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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#1751
J.D.C

J.D.C
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Nach einer weile des Wartens lies sich Bella blicken. Scheinbar ohne erfolg kehrte sie zum Treffpunkt zurück.
"Noah war noch nicht hier, aber ich habe eine Blutspur gefunden, die aus der Stadt führt, jedoch nur ein kurzes Stück außerhalb der Stadt endet. Ich weiß nicht inwiefern es etwas mit Allie zu tun haben könnte.
Dann trat Noah aus den Schatten des Schlosses zu den beiden.

"Ich habe nichts gefunden wie war es bei Euch?"

"Ich würde sagen wir sehen uns das nochmal etwas genauer an, Noah ich werde es dir auf dem Weg erklären." Jannis schüttelte sich kurz aus und seufzte kurz der müdigkeit halber, dann stieß er noch ein kräftiges Gähnen aus. Bella hob schon ihren Finger als Jannis vergaß die Hand vor den Mund zu nehmen.

"Also Bella wie gehen wir vor?"

Modifié par J.D.C, 09 mai 2010 - 05:50 .


#1752
Kaysallie

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Nachdem sie im Garten angelangt war, betrachtete sie kurz den See. Er spiegelte den Mond und die Sterne wieder, welche durch kleine Wellen verschluckt wurden. Sie fasste sich dabei an die Wange, welche noch immer höllisch brannte. Sie war enttäuscht. Enttäuscht über sich selbst. Wie konnte sie nur so außer sich geraten. Als sie auf den See blickte, wurde sie etwas zurück in die Gegenwart geschleudert. Einerseits war sie froh, dass sie ihre Gefühle wieder erlangt hatte, jedoch hasste sie sich nun selbst dafür, zu so einem seelischen Frack geworden zu sein. Sie dachte an die frühere Zeit. Sie war immer ausgeglichen, freundlich, höflich und zuvorkommend. Ihr liefen weitere Tränen die Wangen hinab. Sie war zu einer Waffe ihrer eigenen Gefühle geworden.

Sie gab einen Seufzer von sich und ging in Richtung Stadttor. Sie musste einfach nur weg und brauchte Luft zum Atmen. Außerdem konnte sie für den Moment niemanden in die Augen sehen. Dort angelangt blickte sie sich kurz um und die Erinnerungen an die vergangene Schlacht kamen zurück. Sie konnte den Gestank der Brut förmlich riechen und fragte sich für einen kurzen Moment, wieso sie dabei nicht einfach hätte fallen können. Sie griff sich an die Kehle. Das Blut, welches in das Kleid gesaugt wurde, blieb ihr auf der Hand kleben und tropfte hinab. Sie betrachtete diese. Wer würde ihr denn noch in einer kommenden Schlacht vertrauen? Dachte sie sich.

Sie lief den Hauptweg, welcher von FellRemnon wegführte, entlang und entfernte sich immer weiter der Stadt. Als sie an dem Wegekreuz ankam, an welchem sie einst die Halla abgesetzt hatte, blieb sie stehen. Das Wegekreuz regte nur ihre Gedanken an, dass sie ohnehin nicht wusste wohin sie gehen sollte. Daher setzte sie sich auf den Boden und lehnte sich an das Wegekreuz. Sie blickte in den Himmel und sah die zahlreichen Sterne, wie sie die Nacht erhellten. Sie griff sich, ohne nachzudenken, auf die Kehle, wodurch die Wunde plötzlich zu einer Narbe verheilte. Sie realisierte es nicht einmal, dass sie eben einen Heilzauber gewirkt hatte, so gedankenverloren war sie.


#1753
Bellandyrs

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"Na schön" seufzte Bella. Sie hätte sich lieber endlich hingelegt, sie war inzwischen stockmüde. Aber wenn es eine Spur zu Allie gab würde es sicher gut sein, ihr zu folgen.

"Also geht schon mal voraus, ich folge Euch."

#1754
J.D.C

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"Also dann, aber nicht das du hinterher hinkst," ein leicht schelmisches Lächeln machte sich bei ihm breit. Mit schnellern Schritten liefen sie durch die Stadt, und Bella fiel vorerst immer weiter zurück.



