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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#1376
Bellandyrs

Bellandyrs
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Das wars dann wohl mit der Pause, sämtliche Gegner die sich um den Kultisten versammelt hatten, stürmten beziehungsweise schlitterten auf sie zu. Die Soldaten des Königs die sich auch wieder neu formiert hatten, hoben die Waffen und liefen der Brut entgegen. Schon wurde der Morast vor den Verbündeten teilweise in Eisflächen verwandelt, welches der Brut ermöglichte, wieder näher an die Stadtmauern zu kommen. Der Zauber hielt jedoch nicht lange, und schnell hörte man das metallische Kratzen der Klingen, wenn sie aufeinander trafen.

"Beim Erbauer, diesesmal sind die Abgesandten dabei, die mobilisieren nun wirklich alle zur Verfügung stehenden Ausgeburten!" rief Bella. "Auch wenn diese nun nicht mehr so schön beieinander stehen ... laßt uns an Jules Plan festhalten, aber den Keil besser auseinanderziehen!"

Bellas Gruppe formierte sich zu einem flachen Dreieck, Jule nickte Jannis zu, und die beiden stürmten los.
"Für Allie! Für die grauen Wächter! Für die Freiheit!"

In den Augen der jungen Männer spiegelte sich Entsetzen, aber auch Entschlossenheit, als diese mit Jule liefen.
Bella lief in der dritten Reihe, durch die neue Formation hatte sie noch einige andere Soldaten neben sich, und sie hoffte, dass die Lähmungszauber von der ersten Reihe abgefangen wurde. Jedenfalls wäre dies nun der letzte Angriff, der den Ausgang des Kampfes besiegeln würde. Etwas mulmig war ihr dennoch zumute, aber ihr Körper stieß während des Laufens soviel Adrenalin aus, dass die Angst nicht überhand nehmen konnte.

Schon prallten sie auf die ersten normalen Genlocks und Hurlocks, die gnadenlos von den Warägern und ihren beiden Gefährten abgeschlachtet wurden. Die Brut konnte gar nicht so schnell ausholen wie deren Köpfe rollten. Die folgenden Kämpfer sprangen über die Leichen, kurze Zeit später erfüllte sich Jules Prophezeihung.

Die komplette erste Reihe stand im Laufen verharrt. Bella schrie ihrer Reihe zu:

"Durch sie durch, metzelt diese verdammte Brut ab!"

Sie duckte sich ein wenig, schlüpfte zwischen der Lücke neben Jannis durch, und rammte dem ersten Abgesandten ihren Dolch in den Magen. Das Gift wirkte sofort, die Worte die der Magier sprach, erstummten. Bella hielt sich nicht damit auf, diesen zu töten, dafür waren die anderen Soldaten schließlich da. Sie mußte zusehen, soviele von den Zauberern zu unterbrechen und zu verletzten, damit diese ihre Künste nicht mehr nutzen konnten. Neben ihr flog ein Pfeil vorbei, der sein Ziel in der Mitte des Brustkastens des Gegners fand. Bevor dieser mit beiden Händen an den Pfeilschaft faßte um ihn sich herauszuziehen, schlitzte Bella der Länge nach über seine Handgelenke, eine Blutfontäne war die Folge. Sie hatte beide Schlagadern getroffen.

Noch immer hielt der Lähmungszauber an, die Magier konnten diesen nicht so schnell abbrechen, als sie sahen, was auf sie zukam. Bella mußte sich beeilen, bevor die Abgesandten weitere Zauber sprechen konnten die sie hinterher treffen konnten. Aber auch die Soldaten waren fleissig dabei, wußten dies, und legten ein dementsprechendes Tempo an den Tag.

Bella lief im Uhrzeigersinn durch die Gegner, ihre Dolche wirbelten kreuz und quer durcheinander, mal seitlich austeilend, mal nach vorne scherenartig zustechend, mal Halbkreise beschreibend, aber keiner der Streiche ging fehl. Schnell fielen die Gegner, und nur noch wenige waren übrig. Bella schätzte die Zahl auf dreissig oder vierzig Stück, konnte dies aber wegen ihrer Größe nicht genau bestimmen.

Plötzlich brach der Lähmungszauber ab, Leben kam wieder in die anderen Waräger, auch Jule und Jannis konnten sich wieder bewegen. Aber jetzt wurde es kniffelig, die Magier spachen einen Zauber nach dem anderen aus, mal einzelne Personen lähmend, Blitze verteilend, Feuerbälle werfend. Bella versuchte diesen Angriffen auszuweichen und schlängelte sich durch die Brut.
Ihr nächster Gegner fiel, dieser war beinahe doppelt so groß wie Bella, aber hier traf der Dolch diese empfindliche Stelle der Männer. Bella kicherte, dieser dämliche Hurlock würde fortan im Damenchor mitsingen können.

Gerade als sie zu einem neuen Hieb ansetzen wollte, verfehlte sie ein Lähmungszauber nicht mehr. Rasende Kopfschmerzen durchzuckten sie, ihre Sicht verschwamm und sie blieb mitten im Lauf stehen. Sie konnte nur hoffen, dass sich Soldaten oder Freunde neben ihr befanden, sonst wäre es nun um sie geschehen.

Modifié par Bellandyrs, 24 avril 2010 - 06:42 .


#1377
MagicBullet

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Schon seit Stunden tobte die Schlacht vor den Toren FallRemnons.

Es dämmerte, Die Sonne wandte sich vom Schlachtfeld ab, und die knochenweiße Fratze des Mondes stieg auf.

Noch vor einer Woche war Avalos dem Tode näher gewesen als dem Leben. Aber wie es schien, hatte der Tod vor dem Schatten ebenso Angst wie die meisten Anderen.

Seine jadegrünen Augen brannten förmlich in der Dunkelheit seiner Kapuze. Verzerrt durch Blutgier und purem Wahnsinn, der immer wieder in großen Augenblicken durchsickerte.

Mit einem Knirschen rammte er sein mattschwarzes Schwert durch das rostige Kettenhemd eines Hurlock. Die Klinge trat am Rücken des Hurlock wieder aus.
Mit einem Tritt schleuderte er diese Missgeburt der Brut zur Seite. wirbelte herum und parierte mit seinem Dolche einen schlecht geführten Hieb. Mit einer eleganten Drehung des Handgelenk schlug er im selben Augenblick der Kreatur die Hand ab.
Dunkles, dampfendes Blut spritzte aus dem durchtrennten Handgelenk, und der Genlock quiekte qualvoll. Aber nicht lange, als ihm Avalos Schwert den Kopf vom Hals schlug.

Er war wie von Sinnen. Zorn und Wut, aber ebenso die Angst und die Verzweiflung, dass Lyna hier irgendwo gefallen im Schlamm liegen konnte, machte ihn rasend.
Eine Rüstung hatte er nicht mehr, da er noch nicht die Zeit gehabt hatte, sich eine Neue anfertigen zu lassen.

Aber ohne Rüstung war er unglaublich behende und flink. Seine Klingen flirrten durch die Luft, kaum sichtbar, und stets trafen sie ihr Ziel.

Er wußte, dass es kein Zufall war. keine irregeleitete Brut, die kopflos brandschatzte. Hier steckte System hinter.
Offenbar hatte er  Allies "Geschenk" an die Brut kollossal unterschätzt. Er musste das in Ordnung bringen.

Rein zahlenmäßig hatten sich die Heere angeglichen; Vorallem durch die bessere Ausrüstung und die überlegene taktische Führung der Heerführer des Königs wendete sich das Blatt zugunsten der Marschen.
Aber der Anführer der Brut war das Problem.

Genährt durch Wächterblut... Intelligenz. Fassbare, logiche Intelligenz. Erzdämonen würden zwar weiterhin großangelegte Aufständer der Brut provozieren, aber jetzt würde das Problem weitaus greifbarer, regelmäßiger und vorallem koordinierter über die Oberfläche hereinbrechen.

Während er seinen Gedanken nachhing, fuhr er wie ein bösartiger Schatten durch den Feind - wie ein Schnitter durchs Korn.
Er war über und über mit Blut besudelt, seine Waffen glitschig und nass vom vielen Blut. Man konnte beinahe meinen, ein Dämon aus der Hölle würde über die Brut herfallen.

Auf einmal bemerkte er aus den Augenwinkeln, dass sich Allie mit fanatischem Eifer durch eine Gruppe Genlocks metzelte, die offenbar zwischen ihr und ihrem Ziel standen.
Sie war verändert. Ihr Charakter hatte sich gewandelt, eine pure Kehrtwende. Von der einst sanften Heilerin, zu einer durchgedrehten, rachedürstigen, eiskalten Killerin. Letzteres gefiel ihm deutlich besser.
Trotzdem, wäre sie durch seine Vorsichtsmaßnahme verbrannt, hätte er jetzt dieses Problem nicht. Aber darüber nachzusinnen, war müßiig.

Er heftete sich an ihre Fersen.

Und tatsächlich. Ein Kultist. Er duckte sich, und verschwand wieder in der wimmelnden Brut.
Er schlug einen Bogen um Allie und den feindlichen Heerführer. Letzere schien deutlich überlegen zu sein, und spielte offenbar mit der vor Wut schäumenden Magi.

Inzwischen schien Bellandrys ebenfalls zu dem Schluss gekommen zu sein, dass der feindliche General der Schlüssel zum Obsiegen war. Oder aber, was bei ihr warscheinlicher war, dass sie schlicht und ergreiffend einen selbstmörderischen Angriff führte, um Allie zu retten. Gefühlsduselei.
In einer Schlacht ein Fehler, der man nur einmal beging. Zu einem zweiten Mal kam man meistens nicht mehr, weil man tot im Schlamm und Blut lag.

Dank seiner Nachtsicht sah er in der, von Feuerschein und Funkenflug erhellten Nacht, genauso gut wie am Tag. Wieder fand sein Dolch eine ungeschützte Kehle. Wieder hörte er dieses Ratschen und das warme, weiche Plätschern. Musik in seinen Ohren.

Scheinbar willkürlich schlug er einen Haken, wich einem Speer aus, rammte sein Schwert beinahe zufällig in irgendeine Kreatur und zog es genauso schnell wieder hervor wie er zugestoßen hatte.
Seine Augen standen in Flammen, sein Geist war vom Krieg verzerrt und ein irres Grinsen hatte sich auf sein Gesicht geschlichen. Grünes, malachitfarbenes Feuer erhellte seine Kapuze. Konzentrierte Glut lag in seinen Augen. Inzwischen floh die Brut vor ihm. Wich quiekend zurück. Aber es rettete sie nicht vor dem Biss seiner Waffen.
Ein Oger beging den Fehler, sich Avalos in den Weg zu stellen. Speichelfäden tropften in dicken Schleiern von seinen Eckzähnen.
Die kleinen Äuglein hassverzerrt zusammengekniffen. Aber er konnte den Schatten des Todes nicht einschüchtern. Sein ganzes Gebaren troff vor Unsicherheit, Irritation und Angst.
Avalos lachte schaurig, spannte sich an und sprintete sich los. Bevor der Oger reagieren konnte, stieß sich Avalos vom Boden ab, segelte durch die Luft und ergriff mit einer Hand das Geweih des riesenhaften Feindes.
Daran zog er sich hoch, und rammte seinen Parierdolch bis zum Heft ins Auge der Kreatur.
Sie brüllte, vor Hass, vor Schmerz, vor Demütigung und versuchte ihn abzuschütteln.
Aber er ließ nicht los, lahcte schauderhaft und trieb sein Schwert bis zum Griff immer weiter in den knöchern Schädel des Ogers hinein.

