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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#1401
Bellandyrs

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Bella genoß den Besuch bei Theoderich. Geschickt stellte er Fragen über die Schlacht, so dass sich Bella alles was sie traumatisieren hätte können von der Seele sprechen konnte. Theoderich hörte geduldig zu, teilweise überzog ihn eine leichte Gänsehaut, als sie von den Kämpfen und von der Brut, der Gewalt die dort herrschte, und von Jules Heldentat erzählte, wo diese Bella vor dem Pfeil beschützt hatte.

Die Stunden verflogen nur so, eine weitere Flasche Wein wurde geleert, auch Theoderich erzählte von seinen Ängsten, die er durchstand. Während sie zuhörte, fielen ihr die Augen zu, und der Kopf, den sie auf dem linken abgewinkelten Arm abgestützt hatte, kippte ein wenig nach vorne.

Da saß sie nun, auf dem Stuhl eingenickt. Theoderich hob Bella vorsichtig hoch, darauf bedacht, sie nicht zu wecken, und trug sie in seine Schlafstube. Dort ließ er sie auf seinem Bett nieder und zog ihr die Stiefel aus. Die Jacke hatte sie vorhin schon abgelegt, der Kamin hatte dem Raum eine wohlige Wärme verliehen. Er holte noch eine flauschige Decke aus dem Schrank und breitete sie über der schlafenden aus. Das Mondlicht fiel auf ihr Gesicht, welches nun entspannte Züge aufwies. Nur die Blutegel sahen fürchterlich aus, sie hatten sich schon ums doppelte vergrößert und baumelten an der Wange.
Theoderich war dies egal, selbst wenn diese in der Nacht abfallen sollten. Er war sich mittlerweile sicher, dass er sie wirklich liebte. Für ihn gab es keine hübschere und tapferere Zwergin als Bella. Sein Herz drohte beinah vor Zärtlichkeit zu zerspringen. Er strich ihr übers Haar und streifte vorsichtig ihre Stirn mit seinen Lippen.

"Schlaf gut meine Liebe", flüsterte er ihr zu.
Dann verließ er die Schlafstube, aber ließ die Tür einen Spalt offen, damit er sie hören konnte, sollte sie nachts aufwachen. Er selber machte es sich auf dem Sofa bequem und igelte sich in seiner Decke ein, wo er kurz darauf einschlief.

Modifié par Bellandyrs, 26 avril 2010 - 08:02 .


#1402
Bellandyrs

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Als Bella am nächsten Tag aufwachte, wußte sie zuerst nicht, wo sie war. Schnell blickte sie sich um, aber sie lag - dem Stein sei dank - alleine im Bett, und noch angezogen. Die Schwellung am Auge war zurückgegangen, auch die Wange fühlte sich nicht mehr ganz so taub an. Aber wenigstens konnte sie wieder etwas sehen.



Frischer Kaffeeduft wehte ihr entgegen, also befreite sie sich von ihrer Decke, schlüpfte in ihre Stiefel und ging hinaus in die Wohnstube. Theoderich hatte bereits frische Brötchen vom Bäcker geholt und den Tisch liebevoll gedeckt. Sogar ein kleiner Blumenstrauß aus Gänseblümchen lag neben ihrem Teller. Er hatte auch ein Exemplar der Tageszeitung ergattern können. FallRemnon konnte sich rühmen, einen kleinen Druckereibetrieb zu haben.



Bella strahlte Theoderich an. "Guten Morgen, Ihr wart ja schon fleissig!" Sie nahm ein Gänseblümchen und schnupperte daran. Natürlich rochen sie nicht nach frischen Rosen, aber Bella freute sich über diese unbeholfene liebevolle Geste, in der er seine Freude zum Ausdruck brachte, Bella gesund zu sehen.



"Guten Morgen, Bellandrys. Habt Ihr gut geschlafen? Mögt Ihr Kaffee?"

Ohne eine Antwort abzuwarten, schenkte er ihre Tasse voll, schnitt ein Brötchen auf und legte ihr die beiden Hälften aufs Teller.



Bella belegte diese mit Wurst und Käse und biss herzhaft hinein. Irgendwie hatte sie tatsächlich schon wieder Hunger, obwohl das Abendessen ja sehr reichhaltig war.



Theoderich reichte ihr die Zeitung. "Hier, Eure Taten werden erwähnt..."



Bella nahm das Blatt und fing an zu lesen. Der stundenlange Kampf wurde noch einmal beschrieben, der König bejubelt, und der Dank an die grauen Wächter ausgesprochen, die den Offizier informiert hatten, dass ein Angriff auf die Stadt bevorstand. Die meisten Seiten waren allerdings Veröffentlichungen aus dem Lazarett, wo verwundete Soldaten aufgelistet waren, und auch diejenigen, die gefallen waren. Abschließend stand ein Hinweis, dass die nächste Woche die Flaggen auf Halbmast gesetzt waren zum Gedenken an die Gefallenen, und aus selbigem Grunde am heutigen Tag um 17 Uhr eine Messe in der Kathedrale gehalten wurde. Jeder Bewohner oder Besucher FallRemnons war herzlich eingeladen, an dieser teilzunehmen.



Bella legte die Zeitung beiseite und sah Theoderich fragend an.

"Ich würde gerne diese Messe besuchen. Wollt Ihr mich begleiten, Theoderich? Alleine will ich dort nicht hin, ich habe dann das Gefühl, die Leute würden mich alle anstarren. Aber ich würde gerne die Gefallenen ehren, die mit mir da draussen gekämpft haben."



Theoderich nahm Bellas Hand zart in die seinen.

"Natürlich Bella. Wie könnte ich Euch diesen Wunsch abschlagen? Vielleicht interessiert es Euch auch, dass Avalos noch in der Nacht die feindliche Brut zusammen auf Haufen tragen und verbrennen ließ. Man sieht jetzt noch die Rauchwolken vor den Stadttoren. Ich hoffe nur, dass sie die Totengräber nicht der Verderbtheit anheim gefallen sind. Andererseits werden sie schon Handschuhe und Rüstungen angehabt haben, um davor gefeit zu sein."



Er ließ Bellas Hände wieder aus und schenkte ihr Kaffee nach. Sie fühlte sich wohl hier, Theoderichs Heim war zwar wie eine typische Junggesellenbude eingerichtet, ohne Schnick-schnack, aber es war gemütlich. Und seine Anwesenheit hatte etwas beruhigendes an sich. Sie fühlte sich beinahe heimischer als in ihrem Anwesen in Orzammar, wo sie ihr Dasein auch nur allein bestritt. Und so ein Frühstück mit einem ansehnlichen Zwerg, der obendrein noch liebevoll und nett war, hatte schon etwas für sich.



Dennoch verabschiedete sich Bella kurz darauf von Theoderich. Sie wollte nach Jule, Allie und Jannis sehen, ob diese gut untergebracht waren, und vor allem, wie es den Gefährten ging. Und vielleicht ergab sich ja auch ein Plausch mit Lyna, wenn diese nicht bei Avalos war. Aber diesen würden schon bald die politischen Geschäfte und Besprechungen einholen, die nun äußerste Priorität hatten.



"Theoderich, ich danke Euch für den wunderschönen Abend, für Eure Gastfreundschaft. Ihr hättet mich genauso gut auf dem Sofa schlafen lassen können. Und für das leckere Frühstück. Holt Ihr mich um 16 Uhr vom Schloß ab?"



Er nickte. "Natürlich. Ihr könnt auf mich zählen. Auf Wiedersehen, meine Liebe."



Er umarmte sie kurz und geleitete sie dann an die Tür.



Bella drehte sich noch einmal um.



"Theoderich - Danke. Für alles. Wieder einmal." Dann lächelte sie, und ging beschwingt den Weg zurück ins Schloß. Kurz bevor sie dort ankam fühlte sie ein leichtes Ziepen an der Wange, gleich darauf am Augenwinkel, und die Blutegel fielen auf das Pflaster.




#1403
J.D.C

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Jannis trottete langsam und schläfrig neben Jules trage her. Mit halb geschlossenen Augen und gähnend leif er durch die Straßen scheinbar kaum gerührt von dem Freunden Trubel um ihn herum. Er sehnte sich gerade nur nach dem weichen Bett welches ihn wohl erwarten würde. Als sie endlich am Vorhof des Palasts ankamen schlafwandelte Jannis eher, als das man ihm mit jemand lebenden vergleichen könnte.

Wie ein Zombie nur nicht durch Fleischgier, sonderen durch den gedanken an sein Bett getrieben zwang er sich die Treppen zu den Gemächern empor. Dort angekommen bekam er sein altes, neues Zimmer zugeteilt. Den Griff nicht findend lief er kopfwärst gegen die Tür, ein laut gestöhntes" Autsch" hallte durch die Flure und Gänge. Dort lag er am Boden und sah kurz welche Zimmer Allie und Jule bekamen. Allie zu seiner Linken und Jule zu seiner Rechten.

Er richtete sich wieder auf, durch den Schmerz am Kopf wieder ein wenig erwacht, schaffte er es nun den Türgriff zu packen und die Tür zu öffnen. Mit einem lauten Knarren und Quietschen öffnete sich die alte Tür. Jannis schlurfte hinein und lenkte sich in Richtung Bett, welches seit seinem letzten Aufenthalt unberührt schien. Da waren die Bediensteten des Königs wohl faul gewesen. Aber es war ihm egal so schien es um einiges gemütlicher.