"Also Noah, ich habe eine Blutspur gefunden, welche aus der Stadt heraus führt sich aber auch genauso schnell wieder verliert. Und da das, das einzig merkwürdige oder auffällige ist müssen wir irgendwo außerhalb der Stadt suchen."



Er nickte Noah zu und sie liefen weiter bis zum Tor, dort wartetn sie auf Bella, welche nach ein paar Minuten angetrottet kam. Sie war sichtlich erschöpft, doch wo war ihr Mut ihre Stärke welche sie noch in der Schlacht gezeigt hatte, schließlich gehts es hier um eine ihrer Freundinnen. Genau das hatte ihr zuvor noch neue Kraft verliehen. "Bella wenn du eine Pause brauchst dann sag ruhig bescheid, es wird schon nichts so schlimmes sein das wir keine fünf Minuten sitzen können."



Bella schluckte und sties einen Säufzer aus. Dann lies sie sich kurz zum Boden nieder. Jannis und Noah setzten sich im Schneidersitz hin und warteten.

#1755
Bellandyrs

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"Es ist nichts, ich bin nur müde, und ich kann nur hoffen, dass Allie nicht zu weit hinaus gelaufen ist. Außerdem stellt sich die Frage, wieviel wir heute noch sehen werden, es ist ziemlich dunkel. Eigentlich fände ich es vernünftiger, zu schlafen, morgen mit dem Sonnenaufgang aufzustehen, und dann frisch ausgeruht zu suchen - bei Tageslicht. Vielleicht ist bis dahin auch Jule wieder ansprechbar, und hat einen Hinweis, wo Allie hingelaufen sein könnte. Aber Ihr entscheidet, wenn Ihr weitersuchen wollt, bin ich dabei."

#1756
viento2

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Nach ein paar Minuten stand Bella wieder auf und klopfte sich den Schmutz von der Hose.

„ Also los. Weiter geht`s.“ grummelte sie.

Jannis führte sie noch etwas weiter aus der Stadt hinaus, bis die Blutspur endete. Etwas ratlos standen die drei dort bis Noah das Wort ergriff.

„ Also angesichts der späten Stunde und des mangelnden Lichts würde ich vorschlagen, dass wir einfach noch ein Stück den Weg entlang gehen. Sich jetzt zu trennen und abseits des Weges zu suchen, macht für mich im Moment keinen Sinn.“

Die beiden stimmten nickend zu und sie folgten dem Weg weiter. Nach einer Weile konnten sie vor sich die erste Wegkreuzung entdecken. Als sie sich näherten, sahen sie Allie, die sich mit dem Rücken an den Holzpfahl gesetzt hatte. Noah ging vor Allie in die Hocke und legte ihr eine Hand vorsichtig auf die Schulter.

„Ist alles in Ordnung mit euch?“


#1757
Bellandyrs

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Bella hätte im Stehen schlafen können mittlerweile, müde war kein Ausdruck mehr. Sie war heilfroh, dass sie Allie gefunden hatten, aber was sollte sie schon groß sagen? Die Elfe saß am Boden, mit den Gedanken meilenweit entfernt, und Bella bewunderte Noah im Stillen, daß er den Mut besaß, Allie in diesem Zustand anzusprechen.



"Hallo Allie. Ein Glück, dass wir Euch gefunden haben. Wie geht es Euch?" fragte Bella. Dabei trat sie von einem Bein aufs andere, damit sie in Bewegung blieb.

#1758
Kaysallie

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Sie hatte die Augen bereits geschlossen und ließ sich etwas fallen. Sie war erschöpft. Die ganze Aufregung kostete einfach zu viel Kraft. Plötzlich hörte sie einige Schritte. Als Noah ihr auf die Schulter griff, bewegte sie sich kein Stück, sondern öffnete nur langsam die Augen.



„Solltet Ihr Euch in einer finsteren Nacht wie dieser nicht lieber um eure Jule kümmern?“

Sagte sie einfach geradeaus, „Ja Bella, es ging mir schon einmal besser, doch wen kümmert das schon …“

Dabei schloss sie die Augen wieder und man konnte ihr die Erschöpfung ansehen. Am liebsten wäre sie einfach in Ruhe gelassen worden, und hätte an dem Wegekreuz die Nacht verbracht.


