies alles zum ersten mal bewußt wahr. Beim Erbauer, wieviele waren gefallen? Waren ihre Gefährten wohlauf? Und wofür, kämpfte sie eigentlich noch? Einen schier aussichtslosen Kampf, so schien es.



"Jule? Für was? Für was sind all diese braven Soldaten gestorben? Für was kämpfen wir noch diesen aussichtslosen Kampf? Ich kann nicht mehr..."

Bella kniete noch immer auf dem aufgeweichten Boden, der Regen prasselte auf sie hinab.

#1355
Guest_Juleiila_*

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„Bella, was ist den los mit Euch?“ sagte Jule, und drehte sich immer wieder um. Nicht das sie von hinten noch angegriffen wurde. Sie blickte um sich. Es schien wirklich aussichtslos zu sein. Zwar waren die Oger nun erledigt, einige Magier und auch viele Hurlocks und Genlocks. Jedoch mussten viele dafür ihr Leben geben. Und auch Jule wusste nicht warum. Sie wusste nur das es ihre Pflicht war hier zu kämpfen. Gegen die Dunkle Brut zu kämpfen, als Wächter. Und auch aus Rache wegen Allie.

Jule zog Bella an den Armen nach oben, damit sie nicht mehr im dreckigen Schlamm kniete, und die Feuchtigkeit durch ihre Rüstung drang. „Bella beherrscht Euch. Ihr gebt doch sonst nie so schnell auf! Wir kämpfen weil wir es müssen! Es ist unsere Pflicht!! Und denkt doch daran was sie Allie angetan haben! Das dürfen wir nicht auf uns sitzen lassen. Und genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt Rache zu nehmen.“

Jule blickte zum Boden und sah Bellas Dolche, die senkrecht im Boden steckten. Diese musste sie wohl irgendwann fallen gelassen haben.. Sie hob sie auf, und drückte sie Bella in die Hände. „Hier! Und jetzt gebt nicht auf! Wir haben es bald geschafft!!“ sagte Jule. In dem Moment lief ein Hurlock von hinten auf Jule zu. Doch diesen hatte sie schon längst bemerkt. Sie stach mit dem Schwert nach hinten, ohne mit dem Blick von Bella zu weichen, und traf den Hurlock genau im Magen. Sie drückte noch etwas nach hinten, und es sah komisch aus. Jule grinste. „Anfänger. Tzz.“

Modifié par Juleiila, 20 avril 2010 - 09:56 .


#1356
Bellandyrs

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Irritiert nahm Bella ihre Waffen von Jule entgegen. Hatte sie diese vorhin fallen lassen? Sie hatte es nicht bemerkt.
Aber Jules Worte fielen auf fruchtbaren Boden. Diese Biester waren hinter Allie her, wie hinter jedem anderen grauen Wächter, also wollten sie auch Jule und Bella. In der Tat, ihre heilige Pflicht bestand darin, dagegen zu kämpfen, und wenn es ihr eigenes Ende bedeuten sollte. Aber sie war noch nicht bereit, aus dem Leben zu gehen. Vorher würde sie noch unzählige Brut vernichten.

Ein Sturm kam auf, und der Regen peitschte wie Böen auf sie nieder.

Zorn flackerte in Bellas Augen auf, die sich wieder schwarz färbten.
"Beim Erbauer, Jule, Ihr habt Recht. Entschuldigt den Moment der Schwäche. Laßt uns diese Monster vernichten."
Ein Kampfschrei löste sich aus ihrer Kehle.
"Für Allie!!! Für die Freiheit!!" und sie stürmte mit neuer Kraft in das Schlachtfeld.

Modifié par Bellandyrs, 20 avril 2010 - 10:22 .


#1357
Guest_Juleiila_*

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Jule grinste. Genau das wollte sie sehen. Eine Bella, die mit voller Kraft wieder in die Schlacht lief. Jetzt waren es ja nicht mehr all zu viele, und das bekamen sie sicherlich hin. Auch Jule lief wieder rein und schrie. „Für Allie!!! Zeigen wir Ihnen wie ein Grauer Wächter kämpft.!!!!!“


Sie lief durch die Massen, die neuen Schwerter beherrschte sie mittlerweile. Alles lief geschmeidig aus dem Handgelenk raus. Ihre Fähigkeiten setzte sie immer passend ein. Wenn sie gerade von Gegnern umringt war, wirbelte sie im Kreis und die Schwerter hielt sie nach außen. So geriet jeder zu Fall.


Der Himmel war noch immer verdunkelt, und durch den Regen konnte Jule ihre Gefährten kaum sehen. Es war mittlerweile richtig am Stürmen, der Wind war heftig am peitschen, und in dem nassen Schlamm war es nicht gerade einfach mit Massiven Plattenstiefeln zu laufen. Sie gab noch nicht nach, das einzigste was Fehlte war ein bisschen was zu trinken.


Wieder war sie umringt von Hurlocks. Tapfer kämpfte sie weiter, stach einen nach de anderen ab, bis nur noch einer vor ihr stand. Mit voller Kraft, stoß er Jule mit seinem Bein gegen den Brustkorb, und sie fiel um auf den Rücken. „Ahhh. Verdammt!!!!!!!!",  fluchte sie. In Ihrer Brust pochte es, das Zippen und Stechen nahm zu. Mit einer großen Kriegsaxt wollte der Hurlock gerade zu hauen. Jule drehte sich auf die Seite und er verfehlte seinen Schlag. Der Hurlock musste so fest zugehauen haben, das die Kriegsaxt im Boden steckte. Das gab Jule die Zeit wieder auf zu stehen. Sie schrie und trennte dem Hurlock mit voller Kraft den Kopf ab. Der daraufhin ein paar Meter weiter flog als es sonst üblich war.


Jule stütze sich mit den Händen auf ihren Knien ab, und atmete ziemlich hastig. Es fühlte sich an als würde irgendwas ihr die Luft zu schnüren. Das Atmen viel ihr Schwer, und sie bekam nicht so viel Luft wie sie brauchte. Sie hoffte nur das nicht gerade jetzt, wo sie sich eine kleine Pause nahm, irgendwas auf sie zugelaufen kam.

Modifié par Juleiila, 21 avril 2010 - 11:40 .


#1358
govi1

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Lyna konnte den Bogen kaum noch halten, ihre Arme schmerzten zu sehr. Sie biss die Zähne zusammen und nahm den nächsten Gegner ins Visier. Eine Sekunde zum Zielen... dann der Schuss... und eine tote Brut mehr dekorierte das Schlachtfeld. Sie atmete erschöpft aus, wischte sich eine nasse Haarsträhne aus dem Gesicht- der Regen war nun stärker als zuvor, das Wasser prasselte ohne Unterbruch auf die Kämpfenden, weichte den Boden auf und nahm ihnen den festen Stand. Nicht wenige fanden keinen Halt im Schlamm und stürzten daraufhin zu Boden.



