Theron lauschte weiter Bellas Worten so gut er konnte. Die kurze Anwesenheit des Schattens bekam er nur am Rande mit.
Mit seiner Körperwärme kamen auch die Schmerzen, und die waren schier unerträglich. Sein ganzer Körper schmerzte. Die Wunden am Rücken brannten und pochten, und der Verband verstärkte die Schmerzen. Es wurde immer intensiver und ihm war als würde jemand mit einem glühenden Eisen in den Wunden stochern.
Keuchend wandte er sich.
Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
xX Ripper Xx
, févr. 07 2010 02:46
#2426
Guest_Avalin_*
Posté 05 juillet 2010 - 02:13
Guest_Avalin_*
#2427
Posté 05 juillet 2010 - 06:44
Bella schrak hoch, als der Schatten plötzlich hinter ihr stand. Ihre Beine waren tatsächlich eingeschlafen, aber sie wandte den Blick von Avalos nicht ab. Seine Worte ... so endgültig, dennoch fühlte sie sich getröstet, als er ihr die Träne aus dem Augenwinkel wischte. Dass dabei sein Handschuh eine kleine Wunde hinterließ, bemerkte sie erst, als diese zu brennen begann als sich weitere Tränen ihren Weg übers Gesicht bahnten. Der Schatten war genauso leise und schnell weg, wie er zuvor hier war. Und hinterließ Bella verzweifelt.
Sie wußte innerlich, dass er Recht hatte. Es war Irrsinn, so in einen Kampf zu ziehen. Selbst wenn Therons Muskeln nicht in Mitleidenschaft gezogen wären, würden die Schmerzen ihn kaum kämpfen lassen können. Verstecken konnte er sich aber auch nicht, da ihn die Soldaten des Königs ohne mit der Wimper zu zucken richten würden.
Unruhig wanderte sie im Zelt auf und ab, ihre Müdigkeit war wie weg geblasen. Sie zermarterte sich den Kopf, wie Theron halbwegs eine Chance hatte, die Schlacht zu überleben, aber ihr wollte nichts einfallen. Außer beten würde wohl nichts helfen - es sei denn, ein Wunder würde geschehen.
Theron keuchte auf, und Bella war mit einem Satz bei ihm.
"Theron! "
Sie wollte ihn sovieles fragen, ob er etwas brauchte, ob sie ihm helfen konnte, aber kein Wort kam über ihre Lippen. Nur ihr Blick verriet ihre Angst, und die Tränen, die sie geweint hatte.
Sie wußte innerlich, dass er Recht hatte. Es war Irrsinn, so in einen Kampf zu ziehen. Selbst wenn Therons Muskeln nicht in Mitleidenschaft gezogen wären, würden die Schmerzen ihn kaum kämpfen lassen können. Verstecken konnte er sich aber auch nicht, da ihn die Soldaten des Königs ohne mit der Wimper zu zucken richten würden.
Unruhig wanderte sie im Zelt auf und ab, ihre Müdigkeit war wie weg geblasen. Sie zermarterte sich den Kopf, wie Theron halbwegs eine Chance hatte, die Schlacht zu überleben, aber ihr wollte nichts einfallen. Außer beten würde wohl nichts helfen - es sei denn, ein Wunder würde geschehen.
Theron keuchte auf, und Bella war mit einem Satz bei ihm.
"Theron! "
Sie wollte ihn sovieles fragen, ob er etwas brauchte, ob sie ihm helfen konnte, aber kein Wort kam über ihre Lippen. Nur ihr Blick verriet ihre Angst, und die Tränen, die sie geweint hatte.
#2428
Posté 05 juillet 2010 - 07:22
Noah saß wie vom Donner gerührt da und starrte das Fläschchen in seiner Hand an. Er spürte Avalos` Hand auf seiner Schulter, doch er brachte keinen Ton heraus. Auch als der Schatten gegangen war, blieb er noch sitzen. Die Worte hallten in seinem Kopf nach.
Fluchkind……unnatürliche Kreatur…..Monster.
Noah graute bei der Vorstellung, dass Jule so etwas in sich tragen könnte. Dass er selber, dazu beigetragen hatte. Aber was, wenn sich Avalos irrte? Das Kind konnte doch auch ganz normal werden und ein glückliches Leben führen…..oder? Wer konnte schon genau vorhersagen, was geschehen würde? Und hatte nicht jeder eine Chance verdient? Sie konnten doch auch erst die Geburt abwarten und wenn es dann wirklich ein Monster war……Noah vertrieb den Gedanken schnell wieder. Allein bei der Vorstellung wurde ihm ganz flau im Magen.
Er schaute auf und stellte erleichtert fest, dass er alleine war. Das Fläschchen steckte er weg und begab sich wieder ins Zelt, wo er sich auf seine Matte legte. Doch so schnell wie zuvor wollte der Schlaf nicht kommen. Unruhig glitt Noah ins Nichts über.
Fluchkind……unnatürliche Kreatur…..Monster.
Noah graute bei der Vorstellung, dass Jule so etwas in sich tragen könnte. Dass er selber, dazu beigetragen hatte. Aber was, wenn sich Avalos irrte? Das Kind konnte doch auch ganz normal werden und ein glückliches Leben führen…..oder? Wer konnte schon genau vorhersagen, was geschehen würde? Und hatte nicht jeder eine Chance verdient? Sie konnten doch auch erst die Geburt abwarten und wenn es dann wirklich ein Monster war……Noah vertrieb den Gedanken schnell wieder. Allein bei der Vorstellung wurde ihm ganz flau im Magen.
Er schaute auf und stellte erleichtert fest, dass er alleine war. Das Fläschchen steckte er weg und begab sich wieder ins Zelt, wo er sich auf seine Matte legte. Doch so schnell wie zuvor wollte der Schlaf nicht kommen. Unruhig glitt Noah ins Nichts über.
#2429
Guest_Avalin_*
Posté 05 juillet 2010 - 07:47
Guest_Avalin_*
Theron war kraftlos aber die Schmerzen ließen ihn nicht ruhen und er begann noch mehr zu schwitzen, was das Leid noch verstärkte. Mit diesen Schmerzen würde er nicht schlafen können, soviel war klar.
Er versuchte vorsichtig den Kopf anzuheben was ihm nicht gelang. Die Bauchlage in der er nun schon geraume Zeit lag, wurde langsam aber sicher zur Qual.
Aber er hatte keine andere Wahl als still liegen zu bleiben. Er öffnete die Augen und suchte nach Bella, die er nur als Schemen neben sich ausmachen konnte. Er brachte nur ein leichtes Seufzen heraus und entspannt sich wieder ein wenig. Langsam döste er weg, in einen traumlosen Schlaf.
Er versuchte vorsichtig den Kopf anzuheben was ihm nicht gelang. Die Bauchlage in der er nun schon geraume Zeit lag, wurde langsam aber sicher zur Qual.
Aber er hatte keine andere Wahl als still liegen zu bleiben. Er öffnete die Augen und suchte nach Bella, die er nur als Schemen neben sich ausmachen konnte. Er brachte nur ein leichtes Seufzen heraus und entspannt sich wieder ein wenig. Langsam döste er weg, in einen traumlosen Schlaf.
#2430
Posté 06 juillet 2010 - 11:59
Bella tastete nach Therons Stirn. Dass er nun so unruhig war, gefiel ihr gar nicht, und sie spürte seine Schweißtropfen. Immerhin war ihm nun warm, also nahm sie die Decke weg, die sie um seine Beine gewickelt hatte. Die, die sie über seinen Körper gelegt hatte, schlug sie zur Hälfte zurück.
Sein Verband war etwas blutiger als zuvor, und Bella kaute nachdenklich auf ihrer Unterlippe. Allie sagte, wenn es nicht aufhörte zu bluten... sollte sie sie holen. Oder wenn sich seine Temperatur extrem ändern sollte. Aber konnte sie die Freundin in ihrem Schlaf stören? Diese hatte einen anstrengenden Tag hinter sich und brauchte auch ihre Ruhe.
Bella selber gäbe bei Gott etwas dafür, schlafen zu können, aber ihre Sorge um Theron hielt sie wach. Wie sie den nächsten Tag überstehen sollte, war ihr noch nicht ganz klar. Sie hoffte, dass die Feld-Küche später Kaffee anbot.
Bella beschloß, frisches Wasser zu holen und dabei einen Abstecher bei Jannis zu machen. Vielleicht konnte er später Allie die Nachricht überbringen, dass Therons Wange mit Magie geheilt werden durfte.
Kurze Zeit später traf sie ihn an, völlig versunken in der Ausbesserung der Rüstungen.
"Guten Abend Jannis. Ihr opfert auch Euren Schlaf den Ihr sicher dringend benötigen würdet... wie kommt Ihr voran? Und könntet Ihr Allie bitte sagen, wenn sie aufwacht, dass sie nach Theron gucken sollte? Seine Wange darf mit Magie geheilt werden, und das hätte ich dann doch gern von ihr. Außerdem .. macht mir seine Temperatur Sorgen. Zuerst eiskalt, dann normal, und jetzt schwitzt er."
Bella seufzte tief auf und blickte Jannis mit all ihrer Verzweiflung an.
"Jannis, Avalos hat ihm nur ein paar Tage erkauft. Ich glaube nicht, dass er die Schlacht überstehen wird. Nicht, mit diesen Verletzungen. Aber ich bin um jede Minute froh, die er an meiner Seite ist." Sie schluckte, wieder sammelten sich Tränen in ihren Augen.
"Danke - für alles."
Bella nickte Jannis zum Abschied zu und ging zurück ins Zelt. Dort tupfte sie Therons Stirn mit einem Tuch ab, welches sie zuvor in kaltes Wasser getaucht hatte. Es war ihr Halstuch, welches sie sich für kühle Stunden gekauft hatte.
Sein Verband war etwas blutiger als zuvor, und Bella kaute nachdenklich auf ihrer Unterlippe. Allie sagte, wenn es nicht aufhörte zu bluten... sollte sie sie holen. Oder wenn sich seine Temperatur extrem ändern sollte. Aber konnte sie die Freundin in ihrem Schlaf stören? Diese hatte einen anstrengenden Tag hinter sich und brauchte auch ihre Ruhe.
Bella selber gäbe bei Gott etwas dafür, schlafen zu können, aber ihre Sorge um Theron hielt sie wach. Wie sie den nächsten Tag überstehen sollte, war ihr noch nicht ganz klar. Sie hoffte, dass die Feld-Küche später Kaffee anbot.
Bella beschloß, frisches Wasser zu holen und dabei einen Abstecher bei Jannis zu machen. Vielleicht konnte er später Allie die Nachricht überbringen, dass Therons Wange mit Magie geheilt werden durfte.
Kurze Zeit später traf sie ihn an, völlig versunken in der Ausbesserung der Rüstungen.
"Guten Abend Jannis. Ihr opfert auch Euren Schlaf den Ihr sicher dringend benötigen würdet... wie kommt Ihr voran? Und könntet Ihr Allie bitte sagen, wenn sie aufwacht, dass sie nach Theron gucken sollte? Seine Wange darf mit Magie geheilt werden, und das hätte ich dann doch gern von ihr. Außerdem .. macht mir seine Temperatur Sorgen. Zuerst eiskalt, dann normal, und jetzt schwitzt er."
Bella seufzte tief auf und blickte Jannis mit all ihrer Verzweiflung an.
"Jannis, Avalos hat ihm nur ein paar Tage erkauft. Ich glaube nicht, dass er die Schlacht überstehen wird. Nicht, mit diesen Verletzungen. Aber ich bin um jede Minute froh, die er an meiner Seite ist." Sie schluckte, wieder sammelten sich Tränen in ihren Augen.
