Die Ereignisse im Zelt überschlugen sich. Kaum das Therons Wange geheilt war, sprach der Schatten diese unheimlichen Worte, um danach bewußtlos zusammenzubrechen. Als der Regent persönlich ins Zelt stürmte, konnte sie gerade noch rechtzeitig einen Schritt zurücktreten, sonst hätte er sie wohl umgerannt.
Das diffuse Licht draussen und die Kälte, die zuvor herrschte, verschwand zeitgleich mit Avalos Zusammenbruch. Bella hatte es gar nicht bemerkt, aber selbst die Natur hatte den Atem während dieser Finsterniss angehalten. Es wurde ihr erst bewußt, als die Vögel draussen wieder zu zwitschern begannen.
Langsam löste sie sich aus ihrer Starre. Avalos - oder das, was aus ihm sprach - hatte gesagt, sie dürften Jule bestatten, bevor sie weiterzogen. Aber was meinte diese Stimme mit den anderen Worten? "Die letzte Bastion ist aus weißem Stein, erhaben über die Zeit, aber stets mit frischem Blut getränkt, das die Mauern trotzdem nicht zu färben vermag". Sie verinnerlichte sich die Worte. Soviel war klar, an diesem Ort würde wohl etwas mächtiges geschehen. Aber was? Und vor allem -wo? Sie kannte sich in den Marschen überhaupt nicht aus. Wo konnte so ein Ort sein? Bisher war sie eher der Annahme, dass sie in das Gebiet der Sümpfe zogen. Sie schüttelte den Kopf, darüber konnte sie sich momentan wirklich nicht den Kopf zerbrechen. Dafür gab es schließlich Heer-Führer, den Regenten - und Avalos. Zumindest, wenn er irgendwann wieder aufwachen würde.
Amofillias starrte die Gefährten noch immer wütend an.
"Könnt Ihr nicht antworten?" herrschte er sie an.
Bella trat nun einen Schritt vor und erwiderte:
"Euer Majestät, wir wissen selber nicht, was genau war. Die Sonne verdunkelte sich, und hier passierten einige unerklärbare Dinge. So als würde jemand über Avalos sprechen, was ihn letztlich zusammenbrechen ließ. Zudem hat Jule, wie Ihr vielleicht bereits bemerkt habt, Eure Bestrafung nicht überlebt. Ich für meinen Teil werde nun versuchen, Jules Bestattung zu organisieren. Und irgendjemand, der etwas von Heilung versteht, sollte sich um Avalos kümmern."
Bellas Herz zog sich zusammen, als sie einen Blick auf den bewußtlosen Avalos warf. Sonst immer stark und mächtig, wirkte er ohnmächtig eher zerbrechlich und zart. Wie der Schein doch trügen konnte! Trotzdem - sie war in diesem Fall nicht die richtige Person, sich um den Schatten zu kümmern. Früher hätte sie alles menschenmögliche getan - aber diese Aufgabe wäre nun an Lyna. Oder dem Regenten. Avalos war stark, er würde sich schon wieder fangen.
Sie nahm Theron bei der Hand und versuchte, ihn mit sich aus dem Zelt zu ziehen. Nichts wie raus, weg von diesem Platz, der ohnehin langsam zu klein wurde für soviele Personen.
Jule würde eine Feuerbestattung erhalten. Und sie wollte die Priester im Lager fragen, ob sie ein paar Worte beisteuern würden.
ooc: muß los - tippe später weiter
Die Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
xX Ripper Xx
, févr. 07 2010 02:46
#2451
Posté 08 juillet 2010 - 06:32
#2452
Posté 08 juillet 2010 - 12:25
Noah starrte in Avalos` Augen während dieser mit ihm sprach. Doch sein Geist war fern und die Worte verklangen ungehört in seinem Kopf. Seine Welt wurde schwärzer und versank in Dunkelheit. Entfernt hörte er verstörte Schreie und das Klirren von Waffen und wunderte sich, wieso die anderen so reagierten.....Avalos vor ihm verwandelte sich in ein Monster mit zischender Stimme und glühend grünen Augen. Doch Noah war das alles egal.
Mit seiner Liebe in seinen Armen ließ er sich auf den Boden sinken und drückte ihren Körper an sich. Sein Gesicht vergrub er in ihren Haaren, die ihren wundervollen Geruch noch nicht verloren hatten.
Er merkte nicht, dass mittlerweile alle Gefährten in dem Zelt waren. Auch nicht, als es wieder hell wurde. Seine Welt blieb dunkel.
Mit seiner Liebe in seinen Armen ließ er sich auf den Boden sinken und drückte ihren Körper an sich. Sein Gesicht vergrub er in ihren Haaren, die ihren wundervollen Geruch noch nicht verloren hatten.
Er merkte nicht, dass mittlerweile alle Gefährten in dem Zelt waren. Auch nicht, als es wieder hell wurde. Seine Welt blieb dunkel.
#2453
Posté 08 juillet 2010 - 12:50
Allie warf sich Jannis plötzlich weinend um den Hals, sie Zitterte, ihre Stimme stoterte und sie selbst hing schlaf an ihm. Jannis lies sich ihre Worte durch den Kopf gehen, es brauchte einen kurzen Augenblick bis er erkannte was sie meinte, das Jule tot war. Ungläubig drückte Jannis sich an Allie dran. Ein eiskalter schauer lief ihm den Rücken runter.
"Du meinst wirklich, Jule is tot?"
Jannis blickte auf das Zelt vor ihm, er wollte es mit eigenen Augen sehen, langsam löste er Allies umarmung und schritt auf das Zelt zu. Bella kam ihm mit Theron entgegen, dieser konnte schon wieder laufen, immerhin etwas gutes. Auch Bella's Blick war Tränen unterlaufen, eilig brausten sie an Jannis vorbei. Behutsam schob er die Plane am eingang zur Seite und sah in des Zelt. Avalos lag am Boden, Noah auf die Knie gefallen, mit Jule in seinen Armen.
Ihr Kopf hing kraftlos, leblos und bleich an Noah's Arm herunter. Ihre Augen waren geschlossen. Sein Haupt war gesenkt, Jannis packte der Schock als er all dies wirklich realisierte. Der Schatten am Boden, Jule tot und direkt neben ihm bemerkte er erst jetzt den Regenten. Ihm egal, wer er war.
Jannis ging an Noah's Seite, "Mein guter Freund, Noah es tut mir so leid für dich. Ich hatte allen ernstes geglaubt, dass Jule auch das mit ihrer sturen Art überwinden wird. Kein wunder sie war eine Kämpfernatur. Ich hoffe egal wie schwer der Verlust für dich ist, du nicht daran zerbrichst. Du weißt wir alle sind für dich da."
Jannis lies von Noah und und sah Jule's kalten toten Körper an. Sanft strich er ihr über den Haaransatz und lies sich kurz in Gedanken fallen.
Er dachte an ihr ungestümes Wesen, an ihre kindlich dumme Art, aber besonders an ihre Treue zu sich selbst. Er lies die ersten Augenblick mit ihr nochmal Revue passieren, ihre erste Begegnung, die Schlacht von FellRemnon und an den Abend, an dem Noah's und ihr Schicksal miteinander verbunden wurde.
Bekümmert kehrte er wieder in die Realität zurück. Ein paar Tränen fanden ihren weg über seine Wangen. Mit der linken Hand friemelte er an seinen Rechten Handgelenk herum. Er löste sein Armband und legte es auf Jule's Brust. Leise murmelte er, "Für einen wahren Freund."
Danach drehte sich Jannis um und ging wieder nach draußen zu Allie, welche still und allein stehen geblieben war. Er schloss sie wieder in seine Arme und strich ihr mit der Hand über den Rücken, so lange bis sie ihr schluchzen beisetzte.
"Du meinst wirklich, Jule is tot?"
Jannis blickte auf das Zelt vor ihm, er wollte es mit eigenen Augen sehen, langsam löste er Allies umarmung und schritt auf das Zelt zu. Bella kam ihm mit Theron entgegen, dieser konnte schon wieder laufen, immerhin etwas gutes. Auch Bella's Blick war Tränen unterlaufen, eilig brausten sie an Jannis vorbei. Behutsam schob er die Plane am eingang zur Seite und sah in des Zelt. Avalos lag am Boden, Noah auf die Knie gefallen, mit Jule in seinen Armen.
Ihr Kopf hing kraftlos, leblos und bleich an Noah's Arm herunter. Ihre Augen waren geschlossen. Sein Haupt war gesenkt, Jannis packte der Schock als er all dies wirklich realisierte. Der Schatten am Boden, Jule tot und direkt neben ihm bemerkte er erst jetzt den Regenten. Ihm egal, wer er war.
Jannis ging an Noah's Seite, "Mein guter Freund, Noah es tut mir so leid für dich. Ich hatte allen ernstes geglaubt, dass Jule auch das mit ihrer sturen Art überwinden wird. Kein wunder sie war eine Kämpfernatur. Ich hoffe egal wie schwer der Verlust für dich ist, du nicht daran zerbrichst. Du weißt wir alle sind für dich da."
Jannis lies von Noah und und sah Jule's kalten toten Körper an. Sanft strich er ihr über den Haaransatz und lies sich kurz in Gedanken fallen.
Er dachte an ihr ungestümes Wesen, an ihre kindlich dumme Art, aber besonders an ihre Treue zu sich selbst. Er lies die ersten Augenblick mit ihr nochmal Revue passieren, ihre erste Begegnung, die Schlacht von FellRemnon und an den Abend, an dem Noah's und ihr Schicksal miteinander verbunden wurde.
Bekümmert kehrte er wieder in die Realität zurück. Ein paar Tränen fanden ihren weg über seine Wangen. Mit der linken Hand friemelte er an seinen Rechten Handgelenk herum. Er löste sein Armband und legte es auf Jule's Brust. Leise murmelte er, "Für einen wahren Freund."
Danach drehte sich Jannis um und ging wieder nach draußen zu Allie, welche still und allein stehen geblieben war. Er schloss sie wieder in seine Arme und strich ihr mit der Hand über den Rücken, so lange bis sie ihr schluchzen beisetzte.
#2454
Posté 08 juillet 2010 - 01:30
Avalos am Boden zu sehen versetzte Lyna einen weiteren Schock. Bisher hatte sie von der Schwarzen Sonne nur gehört, sie aber jetzt wahrhaftig vor sich zu haben... darauf war sie nicht gefasst gewesen. Dennoch stürzte sie sich zu ihrem Geliebten, als dieser das Bewusstsein verlor.
Zwei Soldaten aus Amofillias Gefolge halfen ihr, Avalos ins Innere des Zeltes zu tragen und auf sein Bett zu legen. Er schien nicht verletzt zu sein, zumindest konnte sie nichts erkennen. Wahrscheinlich war die Anwesenheit der Schwarzen Sonne auch für ihn zu viel gewesen. Sie hauchte ihm einen Kuss auf die Stirn und verliess das Zelt wieder, begab sich zu Bella.
"Bella", sprach sie sie an, "lass mich dir bei der Bestattung helfen. Bitte." Schliesslich war ihr Jule eine gute Freundin gewesen, von ihrer erster Zusammenkunft im Brecilian-Wald an bis zu diesem Tag....
Wie hätte sie es sich wohl gewünscht, bestattet zu werden? Bei den Dalish gab es verschiedene Rituale und Traditionen, je nach Clan natürlich unterschiedlich. Doch Lyna bezweifelte, dass die Elfen aus dem Gesindeviertel ähnliche Traditionen pflegten. Nun, im Lager liessen sich garantiert andere Elfen finden, die vielleicht weiterhelfen würden.
Sie liess ihren Blick wieder zu Jule schweifen und spürte einen weiteren Stich im Herzen. Was war sie doch bloss für eine fröhliche Elfe gewesen, ein regelrechter Wildfang, unbekümmert und wild. Sie erinnerte sich an die lachende Jule am Ball, die im Kampf unbezwingbar erschien, oder wie sie am Fusse des Magierturmes Lyna mit Beeren bewarf und dabei laut auflachte.
Sie seufzte traurig und blinzelte die Tränen weg.
Zwei Soldaten aus Amofillias Gefolge halfen ihr, Avalos ins Innere des Zeltes zu tragen und auf sein Bett zu legen. Er schien nicht verletzt zu sein, zumindest konnte sie nichts erkennen. Wahrscheinlich war die Anwesenheit der Schwarzen Sonne auch für ihn zu viel gewesen. Sie hauchte ihm einen Kuss auf die Stirn und verliess das Zelt wieder, begab sich zu Bella.
"Bella", sprach sie sie an, "lass mich dir bei der Bestattung helfen. Bitte." Schliesslich war ihr Jule eine gute Freundin gewesen, von ihrer erster Zusammenkunft im Brecilian-Wald an bis zu diesem Tag....
Wie hätte sie es sich wohl gewünscht, bestattet zu werden? Bei den Dalish gab es verschiedene Rituale und Traditionen, je nach Clan natürlich unterschiedlich. Doch Lyna bezweifelte, dass die Elfen aus dem Gesindeviertel ähnliche Traditionen pflegten. Nun, im Lager liessen sich garantiert andere Elfen finden, die vielleicht weiterhelfen würden.
Sie liess ihren Blick wieder zu Jule schweifen und spürte einen weiteren Stich im Herzen. Was war sie doch bloss für eine fröhliche Elfe gewesen, ein regelrechter Wildfang, unbekümmert und wild. Sie erinnerte sich an die lachende Jule am Ball, die im Kampf unbezwingbar erschien, oder wie sie am Fusse des Magierturmes Lyna mit Beeren bewarf und dabei laut auflachte.
Sie seufzte traurig und blinzelte die Tränen weg.
Modifié par govi1, 08 juillet 2010 - 01:32 .
#2455
Guest_Juleiila_*
Posté 08 juillet 2010 - 02:33
Guest_Juleiila_*
Jule befand sich noch immer auf der saftigen grünen Wiese, wo auch ihre Tochter spielte, einem Schmetterling nachjagte. Plötzlich veränderte sich der Ort wieder. Sie befand sich wieder in einem schwarzem Nichts, niemand war hier, nur Jule alleine.
Auf einmal kam eine schwarze Gestalt auf sie zu, dessen Augen so rot leuchtenden, wie Jules pochendes Blut, das durch ihre Adern raste, als sie noch am Leben war. Ein Gesicht konnte man nicht erkennen. Dennoch begann dieses unbekannte Wesen mit ihr zu sprechen.
"Ihr habt Eure Aufgabe noch nicht erledigt..." flüsterte es mit einer unheilvollen Stimme und Jule sack auf die Knie. Sie wusste das sie irgendwo im Nichts war, dennoch hatte sie gerade Angst.
"Wer wer, seid Ihr?" stotterte Jule.
"Wer ich bin, spielt keine Rolle." er lachte höllisch. "Dennoch habt Ihr Eure Aufgabe noch nicht erfüllt. Ihr wurdet in die Ophut der Wächter gegeben, mit der Last, etwas zu vollenden. Die Brut auszuschalten, und die Lebenwesen auf der Welt zu retten. Deshalb bin ich hier, deshalb habe ich Euch aus eurer schönen Vorstellung in dem Nichts rausgezogen, und nun seid ihr hier. In sagen wir mal einer, Zwischenwelt. Ihr seid nicht Tod und ich habe Euch einen Vorschlag zu machen...."