Sie riskierte einen Blick über das Schlachtfeld... und spürte, wie ihr der Atem stockte. Der Kampf hatte gut begonnen, vielleicht zu gut... aber nun schien die Dunkle Brut die Überhand gewonnen zu haben. Das lag wohl an den magiebegabten Jüngern, die ihre Artgenossen zu koordinieren vermochten und sich dabei mit ihnen umgaben, sodass sie von keinem Pfeil oder von keiner Schwertspitze erreicht werden konnten. Die Oger hatten wohl bloss als Ablenkung fungiert.



Lyna rann ein Fluch über die Lippen. Diese Biester waren gefährlicher, als sie gedacht hatte. Vorallem die Anführer mussten erledigt werden, wollten sie diesen Kampf noch gewinnen. Sie dachte an die Bewohner der Stadt- was würde mit ihnen geschehen, wenn sie verlieren würden? Konnten sie mit noch mehr Soldaten aufwarten? Lyna hoffte es. Ansonsten würde dieser Tag ein trauriges Ende nehmen.



Sie sprang von der Mauer, rannte auf die Meute zu und schoss einige Pfeile ab. Ziel waren aber weiterhin die Abgesandten unter der Brut, die mit ihrer Magie das Kampfgeschehen dominierten. Doch zwischen all den Kämpfenden nahm sie eine Gestalt wahr, die sich auf den Boden gekauert hatte... wieso kam sie ihr bloss so vertraut vor? Lyna wich geschickt einem Genlock aus, streckte ihr rechtes Bein aus und brachte das Viech zu Fall. Im nächsten Moment rammte einer der Soldaten sein Schwert in seinen Leib.



Bei den Göttern... das war doch Jule, nicht? Lyna rappelte sich wieder hoch, wischte den Schlamm an ihrer Rüstung ab und rannte zur erspähten Gestalt. Tatsächlich, es war Jule. Lyna schrie nach ihr, doch ihre Stimme ging im Kampfgeschehen unter. Aus den Augwinkeln nahm sie hingegen eine Gestalt wahr, die schnellen Schrittes auf Jule zueilte- einer dieser widerwärtigen Kreischer, die mit ihren messerscharfen Klauen alles niedermetzelten.



Lyna griff eiligst zu Avalos Dolch und warf ihren Bogen auf den Boden. Mit einer Nahkampfwaffe konnte sie nicht wirklich geschickt umgehen, mit dem Bogen war sie um Längen besser... aber ein Pfeil hatte aus dieser Distanz keinen Nutzen und Jule wäre verloren gewesen. Ausserdem war die Kreatur zu schnell unterwegs. Lyna stürzte sich in letzter Sekunde auf den Kreischer, warf ihn aus der Bahn und stürzte mit ihm in hohem Bogen auf den schlammigen Grund, nur wenige Millimeter an Jule vorbei.



Die Kletterpartien im Brecilian-Wald waren also nicht umsonst gewesen- geschmeidig, fast katzenhaft sprang sie vom Kreischer auf, wich einem Hieb aus und stach mit ihrem eigenen Dolch nach ihm. Doch die ungeübte Waffe lag eher schwer auf der Hand, so verfehlte sie ihn und spürte im nächsten Augenblick dessen Fusstritt in der Magengrube. Sie schnappte nach Luft, fiel auf die Knie und hätte beinahe ihren Dolch fallen gelassen. Vielleicht hätte sie die Mauer doch nicht verlassen müssen. Der Kreischer versuchte indes den nächsten Schlag zu platzieren, Lyna sah die schartige Schneide auf sich zukommen und rollte im letzten Augenblick weg.



Wie sollte sie bloss mit einem Dolch umgehen? Lieber hätte sie den Bogen wieder an sich genommen... doch wer wusste schon, wo der lag. Wahrscheinlich hatte ihn jemand bereits niedergetrampelt. Entschlossen drehte sich Lyna um, nahm den Dolch in die linke Hand und verpasste dem Kreischer mit der Rechten eine Faust, mitten ins verunstaltete Gesicht- die nachfolgende Verwirrung nutzte sie für einen Hieb mit dem Dolch, der seinen Weg in die linke Brust der Kreatur fand und sein Leben für immer beendete.



"Jule", schrie sie schlussendlich ihrer Freundin zu und rannte zu ihr. "Steht auf!"

#1359
Bellandyrs

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In der Stadt waren die Strassen wie leer gefegt. Die Bewohner FallRemnons hatten sich in ihren Häusern verschanzt, die Kamine angezündet, und hofften, dass die Brut nicht durch die Stadttore fallen würde. Lähmende Angst herrschte unter der Bevölkerung, auch wenn man nur Gerüchte hörte.

Der sintflutartige Regen spülte die Rinnsteine sauber, das war aber auch schon der einzige Vorteil.



Thjaldor konnte noch zwei Flaschen mit Schnaps ergattern, bevor der Laden schloß.

Draussen sah es aus als würde die Welt untergehen, die Regenwolken hingen tief am Himmel, die Vögel waren verstummt, die Bäume bogen sich im Sturm.



Noch einmal ertönten die Alarmglocken der Stadt, auch wenn der Wind die Lautstärke minderte. Nichts desto trotz stellten sich Thjaldor die Nackenhaare auf, es bedeutete, dass Nachschub gefordert wurde. Beim Stein, wieviele Soldaten des Königs waren bereits gefallen?



Kurz darauf mußte er vierzig schwer bewaffneten Warägern ausweichen, die die Straße entlang rannten, die Rüstungen schepperten unheilverkündend. Dicht gefolgt von zwanzig normalen Wachen, die mit Hellebarden, Speeren und Schwerten bewaffnet waren.



Als er bei Theoderich ankam, riß ihm der Sturm beinahe die Türe aus der Hand. Schnell zog er diese hinter sich zu, und sah seinen Cousin am Tisch wie ein Häufchen Elend sitzen.



"Hast Du gehört Thjaldor, hpps, die Glocken..." hickste Theoderich.



"Ja, es sind wohl nochmal an die sechzig Mann unterwegs. Ich hoffe dass diese Einheit das Blatt wenden wird."

Gerne hätte er seinen Cousin getröstet, ihm gesagt, er sollte sich nicht soviele Sorgen machen. Aber wie konnte er? Er selbst hatte Angst um sein Leben, dabei war er hier in der Stadt bisher noch relativ sicher. Er vertraute auf die Befestigungs-Anlagen und auf die bestens ausgebildeten Waräger. Nicht umsonst gehörten diese schließlich zur Elite-Garde, aber wenn diese nun eingriffen war wohl wirklich Not am Mann. Er konnte gut nachvollziehen, wie Theoderich sich fühlen mußte, wo er doch Bekannte da draussen hatte.



