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Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2893 réponses à ce sujet

#2401
MagicBullet

MagicBullet
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ooc:



SCHLAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAND!

#2402
Guest_Juleiila_*

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Jule zischte und versuchte sich auf den Armen aufzurichten. "Nimm es ihm nich übel... tz. Ich bin Schwanger, das weiß er." Jule musste husten, und sie drehte sich auf die Seite um. Dann erblickte sie die Flasche mit dem hochprotzentigem Alkohol. Sie trank nicht mehr. Nein. Aber das war eine Ausnahme.
Sie nahm die Flasche und trank einen großen Schluck.

"Klar....doch. Theron sagte die Wahrheit..."

OOC:

DEUTSCHLAND !!!! DEUTSCHLAND!!!! OH DU SCHÖNES LAND!!! 4:0 !!!!!

Modifié par Juleiila, 03 juillet 2010 - 04:11 .


#2403
Guest_Avalin_*

Guest_Avalin_*
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Theron regte sich als Bella ihn berührte. Mühvoll drehte er den Kopf um sie anzusehen. Er lächelte sie leicht an, was ihm alle Kraft kostete die er noch aufzubieten hatte. 
„Bella….“, mehr als ein Flüstern brachte er nicht zustande. Er kniff seine Augen wieder zusammen und langte mit seiner Hand zu Bella um sie zu berühren.
„Es wird schon wieder, denke ich.“, flüsterte er. 

ooc:
-.-

Modifié par Avalin, 03 juillet 2010 - 04:24 .


#2404
Guest_Juleiila_*

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ooc: Avalin in die Tonne Kloppe.

#2405
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella strich zart über seinen Handrücken. Ihr Blick wanderte automatisch auf seinen entblößten Rücken. Gut dass sie nichts mehr im Magen hatte, der Anblick hätte ihr sonst sicher den Inhalt wieder nach oben geholt. Die blutigen Striemen waren teilweise getrocknet, manchmal stand das rohe Fleisch heraus, und an manchen Stellen sah sie den weißen Knochen durchschimmern. Nur wenige Stellen waren noch mit Haut bedeckt, und die waren mit Blut befleckt. Sie erschauerte und sah ihm wieder ins Gesicht. Seine Wange war aufs doppelte angeschwollen. Bella seufzte tief auf.

"Theron, was ist mit Deiner Wange? Die sieht wirklich nicht gut aus. Ich werde fragen, ob wenigstens diese durch Magie geheilt werden darf...".
Bella setzte ihre Bestandsaufnahme fort. An den Handgelenken waren rote Striemen und Abdrücke der Fesseln zu sehen, die Unterarme und Hände waren auch geschwollen. Sie konnte nicht sagen, ob das von den Knebeln im Käfig kam, oder die leichten Abschürfungen von der Last kam, als er zwischen den Pfählen angebunden war.

Bella entzündete eine kleine Öl-Laterne. Das Öl darin war mit Zitronenduft versetzt, und sie hoffte, damit wenigstens Mücken oder Fliegen fern zu halten. Zudecken wollte sie ihn nicht, Stoff auf den Wunden würde nicht gerade das richtige sein.
Sie kniete sich vor ihn hin und streichelte ihn beruhigend übers Haar und über seine geschundenen Arme. Ganz zart und gleichmäßig. Auch wenn sie ihm gerne etwas schmerzstillendes eingeflöst hätte, sie traute sich nicht, ihn auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen.
Solange sie bei ihm war und ihn atmen hörte, war alles gut. Sie hatte Angst, dass er seinen Wunden erliegen könnte. Und sollte sie dann nicht bei ihm sein ... das würde sie mit Sicherheit nicht mehr verkraften.

Der Schein der Laterne spendete leicht flackerndes Licht, was auf Therons Rücken fiel. Vorsichtig ordnete Bella sein langes Haar seitlich von ihm auf die Matte. Diese sollten nicht auch noch im Blut eintrocknen.

Wie es wohl Noah gehen mochte? War er stehengeblieben? War er zu Jule gegangen? Sie hoffte, dass Allie oder Lyna noch vorbei kamen um nach Theron zu sehen, die beiden verstanden schließlich etwas von Heilung. Und Lyna konnte Avalos fragen, ob Therons Wange wenigstens geheilt werden durfte.

Leise seufzte sie auf. Die Streichel-Einheiten, die sie Theron zukommen ließ, beruhigten sie selber ein wenig. Die monotonen Bewegungen ihrer Hände ließen sie etwas zur Ruhe kommen. Eigentlich war sie müde, aber schlafen würde sie ohnehin nicht können vor Sorge. So flüsterte sie ihrem Liebsten zärtliche Worte zu, erzählte ihm von ihrer Familie in Orzammar und von ihrer Vergangenheit. Dabei wartete sie, ob einer der Gefährten vorbeikommen würde.

Modifié par Bellandyrs, 03 juillet 2010 - 07:18 .


#2406
Guest_Avalin_*

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Theron lauschte Bellas Erzählungen mit geschlossenen Augen. Ihre Streicheleinheiten waren wie Balsam für seinen geschundenen Körper. Er war Bella so dankbar dass sie trotz allem zu ihm hielt und bei ihm blieb. Er hatte in ihr einen wahren Schatz gefunden den er nie wieder würde missen wollen, wenn er denn überhaupt überlebte.

Theron hatte viel Blut verloren, das wusste er. Er spürte wie sein Herz langsamer schlug und hörte es in seinen Ohren rauschend pochen. Er hätte nun nicht mal mehr Kraft sich auf alle viere zu erheben. Es war ihm, als würde eine tonnenschwere Last auf ihm liegen. Sein Atem ging unregelmäßig und ihm wurde kalt.


#2407
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bellas Hände stockten. Zuvor war Therons Atmung regelmäßig gewesen, wenngleich etwas langsamer als normal. Aber jetzt ... er war auch etwas blasser als sonst, und seine Hände fühlten sich mittlerweile eiskalt an, obwohl Bella vorsichtig die Unterarm-Muskeln massierte, um die Schwellung ein wenig abzubauen. Sie tastete nach seinem Puls, der kaum noch vorhanden war und unregelmäßig schlug.

"Mein Herz.. bleib bei mir, hörst Du? Kämpfe.." Lautlos liefen die Tränen an ihrer Wange herab und tropften auf ihre Hosen. Sie versuchte, nicht zu schniefen, um Theron nicht unnötig zu belasten. Wenn sie ihm doch nur helfen könnte.

Sie stand auf, rutschte ihre Schlafmatte an seine, zog sich bequeme und warme Hosen an, den Pulli aus, dafür ein Shirt an. Ihr war warm genug. So legte sie sich so eng wie möglich an ihn, um ihn ein wenig zu wärmen, ohne dass sie mit seinen Wunden in Berührung kam. Ihre warme Hand legte sie in sein Genick, die andere auf seinen Arm.

Modifié par Bellandyrs, 03 juillet 2010 - 09:00 .


#2408
Kaysallie

Kaysallie
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Während Jule und Theron die Peitschenhiebe mit voller Wucht abbekamen, konnte Allie kaum noch zusehen. Bei jedem Schlag kniff sie die Augen zusammen, bis sie diese geschlossen ließ, und nur noch den Aufprall der Peitsche auf der freien Haut hören konnte, sowie die stöhnenden Laute der Qualen und des Schmerzes. Jannis' Hand drückte sie dabei immer fester, als würde sie selbst Höllenqualen durchleben.

