Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
#2201
Guest_Juleiila_*
Posté 30 mai 2010 - 09:38
Guest_Juleiila_*
„Morgen Süßer. Das...was du erfahren wirst, ist wirklich keine Gute Nacht Geschichte.“ seufzend schmiegte sie sich wieder an ihren Liebsten, und streichelte ihn am Oberkörper. Sie hatte wirklich Angst, ihm alles zu erzählen. Denn eigentlich sollte das ein Geheimnis sein, aber sie fand, das es Noah erfahren sollte. Und dann würde er auch verstehen, warum sie nur noch 28 Jahre zu Leben hatte.
#2202
Guest_Avalin_*
Posté 30 mai 2010 - 09:56
Guest_Avalin_*
Er sah Bella liebevoll an und merkte dass ihr schon fast die Augen zufielen. Auch ihn plagte bereits der Schlaf.
„Verzeiht Jannis, doch Bella und ich hatten einen anstrengenden Tag und ich glaube es ist besser wenn wir uns allmählich zurückziehen. Solltet ihr noch weitere Fragen haben so könnt ihr sie mir ruhig Morgen stellen. Ich wünsche euch eine geruhsame Nacht.“ Bei diesen Worten stand er auf und zog Bella mit hoch. Bella wünschte ebenfalls allen eine Gute Nacht und zog Theron an der hand mit in ihr Gemach. Theron merkte dass seine Glieder schwer wie Blei waren, hatte er doch zwei Nächte nicht mehr geschlafen.
In Bellas Gemach angekommen wollte er nur kurz auf dem Bett rast machen doch nach kurzer Zeit war er in einem tiefen Schlaf gefallen. Er merkte nur noch wie sich Bella an ihn schmiegte und drückte sie sanft an sich.
"Ich liebe dich. ", nuschelte er ihr ins Haar und schlief endgültig ein
Modifié par Avalin, 30 mai 2010 - 10:02 .
#2203
Posté 30 mai 2010 - 10:05
#2204
Posté 31 mai 2010 - 06:27
Sie betrachtete ihn versonnen, ihr Herz wollte voller Zärtlichkeit zerspringen. Er zog sie ihn seine Arme, wohl eher unterbewußt. Ihr Kopf ruhte in seiner Schulterkuhle, ihr rechter Arm lag quer über seinem Bauch, und er hatte beide Arme um sie geschlungen. Sie hatte die Augen bereits geschlossen, streichelte zart seine linke Außenseite des Oberkörpers, als sie seine Worte vernahm. Ein glückliches Lächeln stahl sich in ihr Gesicht.
"Als ob es mir anders gehen würde, mein Herz..." flüsterte sie in seine Brustmuskulatur, und sie hauchte einen zarten Kuss darauf.
Ihre Gedanken kamen trotz aller Müdigkeit nicht zur Ruhe. Sie war glücklich, aber zu welchem Preis? Sie mußte dafür ihren besten Freund verletzen. Sie konnte nur hoffen, dass Theoderich das bald überwand, und eine liebevolle Partnerin fand. Er hatte es wirklich verdient, restlos glücklich zu sein. Die Trauer darüber, dem Freund so weh getan zu haben, überschattete als einziges ihre Glückseligkeit.
#2205
Posté 31 mai 2010 - 10:38
Als sie im Gemach ankamen begab sich Allie nichts wissend in das Schlafgemach um sich umzuziehen, als sie die Rüstung auf dem Bett liegen sah. Mit völlig überraschtem und glücklichen Blick ging sie darauf zu und begutachtete jedes einzelne Teil.
"Sie sieht aus wie neu.", sagte sie in den Raum, als ihr plötzlich die Greifenfeder ins Auge fiel. Die Federfahne war glänzend goldbräunlich und wies keinerlei Unterbrechungen auf. Der Federkiel war nicht besonders lang, dafür jedoch ziemlich kräftig. Sie hielt einen Moment inne als sie die Feder in der Hand hielt und starrte fassungslos darauf. Eine Feder stand für Freiheit, Wahrheit, Schutz, Mut, Verwegenheit und Einsicht. Ein Greif stand für Wachsamkeit, Kommunikationsfähigkeit, Klugheit und Herrschaft über Himmel und Erde. Frei wie ein Vogel, wachsam wie ein Greif. Das Symbol der grauen Wächter. Sie drehte sich um und blickte zu Jannis welcher sie währenddessen beobachtete, "Ich ... ich weiß nicht was ich sagen soll.", das wusste sie wirklich nicht, dafür war sie wohl zu perplex. Ein Geschenk? Noch dazu ein so wertvolles. Bisher hatte sie erst zwei Mal etwas geschenkt bekommen, jedoch bei weitem nicht etwas so schönes. Sie fasste wieder einen klareren Gedanken, "Ich danke Dir.", sagte sie, lächelte ihm überglücklich entgegen, fiel ihm anschließend um den Hals und gab ihm einen innigen Kuss. Sie spürte wie er ihr über die Arme und dabei über ihre Narben fuhr. Seine fragenden Blicke waren ihr nicht missfallen. "Es ist nicht so, dass es mir sehr schwer fällt über die Vergangenheit zu sprechen.", sie seufzte und löste sich dabei langsam aus seinen Armen, "Es ist nur so viel, dass ich kaum weiß wo ich anfangen sollte ..."
Nachdenklich ging zu dem Schrank und zog sich ein leichtes und bequemes weißes Kleid über und setzte sich, nachdem sie die Rüstung in den Schrank verstaut und die Feder mit einem Lächeln auf dem Nachtisch platziert hatte, auf das Bett und lehnte sich an das Kopfkissen. Sie zog den Träger des Kleides zur Seite, sodass man die Narbe auf ihrer Schulter sehen konnte. Sie blickte darauf und begann zu erzählen, "Als wir die tiefen Wege durchquerten um in die freien Marschen zu gelangen, verliefen die ersten Tage ohne großartige Zwischenfälle, doch es war klar, dass nicht die gesamte Reise so reibungslos verlaufen würde."
Als sie zu erzählen begann, folge Jannis ihrem Beispiel, legte sich neben sie aufs Bett und lauschte aufmerksam ihren Worten.