Leise ging er auf ihn zu und legte ihm seine Hand auf die Schulter.

"Verzweifel nicht, Theoderich, bete zum Stein, dass er Deiner Zwergin beisteht. Mehr kannst Du nicht tun. Glaube an sie."

Dann füllte er Theoderichs Glas und holte sich selber eines.



Theoderich blickte seinen Cousin an.

"Hpp, weißt Du, jetzt wo ich merke dass ich sie tatsächlich verlieren könnte, geht mir sovieles durch den Kopf. Hpps." Er leerte sein Glas und hielt es Thjaldor hin, um es aufzufüllen.

"Und ich denke Du hattest mit Deiner Vermutung Recht, ich glaube, ich liebe sie tatsächlich."

Beinahe ungläubig schüttelte er den Kopf. Liebe? Was war das eigentlich genau? Aber wenn er an Bellandrys dachte, zog sich sein Herz vor Kummer zusammen, und der Gedanke, dass sie vor den Toren der Stadt ihr Leben ließ, brachte ihn an den Rand der Verzweiflung.




#1360
Guest_Juleiila_*

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Jule hechelte immer noch und war gebückt auf den Knien im Schlamm. Die Schmerzen, das Pochen und Ziehen waren im Moment unerträglich. Sie biss die Zähne zusammen und kniff ihre Augen zu. Am liebsten hätte sie jetzt einen Schrei loslassen. Sie bekam nichts mehr mit, außer den Schrei eines Kreischers wie er in Angriff ging, und kurz darauf auch starb.



Dann hörte sie Lyna wie sie Jules Namen schrie. Jule blickte auf, und sah Lyna an. Sie war voller Schlamm, und so dreckig hatte sie sie noch nie gesehen. Hatte sie sich etwa mit dem Kreischer angelegt? Lyna war doch eine Bogenschützin? „Argh.“ stöhnte Jule. „Es … es geht schon.“ Hechelnd stand sie wieder auf. „Sagt mal seid ihr etwa gerade in den Nahkampf gegangen? Habt ihr den Kreischer erlegt.“ sagte Jule, aber man konnte es kaum verstehen. Dadurch das sie ihre Zähne zusammen biss, klang es so undeutlich. Langsam bückte sie sich, und hob ihre 2 Schwerter auf. Das eine Stecke sie in die Seite. Jule konnte wohl erst mal nur mit einem Kämpfen.

#1361
J.D.C

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Nach dem Jannis und Jule in die Reihen preschten lief Jule strack auf den Oger zu welcher unter ihren Angriffen leiden musste. Währenddessen gab Jannis ihr Rückendeckung hielt die Brut zusammen mit dem Trupp von dem Oger fern.

Eine gruppe Hurlocks näherte sich der Truppe. Schwer gepanzert mit Blut verschmiert und nach dem Tod lächzend rannten die Hurlocks auf Jannis zu. Er blieb einfach stehen auf seine Rüstung vertrauend und mit dem Schild schützend vor sich. Das Schild war sehr massiv mit Geschliffenen kanten welche ebenso tödlich wie sein Schwert waren.

Die Waräger gingen in Position ebenfalls wartend, sie standen nun gleich auf in einer Linie und die Hurlocks waren nur noch ein paar Meter entfernt. Als Jannis die Augen der Brut durch die Visiere ihrer Helme erblicken konnte rannte er los. Mit einem wuchtigen Schlag durch seinen Schild brachte er den ersten zu boden. Blitzschnell schwang er sein Schwert und durchstach die Kehle als der ungeschütze Hals zum vorschein kam. Das Zyrkulierend Blut schoss in einer Fontäne aus der Wunde und verschmutze Jannis rüstung.

Er nahm den fauligen Gestank ihre Blutes wahr und nur noch mehr angewiedert Stürzte er sich auf den nächsten gegner. Strake schläge von vorne praselten auf sein Schild nieder und er musst mit aller Kraft dagegen halten. "Diese Biester sind zäh und haben Kraft ohne ende, Doch dies wiegt ihre dummheit nicht auf" dachte er sich.

Nachdem er wieder einen Angriff parriert hatte schlug er zurück, mit einem schnellen direkten stich in den Bauch brachte er den großen Hurlock zum wanken, welcher sich aber schnell wieder fing. Der Hurlock griff erneut an, doch diesmal unterbrach Jannis seinen schlag indem er mit der Scharfen kante seines schildes den Unterarm der Bestie abtrennte. Dieser lies nur ein quietschendes Geräusch ab und blickt auf die zu boden fallende Armhälfte. Im selben Augenblick spiegelte sich der Tod in den Augen des Hurlocks, welcher noch sah und fühlte wie sich ein glänzendes Schwert in seinen Kopf bohrte. Mit einem tritt in den Bauch stieß Jannis die Kreatur von seiner Waffe ab.

Ein kurzes zittern drang wegen einer erschütterung durch seine Beine. Er sah sich schnell um, es war der Oger der durch Jule zu fall ging. Als er dies sah, wie sie auf dem Oger trohnte war er schlicht beeindruckt er würde ihr wohl nicht helfen müssen. Er trente sich mit den anderen Soldaten ab und versuchte die Flanken zu sichern.

Der kampf tobte erbittert weiter und es fehlte einfach an aktiver Führung hier auf dem Feld. Noch hinzu kamen die immer häufiger werdenden Magischen angriffe. Feuerbälle rauschten über die Schlacht und fügten den Vertiedigern schwere Schäden zu.

Jannis versuchte nur einen Keil zwischen die Brut zu treiben. Um das hauptfeld zu spalten und somit die Brut unkoordiniert zu machen. Er hatte noch immer ein paar Waräger hinter sich welche ihm folgten. Sie liefen gestaffelt duch den Pulk an Brut und versuchten zu linken Flanke vorzudringen. Hier mitten drin waren nicht nur die einfachen Brut abkömmlinge, Kreischer traten aus den Schatten die Elite der Brut formierte sich hier.

Früher oder Später würde man sich diesen besonders zähen Hurlocks und Genlocks stellen müssen.

Jannis wechselte seine eher defensive in eine nun vom Kampfrausch getrieben offensive haltung. Er packte seinen Schild auf seinen Rücken und schnappte sich ein Schwert einer Leiche. Er pickte sich einen Genlock aus der masse heraus und rammte ihm sein die schwerter in den Rücken, welche er bis zum genick nach oben zog. Der Genlock zappelte wild umher als Jannis ihn an den Klingen hoch hielt. Schlagartig zog er sie wieder heraus und der Genlock fiel zu boden.