Er ließ sich in das Bett fallen, dort ruppte er sich die Überreste seiner Rüstung vom Körper. Von Wuchtigen Schlägen, rostigen Klingen, Feuer und Eis geschunden waren diese mit Glück zum einschmelzen gut, um daraus etwas neues zu machen. Mit einem klirren und Scheppern fielen die Sachen zu Boden. Jannis hatte nun die Vergangenheit von sich abgestreift und außer seinem Armband war nichtsmehr übrig. Nur noch von dem Blut getünchten Hemd bedeckt zog er die Flauschige decke über sich und mummelte sich in dieser ein.

Er lag erst noch ein wenig und ihm wurde warm, zu warm um zu schlafen, schnell stand er kurz wieder auf und öffnete das Fenster um die abendlich kühle Luft herein zu lassen. Wieder zurück im Bett machte er es sich gemütlich und starrte in den aufziehenden Sternenhimmel. Der Himmel hatte sich von einem Wolken bedeckten vorapokalytischen Höllentor zu dem wohl gewollten einlass zum Paradies gewandelt. So klar das man sich darin hätte verlieren können.

Gedankenlos schlief Jannis ein, unruhig wälzte er vom einen zum anderen Rand des Bettes umher. Gefesselt von der zigfach herumgewickelten Decke schnürte es ihm fast die Luft ab. Das Spiel, der Kampf mit der Decke zog sich noch einige Stunden hin, bis Jannis mitten in der Nacht aufwachte. Tortz der Kälte war er verschwitz und hatte den drang nach sauberer Kleidung und einem warmen Bad. Trotz des kurzen unruhigen Schlafs war er jetzt etwas ausgeruht.

Er ging also ins Bad und lies sich etwas warmes Wasser ein. Erst als er die Verbände bemerkte musste er einhalten. Damit in die Wanne zu steigen wäre dumm. Neue könnte er sich kaum um diese Zeit anlegen lassen und die Seife im Wasser würde dann sowieso unangenehm in den Wunden brennen. Also wusch er sich so, an den Stellen wo dies möglich war.

Sauber und erfrischt, ausgeruht und wach wusste er jetzt nicht was er machen sollte. Was sollte man auch schon um diese Zeit machen. Er ging zur Tür und luckte hinaus. Die Flure waren von Hellem Kerzenschein erleuchtet. Alles war still. "Wie war das noch, Allie links und Jule rechts. Nur das ich verkehrt herum lag, also Allie rechts und Jule links".

Er trat aus seinem Gemach heraus und ging nach links. Welch überraschung er wollte lieber zu Jule, Allie war ihm noch immer nicht ganz geheuer. Leise ging er rüber zu Jules Zimmer und drückte dort sachte die Türklinke runter. Mit einem leisen klacken öffntete sich diese und Jannis trat ein. Eine Kerze stand einsam auf einem kleinen Tisch und sorgte für eine angenehme Beleuchtung des Raumes. Neben dem Tisch war ein Stuhl, auf dem eine Arzt hockte. Dieser war wohl bei seiner Aufsicht eingeschlafen.

Auf dem Bett lag Jule und schlief Seelenruhig. Ob es ihr gut ging, wohl kaum sonst wäre kaum ein Arzt hier. Leicht klopfte Jannis dem Arzt auf die Schulter, welcher daraufhin mit einem leichten Schreck erwachte. Ungläubig dreht er sich zu Jannis um.

"Oh was macht ihr den hier zu solcher Stund, solltet ihr nicht lieber schlafen?".

Er antwortete mit einer Gegenfrage, "Müsstet ihr nicht eigentlich wach sein und aufpassen?".

"Oh ja aber auch wir Ärzte hatten einen sehr anstrengenden Tag und ein Nickerchen schadet nie. Ihre Lage ist zur Zeit stabil. Sie ist noch ein wenig fiebrig aber sie dürfte es schon packen."

Erleichtert säufzte Jannis,"kann ich vielleicht irgendwie Helfen, ich könnte hier aufpassen und sie ihr Nickerchen fortführen, ich bin soweit wieder ausgeruht."

"Oh Ja das wäre in der Tat sehr nett und hilfreich, wenn sich etwas ändern sollte zögert nicht mich aufzuwecken, schließlich bin ich für einen Notfall hier geblieben. Also macht es euch bequem hier, ich werde dann weiter schlafen."

Jannis wandte sich mit einem Nicken ab, der Arzt schloss wieder seine Augen und schlief nach kurzer Zeit wieder ein. Jannis rückte einen Stuhl neben Jules Bett, er fühlte ihre Hitzige stirn. Er ging ins Bad und befeuchtete eine paar Tücher mit kühlem Wasser, welcher er ihr auf die Stirn legte. Er setzte sich auf den Suthl und wachte fortan an Jules Seite. Jede stunde wecheslte er das Tuch und fühlte erneut ihre Stirn.

Die Zeit verging und Jannis blieb die Nacht über bei Jule. Besorgt und zugleich glücklich, ein komisches gefühl.
Mit dem Morgengrauen kam ihm der Gedanke, war er etwa verliebt, das würde einiges erklären. Von der Durchgestandenen Nacht erschöpft hoffte er auf einen schnellen Sonnenaufgang, die anderen würden dann sicher nach Jule schauen und der Arzt wäre auch wieder wach.

Jannis war schon wieder müde und bräuchte wieder etwas Schlaf.

Modifié par J.D.C, 27 avril 2010 - 04:56 .


#1404
Guest_Juleiila_*

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Der Morgen brach an. Unruhig und mit Schmerzen wälzte Jule im Bett herum. Ihr Brustkorb schmerzte mehr, als je zuvor, das Pochen und Stechen war nun unerträglich. In Ihrem linken Arm pochte es ebenfalls, so als würde sie spüren wie der Dreck durch ihre Adern floss. Jule spürte den Druck auf Ihrem Brustkorb, der entstand weil dieser fest zugebunden war, und auch wie fest ihre Hand eingebunden war. Schweiß stand ihr auf der Stirn, ihr war heiß und kalt zugleich. Komisches Gefühl.


Sie blickte nach links und dort sah sie Jannis, der schlafend auf dem Stuhl saß. „Wo … wo sind die ... anderen?“ fragte Jule stotternd und leise, doch bevor er überhaupt hätte antworten können fiel Jule wieder in einen tiefen Schlaf. Irgendwie wusste sie nicht was passiert war, nur dass eine Armee von Dunkler Brut auf FellRemnon zulief. Der Schlaf verlief ganz unruhig. Sie träumte wie einer nach den anderen ihrer Gefährten, auf dem Schlachtfeld sein Leben lies, und das nicht auf die schönste Weise.

Modifié par Juleiila, 27 avril 2010 - 12:17 .


#1405
Bellandyrs

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Bella sah auf die vollgesogenen Egel. Die hatten wirklich gute Arbeit geleistet, sie wußte zwar nicht, ob ihr Auge nun noch so schlimm aussah, aber wenigstens war die Schwellung fast weg. Kurzerhand entschloß sie sich, noch ein wenig durch den Schloßgarten zu bummeln. Es war relativ kühl, Nebelschwaden zogen vereinzelt dahin, aber hin und wieder blitzte die Sonne hervor. Man konnte noch nicht abschätzen, ob es ein schöner Tag werden würde.

Ergriffen blickte sie die Gänseblümchen in ihrer Hand an und dachte an Theoderich. Sie fühlte sich wohl in seiner Anwesenheit, und sie war froh, dass er sie zur Messe begleiten wollte. Apropos Messe, sie wollte auch ihren Gefährten sagen, dass diese statt fand. Vielleicht wollte Lyna auch dorthin, oder Jannis. Wie es Jule und Allie wohl gehen mochte? Durch den Abend bei Theoderich hatte sie keine Gelegenheit mehr, sich über den Gesundheitszustand der beiden Elfen zu erkundigen. Das würde sie jedoch schleunigst nachholen.

Schnell machte sie kehrt. Dabei fiel ihr Blick in die Ferne. Theoderich hatte Recht, es waren noch immer Rauchsäulen vor den Toren sichtbar. Sie schüttelte sich, weil sie diese an den Kampf gestern erinnerte. Wie froh war sie, dass dieser vorbei war. Aber etwas gutes hatte die Schlacht dennoch gehabt: ihre Wut, ihr Hass, beides war verschwunden. Irgendwie war durch diese körperliche Anstrengung und dem Kampf ums überleben wohl ihr altes Ich hervorgekommen. Zumindest war sie wieder ruhiger, ausgeglichener. Vielleicht hatte aber auch die Tatsache, dass sie beinahe gefallen wäre, den Blick für die wichtigen Dinge im Leben wieder zurecht gerückt. Sie dachte an Lynas letzte Worte zurück, bevor der Kampf begann: "Ich hatte ehrlich gesagt um unsere Freundschaft gefürchtet. Wie ich sehen kann, war diese Angst umsonst... ich danke den Göttern dafür." Das konnte sie auch sagen. Sie war froh, solche Gefährten, solche Freunde zu haben.

Mittlerweile war sie im zweiten Stock im Ostflügel angelangt. Vorsichtig klopfte sie an Jules Tür. Als sie jedoch keinen Ton hörte, trat sie ein.