In Jules Hals bildete sich ein Klos. Sie verstand gerade wirklich nicht, was hier vor sich ging, wer dieses Wesen war, wo sie war, und was nun geschehen würde. Mutig stand sie auf, stellte sich vor das Dunkle Wesen, und sagte.
"Ich höre..."
Das Wesen fasste sich mit seiner verkrüppelten Hand ans Kinn, und seine Augen leuchteten noch heller auf wie zuvor. Tiefrot.
"Ich werde Euch zurück lassen. Zurück auf die Welt, zu Euren Gefährten, und zu Eurer Aufgabe, in gesundem Zustand. Aber ... " Das Wesen begann wieder höllisch zu Lachen. "... Ich werde dafür Euer Kind erhalten. Sofort. Genau so...wie eure Verdammte Seele, wenn ihr an den Folgen des Wächterdaseins gestorben seid. Ihr werdet, aber nicht mehr so sein wie ihr einmal wart."
Jule schlug sich die Hände vor den Kopf, und versteckte ihr Gesicht darin. Ihre Gedanken, und Ihr Puls raste. Was sollte sie machen? Ihr Gefährten, und Noah im Stich lassen, eine schöne Traumwelt im Nichts erleben, oder zurück gehen. Als anderer Mensch, dessen Seele verkauft wurde, und ohne Kind. Jetzt bräuchte sie einen klaren Verstand, einen wie den von Bella oder Lyna. Was wenn sie nun einen Fehler machte? Eigentlich konnte man dazu nicht nein sagen. Ihr Puls raste weiterhin, aber sie musste daran denken, wie sie Schande über die Wächter brachte. Genau das hatte sie wieder gut zu machen.
"Einverstanden. Ich mache es. Selbst wenn ihr dafür das Kind meines Geliebten erhaltet. Ich mache es." Ihre Gedanken kreisten. Was würde Noah sagen, wenn er erfahren würde das sie ihr Kind "verkauft" hatte? Sie hatte panische Angst, dennoch wollte sie zurück. Sie war ein Wächter, und musste das tun, was ihr als Aufgabe aufs Auge gedrückt wurde.
"Los macht schon!!!" schrie sie.
"Nun gut, wir haben eine Abmachung! Und wir werden uns wieder sehen...denkt daran!" wieder lachte das Wesen bestialisch. Jule wollte einfach nur von hier weg.
Das Wesen trat auf sie zu, und streckte seine Hand aus. Diese legte er auf ihren Kopf und Jule grauste es davor. Ein stechender pochender Schmerz trat in ihrem Kopf auf, genau so wie in ihrem Unterleib. Dann war sie weg, aus dem Nichts, und flog. Sie merkte wie ihre Seele wanderte, und zurück in ihren Körper gelangte.
ooc: Teil 2 Folgt - bei der bestattung
Auf einmal kam eine schwarze Gestalt auf sie zu, dessen Augen so rot leuchtenden, wie Jules pochendes Blut, das durch ihre Adern raste, als sie noch am Leben war. Ein Gesicht konnte man nicht erkennen. Dennoch begann dieses unbekannte Wesen mit ihr zu sprechen.
"Ihr habt Eure Aufgabe noch nicht erledigt..." flüsterte es mit einer unheilvollen Stimme und Jule sack auf die Knie. Sie wusste das sie irgendwo im Nichts war, dennoch hatte sie gerade Angst.
"Wer wer, seid Ihr?" stotterte Jule.
"Wer ich bin, spielt keine Rolle." er lachte höllisch. "Dennoch habt Ihr Eure Aufgabe noch nicht erfüllt. Ihr wurdet in die Ophut der Wächter gegeben, mit der Last, etwas zu vollenden. Die Brut auszuschalten, und die Lebenwesen auf der Welt zu retten. Deshalb bin ich hier, deshalb habe ich Euch aus eurer schönen Vorstellung in dem Nichts rausgezogen, und nun seid ihr hier. In sagen wir mal einer, Zwischenwelt. Ihr seid nicht Tod und ich habe Euch einen Vorschlag zu machen...."
In Jules Hals bildete sich ein Klos. Sie verstand gerade wirklich nicht, was hier vor sich ging, wer dieses Wesen war, wo sie war, und was nun geschehen würde. Mutig stand sie auf, stellte sich vor das Dunkle Wesen, und sagte.
"Ich höre..."
Das Wesen fasste sich mit seiner verkrüppelten Hand ans Kinn, und seine Augen leuchteten noch heller auf wie zuvor. Tiefrot.
"Ich werde Euch zurück lassen. Zurück auf die Welt, zu Euren Gefährten, und zu Eurer Aufgabe, in gesundem Zustand. Aber ... " Das Wesen begann wieder höllisch zu Lachen. "... Ich werde dafür Euer Kind erhalten. Sofort. Genau so...wie eure Verdammte Seele, wenn ihr an den Folgen des Wächterdaseins gestorben seid. Ihr werdet, aber nicht mehr so sein wie ihr einmal wart."
Jule schlug sich die Hände vor den Kopf, und versteckte ihr Gesicht darin. Ihre Gedanken, und Ihr Puls raste. Was sollte sie machen? Ihr Gefährten, und Noah im Stich lassen, eine schöne Traumwelt im Nichts erleben, oder zurück gehen. Als anderer Mensch, dessen Seele verkauft wurde, und ohne Kind. Jetzt bräuchte sie einen klaren Verstand, einen wie den von Bella oder Lyna. Was wenn sie nun einen Fehler machte? Eigentlich konnte man dazu nicht nein sagen. Ihr Puls raste weiterhin, aber sie musste daran denken, wie sie Schande über die Wächter brachte. Genau das hatte sie wieder gut zu machen.
"Einverstanden. Ich mache es. Selbst wenn ihr dafür das Kind meines Geliebten erhaltet. Ich mache es." Ihre Gedanken kreisten. Was würde Noah sagen, wenn er erfahren würde das sie ihr Kind "verkauft" hatte? Sie hatte panische Angst, dennoch wollte sie zurück. Sie war ein Wächter, und musste das tun, was ihr als Aufgabe aufs Auge gedrückt wurde.
"Los macht schon!!!" schrie sie.
"Nun gut, wir haben eine Abmachung! Und wir werden uns wieder sehen...denkt daran!" wieder lachte das Wesen bestialisch. Jule wollte einfach nur von hier weg.
Das Wesen trat auf sie zu, und streckte seine Hand aus. Diese legte er auf ihren Kopf und Jule grauste es davor. Ein stechender pochender Schmerz trat in ihrem Kopf auf, genau so wie in ihrem Unterleib. Dann war sie weg, aus dem Nichts, und flog. Sie merkte wie ihre Seele wanderte, und zurück in ihren Körper gelangte.
ooc: Teil 2 Folgt - bei der bestattung
Modifié par Juleiila, 08 juillet 2010 - 03:46 .
#2456
Posté 08 juillet 2010 - 07:16
„Aber natürlich Lyna. Ich bin froh, dass Ihr bei den Vorbereitungen helfen wollt. Um ehrlich zu sein, wäre mir das wohl alles zuviel. Ich würde gerne selber mit den Priestern sprechen. Aber wir bräuchten Feuerholz. Viel Holz. So, dass Jule daraufgelegt werden kann. Außerdem könntet Ihr wohl die Magier fragen, ob sie etwas Weihrauch und Thymian erübrigen könnten, das würde dann mit verbrennen und Jules Seele reinigen, wenn man es so ausdrücken mag. Und dann wäre noch die Frage, wo wir sie bestatten. Das überlasse ich Euch, Lyna. Sie war schließlich in Eurem Clan aufgenommen. Nur bitte nicht mitten im Wald.“ Sie drückte Lynas Hand voller Dankbarkeit.
Bella schlug den Weg zu Allies Zelt ein. Noch bevor sie dort ankam, traf sie auf Allie und Jannis.
„Ich hätte eine Bitte an Euch Beiden. Allie, könntet Ihr Therons Verband wechseln und nötigenfalls seine Wunden nochmal reinigen? Und Jannis, wenn Ihr danach Theron in seine Rüstung helfen könntet, wäre ich wirklich glücklich. Ich kann sie ihm nicht mal ausziehen, wie sollte ich die dann erst ihm anziehen können...“ Sie nickte dem Paar zu und wandte sich an Theron.
„Ich geh mal mit den Priestern sprechen, und will versuchen ein paar schmerzlindernde Kräuter für einen Tee für Dich aufzutreiben.“ Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und küßte Theron zärtlich. Viel lieber hätte sie ihn leidenschaftlich geküßt und all ihre Sorgen dabei vergessen. Aber dazu war weder die richtige Zeit noch der richtige Ort.
Zuerst füllte sie die Wasserschläuche neu auf und spülte den Topf aus, in den sie nachts das Wasser erhitzte. Dafür machte sie sich einen kleinen Eimer voll mit Wasser und Kernseife. Schließlich sollte der Topf wirklich richtig sauber werden.
Kurze Zeit später suchte sie einen Priester auf, und trug diesem ihr Anliegen vor.
„Ich soll was? Seid Ihr des Wahnsinns? Ich werde einer Mörderin sicher keine Absolution erteilen und ihre Bestattung auch noch mit Worten säumen. Verschwindet!“ Die Stimme des Priesters überschlug sich beinahe vor Entrüstung.
Bella stemmte die Hände in ihre Hüften und blickte dem Priester fest in die Augen.
„Jule hat ihre Strafe erhalten. Sie hat auf Erden für ihre Tat gebüßt. So sehr sogar, dass sie daran gestorben ist. Wenn jemand für sein Verhalten bestraft wird, kann derjenige nicht noch einmal verurteilt werden, aber genau das tut Ihr mit Eurem Verhalten. Ich dachte immer, der Erbauer ist großherzig und vergibt in der Stunde des Todes? Was tun hingegen dessen Diener? Andraste selber wird über meine Gefährtin richten. Aber Ihr glaubt, Ihr habt dazu das Recht?“ Herausfordernd blickte sie den Geistlichen an.
Dieser wurde bei Bellas Worten abwechselnd rot und blaß. Die Zwergin hatte ihm einige Worte an den Kopf geworfen, die er nicht von der Hand weisen konnte. Wer war er, dass er sich über Andraste stellen konnte? Beschämt sah er Bella an, und willigte schließlich ein, Jule einen würdevollen Abschied zu bereiten.
„Habt Dank, ehrwürdiger Vater“, verabschiedete sich Bella, innerlich vor Wut schäumend. Bei allen Paragons, welch ignorantes Pack waren diese Priester eigentlich? Ob das im Sinne des Erbauers war, bezweifelte Bella, aber letztlich machte es ihr auch nichts weiter aus. Schließlich glaubte sie nicht nur an den Erbauer und Andraste, der Glauben ihres Volkes war genauso tief in ihr verwurzelt.
Sie stapfte zum Verpflegungszelt und fragte dort nach schmerzstillenden Kräutern. Die Soldaten dort verwiesen sie an die Magier des Lagers. Bellas Laune sank merklich. Das konnte ja nicht wahr sein, dass bei den Nahrungsmitteln keine Kräuter aufbewahrt wurden, aber sie fügte sich der Weisung. Zum Glück gab es hier wenigstens Kaffee und etwas Brot und Obst. Sie stürzte zwei Tassen in Windeseile hinunter und genoß das belebende Getränk. Dann steckte sie drei Äpfel und einige wenige Scheiben Brot ein. Den Apfel aß sie, während sie auf dem Weg zu den Magiern war. Sogar das Kerngehäuse verputzte sie. Die letzten Reste schluckend kam sie an ihrem Ziel an.
Sie sprach einen weißhaarigen Magier an. Sein Bart reichte ihm bis zum Bauchnabel, seine Augen strahlten Güte aus.
„Verzeiht, aber könnte ich um ein paar schmerzstillende Kräuter für einen Tee bitten?“
Die Augen des Mannes ruhten neugierig auf ihr.
„Nun, bitten könnt Ihr schon. Ihr seht mir allerdings recht gesund aus, und wir haben nicht gerade viele Vorräte. Könntet Ihr etwas genauer die Ursache des Schmerzes schildern? Handelt es sich um Blähungen? Gicht? Kopfschmerzen?“
Bella lächelte, sie war froh, hier auf Verständnis zu treffen.
„Nichts davon, ehrenwerter Magier. Mein Waffenbruder wurde gestern ausgepeitscht. Seine Wunden dürfen nicht mit Magie geheilt werden. Er ist zwar irgendwo schuldig, er hat diese Männer tatsächlich getötet. Aber es war ein Akt der Rache. Zu einem anderen Zeitpunkt hätte kein Hahn danach gekräht. Verzeiht, jetzt sind meine Gedanken abgeschweift. Sein Rücken hat kaum noch eine heile Stelle. Er wird Schmerzen haben, wenn die Rüstung auf die Wunden drückt. Seine Muskeln sind teilweise in Mitleidenschaft gezogen worden, wo ihm mit Sicherheit alles weh tun wird, wenn er das Schwert hebt oder den Bogen spannt. Eigentlich bräuchte ich etwas, was ihm das alles erleichtert.“
Der Magier strich brummelnd durch seinen Bart. „...eine Schande ist das, dass wir Eurem Gefährten keine Heilung zukommen lassen dürfen, es wäre ein einfaches …“
Er sah Bella voller Mitleid an. „Wartet einen Augenblick, ich glaube, ich hab das richtige für Euren Gefährten.“ Auf seinen Stock gestützt wuselte er davon mit einer Geschwindigkeit, die sie ihm nicht zugetraut hätte.
Bella schaute dem alten Kerl nach, er erinnerte sie an eine Figur aus einem Zeichenmärchen, und sie mußte schmunzeln.
Kurze Zeit später kehrte der Magier zu ihr zurück und drückte ihr ein kleines Leinensäckchen in die Hand.
„Hier. Das könnt Ihr ruhig öfter aufbrühen, die Kräuter sind sehr wirkungsvoll. Weidenrinde und handverlesene Hanfblättchen. Die Rinde wirkt schmerzlindernd, der Hanf... nun.. nennen wir es mal so, die Sinne werden geschärft, aber die Schmerzen verdrängt. Dazu kippt Ihr einen kleinen Schuß von diesem Sirup in den Tee, das ist Mohnsirup. Also seid vorsichtig damit, er hat eine betäubende Wirkung. Zuviel davon und Euer Freund verschläft die Schlacht.“ Er drückte ihr eine kleine rote Phiole in die Hand. „Denkt dran, nur ein Tropfen. Reicht völlig. Viel Glück, Wächterin.“
„Danke. Vielen vielen Dank.“ Bella strahlte übers ganze Gesicht. Theron würde mit diesem Zeug sicher keine Schmerzen haben. Die Frage war nur, ob er hinterher so etwas ähnliches wie besoffen war, aber sie hoffte, dass der Magier die Dosierung schon richtig gewählt hatte, und dieses Risiko ausschloß.