"Danke - für alles."
Bella nickte Jannis zum Abschied zu und ging zurück ins Zelt. Dort tupfte sie Therons Stirn mit einem Tuch ab, welches sie zuvor in kaltes Wasser getaucht hatte. Es war ihr Halstuch, welches sie sich für kühle Stunden gekauft hatte.
Modifié par Bellandyrs, 06 juillet 2010 - 12:02 .
#2431
Posté 06 juillet 2010 - 02:13
Jannis saß noch immer in der Kälte der Nacht vor dem erblassenden Lagerfeuer und grübelte vor sich hin. Ein geitesblitz hatte er leider nicht während der letzten paar Minuten. Seine pläne waren die gleichen, besser könnte er es zu diesem Zeitpunkt nicht machen. Und er kam nicht drum herum die Originalteile zu verwenden, da ihm zum bedauern von Theron's Rüstung es gerade an Material mangelt. Einen Harnisch eines Soldaten zu klauen wäre definitiv keine Option, wenn es rauskäme würde er in die selbe Situation schlittern. Mitten in der Nacht Wild zu jagen, die Tierhaute zu gerben und zu Leder zu verarbeiten, unmöglich und absurd. Größere Mengen von der Wolle könnte er hier auch nicht auftreiben, vielleicht hatte Bella zufällig noch etwas oder Allie einen kleinen Rest übrig, aber das würde lange nicht ausreichen. Da würde dann wohl weiches Leinen in mehreren Lagen hinhalten müssen.
"Dann geb ich halt meine Letztes Hemd," dachte sich Jannis und schlich sich in das Zelt und holte seine sachen heraus. Er nahm seine Hemden und Marschiert damit zu der nahe gelegenen Wasserstelle. Die leicht angestaubten und dreckigen Stücke musste er erst noch säubern. Mit der übrigen Kernseife reinigte er den Stoff und wusch den dreck sorgfältig aus. Als das erledigt war, ging er zurück. Das Feuer fast erloschen, stockte er wieder auf und lies das Lager erneut in orangem Licht strahlen. Den Nassen Stoff schnitt er mit seinem Schwert in gleichmäßig große teile. Vier Lagen konnte er aus jedem Hemd machen.
Die Acht stoffstücke legte er auf provisorisch gebaute Ständer und lies sie am Feuer trocknen.
Während er wartete, kam Bella pltözlich zu ihm, wieder den Tränen nahe. Aufgelöst erzählte sie.
"Natürlich werde ich es Allie ausrichten, aber eine erhöte Temperatur würde ich als normal ansehen, es zeigt doch nur das sein Körper kämpft, das er versucht sich zu kurieren. Er wird das schon überleben, die Schlacht wird um eniges schwieriger für ihn. Ihr solltet euch lieber Gedanken machen wie wir dieses Problem lösen können. Wie können uns eben nicht zu Hundert Prozent um die beiden auf dem Schlachtfeld kümmern, damit würden wir uns seblst gefährden. Ich werde mir auf jedenfall meine Gedanken dazu machen und dir mitteilen. Aber jetzt muss ich mich um die Rüstungen kümmern, was bis jetzt eher dürftig aussieht. Mir fehlt das Material und die Werkzeuge dazu, ich was so dumm und habe meines vergessen."
Bella wollte schon wieder gehen, Jannis erwiederte ihr Nicken.
"Schlaft gut, sofern ihr welchen finden solltet."
Als sich Bella von dannen machte rief er ihr noch kurz hinterher, "Danken brauchst du nicht!!!"
Kurz nachdem Bella sich entfernt hatte, ging er zu einem der anderen Schmiede, da er seine Sachen vergessen hatte einzupacken. Hammer, Stichel und Zange borgte er sich von einem großen fassbäuchigen Schmied, der just finster dreinschaute. Bei einer der Essen zu Felde machte er sich dann breit. Mit dem Werkstück und dem Werkzeug began er zu arbeiten. Er legte die Platte in die heiße Glut der angefachten Esse. Nach wenigen Sekunden glühte der Stahl rot auf, schnell entnahm Jannis diesen aus den Feuern. Mit leichten schnellen Schlägen formte Jannis eine Ausbuchtung und machte so platz für die wunden. An den Seitlichen Abwindungen schlug er feine Schlitze in den blechernen Stahl, nachdem die geformte Platte ausgekühlt war. Seinen Wetzstein aus dem Gepäck missbrauchte er, um die kleinen scharfen Kanten zu beseitigen, die an den Rändern der Einschnitte entstanden waren.
Die Schlitze sorgen für genug Luft und machen die mittlere Partie des Konstrukts nicht unstabil, dazu sehen diese auch noch gut aus. Bei Therons Lederrücken lies er doch die perforierte Variante walten. Die feinen Löcher fielen nur auf wenn mann mit dem Auge direkt an das Leder ging. Testweiße pustete Jannis hindurch, die Löcher waren noch groß genug, um nicht durch die eigene Spannung des Leders wieder zusammen gedrückt zu werden.
Der größte und gröbste Teil war erledigt. Er löschte die Glut, packte die Sachen zusammen und ging wieder zum Lager. Das Feuer brannte noch immer. Die Zeltstadt war ruhig, alle waren am schlafen. Außer den flackernden licht des Feuers, war alles dunkel. Die kleinigekeiten würde er am nächsten Morgen machen.
Jetzt aber nutzte er die wenige Zeit die er allein sein konnte und genoss einfach die Schönheit der Natur. Er lies die anziehende Wirkung der Sterne und des Himmels auf sich wirken. Müdigkeit verspürte er noch keine. Für ein paar Stunden tat er das was in seiner Natur liegt, die Stille geniessen, klar Gedanken fassen, seine Psyche stärken, nachdenken über das, was sie alle erwartet.
Bevor Jannis sich dann doch dazu durchrang seinen Schlaf zu finden, schrieb er Bella's Bitte auf einen kleinen Zettel auf und hing diesen mit einem kleinen Faden, den er sich aus dem Ärmel Zog am Zelteingang auf. Er würde sicher zu spät aufwachen. Mit Katzenfüßen bewegte er sich in dem Zelt umher und lies sich schlussendlich geräuscharm neben Allie nieder. Mit einem Kuss auf ihre Stirn und den Worten "Gute Nacht meine Amazone," klingte er seine Gedanken aus und schlief ein.
"Dann geb ich halt meine Letztes Hemd," dachte sich Jannis und schlich sich in das Zelt und holte seine sachen heraus. Er nahm seine Hemden und Marschiert damit zu der nahe gelegenen Wasserstelle. Die leicht angestaubten und dreckigen Stücke musste er erst noch säubern. Mit der übrigen Kernseife reinigte er den Stoff und wusch den dreck sorgfältig aus. Als das erledigt war, ging er zurück. Das Feuer fast erloschen, stockte er wieder auf und lies das Lager erneut in orangem Licht strahlen. Den Nassen Stoff schnitt er mit seinem Schwert in gleichmäßig große teile. Vier Lagen konnte er aus jedem Hemd machen.
Die Acht stoffstücke legte er auf provisorisch gebaute Ständer und lies sie am Feuer trocknen.
Während er wartete, kam Bella pltözlich zu ihm, wieder den Tränen nahe. Aufgelöst erzählte sie.
"Natürlich werde ich es Allie ausrichten, aber eine erhöte Temperatur würde ich als normal ansehen, es zeigt doch nur das sein Körper kämpft, das er versucht sich zu kurieren. Er wird das schon überleben, die Schlacht wird um eniges schwieriger für ihn. Ihr solltet euch lieber Gedanken machen wie wir dieses Problem lösen können. Wie können uns eben nicht zu Hundert Prozent um die beiden auf dem Schlachtfeld kümmern, damit würden wir uns seblst gefährden. Ich werde mir auf jedenfall meine Gedanken dazu machen und dir mitteilen. Aber jetzt muss ich mich um die Rüstungen kümmern, was bis jetzt eher dürftig aussieht. Mir fehlt das Material und die Werkzeuge dazu, ich was so dumm und habe meines vergessen."
Bella wollte schon wieder gehen, Jannis erwiederte ihr Nicken.
"Schlaft gut, sofern ihr welchen finden solltet."
Als sich Bella von dannen machte rief er ihr noch kurz hinterher, "Danken brauchst du nicht!!!"
Kurz nachdem Bella sich entfernt hatte, ging er zu einem der anderen Schmiede, da er seine Sachen vergessen hatte einzupacken. Hammer, Stichel und Zange borgte er sich von einem großen fassbäuchigen Schmied, der just finster dreinschaute. Bei einer der Essen zu Felde machte er sich dann breit. Mit dem Werkstück und dem Werkzeug began er zu arbeiten. Er legte die Platte in die heiße Glut der angefachten Esse. Nach wenigen Sekunden glühte der Stahl rot auf, schnell entnahm Jannis diesen aus den Feuern. Mit leichten schnellen Schlägen formte Jannis eine Ausbuchtung und machte so platz für die wunden. An den Seitlichen Abwindungen schlug er feine Schlitze in den blechernen Stahl, nachdem die geformte Platte ausgekühlt war. Seinen Wetzstein aus dem Gepäck missbrauchte er, um die kleinen scharfen Kanten zu beseitigen, die an den Rändern der Einschnitte entstanden waren.
Die Schlitze sorgen für genug Luft und machen die mittlere Partie des Konstrukts nicht unstabil, dazu sehen diese auch noch gut aus. Bei Therons Lederrücken lies er doch die perforierte Variante walten. Die feinen Löcher fielen nur auf wenn mann mit dem Auge direkt an das Leder ging. Testweiße pustete Jannis hindurch, die Löcher waren noch groß genug, um nicht durch die eigene Spannung des Leders wieder zusammen gedrückt zu werden.
Der größte und gröbste Teil war erledigt. Er löschte die Glut, packte die Sachen zusammen und ging wieder zum Lager. Das Feuer brannte noch immer. Die Zeltstadt war ruhig, alle waren am schlafen. Außer den flackernden licht des Feuers, war alles dunkel. Die kleinigekeiten würde er am nächsten Morgen machen.
Jetzt aber nutzte er die wenige Zeit die er allein sein konnte und genoss einfach die Schönheit der Natur. Er lies die anziehende Wirkung der Sterne und des Himmels auf sich wirken. Müdigkeit verspürte er noch keine. Für ein paar Stunden tat er das was in seiner Natur liegt, die Stille geniessen, klar Gedanken fassen, seine Psyche stärken, nachdenken über das, was sie alle erwartet.
Bevor Jannis sich dann doch dazu durchrang seinen Schlaf zu finden, schrieb er Bella's Bitte auf einen kleinen Zettel auf und hing diesen mit einem kleinen Faden, den er sich aus dem Ärmel Zog am Zelteingang auf. Er würde sicher zu spät aufwachen. Mit Katzenfüßen bewegte er sich in dem Zelt umher und lies sich schlussendlich geräuscharm neben Allie nieder. Mit einem Kuss auf ihre Stirn und den Worten "Gute Nacht meine Amazone," klingte er seine Gedanken aus und schlief ein.
Modifié par J.D.C, 06 juillet 2010 - 02:16 .
#2432
Posté 06 juillet 2010 - 09:37
Bella merkte langsam, wie sich bleierne Müdigkeit in ihr ausbreitete. Den ganzen Tag auf den Beinen, dann die nervliche Anspannung, die Ängste die sie ausgestanden hatte. Sie dachte an Avalos Worte. Theron brauchte seinen Schlaf. Das war wohl richtig, schließlich hatte der Schatten ihr doch einiges, um nicht zu sagen Jahrhunderte, an Lebenserfahrung voraus. Und wenn sie selber nicht bald ein wenig schlafen könnte, würde sie keine besseren Chancen haben zu überleben, da sie dann noch im Kampf einschlafen würde.