Der Mediziner schlief auf dem Stuhl, Jannis mit aufgestützem Kopf auf seinen verschränkten Armen, und Jule selber atmete tief und gleichmäßig. Leise schlich sich Bella wieder aus dem Zimmer, ging in den Frühstücksraum und holte dort eine Karaffe mit frischem Saft und ein paar Gläsern. Dazu häufte sie auf einem Teller frisches Obst an, etwas Brot und Marmelade. So beladen, ging sie zurück in Jules Gemach und stellte die Köstlichkeiten auf dem kleinen Tisch ab. Dann rüttelte sie den Arzt wach, der sie verschlafen anblickte, aber sofort aus dem Stuhl hoch schoß:

"Ist etwas passiert?" fragte er entsetzt.

Bella lächelte ihm beruhigend zu.
"Nein, aber ich denke, Ihr habt nun lange genug gewacht, wenn Ihr Jule nochmal untersuchen könntet? Vielleicht könnt Ihr dann Euren anderen Aufgaben noch nachgehen?"

Der Heilkundige huschte schnell ins Badezimmer und spritzte sich kühles Wasser ins Gesicht, um vollends wach zu werden. Dann zählte er Jules Puls, fühlte ihre Stirn, und sah sich die blaue Verfärbung an.

"Es sieht so aus als wäre sie auf dem Wege der Besserung. Das Fieber ist so gut wie weg, nur noch leicht erhöhte Temperatur. Die Verfärbung hat sich nicht weiter ausgebreitet, und ihr Herz schlägt regelmäßig. Sie sollte das Bett die nächste Woche auf keinen Fall verlassen, aber wir werden nach der Mittagsstunde noch einmal herkommen, ihre Verbände wechseln und ihr Kräutertees verabreichen, die sie beruhigen und müde machen. Schlaf ist hier die beste Medizin."

Er nickte ihr zu. "Man kann sie jedenfalls beruhigt alleine lassen, die akute Gefahr ist vorüber. Dennoch schadet es nicht, wenn jemand bei ihr wacht." Er drehte sich zu Bella um, und sah ihr ins Gesicht.
"Ah, ein nettes Veilchen habt Ihr Euch eingefangen. Blutegel? Saubere Arbeit von den Tieren. Wie fühlt Ihr Euch? Sieht zwar ein wenig bunt aus, aber ich denke, die Schmerzen dürften ziemlich weg sein. Seid Ihr denn sonst noch irgendwo verletzt?"

Bella mußte ihm zustimmen, Schmerzen hatte sie keine mehr. Aber wenn der Arzt schon fragte, konnte es nicht schaden, wenn er einen Blick auf ihren Oberarm warf. Also krempelte sie den Pullover hoch und zeigte ihm die Wunde.

"Ah, nun ist es zu spät die Stelle zu nähen, es wird auch so wieder verheilen, aber nicht so sauber. Es wird eine Narbe zurückbleiben. Wartet, ich reinige die Wunde schnell."
Hurtig zog er reinen Alkohol aus seiner Tasche, den er auf ein steriles Tuch gab, und säuberte die Wunde. Bella biß die Zähne zusammen, es brannte höllisch.
Schließlich versorgte er die Scharte mit Ringelblumensalbe und legte einen Verband um.

"Guten Tag" verabschiedete er sich.

Jannis würde es sicher nicht schaden, in seinem Bett Erholung zu finden, und nicht zusammen gekauert auf dem Stuhl. Bella ging zu dem Orlaisianer und tippte ihn auf die Schulter. Keine Reaktion, er mußte wohl doch tiefer schlafen, als es den Anschein hatte. Also rüttelte sie ihn sachte, und kurz darauf schlug Jannis seine Augen auf.

"Hmpf?"

"Guten Morgen Jannis, geht in Euer Zimmer, schlaft Euch aus. Ich bleibe bei Jule und paß auf sie auf."

Jannis sah sie zwar relativ verständnislos an, aber im Halbschlaf verzog er sich dann doch in sein eigenes Gemach.

Bella holte sich einen Apfel vom Tablett, setzte sich neben Jule und biss geräuschvoll hinein.

Modifié par Bellandyrs, 27 avril 2010 - 09:32 .


#1406
govi1

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Lyna schlenderte missmutig durch die Gärten des Anwesens. Sauber geschnittene Hecken, die einen gepflasterten Weg säumten und nur ab und zu von Statuen unterbrochen wurden, die in den meisten Fällen die heilige Braut Andraste darstellten. An gewöhnlichen Tagen war dieser Platz gefüllt mit Adeligen, die Unterhaltungen führten, die gestutzten Rosenstauden bestaunten oder schlicht die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut fühlen wollten. Diese Aktivitäten wurden dabei stets vom Brummen der Bienen und Hummeln begleitet.



Doch heute war er leer- die meisten blieben wohl Zuhause und trauerten um verlorene Angehörige oder feierten ausgelassen in den zahlreichen Tavernen der Stadt den Sieg über die Dunkle Brut. Niemand in der Bevölkerung schien sich zu wundern, weshalb diese überhaupt einen Angriff auf die Stadt geplant hatten, aber auf die Politik des Regenten hatte diese Schlacht einen überaus positiven Effekt gehabt- die Bürger vertrauten ihm, es liessen sich neue Gönner und Befürworter finden, sogar Avalos war zufrieden.



Lyna seufzte und roch nachdenklich an einer Rose. Avalos... Die letzte Nacht hatte sie sehr genossen, endlich eine traute Zeit nur mit ihm alleine. Doch genau in diesem Moment beriet er sich mit den Würdenträgern des Reiches, verhandelte und überzeugte Adelige, die sich bisher zurückgehalten und die Geschichten über die Dunkle Brut angezweifelt hatten. Sie hätte ihn begleiten können... aber ihr stand nicht der Sinn danach. Zumal niemand auf eine Elfe hören würde, auf eine ehemalige Dalish schon gar nicht. Ausserdem waren ihr die politischen Spiele unbekannt, für Intrigen am Hofe war sie wohl ein zu leichtes Opfer.



Sie wandte sich von der Rose ab und konnte gerade noch einen Blick auf eine davoneilende Zwergin erhaschen, die in Gedanken versunken schien. Bella? Ehe sie nach ihr rufen konnte, war sie schon verschunden. Wahrscheinlich war sie zu diesem Händler unterwegs, ebenfalls ein Zwerg- beschämt stellte Lyna fest, dass sie nicht einmal dessen Name wusste. Da hatte sie einiges nachzuholen.



Sie liess einen letzten Blick über die Gärten schweifen- ein trauriges Abbild der Natur, in geometrische Mustern gestutz und fern von der wilden, chaotischen und dennoch wunderschönen Realität, nur damit sie dem menschlichen Augen schmeichelt und es nicht überfordert.



Eilig lief sie Bella nach, folgte ihr bis zu Jules Zimmer und kam gerade noch rechtzeitig, um die Worte des Arztes aufzuschnappen. Ihr fiel ein Stein vom Herzen, als sie die beruhigenden Worte aus seinem Munde hörte.

#1407
Kaysallie

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Allie saß noch immer auf dem Bett und hatte die Zeit komplett vergessen. Plötzlich viel ihr die Schlacht wieder ein und ihre Gefährten. Hatten sie überlebt? Sie konnte sich nur noch daran erinnern wie Avalos den Kultisten den Rücken aufschlitzte, doch von den anderen war keine Spur zu sehen. Sie stand auf und ging in den Vorraum, mit langsamen entkräfteten Schritten. Sie hatte seit dem Tag vor der Schlacht weder etwas gegessen noch etwas getrunken. Doch sie hatte keinen Hunger und auch keinen Durst. Die Zeit in den tiefen Wegen hatte sie gelehrt nur mit wenig Nahrung auszukommen. Sie ging auf die Tür zu und betrat den Gang. Dieses Mal waren keine Wachen zu sehen, denn die hatten scheinbar etwas besseres zu tun. Sie konnte sich an den Flur anhand der aufgehängten Bilder erinnern und ging zwei Türen weiter. Sie betrat das Gemach von Jule und ging auf das Schlafgemach zu. Sie stütze sich an den Türrahmen und gab einen erleichterten Seufzer von sich, als sie Lyna, Bella und Jule erblickte. Dann ging sie ohne ein weiteres Wort zu sagen auf das Fenster zu und blickte hinaus.
"Wie stark sind ihre Wunden?"
sagte sie wohl eher zu dem Fenster als zu jemand bestimmtes.

Modifié par Kaysallie, 27 avril 2010 - 09:51 .


#1408
Bellandyrs

Bellandyrs
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Als Allie bleich wie eine unberührte Leinwand in Jules Zimmer erschien und langsam aufs Fenster zuging, verschluckte sich Bella an dem Bissen, den sie gerade kaute.

Nachdem sie sich von ihrem Hustenanfall erholt hatte, schnappte sie nach Luft und sprang von ihrem Stuhl auf.

"Allie, beim Erbauer, wie schön Euch zu sehen! Wie geht es Euch denn? Ich hatte Euch zuletzt bewußtlos gesehen... "

Auch Lyna war beinahe lautlos zuvor ins Gemach gekommen, Bella sah sie erst jetzt.
"Lyna, Ihr auch hier? Ich hoffe doch, auch Euch geht es gut?"
Sie freute sich, die Freundin zu sehen, schritt auf diese zu und umarmte sie. Wurde wohl langsam zur Gewohnheit, aber sie konnte nicht anders. Zu sehr hatte sie die Dalish ins Herz geschlossen.