"Eines nachts oder tags verfolgte und eine Horde der dunklen Brut. Wobei es wohl eher ein Zufall war, dass sie den selben Weg wie wir nehmen wollten. Wie dem auch sei versuchten wir zu flüchten, doch die Wege führten uns zu einem Lavafluss über den nur eine Brücke führte, die schon ziemlich beschädigt war. Davor durchquerten wir ein großen Zwergentor und ich hielt es für das beste dieses zu schließen, um uns mehr Zeit zu verschaffen. Jedoch brachen immer mehr Teile aus der Brücke, bis sich schließlich in der Mitte ein riesiges Loch gebildet hatte. Avalos, Bella, Lyna und Jule waren bereits auf der anderen Seite, doch ich wusste, dass ich in einer Falle saß. Die anderen ergriffen ihre Chance und liefen weiter. Ich wusste, dass dies wohl mein Ende sein würde. Die dunkle Brut rammte die Türe und ich schaffte es sie eine Weile aufzuhalten, doch dann spürte ich den Schmerz in meiner Schulter.", sie blickte kurz auf die Narbe an der Schulter, "Ein Pfeil traf mich. Ich wollte ihn eigentlich wieder herausziehen, um mich heilen zu können doch fast im selben Moment traf mich der nächste Pfeil in den Oberschenkel, sodass ich zu Boden fiel." Sie zog sich das Kleid bis zur Hüfte in die Höhe und blickte auf die Narbe am Oberschenkel, und fuhr mit einem Seufzen fort, "Ich spürte wie meine Kraft nachließ und sah wie die Brut näher kam als mein Blick auf den Ring fiel, den mir Avalos zu Beginn der Reise gegeben hatte. Er sagte, dass mir der Ring wohl die ganze Hand abbrennen würde, wenn ich seine Macht freisetze. Ich hatte wohl Glück, dass ich nur meinen Finger verlor.", sie schmunzelte kurz, "Das nächste woran ich mich erinnern kann ist, dass ich durch das Nichts flog. Entweder war es ein ziemlich realer Traum, oder ich war für einen Moment lang wirklich tot. Ich sah Andraste. Sie war wunderschön, schöner als sie wohl jeder Bildhauer jemals getroffen hat. Sie beförderte mich zurück ins Leben, was ziemlich schmerzhaft war. Ich wachte in einer dunklen Zelle auf und meine Wunden waren versorgt. Die dunkle Brut nahm mich gefangen um mir das Blut abzunehmen. Sie brauchten das Blut der grauen Wächter um selbst zu sprechenden Kreaturen zu werden. Sie boten mir an sich mit ihnen zu verbünden, doch lieber wäre ich gestorben! Der Kultist verfluchte mich daraufhin. Es war reine Ironie, er wollte, dass ich weiß wie es ist einer der Brut zu sein. Der Fluch raubte mir meine Konzentration, sodass ich meine Magiebegabung nichtmehr kontrollierbar nutzen konnte. Zudem konnte ich teilweise nur verschwommen denken, manchmal sogar gar nicht sondern nur Handeln. Gesteuert von Hass den der Fluch wohl am meisten auslöste, war ich etwas, dass ich selbst immer verachtet habe ...", sie zeigte auf eine Narbe am Arm, "die Brut nahm mir jeden Tag Blut ab, um neue Geschöpfe zu erschaffen. Wie genau, das weiß ich nicht, ich war immer bewusstlos wenn sie kamen. Eine Narbe, ein Tag. Nach zwei Wochen gelang mir die Flucht, durch Dummheit eines einzelnen Abgesandten. Um an der Armee die sich vor dem Kerker in der Schlucht versammelte vorbei zu kommen, schoss ich einen Pfeil auf eines der eigesperrten Broto, sodass die gesamte Horde wutentbrannt viele der dunklen Brut niederrannte. Ich nutze das Chaos um zu flüchten und irrte anschließend ungefähr eine Woche durch die Dunkelheit bis ich einen Ausgang aus den tiefen Wegen fand. Es war ein befreiender Moment, als ich wieder das Sonnenlicht spürte, auch wenn meine Augen etwas weniger davon begeistert waren, da sich diese bereits an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Daher auch der Verband den ich zu Beginn tragen musste. Dank der Hilfe eines alten Freundes", sie musste an die Halla denken, "schaffte ich es nach FellRemon zu gelangen, auch wenn ich bei meiner Ankunft für ein kleines Chaos gesorgt habe, welches mir die Wachen wohl noch immer übel nehmen.", Sie grinste, "Nun ja, als wir in der Schlacht vor FellRemnon, woher ich wohl meine Narben in der Bauchgegend habe, den Kultisten töteten, verschwand der Fluch, auch wenn er nicht von einer Sekunde auf die andere aufgehoben wurde, sondern nur von Tag zu Tag bruchstückhaft, denke ich, dass ich ihn nun fast endgültig los bin. Doch meine Zauber werde ich wohl nie wieder so gut Kontrollieren können wie einst." Wehmütig blickte sie kurz ins Leere und dann zu Jannis. Sie legte sich auf die Seite und blickte ihm in die Augen. Sie nahm seine Hand und hielt diese mit beiden Händen zu ihrer Brust.
"Die Narbe in meinem Herzen. Als ich im Turm studierte lernte ich Tharel kennen. Er war Templer und später so wie ich grauer Wächter. Ich habe ihn sehr geliebt und tue es wohl noch immer, jedoch auf eine andere Weise. Er starb als uns die Armee der dunklen Brut die nach Denerim marschierte überrannte. Ein Oger tötete ihn, nur weil ich nicht aufgepasst habe und mich kampfunfähig machen ließ. Ich blieb alleine zurück und verlor außer meiner Pflicht als grauer Wächter den Sinn für den es sich zu leben lohnte. Um ehrlich zu sein, wollte ich nur noch die letzten Tage hier im Schloss irgendwie hinter mich bringen, in der Hoffnung darauf in der nächsten Schlacht mein Ende zu finden." Ihre Augen wurden glasig. Erst jetzt wo sie selbst ihre gesamte Geschichte erzählt hatte wurde ihr klar, dass sie bisher wohl nur vom Pech verfolgt wurde. "Doch nun habe ich Angst. Angst davor wieder alleine zurück zu bleiben."
Sie presste sich an ihn und spürte wie ihr langsam Tränen hinab liefen.
#2206
Posté 31 mai 2010 - 11:37
Sie befreite sich vorsichtig aus seiner Umarmung, was ein Stirnrunzeln bei ihm auslöste, aber ihn nicht aufweckte. Leise stand sie auf, ihr waren soviele Sachen eingefallen, die sie Theoderich nicht sagen konnte, und diese Worte lasteten schwer auf ihr. Bella tappte auf Zehenspitzen in die Wohnstube, wickelte sich dort in die Decke, die auf dem Sofa lag, holte Pergament und Tusche und versuchte, ihre Gedanken in einem Brief niederzuschreiben.
"Mein lieber Freund,
sovieles blieb ungesagt. Es ist schwer für mich, dies in normalen Sätzen zu formulieren, von daher versuche ich, meine Gedanken und Gefühle für Dich in Gedichtform zu schreiben. Ich möchte Dir Trost spenden und weiß dennoch, dass ich dafür die verkehrte Person bin. Ich will Dir danken für Deine Freundschaft, und für Dein Verständnis. Du wirst immer in Gedanken bei mir sein, und ich kann Dir versprechen, dass ich in Freundschaft immer bei Dir sein werde.
Dir treu verbunden,
Deine Bellandrys."