Dann hörte er schreie hinter sich. Ein Massiver Hurlock hatte sich aus der Gruppe gelöst und Mähte nun die Waräger mit einer riesigen Axt nieder. Ihre Schilder zersplitterten unter der Kraft dieser Schläge. Einer nach dem anderen ging zu Boden noch ehe Jannis den Hurlock erreichte. Das blut auf dem Schlachtfeld sorgte für eine unangenehmen Morast überall. Als Jannis auf den Hurlock zulief patzte er und rutschte aus, er kam genau vor dem Hurlock zum stehen. Dieser blickt auf Jannis hinab und holte sofort Schwung mit der Axt, welche auch sofort wie ein Henkersbeil hinabging. Sie durchdrang den stabilen Stahl der Rüstung und kam auf halben wege zum erliegen. Die Platte durchtrennt und mit Blut versehen offenbarte nun das Kettenhemd welches die Klinge stoppte.

Dennoch hatte der Schlag einer verherende wirkung, ein paar rippen mussten zumindest angebrochen sein und der Schock saß tief im Mark von Jannis. Kurzzeitig regungslos lag er am Boden und musste es verarbeiten. Der Hurlock veruschte die Chance zu nutzen doch als er zum nächsten Schlag ausholte purzelte sein Kopf zwischen Jannis Beine.

Ein paar der Waräger hatte sich aufgerappelt und wollten nun weiterkämpfen. Sie halfen Jannis kurz hoch welcher sich dann sammelte. Seine Augen glühten nun mehr denn je. In Rage versetzt rannte er wahllos in die Brut hinein in einem Bersekergang aus Blutrache und Mordgelüsterner wollust schmetterte er Genlocks und Hurlocks gleichermaßen nieder. Die Waräger kamen kaum nach und blieben irgendwann zurück.

Den plan vergessen und auf sich allein gestellt rannte er in die Brut, wo er nun von allen Seiten attackiert wurde. Pfeile zischten um ihn herum und er war nun um einiges näher an den Gesandten der Brut. Was aber sollte ihm das nützen wenn keiner der Verbündeten in der nähe war. Von Gegnern umringt musste er wieder auf sein Schild zurückgreifen. Gleich fünf angreifer sollte er sich nun stellen. Der erste fiel noch bevor er Jannis erreichte, dank eines Pfeils der sich hierher verirrt hatte. Einen nächsten konnte er mit einem rückwärtigen ausfallschriit ausmanövrieren und packte diesen als er an Jannis vorbeistürzte. Er warf den gegner zu boden und trat auf seinen Kopf, mit einem kräftigen schlag seines Schildes entzweiter er den Körper.

Der nächste näherte sich sich von rechts und die beiden anderen von links. Ein schwert traf von rechts auf Jannis Panzer und zerbarst in tausend kleine Teile, während links zwei Genlocks mit dolchen Angriff für Angriff konterten und Jannis weiter zurück drängten. In einer Schweren rüstung ist es schwer agilen und schnellen Schlägen bei zu kommen. Mit einem Kräftigen Ruck befreite er sich nun und warf sein Schwert in die Brust von einem der Genlocks. Den anderen rang er nieder und schlug solange auf den kopf der bestie ein bis dieser völlig deformiert war. Bleib nurnoch der Hurlock dessen Waffe zerstört war. Jannis zog sein schwert aus der Leiche und stürmte auf den Hurlock zu welcher sich eine neue Waffe geholt hatte.

Jannis blickte an dem Hurlock verbei und konnte eine Lücke entdecken welche ihm den Aufschluss zu den anderen ermöglichen konnte. Seine schritte wurden immer schneller und er preschte auf den Hurlock zu. Er nahm seinen Schild und schleuderte ihn auf den Hurlock, welcher danach zusammenbrach. Den Schild brauchte er ohnehin nicht mehr, er würde sich einen neuen Schmieden.

Sein weg war frei und er konnte du die Lücke tatsächlich wieder zu den anderen, welche alle schon an ihren grenzen waren. Viel Zeit war vergagngen seitem er die anderen zuletzt in der Schlacht sehen konnte, doch nur hatte er wieder Jula vor Augen, welche scheinbar verletzt war. Bei ihr war eine andere Elfe. Lyna war ihr Name glaubte Jannis noch zu wissen.

Außer Atem lief er zu den beiden und fragte, "geht es euch gut?", die beiden waren über und über mit Blut und Schlam besudelt. Jannis lies sich dann kurz auf die Knie fallen und holte erstmal Luft.

Langsam machte sich die erschöpfung breit und die Rüstung wurde unerträglich schwer. Seine Kehle war trocken ein Schluck wasser könnte bei sowas Wunder wirken doch alles Wasser war mit dem Blut der Brut durchtränkt.

Modifié par J.D.C, 21 avril 2010 - 08:44 .


#1362
Bellandyrs

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Jule hatte Bellas Willen wieder angestachelt. Ihr Körper gab einen erneuten Adrenalinschub von sich, der Bellas letzte Kräfte mobilisierte. Immer wieder rutschte sie auf dem Untergrund aus der vom Regen aufgeweicht war. Herumliegende Innereien, abgetrennte Körperteile und Blutlachen vereinfachten das Vorankommen nicht gerade.

Trotzdem trafen ihre Klingen mit tödlicher Sicherheit. Ihr Gehirn nahm kaum noch etwas wahr, sie war wieder voll auf den Kampf konzentriert, aber die Müdigkeit konnte sie langsam nicht mehr leugnen. Inzwischen hatten auch Kreischer ihren Platz auf dem Schlachtfeld gefunden. Bella haßte diese Viecher, da sie meistens von oben angriffen, und so erst spät zu sehen waren. Auf ihrer Wange hatte sich schon der eine oder andere Kratzer eingefunden, die sie sich holte, als sie den Biestern noch kurzfristig ausweichen konnte.

Bella griff noch einmal in ihre kleine Tasche, holte die letzte Phiole mit Flächen-Säure hervor. Sie holte aus und warf es inmitten einer kleiner Horde Genlocks. Das Glas zerborst an einem Schild, die Säure spritzte auf alle Seiten. Die getroffenen Feinde ließen teilweise ihre Waffen fallen und hielten sich mit der Hand die sich zersetzenden Körperteile. Bella lief auf die schutzlosen zu, tötete einen nach dem anderen in rasender Geschwindigkeit. Die scharfen Klingen arbeiteten sich durch Leder, Fleisch und Gliedmaßen wie durch weiche Butter.
Als die nächsten Gegner gefallen waren, tauchte ein unbewaffneter Hurlock neben ihr auf, der ihr einen Faustschlag ins Gesicht verpaßte. Sie konnte sich zwar noch ein wenig zur Seite wegducken und so der vollen Wucht entgehen, aber er traf sie am äußersten Winkel ihrer Augenbraue. Schnell schwenkte ihr rechter Arm nach aussen, einen Halbkreis beschreibend, und die Klinge traf die Leiste des Monsters. Mit dem Dolch in der linken Hand stieß sie zu und zog diesen nach oben durch. Dann vollführte sie eine Drehung nach rechts, löste so ihre Waffe aus dem Gegner, lief hinter ihn und trat ihm in die Kniekehlen. Blicklos fiel der Hurlock zu Boden. Sollte er noch nicht tot sein, würde er binnen kürzester Zeit seinen Wunden erliegen.

