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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#2051
Kaysallie

Kaysallie
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"Nun ja, besser zu viel als zu wenig.", sagte sie schnell und ziemlich unglaubwürdig und war froh, dass Jule schnell ein anderes Thema ergriff.

"Dem Dalish? Meint Ihr diesen Elf von gestern? Wieso was ist geschehen?"


#2052
Guest_Juleiila_*

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"Hmm..." Jule wusste nicht was sie antworten sollte. Ich habe ihn verprügelt? Ich habe mich blamiert? Jule grübelte.

"Ich habe Ihm mit meinem Schwert ziemlich schwer in den Magen gehauen, ihn üüber den Frühstückstisch gezogen, und mich dabei im Speißesaal lächerlich gemacht." Jule seufzte. "Ich weß nicht warum, eigentlich bwar ich gut drauf." Schnell schaltete sie um, und grinste. "Wie geht es denn eigentlich Jannis?"

#2053
Guest_Avalin_*

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Theron blickte den Heiler fragend an der ihn sanft aber bestimmt wieder niederdrückte. Er seufzte.

„Ich hatte heute zwei kleine Auseinandersetzungen bei denen mein Magen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Es kam ein wenig Blut hoch, aber er fühlt sich schon viel besser an.“

Ein leichter Druck des Heilers auf die Magengegend strafte seine Worte Lügen. Theron sog scharf die Luft zwischen den Zähnen ein.

„Verflucht! Was macht ihr da!“, zischte er ihn an. Der Mediziner antwortete ihm nur mit einem leichten Kopfschütteln. Kurz blickte er zu Bella die immer noch von Theoderich umarmt wurde. Er biss die Zähne zusammen und wandte seinen Blick wieder ab.

Am liebsten hätte er sich selbst geohrfeigt. Was war nur los mit ihm?!

Therons Blut kochte, aber er wusste nicht warum. Er war völlig verwirrt.

Seufzend versuchte er seine Muskeln zu entspannen um dem Arzt die Untersuchung zu erleichtern. Nach langer Zeit des Drückens und Kneifens riss Theron der Geduldsfaden.

„Nun? Zu was für einem Schluss seid ihr gekommen?!“ Seine Worte klangen schärfer als es beabsichtigt war.

Er wollte nur noch weg. Es war unerträglich hier für ihn.


#2054
Kaysallie

Kaysallie
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Das klang ziemlich schlimm, doch es überraschte sie nicht sonderlich, sie wusste das Jule oft ohne zu denken handelte. Doch als sie Jannis erwähnte, stockte ihr kurz der Atem, doch dann war sie über die Frage verwundert. Wieso fragte Jule sie das? Hatte sie etwa schon mit Jannis gesprochen? Viele Fragen wirbelten ihr durch den Kopf, und nur eine Gegenfrage konnte ihr wohl eine Antwort auf all das hier liefern.

"Wie kommt Ihr zu der Annahme, dass ich das wissen könnte?", fragte sie Jule misstrauisch und schnell schoss ihr der gestrige Abend in den Kopf. Bella und Jule beobachteten sie ab der Hälfte des Essens so eigenartig und ungefähr ab dann fühlte sie sich so eigenartig. Es begann ihr zu dämmern: Hier wurde irgendein falsches Spiel mit Jannis und ihr getrieben.


#2055
Guest_Juleiila_*

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Jule hustete und versuchte ernst zu wirken. "Nichts. Ich meine nur, ihr habt fast Zeitgleich den Saal verlassen." Dann blikcte sie zu boden, was sollten sie jetzt noch machen? Jule kam die Iddee. "Kommt Ihr mit meine Rüstung holen?"

#2056
Bellandyrs

Bellandyrs
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Der Arzt ließ sich durch die harschen Worte nicht aus der Ruhe bringen.

"Na junger Mann, so schlimm ist es tatsächlich nicht. Ihr habt einen Schlag in die Magengegend erhalten, wie mir die werte Bellandrys erzählte. Ich denke, es war Schlag auf den Solarplexus. Das kann zu Schwindel oder Bewusstlosigkeit führen. Auf Grund der heftigen Stimulation des Nervus vagus kommt es zu erweiterten Gefäßen im Bauchraum, der Blutdruck und venöse Rückstrom zum Herz fällt ab, deshalb steht nicht mehr genug Blut zur Versorgung des Gehirns zur Verfügung, was Schwindel oder die Bewusstlosigkeit auslöst. Bei Menschen mit Erkrankungen des vegetativen Nervensystems kann ein Schlag auf den Solarplexus zum Reflextod führen. Also seid mal froh, dass Ihr es überlebt habt". Er zwinkerte Theron schelmisch zu, gab ihm die Hand und half ihm hoch.

"Ihr solltet Euch jedoch heute schonen, etwas Schonkost, und viel Ruhe. Dann seid Ihr morgen wieder wohlauf."



Er nickte den dreien nochmal zu und sammelte seine Sachen wieder ein. Kurz darauf ging er zurück in den Schloßhof.



Bella riß sich nun endgültig von Theoderich los und lief auf Theron zu.



"Bist Du wirklich in Ordnung? Ich hab mir solche Sorgen gemacht!" Forschend blickte sie ihn an, und hätte sie nicht Theoderich in ihrem Rücken gewußt, wäre sie ihm wohl um den Hals gefallen.



Theoderich hingegen wußte nicht, was er von der Situation halten sollte. Sie duzte diesen Dalish sogar, aber das mußte ja nicht unbedingt etwas zu bedeuten haben.

Auch er schritt auf Theron zu.



"Dem Stein sei Dank, dass es Euch wieder besser geht. Mein Name ist Theoderich, erfreut Euch kennenzulernen." Er meinte dies sogar relativ ernst, auch wenn eine Stimme in ihm warnte, dass dieser Dalish eine Gefahr darstellen könnte.






#2057
Kaysallie

Kaysallie
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Der misstrauische Blick in Allies Gesicht verschwand nicht. Sie sah, dass Jule log, dafür kannte sie sie eindeutig zu gut.

