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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#1426
Guest_Juleiila_*

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Jule kniff die Augen zusammen. „Der … Schwarze Nebel. Danach wart Ihr bewusstlos. Und ich rätsle was das zu bedeuten hat. Seid Ihr denn immer noch so voller Hass?“ fragte Jule. Dann nahm sie sich noch ein Stück von dem Apfel und aß diesen.



„Achja.“ Dann schluckte sie das Stück herunter. „Ich habe Euch ins Lazarett getragen. Sonst hätte Euch die Brut auf dem Schlachtfeld noch erstochen oder sonstiges.“ meinte Jule und blickte ihr dabei in die Augen. Sie wante aber schnell wieder ab und starrte auf die Kerze deren Licht flackerte. „Na dann. Geht Euch mal Frisch machen. Ich hoffe ich kann das in meinem Zustand auch bevor ich auf die Messe gehe.“ und Jule lachte etwas.

#1427
Lady Valkia

Lady Valkia
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Irrte weiter durch die Straßen und fand immer noch niemanden den sie kannte. Es war fast so als ob sie sich in der Stadt vertann hatte oder ob ihre Träume ihr einen Streich gespielt hatten , aber was sollte sie dann in dieser Stadt hier, sie musste in der richtigen Stadt sein aber wo könnten sich die anderen hingeschlichen haben das Valkia sie nicht finden könnte. Am liebsten würde sie nun laut herum schreien, aber sie wusste das das nichts bringen würde, außer das sie tausende Leute auf dem Marktplatz begaffen. Sie schaute sich nun wieder weiter um und dachte nur das hier irgendwo doch jemand sein musste .

#1428
Kaysallie

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Sie nickte Jule zu. Sie konnte es zwar nicht zum Ausdruck bringen, doch sie war Jule durchaus Dankbar dafür, dass sie sie in das Lazarett gebracht hatte. Dann verließ sie das Gemach und schloss die Türe hinter sich. Im selben Moment erblickte sie Jannis welcher vor seinem Gemach stand. Da sie ihn kaum kannte und nicht wirklich Interesse daran hatte ein Gespräch zu beginnen, ging sie erstmals an ihm vorbei, blickte ihn währenddessen jedoch stets fragend an. Sie durschritt dann die Tür ihres Gemachs und schloss die Türe hinter sich.

„Diese Oirlaisianer.“

Sagte sie kopfschüttelnd vor sich selbst her und ging in den Waschraum. In einer Kommode waren einige Handtücher und frische einfache Kleidung untergebracht. Allie drehte den Wasserhahn der Badewanne auf und betrachtete sich währenddessen das Wasser einlief im Spiegel. Sie fasste einige Haarsträhnen, hob diese hoch und ließ sie seufzend wieder fallen. Wie ungepflegt sie doch aussah. Ihre Haare waren nun kurz, doch der Schnitt gefiel ihr nicht. Ab und zu waren einige Strähnen länger, andere kürzer, es sah furchtbar aus, was jedoch kein Wunder war, denn schließlich hatte sie sich die Haare selbst kurzerhand abgeschnitten, ohne darauf zu achten wie. Sie nahm eine Schere aus der Schublade der Kommode und schnitt sich die Strähnen ab, die zu lang waren. Zudem schnitt sie sich Stirnfransen, da es sie störte wenn ihr die Haare ständig ins Gesicht hängen, und nun waren sie zu kurz um sich einen anständigen Zopf binden zu können.

Das Badewasser war inzwischen fertig und sie drehte den Han wieder am. Seufzend zog sie sich die Kleidung aus und setzte sich mit ständiger Versuchung in den Spiegel zu blicken in die Wanne. Sie wollte ihren Körper im ersten Moment nicht anblicken, doch sie tat es dann doch. So viele Narben, doch sie fand schnell Gefallen daran, denn eigentlich spiegelten sie nur ihre Vergangenheit wieder.

Nachdem sie sich ausgiebig gewaschen hatte, stieg sie wieder aus der Wanne, trocknete sich ab, ließ das Wasser aus und zog sich die frische Leinengewandung über. Sie war sehr schlicht in einem Eierschale ähnlichem schmutzigem Weiß Ton. Ein Shirt und eine Hose, sowie Hausschuhe aus Leder. Die Gewandung war ihr etwas zu groß, da diese scheinbar für Menschen geschneidert wurde und nicht für Elfen, doch für den Anfang war es besser als nichts. Sie betrat den großzügigen Vorraum und setzte sich auf einen der Stühle. Ihr Blick fiel auf die Uhr, welche ständig ein tickendes Geräusch von sich gab. 13 Uhr Mittagszeit. Sie hatte eigenartigerweise noch immer keinen Hunger, wusste aber dass sie etwas essen musste. Auf dem Tisch stand ein Obstkorb mit einigen Äpfeln, Weintrauben und Zwetschgen. Sie aß ein paar der Trauben und einen Apfel. Währenddessen dachte sie ständig an die Schlacht. Schwarzer Nebel? Sagte Jule. Eigentlich sollte dies wohl den Fluch aufheben, doch scheinbar war dem nicht so. Als sie einige der Früchte gegessen hatte, schloss sie die Augen, welche bereits wieder zu brennen begannen, und versuchte etwas zu meditieren um wieder in die Welt der Magie zurückfinden zu können.

Nach einigen Minuten riss sie die Augen wieder auf. Wie bei einem Geistesblitz war ihr auf einmal Valkia in den Sinn geschossen. Sie stand auf und verließ das Gemach wieder und eilte die Treppen hinab. Die Frau im Getümmel, welche ihr vorhin beim Blick aus dem Fenster auffiel, konnte unmöglich Valkia sein, dachte sie sich nur, denn diese sollte doch eigentlich im Turm der Magi untergebracht sein, doch wenn sie es nun doch war? Wieso sollte sie es nach FallRemnon verschlagen? Und wieso kümmerte es Allie selbst so sehr, ob Valkia nun hier war oder nicht. Doch sie verstand ihr eigenes Handeln schon seit längerem nicht mehr.

