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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#2376
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella umklammerte Therons Hand, wurde abwechselnd rot und blaß. Ein dicker Kloß bildete sich in ihrem Hals.

"Theron... ich.. Du mußt Dich nicht entschuldigen. Du wolltest Rache an ihnen üben. Nun hattest Du die Gelegenheit. Ich hatte nur Angst, als ich Dich in diesem Blutrausch sah. Angst um Dich, Deine Seele. Angst, Dich verloren zu haben. Sprich nicht vom Tod, mein Herz. Wenn es eine Möglichkeit gibt, Dich hier rauszuholen oder frei zu sprechen, dann werde ich mein möglichstes versuchen. Brauchst du etwas? Wasser oder etwas zu essen? Deine Wange sieht schlimm aus ..."
Sie begann einfach drauf los zu reden, um ihrer Nervosität Herr zu werden. Theron durfte nicht sterben. Lieber würde sie für ihn in den Tod gehen. Aber Avalos würde wohl unerbittlich sein und sie würde auf taube Ohren stossen, soweit sie ihn einschätzte. Konnte Lyna ein gutes Wort einlegen?

Bella streichelte über Therons Unterarme. Es war ihr völlig egal, dass ihre Hände dabei das Blut von der Rüstung wischten.

"Ich liebe Dich auch, Theron. Und ich bleibe bei Dir, egal was nun auf uns zukommt." Zart hauchte sie ihm einen Kuss auf seinen Handrücken und drückte danach diese an ihr Gesicht.

Modifié par Bellandyrs, 02 juillet 2010 - 09:13 .


#2377
viento2

viento2
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Bella schien sich wieder gefasst zu haben. Noah wollte die beiden nicht weiter stören und wandte sich von ihnen ab. Er schlenderte langsam zu seinem Zelt und als er es betrat stellte er mit Erleichterung fest, dass Jule ihre Schlafsachen bereits heraus geholt hatte. Im Moment wollte er sie nicht sehen.

Er legte sich hin und starrte an die Zeltdecke. Dunkle Schatten, die von den Lagerfeuern auf den Stoff geworfen worden, tanzten an der Decke. Er beobachtete sie und mit der Zeit machte sich der anstrengende Tag bemerkbar und er schlief ein.

Modifié par viento2, 02 juillet 2010 - 09:20 .


#2378
Guest_Avalin_*

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Therons schlechtes Gewissen Bella gegenüber war schier unerträglich.

„Ich benötige nichts mein Engel. Bitte Bella gefährde dich nicht. Ich werde für meine Tat einstehen.“

Liebevoll strich er ihr über die Wange.

Es war fast wie ein Abschied.

#2379
Kaysallie

Kaysallie
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Sie blickte ihm wieder in seine Augen. Sie sah, dass ihm ihre Aussage zu schaffen machte und wusste nun auch wieso sie weggeblickt hatte. Doch es steckte Wahrheit in seinen Worten.

"Wahrscheinlich hast du Recht. Es ist nur schwer etwas, womit man bereits seit langem abgeschlossen hatte, plötzlich wieder in Erwägung ziehen zu können.", sie seufzte, "Doch wenn dies das ist was dein Leben bereichern würde ... dann werde ich darüber nachdenken ... Doch wir sollten uns nun erstmals auf die bevorstehende Schlacht konzentrieren. Das Leben hat mich bisher schließlich schon öfters mit Dingen überrascht die ich mir nie hätte träumen lassen ...", sie zwinkerte ihm zu und lächelte ihm entgegen.


#2380
Bellandyrs

Bellandyrs
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"Es ist mir klar, dass Du dich nicht drücken wirst, mein Herz. Dennoch .. laß mich bei Dir bleiben. Bitte! Oder denkst Du ich könnte jetzt ins Zelt und dort auch nur eine Minute ruhig liegen? Und ich werde mich nicht in Gefahr begeben. Ich halte Wort, Theron. Solltest Du fallen, werde ich weiterkämpfen. Auch wenn die Umstände nun anders sind. Aber ich bete zu allen Paragons, dass Du bei mir bleiben kannst. Jetzt, und nach der Schlacht."

Ihre Stimme brach, als sie heiser hinzufügte: "Dass mein Leben ohne Dich darin für mich beinahe sinnlos wird, weißt Du. Nur die Pflicht der Wächter würde mich dann noch aufrecht halten. Und mach Dir bitte keine Vorwürfe mein Herz. Diese Männer waren einfach nur am richtigen Ort zur falschen Zeit. Irgendwann hättest Du sie ohnehin aufgespürt. Du hast richtig gehandelt."



Sie drückte sich noch ein wenig mehr ans Gitter, um möglichst viel von ihm zu spüren. Er sollte wissen, dass sie für ihn da war.

#2381
MagicBullet

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Avalos raste.
Diese verdammten Elfen hatten sich nie im Griff.
Es wäre so einfach gewesen, die Männer verschwinden zu lassen. Theron hätte sich nur an einen der Hauptmänner wenden müssen, der anschließend diskret den Schatten involviert hätte.
Natürlich, es würde Aussage gegen Aussage stehen. Keine Zeugen, keine Beweise. Aber er hätte diese Halunken einfach über die Kinge springen lassen können, ohne dass jemand je etwas bemerkt hätte...
Aber Theron musste die drei ja vor den Augen dutzender Soldaten töten, und Jule ging ihm dabei auch noch tatkräftig zur Hand.
Therons Anklage würde auf dreifachen Mord hinauslaufen. Und Jule auf Beihilfe zum Mord. Auf beidem stand die Todesstrafe mit sofortige Exekution. Diese Narren...

Mit der Vollstreckung zweier Todesurteile konnte er ein Exempel statuieren, dass er keinerlei Übertretungen duldete. Zucht und Ordnung, Disziplin und Kampfeswillen.
Aber ließe er sie unbestraft... Würde das fatale Konsequenzen haben, und nur durch jede Menge Restriktionen und weiter Todesurteile zu beseitigen sein. Zwei gegen Vierzig?

Aber entgegengesetzt würden seine Kameraden sich abwenden. Es musste einen Mittelweg geben.

Zwischenzeitlich informierte Avalos die Heeresleitung über die Vorfälle. Einstimmig wurde beschlossen den Vorfall noch heute abzuhandeln, mit anschließender Vollstreckung des Urteils. Sofortige Exekution also.