Ein letztes mal fühlte sie Therons Stirn. Die Schweißperlen waren weg, die Temperatur nur leicht erhöht, aber eher so als wenn einem einfach warm wäre. Vorsichtig deckte sie ihn wieder zu, eine Erkältung konnte er sicher nicht brauchen.
Noch einmal strich sie behutsam über sein Haar, hauchte ihm einen zarten Kuss auf sein heiles Ohr und auf seine Stirnseite.
"Schlaf Dich gesund, mein Liebster. Komme zu Kräften. Alles andere wird sich finden. Ich werde Dich nicht im Stich lassen."
Dann holte sie ihre eigene Decke, legte sich wieder nahe an Theron und schloß die Augen. Sie lauschte seinen Atemzügen, und die Regelmäßigkeit ließ sie kurz darauf auch in einen traumlosen tiefen Schlaf fallen.
Ein letztes mal fühlte sie Therons Stirn. Die Schweißperlen waren weg, die Temperatur nur leicht erhöht, aber eher so als wenn einem einfach warm wäre. Vorsichtig deckte sie ihn wieder zu, eine Erkältung konnte er sicher nicht brauchen.
Noch einmal strich sie behutsam über sein Haar, hauchte ihm einen zarten Kuss auf sein heiles Ohr und auf seine Stirnseite.
"Schlaf Dich gesund, mein Liebster. Komme zu Kräften. Alles andere wird sich finden. Ich werde Dich nicht im Stich lassen."
Dann holte sie ihre eigene Decke, legte sich wieder nahe an Theron und schloß die Augen. Sie lauschte seinen Atemzügen, und die Regelmäßigkeit ließ sie kurz darauf auch in einen traumlosen tiefen Schlaf fallen.
#2433
Posté 06 juillet 2010 - 10:18
Noah erwachte früh aus seinem unruhigen Schlaf. Es war noch dunkel doch er konnte entfernt schon ein paar Vögel hören. Ihn fröstelte leicht und er schreckte hoch als ihm die Ereignisse des vergangenen Abends in Erinnerung kamen. Er kniete sich an Jules Bett und schlug vorsichtig ihre Decke zurück.
Erschrocken schnappte Noah nach Luft. Ein fauliger Gestank traf ihn und er stellte mit Schrecken fest, dass ihre Verbände am Rücken durchnässt und eitrig waren.
Verdammt! Das durfte nicht sein! Die Wunden hatten sich entzündet und das würde ihre Überlebenschancen stark vermindern.
Fieberhaft überlegte Noah, was er als nächstes tun sollte. Lyna wecken? Oder Allie holen? Er konnte sie heimlich heilen lassen…..das wäre eine Möglichkeit. Zur Not mussten sie vor dem Zorn Avalos` fliehen. Aber Hauptsache, Jule ging es bald wieder gut.
Er fasste ihr an die Stirn…………….und erstarrte.
Sie war eiskalt.
Ihre Hand…….eiskalt.
„Jule?“
Keine Reaktion.
„Jule!“ In seine Stimme schlich sich Hysterie.
Er nahm ihren Kopf in seine Hände und drehte ihn zu sich. Sie war leichenblass und ihr fehlte jede Körperspannung.
Mit zitternden Händen legte er seine Finger an ihren Hals.
……nichts.
„JULE!“
Er warf sie herum und ihr Körper fiel leblos auf den Rücken. Ungläubig starrte er sie an. Fühlte wieder ihren Hals. Legte sein Ohr auf ihre Brust.
……nichts.
Für einen Moment blieb er vor ihr sitzen. Sein Kopf war leer.
Dann kamen die Gedanken.
Sie war tot.
Von ihm gegangen.
Er hatte seine große Liebe verloren…..für immer.
Noah kam der letzte Tag in Erinnerung. Zeit zum Reden ist später noch, hatte er ihr gesagt.
Falsch gedacht. Er hatte ihr nicht mehr gesagt, dass er ihr verziehen hatte. Dass er sie liebte. Sie war gestorben. Ganz alleine in der Nacht. Ohne ein liebes Wort von ihm. Ohne seine Wärme.
Er fuhr sich durch das Gesicht und merkte, dass es nass vor Tränen war.
Noah erhob sich und fühlte ein Gewicht in seiner Tasche. Er zog ein kleines Fläschchen hervor. Das Fläschchen, was Avalos ihm für Jule gegeben hatte.
Voller Wut schleuderte er es auf den Boden, wo es zerbrach. Nun hatte der Schatten doch noch bekommen, was er wollte. Es würde kein Fluchkind mehr geben. Es war mit seiner Mutter gestorben und hatte ihn….Noah….allein zurück gelassen.
Noah packte Jule in seine Arme und verließ das Zelt. Er stolperte durch die Morgendämmerung und hatte Mühe den Weg zu finden. Ein Schleier aus Tränen versperrte ihm die Sicht. Als er vor Avalos` Zelt stand, blieb er stehen und starrte den Eingang an. Jules Körper hing schlaff in seinen Armen. Einige Atemzüge später hob er die Stimme und brüllte vor Verzweiflung:
„Verflucht seid ihr, Schatten! Verflucht! Mögt ihr die Qualen, die ihr anderen Wesen zugefügt habt, tausendfach selbst erleiden!“
Erschrocken schnappte Noah nach Luft. Ein fauliger Gestank traf ihn und er stellte mit Schrecken fest, dass ihre Verbände am Rücken durchnässt und eitrig waren.
Verdammt! Das durfte nicht sein! Die Wunden hatten sich entzündet und das würde ihre Überlebenschancen stark vermindern.
Fieberhaft überlegte Noah, was er als nächstes tun sollte. Lyna wecken? Oder Allie holen? Er konnte sie heimlich heilen lassen…..das wäre eine Möglichkeit. Zur Not mussten sie vor dem Zorn Avalos` fliehen. Aber Hauptsache, Jule ging es bald wieder gut.
Er fasste ihr an die Stirn…………….und erstarrte.
Sie war eiskalt.
Ihre Hand…….eiskalt.
„Jule?“
Keine Reaktion.
„Jule!“ In seine Stimme schlich sich Hysterie.
Er nahm ihren Kopf in seine Hände und drehte ihn zu sich. Sie war leichenblass und ihr fehlte jede Körperspannung.
Mit zitternden Händen legte er seine Finger an ihren Hals.
……nichts.
„JULE!“
Er warf sie herum und ihr Körper fiel leblos auf den Rücken. Ungläubig starrte er sie an. Fühlte wieder ihren Hals. Legte sein Ohr auf ihre Brust.
……nichts.
Für einen Moment blieb er vor ihr sitzen. Sein Kopf war leer.
Dann kamen die Gedanken.
Sie war tot.
Von ihm gegangen.
Er hatte seine große Liebe verloren…..für immer.
Noah kam der letzte Tag in Erinnerung. Zeit zum Reden ist später noch, hatte er ihr gesagt.
Falsch gedacht. Er hatte ihr nicht mehr gesagt, dass er ihr verziehen hatte. Dass er sie liebte. Sie war gestorben. Ganz alleine in der Nacht. Ohne ein liebes Wort von ihm. Ohne seine Wärme.
Er fuhr sich durch das Gesicht und merkte, dass es nass vor Tränen war.
Noah erhob sich und fühlte ein Gewicht in seiner Tasche. Er zog ein kleines Fläschchen hervor. Das Fläschchen, was Avalos ihm für Jule gegeben hatte.
Voller Wut schleuderte er es auf den Boden, wo es zerbrach. Nun hatte der Schatten doch noch bekommen, was er wollte. Es würde kein Fluchkind mehr geben. Es war mit seiner Mutter gestorben und hatte ihn….Noah….allein zurück gelassen.
Noah packte Jule in seine Arme und verließ das Zelt. Er stolperte durch die Morgendämmerung und hatte Mühe den Weg zu finden. Ein Schleier aus Tränen versperrte ihm die Sicht. Als er vor Avalos` Zelt stand, blieb er stehen und starrte den Eingang an. Jules Körper hing schlaff in seinen Armen. Einige Atemzüge später hob er die Stimme und brüllte vor Verzweiflung:
„Verflucht seid ihr, Schatten! Verflucht! Mögt ihr die Qualen, die ihr anderen Wesen zugefügt habt, tausendfach selbst erleiden!“
#2434
Posté 06 juillet 2010 - 11:23
Tiefes schwarz, leicht erhellt von einem dunkelroten Leuchten der Lava, der tiefen Abgründe in den dunklen steinernen Wegen. Wie Maulwürfe, haben sie sich ihre Wege gegraben. Wie Besessene suchen sie nach dem, der sie anführt. Allie spürte es, als wäre sie dort, doch sie war nicht anwesend.
Schwarze zackige Flügel, wie von der Hand des Schattens selbst geformt. Seine Schuppen schimmerten in der flachen unterirdischen Sonne, und erhoben sich aus der Schlucht. Wie ein dunkler Blitz, der in den Himmel einschlagen würde. In einen Himmel aus Stein. Seine Zähne, so gewaltig und scharf wie ein Schwert aus Weißstahl, funkelten, als suchten sie nach etwas, das sie beschmutzen könnte. Schwarze Augen, so tiefgründig, wie ein endloses Meer aus Dunkelheit.
Er gab einen lauten Schrei von sich, als er die höchste Stelle des Untergrundes erreicht hatte, und stürzte, nur wenige Sekunden später, wieder in die Tiefe, direkt auf ...
... auf etwas, das alles um sich herum zu erhellen schien. Wie eine ewige Wüste aus schwarzem Stein, der rot angeleuchtet wurde, lag in der Mitte ein heller Schimmer. Die blonden Haare verdeckten ihr Gesicht, welches im Dreck lag.
Er stürzte darauf, und bohrte seine tiefen Krallen direkt durch ihr Herz. Er brüllte, und blickte an den Ort, wo Allie zu stehen glaubte. Blickte in ihre Augen, als wüsste er, dass sie ihn beobachtete, und schien dabei zu Grinsen, als hätte er bekommen, was er wollte.
Er breitete seine majestätischen Flügel aus, und ließ sie nur einen Herzschlag später wieder hinab fallen, und bedeckte damit sich selbst, sowie das blonde Geschöpf in der strahlenden Rüstung. Er legte sich um sie, wie ein blickdichter Schleier.
Schlagartig wurde alles schwarz, wie wenn er sie mit in die Dunkelheit gerissen, und damit jedes Leben von dem Ort mitgezogen hätte.
Plötzlich wachte Allie auf. Ihr Puls raste und sie war schweißgebadet.
Es war so real ...
Sie sprang sofort auf und Riss den Eingang des Zeltes auf. Es war schon morgen, und die Sonne erhellte bereits leicht die Umgebung, war jedoch noch nicht am Horizont sichtbar.
Sie griff sich an den Kopf. Er schmerzte und sie fühlte, dass irgendetwas geschehen war. Die Aura die sie sonst umgab ... war verschwunden ...
Wie nur durch Intuition gesteuert, lief sie zu dem Zelt von Noah und Jule. Es war offen und leer, doch nur eine Sekunde später, konnte sie Noahs Schreie von weitem hören.
Sie lief in seine Richtung, und sah ihn vor dem Zelt von Avalos stehen. Er hielt Jule in den Armen ... welche komplett leblos zu sein schien.
Sie blieb einige Meter bevor sie ihn erreicht hatte stehen und hielt inne. Sie brachte nicht einen Ton heraus, wusste nicht welches Gefühl in ihr hochging.