Sie verließ das Schloss und schlenderte Ausschau haltend durch die Gassen. Die Händler versuchten ihr ständig Waren anzudrehen und schrien mit lauten Rufen, als ob jeder den anderen übertonen wollte, umher. Nach einer Weile erblickte sie die Frau erneut, welche Valkia so ähnlich sah. Allie blieb stehen und musterte sie ausgiebig aus der Ferne.


#1429
Guest_Juleiila_*

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Jule seufzte. Nun war sie wieder mal alleine. Also nahm sie sich eine Tasse mit dem Mittel, was Ihr beim Schlafen verhalf. Sie trank es auf einen Zug und schlief sofort ein. Und das obwohl sie im Bett saß anstatt zu liegen.

#1430
Lady Valkia

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Sie bemerkte plötzlich das sie von weitem von einer Frau beobachtet und als sie diese Frau genauer betrachtete, bemerkte sie das es Allie war, sie war glücklich das sie nun doch in der richtigen Stadt war. Sie fing an zu winken und ging dann langsam auf Allie zu. Als sie dann nah genug war begann sue mit ihr zu reden "Hey Allie erkennst du mich noch ich bin's Valkia ich offe du weißt noch wer ich bin, ist ja noch nicht so lange her nicht war, wie ist es dir so ergangen und vorallem wo sind die anderen ??? " sie hätte fast nicht mehr aufgehört zu reden aber dann viel ihr auf das sie zuviel redetet und brach ab

#1431
Kaysallie

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Sie ging auf Allie zu und begrüßte sie herzlich. Allie stand mit verschränkten Armen vor ihr und hob nachdenklich eine Augenbraue. Nun war es Gewiss es war Valkia und Allie war darüber verwundert wie schnell diese sie erkannt hatte.

„Die anderen sind im Schloss.“



Sie blickte hinter sich und drehte sich seufzend wieder um.

„Wie es mir ergangen ist.“

Sagte sie nachdenklich und schloss für einen Moment die Augen.

„Dafür ist nicht rechte Zeitpunkt. Was macht Ihr hier in FallRemon und wieso sucht ihr uns? Ich dachte ihr seid auf ewig in dem Turm der Magi eingesperrt, da ihr Blutmagie ausgeübt habt. Was habt ihr Irving gesagt oder angetan um entlassen zu werden!“

Blutmagie.. Allies Puls begann zu rasen. Selbst wenn sie für den Moment ihre Magie nicht ausüben konnte, und selbst wenn sie wohl nie wieder die selbe sein konnte wie früher, verachtete sie noch immer jene die es wagen würden solche Kunst zu erlernen und auszuüben.

Dennoch war vielleicht genau diese Kunst der Weg zurück in die Welt der Magie.


#1432
Bellandyrs

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Inzwischen hatte auch Lyna ihre neue Rüstung gefunden und in Auftrag gegeben. Als die beiden Freundinnen den Laden verließen, strahlte Lyna übers ganze Gesicht. Man sah ihr an, dass sie sich wirklich darauf freute, und nur ein leichter Hauch von Wehmut war in ihren Augen zu sehen, dass sie ihre alte Rüstung aufgeben mußte.

Bella drückte Lynas Hand.
"Ihr habt neue Aufgaben, einen neuen Lebensabschnitt vor Euch, Lyna. Es wird vielleicht nicht mehr so friedvoll sein wie in Eurem Clan, aber dafür habt Ihr etwas gefunden, was sicherlich mehr wert ist als alles andere. Avalos. Ich bin mir sicher, er und seine Liebe zu Euch, ist all diese Opfer wert."

Bella dachte leicht wehmütig an ihn. Sie liebte ihn noch immer, aber auf eine ganz andere Weise. So, als wäre er ohnehin ein Teil von ihr, zumindest empfand sie so. Diese Schmetterlinge, das Herzflattern, was sie vorher empfand, war weg. Aber diese Verbindung die sie seit seinem Liebesbekenntnis zu Lyna hatte, war noch immer da. Wie unsichtbare Fäden miteinander verwoben, und im Herz-Anhänger verewigt.

Lyna und Bella schlenderten zurück ins Schloß, dabei immer wieder Auslagen der Händler bewundernd. Nun, Bella bewunderte, und Lnya rümpfte die Nase mit dem Hinweis: "Sachen, die die Welt nicht braucht." Aber es war herrlich, mit der Freundin einfach zu diskutieren, zu lästern und sich auszutauschen.

"Ich werde noch einen Kaffee trinken und dann langsam zu Jule gehen, ich denke, es wird dann langsam Zeit ihr zu helfen. Auch ich muß mich noch umziehen. In der Kathedrale war es relativ kühl. Übrigens bin ich gespannt, was Ihr dazu sagt, sie ist äußerst prunkvoll, aber ich finde sie dennoch wunderschön. Bis später meine Liebe, es hat mir viel Freude bereitet, Euch zu begleiten!"

Bella umarmte Lyna zum Abschluß und holte sich dann ihren Kaffee und ein Stück Kuchen. Lyna suchte einstweilen ihr eigenes Gemach auf, auch sie wollte noch etwas ruhen.

Modifié par Bellandyrs, 01 mai 2010 - 01:18 .


#1433
Lady Valkia

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Sie schaute Allie traurig an "ich habe nichts mit Irrving getan oder ihm gesagt er hat mich einsperren lassen, aber Der Dämon der mich erst in diese Lage gebracht hatte hat mir mit einem Mann namens Ripper den Weg aus dem Turm geebnet. Ich bin dann im Nichts einige Tage später auf den Dämon getroffen und habe ihn vernichtet zumindestens fürs erste, ich habe hierbei auch die Kräfte des Blutes verloren, ich verlange nicht von dir oder irgendeinem anderen von euch um Vergebung für das was ich getan habe, aber ich bin wieder hierher gekommen weil ich euch helfen will, schließlich denk ich das mein Platz hier ist bei euch und wenn es sein muss werde ich sterben um euch zu helfen, dann kann ich wenigstens euch zeigen das ihr mir etwas bedeutet und ich nicht nur eine wahnsinnige Magierin bin,die nur alles töten will. Ich hoffe du verstehst das Allieund ich versichere dir ich bin nur hier um euch zu helfen sonst nichts "

#1434
Bellandyrs

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Die Zeit verflog nun schneller als Bella lieb war. Eilig machte sie sich ein wenig frisch, umrandete ihre Augen mit Kohlestift und hielt ihr Haar mit einem breiten, mit schwarzem Samt überzogenen Haarreifen zurück. Sie schlüpfte in die schwarzen Stiefel, die schwarze Hose, und den dicken Rollkragen-Pullover. Das sollte als Schutz vor der Kälte in der Kirche reichen.

