Aller au contenu

Photo

Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


  • Veuillez vous connecter pour répondre
2893 réponses à ce sujet

#1801
J.D.C

J.D.C
  • Members
  • 200 messages
Noah brach das gemütliche Schweigen mit einer Frage über Avalos. Jannis kannte ihn genauso wenig wie Noah. Er hatte ihn nur kurz des öfteren bei der Schlacht als herumwirbelnden Schatten sehen können.

"Ich kenn ihn auch noch nicht persönlich, was sich wohl bald ändern wird hoffe ich."

Jannis nahm seinen Schild von dem Gurt und hielt es Noah vor. Von dem Glänzenden Stahl geblendet kniff Noah die Augen zusammen. Er nahm das Schild in die Hand.

Jannis legte sich wieder hin und sah in den Himmel. Über ihm kreiste ein Adler, welchem er mit seinem Blick folgte.

Entspannt fragte er,"Was würdest du auf das Schild machen?"

Modifié par J.D.C, 11 mai 2010 - 12:56 .


#1802
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Noah betrachtet den Schild in seinen Händen. Er hatte sich nie sonderlich für diese Art von Kampf interessiert, auch wenn er fasziniert davon war, welche Möglichkeiten sich damit ergaben.

„Hm, wenn ihr euch eurer Heimat verbunden fühlt, dann könntet ihr euer Wappen darauf setzen. Was ich auch gut fände, wäre ein Tier, welchem ihr euch vielleicht verbunden fühlt und welches Stärke oder der gleichen ausstrahlt. Ich glaube, ich selber würde letzteres nehmen. Vielleicht einen Adler oder einen Berglöwen.“


#1803
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
"Allie, Ihr dürft Euch dennoch nicht aufgeben. Ich glaube gerne, dass Ihr Euch dann nach dem Tod sehnt, weil Ihr wißt, dass Tharel dort auf Euch wartet. Ich kann nur hoffen, dass wir Euch ein wenig Halt geben können."

Bella seufzte auf. "Die Brut zu bekämpfen, ja, man könnte manchmal daran verzweifeln, nicht? Es ist, als würde diese nie untergehen, ein nie endendes Kapitel unseres Zeitalters. Glaubt mir, auch ich frage mich oft, wieso ich das tun muß, wieso ich mein Leben für andere, die ich nicht einmal kenne, aufs Spiel setze. Aber dann sehe ich die verwüsteten Dörfer, das Grauen, was die Brut über die Welt bringt, und das stärkt mich wieder. Was die Liebe betrifft, möchte ich Euch noch etwas mit auf den Weg geben. Auch ich habe meine große Liebe verloren, wenngleich dieser noch lebt, und auch keine andere Frau begehrt. Er hat sich einfach anderen Zielen zugewandt. Ich dachte damals, die Welt würde auseinanderbrechen. Irgendwann habe ich mich damit abgefunden, ich war wieder ich selber. Und dass ein Herz doch öfter seine Liebe zu geben vermag - nun, das hab ich erfahren, als ich Avalos kennenlernte."



Ein leicht wehmütiger Ausdruck erreichte ihre Augen. Leise fuhr sie fort:

"Wenngleich diese von Haus aus eigentlich zum scheitern verurteilt war, wurde mir mein Herz noch einmal genommen. Dennoch lebe ich, und nehme das Geschenk der Freundschaft an, die ich von so vielen Seiten erhalte. Ich verzage auch nicht, wer weiß, vielleicht heilt ein Herz ja doch immer wieder, und manchmal entdeckt man die Liebe dort, wo man sie überhaupt nicht erwartet."

Dabei dachte sie an Theoderich, und der betrübte Ausdruck verschwand.



"Und weil Ihr gefragt habt: nein, ich habe heute überhaupt nichts vor. Höchstens langsam gucken, ob ich irgendwo Kaffee und eine Kleinigkeit zu essen herkriegen kann. Ich denke, ansonsten hätte ich mich draussen irgendwo hingesetzt und vielleicht ein wenig gemalt. Irgendwie hatte ich bisher kaum Muse dazu. Habt Ihr denn schon etwas vor heute? Wenn Ihr mögt, können wir den Tag auch gerne zusammen verbringen."

#1804
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Sie lächelte Bella entgegen, "Wie kann man nur so viel Kaffe trinken! Aber wir könnten ja die Schlossküche besuchen und eine Kleinigkeit essen. Und Ihr natürlich Euren Kaffee trinken, ich gebe mich lieber mit Tee zufrieden."

Sie stand auf und ging zu dem Spiegel, kämmte sich die Haare und marschierte zur Tür.

"Weiteres können wir ja dann noch überlegen. Ich muss zugeben, dass mich der Aufentahlt hier im Schloss langweilt, ich fühle mich hier wie im Turm der Magi, nur dass ich keine Bücher habe die ich studieren muss!"

#1805
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Bella lachte hell auf.

"Ich weiß, Kaffee ist meine Schwäche, mir graut davor auf unserer Weiterreise wieder keinen zu kriegen. Und es wird tatsächlich furchtbar langweilig langsam, ich hoffe auch, dass es bald weiter geht. Ich denke, jedem von uns geht es so, nur Avalos wird fix und fertig sein wegen der ganzen Besprechungen und sich als einziger Ruhe wünschen."



Sie stand auf und zusammen gingen sie in die Küche, erhielten dort Tee und Kaffee und ein paar belegte Brote. Das stellten sie auf ein Tablett und gemeinsam beschlossen sie, auf der Veranda zu speisen, um den schönen Tag draussen zu geniesen.