Belustigt sah er sie an: „Keine Sorge. Euer Gefährte wird völlig nüchtern sein. Er wird weder torkeln noch nuscheln. Und das ist das Mindeste, was ich für Euch tun kann. Der Rest ist mir leider verboten.“
Bella kam noch eine Idee. „Nun, wenn Ihr noch helfen wollt... wir bestatten später eine Freundin. Wenn Ihr mithelfen wollt, das Holz anzuzünden, seid Ihr herzlich eingeladen.“
Der Magier lachte laut auf. „Es wäre sicher ein Heidenspaß. Aber die Zeiten, wo ich einfach so einen Feuerball entfacht habe, sind längst vorbei. Ich muß meine Kräfte auch einteilen, sie werden bald benötigt. Hach, ist das schade... so schade...“
Immer noch lachend drehte er sich von ihr weg und ging seines Weges.
Bella schritt durch die Zeltstadt, deren Mitte wieder leer geräumt war. Dafür stapelte sich dort bereits einiges an Brennholz. Die Zwergin schluckte. Bald würde hier Jule liegen.
Eilig lief sie zurück in ihr Zelt und hoffte, dort Theron schon anzutreffen, aber dem war nicht so. Also legte sie die Nahrungsmittel auf einem kleinen Holzbrett ab, räumte die Decken und Schlafmatten in die Rucksäcke und zog sich schließlich ihre Rüstung an. Dann setzte sie sich vors Zelt und wartete auf ihren Liebsten.
#2457
Posté 09 juillet 2010 - 02:22
Dank Jannis‘ Umarmung fand sie Trost und realisierte wieder, dass sie sich die Tränen für die Bestattung aufsparen musste. Bellas Worte bestätigten ihr dies zugleich. Sie musste sich um Therons Wunden kümmern, damit ihm nicht ein ähnliches Schicksal widerfahren würde.
Dem helfen, dem man noch helfen kann. Weise Worte, die wohl jeder Magier kannte.
Trotz alledem nickte sie Bella nur zu und begab sich zusammen mit Jannis noch einmal in das Zelt um Theron beim Gehen zu helfen. Dabei entwich Allie ein kurzer Blick in die Richtung von Noah, welcher noch immer wie versteinert am Boden saß, und Jule in den Armen hielt. Dabei lief ihr ein kalter Schauer den Rücken hinab, und sie musste den Blick abwenden.
Sie halfen Theron indem er sich an ihnen stützen konnte. Er sollte sich nicht überanstrengen, doch man sagt, je schneller man nach solchen Wunden wieder selbstständig sein möchte, umso größer ist die Chance, dass man es auch übersteht.
Sie brachten Theron zu dem Zelt von Allie und Jannis da Allie dort einige Wundumschläge hatte, und es auch etwas näher lag, als das von Bella und Theron.
Nachdem er sich wieder hingelegt hatte, schnitt Allie den Verband kurzerhand mit einem der Dolche auf. So wäre es einfacher ihn abzunehmen. Sie klappte ihn vorsichtig auf, und achtete darauf, dass die Haut nicht am Verband kleben blieb, um die Wunden nicht wieder aufzureißen.
Nachdem dies erledigt war, begutachtete sie kurz seinen Rücken.
Die Einschnitte der Haut waren leicht erhöht, wohl geschwollen, und etwas deformiert. Es würden wohl große Narben zurückbleiben … An manchen Stellen bildete sich bereits sehr dünnes neues Gewebe, an anderen waren leichte Eiterspuren zu sehen. Doch im Großen und Ganzen, war der Rücken trocken, doch die tiefen Einschnitte der Peitschenhiebe, vor allem an den Stellen wo öfters getroffen wurde, würden wohl noch seine Zeit dauern, bis diese abheilen würden. Am liebsten würde sie Theron die Schmerzen ersparen und die Wunden einfach heilen. Die musste sich regelrecht beherrschen, dies nicht zu tun.
Allie seufzte kurz, und griff nach ihrer Tasche. Wie gut, dass sie vor der Abreise in FallRemnon noch einige wichtige Reiseutensilien gekauft hatte. Sie griff nach einem kleinen Fläschchen, worin sich der wohl reinste Alkohol befand, den es zu kaufen gab. Dann schnitt sie ein Stück von einem frischen Verband ab, um damit vorsichtig die Wunden abzutupfen. Dann kramte sie einen kleinen Behälter, mit Schraubdeckel hervor. Darin befand sich sanfter Puderstaub. Fein wie Mehl gemahlene, und vorher getrocknete, Ringelblumen. Vorsichtig streute sie etwas davon auf seinen Rücken, und vor allem auf die Stellen, wo etwas Eiter zu sehen war. Dadurch würde die Heilung schneller vorantreten, und der Eiter würde hoffentlich in kleine Krusten übergehen.
Dann zog sie den alten Verband, auf welchem Theron die gesamte Zeit über lag, unter ihm hervor, um ihn einen neuen umzuwickeln, genau so, wie sie es gestern getan hatte. Auch wenn er aufstehen konnte, so sollte er erstmals liegen bleiben. Zu viel Bewegung könnte nur die Wunden stärker einreißen. Sie band den Verband etwas lockerer, als zuvor, da sie nun das Blut nicht unterdrücken musste, und die Wunde nun Luft zum atmen brauchte, um abzuheilen.
„Gut, ich denke meine Arbeit hier ist getan …“, sagte sie dann etwas erleichtert und blickte zu Jannis, „Falls Du noch Zeit für die Rüstung benötigst, kann Theron sich ja hier noch eine Weile ausruhen.“
Dann sammelte sie schweigend, all die Utensilien wieder ein, und steckte sie zurück in ihre Tasche.
Dem helfen, dem man noch helfen kann. Weise Worte, die wohl jeder Magier kannte.
Trotz alledem nickte sie Bella nur zu und begab sich zusammen mit Jannis noch einmal in das Zelt um Theron beim Gehen zu helfen. Dabei entwich Allie ein kurzer Blick in die Richtung von Noah, welcher noch immer wie versteinert am Boden saß, und Jule in den Armen hielt. Dabei lief ihr ein kalter Schauer den Rücken hinab, und sie musste den Blick abwenden.
Sie halfen Theron indem er sich an ihnen stützen konnte. Er sollte sich nicht überanstrengen, doch man sagt, je schneller man nach solchen Wunden wieder selbstständig sein möchte, umso größer ist die Chance, dass man es auch übersteht.
Sie brachten Theron zu dem Zelt von Allie und Jannis da Allie dort einige Wundumschläge hatte, und es auch etwas näher lag, als das von Bella und Theron.
Nachdem er sich wieder hingelegt hatte, schnitt Allie den Verband kurzerhand mit einem der Dolche auf. So wäre es einfacher ihn abzunehmen. Sie klappte ihn vorsichtig auf, und achtete darauf, dass die Haut nicht am Verband kleben blieb, um die Wunden nicht wieder aufzureißen.
Nachdem dies erledigt war, begutachtete sie kurz seinen Rücken.
Die Einschnitte der Haut waren leicht erhöht, wohl geschwollen, und etwas deformiert. Es würden wohl große Narben zurückbleiben … An manchen Stellen bildete sich bereits sehr dünnes neues Gewebe, an anderen waren leichte Eiterspuren zu sehen. Doch im Großen und Ganzen, war der Rücken trocken, doch die tiefen Einschnitte der Peitschenhiebe, vor allem an den Stellen wo öfters getroffen wurde, würden wohl noch seine Zeit dauern, bis diese abheilen würden. Am liebsten würde sie Theron die Schmerzen ersparen und die Wunden einfach heilen. Die musste sich regelrecht beherrschen, dies nicht zu tun.
Allie seufzte kurz, und griff nach ihrer Tasche. Wie gut, dass sie vor der Abreise in FallRemnon noch einige wichtige Reiseutensilien gekauft hatte. Sie griff nach einem kleinen Fläschchen, worin sich der wohl reinste Alkohol befand, den es zu kaufen gab. Dann schnitt sie ein Stück von einem frischen Verband ab, um damit vorsichtig die Wunden abzutupfen. Dann kramte sie einen kleinen Behälter, mit Schraubdeckel hervor. Darin befand sich sanfter Puderstaub. Fein wie Mehl gemahlene, und vorher getrocknete, Ringelblumen. Vorsichtig streute sie etwas davon auf seinen Rücken, und vor allem auf die Stellen, wo etwas Eiter zu sehen war. Dadurch würde die Heilung schneller vorantreten, und der Eiter würde hoffentlich in kleine Krusten übergehen.
Dann zog sie den alten Verband, auf welchem Theron die gesamte Zeit über lag, unter ihm hervor, um ihn einen neuen umzuwickeln, genau so, wie sie es gestern getan hatte. Auch wenn er aufstehen konnte, so sollte er erstmals liegen bleiben. Zu viel Bewegung könnte nur die Wunden stärker einreißen. Sie band den Verband etwas lockerer, als zuvor, da sie nun das Blut nicht unterdrücken musste, und die Wunde nun Luft zum atmen brauchte, um abzuheilen.
„Gut, ich denke meine Arbeit hier ist getan …“, sagte sie dann etwas erleichtert und blickte zu Jannis, „Falls Du noch Zeit für die Rüstung benötigst, kann Theron sich ja hier noch eine Weile ausruhen.“
Dann sammelte sie schweigend, all die Utensilien wieder ein, und steckte sie zurück in ihre Tasche.
#2458
Guest_Avalin_*
Posté 09 juillet 2010 - 07:17
Guest_Avalin_*
Theron lag still da während Allie ihn versorgte. Nur ab und an zuckte er ein wenig zusammen. Er kam sich hilflos vor, wie ein Kind.
Vor seinem inneren Auge hatte er immer noch das Bild von Jule, wie sie tot in Noahs Armen lag. Ihm kam das Grausen vor lauter Schuldgefühlen.
Als Allie mit der Behandlung fertig war, rappelte er sich auf und wandte sich an sie. „Danke Allie. Ich weiß Eure Hilfsbereitschaft sehr zu schätzen. Und auch Euch Jannis, möchte ich danken.“, seine Blicke wanderten zu Jannis.
„Ich bin selbst verantwortlich für meine Verletzungen. Und wahrscheinlich auch für Jules Tod.“, er senkte den Blick.
„Danke für Euer Angebot hier zu rasten, aber Bella wartet bestimmt schon auf mich. Ich danke Euch nochmals aufrichtig.“
Langsam erhob er sich und verabschiedete sich mit einem Nicken von den beiden.
Als er aus dem Zelt trat wurde ihm wieder leicht schwindelig, doch schien es ihm, als hätte er schon ein wenig mehr an Kraft gewonnen.
Er näherte sich ihrem Zelt und sah Bella die davor saß und wartete. Als er vor ihr stand reichte er ihr die Hand und zog sie vorsichtig an sich. Er umarmte sie so fest es seine Verletzungen zuließen und legte seinen Kopf auf ihren Haaransatz.
In diesem Moment bedurfte es keiner Worte. Beide hatten einen Gefährten verloren. Und obwohl Theron Jule noch nicht lange kannte, schmerzte ihr Verlust mehr als die Striemen auf seinem Rücken.
Vor seinem inneren Auge hatte er immer noch das Bild von Jule, wie sie tot in Noahs Armen lag. Ihm kam das Grausen vor lauter Schuldgefühlen.
Als Allie mit der Behandlung fertig war, rappelte er sich auf und wandte sich an sie. „Danke Allie. Ich weiß Eure Hilfsbereitschaft sehr zu schätzen. Und auch Euch Jannis, möchte ich danken.“, seine Blicke wanderten zu Jannis.
„Ich bin selbst verantwortlich für meine Verletzungen. Und wahrscheinlich auch für Jules Tod.“, er senkte den Blick.
„Danke für Euer Angebot hier zu rasten, aber Bella wartet bestimmt schon auf mich. Ich danke Euch nochmals aufrichtig.“
Langsam erhob er sich und verabschiedete sich mit einem Nicken von den beiden.
Als er aus dem Zelt trat wurde ihm wieder leicht schwindelig, doch schien es ihm, als hätte er schon ein wenig mehr an Kraft gewonnen.
Er näherte sich ihrem Zelt und sah Bella die davor saß und wartete. Als er vor ihr stand reichte er ihr die Hand und zog sie vorsichtig an sich. Er umarmte sie so fest es seine Verletzungen zuließen und legte seinen Kopf auf ihren Haaransatz.
In diesem Moment bedurfte es keiner Worte. Beide hatten einen Gefährten verloren. Und obwohl Theron Jule noch nicht lange kannte, schmerzte ihr Verlust mehr als die Striemen auf seinem Rücken.
#2459
Posté 09 juillet 2010 - 07:33
Bella drückte Therons Hand. Umarmen konnte sie ihn dank seiner Wunden ja nicht. Aber immerhin durfte sie nun wieder über seine Wange streichen, ohne ihm dabei weh zu tun.
"Ich habe zwei Äpfel und etwas Brot für Dich mitgebracht. Wenn Du jetzt keinen Hunger hast, dann kannst du es immer noch später essen."
Sie berichtete ihm von ihrem Gespräch mit dem Priester und auch, was der nette Magier gesagt hatte. "Ich glaube, dass diese Kräuter wirklich helfen werden, Deine Schmerzen zu tilgen. Aber ich bin dafür, dass Du zuvor etwas im Magen hast, bevor du diesen Tee trinkst."
Sie blickte ihm tief in die Augen und streichelte mit ihrem Zeigefinger zart über seine Augenbrauen, um danach seine Tätowierung auf der Stirn nachzufahren.
"Theron, ich bin so froh dass Du lebst. Und ich werde alles daran setzen, dass es so bleibt. Ich werde so gut es geht in der Schlacht an Deiner Seite sein."
Sie stand auf, ging ins Zelt und holte das Holzbrettchen, auf dem das Brot und die Äpfel lagen, dazu einen der frisch gefüllten Wasserschläuche. Später mußte sie nur noch das Zelt abbauen, aber das wäre relativ schnell erledigt. Der Rest war ja bereits zusammen gepackt.
Sie war gespannt, wann Lyna kam und berichten konnte, dass genug Holz vorhanden war, um mit der Bestattung anzufangen. Als sie daran dachte, bildete sich ein Kloß in ihrem Magen. Sie war gespannt auf die Worte des Priesters. Und sie zerbrach sich den Kopf, was sie Jule zum Abschied mitgeben konnte - an Worten, und an Gaben. Dabei fiel ihr das Bild ein, welches sie für Jule gemalt hatte. Hatte die Freundin dieses in FallRemon gelassen oder mit eingepackt? Sie würde Noah fragen müssen. Andererseits .. was waren schon Gaben? Viel wichtiger waren doch die Gedanken und Gefühle, die bei der Toten weilten. Jule würde für immer einen Platz in ihrem Herzen haben.
Bella lehnte ihre Stirn an Therons Brust. Eigentlich wollte sie ihm sagen, wie sehr sie ihn liebte. Aber sie war sich sicher, dass er es auch so wußte. Worte waren im Moment nicht nötig.