"Lenkt nicht vom Thema ab! Ich sehe doch, dass ihr hier etwas verbergt.", sie holte kurz tief Luft, und entschied sich dazu Jule die Wahrheit zu sagen, in der Hoffnung, dass auch diese dann damit rausrückte.

"Also schön ... Ich habe mit Jannis geschlafen.", sie wandte den Blick von Jule ab und schaute kurz wo anders hin, hob dabei die Hand und zeigte zwei Finger in die Höhe, welche die Zahl 2 deuten sollten. "Zwei Mal. Und Ihr wisst wie ich über so etwas denke! Es ist so als ob ich eine andere Person wäre, wenn ich in seiner Nähe bin und ihm geht es nicht anders. Ich kann es mir nicht erklären, und möchte einfach nur wissen, ob Ihr eine Idee habt wie es so weit kommen konnte?", bei dem letzten Satz blickte sie Jule wieder in die Augen und wartete mit fragendem Blick auf eine Antwort.


#2058
Guest_Juleiila_*

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Jule blickte zu Boden. "Ich weiß nicht was Ihr meint. Aber...irgendwie freut es mich. Ja wirklich, seid Ihr denn beide nicht glücklich?" fragte sie. Falls Allie nun tatsächlich nicht glücklich war, würde sie Ihr wohl oder übel die Wahrheit erzählen.

#2059
Guest_Avalin_*

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Theron nickte dem heiler dankend zu und schob umständlich sein Hemd wieder in seine Hose. Er blickte zum ersten mal seit der Ankunft von Theo wieder direkt in Bellas Augen.

„Danke Bella. Es geht mir gut. Ihr hättet euch nicht solch Sorgen um mich machen müssen.“, Er vermied es bewusst sie zu duzen doch schaffte er es nicht seinen Blick von ihr loszureißen. Als Theo auf ihn zutrat und in begrüßte spürte Theron deutlich die Spannung die von ihm ausging.

„Die Freude ist meinerseits. Mein Name ist Theron.“, Die Worte sollten freundlich klingen, doch war sich Theron nicht sicher ob sie dass taten. Er nickte ihm höfflich zu, dann wandte er sich wieder an Bella.

„Es tut mir leid dass ich eure Zeit so sehr in Anspruch nahm.“, er versuchte zu lächeln, „Ich sollte euch nicht weiter aufhalten. Wie ich sehe werdet ihr schon sehnsüchtig erwartet.“ Er lächelte freundlich, nickte ihr zum Abschied zu und wandte sich ab. Vielleicht, dachte er, würden sie sich ja Wiedersehen.


#2060
Kaysallie

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Sie glaubte Jule nicht. Zum einen weil ihre Reaktion nicht überraschend genug war, zum anderen da sie ihr nicht mehr in die Augen blicken konnte.

"Jule. Natürlich bin ich glücklich mit ihm, doch in meinen Augen 'zu glücklich'. Ich traue der Sache nicht, denn es ist einfach nicht möglich, dass sich Gefühle von einer Sekunde auf die andere so schlagartig ändern können, und das auch noch bei zwei Personen im selben Moment. Ich hatte mit der Liebe abgeschlossen und nicht einen einzigen Gedanken mehr daran verschwendet. Ich wollte nur noch in den Kampf ziehen und mich an all diesen dreckigen Biestern rächen, um mit ihnen unterzugehen, um endlich das Nichts zu betreten! Und nun habe ich einen Grund zum Leben gefunden, den ich nicht wollte. Es bereitet mir Angst und Sorgen. Angst wieder verletzt zu werden. Ich möchte einfach nur eine Antwort darauf, was mit mir geschieht. Sollte es keine geben, muss ich mich damit wohl abfinden, doch ich glaube nicht daran, dass all dies nur ein eigenartiger Zufall war."


#2061
Guest_Juleiila_*

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Jule schaute wieder auf, und blicke Allie in die Augen. Jetzt konnte es Jule nicht länger verheimlichen, wenn Allie denn schon so iefgründig nach einer Antwort suchte, und Jule regelrecht ausquetschte. Besorg verzog sie ihre Miene.

"Ihr beide steht unter dem Zauber eines Liebestranks. Den habe ich Euch beiden, letzte Nacht ins trinken geschüttet." Das brachte Jule so ernst rüber, das Allie nicht erkennen konnte das Jule log. Denn eigentlich war Bella die jenige die dieses tat. Aber nach Jules auftritt wollte Jule nicht, das noch mehr auf sie zukam.

#2062
Kaysallie

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Allie traute den Worten von Jule im ersten Moment nicht, doch immerhin ergab nun alles einen Sinn. Sie erinnerte sich zurück an die Zeit im Turm, als sie sich einige Male Büchern die Kräuterkunde lehrten widmete. Sie fand Tränke immer ziemlich lächerlich. Sie waren doch nur eine abgeschwächte Art der Magie. Sie erinnerte sich daran, von einem solchen Zauber gelesen zu haben, hätte jedoch nie gedacht, dass diese Wirkung tatsächlich funktionieren könnte und zudem so intensiv. Damals fand sie die Idee bereits ziemlich absurd. Man konnte doch nicht einfach einen Trank benutzen, um das Glück in seinem Leben zu finden. Zu dumm, dass sie sich nichtmehr daran erinnern konnte, wie lange die Wirkung des Trankes hält.
Sie atmete tief ein und ging mit gemischten Gefühlen vor Jule auf und ab bis sie dann doch stehen blieb und sie etwas wütend anblickte.
"Wie konntet Ihr nur so etwas tun? Ihr könnt doch nicht einfach, ohne unseres Wissens mit unseren Gefühlen spielen, nur weil Ihr es für richtig haltet! Nun lebe ich eine Liebe, die nicht einmal echt ist, sondern nur das Ergebnis von einigen Kräutern, die in der richtigen Dosis mit ein paar magischen Sprüchen zusammen gemischt wurde! Was wäre gewesen wenn der Trank nur bei einem von uns beiden geklappt hätte? Ihr hättet uns sogar noch unglücklicher machen können, als wir ohnehin schon waren. Jannis ist ein bewundernswerter Mann, der dank Euch viel durchmachen musste und es nicht verdient hat, noch einmal derart verletzt zu werden, doch scheinbar habt Ihr nur an Euch gedacht, da Ihr ihm so leichter aus dem Weg gehen könnt.", sie machte eine kurze Pause und wischte sich einige Tränen von den Wangen die ihr vor lauter Wut hinab liefen, "Ich dachte Ihr würdet mich verstehen. Ich hatte mein Herz doch schon verschenkt und hatte mich damit abgefunden was passiert war, und nun das hier!"
Sie konnte Jule nicht mehr in die Augen blicken. Wie konnte sie ihr nur so etwas antun. Sie fühlte sich hintergangen und missverstanden, sie drehte sich daher einfach um und ging wütend in Richtung Stadt.