Sie wusste, dass die Strafe milde ausfiel, dennoch war es schwer mit anzusehen.

Schwer, da sie ihnen nicht helfen konnte.

Schwer, weil dies genau das war, wozu Magier eben bestimmt sind.



Nachdem beide ihre Strafe eingebüßt hatten, konnte man nur noch eine große Blutlacke sehen, sowie einige zufriedene Männer die an ihr vorbeiliefen. Schnell machte sich ein großer Menschenauflauf breit. Die Krieger hatten alles gesehen, und machten sich zurück auf ihre Posten oder begaben sich in ihre Zelte.

Es war wie nach einem Theater, wenn das Stück vorbei war. Alle wollten nur noch weg.

Allie drängelte sich durch die gepanzerte Menschenmasse, und verlor dabei sogar für einen Moment die Orientierung, bis sie dann doch das Zelt von Jule erreicht hatte, stets gefolgt von Jannis.

Lyna war bei ihr, und sie war bereits verbunden und bei Bewusstsein, doch man sah ihr die Schmerzen, die sie regelrecht auf den Schultern trug, an. Dennoch war sie froh, dass es ihr dementsprechend gut ging.

"Verzeiht ich komme sofort wieder.", sagte sie dann schnell und lief zu dem Zelt von Bella und Theron, um sich erst zu vergewissern, dass es diesem ähnlich wie Jule ging.

Doch dem war nicht so.

Therons Wunden waren noch nicht bandagiert, er sah komplett zerstört aus und Bella lag neben ihm.

Allie schnellte in das Zelt und kniete sich neben die beiden. Sie fasste an seine Stirn, welche kalt war und voller Schweißperlen war.

"Bella reißt Euch zusammen! Der Mann gehört verbunden, oder er wird noch verbluten!"

Gleichzeitig ärgerte sie sich, dass sie keine Magie anwenden durfte, und schlug Theron ein paar Mal mit der flachen Hand auf die Wangen, um ihn wach zu halten, "Könnt Ihr mich hören?"


#2409
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella schreckte hoch, als Allie ins Zelt stürmte.



"Beim Erbauer! Zum Glück seid ihr da, Allie! Ich wußte nicht, ich konnte ihn doch nicht allein lassen, auch wenn mir klar war, dass die Wunden gesäubert werden müssen. Und paßt bitte auf seine Wange auf, ich glaube, die ist gebrochen oder sowas. Wenn Ihr kurz hier bleiben könntet, dann hole ich heißes Wasser."



Ihr zerriß es das Herz, ihn für wenige Minuten alleine zu lassen, aber bei Allie war er in guten Händen. Schnell rannte sie zu ihrem Wasserschlauch, schüttete dessen Inhalt in einen kleinen Topf und machte sich so schnell es ging zur Feuerstelle, wo sie das Wasser wärmen konnte. In der Zwischenzeit lief sie zum Versorgungszelt, wo sie einen der Soldaten um Tee bat, welchen sie auch erhielt. Kamille. Das war schon mal gut, damit könnten sie auch Therons Wunden behandeln.



Auf dem Rückweg holte sie aus ihrer Satteltasche noch ein Stück Brot, welches sie noch übrig hatte. Sie selber hatte langsam wieder Hunger, aber sie würde es für Theron aufbewahren. Im Tee aufgeweicht dürfte er sogar mit lockeren Zähnen etwas davon zu sich nehmen können.

Kurz danach betrat sie das Zelt wieder, füllte in eine Tasse etwas der Kamillenblüten, einen Schuß des hochprozentigen und goß mit Wasser auf.



Was konnte sie verwenden, um die Wunden zu reinigen? Ein steriles Tuch gab es hier nicht. Aber sie hatte noch ein frisch gewaschenes Baumwoll-Shirt in ihrem Rucksack, das dürfte zur Not auch gehen.



Unsicher blickte sie Allie an.

"Die Blüten auch in den Topf? Setzen die sich ab, dass wir einfach nur den reinen Sud erhalten? Und Allie, ich glaube, die Krusten sind nicht mal schlecht. Sie sind bereits eingetrocknet und haben das Blut gestillt. Sorgen mache ich mir mehr um die Fleischwunden die er davon getragen hat..."



Die Nervosität kam wieder durch, und ihre Hände zitterten leicht, obwohl ihr warm war.




#2410
viento2

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Die Verhandlung und der anschließende Vollzug der Strafe zogen an Noah wie ein Traum vorbei. Er bemerkte nicht, dass Bella seine Hand fast zerquetschte. Er hörte auch nicht die Rufe der Soldaten nach einer sofortigen Hinrichtung.

Er sah nur Jule.

Er sah die Angst in ihren Augen. Während ihrer Bestrafung wandte Noah den Kopf nicht ab. Ihr Blick und ihre Schmerzen brannten sich in sein Gedächtnis. Das Geräusch der Peitsche, wie sie auf ihren Rücken traf und das Fleisch aufriss drang an seine Ohren. Schier endlos schien sich die Bestrafung hin zu ziehen. Noah fühlte sich absolut leer.

Während Theron seine Peitschenhiebe einstecken musste, blieb Noah bei Bella, die sich an ihn klammerte. Er hätte sich auch nicht rühren können. Vor seinem inneren Auge, sah er Jules Gesicht, das sich bei jedem Schlag schmerzvoll verzog. In seinen Ohren klangen ihre Schmerzenslaute nach.

Als sich die Menge langsam auflöste, bemerkte Noah, dass er alleine war. Langsam löste sich seine Starre und er begab sich zurück in ihr gemeinsames Zelt. Vor dem Eingang zögerte er einen Moment. Von drinnen konnte er Stimmen hören.

Er trat ein und sah Lyna, die an Jules Feldbett kniete, und Jannis, der etwas abseits stand. Jule selber lag auf dem Bauch, die Decke über ihrem Rücken. Sie war blass und der Schweiß stand ihr im Gesicht.

Noah ging zu seinem Rucksack, holte die Ringelblumensalbe seiner Mutter heraus und reichte sie wortlos an Lyna weiter. Dann setzte er sich ans Kopfende des Feldbetts und nahm Jules Gesicht in seine Hände. Er schaute ihr kurz in die Augen und legte dann seine Stirn an ihre.

Modifié par viento2, 04 juillet 2010 - 09:33 .


#2411
Guest_Avalin_*

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Theron riss die Augen auf als Allies Hand auf seine gebrochene Wange schlug. Schmerzerfüllt stöhnte er auf und rührte sich ein wenig. Er sah Allie mit gerunzelter Stirn und trüben Augen an. Theron war nicht mehr fähig zu sprechen.

Sein Geist war matt und er war nicht mehr Herr über seinen Körper. Ihm war als würde er in einer leblosen Hülle stecken.


#2412
govi1

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Lyna antwortete Jule nicht, da Noah das Zelt betreten hatte. Doch der Blick, den sie Jule zuwarf, sprach Bände- Schwangerschaft hin oder her, ein solcher Zustand veränderte ihre Tat nicht zum Guten. Im Gegenteil, mit ihrer überstürzten Handlung hatte sie sogar das Leben des Ungeborenen gefährdet, und für was? Für eine sinnlose Rache, die der getöteten Frau Therons nicht ihr Leben zurückgeben konnte.