Auf dem zweiten Blatt schrieb Bella ihre Gedanken auf:
"Hier steh ich mit deinem Herz, hab es dir entrissen
Ich seh dich mit deinem Schmerz,
und ich weiß du wirst es sehr vermissen
Weine nicht, die Zeit vertreibt die Wolken
Weine nicht um mich, die Sonne trocknet deine Tränen
Warte nicht auf mich
Glaube mir es tut mir dennoch weh
wenn ich dich so leiden seh
darum schenk ich dir dein Herz zurück
Geb dich frei für ein neues Glück
Es war doch nur ein kurzer Frühling
Lenkten mich nur heiße Triebe?
Doch auf dem Schlachtfeld der Gefühle
Weiß ich nun, wen ich wirklich liebe"
Während sie mit ihrer makellosen Schrift die Buchstaben schrieb und dabei immer wieder die Feder ins Tintenfass tauchte, purzelte eine Träne auf das Pergament.
Als sie geendet hatte, löschte sie die Tinte mit Sand, rollte die Blätter zusammen und versiegelte sie. Morgen würde sie einen Boten beauftragen, diese Rolle sofort zu Theoderich zu bringen.
Traurig, aber trotzdem erleichtert seufzte sie auf. Leise ging sie zurück ins Schlafgemach, ließ die Decke von ihren Schultern gleiten und krabbelte wieder zu Theron ins Bett zurück. Vorsichtig schmiegte sie sich wieder an ihn, ihr war mittlerweile entsetzlich kalt, und ihre Füsse hätte man mit Eisklumpen verwechseln können.
Ihr Körper wurde von einer Gänsehaut überzogen, aber Therons Wärme strahlte bald ab, und ihr unterdrücktes Zittern lies nach.
Sie beugte sich zum Nachttisch und entzündete eine Kerze, die auf einem Teller mit Sand stand. So würde die keinen Schaden anrichten, wenn sie einschlafen sollte.
Die Flamme spendete ein wenig Licht, und Bellas kleine Hände streichten zart wie ein Sommerhauch über Therons Oberkörper, ertastete jeden Muskel, fühlte seine weiche Haut, und wieder zog sich ihr Herz vor Liebe zu diesem Mann zusammen.
Wie wunderschön er war! Sie konnte es kaum begreifen, dass er ihr sein Herz geschenkt hatte. Soviele Fragen hatte sie an ihn, vor allem hinter wem er die letzten Jahre her war, aber diese konnten getrost warten.
ooc/ das Gedicht von Bella ist ein abgewandelter Text von "Alte Liebe" von In Extremo
Modifié par Bellandyrs, 31 mai 2010 - 05:34 .
#2207
Posté 31 mai 2010 - 03:09
Die Heere standen, die Aufmarschpläne abgeschlossen.
Avalos starrte blicklos dem flammenden Ball nach, der blutrot hinterm Horizont verschwand.
Ihre verblassenden Strahlen tauchten alles in ein rotes Dämmerlicht, so dick und zäh wie Blut. Konturen und feste Kanten schienen zu verblassen, während die Schatten undurchdringbar schienen
Seine Faust ballte sich. Das Leder knirschte leise, und die stählernen Kettenringe klirrten leise. Sein Blick verdüsterte sich, als er an das Wagnis dachte, dass er da einging.
Für Lyna würde er alle in den Tod schicken, Mann und König, Kamerad und Waffenbruder.
Aber hierlassen konnte er sie nicht. Das würde sie niemals akzeptieren.
Und sein Dilemma war noch größer, was seine Gefährten betraf.
Sie lebten ihre Gefühle, allesamt. Er durfte es nicht. Er musste trennen, durfte sich nicht von ihnen beherschen lassen... Er hegte sogar den Verdacht, dass Jule schwanger war - worauf er nicht die geringste Rücksicht nehmen zu gedachte. S
Die Späher waren längst alle zurückgekehrt. Oder die meisten zumindest. Die Brut war ihnen um mindestens ein Drittel überlegen. 30.000 stinkende, entstellte Viecher, die darauf warteten, dass man ihnen den Kopf vom Rumpf trennte.
Avalos wußte auch schon, wie er diese Übermacht zu brechen gedachte - mit einem vorgetäuschten Frontalangriff und einem Flankenmanöver. Es war ein Wagnis, denn die Hauptkampflinie musste der Brut standhalten, bis die Flügel die Flanken überrannt, und die Brut in die Zange nehmen konnte, um sie einzukesseln und anschließend bis auf den Letzten abzuschlachten.
Die Moral würde ein entscheidender Faktor sein. Und um die Moral der Männer zu halten, würde er seine Gefährten in den Brennpunkt der Schlacht stellen müssen - allesamt. Insgeheim schätzte er, dass sie drei oder vier aus der Gruppe verlieren würden. Ein verirrter Pfeil, eine glitschige Waffe, auf der man ausrutschen konnte... Nur Können bewahrte einem vor dem sicheren Tod in der Schlacht. Aber die meisten hatten bisher mehr Glück als Verstand oder Können bewiesen. Sollte die Strähne reißen, würden fallen, wie geschnitten Korn.
Düster wandte er sich vom Fenster ab. Die Schatten wurden länger, und Avalos war in Gedanken schon längst wieder im Krieg.
Unbewußt ballte er die Fäuste und setzte einen Blick auf, der selbst kochenden Stahl zum sofortigen Einfrieren gebracht hätte. Das Hauspersonal wich ihm aus, eher angst- als denn respektvoll.
Den nächsten Dienstboten hielt er an.
Versammelt meine Waffengefährten im Kartenraum. in zwei Stunden. Sagt ihnen, sie sollen sich abmarschbereit machen - Leichtes Gepäck, maximale Rüstung und Bewaffnung. Keine Luxusgüter. Klingen sollen nachgeschliffen werden, Lederriemen geölt. Und jetzt geht und versammelt sie.
Wie eine todbringende Krähe drehte sich Avalos auf dem Stiefelabsatz herum, seine Rechte lässig auf dem Heft seines schwarzen Schwertes ruhend.
Er lächelte. Allerdings kein warmes, freundliches, sondern ein unendlich kaltes. Noch dieser eine Kraftakt, und er würde schon bald wissen, was die Brut in den Sümpfen suchte.
#2208
Posté 31 mai 2010 - 04:37
In den letzten zwei Tagen hatte er eisern trainiert, mit und auch ohne Jannis. Allie hatte sein Knie geheilt und um seine Nase herum war nur noch ein leichter bläulicher Schimmer zu sehen. Seine Rüstung war bereits auf Vordermann gebracht, er musste sie nur noch anziehen. Seinen Rucksack hatte er nie wirklich ausgepackt, seid er in FellRemnon angekommen war und in ihn passte alles hinein, was Noah im Moment besaß, was nicht sehr viel war.
Noah war aufgeregt aber auch voller Vorfreude. Er hatte es bisher nicht lange an einem Ort ausgehalten und war begierig darauf, weiterziehen zu können. Als er zu Jule herüberschaute, die auf der Kannte ihres Bettes saß, sah er die gleichen Gefühle in ihren Augen.