Wut und Hass, oder doch Trauer?
Einige Tränen liefen ihre Wangen hinab, ohne dass sie selbst es merkte und tropften auf den kahlen Erdboden, welcher so leblos war, wie Jule.
Schwarze zackige Flügel, wie von der Hand des Schattens selbst geformt. Seine Schuppen schimmerten in der flachen unterirdischen Sonne, und erhoben sich aus der Schlucht. Wie ein dunkler Blitz, der in den Himmel einschlagen würde. In einen Himmel aus Stein. Seine Zähne, so gewaltig und scharf wie ein Schwert aus Weißstahl, funkelten, als suchten sie nach etwas, das sie beschmutzen könnte. Schwarze Augen, so tiefgründig, wie ein endloses Meer aus Dunkelheit.
Er gab einen lauten Schrei von sich, als er die höchste Stelle des Untergrundes erreicht hatte, und stürzte, nur wenige Sekunden später, wieder in die Tiefe, direkt auf ...
... auf etwas, das alles um sich herum zu erhellen schien. Wie eine ewige Wüste aus schwarzem Stein, der rot angeleuchtet wurde, lag in der Mitte ein heller Schimmer. Die blonden Haare verdeckten ihr Gesicht, welches im Dreck lag.
Er stürzte darauf, und bohrte seine tiefen Krallen direkt durch ihr Herz. Er brüllte, und blickte an den Ort, wo Allie zu stehen glaubte. Blickte in ihre Augen, als wüsste er, dass sie ihn beobachtete, und schien dabei zu Grinsen, als hätte er bekommen, was er wollte.
Er breitete seine majestätischen Flügel aus, und ließ sie nur einen Herzschlag später wieder hinab fallen, und bedeckte damit sich selbst, sowie das blonde Geschöpf in der strahlenden Rüstung. Er legte sich um sie, wie ein blickdichter Schleier.
Schlagartig wurde alles schwarz, wie wenn er sie mit in die Dunkelheit gerissen, und damit jedes Leben von dem Ort mitgezogen hätte.
Plötzlich wachte Allie auf. Ihr Puls raste und sie war schweißgebadet.
Es war so real ...
Sie sprang sofort auf und Riss den Eingang des Zeltes auf. Es war schon morgen, und die Sonne erhellte bereits leicht die Umgebung, war jedoch noch nicht am Horizont sichtbar.
Sie griff sich an den Kopf. Er schmerzte und sie fühlte, dass irgendetwas geschehen war. Die Aura die sie sonst umgab ... war verschwunden ...
Wie nur durch Intuition gesteuert, lief sie zu dem Zelt von Noah und Jule. Es war offen und leer, doch nur eine Sekunde später, konnte sie Noahs Schreie von weitem hören.
Sie lief in seine Richtung, und sah ihn vor dem Zelt von Avalos stehen. Er hielt Jule in den Armen ... welche komplett leblos zu sein schien.
Sie blieb einige Meter bevor sie ihn erreicht hatte stehen und hielt inne. Sie brachte nicht einen Ton heraus, wusste nicht welches Gefühl in ihr hochging.
Wut und Hass, oder doch Trauer?
Einige Tränen liefen ihre Wangen hinab, ohne dass sie selbst es merkte und tropften auf den kahlen Erdboden, welcher so leblos war, wie Jule.
Modifié par Kaysallie, 06 juillet 2010 - 11:24 .
#2435
Guest_Avalin_*
Posté 06 juillet 2010 - 11:52
Guest_Avalin_*
Theron wurde durch entfernte Schreie geweckt. Er zuckte kurz zusammen und spürte sofort das brennen am Rücken. Er keuchte auf und öffnete langsam die Augen.
Bella schlief noch, doch hatte sie die Stirn gerunzelt. Es schien als hätten sich seine Sinne schon wieder von den Strapazen erholt.
Er war noch sehr kraftlos, doch versuchte er sich mit den Händen langsam aufzuhieven. Vorsichtig stemmte er sich auf alle viere, was dazu führte das seine Wunden teilweise wieder aufgerissen wurden. Er sog scharf die Luft ein und kniff die Augen zusammen.
Seine Knie waren weich und er verharrte einen Moment.
Bella schlief noch, doch hatte sie die Stirn gerunzelt. Es schien als hätten sich seine Sinne schon wieder von den Strapazen erholt.
Er war noch sehr kraftlos, doch versuchte er sich mit den Händen langsam aufzuhieven. Vorsichtig stemmte er sich auf alle viere, was dazu führte das seine Wunden teilweise wieder aufgerissen wurden. Er sog scharf die Luft ein und kniff die Augen zusammen.
Seine Knie waren weich und er verharrte einen Moment.
#2436
Posté 07 juillet 2010 - 06:32
Bellas Schlaf war nur anfangs tief und traumlos. Später fiel sie in einen leichten Dämmerschlaf zurück. Deswegen schrak sie auch sofort hoch, als Theron sich bewegte und riß ihre Augen auf. Sie fühlte sich wie gerädert, erholsam war ihre Nachtruhe nicht zu bezeichnen. Nur soweit, dass ihr Körper neue Kräfte sammeln konnte, aber ausgeruht zu sein war defintiv etwas anderes.
Bella wandte ihren Kopf zur Seite und blickte Theron liebevoll an. Sie räusperte sich ein paar Mal, da sich ihr Hals immer noch rauh anfühlte. Ihre Stimme war ein besseres Krächzen denn ihr normaler klarer Klang, als sie Theron ansprach.
"Du bist wach, mein Herz. Dem Erbauer sei Dank."
Es lag ihr auf der Zunge, zu fragen, wie es ihm ging, wie er sich fühlte. Aber das wäre anhand der Umstände defintiv eine blödsinnige Frage gewesen. Dass er Schmerzen haben mußte lag auf der Hand.
Sie streckte sich ausgiebig und schälte sich dann aus ihrer Decke. Sie merkte, dass ihre Augen verquollen waren, aber genügend kaltes Wasser würde sie später schon erfrischen.
Vorsichtig blinzelte sie aus dem Zelt. Noch war es dunkel, nur ein Hauch von orange war weit weg am Himmel zu sehen. Die Vögel zwitscherten, aber Bella hatte das Gefühl, dass heute irgendetwas anders war.
Wieso war Theron wach? Irgendetwas mußte ihn geweckt haben. Eine unbekannte Angst kroch ihr über den Rücken hoch und ließ ihr ihre Häärchen aufstellen. Sie hatte ein mulmiges Gefühl. Das letzte mal, als sie sich so fühlte, war, als sie in den tiefen Wegen die Brut spüren konnte.
Beim Erbauer, waren sie dem Feind bereits so nahe?
"Theron, ich habe ein ganz schlechtes Gefühl für den heutigen Tag. Irgendwas schlimmes wird passieren, ich fühle es mit jeder Faser meines Körpers. Ich hoffe nur, es hat nichts mit Dir zu tun. Ich werde hernach bei Jule vorbeischauen, wie es ihr geht, und Allie holen, damit sie Deine Wange heilen kann. Aber erst, wenn ich Dich wirklich für wenige Minuten allein lassen kann."
Sie strich ihm über seine Stirn, welche normale Temperatur hatte, und versuchte, ihm aufzuhelfen.
Bella wandte ihren Kopf zur Seite und blickte Theron liebevoll an. Sie räusperte sich ein paar Mal, da sich ihr Hals immer noch rauh anfühlte. Ihre Stimme war ein besseres Krächzen denn ihr normaler klarer Klang, als sie Theron ansprach.
"Du bist wach, mein Herz. Dem Erbauer sei Dank."
Es lag ihr auf der Zunge, zu fragen, wie es ihm ging, wie er sich fühlte. Aber das wäre anhand der Umstände defintiv eine blödsinnige Frage gewesen. Dass er Schmerzen haben mußte lag auf der Hand.
Sie streckte sich ausgiebig und schälte sich dann aus ihrer Decke. Sie merkte, dass ihre Augen verquollen waren, aber genügend kaltes Wasser würde sie später schon erfrischen.
Vorsichtig blinzelte sie aus dem Zelt. Noch war es dunkel, nur ein Hauch von orange war weit weg am Himmel zu sehen. Die Vögel zwitscherten, aber Bella hatte das Gefühl, dass heute irgendetwas anders war.
Wieso war Theron wach? Irgendetwas mußte ihn geweckt haben. Eine unbekannte Angst kroch ihr über den Rücken hoch und ließ ihr ihre Häärchen aufstellen. Sie hatte ein mulmiges Gefühl. Das letzte mal, als sie sich so fühlte, war, als sie in den tiefen Wegen die Brut spüren konnte.
Beim Erbauer, waren sie dem Feind bereits so nahe?
"Theron, ich habe ein ganz schlechtes Gefühl für den heutigen Tag. Irgendwas schlimmes wird passieren, ich fühle es mit jeder Faser meines Körpers. Ich hoffe nur, es hat nichts mit Dir zu tun. Ich werde hernach bei Jule vorbeischauen, wie es ihr geht, und Allie holen, damit sie Deine Wange heilen kann. Aber erst, wenn ich Dich wirklich für wenige Minuten allein lassen kann."
Sie strich ihm über seine Stirn, welche normale Temperatur hatte, und versuchte, ihm aufzuhelfen.
#2437
Posté 07 juillet 2010 - 07:25
Der Vorhang zu Avalos Zelt raschelte, bewegte sich zur Seite und Lyna blinzelte müde der Morgensonne entgegen. Es kam oft vor, dass jemand zu einer unmöglichen Stunde Avalos Rat oder Anweisung brauchte... aber dieses Mal stand Noah vor ihr, mit versteinerter Miene. In seinen Armen eine blasse, schlaffe Jule.
Es schien ihr, als würde eine kalte Hand nach ihrem Herz greifen und es mit festem Griff umklammern. Sie legte ihre Hand auf Jules Stirn. Eiskalt. Leblos. Ihr Mund öffnete sich, als wolle sie protestieren, als könne sie es nicht glauben. Doch ein Blick in Noahs Augen sagte alles- Jule war von ihnen gegangen.
Lynas Knie begangen zu zittern. Vorsichtig legte sie ihre Hand an Jules Wange, streichelte diese. Wie friedlich sie jetzt doch bloss aussah, als würde sie schlafen. Sie atmete tief durch und hielt die Tränen zurück, deutete Noah dann, dass er Avalos im Innern des Zeltes aufsuchen konnte.
Diese Peitschenhiebe waren also ihr Untergang gewesen. Kein Pfeil der Dunklen Brut, kein Schwerthieb. Nicht der Biss des Erzdämons, nicht das Gift eines Verräters. Sondern eine lächerliche Bestrafung. Wieso hatte nicht sie einen Teil der Schuld auf sich nehmen können? War sie nicht die Schwester Jules, hätte sie nicht an ihrer Seite stehen sollen?
Oh ihr Götter, wie grausam das Schicksal doch sein kann.
Es schien ihr, als würde eine kalte Hand nach ihrem Herz greifen und es mit festem Griff umklammern. Sie legte ihre Hand auf Jules Stirn. Eiskalt. Leblos. Ihr Mund öffnete sich, als wolle sie protestieren, als könne sie es nicht glauben. Doch ein Blick in Noahs Augen sagte alles- Jule war von ihnen gegangen.
Lynas Knie begangen zu zittern. Vorsichtig legte sie ihre Hand an Jules Wange, streichelte diese. Wie friedlich sie jetzt doch bloss aussah, als würde sie schlafen. Sie atmete tief durch und hielt die Tränen zurück, deutete Noah dann, dass er Avalos im Innern des Zeltes aufsuchen konnte.