Sie nahmen auf den zierlichen Stühlen Platz und ließen es sich schmecken. Gesprochen wurde dabei nicht allzuviel, sie genossen einfach den Frieden, der im Moment herrschte, und ließen sich die Sonne ins Gesicht strahlen.



Nachdem Bella ihre zwei Tassen Kaffee hatte, strahlte sie glücklich.

"Hmmmm, so läßt es sich irgendwie schon leben, wenn es nicht so arg langweilig wär auf Dauer. Aber wir können gerne noch etwas sitzen bleiben, irgendwie geniese ich diese Ruhe im Moment. So etwas wie die Ruhe vor dem Sturm, meint Ihr nicht? Turbulent genug wird es sicher wieder werden."



Allie zwinkerte ein wenig, die Sonne war für ihre Augen dennoch etwas zu grell, und so setzte sie sich ein wenig anders hin, so dass der Kopf im Schatten eines Baumes war.

#1806
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Jannis antwortete Noah nicht auf seine Vorschläge. Stattdessen setzt er sich auf, klopfte sich das Gras von der Hose und schaute Noah herausfordernd an.

„ Was sagt ihr Noah, wie wäre es mit einem kleinen Übungskampf?“

Noah blinzelte Jannis an und grinste. Er sprang auf und wollte Jannis den Schild zurückreichen, doch dieser schüttelte lachend den Kopf. Stattdessen warf er Noah auch noch sein Schwert zu, welches dieser geschickt auffing. Jannis hob die beiden Schwerter von Jule auf und ging in Angriffsstellung.

„ Ich hoffe, ihr habt schon einmal mit einem Schild gekämpft, Noah“ grinste ihm Jannis entgegen und ging dann augenblicklich zum Angriff über. Geschickt schwang er die beiden Schwerter und Noah hatte Mühe, sich zu verteidigen. Er riss den Schild mit dem linken Arm hoch und ließ Jannis` Schläge daran abprallen. Doch die ungewohnte Schwere in seiner Linken machte Noah zu schaffen. Er erinnerte sich daran, dass er als 15 Jähriger ein paar Mal mit dem Schild geübt hatte, bevor er sich endgültig für den Kampf mit zwei Schwertern entschieden hatte.

Der sperrige Schild machte Noah langsam und er wich Jannis schneller werdenden Attacken nur mühevoll aus. Er selber hatte bisher keinen Angriff gewagt. Zu sehr war er damit beschäftigt, sich auf den Schild in seiner Linken zu konzentrieren.

Noah wehrte einen weiteren Hieb von Jannis ab, sah sich aber kurz danach dem zweiten Schwert gegenüber, was auf seinen Hals zu sauste. Im letzten Moment lehnte sich Noah weit nach hinten und das Schwert fuhr knapp über seiner Nase entlang. Jannis holte eben zu einem weitere Schlag aus, da ließ sich Noah endgültig nach hinten fallen, rollte sich ab und kam ein paar Meter weiter hinten wieder auf die Beine. Der Schweiß lief ihm die Schläfen herunter und er atmete schwer. Jannis hingegen lachte ihn übermütig an und schien in keinster Weise außer Atem zu sein. Ärger stieg in Noah auf und mit einem verächtlichen Schnauben ließ er Jannis´ Schild zu Boden gleiten. Er ging wieder in Angriffsstellung und ließ das Schwert in seiner Rechten ein paar Mal locker um sein Handgelenk wirbeln. Dann sprang er nach vorne und griff Jannis an. Dieser schien zunächst überrascht von dem Angriff, konnte jedoch ohne Probleme blocken. Noah war Jannis dabei sehr nahe gekommen, warf sich im nächsten Moment mit seinem ganzen Gewicht gegen Jannis` Schulter und brachte den Krieger dadurch aus dem Gleichgewicht. Jannis taumelte etwas zurück und schaute Noah grimmig an.

Noah nutzte die kurze Ablenkung und sprang zu seinen Stiefeln. Er zog seinen Dolch aus dem rechten und nahm ihn in seine Linke. Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, denn jetzt fühlte er sich Jannis wieder gewachsen.

Auch wenn er anstatt eines zweiten Schwertes nun nur einen kurzen Dolch besaß, konnte Noah seine Schmach vom Anfang des Kampfes wieder gut machen. Schlag um Schlag tauschten die beiden miteinander aus und Noah bewunderte Jannis` Kampfkunst. Er hatte nicht erwartet, dass der Krieger, den er immer nur mit Schild und Schwert gesehen hatte, auch mit zwei Waffen so gut umgehen konnte.


#1807
MagicBullet

MagicBullet
  • Members
  • 326 messages
Der Angriff auf die Schlacht hatte Spuren hinterlassen.

Der König war fuchsteufelswild, und die Adeligen bestenfalls kleinlaut.

Als Avalos auch noch die verhinderte Invasion durch Orlais offenlegte, brach auch der letzte Widerstand gegen einen großangelegten Feldzug zusammen.

Trotzdem hatte er tagelang keine Zeit gefunden - politische Querschläger, Aufmarschpläne, Ausrüstung, Ausbildung neuer Rekruten.
Schatten hatten sich in sein Gesicht gegraben. Er sehnte sich nach Lyna...und ein kleines bisschen nach dem Rest seiner Gruppe.

Gelegentlich hatte er sich des Nachts rausgeschlichen und hatte Lyna´s leisen Atemzügen gelauscht, und sich gewünscht, dass er sie in besseren, in ruhigeren Zeiten getroffen hatte.

