Zunächst einmal ein großes Lob an die Macher von DAO. Das Spiel - Story (bzw Stories der verschiedenen Protagonisten), das Setting, die Animationen der Sequenzen, das Voice-Over, die Slow-Motion Einlagen in den Kampfsequenzen, und, und, und... sind einfach einzigartig und fast schon filmreif zu nennen!
Und das würde sich hier absolut anbieten - nein es wäre sogar zwingend erforderlich daraus einen Spielfim zu machen und als Dungeons&Dragons Teil 3 auf den Markt zu bringen, und sei es nur um den Murksern der ersten beiden D&D-Filme zu zeigen wie so etwas geht. Man denke auch an die meiner Meinung nach gelungene Unsetzung von Dungeon Siege, wobei das Spiel selbst zwar eine nette Grafik aber ein biederes Gameplay aufwies. Was dürften wir also erst bein einer Vorlage wie Dragon Age Origins erwarten? Die Sprecher der Figuren sind - im Original wie auch in der deutschen Lokalisation - durch die Bank hervorragend, und damit hätten wir dann auch schon die Besetzung. Voila.
Kleiner Einwurf: Ist das nur mein Eindruck oder hat Lord Howe nicht eine gewisse Ähnlichkeit mit Prince Charles?
Aber (...typisch..gnagnagna...) auch wenn ich dem Spiel eine Wertung von 99 geben würde, sind es eben "nur" 99/100. Ein paar wenige Punkte sind mir aufgefallen, die noch zu verbessern wären.
1) Mir persönlich fehlt der ganz gewöhnliche Heiler, sprich im Pen&Paper-RPG der Priester, Kleriker, Mönch, etc, etc. In verschiedenen Situationen ist der Magier schlicht und einfach überfordert. Lasse ich nun besser den Angriffszauber los oder heile ich den Helden? Ganz zu schweigen davon, daß ich zunächst ja auch erstmal dahingehend skillen und wertvolle Punkte splitten muß!!
2) Im Forum tauchte oft auf, daß der eine oder andere seine Probleme hat den Schurken in vorderer Position Seite an Seite mit dem Krieger kämpfen zu lassen. Gerade als PC mit niedrigem Level hat er so seine Schwierigkeiten. Ich weiß nicht zu sagen ob das spielimmanent nicht möglich ist oder ich es einfach nicht raffe einen Kämfer mit Schurkentalenten zu skillen (Ausbildung durch Gruppenmitglieder, Bücher, ..).
Diese beiden Punkte ließen sich mit einer, zumindest situationsangepaßten Vergrößerung der Gruppe beheben. Mit einer 5er oder 6er-Gruppe, wie wir es ja auch von BG1+2, Icewind Dale 1+2, u.ä. kennen würde das RPG-leben etwas leichter.
3) Mein eigentlicher Kritikpunkt ist das Scripted Gameplay. Ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist die imposante Geschichte der eigenen Figur, der Mitstreiter, des Landes usw. die so immer weiter vorangetrieben werden. Auf der anderen stehen die nicht frei erkundbare Landschaft, hier würde ich mir eher die Möglichkeiten aus Morrowind o.ä. wünschen, und die erzwungenen Gruppengespräche. Wenn es also zu irgendeinem Gespräch kommt, dann führt das immer die gesamte Gefolgschaft. Und da kommt der Schurke wieder auf den Plan. Szenario: man trifft auf eine Gruppe bei der man sich zumindest denken kann, daß sie einem nicht besonders wohlwollend gesonnen ist, wenn man es nicht sogar definitiv weiß und bringt den taktischen Vorteil des Schurken - nämlich Verstohlenheit - zum Einsatz. Man weiß ja - gleich gibts Haue. Dann startet aber nochmal ein Gespäch dessen Ausgang vorbestimmt ist, und zwar mit der gesamten Gruppe. Das bedeutet alle sind sichtbar auch der getarnte Schurke, und damit ist dessen Talentvorteil schon wieder hin!!!
Hier wünsche ich mir auf jeden Fall Abhilfe. Jede Veränderung an der Figur wird beachtet - dann sollte es auch möglich sein Veränderungen an der Gruppenzusammenstellung bei z.B. Gesprächen zu erfassen.
4) Bei Haven trifft man auf einen für so ein kleines Dorf unfangreichen Friedhof. Die Inschriften solltet Ihr mal studieren. Frustrierte Programmierer haben hier zum Beispiel den Herrn Multiplayer zu Grabe getragen. Diese Möglichkeit MP- oder LAN-Spiele aufzusetzen sollte wieder aufgegriffen werden.
5) Zu guter Letzt hatte ich mir beim Schurken die Möglichkeit der Tarnung durch Verkleidung ( sprich falscher Bauch, Bart, etc. ) erhofft. Nur ein Spiel hat das soweit ich weiß in einem Fall mal erlaubt, nämlich Two Worlds mit der Option sich als Ork durch die gegnerischen Reihen zu schleichen, mit allen Vor- und Nachteilen.
Aber ich bin gespannt was die DAO-Macher noch in der Hinterhand haben. Wenn Ihr Euch die Karte von Thedas genauer anschaut werdet Ihr feststellen, daß der Teil Ferelden nur etwa ein Zehntel der Gesamtfläche ausmacht. Sollten die restlichen Landstriche ähnlich wie demnächst in The Awakening umgesetzt werden bin ich vollauf zufrieden - können wir alle zufrieden sein.
hups so lang sollte das gar nicht werden....execuse mi
Heyl Grey Wardens und möge der Erbauer Eure Geschicke lenken, Agronwall.
Feinschliff
Débuté par
Enrielin
, mars 08 2010 06:42
#1
Posté 08 mars 2010 - 06:42





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