Schließlich erlahmten die Bewegungen des Wesens, und mit einem letzten Stoßseufzer fiel es schwankend in den Schlamm. Noch bevor es aufschlug, war Avalos wieder im Getümmel verschwunden.

Bellandrys Gegenstoß war inzwischen steckengeblieben, zwischen Brut und heranrückenden Ogern gefangen wie zwischen Hammer und Amboß. Schlacht und Krieg verzeihen keine Fehler.

Fünzig Meter zwischen dem Kultisten, Allie und ihm. Sein Feuer loderte immer heißer.
Die grünen Flammen, die aus seinen Augen schossen, waren Symbol für die entfesselte Kraft und Gewalt, die in ihm wohnte. Ein Dämon aus der Hölle, aus den tiefsten Schlünden des Abyss.

Der Kultist war voll und ganz auf Allie fixiert. Er labte sich an ihrer Schwäche, hatte nur Aufmerksamkeit für sie.

Avalos Atem beschleunigte sich, seine Schritte wurden länger. Der Geruch des Krieges benebelte ihn, wie eine Droge. Der Geruch nach Schlamm, Blut und Feuer wirkte wie pures Adrenalin in seinen Venen.

Ein irres Grinsen schlich sich auf seinen Totenschädel, kaum sichtbar im grünlichem Licht.

Auf eimal stand er wie aus dem Nichts erschienen hinter dem General, dem Kultisten. Gewachsen aus den Schatten. Sacht stieß er seinen Dolch in den Rücken seines Feindes.


"Dein Tod heißt Avalos. Die schwarze Sonne gebietet, und ihr gehorcht."
Schreck, Angst und Wut verzerrten das Gesich dieser Missgeburt.
Dann zog mit der Klinge seines Schwertes über den Hals der Kreatur.
Trockenes Ratschen, wie reißendes Leinen erfüllte die Luft.

Dann flog Avalos grausiges Lachen über das Schlachtfeld, über diesem Meer aus Blut, bevor es sich im Wind verlor.

#1378
Kaysallie

Kaysallie
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Die Schmerzen in ihrem Kopf wurden immer unerträglicher. Wie tausend Nadelstiche, wie ein Druck in tausend Metern Tiefe. Ihre Augen waren schmerzerfüllt zusammengepresst. Sie lag am Boden und hielt sich den Kopf. Im Hintergrund nahm sie immer wieder das schäbige und zufriedene Lächeln des Kultisten wahr. Am liebsten hätte sie ihm die Kehle durchgeschnitten um seinen nach dem Leben schreienden Ruf zu hören, doch seine Macht war der ihren eindeutig überlegen. Plötzlich verschwanden die Schmerzen und ihr Kopf und ihre Hände vielen erneut zu Boden. Sie stütze sich leicht mit den Händen ab und versuchte sich aufzurichten. Leicht öffnete sie die Augen und konnte den Schatten erkennen, sie konnte seine Stimme hören wie er dem Kultisten zuflüsterte und hören wie dieser im selben Moment erstarrte und einen kleinen fast lautlosen Schrei von sich gab.
Der Kultist spürte wie sich der Hass und der Schmerz von seinem Rücken aus in seinem Körper verteilte. Doch so einfach würde er es ihnen nicht machen, selbst wenn diese Wunde bereits seinen Tod bedeutete. Er verdrängte den Schmerz und ballte seine Hände zu Fäusten. Plötzlich begann Allie zu schreien. Sie versuchte schnell aufzustehen, doch ihre Kräfte waren am Ende. Der Boden begann rund um den Kutlisten in einer Kreisform zu brodeln und brannte schlimmer als Feuer für jeden der sich in dem Gebiet aufhielt, außer für den Kultisten. Selbst dem Schatten musste dies Schmerzen verursachen und dann holte der Kultist mit einer drehenden Bewegung aus und nutze den Überraschungsmoment und schlug dem der hinter ihm stand direkt ins Gesicht. Er viel einige Meter weit weg, außerhalb des verfluchten Bodens. Auch Allie versuchte das Gebiet zu verlassen, doch bei jedem Schritt gab es neue Schmerzen, Schmerzen die sie nichtmehr ertragen konnte. Sie viel wieder zu Boden, noch kurz bevor sie außerhalb des brennenden Bodens gelangte.
Plötzlich drehten einige der Abgesandten um, als hätte er es ihnen befohlen. Es waren die letzten ihrer Art doch sie alle ließen diejenigen gegen die sie gerade ihre Zauber richteten zurück. Sie alle steuerten in Richtung Avalos. Sie verließen das Schlachtfeld und einige der Waräger jubelten bereits, da sie glaubten dass sich diese aus Angst zurückziehen.
Der Kultist sank langsam zu Boden. Er kniete und spuckte Blut. Er wusste, dass sich niemand nähern würde der bei Verstand war, denn der Fluch der den Boden belegte war der stärkste den er beherrschte. Über seinem Rücken war ein tiefer Schnitt, und der Regen wusch das gesamte daraus laufende Blut hinab in das noch grüne Gras.
Es waren für Allie nur noch ein oder zwei Meter aus dem brodelten Bereich hinaus, doch sie lag noch immer am Boden. Sie war noch bei Bewusstsein, doch sie konnte nichtmehr. Jede Bewegung schmerzte noch mehr, als das brennen den Bodens. Sie umschling mit den Fäusten das Gras und presste die Augen zusammen. Sie spürte wie die Macht des Kultisten abnahm, doch der Zauber schien immer stärker zu werden. Sie hörte im Hintergrund die Kriegsgeschreie der Abgesandten. Sie näherten sich und Allie glaubte, dass dies das Ende war.
Dann wurden die Schmerzen noch stärker, stärker als jemals zuvor. Sie begann zu schreien. Schwarzer Nebel machte sich um sie breit und sie verlor im selben Moment das Bewusstsein. Das brennen des Bodens verschwand und der Kultist gab seinen letzten Atemzug von sich, bevor auch er zu Boden viel, doch der Rest der Armee erreichte Allie und Avalos schon in wenigen Sekunden. Sie waren erzürnt darüber, dass man ihnen ihren Anführer und Visionär genommen hatte und schnellten alle zu Avalos, welcher vom zurückschleudern des Kultisten im Gras saß.

Modifié par Kaysallie, 24 avril 2010 - 11:49 .


#1379
Guest_Juleiila_*

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Jule und Jannis liefen in der ersten Reihe. Nach kurzer Zeit erfüllte sich Jules plan. Die erste Reihe wurde durch Zauber festgehalten, und es durchzuckten Jule die Schmerzen. Aber sie musste es aushalten, und das obwohl sie schon genug Schmerzen erlitt. In ihrem Kopf stach es, und es durchlief ihr wie ein Schock durch den Körper. Aber sie bekam mit, das Bella und die hinteren Reihen nach vorne durchdrangen, und ihre Aufgabe erfüllten.


Nach kurzer Zeit war der Zauber erloschen, und Jule und Jannis konnten sich wieder auf das Kämpfen konzentrieren. Mit nur einem Schwert in der rechten Hand, lief Jule auf die Gegner zu, und schlachtete diese einen nach dem anderen. Da traf Bella der Lähmungszauber und sie konnte sich nicht mehr rühren. Jule zog Jannis mit. Ihn positionierte Jule hinter Bella. Und Jule stellte sich vor Bella, um die Angreifer abzuwehren. Es waren nur noch wenige Gesante übrig. Doch die liefen alle auf einmal nach hinten. Jule blickte nach, und erkannte Avalos der im Gras saß, Allie die am Boden lag, und den Toten Kultisten.


Der Lähmungszauber bei Bella erlosch, und Jule schrie. „Los ! Sie laufen zu Allie und Avalos.“ dabei blickte Jule zu Lyna, die sich bestimmt wieder Sorgen um ihren ach so tollen Avalos machte. Jule und die anderen liefen zu den beiden rüber, wo sich die restlichen Brutler auch schon hin begaben. Ein Hurlock war gerade dabei, mit seinem Schwert auszuholen, um es Allie in den Rücken zu stoßen. Jule kickte ihn mit dem Fuß um, so das er auf den Rücken viel und Stach ihm das Schwert in den Hals.

Dann überblickte sie kurz die Gegend. Nun waren sie umringt von Gesanten. Was sollten sie jetzt tun?

Modifié par Juleiila, 24 avril 2010 - 12:22 .


#1380
Bellandyrs

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Im Prinzip hatten sie gesiegt, der Kultist war dank Avalos vernichtet. Soweit die Theorie. Praktisch sah es jedoch so aus, dass durch Jules voranlaufen zu Allie und Avalos nun die anderen Wächter auch leichte Beute für die Abgesandten waren. Nur - waren diese ohne ihren Anführer so ehrgeizig, Jule und Bella ihr bitter benötigtes Blut anzuzapfen? Bella umklammerte ihre Dolche etwas fester, und spürte den Druck der Panzerhandschuhe von Avalos.



Mochten sie nur kommen und es versuchen, ihr Blut wäre vergiftet, wenn sie hier tödlich verletzt werden würde.



Sie machte sich dennoch Sorgen, Sorgen um Allie, die bewußtlos war, Sorgen um Avalos der leicht benommen im Gras saß. Sorgen um Jule, die wohl bald zusammenklappen würde, so wie diese aussah.



Der Moment dauerte jedoch nur kurz, auch wenn sie das Gefühl hatte gerade alles in Zeitlupe zu sehen, brauste der Kampf von neuem auf. Die Waräger stürmten auf die letzten Oger zu, die noch gefolgt waren und brachten sie mit ihren schweren Zweihändern schnell zu Fall.

Bellas Hand holte die letzten Reste ihres Gifts hervor, benetzte damit ihre Dolche, warf die leeren Fläschchen auf den Boden und rammte dem nächsten Abgesandten der links neben ihr stand, diese in die Eingeweide. Mit einem leisen Plopp zog sie ihre Waffen wieder hervor und gab dem Feind noch einen Tritt in den Hintern mit.