"Ich habe zwei Äpfel und etwas Brot für Dich mitgebracht. Wenn Du jetzt keinen Hunger hast, dann kannst du es immer noch später essen."
Sie berichtete ihm von ihrem Gespräch mit dem Priester und auch, was der nette Magier gesagt hatte. "Ich glaube, dass diese Kräuter wirklich helfen werden, Deine Schmerzen zu tilgen. Aber ich bin dafür, dass Du zuvor etwas im Magen hast, bevor du diesen Tee trinkst."
Sie blickte ihm tief in die Augen und streichelte mit ihrem Zeigefinger zart über seine Augenbrauen, um danach seine Tätowierung auf der Stirn nachzufahren.
"Theron, ich bin so froh dass Du lebst. Und ich werde alles daran setzen, dass es so bleibt. Ich werde so gut es geht in der Schlacht an Deiner Seite sein."
Sie stand auf, ging ins Zelt und holte das Holzbrettchen, auf dem das Brot und die Äpfel lagen, dazu einen der frisch gefüllten Wasserschläuche. Später mußte sie nur noch das Zelt abbauen, aber das wäre relativ schnell erledigt. Der Rest war ja bereits zusammen gepackt.
Sie war gespannt, wann Lyna kam und berichten konnte, dass genug Holz vorhanden war, um mit der Bestattung anzufangen. Als sie daran dachte, bildete sich ein Kloß in ihrem Magen. Sie war gespannt auf die Worte des Priesters. Und sie zerbrach sich den Kopf, was sie Jule zum Abschied mitgeben konnte - an Worten, und an Gaben. Dabei fiel ihr das Bild ein, welches sie für Jule gemalt hatte. Hatte die Freundin dieses in FallRemon gelassen oder mit eingepackt? Sie würde Noah fragen müssen. Andererseits .. was waren schon Gaben? Viel wichtiger waren doch die Gedanken und Gefühle, die bei der Toten weilten. Jule würde für immer einen Platz in ihrem Herzen haben.
Bella lehnte ihre Stirn an Therons Brust. Eigentlich wollte sie ihm sagen, wie sehr sie ihn liebte. Aber sie war sich sicher, dass er es auch so wußte. Worte waren im Moment nicht nötig.
#2460
Posté 09 juillet 2010 - 08:22
Die Magier starrten Lyna an, als würde sie eine Gefahr darstellen. Sie hatten sie vorhin gesehen, vor dem Zelt des Schattens und wussten, dass sie zu seinem Gefolge gehörte. Der Sympathie kam das nicht wirklich zugute, und das liessen sie die Elfe auch spüren.
Lyna schluckte und mied die Blicke der Magier, suchte sich aber einen aus, der harmlos aussah und richtete ihr Wort an ihn. "Äh, verzeiht", sprach sie ihn an, "wie Ihr sicher mitbekommen habt, wurden gestern zwei Elfen ausgepeitscht, als Bestrafung für ihre verrichteten Taten. Nun... die Elfe... liess ihr Leben, die Verletzungen waren.-"
Sie konnte ihren Satz nicht beenden, da ihr der Magier dazwischen fuhr. "Weder habe ich von dieser Elfe gehört, noch interessiert es mich. Möchtet Ihr denn etwas aus dem Lager haben?" Lynas verdutzter Gesichtsausdruck brachte einige der Anwesenden zum Lachen, bis sich einer ihrer erbarmte und sich ihr näherte.
"Mylady, bringt Eure Bitte nie einem Besänftigtem entgegen", schmunzelte der Robenträger und gab dem anderen Magier ein Zeichen, sich entfernen zu können. "Sie sind zwar äusserst fähig im Umgang mit Runen und Verzauberungen, interessieren sich jedoch nicht führ ihr Umfeld oder für politische Ereignisse. Nun denn... was haben denn die Magier mit der Toten zu tun?"
"Die... die Bestattung wird in einigen Stunden beginnen. Wir bräuchten Weihrauch und Thymian, sofern Ihr beides erübrigen könnt." Der Magier nickte und deutete zu den Zelten der Geistlichen. "Aber natürlich. Ich werde das Verlangte gleich zu den Priestern bringen... und Ihr habt richtig gehandelt, indem Ihr gleich zu uns gekommen seid. Die ehrwürdige Mutter hätte wohl nichts für eine vermeintliche Mörderin übrig gehabt."
Lyna murmelte leise ein "Danke schön" und verschwand gleich wieder- ihr stand nicht der Sinn nach einer Diskussion über Jules Taten. Ausserdem fehlte immer noch jegliches Holz für den Scheiterhaufen. Zum Glück war Amofillias immer noch in der Nähe von Avalos Zelt, sodass seine Dienerschaft auf der faulen Haut lag und keinerlei Tätigkeit nachging.
Ein Satz von ihr, und sie stoben davon, in den Wald neues Brennholz hacken. Es hatte durchaus seine Vorteile, die Geliebte des Schatten zu sein.
Lyna schluckte und mied die Blicke der Magier, suchte sich aber einen aus, der harmlos aussah und richtete ihr Wort an ihn. "Äh, verzeiht", sprach sie ihn an, "wie Ihr sicher mitbekommen habt, wurden gestern zwei Elfen ausgepeitscht, als Bestrafung für ihre verrichteten Taten. Nun... die Elfe... liess ihr Leben, die Verletzungen waren.-"
Sie konnte ihren Satz nicht beenden, da ihr der Magier dazwischen fuhr. "Weder habe ich von dieser Elfe gehört, noch interessiert es mich. Möchtet Ihr denn etwas aus dem Lager haben?" Lynas verdutzter Gesichtsausdruck brachte einige der Anwesenden zum Lachen, bis sich einer ihrer erbarmte und sich ihr näherte.
"Mylady, bringt Eure Bitte nie einem Besänftigtem entgegen", schmunzelte der Robenträger und gab dem anderen Magier ein Zeichen, sich entfernen zu können. "Sie sind zwar äusserst fähig im Umgang mit Runen und Verzauberungen, interessieren sich jedoch nicht führ ihr Umfeld oder für politische Ereignisse. Nun denn... was haben denn die Magier mit der Toten zu tun?"
"Die... die Bestattung wird in einigen Stunden beginnen. Wir bräuchten Weihrauch und Thymian, sofern Ihr beides erübrigen könnt." Der Magier nickte und deutete zu den Zelten der Geistlichen. "Aber natürlich. Ich werde das Verlangte gleich zu den Priestern bringen... und Ihr habt richtig gehandelt, indem Ihr gleich zu uns gekommen seid. Die ehrwürdige Mutter hätte wohl nichts für eine vermeintliche Mörderin übrig gehabt."
Lyna murmelte leise ein "Danke schön" und verschwand gleich wieder- ihr stand nicht der Sinn nach einer Diskussion über Jules Taten. Ausserdem fehlte immer noch jegliches Holz für den Scheiterhaufen. Zum Glück war Amofillias immer noch in der Nähe von Avalos Zelt, sodass seine Dienerschaft auf der faulen Haut lag und keinerlei Tätigkeit nachging.
Ein Satz von ihr, und sie stoben davon, in den Wald neues Brennholz hacken. Es hatte durchaus seine Vorteile, die Geliebte des Schatten zu sein.
#2461
Guest_Avalin_*
Posté 09 juillet 2010 - 10:03
Guest_Avalin_*
Theron strich Bella über den Kopf. „Liebling, ich würde mich gerne waschen. Könntest du mir bitte dabei behilflich sein? Ich bin noch etwas wackelig auf den Beinen.“
Er ließ Bella los, bückte sich und wühlte in seinem Beutel um frische Kleidung zu suchen. Er aß einen Apfel und ein Stück Brot.
Danach machte er sich daran sich im Zelt zu entkleiden und wartete auf Bella.
Er ließ Bella los, bückte sich und wühlte in seinem Beutel um frische Kleidung zu suchen. Er aß einen Apfel und ein Stück Brot.
Danach machte er sich daran sich im Zelt zu entkleiden und wartete auf Bella.
#2462
Posté 09 juillet 2010 - 10:41
Bella war erleichtert, dass Theron etwas aß. Sie folgte ihm ins Zelt, wo er bis auf seinen Verband bereits seine Kleidung abgelegt hatte. Wieder dachte sie daran, dass sein Rücken für immer mit Narben übersäät sein würde. Sie konnte nur hoffen, dass ihm das ebenso nichts ausmachte wie ihr selber.
"Natürlich helfe ich Dir. Hat Jannis die Rüstung schon gebracht?"
Sie holte einen Waschhandschuh und Seife aus seinem Rucksack hervor.
"Bin gleich wieder da, ich hol Dir schnell Wasser aus dem Bach draussen."
Bella schnappte sich eine Schüssel und eilte aus dem Zelt. Unterwegs pflückte sie einige wildwachsende Blumen, die schön anzusehen waren. Diese waren langstielig und hatten leicht fliederfarbige Blüten.
Mit frischem Wasser und den Blumen kehrte sie zu Theron zurück. Die Pflanzen legte sie vorerst zur Seite, dann half sie ihrem Liebsten bei seiner Körperpflege. Mit einem groben Kamm entfernte sie ein paar Fuseln und Blätter, die sich in seinem Haar verfangen hatten, und wusch vorsichtig die Spitzen, die mit seinen Wunden in Berührung gekommen waren. Im Anschluß flocht sie ihm einen Zopf.
"Was meinst Du, sollten wir mal nach Lyna sehen, wie weit sie mit ihren Vorbereitungen ist?"
Lächelnd blickte sie ihn an, dabei versank sie wieder in seinen Augen.
"Ich will Dir nur noch eines sagen mein Herz. Versuche, nicht zuviele Schuldgefühle auf Dich zu laden. Du kannst nichts dafür, und Du hättest Jule auch nicht aufhalten können. Glaub mir, ich kenne sie etwas besser und länger als Du. Schon öfter wurde ihr ihre ungestüme Art zum Verhängnis."
Sie erzählte Theron die Begegnung, die Jule mit dem Bronto hatte, und es Avalos zu verdanken war, dass sie das ganze damals überlebte. "Sie hat immer das getan, was sie wollte. Egal, ob es vernünftig war oder nicht."
"Natürlich helfe ich Dir. Hat Jannis die Rüstung schon gebracht?"
Sie holte einen Waschhandschuh und Seife aus seinem Rucksack hervor.
"Bin gleich wieder da, ich hol Dir schnell Wasser aus dem Bach draussen."
Bella schnappte sich eine Schüssel und eilte aus dem Zelt. Unterwegs pflückte sie einige wildwachsende Blumen, die schön anzusehen waren. Diese waren langstielig und hatten leicht fliederfarbige Blüten.
Mit frischem Wasser und den Blumen kehrte sie zu Theron zurück. Die Pflanzen legte sie vorerst zur Seite, dann half sie ihrem Liebsten bei seiner Körperpflege. Mit einem groben Kamm entfernte sie ein paar Fuseln und Blätter, die sich in seinem Haar verfangen hatten, und wusch vorsichtig die Spitzen, die mit seinen Wunden in Berührung gekommen waren. Im Anschluß flocht sie ihm einen Zopf.
"Was meinst Du, sollten wir mal nach Lyna sehen, wie weit sie mit ihren Vorbereitungen ist?"
Lächelnd blickte sie ihn an, dabei versank sie wieder in seinen Augen.
"Ich will Dir nur noch eines sagen mein Herz. Versuche, nicht zuviele Schuldgefühle auf Dich zu laden. Du kannst nichts dafür, und Du hättest Jule auch nicht aufhalten können. Glaub mir, ich kenne sie etwas besser und länger als Du. Schon öfter wurde ihr ihre ungestüme Art zum Verhängnis."
Sie erzählte Theron die Begegnung, die Jule mit dem Bronto hatte, und es Avalos zu verdanken war, dass sie das ganze damals überlebte. "Sie hat immer das getan, was sie wollte. Egal, ob es vernünftig war oder nicht."
#2463
Posté 10 juillet 2010 - 09:07
Nachdem Theron aus dem Zelt verschwunden war, und Jannis der Rüstung wohl noch den letzten Feinschliff versetzten musste, machte sie sich daran das Zelt abzubauen. Sie würden bestimmt noch heute weiterziehen, auch wenn Avalos noch immer ohnmächtig zu seien schien. Ein gesamter Tag Rast, würde ihnen einen zu großen Zeitverlust einbringen. Nachdem sie die Schlafmatten und das Zelt sorgfältig eingerollt und zusammengebunden hatte, machte sie sich damit auf zu den Pferden, welche an den Ästen der Bäume mit den Zügeln befestigt waren. Sie stellte das Gepäck vorerst neben den Tieren, welche damit beschäftigt waren das saftige Gras zu kauen, ab.
Anschließend setzte sie sich in das Gras, beobachtete die Pferde und musterte die Umgebung. Die Sonne schien auf ihr braunes Haar, und das Gras gab einen leicht feuchten Duft ab. Sie waren direkt am Fuße des Berges, und sie musste seufzten, wenn ihr Gedanken der nächsten Tage in den Sinn kamen. Durch das Gebirge reisen, würde gewiss doppelt so anstrengend werden wie auf den flachen Ebenen. Die Luft ist dünner und kälter, der Boden unebener und die Wege sind enger.
Dann schossen ihr einige Männer ins Auge, welche etwas Holz in die Richtung des Lagers trugen. Sie wusste, wozu es dienen würde, und wandte den Blick ab. Sie wusste nicht, wieso es ihr so schwer viel, damit umzugehen. Doch sie wollte in dem Moment auch nicht weiter darüber nachdenken, und nahm stattdessen die letzten Vorräte, welche sie im Schloss eingepackt hatte, aus der Tasche und begann diese zu verspeisen.
Anschließend setzte sie sich in das Gras, beobachtete die Pferde und musterte die Umgebung. Die Sonne schien auf ihr braunes Haar, und das Gras gab einen leicht feuchten Duft ab. Sie waren direkt am Fuße des Berges, und sie musste seufzten, wenn ihr Gedanken der nächsten Tage in den Sinn kamen. Durch das Gebirge reisen, würde gewiss doppelt so anstrengend werden wie auf den flachen Ebenen. Die Luft ist dünner und kälter, der Boden unebener und die Wege sind enger.
Dann schossen ihr einige Männer ins Auge, welche etwas Holz in die Richtung des Lagers trugen. Sie wusste, wozu es dienen würde, und wandte den Blick ab. Sie wusste nicht, wieso es ihr so schwer viel, damit umzugehen. Doch sie wollte in dem Moment auch nicht weiter darüber nachdenken, und nahm stattdessen die letzten Vorräte, welche sie im Schloss eingepackt hatte, aus der Tasche und begann diese zu verspeisen.
#2464
Guest_Juleiila_*
Posté 10 juillet 2010 - 11:49
Guest_Juleiila_*
ooc: test!
#2465
Guest_Avalin_*
Posté 10 juillet 2010 - 11:50
Guest_Avalin_*
Theron genoss die sanften Berührungen von Bella. Wie sie ihm vorsichtig die Haare wusch und kämmte. Langsam zog er sich an. Leichte Kleidung fürs erste.