Sie nahm die Salbe wortlos an, nickte ihm noch dankbar zu und öffnete wieder die Verbände. Vorsichtig strich sie die Arznei über das verwundete Fleisch, versuchte unnötige Schmerzen zu vermeiden. Immerhin war die Blutung zurückgegangen, schon fast vollständig versiegt. Mehr Sorgen bereiteten ihr aber die Umstände im Lager- sie waren bei Weiten nicht die besten.

Ausserdem bestand die Gefahr von Wundbrand. Es konnte durchaus vorkommen, dass man betroffene Körperstellen amputierte, aber beim Rücken war das nicht möglich. Sollte der Wundbrand wirklich eintreten... dann sei ihr der Erbauer gnädig. Nur ein Wunder würde sie dann noch retten können.

Sie roch gedankenverloren an der Salbe... Ringelblumen. Desinfizierend und Entzündungshemmend, genau richtig für Jules Verletzungen. Sie verband ihren Rücken wieder und sah aus dem Augenwinkel, wie Noah seine Stirn an die seiner Geliebten presste. Sie stand auf, stellte die Salbe auf den behelfsmässigen Nachttisch und warf ihnen einen letzten Blick zu, ehe sie das Zelt verliess.

Modifié par govi1, 04 juillet 2010 - 01:12 .


#2413
Kaysallie

Kaysallie
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Sie war etwas erleichtert, als sie erkannte, dass Theron es schaffte wach zu bleiben. Während Bella fort war redete sie ihm zu und versuchte ihn wach zu halten und musterte seine Wunden.

"Wisst Ihr ich verstehe Eure Tat durchaus. Rache ist etwas sehr befriedigendes, vor allem im Zusammenspiel mit Liebe."

Es hatten sich zwar teilweise Krusten gebildet, doch im Großen und Ganzen blutete er noch stark, vor allem unter dem trockenen Blut, wo man es nicht sehen konnte. Am besten wäre es wohl gewesen die Wunde auszubrennen, das würde die Blutung stoppen und lästige Insekten erstmals fern halten, doch für das Hautgewebe wäre das wohl auch nicht die beste Lösung gewesen.

Nur wenige Augenblicke später stürmte eine komplett nervöse Bella wieder ins Zelt und brachte heißes Wasser und Kamillentee mit.

"Nein die Kräuter nicht direkt auf eine blutende Wunde ... und beruhigt Euch, so bringt Ihr weder mir noch ihm jetzt etwas.", das heiße Wasser würde jedoch die Wunden erstmals waschen und die Blutung stoppen, doch Alkohol wäre wohl besser gewesen.

"Redet ihm zu und versucht ihn wach zu halten! Gebt ihm Fragen auf die er auch antworten muss, und sei es nur ein Augenzwinkern für ein Ja oder Nein. Er darf erst schlafen, wenn er wieder normale Körpertemperatur hat."

Ihr Blick war auf den Krug gefallen, der auf Therons Rüstung lag. Sie schnappte diesen und roch kurz daran, musste dabei jedoch kurz das Gesicht verziehen. Das roch eindeutig nach Hochprozentigem! Dann schnappte sie sich kurzerhand das Shirt und tunkte dieses in das heiße Wasser, womit sie erstmals das Blut wegtupfte, welches ihr die Sicht auf die eigentlichen Wunden versperrte. Einige der Hautfetzen die in die falsche Richtung hingen, versuchte sie - auch wenn das bestimmt schmerzvoll war - wieder in die richtige Position zu bringen, damit die Wunde gut verheilen und sich verschließen konnte.

Kaum war das Blut von den Wunden gewischt, strömte neues heraus, und Allie griff wieder zu dem Krug und tupfte etwas davon auf die Wunden, die besonders tief waren. Theron zuckte zusammen, bei der Berührung mit dem Alkohol. Dann schnappte sie sich ohne zu fragen eine der Taschen die im Zelt standen und wühlte darin herum bis sie einen Verband hervorzog.

Es war zwar nicht einfach ihn um Theron zu wickeln, da er auf dem Bauch lag, und wohl nichtmehr dazu fähig gewesen wäre, sich etwas aufzurichten, doch Allie zwängte ihre Hand, die das Verbandende hielt, unter seinem Bauch und seiner Brust hindurch, und schaffte es so seinen kompletten Rücken einzuwickeln, auch wenn es seine Zeit dauerte. Sie band den Verband in einer Stärke, wodurch die Blutung durch den Druck erstmals ein wenig stoppen würde.

"So geschafft.", sagte sie dann etwas erledigt und fühlte noch einmal Therons Stirn.

Dann griff sie erneut zu dem Shirt und riss kurzerhand ein Stück davon ab, welches noch nicht mit Blut befleckt wurde. Dieses schmiss sie dann in das heiße Wasser um es zur Sicherheit noch einmal zu reinigen. Dann presste sie das überschüssige Wasser wieder raus, und tunkte das Stück in den Kamillentee. Dann fuhr sie mit den Fingern zwischen Therons Lippen, um seinen Mund leicht zu öffnen, und presste den Tee von dem Tuch in seine Wangenhöhle. Dann ließ sie seinen Mund wieder schließen und hoffte, dass er selbst Schlucken würde.

"Macht dies noch ein paar Mal, der Tee sollte ihn von innen wärmen. Fühlt seine Stirn und achtet darauf, dass sie nicht kälter oder zu heiß wird. Sie ist bereits etwas wärmer, als vorhin. Und achtet auf seine Verbände. Sollte viel Blut durch die Verbände drängen, dann gebt mir Bescheid .. dann müssen wir sie ausbrennen. Doch er scheint mir ein Kämpfer zu sein, also wird das schon. Hoffen wir nur, dass er morgen aufstehen und sich auf ein Pferd schwingen kann. Ich wünschte ich könnte mehr tun ... wegen seiner Wange sollten wir lieber nachfragen, ob ich Magie anwenden darf."

Dann hielt sie kurz inne, als wüsste sie nicht weiter und holte einmal tief Luft.

"Verzeiht, aber ich werde mich nun in mein Zelt begeben ... und etwas essen, der Tag war lang und anstrengend."

Sie hatte seit Beginn der Reise nichts gegessen und hatte auch jetzt kein Hungergefühl, doch sie spürte, dass all diese Aufregung ihrem Körper zusetzte und dass sie zu Kräften kommen musste.


#2414
J.D.C

J.D.C
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Etwas gefasster als die anderen sah er nicht den Schmerz, sondern das Glück ihres noch bestehenden Lebens. Auch wenn es ihn zu einem schlechteren Mensch machen könnte stand er hinter der Entscheidung des Schattens. Er verstand nur zu gut wie es ihm dabei gehen musste. Die wahren Leidträger sind die, die hinter den Entscheidungen stehen. Und er hoffte das die anderen es Avalos nicht zu hart anrechnetten.