Diese Peitschenhiebe waren also ihr Untergang gewesen. Kein Pfeil der Dunklen Brut, kein Schwerthieb. Nicht der Biss des Erzdämons, nicht das Gift eines Verräters. Sondern eine lächerliche Bestrafung. Wieso hatte nicht sie einen Teil der Schuld auf sich nehmen können? War sie nicht die Schwester Jules, hätte sie nicht an ihrer Seite stehen sollen?
Oh ihr Götter, wie grausam das Schicksal doch sein kann.
#2438
Posté 07 juillet 2010 - 10:06
Er sah Noah an. Sein Blick blieb ungerührt, nur ein winziges Zucken der Muskeln um seinen Mundwinkel verriet eine Reaktion.
"Noah. Was soll ich sagen? Leben wird gegeben, und es wird genommen.
Und meine Bürde ist es, darüber zu entscheiden, weil ich aus diesem Zyklus ausgeschlossen bin.
"Ihr Tod kommt unerwartet. Und es tut mir leid. Bewahrt euch die Augenblicke mit ihr, eure gemeinsame Zeit.
Wäre sie in der Schlacht gefallen, wäre es warscheinlich einfacher für euch. Aber der Tod richtet sich nur nach seinen eigenen Regeln, während wir versuchen zu verstehen und es dennoch nicht vermögen.
Avalos hielt kurz inne. Blickte zu Lyna, zu Allie.
Leise fuhr er fort.
"Ihre ungestümes Wesen war ihr Untergang. Sie hat nie die Konsequenzen bedacht. Ich bin nie davon ausgegangen, dass es sie umbringen könnte. Aber wie so oft spielt das Leben sein eigenes Spiel, und wir können nur beeinflussen, aber letztendlich doch nichts bewirken.
Ich habe versucht, sie vor einem Todesurteil zu bewahren. Ich habe ihr lediglich Zeit erkauft, so bitter es auch sein mag.
Ich bin nicht für ihren Tod verantwortlich.
Und wenn ihr Rache nehmen wollt, dann übt sie an der Brut, deretwegen wir bald alle dem Tod ins Antlitz sehen werden.
Abrupt verstummte er. In leises, tiefes Summen war zu hören.
Und plötzlich wandt er sich in Krämpfen. Seine weit aufgerissenen Augen füllten sich mit wabernder Schwärze und dunkle Elmsfeuer sprangen aus dem Medaillon der schwarzen Sonne in seinem Brustpanzer.
Und die Welt wurde in Schatten getaucht, als sich die Sonne verdunkelte. Nur eine Corona, ein Ring aus Feuer und Licht verströmte ein diffuses Halbdunkel, wie bei einer Sonnenfinsternis.
Die Soldaten im Lager waren wie gelähmt vor Angst. Stille breitete sich aus.
Und Avalos grüne Iris begann zu leuchten, während er sich wieder aufrichtete.
Seine Stimme war nur ein heiseres Zischen, ein tiefer Bassbariton, der nicht von dieser Welt zu kommen schien.
"Leben wird gegeben, und es wird genommen. Tod und Leben sind Symbiose, Licht und Schatten, Erschaffung und Untergang."
ooc: ich hab keien Zeit mehr zum weitertippen. Muss zum Dienst. Heute abend gehts weiter.
"Noah. Was soll ich sagen? Leben wird gegeben, und es wird genommen.
Und meine Bürde ist es, darüber zu entscheiden, weil ich aus diesem Zyklus ausgeschlossen bin.
"Ihr Tod kommt unerwartet. Und es tut mir leid. Bewahrt euch die Augenblicke mit ihr, eure gemeinsame Zeit.
Wäre sie in der Schlacht gefallen, wäre es warscheinlich einfacher für euch. Aber der Tod richtet sich nur nach seinen eigenen Regeln, während wir versuchen zu verstehen und es dennoch nicht vermögen.
Avalos hielt kurz inne. Blickte zu Lyna, zu Allie.
Leise fuhr er fort.
"Ihre ungestümes Wesen war ihr Untergang. Sie hat nie die Konsequenzen bedacht. Ich bin nie davon ausgegangen, dass es sie umbringen könnte. Aber wie so oft spielt das Leben sein eigenes Spiel, und wir können nur beeinflussen, aber letztendlich doch nichts bewirken.
Ich habe versucht, sie vor einem Todesurteil zu bewahren. Ich habe ihr lediglich Zeit erkauft, so bitter es auch sein mag.
Ich bin nicht für ihren Tod verantwortlich.
Und wenn ihr Rache nehmen wollt, dann übt sie an der Brut, deretwegen wir bald alle dem Tod ins Antlitz sehen werden.
Abrupt verstummte er. In leises, tiefes Summen war zu hören.
Und plötzlich wandt er sich in Krämpfen. Seine weit aufgerissenen Augen füllten sich mit wabernder Schwärze und dunkle Elmsfeuer sprangen aus dem Medaillon der schwarzen Sonne in seinem Brustpanzer.
Und die Welt wurde in Schatten getaucht, als sich die Sonne verdunkelte. Nur eine Corona, ein Ring aus Feuer und Licht verströmte ein diffuses Halbdunkel, wie bei einer Sonnenfinsternis.
Die Soldaten im Lager waren wie gelähmt vor Angst. Stille breitete sich aus.
Und Avalos grüne Iris begann zu leuchten, während er sich wieder aufrichtete.
Seine Stimme war nur ein heiseres Zischen, ein tiefer Bassbariton, der nicht von dieser Welt zu kommen schien.
"Leben wird gegeben, und es wird genommen. Tod und Leben sind Symbiose, Licht und Schatten, Erschaffung und Untergang."
ooc: ich hab keien Zeit mehr zum weitertippen. Muss zum Dienst. Heute abend gehts weiter.
#2439
Guest_Avalin_*
Posté 07 juillet 2010 - 12:49
Guest_Avalin_*
Theron rappelte sich mithilfe Bellas umständlich auf. Als er stand taumelte er kurz und stützte sich auf Bella.
Theron plagte ein nur allzu menschlicher Drang und er grinste Bella verschmitzt an. Sie schien sofort zu verstehen und beide verließen vorsichtig das Zelt und wandten sich Richtung Wald. Die letzten Meter zum erstbesten Baum stakste Theron allein und hielt sich bei seiner Morgentoilette an einem Ast fest um nicht umzufallen. Als er fertig war wischte er sich die Hände mit einem Blatt ab an dem sich der Morgentau sammelte. Besser als nichts.
Langsam gingen sie wieder zum Zelt und Theron setzte sich vorsichtig hin.
Er blickte zu Bella auf und küsste ihre Hand.
„Ich habe vorhin Schreie gehört. Ich weiß nicht woher sie kamen. Aber ich habe ebenfalls ein ungutes Gefühl.“, er schlang die Arme um Bellas Taille, drückte sie so fest er konnte an sich und legte seine gesunde Wange an ihre Brust.
„Du solltest vielleicht nachsehen was passiert ist, Liebste. Es geht mir soweit gut. Du kannst mich alleine lassen.“, er sah sie liebevoll an und küsste sie.
Theron plagte ein nur allzu menschlicher Drang und er grinste Bella verschmitzt an. Sie schien sofort zu verstehen und beide verließen vorsichtig das Zelt und wandten sich Richtung Wald. Die letzten Meter zum erstbesten Baum stakste Theron allein und hielt sich bei seiner Morgentoilette an einem Ast fest um nicht umzufallen. Als er fertig war wischte er sich die Hände mit einem Blatt ab an dem sich der Morgentau sammelte. Besser als nichts.
Langsam gingen sie wieder zum Zelt und Theron setzte sich vorsichtig hin.
Er blickte zu Bella auf und küsste ihre Hand.
„Ich habe vorhin Schreie gehört. Ich weiß nicht woher sie kamen. Aber ich habe ebenfalls ein ungutes Gefühl.“, er schlang die Arme um Bellas Taille, drückte sie so fest er konnte an sich und legte seine gesunde Wange an ihre Brust.
„Du solltest vielleicht nachsehen was passiert ist, Liebste. Es geht mir soweit gut. Du kannst mich alleine lassen.“, er sah sie liebevoll an und küsste sie.
#2440
Guest_Juleiila_*
Posté 07 juillet 2010 - 03:19
Guest_Juleiila_*
Jule träumte die Nacht über. Hatte Fieber, und war schwach. Sie sah Noah, zusammen mit ihrem Kind. Wie in einer Perfekten Familie. Sie sah sich kurz vor ihrem Beitritt, im Gesindeviertel. Wie es eben nicht dazu kam, das sie rekrutiert wurde. Sie sah Noah, in der Schmiede seiner Mutter. Und dann fragte sie sich, ob das alles sein sollte. Ob der Erbauer ihr diesen Weg vorgab, ein Wächter zu sein, für die Menschen zu kämpfen, aber doch letzten Endes schande über die Wächter zu bringen.
Es war früh Morgens, und Jule hatte ihren letzten Atemzug getan, ehe sie die Augen noch einmal öffnete, sie dann leblos zu fielen lies, und sie als letztes Noahs Gesicht sah. Sie spürte, wie die Schmerzen nachließen und in einen gefühlslosen Zustand übergingen, wie wenn sie nicht länger Besitz über ihres Körpers hätte. Sie öffnete die Augen und fand sich an einem Ort der komplett schwarz war wieder. Nichts war zu sehen.
Jule rief ein paar Mal, "Hallo?", welches hallend, wie ein Echo im Gebirge, zurück kam. Plötzlich veränderte sich der Ort.
Sie befand sich auf einer riesengroßen grünen saftigen Wiese. Sie war bestückt mit blühenden Blumen, die einen süßen Geruch in der Luft verbreiteten. Die Sonne strahlte und stand in der Mitte des komplett klaren blauen Himmels. Jule hob den Kopf und schloss die Augen während sie die frische Luft einatmete.
Ein kleines Mädchen mit blondem Haar, und braunen Augen näherte sich ihr und nahm ihre Hand.
Sie blickte auf zu Jule, "Mama?", sagte sie mit ihrer kindlichen Stimme zu Jule.
Jule lächelte und streichelte über ihr weiches Haar. Die Augen des Mädchens erinnerten sie an Noah. Den Mann, den sie im Stich gelassen hatte, den Mann, den sie liebte, seit sie ihn das erste Mal sah. Den Mann, der ihr das Leben verschönerte, als er sie in FellRemnon traf. Der Mann, mit dem Jule für immer glücklich sein wollte.
Jule lächelte noch immer, "Wir warten auf Papa mein liebes.", sagte sie.
Dann gingen sie zusammen, Hand in Hand, über die Wiese und warteten auf Noah. Auch wenn sich Jule wünschte, dass es noch lange dauern würde. Denn sie wollte keinesfalls, dass Noahs Leben schon so früh enden sollte. Sie würden warten, um glücklich zu werden, sobald er hier war.
Es war früh Morgens, und Jule hatte ihren letzten Atemzug getan, ehe sie die Augen noch einmal öffnete, sie dann leblos zu fielen lies, und sie als letztes Noahs Gesicht sah. Sie spürte, wie die Schmerzen nachließen und in einen gefühlslosen Zustand übergingen, wie wenn sie nicht länger Besitz über ihres Körpers hätte. Sie öffnete die Augen und fand sich an einem Ort der komplett schwarz war wieder. Nichts war zu sehen.
Jule rief ein paar Mal, "Hallo?", welches hallend, wie ein Echo im Gebirge, zurück kam. Plötzlich veränderte sich der Ort.