Der große Exerzierplatz wurde geräumt, zwei schlichte Bänke und Stühle für die improvisierten Richterposten aufgestellt.

Amofillias gesellte sich zum Schatten.
"Erlaubt mir, Richter zu sein. Die Männer sollen wissen, dass sich ihr König und Lehnsherr auch um ihre Belange kümmert."
Avalos Miene blieb gleichgültig. "Sehr wohl, wie ihr wünscht, mein König."

Die Hauptleute ließen die Soldaten antreten. Nicht alle, aber Abteilungen aller Kompanien. Manche der Männer kletterten auf die Palisaden. Hinrichtungen waren mehr Spektakel als alles andere. Abwechslung im tristen Lagerdasein.

Der Gefangene würde für sich selber sprechen, die Anklage würder der Hauptmann der Getöteten übernehmen.

Avalos schickte einen Waräger, um seine Gefährten her zu holen. Und 10 weitere, um Jule herzubringen. Gefesselt. Beihilfe zum Mord war ebenso schwer wie die ausgeführte. Aber wenn sein Plan aufging, würde es keine Hnrichtung geben, weder Therons, noch der Elfe. Vielleicht würden sie später sterben. Aber das lag dann nicht mehr in seinem Verantwortungsbereich.

#2382
viento2

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Noah schreckte aus dem Schlaf hoch, als er eine Stimme vor seinem Zelt hörte. Er trat hinaus und sah einen einfachen Soldat vor ihm stehen.

„Ich soll euch von dem Schatten ausrichten, dass in wenigen Minuten die Verurteilung der beiden Elfen aus eurer Gruppe stattfinden wird. Ihr sollt euch auf sein Geheiß hin am Exerzierplatz einfinden.“

Damit wandte er sich ab und ließ Noah alleine stehen.

Verurteilung der beiden Elfen? Noah wurde plötzlich eiskalt. Schnell lief er zu dem Platz auf dem sich schon jede Menge Soldaten eingefunden hatten. Er drängelte sich an der Seite nach vorne, um etwas sehen zu können. Seine anderen Gefährten waren noch nicht zu sehen und auch von Theron und Jule fehlte noch jede Spur.


#2383
Guest_Juleiila_*

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Jule lag noch immer unter einem der Bäume und schlief. In der Zwischenzeit waren die Waräger bereits unterwegs um sie zu fesseln, und abzuholn. Aber als sie das zelf öffneten konnten sie nur Noah vorfinden. Sie formatierten sich und liefen durch den gesammten Zeltplatz und suchten Jule. Ohne Erfolg. Sie weiteten das Suchgebiet und streiften auch die naheliegenden Wälder.

Plötzlich hörte Jule die Rüstungen scheppern, und Männer die immer wieder etwas unverständliches flüsterten. Sie richtete sich auf, gähnte und einer der Waräger packte sie schon am Arm und zog sie hoch. Ein anderer kam dazu nahm ihre Arme nach hinten, und fesselte sie fest mit einem Seil. So richtig fest.
"Autsch." zischte Jule leise. Einer der Waräger meinte nur. "Ihr kommt jetzt mit. Der König und Avalos erwarten Euch bereits."

Undsanft packten sie Jule, und drückten sie nach vorne, während sie wieder zum Platz gingen. Der Weg führte zum Exerzierplatz, der bereits geräumt wurde, und wo der König mit Avalos bereits wartete.

Jule schluckte und es bildete sich ein Klos in ihrem Hals. Was hatte sie nur getan? Sie half Theron dabei, ein paar Männer umzubringen. Aber wozu? Was brachte ihr das? NICHTS. Rein gar nichts. Sie ritt sich ordentlich in die Scheisse, und das auch noch ohne nachzudenken. Sie hoffte auf ein Wunder, der Erbauer, ein Gott oder sonstiges.

Modifié par Juleiila, 02 juillet 2010 - 10:33 .


#2384
Guest_Avalin_*

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Theron blickte Bella nochmals tief in die Augen, als ein Soldat kam um ihm zum Gerichtsplatz zu bringen.

Brutal wurde er aus seinem Käfig gerissen und zum Platz geschliffen. Bella konnte er nur mehr einen liebevollen Blick zuwerfen ehe auch sie, etwas sanfter, dort hingeführt wurde.

Am Schauplatz hatte sich schon eine riesige Menschentraube gebildet. Die Soldaten, die ihn hergeschliffen hatten warfen ihn unsanft auf den Boden, sodass er schmerzhaft auf die Knie fiel. Vor ihm befand sich eine Bank hinter der die Richter saßen.


#2385
J.D.C

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Jannis erwiederte das Lächeln und zog Allie zu sich hin. Er gab ihr einen kurzen Kuss.
"Na das klingt doch schon eher wie meine Amazone," sagte Jannis zufrieden. "Wir sollten wieder zu den anderen gehen."

Sofort machten sich die beiden auf den Weg zurück zu ihren Zelten. Nach ein paar Minuten erreichten sie den kleinen Lagerplatz, das Feuer erloschen, keiner war in den Zelten zu finden und von überall konnte man ein raunendes Höhnen vernehmen. Eine starkes flackerndes Licht im Zentrum des Lagers war zu erkennen. Was war passiert, als sie weg waren?

Gespannt eilten die Beiden in Richtung des Leuchten, bis sich der Zeltdschungel in einem weit geräumten Platz lichtete. Ein reges gedränger Herrschte dort, man konnte leider nichts sehen. Mit etwas nachdruck drängte Jannis sich letzlich durch die Mengen, sorgsam darauf achtend das ihm Allie nicht entglitt. Als sie sich der Mitte näherten und man erste Details erkennen konnte, wurde in genau diesem Moment Jule gefesselt auf den Platz gebracht und dort in den Staub geworfen. Unweit von ihr entfernt konnte Jannis dann auch Theron ausmachen, welcher im Dreck kniete.

Geschockt von dem Anblick der Beiden wandte er sich ab und verlies den Bulk wieder mit Allie. Augenblicklich stümte er los und versuchte Avalos oder irgendjemand anderes aus der Gruppe zu finden. Er lief ein wenig umher und entdeckte ein kleines Podest auf welchem Amofilas und Avalos Trohnten.

Strammen schrittes ging er zu Avalos, mit grimmig zuckenden Augenbrauen und verzogenen Lippen schob er die Waräger zur Seite und stellte sich hinter Avalos auf.

"Was geht hier denn auf einmal vor? was haben die Beiden verbrochen damit ihr sowas mit ihnen macht?"