Doch die Zeit schritt unerbittlich fort.

Inzwischen schien es sogar so, als die bescheidene Runde, mit der sie aus Orzammar aufgebrochen waren, sich inzwischen beträchtlich vergrößert hatte. Das Hauspersonal ließ ihm gelegentlich Informationen zukommen´, über poltische Querulanten, aber auch über "seine" Gefährten.

"Herr."
Ein blasser Page stand auf einmal in seinem Gemach.
"Sprich."
Er hatte schärfer geklungen, als er beabsichtigte.
"Die...Die Rüstung, die euch angefertigt wurde, ist jetzt fertig. Wollt ihr sie anprobieren?"

Wortlor drehte er sich um, während der Page auf mehrere eingepackte Kisten wies, die andere Diener soeben hereinbrachten.

Der Schatten schlug das Wachstuch zurück und fuhr mit dem Finger über das Metall.
Vollendung.

Eine mattschwarze Rüstung. Und auf dem Brustpanzer das vertraute Symbol der schwarzen Sonne.
Sie flüsterte ihm zu, ein leeres Hallen in seinen Gedanken. Und auf einmal wußte er, wohin er die Gewalt zu lenken hatte, die er entfesselt hatte.

Der massive Stahl war zugleich leicht und beweglich. Trotzdem würde er selbst schwerste Schläge einstecken.
Insgesamt war sie eine Mischung zwischen seiner alten und einer Plattenrüstung; Er würde mit ihr kaum langsamer sein, dafür allerdings deutlich besser geschützt.

"Ihr dürft wegtreten. Ich bedanke mich für die Rüstung."
Mit einem Wink bedeutete er den Dienstboten, ihn allein zu lassen.

MIt geübten Handgriffen legte er sich die Rüstung an.
Jede Bewegung, tadellos.
Die Dehnungsfugen ließen selbst für kompliziertere Ausweichbewegungen genügend Spielraum, ohne ihn zu behindern.
Seinen Kapuzenmantel konnte zwar nicht vollkommen die kantigen Formen des Harnisches verdecken, aber für einen flüchtigen Beobachter war er einfach nur ein vermummter Reisender.
Im Gehen schnappte er sich seinen Waffengürtel, schloss die Koppel und begab sich federnden Schrittes in den Schlossgarten.

Er ließ seinen Blick schweifen. Unbewußt ballte er den mit scharf geschliffenen Stahlgeflecht gepanzerten Handschuh; Das Leder knirschte leise. Die Kettenglieder rieben leise aneinander. Das Geräusch ließ nur erahnen, wie oft er schon in Schlachten stand, noch bevor an die Marschen auch nur zu denken war.
Wie lange schon wandelte er auf dieser Welt, wie lange schon war er Richter und Henker, Soldat und Schlachtenlenker der schwarzen Sonne?
Unwillkürlich umschloss er den Knauf und Heft seines Schwertes. In Gedanken hörte er seine Klinge singen, durch Fleisch und Knochen, Sehnen und Blut, Stahl und Rüstung, ob Mensch oder Brut...

Er lächelte, im Dunkel seiner Kapuze. Kein warmes Lächeln, sondern eins, das die meisten Menschen als entsetzliche Verheißung, auf Blut und Kampf interpretiert hätten.

Aber noch war die Zeit der Schlachten nicht gekommen. Die Heere waren aufgestellt, die Würfel gefallen.
Jetzt würde er agieren. Und die Sümpfe, die Rückzugsgebiete der Brut, warteten schon.
Sollte sich der König und sein Landthing darum kümmern. Sobald er wußte, nach was die Brut dort suchte, würde er Antworten haben.
Je nach dem, wie diese Antwort ausfiel würde er seine nächsten Schritte abwägen; Um seine Gefährten machte er sich keine Sorgen, sie würden folgen. Ob sie wollten oder nicht, denn sie waren in größerem gefangen, als sie auch nur erahnten... Würden sie sich denn Gedanken machen. Aber Sterbliche machten sich darüber keine Gedanken; Dafür waren ihre Leben wohl zu kurz.

Ein paar der Anwesenden in dem Garten lieferten sich Übungskämpfe. Ein paar vertraute Gesichter, ein paar ihm unbekannt.

Er trat zu ihnen.

Verbeugte sich leicht, vor den beiden Kämpfern und lachte leise.

"Wie ich sehe, Jannis, lebt ihr noch? Man glaubt es kaum, aber jou... tot seid ihr nicht. Ob es eure Künste oder reines Glück war, dass die Brut euch nicht gehäutet hat, kann ich nicht entscheiden. Aber es wird bestimmt beides gewesen sein.
Und ihr? Mit wem habe ich das Vergnügen?
Seine malachitenen Augen fixierten den Unbekannten. Unter seinem Blick schienen sich Schatten auf den Jüngling zu legen.

"Nein, sagt nichts. Namen sind nichts, Schall und Rauch; Sie vergehen wie Asche im Wind. Lasst eure Fähigkeiten sprechen. Ihr beide gegen mich."

Mit einer geübten Bewegung entledigte er sich seinem Mantel und zog mit einer tänzerisch anmutenden Bewegung sein nachtschwarzes Schwert und seinen Dolch.
Keine von beiden Klingen reflektierte das Sonnenlicht; Es schien einfach so zu verschwinden, als die Sonnenstrahlen auf den matten Stahl trafen.

"Zu langsam," dachte er sich. Ihre irritierenden und defokussierten Blicke verrieten sie.