„Danke meine Liebste. Meine Rüstung ist noch nicht ganz fertig. Aber es wird nicht mehr lange dauern.“
Er legte die Hand auf ihre Wange und blickte sie liebevoll an. Als sie anfing über Jule zu sprechen wurde ihm wieder flau im Magen. Aber die beruhigenden Worte von Bella und ihr Verständnis halfen ihm sehr. Er küsste sie auf die Stirn und nahm sie an der Hand. „Wir sollten das zelt abbauen und dann zu Lyna gehen.“, sagte er sanft und zog Bella zart hinter sich aus dem Zelt.
Sorgfältig bauten sie das Zelt ab und verstauten es fein säuberlich.
„Danke meine Liebste. Meine Rüstung ist noch nicht ganz fertig. Aber es wird nicht mehr lange dauern.“
Er legte die Hand auf ihre Wange und blickte sie liebevoll an. Als sie anfing über Jule zu sprechen wurde ihm wieder flau im Magen. Aber die beruhigenden Worte von Bella und ihr Verständnis halfen ihm sehr. Er küsste sie auf die Stirn und nahm sie an der Hand. „Wir sollten das zelt abbauen und dann zu Lyna gehen.“, sagte er sanft und zog Bella zart hinter sich aus dem Zelt.
Sorgfältig bauten sie das Zelt ab und verstauten es fein säuberlich.
#2466
Posté 11 juillet 2010 - 09:30
Bella brachte das Zelt und ihre Rucksäcke gleich zu den Pferden, damit später keine Zeit verloren wurde. Dann nahm sie die Wildblumen mit und machte sich mit Theron zusammen auf den Weg zur Mitte der Zeltstadt, wo mittlerweile ein ansehnlicher Holzstapel errichtet wurde.
Längs und quer gelegt, so dass er in sich nicht zusammen fallen konnte, war dieser sicher an die zwei Meter lang und einen knappen Meter breit. Dazwischen war Zundermaterial in Form von alten verlassenen Vogelnestern, kleine Flaumfedern, trockene Gräser und aufgefledderte kleine Tannenäste eingearbeitet. Das Holz würde schnell brennen.
Die Zwergin schaute sich nach Lyna oder Allie um, konnte aber niemanden entdecken. Sie setzte sich auf einen kleinen Stein und begann, aus den Blumen einen kleinen Kranz zu binden.
Die letzten Holzscheite wurden aufgeschichtet. Jules Grabstätte war nun relativ hoch, aber noch kein ganzer Meter. Bella war sich sicher, dass es bald los ging.
Tatsächlich fanden sich langsam die Priester ein und bereiteten ihre Utensilien für die Trauerfeier vor. Ein paar Soldaten richteten die kleinen Steinbänke her, die tags zuvor als Richtertisch gedient hatten, um so Sitzmöglichkeiten zu schaffen. Von Avalos oder dem Regenten war noch nichts zu sehen.
Bella seufzte auf, legte den kleinen Kranz zur Seite und drückte Therons Hand. Stillschweigend warteten sie auf die anderen.
Längs und quer gelegt, so dass er in sich nicht zusammen fallen konnte, war dieser sicher an die zwei Meter lang und einen knappen Meter breit. Dazwischen war Zundermaterial in Form von alten verlassenen Vogelnestern, kleine Flaumfedern, trockene Gräser und aufgefledderte kleine Tannenäste eingearbeitet. Das Holz würde schnell brennen.
Die Zwergin schaute sich nach Lyna oder Allie um, konnte aber niemanden entdecken. Sie setzte sich auf einen kleinen Stein und begann, aus den Blumen einen kleinen Kranz zu binden.
Die letzten Holzscheite wurden aufgeschichtet. Jules Grabstätte war nun relativ hoch, aber noch kein ganzer Meter. Bella war sich sicher, dass es bald los ging.
Tatsächlich fanden sich langsam die Priester ein und bereiteten ihre Utensilien für die Trauerfeier vor. Ein paar Soldaten richteten die kleinen Steinbänke her, die tags zuvor als Richtertisch gedient hatten, um so Sitzmöglichkeiten zu schaffen. Von Avalos oder dem Regenten war noch nichts zu sehen.
Bella seufzte auf, legte den kleinen Kranz zur Seite und drückte Therons Hand. Stillschweigend warteten sie auf die anderen.
#2467
Posté 12 juillet 2010 - 05:21
Jannis machte sich wieder an die Arbeit und widmete sich Therons Rüstung, es waren eigentlich nur noch wenige Handgriffe. Er holte die Leinenstücke und legte diese auf dem Rückenteil zurecht. Zusätzlich nahm er noch die Stücke die für Jule's Rüstung sein sollten. Die ausgelegte Polsterung setzte er mit ein paar nieten fest. Schon war er fertig, er packte sich Therons und Jules Rüstung, damit ging er zuerst etwas im Lager umher und suchte Bella und Theron.
Nach wenigen Minuten fand er sie dann wartend auf dem Platz in der Mitte der Zetlstadt auf. Der Scheiterhaufen auf dem Jule verbrannt werden sollte, war inzwischen fertiggestellt. Jannis ging auf die beiden zu und tippte ihnen von hinten auf die Schultern.
"Da seid ihr ja, Bella ich muss mir nur kurz mal Theron ausleihen, um ihn bei der Rüstung zu helfen, wir sind sofort wieder zurück."
Bella nickte ihm nur kurz zu und sah dann wieder den Vorbereitungen, bei ihrem voranschreiten zu. Dann nahm Jannis Theron vorsichtig am Arm und brachte ihn zu den Bänken, wo er sich mit ihm setzte.
"Na dann wollen wir mal." Zuerst legte er ihm den Harnisch, so behutsam wie möglich an. Er sah nach ob es von den Polstern her alles gut aussah, bevor er die Riemen fest zog. Dann folgten die Schultern, welche er ebenfalls mit ein paar Riemen festschnallte. Bei den Armschienen lies er wieder vorsicht walten. um Theron keine unnötigen Schmerzen zu bereiten. Mit minimalen druck lagen die Schienen auf. Bei Hüftschürze, Beinschienen und den Stieflen half Jannis noch kurz aus. Hernach brachte er ihn wieder zurück zu Bella.
"So das wärs dann auch schon. Ich werde mich kurz noch zu Noah begeben, dann aber wieder hier her kommen."
Er senkte seinen Blick und deutete auf Jules Rüstung, "Ihr versteht gewiss. Noah werde ich am besten gleich mitnehmen. Ihr solltet besser die anderen schonmal holen, wenn wir kommen wird es wohl beginnen."
Jannis wandte sich mit einem kurzen Winker ab und ging in Richtung Avalos Zelt. Er musste etwas laufen bevor er ankam, da es etwas weiter außen lag. Ruhig schob er sich durch den Zelteingang, Noah war noch immer im selben Zustand, wie sie ihn verlassen hatten. Er kauerte mit Jule in den Armen in dem Zelt vor sich hin, er dachte wahrscheinlich einfach nur nach, vertiefte sich in seine Gedanken, oder er hatte Angst.
Er packte Noah unter den Armen und zog ihn Langsam hoch, bis er auf den eigenen Beinen stand.
"Na komm schon Noah, es wird Zeit."
Er drehte steif seinen Kopf und sah Jannis nichtssagend mit einem trüben Blick an. Seine sonst braunen fröhlichen Augen waren einem verlorenen, kalten, annähernd schwarzen Loch gewichen. Sein Körper wirkte schlaf, er konnte sich kaum auf den Beinen halten., wankend lies er sich von Jannis durch das Lager führen. Mit gesenktem Haupt trottete Noah auf den Pfaden. Jannis hielt ihn an den Schultern und lief als sein Begleiter neben ihm.
"Verlier dich blos nicht selbst, das würde sie gewiss nicht wollen. Das verlangt niemand von irgendjemandem."
Stillschweigend gingen sie weiter. Ab und an sah er die Elfe in Noahs Armen an, oder versucht eine Regung ins seinem Ausrcuk zu entdecken. Doch nichts, nur diese einsame Leere lies erahnen was er durchmachte.
Nach nun mehr fünfzehn Minuten erreichten sie den Ort an dem Jules Seele übergleiten soll. Noah sah das Gestapelte Holz, er stockte und zögerte das unausweihliche heraus. Er strich Jule durch ihr goldenes Haar und ein leichtes verzogenes Lächeln kam über seine Lippen, ein paar Tränen lösten sich und liefen seine Wange herunter.
Nach wenigen Minuten fand er sie dann wartend auf dem Platz in der Mitte der Zetlstadt auf. Der Scheiterhaufen auf dem Jule verbrannt werden sollte, war inzwischen fertiggestellt. Jannis ging auf die beiden zu und tippte ihnen von hinten auf die Schultern.
"Da seid ihr ja, Bella ich muss mir nur kurz mal Theron ausleihen, um ihn bei der Rüstung zu helfen, wir sind sofort wieder zurück."
Bella nickte ihm nur kurz zu und sah dann wieder den Vorbereitungen, bei ihrem voranschreiten zu. Dann nahm Jannis Theron vorsichtig am Arm und brachte ihn zu den Bänken, wo er sich mit ihm setzte.
"Na dann wollen wir mal." Zuerst legte er ihm den Harnisch, so behutsam wie möglich an. Er sah nach ob es von den Polstern her alles gut aussah, bevor er die Riemen fest zog. Dann folgten die Schultern, welche er ebenfalls mit ein paar Riemen festschnallte. Bei den Armschienen lies er wieder vorsicht walten. um Theron keine unnötigen Schmerzen zu bereiten. Mit minimalen druck lagen die Schienen auf. Bei Hüftschürze, Beinschienen und den Stieflen half Jannis noch kurz aus. Hernach brachte er ihn wieder zurück zu Bella.
"So das wärs dann auch schon. Ich werde mich kurz noch zu Noah begeben, dann aber wieder hier her kommen."
Er senkte seinen Blick und deutete auf Jules Rüstung, "Ihr versteht gewiss. Noah werde ich am besten gleich mitnehmen. Ihr solltet besser die anderen schonmal holen, wenn wir kommen wird es wohl beginnen."
Jannis wandte sich mit einem kurzen Winker ab und ging in Richtung Avalos Zelt. Er musste etwas laufen bevor er ankam, da es etwas weiter außen lag. Ruhig schob er sich durch den Zelteingang, Noah war noch immer im selben Zustand, wie sie ihn verlassen hatten. Er kauerte mit Jule in den Armen in dem Zelt vor sich hin, er dachte wahrscheinlich einfach nur nach, vertiefte sich in seine Gedanken, oder er hatte Angst.
Er packte Noah unter den Armen und zog ihn Langsam hoch, bis er auf den eigenen Beinen stand.
"Na komm schon Noah, es wird Zeit."
Er drehte steif seinen Kopf und sah Jannis nichtssagend mit einem trüben Blick an. Seine sonst braunen fröhlichen Augen waren einem verlorenen, kalten, annähernd schwarzen Loch gewichen. Sein Körper wirkte schlaf, er konnte sich kaum auf den Beinen halten., wankend lies er sich von Jannis durch das Lager führen. Mit gesenktem Haupt trottete Noah auf den Pfaden. Jannis hielt ihn an den Schultern und lief als sein Begleiter neben ihm.
"Verlier dich blos nicht selbst, das würde sie gewiss nicht wollen. Das verlangt niemand von irgendjemandem."
Stillschweigend gingen sie weiter. Ab und an sah er die Elfe in Noahs Armen an, oder versucht eine Regung ins seinem Ausrcuk zu entdecken. Doch nichts, nur diese einsame Leere lies erahnen was er durchmachte.
Nach nun mehr fünfzehn Minuten erreichten sie den Ort an dem Jules Seele übergleiten soll. Noah sah das Gestapelte Holz, er stockte und zögerte das unausweihliche heraus. Er strich Jule durch ihr goldenes Haar und ein leichtes verzogenes Lächeln kam über seine Lippen, ein paar Tränen lösten sich und liefen seine Wange herunter.
#2468
Posté 12 juillet 2010 - 09:33
Noah erblickte den Holzstapel vor sich und sein Herz zog sich zusammen. Zögernd näherte er sich dem Stapel und legte Jule behutsam darauf ab. Er strich ihr die Strähnen sanft aus dem Gesicht und breitete ihr langes Haar neben ihrem Kopf sorgsam aus. Das Armband, das Jannis ihr gegeben hatte, drückte er in ihre linke Hand.
Neben ihm räusperte sich jemand. Noah schaute sich um und blickte Jannis an, der ihm Jules Rüstung entgegen hielt. Gemeinsam legten sie diese ihr an und Noah nahm eines ihrer Schwerter aus ihrem Gurt. Er faltete ihre Hände über ihrem Unterleib und führ einen Moment blieb ihm die Luft weg.
Seine Hand lag über ihren Händen und er dachte daran, dass unter ihnen gerade erst ein neues Leben begonnen hatte. Ein Leben, dass sie beide geschaffen hatten. Und bevor es diese Welt erblicken konnte, war es schon wieder verwirkt.
Ihre Finger waren steif und er hatte etwas Mühe, ihren Schwertknauf darin zu platzieren. Die Spitze der Waffe zeigte auf ihre Füße. Ihren Helm legte er neben ihren Kopf.
Nur verschwommen nahm er war, dass sich eine Menge um sie herum gesammelt hatte. Der Geruch von Weihrauch drang an seine Nase und hinter sich hörte er einen mehrstimmigen Singsang. Er wollte sich nicht umdrehen. Er wollte nicht in die Gesichter der anderen blicken. Was würde er auch schon darin sehen? Seine Gefährten würden ihn mitleidig anschauen…in ihre eigene Trauer versunken. Und die anderen? Sie würden mit betroffenen Gesichtern daneben stehen, obwohl sie Jule nicht gekannt hatten. Was wollten sie alle hier? Sie hatten nichts mit ihr zu tun. Kamen sie aus Neugierde? Aus Gier nach einer Sensation? Oder sogar aus Langeweile?
Noah spürte Wut in sich aufsteigen. Mit gesenktem Blick schaute er zu Jannis rüber und blickte in dessen Augen. Sie sahen ihn ruhig und gefasst an. Er entspannte bewusst seine Muskeln wieder und wendete sich Jule zu.
Ein letztes Mal legte er seine Hand an ihre Wange.
Ein letztes Mal berührten seine Lippen die ihren.
Ein letztes Mal sog er den Duft ihrer Haare in sich ein.
Ein letztes Mal brannte sich ihr Antlitz in sein Gedächtnis.
Noah trat einen Schritt zurück ohne dabei die Augen von seiner Geliebten zu nehmen.
Mit fester Stimmerfing er an zu sprechen.
„Zerstört jede Uhr,
Lasst ab von Kartenspielen,
Verscheucht den Hund, der bellend Knochen frisst,
Die vielen.
Lasst schweigen die Pianos
Und die Trommeln schlagt.
Bringt herbei die Bahre
Und ihr Klager klagt.
Lasst die Drachen kreisend,
Trauer sei Gebot,
An den Himmel schreiben:
"Sie ist tot."
Straßentauben gebt um den Hals
Starre Kreppkragen.
Wachen lasst schwarze Handschuh tragen.