Modifié par Kaysallie, 25 mai 2010 - 11:17 .


#2063
Bellandyrs

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Noch bevor Bella antworten konnte, hatte Theron ihr schon den Rücken zugedreht. Sie wollte ihm sagen, dass es doch nur wenige Sekunden waren, die sie miteinander verbracht hatten, und dass sie sich wünschte, ihn wieder zu sehen. Doch all das konnte sie ihm nicht sagen, zumindest nicht, solange Theoderich dabei stand. So blieb ihr nur, leise ein "Lebt wohl" nach zu flüstern, die Tränen die ihr dabei kommen wollten, ignorierend. Ihre Stimme versagte komplett, und am liebsten wär sie jetzt irgendwo allein gewesen, um ihre Gedanken ordnen zu können.



Sie sah ihm hinterher, bis sein Körper um die nächste Weg-Biegung verschwand. Dann hatte sie sich auch wieder soweit unter Kontrolle, dass sie sich zu Theoderich umdrehen konnte. Als sie in seine Augen blickte, sah sie statt dem fröhlichen Glanz eine bedrückte Miene.

Hatte er bemerkt, wie sehr sie Theron durcheinander brachte?



Er sah sie an, und meinte nur:

"Ich kenne außer Lyna bisher keinen Dalish. Lyna ist ein wenig scheu, aber nett. Dieser Dalish macht den gleichen Eindruck. Was hat er wohl bereits durchgemacht? Es hat Dich ganz schön mitgenommen, dass er zusammengebrochen ist, nicht wahr?"

Zart drückte er sie an sich, und strich ihr übers Haar. "Nun komm, auf diesen Schreck hast Du Dir einen Kaffee verdient."

Er hob Bellas Hemd auf und reichte es ihr. "Aber vielleicht solltest Du Dir vorher Dein Hemd wieder anziehen" lächelte er sie an.



Bella nahm ihre Kleidung dankend entgegen. Sie war völlig verwirrt, ihre Gedanken kreisten um Theron, und sie vermißte ihn jetzt schon, obwohl er erst seit wenigen Minuten weg war. Würde sie ihn wieder sehen? Sie hoffte es so sehr, und hatte dennoch davor Angst.



Den Weg zum Schloß schlenderten sie langsam zurück. Theoderich hielt Bellas Hand, er war selber irritiert. Er wußte, wie zartfühlend Bella sein konnte, aber so wie sie sich verhielt, hatte er sie nur einmal erlebt. Nämlich, als sie am Ball sehen mußte, wie Lyna und Avalos ihre Liebe zueinander entdeckten.



Sie tranken gemeinsam ihren Kaffee, jeder seinen Gedanken nachhängend. Bella zerbrach sich den Kopf, wie sie Theoderich für den heutigen Tag verlassen konnte, ohne ihn vor den Kopf zu stossen. Sie brauchte dringend Ruhe und Zeit, um endlich ihre Gefühle erforschen zu können.



Theoderich nahm den letzten Schluck aus seiner Tasse. Dann stand er auf, zog Bella aus ihrem Stuhl und umarmte sie, heftiger als je zuvor, als würde er sie nie wieder loslassen wollen. Bella lehnte ihre heiße Stirn gegen seine Wange, sie fühlte sich geborgen. Zart hob er mit seinem Daumen ihr Gesicht zu ihm an und gab ihr einen zärtlichen Kuss.



"Bella, ich werde heute dennoch ins Geschäft gehen. Ich möchte Thjaldor nicht die ganze Zeit alleine lassen. Wir sehen uns beim Abendessen, ja?"



Bella nickte. "Okay, bis später, Theo. Hab nen erfolgreichen Tag, ja?"



Sie setzte sich wieder und trank ihren Kaffee mit zittrigen Händen aus. Einige Minuten verstrichen, und sie wußte noch immer nicht, was sie tun sollte. Einerseits wollte sie Jule den Hals umdrehen, aber das Gefühl war schon längst verblaßt. Sie wollte weinen, und sie wollte endlich Klarheit in ihr Gefühlschaos bringen. Wenn sie nur endlich wüßte, was sie für Theoderich empfand. Diese Geborgenheit, die sie vorhin wieder fühlte, war Balsam auf ihre Seele. Aber wenn sie an Theron dachte, beschleunigtes sich ihr Herzschlag. Das fehlte bei Theoderich. Dem Zwerg fehlte einfach das gewisse Etwas, was die richtige Liebe ausmachte. War das die Lösung? War es im Prinzip so einfach?



Sie seufzte tief auf und begab sich in ihr Gemach. Dort ließ sie sich auf ihr Bett fallen, schloß die Augen und zermarterte sich ihr Gehirn.

#2064
Guest_Avalin_*

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Theron verließ den Schlosspark und schlenderte durch die Straßen von FallRemnon. Er ging in die erstbeste Taverne und bestellte sich Wasser und etwas leichtes zu essen.



Seine Gedanken kreisten um die heutigen Geschehnisse und vor allem um Bella. Er kannte sie zwar erst seit sehr, sehr kurzer Zeit doch er fühlte sich ausgesprochen wohl in ihrer Nähe.