Nun denn, Gentleman; Lasst unsere Klingen tanzen!"

#1808
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
Jule war längst am dösen, und genoss die Sonne. Aber plötzlich hörte sie einige Geräusche. Wie hart die Klingen auf einander und gegen ein Schild prallten. Ruckartig rappelte sie sich auf, und lehnte sich an ihren Armen ab. Sie blickte rüber zum See, wo sie Noah, Jannis und auch Avalos sah. Jule schluckte. Waren sie gerade dabei gegen Avalos zu kämpfen? Es sah nicht so aus als wäre es Spaß.



Angst stieg in Jule hoch. Sie wollte nicht das Avalos Noah für jemand anderen hielt, einen fremden den er aus dem Weg schaffen musste. Aber vielleicht hatte er sich auch geändert, mit der Liebe Lyna an seiner Seite. Dennoch war sich Jule nicht sicher. Ihr Puls schlug schneller, die Angst raubte ihr den Verstand.



Schnell rappelte sie sich auf, und sprang ins Wasser. Zuvor knöpfte sie noch ihre Bluse zu. Sie schwamm ans andere Ufer, und beobachte erst nur. Sie ließ einen tiefen Seufzer aus. Anscheinend hatte sie sich geirrt. Doch nun wollte sie wissen was die Männer vorhatten. Ein Übungskampf gegen Avalos? Sie würden Gnadenlos verlieren....

#1809
J.D.C

J.D.C
  • Members
  • 200 messages
"Endlich sehe ich Denjenigen der sich in den Schatten versteckt hielt und ich muss sagen euer Anblick schenit mir genauso finster wie deine Art im Kampf."

Jannis lies ein zynisches Lächeln aufblitzen.

"Zieh dich warm an Noah das wird noch was."

Er nickte Noah zu und deute mit seinem Blick auf den Schild. Dieser war das klare gegenteil von Avalos pechschwarzen Klingen. Ein Blendendes Schimmern sollte Blicke entschärfen und Augen erblinden lassen. Jannis warf Noah ein Zweites Schwert zu, Noah wirderum fasste es auf und lies den Schild zu Jannis übergleiten. Beide fingen ihr angedachtes gut auf und gingen in Kapfhaltung.

Der Schatten stand mit gespannter Haltung da, wartend, darauf das sich jemand regte und den ersten Schritt machte. Jannis zögerte ein wenig er hatte ihn gesehen wie er sich unbemerkt durch die Brut focht, lautlos Sehnen schnitt und knochen zerbersten lies. Er war sich nicht sicher wie weit er in einem Übungskampf gehen würde. Genug des Abschweifens, Jannis schluckte den klos in seinem Hals runter und ging in den Angriff über.

Wie immer den Schild mit angespannten Arm vor sich gestemmt lief er los, gleich gefolgt von Noah.
Avalos sichtlich Konzentriert wartete ab und schätzte ab wann er parieren oder schwungvoll ausweiche sollte um dann aus der bewegung heraus anzugreifen.

Jannis versuchte seinen Bleick auf den Schild zu ziehen, so unscheinbar dieser Schutz auch wirkte, war er ein Rambock und Moralbrecher. Jannis lies eine stumpfen und berechenbaren Schlag auf Avalos los, welcher er problemlos abwehrte, doch aus Jannis schatten kam Noah angestürmt, mit gekreuzten Schwerten versuchte er Avalos zu treffen, doch auch dieser Versuch ward von seiner anderen Klinge zum scheitern verurteilt.

Mit leichtigkeit stieß er Jannis zurück, sein Schwert fuhr ihm nach, prallte jedoch auf dem Schild ab. Die andere Waffe riss er in die Luft und befreite diese aus der Zange von Noah. Avalos ging in den Angriff über und ging täzelnd auf Noah zu.
Mit den Klingen peitschend kam er diesem immer näher. Schlag für Schlag hielt Noah von sich fern und Meter für Meter ging er zurück. Jannis sah nur Avalos Rücken, zu einfach dachte er sich. Er lenkte seine Schritte um Avalos herum und griff ihn dann von der Seite an.
Sein Schild prallte auf Avalos gesählten Körper, kein Stück wankte er, und blieb aufrecht und Konzentriert. Noah rollte sich zur Seite ab und Flankierte Avalos Rechte. Mit einem Stich und einem Kräftigen Schwung von unten hätte es jedem normalen Gegner den Brustkorb zerschnitten und die Kehler zerfetzt.

Modifié par J.D.C, 11 mai 2010 - 08:05 .


#1810
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Avalos ließ sich nach hinten fallen und entkam so Noahs Attacke. Er rollte sich über die Schulter ab und sprang geschmeidig wieder auf die Beine. Die drei Männer verharrten für einen Moment.

Noah schaute sein Gegenüber abschätzend an. Das war also Avalos, von dem alle sprachen. Den Beinamen „Der Schatten“ trug er nicht umsonst, wie Noah feststellen musste. Obwohl die Sonne auf die drei Männer herabbrannte, schien es als würde das Licht Avalos nicht erreichen. Seine Figur blieb von einem lichtverschluckenden Nebel umgeben. Seine Augen schienen nie ruhig zu sein, immer blickten sie rastlos umher und wen sein Blick traf, der fühlte sich von zwei grünen Dolchen durchbohrt . Die schwarze Rüstung, die er trug, machte sein Erscheinen noch bedrohlicher, als es ohnehin schon war.