Sie würde es nicht zulassen, dass die Brut Jule und sie kriegen würden. Genausowenig, wie Avalos und Allie. Auch keinen anderen mehr der Verbündeten. Ihr Kampfgeist bäumte sich ein letztes mal auf, und mit einem Wutschrei stürmte sie an Jule vorbei, Richtung Avalos laufend, um diesen zu Hilfe zu eilen.

#1381
govi1

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Es war der letzte Kampf, die endgültige Auseinandersetzung dieser Schlacht; der Gewinner würde keine Geiseln nehmen, sondern jeden einzelnen der Gegner abschlachten. Diese Erkenntnis verlieh den Warägern eine Art verzweifelten Mut- ihre Zweihänder sausten durch die Luft, trennten Köpfe von Körpern, zerhackten Gliedmassen und langsam aber sicher lichteten sich die Reihen der gewöhnlichen Dunklen Brut.

Aber solange die Abgesandten ihren Kultisten zu rächen versuchten, stand immer noch ein gefährlicher Gegner auf dem Schlachtfeld. Blitze flackerten auf und schossen über die Erde, an anderen Stellen wurden Feuerkegel entfacht, die Schreie der verbrannten Soldaten hallten markerschütternd durch die Luft.

Aber die Dunkle Brut schien mit dem Tod des Kultisten zugleich auch ihre Disziplin und ihren Schlachtplan verloren zu haben- in ihrer Wut wurden sie gar noch gefärhlicher und regelrecht unberechenbar, ziellos schleuderten sie ihre Zauber in die Gegend und hinterliessen eine Spur der Vernichtung.

Lyna wich in letzter Sekunde einem Blitz aus und entwich nur mit Mühe dem Wirkungsbereich eines Kältekegels- man konnte meinen, die Abgesandten hätten ihren Verstand verloren. Doch in ihrem Wahn waren sie auch verletzlich, vergassen sie doch, sich um ihren eigenen Schutz zu kümmern. Sie spannte den Bogen an und schoss... der Pfeil schnellte surrend durch die Luft, fand zielsicher sein Opfer und grub sich mit einem schmatzenden Geräusch in die Augenhöhle eines Abgesandten.

Auch Avalos behielt sie im Auge- sein vernichtender Schlag hatte zwar das Schlachtenglück zweifellos auf ihre Seite geschlagen, aber er schien benommen zu sein.

Modifié par govi1, 24 avril 2010 - 03:13 .


#1382
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
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Mit gehobenem Schwert blickte Jule verwirrt herum. Sollte sie die Bewusstlose Allie retten oder sich weiter in den Kampf stürzen? Obwohl, es waren kaum mehr Gegner da, und die Waräger waren schon dabei, die Leichen zu zerstückeln. Jule nickte Jannis zu und sagte. „Erledigt bitte schnell die restlichen gesanten.“ Dann ergriff sie die Chance.


Mit schmerzverzerrtem Gesicht nahm sie Allie auf die Arme, und lief quer über das Schlachtfeld zur Stadt, was ihr schwer viel. Die stechenden und pochenden Schmerzen im Brustkorb nahmen zu, und sie hatte das Gefühl bald zusammen zu brechen. Schweißperlen standen auf ihrer Stirn, und das obwohl ihr Kalt war. Eigentlich müsste Ihr heiß sein, nachdem sie so einen anstrengenden Kampf hinter sich hatte. Und die Gesanten machten es ihr auch nicht einfacher. Ständig musste sie Blitzen oder gar Kältehagel ausweichen, und beinahe wäre sie hingeflogen.


Doch als sie endlich am Tor ankamen, öffneten die Wachen dieses Sofort, und ließen sie hinein. Überall waren Lager aufgestellt, Lazarette mit verletzten und dem Tode nahe liegenden Wachen, die sich Wacker geschlagen hatten. Auf eines der Lager stürmte sie sofort zu und legte Allie auf eine Liege. Einem sehr alten Heiler schrie sie sofort zu. „Kümmert Euch um die Frau!! Sofort!! Befehl von ganz oben.“ Der Heiler nickte sofort und machte sich an die Arbeit.


Jule stürmte wieder raus aus dem Tor, und wollte den anderen Behilflich sein, beim töten der Gesanten. Doch nicht mal nach der Hälfte des Weges gaben ihre Kräfte nach. Sie sackte auf die Knie, und wollte aufstehen doch dann viel sie nach Vorne. Nicht lange konnte sie sich auf den Armen abstützen und fiel bewusstlos in den Schlamm. Das Rennen und Tragen hatte ihr die Letzte Kraft geraubt, und nun war sie am Ende.

Modifié par Juleiila, 24 avril 2010 - 04:35 .


#1383
J.D.C

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Umringt von den Gesandent wussten Jannis und Jule nicht was sie machen sollten. Angreifen, Allie retten und abhauen. Eine schwere Situation. Jule entschied sich ihrer Freundin Allie zu helfen, also rannte sie los und bat Jannis noch schnell zumindest durch einen Angriff den Weg frei zu halten.

Jannis nickte Jule noch zu aber sie hatte sich schon abgewendet. "Also dann auf ins letzte gemetzel". Er rückte schnell die platten zurecht und zog den griff um sein Schwert etwas enger.
Suchend sah er sich um und machte den nächsten Gesandten ausfindigDie Waräger holten das Feld auf und waren jetzt auch fast da.

Als Jannis sein Ziel geischtet hatte lief er los. Er hob sein Schwert welches eine gleißendes licht über das Schlachtfeld warf. Jannis augen entflammten beinahe, mit steifen blick auf seinen Gegner und mit  voller Konzentration näherte er sich dem Gesandten.

Als die Waräger ihn sahen taten sie es ihm gleich. Die schon geschrumpfte Gruppe teilte sich in zwei noch kleinere auf um mobiler zu sein und um mehrere Feinde attackieren zu können.

Die Gesandten begannen ihre ersten Zauber zu sprechen. Janns erreichte sein erste Ziel, "zu spät," hätte der Gesandte gesagt wenn er könnte und lies einen Feuerball auf Jannis los, welcher scih schnell zur Seite abrollte. Der Feuerball rauschte knapp vorbei, nun hatter er keine Zeit mehr einen neuen zu beschwören. Jannis stand nun vor ihm und rammte ihm sein Schwert ins Herz, falls diese Kreaturen eines haben. Er zog das Schwert heraus der Gesandte viel um und um sicher zu gehen stach Jannis noch in der Schädel, er hörte den Knochen an seiner klinge schleifen ein unangenehmes geräusch.

Dann rannte Jannis zum nächsten Gegner, inzwischen Fokusierten sie die Angriffe auf ihn. Der Boden bebte, Hitze und Kälte machten Jannis das laufen schwer. Kurz bevor er sein nächstes Ziel erreichte traf ein Zauber seinen Linken Arm, welcher jetzt eingefroren und starr war. Eine durch kälte verursachte Wunde, sie brannte tausendmal stärker als das heißeste Feuer. "Ironie", dachte sich Jannis und riss sich zusammen. Er veruschte den Arm still zu halten um sich nicht zu schaden.

Im rennen lies Jannis sein Schwert fallen, ein paar Meter vor ihm lag eine große Lanze vielleicht nützlicher als ein Schwert. Er packte sie und uns stieß diese sofort dem nächsten Gesandten ins Bein. Ein weiter Stoß in den Bauch und er wanckte. Jannis lies seinen Griff am schaft der Waffe entlang schweifen und drückte die Bestie damit zu boden. Um es niocht in die länge zu ziehen verpasste Jannis ihm schnell einen Tritt auf die Kehle. Erstickend lag die Kreatur nun am Boden.

Die Waräger schlugen sich wacker auch sie hatten schon ein paar gegener zu fall gebracht und das ohne verluste. Drei konnte Jannis noch sehen. Einer von ihnen wurde von einer Warägergruppe bedrängt. Er ließ einen Kältekegel über diese fahren. Erstarrt standen sie nun vor ihm, wie lämmer auf der Schlachtbank.

Jannis nahm es hin und lief weiter seines weges. Er hatte das Schlachtfeld nun halb umrundet, erschöpft nahm er ein paat Teile seiner Rüstung beim laufen ab. Die Schulterpanzer vielen zu boden und verschwanden in dem Morast zusammen mit den Armschienen. Von ein wenig last befreit konnte er nun ein wenig schneller laufen. Er nutze es aus und rannte wie vom Tod gejagt zu dem vorerst letzten magie schleuderndem Hurlock.

Ohne Waffen lief er frontal auf diesen zu, erneut kam ein Feuerball auf Jannis zu. Er konnte nichtmehr ausweichen, der Feuerball zerschellte auf auf dem Brustpanzer, der Flamen schlugen in sein Gesicht und verbrannte ein wenig Haut und Haar. Schmerzverzerrt rannter er weiter und rammte den Gesandten zu boden. Wutentbrannt packte er nur den Kopf und brach das Genick dieser Missgeburt. Er sah sich um, er blickt in richtung Tor, aus welchem Jule heraus tappte. Rechts von ihm waren die Waräger jetzt doch deutlich weniger aber sie würden es schon schaffen.

Er sah zurück zu Jule, welche nun langsam in sich zumsammenbrach. Keiner da oder alle beschäftigt, das ist ja nun ein ehrendienst für sie. Jannis stand auf und lief geschwindt zu Jule. Sie lag da, in Schlamm und Blut.

Jannis war da und nahm sie mit den Armen hoch und trug sie zurück in die Festung. Sie schien einfach nur erschöpft, größere Verletzungen waren nicht erkennbar. Vielleicht brauchte sie nur Schlaf. Er brachte sie zu einem der Lazarette und legte sie auf ein der Liegen. Er setzte sich neben sie und lies sich dort auch direkt behandlen. Salben für die verbrennungen waren nötig und und etwas Wasser wünschte er sich.

Während seiner Behandlung schlief er dann auf einem Stuhl neben Jule ein.

Modifié par J.D.C, 24 avril 2010 - 05:15 .


#1384
Bellandyrs

Bellandyrs
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Das Schlachtfeld hatte sich gelichtet, die meisten der Soldaten hatten sich bereits zurückgezogen als sie sahen, dass eine kleine Einheit von den Verbündeten auf die restliche Brut zustürmte. Dass es dort nochmals einige Verluste durch die unkontrollierten Zauber geben würde, hatten sie nicht bedacht.

Lyna zielte nach wie vor auf einen der Magier, dieser hatte jedoch einen Schutzschild um sich aufgebaut, und die Pfeile prallten wirkungslos ab. Das gute dabei war, dass er in der Zwischenzeit keine weiteren Zauber sprechen konnte.