#1759
viento2

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„ Jule schläft.“ Antwortete Noah auf die Frage von Allie. Er sah, dass die Elfe sehr erschöpft war und beschloss, dass diese Nacht bereits genug geredet worden war. Kurzerhand hob er Allie vom Boden auf und schwang sie über seine rechte Schulter, so dass ihr Kopf auf seinem Rücken lag.

Gemeinsam machten sie sich auf den Rückweg zum Schloss. Auch Noah merkte die Müdigkeit, die langsam in ihm aufstieg und mit der Zeit wurde die Elfe auf seiner Schulter immer schwerer. Sie passierten das Stadttor und schritten zügig auf das Schloss zu. Nachdem sie die Treppen zu ihren Zimmern hinter sich hatten, ging Noahs Atem schwer und er hatte Schweißperlen auf der Stirn. Jannis verabschiedete sich und Bella zeigte Noah Allies Zimmer. Gemeinsam verfrachteten sie die Elfe in ihr Bett und deckten sie zu.

Bella murmelte noch ein `Gute Nacht´ und schlich dann zu ihrem Zimmer. Noah machte sich erschöpft auf zu Jules Zimmer. Jule schlief tief und fest und wurde nicht wach, als Noah zu ihr unter die Decke kroch. Er schmiegte sich an sie und war kurze Zeit später eingeschlafen.


#1760
Guest_Juleiila_*

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Jule wachte schreckhaft am nächsten Morgen auf. Sie wurde die ganze Nacht von Alpträumen aus ihrer Vergangenheit, und dem vergangenem Abend gequält. Noch immer standen ihr Schweißperlen auf der Stirn, und ihr Puls raste. Schnell stand sie auf, und fing sofort an zu fluchen.


„Das kann doch nicht wahr sein!! Während Allie irgendwo sein könnte, habe ich die ganze Nacht verschlafen, ohne auch nur nach ihr zu suchen. Noah warum hast du mir auch dieses verfluchte Mittel gegeben!!!“ schrie sie.


Dann regte sie sich über ihren Gesundheitszustand auf. „So langsam reicht es mir wirklich! Es muss doch einen Heiler geben, der mich komplett heilen kann! So was ist doch nicht so schwer!! Verflixt und zugenäht!! Ich habe keine Lust mehr!!!“ Dabei wanderte sie im Zimmer auf und ab. Ihre Hände waren zu Fäusten geballt, und sie hätte am liebsten um sich geschlagen.


Wutentbrannt stürmte sie in ihr Badezimmer und machte sich frisch. Dann zog sie sich an und ging in Richtung Tisch. Ihr Blick haftete auf den Kannen mit Schmerz und Schlafmittel. Beide packte sie und schleuderte es gegen die Wand. Die Kannen fielen zu Boden, und Riesige Flecken bildeten sich auf der Wand. „Boaaah!!!“


Dann fasste sie sich mit beiden Händen an den Kopf und schloss die Augen. Sie musste runterkommen und sie wollte es wieder gut machen. Schuldbewusst schüttelte sie den Kopf.

„Noah, weißt du was? Ich gehe jetzt Allie suchen!“

Modifié par Juleiila, 09 mai 2010 - 08:47 .


#1761
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Noah wurde wach, als Jule fluchend durchs Zimmer rannte. Er zuckte zusammen, als die Kannen krachend gegen die Wand donnerten. Schnell sprang er auf und eilte zu Jule, die sich hektisch mit den Händen durch die Haare fuhr. Er nahm sie in den Arm und drückte sie sanft an sich.

„Wir haben Allie gestern Nacht noch gefunden und sie zurück gebracht. Sie ist in ihrem Zimmer und schläft.“

Er nahm Jules Gesicht in seine Hände und küsste sie lange und innig.

„ Gib ihr etwas Zeit. Sie war sehr erschöpft gestern. Lass sie ausschlafen, und vor allem beruhig dich erst, bevor du zu ihr gehst. In deinem jetzigen Gemütszustand kannst du ihr nicht helfen.“

Noah ging in die Knie, fasste mit einem Arm in Jules Kniekehlen und hob sie in seine Arme. Dann trug er sie zum Bett zurück und legte sie ab. Er schaute ihr liebevoll in die Augen und strich ihr mit der Hand übers Gesicht.