Noah wischte sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn. Er fühlte sich im Moment nicht wohl in seiner Haut. Beim Anblick von Avalos stellten sich seine Nackenhaare auf und in seinem Kopf schellten sämtliche Alarmglocken. Er konnte nicht mit Sicherheit sagen, ob es für Avalos nur ein Übungskampf war, oder ob er ernstere Absichten hegte. Noah war auf alles vorbereitet und fühlte sich gleichzeitig so unvorbereitet wie nie. Sein Oberkörper war vollkommen ohne Schutz. Er kämpfte mit zwei Schwertern, die nicht seine waren und seine nackten Füße fanden kaum halt in dem mittlerweile platt getretenen Gras.

Locker ging Noah in die Knie und schaute zu Jannis rüber. Er sah ein kaum merkbares Zucken seiner Muskeln und im gleichen Moment wie der Krieger stürmte Noah erneut auf Avalos zu. Dieser wandte sich zuerst gegen Jannis, der mit seinem Schild zu einem Schlag ausholte. Noah stürmte von der anderen Seite auf den Schatten zu und bemerkte, dass er von diesem aus den Augenwinkeln beobachtet wurde. Noah täuschte einen Schlag an und sah wie sich Avalos zum ihm drehte, während er Jannis` Schild auswich. Im letzten Moment ließ sich Noah auf den Boden rutschen und trat mit seinem rechten Fuß nach Avalos. Während sein Fuß gegen Avalos Knöchel krachte, spürte Noah das Schwert des Schatten über seinen Kopf hinwegzischen.

Modifié par viento2, 11 mai 2010 - 09:00 .


#1811
MagicBullet

MagicBullet
  • Members
  • 326 messages
Avalos kam kurzzeitig ins Straucheln, als der Schild ihn traf.
Er verlagerte sein Gesicht auf sein linkes Bein, drehte sich um fast 90 Grad und ließ sein Schwert vorschnellen. Gleichzeitig hackte er mit seinem Dolch in Jannis Richtung, um ihn auf Distanz zu halten.

Es war ein Spiel. Für normale Verhältnisse waren beide ganz passabel, aber trotzdem sollte sie ihr Glück in einer Schlacht verlassen...
Naja, nur die Toten werden gezählt nach der Schlacht, nicht wahr?

Er unterlief Noah´s Deckung und traf sein Schwert mit unglaublicher Wucht direkt am Heft. Der Ruck hätte ihm beinahe die Schulter ausgekugelt, das sah am seinem schmerzverzerrten Gesicht.

Zeit, Schluss zu machen.

Jannis Angriffe waren pünktlich wie ein Uhrwerk. Noch nicht mal die Schlagfolge änderte sich. Kräftige, ausdauernde Schläge, aber zu langsam. Keine Finesse. Ein bisschen Spiel, aber keine Finten, keine Kniffe.
Er wehrte ihn ab, tänzelte zwei Schritt zurück und dann geschah alles in Sekundenbruchteilen.
Noah griff wieder an, aber statt ausweichen, rammte er ihm seine gepanzerte Faust ins Gesicht, holte Schwung aus seinem Handgelenk und ließ sein Schwert auf seine entblößte Kehle sausen. Keinen Millimeter davor verharrte er. Ein einzelner Tropfen Blut rann seinen Hals herunter.
Gleichzeitig rammte er seine in Stahl geschlagene Schulter Jannis gegen den Brustkorb, nachdem er das Schwert seines Kontrahenten mit seinem Parierdolch abgelenkt hatte. Jannis drehte sich leicht, kämpfte dagegen einzuknicken und hatte auf einmal Avalos Dolch vor der Brust.

"Meine Herren, sie sind tot. Alle beide."
Mit einem bösen Lächeln nahm er seine Waffen herunter und betrachtete, eine Spur belustigt, Noah´s Gesicht.

"Platzwunden über den Augenbrauen, ein paar Abschürfungen. Vielleicht ist eure Nase gebrochen. Lasst sie besser richten.
Schmerz is der beste Lehrmeister. Schmerz, oder der Tod. Aber letzterer lädt nicht zu einem Wiederholungskampf, zu einer Revanche ein."

Eure Fähigkeiten sind akzeptabel. Ihr wisst eure Waffen zu führen, dennoch fehlt euch die Übung. In einer Woche setze ich das Heer in Marsch. Ich erwarte ab heute, dass ihr täglich trainiert. In einer Woche wiederholen wir diesen Kampf. Bis dahin solltet ihr euch verbessert haben, oder die nächsten Schlachten und Scharmützel werden euer Verderben sein."

Er lächelte jetzt. "Nehmt es nicht persönlich. Wut auf mich wird euch beflügeln. Aber lasst euch nicht beherschen."

#1812
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
Jule sah wie ernst der Kampf war. Und sie wusste, das Jannis und Noah absolut keine Chance gegen Avalos hatten. Sie musste ihre Chance nutzen. Schnell lief sie auf die drei Männer zu, in gebückter Haltung. Doch dann merkte sie, das sie schon aufgehört hatten zu kämpfen. Geschockt lief Jule auf Noah zu. Sie nahm seinen Kopf zwischen ihre Hände und erblickte seine Wunden. Jules Stirn runzelte sich vor Wut, die sie eh noch nicht abgebaut hatte. Dann drehte sie sich um zu Avalos, und sagte mit verbissener Miene:



„Das war verdammt noch mal nicht nötig!!!“ Sie atmete tief ein, um sich zu beruhigen. Da fiel ihr noch etwas ein. Sie hatte sich noch immer nicht bei Ihm bedankt. Denn jedes mal kam etwas dazwischen.