Bella merkte, wie sich eine Beule bildete. Es pochte über ihrem Auge, das Lid schwoll an und ein paar Bluttropfen fielen zu Boden. Sie wollte die Augen vor Wut zusammenkneifen, aber der Schmerz der sie dabei durchfuhr, ließ sie von dem Vorhaben abkommen. Ihr Blickfeld war nun auf der rechten Seite eingeschränkt, außerdem fühlte sich ihre Backe taub an. Vorsichtig fuhr sie mit der Zunge über die Backenzähne, die sassen aber zum Glück noch so fest wie zuvor auch in ihrem Gebiss.

Von normaler Brut war kaum noch etwas zu sehen, die Reihen der Gegner hatten sich gelichtet, die paar Hurlocks und Genlocks versuchten selber, ihren Hintern zu retten und liefen völlig unkoordiniert herum, was den Gefährten und den Soldaten zum Vorteil gereichte. Inzwischen konnte Bella auch Jule dank ihrer Größe sehen. Sie lächelte erleichtert auf. Aber wo waren die anderen?

Sie bahnte sich einen Weg durch und erreichte die Elfin nach kurzer Zeit. Aber wie schmerzverzerrt ihr Gesichtsausdruck war!

"Beim Erbauer Jule! Was ist los?"
Erst jetzt erblickte sie Jannis, der am Boden kniete, wohl auch mit seinen Kräften am Ende. Auch Lyna machte einen geschafften Eindruck.
"Lyna, Jule, Jannis... Ihr glaubt gar nicht wie froh ich bin Euch alle lebendig zu sehen!"

Sie fiel Lyna um den Hals ohne darauf zu achten, dass diese genauso dreckig war wie sie selber, half Jannis wieder auf und blickte letztlich Jule besorgt an.
"Ihr solltet zurückkehren in die Stadt, und einen Heiler aufsuchen, Ihr seht ziemlich bleich aus!"

Die Brut zog sich in dem Moment ein wenig zurück, sammelten sich um die Abgesandten. Bella war dies nur Recht, so konnte sie einen Moment verschnaufen.

"Wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben. Es muß uns nur noch etwas einfallen, wie wir diese verdammten Magier erledigen können. Hört doch, die Alarmglocken der Stadt! Wir kriegen Verstärkung!"
Die bald eintreffenden Soldaten stimmten Bella zuversichtlich, schließlich waren diese noch nicht vom Kampf ermüdet. Vielleicht würde der Zuwachs an Kämpfern den Sieg wieder in greifbare Nähe rücken.

Modifié par Bellandyrs, 22 avril 2010 - 06:11 .


#1363
Guest_Juleiila_*

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Mit Mühe rappelte sich Jule wieder auf. Auch Jannis und Bella waren inzwischen bei Jule und Lyna. Jule merkte wie ihr Blut vom Oberkörper bis zu den Beinen runter lief. Aber wie … sie hatte doch nur innere Verletzungen? Das verhieß nichts gutes. Sie blickte zu Bella, und nuschelte wieder. „Was … ? Nein Bella!! Das könnt … ihr mal ganz vergessen. Mein Platz ist hier und nicht hinter den Mauern.“ stöhnte Jule.


Die Schmerzen überwogen, und sie griff sich den Dolch den Lyna bei sich hatte. Dann zog sie den linken Handschuh aus, und rammte sich den Dolch in die Handfläche. Sie wollte einfach die Schmerzen von ihrem Brustkorb ablenken. Was auch gut funktionierte.


Kurz kniff sie ihre Augen zusammen, atmete tief durch was ihr sehr schwer fiel, dadurch das sie kaum Luft bekam und sagte. „Wisst ihr was wir machen um die Magier zu erledigen?“ und sie blickte erwartungsvoll in die Runde. „Jannis und Ich laufen nebeneinander vor. Hinter mir läuft Lyna, weil sie ebenfalls groß ist, und hinter Jannis läuft Bella. Neben und hinter Bella & Lyna laufen ein paar Waräger.“ Jule atmete kurz hastig ein. „Wir stürmen direkt auf die Gruppe zu, so das sie euch hinter uns nicht sehen. Jannis und ich erledigen die Hurlocks und Genlocks um die Magier herum. Dann werden wir bestimmt gestunnt. Aber das ist gut so. Denn euch Lyna und Bella, werden sie nicht sehen, wenn Ihr richtig hinter uns läuft, und somit könnt ihr die Magier ausschalten. Jannis, Ich und die Waräger werden sozusagen … euer Schild sein. Wir beide sind nämlich die einzigen mit schwerer Plattenrüstung.“ sagte Jule und fügte noch hinzu. "Das alles in einer Keilformation."


Dann blickte sie auf das Schlachtfeld. Sie sah die Gruppe, die um die Magier standen. Aber so war es die beste Möglichkeit, sie zu erledigen. Jule schnaufte und stütze sich wieder mit den Händen auf ihren angewinkelten Knien ab.

Modifié par Juleiila, 22 avril 2010 - 10:41 .


#1364
Bellandyrs

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Bella hörte Jules Ausführung zu. Es könnte klappen, da hatte Jule Recht. Aber nur dann, wenn diese nicht vorher zusammenbrach, und so wie Jule im Moment aussah, zweifelte Bella innerlich, ob die Freundin das packen würde.

Die kleine Pause tat gut. Die anderen Soldaten bildeten auch wieder kleinere Einheiten, und soweit Bella beurteilen konnte waren es doch noch relativ viele, auch wenn so ziemlich alle davon mit irgnedeiner kleineren Blessur auf dem Feld standen.

Schwere Schritte waren auf dem Pflaster hinter den Toren der Stadt zu hören, die Waräger würden bald hier sein.

"Hat jemand eigentlich Allie gesehen? Ich hoffe nur, sie lebt und ist wohlauf," fragte Bella die Gefährten. "Achja, und laßt mich hernach nicht vergessen, dass ich mir mein Langschwert wieder hole, ich hoffe es steckt noch in der Leiche."

Sie wandte sich wieder an Jule. "Der Plan hört sich in der Tat gut an. Ich habe noch ein wenig vom Unterbrechungsgift hier, was die Magier auf jeden Fall schwächen müßte, selbst wenn wir sie nicht tödlich treffen. Die Frage ist nur, ob wir nicht lieber noch ein paar Bogenschützen hinterher laufen lassen. Ich weiß nicht, ob Lyna dem Nahkampf in der Masse gewachsen ist? Wahrscheinlich wäre sie effektiver, könnte sie aus den hinteren Reihen ihre Pfeile abschießen.
Zudem muß ich links laufen, mein rechtes Sichtfeld ist ein wenig eingeschränkt." Bella versuchte ein Lächeln, was recht schief ausfiel, ihr Auge schwoll nämlich immer mehr zu.