Bella rannte von hinten auf den Abgesandten zu, der gerade ein Dutzend Waräger im Kältekegel stehen ließ, und schon wieder einen neuen Zauber in der Luft wob. Noch im Laufen zog sie ihr Messer aus dem Stiefelschaft und warf es dem Magier in den Rücken. Allerdings hatte sie nicht berechnet, dass sie nicht mehr soviel Kraft hatte, und so fand das Messer statt zwischen den Rippen in dessen Nierengegend sein Ziel. Der Magier zuckte kurz zusammen, und noch während er sich umdrehte um zu sehen, was ihn da getroffen hatte, war Bella schon bei ihm und hielt ihre Dolche von sich gestreckt. Der Hurlock schlitzte sich so seinen Unterkörper selber auf, die Klingen waren zwar voller Blut und Dreck, aber immer noch extrem scharf. Er riß seinen Mund ungläubig auf, die rotunterlaufenen Augen quollen hervor, sein Körper sackte nach vorne. Bella stach noch einmal zu, direkt in den Halsansatz, oberhalb der ersten Rippe, und rammte ihre Waffe von oben bis zum Anschlag in den Brustkorb des Feindes. Mit zwei kleinen Rückwärtsschritten zog sie ihre Waffen wieder aus dem Feind, der sonst aussah wie ein aufgespießter Ochse, der überm Feuer gegrillt wird. Ein letztes Röcheln seinerseits, und er fiel tot um.

Die Waräger, die nun aus dem Kältekegel befreit waren, zogen sich zurück, ihre Wunden behandeln zu lassen. Es waren noch ein paar wenige Soldaten und Waräger auf dem Feld, die kämpfen konnten.

Bellas Augen suchten Avalos. Sie fluchte, weil sie sich drehen mußte, mit dem rechten Auge sah sie mittlerweile wirklich nur noch durch einen kleinen Schlitz. Der nächste Pfeil von Lyna durchbrach endlich das schwächer werdende Schutzschild des Zauberers, anscheinend wurde seine Verteidung löchrig. Bella lief seitlich auf ihn zu, dank dem Gift konnte sie ihren Dolch nach wenigen Versuchen durch die Barriere stossen und den Magier verletzen. Der restliche Schild brach zusammen, und Lyna konnte ihre Arbeit beenden.

Bella suchte den letzten der Abgesandten, der noch rumstehen mußte. Lediglich ein abgefeuerter Blitz ließ die Richtung erkennen, in die sie laufen mußte. Dabei kam sie am toten Kultisten vorbei. Avalos war zuvor dort gesessen, aber die einbrechende Dunkelheit hatte ihn bereits verschluckt. Zumindest war er nicht mehr dort, wo Bella ihn das letzte mal gesehen hatte.

Einige Meter vor ihr flackerte es leicht auf, so als würde jemand einen Feuerball werfen wollen. Der Zauber konnte sich jedoch nicht voll entfalten, die kleine Flamme verschwand. Bella hörte ein grausiges Knacken, gefolgt von einem ekelhaften, beinah glitschigem Geräusch. Es hörte sich an, als würde ein Dolch fröhlich in Eingeweiden herumtanzen.

Zwei grüne, malachitfarbene Punkte strahlten auf,  zynisches, grausiges Lachen erscholl über dem Schlachtfeld, welchem jedoch der schadenfrohe Unterton des Sieges anzuhören war.

Modifié par Bellandyrs, 24 avril 2010 - 06:48 .


#1385
Bellandyrs

Bellandyrs
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Es war also vorbei. Sekunden verstrichen voll ungläubiger Stille, dann brach lauter Jubel auf dem Feld aus. Bella stieß nur einen leisen Jauchzer aus, aber sie lachte über beide Ohren, die Schmerzen dabei völlig ignorierend.

Sie lebte! Beinahe unglaublich, aber sie hatten es tatsächlich geschafft. Die Horde, die hinter Allie her war, war endgültig vernichtet. Bella hoffte nur, dass damit der größte Teil der intelligenten Brut ausgelöscht war, und ihr graute vor dem endgültigen Kampf, den Avalos angedeutet hatte.



Apropos Avalos... er hatte sich wohl vom Schlachtfeld bereits zurückgezogen. Aber wo steckten Jannis, Jule und Allie? Sie hatte die drei völlig aus den Augen verloren, nur Lynas Pfeile hatte sie noch gesehen. Sie lief in die Richtung, wo sie Lyna das letzte mal gesehen hatte, und fand sie auch kurz darauf. Lyna liefen Tränen der Erleichterung übers Gesicht.

Bella umarmte die Freundin.

"Wir haben es geschafft Lyna! Avalos hat den letzten zur Strecke gebracht, wir haben tatsächlich keinen einzigen dieser Kreaturen am Leben gelassen. Kommt, laßt uns zurück ins Schloß, Avalos wird dort sicher auf Euch warten."



Gemeinsam gingen sie in die Richtung des Stadttores. Die Kirchenglocken läuteten, jedoch hörte es sich fröhlich an. Sie verkündeten den Einwohnern den Sieg.

Plötzlich fiel Bella etwas ein:

"Geht schon ruhig voraus, meine Liebe, ich muß mir mein Langschwert noch holen, ich hoffe, es steckt noch da, wo ich es zuletzt gesehen habe..." sprachs, und wandte sich nach links.



Sie versuchte sich im Dunkel zu orientieren, wo sie den Gegner zu Fall gebracht hatte, und hoffte, dass die Brut das Schwert nicht an sich genommen hatte. Aber sie hatte Glück, der tote Hurlock lag noch immer mit dem Gesicht im Dreck, und der Schwertgriff stand aus seinem Rücken. Bella nahm den Griff in beide Hände, zog daran, aber das Schwert bewegte sich kein bischen. So stemmte sie einen Fuss gegen den Körper und zog noch einmal, diesesmal wohl zu kräftig, denn mit einem Ruck löste sich das Schwert, und der Schwung brachte Bella zu Fall.

Mit dem Hintern fiel sie in den Schlamm. Sie rappelte sich wieder auf, leise vor sich hinschimpfend. Diese Rüstung war tatsächlich im Eimer, welch Glück, dass sie bereits eine neue in Auftrag gegeben hatte.



Sie machte sich auf den Weg, zurück in die Stadt. Sie würde sofort im Lazarett fragen, ob die Gefährten dort waren.

#1386
Bellandyrs

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Währenddessen in FallRemnon:

Thjaldor und Theoderich waren im Schweigen versunken, jeder hing seinen Gedanken nach, und dem Alkohol wurde fleissig zugesprochen. Theoderichs Gedanken kreisten nur noch um Bellandrys, den Kampf der vor den Toren tobte und ob sie es lebendig überstehen würde.

Die Nacht war angebrochen, Thjaldor entfachte ein Feuer im Kamin und zündete Öllampen an, um etwas Licht in die Stube zu bringen. Dann stand er auf, holte aus der Vorratskammer Brot und Käse. Etwas zu essen würde nicht schaden.

Theoderich nahm zwar eine Scheibe vom Brot, aber schmecken wollte es ihm nicht. Wenigstens hatte sich der Schluckauf beruhigt, aber der Alkohol ließ in der Wirkung nach. Langsam bekam er wieder einen klaren Kopf, was seine Ängste jedoch sofort wieder wachsen ließ.

Der Regen hatte endlich nachgelassen, es nieselte nur noch leicht. Auch der Sturm war zu einem leichten Luftzug abgeflaut. Und plötzlich vernahmen die beiden Zwerge die Glockenschläge der Kathedrale. Ungläubig sahen sie sich an, ein zaghaftes Lächeln breitete sich auf den Gesichtern aus.
"Thjaldor, hörst Du das? Ich glaube, der Kampf ist vorbei, FallRemnon hat gesiegt!"
Sein Cousin nickte nur ergriffen und blickte Theoderich an.

Von den Strassen ertönten Hoch-Rufe, die Bewohner verließen wieder ihre Häuser und begrüßten die zurückkehrenden Soldaten mit lautem Jubel. Die beiden Zwerge verließen ihre Bleibe, und schlossen sich den anderen an.

---------------------

Bella war inzwischen am Lazarett angelangt, wo hektische Betriebsamkeit herrschte. Die Heiler waren allesamt beschäftigt, es hatten sich auch freiwillige Helfer eingefunden, die Verbände anlegten, Salben auftrugen, Wasser, Brot und Suppe austeilten.
Bella trank einen großen Schluck und nahm eine Scheibe Brot. Erst jetzt merkte sie, wie hungrig sie wirklich war, nachdem die ganze Anspannung langsam von ihr abfiel. Sie durchstreifte jedes Zelt, und wurde endlich fündig. Jule lag auf einer Liege, schlafend wie es schien, Jannis saß mit geschlossenen Augen daneben. Er schnarchte kaum hörbar. Bella war froh, die beiden zu sehen, anscheinend waren die Wunden vom Orlaisianer bereits versorgt worden.

Ein Heiler rannte an ihr vorbei, hielt kurz inne, und blickte sie an:
"Beim Erbauer, was ist denn mit Eurem Auge geschehen? Moment das haben wir gleich. Bleibt hier stehen, ich bin in einer Minute zurück."
Kurz darauf kam er tatsächlich zurück, in der Hand eine kleine Schale mit Wasser. Im Wasser bewegte sich etwas, aber Bella konnte nicht erkennen, was es war.
Mit einer Geschwindigkeit, die sie überraschte, entnahm der Heiler zwei dieser Dinger, platzierte eines davon genau am Augenwinkel, das andere dort, wo der Bluterguss an der Backe am schlimmsten geschwollen war. Ein leises Sauggeräusch war zu hören. Blutegel. Beim Stein, mußte das sein?
Bella wollte gerade erzürnt auffahren, als der Heiler mit einer Handbewegung ihr das Wort abschnitt.
"Schön dranlassen, wenn die sich vollgesaugt haben, fallen sie von selber ab. Aber sie saugen das Blut weg von dem netten Veilchen, und damit geht auch die Schwellung zurück. Seid ihr sonst noch verwundet?"

Bella zog eine Grimasse, die Egel fühlten sich so an wie sie hießen: einfach eklig.
"Nichts ernstes, ein Schnitt im Oberarm glaube ich, und einer am Oberkörper... aber hier sind wirklich Soldaten die Eurer Hilfe mehr bedürfen als ich. Ich werde mich im Schloß behandeln lassen."
Der Heiler nickte. Diese Zwergin sah tatsächlich noch sehr lebendig aus, im Gegensatz zu manchem Soldaten der hier lag.
"Wie Ihr meint, werte Kriegerin." Dann eilte er weiter, zum nächsten Verwundeten.

Wo war Allie nur? Die mußte hier sein! Sie konnte unmöglich draussen auf dem Schlachtfeld liegen geblieben sein. Soweit sie das zuvor mitgekriegt hatte, waren zum Schluß viele Helfer auf dem Morast draussen vor den Toren eingetroffen, die Verwundete in die Stadt zurückbrachten. Also mußte Allie auch hier irgendwo sein.