Ihm graute es davor was die anderen getrieben haben um in sich in so eine Situation zu verreiten.

Modifié par J.D.C, 03 juillet 2010 - 12:46 .


#2386
Bellandyrs

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Theron wurde vor Bellas Augen gewaltsam aus dem Käfig gezerrt und weggebracht. Sein letzter Blick, den er ihr liebevoll zuwarf, brannte sich in ihr Gedächtnis. Sie war unfähig, auch nur noch einen Ton zu sagen. Er hatte wohl Recht gehabt mit seiner Vermutung, dass er für diese Tat gehängt würde.



Wie in Trance ging sie den Wächtern nach, die Theron auf den Platz schleppten. Als sie an Isaac vorbeikam, brachte sie nur ein leises "Danke" heraus, bevor sie weiterging, dabei die Tränen unterdrückend.



Plötzlich sah sie Jannis, der wie ein wütender Stier beim König und Avalos stand. Beim Erbauer, wenn er Avalos noch reizte, würde er nur noch alles schlimmer machen! Schnell huschte zu ihm, tippte ihm auf die Schulter und stellte sich auf die Zehenspitzen.

"Jannis, macht es nicht noch schlimmer. Bitte, Theron hat drei Männer ermordet. Diejenigen, hinter denen er die letzten Jahre her war um Rache zu üben. Und Jule hat dabei geholfen. Wenn Ihr den Schatten anmotzt macht Ihr es nur schlimmer. Bitte! Kommt mit. Laßt das Gericht entscheiden. Ihr wißt selber, dass Avalos im Moment jede kämpfende Hand braucht, erst recht wenn es sich um ausgezeichnete Krieger wie die beiden handelt."



Sie wußte nicht, ob ihre Worte Jannis erreicht hatten. Aber den Anblick von Avalos konnte sie im Moment nicht ertragen. Wenn er Theron hinrichten lassen würde, würde sie all ihren Haß auf den Schatten richten. Wer wußte schon ob sich nicht ein Pfeil von ihr plötzlich verirrte in der Schlacht? Der Bogen war neu, und sie war trotz des Trainings noch nicht hundertprozentig sicher im Umgang damit.



Langsam ging sie zurück in die Menge. Ihre Beine wollten sie kaum tragen. Bella sah Noah stehen und gesellte sich zu ihm. Sie blickte Jule an. Aus ihren Augen konnte sie sehen, dass Jule das erste mal klar wurde, dass ihr unüberlegtes Handeln tatsächlich Konsequenzen hatte. Die Angst, was ihr bevorstand, war ihr anzusehen. Theron hingegen war blaß, sein Blick war leer, aber gefaßt.



Bella biß sich auf die Lippen um nicht laut aufzuschreien. Und betete zu allen Paragons, die ihr einfielen, dass sie helfen sollten.

#2387
MagicBullet

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Die Männer bildeten ein Spalier, eine freie Gasse. Geleit für die Delinquienten.

Der König, Avalos zur Rechten und ein untergeordneter Feldherr zur Linken.
Die grob behauenen, feldmäßigen Bänke waren in einem großen, zu einer Seite hin offenem Rechteck aufgestellt. Die Stirnseite besetzt von der Richterschar, zur Rechten ein schmuddelig wirkender Hauptmann, der immer wieder wild gestikulierend in die Richtung des gefesselten Elfs deutete und ziemlich unzweideutig über seine Kehle fuhr.

Ein Gerichtstag war schon lange überfällig gewesen, obwohl sie erst seit ein paar Tagen marschierten. Es waren Kleinigkeiten. Ein gestohlener Apfel, ein Laib Brot unterschlagen, Schlägereien.
Aber ausgerechnet seine Gefährten mordeten sich munter durchs Feldlager. Was für eine Farce....
Aber sein Dilemma blieb.  Ließ er sie hinrichten, zeigte er den Männern, dass es keinerlei Ausnahmen gab, das jeder vor dem Recht derselbe war.
Aber wer wußte schon, was sie finden würden, nach der Schlacht? Er hatte eine Vermutung, und die gefiel ihm garnicht. Sollte sie sich bewahrheiteten, würde er sie alle brauchen.
Sein Blick zuckte kurz zu Lyna, die mit versteinertem Gesicht und tränennassen Augen am Rand der Menge stand. Er musste sich zusammenreißen. Die Schlacht rückte immer näher. Und die Verwirklichung seines Plans auch. Noch einmal würde sich nicht seine Geschichte wiederholen.

"Mannen des Königs! Schweigt, und lauscht dem Urteil eures gerechten und gütigen Königs!"
Die Menge verstummte nach und nach.

"Soldaten! Selbst im Krieg gibt es Gesetze, auch wenn die meisten unter Waffen zu schweigen haben. Die Wenigen, die bleiben, werden mit aller Härter verfolgt!"
Amofillias schwieg einen Augenblick, dann brandete Jubel auf.

"Und jetzt lasst beginnen, Gerechtigkeit zu walten. Sie soll allen widerfahren, Geschädigten und Täter, Opfer und Schuldigem."

Auf ein Handzeichen des Generals brachte ein Waräger zwei Soldaten in das Rechteck.
Die Wache rollte ein Pergament auseinander und begann zu lesen.

"Es begab sich, dass Brogi Elaffson, hier zu Linken, seinem Kameraden und Mitkämpfer Feinster Ulahad einen Teil seiner täglichen Ration stahl. Fernerhin behauptet er, dass er sich ebenso vor den täglichen Pflichten des Lagerbaus zu drücken pflegt.
Auf Verlangen Elaffson, durchsuchte die diensthabende Wache im Beisein Feinster Ulahad dessen Gepäck, und fand Teile von Elaffson´s Essgeschirr."

Die Wache trat zurück.

Der Köig strich sich durch den Bart.
"Was hat der Angeklagte dazu zu sagen?

Der etwas klein geratene Mann blickte auf, fing an, stotternd Antwort zu geben.
Aus seinem Gefasel entnahm Avalos, dass er bestenfalls log und weitaus mehr Dreck an den Hacken hatte, als die Anklage hier wußte. Seine Angst konnte er bis hierhin fühlen.
Er flüsterte dem König seine Beobachtung leise ins Ohr.
Amofillias erschauerte unmerklich, und fragte sich, mit welchen Mächten dieser Mann tatsächlich beseelt war.