#2209
Guest_Avalin_*
Posté 31 mai 2010 - 04:44
Guest_Avalin_*
Er bemerkte dass eine Kerze auf Bellas Nachttisch brannte und den Raum leicht erhellte. Er löste sich sanft aus Bellas Umarmung und richtete sich auf. Kurz streichelte er ihr über die Haare und stand auf. Er hatte seine gesamten Sachen in Bellas Gemach bringen lassen während er in der Herberge auf sie wartete. Er ging zum Rüstungsständer auf dem seine Ganzkörper-Lederrüstung aufgespannt war.
Das dunkelbraune Leder glänzte leicht im Kerzenschein. Er strich über die feinen Metallplatten die am Leder befestigt waren und die Bauchmuskulatur eines Mannes imitierten. Feinste Ätzungen waren kunstvoll in die einzelnen Plättchen gebrannt worden und wiesen dasselbe Muster auf wie metallenen Arm-, und Beinschienen. Diese lagen auf einer Kommode neben dem Rüstungsständer.
Die Diechlinge, Kniekacheln und Beinröhren waren aus geprägtem Leder das an seinen Kanten mit Metall verfestigt war. Die einzelnen Teile des Beinschutzes wurden von kleinen, stabilen Metallringen zusammengehalten und ließen keine Stelle ungeschützt.
Dieselbe Verarbeitung fand man bei den Ober-, und Unterarmröhren sowie den Armkacheln. Die Handschuhe waren aus leichtem Leder um den Bogen besser führen zu können.
Theron hatte diese Rüstung vor Jahren von seinem Vater bekommen. Der diese eigens für seinen Sohn hatte anfertigen lassen.
Er betrachtete seine Rüstung und war völlig in Gedanken versunken.
Modifié par Avalin, 01 juin 2010 - 08:08 .
#2210
Guest_Juleiila_*
Posté 31 mai 2010 - 04:48
Guest_Juleiila_*
In letzter Zeit ging es Jule morgens nie so besonders gut. Sie musste sich übergeben, und aß Sachen, die überhaupt nicht zusammen passten. Dazu noch ihre Stimmungsschwankungen, die sie oft mals in eine missliche Lage brachten. Dann zog sie ihre Rüstung an, und band den Schwertgurt um. Den Umhang warf sie sich ebenfalls um, ließ aber die Kapuze unten. Als sie sich gerade umdrehte, sah sie das rote Kleid von dem Ballabend. Egal dachte sich Jule. Noah hatte es kaputt gemacht, und vielleicht würde sich eine arme Dienerin freuen, wenn sie es fand.
Sie nahm den Rucksack und ging zu Noah. Während dessen lies sie den Rucksack im Vorraum fallen. Jule schlang ihre Arme um Noah und blickte mit ihren smaragdgrünen Augen zu ihm auf.
„Schatz, ich habe irgendwie Angst. Was ist....wenn dir...oder den anderen was passiert? Beim Erbauer! Ich wüsste nicht...was ich tun sollte, falls einer von Euch fällt. Das … wäre das schlimmste was mir je passieren könnte.“ Dann suchten ihre Lippen die seinen, und sie küsste Noah langsam und leidenschaftlich.
Während sie die Augen dabei geschlossen hatte, gingen ihr so viele Gedanken durch den Kopf. Was würde sie alle erwarten? Eine beachtliche Armee der sprechenden dunklen Brut? Was wäre wenn sie alle der Brut zahlenmäßig unterlegen waren? Was wäre wenn einer ihrer Freunde oder Noah im Kampf fällt? Jules Herz pochte schneller und immer schneller. Durch die Angst bekam sie schon langsam Magenschmerzen.
#2211
Posté 31 mai 2010 - 05:10
„Niemand weiß, was passieren wird. Und auch nicht, wer von uns überleben wird und wer nicht. Mach dir jetzt keine Sorgen darüber, noch ist es nicht soweit. Die Dunkle Brut muss aufgehalten werden. Dass ist unsere Pflicht unserem Land gegenüber. Und wer, wenn nicht wir sollte diese Aufgabe übernehmen?“
Noah nahm Jule in den Arm und küsste sie. Eine Weile standen sie engumschlungen im Zimmer, bevor er sich von ihr löste und damit begann, seine Rüstung anzulegen. Als er fertig war, band er seinen Schwertgurt um und schulterte seinen Rucksack. Er schaute Jule an und diese nickte ihm zu. Ein letzter Blick in das Zimmer sagte ihm, dass sie alles bei sich hatten. Er hielt Jule die Tür auf und verließ nach ihr den Raum.
Sie begaben sich auf direktem Weg in den Kartenraum. Außer ihnen war noch keiner der Gefährten anwesend.
#2212
Posté 31 mai 2010 - 05:53
Hurtig sprang sie aus dem Bett, steinmüde, weil sie kaum geschlafen hatte, aber dennoch hellwach, und rannte zu Theron. Sie umarmte ihn mit aller Kraft, stellte sich auf ihre Zehenspitzen, um ihn leidenschaftlich zu küssen.
Als sie von ihm ließ sagte sie zu ihm:
"Theron, das kann ich nicht von Dir verlangen. Wir kennen uns erst so kurze Zeit... ich habe zuviel Angst um Dich. Bitte, bleib hier! Warte auf mich, aber gefährde nicht Dein Leben für eine Mission, in die Du hineingeschlittert bist. Dich verlieren zu können ist das schlimmste, was ich mir vorstellen kann!"
Modifié par Bellandyrs, 01 juin 2010 - 12:13 .
#2213
Guest_Avalin_*
Posté 31 mai 2010 - 06:01
Guest_Avalin_*
„Ich werde dich nicht verlassen Bella. Das hab ich dir bereits gesagt, oder hast du das schon vergessen.“, er lächelte sie liebevoll an, „Ich hätte keine ruhige Minute ohne dich in meiner Nähe zu wissen. Ich bin ein Jäger der Dalish Bella, ich bin nicht wehrlos.“
Er lächelte ihr zu und begann seine Sachen zu packen.
#2214
Posté 31 mai 2010 - 06:20
Sie schlug die Augen vors Gesicht, in ihrem Kopf spielte sich ein Horror-Szenario nach dem anderen ab. Theron von einem Pfeil getroffen, Theron mit einem Schwertgriff im Rücken, Theron zu Eis erstarrt oder in Flammen aufgehend. Sie geriet regelrecht in Panik.
"Bitte! Setz Dich nicht dieser Gefahr aus! Ich weiß, dass Du mir versprochen hast, dass Du mich nicht verläßt!" Flehen lag in ihren Augen, aber sie wußte, dass sie auf taube Ohren stossen würde. Hätte er das gleiche von ihr verlangt, sie wäre auch mit ihm gegangen. Selbst wenn es ihren Tod bedeutet hätte... aber genau davor hatte sie ja solche Angst. Dass er in dieser Schlacht fallen könnte.