Sie wollte die Hoffnung schon beinahe aufgeben, als sie die Elfin im letzten Zelt, was sie betrat, liegen sah. Die Stirn war gerunzelt, die Augen geschlossen. Bella fühlte den Puls, er schlug unregelmäßig, aber er war da. Sie lebte, das war vorerst das wichtigste.

Sie verließ das Lazarett und machte sich auf den Weg zurück in den Palast. Sie wollte endlich den Schlamm, den Gestank des Todes, und das ganze Blut von sich waschen. Und frische Kleidung anziehen. Und schlafen. Aber vielleicht zuvor noch eine Kleinigkeit essen. Ihr müdes Gehirn ließ diese Gedanken durcheinander auftauchen, dazwischen schob sich das Bild ihrer Leibwachen. Hatten die beiden überlebt? Sie würde sich erkundigen, sobald sie ausgeschlafen hatte. Sie hoffte, dass diese nicht gefallen waren, sonst hätte sie immer das Gefühl gehabt, Schuld an deren Tod zu sein. Auch wenn sie als Waräger ohnehin wahrscheinlich das Schlachtfeld betreten hätten müssen.

Langsam marschierte sie die Straßen entlang, Jubelrufe drangen an ihr Ohr. Sie hatte das größte Stück beinahe geschafft, wie in Trance ging sie ihrem Ziel entgegen. Plötzlich löste sich jemand aus der Masse, stürmte auf sie zu und fiel ihr vorsichtig um den Hals.

"Bella, meine süsse Bella, Ihr lebt!"
Bella hob ihre linke Augenbraue und schaute müde auf Theoderich. Ein leises lächeln überflog ihr Gesicht.
"Natürlich lebe ich, Theoderich, das hatte ich Euch doch gesagt! Euer Amulett ist unversehrt, auch wenn ich selber vielleicht nicht mehr ganz so salonfähig bin. Ihr könnt beruhigt wieder heim kehren. Verzeiht, aber ich brauche dringend ein Bad, etwas zu essen, und vor allem Schlaf. Ich lasse Euch eine Botschaft zu kommen, wenn ich wieder tageslichttauglich bin, ja? Gute Nacht, Theoderich."

"Gute Nacht meine Liebe, ruht Euch nur aus! Ich bin so froh dass Ihr lebt!"
Er löste sich von Bella und strahlte übers ganze Gesicht.
Bella hob kurz grüßend die Hand und schleppte sich die letzte Erhöhung der Strasse hinauf, durch den Schloßhof und erreichte endlich das Portal. Bald hatte sie es geschafft, ihre Beine trugen sie nun wirklich kaum noch.

Modifié par Bellandyrs, 24 avril 2010 - 09:15 .


#1387
Kaysallie

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Sie begann zu blinzeln und husten. Ihr Kopf schmerzte und sie griff sich mit der rechten Hand an die Schläfen. Ihre Erinnerungen waren verschwommen und für den Moment wusste sie nicht wo sie war. Sie setzte sich auf und lehnte sich an das Kopfkissen. Sie rieb sich die Augen wie wenn sie gerade nach einem langen Schlaf erwacht wäre. Dann blickte sie sich um. Sie war in einem weißen Zelt aus Leinenstoff gewebt. Sie war komplett alleine und saß auf einem Krankenbett. Von außerhalb des Zeltes konnte sie Schreie von Verletzten wahrnehmen sowie gestresste Stimmen von Heiler und Sanitäter. Sie blickte sich weiter in dem Zelt um und musste feststellen, dass sie nur noch eine Leinengewandung trug. Ihre gesamten Oberarme bis hinunter zu den Händen waren mit einem Verband umwickelt. Auch um den Bauch hatte sie einen Verband. Sie konnte sich gar nicht daran erinnern, dass sie an diesen Stellen verwundet wurde. Neben dem Bett standen ein kleiner Tisch und daneben ein Sessel. Auf dem Tisch waren alle möglichen Medikamente aufgestellt und ein Glas mit Wasser. Auf dem Stuhl lag ihre Rüstung. Sie wurde noch nicht gereinigt und sah fürchterlich aus. Beschmutzt mit Schlamm, Blut und Schweiß. Ihre Ellbogenschoner waren fast komplett hinüber und ein widerwärtiger Gestank ging von ihnen aus. Als sie die Rüstung betrachtete viel ihr wieder ein, wieso sie eigentlich hier war. Die dunkle Brut, der Kultist, die tiefen Wege, der Fluch. Oder war dies alles nur ein Traum gewesen? Nein, das konnte nicht sein, die Rüstung war der Beweis dafür. Doch ihr Kopf war leer und die Erinnerungen verschwommen. Sie setzte sich auf die Bettkante und wollte aufstehen, doch die vielen Wunden in der Bauchgegend gaben einen zerrenden Schmerz von sich, sodass sie eine gebückte Haltung einnehmen musste. Ihr wurde klar, dass es wohl besser wäre noch eine Weile sitzen zu bleiben. Sie blickte auf ihre verbundene Hand, auf die Stelle an der der Finger fehlte. Dann ballte sie diese zu einer Faust und blickte auf. Ein Heiler kam gerade in das Zelt gestürmt.
„Oh Ihr seid schon wach! Verzeiht, wir haben gerade viel zu tun!“
Eilig lief er auf die andere Seite des Bettes und nahm einige der Medikamente vom Tisch. Seine Hände zitterten leicht. Er schien noch sehr jung und nervös wegen der ganzen Aufregung, den vielen Verwundeten und des gesamten Kampfes zu sein.
Allie blickte ihn ruhig an.
„Kümmert Euch nicht um mich. Sorgt lieber für die, die nach Hilfe schreien vor Schmerzen.“
Er blickte sie an, ließ die Medikamente wieder auf den Tisch sinken und ging wieder Richtung Ausgang des Zeltes. Allie blieb wieder alleine in dem Zelt zurück. Einige Kerzen brannten um das Zelt zu erleuchten. Selbst wenn es bereits früh am Morgen war, die dunklen Wolken bedeckten noch immer den Himmel. Sie blickte in das Kerzenlicht und musste an die Magie denken. An die unkontrollierbare Magie die sie im Kampf begleitet hatte. Doch irgendetwas war anders. Sie fühle sich leer und nichtmehr voller Hass. Erleichtert statt vollen Zorns. Friedlich statt kampflustig. Erschöpft und schwach, statt wachsam und stark. Ihr Kopf schmerzte noch immer und sie legte sich wieder auf das Bett. Es war noch nicht die richtige Zeit um aufzustehen. Sie legte sich seitlich hin und umklammerte dabei ihren Bauch. Alles schmerzte. Sie schloss die Augen und hoffte, dass sie einschlafen konnte.

Modifié par Kaysallie, 25 avril 2010 - 10:40 .


#1388
govi1

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Lyna warf den Bogen auf den schlammigen und mit Blut besudelten Boden- nie wieder würde sie eine Waffe der Dunklen Brut benutzen, höchstens wieder in einem solchen Notfall. Sie nickte Bella lächelnd zu, die Umarmung war das Beste an diesem fürchterlichen Tag, ein Funken Herzlichkeit und Wärme in der Welt, die nun plötzlich ein grausames und schreckliches Gesicht hatte.



Langsamen Schrittes erreichte sie die Stadt und wurde gleich mit Siegesgesängen empfangen, die Einwohner zapften Bierfässer an und reichten den Trunk weiter, tanzten vor Freude und Erleichterung. Sie hatten Todesängste ausgestanden, ihr Ende bereits vor Augen gehabt... nun galt es, den Sieg zu feiern.



Doch Lyna liess sich nicht täuschen; zwischen den Freudejauchzern drang auch Wehklagen an ihr Ohr. Ehefrauen, die sich plötzlich als Witwen wiederfanden, Kinder, die ihren Vater oder ihre Mutter auf dem Schlachtfeld verloren hatten und Eltern, die den Tod ihrer Söhne oder Töchter zu beklagen hatten. Es war fürchterlich. Der Anblick der verletzen Soldaten strafte die ausgelassene und feierliche Stimmung ebenfalls Lügen.



Müde erreichte sie das Schloss, die Bediensteten waren in Aufruhr, liefen emsig die Gänge entlang, entweder Verbände und Bandagen für die Verletzten oder Essen für die Unversehrten tragend. Sie erreichte ihr Zimmer, streife die Lederrüstung von ihrem Körper- die konnte sie wohl nie mehr tragen. Schade, sowohl Bogen als auch Rüstung, ihre letzten Erinnerungsstücke an den Dalish-Clan, hatte sie in dieser Schlacht verloren. Der letzte Rest ihrer Vergangenheit.



Sie nahm ein Bad, der Schlamm und das Blut konnte sie nicht mehr auf ihrer Haut ertragen, es war, als würde es ihr die Luft zuschnüren. Schliesslich schlüpfte sie in frische Kleidung. Auch wenn sie sich nichts sehnlicher wünschte als Erholung, so konnte sie jetzt nicht einfach die Ruhe geniessen- sie hatte bisher nur Avalos und Bella in unversehtem Zustand gesehen. Doch was war mit den anderen?



Unruhig verliess sie das Anwesen und betrat das Lazarett. Schreiende Soldaten, die die Schmerzen kaum ertrugen, Männer, die der Verderbnis nicht widerstehen konnten und langsam aber sicher dem Wahnsinn verfielen. Lyna schauderte- sie konnte sich wohl glücklich schätzen, einigermassen gesund aus dieser Schlacht getreten zu sein. Abgesehen von einigen Prellungen und Schürfwunden zeigte sie keine Verletzungen auf.



Sie wich den Ärzten aus, die alle Hände voll zu tun hatten, und hielt weiterhin nach einem bekannten Gesicht Ausschau. Sie schob auf gut Glück einen Zeltvorhang zur Seite und entdeckte Allie. Ihre Augen waren geschlossen, doch der Brustkorb hob und senkte sich in regelmässigen Zügen. Lyna spürte, wie eine Last von ihren Schultern fiel. Gottlob war sie noch am Leben. Sachte schob sie den Zuhang wieder zu... Allie konnte von der Ruhe mehr profitieren als von ihrer störenden Anwesenheit.



Schliesslich fand sie Jule. Neben ihr sass Jannis auf einem Stuhl, ebenfalls in einen tiefen Schlaf gefallen. Tränen traten Lyna in die Augen- es hatten also alle die Schlacht überlebt. Sie konnten sich glücklich schätzen. Erleichtert verliess sie das Lazarett, die Glieder schmerzten ihr wie noch nie zuvor. Schliesslich fand sie die Tür zu Avalos Gemach und trat ein- in dieser schweren Stunde sie konnte sich keinen schöneren Platz auf Erden vorstellen.