Die Antwort der Richter fiel einstimmig aus.
Für Diebstahl wurden seine Rationen gekürzt. Für die Befehlsverweigerung jedoch wurde der Delienqient ausgepeitscht.
"Dreißig Schläge auf den Rücken. Wenn ihr wollt, dürft ihr euer Hemd anbehalten, Ulahad."
Der dicke Soldat wurde blaß, fügte sich aber seinem Schicksal.

Sofort wurde er zu zwei senkrechten Bohlen gezerrt, mit gespreizten Armen festgebunden und dort...

Der König hob die Hand.
"Er soll dort nicht länger verweilen als notwendig. Vollstreckt die Strafe sofort, und lasst ihn danach gehen. Außerdem verbiete ich ihm, die Wunden mit Magie heilen zu lassen. Vor der Schlacht darf er sie magisch behandeln lassen. Aber nicht jetzt, denn der Schmerz soll ihm Begleiter und Manhmal sein."

Der Waräger, der die Anklage verlesen hatte, knallte die Hacken zusammen und salutierte.
Anschließend ging er langsam zu dem Verurteilten, zog langsam eine ziemlich roh gearbeitete Bullenpeitsche aus dem Gürtel.

Er beugte sich zu dem Gefesselten vor und flüsterte ihm leise etwas ins Ohr. Der Gefangene nickte, und ließ sich bereitwillig ein mit Leder umwickeltes Holzstück zwischen die Zähne schieben.

Der Waräger trat zurück, nahm Maß und holte mit der Peitsche aus. Das aufgedröselte Ende hinterließ lange, blutige Striemen auf seinem Rücken. Noch schrie er nicht. Ab dem zehnten wimmerte er. Ab dem 15 schrie er wie am Spieß. Als sie ihn losbanden und davonschleiften, war er vor Schmerz und Blutverlust ohnmächtig geworden.

Avalos Blick zuckte in Richtung Theron und Jule. Beide verfolgten das Schauspiel mit stoischer Miene. Theron hatte sich relativ gut im Griff. Aber Jule stand die Angst in den Augen.

"Nächster Fall." Avalos hatte leise gesprochen, aber deutlich. Die Menge verstummte abrupt, die den Delinquienten verhöhnt und verspottet hatte.

Der Wachsoldat rollte wieder sein Pergament aus, und verlas den nächsten Fall. Wieder Kleinigkeiten, die aber drakonisch bestraft wurden. Nur einmal ließ der König Gnade vor Recht ergehen, als sich herausstellte, dass einer der Angeklagten noch ein halbes Kind war, der sich, ohne es zu wissen, an einem falschen Waffenständer bedient hatte und prompt sich eine fein gearbeitete Klinge eines hohen Offizieres geommen hatte.

Es dämmerte inzwischen, und die Menge wartete gespannt auf den Prozess gegen Theron und Jule.

"Es werden vorgeführt, Theron, Dalish, und Jule, grauer Wächter."

die kleine Prozession setzte sich in Gang. Vier gerüstete und and die Zähne bewaffnete Soldaten, die die beiden gefesselten Elfen in ihrer Mitte vor den Richtertisch bugsierten.

"Verlest die Anklage." Avalos Stimme war bar jedweder Emotion, knochentrocken und eiskalt.

Wieder zückte der Waräger die Pergamentrolle.

"Vor wenigen Stunden griffen die Beklagten drei nichtsahnende Männer an, und ermordeten diese. Die tödlichen Hiebe wurden hauptsächlich durch den Elf geführt, während die graue Wächterin der Beihilfe zum Mord angeklagt ist.
Die Tat wurde von einem halben Dutzend ehrbarer Männer bezeugt, die den Tatablauf allesamt gleich schilderten.
Die Beklagten griffen ohne jedwede Vorwarnung ihre Opfer an und erstachen diese, scheinbar ohne jeden Grund.
Aufgrund der schwere der Tat, lautet die Empfehlung der Zeugen auf eine sofortige Hinrichtung."

Wieder knallte der Gerichtsdiener die Hacken zusammen, salutierte, und trat einen Schritt zurück.

Der König strich sich über den gestutzten Bart.
Ein kurzer Blick zu Avalos, der ziemliches Unbehagen ausdrückte.

"Lasst die Angeklagten sprechen. Sie sollen aber wissen, dass das Gesetz de Marschen auch für Wächter gilt, und ebenso ihre Urteile."

Modifié par MagicBullet, 03 juillet 2010 - 12:09 .


#2388
Kaysallie

Kaysallie
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Alles passierte so schnell, nur in wenigen Sekunden. Als Allie den Worten von Bella lauschte, die sie Jannis zuflüsterte, stockte ihr der Atem. Sie waren nur wenige Minuten weg gewesen und nun herrschte hier ein Chaos. Noch bevor das Gericht zu sprechen begann, schnappte sie Jannis' Hand und zerrte ihn wieder nach unten, denn Bella hatte Recht, man sollte ihn nicht noch mehr reizen.

Von weiter hinten beobachtete Allie das Schauspiel, ließ seine Hand jedoch erstmals nicht los. Bei der ersten Anklage, zuckte sie bei jedem der Peitschenhiebe zusammen, als würde sie einen Teil des Schmerzes selbst spüren. Doch selbst im Laufe der Anklage hatte sie noch nicht recht realisiert, dass es zwei der Gefährten, wohl noch schlimmer widerfahren könnte.

Doch nun waren sie an der Reihe, wurden vorgeführt. Die Anklage wurde noch einmal vorgelesen und Allie flüstere leise und murmelnd, "Sagt jetzt nur nichts Falsches..."


#2389
Guest_Avalin_*

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Theron hob den Kopf in Richtung der Richter.

„Vor Jahren kamen drei Männer in die nähe unseres Clans und vergewaltigten und töteten meine zukünftige Frau. Ich habe sie lange verfolgt. Über 2 Jahre und verlor ihre Spur. Die Götter wollten es so, dass ich hier an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt wieder auf sie traf.“ Theron senkte sein Haupt wieder.

„Es tut mir leid was ich meinen Gefährten durch diese Kurzschlusshandlung angetan habe. Ich war nicht mehr Herr über mich selbst.“


#2390
Guest_Juleiila_*

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Als Theron zu sprechen aufhörte, seufzte Jule und stand auf. Sie hob ihren Kopf und blickte zuerst zu Avalos. Seine Miene war kalt, und so starr wie immer. Sie wusste, das er sie am liebsten sofort getötet hätte. So wie er es des öfteren bestimmt schon gerne getan hätte.