„Aber, ich habe mich noch nicht bedankt. Danke das Ihr mein Leben gerettet habt. Auch wenn es nicht nötig gewesen wäre.“ dabei riss sie sich zusammen, damit es auch wirklich ernst rüber kam.



Weitere Worte waren nicht nötig. Denn sie wusste das von Avalos nichts kam wie >Gern geschehen<. Sie nahm ihren Schwertgurt von der Wiese und band ihn sich um. Ihre Schwerter steckte sie hinein. Dann hackte sie sich bei Noah ein und ging mit Ihm zum Hofarzt.



Sie traten ein, und der Arzt wusste schon was war.

„Gebrochene Nase, wa? Na dann woll ma dasch ma reparieren, nä?“



Noah antwortete nicht darauf sondern setzte sich nachdenklich auf die Bank. Der Arzt setzte sich auf einen Stuhl im Gegenüber und legte seine beiden Zeigefinger auf Noahs Nase. Mit einem Ruck drückte er auf die Seite. Es knackste, aber Noah verkniff nur die Augen und hielt den Schmerz aus. Um das bewunderte Jule Ihn. Sie hätte so etwas bestimmt nicht ausgehalten.



„Dat warsch. Um de Platzwünde, kon sisch ja die hübsch Elfe do drüm kümmern.“ sagte der Arzt grinsend, und Jule lächelte Ihm zu.



Dann ging sie mit Noah zusammen in Ihr Gemach. Er setzte sich auf die Bettkante, und Jule ging ins Bad. Dort holte sie ein Tuch, und machte es mit Wasser Nass. Dann ging Jule zu Noah und setzte sich auf seinen Schoß, so dass sie Ihm gegenüber saß. Sanft tupfte sie mit dem Tuch um seine Platzwunde um das Blut wegzuwischen, was an den äußeren Seiten schon fast getrocknet war.



Noah wirkte noch immer nachdenklich, und Jule küsste Ihn. Dabei merkte sie das er immer noch nicht ganz anwesend war. Sie küsste Ihn weiterhin, und das innig. Dann fragte Noah:



„Hast du deinen Brustkorb schon verbinden lassen?“ Jule nickte nur. Sie hatte es zwar noch nicht erledigt, aber vielleicht würde sie es noch machen. Auch wenn sie keine Lust dazu hatte. Sie hoffte nur das sie es vergessen würde. Dann blickte sie Ihm weiterhin in die Augen und fragte Ihn.



„Was ist? Warum wirkst du so nachdenklich?“

#1813
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Noah legte seine Arme um Jule.

„ Es geht mir gut, mach dir keine Sorgen.“ Er lächelte sie an. „ Könntest du mir einen Gefallen tun, und mir einen Eisbeutel besorgen. Wenn ich meine Nase jetzt nicht kühle, ist sie spätestens morgen auf die doppelte Größe angeschwollen.“

Jule gab ihm einen Kuss und schaute ihn besorgt an, bevor sie sich abwendete und das Zimmer verließ. Noah blieb noch einen Moment sitzen, dann ging er ins Badezimmer und ließ sich ein Bad einlaufen. Während sich die Wanne füllte ging er an seinen Rucksack und kramte darin, bis er fand, was er suchte: Ringelblumensalbe. Zurück im Bad betrachtete er sich im Spiegel. Seine Nase war leicht gerötet und über den Augenbrauen war die Haut aufgeplatzt. Jule hatte das Blut schon restlos entfernt und Noah trug eine Schicht Salbe auf die wunden Stellen. Ihm graute davor, wenn er daran dachte, wie er wahrscheinlich morgen früh aussehen würde.

Als die Wanne voll war, zog sich Noah aus und ließ sich erschöpft in das heiße Wasser sinken. Er war zwar noch erhitzt und geschwitzt von dem Kampf, jedoch tat die Hitze des Wassers seinen überanstrengten Muskeln gut. Während er nachdachte, ließ er den Kopf nach hinten auf den Rand sinken.

Der Kampf gegen Avalos war eine schmachvolle Niederlage gewesen, sowohl für ihn als auch für Jannis. Noch nie hatte er einem so versierten Kämpfer gegenüber gestanden, und Noah begann daran zu zweifeln, dass es sich bei Avalos um einen gewöhnlichen Menschen handelte. Es schien unmöglich, ihn zu überraschen, er hatte seine Augen und vor allem seine Klingen überall. Und er war verdammt schnell. Einigen Bewegungen hatte Noah nicht mehr folgen können und Avalos` Gestalt war vor Noahs Augen verschwommen.

Die Niederlage hatte an Noahs Stolz gekratzt. Er würde Avalos Rat beherzigen und diese letzte Woche im Schloss trainieren, so viel er konnte. In den letzten Tagen hatte er sich zu sehr hängen gelassen.

Jule betrat das Badezimmer und setzte sich zu Noah auf den Rand der Wanne. Noah nahm den Eisbeutel dankend entgegen und legte ihn sich auf die Nase. Er bemerkte, dass Jule ungewohnt schlank um die Brust war. Er zog die Augenbrauen zusammen und bereute diese Geste sogleich, als ein scharfer Schmerz in sein Nasenbein fuhr.

Er zog die Luft scharf ein und schaute Jule an. „ Du hast dich immer noch nicht wieder verbinden lassen“ stellte er fest. „ Meinst du nicht es wäre langsam mal an der Zeit, dass du ein bisschen auf deinen Köper acht gibst? Immerhin reisen wir laut Avalos in einer Woche weiter. Bis dahin solltest du wieder fit sein.“

Noah schloss die Augen. Er war im Moment zu erschöpft, um wirklich böse auf Jule zu sein. Doch er sorgte sich sehr um sie. Wie sollte sie mit den noch nicht verheilten Rippen die Strapazen der kommenden Reise überstehen?