Dann ging sie zu Jule, die im Tiefschlaf lag.
"Na toll", dachte sich Bella. Wie sollte sie die Elfin nur aufwecken können? Sie beschloß erst einmal die Wasch-Schüssel mit warmen Wasser zu füllen und mit einem Waschlappen Jule zu säubern, soweit es ging. Dabei würde die Freundin hoffentlich auch wach werden.

Bella war gespannt wer nun alles mitgehen würde. Wußte Jannis bereits von der bevorstehenden Messe? Oder schlief der immer noch? Sie würde später nachsehen, sobald sie Jule geholfen hatte.

Modifié par Bellandyrs, 01 mai 2010 - 07:01 .


#1435
Guest_Juleiila_*

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Jule war im Tiefschlaf. Doch plötzlich bemerkte sie etwas. Irgendetwas feuchtes was ihren Körper immer wieder abkühlte. Aber sie lag doch im Bett. Vor Schreck wachte sie auf. Da sah sie Bella, die dabei war Jule zu waschen. „Ahhhhhh!“ schrie sie. „Bella! Bei den Göttern. Ihr wascht mich während ich schlafe? Und ich dachte schon ich läge in einem See oder so was.“ dann atmete sie aus. „Ihr habt mich verdammt noch mal erschreckt.“



Nun saß Jule durch den Schock noch gerader im Bett als es möglich war. Dabei schüttelte sie den Kopf. „Wie spät ist es denn? Ich habe etwas von dem Wundermittel getrunken und war sofort weg getreten.“

#1436
Bellandyrs

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Bella lachte auf.

"Ich hoffe, Ihr habt gut geschlafen? Jedenfalls wird es Zeit, Euch langsam fertig zu machen, wenn Ihr mit in die Kirche wollt. Wie fühlt Ihr Euch? Was wollt Ihr anziehen? Jedenfalls brauchen wir etwas warmes, und etwas, was Euren Oberkörper unterstützt."

#1437
Guest_Juleiila_*

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„Naja ich weiß nicht ob ich gut geschlafen habe. Lange war es jedenfalls nicht.“ sagte Jule. Dann drehte sie ihre Beine nach links, und saß nun auf der Bettkante. „Ehm Bella? Könntet Ihr mir kurz helfen? Und ja anziehen werde ich wohl das schickeste was ich besitze.“ meinte sie und grinste. Sie war wirklich froh in Momenten wie diesen ihre Freunde zu haben. Dabei blickte sie Bella auf den Hals. Sie trug eine neue Kette und Jule fand sie wunderschön. Aber da fehlte etwas. „Bella? Wo ist denn die Kette die ich Euch geschenkt habe?“ fragte Jule.

#1438
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella war gerade dabei, Jules Kleiderschrank zu durchstöbern. Das schickeste was sie hatte? Hm, das war dann wohl das Abendkleid, welches sie auf dem Ball getragen hatte. Aber das wäre wohl etwas deplaziert in der Kirche.

Die Zwergin griff nach ein paar dunklen Hosen und einer passenden Bluse dazu. Eine Weste würde Jule nicht frieren lassen.



Bella wurde rot, als Jule nach ihrem Schmuck fragte.

"Jule, ich habe das Halsband, was Ihr mir geschenkt habt, in Orzammar sicher verwahrt. Ich wollte nicht, dass es zu Schaden kommt. Seid bitte nicht böse, aber es wäre doch wirklich ärgerlich, wäre uns in den tiefen Wegen etwas zugestoßen und die Brut hätte das Schmuckstück an sich gerissen."



Sie half Jule beim anziehen, was sich durch die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit der Elfin als etwas komplizierter erwies, aber letztlich schafften sie es.



"Schaut Ihr nach Jannis, Jule? Oder soll ich dort vorbeigehen? Ich hatte heute Morgen keine Gelegenheit mit ihm zu sprechen und ihn von der Trauerfeier zu unterrichten."

#1439
J.D.C

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Jannis stoppte vor der Tür zu seinem Gemach, er wendete seinen Blick nach rechts und sah dann diese verstörende Elfe aus Jules Zimmer gehen. Zerzaust wie immer eilte sie den Flur entlang.Er würde sich noch an sie gewöhnen müssen sofern er wirklich mit ihnen geht.

Glotzend lief sie an ihm vorbei und ging in ihr Gemach. Ihr Blick war wie immer stechend und beunruhigend. "Was sie wohl über mich denkt, mögen scheint sie mich schonmal nicht." Er drückte die Klinke runter und ging in sein Zimmer. Er setzte sich aufs Bett um kurz zu verschnaufen. "Diese Rumrennerei macht einen ja noch wahsinnig," dachte er sich und lies sich dann sacken.

Nach ein paar Minuten war er so weit wieder ganz fit und stand wieder auf. Er ging zum Fenster und sah sich wiedermal um. 

Modifié par J.D.C, 01 mai 2010 - 04:37 .


#1440
viento2

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Noah betrat die Kathedrale von FellRemnon. Es dauerte noch etwas, bis die Messe anfangen sollte, doch er hätte nicht gewusst, wie er sich die Zeit bis zum Beginn vertreiben sollte. Er war fremd hier und einen ungestörten Moment der Ruhe konnte er gut gebrauchen.



Hinter der Eingangstür wandte er sich direkt nach rechts und ließ sich auf der hintersten Bank nieder. Für die Schönheit der Kathedrale hatte er keinen Sinn. Es befanden sich zur Zeit nur wenige Besucher und ein paar Messdiener in der Haupthalle und so schenkte ihm keiner Beachtung.