"Geehrter König. Ich wusste von dieser Geschichte. Aber ich war selbst nicht Herr meiner Sinne, als ich Theron dazu verhalf. Ich verwundete einen der Männer." sie schluckte.

Was würde jetzt passieren? Die Todesstrafe? Und was war mit ihrem Kind? Jules Hände zitterten hinter dem Rücken.
Dann kniete sie sich wieder hin, und senkte ihren Kopf.

Modifié par Juleiila, 03 juillet 2010 - 12:33 .


#2391
Bellandyrs

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Seit die erste Anklage verlesen wurde wippte Bella ungeduldig auf den Zehenspitzen hin und her. Ihr Magen drehte sich regelmäßig um, sie war weißer als eine frisch getünchte Mauer, und sie hielt es vor Nervosität kaum aus.

Dass sie sah, wie der Mann ausgepeitscht wurde, Hautfetzen und Blut durch die Gegend spritzte, machte die Sache nicht gerade einfacher. Aber eines mußte sie dem Regenten lassen, er wußte, wieviele Streiche er anzuordnen hatte, ohne dass er seinen Soldaten den Tod übergeben würde. Dennoch fühlte Bella mit dem Deliquenten mit.

Eine Anklage nach der nächsten wurde verlesen, und Bella vergaß beinahe, weswegen sie eigentlich hier waren. Sie schickte einen Stoßseufzer zum Himmel, dankbar, als der König den Jugendlichen frei sprach. Also konnte er tatsächlich Milde walten lassen.



Dann wurde Jules und Therons Anklage verlesen. Bella drückte Noahs Hand fest, klammerte sich an ihn. Er mußte doch sicher genau so leiden wie sie selber? Sollten die beiden hingerichtet werden, würde er nicht nur seine Geliebte verlieren sondern auch noch sein ungeborenes Kind. Wenngleich das in der bevorstehenden Schlacht auch passieren konnte... dennoch war es etwas anderes, tapfer im Kampf zu sterben, oder hingerichtet zu werden.



Bella blickte zu Avalos, ihre Augen spiegelten die Angst wieder, die sie empfand. Aber auch eine unausgesprochene Bitte, seinen Gefährten zu helfen. Allerdings glaubte sie nicht, dass er ausgerechnet sie ansehen würde. Sein Gesicht war ausdruckslos, seine smaragdgrünen Augen ließen keine Gefühlsregung erkennen.



"Noah, wenn die beiden etwas falsches sagen... dann .. "

Bella hielt es kaum noch aus. Hoffentlich konnte Theron erklären, dass er die Männer nicht einfach so ermordet hatte, sondern er damit das Leben seiner ehemaligen Verlobten rächte. Hoffentlich hatte der König genug Herz, um diesen Beweggrund zu verstehen. Und hoffentlich dachte Avalos genauso. Soweit sie von Lyna wußte, hatte er vor Ewigkeiten auch seine Geliebte verloren. Aber er konnte sie nicht rächen.



Hoffentlich ... hoffentlich ..

Etwas anderes konnte sie nicht mehr denken. Sie stand wie zu einer Statue erstarrt neben Noah. Dass sie ihm dabei fast die Hand brach, merkte sie nicht. Aber wäre er nicht gewesen, wäre sie wohl schon längst umgekippt.

#2392
MagicBullet

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"Das ist ein Schuldgeständnis. Ihr kämpft für den König, und glaubt also, einfach ein paar Männer töten zu können, von denen ihr glaubt, dass sie vor Jahren einmal eine Elfe getötet hätten.
Habt ihr Beweise für ihre Schuld gehabt? Warum habt ihr diese Männer nicht gemeldet?"

Der General donnerte mit der Faust auf den Tisch.
"Und ihr, Wächterin! Ihr beschmutzt alles, was die Wächter repräsentierten! Mord ist und bleibt ein todeswürdiges Verbrechen!"

Der kleine Hauptmann, der der Kompaniechef der Getöteten war, stimmte schnatternd mit ein. Seine schrille Stimme überschlug sich fast.

"Ganz Recht! Dahergelaufenes Elfengesocks, die einfach aus heiterem Himmel meine Männer massakrieren! Mein König, diese unwürdigen Kreaturen sind noch nicht mal ein Seil wert, an dem man sie aufknüpf.."

"Schweigt!"
Der König hatte nur unmerklich die Stimme gehoben, aber das reichte aus um die aufgebrachte Menge, die jetzt schon nach Blut schrie, verstummen zu lassen.

"Die Sachlage ist klar. Ihr, Theron, von den Dalish, habt kaltblütig drei meiner Männer ermordet.
Was glaubt ihr, soll ich tun? Ich kann euch nur verurteilen, und das wisst ihr.
Und ihr, Wächter! Ihr habt Schande über euren Stand gebracht. Beihilfe zum Mord wiegt ebenso schwer wie die ausgeführte Tat."

Avalos regte sich.

"Verzeit, mein König. Lasst mich sprechen. Ich habe noch etwas hinzuzufügen."
Amofillias wirkte irritiert. Leise sagte er zum Schatten: "Bei allen Göttern, Ihr könnt sie nicht verschonen, das würde Klassendenken provozieren, und Unruhen unter den Truppen. Lasst sie hinrichten, so schwer es euch auch fallen mag. Aber Mord ist und bleibt Mord!"

"ich weiß, mein König."

Der Schatten erhob sich.

"Soldaten des Königs! Hört mich an!
Es ist Mord. Und die Täter sollen ihre gerechte Strafe bekommen.
Aber, ich schlage einen anderen Weg vor. Einen Weg der Ehre, um ihre Schuld gebührend Anklang finden zu lassen.
Warum sollten wir sie hinrichten, wenn die Brut sie haben kann? Was wiegt schwerer, ein Schicksal in den Händen der Brut oder ein abgetrennter Kopf? 

Lasst sie ehrenhaft sterben, in der Schlacht. Sie wissen, dass sie den Tod verdient haben, aber vorher sollen sie für unseren Sieg kämpfen und dabei sterben!
Lasst sie in vorderster Reihe kämpfen, und fallen, wenn es dem Erbauer gefällt.