Die Waräger schritten auf sie zu. Anscheinend hatten sie den Befehl erhalten, sich an Avalos beziehungsweise dessen Gefährten zu halten.
Bella blickte ihnen mit gespannter Haltung entgegen, und etwas Zuversicht breitete sich vorsichtig in ihr aus. Außerdem dachte sie an ihre Leibgarde, die wohl weiter hinten im Schlachtfeld ihren Mann standen, oder dort gefallen waren. Aber sie hoffte, dass diese auch noch lebten.

Modifié par Bellandyrs, 23 avril 2010 - 06:22 .


#1365
govi1

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Lyna blickte mit Entsetzen auf Jule, die sich mit dem Dolch in die Hand schnitt- doch rings um sie tobte weiterhin der Kampf, die Magier der Dunklen Brut schossen weiterhin ihre tödlichen Zauber auf die Stadt und warteten darauf, vernichtet zu werden. Einige Meter von sich sah sie einen Bogen im Schlamm liegen- eindeutig die Waffenkunst der Dunklen Brut, mit dunklen Runen verziert und einer beunruhigenden Aura. Lyna hob ihn auf.



Er war ein bisschen leichter als ihr alter Bogen, zudem an einigen Stellen in Mitleidenschaft gezogen und verkratzt. Aber er konnte durchaus noch Pfeile abschiessen, mit zufriedenstellender Wucht. Sogar die Sehne war unversehrt. Sie wandte sich an Jule, Bella und Jannis. "Ich glaube in der Tat, dass ich mit dem Bogen eine grössere Hilfe bin als mit einer Nahkampfwaffe."



Also würde ihre Position hinter der Gruppe liegen. "Um eure Ohren müsst ihr euch schon nicht sorgen- ich werde sie nicht treffen, sondern nur die Dunkle Brut." Diese Zielgenauigkeit konnte man ihr problemlos zutrauen.



Die neu hinzugekommenen Waräger schlossen sich ihnen wortlos an und nahmen den Plan zur Kenntnis. "Jule", räusperte sich Lyna, "überanstrengt Euch nicht. Tot seid Ihr niemandem eine Hilfe." Vor ihrem geistigen Auge hatte sie das Bild ihrer Freundin, wie sie erschöpft auf dem Grund gesunken war, beinahe das Opfer eines Kreischers.

#1366
Guest_Juleiila_*

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Ein spottendes Lachen überkam Jule. Alle wollten sie anscheinend los werden, und vom Schlachtfeld räumen. Und das sah Jule überhaupt nicht ein. In Ihren Augen war sie noch immer Kampffähig, solange sie nicht regungslos auf dem Boden lag. Mit schmerzverzerrter Miene aber noch immer am Lachen blickte sie zu Lyna.



„Überanstrengen?? Haha! Lyna – Kennt Ihr mich mittlerweile immer noch nicht? Ich höre erst auf wenn ich am Boden liege.“ sagte Jule und war dabei immer noch auf den Knien abgestützt.

#1367
govi1

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"Dann schaufelt Ihr Euch Euer eigenes Grab, Jule", verdrehte sie die Augen. Lyna wusste, dass Jule einen sturen Dickschädel besass- in der Hitze des Gefechts wurde dieser anscheinend noch härter. Lyna warf ihr einen besorgten Blick zu- ihre Rüstung zeigte einige Beulen und Schrammen auf, aber ansonsten schien sie ihren Körper gut beschützt zu haben. Jedenfalls konnte sie keine körperlichen Verletzungen ausmachen.



"Wir sollten schnell handeln, ehe die Jünger merken, welchen Plan wir ausgeheckt haben", trieb sie die Gruppe zur Eile an. Ein Wunder, dass sich bisher noch niemand auf sie gestürzt hatte. Auch die Waräger wurden langsam unruhig- man hatte sie auf einen Kampf vorbereitet, nicht auf ein Kaffeekränzchen. Es waren junge Männer, die sich beweisen und Mut zeigen wollten.



Lyna schloss die Gruppe nach hinten ab und nahm den Bogen fest die Hände, einen Pfeil griffbereit haltend. Die Brut würde den Tag verfluchen, an dem sie an die Oberfläche getreten war.

#1368
Bellandyrs

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Bella hatte ein mulmiges Gefühl. Trotz der Waräger, die sie flankieren würden, war sie im Prinzip allein verantwortlich, die Magier auszuschalten, zusammen mit Lyna, die mit ihren Pfeilen helfen konnte. War das nicht zuwenig? Wie sehr wünschte sie sich, dass Allie oder Avalos ihre rechte Hand sein könnten, da sie mittlerweile wirklich kaum noch etwas auf dieser Seite sehen konnte. Ein Feind konnte sich jederzeit von rechts an sie nähern, sie würde ihn nicht aus dem Blickwinkel ausmachen können.

Die Soldaten waren letztlich als Schild vorgesehen, die den Lähmungszauber abfangen sollten. Und würde Lyna als einziger Bogenschütze reichen?



Bella hatte gute Lust, einen Waräger damit zu beauftragen, die letzten Fernkämpfer von der Stadtmauer zu holen, aber die hatten wahrscheinlich genug damit zu tun, verstreute Gegner auf Distanz zu halten.



Außerdem war sie wohl nicht die einzige, die befürchtete, Jule könnte noch hier auf der Stelle zusammenklappen. Sie hoffte nur, dass die Rippen sich nicht verschoben hatten, nachdem die Freundin aussah als würde sie kaum Luft kriegen und anscheinend höllische Schmerzen ausstand. Schweißperlen standen der Elfin auf der Stirn.



Bella seufzte. Eigentlich war sie so müde, dass sie hier auf der Stelle hätte schlafen können. Hoffentlich konnten sie mit diesem Angriff die Gegner hier endgültig ausschalten. Wäre der Kampf erst vorüber, mußte sie nur noch irgendwie ins Schloß zurückkommen. Ob sie ihre Beine noch bis dahin tragen würden, konnte sie sich nicht vorstellen. Das Bild von einem schönen warmen Bad, etwas zu essen und einem kuscheligen Bett schob sich kurz in ihre Gedanken, aber sie verscheuchte es. Außerdem wüßte sie nicht, was sie davon als erstes tun wollte.



Sie seufzte nochmal auf, hielt ihre Gifte griffbereit. Es wäre in sekundenschnelle aufgetragen, aber sie wollte das kostbare Toxikum nicht verschwenden.