Er empfand schon lange keine solchen Gefühle mehr für jemanden und schon gar nicht für eine Frau.

In ihm tobte das reinste Gefühlschaos, und es war so stark, dass er nur einen einzigen Bissen hinunterbrachte und den Teller dann wieder zur Seite schob.



Er saß gebückt am Tisch die Hände ineinander gelegt auf der Tischplatte.

Er schloss die Augen und horchte in sich hinein, dachte zurück an den Moment als er Bella in den Armen hielt, ihre Wärme spürt als sie ihm übers Gesicht strich, die Angst in ihren Augen als sie mit dem Heiler kam. Wärme breitete sich in seinem Herzen aus und ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen.



Dann dachte er an Theo, dessen Gesichtsausdruck, die Liebe mit der er Bella umarmte, und die Sorge in seinen Augen als ihm Bellas Angst um Theron auffiel. Die Angst um einen Mann den sie erst seit Stunden kannte.



Theron schüttelte den Kopf und öffnete die Augen.

Welch verrückte Gedanken er doch hatte.


#2065
Bellandyrs

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Sie versuchte zwanghaft, herauszufinden, wie es um ihre Gefühle um Theoderich bestellt war. Aber immer wenn sie sich auf ihn konzentrierte, schoben sich ein paar warme braune Augen, die sie liebevoll anlächelten, dazwischen.
Wieder schossen Tränen in ihre Augen, aber diesesmal ließ sie ihnen freien Lauf. Sie bemitleidete sich selber, aber noch schmerzvoller war, dass sie Theoderich einfach nicht vorbehaltlos lieben konnte, so wie sie die Liebe kannte. Wobei sie hier wieder an ihrem Ausgangspunkt ankam: Waren diese Gefühle für ihn dennoch Liebe? Mit dem Hemdsärmel wischte sie die Tränen fort, nur um zu bemerken, dass die Kleidung den Geruch von Theron angenommen hatte. Daraufhin vergrub sie ihre Nase in der Ellbeuge, und es war, als wäre der Dalish direkt hier bei ihr im Zimmer.

Wo er nur hingegangen sein mochte? Hastig schob sie diesen Gedanken zur Seite. Sie hatte wahrlich genug andere Sorgen, da mußte sie nicht darüber auch noch grübeln, genausowenig, ob sie ihn jemals wieder sehen würde.

Hier begann ein neuer Denk-Ansatz. Wenn sie sich auf Theoderich einließ, wäre sie wohl auf lange Zeit hin durchaus glücklich. Auf eine ganz andere Art, ohne dieser spontanen Leidenschaft, ohne Schmetterlinge im Bauch. Aber verblaßten diese nicht ohnehin im Laufe der Zeit? Was dann übrig blieb - war es das was sie momentan schon für Theo empfand? Bei ihm fühlte sie sich geborgen, und sie konnte sich durchaus vorstellen, mit ihm an ihrer Seite alt zu werden. Nun ja, die letzten 26 Jahre ihres Lebens mit ihm zu verbringen, schränkte sie ironisch ein. Sie konnte mit ihm schließlich über alles reden, er war ein Fels in der Brandung, ihr Freund. Und die Erotik hatte auch gestimmt. Über was, bei allen Paragons, machte sie sich Sorgen? Sie brauchte doch nur selber sagen: Ja Theoderich, ich laße mich auf dich ein, und alles wäre wunderbar.

Dennoch meldete sich eine kleine Stimme in ihr: Du liebst ihn nicht wirklich, nicht, wie eine Frau einen Mann lieben soll. Eher so, als wäre er dein großer Bruder. Und dann fragst du, wieso dich Theron so aus der Fassung bringen kann. Glaubst du nicht, das kann dir jederzeit wieder passieren?

"Hau ab du Stimme. Das kann es nicht. Ich verliebe mich schließlich nicht so schnell, zumindest nicht richtig".

Jahaa, das hat man heute bemerkt. Gibs doch zu, du sehnst Theron mit allen Fasern deiner Sinne herbei, nur um ihm in die Augen blicken zu können.

Bella seufzte tief auf, sie gab sich geschlagen. Irgendwie hatte die Stimme recht. Nachdem sie also nicht weiterkam, was Theoderich betraf, versuchte sie es nun auf die andere Weise, und analysierte den heutigen Morgen noch einmal.
Konnte es daran gelegen haben, dass sie durch die ungerechte Behandlung, die Theron zuteil wurde, Partei für ihn ergriff? Sie schüttelte den Kopf. Nein, das war es sicher nicht, er war ihr gestern beim Abendessen schon aufgefallen, und sie hatte ihn länger als die anderen betrachtet. Außerdem hatte sie ihn angesprochen, auch wenn sie dort dieses Herzklopfen noch nicht gespürt hatte.
Was heute Morgen geschah hatte sie jedenfalls noch nie erlebt. Ihre erste Liebe hatte sich entwickelt, bis sie bemerkte, dass sie diesen Mann liebte. Bei Avalos war es seine Ausstrahlung, die sie in den Bann gezogen hatte, und sein vielschichtiger Charakter. Jetzt war sie froh, dass Avalos Lyna gewählt hatte, sie selber hätte sich bei ihm immer gefühlt als wäre sie auf einem Pulverfass gesessen, das jeden Moment explodieren konnte. Dann kam Theo und rettete sie vor ihrer Verzweiflung, gab ihr neuen Mut, und auch neues Selbstvertrauen. Alleine das war ja schon so ein liebenswerter Zug von ihm. Und heute ... ein Blick in Therons Gesicht, und es war um sie geschehen. Nicht, dass sie sich die Kleider vom Leib gerissen hätte, wenngleich seine ganze Erscheinung das war, was sie erotisch anzog. Aber es lag nicht daran. Es waren seine Augen. Diese Wärme die darin lag, dieser Ernst. Eigentlich mochte sie keine Tätowierungen, sie selber war heilfroh, dass sie dieser entging. Aber zu Theron paßten sie. Es machte ihn noch interessanter und anziehender, und am liebsten hätte sie mit ihren Fingern jede Linie seiner Zeichnungen nachgefahren.