Aber nichts desto trotz musste auch Jannis während der bestrafung den Schmerz der beiden ertragen, aber lieber war er eine Abhilfe für Allie, welche sich fest an ihn Klammerte. Mit sanften Gesten versuchte er sie zu beruhigen. Jannis hatte diese Art der bestrafung schon zu haufe gesehen oder gar schlimmeres. Er lies sich immer nur durch den Kopf gehen, das hier gerade auch hätten ihre Häupter über den Boden rollen können, oder ein Lautstrakes knacken ihrer genicke durch die Reihen hätte hallen könne. In seinen Gedanken bekam er merklich wenig von dem ganzen mit.

Als er vorbei war riss Allie ihn aus seinen Gedanken und zog ihn mit sich durch die Mengen in Richtung des Lagers. Dort eilten sie in Jules Zelt. Lyna übersah Jannis wohl schlicht und achtete nur auf Allie welche eine gute Hilfe wäre.

Jannis stand scheinbar unbemerkt in dem Zelt von Jule, Allie hatte das Zelt schnell wieder verlassen um nach Theron zu sehen. Noah der ins das Zelt gestürmt kam rauschte an Jannis vorbei ohne ihn zu sehen. Aufgelöst war er an der Seite von Jule. Jannis konnte gerade nicht mehr als zu zusehen, da er keinen Sinn für Medizin hatte, außer ein paar grundsätzlichen Dingen, welche Lyna aber schon durchgeführt hatte.

Jannis fand hier keinen platz, er wollte Jule und Noah hier gerade nicht stören und ähnliches galt für Bella und Theron. Er kloppfte Noah sachte auf die Schulter und lies in ein nüchternes "Das wird schon wieder," zukommen, mehr konnte er für ihn gerade auch nicht tuen. Doch einen kleinen Diesnt konnte er verrichten, für Jule und Theron ihre Ausrüstung so angenehm wie möglich zu machen. Mit den Augen deutete er auf die Rüstung von Jule,"In diesem Zustand wird Jule ihre Rüstung so nicht tragen können, wenn du erlaubst würde ich sie gern ein wenig preparieren. Wenn es in Ordnung geht bring sie doch bitte zu meinem Zelt. ?".

Dann verlies er das Zelt und ging zu dem von Bella und Theron. Dort kniete er sich neben Bella, "Ich wünschte ich könnte gerade etwas mehr tun als euch nur zuzuschauen, darum wollte ich fragen ob ich mir Therons Rüstung vielleicht mal borgen könntet. Ich würde diese nur bearbeiten damit Er sie überhapt tragen kann. Und keine Angst darum ,dass ich sie beschädigen würde. Ich versuche nur vorrübergehend Teile zu fertigen und die alten dadurch zu ersetzen. Wenn es in ordnung geht würde ich sofort anfangen."

Die Zwergin war wohl vollkommen abgeschweift und bemerkte die Worte von Jannis erst gar nicht, bis sie sich nach ein paar Sekunden zu ihm wandte.

Modifié par J.D.C, 04 juillet 2010 - 10:06 .


#2415
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella war noch immer relativ konfus, auch wenn sie völlig erleichtert war, dass Allie Therons Wunden versorgte, und ihr zeigte, wie sie ihm etwas von dem Tee einflösen konnte. Diese Aufgabe verrichtete sie aber auch hochkonzentriert, damit sie sich wieder halbwegs unter Kontrolle brachte. Dadurch war sie aber sehr schreckhaft, weil sie rein gar nichts anderes mehr um sich herum wahr nahm. Sie hatte sogar vergessen, Allie für ihre Hilfe zu danken und ihr eine gute Nacht zu wünschen. Außerdem brauchte sie einige Sekunden, bevor sie Jannis bemerkte.

"Jannis! Dankeschön, ich wollte sie ohnehin noch säubern. Und ich habe mir auch schon Gedanken gemacht, wie er denn in diese Rüstung überhaupt hineinkommen sollte, aber mit nacktem Oberkörper kann er auch nicht .." Ein kurzer Blick auf Theron, der damit kämpfte, die Augen offen zu halten. Leise fügte sie hinzu: "ich bin so froh dass er lebt, Jannis. Ich hoffe, es bleibt auch so."

Sie drückte ihm die Rüstung in die Hand, nickte ihm zu und tunkte den Stoffrest wieder in den Tee, um diesen dann Theron wieder in den Mund zu schieben. Theron zuckte zusammen, als er die Flüssigkeit spürte, aber er schluckte.
Bella begann mit einem Fragespiel. Entweder - oder - hieß dieses. Dabei legte sie ihre Hände neben die seinen, und er antwortete auf die Frage, in dem er entweder auf ihre linke oder auf ihre rechte Hand drücken mußte. Die erste Antwort links, die zweite rechts.
"Äpfel oder Birnen? Hund oder Katze? Fleisch oder Käse?" Im Prinzip waren es sinnlose Fragen, aber immerhin blieb er wach. Seine Temperatur war noch immer nicht so, wie sie hätte sein sollen, und Bella merkte ihre eigene Müdigkeit langsam. Aber sie hielt durch. Und wenn sie morgen auf ihrem Pony schlief - heute war Theron wichtiger.

Modifié par Bellandyrs, 04 juillet 2010 - 02:09 .


#2416
govi1

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Ein Blick in Therons Zelt versicherte ihr, dass die Wunden des Elfs behandelt worden waren. Wahrscheinlich von Allie, die ebenfalls über medizinisches Wissen verfügte. Sie nickte Bella aufmunternd zu und verliess die beiden wieder. Hoffentlich war der Zwergin im Gegensatz zu Jule bewusst, dass dies der einzige Weg gewesen war, Therons Leben zu retten.



Die Soldatenmenge hatte sich aufgelöst, einzig der Strafvollzieher war geblieben und reinigte seine Peitsche, indem er sie in einen Eimer voll Wasser tauchte. Die Flüssigkeit hatte sich bereits rot verfärbt, einige Spritzer waren dabei auf sein Hemd und sein Gesicht gelandet, liessen ihn wie den Teufel höchstpersönlich aussehen.



Der Mann hob den Kopf, blickte sie an und lächelte erfreut, ein gelbes Gebiss mit faulenden Zähnen und schwarzen Lücken entblössend. Das Durchführen der drakonischen Strafen hatte ihn anscheinend in Hochstimmung versetzt, jedenfalls schien er mehr als glücklich zu sein. Lyna schauderte und wandte sich von ihm ab.



Ihre Gedanken wanderten zurück zu Jule, die nun ein neues Leben unter ihrem Herzen trug. Wollte sie es wirklich in Gefahr bringen? Bei der Dunklen Brut konnte sie keine Gnade erwarten. Ausserdem war sie eine Graue Wächterin, nach Allies Erfahrungen mit den Jüngern schienen diese ein besonderes Interesse an dem Kämpferorden zu haben. Was würden sie erst mit ihrem Kind anstellen? Sie wollte nicht daran denken.



Und immerhin dachte sie hier über Jule nach- hatte sie sich erst einmal etwas in den Kopf gesetzt, so musste sie es auch erledigen. Sie zuckte mit den Achseln und schob die Gedanken beiseite.




#2417
Guest_Juleiila_*

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"Danke, Lyna..." sagte Jule ihr leise hinterher, als Lyna das Zelt verließ. Sie war froh, das Lyna sich mit Kräutern, Salben und der Heilkunde auskannte. Und das sie sich sofort um Jule gekümmert hatte.