#1389
Guest_Juleiila_*

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So langsam wachte Jule auf, zurück aus der Bewusstlosigkeit. In ihrem Kopf pochte es, und das verstärkte sich durch die Schreie der verletzten. Ihr Herz raste genau so wie ihr Puls, und sie konnte das Klopfen ihres Herzens in den Ohren hören. BumBum, BumBum, machte es aber viel schneller als es beim Normalfall wäre. Ein leicht verschwommenen Blick hatte sie auch.


Sie setzte sich auf die Liege, und stützte sich auf ihren Händen ab. Da merkte sie das brennen und ziehen in ihrer linken Hand. Sie hatte wohl vergessen die Handschuhe wieder an zu ziehen, nachdem sie sich den Dolch in die Hand rammte. Sie war voller Blut und Dreck, und von der Wunde zeichnete sich ein leicht Bläulicher Strich zum Oberarm auf. Das musste der Dreck sein, der sich nun in Ihrem Blut und Ihren Adern befand.


Da lief ein Arzt vorbei, und sah ihre Hand. Schnell wollte er reagieren, ihre Wunde behandeln. Doch sie meinte nur. „Ist nicht so schlimm. Geht und kümmert euch um die Soldaten.“ was der Arzt auch tat. Sie blickte auf sich hinab, auf die Rüstung die Dellen aufwies, und haufenweiße Kratzer. Sie war noch voller Schlamm, und Blut das von Ihr und der Brut stammte. Wieder mal hatte sie eine Rüstung umsonst gekauft.


Doch da kam ihr der Gedanke. Wo waren die anderen? Waren sie wohlauf? Wie ging es wohl Lyna, Bella und vorallem der Bewustlosen Allie, die sie ins Lazaret trug? „Beim Erbauer.“ flüsterte sie. Ihr Herzschlag beschleunigte sich um ein paar takte mehr, als er es eh schon tat. Sie wollte unbedingt wissen was mit den anderen war. Jannis sah sie vor sich am Stuhl wie er schlief. Schnell stand sie auf. Ihr blick verschwamm, und sie knallte auf den Boden.

Modifié par Juleiila, 25 avril 2010 - 12:25 .


#1390
Bellandyrs

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Als Bella das Schloßportal mit letzter Kraft öffnete, wuselte es auf den Gängen, und der Geruch nach frischem Braten durchzog den Flur. Bellas Magen begann zu knurren, diese läppische Scheibe Brot konnte den Energie-Verbrauch nicht decken, den sie den ganzen Tag hatte.

"Könntet Ihr bitte eine warme Mahlzeit auf mein Gemach bringen lassen?" fragte sie einen Bediensteten, der sie entsetzt anblickte, und daraufhin nickte.

"Sofort Mylady!"
Seine Miene verriet jedoch Ekel, die Blutegel an ihrem Gesicht mußten wirklich furchtbar aussehen.

Bella war das egal, sie merkte, dass die Tiere ihren Dienst verrichteten und die Schwellung tatsächlich ein wenig abgenommen hatte, wenngleich sie sich das auch einbilden konnte.
Kaputt trottete sie den Flur entlang und war gerade am ersten Treppenabsatz angekommen, da rief ihr eine altbekannte Stimme zu:

"Bellandrys! Beim Erbauer! Pfff!"

Bella schloß die Augen. Nicht dieser Pfeifen-Heini, auf den konnte sie im Moment wirklich verzichten. Hatte sie nicht schon genug dunkle Brut für heute gesehen?

Er hastete auf sie zu, legte seine Hände rechts und links auf ihre Oberarme und quetschte sie vor Freude zusammen.

"Au! Laßt mich gefälligst los!"

Ser Christophor van Lissenhein, gekleidet in beigefarbenen knielangen Cordhosen und einem zimtfarbenen Samt-Janker, auf dem goldene große Knöpfe prangten, blickte Bella geschockt an.
"Aber was ist denn los, meine Liebe? Pff?"

Bella holte tief Luft.
"Ich habe gerade stundenlang eine Schlacht gefochten, werter van Lissenhein, ich bin müde, hungrig und dreckig, sehne mich nach einem Bad und Schlaf. Sollte es Euch entgangen sein, habe ich auch die eine oder andere zum Glück nur leichte Verletzung, aber ein tiefer Schnitt im linken Oberarm dürfte damit auch reichen. Dank Eurer netten Umarmung hat sich nun die Kruste gelöst!" Sie starrte den Bann mit zornfunkelnden Augen an und fügte zynisch hinzu: "Und nein, ich habe keine Schmerzen!"

"Aber beim Erbauer, gegen wen habt Ihr gekämpft? Ihr wollt mir doch nicht weis machen dass sich tatsächlich dunkle Brut vors Stadttor gewagt hat, so wie es der König verkündete?"

Das reichte. Bella ballte ihre rechte Hand zu einer Faust, holte aus und verpaßte ihrem Gesprächspartner einen saftigen Haken, der irgendwo an dessen linken Unterkiefer landete. Glücklicherweise blieb dieser ohne schwerere Folgen, lediglich ein roter Fleck bildete sich auf der Haut.

"Ihr seid ein größerer Narr als ich dachte, van Lissenhein. Meint Ihr ich kämpfe gegen Orlaisianer, die mich nichts angehen? Wacht endlich auf und blickt den Tatsachen ins Gesicht. Solltet Ihr mir nicht glauben, dann geht morgen früh raus aufs Schlachtfeld, schaut Euch diese Missgeburten an, dann wißt Ihr endlich von was ich spreche! Und nun geht mir aus den Augen und laßt mich endlich mein Bad nehmen!"

Sie stapfte an dem Mann vorbei, der sie mit offenem Mund anstarrte.

In ihrem Gemach angekommen schälte sie sich langsam aus ihrer Rüstung. Als erstes entledigte sie sich ihrer Handschuhe, das ging noch am einfachsten. Blasen hatten sich in den Handflächen gebildet, wo sie die Dolche umklammert hatte. Ihr Handgelenke waren geschwollen und kraftlos, die Knöchel teilweise aufgeschürft, trotz der Panzerhandschuhe die sie anhatte. Dann zog sie Stiefel aus und genoss die Kühle des Bodens, die durch ihre Fußsohlen drangen. Die Hosen kamen als nächstes dran. Einige blaue Flecke waren auch auf ihren Beinen zu sehen, aber die waren nicht wirklich schlimm.

Schwerer war es, aus ihrem Brustharnisch zu kommen. Sie konnte die Schnallen kaum lösen, und als sie es endlich geschafft hatte brauchte sie einige Zeit, bis den Wams über dem Kopf ausgezogen hatte.

Der Schnitt am Oberkörper entpuppte sich zum Glück nur als Kratzer, aber der Oberarm hatte dank van Lissenhein wieder schwach zu bluten begonnen.

Während das warme Wasser in die Wanne lief, blickte Bella in den Spiegel. Alles in allem hatte sie dennoch höllisches Glück gehabt, ein paar Schürfwunden und blaue Flecken, aber außer der einen Fleischwunde am Oberarm nichts wirklich schlimmes, auch wenn ihr Gesicht zum Lachen aussah.

Vorsichtig ließ sie sich im Wasser nieder, wusch Schmutz und Blut weg, spülte ihre Haare dreimal nach bis endlich der Schlamm auch daraus weg war. Die offenen Stellen brannten höllisch im Wasser, aber sie ignorierte den Schmerz. Als sie endlich sauber war wickelte sie sich in ein großes Handtuch und ging in ihr Gemach zurück, welches irgendwie selten leer war, ohne die Leibwachen.

Dafür stand bereits das Essen auf dem Tisch. Eine kleine Terrine mit kräftiger Suppe, der Hauptgang war in Blechbehältern warm gehalten. Als sie den Deckel hoch hob, schlug ihr der Geruch von Wildschweinbraten mit Sauce und zwei großen Knödeln entgegen, ein bischen Gemüse als Beilage. Der Nachtisch war irgendein Pudding mit Sahnehäubchen und Obst.

Hungrig machte sich Bella über die Speisen her.

Modifié par Bellandyrs, 25 avril 2010 - 12:46 .


#1391
J.D.C

J.D.C
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Von den Anstrenungen der Schlacht, fiel Jannis in einen tiefen erholsamen Schlaf, während er von einem Arzt behandelt wurde. Er täumte und war in seinen Gedanken gefangen.

"Wie es wohl den anderen geht?", dachte er und fuhr mit seinen Gedanken über das Schlachtfeld wie er es zuvor gesehen hatte. Außer Jule hatte er neimanden mehr gesehen kurz bevor es zuende war. Immerhin etwas, ein gutes Gefühl machte sich in him breit.

Die Schlacht war gewonnen die Verluste haben sich in grenzen gehalten und viele würden noch durch die Heiler gerettet werden. Alles in allem eine gute Schlacht und ein herber Schlag für die Geisel dieser Welt. Ein gelungener Neuanfang für Jannis vieleicht hat er ja schon seine ersten Bande hier geknüpft und darf sich auf neue Gefährten, neue Freunde freuen.

Doch eines sorgte für bedenken. Bella rief zu Begin der Schlacht einen Ruf ab,"Für Allie! Für die grauen Wächter! Für die Freiheit!". "Sollten sie etwa Graue Wächter sein." Das würde auch die gute Behandlung durch den König erklären. Jannis würde es wagen, wenn sie wirklich zu den Grauen Wächtern gehören, hätte er vielleicht eine neue Aufgabe.

Eine Aufgabe die zu Heldentaten verleitet, diese und jene welche in den Büchern niedergeschrieben und nie vergessen werden. Das wäre ein wahrer Ansporn für ihn, das wäre die wahre Gerechtigkeit in seinen Augen. Eine bürde die es sich zu tragen Lohnt.

Er hatte sich entschieden falls sie Wächter sind wird er ihnen beitreten. Er stellte sich schon seine neue Rüstung vor, das was er nun am Leibe trug war nichts halbes und nichts ganzes. Neue Waffen würde auch benötigen und einen neuen Schild.

Während er von seiner ausarbeitung der neuen Sachen träumte wurde er unsanft von einem lauten Scheppern geweckt. Er öffntete die Augen und blickte zu boden. Jule lag regungslos vor ihm, war sie im Schlaf von der Liege gerollt. Ein wenig besorgt und sanft hob er sie hoch und legte sie wieder hin. Immernoch erschöpt konnte er grad nur den Blick auf Jule haben und bekam alles andere nicht mit.

Zum glück war sie gerade nicht wach sonst würde sie einen Jungen Kerl mit Tomaten roten kopf vor sich erblicken. Bevor er sich erneut in seinen Stuhl fallen lies, nahmer Jule noch sachte die Arm -und Beinschienen ab. Dann strich er ihr sanft durch ihr Blondes haar und merkte das ihr Kopf förmlich glühte.

Er wies noch einen Arzt an, zu schauen ob dieses Fieber was zu bedeuten hatte. Aber vorerst dachte Jannis sich nur, "nach so einem Kampf ist es kein Wunder das man jetzt den Körper fordert um zu gensen." Er lies sich endlich wieder in den Stuhl sacken und versuchte wieder zu schlafen.