Sie seufzte abermals. Was wäre, wenn sie sich auf ihn einlassen würde? Könnte sie glücklich werden mit dem Wissen, Theoderich aufs äußerste verletzt zu haben? Wäre der Freund nicht immer bei ihr, als stiller Beobachter?

Es war wie verhext. Sie konnte nicht wirklich mit Theoderich, aber ein Leben ohne ihn konnte sie sich auch nicht mehr vorstellen. Genausowenig, wie sie sich vorstellen konnte, ihre Schwester nicht mehr zu haben. Er gehörte in ihr Leben genauso selbstverständlich wie eben ihre Verwandten.

Sie zog das Schubfach auf, in dem sie den Saphir verwahrte und holte diesen hervor. Die Worte der Verkäuferin kamen ihr in den Sinn:
"... Gefühle der Sympathie und Harmonie, der Freundschaft und Treue. Es sind Gefühle, die zu Eigenschaften gehören, die sich auf Dauer bewähren – Gefühle, bei denen nicht die überschäumende Leidenschaft im Vordergrund steht, sondern Gelassenheit, gegenseitiges Verständnis und unzerstörbares Vertrauen. Das Blau dieses Saphirs wird so zu einer Farbe, die zu allem gehört, was beständig und zuverlässig ist."
Das war Theoderich. Und das was sie mit ihm verband.
Aber wärmte die Glut auf Dauer nicht besser als ein Feuer?

Sie schob den Stein zurück in sein Versteck, und setzte sich auf. Sie fühlte sich hoffnungslos zerschlagen und leer. Sie schwankte zwischen rausgehen und Sport treiben, bis sie zusammenbrach, in der Hoffnung dass sie dann einen klaren Kopf bekam. Aber im Bett liegen bleiben und an die Decke zu starren hatte auch etwas für sich.
Also blieb sie liegen, schloß die Augen, und kurze Zeit später schlief sie ein. In ihren letzten Gedanken sah sie Therons Anlitz vor ihrem inneren Auge, der einen makellosen Saphir in den Händen hielt.

Modifié par Bellandyrs, 26 mai 2010 - 06:30 .


#2066
Guest_Juleiila_*

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Erleichtert seufzte Jule auf, als Allie auser Sichtweite war. Das würde auch noch mal Ärger geben. Aber besser sie erzählte ihr das es Jule war anstatt Bella. Mit gesenktem Kopf ging Jule wieder zurück zum Schloss. Der Hunger war ihr heute dermaßen vergangen, trainieren wolllte sie ebenfalls nicht. Und wo Noah war, wusste sie auch nicht.



ALs sie dann wieder bei den Gemächern war, hielt sie vor Bellas Türe. Ob diese wohl da war? Jule wollte sich für den heutigen Vorfall entschuldigen, und hoffte, das Bella ihr nicht an die Kehle sprang. Zaghaft näherte sie sich immer weiter der Tür und hob die geballte Faust um zu Klopfen. Kurz hielt sie inne aber machte es dann trotzdem. Gespannt wartete sie. Der Puls erhöhte sich, sie wusste nicht was ihr bevor stand.

#2067
Bellandyrs

Bellandyrs
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Theoderich ging es nicht viel besser als Bella. Er hatte nicht vor, Thjaldor zu helfen, sondern sich im klaren zu werden. Bella war am Morgen völlig verändert, nicht so, wie er sie kannte. Hatte dieser Dalish damit zu tun? Wenn ja, was beim Stein hatte er mit Bella gemacht?

Er wußte nur, dass er Bella nicht verlieren wollte, um keinen Preis. Er liebte sie viel zu sehr, um sich ein Leben ohne ihr vorstellen zu können. Für sie würde er sogar unter die Erde ziehen, wenn sie dort wohnen wollte. Aber er war sich auch bewußt, dass Bella nie das Wort Liebe in den Mund genommen hatte. Dass sie ihn sehr mochte und schätzte, konnte ein Blinder erkennen. Dennoch wußte er, wie es war, wenn man richtig geliebt wurde. Schließlich hatte er die eine oder andere Beziehung hinter sich, wo er sich auf die Frau eingelassen hatte, ohne sie richtig zu lieben, und es war gänzlich anders als mit Bella. Damals dachte er, es wäre Liebe. Das Gefühl was er für Bella empfand, belehrte ihn, dass er in der Vergangenheit nie richtig geliebt hatte.

Er würde ihr die Sterne vom Himmel holen, wenn sie es zulassen würde. Ja, wenn. Genau das war der Punkt.



Konnte er denn so egoistisch sein und um sein Glück kämpfen? Was, wenn sie später mit ihm unglücklich wäre? Dies wäre keine Beziehung für ihn. Entweder sie kam, weil sie genauso empfand, oder es wäre besser, sie aufzugeben. So schwer es für ihn auch sein mochte, aber Bellas Glück war für ihn wichtiger als sein eigenes.



In Gedanken versunken schlenderte er durch die Strassen. Irgendwann wurde er durstig, die Grübelei hatte ihn auch etwas müde gemacht. Also suchte er die nächste Taverne auf, setzte sich am rechten Ende an den letzten Tisch und bestellte einen Humpen dunkles Bier.

Die Kellnerin brachte ihm das Getränk und lächelte ihn an.

Dankbar lächelte er zurück, setzte das Glas an und nahm einen tiefen Schluck. Dann wischte er sich den Schaum vom Bart und blickte sich ein wenig in der Gaststube um.



Das durfte doch wohl nicht wahr sein? Wenn die Gestalt vorne am anderen Ende des Raumes nicht Theron war, war er nicht mehr Theoderich. Er kniff die Augen zusammen, um besser sehen zu können. Aber doch, es war der Elf.