#1369
Guest_Juleiila_*

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Jule grinste. „Lyna, das ist mir herzlichst egal, ob ich mir mein eigenes Grab schaufle. Aber danke für die Rettung in letzter Sekunde.“ und sie zwinkerte der Freundin trotz allem zu. Hätte der Kreischer Jule umgebracht, wäre es Ihr egal gewesen. Schließlich hätte sie danach ja nichts mehr mitbekommen.



Aber Jule entgingen Bellas blicke nicht. Und sie merkte, das Bella nicht daran glaubte, das es Jule schaffen würde. Dabei viel Ihr auch das Auge von Bella auf. Es schwoll auf, war grün blau gezeichnet, und man konnte einen Riss erkennen. „Sagt mal, Bella. Habt ihr eins auf die Rübe bekommen?“ fragte Jule, und fügte hinzu. „Ihr müsst besser auf euer Gesicht aufpassen. Wäre doch zu schade, wenn eines wie Euer mit Narben versehrt wäre.“ meinte sie grübelnd. Dann richtete sie sich wieder nach vorne, und machte sich bereit.

#1370
Bellandyrs

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"Ja, Jule, ein Hurlock meinte er könnte meinen Kopf als Box-Sack missbrauchen. Ich bin ja nur froh dass ich meine Zähne noch alle habe", meinte Bella, ein Lächeln andeutend. Die Schmerzen in ihrer Gesichtshälfte nahmen zu, sie hatte das Gefühl als würde alles Blut in die Wange runtersacken und deswegen so anschwellen. Und im Augenwinkel pochte es noch immer.



"Macht Euch keine Sorgen um Narben, ein Veilchen gibt keine. Nur so ganz salonfähig werde ich die nächste Zeit vielleicht nicht mehr sein. Da mache ich mir um Euch mehr Sorgen, und ich hoffe nur, Ihr sucht nach dem Kampf sofort einen Heiler auf! Dennoch ... wenn ich mich hier so umsehe, können wir von Glück reden dass wir noch stehen und alle Gliedmaßen an uns haben."



Sie nickte der Freundin noch einmal aufmunternd zu und präparierte ihre Dolche mit dem Gift. Hernach brauchte sie die Waffen sofort in ihren Händen, da war jede Sekunde wertvoll.

#1371
Guest_Avalin_*

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Sorry dass ich Euch stör. Echt genial was Ihr da schreibt. Lese jeden Tag rein. Kompliment!

#1372
Guest_Juleiila_*

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Avalin wrote...

Sorry dass ich Euch stör. Echt genial was Ihr da schreibt. Lese jeden Tag rein. Kompliment!


Dankeschön :) *mich verneige*

#1373
Bellandyrs

Bellandyrs
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ooc: vielen Dank Avalin :) hört man gern dass es auch tatsächlich gelesen wird :)

#1374
Kaysallie

Kaysallie
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ooc: hört mal auf zu schreiben... xD ... ne spaß mein post wird eh nix mit eurer formation zu tun haben! ;)

und danke @ avalin =)

joine http://fantasyrp.for...fi.de/index.php , falls du auch mal interesse am schreiben hast, evtl an einer neuen rp geschichte, die wir dann in dem forum schreiben bzw. falls du diese dann lesen willst, auch wenn sie nichts mit da:o zu tun haben könnte

#1375
Kaysallie

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Sie erreichte die Stadtmauern und drehte sich um. Sie sah wie die dunkle Brut auf die Stadt stürmte und wartete darauf, dass die Nahkämpfer auf sie herfallen würden. Sie wollte nicht unbedingt die erste sein auf die die Brut zulief. Als es dann so weit war, stürmte auch Allie mitten ins Gefecht. Sie war froh darüber, dass es Regen gab, denn dadurch war der Himmel stark bewölkt und die Sonne konnte keine weiteren ihrer stechenden Strahlen auf die Erde werfen. Ohne den Verband um die Augen war es durchaus besser zu kämpfen, auch wenn sie alles nur sehr verschwommen wahr nahm. Sie hatte den Nahkampf nie direkt gelernt, doch durch den Fluch den ihr der Kultist verabreichte, konnte sie eigenartigerweise durch ihre Wut und durch ihren Hass ein Gespür entwickeln, welches sie nie zuvor kannte.

Als sie auf den ersten Genlock zulief, umklammerte sie ihre beiden Dolche fest. Sie musste noch einmal an vorhin denken, als sie mit dem Abgesandten sprach. Er ging in Flammen auf, verbrannte von innen heraus als der Dolch in das Fleisch eindrang und zerfiel zu Staub als sie ihn hinauszog. Ihr machte ihre Unkontrollierbare Magie etwas Angst. Sie wusste, wie gefährlich sie sein konnte und das genau aus diesem Grund, magiebegabte in den Zirkel der Magi gebracht werden. Sie wollte den Gedanken verdrängen doch dann spürte sie wie ihre beiden Dolche heißer wurden. Ihr Schritt verlangsamte sich und sie blickte zu ihren Dolchen, welche leicht glühten. Sie ignorierte den brennenden Schmerz den sie verursachten, denn der Genlock stand bereits fast vor ihr. Sie rammte ihm die Dolche in den Bauch und er gab einen Kreischenden Laut von sich. Es floss kein Blut, denn das Glühen der Dolche verursachte nur eine starke Brandwunde. Mit aufgerissenen Augen fiel er zu Boden, als sie die Dolche wieder herauszog. Sie nahm schnell den Hallaverband und schnitt ihn mit einem der Dolche in zwei Hälften. Sie wickelte sich diesen um ihre Hände, da sie keine Handschuhe trug. Sie wusste zwar, dass der Verband nicht ewig halten würde, doch es war immerhin eine vorübergehende Lösung.

Als sie wieder aufblickte, sah sie wie der Oger bereits gefallen war, welcher gerade noch mit wildem Kriegsgeschrei umherlief. Ihr zweiter Blick viel über das Schlachtfeld hinweg, an den Horizont wo noch immer der Kultist, mit verschränktem Armen und einem zufriedenen siegessicheren Lächeln, umringt von ein paar Abgesandten, stand. Dann viel der Regen noch stärker ein und das Schlachtfeld wurde immer mehr zu einer Blut- und schlammverschmierten riesigen Pfütze. Einige der Waräger und Brut rutschen aus und besiegelten damit ihr Schicksal. Rauch stieg von Allies Dolchen empor, als die Tropfen auf diesen aufprallten.