Sanft löste sie sich wieder und setzte sich wieder auf den Stuhl neben Jules Bett.

"Allie,man kann Eure Frage zweifach beantworten. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Ihr Kreislauf ist nun stabil, das Fieber beinahe weg und die Blutvergiftung hat sich zum Glück nicht weiter ausgebreitet. Aber dennoch... sie darf die nächste Zeit das Bett hüten, ihre Rippen haben sich anscheinend wieder verschoben gehabt, und die brauchen nun endlich Ruhe um zusammenwachsen zu können. Insofern ist die Antwort auf die Frage wie stark ihre Wunden sind: ein Wunder dass sie nicht tot ist."

Sie nahm den letzten Bissen vom Apfel.
"Da ihr gerade alle anwesend seid... Heute um 17 Uhr wird in der Kathedrale eine Messe gehalten, eine Trauerfeier für die Gefallenen. Vielleicht hat eine von Euch auch das Bedürfnis, für die Soldaten zu beten? Jannis frage ich, sobald er aufgewacht ist. Ich werde auf jeden Fall hingehen, alleine schon um zu danken, dass wir den Kampf überlebt haben. Theoderich wird mich eine Stunde zuvor hier im Schloß abholen. Wenn Ihr mit wollt, kommt einfach zu dieser Zeit auf mein Gemach."

Eine frische Brise wehte durchs geöffnete Fenster, es war noch immer kühl draussen.

Modifié par Bellandyrs, 28 avril 2010 - 06:19 .


#1409
Guest_Juleiila_*

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Jule überkam ein kalter Schauder als der frische Wind durch das Zimmer wehte. Zudem konnte sie es nicht glauben. Hatte sie ebenen Bellas Stimme gehört? War diese also nicht tot, sondern lebendig? Und es hörte sich an, als hätte sie Allies und Lynas Namen erwähnt. War sie gerade dabei mit Ihnen zu sprechen? Jule konnte es nicht glauben. Dann waren wohl alle wohlauf.

Mit einem Seufzer und Stöhnen wachte sie langsam auf. Sie drehte ihren Kopf von der reichten Seite nach vorne und konnte Lyna sehen. Dann blickte sie nach Links, sah Bella die auf einem Stuhl saß und Allie die aus dem Fenster blickte. „Beim Erbauer!! Es sind alle wohlauf. Welch Glück.“ sagte sie und hatte dabei ihre Augen leicht zusammen gekniffen.

„Allie ? Geht es Euch wieder gut?“ fragte Jule. Sie konnte sich noch genau daran erinnern, wie sie bewusstlos im Schlamm lag, sich nicht regte und nicht bewegte. Jule wollte gar nicht daran denken, was passiert wäre, wenn sie Allie nicht in die Stadt gebracht hätte. Wenn Ihr oder den anderen irgendetwas passiert wäre, hätte es Jule vermutlich nicht verkraftet.

Jules Blick huschte wieder zu Bella, die genüsslich einen Apfel aß, und reinbiss. Dabei begann Jules Magen zu knurren. Sie hatte seit vor dem Kampf nichts mehr zu Essen gehabt. Und ein Bad, etliche Frische Semmeln und Früchte dazu einen Kaffe, das wäre jetzt genau das richtige gewesen.

Modifié par Juleiila, 28 avril 2010 - 09:37 .


#1410
Bellandyrs

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"Oh Ihr seid wach Jule! Wartet, ich habe ein wenig frisches Obst, Brot und Saft mitgebracht."

Bella stand auf, bestrich eine Scheibe Brot mit Marmelade, zerkleinerte einen Apfel in mundgerechte Stücke und schenkte ein Glas Saft ein. Das stellte sie auf ein Tablett und an Jules rechte Seite, damit diese mit der unverletzten Hand essen konnte.



Schnell holte sie noch ein zweites Kissen und schob es Jule unter den Nacken, damit sie etwas aufrechter sitzen konnte.



"Guten Appetit meine Liebe! Schön, dass Ihr Euch entschieden habt, doch am Leben zu bleiben" lachte Bella Jule an. "Ihr habt uns einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Und wehe Ihr bewegt Euch, die Ärzte haben mit Müh und Not wohl Euren Brustkorb wieder zusammengeflickt. Und ja, so wie es aussieht, sind alle wohlauf. Jannis ist in den frühen Morgenstunden zurück in sein Gemach, er ist wohl nicht von Eurer Seite gewichen. Und die Ärzte werden Euch später nochmal einen Besuch abstatten. Braucht Ihr sonst etwas? Vielleicht ein wenig Lektüre?"



Bella schmunzelte. Für was hatte Jule eigentlich einen Vorraum, eine Art Wohnzimmer, wenn grundsätzlich immer alle hier im Schlafgemach rumstanden? Aber nachdem Jule ja das Bett hüten mußte, blieb den Besuchern ja kaum etwas anderes übrig, als sich ums Bett zu versammeln.

#1411
govi1

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Lyna erwiderte Bellas Umarmung und schenkte ihr ein herzliches Lächeln. "Ja, ich habe Euch im Schlossgarten gesehen und bin Euch gefolgt. Schön, dass Eure Beule schon verschwunden ist." Anscheinend hatten sie und Lyna die harmlosesten Verletzungen davongetragen. Dafür hatten Allie und Jule umso mehr einstecken müssen.



"Ich werde die Messe ebenfalls besuchen", versicherte sie der Zwergin. Nicht, weil sie an den Erbauer oder an seine Braut Andraste glaubte, aber weil sie den gefallenen Männern und Frauen ihren Respekt entgegenbringen wollte. Sie hatten ihr Leben für das Wohl der Stadtbürger geopfert- dafür hatten sie Anerkennung verdient.



Allie betrat das Zimmer, ohne Begrüssung und gleich Position am Fenster beziehend. "Allie", rief auch Lyna aus. Seit ihrem Auftauchen hatten sie kein einziges Wort miteinander gewechselt, fiel ihr auf. Sie war schon vor dem Ereignis in den Tiefen Wegen eine verschlossene Persönlichkeit gewesen, nach der schrecklichen Zeit bei der Dunklen Brut wird sich dies kaum verändert haben.



Ehe sie etwas hinzufügen konnte war auch schon Jule wach, blinzelte sie an und kneifte die lichtempfindlichen Augen zusammen. "Ja, esst nur ordentlich. Ihr habt ja kaum etwas auf den Rippen... kein Wunder, dass sie sich verschoben haben."



Zum zweiten Mal an diesem Tage fiel ihr ein Stein vom Herzen- sie hatten alle die Schlacht überlebt, einige schwer verletzt... doch wenn man die frischen Gräber auf dem Friedhof betrachtete, so konnten sie sich dennoch glücklich schätzen. Lyna setzte sich auf einen Stuhl und versank in Gedanken, ohne es zu bemerken.

#1412
Guest_Juleiila_*

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Jule fing an zu lachen, was mit einem Husten und schmerzlichen quieken endete. „Bella, Ihr wisst doch, ich lese eigentlich nicht. Bücher sind nicht mein Ding, ich stehe auf die Wirklichkeit.“ Grinste sie die Freundin an. Dann rutschte sie sich etwas zurecht, das Kissen hinterm Nacken. Bella wusste anscheinend, was man in so einer Situation brauchte. Und sie lächelte Bella nochmal herzlichst an.


Dann nahm sie sich ein paar Stückchen von den Äpfeln, und begann diese hungrig runter zu schlingen. Währenddessen fing sie an mit vollem Mund zu reden. „Mampf … Wos? Jannis war hier? Mampf … Mampf … Das habe ich gar nich …. mitbekommen. Lyna als ob ich nichts auf den Rippen hätte? Das sieht nur so aus weil ich so groß bin,“ dann schluckte sie das Stück Apfel herunter, „Bella, Ihr wisst doch alle, das mich nichts so schnell umhaut. Auch wenn es ziemlich schrecklich aussieht teilweise, so bin ich doch immer am Leben. Der Erbauer will mich anscheinend noch nicht zu sich nehmen. Hm er kann mich einfach nicht leiden.“ lachte Jule sarkastisch, wieder gefolgt von einem schmerzvollen Husten.


„Und.“ setzte Jule an. „Ich möchte an dieser Gedenkfeier auch teilnehmen. Schrecklich, die ganzen Soldaten die gefallen sind, nur wegen so ein bisschen dummer Brut. Denen werde ich nochmal so richtig in den Hintern treten. Arg ich könnte mich schon wieder aufregen …..!!!!“


Jules Blick glitt wieder zum Fenster, woraus Allie mit total leerem Blick starrte. So als ob sie von nichts mehr gefüllt wäre, keine Gefühle, kein Zwang, kein Hass oder sonstiges. War Ihr Rachedurst denn schon gestillt? Jule wusste es nicht, sie war nur immer noch heilfroh, Allie wieder lebendig zu sehen. Das Gefühl war noch so stark, wie als sie Allie im Kerker sah, und das obwohl sie für tot erklärt war.