Sie befand sich auf einer riesengroßen grünen saftigen Wiese. Sie war bestückt mit blühenden Blumen, die einen süßen Geruch in der Luft verbreiteten. Die Sonne strahlte und stand in der Mitte des komplett klaren blauen Himmels. Jule hob den Kopf und schloss die Augen während sie die frische Luft einatmete.
Ein kleines Mädchen mit blondem Haar, und braunen Augen näherte sich ihr und nahm ihre Hand.
Sie blickte auf zu Jule, "Mama?", sagte sie mit ihrer kindlichen Stimme zu Jule.
Jule lächelte und streichelte über ihr weiches Haar. Die Augen des Mädchens erinnerten sie an Noah. Den Mann, den sie im Stich gelassen hatte, den Mann, den sie liebte, seit sie ihn das erste Mal sah. Den Mann, der ihr das Leben verschönerte, als er sie in FellRemnon traf. Der Mann, mit dem Jule für immer glücklich sein wollte.
Jule lächelte noch immer, "Wir warten auf Papa mein liebes.", sagte sie.
Dann gingen sie zusammen, Hand in Hand, über die Wiese und warteten auf Noah. Auch wenn sich Jule wünschte, dass es noch lange dauern würde. Denn sie wollte keinesfalls, dass Noahs Leben schon so früh enden sollte. Sie würden warten, um glücklich zu werden, sobald er hier war.
Modifié par Juleiila, 07 juillet 2010 - 03:22 .
#2441
Posté 07 juillet 2010 - 06:07
Bella war heilfroh, dass Theron wohl auf dem Wege der Besserung war. Immerhin war er bei vollem Bewußtsein und saß aufrecht, was sie als gutes Zeichen empfand. Vorsichtig erwiderte sie den Kuss, nur die Lippen zart berührend. Immerhin war sein Wangenknochen noch immer zertrümmert.
"Dann geh ich mal nachsehen was los ist, und versuche Allie aufzuwecken, damit sie sich um deine Wange kümmert." Sie schickte ihm am Zelteingang eine Kusshand und ein liebevolles Lächeln zurück, und ging dann zu allererst zum Bach, um kaltes Wasser ins Gesicht zu kriegen. Irgendwie mußte sie ihren Kreislauf in Schwung bringen.
Sie beugte sich über das Rinnsal und die Wellen verzerrten das Spiegelbild ihres Gesichtes. Aber selbst da konnte sie sehen, dass die letzte Nacht nicht spurlos an ihr vorüber gegangen war. Ihre Haare hingen strähnig weg, und unter ihren Augen waren dunkle Schatten, um nicht zu sagen, Augenringe. Sie hielt die Luft an, schloß die Augen und tauchte ihren Kopf komplett unter Wasser.
Das kühle Nass erfrischte sie, und prustend warf sie den Kopf in den Nacken. Ein weiterer Blick in das unregelmäßige Spiegelbild ließ sie schmunzeln. Wie sie aussah würde sie in den Reihen der Brut als Freund aufgenommen werden, nicht als Feind.
Nochmal schüttelte sie den Kopf, um ihre Haare von der triefenden Nässe zu befreien und wandte sich dann wieder der Zeltstadt zu. Als erstes wollte sie zu Jule.
An deren Zelt angekommen, stellte sie nur fest, dass weder Jule noch Noah darin zu finden waren. Naja, wieso auch nicht? Theron war schließlich auch schon aufgestanden, vielleicht sah sie die beiden ja bei Allie oder Jannis. Ob dieser die Rüstungen fertig hatte? Sie hoffte, dass er auch ein paar Stunden schlafen konnte.
Leichtfüssig wanderte sie zu Allies Zelt, sah aber nur, dass Jannis noch döste und Allie weg war. Also machte sie sich auf den Weg zu Lyna, die würde sicher schon wach sein.
Als sie dort ankam, spürte sie die Nervosität, die herrschte. Vorsichtig schlug sie den Eingang zurück und sah ihre Gefährtinnen alle bei Avalos stehen und Noah, der Jule in den Armen hielt. Konnte die Freundin vor Schmerzen nicht gehen?
"Guten Morgen" sagte sie leise und trat auf Noah zu. Noch konnte sie Jule nicht erkennen, und so fragte sie: "was ist mir ihr?"
Bellas Blick fiel auf Allie, die lautlos weinte, Lyna, die vor Schreck leichenblass war, Avalos, der unmenschlicher denn je wirkte - eher wie ein Wesen aus einer anderen Welt.
Wieder kroch diese Angst in ihr hoch. Nach zwei Schritten hatte sie Noah und Jule erreicht.
"Ist sie.. nein oder? Sie schläft doch nur?"
Aber als sie in die Mienen der anderen blickte, wußte sie, dass die erste Variante zu traf. Ein dicker Kloß bildete sich im Hals, Tränen lösten sich aus ihren Augen, und sie wurde noch eine Spur blasser. Leicht taumelte sie, ihr Verstand weigerte sich, das zu akzeptieren.
Ihre Hand berührte Jules Gesicht. Eiskalt. Blicklos.
"Oh nein.... wieso? Wieso bist Du von uns gegangen?" flüsterte sie der Toten zu.
Dann blickte sie Noah an, berührte seine Wange. "Es tut mir so leid Noah. Ich verspreche Dir, sie wird eine Bestattung kriegen, wie es ein grauer Wächter verdient."
Bella war so schockiert, dass sie Avalos nur am Rande wahr nahm, und vergaß, das sie Allie um etwas bitten wollte. Wie in Trance verließ sie das Zelt und ging zurück zu Theron. Leichenblaß und mit leeren Augen sah sie ihn an, dabei liefen ihr die Tränen noch immer lautlos übers Gesicht.
"Theron.. etwas schreckliches ist geschehen... Jule.." Bella schluchzte nun wirklich laut auf, und brachte nur noch hervor: "Sie ist an ihren Wunden gestorben."
Dann kniete sie vor Theron nieder, legte ihren Kopf auf seinen Schoß und weinte hemmungslos um die Freundin.
"Dann geh ich mal nachsehen was los ist, und versuche Allie aufzuwecken, damit sie sich um deine Wange kümmert." Sie schickte ihm am Zelteingang eine Kusshand und ein liebevolles Lächeln zurück, und ging dann zu allererst zum Bach, um kaltes Wasser ins Gesicht zu kriegen. Irgendwie mußte sie ihren Kreislauf in Schwung bringen.
Sie beugte sich über das Rinnsal und die Wellen verzerrten das Spiegelbild ihres Gesichtes. Aber selbst da konnte sie sehen, dass die letzte Nacht nicht spurlos an ihr vorüber gegangen war. Ihre Haare hingen strähnig weg, und unter ihren Augen waren dunkle Schatten, um nicht zu sagen, Augenringe. Sie hielt die Luft an, schloß die Augen und tauchte ihren Kopf komplett unter Wasser.
Das kühle Nass erfrischte sie, und prustend warf sie den Kopf in den Nacken. Ein weiterer Blick in das unregelmäßige Spiegelbild ließ sie schmunzeln. Wie sie aussah würde sie in den Reihen der Brut als Freund aufgenommen werden, nicht als Feind.
Nochmal schüttelte sie den Kopf, um ihre Haare von der triefenden Nässe zu befreien und wandte sich dann wieder der Zeltstadt zu. Als erstes wollte sie zu Jule.
An deren Zelt angekommen, stellte sie nur fest, dass weder Jule noch Noah darin zu finden waren. Naja, wieso auch nicht? Theron war schließlich auch schon aufgestanden, vielleicht sah sie die beiden ja bei Allie oder Jannis. Ob dieser die Rüstungen fertig hatte? Sie hoffte, dass er auch ein paar Stunden schlafen konnte.
Leichtfüssig wanderte sie zu Allies Zelt, sah aber nur, dass Jannis noch döste und Allie weg war. Also machte sie sich auf den Weg zu Lyna, die würde sicher schon wach sein.
Als sie dort ankam, spürte sie die Nervosität, die herrschte. Vorsichtig schlug sie den Eingang zurück und sah ihre Gefährtinnen alle bei Avalos stehen und Noah, der Jule in den Armen hielt. Konnte die Freundin vor Schmerzen nicht gehen?
"Guten Morgen" sagte sie leise und trat auf Noah zu. Noch konnte sie Jule nicht erkennen, und so fragte sie: "was ist mir ihr?"
Bellas Blick fiel auf Allie, die lautlos weinte, Lyna, die vor Schreck leichenblass war, Avalos, der unmenschlicher denn je wirkte - eher wie ein Wesen aus einer anderen Welt.
Wieder kroch diese Angst in ihr hoch. Nach zwei Schritten hatte sie Noah und Jule erreicht.
"Ist sie.. nein oder? Sie schläft doch nur?"
Aber als sie in die Mienen der anderen blickte, wußte sie, dass die erste Variante zu traf. Ein dicker Kloß bildete sich im Hals, Tränen lösten sich aus ihren Augen, und sie wurde noch eine Spur blasser. Leicht taumelte sie, ihr Verstand weigerte sich, das zu akzeptieren.
Ihre Hand berührte Jules Gesicht. Eiskalt. Blicklos.
"Oh nein.... wieso? Wieso bist Du von uns gegangen?" flüsterte sie der Toten zu.
Dann blickte sie Noah an, berührte seine Wange. "Es tut mir so leid Noah. Ich verspreche Dir, sie wird eine Bestattung kriegen, wie es ein grauer Wächter verdient."
Bella war so schockiert, dass sie Avalos nur am Rande wahr nahm, und vergaß, das sie Allie um etwas bitten wollte. Wie in Trance verließ sie das Zelt und ging zurück zu Theron. Leichenblaß und mit leeren Augen sah sie ihn an, dabei liefen ihr die Tränen noch immer lautlos übers Gesicht.
"Theron.. etwas schreckliches ist geschehen... Jule.." Bella schluchzte nun wirklich laut auf, und brachte nur noch hervor: "Sie ist an ihren Wunden gestorben."
Dann kniete sie vor Theron nieder, legte ihren Kopf auf seinen Schoß und weinte hemmungslos um die Freundin.
Modifié par Bellandyrs, 07 juillet 2010 - 06:21 .
#2442
Guest_Avalin_*
Posté 07 juillet 2010 - 07:00
Guest_Avalin_*
Theron war wie gelähmt vor entsetzen. „Wie konnte das nur passieren, sie....“, er schluckte, „Das ist alles meine Schuld ich hätte sie aufhalten sollen.“
Sanft strich er Bella übers Haar. Sein Blick ging starr geradeaus. Nein. Das kann nicht sein. „Bella, wo ist sie?“, er wartete auf Bellas Antwort und sprang auf, und wäre durch diese heftige Reaktion fast ohnmächtig geworden. Er taumelte und ihm wurde schlecht. Aber das war ihm nun egal.
Tollpatschig torkelte er ins Freie und machte sich auf den Weg zu Avalos Zelt. Als er eintrat, stockte ihm der Atem.
Das Bild war bizarr. Eine leichenblasse Lyna, eine weinende Allie, Jule die leblos in Noahs Armen lag und der Schatten, der der in diesem Augenblick fast monströs wirkte.
Theron musste abermals schlucken und näherte sich langsam Noah, dessen Gesichtsausdruck undeutbar war.
„Es tut mir unendlich leid, Noah. Ich hätte sie aufhalten sollen.“, mehr als ein flüstern brachte er nicht zustande.
Keiner sprach und Theron stand nur da und starrte fassungslos auf Jules Leiche.
Sanft strich er Bella übers Haar. Sein Blick ging starr geradeaus. Nein. Das kann nicht sein. „Bella, wo ist sie?“, er wartete auf Bellas Antwort und sprang auf, und wäre durch diese heftige Reaktion fast ohnmächtig geworden. Er taumelte und ihm wurde schlecht. Aber das war ihm nun egal.