Nun war sie alleine mit Noah, der seine Stirn auf ihre legte. Jule schloss die Augen, kniff sie regelrecht zusammen, denn sie merkte, wie die Salbe zu wirken begann. Schwach hob sie ihre Hand, und streichelte damit Noahs Wange. "Es tut mir so leid...."



Ihre gedanken wandelten zu den Worten, die ihr Vorgeworfen wurden. Das sie eine Schande für die Wächter sei. Und ja sie hatten recht. Am liebsten wäre Jule nun davon gelaufen. Hätte sich umgebracht, oder wäre in die tiefen Wege gegangen, um dort ehrenvoll im Kampf gegen die brut zu sterben ... denn ihr Leben hatte keinen Sinn mehr. Ihr stolz, gegenüber ihrer Pflicht, den Wächtern, war nun gebrochen.

#2418
viento2

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Noah schüttelte den Kopf.

"Sag jetzt nichts, Liebste. Ruh dich aus und erhol dich. Das wichtigeste ist, dass du jetzt wieder auf die Beine kommst. Zeit zum Reden wird es später geben."

Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

"Versuch zu schlafen. Es dauert nicht mehr lange, bis wir weiter reiten werden."

Noch stand auf und packte Jules Rüstung.

"Ich bin gleich wieder bei dir."

Dann verließ er das Zelt und brachte die Rüstung zu Jannis.

#2419
Guest_Avalin_*

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Theron bekam nur wenig von der Pflege mit die ihm die zwei Frauen zukommen ließen. Er hörte nur ihre Stimmen wie durch Watte und sehen konnte er nur durch einen trüben Schleier. Er spürte wie Allie ihm die Wunden reinigte und ihn verband. Er hätte ihr nur zu gerne gedankt, wenn er dazu in der Lage gewesen wäre.

Bella flösste ihm behutsam Tee ein und er versuchte so gut wie möglich ihn zu schlucken und bei sich zu behalten. Sanft redete sie mit ihm und stellte ihm immer wieder Fragen um ihm am Leben zu halten.

Würde er einschlafen, wäre er tot.

Langsam merkte er wie ihm wärmer wurde.


#2420
J.D.C

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Jannis nahm Therons Rüstung von Bella entgegen und gab Bella noch flüsternd mit, "Ich werde sie so angenehm wie nur möglich machen. Und das er am leben bleibt hoffst nicht nur Du." Mit einem Zwinkern zu ihr verlies er das Zelt und und machte sich vor dem seinen etwas breit. Er began schonmal die Rüstung zu zerlegen, fing an alles peinlichst genau zu säubern, damit es blos keine Entzündungen fördern könnte.

Nach wenigen Minuten kam Noah und trat vor Jannis, in seinen Armen hielt er Jules Rüstung.

"Ah Noah, ich will dich hier jetzt nicht aufhalten, leg die Rüstung einfach ab, dann gehst du am besten wieder schnell zu Jule. Ich brauche ohnehin meine Ruhe wenn ich arbeite."

Noah leistete Folge und legte die Sachen vor sich am Boden ab. Er nickte Jannis kurz zu und kroch dann wieder zu Jule ins Zelt.

Kaum war er allein machte er wieder weiter mit der Säuberungsaktion. Schrubben und Polieren, er ging durch jede kleine Ritze mit einem Tuch und ging sogar mit Kernseife an die Teile dran.

Als er soweit fertig war musste er überlegen, wie er es angeht, inwiefern er etwas ausbessern musste. Jule Rückenplatte müsste auf Jedenfall geweitet und ausgeschlagen werden, damit kein Druck auf die Wunde kommt. Gleiches gilt bei Therons Rückenstück. Doch bei ihm müsste er noch was wegen den Blessuren an den Armen unternehmen. Zum glück wurden die Armschienen nur um den Arm geschnürrt, das lässt zu das mann diese einfach etwas lockerer anlegt und dafür ein weiches nicht scheuerndes Material unterlegt.

Jannis kam die Halla Wolle in den Sinn, welche Jule als Verband getragen hatte. Es wäre wie dafür gemacht, diese könnte er dann ebenfalls an den Rückenplatten anbringen. Ein zusätzliches Problem wäre noch, das große Wunden viel Luft brauchen um gut auszuheilen. Dadurch dass die Teile geweitet wären, würde ein Hohlraum entstehen in dem sich Luft sammeln würde, aber nur Feuchte Luft, durch den Schweiß den mann in der Schlacht ausdünstet.

Auch wenn es nicht besonders Toll aussehen würde, was besonders Jule nicht gefallen würde, müsste er eine Perforation einarbeiten, damit immer Frisch Luft an die Wunden kommt und somit auch keine Gase an die Wunden kommen. Das ganze würde es aber insgesamt unstabiler machen. Da konnte mann nur noch sagen, das sie blos aufpassen sollen, das sie sich die Gegner vom Rücken fernhalten sollen. Auch wenn die Rüstungen anfangs noch hieb -und stoßfest sein würden, war klar dass das gelöcherte Material lange nicht so gut hält wie ein richtiger Panzer.

Jannis zerbrach sich weiterhin den Kopf wie mann es lösen konnte ohne viel Schutz einbüssen zu müssen.

Modifié par J.D.C, 04 juillet 2010 - 04:35 .


#2421
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella schmerzte langsam jeder Muskel von dieser ungewohnten Haltung. Aber sie würde den Teufel tun, um sich zu strecken und Theron auch nur eine Minute aus den Augen zu lassen. Andererseits hatte sie das Gefühl, dass seine Hände wieder etwas wärmer waren. Aber es konnte genauso gut sein, dass ihre einfach kälter wurden. Zart strich sie ihm über die Stirn. Es fühlte sich relativ normal an. Zum Vergleich hielt sie ihre Hand an ihren eigenen Kopf. Etwas kühler war er noch, als ihr eigener. Aber das gröbste war wohl geschafft, so hoffte sie zumindest.



Leise stand sie auf und holte eine leichte Decke, die sie Theron nun über den Rücken legte, und eine weitere, die sie ihm um seine Füsse wickelte. Sie selbst nippte an einem Schluck Wasser, ihr Hals fühlte sich rauh an.

Bella unterdrückte ein lautes Gähnen, aber dass sich dabei ihr Mund verzog, konnte sie nicht ändern. Sie setzte sich wieder vor Theron, schob sich ihren Pulli in den Rücken um aufrecht aber bequem sitzen zu können, und streckte die Beine jeweils recht uns links von Therons Kopf aus.



So konnte sie ihm über sein Haar streichen und hatte die Hände frei um ihm auch weiter den Tee einzuflösen. Dieser war inzwischen kalt geworden, aber es war Bella egal. Hauptsache er nahm die Flüssigkeit zu sich.

Wieder begann sie zu erzählen, unterbrochen mit Fragen. Seine Finger bewegten sich kaum noch, wenn er antwortete. Sie hoffte, dass dies von der Müdigkeit kam. Nicht dass Andraste bereits über ihm stand und ihn holen wollte.

"Trau Dich ja nicht, ich schwöre allen Heiligen ab, ich sags nur mal sicherheitshalber", flüsterte sie.