Sie war mir Nord, mir Süd,
Mir Ost und West.
Des Friedens Ruh,
Und der Schlachten Stress.
Mein Tag, mein Gesang,
Meine Rede, meine Nacht.
Ich dachte Liebe wäred ewig-
Falsch gedacht!
Sterne sind jetzt unerwünscht,
Will nichts sehen davon.
Verpackt den Mond,
Zertrümmert die Sonn.
Fegt weg den Wald
Und des Meeres Flut.
Nie wird es sein,
So wie es war.
Nie wieder gut.“
Von rechts reichte ihm jemand eine Fackel. Noah nahm sie in die Hand.
Er blickte zum Himmel und hoffte, dass Jules Seele bereits wohlbehalten ins Nichts übergetreten war. Er würde sie dort wiedersehen.
Seine Hand senkte sich zum Stapel um ihrem Körper die letzte Ehre zu erweisen.
------------------------------------------------------------------------
ooc: W.H. Auden (leicht abgeändert)
Neben ihm räusperte sich jemand. Noah schaute sich um und blickte Jannis an, der ihm Jules Rüstung entgegen hielt. Gemeinsam legten sie diese ihr an und Noah nahm eines ihrer Schwerter aus ihrem Gurt. Er faltete ihre Hände über ihrem Unterleib und führ einen Moment blieb ihm die Luft weg.
Seine Hand lag über ihren Händen und er dachte daran, dass unter ihnen gerade erst ein neues Leben begonnen hatte. Ein Leben, dass sie beide geschaffen hatten. Und bevor es diese Welt erblicken konnte, war es schon wieder verwirkt.
Ihre Finger waren steif und er hatte etwas Mühe, ihren Schwertknauf darin zu platzieren. Die Spitze der Waffe zeigte auf ihre Füße. Ihren Helm legte er neben ihren Kopf.
Nur verschwommen nahm er war, dass sich eine Menge um sie herum gesammelt hatte. Der Geruch von Weihrauch drang an seine Nase und hinter sich hörte er einen mehrstimmigen Singsang. Er wollte sich nicht umdrehen. Er wollte nicht in die Gesichter der anderen blicken. Was würde er auch schon darin sehen? Seine Gefährten würden ihn mitleidig anschauen…in ihre eigene Trauer versunken. Und die anderen? Sie würden mit betroffenen Gesichtern daneben stehen, obwohl sie Jule nicht gekannt hatten. Was wollten sie alle hier? Sie hatten nichts mit ihr zu tun. Kamen sie aus Neugierde? Aus Gier nach einer Sensation? Oder sogar aus Langeweile?
Noah spürte Wut in sich aufsteigen. Mit gesenktem Blick schaute er zu Jannis rüber und blickte in dessen Augen. Sie sahen ihn ruhig und gefasst an. Er entspannte bewusst seine Muskeln wieder und wendete sich Jule zu.
Ein letztes Mal legte er seine Hand an ihre Wange.
Ein letztes Mal berührten seine Lippen die ihren.
Ein letztes Mal sog er den Duft ihrer Haare in sich ein.
Ein letztes Mal brannte sich ihr Antlitz in sein Gedächtnis.
Noah trat einen Schritt zurück ohne dabei die Augen von seiner Geliebten zu nehmen.
Mit fester Stimmerfing er an zu sprechen.
„Zerstört jede Uhr,
Lasst ab von Kartenspielen,
Verscheucht den Hund, der bellend Knochen frisst,
Die vielen.
Lasst schweigen die Pianos
Und die Trommeln schlagt.
Bringt herbei die Bahre
Und ihr Klager klagt.
Lasst die Drachen kreisend,
Trauer sei Gebot,
An den Himmel schreiben:
"Sie ist tot."
Straßentauben gebt um den Hals
Starre Kreppkragen.
Wachen lasst schwarze Handschuh tragen.
Sie war mir Nord, mir Süd,
Mir Ost und West.
Des Friedens Ruh,
Und der Schlachten Stress.
Mein Tag, mein Gesang,
Meine Rede, meine Nacht.
Ich dachte Liebe wäred ewig-
Falsch gedacht!
Sterne sind jetzt unerwünscht,
Will nichts sehen davon.
Verpackt den Mond,
Zertrümmert die Sonn.
Fegt weg den Wald
Und des Meeres Flut.
Nie wird es sein,
So wie es war.
Nie wieder gut.“
Von rechts reichte ihm jemand eine Fackel. Noah nahm sie in die Hand.
Er blickte zum Himmel und hoffte, dass Jules Seele bereits wohlbehalten ins Nichts übergetreten war. Er würde sie dort wiedersehen.
Seine Hand senkte sich zum Stapel um ihrem Körper die letzte Ehre zu erweisen.
------------------------------------------------------------------------
ooc: W.H. Auden (leicht abgeändert)
#2469
Guest_Juleiila_*
Posté 12 juillet 2010 - 09:36
Guest_Juleiila_*
Jules Seele gelange wieder in ihren Körper zurück, und zunächst war sie bewusstlos. Die Wunden auf ihrem Rücken begannen sich zu heilen, Sie zogen sich zusammen, und bildeten grausame Narben, die Jule auf ewig verschandeln würden. Im normalen zustand hätte sie das bestimmt nicht überlebt, das waren Schmerzen die selbst der Stärkste Mensch nicht überlebt hätte.
Ihr Herz begann wieder zu schlagen, und auch ihr Puls war nun wieder da, zwar Schwach aber er war da. Ihr Teint war blass, wie der Tod und so würde er auch bleiben. Ihr Herz schlug zwar, war aber dennoch in einem eisig kalten Griff gefangen, der sich bis zu ihrem Tode nicht lösen würde.
Jule wusste nicht wo sie sich befand. Ihr war kalt, und sie fühlte sich schwach. Mit geschlossenen Augen versuchte sie, sich auf ihren Armen aufzurichten. Vergebens. Ihr floss eine beachtliche Menge Blut aus dem Mund, und sie begann zu husten. Doch irgendwie störte sie das nicht. Sie fühlte nichts. Keine Wärme in ihrem Herzen, keine Schuld, oder Liebe.
Was war nur geschehen? Dieses Monster sagte zwar, das sie anders sein würde, aber das hatte er nicht erwähnt. Jules Miene verzog sich zu einem Kaltem und Leblosen Blick, und sie blinzelte. Das Smaragdgrün in ihren Augen erlosch, und färbte sich zu einem kühlem Eisblau, ähnlich das eines Gletschers.
So langsam kamen ihre Sinne zurück. Sie roch, frische Natur, und Holz. Das musste Buche gewesen sein. Mit so etwas hatte sie nicht gerechnet. Dann hörte sie Stimmen, trauernde Personen die schluchzten. Und sie hörte wie eine Fackel entzündet wurde. Das Feuer knisterte und peitschte im Wind. Doch dann hörte sie es. Diese Stimme. Noah. Und eine kleine Ader in ihrem Herzen begann sich zu erwärmen, und wieder rot statt kühl blau zu färben.
Sie drehte sich um, und dort stand er. Verweint, verzweifelt, mit der brennenden Fackel in der Hand. Kalt blickte sie auf, direkt in Noahs Augen, sah Kummer und Schmerz, und spürte diesen Stich, in der erwärmten Ader in ihrem Herzen.
Ihr Herz begann wieder zu schlagen, und auch ihr Puls war nun wieder da, zwar Schwach aber er war da. Ihr Teint war blass, wie der Tod und so würde er auch bleiben. Ihr Herz schlug zwar, war aber dennoch in einem eisig kalten Griff gefangen, der sich bis zu ihrem Tode nicht lösen würde.
Jule wusste nicht wo sie sich befand. Ihr war kalt, und sie fühlte sich schwach. Mit geschlossenen Augen versuchte sie, sich auf ihren Armen aufzurichten. Vergebens. Ihr floss eine beachtliche Menge Blut aus dem Mund, und sie begann zu husten. Doch irgendwie störte sie das nicht. Sie fühlte nichts. Keine Wärme in ihrem Herzen, keine Schuld, oder Liebe.
Was war nur geschehen? Dieses Monster sagte zwar, das sie anders sein würde, aber das hatte er nicht erwähnt. Jules Miene verzog sich zu einem Kaltem und Leblosen Blick, und sie blinzelte. Das Smaragdgrün in ihren Augen erlosch, und färbte sich zu einem kühlem Eisblau, ähnlich das eines Gletschers.
So langsam kamen ihre Sinne zurück. Sie roch, frische Natur, und Holz. Das musste Buche gewesen sein. Mit so etwas hatte sie nicht gerechnet. Dann hörte sie Stimmen, trauernde Personen die schluchzten. Und sie hörte wie eine Fackel entzündet wurde. Das Feuer knisterte und peitschte im Wind. Doch dann hörte sie es. Diese Stimme. Noah. Und eine kleine Ader in ihrem Herzen begann sich zu erwärmen, und wieder rot statt kühl blau zu färben.
Sie drehte sich um, und dort stand er. Verweint, verzweifelt, mit der brennenden Fackel in der Hand. Kalt blickte sie auf, direkt in Noahs Augen, sah Kummer und Schmerz, und spürte diesen Stich, in der erwärmten Ader in ihrem Herzen.
Modifié par Juleiila, 12 juillet 2010 - 09:37 .
#2470
Posté 13 juillet 2010 - 06:33
Kaum dass Jannis Theron zurück begleitet hatte, war dieser auch schon wieder weg, um Noah zu holen. Kurz darauf kamen sie zurück, zogen Jule die Rüstung an und legten sie auf ihre letzte Ruhestätte. Der Schmied, der schon begierig auf die Rüstung geblickt hatte, zog eine Schnute. Welch Verschwendung in seinen Augen. Wieviele Rüstungen hätte er mit dieser ausbessern können, vor allem aus solch hervorragender Qualität!
Wie in Trance ging Bella auf die Tote zu, legte den provisorischen Blumenkranz zu ihren Füssen nieder und sagte:
„Möge der Erbauer Deiner Seele gnädig sein, liebe Freundin. Und auch wenn Du hin und wieder Schabernack betrieben hast warst Du doch ein Wächter durch und durch. Ruhe in Frieden.“
Dann ging sie zurück zu Theron. Inzwischen hatten sich auch andere eingefunden, um Jule die letzte Ehre zu erweisen, oder einfach nur um dem Spektakel zuzusehen. Der Priester kam weihrauch-schwenkend an und begann mit der Zeremonie.
„Wir haben uns zusammen gefunden, um einem grauen Wächter die letzte Ehre zu erweisen. Auch wenn diese Elfe hin und wieder fehlgeleitet wurde, so wurden ihre Taten in dieser Welt gesühnt. So höret den Gesang der Erlösung!“
Mit feierlicher Stimme sprach er weiter:
„Viele Sünder wandern umherund fürchten, dass sie auf ewig verloren sind,
doch wer glaubt und bereut, ungerührt von der Finsternis der Welt,
wer weder prahlt noch Häme zeigt angesichts des Unglücks der Schwachen,
sondern sich erfreut an des Erbauers Gesetz und Schöpfung,
dem wird der Segen des Erbauers Frieden bringen.
Das Licht wird ihn sicher über die Wege dieser Welt bis in die nächste leiten.
Denn für den, der dem Erbauer vertraut, wird Feuer zu Wasser.
So wie die Motte das Licht sieht und der Flamme zustrebt,
sieht er das Feuer und strebt dem Lichte zu.
Der Schleier bedeutet dann nicht Unklarheit, und es gibt keine Angst vor dem Tode mehr,
denn der Erbauer wird Lichtsignal und Schild sein, Fundament und Schwert.“
An Bella zogen die Worte des Geistlichen vorbei, sie hörte den Gesang der Erlösung und doch wieder nicht. Ihr Anker war Theron, der hinter ihr stand, seine Arme um sie gelegt hatte und seine Hände an ihren Bauch gelegt hatte, wie bei einem Gebet die Finger ineinander verschränkt, und ihre kleinen Hände ruhten sanft auf den seinen. Er hatte seine Wange an ihren Kopf gelehnt, die Augen halbgeschlossen. Sie stützten sich gegenseitig und spendeten dem anderen damit Trost und das Wissen, füreinander da zu sein.
„So lasset uns für Jule beten!
Mein Erbauer, kenne mein Herz:
Nimm von mir ein Leben in Trauer
Erhebe mich von einer Welt aus Schmerz
Richte mich deinem endlosen Stolz würdig
Mein Erschaffer, richte mich ganz:
Finde Gefallen an mir in deiner Anmut
Berühre mich mit Feuer, sodass ich gereinigt werde.“
Dann wurde Noah die brennende Fackel in die Hand gedrückt. Seinen Worten war sein tiefer Schmerz zu entnehmen, dennoch beugte er sich dem unausweichlichen und senkte die Fackel gegen das Zundermaterial.
Bella hatte die Augen noch immer starr auf den Scheiterhaufen gerichtet, mied es aber, in Jules Gesicht zu sehen. Die Tränen flossen ohnehin, aber ein Blick in das friedliche Gesicht hätte sie das letzte bischen Kraft gekostet. Ihr schoß nur ein Gedanke durch den Kopf: gut dass Jule tot war, in der Rüstung würde sie bei lebendigem Leib gegrillt werden. Bis sie wirklich verbrannt wäre würde das einige Zeit dauern.
Ein heiseres Husten riss sie aus ihren Gedanken. Noahs Hand verharrte. Bella kroch eine Kälte über den Rücken, die Therons Wärme nicht auffangen konnte.
„Halt mich fest, mir ist gerade eiskalt, mein Herz. Irgendetwas schreckliches passiert, ich fühle es.“ flüsterte sie ihrem Liebsten zu.
Als Jule ihre Augen öffnete und kalt mit ihren eisblauen Augen in die Runde blickte begann Bella zu schreien, einem Nervenzusammenbruch nahe.
Wie in Trance ging Bella auf die Tote zu, legte den provisorischen Blumenkranz zu ihren Füssen nieder und sagte:
„Möge der Erbauer Deiner Seele gnädig sein, liebe Freundin. Und auch wenn Du hin und wieder Schabernack betrieben hast warst Du doch ein Wächter durch und durch. Ruhe in Frieden.“
Dann ging sie zurück zu Theron. Inzwischen hatten sich auch andere eingefunden, um Jule die letzte Ehre zu erweisen, oder einfach nur um dem Spektakel zuzusehen. Der Priester kam weihrauch-schwenkend an und begann mit der Zeremonie.
„Wir haben uns zusammen gefunden, um einem grauen Wächter die letzte Ehre zu erweisen. Auch wenn diese Elfe hin und wieder fehlgeleitet wurde, so wurden ihre Taten in dieser Welt gesühnt. So höret den Gesang der Erlösung!“
Mit feierlicher Stimme sprach er weiter:
„Viele Sünder wandern umherund fürchten, dass sie auf ewig verloren sind,
doch wer glaubt und bereut, ungerührt von der Finsternis der Welt,
wer weder prahlt noch Häme zeigt angesichts des Unglücks der Schwachen,
sondern sich erfreut an des Erbauers Gesetz und Schöpfung,
dem wird der Segen des Erbauers Frieden bringen.