#1814
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
Jule blickte zum Spiegel, und bemerkte das ein Neuer an der Wand hing. Anscheinend hatte sich schon jemand darum gekümmert. Während sie noch immer in den Spiegel blickte sagte sie.



„Dem Brustkorb geht es gut.Wirklich! Ich fühle gar keinen Schmerz.“ als sie diese Sätze beendet hatte schaute sie wieder Noah an. Der Hass auf Avalos stieg wieder in ihr auf, denn leiden konnte sie Ihn ohne hin nicht.



„Dieses Schwein! Ich hasse Ihn.! Wusstest du, das er mich verprügelt hat bevor die Reise richtig begann`? Daraufhin hab ich Ihm Lava aufs Auge gespritzt, was mittlerweile wunderlicher weise wieder verheilt ist. Er hat mit Säureflaschen nach mir geschmissen. Tzz. Und er hat Bella das Herz gebrochen!“



Jule kochte wieder vor Wut, die sie gerade unterdrückte. Sie lehnte sich zu Noah an die Wanne, so dass sie gerade noch das Wasser nicht berührte und strich Ihm über die Wange. Währenddessen blickte sie Ihn die ganze Zeit in die Augen, und bemerkte welch Glück sie mit Noah hatte.

#1815
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Noah war überrascht, wie viel Abneigung Jule Avalos gegenüber hatte. Bisher hatte sie kaum von ihm gesprochen und nun kochte sie vor Zorn. Noah zweifelte nicht an dem, was Jule gesagt hatte. Avalos war kein freundlicher Geselle. So wie Noah in einschätzte, standen seine eigenen Ziele an erster Stelle und er würde sich nur soweit um seine Gefährten kümmern, wie er es erübrigen konnte, ohne diese Ziele zu gefährden. Wer zurückblieb, den würde er ohne mit der Wimper zu zucken sich selbst überlassen, so viel stand fest. So hart das klang, es gab Avalos auch eine Stärke, die Noah und die anderen Gefährten nie besitzen würden. Sie konnten sich glücklich schätzen, so lange der Schatten auf der gleichen Seite stand wie sie.

Liebevoll strich Noah über Jules Wange und zog sie dann sanft zu sich in die Wanne. Er küsste sie auf die Stirn und hielt ihren Kopf an seiner Brust.


#1816
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
Während Jules Kopf auf Noahs Brust lag, streichelte sie Ihn. Sie lag zwar mit Klamotten in der Wanne, aber sie genoss die Momente, die sie noch in Ruhe mit Ihm verbringen konnte. Wenn sie wieder am Reisen waren, hätten sie dafür keine Zeit. Da hieß es, dass man ums Überleben kämpfen musste.



Sanft und leise sagte sie:

„Ich bin froh das du hier bist.“ Dann schloss sie die Augen und genoss weiterhin den Moment.

#1817
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Als das Wasser begann, kalt zu werden, stiegen Noah und Jule aus der Wanne. Ein Blick aus dem Fenster verriet ihm, dass es bereits Nachmittag was. Während Jule sich aus ihren nassen Sachen schälte, trocknete Noah sich ab und zog sich wieder an. Er wollte das Bad gerade verlassen, da zog Jule in an sich und drückte ihren warmen Körper an seinen. Ihre Hand fuhr in seinen Nacken und zog ihn zu sich herunter. Seine Lippen fanden die ihren. Mit einer Hand griff er ihr ins Haar, mit der anderen wanderte er sanft ihr Rückgrat entlang.

Mit einem Seufzer rückte er von ihr ab und lächelte sie an. „Hm, das ist ein verlockendes Angebot und ich denke, ich werde heute Nacht darauf zurückkommen, aber für den Moment werde ich dich alleine lassen.“

Er küsste sie erneut und verließ dann das Bad. In der Tür drehte er sich noch einmal um. „Wir sehen uns beim Abendessen.“

Noah machte sich auf den Weg zu Jannis. Er wollte schauen, wie es dem Krieger ging und eine Sache mit ihm besprechen, die ihm wichtig war. Vor der Zimmertür blieb er stehen und klopfte an.


#1818
govi1

govi1
  • Members
  • 440 messages
Die Sonne hatte mittlerweile schon den Zenit überschritten und läutete den späten Nachmittag ein. Die meisten verschwanden in ihre Hütten, flüchteten vor der Hitze oder gönnten sich eine Pause von ihren vorangegangenen Aktivitäten. Lyna wollte die Ruhe noch ein bisschen länger geniessen, leistete sich einen Spaziergang durch den Garten und den Hinterhof des Anwesens, ohne dabei auf jemanden zu treffen.



Je länger sie lief, desto mehr verschlechterte sich ihre Laune. Sie hatte Lust, Avalos aus seiner Diskussion mit den Adeligen zu reissen, ihn mit sich zu ziehen, und dennoch musste sie sich zurückhalten. Und wo waren eigentlich Bella, Allie und Jule? Missmutig verscheuchte sie ein Huhn, das ihren Weg duchkreuzt hatte und gackernd das Weite suchte.