„Ahhh ich könnte so los schreien! Wie gut das Ihr alle am Leben seid. Beim Erbauer....!!!!!“ Dann schüttelte sie ungläubig den Kopf, nahm das Marmeladen Brot und biss genussvoll rein.

Modifié par Juleiila, 28 avril 2010 - 07:42 .


#1413
Bellandyrs

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"Ihr wollt was bitte? Mit zur Messe? Wieso glaubt Ihr eigentlich, haben die Ärzte absolute Bettruhe verordnet? Wie wollt Ihr es bis zur Kathedrale schaffen Jule? Denkt doch ein wenig an Eure Gesundheit, ich flehe Euch an!" Hilfesuchend blickte sie Lyna an, aber diese war wohl gedanklich meilenweit weg.



Bella wußte jedoch, wenn sich Jule etwas in den Kopf gesetzt hatte, war ihr das nicht mehr auszureden. Sie würde später die Heiler nochmal befragen, ob es eine Möglichkeit gäbe, dass Jule dorthin konnte. Vielleicht konnte man den Brustkorb noch stärker bandagieren. Die Zwergin fürchtete, dass sich die Rippen wieder verschieben könnten, was wohl Jules endgültiges Aus bedeuten würde. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass ein Körper solch radikale Behandlungen allzuoft über sich ergehen lassen würde.



"Und ja, Jannis sass heute Morgen hier, und war mit dem Kopf auf der Bettkante eingeschlafen."



Gemächlich ging sie im Raum auf und ab, im Moment war ihr ein wenig langweilig. Sie freute sich, alle Freunde um sich zu haben, aber Allie starrte gedankenverloren zum Fenster hinaus, und Lyna auf irgendeinen Fleck an der Wand. Nur Jule war voller Tatendrang. Ausgerechnet sie, die sich schonen sollte. Bella steuerte das Sofa an und setzte sich, zog die Beine auf die Sitzfläche und saß dann mit angewinkelten Knien darauf. Sie reckte ihr Kinn ein wenig nach vorne, so dass sie sich damit auf ihren Knien aufstützen konnte. Allerdings war das schnell unbequem, von daher legte sie ihren Unterarm über die Beine und legte dann das Kinn wieder darauf.



"Was glaubt Ihr, haben wir der Brut einen schweren Schlag mitgegeben? Oder war das nur ein Bruchteil davon, was uns in den Sümpfen erwarten wird? Um ehrlich zu sein habe ich Angst vor dem Gedanken, dort einer intelligenten Brut gegenüber zu stehen die vielleicht einhundertmal größer ist, als die, gegen die wir gestern gekämpft haben. Auch wenn wir dann die Armeen der Barone und Banns von den Marschen dabei haben."

Wenn sie sich dieses Szenario vorstellte stellten sich ihre Nackenhaare auf. Würden sie überhaupt dann einen Hauch einer Chance haben?

#1414
Bellandyrs

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Kurz darauf klopfte es kurz an der Tür, und eine Schar von Heilern trat ein.

"Was hab ich jesacht? Die Lütte hat nen Herz wie nen Mammut, die kriegt nüscht unter! Is wach, futtert mit bestem Appetit und schnackt da mit den Freunden! Nee nee..."

Bella grinste, als sie das hörte. Der Vergleich war nicht so schlecht, aber den Sturkopf hatte Jule eher von einem Maulesel als von einem Mammut.

Einer der Ärtze trat auf Jule zu.
"Wie fühlt Ihr Euch? Ihr könnt in der Tat von Glück reden, dass Ihr noch lebt. Es scheint, als hätte sich die Vergiftung nicht weiter ausgebreitet, und das Fieber ist zurückgegangen. Dennoch werden wir Euch nun den Verband an der Hand wechseln."

Bella nutzte die Zeit, um den alten grauhaarigen Heiler zu fragen, ob Jule denn aufstehen dürfte, und die Messe besuchen dürfte.
Er blickte sie zuerst ungläubig an und fing dann lauthals zu lachen an.

"Ihr gloobt doch nüscht, dat dat Mädel sich dat ausreden lassen tät bei dem Sturschädel? Soll se ruhig machen, aber nüscht tanzen, kein Alkohol und erst recht keine Kämpfe. Weder gegen Brontos, noch gegen Brut oder anderem Unjeziefer, und ooch nüscht gegen Banditen." Er blickte zu Jule und fragte sie etwas lauter: "Habt Ihr gehört, Mädel? Nehmt was Rücksicht auf Eure Rippen!"

Inzwischen wickelte der andere Mediziner Jules Hand aus dem Verband, entfernte den Kräuterbrei.
"Könnte nun etwas weh tun" nuschelte er Jule zu, und entfernte die Reste mit einem sterilen Tuch, welches in Kamillentee getunkt war. Als die Wunde wieder sauber war, blutete sie leicht, aber der Arzt meinte, das wäre nicht so schlimm. Schnell wurde wieder ein neuer Kräuterumschlag gemacht und das ganze gut verbunden.

Dann kam der schwere Teil. Vorsichtig brachten sie die Elfin in eine aufrecht sitzende Position, und die Rippen wurden nochmal abgetastet. Jule standen dabei Schweißperlen auf der Stirn, es mußten höllische Schmerzen sein, die sie gerade durchmachte. Ihre Gesichtsfarbe wurde ein paar Spuren blasser, und man sah ihr an, wie sie sich auf die Lippen biss, um nicht aufzuschreien.

"Sieht aus als wären noch alle dort wo sie hingehören. Wir bandagieren das ganze nochmal zusätzlich, dann könnt Ihr auch aufstehen und Euch vorsichtig bewegen. Bitte keine ruckartigen, hektischen Bewegungen und den Oberkörper möglichst ruhig halten. Am besten wäre es, Ihr würdet ganz einfach das Bett nicht verlassen und Euch insgesamt so ruhig wie möglich zu halten."

Der vorhandene Verband blieb bestehen, darum wurde eine dicke Schicht gewickelt, die wie Wolle aussah, aber flauschiger und weicher war. Dann nochmal eine Bandage, damit der Oberkörper stabil blieb und sich Jule nicht irgendwie versehentlich verreissen oder falsch drehen konnte. Nun saß sie wirklich aufrecht auf dem Bett, als hätte sie einen Kochlöffel verschluckt.

Die Ärzte ließen Jule zurück auf die Kissen sinken.

"Hier sind verschiedene Tees. Trinkt die ruhig, sie wirken blutreinigend, fiebersenkend und schmerzlindernd. Und in dieser Kanne hier", er deutete auf die ganz linke von den vier verschiedenen Krügen, "ist der Tee mit etwas Mohnsirup versetzt. Den trinkt Ihr, wenn Ihr nicht schlafen könnt. Aber nur dann, und nicht mehr als eine Tasse! Sonst seid Ihr länger in Morpheus Armen als Euch lieb ist. Heute Abend werden wir noch einmal nach Euch sehen. Guten Tag."

Der Heiler nickte Jule zu und blickte beim Hinausgehen die Gefährten an.
"Und Ihr alle solltet der Rekonvaleszierenden Ruhe gönnen! Also husch, raus hier!" Dabei fuchtelte er mit den Armen vor sich hin, als wollte er Fliegen vor sich wegscheuchen.

Bella grinste wieder. Aber Recht hatte er dennoch, Jule brauchte Ruhe, und nicht gleich Besuch von vier Leuten auf einen Haufen.
"Naja, wenn er meint... Jule, ich hoffe Ihr seid nicht böse, wenn ich nun in mein Gemach gehe? Ich helfe Euch später beim Ankleiden für die Messe. Versprochen."

Sie sprang vom Sofa, nickte in die Runde und begab sich in ihre Räume.

Modifié par Bellandyrs, 29 avril 2010 - 06:17 .


#1415
Lady Valkia

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Wochen verbrachte Valkia nun in ihrem Lager. Geplagt von der Langeweile und dem Unwissen, wo die anderen sein könnten. So legte sie sich um die Mittagszeit schlafen, da sie nicht wusste was sie tun sollte. Wie jedes mal betrat sie das Nichts als Magier. Nur dieses mal war es anders. Sie sah eine Schlacht, viele gefallene Soldaten. Die Brut die anfangs in der Überhand war und immer wieder ein Schild aufblitzen, wo FellRemnon drauf stand. Und dort waren auch Bella, Lyna, Allie und Jule, die am Kämpfen waren, und ihr Bestes gaben. Es war so, als stände sie mitten auf dem Schlachtfeld, konnte aber nichts tun. Sie wollte eingreifen, mit kämpfen, aber immer wenn sie ihr Schwert schwang, durchtrennte es nur einen Geist, der sich in eine Nebelwolke auflöste.



Ruckartig wachte sie auf. „FellRemnon.“ flüsterte sie. Das musste ein Ort sein, oder eine Stadt. Und dort mussten sich auch die anderen befinden. Sie wusste nicht, ob das eine Vorahnung war, oder etwas was schon geschehen war. Aber falls diese Schlacht tatsächlich noch bevor stand, würde sie zur Hilfe eilen. Also stand sie auf, und packte das Nötigste. Nur das Schwert und das Schild, und den Rucksack mit Essen und trinken. So machte sie sich auf den Weg und durchstriff die Wälder.