Das Licht wird ihn sicher über die Wege dieser Welt bis in die nächste leiten.
Denn für den, der dem Erbauer vertraut, wird Feuer zu Wasser.
So wie die Motte das Licht sieht und der Flamme zustrebt,
sieht er das Feuer und strebt dem Lichte zu.
Der Schleier bedeutet dann nicht Unklarheit, und es gibt keine Angst vor dem Tode mehr,
denn der Erbauer wird Lichtsignal und Schild sein, Fundament und Schwert.“
An Bella zogen die Worte des Geistlichen vorbei, sie hörte den Gesang der Erlösung und doch wieder nicht. Ihr Anker war Theron, der hinter ihr stand, seine Arme um sie gelegt hatte und seine Hände an ihren Bauch gelegt hatte, wie bei einem Gebet die Finger ineinander verschränkt, und ihre kleinen Hände ruhten sanft auf den seinen. Er hatte seine Wange an ihren Kopf gelehnt, die Augen halbgeschlossen. Sie stützten sich gegenseitig und spendeten dem anderen damit Trost und das Wissen, füreinander da zu sein.
„So lasset uns für Jule beten!
Mein Erbauer, kenne mein Herz:
Nimm von mir ein Leben in Trauer
Erhebe mich von einer Welt aus Schmerz
Richte mich deinem endlosen Stolz würdig
Mein Erschaffer, richte mich ganz:
Finde Gefallen an mir in deiner Anmut
Berühre mich mit Feuer, sodass ich gereinigt werde.“
Dann wurde Noah die brennende Fackel in die Hand gedrückt. Seinen Worten war sein tiefer Schmerz zu entnehmen, dennoch beugte er sich dem unausweichlichen und senkte die Fackel gegen das Zundermaterial.
Bella hatte die Augen noch immer starr auf den Scheiterhaufen gerichtet, mied es aber, in Jules Gesicht zu sehen. Die Tränen flossen ohnehin, aber ein Blick in das friedliche Gesicht hätte sie das letzte bischen Kraft gekostet. Ihr schoß nur ein Gedanke durch den Kopf: gut dass Jule tot war, in der Rüstung würde sie bei lebendigem Leib gegrillt werden. Bis sie wirklich verbrannt wäre würde das einige Zeit dauern.
Ein heiseres Husten riss sie aus ihren Gedanken. Noahs Hand verharrte. Bella kroch eine Kälte über den Rücken, die Therons Wärme nicht auffangen konnte.
„Halt mich fest, mir ist gerade eiskalt, mein Herz. Irgendetwas schreckliches passiert, ich fühle es.“ flüsterte sie ihrem Liebsten zu.
Als Jule ihre Augen öffnete und kalt mit ihren eisblauen Augen in die Runde blickte begann Bella zu schreien, einem Nervenzusammenbruch nahe.
Modifié par Bellandyrs, 13 juillet 2010 - 06:35 .
#2471
Posté 13 juillet 2010 - 11:49
Noah senkte die Fackel Richtung Holz, als er plötzlich bemerkte, dass sich auf dem Stapel etwas bewegte.....Jule?....nein, das konnte nicht sein!
Vor Schrecken erstarrt, sah er dabei zu, wie sie ihren Kopf zu ihm drehte. Sein Herz fing an schneller zu schlagen und die Fackel entglitt seinen Händen.
....Sie lebte!...
Er wollte zu ihr stürzen und sie in seinen Arm nehmen. Seine Geliebte, die zu ihm zurück gekehrt war.....doch mitten in der Bewegung hielt er inne. Ihr Blick traf ihn und ließ ihm das Herz gefrieren. Kalte, blaue Augen bohrten sich in ihn. Jegliche Güte und Liebe war daraus gewichen. Noah erkannte sie nicht wieder.
Das war nicht Jule.....
Das war irgendetwas anderes, das Besitz von ihrem Körper ergriffen hatte.
Zorn zog sich über sein Gesicht und er zog seine beiden Schwerter. In Angriffsstellung verharrte er und spuckte vor sich auf den Boden.
"Was bist du und was willst du hier? Rede oder dein Besuch hier wird sehr kurz ausfallen!"
Vor Schrecken erstarrt, sah er dabei zu, wie sie ihren Kopf zu ihm drehte. Sein Herz fing an schneller zu schlagen und die Fackel entglitt seinen Händen.
....Sie lebte!...
Er wollte zu ihr stürzen und sie in seinen Arm nehmen. Seine Geliebte, die zu ihm zurück gekehrt war.....doch mitten in der Bewegung hielt er inne. Ihr Blick traf ihn und ließ ihm das Herz gefrieren. Kalte, blaue Augen bohrten sich in ihn. Jegliche Güte und Liebe war daraus gewichen. Noah erkannte sie nicht wieder.
Das war nicht Jule.....
Das war irgendetwas anderes, das Besitz von ihrem Körper ergriffen hatte.
Zorn zog sich über sein Gesicht und er zog seine beiden Schwerter. In Angriffsstellung verharrte er und spuckte vor sich auf den Boden.
"Was bist du und was willst du hier? Rede oder dein Besuch hier wird sehr kurz ausfallen!"
#2472
Posté 13 juillet 2010 - 12:13
Allie saß noch immer an derselben Stelle, und beobachtete die Umgebung. Sie konnte einige Stimmen hören … wie sich viele Menschen an einen Ort tummelten … wohl an den Ort wo vorhin die Männer das Holz gebracht hatten.
Doch sie wollte nicht zu sehen, sie hasste jede Art von Trauerfeier, und war daher lieber alleine. Die Toten würden es so oder so nicht mitbekommen, ob man daran Teil nahm, oder nicht. Also wieso sich selbst damit unnötig quälen …
Doch plötzlich vernahm sie einen Schrei und sprang auf.
War das Bella? Und dann spürte sie es … diese eigenartige Aura der Verderbtheit … sie stammte nicht von Bella, auch nicht von Jule.
Sie erschien ihr neu, und anders. Wie wenn sich gerade ein neuer Rekrut die Kehle mit dem Blut der dunklen Brut beschmutzt hätte.
Ihr Puls begann zu rasen. Griff die Brut denn schon an? Nein, diese Aura entsprang nur einer Person.
Hastig lief sie in die Richtung aus welcher sie den Schrei vernahm, die Richtung die sie gerade meiden wollte. Jules Trauerfeier.
Sie drängte sich durch die gerüsteten Männer der hinteren Reihen, welche wie Statuen, unbeweglich und angewurzelt da standen, und alle in dieselbe Richtung starrten. Nur wenige Augenblickte später erreichte sie die vorderen Reihen. Sie sah Bella, welche bleich war, als würde sie dem Erzdämonen höchstpersönlich in die Augen geblickt haben. Sie sah Noah, welcher wie gebannt auf Jule … sie blickte ebenfalls dorthin … und ihr stockte der Atem.
Sie sah direkt in die blauen Augen. In das eiskalte Gesicht, wie wenn sie tot wäre ... aber gleichzeitig am Leben war.
Ihre Gedanken überschlugen sich. Dies war nicht Jule. Dies war das Werk eines Dämons.
„Jule, was hast du nur getan …“, flüsterte sie leise und wusste nicht was wohl in diesem Moment das Richtige gewesen wäre. War dieses Wesen ein Feind, oder ein Freund? Sollten sie versuchen sie zu töten, bevor sie wieder komplett zu Kräften kam? Allie legte ihre Hand zur Sicherheit auf den Dolch, für den Fall eines Angriffs, wartete jedoch ab, bis diese ‚Jule‘ zu sprechen begann.
Doch sie wollte nicht zu sehen, sie hasste jede Art von Trauerfeier, und war daher lieber alleine. Die Toten würden es so oder so nicht mitbekommen, ob man daran Teil nahm, oder nicht. Also wieso sich selbst damit unnötig quälen …
Doch plötzlich vernahm sie einen Schrei und sprang auf.
War das Bella? Und dann spürte sie es … diese eigenartige Aura der Verderbtheit … sie stammte nicht von Bella, auch nicht von Jule.
Sie erschien ihr neu, und anders. Wie wenn sich gerade ein neuer Rekrut die Kehle mit dem Blut der dunklen Brut beschmutzt hätte.
Ihr Puls begann zu rasen. Griff die Brut denn schon an? Nein, diese Aura entsprang nur einer Person.
Hastig lief sie in die Richtung aus welcher sie den Schrei vernahm, die Richtung die sie gerade meiden wollte. Jules Trauerfeier.
Sie drängte sich durch die gerüsteten Männer der hinteren Reihen, welche wie Statuen, unbeweglich und angewurzelt da standen, und alle in dieselbe Richtung starrten. Nur wenige Augenblickte später erreichte sie die vorderen Reihen. Sie sah Bella, welche bleich war, als würde sie dem Erzdämonen höchstpersönlich in die Augen geblickt haben. Sie sah Noah, welcher wie gebannt auf Jule … sie blickte ebenfalls dorthin … und ihr stockte der Atem.
Sie sah direkt in die blauen Augen. In das eiskalte Gesicht, wie wenn sie tot wäre ... aber gleichzeitig am Leben war.
Ihre Gedanken überschlugen sich. Dies war nicht Jule. Dies war das Werk eines Dämons.
„Jule, was hast du nur getan …“, flüsterte sie leise und wusste nicht was wohl in diesem Moment das Richtige gewesen wäre. War dieses Wesen ein Feind, oder ein Freund? Sollten sie versuchen sie zu töten, bevor sie wieder komplett zu Kräften kam? Allie legte ihre Hand zur Sicherheit auf den Dolch, für den Fall eines Angriffs, wartete jedoch ab, bis diese ‚Jule‘ zu sprechen begann.
Modifié par Kaysallie, 13 juillet 2010 - 12:17 .
#2473
Guest_Avalin_*
Posté 13 juillet 2010 - 04:15
Guest_Avalin_*
Theron keucht entsetzt auf als er das schreckliche Szenario vernahm. Eine Woge der Furcht und des Schreckens rollte durch die Umstehenden.
Theron stellt sich schützend vor Bella, wohl auch um ihr den Blick auf dieses….Ding zu ersparen.
„Was bei allen Göttern…“, keuchte er.
Das Bild vor ihm war absolut grotesk.
Noah mit gezogenen Schwertern der die Kreatur angewidert anstarrte.
Allie, ebenfalls bereit zum Angriff.
Die Menge, die leichenblass und mit offenen Mündern dastand und gaffte.
Es war totenstill.
Bella zitterte am ganzen Körper. Das Grauen stand ihr ins Gesicht geschrieben und sie klammerte sich verzweifelt an ihn.
Theron starrte in Jules eisblaue Augen und ein Schauer lief ihm über den Rücken.
Langsam drängte er zurück, darauf bedacht, Bella die ihm im Rücken stand, nicht versehentlich umzuwerfen. Er griff mit beiden Händen nach hinten und faste ihre Arme um ihr Halt zu geben. Er spürte wie Bella sich ängstlich gegen seinen Rücken presste und seine Wunden flammten kurz auf.
Niemand wusste was dieses Wesen war und er war unbewaffnet. Auch wenn er seinen Bogen dabei gehabt hätte, bezweifelte er stark das er diesen mit seinen Verletzungen auch benutzen hätte können.
Theron stellt sich schützend vor Bella, wohl auch um ihr den Blick auf dieses….Ding zu ersparen.
„Was bei allen Göttern…“, keuchte er.
Das Bild vor ihm war absolut grotesk.
Noah mit gezogenen Schwertern der die Kreatur angewidert anstarrte.
Allie, ebenfalls bereit zum Angriff.
Die Menge, die leichenblass und mit offenen Mündern dastand und gaffte.
Es war totenstill.
Bella zitterte am ganzen Körper. Das Grauen stand ihr ins Gesicht geschrieben und sie klammerte sich verzweifelt an ihn.
Theron starrte in Jules eisblaue Augen und ein Schauer lief ihm über den Rücken.
Langsam drängte er zurück, darauf bedacht, Bella die ihm im Rücken stand, nicht versehentlich umzuwerfen. Er griff mit beiden Händen nach hinten und faste ihre Arme um ihr Halt zu geben. Er spürte wie Bella sich ängstlich gegen seinen Rücken presste und seine Wunden flammten kurz auf.
Niemand wusste was dieses Wesen war und er war unbewaffnet. Auch wenn er seinen Bogen dabei gehabt hätte, bezweifelte er stark das er diesen mit seinen Verletzungen auch benutzen hätte können.
Modifié par Avalin, 13 juillet 2010 - 04:17 .
#2474
Guest_Juleiila_*
Posté 13 juillet 2010 - 04:17
Guest_Juleiila_*
Fragend blickte Jule in die Runde. So ziemlich jeder hatte seine Waffe gezogen, oder die Hand bereits am Griff, und wartete nur darauf, los zu stürmen. Sie blickte zu Bella, die gleich dabei war zusammen zu brechen, zu Noah der in Angriffsstellung vor ihr stand, und zu Allie. Jule stand auf, und stellte sich direkt vor Allie.
"Ich habe meine Aufgabe noch nicht erfüllt, der Kampf und die Brut steht uns noch bevor." sagte sie kühl und wandte sich wieder ab. Sie ging ein paar Schritte während sie zu reden begann.
"Da draussen, wartet eine Horde Dunkler Brut auf uns, und rückt näher. Und ihr habt nichts besseres zu tun, als hier zu stehen und mich verbrennen zu wollen?" Ihre Augen funkelten. "Los wir müssen weiter."
Dann wandte sie sich von allen anderen ab, und ging zu dem Zeltplatz. Dort befand sich noch immer ihr Rucksack. Sie wühlte darin herum bis sie es fand. Einen kleinen Spiegel. Klar schauten die anderen verduzt, wenn eine tote begleiterin wieder aufstand. Aber sie blickten alle so, als hätten sie eine Leiche gesehen.
Dann schaute sie in den Spiegel, und konnte sich ein tiefes Lachen nicht verkneifen. Sie bewunderte ihre Augen, wie schön Eisblau sie aufblizten, und nur die Ränder Rot gezeichnet waren. Lachend schmiss sie den Spiegel in den Rucksack, und brachte ihn zu ihrem Pferd.
Danach setzte sie sich in die Wiese, lehnte sich an einem Baumstamm an, und wartete. Sie hielt ausschau nach Lyna. Irgendwie hatte sie sie nicht gesehen, oder nur einfach übersehen? Egal. Jule wusste noch immer, das Lyna ihre Schwester war. Nur sie könne Jule verstehen, warum sie hier war.
"Ich habe meine Aufgabe noch nicht erfüllt, der Kampf und die Brut steht uns noch bevor." sagte sie kühl und wandte sich wieder ab. Sie ging ein paar Schritte während sie zu reden begann.
"Da draussen, wartet eine Horde Dunkler Brut auf uns, und rückt näher. Und ihr habt nichts besseres zu tun, als hier zu stehen und mich verbrennen zu wollen?" Ihre Augen funkelten. "Los wir müssen weiter."