Tollpatschig torkelte er ins Freie und machte sich auf den Weg zu Avalos Zelt. Als er eintrat, stockte ihm der Atem.
Das Bild war bizarr. Eine leichenblasse Lyna, eine weinende Allie, Jule die leblos in Noahs Armen lag und der Schatten, der der in diesem Augenblick fast monströs wirkte.
Theron musste abermals schlucken und näherte sich langsam Noah, dessen Gesichtsausdruck undeutbar war.
„Es tut mir unendlich leid, Noah. Ich hätte sie aufhalten sollen.“, mehr als ein flüstern brachte er nicht zustande.
Keiner sprach und Theron stand nur da und starrte fassungslos auf Jules Leiche.
#2443
Posté 07 juillet 2010 - 07:14
Bella lief Theron nach. Das fehlte noch, dass er sich Vorwürfe machte!
Leise trat sie wieder ins Zelt und stellte sich neben Theron. Sie nahm seine Hand und drückte sie.
"Theron, Du hättest sie nicht aufhalten können. Selbst wenn Du etwas gesagt hättest. Jule hatte ihren eigenen Kopf. Zu ihrem Leben gehörte einfach dazu, dass sie erst handelte und dann dachte. Wer kann schon ahnen, dass sich die Wunden entzünden."
Ihre Stimme brach. Sie konnte nur hoffen, dass Theron ihre Worte nicht nur vernommen sondern auch wirklich gehört hatte.
Ihr Blick huschte zu Allie. Bella wußte, es wäre eigentlich völlig unpassend, die Freundin jetzt zu fragen. Dennoch ging das Leben weiter. Jule konnten sie nicht mehr helfen ... aber Theron konnte noch geheilt werden - zumindest teilweise.
Sie schritt auf Allie zu, und umarmte sie kurz.
"Könnt Ihr mal kurz mit nach draussen kommen, bitte?" sie sah die Mage beinahe flehend an.
Leise trat sie wieder ins Zelt und stellte sich neben Theron. Sie nahm seine Hand und drückte sie.
"Theron, Du hättest sie nicht aufhalten können. Selbst wenn Du etwas gesagt hättest. Jule hatte ihren eigenen Kopf. Zu ihrem Leben gehörte einfach dazu, dass sie erst handelte und dann dachte. Wer kann schon ahnen, dass sich die Wunden entzünden."
Ihre Stimme brach. Sie konnte nur hoffen, dass Theron ihre Worte nicht nur vernommen sondern auch wirklich gehört hatte.
Ihr Blick huschte zu Allie. Bella wußte, es wäre eigentlich völlig unpassend, die Freundin jetzt zu fragen. Dennoch ging das Leben weiter. Jule konnten sie nicht mehr helfen ... aber Theron konnte noch geheilt werden - zumindest teilweise.
Sie schritt auf Allie zu, und umarmte sie kurz.
"Könnt Ihr mal kurz mit nach draussen kommen, bitte?" sie sah die Mage beinahe flehend an.
#2444
Posté 07 juillet 2010 - 09:19
Avalos Stimmwechsel kam für sie überraschend- tiefer als seine eigene, mit einem merkwürdigen Zischton, als würde jemand seinen Körper als Träger benutzen, um mit ihnen kommunizieren zu können. Sogar seine Augen schienen verändert- Lyna wusste nicht, ob das den anderen aufgefallen war, doch ihr entging es nicht.
Für einen Moment vergass sie Jules Tod, die Trauer und den Schock der Anwesenden. War es... die Schwarze Sonne, die über Avalos zu ihnen sprach? Sie musste es sein, wer sonst konnte ihn derart befehligen. Aber wenn sie in der Lage war, Kontakt mit dieser Welt aufzunehmen... so hätten doch auch sie die Möglichkeit, mit ihr zu sprechen, nicht wahr? Sie zögerte. Es war der falsche Moment für ihre Bitte an die Schwarze Sonne, schliesslich war Jule vor wenigen Stunden gestorben. Doch immerhin besass sie nun die völlige Gewissheit, dass sie die Schwarze Sonne kontaktieren konnte.
Lyna näherte sich Avalos, legte ihre Hand sachte auf seinen Unterarm. Die braunen Augen blickten in sein Antlitz, auf der Suche nach den letzten Resten Menschlichkeit. Sie waren da, das wusste sie- verzerrt von der Anwesenheit eines anderen Wesens, aber vorhanden.
Die Lähmung der Soldaten im Lager verflog. Einige suchten das Weite, während ändere ihre Waffen oder Schilder zückten, um sich vor einer möglichen Gefahr zu schützen.
Für einen Moment vergass sie Jules Tod, die Trauer und den Schock der Anwesenden. War es... die Schwarze Sonne, die über Avalos zu ihnen sprach? Sie musste es sein, wer sonst konnte ihn derart befehligen. Aber wenn sie in der Lage war, Kontakt mit dieser Welt aufzunehmen... so hätten doch auch sie die Möglichkeit, mit ihr zu sprechen, nicht wahr? Sie zögerte. Es war der falsche Moment für ihre Bitte an die Schwarze Sonne, schliesslich war Jule vor wenigen Stunden gestorben. Doch immerhin besass sie nun die völlige Gewissheit, dass sie die Schwarze Sonne kontaktieren konnte.
Lyna näherte sich Avalos, legte ihre Hand sachte auf seinen Unterarm. Die braunen Augen blickten in sein Antlitz, auf der Suche nach den letzten Resten Menschlichkeit. Sie waren da, das wusste sie- verzerrt von der Anwesenheit eines anderen Wesens, aber vorhanden.
Die Lähmung der Soldaten im Lager verflog. Einige suchten das Weite, während ändere ihre Waffen oder Schilder zückten, um sich vor einer möglichen Gefahr zu schützen.
#2445
Posté 07 juillet 2010 - 09:36
Die nächsten Ereignisse eilten wie im Flug an ihr vorbei. Sie stand nur da, fast wie eine leere Hülle, und konnte nicht realisieren, was geschehen war. Avalos Worte, vernahm sie, doch im selben Moment vergaß sie, was er gesagt hatte, wie wenn sie an einen anderen Ort blicken würde.
Erst als Bella sie direkt ansprach, fand sie zurück in die Realität, und wandte den Blick von den anderen ab, und ging vor das Zelt, ohne ein Wort zu sagen.
Dort angekommen schluckte sie erstmals, holte tief Luft und wischte sie die Tränen von den Wangen, welche sie erst jetzt bemerkt hatte.
Dann blickte sie auf, und bemerkte die Stille und Unruhe. Männer die ihre Waffen zückten, wie bei einem Angriff. Irgendetwas ging hier vor, doch sie wusste nicht was es war, konnte es jedoch spüren.
Erst als Bella sie direkt ansprach, fand sie zurück in die Realität, und wandte den Blick von den anderen ab, und ging vor das Zelt, ohne ein Wort zu sagen.
Dort angekommen schluckte sie erstmals, holte tief Luft und wischte sie die Tränen von den Wangen, welche sie erst jetzt bemerkt hatte.
Dann blickte sie auf, und bemerkte die Stille und Unruhe. Männer die ihre Waffen zückten, wie bei einem Angriff. Irgendetwas ging hier vor, doch sie wusste nicht was es war, konnte es jedoch spüren.
#2446
Posté 07 juillet 2010 - 09:51
"Allie, ich weiß es ist ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt... aber Avalos hat erlaubt, Therons Wange mit Magie zu heilen. Ich wäre Euch wirklich dankbar, wenn Ihr das machen könntet... und auch danke für Eure Hilfe gestern. Ich wäre ohne Euch wirklich hilflos gewesen. Jule können wir nicht mehr helfen. Wir können sie nur bestatten, wie es sich für einen Wächter gehört. Aber ich fürchte, wenn ich mir das so ansehe... wird das warten müssen."
Auch Bella bemerkte die Unruhe in den Reihen der Söldner. Der Himmel hatte eine eigenartige Farbe, der Mond war nicht mehr zu sehen, und die Sonne war dunkel. Eine schwarze Sonne. Ungläubig schüttelte sie den Kopf und wandte sich wieder an Allie.
"Könnt Ihr Theron helfen? Er soll wenigstens hier keine Schmerzen mehr haben müssen. Die Schlacht wird noch grausam genug, ich befürchte... Allie, er wird nicht kämpfen können. Aber ich werde mich noch umsehen, ob ich schmerzstillende Mittel irgendwo auftreiben kann."
Sie drückte die Freundin an sich. "Wir sollten wieder zu den anderen hinein gehen."
Auch Bella bemerkte die Unruhe in den Reihen der Söldner. Der Himmel hatte eine eigenartige Farbe, der Mond war nicht mehr zu sehen, und die Sonne war dunkel. Eine schwarze Sonne. Ungläubig schüttelte sie den Kopf und wandte sich wieder an Allie.
"Könnt Ihr Theron helfen? Er soll wenigstens hier keine Schmerzen mehr haben müssen. Die Schlacht wird noch grausam genug, ich befürchte... Allie, er wird nicht kämpfen können. Aber ich werde mich noch umsehen, ob ich schmerzstillende Mittel irgendwo auftreiben kann."
Sie drückte die Freundin an sich. "Wir sollten wieder zu den anderen hinein gehen."
#2447
Posté 07 juillet 2010 - 09:53
irgendwann erstarb das letzte Dämmerlicht. Nur eine große, runde schwarze Scheibe hing vor der Sonne, umkränzt aus einem Ring aus Flammen.
Mit einem Ruck schleuderte Avalos Lyna weg.
Sein tiefer Bassbariton verzerrte sich, und noch mehr Emsfeuer schlugen aus dem Emblem. Knisternde Entladungen zuckten von der geschwärzten Rüstung, und die grüne Iris in beiden Augen leuchtete bedrohlich auf.
"Die Zeit ist reif, die Stunde nah. Licht wird zu Dunkelheit, und Nacht zum Tag, ein neues Äon, eine neue Ära soll anbrechen.
Der Tod ist endlich, Elfin. Bestattet sie, und zieht weiter, gen Tod und Blut, Chaos und Verderben über meine Feinde.
Die letzte Bastion ist aus weißem Stein, erhaben über die Zeit, aber stets mit frischem Blut getränkt, das die Mauern trotzdem nicht zu färben vermag!"
Noch mehr Elmsfeuer sprangen vom Metall auf, und kurzzeitig meinte man, einen grinsenden Totenschädel mit flammendgrünen Augen in Avalos Rüstung zu entdecken. Und so schnell es begonne hatte, war es vorbei. Langsam aber sicher wurde es wieder hell.
Avalos brach bewußtlos zusammen.
Seine Gefährten waren vor Schreck gelähmt, selbst als Amofillias höchstpersönlich in das Zelt hereinstürmte und verlangte zu wissen, was hier vor sich ging.
Mit einem Ruck schleuderte Avalos Lyna weg.
Sein tiefer Bassbariton verzerrte sich, und noch mehr Emsfeuer schlugen aus dem Emblem. Knisternde Entladungen zuckten von der geschwärzten Rüstung, und die grüne Iris in beiden Augen leuchtete bedrohlich auf.
"Die Zeit ist reif, die Stunde nah. Licht wird zu Dunkelheit, und Nacht zum Tag, ein neues Äon, eine neue Ära soll anbrechen.
Der Tod ist endlich, Elfin. Bestattet sie, und zieht weiter, gen Tod und Blut, Chaos und Verderben über meine Feinde.
Die letzte Bastion ist aus weißem Stein, erhaben über die Zeit, aber stets mit frischem Blut getränkt, das die Mauern trotzdem nicht zu färben vermag!"