Nach ein paar Tagen – Pausen mitgezählt - erreichte sie die Freien Marschen. Valkia ging den Weg entlang, in der Hoffnung diese Stadt auf dem Schild das sie sah zu finden. Ein Stückchen weiter befand sich ein Händler, der auf Reisende die seine Waren kauften wartete. Valkia trat auf ihn zu und fragte. „Was habt Ihr denn an zu bieten?“ Und der Händler lächelte. Er hatte wohl seit langem keine Kundschaft gesehen. Er klatschte in die Hände und sagte schnell und eifrig. „Nur das Beste werte Dame. Kommt seht euch um.“ und Valkia nickte. Ihr Blick streifte über die Waren. Eigentlich brauchte sie nur eine neue Waffe und neue Rüstung. Der Händler hatte eine schöne bei sich. Es war eine Silber – Blau schimmernde Plattenrüstung, zu dem Set auch noch ein Zweihandschwert gehörte. Es hatte schöne Verzierungen vom Griff die bis in die Klinge übergingen. Wenn sie Kampfbereit in die Schlacht ziehen wollte, würde sie diese wohl brauchen. Also bezahlte Valkia ging etwas weiter weg und zog sich die neue Rüstung an.



Danach streifte sie weiter durch die Freien Marschen. Immer wieder trank sie Wasser, die Sonne prallte auf ihre Stirn es war heiß, und ihre Kehle brannte regelrecht. Doch endlich sah sie ein Schild, das weiter entfernt war. Sie lief auf dieses zu, und darauf stand FellRemnon. Also lief sie in die Richtung die ihr der Pfeil zeigte. Von weitem konnte sie eine große ummauerte Stadt sehen. Also fing sie an zu laufen. Auserhalb hatte sie den Kampf gesehen. Aber hier war nichts, nur dunkles vertrocknetes Blut auf dem Boden. Sie schaute nach oben, und sah die Rauchsäulen die aus der Stadt kamen. Sie dachte sich nur noch „Hoffentlich hat die Brut diese Stadt nicht überrannt.“ Sie lief auf das Tor zu, das ihr dem Erbauer sei dank geöffnet wurde. Das war ein gutes Zeichen, das die Stadt noch lebte. Sie schaute sich um, und streifte zwischen den Häusern, und auf dem Marktplatz herum, in der Hoffnung irgendjemand zusehen den sie kannte.




#1416
J.D.C

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Jannis wurde am frühen Morgen aus seinem ungemütlichen Schlaf von Bella geweckt. Diese blickte er ein wenig verwirrt an. Grimmig, müde und besorgt löste er sich von Jules Seite und folgte Bellas rat sich in sein Bett zu begeben um zu schlafen.

Ähnlich schlurfend wie am Vorabend taumelte Jannis in sein Zimmer. Benebelt und abgschirmt von allem anderen lies er sich in sein Bett fallen. In seinen Sachen, ohne die Decke und mit der Sonne im Nacken schlief er nach wenigen Sekunden ein. Ein leises Schnarchen war in dem Raum zu vernehmen. Ein für Jannis seltener und traumloser Schlaf, lies ihn schnell neue Kraft sammeln.

Ein paar Stunden vergingen, eine Gruch der verwesung drang Jannis in die Nase, die ungewaschenen Stellen an seinem Körper waren nun nur noch schwer nicht zu bemerken. Die Sonnen schlug im förmlich ins Genick, als würde sie ihn anschreinen,"Aufwachen, Steh auf du Idiot, du verschläfst den wundervollen Tag."

Leicht blinzelte er und drehte seinen Kopf in Richtung fenster. Von der Sonne geblendet nahm er nun den Geruch wahr, welchen er während des Schlafs nich mitbekommen hatte. Blut, Dreck, Schweis und der faulige Atem der Brut waren gemischt. Jannis sprang auf, als er eben diesen Duft des Grauens roch. Wie vom Teufel gejagt. rannte er ins Bad, riss sich die Wundverbände von den Wunden und wusch diese Gründlich aus.

Auch wenn es brannte, mit solchen Verkrustungen an den Wunden wäre eine Infektion nicht verwunderlich. Als die schmerzen abflauten, nachdem die Wunden gereinigt waren, lief er umher.
Er benötigt neue Kleidung bevor er in die Stadt geht. Er wusch sich noch schnell das Gesicht und ging dann in den Flur. Von da aus lief er nach unten auf der Suche nach einer Magd oder einem anderen angestellten.

Am Ende der Treppe traf er eine Junge frau, wohl eine der Mägde welche das Schloss sauber halten.

"Junge Frau könntet ihr mir vielleicht weiterhelfen?"

"Natürlich, was wünscht ihr mein Herr?" antwortete die Frau adrett.

"Ist es möglich das ich hier neue Kleidung bekomme, es wäre dringend nötig."

"Wenn ihr es Wünscht, kommt mit ich geleite euch zu einem der Schneider."

Mit höflichen Gesten wies sie Jannis durch das Schloss und brachte ihm zu einem Raum der im östlichen Teil des Schlosses lag. "Da wären wir auch schon." Sie klopfte leicht an die Tür, welche sich einen Spalt weit öffnete. "Ein freundliches"Herein"drang aus dem Raum.

Die Magd sagte noch"Ich widme mich wieder meinen eigentlichen Aufgaben, auf Wiedersehen mein Herr." Sie wandte sich ab und verschwand in den Gängen.

Jannis stand vor dem Raum und trat langsam hinein. Ein älterer Man saß in einem Sessel und rauchte eine Pfeife. "Guten Tag mein Herr" sagte Jannis. Der Man zog an seiner Pfeife und atmete den Rauch tief ein. Plötzlich schlug er sich auf die Brust und hustete laut. Er räusperte sich und fragte,"Was kann ich für euch tun?"

"Ich brauche neue Kleidung, etwas leichtes aber dennoch schickes. Und keine auffallenden Farben. Schlicht."

"Ich denke ihr braucht es jetzt wenn ich euch so ansehe. Na dann kommt mal mit."

Der Schneider Stand auf und ging in einen Nebenraum. Dieser war voll mit Kleidern und Anzügen. Der Alte Man verschwand Zwischen den Sachen und trat kurz Zeit schon wieder heraus. Er hielt einen einfache braune Lederhose in der Hand und dazu ein schlichtes weißes Baumwollhemd ohne viel Schnick Schnack. "Probiert das, ihr könnt euch hier umziehen," sagte der Man und übergab Jannis die Sachen.

Schnell zog Jannis die alten Fetzen aus und warf sich in Hose und Hemd. "Genau das wollte ich, Locker genug, das die Wunden viel Luft bekommen können, aber dennoch nicht unpassend um auch mal jemand Wichtigerem gegenüber zu Treten." Er trat aus dem Kleinen Raum heraus vor den Schneider welcher ihn kritisch beäugte.

"Jaja das steht euch ausgenzeichnet, aber dennoch würde ich etwas Farbe empfehlen. Wisst ihr was, ich nehme gleich mal Maß und fertige euch etwas. Ihr könntet es Morgen schon abholen wenn ihr wollt."

Jannis nickte ihm zu,"Etwas neues kann nicht Schaden und danke vielmals für die Sachen. Ich werde dann morgen Mittag vorbeischauen. Auf Wiedersehen."

Der Alte Schneider sah ihm nach als Jannis das Zimmer verlies. "Auf Wiedersehen mein Herr."

Gemächlich schlenderte Jannis aus dem Schloss heraus und ging in die Kaseren zum Kommandanten. Er platzte in den Raum herein. Der Kommandant erschreckte und kippte beinahe samt Stuhl um. Mit grimmiger mine sagte er"Was wollt ihr denn jetzt hier, ich hab noch andere dinge zu tun."

"Ich wollte nur mal Fragen ob ich sowas wie einen Sold bekommen könnte, da ich ja immerhin mitgeholfen habe die Stadt zu verteidigen. Des weiteren wollte ich wissen wie es um die Arbeit aussieht, wegen dem Schmieden?"

Immernoch leicht genervt antwortete der Kommandant,"Ihr sollte beides bekommen, den Sold gebe ich euch jetzt, doch die Arbeit kann ich euch gerade nicht zuteilen. Wenn die Situation etwas ruhiger geworden ist könnt ihr wieder vorbeikommen." Er kramt einen Kleinen Beutel hervor grif einfach in eine Truhe hinter sich und zückte ein paar Münzen hervor. Diese lies er in den Beutel fallen. Er warf den Beutel Jannis zu, welcher ihn auffing.

"Und nun verschwindet!"

Mit einem kurzen"Danke Sir" ging Jannis schnell aus dem Zimmer und dann aus der Kaserne. "Auf in die Stadt" sagte er mit fröhlicher Stimme. Er lif die Starße runter zum Markt und zählte die Münzen. Ganze 250 Sovreigns hatter er bekommen, sicher kein Reichtum aber genug für den Anfang. Er würde das Geld wahrscheilich so schnell ausgeben wir er es bekommen hatte.

Er suchte Jemanden, Jemand der seltenere Dinge verkauft. Schließlich brauchte er Rohmaterialien für seine neue Rüstung. Er kalpperte die einzelnen Stände ab, ging in viele Läden, bis er endlich was fand. Ein Schmied bekam gerade eine neue Lieferung von vielen verschiedenen Metallen. Begierig sah Jannis sich das Material an. Weißstahl und Vulkangold blizten strak hervor, beides ideal zum Formen von Tödlichen Waffen und beinahe unzerstörbaren Rüstungen.