Den Kopf gesenkt hing er seinen Gedanken nach. Seine Hände spielten rastlos mit dem untersten Knopf seiner braunen Weste. Er hatte die Rüstung bei einem Schmied zur Ausbesserung abgegeben und eine einfache braune Hose, ein helles Leinenhemd und darüber die braune Weste angezogen. In voller Rüstung die Kathedrale zu betreten war ihm unpassend vorgekommen.



Leises Getuschel und Geklapper waren die einzigen Geräusche die zu hören waren. Die Stille wirkte zum einen beruhigend nach dem eher hektischen Leben vor den Toren des Gotteshauses, zum anderen bedrückte sie Noah aber auch. Hin und her gerissen zwischen Schuldgefühlen und Trauer, fühlte er sich hilflos und verloren. Die Messe würde ihm keinen Trost spenden, das wusste er, doch so konnte er wenigstens einigermaßen angemessen Abschied nehmen. Die Gedanken daran, was er als nächstes tun sollte, schob er beiseite. Vielleicht brachte ein neuer Tag eine andere Sichtweise.



Er schaute kurz hoch und bemerkte, dass die Kathedrale nun schon etwas voller geworden war. Bis zum Beginn der Messe würde es nicht mehr lange dauern.


#1441
Guest_Juleiila_*

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„Achso. Na dann. Ich dachte schon Euch gefällt es nicht. Aber besser es ist in Orzammar als in den Händen der Brut.“ meinte Jule und dabei ballten sich ihre Hände zu Fäusten. Was sich bei der Linken Hand schmerzlich erwies. Diese verfluchte Brut. Jule hatte noch immer einen enormen Hass auf sie. Denn anscheinend hat sich Allie immer noch nicht geändert, und der Fluch ist auch nicht verschwunden durch den Tod des Kultisten.



Dann drehte sie sich zu Bella um und umarmte diese. Während sie dies tat sagte sie. „Danke Bella. Wirklich danke für alles. Ich bin froh eine Freundin wie Euch zu haben. Und eins noch. Ich möchte Euch nie verlieren.“ Dann lies sie langsam ab. Ein Wunder – dachte sie sich. Solchne Worte hatte sie noch nie über die Lippen gebracht. Dann grinste Jule. „Ich gehe nun zu Jannis. Wir sehen uns nachher ja?“ und Jule ging aus der Tür.



Langsam und mit steifem Schritt ging sie durch den Gang zu Jannis sein Zimmer. Leise klopfte sie an und trat hinein. Dort sah sie Jannis der verträumt aus dem Fenster blickte. Sie ging auf Ihn zu und klopfte Ihm auf die Schulter. „Guten Tag Jannis.“ sagte Jule, grinste herzhaft und blickte verlegen zum Boden.

#1442
Bellandyrs

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Bella blickte Jule kurz hinterher. Die Worte von der Freundin zu hören, machte sie verlegen. Was hatte sie denn schon großartiges für sie getan? Die Elfin war jedoch schneller aus ihrer Tür, als dass Bella ihr antworten hätte können. Auch sie konnte sich ein Leben ohne ihre neuen Freunde kaum vorstellen. Dennoch... wenn sie auf ihrer Mission weiterzogen würde sie wohl einen von ihnen nicht so schnell, wenn überhaupt, wieder sehen: Theoderich. Sie seufzte, aber immerhin hatte sie ein Andenken an ihn.



Langsam ging sie zurück in ihr eigenes Gemach. Kurze Zeit später erschien auch Lyna, die sich ebenfalls umgezogen hatte. In den dunklen Farben wirkte die Freundin noch zerbrechlicher als sonst. Wenn Bella nicht genau wüßte, dass Lyna alles andere als ein scheues verwundbares Reh war, hätte sie die Freundin jedenfalls als solches eingeschätzt.



Zusammen warteten sie auf die anderen, die sicherlich nach und nach eintreffen würden.


#1443
J.D.C

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Jannis sah sich weiterhin vom Fenster aus die Stadt an und verlor nach ein paar Minuten wieder den Sinn für die Realität, er schweifte wieder ab in seine Gedanken. Er dachte wieder daran das die anderen möglicherweiße Wächter sind. Er würde sie, jetzt da die Schlacht vorrüber ist darauf ansprechen. Auch ob er die Nette gruppe fortan begleiten dürfte wäre wissbegierig für ihn.

"Bella, eine Tapfere Zwergin mit Führunsqualitäten, Lyna schien freundlich zu sein und eine gute Gesellschaft, was man wohl allen anrechnen konnte. Dann wäre noch die komische Allie da, wie es um sie steht werde ich auch noch erfahren. Und zum schluss wäre da noch Jule."

Dann brachen seine Gedanken ab und er wurde durch ein Tippen auf seine Schulter zurück in die Realität geholt. Er wendete seinen Blick nach hinten, wo er eine lächelnde, leicht rot gewordene Jule sah. Glücklich erwiederte er das Lächeln,"Jule was macht ihr denn hier oder besser wieso seit ihr schon wieder auf den Beinen?"

Davor war Jannis ein wenig mulmig, ob Jule ihm seine Gefühlslage ansehen konnte.

Modifié par J.D.C, 01 mai 2010 - 06:50 .


#1444
Guest_Juleiila_*

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Mit vor Freude glänzenden Augen schaute Jule Jannis an. Auch sein Lächeln verriet das er sich freute, Jule zu sehen. Und sie anscheinend auch sehr mochte. Und wieder blieb Jules blick bei den Augen von Jannis hängen. Sie strahlten heller und fröhlicher als je zuvor, und sie hatten etwas anziehendes an sich.



Dann rappelte sich Jule wieder und schüttelte den Kopf. „Ich ehm. Ja ich bin hier um Euch zu fragen, ob Ihr uns zur Messe begleiten werdet? Es ist eher eine Trauerfeier für die gefallenen, und Menschen die diese Stadt in der Nacht des schrecklichen Angriffs verloren hat?“ fragte sie Ihn.



