@ Sumpfgolem: Du sagtest die Thanix wäre für Hit-and-run geeignet, weil der Energiebedarf so groß sei, dann schlagen wir eben zu und verschwinden wieder! ^^
Eine "konventionelle" Schlacht werden wir nicht schlagen können. Es stimmt: Nur Schlachtschiffe können gegen Schlachtschiffe bestehen, aber wer sagt, dass die Reaper nur Schlachtschiffe sind. Vielleicht sind nicht einmal sie stark genug, wahrscheinlich sogar, da die Reaper ja den technischen Fortschritt überwachen.
Vermutlich wird man ganze Kolonien räumen müssen, um an anderen Stellen die Truppen zu verstärken. Frei nach Sun Tzu´s Weisheit: "Wer alles verteidigen will, verteidigt gar nichts". Man wird Welten opfern müssen und vor der Hauptstreitmacht ausweichen. Wie die Russen gegen Napoleons Heer.
Im Kodex steht, dass die Turianer mit der menschlichen Art der Kriegsführung nicht zurecht kamen, vielleicht sind nur die Menschen (im Gegensatz zu den methodischen Salarianern, den disziplinierten Turianern, den eher biotischen Asari, den berechenbar gewalttätigen Kroganern und anderen Rassen) verrückt genug "unmögliches" zu wagen. Schließlich sind die anderen Rassen eher berechenbar (meine Einschätzung). Die Kroganer greifen blind an, die Salarianer überlegen den logischten Weg (Was den Reapern zusagt) ähnlich die Geth, die Turianer werden in geordneten, lange eingeübten Formationen und Bewegungsabläufen kämpfen, was innere Muster erkennen lässt, auf die sich die Reaper einstellen können. Bei den Asari bin ich mir nicht sicher. Die Rachni werden eher wie die Kroganer mit Masse und Kraft agieren. Wo sie als nächstes sein werden, wo sie auftauchen, in welcher Form der Angriff kommt, all das ist leichter vorherzusagen, als bei den Menschen, welche zwar auch vielen Mustern folgen, in ihren Reihen aber vom Soldaten bis zum Admiral/General nur das Ziel einer Operation aufgelegt bekommen, nicht aber eine "Checkliste" mit geregeltem vorgehen, sondern das erreichen des Ziels ist wichtig.
Eine gewisse Flexibilität. Ich weis das ist schlecht beschrieben, ich kann das nicht gut in Worte fassen. Daher zitiere ich einige Stellen. Als Quelle dient mir das Buch "Kampfkraft" von Martin van Creveld, welches die militärische Organisation der US-Army und der Wehrmacht in einem direktvergleich behandelt:
Kapitel 5: Führungsprinzipien
Seite 51
"Im Gegensatz zu den weitverbreiteten Klischees vom 'Kadavergehorsam' und der 'preußischen Disziplin' hatte das Deutsche Heer... ...immer die entscheidende Bedeutung der Eigeninitiative und-verantwortung, selbst auf der untersten Ebene betont.
Auf Seite 52 erläutert Oberstleutnant i.G. Walter von Lossow die deutsche Doktrin der "Auftragstaktik"
1. "Der Auftrag muß den Willen der Führung unmissverständlich zum Ausdruck bringen"
2. "Ziel, Handlungsverlauf und Auftragszwänge, wie etwa die Zeit, müssen klar und eindeutig sein, ohne die Handlungsfreiheit mehr als nötig einzuschränken, um die Initative des einzelnen zu nutzen, der mit der Ausführung der Aufgaben beauftragt ist"
3. "Der Art der Durchführung im Rahmen der Absicht der übergeordneten Führung werden nur Grenzen gesetzt, wenn sie für die Koordinierung mit anderen Führern nötig sind."
was nach Lossow 3 signifikante Vorteile bietet:
1. werden alle Führer aller ebenen gezwungen ihre und die Lage der höheren Führungsebene zu analysieren.
2....ist weniger relevant da es Intercoms in ME gibt...
3. "Die Am Ort des Geschehens eingeleiteten Maßnahmen entsprechen eher den tatsächlichen Bedingungen".
Dem gegenüber stand das US-Prinzip des Taylorismus, einem Leistungssystem, das jede Bewegung des Arbeiters (das System stammt aus der Industrie) vorauszuahnen und zu diktieren versuchte, mit dem Ziel diese zu einer Art menschlicher Maschine zu machen.
Das US-Militär war also viel starrer geordnet, was Eigeninitativen, also unbekannte Variablen für Reaper, ausschloss. Damit ist ein solches System das vorgegeben Mustern folgt vorhersehbar. Beispiel Mogadishu: Die Aufständischen schossen Hubschrauben ab, weil sie wussten, dass diese Aktion die Fußtruppen(motorieiserte Truppen) aus ihren befestigten Lagern herauslocken würde - sprich Verwundbar macht.
In diesem Sinne wirken mir Turianer, Kroganer, Geth, Rachni, vielleicht die Asari und auch die Salarianer, die zwar Situationen schnell analysieren und begreifen können, dann aber im Training und unzähligen Stunden gelernten Vorgehensweisen folgen zu starr. Oder anderst gesagt, jede halbwegs logische Aktion auf einen Reiz folgt einem Muster, dass sich einer Intelligenz wie den Reapern schnell erschließt, während die Menschen einfach auch Dumm genug sind völlig unlogisches zu versuchen.
@Not_Zero
Ja der Satz stammt aus Robin Hood, trifft den knackpunkt an der Sache aber, so meine Meinung. Menschen kämpfen auch gegen ihr Schicksal an, selbst wenn ihnen jede Logik bestätigt dass es unnütz ist, dass alles verloren ist kämpfen sie noch immer, manchmal verbissener denn je. Die Menschheit fällt aus dem Muster der Reaper heraus und darum sind wir der natürliche Feind der Reaper, die personifizierte Logik gegen die personifizierte Unlogik, das berechnende gegen das Gefühl, Maschine gegen Mensch! Und dieses aufbäumen, nicht einmal nicht zweimal, sondern immer wieder, das es nach einem Rückschlag erneut versuchen, das aufstehen nach einem Sturz das anrennen gegen das unmöglich aufzuhaltende Schicksal wird für mich in diesem Satz wiedergespiegelt. "Sich erheben und wieder erheben, bis aus Lämmern Löwen werden"
euer Rabe