Sie sah es in seinen Augen. Sein Entschluß stand fest, und nichts und niemand würde ihn davon abhalten. Schließlich war er der Sohn des Hüters eines Dalish-Clans, und er wußte, was er tat.
Bella seufzte tief auf, und umarmte ihn von hinten.
Leise bat sie ihn: " Versprich mir, dass Du diesen Kampf überlebst."
Letztlich begann sie, ihren Rucksack mit Socken, Unterwäsche und dem warmen Halstuch zu packen, blickte traurig auf ihre Bilder, die sie gemalt hatte und nun zurücklassen mußte.
Dann ging sie mit ernster Miene wieder auf Theron zu. Als sie ihn sah, erwärmte sich ihr Herz.
"Theron .. ich ... ich weiß es ist eigentlich zu früh, aber ich habe Angst, dass ich es sonst vergesse Dir zu sagen, in einem ruhigen Moment. Du sollst wissen, dass ich Dich liebe. Ich gehöre Dir für immer - über den Tod hinaus. Ich bin an Deiner Seite, auch wenn ich relativ früh in den Nahkampf gehen werde. Mit dem Bogen bin ich nicht so geschickt."
Sie blickte ihm wieder in seine Augen, und versank beinahe darin.
Plötzlich überkam sie wieder diese innere Unruhe, die sich immer vor einem Kampf in ihr breit machte. Nur diesesmal war es bei weitem schlimmer, als damals, wo ihr Geliebter neben ihr im Kampf gegen den Erzdämon stand. Er hatte einst mit ihr zusammen gekämpft, sie hatten sich aufeinander verlassen. Aber diese Angst hatte sie um ihre vergangene Liebe nie gekannt, die sie nun wegen Theron empfand.
Modifié par Bellandyrs, 01 juin 2010 - 12:34 .
#2215
Guest_Avalin_*
Posté 31 mai 2010 - 06:33
Guest_Avalin_*
Theron verstand Bellas Angst doch er dachte nicht daran in der Stadt zu bleiben.
Theron küsste Bella auf die Stirn und strich ihr durchs Haar.
„Bella ich gehe mit dir. Bis ans Ende. Bis in den Tod.“ Er nahm ihr Hand und küsste sie.
"Komm lass uns noch etwas schlafen. Es dauert noch bis die Sonne aufgeht.", flüsterte er ihr zu und zog sie hinter sich wieder ins Bett.
Modifié par Avalin, 01 juin 2010 - 05:03 .
#2216
Posté 31 mai 2010 - 06:47
Am frühen Morgen weckte sie das Zwitschern der Vögel und die Sonnenstrahlen, die ihr ins Gesicht schienen.
Sie spürte Therons Arme um sich und lächelte glücklich. Sie konnte es noch immer nicht glauben, dass dies kein Traum war, sondern Wirklichkeit.
Vorsichtig küsste sie ihn am Hals entlang, ihre Hände streichelten seinen muskulösen Oberkörper, bis ihr ein fester Druck seiner Arme verriet, dass er ebenfalls aufgewacht war.
"Guten Morgen mein Herz! Weißt Du eigentlich, wie schön dieses Gefühl ist, neben Dir und in Deinen Armen aufzuwachen?"
Er lächelte sie an, aber etwas verschlafen.
Bella schmiegte sich wieder an ihn.
"Was meinst Du, kannst Du mir vielleicht ein paar Kniffe im Umgang mit dem Bogen beibringen? Ich bin darin nicht so geübt, aber ich habe einen guten Bogen. Glaube ich zumindest. Lyna wollte sich ihn ansehen, aber hat es bisher nicht so wirklich geschafft. Und ich muß die Zeit noch nutzen und ein wenig trainieren."
Modifié par Bellandyrs, 01 juin 2010 - 05:26 .
#2217
Posté 31 mai 2010 - 07:00
Viele der Narben die sie trug, fanden ihre Bedeutung in der Geschichte. Auch die an ihrer Seele, einige bleiben doch einige können geheilt werden. Durch Freundschaft, Liebe, die Leute die immer zu einem halten, können jende Schatten der Vergangenheit vertreiben. Doch vorallem muss man selbst denn Willen haben zu vergessen. Es gibt dinge die mann einfach nicht vergessen darf, beonders jende Dinge, die sie in ihren letzten Sätzen erwähnte.
Am Ende konnt Allie es doch nicht mehr halten. Schluchzend und weinend suchte sie die Nähe zu Jannis. Jannis fing eine Träne mit dem Finger auf. Doch keine tröstenden Worte, sondern eine Umramung und sanfte Streichleinheiten sollten ihr Trost spenden. Ein paar Minuten verharrten die Beiden, eng umschlungen. Allie hatte sich wieder beruhigt. Als Jannis spürte, wie ihr Herz wieder langsamer schlug, zog er die Decke über und lies ihr einen sanften Kuss auf die Stirn zukommen.
Mit einer leicht rauen aber dennoch milden Stimme flüsterte er Allie ins Ohr, "Es ist schön das du wieder einen Grund zum Leben gefunden hast. Und wenn nicht du, dann werde ich mit allen Mitteln dafür sorgen, dass du nicht wieder in Einsamkeit dein Herz überschatten lässt. Eines muss ich noch sagen, Ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich mich auch ohne den Trank in dich verliebt hätte. Deine Art wie "Du" einfach bist hat mich in Bann geschlagen. Und hätte ich dich so kennengelernt, wäre mir nichts im wege gewesen um deine Liebe zu kämpfen."
Aufrichtig sah er ihr in die Augen, lies ein schüchternes Lächeln aufblitzen und gab Allie einen letzten Kuss an diesem Tag, bevor er die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
Modifié par J.D.C, 01 juin 2010 - 07:30 .
#2218
Guest_Avalin_*
Posté 31 mai 2010 - 07:17
Guest_Avalin_*
„Guten Morgen, Liebste. Weißt du wie schön es ist die Augen zu öffnen und dich zu erblicken?“, er küsste sie auf die Stirn, „Es ist so als würde man den ersten Sonnenstrahl einer neugeborenen Welt sehen.“ Lächelnd strich er ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
Am liebsten würde er sein restliches Leben hier mit Bella liegen und sie ansehen.
Die Gefühle die sie in ihm geweckt hat, waren von solch Intensität wie er es nicht mehr für möglich hielt. Und dafür war er den Göttern aufs tiefste dankbar.
Dankbar dass sie ihm nochmals ein so kostbares Gut schenkten. Und dieses mal würde er es mit seinem Leben verteidigen.
Er drückte Bella wieder an sich und küsste sie auf den Hals.
„Ich bringe dir gerne etwas bei, Liebling. Aber ich fürchte dazu müssen wir aufstehen.“, er grinste Bella schelmisch an und erhob sich, nach einem kurzen Augenblick in dem er ihr noch mal tief in die Augen blickte.