Wieder strich sie Theron übers Haar. "Halte durch, mein Herz. Ich liebe Dich."



Das waren ihre letzten Worte, bevor der Schlaf sie doch noch übermannte.

#2422
viento2

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„Danke, Jannis.“

Noah begab sich zurück in ihr Zelt und setzte sich wieder neben Jule. Sie war bereits eingeschlafen und er war dankbar dafür. Er legte seinen Kopf auf die Kante des Feldbetts und verschränkte seine Finger in ihren. Nach wenigen Minuten war er eingenickt.


#2423
Kaysallie

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Nachdem sie das Zelt von Theron und Bella verlassen hatte, begab sie sich zurück zu dem Ihren. Das Feuer an welchem sie vorhin alle gemeinsam saßen, war bereits nur noch ein Gluthaufen. Erstaunlich wie schnell aus der Ruhe ein Sturm werden konnte, dachte sie sich nur als sie in das Zelt huschte.

Dort angekommen wühlte sie in ihrer Tasche, und zog dann etwas Brot und einen Wasserschlauch hervor. Das Brot war zwar nichtmehr frisch, doch durchaus noch essbar. Nachdem sie darauf etwas herum gekaut hatte und ihr Hunger und Durst gestillt wurden, fühlte sie sich ein wenig besser.

Sie legte sich auf die dünne Matte und starrte noch ein paar Sekunden auf den leeren Platz neben ihr, bevor sie ihre Augen schloss und mit einem Seufzen einschlief.


#2424
Bellandyrs

Bellandyrs
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Bella schrak nach einigen Minuten wieder hoch. Ihr Kopf war unsanft zur Seite gefallen, wobei ein stechender Schmerz durch ihr Genick zog. Aber genau diesem hatte sie es zu verdanken, dass sie wieder wach war. Beim Erbauer, wie konnte sie sich nur diese Schwäche erlauben? Sogar Jannis würde in dieser Nacht so lange arbeiten, bis er die Rüstung fertig hatte. Da hatte sie, Bella, doch eine weitaus einfachere Aufgabe. Sie schalt sich selber einen Schwächling.

Mit der linken Hand zog sie ihren Rucksack zu sich heran. Dort hatte sie ein Stück Zeichenkohle und eine kleine Rolle Pergament aufbewahrt. Sie spreizte das Papier unter ihrem Oberschenkel ein, damit es sich nicht zusammen rollen konnte, und begann zu schreiben.

"Avalos. Ich weiß, dass Therons Wunden nicht mit Magie behandelt werden dürfen. Dennoch ist sein Kiefer gebrochen, bereits vor seiner Auspeitschung. Bitte laßt wenigstens die Wange von einem Magier versorgen, damit er essen und zu Kräften kommen kann.
Ich danke Euch, dass Ihr dieses Risiko eingegangen seid, und den König überzeugen konntet, von einer Hinrichtung abzusehen. Ich danke auch im Namen Therons für sein Leben. Ergebenst, Bellandrys."

Ungeschickt faltete sie das Blatt zusammen. Sie hoffte, dass Lyna noch mal vorbei kommen würde, um die Bitte an Avalos zu überbringen. Sie selber konnte nicht weg.

Bella nahm nochmal einen Schluck Wasser zu sich, dann fühlte sie Therons Stirn. Sie mochte sich irren, aber sie glaubte, dass die Temperatur normal war. Leise stand sie auf und zog die Decke ein wenig zur Seite, um seinen Verband zu begutachten. Hier und dort sah man blutige Striche, aber nicht weiter besorgnis erregend. Er war nicht von Blut durchtränkt, wie sie befürchtet hatte. Vorsichtig deckte sie Theron wieder zu.

Seine Atmung war wieder gleichmäßiger, was Bella beruhigte. Seine Augen waren geschlossen, was sie wiederum ganz und gar nicht beruhigte. Schlief er seiner Genesung entgegen? Oder entglitt er in das Reich der Toten?
"Theron? Hörst du mich? Werde wieder gesund, mein Herz! Laß Deine Rache nicht umsonst gewesen sein, sonst haben diese Männer nicht nur Deine ehemalige Verlobte auf dem Gewissen."

Wieder tunkte sie den Stoff in den letzten Rest Tee ein und wiederholte die Prozedur. Sie hoffte, dass der natürliche Reflex ihn zum schlucken brachte. Müde, verzweifelt und dennoch voller Hoffnung setzte sie sich wieder neben ihn und hielt seine Hände, über die sie zart mit ihren Fingern strich. Es lag in den Händen des Erbauers, ob er Theron zu sich holte, oder bei ihr ließ.

Modifié par Bellandyrs, 04 juillet 2010 - 09:18 .


#2425
MagicBullet

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Mit unbewegter Miene verfolgte er das Schauspiel.
Der Scharfrichter verstand sein Handwerk. Und er war eingeweiht. Hätte der König mehr als sechzig Schläge angeordnet, dann hätte der Mann verstanden - und eine vorher präparierte Peitsche benutzt, die angeschnitten war. Sie wäre gerissen, und mit seinem demagogischen Rednertalent hätte er auf den Einfluss Andrastes hingewiesen, die soviel Grausamkeit unmöglich mitansehen könne.
Nicht, dass er an irgendeinen dahergelaufenen, wenn auch mächtigen Geist aus dem Nichts glaubte, dem es gefiel, von einer Horde sabbernder, infantiler Sterblicher angebetet zu werden.
Und Andraste... er hatte ihrer Hinrichtung beigewohnt. Dass er ihre Verhaftung arrangiert hatte, sollte besser unter den ewig ungelüfteten Geheimnissen verweilen, begraben unter dem Staub der Äonen. Sie wurde einfach zu mächtig, und hätte den kompletten Kontinent in einen heiligen Krieg gestürzt, der letztendlich in pure Blutgier und Wahnsinn in Reinstform ausgeartet wäre. Und die schwarze Sonne war nicht geneigt, die Waagschale zwischen den Seiten kippen zu lassen.

Unbewußt strich er über das schwarz glänzende Metallgeflecht auf seinem massivem Brustpanzer. Die leise Ahnung von mächtiger, abe nur unterbewußt spürbarer Magie, war gewichen. Und stattdessen traf ihn das voll entfaltete Bewußtsein eines Wesens, das seit Äonen geschlafen hatte,
Seine Augen weiteten sich, und die reale Welt verschwand vor seinen Augen. Wabernde Schwärze füllte das Weiße in seinen Augen.  
Ohne zu wissen was er tat, wandte er sich ab, ging wortlos davon.

Er war nicht mehr Herr seines Körpers, aber er gab sich willig hin. So lange hatte er ihr gedient, gemordet, gelogen, getötet. Sie ließ ihm stets freie Hand, ohne sich wirklich einzumischen. Aber jetzt war sie erwacht, und auf einmal erkannte er die Tragweite dessen, was sie taten. Sie lösten Ereignisse aus, deren Schockwellen durch die Geschichte rasen würden. Veränderungen, die noch in Äonen unmittelbare Auswirkungen haben mochten.
 
Zuletzt hatte "sie" sich kurz vor dem Fall Tevinters ihm gezeigt.