Alles in ihm schrie danach, zu diesem zu gehen, und ihn zu fragen, was er mit Bella angestellt hatte. Vielleicht hatte er ihr ja einen Liebestrank verabreicht, dass sowas tatsächlich wirken konnte, davon war er ja gestern noch Zeuge geworden.



Schließlich fasste er sich ein Herz, nahm seinen Humpen und ging auf den Dalish zu.

Als er sein Gesicht betrachten konnte, fiel ihm auf, wie müde, traurig und mitgenommen der Elf aussah, und bereute seinen Entschluß beinahe.



Er gab der Bedienung ein Zeichen, dass sie noch ein Bier herbringen sollte.



"So schnell sieht man sich also wieder. Seid gegrüßt, Theron. Wenn Ihr gestattet, würde ich mich gerne zu Euch setzen?"



Die Bedienung kam und blickte Theoderich fragend an. Dieser deutete auf den Dalish.

"Für ihn, auf meine Rechnung. Ein wenig Gerstensaft wird ihm sicher gut tun."



Theoderich wartete dennoch auf die Antwort von Theron, er wollte nicht unhöflich sein. Und sollte dieser lieber allein gelassen werden, so würde er seinen Wunsch respektieren.

#2068
Guest_Juleiila_*

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Wie von Jule erwartet kam keine Antwort. Also öffnete sie langsam die Tür. „Bella?“ flüsterte sie. Dann ging sie weiter, vielleicht war sie ja am Schlafen. Jule ging weiter hinein, bis sie in der Schlafstube angekommen war. Dort sah sie Bella, die seelenruhig schlief.



„Hmpfh.“ stieß Jule hervor und ging wieder in den Vorraum. Dort setzte sie sich an den Tisch. Dann würde sie eben warten bis Bella erwacht war, denn sie wusste ohnehin nicht was sie tun sollte. Mit der Hand griff sie sich an den Hals, wo sich der Ring an dem Lederband von Noah befand. Sie nahm das Band ab, legte es auf den Tisch und schaute mit einem lächeln auf den Ring. Währenddessen drehte sie ihn zwischen den Fingern. Dann probierte sie den Ring, ob er denn auch passt. Sie steckte ihn an den linken Ringfinger, aber wie erwartet war er zu Groß für Jules schlanke Elfenfinger.



Noah hatte erwähnt das dieses der Ring seiner Mutter war. Da viel Jule etwas ein. Die Menschen schenkten sich doch als Verlobung einen Ring, meistens einen den die Mutter schon trug. Bei den Elfen gab es so etwas nicht. Beim Erbauer!!! Hatte Noah Jule einen Antrag gemacht, ohne das sie es auch nur richtig mitbekam? Ruckartig stand sie auf, und schmiss dabei den Stuhl um, der laut an den Boden krachte.

#2069
Kaysallie

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....

Modifié par Kaysallie, 26 mai 2010 - 02:21 .


#2070
Kaysallie

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Als sie durch die Stadt ging, liefen ihr immer wieder Tränen der Wut hinab, die jedoch schon bald in Tränen des Kummers übergingen.

Das war das wohl dümmste und unüberlegteste was Jule je getan hat, da sie scheinbar an keinerlei Konsequenzen dachte, die das Ganze mit sich ziehen könnte. Ihre Wut ging in Trauer über, da sie nicht wusste wie Jannis darauf reagieren wird, wenn er das mit dem Trank erfuhr. Ihre Meinung über das Ganze blieb gespalten. Sie hatte Angst davor, dass die Wirkung des Trankes nachlassen würde, denn sie hatte komplett vergessen wie es war, nicht alleine zu sein, da sie sich schon zu sehr daran gewöhnt hatte, doch nun wollte sie dieses Gefühl nichtmehr hergeben. Andererseits wusste sie, dass dieses Gefühl nur dank des Trankes hervorgerufen wurde. Es war nicht echt. Oder war es das doch? Es fühlte sich zu echt an, um nicht wahr zu sein.

Sie dachte ihr Kopf würde gleich platzen. Das Gedankenwirrwarr nahm kein Ende und zudem nahm der Drang danach bei Jannis zu sein von Minute zu Minute zu. Doch sie wusste, dass sie Antworten brauchte und genau in diesem Moment ging sie an dem Alchemie-Laden vorbei. Davor saß ein alter Mann auf einer Bank, welcher ziemlich erschöpft aussah. Sie ging auf ihn zu und gab ihm den Korb mit dem Essen, worüber er sehr überrascht war, sich jedoch herzlich bei Allie bedankte, da er seit längerem nichts gegessen hatte. Anschließend stürmte sie ohne zu zögern in den Laden, der komplett Menschenleer war. Sie betrachtete kurz all die Phiolen und Flaschen die in den Regalen standen, als auch schon ein etwas junger Mann aus der Türe hinter des Kassentisches kam.

"Oh, seid gegrüßt werte Dame! Verzeiht unsere Glocke funktioniert irgendwie nicht. Kann ich Euch behilflich sein?"

"Könntet Ihr mir Auskunft über einen Trank geben?"

"Oh. Da muss ich Euch enttäuschen. Der Laden hier gehört mir nicht, sondern meinem Bruder. Er ist bis Übermorgen einen Freund außerhalb von FellRemnon besuchen, und hat mich darum gebeten mich um sein Geschäft zu kümmern. Ich habe leider keine Ahnung wie all diese Gifte und Tränke hergestellt werden."

Allie fluchte innerlich. Bis übermorgen konnte sie keinesfalls warten.

"Verstehe. Wenn dem so ist, wollte ich fragen ob Ihr 'Liebestränke' in Eurem Sortiment besitzt."

Er schmunzelte leicht und nahm eine Liste aus einer Schublade des Kassentisches. Er fuhr die Liste mit dem Finger hinab und sagte nach einiger Zeit.