„ Jule, du musst besser auf dich aufpassen.“ Sein Ausdruck wurde ernster und es bildeten sich ein paar Falten auf seiner Stirn. „Ich werde nicht zu lassen, dass du dich weiterhin so verausgabst, dass kannst du mir glauben.“


#1762
Guest_Juleiila_*

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Jule lief eine Träne die Wange herab. Und bevor sie aufstand drückte sie Noah einen flüchtigen Kuss auf die Lippen.



„Ich will einfach nicht mehr....“ sagte sie und packte ihren Schwertgürtel. Ohne etwas zu sagen ging sie aus dem Zimmer. Ihr Weg führte sie in den Riesen Schlossgarten. Dort lehnte sie sich an ein Baum am Teich und sie rutschte mit dem Rücken den Baum herab.

#1763
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Als Jule aus dem Zimmer stürmte, spürte Noah einen Stich in seiner Brust. Er fühlte sich müde, und das nicht nur, weil er eine anstrengende Nacht hinter sich hatte. Vielleicht hatte er sich in Jule getäuscht. Sie schien seine Hilfe nicht haben zu wollen und scherte sich nicht darum, dass er sich Sorgen machte. Noah hatte keine Lust, ihr wieder nach zu laufen. Wenn sie ihn nicht wollte, musste sie sehen, wie sie alleine klar kam.

Noah stieß verärgert die Luft aus, zog die Decke über sich und drehte sich auf die Seite.


#1764
Guest_Juleiila_*

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Einige Zeit lang saß Jule an dem Baum. Sie war die ganze Zeit am überlegen, wie sie Allie helfen könnte. Doch es wollte ihr beim besten willen nicht einfallen, wenn Allie nicht sagen würde was sie stört. Plötzlich leuteten wieder die Glocken. Es musste eine Stunde vergangen sein.



Seufzend und betrübt stand Jule auf. Sie schlenderte mit gesenktem Kopf wieder ins Schloss und hielt in der Küche an. Dort holte sie frischen Kaffee, Tee und Brötchen. Alles legte sie auf ein Tablett und schlenderte damit wieder in ihr Gemach.



Leise trat sie ein und stellte das Tablett auf den Tisch. Dann ging sie auf das Bett zu weil sie merkte das Noah noch immer darin lag. Er hatte die Decke über den Kopf gezogen. Jule legte sich neben ihn, zog die Decke etwas weiter runter und legte ihren Arm um Noah. Dann blickte sie in Seine Augen. Diese spiegelten einen Schmerz wieder.



„Noah...tut mir leid. Ich werde besser auf mich aufpassen, und ich bin froh das du hier bist und auf mich Acht geben willst. Aber..ich war einfach durch den Wind.“ sie schluckte und ihre Stimme klang nun traurig. „Sie ...wollte gestern...das ich Sie umbringe.“

#1765
viento2

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Noah nahm Jules Hand in seine und drückte sie.
„ Klär das mit Allie. Das ist eine Sache zwischen dir und ihr.“
Er seufzte. „ Und jetzt lass mich noch etwas schlafen, ich hatte eine anstrengende Nacht.“

Modifié par viento2, 09 mai 2010 - 09:32 .


#1766
Guest_Juleiila_*

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„Werde ich machen...vielleicht nach dem ich gefrühstückt habe.“ Dann küsste sie ihn nochmal, intensiv und länger. Aber sie merkte eine leichte Abneigung von seiner Seite. Daher blickte sie Ihm in die Augen, und sagte sanft aus ihrem Herzen heraus. „Ich liebe dich, Noah! Du bist etwas ganz besonderes für mich!“



Dann stand sie auf und ging zum Tisch. Dort nahm sie das Tablett und ging aus ihrem Gemach. Jule ging direkt rüber zu Allies Gemach. Leise trat sie hinein, damit sie Allie nicht weckte. Dann stellte sie das Tablett mit dem Frühstück auf dem Tisch ab, und setzte sich. Leise trank sie ihren Kaffee und wartete darauf, das Allie aufstand. Denn Jule wollte unbedingt mit ihr reden.