Wenn der Elf die Wahrheit spricht, so hat er Mörder getötet, dessen Blut ebenso für ihre Tat vergossen werden sollte. So lasst den Erbauer richten, denn nur er ist wahrlich gerecht.
Sollten sie schuldig sein, so sterben sie durch die Hand der Brut. Oder aber, sollten sie die Schlacht überleben, so spricht der Erbauer durch seine Gerechtigkeit zu uns.

Niemand von uns kann sagen, ob diese Männer wirklich Mörder und Vergewaltiger waren. Sollten sie schuldig gewesen sein, so werden die beiden durch die Güte des Erbauers verschont.

Trotzdem sollen sie eine Bestrafung erhalten. Mein König, bemisst das Strafmaß weise, und denkt an meine Worte!

Die Menge war totenstill. Und mit einem Schlag fingen alle an durcheinander zu reden.
Manche wollten sofort die Angeklagten hinrichten, andere stellten sich auf die Seiten des Schattens.

Der Regent hob die Hand.

Der Erbauer soll sie richten, und seine Hand ist es, die bestrafen soll. Aber sie werden in vorderster Linie kämpfen. Und sollten sie fliehen, dann, meine Truppen, überlasse ich euch die Vollstreckung.

Aber, eine Strafe sollen sie schon jetzt erhalten.
Schmerz soll euer Lehrmeister sein, wenn die Schlacht günstig für euch steht. Ihr sollt erkennen, dass euer Verhalten beschämend ist und war.
Die Wächterin soll vierzig Peitschenhiebe erhalten.
Der Elf hingegen, dessen Schuld viel schwerer wiegt, soll 60 erhalten."

Die Menge johlte. Der letzte, der 60 Hiebe erhalten hatte, war seinem zerfetzten Rücken nur Stunden später verblutet."

Das Urteil wird sofort vollstreckt.
Die Delinquienten wird verboten, ihre Wunden mit Magie heilen zu lassen. Selbst vor der Schlacht sollen sie nicht geheilt. werden."

Avalos nickte dem Schriftenführer zu, die Strafe auszuführen.

Der Waräger zog wieder, seine inzwischen blutbesudelte Bullenpeitsche aus dem Gürtel und wog sie in der Hand. Währenddessen schleiften zwei Andere Jule zum Richtplatz, banden sie an und steckten ihr eher unsanft den Beißkeil in den Mund.
Der Andere riss ihr das Leinenhemd am Rücken entzwei. Nur wenige Stofffetzen hielten es noch zusammen und verhinderten, dass die begierigen Männer in den Zuschauerreihen allzu viel von ihrer Weiblichkeit sahen.

Die Peitsche sirrte durch die Luft.
Jule schloss die Augen und biss fester auf das Beißholz.

#2393
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
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Jule wurde festgebunden, und das Leibe am Rücken zerissen. Sie biss feste auf den Beißkeil und wartete darauf, das der Waräger anfing. Sie schloss ihre Augen, und versuchte, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. An schöne Zeiten, wie zum Beispiel mit Noah. An ihre Kindheit, wie sie mit anderen spielte. Beim Erbauer, was war nur aus ihr geworden.

Der erste hieb traf sie, mit voller Wucht und man hörte es Lautstark wie es peitschte. Jule kullerte eine Träne herab, und versuchte nicht zu schreien. Er riss ihr die Haut auf, als er die Peitsche wieder erneut ausholte. Es fing richtig zu Bluten an, und die Schmerzen waren kaum zu ertragen. Wieder holte er aus, und Jule entwich ein leises schmerzzerreissendes Stöhnen. Immer und Immer wieder. SO ging das die ganze Zeit, und nach der Hälfte konnte Jule schon nicht mehr. Sie lies den Kopf hängen, und versuchte noch immer an einen anderen Ort zu gelangen. Am liebsten wäre sie sofort gestorben, diesen Schmerzen entwichen, und beinahe wurde ihr schon Schwarz vor den Augen.

Es kam zum Ende, und auf ihrem Rücken war kaum freier Platz mehr. Alles war voller Wunden, das Blut spritze schon richtig beim peitschen, und Hautfetzen flogen durch die Gegend.
Als der Waräger fertig war, band er sie los, und Jule sackte Kraftlos zusammen.

Es kam ein weiterer und sie packten Jule an Armen und Beinen, und brachten sie ins Zelt. Dort warfen sie sie unsanft auf die Matte. Auf den Rücken.
Jule schrie auf, und rollte sich auf die Seite. Dann wurde ihr Schwarz vor Augen und sie fiel in eine tiefe Bewusstlosigkeit....

Modifié par Juleiila, 03 juillet 2010 - 01:38 .


#2394
govi1

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Lyna sog scharf den Atem ein. Die Peitsche surrte durch die Luft und klatschte dann auf Jules nackten Rücken, sie sah zuerst die roten Striemen, dann wie die Haut aufplatzte und Blut aus der Wunde trat. Es tat ihr weh, ihre Freundin so gepeinigt zu sehen, als würde sie die Peitschenhiebe am eigenen Körper erfahren und erdulden müssen.

Die Bestrafung war bestialisch. Vierzig Peitschenhiebe... und Therons Strafe umfasste gleich zwanzig Hiebe mehr- der Erbauer stehe ihm bei. Lyna riss sich zusammen und blickte wieder zu Jule., die die Bestrafung auf heroische Art über sich ergehen liess. Kein Schrei kam aus ihrem Munde, bloss das verzerrte Gesicht verriet die höllischen Schmerzen.

Der Waräger holte zum sechzehnten Hieb aus und liess die Peitsche abermals auf ihren Rücken fahren. Seine Mundwinkel zuckten, die Freude an seinem Werk konnte er nur schlecht verstecken. Auch der Grossteil der Soldaten grinste dem Spektakel zu. Sie wandte sich angwidert von der Menge ab und schaute besorgt zu Jule. Ihre Blicke kreuzten sich. Lyna konnte ihm nicht standhalten.

Denn sie war die Frau an Avalos Seite und dadurch auch irgendwie an ihrer Bestrafung Schuld. Avalos hätte Therons Ausführung auch glauben können, sie selbst zweifelte nicht an seinen Worten. Doch wie immer war der aufrichtige Weg nicht immer auch der beste und richtige Weg. Die Bestrafung Therons und Jules war mehr als das, zugleich auch ein Exempel für die ganze Armee und ausserdem ein Sonderfall, gehörten sie doch beide zu den Gefährten von Avalos. Jule war zudem eine Graue Wächterin.