Dann ging sie näher auf Jannis zu, schon beinahe zu nahe. Und sie blickte zu Ihm auf. „Mir geht es wieder gut einigermaßen. Mein Brustkorb ist so fest zugebunden, das ich sitze als hätte ich einen Besen verschluckt.“ und sie grinste. „Und ...“ Jules Wangen färbten sich wieder Rot. „....Ich möchte Euch danken. Das Ihr in der Nacht als es mir schlecht ging, bei mir wart und über mich gewacht habt.“



In Jules Augen funkelte es wieder. Sie fand Jannis wirklich nett, und Attraktiv war er ebenfalls. An Elthras dachte sie schon lange nicht mehr. Immerhin hat er sich nicht mehr gemeldet. Das war Typisch. Einer Frau schöne Augen machen, ihr den Kopf verdrehen und dann einfach nicht mehr auftauchen. Aber das war Jule egal. Denn sie hatte schon Augen für jemand anderen.

#1445
Bellandyrs

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Auch Theoderich machte sich langsam aufbruchbereit. Er war gespannt, ob nur Bella mitkommen würde, oder auch ihre anderen Gefährten. Er hatte am Ball ja nur Jule näher kennengelernt, und das Chaos mit Allie mitgekriegt kurz darauf. Von Lyna wußte er nur, dass sie Avalos Herz erobern konnte, was wiederum Bella das Herz gebrochen hatte. Er war gespannt auf die Elfin. War sie kalt und berechnend? Dennoch, Bella hatte ihr verziehen, also würde er ihr auch unvoreingenommen gegenüber treten.



Ein letzter Blick in den Spiegel, er war fertig. Weiche samtene Kniebundhosen, feste Halbschuhe, Kniestrümpfe, Hemd und Janker in gedeckten tannengrünen Tönen war edel genug für den Besuch im Gotteshaus. Schwarz wollte er nicht tragen, er hatte ja keinen direkten Angehörigen verloren.



Langsam machte er sich auf den Weg ins Schloß. Dabei mußte er schon hin und wieder kleinen Gruppen ausweichen, die sich wiederum in die Richtung der Kathedrale bewegten. Es würde wohl ziemlich voll werden da drin.



Einige Zeit später klopfte er an Bellas Tür, wurde eingelassen und fand sich mit Lyna im Zimmer. Er begrüßte Bella mit einem vollendeten und charmanten Handkuss.



"Und Ihr müßt Lyna sein? Ich bin erfreut, Euch kennenzulernen. Gestatten? Theoderich Silberschmied, Schmuckhändler. Stets zu Diensten."

Er war von Lynas Zerbrechlichkeit überrascht. Aber es weckte Beschützer-Instinkte, von daher konnte er Avalos Entscheidung gut nachvollziehen. Dennoch ... ihm war eine lebhaftere Person lieber. Sein Blick löste sich von der zarten Dalish und wanderte zu Bella.



"Jule will noch mitkommen, aber die ist im Moment noch bei Jannis und fragt ihn, ob dieser auch die Messe besuchen will. Aber wir haben ja noch etwas Zeit denke ich. Setzt Euch doch, Theoderich. Lieb von Euch, dass Ihr uns begleitet."



Bella nahm sich noch einen Apfel und bedeutete den anderen beiden, sich zu bedienen, sofern sie Appetit hatten.

#1446
J.D.C

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Er lauschte Jule's worten, doch allein ihre Anwesenheit verdreht ihm Gedanken und Kopf. Zu allem Übel trat sie dann noch um einiges näher heran. Jules blick streifte den von Jannis, er konnte sich nicht von ihren Smaragdgrünen Augen lösen. Sein Herz schlug schneller, noch nie hatte er so gefühlt.



"Eine Messe zu ehren der Opfer, aber natürlich werde ich euch begleiten. Mut und Tapferkeit bis in den Tod müssen geehrt und ewig gewürdigt werden. So entstehen Legenden, Sagen und Mythen, daraus wird Geschichte. Geschichte lehrt uns, sie zeigt uns den Richtigen weg, weshalb wir nicht vergessen dürfen."



"Jene Nacht an deiner Seite, hat mir weit mehr offenbart als ich zuerst geglaubt hatte. Für mich war dies weit mehr als eine nette Geste und ein wenig Besorgnis um euch. Und ich hätte euch wohl schlecht unter der Aufsicht eines schlafenden Arztes lassen können." Die Anspannung löste sich ein wenig von Jannis solch ein satz von ihm und alles war, wenn auch nur Abstrackt gesagt.



"Und da ich gerade bei Geschichte war, wie steht es um die eure?ich würde euch gerne näher kennenlernen."



Er versuchte möglichst unbemerkt, sich Jule noch ein wenig zu nähern.




#1447
Guest_Juleiila_*

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Jule entfernte sich ein paar Schritte und ging in Jannis Zimmer umher. Er wollte Ihre Geschichte hören. Aber hatte sie überhaupt eine? Wenn ja, dann wollte sie diese bestimmt nicht erzählen. Dann wante sie sich wieder an Jannis. „Ich … nein, von mir gibt es bestimmt keine Geschichte. Aber Ihr werdet mich bestimmt noch besser kennen lernen.“



Dann kam ihr in den Sinn. Eigentlich wollte sie nur fragen ob er mit zur Messe kommen würde. Und mittlerweile war bestimmt schon Zeit vergangen. „Jannis ich denke wir sollten uns auf den Weg in Bellas Gemach machen.“ sagte sie mit einem Lächeln. Sie hielt Jannis den Arm hin, der sich daraufhin bei Jule einhakte.



Zusammen gingen die beiden in Bellas Gemach. Und wie immer trat Jule ein ohne anzuklopfen. Das musste sie anscheinend noch lernen. Drinnen waren schon alle versammelt. Zuerst ging Jule auf Theoderich zu. Sie gab ihm die Hand und Küsschen rechts und links. „Schön Euch wieder zu sehen Theoderich.“ sagte Jule und lächelte.