#1767
viento2

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Nachdem Jule das Zimmer verlassen hatte, stand Noah auf und zog sich an. Er legte seinen Schwertgurt an und verließ das Zimmer. Auf dem Weg nach draußen schaute er in der Küche vorbei und nahm sich ein Brötchen mit, dass er beim Gehen verzehrte. Er begab sich in die Stadt, die bereits zum Leben erwacht war und schlenderte in das Händlerviertel, welches Bella ihm am Tag zuvor gezeigt hatte. Die Sonne schien eben durch die Häuserreihen hindurch und Noah musste blinzeln, um etwas sehen zu können. Überall am Straßenrand priesen Händler lauthals ihre Waren an. Kinder sprangen zwischen den Ständen umher.

Noah steuerte auf einen der Stände zu und begutachtete die Waren. Es dauerte nicht lange, bis er gefunden hatte, was er suchte. Er kaufte dem Händler eine kleine Flasche Rosenöl ab und ging dann weiter. Ein paar Stände weiter besorgte sich Noah außerdem eine schwarze Leinenhose und ein helles Leinenhemd.

Er begutachtete zufrieden, seine Ausbeute und ging dann zügig zum Schloss zurück. Als er das Zimmer betrat, war Jule noch nicht zurückgekommen. Noah zog seine neue Hose und das Hemd an, packte seine Ausrüstung zusammen und ging wieder nach unten. Auf dem Weg zum Ausgang gab er seine getragenen Sachen in der Wäscherei ab. Seine Schritte trugen ihn in den Park, wo er sich einen ruhigen Ort in einer Gruppe von Erlen suchte und sich mit dem Rücken an einem der Bäume niederließ. Er legte kurz den Kopf an den Stamm und schloss die Augen. Dann wandte er sich seiner Ausrüstung zu und machte sich an die Arbeit.

Zuerst zog er die Schwerter aus dem Gurt und legte sie beiseite. Die Lederriemen des Gurtes rieb er mit einem Leinöl ein, welches seine Mutter früher selbst hergestellt hatte. Nach dem Gurt nahm er sich seine Schwerter vor. Er benutzte ein sauberes Tuch aus seinem Rucksack, und etwas von dem Leinöl, um den Schmutz und den Flugrost von den Klingen zu putzen. Dann trug er etwas von einer Polierpaste auf und strich mit einem weiteren Tuch fest über die Klinge, bis keine Paste mehr übrig war. Zum Schluss rieb er die Klinge noch mit dem gerade erworbenen Rosenöl ein und schob sie zurück in seinen Schwertgurt. Die gleiche Prozedur führte er mit dem zweiten Schwert und mit den Teilen seiner Rüstung durch. Danach nahm er sich seine Lederstiefel vor, die er im Moment trug.

Noah war so vertieft in seine Arbeit, dass er nicht mitbekam, wie die Sonne am Himmel weiter wanderte und es langsam Mittag wurde.


#1768
Kaysallie

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Ihr stieg der Geruch des Kaffees in die Nase, sodass sie erwachte. Sie öffnete die Augen und blickte durch die Türe in den Vorraum und sah Jule, welche am Tisch saß und Kaffee trank. Im ersten Moment, dachte sie dass alles nur ein Traum gewesen war, denn wieso sonst, sollte die plötzlich wieder im Schloss sein? Doch dann konnte sie sich wieder erinnern. Im Halbschlaf hatte sie es mitbekommen, wie man sie ins Zimmer getragen hatte.

Ohne ein Wort zu sagen stand sie auf und blickte zu Jule. Dann ging sie zu dem Schrank ihres Zimmers und zog sich, ohne Scharm, das braune Kleid mit dem Rollkragen aus, welches sie noch immer an hatte, und schmiss es auf das Bett. Sie nahm das schwarze Kleid mit den langen Ärmeln und dem V-Ausschnitt und zog es sich über. Als sie das Schlafgemach verließ, ging sie an dem Spiegel vorbei und bemerkte erst jetzt, dass die Wunde an der Kehle nur noch eine Narbe war. Ihre Wange war leicht geschwollen, schmerzte jedoch nur wenn man drauf drückte. Dann ging sie auf den Tisch zu und setzte sich ohne ein Wort zu sagen, gegenüber von Jule. Anstatt sie anzublicken, blickte sie zum Fenster. Man merkte, dass angespannte Stimmung herrschte.