"Bei Sonnenaufgang." Seid bereit, Streiter des Schattens."
Ein Flüstern, nur ein Hauch, aber so eisigkalt wie der ewige Norden. Aber zugleich noch heißer als der Gluthauch der Wüsten in Nevarra.
Und mit einem Schlag war er wieder in der realen Welt. Er taumelte kurz, und sein Puls raste.
Avalos blickte sich unauffällig um. Inmitten einer ausgestorbenen Gasse, zwischen den aufgebauten  Zelten. Die Schatten wurden beständig länger. Von Irgendwo her holte er das Knallen der Peitsche, gefolgt von einem langgezogenen Schrei. Und dann war es still.

Er schlug die Planze zurück, unhörbar wie ein Windhauch, den niemand bemerkte.
Das Licht entschwand langsam, und im Zelt wurde es zunehmend dunkler.
Auf einem zusammenklappbaren Feldbett lag Theron, umwickelt mit Mullbinden, den enthäuteten und zerfleischten Rücken begraben unter einem Berg von Gaze, die langsam aber sicher durchblutete.

Bellandrys kauerte daneben und faselte sinnloses Zeug. Natürlich, um den Elf bei Bewußtsein zu halten. Das taten sie alle, so als ob sie damit verhindern könnten, dass jemand sterben würde. Welch Schwachsinn. Sollte er an seinen Wunden sterben, würde er auch bei Bewußtsein einfach entschwinden. Natürlich, bei einem Bewußtlosen bemerkte man es nicht sofort, wenn man nicht ständig Atmung oder Puls im Blick hatte. Aber ansich machte es keinen Unterschied.

Nebenbei schrieb sie eine kleine Notiz, die sich zu seinem Erstaunen an ihn richtete. Über ihre Schulter las er mit, und musste sich teilweise sogar ein boshaftes Grinsen verkneifen.


Er legte seine gepanzerte Rechte an ihre Wange. Die winzigen, scharfkantigen Stahlplättchen waren eisigkalt und sie zuckte zusammen.

"Mein Faustschlag hat ihm das Wangenbein zertrümmert. Nicht seinen Kiefer. Natürlich, ich hätte ihn auch einfach mit einem Knaufschlag meines Schwertes gegen den Hinterkopf zu Fall bringen können, aber damit hätte ich dem grazilen Elf womöglich den Schädel eingeschlagen.

Und ja. Den Knochenbruch heilt mit Magie. Untersteht euch aber, mehr als das zu heilen. Der König ist derzeit sehr reizbar, und für seine und meine Verantwortung hat der Tag nicht genügend Stunden.

Und lasst ihn gefälligst schlafen, sein Körper braucht jetzt Schlaf. Ebenso sein Geist, sonst prägt er sich die Demütigung und den Schmerz zu sehr ein, was zu einem, sagen wir, geistigen Knacks führen könnte.

Bellandrys rappelte sich unbeholfen hoch und setzte zu einem Wortschwall an. Sie stand leicht schräg, ihre Füße mussten eingeschlafen sein.

"Schhhh. Sagt nichts. Dank ist hier nicht angebracht, ich habe euch nur ein paar Tage erkauft. Oder glaubt ihr wirklich, dass er oder die Elfe auch nur annähernd kampffähig wären? Seht euch seine Fleischwunden an. die Schultermuskulatur ist völlig deformiert und teilweise abgerissen. Damit kann er kein Schwert heben, und geschweige denn einen Pfeil ins Ziel bringen. Möglicherweise hat er seine Treffsicherheit für immer eingebüßt. Der König hat aber befohlen, dass beide zu kämpfen haben. Und gegen sein Urteil... ich könnte es ändern. Aber ich bin nicht bereit, den Preis dafür zu zahlen, der notwendig wäre. Ich kann keinen König stürzen und dessen Armee übernehmen. Dazu fehlt uns die Zeit. Ich gehe fest davon aus, dass beide fallen werden. Macht euch mit der Realität vertraut.
Vielleicht irre ich mich. Aber beide so in die Schlacht zu schicken ist, als ob eine Herde Schafe in einen brennenden Stall treibt."

Avalos legte ihr einen Finger auf die Lippen, und wischte ihr zugleich eine Träne aus dem Augenwinkel. Sein Panzerschuh klirrte leise, als die geschärften Stahlstückchen aneinander rieben. Neben ihrer Träne riss er ihr unbewußt eine winzige Schnittwunde, die sie garnicht bemerkte. Und auf einmal lief eine silberne,und eine blutigrote Träne um die Wette an ihrer Wange herunter.

"Versteht, dass das Leben von Verlust geprägt ist. Vielleicht irre ich mich, aber das tue ich selten."

Der Schatten stand auf und verließ wortlos das Zelt, eine weinende und ratlose Zwergin hinter sich lassend.

Als er Jules Zelt betrat, war sie längst bewußtlos. Und Noah ebenso, der aber eher aufgrund der psychischen Belastung eingenickt war.

Leise trat er heran, tippte ihm sanft auf die Schultern.
Verschlafen schlug Noah die Augen auf, und sah zwei eisig glimmende Jadesteine in der Dunkelheit seiner Kapuze, die Avalos stets trug.
Wie von der Tarantel gestochen fuhr Noah hoch, wurde aber durch eine beinahe schon brutale Reaktion des Schattens am Aufstehen gehindert - Er hatte ihn an der Kehle gepackt.

"Seid ihr von Sinnen?! Keine hastigen Bewegungen, sonst weckt ihr sie aus ihrem Schockzustand auf! Avalos wutentbranntes Zischen hörte sich an, wie eine äußerst gefährliche Klapperschlange.
"ich lasse euch jetzt los. Verhaltet euch ruhig, und kommt vors Zelt. Ich habe mit euch zu reden. Es duldet keinerlei Aufschub."

Er ließ ihn los, wandte sich ab und verließ das Zelt. Inzwischen war es dunkel geworden, und der in sich zusammengefallene Gluthaufen warf roten, zuckenden Widerschein an die Zeltwände.

Schließlich hörte er das Rascheln der Zeltplane, als sie zurückgeschlagen wurde. Noah, ohne Hemd bekleidet setzte sich wortlos auf einen Stapel aus Holzscheiten.

Hier bin ich, Schatten. Ihr taucht zu den unvorhergesehnsten Zeiten auf."
Avalos lachte leise, schürte die Glut und warf einen Holzscheit hinein. Prasselnde Funken stoben aus dem rotglühenden Aschehaufen, während schon kleine Flammen den Scheit umzüngelten.

"Eine nützliche Fähigkeit, vorallem, wenn es gegen den Feind geht."
Er blickte auf, fixierte Noah mit einem stahlharten Blick und fur fort.

"Ihr seid Realist, und obwohl ihr nicht wirklich wisst, für wen bzw. was wir kämpfen, stellt ihr euch in meinen Dienst, an derem Ende fast sicher der Tod schon wartet.
Ihr seid bemerkenswert. Und deshalb stelle ich euch vor eine Wahl, die euch möglicherweise das Leben kosten könnte - dem ihr möglicherweise selbst ein Ende setzen werdet, weil ihr mit den Konsequenzen eurer Tat nicht weiterleben wollt.