Allie kämpfte sich weiter durch die Masse. Die Genlocks waren keine großartigen Gegner und sie hatte mit einem Auge immer den Kultisten im Auge. Er war ihr Ziel. Sie wusste, dass sich die anderen um die Hurlocks und Abgesandten kümmern würden, da diese eindeutig den Kampf zu ihren Gunsten kontrollierten. Sie versuchte sich einen Weg durch das Chaos zu schlagen und drang immer weiter nach hinten vor, wo sie immer weniger Deckung von den anderen Kämpfern bekam. Allie wusste nicht wieso es ihr so viel bedeutete zu diesem Kultisten zu gelangen, doch sie musste es einfach tun. Es war ihr einerlei ob sie alleine und chancenlos vor ihm stehen würde, sie hatte einfach den drang danach, denjenigen zu töten, der ihr den Fluch verabreichte, der sie zu dem machte, was sie immer verhasst hatte. Je weiter sie nach hinten vordrang, desto öfter wurde sie von den Seiten mit Dolchen an den Armen getroffen. Das Blut wurde sofort durch den Regen verdünnt und lief nach unten hinab. Dann spürte sie die Magie. Sie drehte sich um und sah wie die Gesandten Schneestürme auf die Armee zauberten. Sie warf einen Blick auf den Zauber und war für einen Moment erstarrt. Neid kam in ihr empor und wurde sofort in Wut kompensiert. Ihre Dolche glühten nichtmehr und waren nun stattdessen eiskalt. Sie drehte sich schwungartig um und schlug dem ersten der vor ihr stand den Kopf ab. Wieder mit neuem Hass geladen schlug sie sich weiter durch die Brut. Ihre wunderschöne neue schwarze Drachenlederrüstung war bereits komplett durchnässt und voller Schlamm und Blut. Der Gestank des Todes verbreitete sich und stieg ihr in die Nase. Sie nahm den Geruch so stark wahr und es viel ihr sehr schwer den Geruch zu verdrängen, doch der ständige Kampf war immerhin eine Ablenkung. Dann endlich schaffte sie es. Sie war am Ende angelangt und hörte die Glocken läuten, welche wohl das Zeichen für Verstärkung waren. Die letzte dunkle Brut, die noch in den hintersten Reihen stand eilte nach vorne um den anderen ihrer Art zu helfen.

Allie lief einige Meter weiter und entfernte sich vom Schlachtfeld. Dann verlangsamte sie ihren Schritt und blickte dabei auf den Kultisten. Sein Grinsen war verschwunden, als er die Glocken hörte, doch sein Blick viel auf Allie welche auf ihn zu ging. Er rührte sich jedoch nicht. Sie blieb einige Meter vor ihm stehen und es herrschte erstmals Schweigen. Dann ergriff Allie das Wort:

„Sieht so aus, als ob ihr Euch überschätzt habt.“

Sie blickte über ihre Schulter nach hinten wo die Schlacht weiterhin tobte.

Er begann zu lachen, und wie Papageien begannen auch seine Leibwächter zu lachen. Nach ein paar Sekunden verstummten sie wieder.

„Und ich dachte schon, Ihr seid endlich zur Vernunft gekommen und verbündet Euch mit uns. Doch scheinbar seid Ihr Lebensmüder als ich jemals für möglich hielt.“

Sie näherte sich zwei Schritte.

„Dies hier wird Euer letzter Lacher gewesen sein! Gebt mir meinen Verstand zurück und nehmt diesen Fluch von mir!“

Drohend zeigte sie mit dem Dolch in ihrer Rechten auf ihn.

„Hahahaha!“

Er begann erneut zu lachen.

„Wieso sollte ich das tun, dann könnte ich Euch doch nichtmehr kontrollieren.“

Ein fragender Blick erschien in Allies Gesicht.

Er hob den rechten Arm und öffnete die Hand. Allie versetzte es einen schmerzhaften Schlag im Kopf und sie ließ ihre Dolche fallen und viel auf die Knie.

Er lachte weiter.

„Ihr seid machtlos gegen mich! Seht es doch endlich ein.“

Sie fasste sich stöhnend mit den Händen an den Kopf und runzelte die Stirn. Die Schmerzen waren unerträglich.

Dann senkte er den Arm wieder. Allie schnaufte und blickte ihn an. Sie griff wieder zu ihren Dolchen und stand mit schwerem Atem auf. Es schüttelte sie am ganzen Körper und die Wut konnte fast nichtmehr weiter ansteigen. Blitze und Kälte strömten gleichzeitig aus ihrer Faust. Der Kultist blickte auf Allies Hände. Dann lief sie auf ihn zu, ohne über das Risiko nachzudenken. Kurz bevor sie nur noch knapp vor ihm stand schleuderte sie die Dolche direkt auf seine Leibwachen. Zwei wurden getroffen, direkt in den Kopf und vielen sofort tot um. Im selben Moment hob er wieder den Arm und Allie viel erneut auf die Knie.

„Hahaha! Und was ist Euer nächster Plan?“

Mit der linken Hand deutete er die restlichen Abgestanden die ihn umringten. Sie liefen auf das Schlachtfeld zu und Allie blieb alleine mit dem Kultisten und den beiden Leichen am Horizont zurück.

„Wenn Ihr es nur für fairer haltet.“

Er senkte die Hand wieder und ging einige Schritte auf und ab. Allie viel zu Boden und war völlig entkräftet. Es schien fast so als hätte er ihr ihre gesamte Kraft entzogen.

Sie versuchte sich aufzurichten und blickte ihn dabei wütend an.

„Wieso spielt Ihr mit mir? Wieso tötet Ihr mich nicht einfach!“

„Weil Ihr mir lebend hilfreicher seid. Und nun muss ich nur noch darauf warten, dass Eure beiden Wächterfreunde ebenfalls hierher kommen und meine Falle schnappt zu. Wobei ich sagen muss, dass Eure Gier nach Rache es mir etwas vereinfacht hat. Nun ist es gewiss, dass sie früher oder später hier auftauchen.“

Er blieb stehen und blickte sie an.

„Und dann habe ich genügend Wächterblut für eine neue Armee, mit der wir die Oberfläche an uns reißen können!“

Allie hatte es inzwischen geschafft sich, auf die hier noch bestehende nasse Wiese, zu knien.

„Das werde ich nicht zulassen.“

Sie nahm all ihre übrige Kraft, sprang auf und lief zu den Leichen und ihre Dolche zurück zu bekommen. Er hob gerade die Hand, doch dann versetzte es ihm einen Schlag in der Hand und er zog sie zurück. Es war fast so als ob sein Kontrollzauber abprallte, wie an einem Schild. Dann lief sie auf ihn zu. Sie wollte zustechen doch er wich aus und sie erwischte ihn nur am linken Oberarm und versetzte ihm einen schlimmen Kältebrand. Er hob erneut den rechten Arm und Allie viel zu Boden.

„Eure Magie ist stark in Euch, doch ohne Kontrolle darüber, ist es reines Glück, wann sie Euch beschütz oder im Kampfe mehr Kraft verleiht.“

Er begann wieder zu lachen.

„Mein Plan wird aufgehen!“