Allie wusste im ersten Moment nicht wie sie mit der Situation umgehen sollte, und wäre am liebsten an einem anderen Ort gewesen.

"Ich nehme an, dass Ihr mich wegen des gestrigen Vorfalls aufsucht, auch wenn ich Euch momentan nichts zu sagen habe, außer dass es falsch war von Euch zu verlangen zuzustechen. Vielleicht wäre es besser, wenn ich an einen anderen Ort gehe, da ich niemandem versprechen kann, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt."

Dann stand sie wieder auf und ging zurück in das Schlafgemach. Sie öffnete erneut den Schrank und nahm die Dolche aus der Schublade. Sie betrachtete diese intensiv, doch als sie ihr eigenes Spiegelbild darin widererkennen konnte, nahm sie den Gürtel, und band sich diesen um. Sie steckte die Dolche in die dafür gefertigte Waffenscheide und betrachtete einen kurzen Augenblick ihre Rüstung.


#1769
govi1

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Was Avalos wohl im Moment anstellte? Seinen Worten nach mussten die Adeligen immer noch wachgerüttelt werden- die meisten glaubten nach dem Angriff auf die Stadt an die Existenz der Dunklen Brut, doch niemand wollte einen Finger rühren. Die einen hatten Angst, die anderen wollten lieber ihr eigenes Hab und Gut schützen als das eines anderen, während die restlichen schlichtweg faul waren oder sich einfach nur auf die Grauen Wächter verlassen wollten, die sie in der rechten Minuten ein weiteres Mal retten würden.



Lyna legte die Bürste zur Seite und betrachtete sich im Spiegel. Hatte Avalos die Wahrheit gesagt, war er wirklich mit politischen Angelegenheiten beschäftigt? Sie musterte mit kritischem Blick ihr Gesicht. Vielleicht hatte er sie aber angelogen und vergnügte sich mit irgendeiner feinen, adeligen Dame. Oder gar mit dem hübschen Küchenmädchen, welches sie heute spöttisch angelächelt hatte.



Lyna seufzte und stand auf. Sie vermisste ihn, mit jeder Faser ihres Körpers sehnte sie sich nach ihm, nach seinem Kuss. Aber er hatte Wichtigeres zu erledigen, das wusste sie... woher dieser Anflug von Misstrauen und Eifersucht kam, konnte sie wirklich nicht sagen. Vielleicht würden ein Spaziergang und frische Luft gut tun, dieses Zimmer kam ihr mit jedem Tag mehr wie ein Gefängnis vor.



Sie verliess ihr Zimmer, nahm sich in der Küche ein Korb mit Essen und beobachtete verstohlen das Küchenmädchen- eigentlich wirkte sie ganz harmlos und süss, das überlegene Grinsen hatte sie sich sicherlich nur eingebildet. Lyna warf ihr einen letzten Blick zu und liess sich von ihren Füssen in den Park der Stadt tragen- dem einzigen grünen Fleck innerhalb der Mauern. Die hohen Bäumen spendeten Schatten, beherbergten Eichhörnchen und Vögel, gut versteckt im Geäst, während ab und zu ein Lichtstrahl die Kronen durchbrach und einem schimmernden Strahl gleich auf die Erde fiel.



Lyna wollte sich auf eine Bank setzen, als sie unweit von sich Noah erblickte- das war doch die Begleitung von Jule am Abendessen, nicht wahr? Zögernd lief sie zu ihm. Es war nicht ihre Art, auf Fremde zuzugehen, schon gar nicht auf Menschen... aber wenn dieser Mann etwas im Leben von Jule bedeutete, so wollte sie ihn kennen lernen.