Er ging in das Bad und wusch sich mit kaltem Wasser den Schlaf aus den Knochen. Seine Haare hingen ihm in nassen Strähnen ins Gesicht.
So lehnte er sich an den Türrahmen, blickte zu Bella und schenkte ihr sein liebevolles Lächeln.
Modifié par Avalin, 01 juin 2010 - 05:56 .
#2219
Posté 31 mai 2010 - 08:09
Allie kümmerte sich sofort darum, sich bei Jule für ihr Fehlverhalten, aufgrund der prekären Situation zu entschuldigen. Sie fühlte sich schlecht, ihr solche Sachen an den Kopf geworfen zu haben und verstand nun, dass Jule nur Bella schützen wollte, da diese selbst gerade ein Gefühlschaos in sich trug. Jule wurde von Allies Worten zwar schwer getroffen, nahm ihre Entschuldigung jedoch an woraufhin sie ihr von der Verletzung an Noahs Knie erzählte. Allie machte sich sofort daran und versuchte dieses zu heilen – was ihr auch gelang. Glücklich darüber machte sich auch Noah wieder zurück an sein Training. Allie nutzte die letzte Zeit, in der sie von so vielen Händlern umgeben waren, und kaufte sich noch einige Gegenstände, die bei der Reise nicht fehlen durften. Darunter waren haltbare Lebensmittel, warme Socken und ein warmer Wollumhang für kalte Nächte. Zudem brachte sie das ausgeliehene Buch zurück und ging dabei an einem Laden vorbei der Zauberstäbe verkaufte und hielt dabei inne. Zu gerne hätte sie sich einen gekauft, doch sie wusste, dass sie bereits ihr Training umgestellt hatte und nicht genügend Zeit gewesen wäre um sich wieder umzugewöhnen.
Den restlichen Tag verbrachte sie mit Training. Entweder alleine oder zusammen mit Jannis. Doch die Sonne verschwand so schnell am Horizont, wie sie erschienen war. Nur noch ein Tag.
Die Aufregung stieg, so wie die Angst um die Liebe und Freundschaft sowie der Hass an den Feind.
Der letzte Tag wurde erneut dem Training gewidmet. Zudem teilten Jannis und Allie weitere Gespräche miteinander. Über Vergangenes, die Gegenwart und Zukunft. Er erzählte ihr von alten Freunden, über die Schlachten die er mit ihnen schlug. Die langen schlaflosen Nächte umzingelt vom Feind - Momente im Angesicht des Todes. Er erzählte wie er aufwuchs, wie sein Vater war und wie das Leben in Orlais so spielte. Mit Trauer sprach er über seine Reise nach FallRemnon und dass auch sein Leben von Verlusten durchzogen war. Er scherzte über ihre erste Begegnung, der stechende Blick von ihr und das spöttische Grinsen. Alles fand seinen Platz, auch der alte Schmied, den er nur zu gern noch einmal gesehen hätte. Sie beschrieb ihre Mutter, das Leben im Turm und wie sie die anderen kennenlernte. Das Band zwischen den beiden wurde von Wort zu Wort stärker. Sie verstanden einander, wie wenn sie sich bereits ihr gesamtes Leben über kennen würden.
Der Tag verging wie im Flug. Doch war es nicht immer so, bei den schönen Momenten im Leben? Kaum waren sie am Gemach angekommen, erhielten sie den Brief von Avalos. Der Diener der ihn überbrachte sah etwas bleich vor Furcht aus, doch Allie versuchte dies zu ignorieren.
Worte die vielleicht das Schicksal einiger besiegeln könnten füllten das Pergamentpapier, welches der Bote mit sich trug. Treffpunkt: Kartenraum, in zwei Stunden. Nun war es entschieden nur in wenigen Augenblicken die wohl wie im Zeitraffer vergehen würden, würden sie aufbrechen.
Jannis begab sich in sein Gemach um dort packen zu können und Allie packte nur das nötigste ein, denn schließlich besaß sie auch nicht wirklich viel, nur einige Kleidungsstücke die sie sich gekauft hatte, sowie die bereits vorbereiteten Gegenstände die sie in der Stadt erworben hatte. Sie zog sich die im Licht schwarz glänzende Schuppenrüstung über. Einige Lederbänder waren festzuziehen wie bei einem engen Korsett. Nur wenige Minuten später war sie komplett in die Rüstung gehüllt und legte sich nur noch den Gürtel mit den zwei Dolchen an sowie einen dunklen Wollumhang. Den Rest packte sie in die Tasche. Ihr Blick fiel auf die Feder, die ihr Jannis schenkte. Einstweilen packte sie diese in eine Seitentasche, bis sie wusste wo sie diese am besten verstauen könnte. Zudem packte sie ein paar Pergamentblätter sowie einen Kohlestift ein und etwas Seife. Sie wusste, dass man auf Reisen nur selten dazu kam, sich ausgiebig zu waschen, doch sollten sie doch man bei einem See vorbeikommen, durfte Seife nicht fehlen. Dann wusch sie sich das Gesicht, kämmte die Haare und betrachtete sich kurz zufrieden und etwas aufgeregt im Spiegel. Sie warf einen letzten Blick auf die Räume, um zu kontrollieren auch nichts vergessen zu haben und um Abschied von diesem friedvollen Ort zu nehmen. Sie hing sich die Tasche um und marschierte in die Schlossküche, wo sie etwas Brot einpackte und ihre Wasserflasche mit Tee auffüllte.
Anschließend ging sie in den Kartenraum wo die anderen bereits warteten.
Modifié par Kaysallie, 01 juin 2010 - 09:47 .
#2220
Posté 31 mai 2010 - 08:57
Nachdem er sauber war, setzte er sich auf das Bett, faltet seine Sachen, und legte diese ordentlich zurück. Die Schwerter, Schaniere und seine Armband pflegte er kurz mit etwas Fett. Jetzt strahlten die Sachen wieder. Dann legte er sich die Rüstung stück für stück an, er dachte an den Alten. Irgendwie musste man diesen tatternden alten Schmiedemeister gern haben. Die Rüstung war angelegt, das Zimmer so weit ordentlich. Er packte Hemd, Hose, Socken, einen Wetzstein und etwas Seife ein. Leichtes gepäck. Den Helm band er mit einem Riemen an dem Beutel fest. Er machte das Schwert am Gurt fest und schnallte sich den Schild auf den Rücken.
Er schritt auf die Tür zu, öffnete diese und lies einen letzten Blick durch das Zimmer gleiten. Ein weiterer Schritt in den Flur und er schloss die Tür. Bevor er zum Kartenraum ging holte er sich eine Feldflasche mit Wasser und ein paar Snacks, man weiß ja nie wofür eine Notration gut sein kann. Er hatte alles, so gerüstet ging er zum Kartenraum. Dort angekommen sah er in die nun vollständige Runde. Anspannung und Kampfeslust lag in der Luft, aber auch Sorge um die Zukunft.