"Oh ja, einen Moment bitte."
Er las die danebenstehende Nummer ab und verschwand kurz hinter der Tür, aus welcher er vorhin gekommen war. Allie konnte kurz den Laut wahrnehmen, als Gläser aneinander prallten und ein klirrendes Geräusch von sich gaben. Dann hörte sie wie ein Glas zerbrach und konnte den jungen Verkäufer kurz fluchen hören. Sie musste sich einen Lacher verkneifen, als er wieder aus der Tür kam und sein Hemd einen nassen Fleck aufwies, er jedoch so tat als ob nichts passiert wäre. Er hielt eine kleine Phiole in der Hand, die er auf dem Tisch abstellte. Etwas nervös aufgrund des zerbrochenen Glases blickte er wieder zu seiner Kundin.

"Habt Ihr sonst noch einen Wunsch?"

"Nein das wäre alles. Danke."

Sie sagte ihm, dass er die Rechnung ans Schloss schicken sollte und marschierte mit dem Trank aus dem Laden. Sofort versuchte sie anhand des Etiketts zu erkennen, wie genau die Wirkung des Trankes war, fand jedoch nur den Namen, die Zusammensetzung und eine Kurzbeschreibung wie man den Trank einnehmen muss und dass er Geschmacksneutral sei.

Erneut fluchte sie innerlich. Aber wenigstens wusste sie jetzt wie das Gemisch aussah. So konnte sie vielleicht in einem Buch danach suchen. Ohne weitere Überlegungen marschierte sie, in die ihr bereits bekannte, Bibliothek.
Sie wurde wie immer freundlich von dem Elf an der Bedienung begrüßt, welcher sie jedoch sofort daran erinnerte, dass sie noch ein Buch zurück zu bringen hatte. Darauf hatte sie komplett vergessen, doch sie versprach ihm dieses morgen zurück zu bringen.

Schnell stieg sie die Wendeltreppe hinauf in die Abteilung für Kräuterkunde und Alchemie. Verzweifelt blätterte sie die Bücher durch, da sie nicht recht wusste in welcher Kategorie der Trank stehen konnte, bis sie dann doch fündig wurde. Sie schnappte das Buch und ließ sich damit auf einen der Stühle nieder, die zwischen den Regalen standen und begann zu lesen.

"Der Liebestrank

Beschreibung:

Viele Alchemisten und Magier forschten Jahrhunderte an der Zusammensetzung eines solches Trankes, bis es ihnen gelang. Die ursprüngliche Idee stammte von Albert Kresch, welcher in eine Frau verliebt war, die nichts von ihm wissen wollte. Er tüftelte Jahrelang an dem perfekten Rezept, starb jedoch ohne seine Liebe jemals zu bekommen. Seine Nachfahren forschten weiterhin daran, um sein Lebenswerk zu vollenden, bis es ihnen gelang.

Der heutige Trank verspricht eine nahezu perfekte Wirkung, da er die Liebe nicht nur entflammen lässt, sondern ihr sogar eine dauerhafte Wirkung verleiht.
Der Trank wurde geschmacksneutral konzipiert, sodass man diesen auch Personen ohne ihr Wissen einflößen kann, wovon jedoch abzuraten ist.

Wirkung:

Der Trank wirkt nach der Einnahme sofort oder innerhalb der nächsten Stunde. Sollte der Trank von zwei Personen gleichzeitig eingenommen werden, werden sich diese mit einer Chance von 70% ineinander verlieben. Sollte der Trank nur von einer Person eingenommen werden, verliebt sich diese ebenfalls mit einer Chance von 70% in denjenigen den er oder sie als erstes sieht.
Sollte die Wirkung nicht innerhalb einer Stunde eintreten, kann man eine weitere Phiole trinken. Sollte diese wieder nicht wirken muss eine Pause von 24 Stunden eingelegt werden, bis man den nächsten Trank trinken darf. Jedoch gibt es auch vereinzelt Personen, die keinerlei Reaktionen auf den Trank zeigen.
Sollte es zu einer Situation kommen, in der sich nur einer von zwei Personen verliebt, wird dieser die Liebe nach 48 Stunden, in denen er diejenige Person nicht sehen darf, wieder verlieren. Dies ist jedoch nur innerhalb der ersten Woche nach Einnahme des Trankes möglich. Nach einer Woche bleibt die Liebe auf ewig bestehen, sei sie nun von Glück oder nicht, und kann nur mithilfe eines Vergessenstrankes wieder neutralisiert werden. (Siehe Seite 387)
Sollten sich zwei Personen ineinander verlieben und wollen die Wirkung rückgängig machen, gilt die selbe Regel, jedoch ist dies bisher nur wenigen gelungen, da der Drang danach den anderen zu sehen von Sekunde zu Sekunde steigt, sodass dies nur selten beide Personen über 48 Stunden aushalten.

Zusammensetzung:
Ein Tropfen Rosenöl, Königskrautsaft, Eine Prise Lyriumpulver, ...."

Allie stoppte zu lesen und klappte die Seite 387 auf.

"Der Vergessenstrank

Beschreibung:

Dieser Trank wurde speziell zum Aufheben des Liebestrankes (Siehe Seite 155) entwickelt, da es leider zu oft unglückliche Liebende gab, die ihre Liebe wieder aufheben wollten.

Wirkung:

Er wirkt selbst nach der vergangenen Woche nach der Einnahme des Liebestrankes, wobei zu beachten ist, dass es sich dabei um eine keineswegs angenehme Prozedur handelt. Je länger der Liebestrank bereits wirkt, desto schmerzhafter wird es, die Wirkung wieder rückgängig zu machen. Die Einnahme wirkt zu 99% und löscht jede Erinnerung an die Liebe aus. Es gab jedoch Fälle, bei denen die Liebe so stark anhielt, dass sie sich direkt nach der Einnahme des Vergessenstrankes aufs neue verliebt haben.
Sollte nur eine Person den Trank eingenommen haben muss diese den Trank trinken. Direkt nach der Einnahme wird die Person ohnmächtig und verliert dabei jede Erinnerung an die Liebe. Nachdem die Person wieder erwacht wird sie jedoch in einen depressiven Zustand fallen, der bis zu einer Woche anhalten kann.
Sollten zwei Personen den Liebestrank eingenommen haben, müssen auch beide gleichzeitig den Vergessenstrank trinken, ansonsten entsteht keinerlei Wirkung. Haben beide Personen den Trank getrunken, gilt die selbe Regel wie bei einer.