Sie betrat das Anwesen und suchte Jules Zimmer auf. Sie hob die Hand, um anzuklopfen, hielt dann aber inne. Wenn sie stören würde? Vielleicht hatte sie Wichtigeres zu tun... mit Noah? Sie stand einige Sekunden vor der Türe, lauschte, doch kein Geräusch drang an ihr Ohr. Vielleicht war sie auch gar nicht in ihrem Zimmer.



Sie klopfte dennoch an.

#1819
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
Jule stand noch immer im Bad. „Viel Spaß bei was auch immer.“ rief sie Noah hinterher. Dann machte sie sich noch fertig, kämmte ihre Haare und zog sich an. In dem Moment klopfte es an der Tür.



Jule öffnete diese und Lyna stand vor ihr. Vor Freude umarmte sie die Freundin, denn sie hatte sie, auf Jule wirkende, Ewigkeit nicht mehr gesehen. „Lyna!! Kommt herein!“ sagte sie und beide setzten sich an den Tisch.



„Wie geht es Euch?? Beim Erbauer...Ich bin irgendwie total froh, Euch zu sehen.!!!“ sagte sie.

#1820
govi1

govi1
  • Members
  • 440 messages
Die schlechte Laune verflog, als sie sich Jule gegenüber sah. Sie hatten sich tatsächlich seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen, in der Zwischenzeit war viel geschehen. Lyna lächelte sie an und folgte ihr ins Innere des Zimmers, ebenfalls am Tisch Platz nehmend.



"Mir geht es gut, aber ab und zu langweile ich mich und sehne mich nach der Fortsetzung unserer Reise. Meiner Meinung nach haben wir hier genug Zeit verbracht", beantwortete sie seufzend die Frage, "und wie geht es Euch? Ich habe heute Nachmittag übrigens Noah gesehen- er hat einen sehr sympathischen Eindruck hinterlassen."



Sie konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen und hob dabei eine Augenbraue an- Jule hatte ihr einiges zu erzählen.

#1821
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
Jule grinste. Lyna kannte sie wirklich, was Jules leben anging, und ihr Leben. Sie war enz froh endlich mal wieder ihre > Schwester < zu sehen.



„Ja, Noah ist wirklich mehr als Sympatisch.“ grinste sie Lyna an. Dann erzählte sie Ihr die komplette Geschichte. Woher sie Noah kannte, was im Schlossgarten passierte und was Jule und Noah in der Zwischenzeit getrieben hatten.



Nochmals zwinkerte sie Lyna zu. „In Sachen Liebe, hat Noah wirklich was drauf. Aber mal ehrlich, das Schlossleben langweilt mich inzwischen ebenfalls ziemlich. Aber genug von mir!! Wie läuft es zwischen Euch und Avalos?“ fragte Jule.

#1822
govi1

govi1
  • Members
  • 440 messages
Lyna lächelte wieder. "Schön, ich freue mich für Euch." Das tat sie wirklich... jeder hatte einen Partner an seiner Seite verdient. Nur schade, dass Jannis dabei das Nachsehen hatte... Doch dieses Thema sprach sie nicht an, schliesslich wollte sie Jules Laune nicht trüben.



"Avalos ist zur Zeit leider sehr beschäftigt", murmelte sie. "Wir sehen uns jeden Abend, doch unsere Zusammenkünfte gehen nicht über die Nacht hinaus- am nächsten Morgen muss er schon wieder die Adeligen an die Leine nehmen und sich mit dem Regenten beraten." Lyna seufzte. "Natürlich hat er seine Pflichten, dabei möchte ich ihn auch nicht stören. Aber ein oder zwei Tage, die wir alleine verbringen könnten, ungestört... das wäre das Paradies für mich."



Sie versuchte ein zaghaftes Lächeln- sie musste sich ja wie eine alte, vernachlässigte Hausfrau anhören, die sich an ihren Mann klammerte und alleine nichts auf die Reihe brachte.

#1823
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
„Das mit Avalos wird schon. Er ist eben hier sehr beliebt. Was ich ja mal gar nicht verstehen kann, aber lassen wir das Thema. Ich will Euch nicht verärgern Lyna.“ meinte Jule.



Dann blickte sie kurz aus dem Fenster. „Habt Ihr Lust was zu unternehmen? So zwischen Schwester und Schwester?“ bei dem Wort Schwester schaute Jule verusichert, hoffte aber auf gegenseitigkeit.

#1824
govi1

govi1
  • Members
  • 440 messages
Lyna antwortet nichts bezüglich Jules Bemerkung über Avalos. Sie wusste, dass sie ihn nicht besonders leiden konnte... aber sie hatte sich entschlossen, ihr Leben an seiner Seite zu verbringen, koste es was es wolle. Das hatte sie zu akzeptieren, ob es ihr gefiel oder nicht. Doch genug davon.



"Warum nicht. Das Wetter ist herrlich warm, ab und zu weht ein kühler Wind. Perfekt um das Anwesen für eine gewisse Zeit zu verlassen... An was habt Ihr denn gedacht, Jule?", fragte sie nach. Ihr stand nicht der Sinn nach einem Spaziergang, ausserdem müsste dieser sowieso äusserst kurz ausfallen, angesicht des vorangeschrittenen Nachmittages.

#1825
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
„Wisst Ihr was?“ sagte Jule. „ Ich kenne auserhalb des Schlosses, einen Wald. Dort befindet sich ein Riesen See, mit Wasserfall umringt von der Natur und den Wäldern.“ grinste Jule.





Sie wusste genau das das Lyna auf den Wald stehen würde. Und das Ihr der Wald und die Natur fehlten. Jule stand auf und ging zur Tür. „Habt Ihr Lust?“