Ihr habt Allie getroffen. Nicht die Heilerin Allie, sondern ein Wesen, das wochenlang von der Brut gefoltert wurde. Erst das Blut der Wächter hat die "denkende" Brut erschaffen. Ein Unfall, den selbst ich nicht vorhersehen konnte. Aber ich wußte es, von Anfang an der Reise.
Ich habe den Wächtern unter meiner Ägide, sagen wir, Versicherungen, gegeben, dass sie niemals lebendig oder tot in die Hände der Brut fallen. Bei Allie war es ein magischer Ring, der im Falle ihres Ablebens ein Feuersturm entfesseln sollte, der sie zu einem Häufchen Asche verbrennen lassen würde. Doch ich unterschätzte ihre Macht, und bevor sie mit einem Schlag die Energie des Rings freisetzte um möglichst viele der Brut zu töten, zog sie unbewußt einen magischen Schild hoch. Letztendlich hat die vollkommene Entladung sie nur ihren Ringfinger gekostet. Bellandrys Panzerhandschuhe sind ähnlch präpariert. Sollte sie fallen, vergiften die Handschuhe ihr Blut - und die Brut würde elendig an jedem noch so winzigen Tropfen verrecken. Selbst wenn sie in Gefangenschaft geriete, lebendig versteht sich. Diese Missgestalten hätten nicht viel Freude an ihr."
Er lachte hämisch, aber es war ein Laut den man gerne hörte. Kalt, dunkel, und so messerscharf wie die Klinge seines beseelten Dolches, dessen Smaragd im Heft kurz aufleuchtete, als ob ihm die Aussicht auf Blutvergießen Freude bereiten würde.

"Jule hingegen... Habt ihr das Haarband aus getriebenen Bronze gesehen? Ein Geschenk von mir. Zugegeben, ein vergiftetes Geschenk. Sollte sie fallen, oder in Gefangenschaft der Brut geraten... Die magischen Elmsfeuer würden sie ebenso unbrauchbar machen für die Brut.
Wisst ihr eigentlich, warum Wächter so mächtig sind? Sie fühlen die Brut, sie hören sie. Das ist die Verderbtheit in ihnen, die sie durch das Ritual erlangen. Von 3 möglichen Wächtern überleben zwei die konzentrierte Bösartigkeit nicht. Sie trinken das Blut der Brut, versetzt mit einem Tropfen eines Erzdämons. 
Sie sind verderbte Menschen, die einige Zeit lang dem Einfluss widerstehen. Doch auch sie können nicht bestehen. Bei den meisten setzt es nach ungefähr 30 Jahren ein. Träume, Wahnvorstellungen. Die Verderbnis in ihrem Blut gewinnt den schier ungleichen Kampf, und verwandelt sie über kurz oder lang in geifernde Abkömmlinge der Brut. 
Deswegen wähen sie den Freitod - Gehen in die tiefen Wege, schlachten dutzende von den Wesen ab und fallen selbst im Kampf. Das ist der Weg eines jeden Wächters.
Aber es gibt auch Ausnahmen. Wächter, die zu feige sind.  Auf solche Kreaturen habe ich auch schon Jagd gemacht, und sie getötet. Den letzten vor ungefähr 250 Jahren. Ein Großmeister. Seitdem heißt es scherzhaft in den Ordensfesten "Geht in die Wege, oder der Schatten kommt euch holen!"

Avalos lachte träge.

"Jules Beitritt ist jetzt ein knappes Jahr her. Auch sie ist verderbt. Und ihr, euer Kind, trägt den Samen des Verderbens ebenfalls in sich."

Noahs Blick weitete sich vor Entsetzen, doch der Schatten fuhr ungerührt fort, obwohl ihm seine Reaktion nicht entgangen war.
"Ein solches Kind, ist ein so genanntes Fluchkind. Sie sind eine Bedrohung, weil die Verderbnis sie... verändert. Selbst jetzt schon. Es ist möglich, dass seine Entwicklung normal verläuft, es spielend und lachend aufwächst... und schon nach 20 Jahren erkennen muss, dass sein Leben verflucht und vorherbestimmt ist, in den Eingeweiden der Erde zu enden.
Aber die Wenigen, die ich traf, wurden schon in den ersten Monaten zu wahren Monstern. Unnatürliche Kreaturen, die schon mit wenigen Monaten beginnen zu morden. Und zu neuen Abarten der Brut mutieren, die möglicherweise noch viel gefährlicher sind. Denkt an die Kreischer. Das Erste von ihnen war ein Fluchkind."

Das Feuer warf einen blutroten schein in Avalos Kapuze, und ließen seine jadegrünen Augen im Kontrast aufblinken, wie unnatürlich bitterkalte Sterne an einem sternenlosen, nächtlichen Winterhimmel.

"Gelegentlich wurde ich von der schwarzen Sonne aufgefordert, Mutter und Fluchkind zu finden, zu stellen, und zu töten. Ich habe keine Skrupel ein Fluchkind zu töten, selbst wenn es in der Wiege liegt. die schwarze Sonne ist der Ausgleich. Was sie gibt, das nimmt sie. Eine ewige Balance. Wer weiß, vielleicht ist es ein Fluchkind, das wir jagen?
Unter anderen Umständen hätte ich Jule schon längst getötet. Aber auch ich habe mich verändert. In den letzten Wochen und Monaten habe ich an mir etwas gefunden, was schon lägst hätte tot sein sollen. Aber, ich bin bereit, selbst wenn ich Lyna dafür verlieren sollte, zu tun, was getan werden muss. Um möglicherweise einem Weltenbrand vorzubeugen.

Der Schatten stocherte in der Glut herum, zog seinen Dolch und polierte ihn mit einem feinen Wolltuch. Das Licht der Flammen brach sich unendlich oft am Smaragd der Waffe.

"Ich sagte, ich stelle euch vor eine Wahl.
Also wählt: Das Schicksal einer gesamten Welt, gegen ein Kind, das möglicherweise den Untergang derselben betreiben könnte. Es ist eine unmenschliche Wahl, und ihr sollt Zeit bekommen. Aber wartet nicht zu lange."

Avalos zog einen kleinen Flakon aus einer verborgenen Tasche seines Umhangs.
"Solltet ihr euch für das Wohl Thedas entscheiden, dann versetzt ihr Essen damit. Es ist schmerzfrei, und sie wird nicht einmal merken, dass sie kein Kind mehr unter ihrem Herzen trägt.

Solltet ihr euch für euer Kind entscheiden, dann wisset, dass ich stets in der Nähe bin. Wisse, dass ich bei erstbester Gelegenheit mit gezogenem Dolch an der Krippe stehen werde um das  zu beenden, was ihr aus Liebe in die Welt gebracht habt. Und stellt ihr euch gegen mich, so töte ich euch. Es ist eine Wahl, die eigentlich keine ist, weil sie so... unmenschlich ist."


Der Schatten stand auf, klopfte Noah auf die unbedeckte Schulter und ließ ihn am Feuer zurück, während der Engel der Schatten in der Finsternis verschwand.


Leise trat er in Lynas Zelt, lauschte ihrem Atem und ergab sich der völligen Stille. Er nahm leise ihre Hand, und gab ihr ein Versprechen, an das er sich  halten würde.

Modifié par MagicBullet, 05 juillet 2010 - 11:10 .