Noch bevor der Schmied sich die Ware angesehen hatte trat Jannis vor ihn. "Könnte ich etwas von ihrer Lieferung kaufen?"

Verduzt sah der Schmied Jannis an. "Tja das ist eine gute Frage, aber ich denke es lässt sich einrichten, was hätten sie denn gern men Jung?"

"Dieses Vulkangold und sowohl auch der Weißstahl sehen beide sehr gut aus. Ich würde 200 Sovreigns geben können. Ein wenig Weißstahl für Klinge und Schild und etwas Vulkangold für einen Brustpanzer. Wie viel verlangt ihr dafür."

"Ah da habt ihr aber Heut glück men Jung, hätte ich schon Sachen daraus geferitgt wäre es viel teurer, aber das es nur die Materialien sind, wie wäre es mit 150 Sovreigns."

Jannis staunte, in Orlais waren dies Materialien die sich nur wenige leisten konnten. Er bekam seine einstige Rüstung nur durch seine Beförderung. Aber das diese hier zu solch erschwinglichen Preisen erhätlich sind. Jannis musste vor freude grinsen.

"Das ist aber sehr wenig, aber wenn ihs es so anbietet gern. Ich hätte ncoh eine Frage, dürft ich mich vielleicht noch an ihrer Esse, am Amboss und ihren werkzeugen bedienen?. Ich bin ebenfalls Schmied, doch ich habe hier keinen Platz um Sachen zu fertigen."

"Da habt er wikrlich glück men Jung, wenn ihr mir zu Hand gehen würdet dürft ihr euch gerne Bedienen. Ein Junger schmied wie du es bist ist mir Wilkommen."

"Hier das Geld für das Material, ich müsste vorher noch etwas erledigen, ich werde gegen Abend nochmal kommen wenn es nichts ausmacht."

"Aber gern men Jung und viel Spaß."

"Danke sehr, ich werde sie empfehlen."

Es war schon wieder viel Zeit vergangen und Jannis beeilte sich nun ein wenig, er musste noch zum Arzt sich neue Verbände anlegen lassen. Er stümte bei einem beliebigen Arzt rein und lies sich kurz behandeln. Dann ging er vorerst zurück zum Schloss. Vor seinem Gemach blieb er dann stehen.

Modifié par J.D.C, 29 avril 2010 - 08:17 .


#1417
govi1

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Die Heiler verscheuchten Lynas Gedanken und rissen ihre Aufmerksamkeit an sich, als sie sich Jules Wunden annahmen und fröhlich auf sie zu plapperten. Wahrlich, sie bemitleidete ihre Freundin mehr ob der Behandlung der Heilkundigen als um die eigentlichen Verletzungen. Doch sie verstanden ihr Werk, daran bestanden keine Zweifel; als sie die Teekannen auf den Tisch abstellten, schlug ihr sofort ein aromatischer und würziger Geruch entgegen, den sie sonst nur von den Heilern aus ihrem Dalish-Clan kannte.



Sie stand auf und wandte sich zur Tür. "Das ist wohl wahr, Ruhe habt Ihr jetzt nötig Jule. Schont Euren Körper, auch wenn es Euch Wildgeist sicherlich schwer fallen wird. Solltet Ihr etwas benötigen, Essen oder ein Buch, so lasst die Waräger nach mir rufen. Abgesehen von Alkohol werde ich Euch alles zukommen lassen." Sie verliess das Zimmer und fand sich alleine im Flur wieder.



Was sollte sie jetzt bloss mit ihrer Freizeit anstellen? Avalos war beschäftigt, erstickte wohl gerade in Arbeit und Jule hatte ihre Ruhe bitter nötig. Vor dem ersten Gespräch mit Allie fürchtete sie sich ein bisschen, schliesslich plagten sie Schuldgefühle. Sie hätten versuchen sollen, sie in den Tiefen Wegen zu retten, anstatt die Beine in die Hand zu nehmen und sie der Dunklen Brut zu überlassen. Vielleicht... vielleicht hätten sie das Einstürzen der Brücke verhindern können, genauso wie Allies Gefangenschaft.



Lyna fröstelte und schob die Gedanken zur Seite. Darüber konnte sie später mit ihr sprechen. Sie trat zögernd zu Bellas Tür und klopfte. Vielleicht hatte ja die Zwergin Zeit für sie, für ein Gespräch oder eine Aktivität.

#1418
Bellandyrs

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Bella öffnete die Tür, und freute sich, Lyna davor stehen zu sehen.



"Lyna, kommt rein, meine Liebe! Nach der Hektik des gestrigen Tages ist heute irgendwie gar nichts los oder? Ich warte eigentlich nur dass die Zeit vergeht, um zur Messe zu gehen. Hier, setzt Euch, macht es Euch gemütlich. Wollt Ihr etwas Obst?"



Sie führte Lyna zu den Stühlen und schob ihr eine Schale mit Obst zu, welche auf dem Tisch stand.



"Schön dass Ihr hier seid Lyna. Ich finde, wir hatten bisher ohnehin irgendwie zu wenig Zeit, uns mal länger zu unterhalten. Avalos geht es hoffentlich gut?" Bella blickte Lyna in die Augen, sie hatte Avalos ja nur kurz gesehen. Ob er verwundet wurde im Kampf, wußte sie nicht.

Unbewußt griff sie bei diesem Satz an ihre Kette und umschloß kurz die kühlen Steine mit ihrer Hand, ließ das Herz aber auch sofort wieder los.

#1419
govi1

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Lyna pickte einige Traubenkerne und warf Bella ein Lächeln zu. Überschäumend vor Lebendigkeit- ja, das war Bella. "Avalos geht es gut", antwortete sie, "im Kampf hat er praktisch keine Verletzungen erlitten. Aber genau in diesem Moment wird seine Laune wohl den Tiefpunkt erreicht haben."



Sie seufzte und strich eine Haarsträhne hinter ihr spitzes Ohr. "Er unterhält sich nämlich mit den Adeligen des Reiches. Sie sind beunruhigt über den Angriff der Dunklen Brut, fürchten weitere Schlachten... und natürlich spricht jeder von der armen und wehrlosen Bevölkerung, während sie bloss um die eigene Sicherheit fürchten oder sich um ihre Länderein sorgen, die verwüstet werden könnten."



Sie nahm eine weitere Traube. Avalos konnte man nicht hinters Licht führen, das würden sie schon früh genug bemerken. "Ich wollte eigentlich fragen, ob Ihr mir bei der Suche nach einer guten Rüstung helfen würdet. Bisher habe ich stets meine aus dem Dalish-Clan getragen." Einige Tage konnte sie ohne Rüstung verweilen, länger aber nicht... der letzte Angriff der Dunklen Brut war überraschend gekommen, hätte sie schon zu diesem Zeitpunkt über keine Rüstung verfügt... nun, es war wohl nicht nötig, den Satz zu beenden.



Sie blickte wieder ihre Freundin an. Dabei fiel ihr das Schmuckstück um ihren Hals auf. "Was für ein wunderschönes Geschmeide!"

#1420
Bellandyrs

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"Dem Stein sei Dank, dass er ohne Rüstung keine Wunden davon getragen hat. Und ich denke die Würdenträger werden sehr bald merken dass Avalos nicht nur der lustige Barde ist, der er zu sein vorgibt. Hört mir ja auf mit diesen Adligen die nicht an die dunkle Brut glauben. An jenem Abend nach dem Ball.." Bella schluckte kurz, es schien ihr, als wäre dies zu einer anderen Zeit gewesen, "war ich als Tischpartnerin einem gewissen Christophor van Lissenhein zugeteilt. Der hat mir auch nicht geglaubt, und gestern hat er mich nach der Schlacht auf dem Treppenabsatz erwischt. Dieser ignorante Idiot hat es nicht einmal dem Regenten geglaubt, dem hab ich dann einen Kinnhaken verpaßt."



Bella grinste, als sie zurückdachte. Sie würde ihm jederzeit und mit Freuden noch einmal eine verpassen.

"Aber immerhin hat er versprochen, seine Söldner abzustellen wenn es der König einfordert."



"Weil Ihr die Kette erwähnt, ja sie ist wunderschön, nicht wahr? Theoderich hat sie entworfen. Vielleicht erinnert Ihr Euch, das ist mein Tanzpartner gewesen, und mittlerweile ein richtig guter Freund. Ihr werdet Euch heute sicher kennenlernen, er begleitet uns zur Messe. Ich weiß nicht, wieso ich an dem Amulett hänge, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass darin zwei Seelen leben, die mich stärken."

Sie lachte auf. "Ich bin ganz schön närrisch, oder? So und nun zu Eurem Anliegen. Natürlich braucht Ihr eine neue Rüstung. Ich war vor kurzem erst in der Stadt und habe dort einen guten Rüstungsschmied aufgetan, der sich auf Lederrüstungen spezialisiert hat, und habe dort meine neue in Auftrag gegeben. Meine alte war doch schon etwas lädiert, aber nun ist sie auch komplett hinüber... wenn Ihr wollt können wir gleich noch los, ich kann bei der Gelegenheit auch Ausschau nach einem Alchemisten halten. Meine Gifte sind nämlich auch gänzlich alle. Wollen wir?"



Sie blickte Lyna fragend an und schnappte sich dabei schon ihre Jacke, um sie gleich anziehen zu können.