Dann ging Jule auf ihre „Schwester“ zu und umarmte diese. „Ich bin froh Euch zu sehen Lyna. Schön das es Euch gut geht.“ Dann ging Jule auf Bella zu. „So schnell sieht man sich wieder“ und sie lachte. Aber sie hatte ihre guten Manieren vergessen. Theoderich kannte ja den Jannis noch überhaupt nicht.



„Hm ich denke ich muss hier jemanden bekannt machen. Theoderich, das ist Jannis. Er hat uns bei der Schlacht geholfen“ sagte Jule. Dann setzte sie sich auf Bellas Bett. Dieses war bequemer als der Stuhl, denn sie saß ja aufrecht und kerzengerade.

#1448
Kaysallie

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Allie gab einen Seufzer von sich und ließ die Hände aus der verschränkten Armhaltung nach unten sacken. Dann rieb sie sich mit den Fingern kurz nachdenklich die Augen. Sie traute Valkia nicht wirklich. Sie war verwundert über ihr schnelles erscheinen. Wieso wusste sie, dass sie hier in FallRemnon waren? Wie konnte sie alleine den Weg durch die tiefen Wege durchschreiten um in die freien Marschen zu gelangen? Wie dem auch sei, dachte sie sich. Dies sollte nicht ihre Entscheidung sein.

„Nun gut. Man soll ja Hilfe bekannter weise nicht zurückweisen, wenn sie einem geboten wird. Ich werde Euch zu den anderen bringen. Sie sollten in Bellas Gemach sein, um sich für die Messe zu treffen.“

Sie hielt kurz inne und blickte kurz in Valkias Gesicht, jedoch nicht in ihre Augen.

„Ich für meinen Teil halte nicht besonders viel von solchen Messen. Die Toten bekommen es ohnehin nichtmehr mit, da sie schon längst im Nichts bei Andraste sind.“

Andraste. Ihr kam die Begegnung mit ihr in den Sinn, doch sie verdrängte den Gedanken wieder.

„Wie dem auch sei, wenn es den Angehörigen hilft. Kommt!“

Sie drehte sich um, ging auf das Schloss zu und Valkia folgte ihr. Sie gingen wieder die Treppen hinauf, durch die langen Gänge mit den farbenfrohen Gemälden, die an den Wänden hingen. Wieder ohne zu klopfen ging sie durch die Tür von Bellas Gemach. Die Blicke der bereits Versammelten fielen auf Allie und Valkia. Nachdem beide eingetreten waren, schloss Allie die Tür und sagte schmunzelnd auf Valkia blickend,

„Seht wen ich im Getümmel der Stadt gefunden habe!“


#1449
Bellandyrs

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Theoderich blickte Bella fragend an, wer war denn nun bitte Valkia? Lyna wechselte die Farbe, Jule merkte man an dass sie sich nur schwer beherrschen konnte. Der Zorn auf die Blutmagier kam in ihr wieder hoch. Bella wiederum wußte nicht, was sie von Valkias Auftauchen halten sollte. Ihr kam es sehr komisch vor, dass diese ausgerechnet jetzt zum Vorschein trat. War sie am Ende mit der Brut im Bunde? Was war mit ihr geschehen, nach dem Transport zum Turm der Magi?

"Seid gegrüßt Valkia, welch Überraschung Euch hier zu sehen", sagte Bella. "Nun sind wir ja komplett, und es kann losgehen."

Zu siebt verließen sie das Schloß und machten sich auf den Weg. Auf den Straßen FallRemnons war einiges los, anscheinend wollten nicht nur die Krieger die Andacht besuchen.

Als sie die Kathedrale erreichten, war diese schon gut besucht. Das Hauptschiff war bereits bis auf den letzten Platz besetzt, nur in den Seitenschiffen waren noch wenige Plätze frei. Dort steuerte die Gruppe hin. Frauen und Männer sassen bunt gewürfelt durcheinander, wenngleich in den vorderen Reihen rechts die männliche Bevölkerung sass, links die weibliche.

Bella sah sich verstohlen um. Auf der Empore war der Platz des Königs noch frei, aber die Gardisten die daneben standen, ließen keinen Zweifel offen, dass auch der Regent an der Trauerfeier teilnehmen würde. Wieder war die Zwergin von der Pracht der Kirche überwältigt, die hohen Kuppeldächer mit den reich verzierten Decken waren prunkvoll und wunderschön. Leise flüsternd machte sie Lyna, die neben ihr ging, auf die einzelnen Kunstwerke aufmerksam. Die Elfin sah sie eher verständnislos an, wie konnte man solchem Überfluß nur soviel beimessen? Dennoch konnte sie sich der würdevollen Ausstrahlung auch nicht entziehen.

Überall wurde leise getuschelt, Meßdiener wuselten hin und her, bereiteten den Altar für die Messe vor. Die Glockentürme verkündeten den baldigen Beginn der Messe, und noch immer strömten Besucher herein. Bella stand auf und überließ einem Soldaten, der mit einem einbandagierten Bein hereinhumpelte, ihren Platz. Jule hatte zum Glück einen Sitzplatz, was für deren Brustkorb sicherlich besser war.

Die Leute am Portal standen plötzlich auf und verneigten sich. Der König wurde von Waräger begleitet und an seinen Platz geführt. Bella konnte nicht sehen, ob auch Avalos dabei war, war sich aber beinahe sicher, dass er die Messe nicht versäumen würde. Es gab eben Verpflichtungen, die er nicht umgehen konnte.

Orgelmusik erklang, der Geruch nach Weihrauch erfüllte die Kathedrale. Die oberste Klerikerin der Stadt, gefolgt von der ehrwürdigen Mutter, und eingesäumt von mehreren Priestern schritt sie den Gang entlang, dabei den Weihrauchkessel schwenkend.

Sofort erstummte das Getuschel, die Augen richteten sich auf den Altar. Mit langsamen und würdevollen Bewegungen nahmen die Priester auf den Stühlen Platz, die Klerikerin räusperte sich kurz und begann dann mit ihrer vollen und melodiösen Stimme zu sprechen.