Er schien beschäftigt zu sein, reinigte und polierte seine Waffen. Lyna räusperte sich und lächelte ihn zurückhaltend an. "Ich grüsse", begann sie, "vielleicht kennt Ihr mir ja bereits. Ich bin Lyna, eine Freundin von Jule. Ich habe Euch gesehen... und mir gedacht, dass Ihr vielleicht ebenfalls Hunger habt?" Sie deutete auf ihren Korb. Das Essen würde problemlos für zwei Personen reichen.

#1770
viento2

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Noah schaute hoch und blinzelte in die Sonne, als er von Lyna angesprochen wurde.

„ Auch ich grüße euch. Bitte setzt euch doch.“ Er rutschte etwas zur Seite, damit sich Lyna ebenfalls an den Baum lehnen konnte, wenn sie wollte.

„ Mein Name ist Noah. Und ja, ich erinnere mich an euch. Ihr wart mit in der Gaststätte an dem Abend, an dem ich Jule kennen gelernt habe.“

Noah schielte in den Korb, den Lyna mitgebracht hatte. Er hatte zwar keinen so großen Hunger, aber eine Kleinigkeit konnte nicht schaden. Er wählte eine Semmel und einen Apfel. Dann schaute er Lyna an. Sie schien etwas schüchtern und wirkte anders als die Elfen, die er bisher gesehen hatte. Noah konnte jedoch nicht sagen, woran das lag.

„ Es ist schön, euch endlich kennen zu lernen.“ Er lächelte ihr freundlich entgegen.


#1771
govi1

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Lyna nahm dankbar neben ihm Platz und lehnte sich an den Baum, einen tiefen Atemzug nehmend. An der frischen Luft fühlte sie sich doch gleich besser als in ihrem Zimmer, umgeben von den vier Wänden und einer erdrückenden Decke... das war wohl ihr Erbe als Dalish. Sie strich mit den Händen über das Gras, fühlte die Halme zwischen ihren Fingern und genoss den kühlen Wind, der über ihre Haut fuhr und eine leichte Gänsehaut hinterliess.



"Ja, das ist es", antwortete sie und bediente sich aus dem Korb. Sie griff ebenfalls nach einem Apfel, der wunderbar dunkelrot glänzte und herrlich süss schmeckte. Dann warf sie Noah einen Blick zu, die Neugier konnte sie kaum verstecken.



"Ich habe Euch und Jule an diesen Abend beobachtet", lächelte sie und biss ein weiteres Stück vom Apfel ab, "man kann es wohl kaum leugnen, dass... zwischen Euch etwas entstanden ist." Hoffentlich hatte sie die richtigen Worte dafür gewählt. Oder hatte sie sich getäuscht? Auch Bella war ihrer Meinung gewesen, daran konnte sie sich noch erinnern, aber vielleicht hatten beide schlicht einen falschen Eindruck gewonnen.



"Falls dem nicht so ist, dann verzeiht mir", fuhr sie schnell fort, " aber Jule scheint dennoch eine hohe Meinung von Euch zu haben. Erzählt mir doch etwas von Euch."

#1772
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Noah beobachtete die Elfe neben sich. Sie schien aus einer anderen Welt zu kommen, wie sie so an den Baum gelehnt saß und mit den Fingern durch das Gras neben sich strich.

„ Jule bedeutet mir sehr viel. Ich bin froh, sie hier getroffen zu haben, auch wenn es unter solch schlechten Umständen passiert ist.“

Während er Lyna weiterhin genau beobachtete, erzählte Noah ihr ein wenig von seiner Zeit in Denerim und von der Reise mit seinem Bruder, die sie hierher nach FellRemnon und zu Evans Tod geführt hatte. Die Elfe hörte ihm aufmerksam zu und schaute bisweilen etwas verträumt. Sie hatte etwas an sich, dass sie fast exotisch wirken ließ. Vor allem ihre Augen kamen ihm sehr fremd vor.

„ Verzeiht mir die Frage. Mich würde interessieren, wo ihr her kommt.“ Noah schaute sie erwartungsvoll an.


#1773
govi1

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Lyna liess ihre Hand mit dem Apfel sinken, als sie seine Geschichte hörte. Traurig, wie das Schicksal zwei Brüder für immer trennen konnte, als seien die Banden zwischen ihnen nichts als zerbrechliche Seidenfäden, die bereits ein geringer Windhauch mit sich reissen konnte. Sie fröstelte wieder, aber diesmal nicht wegen dem kühlen Luftzug.