Modifié par J.D.C, 25 avril 2010 - 01:45 .


#1392
MagicBullet

MagicBullet
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Der sterbende Kultist schleuderte mit einer Druckwelle Avalos und Allie von sich weg.
Der Schatten kam leichtfüßig wieder auf die Beine.

Mit lässiger Eleganz tötete er nebenher mit einem schnellen Schwertstreich einen heranrasenden Hurlock, der, getroffen von der Wucht des Schlags, sich einmal um die eigene Achse drehte bevor er im Schlamm aufschlug. 

Aus seiner Kehle kam ein nicht mehr menschliches Knurren. 
Die Schlange hatte keinen kopf mehr, aber der Rest zuckte noch... Mit einem grausigen Lächeln quittierte er die heranstürmende, feixende und sabbernde Brut. 

Seine malachtifarbenenen Augen leuchteten im Dunkeln der Kapuze, bevor sie tatsächlich in Flammen aufgingen. Grüne Flämmchen züngelten an seinem Gesicht herum. 
Entfesselt. Reiner Wahnsinn, entfesselte Gier nach Gewalt und Tod. 

Die Brut hielt an. Verunsichert. Verängstigt? Irritiert. 

Avalos Lippen kräuselten sich zu einem tierischen Lächeln. 
"Kostet meinen Stahl, spürt seinen Biss...." 


Die nächsten Stunden waren wie im Fieberwahn. 
Der Tod sang, als er seine Ernte einfuhr. 


Die letzten der Brut flohen vom Schlachtfeld. Verschwindend wenige. Kavallerie hetzte ihnen nach. 
Die vielen Verwundeteten und Sterbenden auf dem Schlachtfeld schrien um Hilfe, oder manchmal auch nur um eine erlösende Hand. 
Tod und Verstümmelung, so weit das Auge reichte. 
Er strich einem Schatten gleich über das Schlachtfeld, während die Feldscherer ihr blutiges Werk verrichteten, um die zu retten, die man noch retten konnte. 

Hin und wieder zückte er sein Schwert und tötete noch zuckende oder lebende Brut. 

Der Wahnsinn in seinen Augen, das jadegrüne Feuer, glomm nur noch. Wo waren seine Kampfgefährten? 
Wo war Lyna? Das war viel wichtiger. 

Seine Schritte lenkten ihn zu der provisorischen Kommandantur, wo des Königs Schlachtenlenker ihre Pläne schmiedeten. 
Er beratschlagte sich kurz mit ihnen, wie die Verteidigung für zukünftige Attacken besser zu organisieren sei. Außerdem setzte Avalos durch, dass noch alle verwendungsfähigen Männer die tote Brut zu verbrennen hatten. Er wollte keine Seuchen, die mehr Armeen gefällt hatte, als ein Feind es zu tun vermochte. 

Im Schloss angekommen wusch er sich und zog sich frische Kleidung an. Keinen Kratzer. Keine Schnittwunde. Nichts. Er war vollkommen unversehrt. Trotzdem würde er sich morgen eine neue Rüstung anfertigen lassen müssen. 

Seine Klingen starrten immer noch vor Blut und Dreck. Sie lagen achtlos auf dem polierten Mahagonitisch und warteten darauf, dass er sie reinigen und ölen  würde. Aber das hatte Zeit.

Die Tür klickte leise. Schon an ihrem leichten Schritt hatte er sie erkannt. Lyna.
Er drehte sich um und schloss sie wortlos in die Arme. Hauchte ihr einen Kuss auf den Haaransatz. Worte waren hier nicht vonnöten.

#1393
Bellandyrs

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Bellandrys hatte ihr Mahl in Windeseile verschlungen. Nun war sie gesättigt und sauber, immer noch müde, aber die Bilder der Schlacht geisterten ihr durch den Kopf. An Schlafen war unter diesen Umständen jedenfalls nicht zu denken, vor allem sorgte sie sich um ihre Gefährten, die im Lazarett waren. Die Heiler dort wußten ohnehin nicht, wo sie zuerst hinlaufen sollten. Die hygienischen Umstände würden dort über kurz oder lang miserabel sein. Bella beschloß, die drei von dort herauszuholen.
Aber an wen konnte sie sich wenden? Avalos? Eher nicht, Lyna würde bei ihm sein, und da wollte sie die Zweisamkeit nicht stören. Amofillias? Auch so eine Sache, ob der Regent sie überhaupt empfangen würde, dieser hatte mit Sicherheit gerade andere Sorgen im Kopf, als sich um ihre Gefährten zu kümmern.

Sie zog ihre neue braune Hose an, den brombeerfarbenen Pullover dazu, die Jacke und die braunen Stiefel. Es war relativ bequem und scheuerte auch nicht an ihrem Oberarm. Ihr Gesicht sah zwar immer noch zum fürchten aus, aber wenigstens konnte sie wieder durch ihr rechtes Auge sehen. So machte sie sich auf den Weg zum Kommandanten der Waräger.

Als sie die Treppen hinunter ging, machte sie noch einen kurzen Schlenker an der Küche vorbei und bat um eine Tasse Kaffee. Irgendetwas brauchte sie, was ihre Lebensgeister fürs erste wach hielt, und Kaffee war hierfür bestens geeignet. Kurze Zeit später stand dieser frisch gebrüht vor ihr, den sie in einem Zug ausleerte. Sie bedankte sich und ging weiter, hoffend, van Lissenhein nicht noch einmal zu begegnen. Das nächste mal würde sie ihm die Nase brechen, vielleicht würde er sein Pfeifen dann endlich einstellen, so schwor sie sich innerlich.

Allerdings erreichte sie die Kaserne ohne weitere Zwischenfälle. Dort herrschte die gleiche Hektik wie im Lazarett, gesunde Soldaten rüsteten sich, um draussen vor den Toren die Brut auf einen Haufen zusammen zu tragen und zu verbrennen. Dennoch konnte Bella zum Kommandanten vordringen und salutierte vor diesem.

Zuerst sah er sie genervt an, schon wieder jemand der störte. Aber als er sie erkannte, wichen seine Züge in freudiges Lächeln.
"Habt Dank für Euren Einsatz, Mylady. Ohne Eure Warnung wären wir wohl nicht so schnell in der Lage gewesen, zu reagieren. FallRemnon schuldet Euch Dank. Schön, Euch lebendig zu sehen!"

Bella wehrte verlegen ab.
"Nichts zu danken, es war unsere Pflicht, dem diensthabenden Offizier zu informieren. Ich hätte allerdings zwei Bitten an Euch."
Fragend blickte sie den Kommandanten an. Dieser nickte und gab ihr so die Erlaubnis, ihre Anliegen vorzutragen.

"Erstens würde ich Euch bitten meine Gefährten aus dem Lazarett irgendwie in ihre Gemächer im Schloß zurück zu bringen. Allie hat zwar noch keines zugewiesen gekriegt, aber ich denke, das dürfte nicht das Problem sein. Jule macht mir Sorgen, sie hat sich im Kampf sehr verausgabt. Ich würde sie lieber von einem Heiler hier im Schloß behandelt wissen. Auch Jannis, der Orlaisianer, hat sich im Kampf bewährt und sollte hier untergebracht werden. Könnt Ihr das veranlassen?"

Wieder nickte der Kommandant.
"Sicherlich. Es müssen ja nicht unbedingt Soldaten sein, die Eure Gefährten zurückbringen. Also kann auch der Schmied zum Beispiel mit zugreifen. Und zwölf Leute dürften reichen, die drei zurückzubringen. Was ist Euer zweites Begehr?"

"Jannis kann laufen denke ich, also brauchen es gar nicht soviele sein. Aber Allie und Jule sind entweder bewußtlos oder im Tiefschlaf, das konnte ich nicht beurteilen. Ich danke Euch. Was ich noch wissen wollte," Bella holte tief Luft bevor sie fortfuhr: "Wißt Ihr ob meine Leibwachen am Leben sind?" Ängstlich sah sie ihrem Gegenüber in die Augen.

Dieser lächelte jedoch beruhigend.
"Jawohl, das sind sie. Wenngleich verwundet, einer davon mit einem Knochenbruch, aber sie werden wieder kämpfen können. Ich werde Eure Freunde sofort abholen lassen und den hiesigen Heiler damit beauftragen, nach den dreien zu sehen. Ich wünsche einen schönen Abend." Er nickte ihr zu, immer noch lächelnd und verließ dann den Raum um Befehle zu erteilen.

Modifié par Bellandyrs, 25 avril 2010 - 07:08 .


#1394
Guest_Avalin_*

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Mann, Mann.

Falls ihr jemals wieder mit einer neuen Geschichte anfangt gebt mir bescheid. Dann will ich auch mitmachen ;-)

#1395
govi1

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Klar, werden wir machen! :-)

#1396
J.D.C

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ooc/ hm die addresse fürs forum hattest du doch schon da wärst du auf dem laufenden ^^



http://fantasyrp.forumprofi.de

#1397
Guest_Juleiila_*

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ooc: Sicher wirds noch Geschichten geben :)

#1398
Bellandyrs

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Nun war Bella so aufgedreht, dass sie beschloß, die Männer ein Stück weit zu begleiten, die ihre Freunde abholen würden. Sie wollte nochmal die Eindrücke in der Stadt aufnehmen, und vielleicht sah sie ja Theoderich noch einmal.

Kurze Zeit später waren acht Männer startbereit, je vier trugen eine Bahre, auf denen dann Jule und Allie transportiert werden konnten. Bella grinste innerlich, der Kommandant hatte tatsächlich keinen Soldaten dafür abgestellt, da diese alle Hände voll zu tun hatten. Dafür war der Hufschmied, der Rüstungsschmied mit seinen Lehrlingen und Kanonengießer eingeteilt. Ihr war es letztlich egal, wer die Freunde herbrachte, solange sie von dort wegkamen.

Die Männer hatten sie jedoch schnell abgehängt, da diese ein flottes Tempo anschlugen, und Bella nur langsam die Straße entlang schlenderte. Sie hielt Ausschau nach Theoderich, konnte ihn aber nicht entdecken. Sie faßte sich ein Herz und fragte den nächsten der feiernden Einwohner, ob er den Zwerg gesehen hätte oder wenn nicht, ob er ihr denn sagen konnte, wo er sein Haus hatte.
Mit weitausholenden Bewegungen erklärte der Mann ihr den Weg zu Theoderichs Häuschen.