"Liebe Gemeinde, liebe Trauergäste. Wir haben uns heute zusammengefunden, um der Gefallenen zu gedenken und dem Erbauer zu danken, dass er unsere Stadt verschont hat. Zu danken, dass es auch Überlebende gibt.
So laßet uns beten den Gesang des Lichts, Transfigurationen 12:1-6.

O Erbauer, höre meinen Ruf:
Führe mich durch die dunkelste Nacht

Stähle mein Herz gegen die Versuchungen der Niederträchtigen

Mache mich in den wärmsten Orten ruhen

O Erschaffer, siehe mich kniend:
Denn ich gehe nur dahin, wo Du hin mich bittest

Stehe nur an Orten, die Du gesegnet hast
Singe nur Wörter, die Du
in meinen Mund gelegt hast

Mein Erbauer, kenne mein Herz:

Nimm von mir ein Leben in Trauer
Erhebe mich von einer Welt aus Schmerz
Richte mich deinem endlosen Stolz würdig

Mein Erschaffer, richte mich ganz:
Finde Gefallen an mir in deiner Anmut
Berühre mich mit Feuer, sodass ich gereinigt werde

Sage mir, ich habe zu Deinem Gefallen gesungen

O Erbauer, höre meinen Ruf:
Setze mich an Deine Seite im Tod
Mache mich Eins mit Deinem Ruhm
Und lasse die Welt einmal mehr dein Gefallen sehen

Denn du bist das Feuer im Herzen der Welt
Und Behagen weisst nur Du zu geben.

Gepriesen sei der Erbauer und seine Braut Andraste. Amen."

"Gepriesen sei der Erbauer und seine Braut Andraste, amen" erscholl es aus der Gemeinde.

Die Priesterin sprach weiter, aber Bellas Gedanken wanderten zu den Paragons, zu ihrem ursprünglichen Glauben, zum Stein und vernahm die Worte nur noch vereinzelt.

".... Irgendwann hat sich jeder von uns schon einmal gefragt: "Was spielt es für eine Rolle, ob ich rechtschaffen bleibe oder nicht? Ich bin nur ein Sterblicher und habe ohnehin keine Macht." Wie blind wir alle sind! Die
Tugend eines einzigen Sklaven brachte das Reich von Tevinter zu Fall. Die Ehrlosigkeit eines Einzigen vertrieb den Erbauer. Wahrlich, ich sage Euch, die Rechtschaffenheit in unseren Herzen ist das Einzige, was uns
die Liebe des Erbauers zurückbringen kann. Es ist die einzige Macht, die uns zur Veränderung der Welt zum Guten oder zum Bösen gegeben wurde...."

Wie es wohl Hrotgar erging? Hatte die Armee auch seine Festung gestürmt? War er sich bewußt, dass sich die Brut kontrolliert sammelte?

".. und so gedenken wir heute denen, die ihr Leben gelassen haben, um uns vor dem Bösen zu schützen. Der Erbauer möge ihren Seelen gnädig sein. Der Gesang des Lichts, die Worte der Erlösung, spendet den Zurückgebliebenen Trost. So höret, liebe Brüder und Schwestern, was darin verkündet wird:

Viele Sünder wandern umher und fürchten, dass sie auf ewig verloren sind,
doch wer glaubt und bereut, ungerührt von der Finsternis der Welt,
wer weder prahlt noch Häme zeigt angesichts des Unglücks der Schwachen, sondern sich erfreut
an des Erbauers Gesetz und Schöpfung, dem wird der Segen des Erbauers Frieden bringen.
Das Licht wird ihn sicher über die Wege dieser Welt bis in die nächste leiten.
Denn für den, der dem Erbauer vertraut, wird Feuer zu Wasser.
So wie die Motte das Licht sieht und der Flamme zustrebt,
siehter das Feuer und strebt dem Lichte zu.
Der Schleier bedeutet dann nicht Unklarheit,
und es gibt keine Angst vor dem Tode mehr, denn der Erbauer wird Lichtsignal und Schild sein, Fundament und Schwert."

Vereinzelte Schluchzer waren zu hören, Taschentücher gezückt. Kinder und Frauen trauerten um ihre gefallenen Männer. Selbst Bella traten die Tränen in die Augen. Auch wenn sie in der vergangenen Schlacht keinen ihrer Gefährten verloren hatte, dachte sie dennoch an all die Seelen, die mit ihr vor den Toren der Stadt gekämpft hatten. Und an die Krieger, die sie kannte, die bei früheren Schlachten gefallen waren.

Theoderich stand neben ihr und drückte ihre Hand. Er nahm sich das nicht zu Herzen, sondern war als seelischer Beistand für Bella da. Dankbar lächelte sie ihn an. Bella sah zu ihren Freundinnen, jede davon war irgendwie in Gedanken versunken und lauschte der Priesterin. Allie stand etwas gelangweilt daneben, Bella meinte ein zynisches Lächeln zu sehen. Lyna kämpfte auch mit den Tränen, und Jule war nicht anzumerken, wie es ihr im Moment ging. Auch Jannis blickte mit starrer Miene und halbgeschlossenen Augen zur Priesterin.

"Seid zuversichtlich, hadert nicht mit dem Schicksal. Selbst die erste Verderbnis wurde besiegt. In der Totenklage 8 heißt es:
Mit Macht wurden sie zurückgeworfen,
denn kein sterblicher Körper darf beschreiten das Reich der Träume,
und gezeichnet ob ihrer Untat:
die Körper so entstellt, dass niemand sie mehr ansehen sollte und Menschen in ihnen erkennen.
Tief in die Erde flohen sie, weg vom Licht.
In ewiger Dunkelheit suchten sie jene, die sie aufgestachelt hatte,
bis sie ihn schließlich fanden, ihren Gott, der sie verraten hatte:

den schlafenden Drachen Dumat. Ihre Verderbtheit setzte dem falschen Gott zu, und der Flüsterer erwachte schließlich, voller Schmerz und Angst, und führte sie an, zu verwüsten alle Länder der Welt.

Liebe Trauergemeinde, auch gestern wurde diesen Kreaturen Einhalt geboten. Der Erbauer steht denen bei, die an ihn glauben."