Jedoch sind all dies nur Richtlinien, die aufgrund von Beobachtungen von Personen die beide Tränke eingenommen haben, gezogen wurden. Es können jederzeit Abweichungen entstehen, denn es gibt hier nur eine Regel die immer gilt: Die Liebe macht was sie will."

Allie schlug das Buch zu. Sie starrte etwas geschockt auf den Einband und wusste nicht was sie denken oder tun sollte. Sie spürte den Drang danach Jannis zu sehen, wie er immer stärker wurde und musste daran denken, was im Buch stand. 48 Stunden. Sie hielt es nicht einmal 2 aus. Sie klappte noch einmal die Seiten des Buches auf, blickte sich kurz um ob niemand in ihre Richtung schaute und riss die Seiten aus dem Buch. Sie steckte diese schnell ein, stand auf und stellte das Buch zurück ins Regal. Sie hatte ihre Antwort, doch nun wollte sie nur eines: zu Jannis. Sie wollte seine Reaktion auf das Ganze sehen, denn er hatte ein Recht darauf zu erfahren was passiert war.
Sie verließ die Bibliothek wieder und begab sich in Richtung Schmiede.

Modifié par Kaysallie, 26 mai 2010 - 02:24 .


#2071
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Bella schrak aus ihrem Schlaf hoch. Da hatte was gerumpelt! Einbrecher? Ihr Herz schlug, und ihre Sinne waren aufs äußerste geschärft. Wo waren ihre Waffen? Ganz leise stand sie auf und nahm ihren Dolch von einem kleinen Tisch, der in der Schlafstube stand. Auf Zehenspitzen schlich sie an die Tür und lugte hindurch. Sie sah jedoch nichts, also blieb ihr nichts anderes übrig. Schnell schritt sie in den andern Raum und rief:

"Halt stehengeblieben, oder Ihr habt einen Dolch im Körper!"



Beim Erbauer, träumte sie derzeit nur noch Unsinn? Hier war niemand. Der Raum war leer. Dachte sie zumindest, denn kurz darauf sah sie Jules Blondschopf hinter dem Tisch hochkommen, den Stuhl wieder aufrichtend.



"Jule! Wie könnt Ihr mich nur so erschrecken? Aber gut, dass Ihr hier seid, ich denke ich habe eine Erklärung verdient!"

Sie legte ihre Dolche zur Seite und schritt auf Jule zu, ihr fest in die Augen blickend.

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Nachdem Jule den Stuhl wieder aufgerichtet hatte, setzte sie sich wieder. Den Blick wandte sie von Bella ab, denn sie schämte sich, für das was sie getan hatte. Unterm Tisch zappelte ihr rechter Fuß, und mit den Fingernägeln klapperte sie nervös auf dem Holztisch. Jule seufzte auf.



„Es tut mir leid, Bella. Das was im Speisesaal passiert ist, da war ich nicht ich selbst. Selbstverständlich wollte ich das nicht, und ich hoffe Theron geht es gut. Von einem Moment auf den anderen, ändert sich meine Stimmung und mein Ich. Eigentlich bin ich glücklich, doch dann bin ich wieder wütend, traurig und enttäuscht. Von mir selbst.“



Dann stand sie auf, mit ihrer Nervösen Art machte sie es sich nicht gerade leichter.

„Und...da wäre noch etwas.“ Jule schluckte. Jetzt bekam sie schon Ärger für das was sie tat, und jetzt wollte sie Bella auch noch das mit Allie erzählen.

„Allie weiß von dem Trank Bescheid. Aber...Sie denkt ich wäre es gewesen. Also kein Grund zur Panik.“

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"Wie bitte?" Bella kreischte auf und wurde kreidebleich. Schnell sortierte sie ihre Gedanken.



"Theron geht es alles andere als gut, er ist im Park ohnmächtig zusammengebrochen! Zum Glück trug er keine schwere Verletzung davon. Und wie kommt Ihr drauf dass Allie vom Liebestrank weiß? Außerdem... hat er denn überhaupt funktioniert bei den beiden? Ich habe eher das Gefühl, der ging nach hinten los."

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„Sie hat solange bei diesem Thema in mir herum gestochert, bis ich sie nicht mehr anlügen konnte.“ Jule wäre jetzt am liebsten im Erdboden versunken. So angeschrien wurde sie noch nie.



„Und wie der Funktioniert. Einwandfrei.“ meinte sie und setzte sich wieder. Den Kopf legte sie gelangweilt und bedrückt in ihre Hand.

„Wo ist denn Theron? Ich möchte mich bei Ihm entschuldigen.“

#2075
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"Einwandfrei?" Bella wurde eine Spur bleicher. Schnell suchte sie im Schrank nach einem Becher und einem Brandy. Sie schenkte Jule und sich ein Glas ein und stellte es auf den Tisch, um sich kraftlos hinzusetzen.

"Beim Erbauer. Hoffentlich habe ich hier keinen Mist gebaut. Allie wird sicher erzürnt sein, wo sie nun weiß, dass es einem Trank zuzuschreiben ist. Und ich habs nur gut gemeint. Ich weiß nicht einmal, wie er genau wirkt, oder wie lange er anhält. Der Alchemist sagte damals nur, dass der Inhalt wohl reichen würde, seinen Traummann zu Füssen liegen zu haben, und dessen Lust erhöht wird."

Sie nahm einen Schluck vom Brandy, der belebend wirkte.



"Und was Theron betrifft... ich weiß es nicht. Aber er ist euch.. nicht .. böse"

Den letzten Satz flüsterte sie, ihre Augen schweiften in die Ferne, und sie begann beinahe, zu stottern.