#1421
govi1

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Ein richtig guter Freund? Lyna hob eine Augenbraue. Da lief bestimmt mehr... nun, sie würde die beiden bei der Messe genauer betrachten. Hoffentlich war der Zwerg ihre Liebe auch wert, dachte sie sich im Stillen. Und hoffentlich verfolgte er auch ernste Absichten- Bella konnte kein zweites Mal verkraften, wie ihr das Herz gebrochen wurde. Das hatte sie wirklich nicht verdient.



"Ja, lasst uns gehen", antwortete sie und stand auf. "Habt Dank. Ich weiss zwar alles, was es über Bögen zu wissen gibt, aber kann ich das auch von Rüstungen behaupten? Wohl kaum." Sie strich ihren weissen Rock glatt und wartete auf Bella, bis diese bereit war.




#1422
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella lächelte Lyna zu.
"Wir werden schon etwas passendes für Euch finden, denke ich. Laßt Euch einfach vom Meister beraten, das wird wohl das beste sein."

Sie zog sich die Jacke an und gemeinsam verließen sie das Gemach.
Bella verkniff sich ein Grinsen. Ihr war Lynas gehobene Augenbraue nicht entgangen, als sie von Theoderich sprach. Dennoch war dieser für sie wirklich nur ein Freund, tiefergehende Gefühle konnte sich Bella im Moment beim besten Willen nicht vorstellen. Und erzwingen konnte man so etwas ohnehin nicht, auch wenn Theoderich es allemal wert gewesen wäre.

Kurze Zeit später erreichten sie den Rüstungsschneider.
Dieser runzelte die Augenbrauen, als er Bella sah.
"Beim Erbauer, ich habe aber Eure Rüstung noch nicht fertig!" rief er beinahe entschuldigend aus.

"Das macht gar nichts, Meister, aber ich habe noch einen Auftrag für Euch. Hier, meine Freundin Lyna braucht auch eine neue Rüstung. Die gestrige Schlacht hat ihre alte nicht überlebt, meine im übrigen auch nicht. Könnt Ihr sie beraten was sinnvoll und gut ist? Ich würde inzwischen zum Alchemisten gehen."

Der Schmied nickte geschäftstüchtig und bedeutete der Elfin, hier zu warten. Kurz darauf kam er wieder mit Mustern, verschiedenen Materialien und Skizzen zurück.

Bella nickte den beiden zu.
"Ich komme hernach vorbei und hole Euch ab. Solltet Ihr nicht mehr hier sein finde ich Euch sicher wieder im Palast? Viel Spaß beim Aussuchen", verabschiedete sich.

Sie verließ den Laden und schlenderte die Straßen entlang, auf der Suche nach einem Alchemisten. Kurz darauf wurde sie auch fündig, hier war ja ein Händler nach dem anderen angesiedelt.

Ein Glockenspiel schellte, als sie die Tür öffnete. Tief sog sie die Gerüche ein, allerlei Kräuter hingen an Schnüren gebündelt zum Trocknen von der Holzdecke.

"Verfluchte Brut!" hörte man aus einem Hinterzimmer, und kurz darauf erschien ein älterer Herr, glatzköpfig, dickbauchig, und mit einem Bart der wohl bis zum Bauchnabel hing.

"Pardon, Ma'am, aber ich habe gerade etwas herum experimentiert, und leider hat sich die Tinktur in sich nicht vertragen ... nun sind Tage intensiver Arbeit im Eimer. Aber was erzähle ich da, womit kann ich dienen?"

Bella trug ihr Anliegen vor. Sie benötigte dringend wieder Gifte, welche lähmten, Zauber unterbrachen oder einfach auch nur tödlich wirkten, wenn man den Feind damit traf. Außerdem wollte sie ein paar Dutzend mit Flächen-Giften, wo das Glas eben zersprang wenn man es warf. Säure, Verlangsamung, Lähmung, es war ihr alles willkommen.

Der Giftmischer notierte eifrig Bellas Ausführungen. "Sehr wohl, Ma'am, ich könnte diese Sachen wohl bis übermorgen fertig haben. Holt Ihr sie ab?"

Bella überlegte kurz, und nickte dann.
"Natürlich. Oder ich schicke jemanden in meinem Namen, der diese für mich abholt."
Sie bezahlte im voraus, es konnte ja wirklich möglich sein, dass sie selber verhindert war.

"Kann ich sonst noch mit etwas dienen? Ein Liebestrank vielleicht? Ich habe auch Rhizinus-Öl im Angebot, wenn Ihr jemandem Montezumas Rache angedeihen lassen wollt?"

Die Zwergin lachte hell auf. Einen Liebestrank hätte sie früher brauchen können, auch wenn sie ihn nie im Leben verwendet hätte. Avalos hätte diesen mit Sicherheit in Windeseile enttarnt. Und eigentlich konnte sie sich nur einen vorstellen, dem sie die nächsten fünf Tage Dünnpfiff wünschen würde, aber der hatte seinen Kinnhaken schon von ihr gekriegt.

"Nein danke. Bis übermorgen also."

Wieder bimmelten die Glöckchen, als sie hinaus ging. Das ganze hatte nicht lange gedauert, von daher beschloß sie, Lyna noch tatkräftig zu unterstützen.

Mit einem humorvollen Lächeln und freudig blitzenden Augen betrat sie schließlich wieder den Laden, in dem Lyna völlig konfus über den Skizzen saß und sich wohl auch nicht entscheiden konnte.

Modifié par Bellandyrs, 30 avril 2010 - 07:49 .


#1423
Kaysallie

Kaysallie
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Allie blickte wie gebannt aus dem Fenster. Es war fast so als wenn sie direkt ins Nichts blicken würde. Sie nahm die Fragen der anderen wahr und begann zu blinzeln.

„Ja es geht mir körperlich eigenartigerweise gut.“

Ihr Blick fiel auf das Fensterbrett und sie erblickte eine Schriftrolle, welche dort platziert war. Ohne dass es die anderen bemerkten nahm sie die Rolle an sich und im selben Moment stürmten die Ärzte das Zimmer. Sie blickte weiters aus dem Fenster und kniff die Augen zusammen. Sie sah eine Frau durch die Straßen irren, die eine eigenartige Präsenz hatte, irgendwie magisch. Sie kannte die Frau doch ihr war der Name entfallen. Die Heiler gaben huschende Bewegungen von sich. Bella folgte diesen sofort und verließ das Zimmer dicht gefolgt von Lyna. Sie spürte den bösen Blick des Arztes, ignorierte ihn jedoch einfach und drehte sich zu Jule um.

„Ist das hier Eure Schriftrolle?“

Währenddessen sie Jule fragte, rollte sie diese aus.

„Wenn der Kampf endet...wird er erwachen.“

Las sie sich in Gedanken selbst vor. Sie verstand nicht was damit gemeint war.

„Wenn dem nicht so ist, sollten wir diese wohl lieber an Avalos weiterreichen.“


#1424
Guest_Juleiila_*

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Jule saß aufrecht im Bett, so als hätte sie einen Besen verschluckt und es störte sie. Aber wenn sie so heute auf die Messe mit konnte, nahm sie es in Kauf. Sie blickte nach Links zu Allie und hob ihre Augenbraue.

„Ehm. Nein das ist bestimmt nicht meine Schriftrolle. Ich weiß auch nicht wie sie hier her kommt. Hmm.“ grübelte Jule nach und hielt sich dabei die Hand an das Kinn. „Ihr könnt sie Avalos gerne überreichen. Ich werde dieses keinesfalls tun.“



Dann lächelte Jule etwas. „Es freut mich das es Euch wieder gut geht.“ sagte sie. „Und...“ dann musste Jule schlucken. Die Erinnerungen an die vergangene Schlacht waren schrecklich. „... wisst Ihr überhaupt noch etwas, von der Schlacht?“

#1425
Kaysallie

Kaysallie
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„Dann wird ich dies tun. Die Schlacht.“

Sie überlegte kurz und blickte dabei die wütenden Ärzte an und warf ihnen einen solchen Blick zurück.

„Habt ihr nichts Besseres zu tun, als hier rumzustehen!?“

Etwas geschockt über den Tonfall verließen sie das Gemach und Allie blickte ihnen hinterher.

„Ja ich denke ich weiß was geschehen ist, auch wenn es verschwommen ist.“

Sie fasste sich mit der Hand nachdenklich ans Kinn.

„Dennoch verstehe ich mein Handeln nicht. Ebenso wenig wie ich die Magie verstehe. Es ist wie ein komplexes System an dem ich Teil habe, ohne es zu verstehen und es macht mich etwas…“

Sie hielt für einen Augenblick inne.

„Ich weiß es nicht. Ich kann mein Gefühl nicht beschreiben. Doch genug davon!“

Sie holte tief Luft.

„Sofern ich auch auf diese Messe gehe, sollte ich mich vorher etwas frisch machen, denn sonst werden die Leute dort noch glauben, dass ich zu den Toten gehöre.“

Sagte sie eintönig ohne wie sonst mit einem schmunzeln. Sie trug zwar nichtmehr die Rüstung, welche sie im Kampf getragen hatte sondern eine Leinengewandung, doch wirklich gewaschen hatte sie sich das letzte Mal nach ihrer Ankunft in der Stadt.