Bella überlegte nur kurz, beschloß aber dann, dem Freund einen Besuch abzustatten. Er hatte sich sicher um sie gesorgt, zumindest entnahm sie das seinem frohen Ausruf, als er sie sah. Zudem würde ihr etwas Ablenkung im Moment sicher gut tun. Sie mußte nicht weit laufen, es war ganz in der Nähe. Fünf Minuten später klopfte sie an der Tür, und ein freudestrahlender Theoderich umarmte sie und zog sie in sein Häuschen, wo er ihr sofort einen Stuhl zurecht rückte, Brot und Käse anbot und eine Flasche Wein aus dem Keller holte. Nur so, zur Feier des Tages, wie er meinte. Er überschüttete sie mit Fragen, Bella antwortete und bald entwickelte sich ein angeregtes Gespräch, wo die Zeit nur so verflog.

Inzwischen hatte der Trupp Jule und Allie auf ihre Tragen gehoben. Jannis grummelte zwar unwirsch vor sich hin, aber wollte Jule augenscheinlich nicht alleine lassen. Zudem waren seine Wunden ja versorgt und ein weiches Bett sowie eine vernünftige Mahlzeit konnten sicher nicht schaden.

Die Heiler waren froh, sich um zwei schwere Fälle nicht kümmern zu müssen und nickten den Männern lediglich zu. Zwanzig Minuten später wurde Jule in ihr Gemach gebracht und auf ihr Bett gelegt, mitsamt ihrer Plattenrüstung. Jannis bezog den Raum in dem er vor wenigen Tagen untergebracht war, und Allie bekam ein Zimmer daneben zugeteilt. So waren alle Gefährten wieder Tür an Tür untergebracht.

Die Mediziner waren bereits verständigt und unterwegs, darunter auch Kräuterkundige. Dieser sah zuerst nach Jannis, gab ihm eine Salbe für seine Brandwunden aus Wacholder und Aloe Vera, die mit ungesalzenem Schweineschmalz und einem Ei hergestellt war. Sie wirkte kühlend und entzündungshemmend.

Dann gingen sie zu Jule und befreiten sie zuerst aus ihrer Rüstung. Einer der Ärzte zog die Luft scharf ein, das sah gar nicht gut aus. Der Arm wies eine bläuliche Spur auf, die nach Blutvergiftung aussah. Der Körper glühte, Schweiß stand der Elfin auf der Stirn. Der Brustkorb war übersät mit Blutergüssen und blauen Flecken. Aus der Bauch-Narbe hatten sich Blutspuren zu den Beinen gezogen, die mittlerweile jedoch vertrocknet waren.

"Dat jibet nüscht! Dat is ja dat Mädel was vor paar Tagen noch halbtot war! Na wenn die nun nüscht ganz tot ist weiß ich auch nüscht!" rief einer der Kräuterkundigen vom Fußende des Bettes hervor. "Paßt man uff mit der, die hatte Rippenbrüche und nä punktierte Lunge!"

Der Kräuterkundige schleppte eine Schüssel mit warmen Wasser herbei, versetzt mit Melisse, und wusch die Blutspuren und den schlimmsten Dreck von Jules Körper ab.
Die Narbe am Bauch war nur leicht aufgerissen, was die Blutspuren erklärte. Der Brustkorb hingegen sah unförmig aus, es hatten sich die bereits gebrochenen Rippen wohl verschoben.

"Laudanum" befahl einer der Heiler knapp. "Auch wenn sie bewußtlos zu sein scheint, ich trau dem Frieden nicht. Wenn wir die Rippen wieder zusammen schieben fällt sie uns sonst noch ins Koma!"

Schnell wurde etwas von dem narkotisierendem Mittel auf ein Gaze gegeben und Jule an die Nase gepreßt. Kurze Zeit später verlangsamte sich der Puls, Jule war nun weggetreten.

Der Arzt tastete vorsichtig die Rippen ab, zog und schob, bis diese wieder an ihrem Platz waren wo sie hingehörten. Ein fester Verband stabilisierte den Brustkorb. Mehr Sorgen machte er sich um die Blutvergiftung, die wohl aus der Wunde von der Hand kam. Hier war in der Handfläche ein Loch, zwischen den Handknochen durch. Sie konnten nur hoffen, dass die Hand brauchbar blieb.

Schnell wurde auch diese Wunde gesäubert, ein Brei aus zerstampfter Petersilie, die blutreinigend wirkte, Sauerampfer, der das Fieber senken sollte, Kamilleblüten die entzündungshemmend waren und ein klein wenig Thymian, der eine desinfizierende Wirkung hatte, wurde dick aufgetragen und die Hand auch einbandagiert, damit dieser seine volle Wirkung entfalten konnte.

Einer der Mediziner schlug vor, Jule zur Ader zu lassen, um so das vergiftete Blut aus ihrem Körper zu bringen. Eine heftige Diskussion entstand, aber nachdem Jule ohnehin schon so geschwächt war, wurde von diesem Vorhaben abgesehen. Sollte sich die Verfärbung binnen der nächsten fünf Stunden ausbreiten, konnte man den Aderlaß noch immer in Betracht ziehen.

"Dat Mädel soll een grauer Wächter sein, hab ich gehört. Wenn die dat Ritual überstanden hat, dann übersteht es auch ne Blutvergiftung, nüscht?"

Die Kunst der Ärzte war erschöpft, es lag in den Händen des Erbauers, ob Jule genesen würde.

Einer der Mediziner blieb bei ihr im Zimmer, zündete eine Kerze an und machte es sich auf dem Sofa bequem. Die anderen verabschiedeten sich mit dem Hinweis, sie sofort zu holen, wenn sich Jules Zustand änderte, und suchten Allies Gemach auf.

Modifié par Bellandyrs, 28 avril 2010 - 09:32 .


#1399
Prophezeiung

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In der Dunkelheit erschien ein schwarzer Rabe mit einer kleinen Papierrolle zwischen dem Schnabel. Er breitete seine großen Flügel aus und lies sich ruhig vom Wind durch die Dunkelheit in richtung Fenster gleiten. Der Rabe ließ sich auf dem Fensterbrett nieder und beäugte aufmerksam die junge Elfe.

Seine großen Augen funkelten in der Nacht und nur ein leichter Umriss des Raben war durch das herabfallende Mondlicht zu erkennen. Er blickte kurz zu dem Mediziner und ließ die Papierolle aufs Fensterbrett fallen wobei diese sich etwas aufrollte...

"Wenn der Kampf endet...wird er erwachen."

Der Rabe warf ein letzten Blick auf die Elfe, breitete majestätisch seine schwarzen Flügel aus und verschwand beinahe lautlos wieder in der Dunkelheit.

Modifié par Prophezeiung, 25 avril 2010 - 11:00 .


#1400
Kaysallie

Kaysallie
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Im Halbschlaf bekam sie mit, dass man sie hochhob, doch sie war zu erschöpft um zu erwachen. Erst als sie die weichen Daunendecken spürte und ihr ein frischer blumiger Duft in die Nase stieg, begann sie zu blinzeln und erwachte. Sie blickte sich um und war verwirrt. Es war seltsam, doch jedes Mal wenn sie aufwachte, lag sie an einem anderen Ort. Sie war in einem wunderschönen Gemach. Es besaß einen eigenen großen Waschraum, sowie einen Schlafraum, in dem sie sich gerade befand und einen großen Vorraum, welcher die anderen beiden Räume verband. In dem Vorraum waren ein Tisch mit vier Stühlen, einige Kommoden und zwei riesige Fenster mit schönen roten Samtvorhängen und weißen Gardinen. Alles war aus Mahagoni und mit goldenen Mustern verziert. Ebenso konnte man in dem Schlafraum eine Mahagonibett vorfinden und einen großen Schrank. Nur ein Fenster bestückte diesen Raum und die schönen dunkelroten Vorhänge waren zugezogen, sodass der Raum nur durch einige Kerzen, die an den Wänden in ihren Halterungen angebracht waren, erleuchtet wurde. An dem Nachtisch des Bettes standen Wildblumen in einem wunderschönen Kristallglas, sowie einige Phiolen mit Medikamenten. Sie blickte auf den Tisch und nahm sich die bekannte Phiole in welcher sich die Medizin für ihre Augen befand. Sie tropfte sich vorsichtig jeweils einen Tropfen in die Augen und blinzelte ein paar Mal. Erst dann konnte sie den Raum erkennen. Sie setzte sich an die Bettkante und stand auf. Sie ging auf das Fenster zu und zog den Vorhang zur Seite. Es war noch früh am Morgen und die Wolken hatten sich schon etwas verzogen. Man konnte noch leicht Umrisse des Mondes erkennen welche leicht von Nebel umgeben waren. Erst als sie den Mond betrachtete merkte sie, dass ihre Schmerzen am Bauch verschwunden waren. Sie zog sich das Shirt hoch welches sie trug und wickelte den Verband auf. Die Wunden waren verschwunden. Es waren nur noch leichte bereits weiße Naben vorhanden. Für einem Moment blickte sie fassungslos nach unten und nahm im selben Moment das Knarren der Eingangstüre wahr. Einige Mediziner und ein Kräuterkundiger kamen herein. Sie blieben im Türbogen stehen und blickten Allie an, welche noch immer ihr Shirt noch oben hielt. Erst nach einigen Sekunden des Anstarrens ließ sie es fallen.

Der Kräuterkundige ging auf sie zu, hob das Shirt hoch und blickte auf den Bauch. Dann wanderte sein Blick nach oben und er war mit ihr auf Augenhöhe.

"Seltsam ich hätte schwören können dat Ihr verwundet wart. Wie dem auch sei, ihr seht ja Eure Medizin. Habt ihr irgendwelche Schmerzen."

Noch immer etwas geschockt antwortete sie:

"Oh. Nein habe ich nicht. Nur ein paar Kratzer an den Armen."

Es waren zwar eindeutig tiefere Wunden als Kratzer, doch Wunden an den Armen war sie bereits gewohnt. Er nickte und verließ noch immer etwas ungläubig den Raum.

Allie war wieder alleine mit den tanzendem Kerzenlicht. Sie setzte sich wieder an die Bettkante und begann nachzudenken. Sie hätte schwören können, dass sie Wunden in der Bauchgegend hatte, wie konnten diese so plötzlich verschwinden? Dann blickte sie zum Kerzenlicht und es viel ihr ein. Schnell wickelte sie sich die Verbände von den Armen und legte ihre rechte Hand auf den die linke Elle, welche mit tiefen Schnittwunden und älteren Narben entstellt war. Sie versuchte sich zu konzentrieren, doch die Kopfschmerzen unterbrachen sie wieder. Sie nahm die Hand wieder weg und stütze sich den Kopf an den Händen und diese an den Knien und blickte aus dem Fenster. Sie verstand es nicht, scheinbar hatte sie sich selbst unbewusst im Schlaf geheilt, doch wieso konnte sie sich noch immer nicht konzentrieren? Sie fühlte sich leer und empfand weder Hass noch sonst etwas. Der Fluch war scheinbar durch den Tod des Kultisten nicht komplett verschwunden.