"Ich stamme von einem Dalish-Clan aus dem Brecilianwald", erklärte sie und liess ihren Blick zum Horinzont schweifen. Wohl zum tausendsten Male fragte sie sich, wie es ihrer Familie erging... sie waren gewiss weitergezogen und hatten an einem anderen Ort ein neues Lager aufgeschlagen. Hatten sie sie vergessen? Lyna seufzte. Sie wusste nicht, ob sie sich das wünschen sollte oder nicht.



"Nicht nahe von unserem Lager hatten sich Soldaten versammelt", fuhr sie fort, "da begegnete ich Jule und Allie, später auch Bella. Die ganze Geschichte nahm ihren Lauf, anfangs wurden wir noch von Avalos durch ganz Thedas gejagt, bis er sich uns anschloss und von seiner Aufgabe überzeugte."



Zugegeben, dies war eine äusserst knappe Zusammenfassung der geschehenen Ereignissen, aber wie sollte sie ihm bloss erklären, dass sie an der Seite des Mörders lebte, der dem Clan ihren Ältesten genommen hatte? Dafür kannte sie ihn noch zu wenig gut.



Sie musterte ihn neugierig. "Seid Ihr... seid Ihr denn ein Grauer Wächter?"

#1774
viento2

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Noah stockte der Atem: Eine echte Dalish! Das erklärte ihre Erscheinung. Er hatte bisher nur von ihnen gehört, aber noch keinen Vertreter dieses zurückgezogen lebenden Volkes kennen gelernt. Er betrachtete Lyna bewundernd von der Seite.

„ Ähm, nein. Ich bin kein Grauer Wächter. Seid ihr denn einer?“


#1775
Guest_Juleiila_*

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Jule seufzte und stellte die Kaffeetasse ab. Dann folgte sie Allie ins Gemach, blieb aber im Türrahmen stehen. Sie steckte die Hände in die Hosentaschen und blickte zum Boden.

„Nein...es war nicht falsch Allie. Irgendwann musste es dazu ja kommen.“ dann holte Jule tief Luft und sprach weiter.

„Da ich weiß, wie es Euch geht, hätte ich anders mit Euch umgehen sollen. Das tut mir leid. Auch die dicke Wange die Ihr jetzt habt. Niemand würde wollen das Ihr geht Allie. Wo wollt Ihr denn sonst hin? Zurück zum Turm um Euch einsperren zu lassen? Ohne Freunde? Ich denke nicht das Ihr das wollt. Also...überlegt es Euch noch einmal richtig. Solltet Ihr mich suchen, ich bin irgendwo im Schlossgarten.“

Der Kopf war immer noch gesenkt, als Jule auf die Türe zuging, und Allies Gemach verließ. Dort stieß sie einen tiefen Seufzer aus. „Verdammt!!!“ schrie sie. In letzter Zeit war Jule aber auch wirklich nur am fluchen. Sie ärgerte sich, weil sie nicht die richtigen Worte fand um sich bei Allie zu entschuldigen. Und sie davon zu überzeugen, nicht weg zu gehen. Sie hoffte nur, das Allie nicht diesen Weg einschlug einfach ab zu hauen!

Noch immer sauer ging Jule in ihr Gemach um die Schwerter zu holen. Sie band den Schwertgurt um die Hüfte und verließ das Schloss. Sie konnte ihre Wut nicht loswerden, die Kannen mit dem Schmerzmittel reichten dafür nicht aus. Also beschloss sie trainieren zu gehen. Sie ging in den Schlossgarten, und suchte sich einen großen Platz. Sie war weit entfernt von Noah und Lyna, konnte sie daher nicht sehen, da der Garten Riesig war.

Zügig zog sie ihre Schwerter. Sie stellte sich vor, wen sie alles tot sehen wollte. Ihren alten Herren, die Dunkle Brut und alle Feinde der Elfen und Wächter. Eifrig trainierte sie weiter, und verlor sich in der Zeit.

Modifié par Juleiila, 10 mai 2010 - 05:18 .