Der letzte Peitschenhieb sauste auf Jule, die der Ohnmacht nahe war. Zwei Soldaten trugen sie fort, Lyna warf Theron einen letzten Blick zu und folgte den Männern. Der Regent hatte von einem Magieverbot gesprochen, nicht von Heilkräutern und Wundumschlägen.

Modifié par govi1, 03 juillet 2010 - 01:48 .


#2395
Bellandyrs

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Bella hatte während der Urteilsverkündung so lange die Luft angehalten, dass sie einen roten Kopf bekam. Erst als Jule abgeführt wurde, atmete sie aus, um gleich nochmal tief Luft zu holen.



Avalos hatte es geschafft. Er hatte die Todesstrafe abwandeln können. Ein genialer Schachzug. Die Gefährten wußten ohnehin, dass sie an vorderster Front kämpfen würden. Andererseits waren die Peitschenhiebe nicht zu verachten. Bella hatte schon vieles darüber gehört, und sie wußte, dass Streiche, die seitlich am Oberkörper mit platziert wurden, tödlich endeten. Hoffentlich verstand der Scharfrichter sein Handwerk.



Einerseits war sie glücklich, Jule und Theron nicht am Galgen hängen zu sehen. Aber zusehen zu müssen, wie die beiden ihre Strafe erhielten ging beinahe über Bellas Kraft. Jeder Peitschenhieb, den Jule einsteckte, fühlte sie mit. Und noch weitere 60 würde sie überstehen müssen. Sie war Theron so verbunden, dass sie genausogut ausgepeitscht werden könnte. Wäre das eine Lösung? Würde sie 20 Streiche von Theron übernehmen können? Sie hatte noch nie gehört, dass jemand sechzig Hiebe überlebt hatte.



Während sie vor sich hingrübelte, hatte sie die letzten paar Hiebe von Jule irgendwie übergangen. Erst als sie relativ unsanft weggebracht wurde, riss es Bella aus ihren Gedanken. Der Waräger grinste schweißüberströmt. Milde hatte er keine walten lassen, aber immerhin hatte er Jule nicht tödlich verletzt.



Nun war es zu spät für Bella, um handeln zu können. Theron wurde mit den Händen an den Pfählen angebunden, aufrecht.

Wie grausam waren sie nur ... er würde über kurz oder lang nur noch an seinen Handgelenken gehalten werden, wenn ihm seine Knie den Dienst versagen würden.



Bella drehte sich zu Noah, versteckte ihr Gesicht an seiner Brust und schluchzte laut auf.

#2396
Guest_Avalin_*

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Theron blickte zu Bella, die kreidebleich in der Menge stand und sich an Noah lehnte.

Noahs Gesichtsausdruck war leer, als er die Bestrafung von Jule mitverfolgte. Theron blickte wieder zum Richtplatz wo der Waräger bereits dabei war Jule mit der Peitsche zu foltern. Eine große Blutlache hatte sich bereits um sie herum gesammelt.

Er schluckte hart als er die Blutfetzen fliegen sah und drehte sich weg.

Fest schloss er die Augen und hörte nur mehr das sirren der Peitschen und das klatschen als sie wieder und wieder auf Jules Rücken schlug. Ihr schmerzhaftes Keuchen rief starke Schuldgefühle in ihm wach.

Als der Waräger mit Jule fertig war band man sie los und schliff sie weg. Nun war Theron an der Reihe.

Hart riss man ihn auf und führte ihn zum Richtplatz. Die Soldaten versuchten seine Rüstung zu lösen und rissen hart an den Schnallen. Letztendlich gelang es ihnen und er wurde festgebunden. Der Waräger wollte ihm gerade das Beißholz in den Mund stopfen, doch Theron drehte sich weg. „Nein, “ sagte er, „Ich werde meine Strafe so erdulden.“ Der Soldat hob eine Augenbraue, zuckte mit den Schultern und wandte sich ab um mit der Bestrafung zu beginnen. Er versteifte sich und wartete auf den ersten Hieb.

Sei wo anders, dachte er, sei einfach wo anders.

Der Hieb traf ihn, und er spürte wie ihm dass Fleisch von den Knochen gerissen wurde und das Blut warm über seinen Rücken floss. Theron verzog das Gesicht vor Schmerz.

Er keuchte auf als ihn der nächste Hieb traf. Jeder der folgenden Hiebe war schlimmer als der zuvor. Theron zwang sich zur Beherrschung. Dies war erst der Anfang und es würde nicht leichter werden.

Er konzentrierte sich um nicht die Kontrolle über seinen Körper zu verlieren und versuchte den Schmerz als Positiv zu empfinden. Er hatte seine Rache, und er rief sich die entsetzten Gesichter der Männer ins Gedächtnis. Damit lies sich diese Qual leichter ertragen.

Nach einer kleinen Ewigkeit war es vorbei. Seine Knie waren weich aber er nützte seine letzte Kraft aus um nicht zusammenzubrechen. Sein Rücken brannte als stünde er in Feuer und fühlte sich auch gleichzeitig taub an.

Die Waräger führten ihm zum Zelt, wo sich Theron kurz vor dem Eingang leicht zur Seite wandte um sich zu übergeben. Er hatte keine Kraft mehr. Weder körperlich noch geistig. Spottend stießen sie ihn ins Zelt, wo er auf allen vieren landete und sich langsam auf den Bauch legte.


#2397
Bellandyrs

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Bella hielt sich die Ohren zu, aber es half nichts. Sie hörte das Summen der Peitsche, Therons Keuchen. Es war, als würde sie selbst ausgepeitscht werden, jeder Hieb ließ sie zusammenzucken.

"Laßt ihn das überleben" betete sie innerlich, und schickte diese Gedanken zu allen Heiligen, die ihr in den Sinn kamen. "Nehmt ihn mir nicht."



Mittendrin wandte sie sich doch noch um und blickte auf Therons Rücken. Hart bohrten sich ihre Handflächen ineinander. Sein makelloser Rücken würde von Narben übersät sein, wie ein Spinnennetz. Der Waräger schlug die ersten fünfzehn Streiche hart, dass sich die Peitsche bis zu den Knochen frass. Aber er wußte, wenn er dies die übrigen auch machen würde, würde ihm der Elf noch bevor er die vierzig voll hatte, unter den Händen wegsterben. Auch wenn er versuchte, das Fleisch nicht mehr bis zu den Knochen zu zerfetzen, gab es auf Therons Rücken keine heile Stelle mehr.