Dann wandte sie sich von allen anderen ab, und ging zu dem Zeltplatz. Dort befand sich noch immer ihr Rucksack. Sie wühlte darin herum bis sie es fand. Einen kleinen Spiegel. Klar schauten die anderen verduzt, wenn eine tote begleiterin wieder aufstand. Aber sie blickten alle so, als hätten sie eine Leiche gesehen.
Dann schaute sie in den Spiegel, und konnte sich ein tiefes Lachen nicht verkneifen. Sie bewunderte ihre Augen, wie schön Eisblau sie aufblizten, und nur die Ränder Rot gezeichnet waren. Lachend schmiss sie den Spiegel in den Rucksack, und brachte ihn zu ihrem Pferd.
Danach setzte sie sich in die Wiese, lehnte sich an einem Baumstamm an, und wartete. Sie hielt ausschau nach Lyna. Irgendwie hatte sie sie nicht gesehen, oder nur einfach übersehen? Egal. Jule wusste noch immer, das Lyna ihre Schwester war. Nur sie könne Jule verstehen, warum sie hier war.
#2475
Posté 13 juillet 2010 - 04:41
Avalos wachte auf. er hörte sein Blut in den Ohren rauschen.
Eine schier unglaubliche Erfahrung. Die schwarze Sonne war leibhaftig geworden, und sie verlieh ihm, ihrem Soldat und Schlachtenlenker, schier unglaubliche Kräfte.
Er schwang sich aus dem Feldbett, mit zuviel Schwung. Das Gewicht der Rüstung... es fehlte. Oder hatten seine Kräfte so dermaßen zugenommen? Seine Sinnne waren schärfer als je zuvor. Er packte seine Koppel, steckte Schwert und beseelten Dolch in die dafür vorgesehenen Schlaufen und machte sich auf den Weg. Er ahnte ungutes, im Bezug auf seine Kameraden...
Noch im Vorbeigehen befahl er einigen Soldaten die Zelte abzubrechen, und sofort aufzubrechen. Die Melder machten sich schleunigst davon. Avalos sah ihnen schmunzelnd nach, und fragte sich, was ihnen so dermaßen Angst eingejagt hatte.
Hätte er in einen Spiegel gehabt, so hätte er gesehen warum. Seine Augen.... waren verändert.
Das Weiße war verschwunden, und nur wabernde Schwärze war geblieben, die einen scheinbar mit Eisnadeln überzogenen, jadegrünen Edelstein umspülten. Seine Iris schien beinahe dunkelgrün zu leuchten...
Unwillkürlich beschleunigte er seine Schritte. Das feine, eigentlich noch nicht mal warnehmbare Zucken in der magischen Energie, hallte wie ein Leuchtfeuer in seinem Geist. Erstaunlich, wie er fand. Sollte er es fertigbringen, sich auf die feinen Schwingungen magischer Natur eines einzelnen Magae einzustellen, konnte er ihn überall lokalisieren... Und für die Zukunft, wenn er Jagd auf einen Magier machen sollte, war das eine durchaus nützliche Eigenschaft.
Schließlich erreichte er den Ort des Geschehens. Noah rezitierte seine Verse, Bella lobhudelte auf ihren Erbauer. Avalos musste sich ein Kichern verkneifen. Sterbliche würden es nie lernen...
Der Schatten berührte ungehört Lynas Schulter, und legte gleichzeitig einen Finger auf die Lippen. Ihre Augen weiteten sich, verzerrten ihr Gesicht zu einer Maske des Schreckens. Aber eine Erklärung war garnicht nötig. In ihren haselnussbraunen Augen erkannte er sein Spiegelbild.. und schrak innerlich ebenso zusammen.
Und plötzlich hörte er es. Fühlte, wie die magischen Linien sich zu einem winzigen Knoten zusammenballten. Noch nicht mal genug Energie, um eine Kerze am brennen zu halten. Wohl aber genug, ein Herz zu einem letzten Schlag zu animieren. Und ein Schlag reichte aus, solange der Lebensfunke auf magische Art und Weise am glimmen gehalten wurde.
Bellandrys fing an zu schreien. Noah zog sofort seine Waffen. Die umstehenden Männer fluchten und zogen blank.
Untot... Untote hatte er seit seiner Zeit in Tevinter nicht mehr gesehen. Und seine Definition von "untot" wich deutlich von dem ab, was die hiesigen über unheilig lebendiges Dasein dachten. Nicht diese, verfaulten, idiotisch dummen Leichen, die zwar schwer zu töten, aber generell harmlos waren, weil sie die Körperbeherschung eines Kleinkindes hatten.
Abgesehen von wenigen Ausnahmen, aber die begegneten ihm nicht allzu oft.
Aber Jule... fasziniert. Entseelt. Nur ihr Körper, ihre Persönlichkeit, aber bar jeder Seele und Gefühle.
Und er fing an zu lachen. Törichte Elfe... Ein Geschäft, das sie spätestens bei ihrem nächsten Ableben bitter bereuen würde. Pakte mit Dämonen und anderswelt-Wesen kannten nur einen Verlierer... und das war niemals das geisterhafte Wesen, ob Dämon oder schlimmeres. Und Jule hatte sich offenbar mit dem Schlimmsten eingelassen, was im Nichts zu finden war. Und Dämonen waren noch harmlos dagegen.
Avalos trat vor, aus lautem Halse lachend. Jule fixierte ihn mit ihrem eiskalten Blick. Aber der Schatten blieb ungerührt. Die Augen waren das Tor zur Seele, aber das wurde... durch die sonne verschlossen. Welch kluger Schachzug von ihr. Aber ein gefährlicher.
"Sagt mir, Wesen aus der Anderswelt, oder sollt ich Jule zu euch sagen?
Für welchen Preis habt ihr euch verkauft, den geruhsamen und sorgenfreien Tod gegen das Wandeln auf dieser Erde getauscht?"
Und plötzlich lief ihm ein Schauer den Rücken herunter. Selbst er, der mehr Blut über die Jahrhunderte vergossen hatte als so manche Armee, erschrak. Er hatte Freund und Feind den Tod gebracht, sie aber niemals in ewiger Verdammnis zu stürzen vermocht. Abgesehen von denen, die durch seinen Dolch starben... Beseelte Waffen hatten ihre eigenen Gesetze, und denen beugte er sich.
"Behemoth. Natürlich, ihr habt euch mit einem Seelenjäger eingelassen. Eure eigene Seele konnte ihm das aber nicht wert gewesen sein, obwohl ihr Wächter seid..... Die bekommt er auch so, wenn er das wünscht. Aber die Verderbtheit behagt ihnen nicht, außer sie ist erlesen und besonders...."
Und auf einmal änderte sich sein Tonfall. Zischen, disharmonierend. Gefährlich, und voller Wahnsinn, voller Tod und dem Wunsch, seine Klinge in ihr Fleisch zu rammen.
"Ihr habt euer Kind verkauft. Natürlich, ungeborenes Leben ist rein, selbst das eines Fluchkindes. Fluchkinder haben unglaubliches Potenzial. Deswegen war Behemoth daran interessiert. Und ohne eure Einwilligung hätte er es nicht nehmen können.
Ihr habt euer Kind verraten, eure Seele verkauft und Noah... "
Er wandte den Kopf zu Noah.
"Eure angebetete Elfe hat es tatsächlich geschafft, die Seele eures Kindes für ein paar Tage mehr auf dieser Erde zu verramschen. Ich beglückwünsche euch dazu, so eine... charakterschwache Elfe euer Herz geschenkt zu haben. Und nein, macht euch keine Hoffnungen.
Sie ist Jule, aber entseelt. Keine Hoffnung, keine Emotionen, keine Trauer, keine Seele."
Er hob seine Stimme, damit alle seine Gefährten ihn zu hören vermochten.
"Jule ist gegangen. Das hier ist etwas... ein Anachronismus, etwas, was nicht vorgesehen war. Aber sie kann immer noch töten und getötet werden. Seelenlose Wesen sind perfekte Mörder und Soldaten. Keine Reue, keine Gefühle, sondern pure Logik treibt sie an.
Sie wird viele der Brut töten. Sie ist nicht mehr als ein Werkzeug, das man ab jetzt benutzt und wegwirft."
Er schüttelte den Kopf, und raunte Lyna leise ins Ohr.
Eine schier unglaubliche Erfahrung. Die schwarze Sonne war leibhaftig geworden, und sie verlieh ihm, ihrem Soldat und Schlachtenlenker, schier unglaubliche Kräfte.
Er schwang sich aus dem Feldbett, mit zuviel Schwung. Das Gewicht der Rüstung... es fehlte. Oder hatten seine Kräfte so dermaßen zugenommen? Seine Sinnne waren schärfer als je zuvor. Er packte seine Koppel, steckte Schwert und beseelten Dolch in die dafür vorgesehenen Schlaufen und machte sich auf den Weg. Er ahnte ungutes, im Bezug auf seine Kameraden...
Noch im Vorbeigehen befahl er einigen Soldaten die Zelte abzubrechen, und sofort aufzubrechen. Die Melder machten sich schleunigst davon. Avalos sah ihnen schmunzelnd nach, und fragte sich, was ihnen so dermaßen Angst eingejagt hatte.
Hätte er in einen Spiegel gehabt, so hätte er gesehen warum. Seine Augen.... waren verändert.
Das Weiße war verschwunden, und nur wabernde Schwärze war geblieben, die einen scheinbar mit Eisnadeln überzogenen, jadegrünen Edelstein umspülten. Seine Iris schien beinahe dunkelgrün zu leuchten...
Unwillkürlich beschleunigte er seine Schritte. Das feine, eigentlich noch nicht mal warnehmbare Zucken in der magischen Energie, hallte wie ein Leuchtfeuer in seinem Geist. Erstaunlich, wie er fand. Sollte er es fertigbringen, sich auf die feinen Schwingungen magischer Natur eines einzelnen Magae einzustellen, konnte er ihn überall lokalisieren... Und für die Zukunft, wenn er Jagd auf einen Magier machen sollte, war das eine durchaus nützliche Eigenschaft.
Schließlich erreichte er den Ort des Geschehens. Noah rezitierte seine Verse, Bella lobhudelte auf ihren Erbauer. Avalos musste sich ein Kichern verkneifen. Sterbliche würden es nie lernen...
Der Schatten berührte ungehört Lynas Schulter, und legte gleichzeitig einen Finger auf die Lippen. Ihre Augen weiteten sich, verzerrten ihr Gesicht zu einer Maske des Schreckens. Aber eine Erklärung war garnicht nötig. In ihren haselnussbraunen Augen erkannte er sein Spiegelbild.. und schrak innerlich ebenso zusammen.
Und plötzlich hörte er es. Fühlte, wie die magischen Linien sich zu einem winzigen Knoten zusammenballten. Noch nicht mal genug Energie, um eine Kerze am brennen zu halten. Wohl aber genug, ein Herz zu einem letzten Schlag zu animieren. Und ein Schlag reichte aus, solange der Lebensfunke auf magische Art und Weise am glimmen gehalten wurde.
Bellandrys fing an zu schreien. Noah zog sofort seine Waffen. Die umstehenden Männer fluchten und zogen blank.
Untot... Untote hatte er seit seiner Zeit in Tevinter nicht mehr gesehen. Und seine Definition von "untot" wich deutlich von dem ab, was die hiesigen über unheilig lebendiges Dasein dachten. Nicht diese, verfaulten, idiotisch dummen Leichen, die zwar schwer zu töten, aber generell harmlos waren, weil sie die Körperbeherschung eines Kleinkindes hatten.
Abgesehen von wenigen Ausnahmen, aber die begegneten ihm nicht allzu oft.
Aber Jule... fasziniert. Entseelt. Nur ihr Körper, ihre Persönlichkeit, aber bar jeder Seele und Gefühle.
Und er fing an zu lachen. Törichte Elfe... Ein Geschäft, das sie spätestens bei ihrem nächsten Ableben bitter bereuen würde. Pakte mit Dämonen und anderswelt-Wesen kannten nur einen Verlierer... und das war niemals das geisterhafte Wesen, ob Dämon oder schlimmeres. Und Jule hatte sich offenbar mit dem Schlimmsten eingelassen, was im Nichts zu finden war. Und Dämonen waren noch harmlos dagegen.
Avalos trat vor, aus lautem Halse lachend. Jule fixierte ihn mit ihrem eiskalten Blick. Aber der Schatten blieb ungerührt. Die Augen waren das Tor zur Seele, aber das wurde... durch die sonne verschlossen. Welch kluger Schachzug von ihr. Aber ein gefährlicher.
"Sagt mir, Wesen aus der Anderswelt, oder sollt ich Jule zu euch sagen?
Für welchen Preis habt ihr euch verkauft, den geruhsamen und sorgenfreien Tod gegen das Wandeln auf dieser Erde getauscht?"
Und plötzlich lief ihm ein Schauer den Rücken herunter. Selbst er, der mehr Blut über die Jahrhunderte vergossen hatte als so manche Armee, erschrak. Er hatte Freund und Feind den Tod gebracht, sie aber niemals in ewiger Verdammnis zu stürzen vermocht. Abgesehen von denen, die durch seinen Dolch starben... Beseelte Waffen hatten ihre eigenen Gesetze, und denen beugte er sich.
"Behemoth. Natürlich, ihr habt euch mit einem Seelenjäger eingelassen. Eure eigene Seele konnte ihm das aber nicht wert gewesen sein, obwohl ihr Wächter seid..... Die bekommt er auch so, wenn er das wünscht. Aber die Verderbtheit behagt ihnen nicht, außer sie ist erlesen und besonders...."
Und auf einmal änderte sich sein Tonfall. Zischen, disharmonierend. Gefährlich, und voller Wahnsinn, voller Tod und dem Wunsch, seine Klinge in ihr Fleisch zu rammen.
"Ihr habt euer Kind verkauft. Natürlich, ungeborenes Leben ist rein, selbst das eines Fluchkindes. Fluchkinder haben unglaubliches Potenzial. Deswegen war Behemoth daran interessiert. Und ohne eure Einwilligung hätte er es nicht nehmen können.
Ihr habt euer Kind verraten, eure Seele verkauft und Noah... "
Er wandte den Kopf zu Noah.
"Eure angebetete Elfe hat es tatsächlich geschafft, die Seele eures Kindes für ein paar Tage mehr auf dieser Erde zu verramschen. Ich beglückwünsche euch dazu, so eine... charakterschwache Elfe euer Herz geschenkt zu haben. Und nein, macht euch keine Hoffnungen.
Sie ist Jule, aber entseelt. Keine Hoffnung, keine Emotionen, keine Trauer, keine Seele."
Er hob seine Stimme, damit alle seine Gefährten ihn zu hören vermochten.
"Jule ist gegangen. Das hier ist etwas... ein Anachronismus, etwas, was nicht vorgesehen war. Aber sie kann immer noch töten und getötet werden. Seelenlose Wesen sind perfekte Mörder und Soldaten. Keine Reue, keine Gefühle, sondern pure Logik treibt sie an.
Sie wird viele der Brut töten. Sie ist nicht mehr als ein Werkzeug, das man ab jetzt benutzt und wegwirft."
Er schüttelte den Kopf, und raunte Lyna leise ins Ohr.





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