Bellas Gedanken schweiften wieder ab. Sie fragte sich, wieviel dieser Worte auf sie bezogen waren. Schließlich glaubte sie auch an den Stein. Oder Allie, was hatte Andraste selber ihr nur angetan? War es Schicksal, hatte es so kommen müssen um für die spätere Schlacht vorbereitet zu sein? Damit sie wußten, dass die Brut viel stärker war, koordinierter und intelligenter, als je zuvor? War Allies Los des grauen Wächters jenes, was ihr wiederfahren war?

"... so gehet hin in Frieden und preiset den Erbauer und seine heilige Braut Andraste. Amen."

Bella hatte den gesprochenen Segen der Priesterin völlig überhört. Erst als die Gemeinde im Chor antwortete: "gepriesen sei der Erbauer", schreckte sie in die Wirklichkeit zurück.

Wieder brauste Orgelmusik auf, die Kleriker verließen als erstes die Kathedrale, gefolgt vom Regenten mit seiner Leibwache. Langsam folgten die Messe-Besucher. Manche gingen zurück an ihre Arbeit, oder in die Tavernen der Stadt. Einige jedoch folgten dem Zug zum Friedhof, wo die Gefallenen bestattet, und der Segen des Erbauers erfleht wurde.

Tief atmete Bella draussen ein. Zum Friedhof wollte sie nicht mehr, sie war froh, keinen betrauern zu müssen. Außerdem war ihr von der weihrauchgeschwängerten Luft in der Kirche etwas übel. Dennoch war sie ergriffen von der Messe, und eine feierliche besinnliche Stimmung überkam sie.

Theoderich nahm sie wieder bei der Hand.
"Kommt, laßt uns gehen. Bald gibt es Abendbrot, und dann kommt ihr auch wieder auf andere Gedanken."

Bella nickte. Trotzdem wartete sie auf ihre Gefährten, und darauf, bis die große Masse an ihnen vorbei gezogen war.

Modifié par Bellandyrs, 02 mai 2010 - 04:26 .


#1450
Kaysallie

Kaysallie
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Sie folgte Bella und den anderen auf dem Weg in die Kirche. Eigentlich wäre sie lieber draußen geblieben und hätte in der Zwischenzeit etwas anderes erledigt, denn so viele grundlos trauernde Menschen zu sehen bekam ihrem Magen nicht gut.

Sie betraten die Kirche und nahmen in einer der Bankreihen Platz. Allie blickte sich in dem Gotteshaus um und musste dabei an den Turm der Magi denken. So viel kalter Stein. Währenddessen die Priester ihre Worte sprachen versuchte sie an etwas anderes zu denken, denn die Worte erinnerten sie nur an Andraste, an das Nichts und an die tiefen Wege sowie den Aufenthalt in der Zelle. Es war wie eine Kette an Gedanken, welcher sie gerne aus dem Weg ging. Die anderen jedoch lauschten konzentriert und berührt den Worten, welche die Kircher erhellten und den Stein lebendiger wirken ließen. Im Hintergrund konnte sie immer das Schluchzten von einigen Witwen wahrnehmen. Sie wusste was es heiße, jemanden zu verlieren den man liebt, doch im Nichts würde man ihnen wieder begegnen um mit ihnen die Ewigkeit zu teilen. Dessen war sie sich sicher.

Plötzlich hörte Allie eine flüsternde Stimme. Sie drehte sich unauffällig um und blickte in die Reihe hinter sich, doch da saßen nur einige trauernde Frauen, welche die Augen gedankenverloren geschlossen hatten, als sie den Versen lauschten. Sie blickte wieder nach vorne und nahm erneut die Stimme wahr. Im ersten Moment konnte sie diese nicht verstehen, daher schloss sie ebenfalls die Augen und ignorierte den Gesang der Heiligen.

„Ihr habt es entdeckt. Doch versteht ihr die Zeichen?“

Sie riss die Augen wieder auf und wie von einer anderen Hand gesteuert, blickte sie auf ihre Tasche die auf der Bank neben ihr stand. Sie öffnete die Tasche und blickte auf die Schriftrolle, welche sie am Fensterbrett in Jules Gemach gefunden hatte. Sie hatte komplett darauf vergessen sie bei Avalos abzugeben. Sie rollte sie in der Tasche etwas aus, sodass sie einige Zeilen lesen konnte.

"Wenn der Kampf endet wird er erwachen."



Das Ende ist der Anfang.



Ihr kennt es, Ihr wisst was es ist."



Plötzlich ertönte wieder die flüsternde Stimme,



„Doch die Offenbarung wird am Ende Eures Kampfes geschehen.“



Allie rollte das Pergament eilig wieder zusammen, schloss die Tasche und im selben Moment verschwand die Stimme wieder. Ihr Puls begann leicht zu rasen, doch sie ließ sich nichts anmerken. War die Schriftrolle etwa von einem Dämon besessen, der versuchte sie ins Nichts zu ziehen? Sie wusste sie musste diese Rolle umgehend zu Avalos bringen.

Auf einmal wurde sie aus ihren planenden Gedanken gerissen und all die versammelten Menschen erhoben sich. Die Messe war zu Ende und Allie verlor sich kurz in der Masse. Sie blickte sich um und versuchte Avalos zu erspähen, doch wie ein Schatten im Licht war er wieder verschwunden. Sie ging zum Ausgang wo Bella und Theoderich warteten. Ohne ein Wort zu sagen blieb sie neben ihnen stehen und wartete auf die anderen. Sie könnte den anderen von der Schriftrolle erzählen, doch irgendetwas hinderte sie daran. Sie könnte diese genauso gut bei den Wachen von Avalos abgeben, doch sie wollte diese keinesfalls in falsche Hände geben, denn wenn wirklich ein Dämon in ihr saß, so wie sie vermutete, konnte dieser nur von schwachen Seelen Besitz ergreifen.

Viele Gedanken nach einer Lösung schwirrten ihr durch den Kopf, sodass sie für einen Moment ihr Zeitgefühl verlor.