Bella wollte Theron sofort nachlaufen, als ihn die Waräger begleiteten. Aber ein weiterer Waräger trat auf sie zu, Therons Rüstung in der Hand.

"Bellandrys. Es tut mir leid, aber ich bin froh, dass ich nicht der Scharfrichter sein mußte. Wenn ich etwas für Euch tun kann, so laßt es mich wissen."

Isaac überreichte Bella Therons Rüstung, und drückte ihr einen kleinen Krug in die Hand.



"Was...?" fragte Bella mit tränennasser Stimme.



"Selbstgebrannter. Ich hab mir von zu Hause ein kleines Fässchen mitgenommen, um Kameraden die verwundet werden, die Schmerzen ein wenig zu lindern. Er ist äußerst hochprozentig, aber als Schuß in den Tee wirkt er Wunder."



Bella nahm das Gefäß entgegen, und ihr Blick verriet ihre Dankbarkeit. Theron würde jedes Schmerzmittel brauchen können.



Sie drückte die Rüstung an sich, als sei es Theron selber, und bahnte sich einen Weg durch die Menschen. Endlich hatte sie ihr Zelt erreicht. Ihr Liebster lag auf dem Bauch, völlig entkräftet. Bella hätte am liebsten wieder laut aufgeheult, aber das brachte ihn auch nicht weiter. Sie mußte stark sein, um Therons Willen.



Leise ging sie neben ihm in die Hocke und strich ihm übers Haar.



"Du lebst. Dem Erbauer sei Dank. Ich werde Dir gleich einen Tee machen, schmerzlindernd, mit einem Schuß Alkohol."



Dennoch wartete sie, ob er überhaupt reagierte.

#2398
govi1

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Lyna schob den Vorhang zur Seite und betrat das Zelt. Die Waräger hatten Jule achtlos auf ein Feldbett geworfen und sich schon aus dem Staub gemacht, wahrscheinlich um Therons Qualen hautnah miterleben zu können. Sie näherte sich dem eher zweckmässigen denn bequemen Bett und brachte Jule in eine günstigere Lage, sodass sie auf dem Bauch lag.



Sie war bewusstlos- kein Wunder bei den Wunden und diesen Schmerzen. Ihr Rücken war eine einzige, blutende Fleischmasse. Lyna stöhnte auf- eine Behandlung ohne Magie war schwer und aufwändig. Verflucht sei der gandenlose Regent, soll er einmal eine seiner grauenvollen Strafen am eigenen Leib erfahren. Sie atmete tief durch und beruhigte sich- vielleicht ging sie auch zu hart mit ihm ins Gericht, immerhin hatte er ihr Leben verschont.



Sie blickte sich im Zelt um, erblickte einige Laken, die sie zu Verbänden zerreissen konnte. Die Reste wurden ebenfalls gebraucht, die Wunden mussten zuerst gereinigt und vom bereits ausgetretenen Blut gesäubert werden. Hoffentlich würden sie sich nicht entzünden, das würde Jules sicheren Tod bedeuten.



Sie entdeckte auch eine Flasche Alkohol, eigentlich streng verboten in den Zelten der Soldaten. Doch sie war dankbar dafür. Sachte tränkte sie einen der Stoffstreifen mit der hochprozentigen Flüssigkeit und behandelte die Wunden der Elfin. Wie gut, dass sie inzwischen nicht ihr Bewusstsein zurückerlangt hatte, die Schmerzen mussten unerträglich sein.



Schliesslich war auch der Verband angerichtet. Jules Atem war langsam, aber immerhin vorhanden. Doch Lyna biss sich auf die Lippe- sie hätte die Verletzungen lieber mit einer Salbe behandelt, mit einem Kräutersud oder Ähnlichem. Doch einen Magier konnte sie kaum danach fragen, schliesslich hatten alle den Befehl des Regenten gehört. Und niemand würde sich gegen diesen stellen.



Sie seufzte und nahm Jule die zerfetzte Kleidung ab, deckte sie schliesslich zu und setzte sich auf die Bettkante.

#2399
Guest_Juleiila_*

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Jule erlangte solangsam ihr Bewusstsein wieder. Sie hatte höllische Schmerzen, ihr Rücken brannte, und es pochte. Ihr selbst war eher kalt, und sie spürte einen leichten Druck im Bauch, da sie auf dem lag, und ja Schwanger war. Fest kniff sie ihre Augen zusammen, die Schmerzen waren unerträglich. Was würde sie jetzt für einen Gnadenstoß geben? Womöglich alles....



Jule drehte ihren Kopf zur Seite, und versuchte zu blinzeln. Verschwommen war alles, alles drehte sich. Doch da war jemand.

"Lyna...." brachte sie nur heraus, gefolgt von einem schmerzerfülltem seufzen. Sie war die "Frau" von Avalos. Bei dem Gedanken drehte sich ihr Magen um. Jule war der Meinung, das Lyna ihr Leben mit diesem Kerl wegwarf.

#2400
govi1

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Erschrocken drehte sie sich zu Jule um. Ihre Stimme war schwach und gebrochen, sie konnte sie kaum hören. Aber immerhin war sie jetzt bei Bewusstsein. "Schhh", antwortete sie ruhig, "bewege dich nicht. Du solltest deinen Rücken im Moment so wenig wie möglich belasten." Sie warf ihr einen bekümmerten Blick zu und erwiderte ihr Seufzen.



"Hat... hat Theron die Wahrheit gesagt?", fragte sie nach. Sie kannte den Dalish nicht wirklich, konnte ihn noch nicht einschätzen. Ihr Gefühl sagte ihr, dass er die Wahrheit gesagt hatte. Doch sie wollte es aus ihrem Munde hören.



"Und ich bitte dich", fuhr sie nach einer kleinen Pause fort, "nimm es Avalos nicht übel. Eigentlich... eigentlich solltest du sogar dankbar sein, schliesslich hat er deines und Therons Leben gerettet. Wärt ihr gewöhnliche Soldaten gewesen, hätte man Euch schon lange hingerichtet."



Hoffentlich war ihr bewusst, dass Avalos ebenfalls viel riskiert hatte mit seiner Rede. Die Männer hätten seine Idee ablehnen können, was zu einem beschädigten Ansehen geführt hätte. Natürlich reicht sein Ruf schon aus, um ihnen Respekt einzuflössen... doch dass er bei zwei vermeintlichen Mördern eine mildere Strafe als gewöhnlich gewählt hat, war riskant.