Modifié par J.D.C, 01 juin 2010 - 07:40 .
#2221
Posté 01 juin 2010 - 06:16
"Da hast du wohl Recht."
Sie schälte sich aus dem Bett, wusch sich und zog sich an. Dann holte sie ihren Bogen und überreichte ihm diesen.
"Das ist er, ich hatte ihn allein aussuchen müssen. Mittlerweile komme ich damit klar, aber die ersten Versuche waren ziemlich blamabel. Willst Du frühstücken oder gleich tranieren? Du mußt wissen, eigentlich werde ich erst mit Kaffee richtig wach" lachte sie.
Modifié par Bellandyrs, 01 juin 2010 - 10:44 .
#2222
Guest_Avalin_*
Posté 01 juin 2010 - 06:41
Guest_Avalin_*
„Hm. Der ist gar nicht übel.“, er drehte ihn in der Hand und zog probeweise an der Sehne. „Ich fürchte nur dass die Spannkraft ein wenig zu hoch für den Anfang ist, Bella.“, ernst blickte er sie an und fügte hinzu, „Das könnte ein anstrengender Tag werden. Deine Armmuskeln werden ganz schön beansprucht werden. Wir sollten also auf jeden Fall vorher frühstücken.“
Er küsste sie wieder und Bella schauderte, als das kalte Wasser von seinen Haaren auf sie tropfte, worauf Theron herzhaft lachen musste.
Während Bella sich frisch machte streifte er sich ein braunes Hemd über und zog eine leichte Leinenhose an.
Hand in Hand gingen sie in den Salon um zu frühstücken.
#2223
Posté 01 juin 2010 - 07:27
Ein Schatten huschte über Therons Gesicht, aber er blickte sie sogleich wieder voller Liebe an.
"Das erzähle ich Dir ein ander mal, mein kleiner neugieriger Liebling. Wenn Du nun satt bist könnten wir ja mit dem Training beginnen?"
Bella leerte den letzten Rest ihrer Tasse und folgte Theron auf den Schieß-Übungsplatz der Truppen. Zwischendrin stieß sie auf einen Diener, den sie beauftragte, die versiegelte Schriftrolle zu Theoderich zu bringen.
Dort angekommen nahm sie den Bogen zur Hand und schoß einige Pfeile auf die Zielscheibe, welche zwar nie die Mitte trafen, aber immer nur knapp vorbei. Ihr Training vor einigen Tagen hatte sich gelohnt.
Er lobte sie, korrigierte hin und wieder, gab ihr Tipps. Sie war voll konzentriert, aber nach einer Stunde ließ ihre Kraft wirklich nach und sie verschoß die Pfeile meilenweit.
Theron drehte sie zu sich um und strich ihr zart über ihr verschwitztes Gesicht.
"Ich denke, das reicht. Laß uns den Tag einfach noch so geniesen ja? Er ist zu schön, um nur zu trainieren, und wer weiß wieviele uns davon noch vergönnt sind, bis wir losziehen müssen."
Bella war heilfroh, ihr taten die Arme weh. Sie nahmen sich an den Händen und schlenderten gemütlich zurück in den Park und zum See, wo sie sich setzten und die Nähe des anderen genossen.
Die beiden Tage vergingen schneller als ihnen lieb war. Sie trainierten oder gingen spazieren, in harmonischem Schweigen. Die Liebe strahlte aus ihren Augen, aber sie wollten es langsam angehen lassen.
Am zweiten Abend holten sie sich etwas aus der Küche, um auf dem Zimmer zu essen. Sie wollten ihre Zweisamkeit geniessen und dabei nicht von den anderen Gefährten umzingelt sein.
Lange hielt der Zustand jedoch nicht an, da es an der Tür klopfte und der Bote die Nachricht überbrachte, dass sie sich in zwei Stunden im Kartenraum einzufinden hatten.
Bella starrte dem Boten hinterher. Dann war es wohl soweit, und sie würden wohl bald aufbrechen. Ihr graute davor, und die Angst beschlich sie wieder. Ihr Rucksack war ja gepackt. Aber sicherheitshalber schrieb sie eine Notiz an Theoderich:
"Mein lieber Theoderich, soeben habe ich erfahren, dass wir bald losziehen, wahrscheinlich morgen. Ich schicke ein paar Boten des Palastes, die Dir die Zeilen an Dich überbringen werden, und auch meine Kleidung. Wünsch uns Glück. Bella."
Dann zog sie ihre Rüstung an, schnallte den Hüftgürtel mit den Giften um und schlang sich die Dolche um die Hüften. Als sie fertig war, blickte sie Theron schelmisch an:
"Nimmst Du mich so mit?"
#2224
Guest_Avalin_*
Posté 01 juin 2010 - 07:42
Guest_Avalin_*
Er schulterte seinen Beutel und befestigte seinen Bogen an seinem Rücken und den Pfeilköcher an der Hüfte.
Er war gerade dabei die letzten Riemen anzuziehen, als Bella vor ihn trat. So zerbrechlich sie in normaler Kleidung wirkte, so stark und wild sah sie in ihrer Rüstung aus.
Theron lächelte verschmitzt und nahm sie an der Hand. Sein Lächeln musste wohl Bände sprechen, denn Bella lief ein wenig rot an. Sie schnappte sich ihren Beutel und verließ hinter Theron das Zimmer. Gemeinsam gingen sie in den Kartenraum, wo die Anderen bereits warteten.
#2225
Posté 01 juin 2010 - 08:08
Der Kartentisch inmitten des kleinen Saales war leer. Ein paar Kartenständer an der Rückwand bewegten sich leise im Luftzug.
Die Tür öffnete sich knarrend und Avalos trat ein.
Seine mit Stahl beschlagenen Stiefel erzeugten ein unangenehmes Echo auf den alten Eichenbohlen. Sein Schwert hielt er in der Faust. Die Spitze schleifte über schabend über den Boden.
Die Klinge war mit Blut besudelt, und hinterließ in den Bohlen eine dunkle, eingeritzte Spur.
Stille. Nur das schabende Geräusch, und Avalos schwerer Stiefeltritt.
Mit einer erhabenen Geste stellte er einen leinernen Sack auf die Tischplatte. Der helle Stoff war dunkel verfärbt.
"Der Tag ist nah, die Stunde naht. Das Heer marschiert im Morgengrauen. Es wird ein Gewitter aus Stahl und Blut, erfüllt von Grauen und Tod.
Die Brut weiß, dass wir kommen. Vorgewarnt, durch Unachtsamkeit unsererseits. Nichtsdestotrotz werden wir losschlagen, und den Feind direkt bekämpfen."
Mit zwei Fingern löste er die Kordel des Sacks und stieß ihn um.
Ein abgeschlagener Kopf eines Hurlock kam zum Vorschein. Dass es ein Hurlock war, konnte man nur noch an der Größe erkennen - Das Gesicht war halb verätzt und der Rest überzogen von Schnitt- und Platzwunden.