Noch mehr Elmsfeuer sprangen vom Metall auf, und kurzzeitig meinte man, einen grinsenden Totenschädel mit flammendgrünen Augen in Avalos Rüstung zu entdecken. Und so schnell es begonne hatte, war es vorbei. Langsam aber sicher wurde es wieder hell.
Avalos brach bewußtlos zusammen.
Seine Gefährten waren vor Schreck gelähmt, selbst als Amofillias höchstpersönlich in das Zelt hereinstürmte und verlangte zu wissen, was hier vor sich ging.
#2448
Posté 07 juillet 2010 - 10:15
Allie blickte in den Himmel. So etwas hatte sie noch nie gesehen. Noch in keinem Buch gelesen. Was ging hier nur vor sich …
Die Worte von Bella, nahm sie nur Bruchstückhaft wahr. Alles was sie raus hörte war: Theron, Wange und heilen.
Dabei starrte sie jedoch die gesamte Zeit in den Himmel.
Wie wenn Bellas Bitte ein Befehl an einen Sklaven, der keinen eigenen Willen hatte, reagierte sie und begab sich wortlos zurück ins Zelt.
Nur Sekunden darauf, rannten sie einige Wachen, die Amofillas begleiteten, fast nieder.
Sie sah Avalos der am Boden lag, bewusstlos. Entgeisterte Blicke der anderen. Einen verletzten Elfen, der sich kaum bewegen konnte. Eine tote Elfe, der sie nichtmehr helfen konnte.
Sie wandte den Blick von Jule ab, und ging, wie von einer anderen Hand gesteuert, auf Theron zu. Die einzigen Worte die sie sprach, waren unverständliche Verse, die sie leise vor sich her flüsterte, als sie ihre zarten Finger auf seine geschwollene Wange legte. Wie kleine Irrwische die aus verschiedenen Richtungen her tänzelten, entstand eine Art blauer sanfter und funkelnder Nebel, der sich sanft auf Therons Wunde niederlegte. Allies Augen waren geschlossen, doch die anderen würden die Heilung sehen, wie sie im Zeitraffer voranschritt, und nur zwei Sekunden später geendet hatte. Im selben Moment, war alles vorbei, und das blaue Funkeln, war, wie wenn jemand eine Kerze ausblies, verschwunden.
Sie öffnete die Augen wieder, drehte sich um, und verließ das Zelt, ohne ein Wort zu sagen.
Der Himmel war wieder normal, als wäre er nie anders gewesen.
Die Worte von Bella, nahm sie nur Bruchstückhaft wahr. Alles was sie raus hörte war: Theron, Wange und heilen.
Dabei starrte sie jedoch die gesamte Zeit in den Himmel.
Wie wenn Bellas Bitte ein Befehl an einen Sklaven, der keinen eigenen Willen hatte, reagierte sie und begab sich wortlos zurück ins Zelt.
Nur Sekunden darauf, rannten sie einige Wachen, die Amofillas begleiteten, fast nieder.
Sie sah Avalos der am Boden lag, bewusstlos. Entgeisterte Blicke der anderen. Einen verletzten Elfen, der sich kaum bewegen konnte. Eine tote Elfe, der sie nichtmehr helfen konnte.
Sie wandte den Blick von Jule ab, und ging, wie von einer anderen Hand gesteuert, auf Theron zu. Die einzigen Worte die sie sprach, waren unverständliche Verse, die sie leise vor sich her flüsterte, als sie ihre zarten Finger auf seine geschwollene Wange legte. Wie kleine Irrwische die aus verschiedenen Richtungen her tänzelten, entstand eine Art blauer sanfter und funkelnder Nebel, der sich sanft auf Therons Wunde niederlegte. Allies Augen waren geschlossen, doch die anderen würden die Heilung sehen, wie sie im Zeitraffer voranschritt, und nur zwei Sekunden später geendet hatte. Im selben Moment, war alles vorbei, und das blaue Funkeln, war, wie wenn jemand eine Kerze ausblies, verschwunden.
Sie öffnete die Augen wieder, drehte sich um, und verließ das Zelt, ohne ein Wort zu sagen.
Der Himmel war wieder normal, als wäre er nie anders gewesen.
Modifié par Kaysallie, 08 juillet 2010 - 01:09 .
#2449
Posté 07 juillet 2010 - 10:49
Die Luft vibrierte, die feinen Härchen an Jannis Körper stellten sich auf. Ein Unbehagen störte ihn in seinem Schlaf. Er wälzte sich wild umher, das Vibrieren wurde stärker. Eine laute Stimme drang in sein Ohr. Seine Augen öffneten sich einen Schlitz weit. Eine unnatürliche Dunkelheit herrschte gerade, Jannis wurde mulmig. In jeder noch so schwarzen Nacht konnte er sehen, Licht oder Schein ist immer vorhanden. Missmutige Säufzer, Schockschreie und wildes Rüstungsgeklirre machte sich breit. Die Stimme wurde lauter. Jannis schnellte hoch und verließ das Zelt.
Sein Blick wurde sofort von einer Leuchtend roten Bannscheibe angezogen. Ein Ring aus Feuer Trohnte am Himmel. Das Einzige was licht spendete war dieses beängstigende Phänomen. Dann fiel Jannis ein,"Wo ist Allie?" Sie war nicht bei ihm im Zelt. Die Soldaten standen alle Paralysiert da. Er schaute in alle Zelte am Lager, niemand da. Jannis versuchte seinen Weg zu Avalos Zelt, bei diesem gedämmten Licht des Feuerrades zu finden.
Nervös stolperte er umher, verfing sich in Zeltschnüren. "Was ist hier blos los."
Er stoppte kurz bei einem nahe stehenden Soldaten. "Könnt ihr mir sagen was hier geschieht, oder wie ich den Schatten finden kann?"
Der Soldat blieb stocksteif und brachte keinen Ton heraus.
Jannis ging weiter, unweigerlich dahin wo es nur dunkler wurde, dort wo dieses Spektakel wohl seinen Ursprung hatte. Er hetzte durch das Lager, er griff sich ein Schwert von einem der vielen Waffenständer und betrat die alles verschluckende Dunkelheit. Nur ein ihm vertrauter jadegrüner Schein konnte ihn Leiten. Je weiter er ging desto heller wurde der Schein. Nach nur wenigen Metern konnte er Leute ausmachen.
Sein Gemüt beruhigte sich als er näher kam. Es waren die anderen, glüklich darüber holte er erstmal tief Luft. Sie waren alle komplett abwesend, als er gerade das Wort ergreifen wollte lichtete sich die Dunkelheit urplötzlich. Er sah sich um, aus dem Schatten trat Allie vor das Zelt, welche sich nur verdutzt umsah. Jannis lies das Schwert aus seine Hand gleiten und trat näher heran.
"Allie was ist hier geschehen, warum seit ihr Alle hier bei Avalos und warum hat mir keiner bescheid gesagt?"
Sein Blick wurde sofort von einer Leuchtend roten Bannscheibe angezogen. Ein Ring aus Feuer Trohnte am Himmel. Das Einzige was licht spendete war dieses beängstigende Phänomen. Dann fiel Jannis ein,"Wo ist Allie?" Sie war nicht bei ihm im Zelt. Die Soldaten standen alle Paralysiert da. Er schaute in alle Zelte am Lager, niemand da. Jannis versuchte seinen Weg zu Avalos Zelt, bei diesem gedämmten Licht des Feuerrades zu finden.
Nervös stolperte er umher, verfing sich in Zeltschnüren. "Was ist hier blos los."
Er stoppte kurz bei einem nahe stehenden Soldaten. "Könnt ihr mir sagen was hier geschieht, oder wie ich den Schatten finden kann?"
Der Soldat blieb stocksteif und brachte keinen Ton heraus.
Jannis ging weiter, unweigerlich dahin wo es nur dunkler wurde, dort wo dieses Spektakel wohl seinen Ursprung hatte. Er hetzte durch das Lager, er griff sich ein Schwert von einem der vielen Waffenständer und betrat die alles verschluckende Dunkelheit. Nur ein ihm vertrauter jadegrüner Schein konnte ihn Leiten. Je weiter er ging desto heller wurde der Schein. Nach nur wenigen Metern konnte er Leute ausmachen.
Sein Gemüt beruhigte sich als er näher kam. Es waren die anderen, glüklich darüber holte er erstmal tief Luft. Sie waren alle komplett abwesend, als er gerade das Wort ergreifen wollte lichtete sich die Dunkelheit urplötzlich. Er sah sich um, aus dem Schatten trat Allie vor das Zelt, welche sich nur verdutzt umsah. Jannis lies das Schwert aus seine Hand gleiten und trat näher heran.
"Allie was ist hier geschehen, warum seit ihr Alle hier bei Avalos und warum hat mir keiner bescheid gesagt?"
Modifié par J.D.C, 07 juillet 2010 - 10:55 .
#2450
Posté 08 juillet 2010 - 01:03
Zu viele Gedanken wirrten durch ihren Kopf. Träumte sie noch? Nein es war alles real. Eine schwarze Sonne, ein ohnmächtiger Schatten, welcher zwei Gefährten auspeitschen ließ um ihnen weitere Stunden Leben zu schenken.. Stunden voller Qualen, mit dem Tod im Nacken sitzend, der nur auf die Gelegenheit wartete, sie zu sich zu ziehen. Ein Tod, ohne Ehre. Ohne Sinn. Einen Tod den sie trotz ihrer Fähigkeiten nicht verhindern durfte, obwohl sie es könnte. Was war all die Macht über die Magie wert, wenn man sie nicht einsetzen durfte, um Leben zu retten? Nein, redete sie sich selbst ein, sie haben ihren Weg selbst gewählt, sie konnte nichts tun … durfte nichts tun … Oder hätte sie es tun sollen? Einfach die Regeln brechen? So wie Jule es oft getan hatte? Doch was war der Preis?
Ihre Gedanken schienen im Kreis zu irren, als sie plötzlich durch die Worte von Jannis daraus gerissen wurde. Sie blickte zu ihm auf und ihre Augen wurden wieder glasig. Dann fiel sie ihm, ohne zu zögern um den Hals, wobei ihr weitere Tränen, die Wangen hinab liefen.
„Ich … ich wollte gerade zu Dir …“, flüsterte sie dann leise mit zittriger und gebrochener Stimme, “Alles ging so schnell … und irgendetwas … Eigenartiges geht hier vor … die Sonne wurde … schwarz … der Schatten ist ohnmächtig … und … und … Jules Wunden waren zu stark … ich hab gesehen wie er sie zu sich geholt hat …“
Sie klammerte sich fester an ihn, in der Hoffnung, dadurch Trost und Sicherheit, für all diese aneinander ragenden Ereignisse, zu finden.
Ihre Gedanken schienen im Kreis zu irren, als sie plötzlich durch die Worte von Jannis daraus gerissen wurde. Sie blickte zu ihm auf und ihre Augen wurden wieder glasig. Dann fiel sie ihm, ohne zu zögern um den Hals, wobei ihr weitere Tränen, die Wangen hinab liefen.
„Ich … ich wollte gerade zu Dir …“, flüsterte sie dann leise mit zittriger und gebrochener Stimme, “Alles ging so schnell … und irgendetwas … Eigenartiges geht hier vor … die Sonne wurde … schwarz … der Schatten ist ohnmächtig … und … und … Jules Wunden waren zu stark … ich hab gesehen wie er sie zu sich geholt hat …“
Sie klammerte sich fester an ihn, in der Hoffnung, dadurch Trost und Sicherheit, für all diese aneinander ragenden Ereignisse, zu finden.





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