Die Umstehenden sogen scharf die Luft ein. Lyna fröstelte und schlang sich die Arme um den Leib.
Der fremde Dalish, wurde schlagartig blass und sog scharf die Luft ein. Ein Wangenmuskel zuckte, während er versuchte, sich wieder unter Kontrolle zu bringen.
Der Schatten, verzog die Miene zu einem wolfsähnlichen Grinsen und blickte ihm direkt in die Augen.
Aus seiner Stimme war jegliche Freundlichkeit, jedwede Wärme verschwunden.
Seine Augen schienen zu brennen; Hinter der jadegrünen Iris brannte der Wahnsinn des Krieges und der Blutgier lichterloh, heller und ungleich schrecklicher als jeder Scheiterhaufen.
"Das ist der Feind. Und er ist gnadenlos. Auf meiner Route letzte Nacht bin ich an dutzenden niedergebrannten Dörfern vorbeigekommen - Säuglinge, angenagelt und angefressen an verkohlten Häuserruinen. Das ist die Fratze des Krieges, Elf. Davor sind die Dalish immer davongelaufen, nachdem sie den Aufstand gegen uns, Tevinter, gewagt und verloren haben.
Glaubt ihr, ihr besitzt die Stärke dazu?"
Avalos legte den Kopf schief und fixierte den Elf mit seinem Blick, der schneidender war, als jedweder Dolch, und kälter als jeder Winterhauch.
"Ihr solltet euch damit anfreunden, dass Schwert und Feuer die Welt mehr prägt und verändert als Alles andere. Macht durch Gewalt. Und von Blut und Tod werdet ihr die nächsten Tage noch mehr als genug sehen."
Die letzten Worte waren nur noch ein Flüstern, das aber so klar wie knisterndes Eis durch Mark und Bein ging.
"Stellt euch mental darauf ein, dass womöglich nur wenige in dieser Runde die nächsten Tage überleben werden. Der Tod ist allgegenwärtig, und wir suchen ihn.... bis er uns findet oder gefunden wird."
Die blutige Sonne warf tiefrote Schatten durch die Giebelfenster und ließ die hoch aufragende, verhüllte Gestalt einen Heiligenschein aus Blut angedeien. In der Rechten das blutbesudelte Schwert, die Linke zur Faust geballt und zwei malachitgrün leuchtende Jadesplitter unter der Kapuze.
Wortlos wandte er sich um, strich mit der gepanzerten Hand die Kartenständer entlang. Hielt inne, zog eine heraus und rollte sie auf dem Tisch aus. Den enststellten Hurlockkopf platzierte er achtlos auf einer Kartenecke, damit sie sich nich wieder einrollte. Der Schädel grinste Allie und Jannis an. Das Licht tauchte die eine Hälfte des Kopfes in schwarze Schatten und betonte die schroffen Konturen des häßlichen Gesichts.
"Die Brut umfasst ungefähr 30.000 Viecher. Hurlocks, Genlocks, alles mögliche. Vergleichsweise wenige Oger oder Gesandte. Hauptsächlich billiges Fußvolk, das höchstens dazu dient, meine Klinge abzunutzen, wenn ich ihnen die Köpfe abschlage." Ein schauriges Lachen seinerseits. Niemand anders lachte.
"Sie verschanzt sich in den Sümpfen, warscheinlich mitten im Zugang, auf diesen Hügelketten hier."
Er zeigte auf das Höhendiagramm und stellte ein paar rote Klötzchen hinzu.
"Die Hügel begünstigen den Verteidiger, aber aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit von 3 zu 2 werden wir mit einer rein defensiven Position alle selber abgeschlachtet.
Deswegen werden wir einen äußerst riskanten Plan umsetzen, in dem ihr alle Schlüsselrollen besetzt."
Diesmal setzte er mehrere blaue Holzfigürchen auf die Karte.
Ein Drittel unseres Heeres wird einen Frontalangriff hangabwärts durchführen. Das entspricht etwa einem Viertel unserer Kräfte gegen die der Brut."
Hörbar wurde Luft eingesogen und mit einem Mal brach ein lauter Proteststurm aus. Jeder versuchte den Anderen zu übertönen.
"RUHE!" Avalos donnernde Stimme ließ sie alle verstummen.
Der Großteil des Heeres wird die Flankensicherung der Brut auf beiden Seiten durchbrechen, und um die Brut einen Käfig aus Stahl und Tod legen - Eingekesselt, bis jeder von ihnen tot und ausgeblutet vor unseren Füßen liegt."
Dass die Hauptkampflinie nicht einbricht ist hierbei der Schlüssel zur Vernichtung.
Zahlenmäßig dürften unsere Kräfte in der vordersten Front sich eine ganze Weile halten können. Aber Moral ist die Achillesferse. Und hier kommt ihr ins Spiel.
Ihr werdet den Männern Vertrauen in sich und ihre Fähigkeiten einflößen, und ihren Hass auf die Brut nähren. Hass und Wut wird sie eher antreiben als Hoffnung oder der Gedanke an eine bessere Zukunft.
Ihr werdet den gefährlichsten Part übernehmen. Und die Brut wird mit voller Wucht kontern.
Theron und Lyna werden die Bogenschützen kommandieren, hintere Linien und den Pfeilregen auf die bedrängtesten Abschnitte lenken.
Für einen der Teil der Schlacht werde ich bei euch sein, dann allerdings die Flankierung leiten. Geht jedes Risiko ein, damit die Front nicht fällt. Sollte das nur mit eurem eigenen Tod oder dem Tod eurer Gefährten erkauft werden, dann tut es. Angst und Furcht ist keine Entschuldigung, die ich akzeptiere. Und ihr wisst, was das bedeutet."
Er machte eine unheilvolle Pause. Stille. Offenbar war niemand mans genug ihm in die Augen zu sehen. Unter dem Tisch berührte er sacht Lynas Arm. Sie hatte eine Gänsehaut, das spürte er selbst durch die dicken Stahlplatten auf seinem Handrücken.
"Fragen? Vorschläge?"
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Lyna hatte Avalos noch nie so erlebt, selbst bevor sie sein wahres Ich entdeckte hatte.
Er war so... kalt, so blutgierig, so...gnadenlos. Wie eine seelenlose Waffe, die man nur zieht, um ungeheure Verwüstungen anzurichten.
Der tiefgründige, der uralte und manchmal so alte Tunnel in seinen Augen zu seiner Seele war nun erfüllt vom leuchtenden Hass, von der Gier nach Blut und Tod. Heller als jeder Feuersbrunst strahlte sie aus ihm heraus, zog einen dunklen Ring um ihn, der jeden mit Grauen und Furcht erfüllte, der ihm zu nahe kam. Die Angst, die Bedenken vor ihm waren beinahe greifbar.
Sie hatte Angst um ihn. Dass er sich wieder verlieren würde.
ooc: Sarah nicht da - ich hab für sie jetzt mal getippt.





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